Latest / Ankommen statt funktionieren / „Jetzt probieren wir das ein zwölftes Mal" – Debora Kunz
Transcript
- Michael: Deborah, schön, dass du wieder da bist. haben den Podcast jetzt, wir sind im dritten Versuch, den aufzunehmen, aber immer kam irgendwas dazwischen. Beim ersten Mal ist es der klassische debora kunz: Genau. Michael: Fehler gewesen, dass man nicht auf Aufnahme gedrückt hat, dass ich nicht auf Aufnahme gedrückt habe. Aber deine Geschichte wollte ich einfach auch festhalten, weil du hast einfach einen Weg hinter dir von der erfolgreichen Unternehmerin, aber schwer krank bis jetzt, dass du in Costa Rica sitzt und ein völlig neues Leben lebst, als wie das vor wenigen Jahren noch war. debora kunz: Genau. Michael: Ja, denke, fangen wir an bei einer aktuellen Situation. Wie sieht dein Leben momentan aus? Du bist mehrere Monate im Jahr in Costa Rica. debora kunz: Genau, also es ist so, wie man sieht, ich bin direkt erst angekommen. Noch nicht so viel Farbe, aber in einer Woche wechselt sich das dann. Also ich bin montags in der Nacht angekommen, hatten ja ca. 30 Stunden nicht geschlafen und dann war noch unser Auto. hatte eine Panne, also wir sind dann zum Auto mit dem Taxi gefahren worden, dass wir nach uns hoch in die Berge können und dann war unser Auto nicht angesprungen. war wieder mal so ein purer Wiedereinstieg. Genau, aber es ist so, tatsächlich wir haben hier viereinhalb Hektar Land gekauft, sind vor zweieinhalb Jahren. Wir sind hierher gekommen und pendeln. Wir sieben Monaten im Stück unten in Costa Rica. Den Rest verbringen wir in der Schweiz, weil wir mittlerweile eine sechsjährige Tochter Sie hat andere Bedürfnisse. Sie will auch sehr stark bei Oma und Opa sein. Und da merken wir einfach, mit Kindern hat man andere Herausforderungen, was solche Geschichten anbelangt. Und darum ist es auch für uns schön, wenn wir dieses kombinieren können. Also das heißt, wir sehen unsere Familien, wir sehen unsere Freunde. Es ist dann halt alles ein bisschen komprimiert, so in fünf Monate, aber das ist wunderschön. Also wirklich. Und hier machen wir Selbstversorgung, also das da hinten. Wir haben jetzt schon etwa 650 Bäume. Wir sind Gärtner von Beruf, wir hatten eine Gartenbaufirma, die wir verkauft haben. Und haben schon immer selber gebaut. Wir lieben unsere Gemüse, unsere Früchte selber anzupflanzen. Und eben wie seht, hinten, es war eine Kuhweide und jetzt stehen da teils 5 Meter hohe Bäume. Und ich konnte schon gestern meine Bananen schneiden, kleine Zitronen ernten, kann etwa 30-40 Kürbisse ernten, Süßkartoffeln, Beeren, Tomaten, genau. Also es wächst wie verrückt, wir haben schon eine Allee, ich durchlaufen kann, wo links und rechts hohe Bäume stehen und Papayas. ich kann auch aus dem Schlafzimmer raus, kann ich Papayas ernten. Ja, es ist unglaublich. Was die Natur... Wir sind immer noch geflasht. Natürlich habe ich immer noch etwas Jetlag und... Ja, genau. Michael: Das merkt man dir nicht an und man sieht es dir auch nicht an. Also da macht man keine Gedanken. Aber die debora kunz: Ja! Michael: also war auch die Selbstversorgung im Endeffekt eine große Motivation für euch nach Costa Rica zu gehen. Einfach was das Land angeht, was das Wetter angeht und was die Einfachkeit angeht. Oder wie kamt ihr auf die Idee? debora kunz: Tatsächlich die Einfachheit. Es gibt Vorteile in der Schweiz, es gibt Vorteile hier. Es ist an beiden Orten wunderschön, was wir hier machen können. Wir sind Leute, wir bauen gern, wir machen, wir kreieren gerne Paradies für Menschen. Verknüpft mit Gesundheit und Ästhetik, Schönheit. ist so... Ja, natürlich hast du in Costa Rica gewisse Vorschriften oder Sachen nicht. Und ja, das ist wahrscheinlich wie in Deutschland. meine... Ja, mit irgendwie 35, 37 sich ein größeres Stück oder 4,5 Hektar Land zu kaufen und da was anzubauen, kannst du dir ja vorstellen, da wird man meistens 60 Jahre alt, bis man sich das leisten kann. Nicht immer, aber dann muss schon vieles passen, dass das alles geht. Und dann kommen natürlich noch die klimatischen Sachen hinzu. Ich meine, habe innerhalb von einem Jahr konnte ich schon die ersten Früchte ernten. kann ich natürlich Michael: Hm. debora kunz: in der Schwäbze auch. Mit Beeren und so weiter geht auch. Ist aber schon mega. Das ist die Kerntemperatur im Boden, das ist so immer über 20 Grad. Und dann wächst das die ganze Zeit. Also das wächst hier permanent. Und darum... ist ja alles hier jetzt auch so gewachsen. Michael: In so kurzer Zeit. Sehr gut. Und debora kunz: Genau. Michael: das ist auch nicht ohne Grund, dass du für dich auch in deinem Leben entschieden hast, dass du deine Ernährung komplett anders umstellst. Du hast es mir schon erzählt, debora kunz: Mhm. Mhm. Michael: aber ich würde es noch mal irgendwie aus dir rauslocken. Weil es ist nicht so lange her, dass dein Leben eine völlig andere Lebensqualität hatte und du ein ganz anderes Lebensgefühl hattest. Kannst du irgendeinen... Art Wendepunkt ausmachen in deinem Leben und wie ging es dir zu diesem Zeitpunkt? Weil klar sieht man das jetzt, du in Costa Rica sitzt und euer Gemüse anbaut und euer Obst anbaut, was ein wunderschönes Bild ist. Aber da geht ja immer eine debora kunz: Ja. Ja. Michael: Geschichte davor, die einen zu so einem radikalen Lebenswandel überhaupt erst mal bringt. Wie ging es dir dann damals, dass du so einen Lebenswandel hingelegt hast? debora kunz: Also, tatsächlich, das ist mittlerweile jetzt 6 Jahre her. Ich war 15 Jahre chronisch krank. Die letzten 5 Jahre schwer. Also ich war chronisch krank, vergiftet. Man hat das mir von außen lange Zeit nicht so angesehen. Ich konnte das gut überspielen und ich war auch ein Kind, jugendlich junge Frau. Ich war sehr immer Energiegeladen und ich konnte, das können wir ja alle, lange von der Jugendlichkeit zerren. Aber irgendwann war das vorbei und dann ging es richtig, richtig runter. Also ich hatte über zehn chronische Symptome. Das Schlimmste war eigentlich, hatte 15 Jahre Bauchschmerzen. Von morgens bis abends. 15 Jahre lang. Pause und nicht so ein bisschen, sondern richtig, richtig toll. Ich habe über 100.000 Schweizer Franken ausgegeben für meine Gesundheit, gebracht hat es nichts, außer ein leeres Portemonnaie und Stress und klar vor den Terminen fühlte ich mich besser, weil ich gedacht habe, jetzt finden sie raus oder jetzt kommt die Lösung. Und trotzdem hat es mir viel gebracht, weil ich dann irgendwann selber auf den Weg gegangen bin. Und ich habe alles probiert. Die klassische Medizin, die Alternativmedizin, Homöopathie, Osteopathie, alles. Ich hatte wahnsinnige chronische Schmerzen dann auch irgendwann. Neurodermitis manchmal. den ganzen Hals, den Gesicht, an den Armen. Und die Nore der Mythis habe ich tatsächlich erst seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Das ist gar noch nicht so lange her. Ich habe alle chronischen Symptome weg. Was ich nicht mehr habe, ist zum Beispiel meine Mandeln. Die kann ich jetzt nicht mehr herzaubern und das ist auch, ich werde vielleicht ein paar mal gusten. Das ist so was, ich merke das sehr, wenn ich dann viel Stress habe. Oder wie jetzt auch mit dem Fliegen, Fliegen ist für mich unglaublich viel Stress. Wechsel und alles, dann merke ich es hier. Ich kann nicht, oder wenn staubige Luft ist oder so, jemand der halt die Mandeln noch besitzt, kann viel besser haushalten damit und das kann ich nicht mehr. Das ist so eine Sache. Das kann ich nicht mehr rückgängig machen, aber das ist... Wenn so ein krasser Wechsel ansteht und ich das mal auch vorher extrem genug gearbeitet habe, dann merke ich da ein paar Tage, habe ich dann bisschen einen Hustenreiz und dann verschwindet das auch wieder. Ich hatte eine sehr starke Depression, dass ich mir zweimal das Leben nehmen wollte. Und auch als meine Tochter schon hier war, sie war ein paar Monate alt und ich war so verzweifelt irgendwann. von meinen Schmerzen, von meiner Depression und ich habe immer gesagt, die kommt vom Darm. hat irgendwas mit der Ernährung zu tun und die haben mir gesagt, nee, irgendwann haben sie alles nur noch auf die Psyche getan. Gesünder Ernährung. Michael: Das war also von Anfang an deine Vermutung oder dein Bauchgefühl, dass es mit der Ernährung zusammenhängt, das mit dem... Immer. debora kunz: Ja, immer. immer. Und ich muss dazu noch sagen, ich habe natürlich auch etwa zehn Ernährungsformen ausprobiert. Michael: Das heißt, du bist schon auf eigene Faust los und hast gesagt, okay, das liegt irgendwo hier an der Ernährung. Ich probiere jetzt mal debora kunz: Genau. Michael: dies, das. Was hast du da so alles durchprobiert? debora kunz: Ich hab Keto, ich Industrie Vegan, ich hab Eiweiß frei, hab Gluten frei, hab... ähm... Gestamin frei. Dann... was hab ich noch alles? Ähm... Paleo. Ja. Noch vieles mehr, dann ähm... Lektin frei. Ja, es ist wirklich... was man eigentlich ziemlich alles was man machen kann und dann habe ich noch die Weiterbildung gemacht zur Ernährungsberaterin in der Hoffnung an der Paracelsus Schule in Zürich. In der Hoffnung, dass ich da weiter komme. Genau, ich habe so gesehen und dann haben die Ärzte mir halt auch immer gesagt, ja an der Ernährung kann es nicht liegen, sie ernähren sich schon so gesund. Michael: Ja. debora kunz: Und am Schluss waren wir auch ein Teil Selbstversorger, also ich Wachtel und Hühner gezüchtet, ich habe Koninchen und Fische haben wir gehabt. Wir haben so einen Mini-Bauernhof entwickelt, wo ich dann auch alles selber angebaut habe für die Tiere. Also ich habe den alles frisch gemacht. Die Hühner bekamen kein Soja, denen habe ich Getreide angekeimt, habe Willkräuterpulver gemacht. Also wirklich, ich habe meine Tiere abgöttisch geliebt, habe die auch geschlachtet. Ich habe gesagt, wenn ich Fleisch esse und ich komme vom Bauernhof, dann mache ich den ganzen Kreislauf. Und ich will sehen, wie es den Tieren geht, ob sie gesund sind, ob sie glücklich sind. Ich habe natürlich über den durchschnittlich großen Auslauf gemacht. Und das war natürlich auch so ein Hobby. Und für die Wachteln habe ich da verschiedene Bereiche. Ein Waldbereich, ein Staubbadbereich, dann ein Wasserbereich. wirklich so richtig, ich habe mich da voll ausgetobt. Und die waren dann so wie in einer Wildnis, also richtig toll. Und auch die Fische, da haben wir noch Aquaponik gemacht. Also ich habe etwa 300 Fische mal am Stück geschlachtet. Zwei Tage lang habe ich nur... Genau. Und auch da, wir waren noch nicht ganz so weit, aber haben auch so etwa zu 80 % die selbst gefüttert, weil wir wissen halt auch, was es in Fischfutter sehr viele Schlachtabfälle und... Medikamentenrückstände und alles solche und Hormone und so drin hatten, das wollten wir halt nicht in den Fischen haben, das ist mir natürlich auch immer bewusst gewesen, alles was ich esse kommt darauf an wie das produziert, das kommt ja alles in mich rein. Also ich war ja eigentlich schon sehr, sehr bewusst, oder? Michael: Ja, nicht nur sehr bewusst. Du bist ja sogar die Wertschöpfungskette mehrere Schritte zurückgegangen. Bis debora kunz: Ja! Michael: hin zum Tier, bis hin zum Futter vom Tier, Lebensumständen von den Tieren. Also du hast ja wirklich versucht, gesündeste Essen dir heranzuziehen, was es so geht. debora kunz: Genau. Michael: Hast du denn da schon einen Wandel gemerkt oder waren das so viele Wechsel in der Ernährung, dass es dann gar nicht mehr so akut aufgefallen ist? debora kunz: Nein, tatsächlich, ich habe es nicht gemerkt. Mir ging es eigentlich schon so schlecht. Und trotzdem mein großes Hobby, halt die Tiere, der Gartenbau, Gemüseanbau und all das, das habe ich mit Leidenschaften da, das hat mir immer mal wieder Kraft gegeben. Michael: Mhm. debora kunz: konnte Kraft rausziehen und etwas Freude, aber irgendwann war die Depression so stark, dass ich mich... ja, und ich habe alles von Tieren verwertet, by the way. Ich habe die Knochen ausgekocht, habe Knochenbrühe gemacht und weiß von eigenen Hühnern. Die Knochenbrühe, da kannst du den Löffel reinstecken und der wackelt nicht, das ist ganz ganz anders. So ein Huhn, das habe ich über mehrere Monate aufgezogen, ohne künstliches Futter. Das Fleisch ist rötlich braun. Das erste Mal, als ich das Huhn so gemacht habe, habe gedacht, ist das Fleisch irgendwie schlecht? Weil es viel zäher, also es war sehr lecker, viel zäher, viel intensiver im Geschmack und eine ganz andere Konsistenz. Also nichts mit weißes Fleisch hat das zu tun. Ich habe alles verwertet von diesen Tieren, alles und ja. So gesehen... ...einfach verrückt. Und auch die Eier, oder? Frisch, auch viel Brot. Also ich habe auch da auch die Mayonnaise, die habe ich auch immer selber gemacht. ist unglaublich lecker, würde ich immer noch essen. Die ist wirklich sehr, gut. Ja, und dann... ...habe ich mich dann irgendwann überreden lassen, weil es mir dann irgendwann so schlecht ging, dass ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte. dass ich Antidepressiva nehme. Ich habe Antidepressiva genommen, drei Monate und wenn man schon so tief ist, denkt man nicht, dass man noch tiefer fallen kann und ich bin noch tiefer gefallen. Durch die Nebenwirkung der Antidepressiva hatte ich auch nach Absetzung, nach drei Monaten ist ja nicht eine lange Zeit, ich ein Jahr Übelkeit. Jeden Tag. Michael: Ach. debora kunz: Jeden Tag. Also meine Leber, die war ja schon vergiftet vorhin. Ich meine jetzt im Nachhinein check ich ja oder kapiere ich was in meinem Körper vor sich geht, weil ich begleite jetzt Menschen in der Entkiftung. Michael: Hm? debora kunz: Durch die Antidepressiva wurden meine Leber noch massiv mehr belastet. Und darum hatte ich danach ein Jahr Übelkeit. Und ähm... Michael: Also kam diese Übelkeit zu deiner normalen Übelkeit quasi noch hinzu. Das heißt, debora kunz: Ja. Michael: alles hat sich nochmal zehnfach verschlimmert durch die Antidepressiva. Du bist noch tiefer in ein Loch reingefallen. debora kunz: Ja, sozusagen. Ja. Michael: Deine Übelkeit ist stärker geworden und dein Körper hat noch mehr zu tragen gehabt, was er eigentlich nicht tragen wollte. debora kunz: Genau. Das einzige, ich krieg dir wieder etwas mehr Appetit. Natürlich durch die Medikamente. Ich habe zwar nicht zugenommen, aber die Leute haben mich wieder vermehrt Essen gesehen. Das löst natürlich bei allen so. Gott sei Dank. Bin ich immer noch... Michael: Also die Leute waren froh, dass sie dich essen sehen haben, weil sie damit verbunden haben. debora kunz: Also vermutlich habe ich vorhin natürlich schon gegessen, aber sie haben Michael: Ja. debora kunz: gesehen, dass das für mich eine Schwierigkeit war, weil ich hatte natürlich auch irgendwann Angst zu essen, weil mir hat nichts mehr gutgetan. Siehst du? Michael: Ja klar, fallen wir. Du, weißt du was? Weißt du was? Ich hab meine Schwägerin, die hat genau dieses Problem. Die hatte Brustkrebs und ist jetzt durch eine Chemotherapie durchgegangen. Und die Chemotherapie ist gut verlaufen und ihr Körper erholt sich jetzt von der Chemotherapie. Aber sie kann nichts essen. Also wirklich nichts. Und es gibt auch keine ... Faustregel oder sonst etwas, wo sie sagt, okay, das kann ich essen, das vertrage ich oder das esse ich, dann geht es mir furchtbar schlimm. manchmal isst sie aber auch etwas einfach aus so einer Verzweiflung, Wut heraus, wo jeder denkt, das ist vollkommen ungesund und da reagiert der Körper gar nicht drauf. Also es ist überhaupt gar keine Logik dahinter. Und ich bewundere sie halt auch für ihre mentale Stärke, weil wenn wir permanent übel ist. und du auch grundsätzlich gern isst, dann ist das ja wie eine Chines... Du drehst durch, das ist wie eine chinesische Wasserfolter. Man muss ja nur mal fasten. debora kunz: Du träst durch! Michael: Genau, das ist ja Zwangsfasten im Endeffekt. debora kunz: Das ist das Essen, eben die Gesellschaft. sind heute geprägt von Süchten und Essen. Und Essen ist auch mehrheitlich immer mehr geprägt von Süchten. Es Michael: Ja. debora kunz: ist nicht mehr so natürlich. Also wir essen, und das kann ich zu mir selber auch sagen, also was ich hier erzähle, das kann ich auch immer zu mir selber Michael: Bis dahin, debora kunz: sagen. Wir essen so oft, obwohl wir gar keinen Hunger haben, manchmal als Langeweile. Manchmal auch aus Gelüste. Ist voll okay. Das Essen soll Spaß machen, soll Freude machen. So ist es nicht. Ich liebe Essen. Aber weißt du was ich meine? Wir sind so geprägt. Man macht ab mit Menschen und das ist oftmals das Erste. Man setzt sich hin und isst. Und weißt du mal einfach irgendwie wandern gehen. Also das macht man schon auch spazieren. es ist echt ein Riesenthema. Weil heutzutage einfach die Nahrung nicht mehr so natürlich ist, wie sie eigentlich sein sollte. Und dann sag ich, hat Michael: Aber das Essen eben psychisch... debora kunz: oftmals auch mit Züchten zu tun, weil die Nahrungsmittel dann oftmals gepanscht sind mit Zucker mit zu viel Salz. Und dann ist das nicht mehr natürlich. Und dann kommen wir in die Sucht rein und spüren nicht mehr, habe ich jetzt Hunger? Oder habe ich Durst? geht das mir... brauche einfach einen kleinen Spaziergang. Michael: Das waren doch schon Dinge, dir auch zu der Zeit, als du die verschiedenen Ernährungsmethoden ausprobiert haben, auch schon bewusst waren, oder? debora kunz: Ja, genau. Aber die Übelkeit ist ja so, die Übelkeit kommt von der Leber. Da kann man ganz viel machen. Die Übelkeit, das ist ein Leberproblem. Weil auch durch eine Chemotherapie der Körper wird massivst vergiftet. Massiv. Und was passiert? Die Leber, die saugt das alles auf. Das staut sich. Auch Krebs ist unglaublich was Schlimmes. Will ich überhaupt nicht abtun. Aber der Körper schützt sich, er produziert Krebs, sich zu schützen. Und das ist eine massive Übersäuerung, Vergiftung. Und der Körper will ja uns immer helfen. Und eben wie gesagt, will Krebs nicht abtun oder sagen, das ist was Harmloses. Es ist unglaublich was Trauriges, Schlimmes. Und ich war ja selber, hätte ich so, wäre es mir so weitergegangen, wäre auf das irgendwann ein Thema bei mir geworden. Hätte ich da nicht den Ausstieg gefunden und ich hätte auch drei Operationen vor mir. Und genau, was sie jetzt machen könnte, also machen kann, ist wirklich anfangen mit, also natürlich begleitet mit jemandem anfangen, die Leber, den Darm und den Körper zu entgiften und zu entlasten. Michael: Ich werde deinen Kontakt weiterleiten und diesen Podcast. Da wir schon mal einen guten Zweck, den aufzunehmen. Ja, weil das ist wirklich, das ist wirklich äfftig da auch, das so mit anzuschauen, debora kunz: Ja. Michael: weil man möchte ja, wenn Familienfeiern haben oder sonst was in der Richtung, natürlich möchten wir irgendwas haben für sie, was sie essen kann. Aber sie sagt selber, debora kunz: Ja! Michael: ich kann selber nicht sagen, was ich essen kann. Sie kann, debora kunz: Nettes! Michael: wirklich, sie kann zu McDonald's gehen, haut sich Chicken Nuggets rein. und der Körper sagt alles okay. An einem anderen Tag debora kunz: Ja. Michael: isst sie griechischen Joghurt und es schießt sie komplett aus dem Leben oder ein Reisbällchen. Kennst du diese bunten debora kunz: Ja. Ja. Michael: Puffreisbällchen? Davon hat sie eins gegessen und lag zwei Tage flach. debora kunz: Ihr Immunsystem ist auch total... also das ist hingerichtet im Moment. Das kann sich wieder aufbauen, das ist... Ihr Körper weiß gar nicht mehr, was zu tun ist. Weil sie übernachten ist mit Giftstoffen und diese müssen raus. Und dann Michael: Hmm. debora kunz: kann der Körper heilen. Michael: Und deswegen sagt der Körper erst mal, ich mache hier zu, ich will hier gar nichts drin haben, solange das Zeug nicht draußen ist. deswegen, debora kunz: Ja, genau. Genau. Michael: weil das ja, sie hat wohl auch festgestellt, das Essen auch nicht so schnell verdaut wird, sondern dass das einfach eine ganze Weile im Magen auch festhängt. debora kunz: Ja, und das sollte nicht sein und das verursacht wiederum, das ist so eine Kettenreaktion. Michael: Hm. debora kunz: Und weißt du, Michael, unser Körper ist eigentlich so einfach und so simpel. Und, ähm, ja, ich meine, habe auch in der Schule so viele Sachen gelernt. Aber was unser Körper liebt, ist Simplicity, die Einfachheit. Ähm... Wir haben immer das Gefühl, müssen 20, 30 verschiedene Sachen in einem Essen haben. Also, ist ja unglaublich lecker. Ich habe ja auch lernen dürfen, dass ich einfach mal einen Apfel essen kann. Und der Apfel ist lecker. Der schmeckt so gut. Der hat so viele Geschmacksrichtungen. Und der gleiche Apfel von dem gleichen Baum schmeckt vielleicht viel süßer oder hat ein bisschen mehr Säure. Weißt du? Und ich war Michael: Mhm. debora kunz: auch so, man hat mir immer so Miraculix gesagt, ich habe auch Kräuterfachfrau die Ausbildung gemacht, ich kenne ganz viele Wildpflanzen, Kräuter und was man daraus machen kann. Ich habe da immer alles zusammen gemixt, in einem Essen hat es mindestens 15-20 Zutaten gehabt. Und das muss ich mir tatsächlich etwas abgewöhnen, gerade in der Heilungsphase wirklich runterzufahren, in das Sinnblät zu kommen und so die Freude daran zu entwickeln. wie geil ein Apfel schmecken kann und mir dann so gut tut und so Freude bereitet, weißt du? Michael: Aber was war denn jetzt der Wendepunkt für dich? Du hast dich schon sehr bewusst ernährt. Dann haben sie dir drei OPs angedroht, die du erfolgreich abwenden konntest. Du debora kunz: Genau. Genau. Michael: hast gesagt, du hattest mehrere Selbstmordversuche in diesem Zeitraum, debora kunz: Ich weiß. Michael: weil du einfach psychisch am Ende warst. Nebenbei debora kunz: Die Früchte. Michael: hast du noch ein Kind auf die Welt gebracht, was ja auch nicht eine Tätigkeit ist, die wenig Energie erfordert oder Aufmerksamkeit oder Stabilität. debora kunz: Ja, genau, genau. Michael: Und in diesem ganzen Tova Bohu möchte ich es mal ganz vorsichtig und niedlich sagen, aber was war denn für dich dann der Wendepunkt, wo es in eine andere Richtung ging und wo es dann einen Klick gemacht hat? debora kunz: Also ich stand drei Tage vor meiner geplanten Endometriosen-OP. Also ich entwickelte dann noch Endometriose. Und das ist ja ein weit verbreitetes Problem heute bei jungen Frauen. Und drei Monate später wollte man mich noch am Herzen operieren. Ich hatte ganz starke Herzrhythmusstörungen. Und etwa sechs Monate später mich noch am Darm oder ein Stück Dickdarm rausschneiden, weil immer so Entzündungen da waren. Ja, einfach so, das war mal die Planung. Wenn das nicht bessert, wir den Darm wahrscheinlich, wie man das heute so macht. Ich ging dann in den Wald spazieren und ich, wie ihr euch ja das vorstellen könnt, ich war verzweifelt. Ich hab in den Himmel geschrien und gesagt, Gott, wenn es dich gibt, ich bin sehr christlich aufgewachsen, dann hilf mir jetzt. Ich hab das dreimal gesagt und so bestimmt. hab geschrien und mir war scheißegal, ob mich jemand hören konnte. Ich war in meinem Heimatdorf, also die Leute haben mich gekannt, aber ich war so an einem Tiefpunkt. Eben, war frisch gebackene Mutter. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt kurz vor einem Jahr. Sie hat drei Tage später Geburtstag gehabt und wäre ein Jahr alt geworden. Und Beziehungsgeschäft, ihr könnt euch ja vorstellen, ist absolut Horror. Und ich war dann auch noch in den Ferien, mich vorbereiten zu können auf die Operation. Ferien waren für mich der absolute Horror, weil da kann man sich ja erholen, da kann man entspannen. Aber kann man entspannen, wenn es dir so schlecht geht und du permanent Schmerzen hast und gar nicht weißt, was du essen sollst? Nein, kann man nicht. Und dann habe ich noch gegoogelt. Ich meine, das Internet hat auch seine Vorteile. Und dann bin ich auf eine Seite gekommen. Endometriose, natürlich regenerieren. Und ich habe gesagt, ich mache das jetzt noch einmal. Und dann höre ich auf mit Suchen. Da war eine Nummer, ich habe da angerufen und das war samstags und die haben abgenommen und haben gesagt, ja eigentlich nehmen wir nicht an, aber er habe das Gefühl, es sei wichtig. Und dann bin ich in Tränen ausgebrochen und habe ihm erzählt, ja, was bei mir läuft. Und er hat mich begleitet und mir den Weg gezeigt in eine vegane, in eine rohvegane Ernährung. Und ich als Bauern-Tochter habe gesagt, wenn ich was nicht werde, dann ist es vegan. Also ich war ja mal eine Zeit ein bisschen Industrie-Vegan. Weil ich es einfach mal ausprobieren wollte wegen meiner neuen Rhetermitis, aber ich habe immer gesagt, das werde ich nie. Und Rohvegan schon gar nicht. Das ist Schlimmste. Ja. Michael: Hol uns ganz kurz ab, Rohvegan ist quasi alles, also nichts Essen, was in irgendeiner Art Weise verarbeitet ist. debora kunz: Genau, alles roh, nichts kochen, nichts über 42 Grad erhitzen. Also keine Angst, wenn Menschen zu mir kommen, ich stelle die nicht auf eine rohvegane Ernährung Das passt man situativ an. Und wenn es Menschen gibt, die den Weg noch weitergehen wollen und auf eine rohvegane Ernährung umstellen wollen, habe ich natürlich da jetzt schon sechs Jahre Erfahrung. Ich musste mich natürlich ganz tief reinknien, weil ich Operationen abgesagt ich hatte jenes chronische Symptome. Ich musste mich richtig reinknien. Das ist die Lebendigkeit. Biofotonen, Zellnahrung. Direkt verfügbare Zellnahrung strukturiert das Wasser aus Früchten, aus Gemüse. Und hier in Costa Rica aus Kokosnüssen. Ja, und ich habe von einem Tag auf den anderen umgestellt und ich habe meinen Mann angerufen, habe gesagt, ich komme wieder hoch. Ich habe die Operation abgesagt, drei Tage davor. Bin hochgefahren und habe in einen Stapel Papiere auf den Tisch geknallt und habe gesagt, so, jetzt probieren wir das ein zwölftes Mal. Michael: Hehehehehe debora kunz: Ich schon bei mir gerechnet, dass er so Ich war ja so an einem Tiefpunkt, dass er bei mir geblieben ist und so zu mir gehalten hat. Ich ihm das immer wieder und ich habe ihm schon zu diesem Zeitpunkt gesagt, ich verstehe dich, wenn du mich verlässt, weil ich kann dir nichts mehr geben. Und er hat immer zu mir gehalten, immer. Und das ist eine Qualität. Ich wüsste nicht, was ich ohne ihn wie ich das überlebt hätte. Und als ich mit diesem Stapel Papier kam, ich gedacht, wir haben eben noch nicht so lange davor diesen Minibauernhof entwickelt, haben den auch im Geschäft als Kunden gezeigt, aufmessen und und und. Und ich komme jetzt mit Rohvegan. Das ist ein bisschen etwas anderes. Und er hat das angeguckt. Michael: Ja, ja. debora kunz: Er hat das angeguckt und wir sind geil bei das Gärtner. Hat das gelesen, hat gesagt, das macht absolut Sinn. Probieren wir's. Und ich hab schon gerechnet, da kommen jetzt dann die Scheidungspapiere, weil ich hab... Hätte total verstanden, weißt du? Irgendwann kannst du ja als Partner auch nicht mehr, denkst du, nee, die hat eins an der Waffel. Also, ich... Michael: Hahaha! debora kunz: Ja, aber irgendwie ist die wirklich psychisch gestört. Weißt du, ich hätte das total verstanden. Michael: Naja, das Ding, wie du schon sagst, ist von außen sieht es ja wirklich danach aus. Weil du bist quasi debora kunz: Ja! Michael: auskuriert, die Schulmedizin hat schon alles probiert, die Alternativmedizin hast du alles probiert. Und dann irgendwann sagt man ja gut, okay, aber woran liegt es an der Ernährung? Okay, aber wir haben jetzt schon noch alle natürlichen Ernährungsweisen ausprobiert. Und okay, gut, letzter Versuch. Aber wirklich, Hut ab für deinen Mann, dass er da dir so zur Seite. Stand und debora kunz: Wahnsinn. Ja, also das ist wirklich Wahnsinn. Genau. Michael: Und es war erfolgreich. debora kunz: Ja, also er hat dann am Abend noch eine Flasche Wein gekillt, eine ganze Flasche, sich ein riesen Steak gemacht und hat noch alles... Entschuldigung. Hat alles noch rausgehauen, was ging. Und ja, ich habe dann über Nacht und er hat dann am nächsten Tag gestartet, haben wir auf Rovegan umgestellt. hatte meine Tochter, ich hatte sie sieben Monate gestillt, ich konnte dann nicht mehr aus Kräften, also ich hatte keine Kraft mehr und ich habe bei der Geburt zweieinhalb Liter Blut verloren. Also auch so was. Das Leben hat echt, das war echt eine harte Prüfung für mich. Bin dann so knapp wieder bei Kräften gewesen. Und dann hatte ich nach sieben Monaten einfach keine Milch mehr, weil mein Körper nicht mehr konnte. Ich wollte sie länger stillen. Ich hab auch so einen... hatte da dann... Ich war schon bewusst, ich hatte dann extra so eine Ziegenersatzmilch in Glasflasche. Aber es war Milchpulver, es hatte Zusätze drin gehabt, die nicht drin hätten sollen. Ich hab den gepackt und das Milchpulver und hat es von einem Fag aft den anderen in den Abfall geknallt. Ich hab sie gleich auch mit umgestellt. Irgendwie hat mein Hirn komplett auf umgeschaltet und wir haben alle umgestellt und am nächsten Tag gingen wir wandern. Normalerweise, nach 200 Meter hätte ich schon den ersten Panik. Anfall gehabt, ich gedacht habe, ich sterbe. Ich habe das am Schluss immer, weil meine Leber so toxisch war, hatte ich immer so Panikanfälle alle 20 Minuten, dass ich jetzt dann sterbe. Hat sich mein ganzer Körper zusammengezogen und habe gesagt, jetzt stirb ich. Ich meine, es war auch schlimm für meine Tochter, die hat das alles mitgekriegt. Und der kam einfach nicht. Und vielleicht kennst du das Gefühl, du läufst und Das, was dir immer begegnet ist, kommt plötzlich nicht. Aber es sitzt immer noch ein bisschen auf der Schulter und klopft ein bisschen an. Ja, ich bin noch hier. Aber es kommt nicht mehr zum Ausbruch. Michael: Mhm. debora kunz: Und dann sind wir zwei Stunden gelaufen und ich hatte plötzlich Energie und ich mache sehr gerne Witze und lache auch gerne über mich selber. Und plötzlich fing ich wieder an Witze zu machen und mein Mann hat sich so umgedreht, schaut mich so an. Ich glaube, das tut dir gut. Jetzt langsam wieder die alte und das innerhalb von 24 Stunden. Michael: Wahnsinn. debora kunz: Ich habe so einen Wechsel gemacht und ich konnte lachen und auch 70 % der Symptome, die ich hatte, gingen in den kommenden Wochen weg. Nicht von einem Tag auf den anderen. Da muss ich auch sagen, also die Panikattacke und die Depression war von einem Tag auf den anderen weg. Aber das ist so ein... Michael: Ach Wahnsinn, das hätte ich eigentlich gedacht, dass das mit das Schwierigste debora kunz: Nee. Michael: wird, weil das hat tatsächlich psychisch, weil, debora kunz: Ja, ja. Michael: interessanter Punkt, wie viel hat unsere Ernährung mit der Psyche zu tun, ja, erzähl weiter. debora kunz: Ja, Wahnsinn! muss ich auch sagen, das ist nicht bei jedem Menschen so. Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch funktioniert, jeder Körper funktioniert anders. Und darum erzähle ich das so bewusst, es war bei mir so. Ich habe auch Klienten, bei denen geht das auch sehr sehr schnell. Ich habe da natürlich jetzt über die sechs Jahre auch viel gelernt, was man sonst noch machen kann und zusätzlich und den Körper unterstützen. Und das ist ja auch so wichtig, jemanden dann dort abzuholen. Ist das eine Mutter mit vier Kindern, die nicht wirklich sich so auf Detox konzentrieren kann, die einfach funktionieren muss in einem strengen Alltag? Oder ist es eine Single Person, die so einen strukturierten Alltag hat? aber sich wirklich ganz viel sich selbst kümmern kann. Da muss man sehr stark unterscheiden. Darum sage ich das auch. Passe ich dann das Programm an die Situation an, wo die Person drinsteckt und begleite sie sanft dahin. Und das geht bei den einen schneller und bei den anderen dauert es etwas länger, aber sie spüren sehr schnell eine Verbesserung. Michael: Das heißt, wenn man anfängt, dir zusammenzuarbeiten, dann betrachtest du erstmal den Alltag der Person. Was die für Routinen hat, was sie so zu sich nimmt, was das Stresslevel ist. debora kunz: Genau. Und es geht gar nicht Michael: Unter- debora kunz: darum, du musst jetzt vegan werden. Das ist so zwei Sachen, die ich raus streiche. Das sage ich bei allen, Mann und Frau. Kosmetikprodukte. Alle Kosmetikprodukte, die du nicht essen könntest. Natürlich esse ich meine Creme oder meine, ich habe ganz viele Naturparfüms aus ätherischen Bölen, die riechen wie, so wie, ich hatte so einen Kelvin-Kleinparfüm, die riechen richtig, richtig hochwertig und gut. Also nicht, dass das hochwertig ist, was da drin ist, aber die, die ich habe, weil die Kosmetik auch bei Männer vergiftet uns von außen. Und das zweite ist die Samenöle. Sonnenblumen und Rapsöl, Distel, das muss raus. 100 Prozent. Alles wird in der Küche umgekehrt. Und das sind so zwei Grundsätze, wo ich einfach sage, das muss schon mal raus, weil sonst, ich mache nicht gerne halbe Sachen. Weil ich komme gern voran mit den Menschen und dann einfach so bisschen streicheln und so, das bringt nichts. Die wollen weiterkommen und dann müssen wirklich gewisse Sachen stark reduziert werden. Und dann gucken wir die Ernährung an. Aber diese zwei Sachen müssen die Leute wirklich am besten von einem Tag auf den anderen verzichten. Schädliche Kosmetik und Zapflele. Michael: Es ist halt eine Umgewöhnung, ist auch eine Umgewöhnung von Prägungen. Vor längerem habe ich mal den Hanebüchen in Ansatz gemacht mit den Samenölen und so. Und dann fällt mir aber auf, okay, gut, aber meinen Dressing habe ich seitdem mit Sonnenblumenöl gemacht. Und dann schmeckt das halt debora kunz: Ja. Michael: so, ich es schon auch kenne, so wie ich es von meiner Mutter gelernt debora kunz: Genau! Michael: habe, wie ich das Dressing mache und so. Und dann bin ich da schon angestoßen. Was ein dover Grund, weil man kann ja einfach andere... ein anderes Dressing machen mit einem anderen Öl. debora kunz: Natürlich. Michael: es ist so, gerade bei der Ernährung ist logisch weiß auch ein Thema für mich, so schwierig aus alten Angewohnheiten rauszukommen, weil sie halt, für mich war zum Beispiel Essen immer Sicherheit auch irgendwie und auch so bisschen debora kunz: Mhm. Michael: Frieden. Weil das war halt in unserer Familie der einzige Punkt, wo alle mal zusammen kamen und mal saßen und mal dieselbe Tätigkeit gemacht haben und mal kurz Ruhe eingekehrt ist. Und das aber auch eine debora kunz: Ich glaube, das ist es bei uns allen. Michael: Ja, so und dann habe ich mir halt auch immer ganz viel Komfort geholt über das Essen oder halt debora kunz: Ja. Michael: jedes Mal wenn ich übertriggert war, okay, Essen beruhigt. Wirkt debora kunz: Natürlich! Michael: sich auch auf den Parasympathikus aus. Und das debora kunz: Natürlich! Michael: ist so die letzte Bastion, wo ich echt noch zu tun habe, meine Angewohnheiten anzuschauen und sagen, nein, das machen wir jetzt einfach anders, weil ich mich da sofort fühle wie ein kleines, quängeliges Kind, weil ich sage, ich will aber das nicht so. debora kunz: Ja. Michael: Und über diesen Punkt darüber hinauszukommen, dass die neue Ernährung in deinem Fall jetzt rohe vegan zur Identität wird. mein, bei dir war es jetzt natürlich ein krasses Gefälle von Schmerzen und ich will nicht mehr zum nächsten Tag, wow, ich kann wandern gehen und guck mal, was geht hier denn noch alles. Und wie nimmst du... Nee, debora kunz: Ja, natürlich, genau. Michael: bitte. debora kunz: Nee, sag, was wolltest du, Frau? Tschuldigung. Michael: Wie nimmst du deine Klientinnen und Klienten da an die Hand, dieses kleine quängliche Kind zu befriedigen? Was sag ich? Ich will aber nicht. debora kunz: Hey, ich hab so viel Verständnis. Weil ich bin ja nicht so die klassische Veganerin. Ich hab das Vegane tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen gemacht und nicht aus ethischen Gründen, muss ich ganz klar sagen. Mittlerweile würde ich es auch aus diesem Grund tun, aber ich war Bauerntochter und ich war ein Mädchen, stampfte und sagte, ich will aber nicht vegan werden. Ich habe tiefes Verständnis und was ich nicht mache, ich beurteile die Menschen nicht, wenn sie mit mir am Tisch sitzen, was sie essen. Also klar, jetzt nicht mit Klienten, aber ich sage es allgemein. Sondern die Verbindung suchen. Und mir ist es so egal, wenn jemand neben mir Fleisch und Eier und so ist, das interessiert mich nicht. Es ist schön, sitzen wir zusammen an einem Tisch und genießen das Essen. Und mit den Klienten... Ich gehe einfach auf die Ebene des Verständnisses und versuche sie mit Ihnen einen Weg zusammenzufinden, außer mit diesen zwei Punkten, Samenöl und Kosmetika, da mache ich keine Kompromisse, aber ich sage mal so, das geht ja noch so. Da gibt es gute Ersatzprodukte. Und mit dem S, das ist ein Weg. Das geht nicht von heute auf morgen, bei mir ging es... Aber ich hatte wirklich das Messen bis zu der Lippe, nicht nur bis zum Hals. Das muss ja nicht in jedem Fall so sein. Es kommt immer darauf an, wie schwer krank ist jemand? Wie ausgepowert ist jemand? Was ist er bereit zu machen? Und da suchen wir dann den Weg zusammen und ich sage ganz klar... gewisse Sachen, gut wären, aber ich lasse den Menschen auch Zeit oder es gibt Treat Days, wo sie dann halt mal wieder alles reinhauen und dann merken, dass es gar nicht so lecker ist, dass es für eine Viertelstunde voll geiles Gefühl und dann den Absturz. Aber das muss man erleben! Michael: Das ist krass. Mir fällt das jetzt debora kunz: Ja? Michael: erst auf. Ich würde meinen Lebensstil, den ich früher gepflegt habe, in meinen 20ern, ich würde den heute nicht mehr überleben. Wirklich nicht. debora kunz: Okay. Michael: einfach von wie deutlich mir mein Körper mittlerweile, wenn ich heute zum Beispiel zu McDonald's gehen würde, das mache ich seit ein, zwei Jahren oder so nicht mehr. Wenn ich dahingehen würde, dann weiß ich, dass ich mich tatsächlich auch depressiver fühle. Ich war völlig geschockt, als ich das das erste Mal wahrgenommen habe, weil ich das davor niemals wahrgenommen habe. Als ich es regelmäßig gegessen debora kunz: Ja? Ja? Michael: habe, habe ich nie wahrgenommen, was es mit einem macht. Und jetzt ist es dann so, ich merke, wie betrüggter und ängstlicher ich Und ich merke auch, wie mein Schweiß sofort anfängt zu stinken, richtig zu stinken debora kunz: Okay. Michael: und das auch zwei, drei Tage da bleibt. Und da habe debora kunz: Ja. Michael: ich das gemerkt und dachte so, okay, gut, McDonalds ist wirklich Schrott. Also das ist auch für mich jetzt keine Alternative mehr, wenn wir irgendwo, es ist nicht dieses, ja, wenn es nichts anderes gibt, esse ich McDonalds, sondern so, nee, ich möchte mich einfach nicht so fühlen. Ich sage nicht mal, dass es nicht schmeckt, dass es dafür designt, dass es schmecken soll. debora kunz: Weißt du, heutzutage ist das Essen so gestaltet, dass es überdosiert ist mit Geschmacksstoffen und dass es wie Heroin wirkt in unserem Gehirn. Michael: Ja. debora kunz: Und das ist ja das Fiese, Und darum Michael: Ja, ja. debora kunz: können wir unsere Kinder, wir können gar nichts dafür, wir sind süchtig gemacht worden zum Teil von klein auf. Michael: Wir sind da wirklich ein bisschen wie dressierte Affen, dass debora kunz: Ja. Michael: die genau die richtige Ratio haben zwischen salzig, fettig und süß, auf die unser debora kunz: Mhm. Michael: Gehirn anspringt und wirklich Urtrigger angesteuert werden, dass da muss ich mehr. das ist gut, das ist gut. debora kunz: Und das muss ja immer, wie du sagst, immer mehr werden. Wir sind nicht zufrieden. Es muss immer mehr. Es gibt immer wieder eine neue Fastfood-Kette, die noch den besseren Donut hat und noch die geilere Sauce. Noch den besseren Hamburger mit Bacon, der noch crunchier ist. Es wird immer mehr, immer mehr. Das schaukelt sich so hoch, dass wir zuerst lernen müssen, wie schmeckt ein Äpfel, wie schmeckt ein Apfel. Michael: Und was ist auch ein guter Apfel? debora kunz: Ja, genau. Michael: ist ja das 80 Prozent von unseren Gemüse hier in Europa werden in Italien oder Spanien in riesengroßen Gewächshäusern hochgezogenen debora kunz: Ja. Michael: Rekordzeit. Das sind ja Wasserhüllen im Endeffekt. Was anderes ist es teilweise nicht mehr. debora kunz: Ja. Ne. Und wenn du mal selber anbaust, oder ich sage ja den Kunden auch in Europa, oder geht Wildkräuter ernten, geht Brennnessel Pestos machen, geht Brennnessel Spinat machen, macht Wildkräutersefte. Ein gratis Supplement vor der Haustüre. Ich bin auch kein Supplement-Fan, ganz ehrlich. Es gibt gewisse Ergänzungen, die sinnvoll sind. Aber einfach eine gepresste Kapsel einwerfen und dann das Gefühl haben, der Körper kann das lesen. ist eben das, das Überdosieren von allem. Der Körper muss zuerst mal die Ausscheidung funktionieren. Der Darm muss funktionieren. Die Legen muss funktionieren. Die Nieren müssen filtern. Das ist so wichtig. Ich kann da oben reinwerfen, was ich will. Aber wenn das nicht läuft, die Elimination muss ich zuerst schauen. Und nicht... äh... dass alle Nährstoffe... So. Nee, nee, ich bin fertig. Ich bin halt Michael: Das finde ich aber großartig. Nee, nee, nicht erzähl. Ich hab dich unterbrochen. Sorry. debora kunz: fertig. Michael: Ich finde es so großartig, dass du da nicht so einen militanten Ansatz hat, wie man den Stereotypen Veganer oftmals debora kunz: Hey! Michael: schon kennt, sondern dass du einfach sagst, in deinem Fokus ist die Gesundheit und die Lebensfreude, die Lebensenergie von der Person, die dir gegenüber sitzt. Und dann, debora kunz: Mhm. Mhm. Michael: dass du dann sagst, okay, aber was sind denn die Stellschrauben? Weil oftmals sind es ja wirklich kleine Stellschrauben, die man übersieht. die riesen Effekte haben könnten, wie dein Beispiel absolut zeigt. Das war ja kein weiter Sprung von deiner Ernährung zu einer Rohveganen Ernährung. Das war ja dann im Vergleich zur normalen Ernährung zu einer Rohveganen Ernährung. debora kunz: Ja. Michael: Und dann diesen Switch zu erzeugen. Also das finde ich gut, dass du da nicht so dogmatisch vorgehst, sondern dass du sagst, okay, was ergibt denn hier Sinn? debora kunz: Ne, ich... Genau, und ich begleite auch Menschen, das Tierische beibehalten wollen. Und dann gucke ich auch eben auf die Kombinationen. Wie kombiniere ich was richtig, dass es gut verdaut wird? Also zum Beispiel Früchte verdauen sich innerhalb von 20 Minuten. Aber Michael: Mhm. debora kunz: wenn diese Person natürlich vorher ganz viele Nüsse isst, mit Fett, schwer verdaulich, die liegen dann hier unten im Magen. Die Früchte kommen oben drauf, wollen durch, weil es wird ja verdaut werden, dann entsteht Gärung. Und das wollen wir ja vermeiden. Und wir haben heutzutage einen sehr hohen Teil von unserer Nahrung ist eine Gärverdauung. Und es ist nicht so, dass du das vielleicht im Bauch merkst. Vielleicht fallen den einen die Haare aus, vielleicht hat er eine Akne oder Neurodermitis, der bekommt nicht gar keine Bauchschmerzen. Das ist bei jedem anders oder auch an Knieschmerzen, aber eigentlich hat er massive Darmprobleme. Das ist so interessant! Michael: Das ist interessant, weil es mich persönlich anspricht, aber auch immer Beispiele aus meinem Umfeld. Das, du gesagt hast mit den Nüssen und dem Obst, das ist ja debora kunz: Ja. Michael: ein absoluter Snack, wo man sich noch mit der Überzeugung, dass man sich was Gutes tut, sich eine Hand voll Nüsse rein und eine Hand voll Blaubeeren und denkt, ja, klasse, ich bin voll im Fitness-Lifestyle. debora kunz: Ja genau! Ja! Ja! Michael: Und umgekehrt auch ein Freund von mir, dem sein Geburtstag, ich glaube letztes oder vorletztes Jahr, hat er auch richtig Barbecue gemacht und den Grill angeschmissen. haben halt viel Fleisch gegessen. Der hat danach einen debora kunz: Und Michael: steifen Zeh gehabt für ein paar Wochen. debora kunz: Ja. Michael: Und hat Gelenkschmerzen gehabt. Nur von diesem einen Abend, wo wir so debora kunz: Ja. Ich weiß. Michael: übertrieben Fleisch gefressen es seinen Körper erstmal gesagt, nee, du, hey, stopp. Und da machen wir uns eigentlich gar keine Gedanken drüber. debora kunz: Ja. Und darum sage ich dir. Nee. Auf die Kombinationen auch, weisst du? Zum Beispiel jemand, der mega viel Eier und Mehlprodukte isst, das ist schwerer für den Körper als jemand, der gelegentlich ein gutes Stück Fleisch isst, das gut produziert wurde, oder nachhaltig produziert wurde, ist schwerer oder einfach Eben die Kombination, ist ein riesen Schlüssel und ich sag es ist zum Teil einfach so einfach, dass es mir manchmal selber fast nach angenehm ist, weil wir haben total verlernt, wie wir auch Sachen kombinieren, weil wir das schon über Jahr zählte, dass uns einfach auch falsch beigebracht wurde. Sehr schwer, sehr deftig. Eben auch nie anschauen, was hat welche Verdankungszeit. Zum Beispiel Fleisch. lässt sich wunderbar kombinieren mit Gemüse, mit Salat. Aber es wird ja oft auch heute in der Fitness-Szene so Papaya und dann schneide ich noch ein Stück Fleisch und noch lege dazu ein Spiegelein, noch Avocado. Das gibt eine riesen Gärverdaunung, klar, es ist zehnmal besser als in McDonalds und und und und und. Aber... Ja, weisst du was ich meine? Michael: Ja, debora kunz: Oder wenn ich Kohlenhydrate Michael: ich weiß, ja. debora kunz: esse, Brot, ich kann Brot mit Salat essen, aber dann halt kein Fett dazu. Dann leg ich halt einfach Salatblätter rein, Beispiel, oder mach Gemüse, misch da ein bisschen Salat darunter. Einfach Kohlenhydrate, nicht mit Fett. Das gibt wieder eine Gär-Verdauung. Und das ist die Trennkost. Und wenn man Michael: Mhm. debora kunz: da schon, da kann man auch mit tierischen Produkten... wunderbare Ergebnisse erzielen. Und es kommt immer auf die Vorgeschichte an. Ich hatte natürlich auch einen Impfschaden aus der Kindheit. hatte, sag ich mal so, er war zwar mega lieb, aber einen Antibiotika-Doktor, der hat mir immer wieder, wenn ich etwas hatte, Antibiotika verschrieben. Und ich meine, meine Mutter, die hat immer von Grund auf gekocht und da bin ich ihr auch so so dankbar, weil ich bin relativ gut mineralisiert. dass ich so krank war, weil sie alles im Garten angebaut hat. Sie hat selber das Brot gemacht, den Teig lange gehen lassen, Gemüse aus dem Garten. Ich kann es wirklich sagen, ich kann es nicht an zwei Händen abzählen. Ich hatte nie groß gekauft, das Brot gegessen. Ich habe das nie gerne gemacht. als ich ausgezogen bin, habe ich das weiter gemacht, weil ich einfach den... den Wertkante von selbstgemachtem Brot, das Gehen konnte, das Ruhen konnte. Michael: das ganz andere Kulturen drin hat, mit denen unser Körper auch besser umgehen kann und nicht irgendwelche debora kunz: Genau! Genau! Michael: an die Industrie angepassten. Eigentlich ist es ja schon pervers. Jetzt mal ein Beispiel vom Brot. Wir essen Brot, was sich sehr kosteneffizient herstellen lässt. Wir kriegen davon dann Probleme, die wir debora kunz: Mhm. Michael: nicht mal zwingend immer aufs Brot schieben. debora kunz: Das ist es. Michael: Und dann fangen wir an, diese Problematiken wieder zu kurieren mit verschiedenen Methodiken. Da gibt es ja mannigfaltige debora kunz: Mhm. Michael: Sachen. Die einen funktionieren, die anderen weniger. Und das ist ja eine riesen, eine riesen Spirale, der wir uns gar nicht bewusst sind. Und es ist dann immer wieder der Mensch, der das Problem hat, weil er das Essen nicht verträgt. Nee, es ist die Industrie, die das Problem hat, weil sie uns einfach nur versucht, wie Mastgänse voll zu stopfen, nebenher die Kohle aus der Tasche zu ziehen. debora kunz: Genau. Und dann wirst du halt so abgestempelt. Du immer mit deiner Ernährung. Das ist so langweilig und du zerstörst Michael: Ja. debora kunz: alles. Immer mit dieser Ernährung. 96 % von unserem tagtäglichen Wohlgefühl hängt von unseren tagtäglichen Ernährung ab. Ich will mit 70, 80, 90 genau noch rumspringen wie heute. Ich will mich gut, will mich sexy, ich will mich attraktiv fühlen. Auch im hohen Alter und ich weiß, das ist möglich. Ich will mich gut fühlen. Vielleicht werde ich auch früher sterben wie jetzt du, oder? Das ist mir ja egal. Aber ich will mich einfach bis zum letzten Tag gut fühlen. Es geht das. Ich will irgendwie Michael: Alter, hast du recht. Hast du recht. debora kunz: was erreichen, das ich fandenlos bis ins hohe Alter und... Es geht ja nicht das. Es geht ein Gefühl und eine Beweglichkeit. und fühlen sich attraktiv im eigenen Körper. Das hat nicht nur mit dem Äußeren zu tun. Michael: Nein, aber mit dem energetischen, man sieht es ja immer in so Dokumentationen über diese Blue Zones, also diese Bereiche auf debora kunz: Ja? Michael: der Erde, wo die Menschen deutlich über 100 oder nicht deutlich, aber viele Menschen einfach über 100 Jahre alt werden. Und einen ganz großen Faktor, den sie halt auch gemacht haben, die Gemeinschaft, den sie gemeint haben, woran das liegt, ist die Gemeinschaft. Und du siehst die Leute da, die sind alle gezeichnet irgendwie vom Leben. Sie sind happy und sie haben Lachfalten und debora kunz: Mhm. Mhm. Michael: sie haben eine Energie und Lebensfreude. Und das ist genau der Punkt, wenn man so eine Das ist so ein teilweise miserables Ende sieht bei vielen Menschen, dann einfach nur mal zehn Jahre oder sonst wie einfach da liegen und vegetieren. Ja, auf die zehn Jahre ist am Ende vom Tag auch geschissen, wenn du dich da durchquälst. debora kunz: Das Leben soll einfach von morgens bis abends Spaß machen. weiß nicht, Spaß, Michael: Schön sein. debora kunz: ich mache immer nur, was mir gefällt. Aber ich mache es Michael: Nein. debora kunz: mittlerweile auch. Ich mache das, was ich hier mache, weil es mir gefällt. Ich liebe es, morgens bis abends im Garten zu stehen, zu schwitzen, zu machen, zu tun. Ich liebe das. Und ich mache das, weil es mir gefällt. Und nicht einfach Beine hochlagen und ich will jetzt das, ich will jetzt das. Sondern ich muss ja auch ins Tun kommen. Und ich merke auch bei diesen Blue-Sones, was haben die Menschen gemeinsam auch noch? Gemeinschaft, Bewegung. Ich bewege mich jeden Tag viel. Und die Ernährung. Die Menschen hier in Costa Rica, leben hier ja auch in einer Blue-Sone. Alle, denen es so gut geht, die haben... einen eigenen großen Garten und leben zu sehr einem großen Teil aus dem Garten. Sie gehen jeden Tag raus, bewegen sich und sie haben viel Sonne. Die Sonne ist gut, die Sonne ist nicht böse. Michael: Ja, vor allem ich habe auch mal gehört, dass die Ernährung auch viel damit zu tun hat, ob man empfindlich für Sonnenbrand ist oder nicht. debora kunz: Ja, absolut. ich meine jetzt da muss man weiße mit der Sonne umgehen. Ich creme nicht ein. Jetzt am Anfang, jetzt bin ich so Schweizer Käse hier in Costa Rica. Ich werde sehr braun, aber ich fange langsam an. Also ich leg mich jetzt nicht stundenweise am ersten Tag in die Sonne, weil eben ich merke es, mein Körper ist jetzt durch die Reise, weil ich habe etwas Flugangst, dann übersäure ich sehr stark. Und es braucht bei mir immer ein bisschen Zeit, das so runterzufahren. Und da gehe ich jetzt ganz achtsam damit Das Einzige, was ich habe, ich muss mir manchmal die Nase mit so einer natürlichen Sonnencreme, die man essen könnte, weil ich habe früher immer Sonnencreme auf die Nase geklatscht. Weil ich im Beruf als Gärtnerin kam dann einmal im Jahr, kam so jemand, hat gesagt, jetzt ist wieder Sommer sein, den möchte so eingreimen. Ich hatte so keine Lust und habe mir dann einfach immer nur so die Nase und dann... So, die hat sich eingecremt, ist alles gut. Ich hab das nur wegen dem gemacht. Hier ist da jetzt ein bisschen wie meine... Mein Schutz ist zerstört worden durch diese Chemie in der Sonnencreme. Aber es wird jetzt von Jahr zu Jahr besser. Und das mach ich auch am Anfang, bis sich das alles ein bisschen gewöhnt hat bei meiner Nase. Und sonst mach ich nichts. Ich esse basisch, ich trinke viel grüne Sächte. Ich nehme einen... Das empfehle ich auch meinen Kunden. Einen Pilz, einen Heilpilz, einen GFP-Komplex, wo ganz, ganz viel Melanin drin hat und unglaublich stark die Leber entgiftet. Und wenn ich am Anfang bin vom Sommer, nehme ich ganz viel von dem, dass ich basisch werde und das Melanin mich von innen heraus. Du kannst dich ja nur von innen heraus schützen. Und das, was ich ja bei meiner Nase mache, das ist ja auch... Ich schütze zwar von außen, aber weil der Schutz von innen heraus noch nicht an dieser Stelle so gut funktioniert. Michael: Mhm. debora kunz: Ich meine, bin Tage in der Sonne. Seit ich so viel in der Sonne bin, verjüngt sich Ich habe so schöne Haut bekommen. Und ich werde richtig dunkel braun, weil ich mich natürlich auch bewege. Ich schwitze, ich bewege mich, ich trage natürliche Kleidung. Heilsam, Sonne ist heilsam, Sonne entgiftet. Sonne ist einer der stärksten Entgifter, es gibt. Die holt alles an die Oberfläche und es ist nicht die Sonne, böse ist, weil man Leberflecken bekommt oder so, sondern das ist, was in unserem Körper herumschwirrt. Die Sonne holt das einfach an die Oberfläche. Michael: Achso. debora kunz: Mhm. Michael: Da kommen Sommersp- Nee, da kommt- Nee, da kommt keine Somm- debora kunz: Das kommt auch von der Leber. Die Sonne ist eben ein Gift. Michael: Ja. debora kunz: Das kommt auch durch unsere Kosmetika, durch unsere Kleidung, durch Michael: Okay. debora kunz: den oxidativen Stress, durch Strahlung. Und die Sonne holt das einfach an die Oberfläche. Michael: Okay. debora kunz: Und weil wir halt schon auch eben nicht mehr gibt's auch. Ich sag jetzt nicht einfach, geht alle raus, legt euch in die Sonne, die Sonne ist ja so gesund und entgiftet. Nein, sag geht achtsam damit Schritt für Schritt. Ich sag nicht, dass Sonnenbrennen gut sind, sondern langsam gewöhnt dich dran. Michael: Nein. Das ist so, korrigiere mich, wenn ich da auf falschen Fette bin, aber mir kommt es so vor, als ob du eigentlich dein Leben nur so lebst, wie wir vor 50, 60, 70, 100 Jahren gelebt haben. Und dein Körper sich wieder daran erinnert, wie er eigentlich debora kunz: Ja. Michael: funktionieren soll. Weil auch mit deiner Nase. Der einzige Bereich, du Sonnencreme drauf gemacht hast, die dich schützen soll vor der Sonne. Und dann ist es aber der Bereich, der am schwächsten ist, was debora kunz: Ja. Michael: darum geht, gegen die Sonne Widerstand zu haben. Selber auch mit der Ernährung und so. Das ist also eigentlich zurück zum Ursprung ist so ein bisschen debora kunz: Genau. Michael: das Prinzip, was du machst und auch mit dem, debora kunz: Exakt. Michael: die Menge macht das Gift und in die Sonne gehen. Naja, ein Bauer von vor 100 Jahren, wenn der schon merkt, heute ist warm. Dann setzt er sich in seine kühle Hitte und trinkt ein Glas Wein und sagt nicht, okay, der Acker muss aber jetzt fertig debora kunz: Vielen Michael: werden. Der Haushalt hat ja ganz anders mit sich, weil er ja auch debora kunz: Genau. Michael: nicht diese Umgebung, diese Convenient-Produkte sich herum hat, damit einfach alles irgendwie debora kunz: Mhm. Mhm. Michael: einfacher geht oder länger geht oder schneller geht oder sonst was. Das ploppt bei mir da gerade so auf. debora kunz: Ja, also siehst du absolut so und weißt du mein Körper, ich war 15 Jahre chronisch schwerst entzündet, also mein Körper jetzt nach 6 Jahren, mir geht das wunderbar, die Symptome sind weg. Außer meine Mandeln, die kommen nicht mehr zurück, aber ich bin immer noch stückweise am heilen, weil wenn sich der Körper aufs Mahn alles entgiften würde, ich würde ja sterben. Und der Körper ist ja so intelligent, dass er das immer Stück für Stück macht. Und ich merke jetzt mit 37, dass ich zum Teil jünger ausschaue, wie mit 27. Und das heißt nicht, ich werde jetzt 27 sein und ich will immer, es geht einfach darum, es ist interessant, ich beobachte gern. Und ja, ich habe Lachfalten und ja, habe, ich bin gezeichnet. Natürlich auch durch meine Krankheit bin ich gezeichnet worden, aber es geht jetzt immer Stück für Stück mehr davon weg. Und der Körper, das Michael: Ja vor allem... debora kunz: Alter ist einfach, das bin ich einfach der Meinung, das Alter ist eine Zahl, das ist einfach eine Zahl. Wenn wir ein bisschen die Naturregeln befolgen. können wir so viel rausholen und weißt du so in der Gesellschaft ich falle nicht auf auch wenn ich natürlich Naturkleidung trage aber ich liebe Style, liebe gepflegt sein, ich liebe auch Schuhe, ich liebe auch hohe Schuhe, weißt du ich muss ja nicht irgendwie mich extra doof verhalten, ich man würde mich nicht erkennen in der Menge dass ich anders bin. Aber gleichzeitig Michael: Ja. debora kunz: kann ich am Abend in den High Hills rumlaufen, tanzen gehen. Am nächsten Tag morgens früh in den Wald würde man mich finden, wie da wie die Bekloppte am Wildkräuter schneiden bin und nach Hause renne und da Wildkräutersefte presse. Das bin ich eben auch. Und wir leben in einer Zeit, wo ich den Ausgleich, ich habe diese, ich habe sehr gern auch Party. Laut und wild, aber auch Ich bin jetzt in dieser Zeit geboren und versuche, das Beste für meinen Körper In Bewusstsein, vielleicht, das laute nicht das Beste für mich aber ich trinke kein Alkohol mehr, ich trinke einfach mein Wasser und ich weiß, ich schlafe dann zu wenig. Aber weisst du, es geht auch da ein bisschen eine Balance und man muss ja nicht von heute auf morgen gleich alles kippen. Und es wird auch so sein, dass ich das tatsächlich immer gerne machen werde oder ich tatsächlich sehr gerne hohe Schuhe habe. Aber ich zu 95 % meine Barfußschuhe anhabe oder einfach gute Schuhe oder Barfußlaufe. Aber diese 5 % mag dann mein Körper irgendwie ausgleichen und genau das Gleiche will ich machen mit meinen Quenten. Zeigen wie schön das Natürliche das wie schön das sein kann und nicht gleich die Öko-Dinkle-Durte von nebenan Michael: Ja. debora kunz: sagen muss, das Gegenteil. Das ist mir ganz, ganz wichtig, gerade als Frau. Man kann gepflegt und trotzdem Biosachen anhaken oder Baumwollsachen, was auch immer. Michael: Ich finde sogar, das, wenn so eine, ich habe jetzt vor kurzem in, da war ich bei irgendeinem Retreat und da war eine Dame dabei, das hat man richtig gesehen, die hat einfach so ein wirklich inneres Strahlen, die hat so einen Glow gehabt, einen wirklich typischen Glow. Und debora kunz: Ja. Michael: die hat einen ähnlichen Lebensband und eine ähnliche Lebensweise wie du. Und ich sag mal so, das ist die beste Kosmetik, man haben kann, wenn man wirklich so ein debora kunz: Ja? Michael: Glow hat, weil man einfach in seiner Kraft, in seiner Freude und auch in seiner debora kunz: Ja. Michael: Weiblichkeit drinsteckt. Und ich finde das einen mega coolen Ansatz, weil das so ein behaftetes Thema ist, gerade jetzt mit der Ernährung und sonst was in Richtung, wo die meisten Leute sich dagegen wehren, weil es halt so persönlich an so liebgewonnene Angewohnheiten rangeht. Und dann sag ich, ja, nee, ich will nicht so ein Öko-Hippie werden. Ja, darum geht es aber nicht. debora kunz: Sie! Michael: Und das finde ich super, dass du das hervorhebst, dass die Individualität jeder einzelnen Person, auch die Individualität in der Ernährung absolut debora kunz: Ja. Michael: gegeben sind und auch richtig und wichtig sind. Weil wie du sagst, jeder Körper ist anders und hat andere Bedürfnisse und hat auch wahrscheinlich eine andere Prägung, je nachdem, wie das genetisch zusammengesetzt ist. debora kunz: Ja. Michael: Vermute ich jetzt mal vorsichtig. Ja, deswegen, das finde ich, das macht diese ganze Thematik. selbst für mich zugänglich. Weil ich schon über das ganze Gespräch so debora kunz: Ja, es ist... Michael: nachdenke, so verdammt, ich würde das gerne mal ausprobieren und dann aber wieder debora kunz: Ja! Michael: die andere Stimme so sagst, so ne, mach das nicht. Aber ich denke so, ne, aber ich debora kunz: Ja! Michael: echt Bock drauf, ein paar Kilo zu verlieren und debora kunz: Und ich versteh das so. Michael: diese Leichtigkeit mir in meinen Körper zu holen. debora kunz: Ja, und das ist ja so das, weißt du, das Natürliche, das Gesunde, das Biologische, das wurde einfach so ein Stempel drauf gedrückt. Aber es gibt so viele Menschen, leben das schon und eben die haben, wie du sagst, das Strahlen. Oder wenn auch eine Frau daherkommt und die schminkt sich nicht und sie strahlt von innen heraus, wieso sollten wir Frauen? Ich habe auch zwei, drei Sachen, die ich ganz, ganz selten brauche. Aber wieso muss sich endlich eine Frau schminken, schön zu sein? Sie sind doch einfach auch so schön. Weißt du, ich sage nicht, dass sich die Frauen nicht schminken sollen und schön. Ich mache das ja auch gerne. Ich mache gerne Frisuren. Ich knalle mir auch mal gerne einen Lippenstift drauf, wenn es irgendwie ein Event ist oder so. Das finde ich toll. Aber ich könnte diesen Lippenstift essen. Er muss nicht Michael: Mhm. debora kunz: vollgeballert sein mit Chemie oder auch den Menschen zeigen, dass man ungeschminkt, wenn man entgiftet, wenn man eine gesunde Lebensweise hat, strahlen kann. ich bin mir sicher, jede Frau oder auch die Männer, die machen ja oftmals nicht so viel. Und das ist so ein bisschen ein heikles Thema, aber die schauen manchmal mit 60, sieht die Haut besser aus. Und dann sind die Frauen hinter dran und sagen, jetzt habe ich da 40 Jahre lang meine Haut und habe dies und das und Kosmetik drauf getan und der hat keine Falten. Michael: Mmh. debora kunz: Das ist genau das, manchmal ist weniger mehr. Michael: Also ich denke es mir schon immer so, weil auf was Mitesser und all solche Sachen angeht und dann cremen sich die Frauen dann morgens ein und dann nach dem Duschen cremen sie sich ein und wenn debora kunz: Mhm. Michael: sie ins Bett gehen, dann fangen auf diesen da. Wie viel Fett und Sachen soll man sich denn auf die Haut schmieren? doch, also weiß ich ja nicht. Gut, kenne ich mir jetzt nicht aus, das ist wie so ein debora kunz: Und es dauert Sekunden. Es dauert Sekunden und es ist im Blutkreislauf. das... Ich meine... Ja! Michael: Ja, und das ist aber so eine Angewohnheit, wie so ein Ritual. Bevor ich ins Bett gehe, muss ich mir meine Hände und Füße eincremen oder sowas in Richtung. debora kunz: Genau, genau. Oder auch Parfüms oder Deo. Ich meine, ich besitze das alles. Einfach in essbarer Form. Und das ist auch das, was ich den Menschen näherbringen will. Es gibt zwei gute Naturkosmetik, richtig schön designed, ich liebe design, die richtig schön hergestellt ist, die richtig gut aussieht, die richtig gut schmeckt. Du musst ja nicht auf nichts verzichten. Die Natur, sie hält alles bereit. Wenn du deinen Körper entgiftest, wenn du deine Leber, deinen Darm reinigst, stinkst du nicht mehr. Das ist nicht normal, dass wir jeden Tag uns da was runterschmieren müssen, sondern Michael: Mhm. debora kunz: es ist eigentlich das Körperinnere, das nach außen drückt. Und wenn ich so unglaublich stinke, dass ich mich immer zu parfümieren muss, dann muss ich, das habe ich ja früher auch nicht gecheckt, dann muss ich mal überlegen, was passiert in mir drin, dass ich so stinke. Michael: Das kennt man ja zum Beispiel bei Teenagern oder so, die einen absolut erhöhten Körpergeruch haben. Und klar, denn ihre Körper sind ja völlig im Umbruch, also extrem im Umbruch. Und dann debora kunz: Ja. Michael: ist es ja auch klar, dass das dann auch irgendwie rauskommt. debora kunz: Ja, genau. Aber auf das könnte absolut abgemildert werden. Weil ich denke nicht, Michael: Wahnsinn! debora kunz: dass die Natur einfach das so gemacht hat, der ist jetzt in der Pubertät, jetzt stinkt der mal ein bisschen, zwei drei Jahre und bekommt ganz viel Pickel. Also weißt du so, nur weil... Also ich bin nicht so selber. Michael: Teenagers sind nicht dafür bekannt für ihre bewusste Ernährungsweise, das muss man auch sagen. debora kunz: Genau, aber eben, weißt du? Aber es wird ja uns so verkauft. Es wird uns so verkauft, ja. Das ist ganz normal und das... Michael: Ja, weil man dann wieder Klerasil verkaufen kann, dann kann man wieder ein Abdecksticht verkaufen, dann kann man wieder debora kunz: Ja! Michael: was weiß ich was alles verkaufen. debora kunz: Und dann heißt es wieder du mit deiner Ernährung, hör doch mal auf und da machst du bei den Jugendlichen kaputt, wenn du da immer davon sprichst. Also ich mache das nicht jetzt, ich gehe da nicht auf die Leute zu. Am Anfang, ich da vor den ersten paar Wochen meine Krankheit so besiegen konnte mit der Ernährungsumstellung, war ich natürlich total euphorisch und wollte den Menschen zeigen, was das alles Tolles kann. Habe ich dann aber still gemerkt. Ich bin nicht da zum Bekehren. Michael: dass sie keinen Bock drauf haben. debora kunz: Genau, aber das kennen wir ja, oder? Wenn wir von jemandem begeistert sind und es einem mal so schlecht ging, dann willst du so viel helfen. Und mit so einer... Ja. Michael: Ja. Und die verstehen das gar nicht, weil sie davor deinen Schmerz nicht verstanden haben. debora kunz: Genau, und das verstehe ich auch, dass die Leute es auch total richtig, dass sie so reagiert haben. Ich habe am Anfang auch ein paar Mal Menschen Sachen gesagt, ich heute, können wir lachen darüber, aber ich war dann so in einem Dings und wollte alles tun. Aber ich glaube, das machen wir alle, diese Erfahrung. Und jetzt ist es tatsächlich Michael: 100 % debora kunz: so, ich sage nur was, wenn ich gefragt werde und habe einfach gelernt, ich bin einfach da, wenn jemand kommen will, kann er kommen, aber sonst, ich lasse die Leute einfach machen. Das ist deren Leben, das geht mich nicht an. Wenn mich niemand fragt, dann es mir nicht, geht es mich nicht an. Michael: Ja, vor allen Dingen auch wenn sie deine Hilfe nicht annehmen, dann hat das auch nichts mit dir zu tun. debora kunz: Mh! Michael: Ganz normale Phase, wo wir alle, glaube ich, durchgegangen sind, wenn wir etwas für uns entdeckt haben. Bei mir nichts anderes mit der Atmung, mit dem Eisbaden. Mich hat das aus der Depression rausgeholt und ich habe je davon debora kunz: Super! Michael: erzählt und wollte das auch jedem irgendwie mitteilen. Und debora kunz: Ja. Michael: da waren die Leute dafür, davon dann irgendwann genervt. Und ja, ist dann der Werdegang. debora kunz: Genau. Michael: Umso besser oder umso... Toller finde ich das, dass du dir die Zeit genommen hast, dass wir hier gemeinsam über deine Erfahrung, über deinen Weg reden konnten, weil ich finde, macht dieses ganze Thema verdaulicher. Ja, debora kunz: Ja, ja, genau. Genau. Michael: und einfach auch aus meiner Perspektive, weil ich jetzt keiner bin, affin ist für eine Rohvegane Ernährung, aber trotzdem auch denke ich so, ja, okay, es ergibt schon echt Sinn, was du sagst, muss man echt sagen. Ob es jetzt das Extrem sein muss, sagst du ja selber, ist oftmals nicht notwendig. Aber so ein paar Stellschrauben, glaube ich, möchte ich doch auch ändern. debora kunz: Nein, nein. Also weißt du, es geht ja auch das Verständnis, wie ich was kombinieren kann. Ich bin mittlerweile es sich auch hier und da was gekochtes, weil jetzt jemand, der sich Rohvegan ernährt und einfach kiloweise Nüsse isst, das ist nicht die Lösung. Dann isst du lieber gedämpftes Gemüse, gebackene Süßkartoffeln oder gebackene Kartoffeln. Machst du dir da was leckeres? als da irgendeine Kiloweise schwerstverdauliche Nüsse zu essen Hauptsache sie sind roh Das ist nichts! Michael: Hm. debora kunz: Und darum sage ich, es ist eine Mischung und wenn ich in der Schweiz bin dann esse ich hier und da mal mehr was gekochtes als wenn ich hier in Costa Rica, dann ist das für mich kein Problem roh zu sein Ich esse auch kein Salz Ich brauche das nicht mehr, ich trinke kaum Wasser aber das war auch ein Weg Das muss nicht jeder zumachen. Michael: Ja, das ist gut. Und wo finden dich die Leute, wenn sie mit dir zusammenarbeiten wollen oder mit dir ein erstes Gespräch ausmachen möchten, zu schauen, ob das was für sie ist? debora kunz: Also das eine ist auf Instagram, Michael: Hamokka. debora kunz: harmocha.com ist unsere Internetseite. werde es wahrscheinlich noch verlinken oder so. Und da können Michael: Mhm. debora kunz: die Leute dann da raufklicken. Michael: Mhm. debora kunz: Genau. sind so die zwei Seiten, man mich findet. Mein Mann hat noch... Also wir sind zu viert, by the way. Wir sind ein Vierteam. Mein Mann und zwei Freunde von uns. Die auch jetzt im Moment, ist sie schwank und darum ist sie jetzt nicht drüber gekommen, weil sie für drei Monate hier herfliegen und nachher wieder zurück, da hat sie gesagt, das ist zu viel und das verstehe ich auch. Genau, aber sie macht so ein bisschen den Instagram-Account und mit ihrem Freund zusammen und das Technische im Hintergrund. Mein Mann auch ein bisschen, aber ich bin wirklich mit Technik und Internet und so. Ich bin da wirklich nicht so gut und die machen einen riesen Job. Ich stehe vor die Kamera und schwatze und verschwatze mich oft. Die bügeln dann das etwas aus, aber ja. machen und dann wollen wir auch Retreats anbieten. Wir werden hier Ferienhäuser bauen, wo die Leute nach Costa Rica kommen können und schon ein Hauptthema ist wirklich die Enkifto. Das ist ein Riesenthema. Michael: Gerade die Entgiftung der Leber, debora kunz: Ja. Michael: man ja auch so stellvertretermäßig sagt, dass da auch ganz viel Wut und Frustration und so mit drin sitzt debora kunz: Genau. Michael: und dass das mal rauskommt, weil wir haben doch einige Themen, die wir irgendwie runterschlucken oder uns gar nicht bewusst sind, wie wütend wir manchmal drin sind. Also auch Menschen, die sehr harmlos wirken, oftmals auch Frauen, die sich nicht erlauben. debora kunz: Ja. Michael: das ist rauszulassen. Ja klar, da debora kunz: Genau. Michael: hast du einen riesen Wutball da drin für jede Ungerechtigkeit, die irgendwann mal da reinkam. debora kunz: Ja, ja. Und wir haben dann noch ein, zwei Produkte, so eben, ich sag so Ergänzungen, wie zum Beispiel Heilpilz oder so einfache Naturmittelchen, wo der Körper lesen kann. Es geht darum, dass der Körper lesen kann und dass ihn das bei der Entgiftung unterstützt. Aber immer auch bei einem Erstgespräch. Ich ballere die Leute nicht zu. mit irgendwelchen Listen von Nahrungsergänzungsmitteln, sondern ich will zuerst wissen, wie funktioniert der Darm und die Leber, wie funktioniert die Elimination und dann können wir spezifisch dann schauen, was es braucht. Aber unsere Nahrung Michael: Vielen debora kunz: ist unser tagtägliches Heilmittel. sage immer, ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt keine gesunde Ernährung. Michael: Eine gesunde Ernährung ersetzt keinen gesunden Darm. debora kunz: Genau. Und klar mache ich für so ein Produkt spezifisch Werbung, weil es wirklich wirklich gut ist. Aber weil ich weiß, was es bewirkt im Körper und dass es die Leber rein ist. Es kein Vitamin. Es ist ein Reinigungsmittel, was gleichzeitig aber auch den Körper aufbaut. Und das ist so wichtig, dass wir in der heutigen Zeit es gar keine Frage. Ob wir unser Körper entgiftet sollen, sondern die Frage ist, wie? Michael: Ja, weil was ist denn die Alternative? Das ist ja, das weiß ich nicht, das ist jetzt, debora kunz: Ja, wir, wir, das geht ja. Michael: das ist ja ein bisschen so, wenn man sagt, okay, ich muss meinen Körper nicht ingesten, dann ist es ein bisschen so, wie wenn man immer aufs Klo geht, aber nie die Spülung drückt. Das geht eine debora kunz: Ja. Michael: Weile gut, aber relativ schnell wird das unangenehm und auf lange Sicht nicht lebbar. Das ist ein drastisches Beispiel, aber ja. debora kunz: Eben, siehst du so ab 30. Ja? Das siehst du ab 30. Die Kinder erholen sich wahnsinnig schnell, weil die noch viele Ressourcen haben. Aber die sind heute schon sehr früh bei den Kindern, schon aufgebraucht. Eben, bei mir fing es schon mit 18 an zu bröckeln, die Fassade. Hab's am Tag mit 7 bis 27 einigermaßen durchgezogen und dann ging's richtig runter. Und darum... auch das Altern... Ja, Auch die Klimalage im Flugzeug, das ist der absolute Horror für mich. Michael: Ja, ohne Mandeln. Auch das Altern hattest du gesagt? debora kunz: Das Altern ist ja auch ein Zeichen. Du siehst ja manchmal Menschen, die sind mit 80, 90 noch total fit. Aber dann, klar gibt es auch welche, die rauchen bis 100 und bla bla bla. Aber ich sage in der heutigen Zeit oder auf unsere Generation, kann sich das einfach nicht mehr erlauben. Michael: weil so viele Giftstoffe uns herum sind. debora kunz: Ja, genau, das geht gar nicht zu sagen, die Welt ist jetzt böse und alles ist schlecht. Nein, es ist das Verständnis und das Feingefühl und das Hinsehen. Das ist einfach so, aber wir können ja was ändern. Es gibt ja Lösungen. Und es geht nicht darum zu sagen, es ist alles schlecht, sondern lösungsorientiert zu sein. Michael: Sehr gut. diesem Sinne. Sehr, sehr vielen Dank für deine Zeit. Deine zwei Tipps für die Leute sind, sucht euch Alternativen, Naturalternativen für eure Kosmetik. Lasst die Samenöle raus aus der Küche. Das wären die ersten zwei Schritte, wo jemand heute beginnen könnte. Vielen Dank für deine Zeit und auch, dass du diese Geschichte debora kunz: Genau. Ist dankbar dir. Michael: gelebt hast bis hierhin, jetzt einfach auch diese Weisheit dann zu kundzutun. Ich da hast du schon und wirst auch noch bei vielen Menschen im Leben eine gehörige Veränderung einleiten können und denen zur Seite stehen können. Deswegen vielen Dank für deine Zeit und für dieses tolle Gespräch. debora kunz: Ich danke dir, lieber Michael, für deine Zeit, dass du mir das dritte Mal oder das zweite Mal zugehört hast. Michael: Absolut. Und ich habe auch schon wirklich zwei, drei Leute im Kopf inklusive mir, ich sage, Mensch, doch für die wäre das was. Weil das sind beides Leute, die schon ihr Leben lang starke Darmprobleme haben. Einmal von meiner Schwägerin habe ich dir erzählt, die es durch die Chemotherapie bekommen debora kunz: Ja. Michael: hat. Aber ich habe noch einen anderen jungen Mann. Der hat das von Kindesbein an und der hat, glaube ich, schon debora kunz: Wir sehen uns. Michael: sieben oder acht Selbstmordversuche hinter sich. Und der hat sich irgendwann nur noch von Kartoffeln mit ein bisschen Olivenöl oder sowas ernährt, weil alles andere hat seinen debora kunz: Mhm. Michael: Körper überhaupt gar nicht vertragen und der hat damit auch debora kunz: Vielen Dank. Michael: immer noch zu tun und bei dem hängt das auch sehr stark mit dem Äußeren zusammen, mit dem Stress, der auf ihn einprasselt. debora kunz: Ja, ja. Michael: Also ähnliche Geschichten, die du erzählt hast mit deinen Panikattacken und ich debora kunz: Sitzung. Michael: hoffe andere, die das hören und sich davon angesprochen fühlen, finden über die Links unten zu dir, zu euch. können sich da inspirieren lassen. diesem Sinne, Dankeschön. debora kunz: Vielen Dank.