Latest / ntv Wirtschaft / Nvidia mit KI-Chips auf Billionen-Kurs – und neue Schufa-Regeln sorgen für mehr Klarheit
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- Eine Billion Dollar Umsatz mit KI-Chips. Das ist der Plan von NVIDIA. Autofahrer zahlen weiter Rekordpreise an der Zapfsäule. Und bei der Schufa lässt sich die eigene Bonität jetzt genauer nachvollziehen. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Der amerikanische Technologiekonzern Nvidia greift nach einer Zahl, die gigantisch klingt. Eine Billion Dollar Umsatz bei KI-Chips bis 2027. Es geht längst nicht mehr nur um ein paar besonders leistungsfähige Halbleiter. NVIDIA verkauft die technische Grundlage für Rechenzentren, für generative KI, für Robotik und für die nächste Welle der Automatisierung. Der Konzern setzt also darauf, dass künstliche Intelligenz nicht bloß ein Trend bleibt, sondern zur Infrastruktur der Weltwirtschaft wird. Und genau da liegt auch die eigentliche wirtschaftliche Wette. Die Firma will nicht nur Bauteile liefern, sondern die komplette Maschine hinter dem KI-Zeitalter. Und Konzernchef Wang sagte bei der Entwicklerkonferenz auch, dass es in Zukunft bei der KI vor allem darum gehen soll, Nutzeranfragen zu beantworten und nicht nur neue Modelle zu trainieren. Unser Chefkorrespondent Wirtschaft Ulrich Reitz kommentiert, Nvidia gibt beim KI-Rennen das Tempo vor. Neue Technik geht in die Massenproduktion, gemacht für riesige Rechenzentren und noch deutlich leistungsfähiger als bisher. Gleichzeitig bringt das Unternehmen neue Lösungen für KI-Anwendungen, Datenverarbeitung und sogar fürs Gaming. Auch die Partnerliste, die wächst rasant, von großen Autoherstellern bis zu Industriekonzernen und Techfirmen. Und die Zahlen sind beeindruckend. 68,1 Milliarden Dollar Umsatz, also Dominanz pur. Die Botschaft dahinter ist einfach, hier wird gerade die Zukunft gebaut. Europa dagegen zögert. Wir importieren statt selbst zu entwickeln. Und wenn wir jetzt nicht investieren, dann schauen wir bald nur noch zu, wie andere das große Geschäft machen. Die Wahrheit ist, wer heute nicht handelt, hat morgen nichts mehr zu entscheiden. Und ums Handeln geht es auch beim nächsten Thema. Die EU-Kommission will die Industrie bei den Energiekosten entlasten. Der Plan ist, dem Markt mehr Verschmutzungsrechte zur Verfügung zu stellen. Zudem sollen Industriebetriebe finanziell stärker unterstützt werden. Dazu gehört auch, Stromabnahmeverträge besser zu nutzen. Also langfristige Verträge, mit denen Unternehmen ihren Strompreis über längere Zeit festsurren können. Außerdem prüft die Kommission staatliche Beihilfen und Subventionen, damit energieintensive Branchen im internationalen Wettbewerb nicht noch stärker unter Druck geraten. Das Ziel ist klar. Europa will verhindern, dass Produktion abwandert, weil Energie hier dauerhaft teurer bleibt als in anderen Weltregionen. Für die Industrie geht es dabei nicht um ein Randthema. Es geht um die Frage, ob Stahl, Chemie oder andere große Produktionszweige hier weiterhin wettbewerbsfähig arbeiten können. Die hohen Energiepreise treffen nicht nur Fabriken, sondern auch ganz direkt die Verbraucher. Benzin kostet inzwischen den achten Tag in Folge mehr als zwei Euro pro Liter. Diesel sogar seit fast zwei Wochen. Auffällig ist dabei, die Preise pendeln sich auf hohem Niveau ein. Genau das macht den Ärger an der Zapfsäule ja so groß. Der Berliner Wirtschaftsprofessor Ferdinand Fichtner sagt, Mineralölkonzerne nutzten Krisen immer wieder aus, um Preise sehr schnell zu erhöhen. Eigentlich müssten die Preise für Benzin und Diesel deutlich unter 2 Euro liegen. Von einer Abzocke will er im Interview aber nicht sprechen. Ja, Abzocke ist ein bisschen viel gesagt, finde ich. Ich glaube, es ist schon überraschend, wenn man sich das Verhalten in den letzten Jahren anschaut, wie stark die Benzin- und Dieselpreise vor allem, wie stark die gestiegen sind. Das können wir uns nicht so richtig erklären. Jedenfalls ist es mehr, das würde ich jetzt einfach erst mal so konstatieren, mehr als wir in der Vergangenheit gesehen haben. Ja. Sicher ist es so, dass da irgendjemand gerade große Gewinne macht, ja. Große Gewinne macht. Herr Fichtner, fragen wir mal ganz konkret, wo müssten die Preise für Benzin und Diesel denn gerade eigentlich liegen? Also wir sehen ja zurzeit tatsächlich Dieselpreise in der Größenordnung von 2,20 Euro und nach unserer Schätzung, nach meiner Schätzung ist es zurzeit plausibler, eher in der Größenordnung von 1,90 den Dieselpreis zu sehen. Beim Benzin ist der Effekt nicht ganz so groß, aber wir sehen schon, der Effekt, den der Ölpreis hat, der erklärt einen Bruchteil dessen, was wir sehen. Also wenn wir umgekehrt mal denken, der Ölpreisanstieg in den letzten zwei, drei Wochen, der erklärt wahrscheinlich so einen Anstieg von ungefähr 15 Cent beim Dieselpreis pro Liter. Und was wir gesehen haben, tatsächlich ist aber ja insgesamt fast ein Anstieg von 40 Cent. Und während die Autofahrer weiter über hohe Preise an der Zapfsäule stöhnen, sortiert sich an anderer Stelle der Einzelhandel neu. Decathlon geht dabei jetzt einen eher ungewöhnlichen Weg. Der Sportartikelhändler will seine Produkte künftig auch bei Mediamarkt verkaufen. Das schreibt das Handelsblatt. Los geht es mit einem großen Shop-in-Shop-Modell in München. Weitere Flächen sollen folgen. Für Decathlon ist das eine Möglichkeit, schneller zu wachsen und in Deutschland präsenter zu werden. Und Mediamarkt kann freie Flächen sinnvoll nutzen und das Sortiment um ein Angebot erweitern, das neue Kundschaft anlocken soll. Zum Schluss noch ein Thema, das Millionen Menschen ganz praktisch betrifft. Die Schufa. Die Auskunft Hai hat ihren neuen Score zur Kreditwürdigkeitsprüfung freigeschaltet. Verbraucher können ihre bonitätsrelevanten Daten jetzt digital im Schufa-Account oder in der App einsehen. Der neue Schufa-Score bewertet die Zahlungszuverlässigkeit von Verbrauchern auf einer Skala bis 999 Punkten. Die Punkte werden anhand von zwölf Kategorien vergeben. Vier sind dabei besonders wichtig. Erstens Zahlungsstörungen, also Mahnungen oder Inkasso-Einträge. Zweitens viele neue Anfragen für Girokonten oder Kreditkarten innerhalb eines Jahres. Auch das kann sich negativ auswirken. Drittens, Bonitätsanfragen außerhalb von Banken, etwa bei Online-Händlern oder Telekom-Anbietern. Und viertens, die Wohndauer am aktuellen Wohnsitz. Wer länger an derselben Adresse gemeldet ist, gilt statistisch als verlässlicher. Schufa-Chefin Tanja Birkholz zeigt sich im Interview zufrieden. Das Schöne, Sie können jetzt eben sehen auf Basis der verschiedenen Kriterien, was wie auf Ihren Score einwirkt. Und unter allem auch das Thema Zahlungsstörungen. Das heißt, was passiert, wenn ich deutlich im Rückstand bin mit Kreditraten, wenn ich Kaufaufrechnung nicht bezahlt habe, ob ich mehrfach eine Mahnung bekommen habe. Dann kommt es eben zu dem sogenannten Schufa-Eintrag. Deswegen zeigt das Neu-Score eben auch nochmal so deutlich, wie wichtig es ist, seine Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Verändert sich durch diese Neubewertung denn jetzt bei vielen Menschen die Bewertung? 83 Prozent der Menschen erleben gar keine Veränderung, bleiben in der gleichen Score-Klasse. Bei 9 Prozent der Menschen verbessert sich sogar die Score-Klasse und bei 8 Prozent verschlechtert sie sich, wobei man dazu sagen muss, 5 von den 8 Prozent sind weiterhin in der Score-Klasse gut und das ist im Grunde genommen das Entscheidende, in welcher Score-Klasse sie sind. Neben den Vorteilen sehen Verbraucherschützer auch Nachteile. Unsere Kollegin Sibylle Scharr hat mit Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen gesprochen. Ist dieser neue Schufa-Score der ab heute gilt denn wirklich besser und leichter nachvollziehbar? Der neue Schufa-Score kommt jetzt dazu. Aber wichtig ist zu wissen, dass die Unternehmen diesen nicht nutzen müssen bei ihren Vertragsentscheidungen, sondern können. Wenn er genutzt wird, ist er für Verbraucher von Vorteil, weil er umfasst viel weniger Kriterien und er kann von Verbrauchern gut nachvollzogen werden. Also der Verbraucher kann künftig genau erkennen, welche Daten sind über mich gespeichert und in welcher Weise haben sie zu einem guten oder schlechteren Score geführt. Also die Transparenz wird deutlich für Verbraucher erhöht. Ganz viele stellen sich sicherlich die Frage, wie man den eigenen Score, also die Bewertung insgesamt verbessern oder beeinflussen kann, weil zum Teil spielen da ja wirklich etwas kuriose Kriterien auch eine Rolle. Ja, genau. Also es geht ja immer nur um statistische Daten. Beispielsweise spielt eine Rolle, wie lange ich den bestimmte Verträge schon habe. Und in Teilen lässt sich das gar nicht beeinflussen. Und in Teilen ist es sogar nachteilig. Beispielsweise sagt der Schufa-Score, wer häufig sein Girokonto wechselt, bekommt weniger Punkte. Und das ist eigentlich total blöd, weil eigentlich ist es ja gut, wenn Verbraucher immer wieder gucken, ist mein Konto noch ausreichend günstig oder gibt es was Besseres, um dann auch zu wechseln. Also ein paar Schufa-Scores gehen sogar in eine Richtung, dass sie eher den Wettbewerb verhindern. Das ist eigentlich für Verbraucher nachteilig. Unterm Strich zeigt sich, während NVIDIA auf den nächsten großen KI-Schub setzt und Europa seine Industrie mit günstigeren Energieperspektiven stützen will, kämpfen Verbraucher weiter mit hohen Spritpreisen. Und auch beim neuen Schufa-Score wird deutlich, dass mehr Transparenz zwar hilfreich ist, Vertrauen aber nur entsteht, wenn Bewertungen auch wirklich fair und nachvollziehbar sind. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.