Latest / Erstklassisch mit Mischke - Klassik hautnah / Michael Spyres: „Kunst ist ein Schlüssel für Herz und Hirn“
Transcript
- Meine Grundsatzfrage, jetzt kommen wir zu den schweren Fragen. Wie bleibt man eigentlich in der Opernwelt normal? Keine Ahnung. Für mich, ich war aufgewachsen mit aller Musik, aber Opern nimmt ein bisschen Zeit für Leute, weil wenn man denkt wirklich, was ist Opern? Es sind 450 Jahre von allen unseren Genien im Leben und Philosophie und Musik und alles, was es für einen Menschen auf der Erde gibt, ist da drinnen im Open. Erstklassisch mit Mischke, der musikalische Podcast des Hamburger Abendblatts. Musik. Music. Schönen guten Tag zu einer neuen Folge. Ich bin wieder in meinem Arbeitszimmer. Mein Gast ist in einem Ort, der mit seinem Beruf zu tun hat. Wir verraten gleich mal, worum es geht. Wer ihn engagiert, kriegt zwei Sänger für ein Honorar. Das ist ganz praktisch. Michael Speyers ist Barry-Tenor. Der hat also beides. Die tiefe Lage als Fundament und die Höhe für die ganz hohen Cs eines Tenors. Jetzt ist er in Bayreuth. Da singt er dann auch gleich zwei Tenorpartien, den Stolzing in der Neuproduktion von den Meistersingern, und den Siegfried in der Walküre mit Simon Young als Dirigentin, die wir ja in Hamburg als Generalmusikdirektorin zehn Jahre hatten. Spires kommt aus Missouri, also kann ich jetzt eigentlich Howdy sagen, aber vielleicht sollte ich auch Huyo Toho sagen, aber das ist nicht ihre Rolle. Aber erst mal schön, dass sie da sind. Huyo Toho. Ja, danke. Vielen herzlichen Dank. Und übrigens, falls Sie jetzt schon neugierig geworden sind, wer hier noch so alles war und wer erzählt hat, was er so macht und tut und lässt, Sie finden Erstklassisch mit Mischke auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf abendblatt.de und Bewertungen ab fünf Sterne aufwärts sind toll. Das hilft uns und das freut uns und dann machen wir dann auch mal weiter. Gut, aber jetzt erst mal zum Wichtigsten. Wie ist es denn so in Bayreuth? Kennen Sie die schöne deutsche Vokabel Lagerkoller? Ja, ja, aber es ist wirklich so schön hier in Bayreuth und wirklich so viele Farben von Leuten und Essen auch so. Und es gibt wirklich eine interessante Energie, weil alle sind aufgeräumt und wirklich, wir sind so neues Energie mit einem Festival. Ich liebe es, es ist wirklich toll. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass alle nicht ab so einem gewissen Zeitpunkt anfangen durchzudrehen und zu sagen, wenn ich den nochmal sehe, dann werde ich wahnsinnig. Ja, aber es ist wirklich interessant, die Monate vorher im Festival, die alle sind mit einer anderen Energie und wir hoffen, alles geht gut, aber ja, wirklich gut. Ich bin ja bestimmt der Erste, der Sie fragt, aber wie haben Sie das denn eigentlich gemerkt, dass Sie diese spezielle Stimme haben? Ich glaube, es war, ich hatte keine Ahnung, was zu machen mit meiner Stimme und alle, alle haben dasselbe Gedanken, weil für fast zehn Jahre, ich habe probiert, zum Wechseln zum Tenörer, aber die alle hatten mir gesagt, ja, du sprichst wie so ein Bariton und du hast keine hohe Tone. Und ich sagte, ja, ich probiere das zu machen, aber ich habe wirklich in Belcanto und auch in Rossini, Bellini, Donizetti, diese wirklich ein einziges Fächer, es heißt Barry Tenor. Und das ist ja ziemlich ein Jugendheldentenor, aber man kann wirklich nicht Heldentenor singen, wenn man so jung ist oder sonst die Stimme ist kaputt. So, deswegen, ich denke, Barry Tenore, das war immer im Ohren von Wagner. Und alle Sänger, die hatten vor Wagner, hat Bellini und Donizetti und viele, viele Rossini, Barry Tenore, Rollen gemacht. So, deswegen, ich bin jetzt reich für den Partituren in Wagner, hoffentlich. Naja, sie waren letztes Mal schon da, also sie sind jetzt wieder da, von daher so schlecht kann es nicht gewesen sein beim Debüt. Ja, aber schauen wir mal. Wie ist das eigentlich? Werden Sie jetzt ständig bemitleidet, weil es doppelt so schwer ist, Sie zu casten, weil man gar nicht genau weiß, in welche Schublade man Sie stellen soll? Oder ist es für Sie doppelt schöner, weil Sie könnten sowohl als Tenor engagiert werden, als auch als Bariton? Das erhöht ja die Chance, ein Engagement zu bekommen. Ja, manchmal. Am Anfang wirklich, die alle hatten mir gesagt, ja, du musst wirklich ein eigenes Weg finden, Tenor oder Bariton. Das geht nicht, wenn sie wollen, sie beides so machen. Und ich habe schon angefangen mit sieben verschiedenen Rollen in Bariton gemacht. Und dann, ja, für fast zehn Jahre. Es ist komisch, weil ich habe wirklich aufgewachsen in Chor. Und ich war viereinhalb Jahre in Schönberg-Chor. Und ich habe alle Lagen schon gesungen als Kontratenor und auch Bass, wenn man fehlt. Ich singe Bass und Bariton und Tenor. Aber für Solo, ich habe wirklich viele Probleme für fast zehn Jahre zum Finden meiner hohen Ton. Und dann, ja, nach 30 Jahren, ich habe gedacht, okay, ich muss wirklich in diese Richtung von Tenöre. Und Gott sei Dank, ich habe viele Bariteneure und Bicanto-Partituren schon gesungen. So, ja, jetzt fängt es an. Die Frage klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber ist es denn schon mal passiert, dass Sie in eine Produktion gegangen sind als Bariton und dann haben Sie mittendrin gemerkt, nee, an und für sich die Tenorrolle von dem Kollegen, die wäre jetzt eigentlich passender und besser. Oder haben Sie schon mal gewechselt in einer Produktion? In einer Produktion habe ich nicht, aber es gab viele, viele Leute da in AXI in Hohneta, die hatten das gemacht, zum Beispiel viele Verdi. Die hatten wirklich gewechselt von Bariton bis Tenor und immer. Ja, und es ist komisch, weil die aller jungen Wagner-Tenöre hat angefangen wie James King und viele, viele Tenöre hat angefangen mit Bariton. Und für mich, ich glaube, man muss wirklich in einer Richtung bleiben für ein bisschen Zeit, weil es nimmt zwei verschiedene Techniken und jede Rolle ist geschrieben für eine eigene Person. Und man muss wissen, welche Technik und auch welche Tonband man ist. Und wenn es wirklich A44, 440, ist es total anders als 415, wenn sie Barock spielen. Und in der Zeit von Wagner, es war nicht so hoch. Es war wirklich diese dunkle Farbe, dass man denkt, dass Wagner Sänger ist. Man muss auch denken, dass die A-Person, wie sagt man auf Deutsch. Die A-Person, die 440 Hertz, das war nicht wirklich in der Wagner-Zeit. Und er hat immer 438 und das ist verschieden mit der Stimme. Ich möchte noch einmal kurz, wo Sie jetzt sind, auf Bayreuth zurückkommen. Der Stolzigen ist keine große Rolle, aber eine wichtige Rolle. Der Sigmund in der Walküre ist keine ganz große Rolle, aber eine wichtige Rolle. Und viele sind gottfroh, wenn sie mit einer Partie in Bayreuth klarkommen, sie haben jetzt zwei Partien auf dem Zettel, die sie parallel proben, parallel bewältigen müssen. Sie müssen von einer Produktion in die andere. Ist das nicht ein Riesenstress? Ja, sicher. Mit Text, sicher. Aber für die Stimme, ich muss aufpassen, weil es gibt zwei verschiedene Techniken. Wenn man singt Walter, es liegt sehr, sehr hoch. Und Sigmund ist einer der tiefsten Tenöre, die geschrieben ist. Ich muss immer aufpassen, okay, diese Technik für das und diese Technik für das. Sind Sie denn froh, dass Sie nur im Siegfried dabei sind? Also ich habe den ganzen Ring gesehen und das war, wie soll ich sagen, speziell so. Ja, Gott sei Dank. Aber ich glaube, ich warte noch ein bisschen für die anderen Rollen. Weil ich bin jetzt 46 und hoffentlich werde ich noch 20 Jahre singen. Ich meinte aber ein ganz klein bisschen was anderes. Kommen Sie mit diesem Regiekonzept klar? Ja, ja, für mich ist es ganz klar interessant. Für mich als Walküre, ich verstehe wirklich in Walküre, aber ich habe noch nicht den ganzen Ring. Ich weiß, es ist ein bisschen kontroversial. Ja, also wenn Sie in der Götterdämmerung mal sitzen, viel Spaß. Ich habe nicht verstanden, was das soll. Viele hat mir gesagt, aber andere hat mir gesagt, es ist wirklich interessant und eine neue Idee. Aber ja, ich kann nicht sagen. Wie ist die Arbeit mit Simon Young? Die hat ja in Hamburg hier mal einen Ring gemacht. Sie war zehn Jahre hier. Sie ist ja toll. Wir haben das zum ersten Mal, ich glaube, es war vor sieben Jahren, wir haben eine Konstantante-Version Carmen in Theater-Chance-Élysée. Und das war herrlich, wirklich. Wir hatten nur ein paar Tage zum Proben, aber wirklich nach drei Tagen, die alle hat mir gesagt, ja, das war spezial, wirklich. Sie ist ja eine von den besten Dirigenten. Ich habe in meinem Leben gearbeitet. Sie ist so musikalisch und intelligent. Und ja, es kommt wirklich an eine andere Stufe, wenn sie Dirigent ist. Es ist wirklich toll. Ich habe ein Zitat von Ihnen gefunden. Sie sollen mal gesagt haben, ich habe eine seltsame Stimme und meine Karriere damit gemacht, zu singen, was einer allein nicht singen kann. Da habe ich mich gefragt, sind Sie schon mal jemandem anderen begegnet, der auch Baritainor ist oder sind Sie das totale Unikat? Weil mir fällt so schnell niemand ein, der das kann, was Sie können. Ich glaube, man kann das machen, aber es war immer Stufe und ich habe wirklich mein eigenes Rollen gefunden, was gefällt meiner Stimme. Und ich glaube, manchmal in den letzten 50 Jahren, sie hatten vergessen, dass es viele verschiedene Rollen gibt und wir müssen nicht so anstrengend in diesen Fächer sein. Und das ist das Problem. Viele denken, okay, mit dieser Farbe muss man Othello oder Tristan singen. Aber die hatten keine Ahnung über Idomeneo oder La Vestale oder die alle Partituren von früher als Wagner oder Verismo. Und für mich, ich glaube, wenn die anderen offenen den Hirn nur ein bisschen, die können einen anderen Weg finden. Es war nur eine Necessität für mich wirklich, das ist der einzige Weg, dass ich eine Karriere machen kann. Weil ich habe so wie alle anderen geprobt zum Rodolfo und alle diese normalen Rollen, aber nicht gekriegt. Und dann ich sagte, okay, ich wollte zum Singen ja für 40 Jahre. Wie kann ich das machen? Meine Karriere ist wirklich total anders von allen anderen. Und das war. Ja, ich glaube, alle können das machen, aber man muss wirklich die Hirn ein bisschen offen, ja. Aber ich übersetze das mal so, Sie haben noch niemanden getroffen, der aktiv auch Baritino ist. Ja, genau. Es ist so. Aber in der 80er-Zeit, es war wirklich so mit Chris Merritt und Greg Kunde noch. Er singt noch, aber nur in der Richtung von Tenörer. Aber es gibt so viele Leute von vor 100 Jahren. Ich glaube, es ist auch eine Sache von Caruso. Er hat so viele Schallplatten gemacht und die alle wollten so viele neue Sternen finden. Und man kann nur in einem Fächer bleiben, wenn man denkt in diese Richtung. Aber vor Caruso viele, viele Sänger und deswegen habe ich meine Aufnahme Baritoneure gemacht, weil alles ist schon geschrieben, so viele Leute haben von Bass bis Tenor gegangen oder von Tenor bis Baritone, Bass. Und das ist normal. Ich glaube, ich habe die normale Stimme. Ich glaube, 80 Prozent von Männern, wir alle haben Zwischenfach wie Bariton und Tenor. Und es gibt sehr selten echtes Tenöre und echte Bass. Nochmal auf Bayreuth. Sie haben ja jetzt hier bei den Meistersingern einen Regisseur, Matthias Davids, der eigentlich Musicalregisseur hauptsächlich ist. Ich habe mal nachgeguckt, der hat 2018 hier in Hamburg Ghost als Musical auf die Bühne gebracht und im letzten Jahr eine wunderbare Produktion, also der Titel ist wunderbar, in Linz. ein Musical, das hat den tollen Namen Something Rotten, Hamlet oder Omlet, das ist hier die Frage. Ja, genau. Also sensationell. Wortspiel von Something Wicked This Way Comes. Something Rotten in Dänemark. Aber wie ist das denn, mit jemandem zusammenzuarbeiten, jetzt im Allerheiligsten in Bayreuth eine Wagner-Opne zu inszenieren und auf die Bühne stellen zu sollen und dann ist da jemand, der vom Musical kommt? Ja, es ist wirklich interessant, weil er ist so... Es war eine Überraschung für alle uns, weil wir alle haben unsere Ideen, von was die Welten von Open und Musical sind. Aber wenn man wirklich diese Partitur als eine Komödie nimmt, ist es fast ein Musical-Theater-Werker. Und für ihn ist er so seriös und er nimmt die Komödie sehr, sehr seriös. Und wir alle spielen, was geschrieben ist. Es ist kein neues Welt, es ist, was Wagner geschrieben ist. Aber manchmal, man denkt, okay, heiliger Wagner, wir müssen in diese Richtung machen. Und ich weiß, es ist ein Comedy, aber wir haben ja Fingercoats gemacht, Comedy. Aber das ist wirklich so witzig. Und es gibt so viel da drinnen, das kommt nicht draußen, wenn wir denken, Wagner ist ein Weg. Und ich glaube, für ihn, es war immer, was geschrieben ist und wie können wir das ein echtes Comedy machen. Und wir alle haben gesagt, wow, das ist ein neues Take, aber es ist nicht wirklich Reinventing the Wheel. Es ist wirklich interessant und er ist so, so toll. Ich glaube, die Ideen und die kleinen Witze, die wir alle machen und die Spielfreude, die wir alle haben jetzt, ist wie eine Familie. Und ich denke, hoffentlich, das Publikum wollte das wirklich denken. Ah, okay, das, Wagner, ja, ich habe das auch gefunden. Ich dachte, Wagner war, ja, in einer Richtung, wie viele denken. Aber wenn man bindet diese kleinen Witze da drinnen in Partitur, es ist unglaublich und man denkt, wow, er war wirklich ein komisches Mensch, ein normales ein bisschen. Okay, ich bin gespannt, weil die letzte Meistersingerproduktion bei Barry Kosky, die ging in eine ganz andere Richtung. Ja, in eine andere Richtung, ja. Und auch wenn Sie nicht die ganze Zeit aktiv im Stück unterwegs sind, was ist denn für Sie die lustigste Stelle dann, wenn Sie sagen, er hat so wahnsinnig viel Humor? Ja, es ist interessant, weil alle denken, wir müssen etwas sagen über Politiken und alles. Aber für mich, für dieses Stück, wir müssen immer ein bisschen Distanz von der Genie, von einem Kompositor und dem Stück. Wir haben so viele Gründe für das. Er ist reif mit Genie und musikalischen Dingen, dass ich glaube, wir müssen das Stück nehmen und nicht nur sagen, okay, das ist, was er denkt und was es war. Ja, für mich, ich glaube, es ist wirklich eine Komödie und wir müssen nicht reden für 100 Jahren, was schlecht war in Deutschland oder die andere. Ja, ich verstehe, warum man denkt das, aber das ist nicht auf der Bühne. Wir müssen das nicht. Ich glaube, weil ein Komödie ist ein Komödie und ein Tragedy ist ein Tragedy. Ich glaube, ja. Okay, ich komme mal ein bisschen auf Ihren Lebenslauf. Ich habe ein bisschen meine Hausaufgaben gemacht. Sie kommen aus Mansfield in Missouri, was weltbekannt ist wegen unserer kleinen Farm. Ja, genau, genau. Ja, es ist wirklich eine kleine Stadt, nur 1300 Leute. Ja, es ist nicht der ideale Ort, um eine internationale Opernkarriere zu starten. Nein, nein, aber meine ganze Familie, wir sind wirklich wie Fond Traps von Missouri. Und meine Schwester ist ein Broadway-Sänger und mein Bruder und ich, ja, wir sind aufgewachsen auf der Bühne mit Opern und Volkmusik. Ja, es war normal für mich. Ich habe gesehen, Sie haben sogar mal eine Boheme mit Ihrer ganzen Familie. Also Sie waren Rudolf, Ihre Frau hat Bimini gesungen, Ihr Bruder war im Chor und so. Geht man sich nicht fürchterlich auf die Nerven oder ist nicht auch dieser Konkurrenzkampf riesig groß, wenn alle das Gleiche machen? Sie waren ja jetzt nicht das schwarze Schaf in einer Familie, wo alle anderen Ärzte sind oder was ordentliches gelernt haben, sondern Sie haben alle Musik gemacht. Ja, ja, sicher. Und deswegen diese Freude von Musik und Leben, das war von meiner Mutter und Vater. Und die haben gesagt, du kannst machen, was du willst in deinem Leben, aber wir wissen, wie wichtig Musik und Kunst ist. Und wenn du gehst in diese Richtung, das wäre super. Und es ist wirklich ein anderes Leben. Und wir alle haben das auch gefunden. Ich war auch ein Baumeister für ein paar Jahre und Lawn Care Specialist, würde ich sagen. Aber ich habe wirklich meine Freude in Leben und Philosophie in Opern gefunden und meine Schwester in Musik. Aber für mich, das war normal, weil unser Leben ist wirklich nicht normal. Gibt es denn schwarze Schafen in Ihrer Familie, jemand, der Augenarzt geworden ist oder Rechtsanwalt oder so, wo alle sagen, Jack? Ja, ich bin ziemlich schwarzes Schaf, aber nicht jetzt. Ich war die Erste, die hatten wirklich draußen mein Heim gegangen und ich war schon mit 23 in Wien. Und ja, die alle hatten nur in Amerika geblieben. Aber jetzt, wir alle reisen zusammen. Und wir haben, ich glaube, mein Bruder hat schon in Deutschland und Japan und Österreich schon gesungen. Meine Schwester in Frankreich, auch in UK. So, ja. Ich habe auch nochmal nachgeschlagen, das war mir gar nicht so bewusst. Mansfield, also die Gegend, aus der Sie kommen, das ist in den Ozarks. Und dann musste ich sofort an diese Netflix-Serie denken. Genau, alle sagen mir, ich habe das noch nicht gesehen, aber ich weiß, die Gründe sind sehr im Ernst, von wo ich komme. Es sind wirklich Arme und viele Drogen. Aber deswegen, wir finden, dass Kunst und unsere Freude zum Leben, Wir müssen das haben, wenn wir so viele arme und schwere Leben haben. Deswegen, ich finde, Komödie ist der höchste Spitze von meiner Berge. Also, um das mal kurz zu erklären, das ist eine Serie, wo jemand als Geldwäscher in die Ozarks fährt, also in eine sehr idyllische ländliche Gegend im Mittleren Westen. Ja, halbwegs Mittelwesten. Und dann habe ich mich gefragt, ob seitdem jetzt ständig bei Ihnen Geldwäsche aus Chicago oder aus Detroit oder so vorbeikommen und sagen, in den Ozarks geht das alles ganz gut, da bauen wir ein Casino auf die Wiese, oder wie sich das ausgewirkt hat in der Gegend. Bei Neuseeland war es so, nachdem da Herr der Ringe gedreht wurde, gab es einen riesen Tourismus und alle wollten gucken, wo die Hobbits langlaufen. Ist das in den Ozarks dann auch so, dass Sie jetzt da noch das nach... Ja, es ist interessant, aber unsere Region ist wirklich sehr berühmt, Weil Route 66 war geboren in meinem Heim in Springfield, Missouri. Und viele wissen das schon. Es war wirklich, alle Papieren waren schon untergeschrieben da in Springfield, Missouri. Und unser Open House ist wirklich an Route 66. So ist es ein bisschen berühmt, aber wir sind, es ist noch wie Wilden West. Wir sind wirklich die Gateway zum West, wir sagen, in Osak. Ja, so eine Mischung von alle. Okay. Ich habe in Ihrem Lebenslauf auch gesehen, Sie haben ja in Wien studiert, daher sprechen Sie auch so gut Deutsch. Ja, manchmal kommt der Wien raus und naja. Naja, doch, doch. Und Sie haben da auch als Koch und auf dem Bau gearbeitet und für Touristen gesungen. Ja, ja, sicher. Viele, viele Touristen. Ja, ich war in Palais Rausberg und alles, ja. Ach so, und im Mozart-Kostüm dann vor dem Stefanskopf. Genau, genau. Tatsächlich? Ja, habe ich wirklich, ja, ja, für alle Touristen. Und die alle hatten mir gesagt, that was very good. Und ich sage auf Englisch, oh, thank you. Wow, du sprichst sehr gut Englisch. Ich sage, ja, ich komme aus Missouri. Und sagt, wirklich? Oh, ich sagte, du warst Wiener. Nein, nein, ich bin ein armer Student. War das für Sie auch gar kein Problem, jetzt einerseits da zu sein, Musiker werden zu wollen, da zu studieren und andererseits dann aber trotzdem. Einfach gezwungen zu sein, auf dem Bau zu arbeiten, in irgendeiner Küche Schnitzel zu braten oder was immer Sie gemacht haben? Ja, es war normal für mich, weil singen und wirklich auf der Bühne, das ist mein Leben und ich muss einen Weg finden, das zu machen als eine Karriere. Und es war egal, welche Kirche oder welche Bühne ich singe, ich bin ein Sänger, ich muss dann singen und nicht nur da oder da oder dieses Repertoire. Für mich ist es wirklich Spielfreude, es ist egal, welche Richtung, Volkmusik, Opern, alles, Alles ist mir egal. Es ist nur für mich eine Errichtung und mein Leben ist singen. Wenn Sie jetzt als Tenor und als Bariton doppelte Auswahl haben, die Tenöre sind ja oft die netten Langeweiler und am Bariton ist oft mehr Charakterfleisch oder sehe ich das verkehrt? Nein, nein, nein. Es ist verschieden, welche Richtung Oper wir über sprechen sprechen, weil es in Barock war total anders und wirklich in der Revolutionärzeit von Beethoven anders. Aber für mich, ich finde, die größten Charakter normalerweise sind Baritöne. Und ich liebe, ich liebe diese Rollen. Und deswegen bin ich ein bisschen alter. Ich werde in diese Richtung gehen. Ich liebe Tenöre-Rollen jetzt auch so. Aber manchmal, ich denke, ich bin ein bisschen zu alt, als Romeo zu singen. Ich bin fast 50. Und ich weiß, dass Fredo Kraus hat das mit 72 gesungen. Aber ich glaube, ich habe schon 20 Jahre als Intenor und diese junge Partiturin gesungen. Ich glaube, das ist genug. Ich muss ein bisschen mehr Charakter denken. Im letzten Jahr waren Sie ja in Bayreuth, das war auch glaube ich die letzte, nee, nicht ganz die letzte Runde von Tobias Kratzer, der den Tannhäuser da gemacht hat, der ja im Herbst hier in Hamburg die Intendanz übernimmt. Haben Sie mit ihm schon was abgesprochen, dass Sie demnächst dann auch mal in Hamburg auftauchen? Denn bislang hatten Sie in Hamburg, Sie haben eine Konzertante Norma gemacht in der Elbphilharmonie. Ja, genau. Wir haben schon gesprochen. Ja, aber das schwerste Ding ist, in den letzten zwei Jahren, alle hatten mir gesagt, okay, erst jetzt ein neuer Stern in diese Richtung von Wagner oder etwas. Und mein Kalender ist wirklich voll ausgekauft in den nächsten paar Jahren. Aber ich hoffe, ich liebe Hamburg. Und es war eine Überraschung. Ich war noch nie da. Das nur für eine Woche. Und die Leute und Publikum war toll, wirklich in Hamburg und sehr intelligent. Und ja, ich hoffe in Zukunft. Aber ich singe im Herbst. Genau. Ja, genau. Ja, ein Zwischen. Aber das sagen Sie ja jetzt nur so, dass Hamburg so toll ist. Das sagen alle immer. Ja, ja, es ist toll, wirklich, man muss das sagen. Interessante Stadt, wirklich eigene Stadt von Deutschland. Und das mag ich auch so, weil wir alle draußen in Deutschland denken, okay, die Deutschen sind wie das, aber ich habe das nicht gefunden. Ich habe in Berlin gewohnt und auch jedes Mal, wenn ich gehe in ein anderes, wie so Bremen oder München, ist es total verschieden. Und die Leute sind verschieden. Und ja, Hamburg ist ja total anders als Berlin. Aber es gibt auf jeden Fall jetzt noch keinen Termin bei Ihnen in der Staatsoper? Jetzt nein. Ah, schade. Nichtsdestotrotz, wenn Sie jetzt, also Sie haben ja gesagt, Ihr Kalender ist voll. Ich habe gesehen, Sie haben im nächsten Jahr einen Tristan mit Lise Davidsen. Genau. Also viel größer kann es ja nicht sein als sowas. Kneifen Sie sich manchmal noch und sagen sich, nee, das ist jetzt, also so gut bin ich jetzt auch nicht? Ja, manchmal, ja, ja, sage ich, weil das ist mein erstes. Ich habe schon Akt 2 von Tristan geprobt und ich dachte, vielleicht das ist wirklich meine Stimme. Ich weiß, wie schwer es ist, aber ich habe eine andere Stimme. Und für mich, wenn ich durchsinge dieses Tristan, ich sage, vielleicht wäre es super passend, weil fast 15 Jahre habe ich so viele Partituren gemacht, das war nicht meine Stimme, es war nur Technik. Und wenn ich jetzt in dieser Richtung von Wagner finde, meine echte Stimme kommt da draußen. Und ich finde Tristan, ich bin reif für das, aber schau mal. Weil nächstes Jahr, und ich weiß, es ist ein bisschen gefährlich, alle sagen gefährlich, aber ich bin fast 50, 46 jetzt. Und wenn ich singe Tristan, ich bin 47. Ich glaube, ich bin jung und in der reichen Stufe von meiner Stimme und auch für meinen Hirn. Es nimmt Zeit für Wagner. Und ich habe immer gedacht, Wagner ist ja gut, aber ich verstehe es nicht. Jetzt verstehe ich ja in dieser Richtung und auch mit dem Text, es nimmt so viel Zeit. Ich habe so viele deutsche Kollegen, die sagen, ja, es ist schwer für uns, auch so. Aber Sie haben keine Angst oder keine Stage Fright mit Lise Davidson, weil ein Kollege von der New York Times... Nein, sicher nicht. Sie ist ja toll. Ich wollte nur sagen, ein Kollege von der New York Times hat mal geschrieben, nachdem sie da Strauß gesungen hat, man würde sie bis nach Brooklyn hören und so und dann dachte ich mir, oi, oi, oi. Viele sagen das, ja, es ist eine unglaubliche Stimme, aber naja, wir haben schon Ariadne of Naxos in Wien schon gesungen und wir sind gute Kollegen. Und ich weiß ja, viele sagen, ich habe so eine kleine Stimme, es ist mir geil. Egal. Was Sie eben schon erwähnt haben, ist, dass Sie, oder ein Teil Ihrer Arbeit ist ja auch in Archiven nach Material zu suchen, das für Ihre Stimmenmöglichkeiten passt. Viele andere Sänger sind ja voll und ganz damit einverstanden und zufrieden, wenn die sich einfach auf die Bühne stellen, da wo es das Kreuz gibt, hinstellen, singen, Applaus, fertig. Aber Sie sind einer von diesen Buddlern, die dann suchen, bis Sie was finden. Ist das anstrengend oder macht es wirklich Spaß? Für mich ist es Spaß. Ich bin so dankbar, dass es mein Job ist. Das ist verrückt, dass ich Geld fürs Freuden zahle. Und für mich ist es toll. Ich liebe meine Karriere. Und ich weiß, es ist manchmal anstrengend, aber ich bin einer von den Letzten, die denken in dieser Richtung, dass das ist mein Leben. Kunst ist nicht nur ein Job, es ist mein Leben. Und wenn ich spreche mit jemandem, egal wo, ich bin total Freude zum Sprechen über Opern und die Psychologie von unserer Welt, von Opern. Ich bin so dankbar und ich glaube, das ist nur eine Regel, dass wir diese Karriere machen können. Ja, ich bin nur Freude. Meine Grundsatzfrage, jetzt kommen wir zu den schweren Fragen. Wie bleibt man eigentlich in der Opernwelt normal? Keine Ahnung. Für mich, ich war aufgewachsen mit aller Musik, aber Open, es nimmt ein bisschen Zeit für Leute, weil wenn man denkt wirklich, was ist Open? Es ist 450 Jahre von allen unseren Genien im Leben. Und Philosophie und Musik und alles, was es für einen Menschen auf der Erde gibt, ist es da drinnen im Open. Und das sage ich immer zum Publikum, wenn man denkt, Open ist nicht für mich, oder ich sage, aber du bist wirklich ein Mensch, oder? Und auf der Erde, dass die größte Geschichte von unserer Zeit und unserem Leben ist schon da drinnen in den Opern. Und für mich ist es ein, ich sage immer, es ist eine Meta-Art. Man muss das denken. Es ist alle Art, alle Kunst und wirklich wenn man denkt Ballett und Orchester und Chor und Soli und Kostüme und ja, unterstützen, das ist wie so ein kleiner Start da drinnen auf die Bühne. Und für mich, ich denke, Open ist ganz normal. Aber viele möchten und denken, dass Open ist, ja, es ist wirklich nicht für mich. Ich glaube, Open ist für alle, die hat einen offenen Hirn und Herz. So, das sage ich. Haben Sie denn schon mal tatsächlich jemanden. Jemanden bekehrt, missioniert ist so ein schwieriges Wort, aber jemanden bekehrt, jemanden praktisch an den Ohren in eine Opernvorstellung reingezogen und am Ende gab es nur Dankbarkeit und das hat mein Leben verändert und wieso hat mir das keiner vorher gesagt, wie toll das ist, irgendein Onkel oder so, der vorher mit diesem ganzen Thema nichts anfangen konnte, ist Ihnen das schon mal passiert? Ja, ja, sicher, sicher. In meiner Region, weil viele, viele fragen mich, wenn ich sie treffe, ich bin ein Opernsänger und sage, wirklich. Aber was machst du für eine Karriere? Und sage, ja, ich bin ein Opernsänger und sage, ha, das ist interessant. Und ich sage, bitte, komm nur einmal und schau an. Und ich habe fünf oder sechs Freunde von meiner Kindheit, die hatten gekommen und gesagt, wow, ich hatte keine Ahnung, was Open war, aber es war das nicht in meinem Kopf. Jetzt komme ich zurück und wir haben wirklich in den letzten zehn Jahren in meinem Open Theater, wir haben das ganze Publikum wirklich vergrößern, fast zweimal. Es ist toll, weil die Leute wissen nicht, was Open ist, aber das erste Mal sie sagen, ah, okay, jetzt verstehe ich ein bisschen mehr. Vielleicht ich komme zurück, weil ich glaube, wir können das alles verstehen, aber es nimmt ein bisschen Zeit in eine Richtung, manchmal für das Open, wenn ich sage mit Aircodes, weil viele denken, Open ist zu hochnäsig. Aber ich glaube nicht, alle Freunde und alle meine besten Kollegen von Opern, wir sind normales Menschen. Wir machen unser Career total anders, aber wir sind normale Menschen. Ein bisschen verrückt. Sie haben ja bei sich zu Hause da in Missouri, soweit ich weiß, irgendeine Art von kleiner Opern-Company, wie auch immer geartet. Ist das nicht komplett irre, sich das auch noch als Arbeit ans Bein zu binden? Also Ihr Hauptjob ist doch schon anstrengend genug und Sie haben da jetzt, ich weiß nicht, ist das ein festes Haus? Ist das ein festes Ensemble oder machen Sie das zweimal im Jahr oder wie läuft das da? Ja, wir haben normalerweise dieses Jahr sechs verschiedene Produktionen, aber vier echtes Open, eine neue Produktion. Aber wir haben eine tolle musikalische Familie in Springfield. Und für mich, es war... Es war eine andere Stufe und ich muss das finden, was bedeutet Administration und wie kann ich verstehen, meine Opernwelt. Weil früher, früher als zwölf Jahre, ich war nur ein Sänger und jetzt verstehe ich wirklich hinter der Bühne und wie schwer es ist, Opern zu machen. Und es war für mich eine große Freude, zu wissen, wow, es gibt so viele Menschen dahinter die Bühne, die machen unser Leben als Sänger. Und es war eine große Überraschung für mich, weil ich finde, wir müssen mehr Kontakt bleiben mit Administration und Sänger. Aber ich weiß, es ist schwer. Aber ja, was kann man machen, wenn ich liebe Opern und ich wollte es in Zukunft zu gehen? Ich bin einer von den Einzigen in meiner Region. Ich dachte, okay, ich werde Künstlerdirektor sein. Es ist egal, ob ich zu, ich habe keine Ahnung, was ich mache, aber ich probiere. Ich habe jetzt noch, glaube ich, eine schwere Frage und viele einfache, die Sie auch ganz schnell beantworten können, weil Sie nachher gleich wieder in die Probe müssen. Aber die schwere Frage ist erstmal, wollen wir über Politik reden oder lieber nicht? Also ich habe mal nachgeschaut, Ohio ist ein paar Bundesstaaten östlich von Missouri, aber auch in der Gegend, aus der Sie kommen, werden die Menschen als Hillbillies bezeichnet. Mir fiel dann das Buch, das ist auch gar kein Schimpfwort, mir fiel dann das Buch von J.D. Vance ein, Hillbilly Elegy. Und wie ist das für Sie jetzt, Künstler in den USA zu sein? Aus dieser Gegend zu kommen mit dieser Tradition und andererseits zu sehen, was in Ihrem Land passiert, also was im Kennedy Center passiert, was in New York passiert, was in Kalifornien passiert. Was macht das mit Ihnen? Das klingt komisch, die Frage, aber was macht das mit Ihnen? Nein, nein, nein, ich verstehe. Und ich sage es wirklich im Ernst. Ich glaube, wir haben so eine, als Künstler, wir müssen immer die, ich sage Flame, die Lichter von unserer Kunst, wir müssen das immer haben in der Hand. Es ist egal, welcher Mann oder Frau ist unser Präsident. Ich denke immer in diese Richtung von Kunst. Was ist am besten für unser Publikum und für unsere Zukunft? Und ich weiß, es ist ein bisschen schwer manchmal, aber ja, ich denke. Wenn wir konzentrieren, wirklich in der Richtung von Kunst und was das Publikum wollte, wir müssen immer drücken, aber das ist unser Beruf. Wir sind immer die Ausländer als Künstler und es ist egal, ob man Demokrat oder Republikan ist in Amerika. Machen Sie ein gutes Leben mit Leuten? Es ist egal, was du denkst. Ich glaube, wir müssen vorwärts gehen. Und ja, für mich, ich weiß, viele sind total depressiv jetzt, aber ich denke nicht an das. Ich muss immer denken, Zukunft und Kunst. Können Sie verstehen, dass Künstler und Künstlerinnen sagen, ich trete in dem Land nicht auf, solange dieser Mensch Präsident ist? Ja, sicher, sicher. Viele, ich verstehe, aber ich glaube, das ist nicht die beste Richtung, weil wenn man denkt, so das, ich glaube, man kann gut Kunst in Nordkorea machen. Ja, es ist egal. Kunst ist ein Schlüssel für Herz und Hirn. Und ich weiß, es kann auch die andere Richtung gehen, aber wenn man denkt wirklich an Kunst und unsere Psychologie als Menschen, wir müssen in diese Richtung denken und nicht, ja, ich singe da nicht, weil ich mag ihn nicht. Na, komm schon, wir sind Menschen, bitte. Und ich finde es ein bisschen kindlich, denken das in diese Richtung. Fünf Fragen, fünf Antworten. Kurz und knapp und gar nicht einfach. Dann habe ich jetzt mal fünf Fragen, da können Sie mit Ja oder Nein oder mit der einen oder anderen Antworten. Aber das ist immer schwer, ja. Ja, nein. Die erste Frage, Piano oder Forte? Das ist für den Tenor relativ eindeutig wahrscheinlich. Oh, ich sage Piano, weil die Leute wollten ein bisschen mehr hören und aktiv sein. Na gut, das Lieblingsinstrument und das eigene, also Ihre Stimme gilt nicht. Klarinett, ich glaube. Sehr schön. Warten Sie mal, wer von uns beiden mal Klarinette gespielt hat. Ja, ja. Ich war ein Trompettspieler für 15 Jahre und deswegen habe ich diese Luft für Szenor und Wagner. Okay. Wissen Sie noch, was Sie mit Ihrer ersten professionellen Gage gemacht haben? Ach, meine erste Professionalgage war als, ja, das war Sound of Music. Ich war Kurt in Sound of Music, wenn ich zehn war. Ich habe gelesen, Sie waren mit sechs Mal auf der Bühne als Jesuskind. Da gab es wahrscheinlich noch keine Gage. Ja, ja, auch so. Ja, ich habe vergessen. Ja, ja, ja. Na gut, aber Bier oder Champagner? Och, das ist schwer. Aber ich sage immer Bier. Ich bin ein Bierlieber. Und ich habe schon fast 2000 verschiedene Biers. Ich war zweieinhalb Jahre in Belgien. Ich kenne mein Bier. Wie 2000? Führen Sie Buch? Ja, es ist verrückt, ich weiß. Aber ich habe eine Fabrik gehabt mit drei Freunden und ich bin ein Bierlieber. Ich kenne alle Bier von allem Land. Das sind die schwersten Dinge für mich hier in Bayreuth. Ich wollte in den letzten paar Monaten nicht so viel Bier trinken, aber es ist so schwer, hier zu sein. Das haben sich die schlechtste Gegend dafür ausgesucht. Genau, genau. Aber Sie haben dann, wo immer Sie sind, haben Sie ein kleines schwarzes Buch, in das Sie reinschreiben. Hier, dieses Bier hat eine Leichter-Aufend-Note. Und auch Beer Advocate, das ist eine große Website für Bierliebe. Und wir können reden über, welches Bier das beste ist in Belgien und welcher Pop ist gut hier in diesem Staat. Ja, es ist toll. Also ich habe schon viele sonderbare Hobbys und Antworten hier gehört, aber das ist nun wirklich... Ja, ich habe viele Hobbys, ja. Okay. Das Tenor oder Bariton-typischste an Ihnen? Sie haben ja jetzt zwei Optionen zur Auswahl. Oh, ich glaube Bariton. Ja, lieber. Ich bin mir ein bisschen locker, weil Tenöre sind ein bisschen... Ja, ich weiß, manchmal, ich finde auch so. Aber deswegen, ich bin zwischen den beiden, mit Seele und Hirn. Und was wäre die Superkraft, die Sie sich wünschen würden, abgesehen von das perfekte Bierbrauen? Oh, was meinen Sie denn? Welche Superkraft hätten Sie gerne, außer der Fähigkeit, das perfekte Bier brauen zu können? Keine Ahnung, ist so schwer zum Sagen. Na gut, dann vertagen wir das. Aber gibt es einen Rat, den Sie Ihrem 20-Jährigen selbst geben würden? Beruflich, privat, wie auch immer? Ja, ich glaube, ich wollte wie ein Ambassador von unserer Kunst, weil ich kenne wirklich die Richtung, dass wir müssen gehen in Kunst. Ich glaube, in Europa und auch in Amerika. Wir sind total verschiedene, Welte und ich denke, in 20 Jahren ich bin auch ein Dirigent oder Intendant, weil ich liebe und ich habe schon studiert, fast sechs Jahre ein Dirigenten zu sein. Schau mal, aber ich liebe Opa. Also wenn ein Dirigent jetzt mal in der nächsten Zeit ohnmächtig wird, Sie könnten da aushelfen, spontan. Ja, hoffentlich. Manchmal mit ein paar Stückchen. Berlius und Rossini kenne ich schon. Aber ich warte ein bisschen für Wagner. Es ist ein bisschen schwer. Na gut, also am Ego wird es nicht scheitern dann scheinbar. Nein, nein, nein. Kommen wir mal zum Abschluss. Was ist für Sie das Schlimmste am Singen? Abgesehen vom Singen. Oh, wenn man wirklich denkt, dass wir so wichtig sind, dass wir das Publikum nicht brauchen, das hasse ich so viel. Und wenn man singt und es kommt nicht diese Spielfreude oder diese Ideen, dass ich denke immer, dass ich bin nur eine Puppe, wenn ich singe. Und für mich ist es wirklich gefährlich, wenn man denkt, okay, schau mich an, jetzt bin ich sehr gut. Ich bin ein unglaublicher Sänger. Ich hasse das in meinselbst und mit allen anderen auch so. Auch dafür sind Sie in Bayreuth genau an der richtigen Stelle. Also, vielen Dank. Ich habe wahnsinnig viel gelernt. Ich bin jetzt wirklich neugierig auf die Meistersinger. Und wir sehen uns, ich sehe sie, ich höre sie. Ob Sie mich sehen, weiß ich jetzt nicht. Aber wer sie dann da nicht hören kann, es gibt ja auch noch die eine oder andere CD. Es gibt Barry Tenor, es gibt Contra Tenor, dann gibt es In the Shadows. Und jetzt, glaube ich, in den nächsten Tagen oder in diesen Tagen kommt raus die CD mit Purcell mit Dide und der Nieders. Mit Joyce Di Donato, was ja sehr niedlich ist, weil sie die gleichen Rollen schon auch mal in Bellios hatten. Genau. Ein anderer Komponist, gleiches Topic. Fatma Seid ist auch mit dabei auf der Aufnahme, die war hier auch schon mal zu Gast. Also von daher, die Welt ist klein. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen erstmal viel Glück, Hals- und Beinbruch. Wir sehen uns da. Wir begegnen uns in Bayreuth, mehr oder weniger, und Sie müssen jetzt in die Probe und ich wünsche Ihnen alles Gute und also Prost und viel Spaß mit dem nächsten Fränkischen. Prost, ja, zum Woll. Vielen Dank. Herzlichen Dank.