Latest / Gegen den Strom / Haralampi G. Oroschakoff: Wir sind mitten im Zerfall der Zivilisation
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- 0:00Was hier passiert, ist im Grunde entsetzlich.
- 0:02Und dieses Entsetzen fördert mehr.
- 0:05Und Gott sei Dank einen Widerstandswillen zu sagen.
- 0:08Ich lasse mir die Stimme nicht nehmen, ich werde nicht Teil
- 0:10einer gesichtslosen Menge, wenn ich mehr sehe, was Israel
- 0:14angerichtet hat in Gaza, mit einer dreifachen Sprengkraft von
- 0:17Viroshima, und ich schau es mir an wie in einer Art von
- 0:20Videospiel, das ist wieder wert, Zivilisation ist immer ein
- 0:23Ergebnis von etwas, und mittlerweile haben wir dieses
- 0:25Ergebnis derartig pervertiert, dass Zivilisation zu einem Brand
- 0:29geworden. Und wenn etwas ist, was mich
- 0:31persönlich vernichten will oder als Gemeinschaft, dann werde ich
- 0:35mich wehren. Und wenn es so zugespitzt wird,
- 0:38dass es für mich keine Möglichkeit mehr gibt, dann wird
- 0:41es wie am Schulhof, dann fliegen irgendwann die Fäuste.
- 0:45Wo ist eine Verschwörungstheorie, wenn eine
- 0:47rustophobe Witze Außenministerin sagt Fuck The EU, Wir haben uns
- 0:53das für 5 Milliarden gekauft, das war doch recht billig und
- 0:56günstig. Wenn das alles quasi passiert in
- 1:00dieser Art von Nebulosität geradezu bei diesem Blutzoll,
- 1:05dann ist es monströs und bösartig.
- 1:18Gegen den Strom zur Person. Hallo bei gegen den Strom.
- 1:24Wir zeigen Ihnen Positionen und Perspektiven, welche die
- 1:28Propagandamedien verschweigen. Mein heutiger Gast ist
- 1:34gestaltender Künstler und Schriftsteller, er hat
- 1:37ausgestellt in Baku, in New York, in Venedig, in Paris.
- 1:42In den Vereinigten Staaten, in Südamerika 30 Museen weltweit
- 1:47zeigen seine Bilder und Objekte, und er ist Schriftsteller,
- 1:51weltweit bekannt. Er hat das Buch geschrieben, das
- 1:54lächelndes Emigranten willkommen Haralampi Oroschakow.
- 1:58Grüß Gott, lieber Herr. Der Künstler Haralampi
- 2:02Oroschakow wie würde er Kanzler März malen?
- 2:07Kanzler März malen, das ist natürlich in dieser.
- 2:11Konstellation, die ich beobachten darf.
- 2:14Als Wiener in Deutschland. Eine wunderbare Frage, muss ich
- 2:19sagen, eine Frage, über die ich gar nicht nachgedacht habe, ich
- 2:23würde ihn malen als einen Mann, der sich selber im Spiegel
- 2:26versucht zu sehen und sieht nur die Hälfte ist.
- 2:30Kanzler Merz ein Gernogroß. Ich glaube, wenn ich mir das
- 2:37anmaßen darf. Ich glaube, dass das ein Mann
- 2:42ist, der sich seiner, sagen wir, narzisstischen Depression
- 2:49niemals gestellt hat. Er erscheint mir wie ein wie ein
- 2:55beleidigter Jugendlicher, also eine Art von möchtegern
- 3:00Hooligan. Der sich seiner Rolle
- 3:03gleichzeitig nicht sicher ist und sie deswegen immer
- 3:05übertreibt. Also in der Art und Weise, wie
- 3:08sie ihn karikieren würden, käme etwas Pubertäres zum.
- 3:11Absolut ja. In dem Fall wäre es wirklich ein
- 3:14Bild, vielleicht sogar mit einem Ball, an dem man sich festhält,
- 3:18anstatt ihn zu klemmen. Ist das der Blick des
- 3:22Emigranten? Ihre Familiengeschichte ist ja
- 3:24eine Emigrantengeschichte, eine Geschichte der Flucht aus
- 3:28Russland in den Wirren. Nach dem Ersten Weltkrieg im
- 3:31Russischen Bürgerkrieg, nach Westeuropa weltweit, wurde die
- 3:34Familie zerstreut, schaut ein Emigrant distanzierter,
- 3:38kritischer auf das eigene Land. Also sie haben ja wirklich hier
- 3:43unglaubliche Fragen. Erwarb also als Kind von
- 3:46Emigranten, und das bin ich. Natürlich war ich einerseits
- 3:51privilegiert, das muss ich dazu sagen, also mein Vater hat es
- 3:54geschafft gehabt, zwar uns. Durch Grenzen Belgrads, dann
- 4:00Durchgangslager Traiskirchen, Staatenlosigkeit einerseits,
- 4:04aber andererseits durch die doch durch das Renommee auch meines
- 4:09Großvaters muss man sagen, der die russische Revolution
- 4:12deswegen überlebte, weil er zur selben Zeit Student war in Wien.
- 4:18Seine große Leidenschaft war Chirurgie.
- 4:20Das hat er auch geschafft wurde er auch, sozusagen Doktor der
- 4:23Medizin, in dem Fall Spezialfach Chirurgie, und danach musste er
- 4:26obligatorischerweise als Sohn des Justizministers Gabriel Ali
- 4:31Shakow musste er Jus studieren, und das hat er dann gemacht, an
- 4:34der Kaiser Wilhelm Universität in Berlin und mit Summa kumlaude
- 4:38abgeschlossen, genau im Jahre 1917, als die Revolution
- 4:42losging. Sein Bruder, der in.
- 4:47Russland im kaiserlichen Russland noch war, hat sich
- 4:50angeschlossen als Offizier der Milizawjet Graz Kirche im
- 4:53Vantrieregiment. Das war sozusagen kersonska
- 4:57Gubernia, das wäre eben Neurussland, aber auch unser
- 5:00Stammgut und ist in diesem Ganzen hin und her der sich
- 5:05verändernden Front zwischen roten und Weißen.
- 5:08Hat er nachher den großen Exodus von der Wrangelischen Armee,
- 5:12also den Resten diesen 176000 Mann?
- 5:15Das war die Konterrevolution. Genau hat er, da ist er noch
- 5:19sozusagen dazu gestoßen. Komischerweise ist er niemals im
- 5:25Lager von Galipoli im noch osmanischen Reich angekommen.
- 5:30Die Schwester meines Großvaters, Olga Radunowski, auch eine
- 5:34bekannte russische Familie. Generäle Konstantin Radunowski
- 5:38hält des russisch türkischen Krieges von 1877 Gründer auch
- 5:43von Konstantinowa im damaligen Fürstentum Bulgarien, also
- 5:47Russisch Bulgarien, nicht das Königreich später, die haben es
- 5:52geschafft von aus aus aus bes Arabien das Bouvernon bes
- 5:56Arabien, also plöschti wo die Ölfelder waren.
- 5:59Er hatte 1 davon geerbt. Die haben es geschafft, mit Mühe
- 6:02und Not nach Buenos Aires zu entkommen, sind sozusagen
- 6:05nackten Leibes da angekommen und haben sich eine kleine Existenz
- 6:08mühselig aufgebaut. Dieses andere sind nach Paris
- 6:12und wir sind. Noch in Wien geblieben.
- 6:15Diese diese. Anderen wurden erschossen.
- 6:17Tumorris. Wurden erschossen.
- 6:19Ja, also jaralampi Jarmakov, der eine wirklich großartige Figur
- 6:23ist, weil er ist das Alter Ego von der stille Don.
- 6:28Er ist griecha. Das ist ein Roman von.
- 6:31Nobelpreis gekrönt Scholochow Scholochow ja und Scholochow hat
- 6:36vieles von ihm abgeschrieben, das wissen wir heute durch den
- 6:40Beuth, der das. In seiner großartigen neuen
- 6:43Arbeit gemacht hat, es sei denn, Don und auch sozusagen
- 6:46feststellt, dass diese, so nennen wir es sich klischierten,
- 6:50wenn man so will, aber doch auch war, guten Eigenschaften des
- 6:53Kosakentums persönlicher Mut, Verantwortlichkeit,
- 6:57Selbstständigkeit sehr, sehr wichtig, dass er die von ihm
- 7:00sozusagen nicht nur, wenn man so will, ihn als Modell genommen
- 7:05hat, um daraus das zu entwickeln, sondern auch das Hin
- 7:09und her an der Front. Der einerseits domkusakten
- 7:12Gastro, ankusakten und so weiter das hat er alles von ihm
- 7:16genommen, hat es niemals gesagt, hat niemals die Identität
- 7:19preisgegeben, nicht bis zum Ende seines Ablebens sozusagen und
- 7:25erst ab 1983, da hat auch mein Vater sehr daran gekämpft, wurde
- 7:30sozusagen diese historische Leistung von Aralambi Hermakov,
- 7:35das ist diese Familie, seine Mutter ist die Schwester meines
- 7:38Urgroßvaters gewesen. Vierfacher Georgsritter
- 7:42Kommandeur der ersten Kavallerie, der Donnamee und da
- 7:45hat der Mann Afrika. Am Bogajewski wurde erschossen
- 7:48mit seinen Offizieren in Tagan Rock von der GPU 1927 am offenen
- 7:53Feld. Diese Erfahrung von Flucht, Tod
- 7:56und Vertreibung. Wie senkt sich das in den
- 7:59besonderen Blick des Emigranten also?
- 8:02Ich muss gestehen, ich war eben ein Einzelgänger.
- 8:06Ich war ein Einzelgänger, meine Mutter aus einer auch
- 8:09immigrierten alten ungarischen Familie wiederum ugrin große
- 8:12Familie, sehr starke Frau, habe sie nicht gern gehabt, aber für
- 8:18meinen Vater, glaube ich, war sie sehr wichtig.
- 8:21Von einer genau exemplarischen, Unsensibilität, aber
- 8:24unerschütterlichen Solidarität, und das war quasi zwischen
- 8:31diesen zweien, war ja fast kein Platz.
- 8:34So eng waren sie und wahrscheinlich auch durch diese
- 8:36Art von dramatische Erfahrung, die für meinen Vater ein Leben
- 8:40lang zu einer geradezu klischeehaften, sagen wir,
- 8:44Melancholie geführt hat und auch Camouflage, weil er war ein sehr
- 8:48eleganter Mann, Cousin von Wladimir Labokov.
- 8:51Er sah auch so aus, aber in sich ein wahrscheinlich unendlich
- 8:54einsamer Mann, der immer zu mir sprach und wenig mit mir,
- 8:57leider. Ich hab erlebt Ausgrenzung.
- 9:01Ich hab erlebt, so was man mit meinem Namen alles machen kann,
- 9:05also da, da ist sozusagen dem dem Wiener, Ich bin ja Wiener,
- 9:08Ich bin in Wien aufgewachsen, Wien hat mich geprägt, auch
- 9:11meinen Abscheu genährt, aber auch mein ästhetisches Kalkül
- 9:14und alles, das sozusagen in dieser Art von, sagen wir,
- 9:18Imperial barocker Pracht die Wiener ist.
- 9:21Und auch diese wunderbare Lebensqualität, in der sich aber
- 9:24auch immer sozusagen das subversive Element im Mantel des
- 9:27Humors versteckt. Und ich, die sehr gut auch
- 9:31treffen kann. Und da kann man also mit meinem
- 9:33Namen wunderbare Dinge anstellen und darunter musste ich, oder
- 9:36natürlich, damit musste ich lernen, umzugehen.
- 9:40Ich war ein guter Sportler, ich war Zweiter und dritter
- 9:43Tennismeisterschaften, ich war ein guter Reiter und so weiter,
- 9:45aber ich war ein verstocktes Duell, denn das eine tickende
- 9:50Zeitbombe, sagen wir mal so, uns hat aber diese Verletzungen.
- 9:54Verinnerlicht. Ich hab sie weggezeichnet ich
- 9:57hab meine Hefte wurden archäologische Wanderungen, ich
- 10:02wurde ja mit Geschichte genährt zu Hause, mein Großvater ist ja
- 10:08nach Sofia gekommen, 1924 damals schon Königreich Bulgari mit
- 10:13seiner serbischen Frau, meiner Großmutter, die Nichte des
- 10:16serbischen Regenten. Und die haben sozusagen wieder
- 10:19angefangen. Und da war der letzte königlich
- 10:21regierende Bürgermeister von Sofia und Chef der
- 10:24Demokratischen Partei, hat noch mal versucht, die Achse mit
- 10:27Frankreich etoireou, hat ihn besucht, 19341934 kommt der
- 10:32Faschistenputsch und er wird eingesperrt und 1944 wird er von
- 10:37Marschall Tulbuchin übernommen, zum Feind des Volkes erklärt und
- 10:41kommt in eines der schrecklichsten Lager nach
- 10:43Belline, wo der Frost des Hirn zerfrisst.
- 10:48Und die Delinquenten quasi hungrig gehaltenen Wildschweinen
- 10:52überlassen werden. Das heißt, der Horror des 20.
- 10:55Jahrhunderts des Kommunismus. Das ist nicht von mir.
- 10:57Der Horror des 20. Jahrhunderts hat sich in die
- 10:59Familiengeschichte abgesenkt. Und das hat meinen Vater
- 11:02geprägt, glaub ich. Er hat die Emigration niemals
- 11:04angenommen, er war ein unglaublicher Sohn, wenn man so
- 11:13will. Nicht so ein lebensfroher Mensch
- 11:17wie sein Bruder Gavril oder oder der Halbbruder Serbische
- 11:20Halbbruder Miyodrak Christic. Und er war ein, es gibt so
- 11:25Familienfotos, da ist es mir aufgefallen, großer
- 11:29gutaussehender Mann, sehr aristokratisch in seiner Art,
- 11:33und der steht immer neben meinem Großvater und trägt seine
- 11:36Gewehre oder irgendwelche Sachen, und der steht immer so
- 11:42neben ihm. Dass wie durch einen
- 11:45unangenehmen Zufall durch einen Ast, eine Schulter, ein
- 11:51Architekturelement immer ein Schatten inhaliert, das ist
- 11:57wirklich, ist mir dann später aufgefallen, habe ich fast
- 11:59angefangen zu weinen, das war ich unglaublich, geradezu
- 12:00tragisch. Es ist wie als ob so eine Art
- 12:03von Hälfte verschwindet, und dahinter offenbart sich quasi
- 12:07ein ungeliebtes Kind. Dass aber in einer Loyalität
- 12:11aufgegangen ist, die geradezu fast schon der grotesk.
- 12:14War und das. Verliert das alles also, er
- 12:17nimmt das fast persönlich, dass er das alles nicht weiterführen.
- 12:20Kann, und das hat ja eine Symbolkraft, weil es sich in
- 12:24ihren Vater abgesenkt hat, und ihr Vater gibt ihnen als alter
- 12:29Mann etwas mit auf dem Weg und sie zitieren sie in ihrem Buch,
- 12:32ich will es mal vorlesen. Ich habe zu lange die westliche
- 12:35Zivilisation als Wunder angesehen, geformt aus dem Licht
- 12:40der Aufklärung und gebaut auf Rechte und Gesetz.
- 12:43Ich war wohl so geblendet, dass ich nicht wahrnehmen wollte, wie
- 12:47zynisch und erbärmlich diese menschlichen Abziehbilder
- 12:50geworden sind und wie Prinzipienlos und dabei
- 12:53kontrolliert sogar ihre so gerühmte Neugierde ist.
- 12:57Es war mir unmöglich, darauf zu antworten, und doch kann ich dir
- 13:00eines mit Sicherheit sagen, alle Möglichkeiten.
- 13:04Der abendländischen Kultur sind erschöpft.
- 13:07Schon der Anflug der Andersartigkeit wird entweder
- 13:11stigmatisiert oder entmündigt. Und das sind wir heute mehr denn
- 13:16je. Und das erlebe ich, erlebe ich
- 13:19quasi nicht erschrocken, entsetzt.
- 13:23Und dieses Entsetzen fördert mehr und Gott sei Dank einen
- 13:27Widerstandswillen. Zu sagen, ich lasse mir die
- 13:31Stimme nicht nehmen, ich werde nicht Teil einer gesichtslosen
- 13:34Menge. Kehren die Urkatastrophen des
- 13:3820. Jahrhunderts jetzt zurück?
- 13:42Ich würde sagen, so sieht es aus, aber ich denke, es sind
- 13:46elementare Elemente, wenn eine Macht in sich selbst verliebt,
- 13:51Selbstgespräche führt und keine anderen mehr zulässt.
- 13:56Und sich ausdenkt, dass man also Wort kastaden von geradezu
- 14:03unheimlicher Präsenz wie Meinungskorridor zum Beispiel.
- 14:10Es ist also etwas, was geradezu man sieht, wie eng es wird,
- 14:14nicht, man spürt die Enge, die Wände wachsen an einem Annehmen,
- 14:19den Art und. Wenn das quasi ein Instrument
- 14:23der Machterhaltung wird und nicht mehr der Politik und die
- 14:28Verantwortlichkeit, die Politik zu haben hat für das Gemeinwohl,
- 14:32für das Weiterkommen, für die Infrastruktur et cetera.
- 14:35Und ich bin kein Ökonom, wenn das sozusagen immer weiter und
- 14:40weiter sich pervertiert. Safe Rooms, was soll das für
- 14:46eine Debattenkultur sein, die nicht kontrovers ist im Grunde.
- 14:51Ist ja nur die Provinz. Wenn man will, ist das Synonym
- 14:55für Indifferenz und wenn das dann auch noch militant wird,
- 15:01das heißt Andersartigkeit, Gegenstimme, nötige
- 15:06Kreativitätselemente verfolgt. Dann ist es tut der Litarismus.
- 15:12Leben wir in einer Zeit der politischen Verfolgung, wenn
- 15:16Militäranalytiker wie Jacques Bode in Brüssel oder
- 15:20Journalisten wie Alina Lipp und Thomas Röper von der
- 15:23Europäischen Union sanktioniert werden?
- 15:26Leider muss ich sagen, ja, mir selber hat man Konten gesperrt
- 15:29ohne Vorwarnung, man blockiert mir sozusagen linkedin zum
- 15:36Beispiel, das ist das Neueste. Und warum?
- 15:39Weil ich irgendwas geliked hab, wahrscheinlich, ich habe keine
- 15:41Ahnung es, es hat wirklich die das Wahrheitsministerium von,
- 15:49also diese sogenannte bekomme ja ständig mit Hacks Leon mit
- 15:53diesen ganzen Sachen ja von einem Erfahrung bisschen zu
- 15:58Orwell, ja das das sind wir mittlerweile darüber, ich habe
- 16:03eher das Gefühl. Und das beobachte ich schon
- 16:07länger. Und das ist anders, als muss ich
- 16:10noch mal zurückgehen auf diese Frage, von wen, da ist schon das
- 16:12österreichische Element ein anderes, und wen sowieso, wen
- 16:16musste er in irgendeiner Form jahrhundertelang irgendwie
- 16:19auskommen mit all diesen verschiedenen Völkern.
- 16:21Es musste eine Art von, sagen wir, Basis gebildet werden, ja
- 16:25ausgleichung zwischen einem Venezianer, Slowaken, rutänen,
- 16:29Kroaten und so weiter Ungarn mit sozusagen auch Chauvinismus, das
- 16:33musste irgendwie ausgeglichen werden.
- 16:35Das haben die Habsburger geschafft, das hat Deutschland
- 16:39nie schaffen müssen. Deutschland war
- 16:41auseinandergerissen, sozusagen in einer Art von heile,
- 16:44wunderbare kleine Fürstentümer mit einem Schloss und ein paar
- 16:47Dörfchen und so weiter da sagt ja Goethe eben nicht
- 16:50ausgehalten, deswegen die italienische Reise, und dann kam
- 16:54Bismarck und Schmiedelte mit Tränen und Stahl, sozusagen eine
- 16:59Art von von Reich, dass die gesamte Struktur einer Balance
- 17:03in Europa ernsthaft. Gefährdet hat, das muss man
- 17:07leider dazu sagen und auch dann den sogenannten Beistandspakt
- 17:11mit dem Kaiserreich Russland sozusagen als Vorwand benützt
- 17:14hat, um ein sterbendes Österreich Ungarn zu stützen,
- 17:17bis in die Urkatastrophe des 20 Jahrhunderts, nämlich den
- 17:21Selbstmord der sogenannten Eliten im Ersten Weltkrieg.
- 17:26Und wenn wir das zu Ende denken, wenn wir sozusagen durch diese
- 17:30Linie gehen. Dann haben wir einen Hegemon
- 17:34namens United States of America mit seiner Way of Life und was
- 17:37auch immer, der aber niemals ein Kolonialreich wurde.
- 17:41Das ist nämlich, glaube ich, ein Missverständnis, er war nur an
- 17:44seinen Interessen dran, aber er war nie ein ein ein Britania
- 17:48Rules, The Waves oder oder oder Napoleon 3 oder das war das das
- 17:52das war, das ist Amerika. Amerika ist in dieser Hinsicht
- 17:56für mich ein vitales, interessens getriebene,
- 17:59sozusagen Egomanie, sagen wir es mal so.
- 18:02Die ausschließlich ihr Eigeninteresse im Auge hat und
- 18:05dadurch eine Art von mitteleuropäische Vasalentum
- 18:09geschaffen hat, das wie unter diesem Schirm ließ sich ja sehr
- 18:13angenehm und gut leben, man konnte da irgendwie 8 und 60er
- 18:17konnten quasi die Raff hervorbringen und das
- 18:20Romantisieren und so weiter es wurde nie wirklich ernst und
- 18:25mittlerweile sind wir darüber hinaus, es ist mehr als das
- 18:29jetzt ist Widerstand nötig. Und wie kann der Widerstand
- 18:33erwachsen? Er wächst aus der Kunst.
- 18:35In dem die Menschen verstehen, erstens, sie haben eine innere
- 18:39Kraft, sie haben sozusagen eine Kreativität, sie haben eine
- 18:43Transzendenz in sich angelegt. Transzendenz bedeutet, dass ich
- 18:46den Raum, ich kann ihn vergrößern, ich kann ihn
- 18:49erweitern, wenn ich ihn erweitern kann, kann ich ihn
- 18:52auch verändern, und wenn ich ihn verändern kann, kann ich ihn
- 18:55auch gestalten. Aber nicht bei der deutschen
- 18:58Zopfigkeit, oder? Im Moment scheint es nicht so zu
- 19:00sein. Ja, auch da verzweifle ich auch
- 19:02ein hin und wieder, weil ich sozusagen im Versuch eines
- 19:06Gespräches immer blockiert werde, und das ist etwas, was im
- 19:09Grunde für mich das Ende einer Zivilisation bedeutet, wenn
- 19:13Gespräch nicht geht, nicht erwünscht wird, stattdessen als
- 19:18feindlich eingestuft wird, das bekämpft zu werden.
- 19:23Geradezu verlangt ja, und mit mit mit, mit unglaublichen
- 19:26Gesetzesvorlagen einer Absurditäts an Gebote und
- 19:30Verbote, unter denen wir nicht einmal mehr atmen können.
- 19:33Das heißt, die kleinste Möglichkeit einer
- 19:36Kreativitätspflanze wird ja zertreten von einer Bürokratie,
- 19:40noch bevor sie überhaupt keimen könnte.
- 19:43Das heißt, das ist auch künstlerisch die gepflegte
- 19:46Langeweile als aggressiver Machtakt.
- 19:49Dekoration. Illustration alles, was andré
- 19:52mal roh schon damals sagte. Diese Art von Museum brauchen
- 19:56wir nicht mehr, wir gehen in die richtige Farbe und damit in die
- 19:59Zweidimensionalität, und sie ist.
- 20:01Reel andré mal roh, der nicht nur ein eine Schreibmaschine
- 20:05bedienen konnte, sondern auch ein Maschinengewehr.
- 20:07Revolutionär. Ein Revolutionär, nur ein.
- 20:10Schriftsteller, Resistance, aber auch Aktivist, aber auch
- 20:14Aktivist. Das war eine.
- 20:16Solche Persönlichkeiten werden unter diesen heutigen sozusagen.
- 20:21Nicht Möglichkeiten der Möglichkeit darbindung, weil es
- 20:25ist eine Darstellung unmöglich gemacht und das heißt es kommt
- 20:28nur mehr angepasstes Devotes abnicken.
- 20:32Und Remalro war im Spanischen Bürgerkrieg.
- 20:35Er schreibt darüber. Lesboa heißt der Roman, und
- 20:39heute fehlen fehlen heute Frauen und Männer, die Wissen, was
- 20:44Krieg heißt. Nein, ja, Sie wissen was was.
- 20:49Call of Duty und wie diese meine Kinder haben das ja auch
- 20:52gespielt bis zum geht nicht mehr und haben ganze also
- 20:56Computerspiele ja für die Menschen, die haben da also
- 21:02gewütet muss man sagen mit verschiedensten Waffengattungen
- 21:05und Systeme die ich gar nicht kannte.
- 21:07Ab und zu habe ich versucht das irgendwie zu verbieten, ging
- 21:11aber nicht und so weiter also das heißt, wenn man
- 21:13Computerspiele als als als Kriegsspiele.
- 21:18Gewöhnt ist. Dann hat man das Gefühl, dass
- 21:22man in der Zuschauerloge sitzt und schaut sich eine Art von Mal
- 21:27bös, mal interessantes Feuerwerk an.
- 21:32Bewegen mit Krieg habe ich nichts zu tun.
- 21:35Na man hat das Gefühl, man sei im Krieg.
- 21:38Die Realität geht trotzdem. Verloren die Realität auch auch
- 21:43hinter Zerstörung und. Und im Leid, im ständigen und so
- 21:47weiter wenn ich mehr sehe, was Isolan angerichtet hat in Gaza
- 21:52mit einer dreifachen Sprengkraft von Viroshima, und ich schau es
- 21:57mir an wie in einer Art von Videospiel, das ist wieder wert.
- 22:00Erleben wir hier im Westen eine Art zivilisatorischen Regress?
- 22:08Das ist eine schwere Frage, also eine mit einem Rattenschwanz an.
- 22:13An Möglichkeiten also. Zivilisation ist eben ein
- 22:16Ergebnis von etwas, und mittlerweile haben wir dieses
- 22:20Ergebnis fertig pervertiert und so eine Art von sich selbst
- 22:26sozusagen in einem selbstreferentiellen Raum, in
- 22:30dem wir uns bewegen, führen wir quasi und sollen nur mehr
- 22:37Selbstgespräche führen und andere Stimmen und andere
- 22:40Möglichkeiten ausschließen, und das bedeutet?
- 22:43Dass Zivilisation zu einem Brand geworden ist, das heißt, es ist
- 22:46mittlerweile eine Art von kapitalistisch formuliertes
- 22:50Ding, kann Sprache einmal auch von einem Ding.
- 22:55Aber diesmal ist ein konkretes und dieses konkrete Ding ist wie
- 22:59eine Art von Füllhorn, das heißt, es bietet dir eine Art
- 23:02von schillernden Möglichkeiten an, die natürlich begrenzt sind,
- 23:05aber so, dass du nicht ganz genau merkst, dass sie.
- 23:08Begrenzung du darfst am Rand herumgehen, aber du darfst
- 23:11natürlich darüber hinaus treten und das greift dann das System
- 23:16sofort ein. Also das ist eben nicht mehr
- 23:18Zivilisation, das ist eine Art von angewandter Diktatur, das
- 23:23ist auch eine angewandte Erziehung, es ist wie eine Art
- 23:26von ständiger Erziehungsmaßnahme, die immer
- 23:29einen Schritt weitergeht, was immer mehr und mehr den Raum
- 23:34einengt. Aber das heißt, das ist also
- 23:36keine Zivilisation, wie ich sie sehen würde als Entwicklung
- 23:40einer kulturellen, reichen, widerständigen, kontroversen
- 23:44Welt? Das heißt, wir leben schon
- 23:46längst nicht mehr in einer Zeit der Demokratie.
- 23:49So empfinde ich es. Aber ich würde sagen, dass ein
- 23:52großer Teil meiner mit Mitbewohner sozusagen auf diesem
- 23:57Planeten, dieser Stadt, das wahrscheinlich schon gar nicht
- 23:59sehen würden. Wahrscheinlich sind Sie ganz
- 24:01zufrieden, die können in Urlaub fahren, haben 2 Autos.
- 24:04Können ja schimpfen, dass die Butter 80% teurer geworden ist,
- 24:08was ziemlich viel ist, aber irgendwie scheint es sie nicht
- 24:12so sehr zu besorgen, außer diese Stammtischen gestamme zumindest
- 24:19nicht so sehr, dass sie sich hier erheben.
- 24:22Aber wir dürfen alles nicht vergessen und das möchte ich
- 24:23jetzt nicht als Aufforderung verstanden wissen, sondern als
- 24:26Fakt in diesem Moment, in dem wir 2 hier sitzen, wird ganz
- 24:31Frankreich blockiert, brennt Brüssel.
- 24:34Sind 100 Tausende in Sofia auf der Straße, nachdem sie die
- 24:37Regierung gestürzt haben und beten wird Nordgriechenland
- 24:40blockiert mit Tausenden von von, von von, von Traktoren et cetera
- 24:45in Rumänien Stadt nach Stadt schließt sich den Protesten an
- 24:49heute auch Irland, das ist schon viel, nur hier merkt man gar
- 24:54nichts davon und da frage ich mich schon, wie ist das möglich?
- 24:58Wie ist das möglich? Ich geb die Frage zurück, ist
- 25:00das ein Spezifikum der deutschen politischen Landschaft?
- 25:04Ich glaube, es ist ein Spezifikum, dieses von dieses
- 25:08deutschen Volkes dummerweise. Ein schläfriges Volk.
- 25:12Bequem. Bei bequem.
- 25:15Und eigenartiger Weise mit den unfassbarsten Ängsten behaftet.
- 25:22Das ist wie eine Art von betreuter Kindergarten, der es
- 25:27nicht erträgt, wenn plötzlich draußen nicht nur Regen kommt.
- 25:31Sondern auch Zweige abgebrochen werden und die ins Gesicht
- 25:34peitschen, was ein Sturm wäre, was ziemlich auch normal ist.
- 25:38Ab und an und ich glaube, dass es hier schon aber einen
- 25:43Unterschied gibt. Ich sehe eine Art von von von ja
- 25:47doch Kreativität nach wie vor im Widerstand der Fähigkeit dazu,
- 25:52nach wie vor in den Ost sogenannten ostdeutschen
- 25:56Gebieten mehr ausgeprägt auch. Die Möglichkeit einer anders
- 26:02geführten Diskussion, die auch Kontroverse mit erträgt, sagen
- 26:06wir es mal so, ich sehe das immer weniger im unsauber jetzt
- 26:11gesagt westdeutschen Biotop, das sehe ich weniger, sondern da
- 26:16erlebe ich, und da frage ich mich, wie ist es möglich, einen
- 26:21unbändigen Hass, der aus dem nichts empor schießt, geradezu
- 26:26erschreckend in seiner Dimension.
- 26:28Auch dieser Hass auf Russland, wo kommt er her?
- 26:31Ich meine, Deutschland hat so viel irgendwann zu verdanken,
- 26:35nachdem es 27000000 Sowjetbürger ermordet hat, und zwar in einem
- 26:38Vernichtungskrieg in einem bösartigen Vernichtungskrieg,
- 26:41dem sich dann Leute von Bandera und Meldig angeschlossen haben
- 26:44mit ihrem Nationalismen auch die Massaker an den Polen über
- 26:47100000 zum Beispiel. Gut, das muss man ja nicht
- 26:49wissen, aber man könnte es ja wissen, man könnte es wissen
- 26:52wollen, aber wer? Wie wäre eine Wiedervereinigung
- 26:58in dieser Art und Weise geradezu angenehm, so nett, ohne die
- 27:06Mithilfe, und das war Russland und nicht die Sowjetunion, und
- 27:11es war, wer dagegen, es war Paris dagegen, es war London
- 27:14dagegen, es war vehement dagegen, und es war auch Amerika
- 27:18noch nicht so ganz, wirklich 100% Bush Vater nicht, wenn ich
- 27:21mich so erinnere. Wenn man sich so überlegt, ich
- 27:25meine, diese ganzen sogenannten Friedensstifte und Projekte, wer
- 27:28hat sie, sind sie aus der Mitte des Menschen entstanden,
- 27:32sozusagen organisch und damit lebendig, nein, sie wurden
- 27:37künstlich erzeugt, das war MC Lloyd, das war tulles, das waren
- 27:40so die Leute um anderen herum, ich verstehe ihn, irgendwo
- 27:45verstehe ich ihn natürlich, Westbindung, was auch immer,
- 27:47aber das war doch nicht etwas, das aus sich erwachsen ist.
- 27:51Das ist etwas, was ausgedacht war, künstlich geschaffen und
- 27:55künstlich installiert und dann überwacht und sozusagen und
- 27:58jetzt auch an sein langsam trauriges Ende kommt, nämlich um
- 28:03sich schlagend, bösartig, aber ohne wirkliche Kreativität, also
- 28:11im Grunde nur mehr Bestrafend, nur mehr Beengend etc.
- 28:15So kann nichts entstehen. Sie haben vorhin Friedrich Merz.
- 28:20Als selbstverliebten Halbstarken.
- 28:23Er hat. Sich am Ball festlegen hier
- 28:25also. Er hängt an dem Ball.
- 28:27Trifft das? Hat man ja den Ball unterm Arm.
- 28:30Also. Trifft das nicht nur auf
- 28:32Friedrich Merz zu, sondern auf eine Vielzahl von Deutschen, die
- 28:36sozusagen politischer Reife nie erreicht haben, sondern in der
- 28:40Pubertät stecken geblieben sind? Also da mache ich mir jetzt
- 28:43wirklich als Ausländer kein Urteil an und schon gar kein
- 28:46Verstehendes. Ja, ich kann es ja nur als als
- 28:49Beobachtung anbieten, was ich so sehe, ich glaube, da gibt es
- 28:53riesige Unterschiede, wenn ich sehe zum Beispiel die Kälte
- 28:58einer Frau, von der, Nein, dann hat das nichts zu tun mit einer
- 29:02Art von Verschleppter Romantizismen eines niemals
- 29:05wirklich gewordenen Halbstarken, aber es wäre sehr gerne gewesen,
- 29:09vielleicht. Sondern das ist eine Knalle,
- 29:11eine eine, eine eine, das ist, das ist kalte Macht, macht Wille
- 29:16und macht Ausübung, wenn ich sehe, die geradezu groteske
- 29:22daneben Frau Kallas, die also in ihrem eigenen Land also keine
- 29:26Ahnung, als eineinhalb Jahre regiert, ich weiß nicht oder
- 29:29bisschen mehr, und dann muss das schon wieder gehen, dann ist das
- 29:32ein pubertärer Selbsthass, der sich ständig sozusagen an sich
- 29:36selbst entzündet und wahrscheinlich dadurch auch
- 29:38formuliert und. Das ist alles derartig
- 29:41unverantwortlich, das ist alles hat nichts mit Politik zu tun,
- 29:47es ignoriert auch das Leben der Menschen in ihrem Alltag, der
- 29:53mittlerweile wirklich eine Herausforderung ist.
- 29:57Es kümmert sich nicht um Institutionen, schulen, es
- 30:00kümmert sich nicht um Spielplätze, um gar nichts, das
- 30:03ist wie eine Art von Selbstzweck, das ich als
- 30:07Selbstzweck. Ein narzisstischer Reflex.
- 30:10Auf jeden Fall aber in dem auch in einer Art von unsouveränität
- 30:14Souveränität, also etwas, was vielleicht wirklich nicht
- 30:18erreicht wurde, aber auch nicht die Erwachsenheit hat zu sagen,
- 30:21alle wollten nach Rom und ich kam halt nur bis Venedig.
- 30:23Die deutsche Botschafterin in Kiew hat sich hingesetzt und hat
- 30:26sich fotografieren lassen, das auch gepostet auf x mit einem
- 30:30Plüschpanzer mit der Unterzeile Mein liebstes Spielzeug
- 30:34infantil. Infantil und.
- 30:37Also unerträglich einfach nur unerträglich.
- 30:40Ne, es tut so nichts zu sagen. Sehen Sie da auch eine Art
- 30:44Zerstörungslust? Wir ruinieren die ganze Welt,
- 30:47wir ruinieren unsere eigenen Länder.
- 30:49Also es gibt ja seit lange Kilometer Abhandlungen über die
- 30:55über den Selbsthass der Deutschen, den gibt es schon
- 30:57lange. Ich glaub das so nicht, auch die
- 31:02scherzung Verallgemeinerungen. Ich glaube schon, dass wir
- 31:06mittlerweile einen Punkt übertreten haben.
- 31:08Wir haben etwas übertreten, wir haben etwas übertreten, das so
- 31:12human als auch Kulturologisch, das heißt systemisch ist, und
- 31:16wir können dieses systemische nicht mehr ändern, man kann da
- 31:20rumkritteln, man kann ein bisschen irgendwie irgendwas
- 31:22daran machen, aber wir kriegen das nicht mehr hin, wir können
- 31:25nicht aus einem System raus, das ausschließlich auf Vorspiegelung
- 31:29falscher Tatsachen aufgebaut ist und aufgebaut war, und das schon
- 31:32seit 20 Jahren. Wo Geld nur mehr gedruckt wird
- 31:35und dann über irgendwelche. Ich bin jetzt wirklich leider
- 31:39nicht der Richtige, der das beschreiben sollte, dann gibt es
- 31:41bessere als ich, aber machen wir es ganz simpel, also wenn ich
- 31:44mir Deutschland ansehe, dann ist das sozusagen in der Mitte
- 31:47Europas das einzige Land, das alles kaufen muss um seine
- 31:50eigene Industrie, um seine eigene Möglichkeit
- 31:53aufrechtzuerhalten. Es hat nichts aus sich heraus,
- 31:56wenn es gleichzeitig abhängig ist vom Export, ist es abhängig
- 32:00im Grunde vom. Von Konkurrenzfähigkeit,
- 32:02Attraktivität und Preis, wenn es zulässt.
- 32:06Und was ist das bloß für ein Bundeskanzler?
- 32:11Der ist Zerdruckt neben einem senil alten Mann steht, der
- 32:15fröhlich erklärt, dass er die Lebensart der Deutschen
- 32:18interessiert, nämlich Nordfilm sprengen wird und der sich
- 32:22vergeht in einer Art von Schweigen.
- 32:24Was soll das sein, bitte? Also da war ich wirklich, also
- 32:27das kann man sich ja als Film nicht mal vorstellen.
- 32:30Und wenn, wenn das alles passiert und das erzeugt keinen
- 32:34Widerstand, ich muss ja nicht dafür sein, aber ich muss ja
- 32:38zumindest dazu auch aus meiner eigenen Entwicklung heraus etwas
- 32:44dazu sagen müssen wollen, weil es mein eigenes sein betrifft,
- 32:50wenn das alles nicht passiert, dann weiß ich, dass es für ein
- 32:57bis 2 Generationen nicht mehr passieren wird.
- 33:01Und da brauche ich gar nicht sozusagen lesen das pro Woche.
- 33:04Ich weiß nicht wie viele Horror zahlen an Insolvenzen sich sich
- 33:07türmen, sondern ich sehe sozusagen die Leute, die
- 33:10hinausgehen und weiß genau, woanders werden sie kreativ
- 33:13sein, also werden sie es hier nicht mehr und wenn ich das zu
- 33:16Ende denke, dann sage ich mir was hat man euch angetan.
- 33:22Ist der Niedergang Deutschlands. Auch ein Niedergang der Kultur,
- 33:28eine kulturelle. Dekadenz ja, wie soll bitte
- 33:30Kultur entstehen, wenn sie ständig domestiziert wird, wenn
- 33:33sie ständig immer mehr und mehr eingeengt wird, wenn es keine
- 33:36offene, normale Diskussion, auch Kontroverse von mir, Streit und
- 33:40was auch immer, man muss ja nicht gleich, aber man muss es
- 33:44respektieren, wenigstens die andere Meinung nicht, also wie
- 33:46soll daraus bitte eine Kultur entstehen?
- 33:48Nein, daraus entsteht eine Art von mittelmäßigen Illustration,
- 33:51ein Dekorationsmodell. Was bedeutet das für den
- 33:56Künstler? Sie haben mir im Vorgespräch
- 33:58gesagt, die genuine Kunstform der Moderne ist das Fragment,
- 34:03aber das Fragment bedeutet auch das Experiment, die
- 34:07Überschreitung bisher geltender Normen, wenn Kunst nun
- 34:10eingezäunt wird in einem Kunstmarkt.
- 34:14Dann ist ja dann ist die ganze Überschreitung nicht einfach.
- 34:17Das ist nicht so einfach jetzt, das ist auf der einen Seite ist,
- 34:21kann, kann ich nur persönlich sagen, also wer mir das atmen
- 34:24verbietet, und das ist für mich die Kunst, werde ich mich
- 34:27wehren, ganz einfach, wer mir verbietet, darüber
- 34:35hinauszugehen, auch irre zu gehen, werde ich mich wehren,
- 34:43wer mir verbietet. Den Spielraum zu verändern, ihn
- 34:49zu vergrößern, auch Vergröbern zerstören werde ich mich wehren,
- 34:54das sind Instrumente, aus denen heraus Wirklichkeit geschaffen
- 34:57wird, die sich objektivieren, objektivieren lässt.
- 35:00Das heißt, wo ich heraustritt, wenn ich davor bleibe, ist es
- 35:03illustration, oder es ist Humor, oder es ist Therapie oder was
- 35:07auch immer, hat nichts mit Kunst zu tun, kann gute Ergebnisse
- 35:09liefern, aber mit Kunst nichts zu tun.
- 35:12So, und jetzt müssen wir aber einen ganz Kleinen keine
- 35:16Vorträge halten. Aber wir müssen jetzt einen
- 35:17kleinen Unterschied festhalten, feststellen, es gibt sozusagen
- 35:21die Kunstszene, die hier immer mehr und mehr unter Druck gerät,
- 35:25Keller, die müssen schließen, weil sie diese Horror Zahlungen
- 35:29an in der für die für die Messen nicht mehr aufbringen können,
- 35:32wenn sie nichts verkaufen und gleichzeitig Energie und Strom
- 35:34und so weiter wenn das immer weiter und weiter steigt, dann
- 35:37wird es also immer schwieriger auch noch ein Projekt zu
- 35:39finanzieren, von dem man nicht weiß.
- 35:41Ob es überhaupt verkauft werden könnte?
- 35:44Der Kunstmarkt, das ist was ganz anderes, das ist ein wirklich
- 35:49für sich in sich abgeschlossen selbstreflektierter Raum, in dem
- 35:54es ausschließt, um Geld geht, da geht es nicht um Kunst, da geht
- 35:57es um Wert, aber wert wird geschaffen, sie leben etwas ein,
- 36:04andere steigern hoch, 20% gehen an das Ding und der andere wird
- 36:07zurückgezahlt und so weiter das ist ein Spiel.
- 36:10Böses Spiel, in dem sehr viel passiert, in dem immer noch bis
- 36:15zu 60000000 für ein Bild bezahlt werden, also gewaschen werden.
- 36:19Das ist eine ganz andere Geschichte und hier ist etwas
- 36:22wirklich bösartiges passiert. Der Kunstmarkt war immer schon
- 36:25sozusagen die Börse, an der Wert und Geld verwaltet wird,
- 36:29geschaffen und verwaltet wird, aber mittlerweile ist er auch
- 36:32ein Akteur, das heißt, wenn demon hörst.
- 36:37Eine Finte hochelegante, Konzeptuell gedachte Finte mit
- 36:41mit mit seinem Edelstein besetzten Totenkopf für
- 36:45400000000 verkaufen lässt, weil er unbedingt diesen falschen
- 36:49Leonardo da Vinci schlagen wollt, wenn ihr das gleichzeitig
- 36:53in allen Auktionshäusern weiß, nicht wer, ob das Christ ist
- 36:57oder sotte bist. War, ist ja auch Wurst.
- 36:59Weltweit gezeigt wird, dann ist das Auktionshaus auch plötzlich
- 37:02ein Museum. Und es ist auch eine Galerie,
- 37:06und es ist auch eine Kunsthandlung.
- 37:08Wenn das alles mittlerweile so in einer Hand kommt, mit dieser
- 37:12Summe, mit denen gespielt wird, von dem wir nicht wissen, ob sie
- 37:14wirklich bezahlt werden. Aber irgendwer hat was davon,
- 37:19dann hat das mit Kunst gar nichts mehr zu tun, dann ist es
- 37:21wirklich der Kapitalismus in seiner, ja, sagen wir, frivolen
- 37:26Art. Wenn Kunst Teil des
- 37:28kapitalistischen Verwertungskreislaufs ist, wie
- 37:31kann sie dann was? Immer wie?
- 37:33Kann sie dann Opposition? Präsentation.
- 37:34Wie kann sie dann Opposition sein?
- 37:38Naja, die Idee der Repräsentation hat sich ja
- 37:40verändert. Die Repräsentation ist ja
- 37:42mittlerweile eine Präsentation geworden, das ist schon ein
- 37:45Unterschied. Früher hat sich die Präsentation
- 37:48noch immer an eine Atmungspiritualität gebunden,
- 37:51das war eine Kirche, das war ein Schloss, das war.
- 37:54Ein persönliches sozusagen Element, ja des des
- 37:57Herrschenden, oder, oder, oder, des, des, des mächtigen Et
- 38:01cetera, mit dem er sich auch eine Persönlichkeit geschaffen
- 38:03hat. Das war noch immer human, wenn
- 38:06du so willst. Das war immer noch ein
- 38:07menschlich, wenn Konzerne eingreifen und diese Konzerne
- 38:12sich Sammlungen zulegen, dann legen sie sich Visitenkarten zu,
- 38:17diese Visitenkarten dienen zu etwas ganz anderem, was
- 38:20sozusagen vordergründig. Noch nicht hier abgebildet
- 38:24werden kann, was sich aber innerhalb einer Sammlung und der
- 38:27Art und Weise, wie sie sich einander gleichen, wiederum zu
- 38:31einer Art von Club formiert. Wir sind die und wir sind die,
- 38:35das spielt schon eine eine große Rolle, da leistet man sich auch
- 38:40den einen oder anderen Gipfelstürmer.
- 38:42Der darf auch anders sein, der muss auch ein bisschen riechen,
- 38:45damit der das ist. So wie im 19.
- 38:47Jahrhundert plötzlich diese Idee kam bei den bei den
- 38:50Beredwisniki, die losgegangen sind, um die Armen, und sie
- 38:53meinten es ernst, Rebin und und, und so weiter er soll Cerov und
- 38:57so weiter und die haben sie auch gemalt, daraus hat dann Paris,
- 39:00was hat sie draus gemacht, eine Mode.
- 39:02Sind Künstler Hofnarren unter Wegfall der Höfe?
- 39:07Gewesen. Heute sind Sie Selbstdarsteller.
- 39:10Ihre Kunst atmet Osteuropa, viele Elemente tauchen auf,
- 39:17beispielsweise orthodoxe Kreuze, Landschaften, Landkarten.
- 39:22Ist das der Versuch einer Vermittlung zwischen orthodoxer
- 39:26Regionen und römisch katholischen Sektoren man so
- 39:30will? Ich würde es anders sagen.
- 39:31Ich, ich bin losgegangen, um um zu sehen, wo bis sonst noch.
- 39:38Existiert das Byzantine Schwert aus und in seiner Spiritualität?
- 39:42Und das ist natürlich die Ikone, das ist auch die auch das
- 39:46Ritual, das kommt ja von Chrysostomos in Konstantinopel,
- 39:50nachdem wir heute ja auch nach wie vor Messen feiern, das war
- 39:54sozusagen der Punkt, und der zweite Punkt war, wie ist es
- 39:56möglich, dieses unglaublich konzeptuelle Element Ikone.
- 40:04In seiner Zweidimensionalität, das heißt, es spielt nicht
- 40:08westlich formulierte Illusion eines Raumes, die in der
- 40:12Fertigkeit sich darstellt, besser oder schlechter, sondern
- 40:16es zeigt ja eine Fläche, es sagt, das ist eine Fläche, das
- 40:20ist ein Stück Holz, und das ist Farbe auf Holz und diese Farbe
- 40:25auf Holz musst du dir geistig vorstellen, um ein
- 40:29Gesprächselement zu haben mit dem Unaussprechbaren.
- 40:33Zum Beispiel nehme nur ein Beispiel, du siehst immer diese
- 40:35kleinen Elemente einer sich nach vorne hin verjüngenden, sagen
- 40:41wir ja bergigen Situation, das ist gedacht als eine Art von
- 40:46Stufe deiner Bewusstseinswerdung einerseits, oder du siehst
- 40:50sozusagen eine Art von Architektur, vor der dann
- 40:54Figuren stehen, je nachdem Gruppe oder einzelne.
- 40:57Jede dieser Figuren hat eine Farbskala, die vorgegeben ist.
- 41:02Und es liegt an dir, sie seelisch neu aufzuladen und in
- 41:06dieser Figurenszene dahinter, in diesem sozusagen
- 41:09architekturelement, ist. Manchmal, zum Beispiel ist nur
- 41:13ein Beispiel, ist ein Tuch gespannt, nehmen wir es mal so,
- 41:16das Tuch bedeutet für dich, stelle es dir innen vor, das
- 41:22heißt, es sind ganz konzipiert und ich habe versucht und
- 41:25versuche es nach wie vor. Mit diesen konzeptuellen
- 41:30sozusagen Disziplinarverfahren, das aber auf eine seelische
- 41:34Erneuerung setzt. Sie braucht es mit der
- 41:37Fragmentierung dessen, was Moderne zu sein hat, auch in der
- 41:40Konzeptkunst zu verbinden. Es ist nicht gelungen, ich
- 41:44musste eingestehen, es geht nicht, warum, weil die
- 41:47Konzeptkunst sich viel zu sehr an den Alltag gebunden hat, sie
- 41:52hat sich also viel zu sehr verdingt.
- 41:54Wenn er so Koso zum Beispiel in seiner berühmten Arbeit sagt,
- 41:57Was ist ein Stuhl und er stellt dir einen Stuhl hin, und dann
- 41:59nimmt das Foto eines Stuhls und nimmt das Bild eines Stuhls,
- 42:02sind das natürlich 3 verschiedene Darstellungen von
- 42:04etwas, wo man gerne stundenlang akademisch diskutieren kann.
- 42:08Was ist jetzt wirklich Stuhl, was ist die Darstellung vom
- 42:10Stuhl, was die Idee davon nicht zerbrettet, wenn die Chance in
- 42:14seiner Radikalität 50 Jahre vorher gesagt hat, das ist eine
- 42:19Skulptur, und es ist ein Pissoir, dann war das
- 42:23Konzeptkunst. Weil er es als das erklärte.
- 42:27Er hat gesagt, das ist eine Skulptur, Mister Mudd und dazu
- 42:32sogar personifiziert. Wir sind leider dieser
- 42:35Radikalität nie mehr nahe gekommen, das heißt, das heißt,
- 42:39wir verpflanzen, wir verenden immer mehr und mehr im Detail.
- 42:45Wenn die Verbindung Ost West zwischen der Kunst der Ikone,
- 42:50dem flächigen, das auf das Transzendentale verweist, und.
- 42:55Darauf gebaut. Und der westlichen Kunst, die
- 42:59hinausläuft, auch ein Stück weit auf Raum Illusion, wenn die
- 43:02Verbindung nicht mehr möglich ist.
- 43:03Was bedeutet das? Ist das auch n Kulturkampf?
- 43:06Es ist ein Kulturkampf, und der ist ja schon mittlerweile 1500
- 43:09Jahre alt. Das heißt, der Konflikt in der
- 43:12Ukraine, er hat auch nicht gestern begonnen.
- 43:14Na gut, die Ukraine ist ja eine künstliche, künstliche
- 43:16Erzeugung, geschaffen aus der Not Lenins in einem Moment, in
- 43:21dem die Rote Armee immer mehr mehr verloren hat, und der hat
- 43:24fälschlicherweise dummerweise auf den Nationalismus gesetzt,
- 43:26in die Idee, damit Solidarität zu erzeugen und so weiter und
- 43:30daraus Soldaten abgreifen zu können, das dann auch
- 43:33funktioniert. Die Resultate haben wir heute
- 43:36nicht. Eine Art von entfesseln
- 43:38Steinzeit Nationalismus, der mir heute als Garant für Demokratie
- 43:42verkauft wird. Also das ist schon sehr, sehr
- 43:45eigenartig. Okay nein, ich würde sagen, der
- 43:47Konflikt beginnt, als Konstantin von Rom nach Konstantinopel
- 43:53gibt, das heißt, Konstantin anerkennt, dass das Römische
- 43:58Reich an so ein Ende gekommen ist.
- 44:00Dass die germanischen Horden übernehmen werden, dass sie eine
- 44:03neue Welt schaffen werden, mit der er nicht, aber sich darin
- 44:07nicht mehr sieht und geht heraus und bildet aus Rom und bleibt
- 44:121000 Jahre quasi an der Stelle zwischen Asien und Europa, und
- 44:16er schafft damit dieses einzigartig, auch
- 44:18geheimnisvolle, aber auch unglaublich geistvolle,
- 44:22sozusagen bisanz im Gegensatz zu einem kalten, kargen Norden, der
- 44:26immer sehr viel materialistischer war und auch
- 44:28immer gerne. Sehe den Papst mit Zuhilfenahme
- 44:33von, sagen wir, raffinierten Tricks Machtspielchen ausgeübt
- 44:37hat. Der Papst war ja ein Fürst von
- 44:39Rom, und daraus hat er sozusagen abgeleitet, dass die die
- 44:44Legitimation, die er von Bisans nie bekam, eines sogenannten
- 44:48Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, also da war
- 44:51der Beste schon ganz gut da war, immer besser, sagen wir es mal
- 44:54so, darin und. Da ist auch ein großes
- 44:59Potenzial, sagen wir, an unangenehmer menschlicher
- 45:03Eigenschaften wie Neid, Missgunst und so weiter bisans
- 45:08die größte Stadt seiner Zeit der Welt bisantios 1000 Jahre kann
- 45:15man sich heute gar nicht vorstellen, wenn man so will.
- 45:17Die Weltwährung, die stabil blieb, Fußbodenheizung, Poesie.
- 45:27Biologische Fragen stattdessen im Westen natürlich Holzkarren,
- 45:33die von einer Pfalz zur nächsten Fahren, mit mit ja gezogen von
- 45:40Rindern und sonstigen. Also da passierte sozusagen
- 45:45schon mal ein gewisser Kulturbruch, und natürlich war
- 45:49das vitale germanische Element aber auch sehr stark und hat
- 45:53sich also sehr wenig mit Skrupel behaftet und.
- 45:55Und hat sich also dadurch immer sehr kriegerisch weiter
- 45:58ausgebreitet, bis hin zur Teilung, spirituellen Teilung
- 46:03von 1000. Ich bin jetzt um genau 57,
- 46:05glaube ich, zwischen dem Papst, der sich Anmaßte der Vertreter
- 46:09Gottes auf Erden zu sein, und dem Patriarchen, dem
- 46:13ökumenischen ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel,
- 46:16nur mit einem Oberhaupt der Orthodoxen Welt bis zu
- 46:20Äthiopien. Und sagte, du bist im Grunde
- 46:24Patriarch und der Patriarchen, was machst du dir an?
- 46:26Und im Grunde ging es darum, wer darf, als wärst du durch die Tür
- 46:29und da sind wir wieder beim menschlichen und so ist es
- 46:32geblieben. Der Punkt war aber nur, und das
- 46:35ist dann eben das alles entscheidende Element, dass die
- 46:40slawischen Völker und Ostvölker als Gesamtes einerseits jeweils
- 46:46Ansturm von Arabern, Mongolen. Vor davor Hunnen, Kumanen,
- 46:50Pedscheneggen et cetera aufnehmen mussten sie auch
- 46:54Mitverwandelten. Das ist auch diese Duldfähigkeit
- 46:57und Transformationsfähigkeit, aber sie mussten immer wieder
- 47:01diese Transformationsprozesse erleben und sie aushalten und
- 47:05daraus versuchen, ihr Leben sozusagen neu zu gestalten, auch
- 47:08ihren Gestaltungsraum, das musste der Westen nicht.
- 47:12Und genau da der. Wurde geschützt, sozusagen der
- 47:14wurde, und ich habe ja 1989 damals einen Text gemacht zu den
- 47:184 Namen von Byzanz und mein letzter Satz war, bis jetzt
- 47:22wurde das Abgefiltert, das wird das jetzt nicht mehr, hätte ich
- 47:25bloß gewusst, dass ich heute recht habe, ich hätte es anders
- 47:27geschrieben. Die modernen russischen
- 47:30Philosophen wie beispielsweise Alexander Dugin stellen hier
- 47:35eine Analogie zu heute her. Sie.
- 47:37Kommen immer wieder darauf zurück auf Byzanz und sagen,
- 47:41Russland ist eine eigenständige Kultur, die auf den Orthodoxen
- 47:44Glauben und Byzanz zurückgeht. In starker Abgrenzung zum Westen
- 47:49hat das, was sie eben beschrieben haben, bis heute
- 47:52Gültigkeit, sie haben es gerade angedeutet.
- 47:54Also nicht nicht nicht, nicht in dieser Ausschließlichkeit.
- 47:57Ja, Russland war immer A ein, also nach Peters, des Russen
- 48:01sozusagen. Nach dem Sieg, der meinen
- 48:04Familienantritt oreshak 1702 gegen die Schweden, erster Sieg
- 48:10überhaupt. Davor gab es eine Delegation,
- 48:13auch eine erste Delegation, an der auch ein Vorfall von mir
- 48:15dabei war, als Chefdolmetscher zusammen mit Thomas Koy zum
- 48:19Kurfürsten von Brandenburg noch nicht König in Preußen 1700
- 48:24ganze Jahr hindurch riesige Delegation 800 Leute.
- 48:28Der versucht hat, sozusagen den Kurfürsten auf eine Seite mit
- 48:32Peter zu kriegen. Peter dem Großen als als als
- 48:36Allianz gegen die damalige Supermacht Schweden und der
- 48:40Kurfürst, der natürlich auch damit beschäftigt war, sich
- 48:43selbst zu erhöhen, dass er dann eineinhalb Jahre später getan
- 48:46hat, hat er also quasi ein bisschen was anderes zu tun und
- 48:48konnte sich aber auch nicht durch Wartenberg und Herr von
- 48:52Prinzen, die diese Fahndungen mit mit Iwan Aljeshok geführt
- 48:57haben. Vorstellen, dass, wer heißt denn
- 49:00da, dieser Peter, wie heißt der noch mal, dass das jemals Erfolg
- 49:04haben wird können und danach auch noch das Osmanische Reich
- 49:08schlägt und damit Baku sozusagen in die Hand bekommt, was damals
- 49:13noch kein des Osmanischen Reiches war, das ist ja alles
- 49:15Peter der Große, das konnte man sich wahrscheinlich wirklich
- 49:17nicht vorstellen, man konnte sich nicht vorstellen, dass
- 49:19Peter es schaffen wird, seinen Kandidaten auf den polnischen
- 49:22Thron zu setzen. Konnte man sich alles nicht
- 49:25vorstellen, das passiert. Das ist eine unglaubliche
- 49:27Vitalität. Viele, viele Ausländer kommen
- 49:30nach Russland, werden automatisch ab dem Rang eines
- 49:33obersten Nobilitiert, das ist sozusagen auch ein ein ein
- 49:37Zukauf, damit man sich ein bisschen anstrengt und beginnen
- 49:40quasi diese Art von Umstrukturierung, die in einer
- 49:44dynamischen Phase. Bis 19:00 Uhr, also bis quasi,
- 49:48wenn man so will, bis zu Alexander, dem Dritten mit auf
- 49:53und ab natürlich, aber immer weiter und weiter sich
- 49:56ausbreitend also der Schatten fällt immer mehr und mehr auf
- 49:59dem Schwarzen Meer und holt sich immer mehr und mehr vom anderen
- 50:02Euro asiatischen Reich, nämlich dem Osmanischen Reich, immer
- 50:05mehr und mehr Gebiete. Jetzt würde du sagen zurück, ich
- 50:08würde sagen an und ich glaube das ist sozusagen.
- 50:14Da ist ein Punkt drinnen, weil es war immer eine Kontroverse,
- 50:18schon unter die Wand im Schrecklichen mit Gurbski, einem
- 50:21Kontroverse unter einer Idee von Westlatum und eine Idee von
- 50:25Slawentum und erst im Anfang des 19.
- 50:30Jahrhunderts, Puschkin ist noch ist noch ist schon ein
- 50:35begeisterter, beginnt diese Art von Idee eines panorthodoxen
- 50:39Raums etwas, was wir im Bisan sozusagen.
- 50:44Eine Normalität war und komischerweise eine Realität.
- 50:48Erst aber wurde im Osmanischen Reich, das ist das interessante,
- 50:52und da haben wir jetzt eine Kontroverse, sozusagen in sich,
- 50:56warum ist das so wichtig, weil viele der slawischen Elemente
- 50:59haben ja immer in einem auch orientalischen Raum gelebt oder
- 51:03leben müssen, das war, ob das schon im 89 Jahrhundert war,
- 51:07durch den Ansturm der Araber und so weiter und so weiter.
- 51:10Und das war das Osmanische Reich, witzigerweise und Mechmed
- 51:13der Eroberer sah sich erst wie Santina seine Stiefmutter war,
- 51:17Kantakusein und so weiter, er sprach griechisch, er sprach
- 51:22persisch und die ganz oslawischen Völker, die er nach
- 51:26und nach eingesammelt hat, sah er als Teil der Raja, die zu
- 51:30schützen ist, weil sie Teil des Buches ist.
- 51:33Das heißt, er ist es, der die unglaubliche Fülle.
- 51:37Des ökumenischen Patriarchen zum ersten Mal schriftlich
- 51:41festgelegt. Vorher war das quasi eine Art
- 51:42von Gewohnheitsrecht, aber da wird es plötzlich zu einer Art
- 51:46von Gesetzmäßigkeit, und das ist der Moment, und ich glaube, hier
- 51:49ist hier ist die Lücke, die Duge nicht sieht, bis zu diesem
- 51:54Moment werden die Erzbischöfe von Moskau und Kiew von
- 52:03Konstantinopel aus geschickt, das sind Griechen.
- 52:07Das sind Bulgaren, das sind Serben, das sind die ersten
- 52:11zahlreiche 600 Jahre von Moskau, der Bulgare überhaupt, da wird
- 52:16ja die Schrift überhaupt entwickelt und alles das mit dem
- 52:20Fall von Konstantinopel entsteht sozusagen zum ersten Mal, auch
- 52:26auf Druck vom Westen. Der Papst hat ja versucht, hier
- 52:30Einfluss zu gewinnen, und seine Vertreter wurden dann mit
- 52:33Schlägen aus Moskau herausgeprügelt.
- 52:37Entsteht eine Art von Patriarchat und es ist der erste
- 52:41Russe überhaupt, der dieses Patriarchatenamt dann ausführen
- 52:44wird. Und da sind sie aber im Ende 15
- 52:46Jahrhundert, also bis dahin war das quasi eine Art von, sagen
- 52:50wir, betreutes Denken noch und erst mit Nikon, also noch mal
- 52:55fast 100 Jahre später wird es eine Reform geben.
- 52:58Was ich damit sagen will, witzigerweise ist es wieder mit
- 53:03einem Vorfahren verbunden, aralampi.
- 53:05Alle Geistlichen in meiner Familie waren Harolambis,
- 53:10Erzäbte und so weiter und das ist der berühmte Erzab von Spas
- 53:13Elyazar im Gouverneur Obskov, wo die Formel von von von Philofe
- 53:20des dritten Rom, das sind alles byzantinische Flüchtlinge.
- 53:26Gebaut, diskutiert und danach niedergeschrieben wird.
- 53:29Es wird, es sind 3 röm Roms gefallen, es sind gefallen, ein
- 53:34drittes gibt, ein viertes wird es nicht mehr geben.
- 53:36Also das ist diese Formel auf die er setzt, aber ich würde das
- 53:40sagen, dass Moment sozusagen, wenn ich das dritte rum werde
- 53:47und mich beziehe auf etwas, was es nicht mehr gibt.
- 53:50Weil es schon osmanisch ist. Und damit ist die Hagen Sophia
- 53:54eigentlich eine Moschee. Da ist sozusagen ein sehr
- 53:58kreatives Element drin und auch ein Moment des Mangels, weil ich
- 54:02beziehe mich auf etwas, was es nicht nur nicht mehr gibt, es
- 54:07wurde geschlagen, das ist der erste Punkt, von dem ich meine,
- 54:12dass es doch wichtig ist. Der zweite Punkt ist diese
- 54:15endlose Diskussion zwischen Westland und Slawofilen.
- 54:19Hat ja immer eine Komponente gehabt der Unwahrheit.
- 54:23Das Moment des Westlertums war ja immer von Seiten, sozusagen
- 54:28von Diplomaten, Schriftsteine und Künstlern, die auf einer
- 54:30sehr privilegierten Art und Weise alles mehr oder minder
- 54:33Abkömmlinge des Arles sozusagen sprachlich abgesichert und so
- 54:37weiter durch mondäne wie die Courtagur, Paris und so weiter
- 54:41durch diese Art von Situation. Gelebt haben bei Kunin zum
- 54:45Beispiel wird es ja dann sehr genial daraus eine Soziallehre
- 54:49machen, andere nicht, andere werden quasi, wie tust du jetzt
- 54:52gern Abscheu sagen zu einer Art von ständiger Degeneration, die
- 54:56sie ja solche wahrnehmen, die die Sabophilen werden auch ein
- 55:00Problem haben, weil sie zum Beispiel im Falle Polens, sagen
- 55:05wir, nicht wissen, wie gehen Sie jetzt mit dieser Art von gerade
- 55:08zu pathologischem Katholizismus, aus, der eine Identitätsprojekte
- 55:12ist zu etwas, was ja. Die Franzosen und Westeuropa
- 55:15sogar nicht gesehen haben. Also die wollten ja so gerne mit
- 55:17den Franzosen nein oder? Zu den Franzosen war das gar
- 55:19nicht so, die hatten schon Pein im Kopf, aber nicht das
- 55:22polnische Volk, also das heißt, hier bewegen wir uns in einer in
- 55:25einer sehr interessanten camoufrierenden Situation und
- 55:31dann muss man, glaube ich, etwas präziser sein.
- 55:33Ja, es gibt einen großen Unterschied.
- 55:36Er ist einerseits in der Geduldfähigkeit, er ist
- 55:39andererseits in der Hingabe. Er ist auf der dritten Seite in
- 55:42der Vitalität des Durchhalten und überwinden im slawischen
- 55:46Raum hundertmal stärker als im westlichen Raum, das war da
- 55:49immer der Westen, hat aber immer ein besseres System gehabt,
- 55:52dieses einzusetzen. In diesem Konflikt gewinnen
- 55:56zeitweise die Europaorientierten mit der Gründung von Sankt
- 56:00Petersburg 1703, wo selbst die Russen gesagt haben, also.
- 56:06Das Riesenreich kann nicht vom kleinen C her regiert werden,
- 56:10aber der Einfluss der europäischen Kultur nimmt zu.
- 56:14Und heute schlägt das Pendel zurück.
- 56:17Mir hat eine Russin mit Angehörige der
- 56:21Außenhandelskammer Moskau gesagt, was zarpeter aufgebaut
- 56:25hat an Westorientierung, das wird für die nächsten 300 Jahre
- 56:31wieder zurückgedreht, sehen sie das genauso?
- 56:34Das wäre schade. Es wäre natürlich eine
- 56:37nachvollziehbare Reaktion auf diesen Hass und auf diese
- 56:40Ausschließlichkeit eines kolportierten Feindbildes, das
- 56:44in einer Wiederholungsschleife der Wiederholung umständlich
- 56:47auch einem um die Ohren geschlagen wird.
- 56:49Es wäre sozusagen auch ein beleidigt zu sein.
- 56:52Ich hoffe, dass sich das nicht so darstellt, ich glaube, es ist
- 56:55schon notwendig, dass dieses nach wie vor Imperium, und das
- 56:59ist Russland mit seinen 100, oblassenden, Republiken und so
- 57:02weiter. Dass sie sich dieser auch
- 57:06tschechowschen, wenn man zur Welt Tradition nicht entledigt.
- 57:10Aber die Reaktion ist natürlich auch nachvollziehbar, es gab sie
- 57:15schon einmal in Sofia nach der Migration, also dem Exodus, hat
- 57:20sich unter Trugezkoi und für und und und anderen, also florowski
- 57:25und und und anderen sozusagen ja die orasia Gruppe gebildet, ja,
- 57:30die auch von meinem Großvater unterstützt wurde und.
- 57:33Und die das Heil im Osten sah schon damals, die sagte
- 57:36sozusagen die die Übernahme dieser westlichen Zivilisation,
- 57:40dieser westlichen Luxusgüter, dieser westlichen Dekadenz, hat
- 57:44uns dazu geführt, dass wir keine Antwort auf ne roten Erwolle,
- 57:47auf die auf den Volksfrieden gefunden haben, und deswegen
- 57:50wurden wir bestraft durch die Revolution.
- 57:52Also es hat natürlich schon religiöse Züge, ja, das darf man
- 57:56also auch nicht unterschätzen, aber natürlich ist Russland.
- 58:03In seinem ganz großen Teil ein asiatisches Imperium.
- 58:09Und das war es ja immer in diesem Welt, Welten Teil und
- 58:13natürlich ist die Zukunft Russlands gesehen in einer,
- 58:16sagen wir, Situation von Sibirien bis hinzu Alaska, es
- 58:20wird ja, glaube ich, auch da werden ja auch Tunnels gebaut
- 58:23werden und auch und uderdisch, die also quasi mit die Welt
- 58:26verändern in ihrer Hinsicht auch das Geschäft der Welt verändern.
- 58:30Das ist wichtig, festzuhalten. Ja, das ist es, aber es ist auch
- 58:34ein europäisches Land, und das hat sozusagen die Einflüsse
- 58:37Europas bis zu Alexander dem Dritten auch immer wieder
- 58:40verwandelt. Man darf 2 Sachen nicht
- 58:43vergessen, die gesamte Avantgarde, von der wird dauernd
- 58:47sprechen, ist zum Teil eine russische, das erste abstrakte
- 58:52Aquael hat Kandinsky gemacht. Die der Suprematismus einer
- 58:58Immaterialität ist von Malewitsch gemacht worden.
- 59:01Maja Gold schafft das erste Avantgarde Theater, in der es
- 59:05keine Bühnenbilder mehr gibt, Majakowski wird sozusagen den
- 59:10Aktivismus als Poesie, als erster Hineindonnern nicht
- 59:15vortragen, das heißt, da ist die Performance ja schon drinnen und
- 59:19die unter daraus kommt ja schon das Happining und so weiter das
- 59:22ist alles da, die Immigration. Die erste Integration auch meine
- 59:28Vorfahren haben, obwohl nackt, dem Horror, dem Terror
- 59:33entronnen, die Kraft gehabt, Verlage zu gründen.
- 59:39Theater, Ballett, die Kirchen instand zu setzen, das sind die
- 59:42Neuankömmlinge nicht, die haben nicht das Tor im Kopf, sondern
- 59:46antirussische Klischees, die sie sozusagen bereitwillig
- 59:49übernehmen, um eine Art von Integration zu mimen und
- 59:52Integration. Materielle materielle
- 59:54Forderungen zu zu stellen, also das ist sozusagen hier schon
- 59:57eine Verschiebung von einem kulturellen Element und auch
- 1:00:01einer Hingabe an das kulturelle, der Bewahrung, dessen zudem der
- 1:00:05Verwaltung beziehungsweise Verausgabung.
- 1:00:09Ist die russische Kultur überlegen?
- 1:00:11Ist der Krieg in der Ukraine neben allen geostrategischen
- 1:00:15Überlegungen und allen ökonomischen Interessen, die
- 1:00:18eine Rolle spielen, auch ein Kulturkampf?
- 1:00:21In dem sich der russische Vormarsch auch als kultureller
- 1:00:25Sieg erweist. Also brutal gesagt, der Krieg
- 1:00:28war ja unausweichlich. Warum?
- 1:00:30So sehe ich es ja ganz unsauber, weil er ich glaube, dass sogar
- 1:00:36Geld sind, die eine Gewahrte gesagt hat.
- 1:00:37Wir haben also ganz vitale, wie jeder Staat an sich, wir haben
- 1:00:43vitale Sicherheitsinteressen, und die haben eine rote Linie,
- 1:00:45und wenn sie übertreten ist, dann wird es aua.
- 1:00:48Das hat er schon Jelzin gesagt, also in seiner, in seiner, in
- 1:00:51seiner wirklich zauberhaften, alkoholisierten Fröhlichkeit.
- 1:00:57Seit 20 Jahren wird sozusagen auf diesen Krieg hingearbeitet,
- 1:01:02ja, weil durch durch, durch rechtsextreme und und und und
- 1:01:07und reaktionär nationalistische Kreise meistens aus aus dem
- 1:01:10Westteil, dem Österreich ungarischen Teil sozusagen durch
- 1:01:13Ukraine, Galizien. Und es werden Manöver
- 1:01:17durchgeführt. Es werden.
- 1:01:20Mit Unterstützung ja. Natürlich ja.
- 1:01:22Und das CEA vor allem und so weiter das ist aber legitim,
- 1:01:25muss man sagen. Also das ist ja ein
- 1:01:26Konkurrenzkampf, ja, nur der Konkurrenzkampf bekommt eine
- 1:01:30Schrägseite, wenn es dann schon mit Biolabore und so weiter an
- 1:01:33der Grenze, wenn dann so dann wirklich zerstörte
- 1:01:36Raketenstruktur, dann bekommt er ein sagen wir eine ein ein.
- 1:01:43Ein ein Elementchen zu, das mich quasi ausgesprochen und
- 1:01:48unausgesprochen vernichten will. Und wenn etwas ist, was mich
- 1:01:52persönlich vernichten will oder als Gemeinschaft, dann werde ich
- 1:01:56mich wehren. Und wenn es so zugespitzt wird,
- 1:01:59dass es für mich keine Möglichkeit mehr gibt, in
- 1:02:02irgendeiner Form, wenn sozusagen jeder Kanal verengt wird, von
- 1:02:08den Balken von Polen und sonst was blockiert wird, wenn alles
- 1:02:11über. Immer auch ignoriert wird dann
- 1:02:15provozierend auch missachtet wird.
- 1:02:18Dann kommt hier auch ein Element hinzu, aus dem es keinen drinnen
- 1:02:22mehr gibt. Das heißt, dann wird es wie am
- 1:02:23Schulhof, dann fliegen irgendwann die Fäuste und dann
- 1:02:27ist es sehr schwer zu sagen, da gibt es ja immer auch dieses
- 1:02:29Feld, das hab ich an meinem eigenen Leib erlebt, dass ich
- 1:02:33also ständig, heute würde ich sagen, gemobbt wurde, damals hat
- 1:02:36sich ja keine kein Mensch dafür gekümmert oder einem geholfen.
- 1:02:40Und bis es dann zu dem Moment kam, wo ich irgendwann mal
- 1:02:42zurückgeschlagen hat, dann brüllten alle Schläger,
- 1:02:44Schläger, Schläger und so weiter dann war ich der Schuldige.
- 1:02:47So ist es für euch auch der Sieg der Russen in der Ukraine
- 1:02:52bedeutet für den Westen ein verlorener Krieg.
- 1:02:56Ein verlorener Krieg bringt auch innere Unruhen, läutet die
- 1:02:59Niederlage des Westens in der Ukraine, den kulturellen Zerfall
- 1:03:03Europas ein? Wir sind mitten in diesem
- 1:03:07Zerfall. Um ehrlich zu sein, und hier
- 1:03:08übertreibe ich gar nicht. Nein, ich glaube, was hier
- 1:03:12passiert, ist im Grunde entsetzlich.
- 1:03:14Erstens, Brudervölker meucheln sich, werden gegeneinander
- 1:03:20sozusagen getrieben, eine winzige, sagen wir,
- 1:03:29globalistische Gesellschaft verdient wie noch nie, laut John
- 1:03:34Hopkins University wurden über 110 Milliarden gestohlen,
- 1:03:37gestohlen. Sogenannte Staatenlenker im
- 1:03:42Westen kümmern sich nicht um ihre Staaten, um das Leben ihrer
- 1:03:46Menschen, Zukunft ihrer Kinder, sondern versenken endlose
- 1:03:51Summen. Unfassbare Dimension in einem
- 1:03:56Konflikt, der nicht zu gewinnen ist, während sie diesen armen
- 1:03:58Leuten einreden, also der ukrainischen Seite, in dem Fall,
- 1:04:02dass sie gewinnen hätte können und.
- 1:04:04Dreimal wurden Versuche einer Verständigung torpediert, und
- 1:04:07zwar vom Westen und nicht vom Osten, wie man immer gerne sagt.
- 1:04:12Alles, was, wenn man wirklich ehrlich ist.
- 1:04:15Ja, ich meine Frau Merkel hat lächelnd gesagt, dieser Minka
- 1:04:20Abkommen war doch von uns niedergedacht, als als dass wir
- 1:04:24jetzt da auf dem Papier, wir wollten nur Zeit gewinnen, um
- 1:04:26die besser auszurüsten, also wenn die das sagt und Hollande
- 1:04:29nickt lachend dazu. Wo ist denn hier
- 1:04:32Verschwörungstheorie? Bitte, das ist ein Fakt, wo ist
- 1:04:35eine Verschwörungstheorie, wenn eine rustophobe Witze
- 1:04:40Außenministerin sagt Fakt der EU Wir haben uns das für 5
- 1:04:44Milliarden gekauft, das war doch recht billig und günstig, wenn
- 1:04:48das alles quasi passiert in dieser Art von Nebulosität
- 1:04:53geradezu bei diesem Blutzoll, dann ist es monströs und
- 1:04:57bösartig. Dankeschön der Ukraine Krieg.
- 1:05:02Ist angesichts seines Blutzolles und der Propaganda des Westens
- 1:05:07monströs, sagt der Maler und Schriftsteller Haralampi
- 1:05:11Rushakov. Bleiben Sie dabei bei gegen den
- 1:05:14Strom, hier sehen Sie Positionen und Perspektiven, welche die
- 1:05:19Propaganda Medien verschweigen.