Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #23 Folge 8: Gedanken-Detox – Finde Deine Emotionale Freiheit im JETZT (CRA-Manifest)
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen hier bei uns.
- 0:04Ich freue mich wirklich riesig, dass du heute wieder dabei bist,
- 0:07dir Zeit für dich und deine Themen zu nehmen.
- 0:11Heute geht es um etwas, das tief in uns allen verankert ist und
- 0:14uns manchmal mehr beherrscht, als uns lieb ist.
- 0:17Unsere Gedanken, genauer gesagt, wie sie uns in eine Art Inneres
- 0:22Gefängnis sperren können und wie wir vielleicht einen Weg hinaus
- 0:25finden, hinzu mehr emotionaler Freiheit.
- 0:29Die Grundlage für unsere heutige gemeinsame Erkundung ist ein
- 0:33sehr persönlicher und kraftvoller Artikel von Neelix
- 0:37Berlin, geschrieben von Gabriel. Es ist der achte Teil seines
- 0:42CRAA Mindset, Manifests und der Titel sagt eigentlich schon
- 0:46alles befreie dich aus dem Gedankengefängnis dein Weg zur
- 0:50emotionalen Freiheit. Was wollen wir in den nächsten
- 0:53Minuten gemeinsam schaffen? Wir wollen verstehen, wie diese
- 0:56innere Welt unserer Gedanken, so wie Gabriel es beschreibt, auch
- 1:00mit Blick auf Ansätze aus dem Community Reinforcement
- 1:03Approach, kurz CRA, oft ungewollt zu leiden führt,
- 1:08gerade auch, wenn sucht eine Rolle spielt und das wichtigste,
- 1:11Wir wollen ganz konkrete Werkzeuge und Haltungen aus dem
- 1:14Artikel beleuchten, die dir helfen können, öfter mal aus dem
- 1:17Kopfkino auszusteigen, mehr im hier und jetzt zu landen und
- 1:21dadurch ein Stück. Mehr emotionale Freiheit zu
- 1:24gewinnen. OK, lass uns da mal tiefer
- 1:27eintauchen, aber bevor wir richtig loslegen, ist mir eines
- 1:30ganz wichtig zu betonen, Gabriel, der Kopf hinter Nielix
- 1:34Berlin und der Autor dieses Textes, schreibt nicht aus einer
- 1:37rein theoretischen Perspektive, ganz im Gegenteil, er ist selbst
- 1:40von sucht und psychischen Herausforderungen betroffen und
- 1:44teilt seine persönlichen Erfahrungen auf seiner Website
- 1:47unglaublich offen und ja, ehrlich.
- 1:50Das macht seine Worte so authentisch, so greifbar,
- 1:53solchen Dingen kämmst. Wenn du solche Gedanken kennst.
- 1:56Du bist damit nicht allein. Gabriel startet seinen Artikel
- 2:00mit einem Zitat von Maxim Mankevic, das erst mal
- 2:03nachdenklich stimmt. Willst du ein besseres Leben
- 2:06führen, so denke nicht mehr die gleichen Gedanken, die du
- 2:10bereits gedacht hast. Puh, das sitzt.
- 2:14Aber was steckt da genau dahinter?
- 2:16Warum fühlen wir uns oft so gefangen, jagen vielleicht
- 2:19ständig dem nächsten Kick hinterher oder spüren diese
- 2:22innere Leere, selbst wenn im außen eigentlich alles passt?
- 2:26Ja, der Artikel legt den Finger ziemlich klar auf die Wunde, die
- 2:30Wurzel. Vieles dieses Leidens, so
- 2:32argumentiert Gabriel, liegt in unseren eigenen Gedanken.
- 2:37Er verweist auf Schätzungen aus der Hirnforschung, die besagen,
- 2:40dass uns täglich etwa 60000 Gedanken durch den Kopf
- 2:43schießen. Und jetzt kommt der Hammer.
- 2:46Angeblich sind bis zu 90% davon Wiederholungen von gestern oder
- 2:50haben einen negativen Touch, das bedeutet ja am Umkehrschluss,
- 2:55wir verbringen erschreckend wenig Zeit im jetzt, dem
- 2:58einzigen Moment, der wirklich existiert, stattdessen
- 3:01verheddern wir uns ständig in dem, was Gabriel als fiktionale
- 3:05Gedanken bezeichnet. Das sind Gedankenschleifen über
- 3:08die Vergangenheit, Schuldgefühle, Reue.
- 3:11Dieses Endlose was wäre gewesen, wenn oder Sorgen und Ängste über
- 3:16die Zukunft? Was, wenn das oder jenes
- 3:18passiert, unser Verstand, unser Ego wird so zu einer Art
- 3:23Gefängnisdirektor, der uns ständig in diesen fiktiven
- 3:26Welten festhält, sucht ist dann aus dieser Perspektive die
- 3:29extremste Form dieses Gefängnisses, das Gehirn ist so
- 3:32auf den Konsum oder das Suchtverhältnis fixiert.
- 3:35Dass fast alle Gedanken nur noch darum kreisen, wie man das
- 3:38nächste High oder die nächste Erleichterung bekommt, um
- 3:41vermeintlich zu überleben. Ein Wort aus einer anderen
- 3:45Galaxie quasi. Und genau deshalb will er uns in
- 3:48diesem Artikel zeigen, wie eine andere Kraft, die er die
- 3:52Weisheit der Seele nennt, repräsentiert durch Dinge wie
- 3:55Dankbarkeit und Vergebung, zusammen mit ganz handfesten
- 3:59Werkzeugen aus dem CR wie Achtsamkeit und
- 4:01Aktivitätenplanung uns helfen können, diese Gitterstäbe im
- 4:06Kopf zu durchbrechen. Der Artikel streift auch kurz
- 4:09was dabei auf neurobiologischer Ebene, also in unserem Gehirn,
- 4:13ablaufen könnte. Wenn wir es schaffen, im jetzt
- 4:16präsent zu sein, also achtsam wahrzunehmen, was gerade ist,
- 4:20dann ist oft unser präfrontaler Cortex besonders aktiv.
- 4:24Das ist quasi die Chefetage vorne im Gehirn, zuständig für
- 4:27bewusstes Handeln, planen, entscheiden und auch dafür,
- 4:30unsere Emotionen zu regulieren. Gleichzeitig fahren andere
- 4:34Bereiche etwas herunter, zum Beispiel die Amygdala, die oft
- 4:38als unser Angst oder Alarmzentrum beschrieben wird,
- 4:40und auch das sogenannte Default Mode Network, das DMN.
- 4:45Dieses DMN ist ein Netzwerk im Gehirn, das immer dann
- 4:48anspringt, wenn wir quasi auf Autopilot laufen.
- 4:51Wenn unsere Gedanken abschweifen.
- 4:53Wir grübeln und Sorgen machen. Gabriel nennt das den Ego Modus,
- 4:58bei Suchterkrankungen sieht man oft, dass dieses DMN überaktiv
- 5:01ist, während der präfontane Cortex, also die bewusste
- 5:04Steuerung, eher geschwächt ist. Die CRA Techniken, die Gabriel
- 5:08vorstellt, zielen im Grunde darauf ab, dieses Muster zu
- 5:11durchbrechen. Raus aus dem Grüblerischen DMN
- 5:14Autopiloten, rein in die bewusste Präsenz, den
- 5:17präfrontalen Cortec stärken und so lernen, mehr im jetzt zu
- 5:20Hause zu sein, das ist. Wirklich spannend, diese
- 5:23Verbindung zwischen dem, was wir denken und fühlen, und dem, was
- 5:27biologisch in uns passiert. Gabriel geht dann noch einen
- 5:30Schritt weiter und stellt, inspiriert von Mankevic 2
- 5:34fundamentale Lebenshaltungen gegenüber das Leben aus dem Ego
- 5:39heraus. Versus das Leben aus der Liebe
- 5:41oder Seele. Was meint er damit?
- 5:44Genau das ist ein zentraler Punkt im Artikel.
- 5:47Das Fundament ego beschreibt er als eine Haltung, die auf einem
- 5:51tiefen Gefühl des Mangels basiert.
- 5:53Dieses ständige Gefühl von ich bin nicht genug, ich habe nicht
- 5:57genug, mir fehlt etwas aus diesem Mangel heraus sucht das
- 6:02Ego dann ständig im Außen nach Bestätigung, nach Füllung.
- 6:06Mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Anerkennung.
- 6:09Der nächste Rausch, die nächste Beziehung, irgendetwas, das
- 6:13diese innere Lehre stopfen soll. Es identifiziert sich ganz stark
- 6:17mit vergänglichen Dingen, mein Auto, mein Status, meine
- 6:20Leistung oder eben auch meine Sucht.
- 6:23Das Problem ist, weil dieser Mangel von innen kommt, wird das
- 6:28Ego nie wirklich satt. Und weil die äußeren Dinge
- 6:31vergänglich sind, führt dieser Weg unweigerlich zu leid, zur
- 6:35Enttäuschung, zu Angst vor Verlust.
- 6:38Das Ego lebt quasi immer in der Vergangenheit.
- 6:40Was hätte sein sollen oder in der Zukunft, was noch kommen
- 6:43muss, das Fundament, Liebe oder Seele, wie Gabriel es auch
- 6:48nennt, ist das genaue Gegenteil, es basiert auf einem Gefühl der
- 6:52Fülle, auf dem Wissen, ich bin bereits ganz und vollständig so
- 6:57wie ich bin. Von diesem Fundament aus kann
- 7:01man äußere Dinge oder Erfolge zwar genießen, man braucht sie
- 7:04aber nicht, um sich erfüllt zu fühlen.
- 7:07Der innere Frieden ist nicht abhängig von äußeren Umständen
- 7:11dieses Fundament ist tief im jetzt verankert, es nimmt wahr,
- 7:16was ist, ohne ständig etwas anderes zu wollen.
- 7:19Und die Sucht passt dann perfekt ins Bild des Egofundaments alles
- 7:24dreht sich um den Mangel, die Lehre.
- 7:28Die Gier nach dem nächsten um dieses Loch zu stopfen, das aber
- 7:32nie wirklich gestopft werden kann von außen.
- 7:36Exakt. Und der Weg zur emotionalen
- 7:38Freiheit, so argumentiert Gabriel, ist der bewusste, immer
- 7:42wieder neu zu vollziehende Wechsel des Fundaments weg vom
- 7:46Ego hin zur liebe Seele. Aber wie geht das praktisch?
- 7:51Der Schlüssel liegt darin, zu lernen, sich nicht mehr
- 7:53automatisch mit jedem Gedanken, den das Ego produziert, zu
- 7:57identifizieren, sich stattdessen immer wieder im jetzt zu
- 8:01verankern. Und dafür nennt der Artikel 2
- 8:03unglaublich mächtige Schlüssel. Erstens Dankbarkeit, und zwar
- 8:08nicht erst, wenn alles super läuft, sondern gerade dann, wenn
- 8:11es schwierig ist, bewusst den Fokus auf das richten, was jetzt
- 8:15da ist und wofür man dankbar sein kann, egal wie klein es
- 8:18scheint, das ist der direkte Gegenentwurf zum Mangeldenken
- 8:22des Egos und zweitens Vergebung. Damit meint Gabriel vor allem
- 8:27das Loslassen der Anhaftung an die Vergangenheit, das Befreien
- 8:30von Groll und Vorwürfen gegenüber anderen, aber auch
- 8:33sich selbst gegenüber. Er zitiert sinngemäß einen
- 8:36starken Satz, lerne eine Entschuldigung anzunehmen, die
- 8:39du niemals bekommen hast. Das bedeutet Frieden mit der
- 8:42Vergangenheit zu schließen, auch wenn sie nicht so war, wie sie
- 8:46hätte sein sollen. Das ist n starker Gedanke.
- 8:49Es geht also nicht darum, die äußeren Umstände sofort ändern
- 8:52zu können, sondern darum, in jedem Moment die innere Haltung
- 8:55zu wählen. Entscheide ich mich für das Ego,
- 8:58den Mangel, die Vergangenheit und Zukunft oder wähle ich die
- 9:01Liebe, die Fülle das jetzt? OK, Theorie ist gut und wichtig,
- 9:06aber wie macht man das konkret, wenn der Kopf brummt und voller
- 9:10Affen ist? Wie Gabriel diese negativen
- 9:12Gedanken, sorgen und auch das Suchtverlangen, das Craving
- 9:15nennt. Hier kommt der Community re
- 9:18enforcement Approach ins Spiel und Gabriel stellt 2 sehr
- 9:21konkrete Werkzeuge vor, um aus dem Gedankenkarussell
- 9:24auszusteigen und im jetzt anzukommen.
- 9:27Das erste Werkzeug ist Achtsamkeit und Earge Surfing.
- 9:31Hier ist es wichtig zu verstehen, Achtsamkeit bedeutet
- 9:33nicht, unangenehme Gefühle wegzudrücken oder krampfhaft
- 9:36positiv zu denken. Im Gegenteil, es geht darum,
- 9:40alles, was auftaucht, Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen,
- 9:43eben auch diese starke Craving bewusst wahrzunehmen, aber ohne
- 9:47sich sofort davon mitreißen zu lassen, ohne automatisch darauf
- 9:50zu reagieren. Gabriel verwendet die
- 9:52wunderschöne Analogie, Stell dir vor, deine Gedanken und Gefühle
- 9:56sind wie Wolken am Himmel, sie kommen und gehen, mal sind Sie
- 9:59hell, mal dunkel, mal ziehen Sie schnell, mal langsam aber.
- 10:02Aber du bist nicht die Wolken, du bist der Himmel, der weite,
- 10:05offene Raum, in dem die Wolken erscheinen.
- 10:07Du beobachtest Sie, ohne dich mit ihnen zu identifizieren.
- 10:11Urksurfing ist die Anwendung dieser Haltung auf starken
- 10:14Suchtdruck. Du spürst dieses intensive
- 10:16Verlangen im Körper, vielleicht als Druck in der Brust, als
- 10:19Unruhe im Bauch, als Zittern, statt dem Impuls nachzugeben.
- 10:23Bleibst du dabei, beobachtest es neugierig, fast wie ein
- 10:27Wissenschaftler, ah, da ist es wieder.
- 10:31Wie fühlt es sich genau an? Wo spüre ich es, wie verändert
- 10:35es sich von Moment zu Moment? Du reitest die Welle des
- 10:38Verlangens, atmest hinein, bis sie von selbst wieder abflacht,
- 10:43die befreiende Erkenntnis dahinter, du hast vielleicht
- 10:46craving, aber du bist nicht dein Craving.
- 10:50Das zweite Werkzeug ist angenehme Aktivitäten planen.
- 10:55Denn nur beobachten reicht oft nicht, besonders wenn das Gehirn
- 10:58jahrelang auf Belohnung durch Suchtmittel oder Verhalten
- 11:01trainiert wurde. Es braucht positive Alternativen
- 11:04hier setzt CR mit dem sogenannten Activity Scheduling
- 11:08an, du nimmst dir ganz bewusst vor, jeden Tag kleine, angenehme
- 11:12Aktivitäten einzuplanen, die du nüchtern erleben kannst.
- 11:16Dinge, die dir jetzt im gegenwärtigen Moment ein gutes
- 11:19Gefühl geben und wenn es nur für 5 oder 10 Minuten ist.
- 11:23Es kann alles Mögliche sein, dein Lieblingslied hören, einen
- 11:26kurzen Spaziergang machen und bewusst die Luft spüren, etwas
- 11:30leckeres kochen, einen Freund anrufen, ein entspanntes Bad
- 11:33nehmen, kreativ sein. Wichtig ist, es sind konkrete
- 11:38Handlungen im jetzt, sie durchbrechen die Grübelschleifen
- 11:41und versorgen dein Gehirn aktiv mit positiven, nüchternen
- 11:44Erfahrungen und ganz nebenbei schaffen sie Momente, für die du
- 11:48dann auch wieder leichter Dankbarkeit empfinden kannst.
- 11:50Verstehe. Diese beiden Werkzeuge, das
- 11:54bewusste Beobachten ohne zu reagieren, also Achtsamkeit und
- 11:58urg Surfing und das bewusste Handeln im jetzt durch angenehme
- 12:02Aktivitäten, sind also das praktische Rüstzeug, um die
- 12:06Mauern des Gedankengefängnisses Stück für Stück einzureißen.
- 12:10Gabriel wird dann ja auch sehr persönlich und teilt seine
- 12:12eigene Erfahrung, seine Beichte, wie er es nennt, das finde ich
- 12:16unglaublich mutig und. Ja, hilfreich.
- 12:19Er beschreibt seinen Verstand als einen unerbittlichen
- 12:22Folterknecht ohne Konsum, lief in seinem Kopf der Dauerfilm,
- 12:26was du alles falsch gemacht hast, du Versager mit Konsum
- 12:30kamen dann andere Filme wie kriege ich mehr Stoff, was muss
- 12:33ich dafür tun und die ständige Paranoia, was, wenn ich erwischt
- 12:36werde, ein Teufelskreis ohne sichtbaren Ausweg.
- 12:40Das jetzt gab es für ihn gar nicht nur diese qualvolle
- 12:43Zerrissenheit zwischen der Reue über gestern und der panischen
- 12:47Angst vor morgen. Als er dann zum ersten Mal von
- 12:49Achtsamkeit hörte, dachte er wohl, was für ein Esoterik
- 12:54Blödsinn kann ich irgendwie nachvollziehen, wenn man so tief
- 12:58drin steckt, aber er war so verzweifelt, dass er es
- 13:02irgendwann doch probierte. Am Anfang, so schreibt er, war
- 13:05es die Hölle. Der Affe in seinem Kopf schrie
- 13:08und tobte und wollte ihn sofort wieder in die alten Muster
- 13:11ziehen, aber langsam, Millimeter für Millimeter, lernte er diesen
- 13:16schreienden Affen nur zu beobachten, anstatt dieser Affe
- 13:19zu sein. Und allein dadurch öffnete sich
- 13:22ein winziger Spalt, ein erster Hauch von innerem Raum und
- 13:25Freiheit. Fast noch wichtiger war für ihn
- 13:29aber am Anfang die Aktivitätenplanung sein
- 13:31Therapeut gab ihm die schlichte Aufgabe.
- 13:34Plane jeden Tag eine einzige positive, nüchterne Sache und tu
- 13:38sie dann auch. Gabriels Ego, so erzählt er, hat
- 13:42sich kaputt gelacht, eine Sache Zähneputzen oder was das soll
- 13:46helfen und genau das war seine erste geplante Aktivität.
- 13:50Abends Zähneputzen klingt banal, oder?
- 13:53Aber als er es dann tat, nicht gedankenverloren nebenbei,
- 13:57sondern ganz bewusst im Badezimmer stehend die
- 14:01Zahnbürste in der Hand, das Wasser spürend sich danach im
- 14:05Spiegel Ansehend, da spürte er nach langer, langer Zeit zum
- 14:09ersten Mal wieder einen winzigen Funken Selbstachtung und
- 14:12Dankbarkeit, Dankbarkeit für diesen einen Moment bewusster
- 14:16selbstfürsorge, das war der Anfang vom Ausbruch.
- 14:20Das ist so ein starkes Beispiel dafür, wie klein man anfangen
- 14:24kann. Also noch mal die Essenz
- 14:26beobachte deine Gedanken, identifiziere dich nicht damit
- 14:29Achtsamkeit und dann handle bewusst im hier und jetzt, tu
- 14:33dir gutes Aktivitätensplanung das sind die Schlüssel und genau
- 14:38dafür liefert der Artikel auch eine ganz konkrete Übung für
- 14:41dich, quasi als Survivor Kit Woche 8 die Mission ankern im
- 14:47jetzt. Und es kombiniert genau die
- 14:49beiden Werkzeuge. Erstens der ein Minuten
- 14:53achtsamkeitsanker immer dann, wenn du merkst, du bist im
- 14:56Gedankenkarussell, im Grübeln oder wenn starkes Graving
- 15:00aufkommt, drück die Pause Taste für nur 60 Sekunden, schließ
- 15:06vielleicht kurz die Augen, wenn du magst, richte deine gesamte
- 15:10Aufmerksamkeit nur auf deinen Atem.
- 15:13Spür wie die Luft kühl durch die Nase einströmt, wie sich der
- 15:18Bauch hebt und wie die warme Luft wieder ausströmt.
- 15:22Gedanken werden kommen, das ist normal.
- 15:24Sieh Sie, als Wolken, nicke Ihnen kurz zu und lass sie
- 15:28weiterziehen, komm immer wieder sanft zurück zum Atem, nur atmen
- 15:3460 Sekunden lang pures jetzt zweitens.
- 15:38Deine Mini Freude Aktivität Planung nimm dir heute Abend
- 15:43kurz Zeit und plane ganz bewusst für morgen eine einzige kleine,
- 15:49angenehme nüchterne Aktivität. Etwas, das nur 5 bis 15 Minuten
- 15:54dauert, aber dich aus dem Kopf ins Tun bringt.
- 15:58Vielleicht bewusst eine Tasse Tee trinken und den Duft
- 16:00wahrnehmen, kurz rausgehen und 5 Dinge suchen, die Grün sind.
- 16:05Deine Lieblingsmusik aufdrehen und tanzen, jemandem eine nette
- 16:08Nachricht schreiben? Schreib diese eine Sache auf,
- 16:11mach es konkret. Drittens Führen und fühlen
- 16:15Umsetzung morgen führst du diese geplante Aktivität dann auch
- 16:19wirklich durch, Versuche dabei so präsent wie möglich zu sein,
- 16:23mit allen Sinnen und ganz wichtig, nimm dir danach einen
- 16:26kurzen Moment Zeit, um in dich hineinzuspüren wie fühlt sich
- 16:30dein Körper jetzt gerade an, nach dieser kleinen Aktivität?
- 16:34Gibt es vielleicht ein Gefühl von Ruhe, von Lebendigkeit, von
- 16:38ein bisschen besser? Versuche, ein Wort dafür zu
- 16:40finden und vielleicht sogar zu notieren.
- 16:43Ruhiger, leichter, präsenter OK, das Ziel dieser einfachen Übung
- 16:48ist es, dein Gehirn langsam aber sicher umzutrainieren, ihm immer
- 16:52wieder zu zeigen, hey, das jetzt muss kein Ort der Qual sein, es
- 16:56kann sicher sein, sogar angenehm, auch ohne Betäubung.
- 16:59Passend dazu gibt es im Artikel noch den Gedankenfilter Check.
- 17:03Das ist eine Art Selbstreflexion, um dir
- 17:06bewusster zu machen, durch welchen Filter du die Welt
- 17:08meistens wahrnimmst. Frag dich mal ehrlich, welcher
- 17:12Modus ist bei dir am häufigsten aktiv?
- 17:14Ist es der Filter, hm, fiktionaler Gedanke, Ego, dieses
- 17:19endlose Wiederkäuen der Vergangenheit, ach, hätte ich
- 17:22doch damals nur oder die Katastrophengedanken über die
- 17:25Zukunft, oh Gott, was wird wenn. Dieses ständige Bewerten,
- 17:29vergleichen, kritisieren, Sorgen machen, Dinge persönlich nehmen.
- 17:33Oder ist es der Filter Target? Funktionaler Gedanke Werkzeug
- 17:38wenn dein Denken zielgerichtet ist, ein Werkzeug um etwas zu
- 17:41erreichen, zum Beispiel wenn du eine Einkaufsliste schreibst,
- 17:45konzentriert an einer Aufgabe arbeitest ein konkretes Problem
- 17:49löst oder eben deine positive Aktivität für Morgen planst oder
- 17:53erlebst du auch Momente von Spresenz?
- 17:56Seele jetzt ändern zu wollen. Wenn du deinen Atem spürst, die
- 18:01Sonne auf der Haut, den Geschmack des Essens, wenn du
- 18:05einfach nur dankbar bist für diesen Moment.
- 18:08Gabriel schätzt im Artikel, dass die meisten Menschen,
- 18:11insbesondere wenn Suchtthemen präsent sind, locker 90% ihrer
- 18:15Zeit in diesen fiktionalen Ego Gedanken verbringen.
- 18:18Aber, und das ist entscheidend, das Ziel ist nicht, nie wieder
- 18:22negative Gedanken zu haben oder sich nie wieder Sorgen zu
- 18:25machen, das. Das wäre unmenschlich und
- 18:28unrealistisch. Das Ziel ist vielmehr, diese
- 18:31fiktionalen, leidvollen Gedanken als das zu erkennen, was sie
- 18:35sind, eben nur Gedanken, keine absoluten Wahrheiten, das
- 18:39trainiert die Achtsamkeit und dann ganz bewusst die Wahl zu
- 18:42treffen, den Fokus woanders hinzu lenken, entweder auf
- 18:45funktionale Gedanken, was kann ich jetzt konkret tun,
- 18:49Aktivitätenplanung oder direkt in die Präsenz, was ist jetzt
- 18:53gerade angenehm, Dankbarkeit, Atem spüren.
- 18:56Das Survivalkit ist genau das Training für diesen Muskel der
- 18:59bewussten Aufmerksamkeitssteuerung.
- 19:01Das macht Sinn. Es geht also nicht darum, die
- 19:04Gedanken zu bekämpfen, sondern zu lernen, nicht auf jeden Zug
- 19:09aufzuspringen, der vorbeifährt. Und jetzt kommen wir zu den FAQS
- 19:13aus dem Artikel, das sind fragen, die Gabriel
- 19:15wahrscheinlich oft hört und die dir vielleicht auch schon im
- 19:18Kopf herumschwirren. Lass uns die mal durchgehen, als
- 19:21würdest du sie uns gerade stellen, erste Frage.
- 19:24Im Artikel steht die Formel Glück gleich Ergebnis.
- 19:28Erwartung heißt das jetzt, ich soll gar keine Erwartungen mehr
- 19:32haben, keine Ziele. Verfolgen, das ist eine
- 19:34superwichtige Frage, weil sie leicht missverstanden werden
- 19:37kann. Nein, es geht absolut nicht
- 19:40darum, keine Ziele mehr zu haben oder apathisch zu werden, Ziele
- 19:44sind wichtig, sie geben Richtung auch im CAA Ansatz geht es ja
- 19:47viel um Zielsetzung, der Kern der Aussage ist ein anderer.
- 19:51Es geht darum, dein grundlegendes inneres
- 19:54Wohlbefinden, deinen Inneren Frieden nicht ausschließlich
- 19:57davon abhängig zu machen, ob du ein bestimmtes äußeres Ergebnis
- 20:01erreichst oder nicht. Freu dich über Erfolge, klar,
- 20:04aber finde dein Glück nicht nur im Erreichen des Ziels, sondern
- 20:08auch im Prozess, im Tun, im hier und jetzt, unabhängig davon, ob
- 20:12am Ende alles genauso klappt, wie du es dir vorgestellt hast.
- 20:15Es geht darum, die verbissene Anhaftung an ein ganz bestimmtes
- 20:19Ergebnis loszulassen und flexibler zu werden.
- 20:22Genieße den Weg, nicht nur das Ziel.
- 20:24OK, das leuchtet ein nächste Frage, die bestimmt viele kennen
- 20:30wie zur Hölle soll ich dankbar sein, wenn mein Leben gerade
- 20:34objektiv betrachtet einfach nur beschissen ist?
- 20:37Wenn ich krank bin, Schulden habe, einsam bin.
- 20:40Ja, das ist wahrscheinlich die härteste Nuss.
- 20:42Und genau hier zeigt sich, dass Dankbarkeit, so wie Gabriel sie
- 20:45meint. Keine Belohnung für gute Zeiten
- 20:47ist, sondern eine bewusste Entscheidung, eine Fähigkeit,
- 20:50die man trainieren kann und muss.
- 20:52Gerade dann, wenn alles dunkel erscheint.
- 20:54Es geht nicht darum, das Leid zu ignorieren oder schönzureden, es
- 20:58geht darum, inmitten des schwierigen den Fokus bewusst
- 21:00auf eine einzige Sache zu lenken, die jetzt gerade nicht
- 21:04absolut furchtbar ist. Und sei sie noch so klein,
- 21:07vielleicht die Tatsache, dass du atmest, dass du ein Dach über
- 21:10dem Kopf hast, egal, wie es darunter aussieht, dass gerade
- 21:14die Sonne scheint, auch wenn du sie nicht fühlen kannst, dass du
- 21:16die Kraft hast, dir diese Frage zu stellen und nach Antworten zu
- 21:19suchen, fang da an, such das eine kleine Detail.
- 21:23Gabriel sagt, Dankbarkeit ist wie ein Muskel, wenn du ihn nie
- 21:27trainierst, bleibt er schwach. Wenn du ihn aber gerade dann
- 21:30trainierst, wenn es schwer fällt, wird er stärker.
- 21:33Und du wirst mit der Zeit leichter und mehr Dinge finden,
- 21:36für die Du dankbar sein kannst. Selbst in schwierigen Phasen.
- 21:39Puh, das gefordert Übung Frage 3 anderen vergeben okay das kann
- 21:45ich mir vielleicht noch vorstellen, aber wie schaffe ich
- 21:48es mir selbst zu vergeben für all den Mist, den ich gebaut
- 21:52habe, für die Chancen, die ich vertan habe, vielleicht auch für
- 21:56die Sucht selbst? Was ist die Königsdisziplin?
- 21:58Absolut und. Es ist ein Prozess, kein
- 22:02Lichtschalter. Der Artikel deutet an, dass es
- 22:05mit radikaler Akzeptanz dessen beginnt.
- 22:08Was war dieses Okay es ist passiert, ich kann es nicht
- 22:13ungeschehen machen, dann kommt der Schritt des Verstehens, und
- 22:17das ist wichtig. Verstehen heißt nicht
- 22:20entschuldigen oder gutheißen, sondern ehrlich hinschauen.
- 22:24Warum habe ich damals so gehandelt?
- 22:26Was waren meine Motive, meine Ängste, mein Wissensstand, meine
- 22:30Not, die Funktionsanalyse aus CAA kann hier helfen, was waren
- 22:35die Auslöser, was war die kurzfristige Belohnung des
- 22:38Verhaltens, auch wenn es langfristig schädlich war?
- 22:42Wenn du das verstehst, kannst du vielleicht anerkennen, dass du
- 22:45damals aus deiner damaligen Perspektive und mit deinen
- 22:48damaligen Möglichkeiten vielleicht wirklich dein Bestes
- 22:51versucht hast. Auch wenn dieses Beste aus
- 22:54heutiger Sicht katastrophal war und dann auf dieser Basis kannst
- 22:59du die bewusste Entscheidung treffen.
- 23:00Ich lasse die Selbstverurteilung los, ich höre auf, mich für die
- 23:05Vergangenheit zu geißeln und das muss man wahrscheinlich immer
- 23:09wieder tun, jeden Tag neu. Es ist ein Weg der
- 23:12Selbstmitgefühlsentwicklung. Das klingt nach einem langen,
- 23:16aber wichtigen Weg. Frage 4 dieses Achtsamkeitsding
- 23:21und Watch Surfing Das funktioniert bei mir einfach
- 23:24nicht mindcraving ist so übermächtig, ich kann das nicht
- 23:27einfach nur beobachten. Total verständlich.
- 23:30Das hören Therapeuten wahrscheinlich ständig am Anfang
- 23:32und hier ist das Missverständnis oft.
- 23:35Das Ziel von Achtsamkeit und Orksurfing ist nicht, dass das
- 23:38Craving sofort weggeht oder dass es sich gut anfühlt.
- 23:42Das wäre schön, ist aber unrealistisch, besonders am
- 23:44Anfang. Das eigentliche Ziel ist es,
- 23:47dabei zu bleiben, auch wenn es sich scheiße anfühlt, den Impuls
- 23:51zu spüren und ihm nicht nachzugeben.
- 23:54Jede einzelne Sekunde, die du es schaffst, die Welle zu reiten,
- 23:57ohne vom Surfbrett, also dem nüchternen Weg, zu fallen,
- 24:01schwächt die Macht des Cravings über dich ganz langsam aber
- 24:04sicher. Es ist wie beim Muskeltraining,
- 24:07am Anfang tut es weh und du schaffst nur wenig, aber du
- 24:10baust Kraft auf und ganz wichtig, es ist ein Werkzeug von
- 24:14vielen. Kombiniere es, wenn das
- 24:16beobachten allein nicht reicht. Ruf jemanden an Skill aus CAA,
- 24:20lenk dich aktiv ab, aktivitätenplanung mach die ein
- 24:23Minuten atemübung, es geht um Fortschritt, nicht um sofortige
- 24:27Perfektion. Sei geduldig mit dir.
- 24:29Okay also nicht erwarten, dass es sofort leicht ist, sondern
- 24:33dranbleiben und kombinieren. Letzte Frage dieses ganze Gerede
- 24:37vom Leben im Jetzt ist das nicht total weltfremd und naiv, ich
- 24:42muss doch für die Zukunft planen, ich kann doch nicht
- 24:44einfach nur in. Im Moment leben.
- 24:46Absolut richtig. Und das ist auch gar nicht
- 24:48gemeint. Gabriel betont Ja selbst die
- 24:51Wichtigkeit von Funktionalem Denken und planen.
- 24:54Der entscheidende Unterschied, den der Artikel herausarbeitet,
- 24:57ist der zwischen Funktionalem planen, das Denken als
- 25:01nützliches Werkzeug nutzen, was sind meine Ziele, welche
- 25:05Schritte sind nötig, was kaufe ich ein.
- 25:07Und diesem fiktionalen Grübeln das endlose Sorgenkarussell über
- 25:12ungelegte Eier oder das Hadern mit Dingen, die nicht mehr zu
- 25:15ändern sind, das ist das Gedankengefängnis.
- 25:18Natürlich sollst und musst du planen, setz dir ziele, mach dir
- 25:22to do listen, aber wenn du dann handelst, wenn du deine Pläne
- 25:26umsetzt, dann sei im jetzt, wenn du kochst, Koch, wenn du
- 25:31arbeitest, arbeite. Wenn du mit einem Freund
- 25:34sprichst, hör zu, sei präsent bei dem, was du tust, anstatt
- 25:38währenddessen schon wieder mit den Gedanken in der
- 25:40Vergangenheit oder Zukunft zu hängen und das eigentliche Leben
- 25:43zu verpassen. Das klärt es gut auf.
- 25:46Es geht um die Qualität der Aufmerksamkeit im jeweiligen
- 25:49Moment. Gabriel empfiehlt im Artikel
- 25:52übrigens auch noch ein Buch, das thematisch super passt.
- 25:56The work von Byron Katie. Er nennt es ein ultimatives
- 26:00Werkzeug zur Befreiung aus dem Gedankengefängnis.
- 26:04Das ist eine Methode mit 4 einfachen Fragen, mit denen man
- 26:07schmerzhafte, stressige Gedanken, also diese fiktionalen
- 26:11Ego Gedanken identifizieren und knallhart hinterfragen kann.
- 26:16Die Kernfrage ist oft, ist das wirklich wahr, kann ich absolut
- 26:21sicher wissen, dass das wahr ist, das.
- 26:23Das scheint eine tolle Ergänzung zur Achtsamkeit zu sein, um die
- 26:26Glaubenssätze hinter den Gedanken aufzulösen.
- 26:30Zum Schluss fasst Gabriel seine Reise noch mal sehr eindringlich
- 26:33zusammen, er sagt, sein Kopf war früher die Hölle auf Erden, ein
- 26:38nonstop Horrorfilm, entweder aus Reue und Selbstanklage hätte ich
- 26:42doch nur, wenn ich doch nur nicht oder aus panischer
- 26:46Zukunftsangst was, wenn das passiert, Suchtmitteln betäubt
- 26:49werden musste. Emotionale Freiheit, das Klang
- 26:53für ihn wie ein schlechter Witz, ein Märchen für andere.
- 26:56Und er betont eben, dass die Wende nicht durch eine
- 27:00plötzliche Erleuchtung kam, sondern durch hartnäckiges,
- 27:03mühsames, tägliches Training. Genau mit den Methoden, die er
- 27:07im Artikel beschreibt. Erstens die Gedanken immer
- 27:11wieder beobachten und lernen zu erkennen, das ist mein
- 27:15Suchthirn, das da spricht, das sind alte Muster.
- 27:19Diese Horrorszenarien sind fiktional.
- 27:22Sie sind nicht die Realität. Ich muss Ihnen nicht glauben,
- 27:26zweitens sich bewusst im jetzt verankern, durch handeln, sich
- 27:31zu winzigen positiven Dingen zwingen, auch wenn alles dagegen
- 27:35spricht, das bewusste Zähneputzen, das Bett machen, 5
- 27:39Minuten frische Luft schnappen, als Anker gegen den inneren
- 27:42Sturm, drittens aktiv nach Dankbarkeit suchen.
- 27:47Nach diesen kleinen Handlungen bewusst innehalten und nach dem
- 27:51Gefühl forschen, OK, das fühlt sich jetzt vielleicht nur 0
- 27:54Komma ein Prozent besser an als auf der Couch, aber es ist
- 27:58besser, das war der Beginn von Dankbarkeit für ihn, viertens
- 28:02immer wieder Vergebung üben, vor allem sich selbst gegenüber, die
- 28:06alten Geschichten loslassen, um überhaupt Raum für das jetzt zu
- 28:09schaffen. Die Kernbotschaft, die bei mir
- 28:12hängen bleibt, ist diese. Deine emotionale Freiheit ist
- 28:15nicht irgendwo in der fernen Zukunft, wenn endlich alle
- 28:18Probleme gelöst sind. Sie ist nicht abhängig davon, ob
- 28:21du clean wirst oder den perfekten Job findest.
- 28:24Sie ist jetzt verfügbar, genau hier, in diesem Atemzug, sie
- 28:29liegt in der Entscheidung, deinen quälenden Gedanken nicht
- 28:31mehr blind zu folgen, in der Entscheidung, bewusst den Fokus
- 28:34auf das Gute zu lenken, das auch jetzt da ist, in der
- 28:38Entscheidung, loszulassen, was war.
- 28:40Genau. Und um es mit Gabriels Analogie
- 28:43abzuschließen, du bist nicht deine Gedanken, du bist nicht
- 28:47die Wolken, egal wie dunkel oder stürmisch sie manchmal sind, du
- 28:51bist der weite, offene Himmel, der Raum, in dem alles
- 28:54auftauchen und wieder verschwinden darf, lass die
- 28:57Wolken ziehen, dein Frieden, deine Freiheit, die sind nicht
- 29:01da draußen, die sind hier. Jetzt.
- 29:04Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Arbeit von Nilix
- 29:07Berlin wertvoll findest, würde sich Gabriel riesig über deine
- 29:11Unterstützung freuen. Du kannst Gabriel helfen, indem
- 29:14du diesen Beitrag auf Social Media teilst oder diese
- 29:17Erkundung auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts
- 29:21bewertest und Likest das Projekt Nilix Berlin wird komplett
- 29:25allein von Gabriel finanziert und erstellt.
- 29:28Jede Form der Unterstützung hilft Gabriel mit diesem
- 29:31Projekt, sich selbst und gleichzeitig anderen Betroffenen
- 29:34zu helfen. Gabriels persönliches Motto, das
- 29:37ihn antreibt, lautet, aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 29:40Gutes zu machen. Vielleicht nimmst du diesen
- 29:43Gedanken noch mit auf deinen Weg.
- 29:45Was, wenn das eigentliche Gefängnis gar nicht die Gedanken
- 29:48selbst sind, die kommen und gehen ja sowieso, sondern unser
- 29:52Ungefragter automatischer Glaube daran, dass sie die absolute
- 29:57unumstößliche Wahrheit darstellen.
- 29:59Was würde passieren, wenn du anfängst, sie öfter mal nur zu
- 30:02beobachten, wie faszinierende Wetterphänomene am Himmel ohne
- 30:06dich sofort von ihnen definieren zu lassen oder auf sie reagieren
- 30:10zu müssen, einfach nur beobachten?
- 30:13Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und zugehört hast.
- 30:15Pass gut auf dich auf und bis zum nächsten Mal.