Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #42 Ein Multitalent mit Herz und Grips - Marco André da Silva
Transcript
- 0:00Also, herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von «Du entscheidest» mit Kevin und mir. Unser heutiger Gast ist ein richtiges Multitalent. Seine Karriere hat damals angefangen als internationaler Tänzer, unter anderem auch für den DJ Bobo. Und ist dann leider überschattet worden von einem lebensverändernden Unfall, was ihn dann, glaube ich zumindest, stärker, motivierter und kreativer gemacht hat. Und heute ist er bekannt als Choreograf, Model, Actor...
- 0:28und Content Creator mit einer soliden Base von 1.5 Millionen Followern. Unser gehyptestes Gast bis jetzt. Absolut. Und wir wollen natürlich wissen, was sein Erfolgsgeheimnis ist, wie er zu dem geworden ist, was er heute ist. Und darum einen fetten Applaus und ein herzliches Willkommen für Marco Andre da Silva. Wooo!
- 0:52Welcome, welcome. Danke euch vielmals. Schön, da zu sein. Danke für die Einladung. Schön, dass ihr das gefunden habt. Mega, das Unglück habt ihr auch mit mir geschrieben. Ich habe immer ein bisschen durch, bevor ich am Blog stand. Schön hat es geklappt, Marco. Marco, zu der ersten und wichtigsten Frage, die wir mit dem Podcast starten, ist die wichtigste Frage, wie geht es dir?
- 1:11Mir geht es gut. Ich kann mich nicht beklagen, es ist immer wieder eine Veränderung da. Spannend als Selbstständiger, immer wieder Challenges. Silberstar. Das lieben wir. Das ist das Wichtige. Ja, mega. Auch sehr gut, danke. Viel los, viele spannende Projekte am Laufen sind. Aber es ist, wie du gesagt hast, mega spannend, die Selbstständigkeit. Unternehmertum, was da alles passiert. Von daher ja.
- 1:40Euphorie und Wahnsinn. Wir bewegen uns für alles. So war es auch. Ich bin ein wenig spoilen gegangen. Ich habe ganz tolle Sachen über dich gelesen. Kurz vorweg, ich habe dich vor einem Jahr im Lifestyle gesehen, auf der Le Züri bei Patti Boser. Dort fand ich schon, was für ein mega interessanter Mensch, auch vom Mindset her.
- 2:04Auch das Vertrauen, das du hattest, diesen Weg zu gehen. Und solche Leute beeindrucken mich natürlich sehr, die voll im Vertrauen sind und dem Herz folgen und nicht dem Verstand. Und dann hatten wir einen anderen Gast, der dich dann empfohlen hat. Und funny story, ich habe dich dann zweimal an einem Tag
- 2:22Ich habe es gesehen und habe gedacht, das ist das Zeichen, um ihn hier einladen zu können. Danke nochmal, dass du da bist. Sehr gerne, ich freue mich sehr. Was mich so wundernimmt, du hast ja als Tänzer angefangen. Genau. Wie ist es zu deiner Tanzkarriere gekommen?
- 2:40Spannend. Als Jugendlicher wurde man schnell zu der Entscheidung gedrängt, was man machen will. Was ist meine Zukunft? Dort war ich extrem verstreut. Ich merkte, dass das etwas ist, das man den Rest des Lebens macht. Wenigstens jetzt ein paar Jahre. Ich habe gemerkt, ich habe das Gymnasium angefangen, das war nicht mein Ding. Ich habe Coiffeur angefangen, das war nicht mein Ding. Ich habe Informatiker angefangen, das war nicht mein Ding.
- 3:05Ich habe wirklich nach etwas gesucht, das mir Freude macht. Dass ich am Morgen aufstehe und sage, ich will etwas machen, ich will besser werden in dem Field, in dem ich bin. Mega Klischee. Ich habe früher gerne «Bodyguard» gesehen, das ist ein alter Film, wo es auch so etwas mit dem Tanzen, dem Musical und dann «Step Up» kam. Ich wusste nie, dass das Tanzen auch ein Beruf sein könnte. Das war für mich wirklich so fremd.
- 3:32Ich habe aber gemerkt, dass ich extrem gerne mit meinem Körper arbeite, mich mit ihm ausdrücke. Ich bin selber ein emotionaler Mensch und hatte das Gefühl, dass ich ausdrücken kann, was ich will. Meine Mutter suchte auch immer den Sport für mich und schickte mich ins Fussball. Ich sollte mich auch nicht schicken. Das war nichts richtig. Ich war nicht der typische Junge, der gerne Fussball spielt. Dann habe ich angefangen, Tanzstunden zu nehmen.
- 3:57In der Coiffeurausbildung habe ich gemerkt, dass ich jeden Morgen aufstehe und trainieren will. Ich freue mich, wenn ich tanzen kann. Es ist anstrengend, man hat Verletzungen, aber es hat mich nie aufgehalten. Diese Haltung wollte ich zu dem haben, was ich für mein Leben machen will. Dann habe ich mich entschieden, Tänzer zu werden. Ich habe angefangen in der Zürcher Tanz- und Theaterschule Ausbildung zu machen.
- 4:22Also wirklich eine Ausbildung, eine Lehre? Genau. Musst du qualifiziert werden für das? Vortanzen? Genau, man macht das Vortanzen. Und man macht das Vortanzen im Ballett, Jazz und Modern. Ich komme eigentlich völlig vom Hip-Hop. Und was hat dir am besten gefallen, abgesehen vom Hip-Hop? Eigentlich Ballett. Wegen? Weil das Ballett ist etwas vom strengsten, was ich jemals gemacht habe. Und es ist auch die Körperkontrolle, die du haben musst, um...
- 4:49deine Körperteile trennt voneinander zu bewegen. Zum Beispiel muss man die Beine extrem lupfen, aber der Oberkörper muss so entspannt bleiben. Mir kommt gerade ein Bild in den Sinn, das ich von dir gesehen habe. Wie? Ich glaube, du hast ein Handstand... Das habe ich so... Ja, ich habe es so... Was? Was für ein Bild? Ein Bild... Ich glaube, du hattest schon ein Hemd angehoben, bist offen gewesen, machst einen Handstand auf einem, von einer Hand, und die Beine so völlig spess. Oh, ich weiss, ja, ja. Das macht... Wie? Das ist aber auch wie ein Breakdance... Ah!
- 5:18Der moderne Tanz ist recht am Boden. Es ist alles recht grounded. Man hebt seine Beine, geht wieder am Boden. Das war eine Mischung zwischen der Beinhaltung des Balletts und dem Breakdancen des Oberkörpers. Es ist alles ein bisschen vermischt. Fusion Kitchen. Wie alt warst du, als du forttanzen durftest? 17 Jahre. Ich habe als Tänzer recht spät angefangen. Ja, weil du schon von Klia gedrillt hast.
- 5:45Genau, aber für mich war es immer schon die Zeit, kommerziell zu arbeiten. Mehr für Fernseher, für Artisten. Und das hast du dort schon gewusst? Mega, halt von diesen Videos. Ich wusste, was mein Stil ist. Aber das Palett war für mich etwas Neues. Ich habe ein Suspensorium angezogen, da muss ich halt so meine Hand anziehen, wo alles so etwas hält. Dann bin ich in diese Rolle gekommen und habe gemerkt, dass es verschiedene Facetten an mir sind. Das Palett ist ein Charakter, dann ist es R'n'B, Hip-Hop, dann ist es modern.
- 6:13Ich wusste aber, dass ich mehr kommerziell arbeite. Ich wollte nie Balletttänzer werden, aber es gehört dazu. Man kann sich vorstellen, wie all diese verschiedenen Tanzarten Buchstaben sind, die man lernt. Man lernt reden durch die verschiedenen Sachen, die man lernt.
- 6:28Und dann habe ich angefangen, für das Fernsehen zu arbeiten, für verschiedene Artisten. Ich habe gemerkt, nach 8 Stunden Tanz am Tag bin ich noch einmal in einem Callcenter gearbeitet, 4 Stunden, um mir selbst zu finanzieren. Und dann aber nach Hause bis morgen um 14 Uhr trainieren gehen. Diese Nachbarschaft hat mich gekannt, weil ich einmal am Abend mit den Kopfhörern raus war und einfach auf der Strasse rumgetanzt habe.
- 6:54Der verrückte Junge, der tanzt. Der komische, der zappelt herum. Was macht der? Wo bist du aufgewachsen? Ein Teil in Zürich und dann in Meilen. Ah schön. Die Zeit war auch, als meine Mutter einen schweren Autounfall hatte, als ich 16 geworden bin. Sie war ein bisschen ein Bettbunde. Sie hatte schweres Schleudertrauma, Hirnschaden, Nervenschaden.
- 7:16Das Tanzen konnte meine Emotionen in das alles hineinstecken und mich dann auch ein wenig retten. Das war etwas, wo ich wirklich rausgehen konnte, ich konnte weinen und tanzen, ich konnte hässlich sein. Das habe ich mein Leben lang bis 17 gesucht, wo ich weiss,
- 7:34Im Ausdruck. Du hast ja vorhin gesagt, dass du ein sehr emotionaler Mensch bist. Aber hast du entdeckt, dass du durch das Tanzen deine Emotionen zum Ausdruck bringen kannst? Oder dass sie auch erst dann vorkommen, wo es ohne Tanzen nicht geht?
- 7:48Meine Emotionen waren immer da. Ich bin immer recht outgoing, was meine Emotionen angeht. Ich war nie jemand, der sich für seine Emotionen schämen wollte. Als Junge dachte ich mir schon, was macht ein Mann? Ein Mann sollte nicht so... Du lachst, bist naiv, bist zu ernst, bist das... Ich dachte immer, wenn etwas traurig ist, dann brühe ich. Einmal brühe ich vor Freude, einmal weil etwas traurig ist. Das Tanzen hat mir aber geholfen, weil...
- 8:12Es war nicht einfach als Tänzer etwas zu machen, vor allem mit den Leuten umzugehen. Man hört oft, ich mache etwas Richtiges, ich will nicht etwas Akademisches machen. Man wird extrem gedrillt. Früher war es noch unkonventioneller, als Tänzer etwas zu machen, als ich begann.
- 8:30Und ich glaube, diese Frust und diese Wut, diese Trauer mit meinem Mann, das konnte ich gut verarbeiten im Tanzen. Es war wie beidseitig. Ich konnte mich von Anfang an ausdrücken, aber wohin mit diesen ganzen Emotionen? Es gibt dann Leute, die zu Alkohol greifen, zu dem greifen. Ich bin dann auch derjenige, der auf der Strasse rumgeprillt hat und getanzt hat. Und das hat mir dann so mega geholfen. Das Tanzen war schon das Main-Ding in meinem Leben. Der Ursprung von allem.
- 9:00Wie viele Male hast du trainiert? Bist du schon in einer Tanzschule? Wie viele Male musstest du trainieren? Jeden Tag. Jeden Tag hatten wir 6 Stunden. Wir hatten 3 verschiedene Klassen. Meistens trainierte ich am Nachmittag.
- 9:22Und in der Schule hattet ihr auch ein Fach? Wir hatten Tanzgeschichte, Anatomie... Ah, ok, spannend. Und dann der Feldenkreis, das ist eine Mischung zwischen Theorie und Körpergespür. Wie heisst das? Feldenkreis? Ja, das geht um Menschen, die am Boden liegen und versuchen, ihre Körperteile zu spüren.
- 9:43Beim Tanzen sieht man gerade die Hände, aber man spürt, dass viele Leute Mühe haben, Diagonale zu machen. Weil sie es nicht spüren. Im Feldenkreis lernst du einfach mal deine einzelnen Körperteile zu spüren, zu wissen und zu kontrollieren. Das geht alles aufs Bewusstsein. Ist das etwas, das du immer wieder lernen musst, das du immer wieder machst für dich als Übung? Oder ist das jetzt gelernt, wie Velofahren? Jetzt hast du es da drin.
- 10:09Ich hatte vor 5 Jahren eine Tanzpause und habe jetzt wieder angefangen Vollgas zu geben. Wenn du dranbleibst, ist es wie Velofahren. Du machst es am Anfang, damit du das Gefühl bekommst und dann ist es präsent. Es ist im Unterbewusstsein gespeichert. Genau, Muscle Memory, dann ist es da. Aber wenn du dann wieder ein paar Päuschen machst, dann musst du wieder reinkommen. Dann verlierst du die Kontrolle. Es ist eher wie Surfen zum Beispiel. Surfen musst du immer dranbleiben, wenn du lange Zeit nichts mehr machst.
- 10:38So spannend. Wie lange ging deine Ausbildung? Drei Jahre. Du warst drei Jahre in der Schule und du hast schon gewusst, dass du in Produktionen, Fernsehs, Shows dabei sein wirst. Du bist mit dieser Absicht, mit diesem grossen Denken schon reingegangen. Ich habe grosse Träume. Ich habe immer grosse Träume.
- 11:03Wie soll ich sagen? Man kann alles machen. Wir sind die Leader von unserem Schiff. Wir begrenzen uns selber mit unseren Gedanken. Und nur weil die links und rechts und auch zu Teil meine Eltern gesehen haben, hey, das ist nicht möglich. Es gibt Leute, die es machen. Das ist möglich. Ich meine, hätte jetzt ein News-Symbol gesagt, ja, schau, der Weltrekord ist so. Ich glaube, ich kann dir nicht brechen. Das ist nicht möglich.
- 11:23Es passiert keine Innovation oder Kreation, wenn du nicht aus deinen Kreisen brichst. Für mich war es so, dass ich gewusst habe, dass ich alles gebe. Es gibt viele Leute, die sagen, dass sie alles geben wollen. Wenn man in den Ausgang geht, will man schon Party und
- 11:44Ich habe gewusst, dass ich es nur gut kann. Das ist auch etwas, das ich meinen engsten Leuten mitgeben will. Es ist kein Ziel, es ist zu weit. Man muss aufpassen, wie man es erzählt. Unsere Umkreise haben eine grosse Einwirkung auf das Selbstvertrauen, auf das Glauben an unseren Weg.
- 12:08Ich wusste, dass ich arbeiten würde. Kein Plan, aber ich wollte einfach aufs Fernsehen. Ich wollte mit dem Geld verdienen. Der Traum war per se einfach das Leben. Wenn du morgen aufstehen kannst und von dem leben. Woher kommt das Mindset als 16-Jähriger? Also... Hast du schon so Eltern gehabt? Oder hast du gesagt, sie waren auch etwas limitiert? Oder woher ist das? Ich weiss nicht. Hast du dich schnell wieder zurückerinnert, an was du eigentlich wirklich bist?
- 12:36Mega, ich bin einfach dem Gefühl nachgegangen, dass es nicht sein kann. Also eben wie Coiffeur, es kann nicht sein, dass ich morgen aufstehe, hier Angst habe und dann hin und ab arbeite und um fünf Uhr ist fertig und dann ist Woche. Ich habe wie so das Gefühl, ich kann nicht für das auf dieser Welt sein. Es kann nicht sein, es steckt so viel in mir.
- 12:54Ich habe mich gesträubt, das zu machen, wie die anderen das machen. Ich habe mich gesträubt, zu glauben, dass ich einfach etwas machen kann. Nein, das ist so kurz. Ich habe mit meinem Umfang gesehen, dass ich eher versuchen würde, als es überhaupt zu tun habe.
- 13:12In der Ausbildung kamen die Chips sehr schnell, weil es in der Schweiz nicht viele Männer gab, die das machen. Vor allem nicht viele Männer, die den Chip machen wollen und dann auch mal Ballett machen. Es war für viele Leute wichtig, dass man die Grundausbildung hat. Und dann habe ich in der Ausbildung eigentlich schon angefangen zu arbeiten. Krass, hast du schon Anfragen? War das dein erster Paid-Job? Für das SRF war es eigentlich ein Fernsehshow, «Wir waren Helden».
- 13:37Ja, da war ich weiss angemalt und dann ging ich nur nach Stato rein und stellte mir etwas vor. Es war nicht so viel Tänzerisches, aber das Lustige war, dass sie mir in der Tanzausbildung gesagt haben, such dir etwas anderes, das ist nicht für dich. Nein! Es ist halt 17 Jahre alt, du fängst völlig neue Sachen an, es ist für deinen Körper etwas Neues.
- 14:03Das war einer meiner wichtigsten Momente. Wenn ich sage, ja, ja, ja. Ich zeige es dir. Ihr zuerst recht. Das hat es gebraucht. Das war der Motivationsschub. Mega, mega Fisch. Und dann SRF, Statue, und dann ging es ein wenig weiter. Das ist mehr eine Roboterkie, die du gemacht hast.
- 14:20SRF hat nach der Ausbildung angefangen. Ich bin zu ASD, American School of Dance, das ist Andrew Willough's Resurrection. Er wurde mein Mentor. Er ist eigentlich ein Amerikaner, der eine Company in der Schweiz gegründet hat. Und er hatte den American Style in der Schweiz. Und er hat auch das American Mindset,
- 14:40...die ich hatte. Dream big. Egal, ich werde Superstar. Egal, ich werde der Beste. Und er hat Leute wie bei sich gehoben. Er hat ihnen auch Glauben geschenkt. Wow. An einem Ort, wo es eben viel... ...mega schwierig ist, Leute zu treffen, die irgendwie einen unterstützen.
- 14:56Von dort an haben wir DJ Bobo gemacht. Wie ist das mit DJ Bobo zustande gekommen? Er war Choreograf und Tänzer von DJ Bobo, der Andrew. Wenn du in Kreisen bist, wir haben angefangen zu tanzen. Wir haben viele verschiedene Shows gemacht. Wir haben in Zürich auch «Dance to Dance» gemacht. Im Theater 11 war eine riesige Tanzshow, wo wir Leute eingeladen haben. Dementsprechend haben wir auch Choreografen und wichtige Leute der Schweiz eingeladen.
- 15:25Ich bekam eine Gruppe unter ihm, die ich leiten durfte. So hatte man die Chance, sich immer wieder zu showcasen. Man zeigte sich, ging in die Stunden. Somit hatte man die Chance, dass Choreografen dich entdecken. Dann kam es ein nach dem anderen. Wir hatten wieder Chips.
- 15:42Von welchem Jahr sprechen wir denn hier? «Baldstar»? Das war 2009. Das war die Show... Als er wieder ein Comeback hatte? Genau, das war die «Mario Bart». Er hat ja im Olympiastadium den Weltrekord gebracht mit so einer Show. Dort hat DJ Bobo auftreten und dort waren wir auch. Das war diese Show. Wir waren auf der Bühne und wir waren wirklich drei Tage am weinen. Wir waren am weinen und am tanzen. Was?
- 16:10Du bist dort, wo du schon 35'000 oder so hast. Nein, mehr! Ich glaube, in zwei Tagen hattest du 60'000 oder 70'000. Das ist nicht mehr. Ich habe gerade die letzte Mario Barth bei den Deutschen geschaut. Da ging es eben auch um das Olympia-Ding. Ich habe gemeint, das ist gut.
- 16:31Ich glaube nicht mehr. Aber du warst dort und... Ja, dann beginnst du zu kumpeln. Du merkst, dass alle mit dir kumpeln. Es geht in dem Moment nur um Musik, um Spass. Und irgendwie so, dass... Die Liebe überschwemmt einen. Du bist auf der Bühne und kannst so etwas anschauen. Und die Hälfte hat Choreo vergessen. Nein, nein, nein! Voll drucken Emotionen. Ja, aber egal. Das merkt dir niemand. Wir haben alle uns noch die Momente zusammengeteilt. Und ich muss sagen, das ist sicher...
- 16:58Das war eine der emotionalsten Shows, die mir wieder zeigten, dass ich am richtigen Ort bin. Was das Ganze am Anfang noch mit sich gebracht hat, war, dass es finanziell schwierig war. Man ist in der Schweiz. Aber das ist auch etwas, was ich sagen will. Viele Leute sprechen von Sicherheit. Man braucht Sicherheit. Je mehr man sich aufs Geld fokussiert, desto weniger kommt es.
- 17:24Die logische Schlussfolgerung. Genau, und irgendwann mal hat das eben auch funktioniert. Und dann, ich weiss nicht, du stehst auf der Bühne, machst, was du liebst, hast du tausend Leute, die dich anführen. Hey, warte, warte, warte. Du bist Backstage. Wie viele Tänzer sind das? Wir sind ein Haufen. Wir waren etwa 15 Tänzer und noch mal 10.
- 17:42Akrobaten und DJ Bobo hatten immer ein riesiges Aufgebot. Sie sind auch sehr... Aber wir sind jetzt Backstage und ihr wisst, okay, jetzt kommt der Moment, jetzt müssen wir rausgehen. Hast du... Bist du im Tunnel gewesen oder hast du die anderen Tänzer angeguckt und gedacht so, was passiert jetzt? Und wie war das Gefühl, auf die Bühne zu gehen? Hey...
- 18:03Am Anfang war es so, dass man trainiert ist. Du bist selber aufgeregt. Du bist ein bisschen nervös, aber versuchst dich zu lockern, Atemübungen zu machen und dann hast du das Gefühl, du bist ready. Du gehst generell auf die Bühne, läufst zuerst die Bühne, schaust einmal nach rechts und bist so «Okay!» Massiv viele Leute. Allgemein beim Tanzen, das Schönste ist, dass du während des Tanzes immer Zeit hast, um rumzuschauen. Das ist immer etwas, was automatisch passiert, egal wo du tanzt. Dann war es so, du schaust links und rechts
- 18:33Es sind Leute mit einem riesigen Smile. Es ist halt mega Energie, die du bekommst. Zum Beispiel haben wir mal für Tour de Suisse, wo du warst, Shows gemacht, die mega cool waren. Aber dann sitzt du am Velorand und musst eine Show machen und hast halt nicht so ein Publikum, das dir das mega gibt.
- 18:53Aber dann sitzt man in einem Stadium, wo alle gleichzeitig kuppeln. Das schlägt dir ins Gesicht. Dann fängt alles an. Dann hast du das Gefühl, dass dein Körper nicht mehr unter Kontrolle ist, weil alles kribbelt. Oh nein, wie ist das vor der Zeit? Arm strecken!
- 19:14Das hat eine Vorbereitung. Bist du als Kind DJ Bobo-Fan? Warst du auch in dieser Szene aufgewacht? Meine Mutter war schon ein Fan. Das war der Rhythmus. Nein, das war der DJ Bobo. Aber es war so diese Area, wo genau diese Art von Sound... Ich war voll Fan von DJ Bobo. Aber voll. Ich habe es noch nicht gehört. Ich habe es noch nicht gehört. Ich habe es noch nicht gehört. Ich habe es noch nicht gehört.
- 19:41Ihr habt auch Ähnlichkeiten. So, komm. Nehmen wir gleich einen Schluck auf das. Aber... Die gleiche Frisur. Nein. Was ist so, abgesehen von diesem Olympiastadion, was ist so das tänzerische Highlight, das du mitgenommen hast aus dieser Journey?
- 20:01DJ Bobo war eines, das andere war, dass es bei AST verschiedene Gruppen gab. Ich konnte eine Gruppe leiten, die «Impact» heisst. Mit denen konnte ich noch sehr viel erleben. Im Theater 11 ist es auch etwas wie die Karriere-Shows, wo du 30-40 Tänzer hinter dir hast, die deine Choreografie tanzen. Das Schönste ist, wenn du merkst,
- 20:26Die Leute, die zuschauen, spüren das, was du vermitteln willst. Du baust Shows zusammen, die fünf bis sechs Minuten lang gehen. Sie haben ein Thema und du arbeitest zwei Monate an so etwas. Und dann siehst du dein Werk. Nach den Shows kommen Eltern mit ihren Kindern und sind so sehr gefreut. Sie wollen auch anfangen zu tanzen. Das waren schon auch mega erfüllende Momente. Das Lustige ist, dass es nicht per se immer ein Job war, der mir das meiste gegeben hat, sondern meistens etwas nebenan.
- 20:53Die verschiedenen Schnittstellen, die Teilnehmer rund um dich. Genau, genau. Man sieht, wie du wachst, wie Leute, die du unterrichtest, wachsen. Wenn du unterrichtest, wachst du selbst auch. Du lernst viel an dir selbst kennen. Und ja, es gab viele wunderschöne Momente. Was dann ja noch war, wir konnten einen Kinofilm drehen. Andrew, eben wie der Dementor, hatte die Chance, einen Kinofilm zu drehen. Der erste Schweizer Tanzfilm. Das ist dann auch für uns die erste Acting-Erfahrung. «Dance Off».
- 21:21Danes Off. Ja, der Start ist noch in ein paar Kinos gelaufen. In welchem Jahr sprechen wir? 2011. Also im Kino warst du auch? Ja, genau. So geil. Also ist es wie ein Save the Last Dance, Step Up Movie, so einfach Schweizer. Genau, für eine Swiss Community. So geil. Die meisten Leute, die da mitgemacht haben, waren von der ESD-Gruppe. Man hat sich intern gekannt.
- 21:44Es war eine riesen Freude, am Set zu sein, das Ganze zu erleben, wie das funktioniert und dann eben noch zu acten. Hast du auch mal eine andere Rolle? Ich habe die Hauptrolle bekommen. Ah, sicher! Ich und Sabrina Goethe waren beide Hauptrollen. Wir waren auch zwei, die immer zusammen Couple-Sachen gemacht haben, für «Ajöbs» und so. Sie haben uns auch von dort schon gekannt.
- 22:08Es war eine sehr schöne Erfahrung. Wieder neue Facetten, wieder etwas, das du kennenlernst. Hast du dort Schauspiel für dich entdeckt? Mega, ja. Absolut. Das Lustige ist, dass du beim Tanzen trotzdem immer etwas zeigst.
- 22:24dich selber wieder sein können. Du hast ein trauriges Lied, das du überbringen musst, und du musst alles wieder so fallen lassen und dich selber sein können. Das hat uns dann schon geholfen, ein kleines Acting hineinzukommen. Es ist wie das gleiche Prinzip. Aber es war eine unglaubliche Erfahrung, wieder etwas, das ich neu kennengelernt habe. Dort habe ich auch gemerkt,
- 22:43Das Tanzen ist das, dass ich mit meinem Körper arbeite, der Eintritt in eine Welt war, die vielleicht viel grösser ist, als ich dachte. Ich glaube, das Tanzen war der Katalyst. Dort habe ich gemerkt, es gibt viele Dinge, die ich noch nicht probiert habe, die auch mit Selbständigkeit zu tun haben, die auch mit meinem Körper zu tun haben. Dann habe ich angefangen, in Schauspielerinnen zu schauen.
- 23:04Für mich war es dann so ein bisschen... Wir hatten finanzielle Probleme wegen meiner Mutter. Ich war nie so, dass ich eine Familie hatte, die mich finanziell unterstützt hat. Aber wir sind viele Leute immer auf alleine und konnten uns weiterbilden. Nicht unbedingt. Und dann habe ich gemerkt, hey, ich will Schauspieler und ich mache dann auch...
- 23:22ich könnte mal mit dem Modeln etwas machen. Das Modeln ist etwas, das vom Tänzer her, easy going, kein Problem, aber es kann mich um die Welt bringen. Das ist etwas, das das Tanzen mich sporadisch in kleine Länder gebracht hat für einen Job, aber nie über eine längere Zeit. Ich kann nie auf Amerika gehen und dort eine Zeit lang Auditions und Castings machen. Dann habe ich mich für das Modeln entschieden, weil bei Commercials hast du immer wieder Werbungen, wo du akten musst. Es geht alles Hand in Hand.
- 23:51Genau, dann übe ich das ein wenig. Dann bin ich auf Kapstadt. Das erste Mal habe ich auch dort in der Schweiz keinen Anhang gefunden mit der Agentur. Es ist wieder das gleiche Prinzip. Ich war nie derjenige, der als Mann ... ... als Bad Boy immer so schaut.
- 24:08Ich habe immer am Lachen gesehen. Das edgy Model war ein mega Ding in der Schweiz. Da haben sie mir gesagt, «Kappstadt, buche dir ein Ticket, damit du früher nach Hause kommen kannst, falls es nicht so läuft.» Im Air? Mega. Das Spannende ist, all diese Situationen für mich sind
- 24:27Alles hat eine Methodik. Es geht nie darum, man sei nie gut genug oder man könne etwas nicht. Wenn, dann könne man etwas noch nicht. Aber jede Industrie hat etwas, das einen Menschen ausmacht. Das Modell ist persönlich. Du musst so aussehen. Meistens geht es um Confidence. Meistens geht es darum, dich selbst zu finden. Was sind deine Stärken, was sind deine Schwächen? Lerne dir zu zeigen, präsentiere. Und ich habe gesagt, weisst du was, ich will reisen. Ich will das Visum für alleine haben, damit ich dort tanzen kann.
- 24:52Dann habe ich in Kapstadt angefangen. Von Kapstadt bin ich dann nach London gekommen. Von London dann nach Mexiko. Von Mexiko dann nach LA. Dort habe ich dann mein Visum für LA bekommen. Und ich so, wow. Das ist mein Leben. Ich wollte immer dort hin. Dann bin ich nach LA. Und äh...
- 25:11Es ist eigentlich ein Albtraum geworden. Oh, wieso? Bist du West Hollywood gewesen? Ich habe Beverly Hills gewohnt. Also Albtraum, weil du eine Illusion davon hattest? Oder weil es wirklich mehr Schein als sein ist? Es ist, wie die Leute miteinander umgehen. Eilbögele geht für mich okay. Aber wie gesagt, ich brauche einen kleinen Circle, wo man sich selber sein kann und wo man einfach ehrlich über Dinge reden kann. So, hey...
- 25:38Ich war nicht so gut, was soll ich damit machen? Dann gibt es Leute, die mir Feedbacks geben. Dort hintergeht jeder. Das habe ich auch bei Beziehungen schnell gemerkt. Du sitzt in einem Raum, wo ein Pärchen mit dir am Tisch ist, da läuft ein Star rein und die Frau steht auf und geht. Das ist dann so, hey,
- 26:02Wollte ich das? Es nimmt mir die Freude weg. Du hast keine richtigen Kollegen, alle sind gegen dich, aber gleichzeitig für dich. Es war für mich sehr schwierig, meinen Platz dort zu finden.
- 26:18Ja, weil du ein sehr tiefer Mensch bist und das war wahrscheinlich eine sehr oberflächliche Kultur oder Szene. Ja, und ich war auch dort 26 und es ist auch irgendwann mal so zu einem Punkt, wo du sagst, «Hey, Elbeglergag, Clara, was für ein Mann.» Über welche Leichen gehst du.
- 26:33Genau. Willst du das Ganze durchmachen, willst du wieder an dem Punkt sein, wo du dich an die arschgrüchen Sachen machen, mit Leuten reden, mit denen du keinen Bock hast, musst du das tun, was du gerne willst. Der ganze Prozess, der irgendwann mal einfach nur für deine Seele vergiftet ist. Das ist für mich so der Punkt gekommen, wo ich dann gemerkt habe, das war mega schwierig. Du hast seit 17 Jahren dein Ziel, allein ist dein Traum. Das ist ja so mental wahrscheinlich für dich mega...
- 26:58Ich war zurück, ich war leer. Du hast deinen Wert wieder in dieser D-Tour. Du hast dein ganzes Leben erarbeitet, hast es geschafft und dann merkst du, fuck, wir sind einfach nicht da. Absolut nicht. Und ich kam dann auch zurück und habe
- 27:11Ich glaube, das erste Mal, als ich dort gelernt habe, kommt das immer wieder als Selbstständig. Du sitzt wieder an einem Ort und denkst dir, was mache ich jetzt? Und dann kommen dir Sachen wie, das Ziel sollte dich nie glücklich machen. Das ist der Weg. Du kannst nie das Glück an etwas abhängig machen und sagen, wenn ich das hätte, bin ich glücklich. Wenn ich das erreicht habe, bin ich glücklich.
- 27:35Du musst glücklich sein. Glücklich ist etwas, das man ist und nicht etwas, das man von einem externen Ding holen muss. Und dort habe ich das auch angefangen zu merken. Und musste mich dann neu erfinden und habe gedacht, hey, eigentlich gefällt es mir mega in der Schweiz. Wir haben es mega schön.
- 27:50Ich war jemand, der immer gesagt hat, dass er hier raus will. Wenn man so viel reist, merkt man, was man zu Hause hat. Darum bereue ich den ganzen Prozess. Es hat mir nur gezeigt, was ich kann. Und das Glück ist viel näher, als man denkt. Man hat immer das Gefühl, dass man da raus muss, damit man happy ist. Dann begann ich, zu choreografieren und zu modeln.
- 28:15Ich musste lernen, den Druck loszulassen. Man hat immer den Druck, man muss eine Richtung haben. Man muss wissen, woher man kommt. Man muss das grosse Ziel haben. Weil du es jahrelang irgendwie gehabt hast. Du hattest einen Grund, dann stehst du auf und schaffst für eine Lady. Dann stehst du auf und wirst dort hin. Und das war wie weg. Dann musste ich zuerst lernen, das loszulassen. Den Druck und die Angst, nichts zu haben. Wie hast du das gemacht?
- 28:38einfach abstellen. Es ist jeder Tag wieder, wenn ich gemerkt habe, ich komme in Stress und ich muss einfach dir selber mal meditieren und sagen, hey... Wie lange hast du gehabt, als du in der Erlegung warst, um zu sagen, okay, fertig, jetzt gehe ich zurück. Wie lange ist der Prozess gegangen vom ersten Mal so, möchte ich das? Ist es wirklich das Leben, das da alles hinterher geht und alle bügeln, bis zu dem Zeitpunkt, wo du sagst,
- 28:59Ich hole dir ein Ticket zurück. Das waren drei Monate. Drei Monate war ich dort. Am Anfang wollte ich es noch ein wenig. Und dann fühlst du dich halt extrem alleine. Und ja, es ist eine Entscheidung, die du triffst. Es ist so, hey,
- 29:12Gehe ich jetzt diesen Weg? Per se ist es nicht etwas, wo ich sage, das würde ich nicht können. Aber dann sind wir wieder bei dem, ja, erfüllt es mich? Ist es das, was ich will? Und dann ist es wieder so, my root of everything, wieso ich das mache, was ich mache, ist, weil ich etwas machen will, was mich erfüllt. Krass, du hattest voll heart-driven goals, auch ego-driven. Mega, mega. Wärst du aus dem Ego gegangen, wärst du fix dort, wahrscheinlich jetzt noch in dieser ganzen Didi-Affäre und allem Bullshit, das passiert.
- 29:38Das ist das Grösste. Das mehr habe ich auch beim Influencer gemerkt. Nachher kam ich zurück, begann zu modeln, und dann habe ich mein Knie verletzt, als ich gesagt habe, weisst du was, ich fange jetzt wieder an zu tanzen. Ich fange an Videos zu machen, Konzeptvideos, damit vielleicht Fernseher und andere Leute meine Choreografie sehen. Und dann, weil ich Proben für einen Porsche-Job hatte, habe ich mein Knie, meinen Meniskus verrissen, beim einfachsten Move.
- 30:06Das Universum. Mega. Und ich weiss dann, die Frage ist so, hey wieso, was soll das? Es ist erschöpfig, es ist nicht konzentriert. Und ich habe wirklich das Gefühl gehabt, ich werde einen Weg eingeschlagen, der vielleicht nicht sein sollte. Und das hat mir so gedacht, hey geh mal zurück und schau mal was du sonst hast.
- 30:25Talente und versuche vielleicht mal ein bisschen grösser zu denken. Ich finde, wie du auch sagst, das Ego, man kann sich mega schnell in Sachen verwickeln und stehen bleiben, weil man gerade genug tun bekommt. Man ist an einem Ort, an dem man Aufmerksamkeit bekommt. Es fühlt sich alles so gut an. Man lebt. Leute feiern einen so «why should I think about tomorrow?» Alles ist gut. Und ich finde so,
- 30:45Es ist wichtig, im Jetzt zu leben, aber man darf sich nicht durch das Ego und das Ganze, was so comfortable ist, verlieren. Weil die Zeit rast und man weiss, Sachen kommen, Sachen gehen. So ist das Leben, vor allem die Industrie. Heute ist das ein Hype, morgen ist das ein Hype. Und wenn man sich verliert, in dem alles gut ist, dann verliert man einfach die Zeit, in der man sich weiterbilden und etwas anderes aufbauen kann. Und das ist dann auch bei Social Media der Fall. Man bekommt so viel Aufmerksamkeit über irgendetwas, dass man sagt, oh Mann.
- 31:13Ich habe einen Weg. Aber nein, Fame kommt, Fame geht. Das Ding ist, was macht man, wenn man diese Fame bekommt. Für mich... Ich habe mich bei Covid... Erst mit 2020 habe ich angefangen mit Social Media. Ich habe mich sonst immer... Das ist meine Frage. Wann hast du mit dem Ganzen... In 2020. 2020 habe ich erst angefangen. Was? Das ist ja durch die Decke.
- 31:37Das kam nur wegen der Kliktokinität. Dort kam es wieder, dass ich immer voll tanzen konnte. Oh genau, wegen der Knieverletzung. Genau, und dann war ich zuhause.
- 31:47Mein Mentor war immer voraus in der Tür und sagte, er mache TikTok. Ich sagte, ja. Er sagte, mach einfach jeden Tag TikToks und wir reden über einen Monat weiter. Ich war dann auch einer, der modelt, tanzt, schauspielt. Dann kam TikTok auf und da waren noch Trends mit Slip-Syncing, mit Tanzen. Die kreative Arbeit hat mich beeindruckt.
- 32:12Das hat mich sehr gepackt. Ich habe drei TikToks am Tag rauslassen. Mal so vier für ein Jahr lang. Und das ist mit dem Knie gegangen? Das ist gegangen, ja. Hast du eine Operation gemacht? Weil das Heriss ist ja...
- 32:23Ich hatte einen Korbhänkelriss. Ein Korbhänkelriss, wenn der Meniskus in der Mitte ein Loch bekommt und sich einfach zerfetzt. Oh, what the fuck. Ja, absolut. Dann hatte ich die Wahl, ob ich ihn zusammennehmen will. Dann hat der Arzt gesagt, es hat aber eigentlich schon nicht gegeben. Dann schneiden wir einfach die Teile, das sind drei Viertel des Meniskus, schneiden wir raus.
- 32:42Und du musst dann einfach schauen, wenn du mit 60 noch so rumhampelst, musst du vielleicht einfach ein künstliches Gelenk haben. Und ich so, hey, weisst du was, nehme ich raus. Dann haben wir das rausgenommen. Ich habe angefangen zu heilen und irgendwann mal kam wieder diese Blockade. Ich konnte mein Knie eigentlich nur noch so biegen und es ging nicht weiter. Linke Knie? Linke Knie, ja. Und ich habe wie...
- 33:03wieder gemerkt, ich komme nicht vorwärts. Ich bin aufgestanden und dachte, ich könnte niemals wie früher sein und tanzen und bewegen. Das ist schon etwas. Du fühlst eine Asymmetrie in deinem Körper, dass nicht mehr ganz stimmt. Und dann... Oh, sorry. Dann waren wir auch wieder beim Mindset, dass ich...
- 33:20Als Kind habe ich mir überlegt, wenn du etwas machst, schnittst du dir den Finger und denkst dir daran, dass du nie mehr raus spielen kannst. Nein, wieso hatte ich diese Angst, dass es nie mehr wird wie früher? Dann musste ich mich auch wieder umtrainieren, das Ganze erwachsen werden, bringt so viel overthinking und mindfuck mit sich. Dann habe ich daran geglaubt, dass ich wieder tanzen will, weil das Tanzen so viel Mental gibt.
- 33:48Ich brauche es einfach, um happy zu sein. Diese Erschöpfung und diese Expression. Und dann habe ich wieder angefangen, wie ein Kind zu denken. Ich werde wieder Profi. Obwohl es nicht mal meine Zeit war, aber ich kann es. Ich habe eine Woche so viele Fortschritte gemacht wie sechs Monate in der Physio. Und dann ist das wieder gegangen. Und dann habe ich mich natürlich wieder wohler gefühlt für TikToks und Sachen dort zu machen. Und dann habe ich angefangen, diese Posts zu machen. Dann bin ich auf 1 Million, glaube ich. Dann habe ich erst angefangen.
- 34:18Nein, ein Jahr habe ich nicht mehr. Oh mein Gott, crazy. Aber das waren mega coole Zeiten. Es ist auch wieder ein Investment. Ich habe nichts verdient in jedem Jahr. In der Schweiz, TikTok, wie ist das? Kannst du verdienen mit TikTok in der Schweiz? Oder musst du einen ausländischen Account haben?
- 34:36Wie meinst du ausländisch? Bei mir war es so, am Anfang war TikTok für die Kinder ja, nein, es bringt nichts, es war alles Instagram-lastig, es sind so Kurzvideo-Formate, die gerade neu gekommen sind. Das erste Jahr habe ich eigentlich nicht viel verdient, aber das erste Jahr ist natürlich wie in der Schweiz immer so ein bisschen eine Saattaste.
- 34:54Das ist etwas Neues. Was ist das? Da wollte ich mal rein und das hat dann so einen grossen Boom bekommen. Und jetzt ist die OXXA Wintertour auf TikTok. Ja, genau. Und dann bin ich von 1 Million, das Schwierigste ist immer die erste Million, dann bin ich von 1, 2, 3 Millionen und dann habe ich angefangen Cross-Promoten zu machen, weil in der Schweiz
- 35:11Der bessere Ort zum Kollabs machen, weil du es einfach mehr analysieren kannst. Auf TikTok ist es noch «You shoot your shot». Es kann ein Video auf 3 Millionen gehen, es kann aber auch auf 10.000 gehen. Es ist so volatil von den Views her, was Instagram halt mehr Sicherheit bringt. Du hast mehr so einen Durchschnitt.
- 35:29Dann habe ich das Ding Cross Promote angefangen, dann Reels, dann habe ich alle TikToks darüber gekauft, bei den Accounts angefangen zu wachsen und als Content Creator angefangen zu arbeiten. Hammer. Ja, das war das 2020. Und immer mit Model-Acten, Tants, so wie du es eigentlich noch machst.
- 35:48Ich bin eigentlich nicht der Fashion-Typ. Ich habe dann einfach angefangen mit so Tanz... Würde man gar nicht sagen. Überhaupt nicht. Ich habe wirklich so die... Transitions, die so drin waren. Ich habe mich gefragt, wie kann ich Tanzsprünge mit Transitions vermischen und irgendwie noch das Active zu den Songs. Was ist das für ein Mood? Und habe so angefangen, das zu machen. Und jetzt ist es halt hauptsächlich Tanzen und good Vibes. Irgendwann wollte ich auch finden, so hellig.
- 36:16Was will ich den Leuten mitgeben? Und meistens, wir leben momentan in einer recht komischen Welt. Recht viel ist bedrückend, recht viele Leute sind frustriert. Und man merkt, es gibt so viele Polarisierungen von der Gesellschaft. Und ich habe angefangen, diese Positivität auszustrahlen. Und somit habe ich gedacht, ich bin der Typ, der einfach lacht. Ich bin der Typ, der Glauben schenken will, Leute empowern. Was auch immer. Fuck what others denken. Weil für mich war das ein Faktor, wo ich das verloren habe. Da hat sich die Welt für mich geöffnet.
- 36:45Das ist der kreative Aspekt. Du kannst tanzen, wie du schneidest, was ist dein Winkel, wie visualisierst du das Gefühl der Musik. Ich bin gestern vorgegangen mit meiner Schwester, sie ist übrigens hochschwanger, ich hoffe sie hört mir nach dem Podcast an, dass das Kind kommt. Sie kommt raus, nicht? Ja, und wir waren am Telefon, sie hat gesagt, dass du kommst. Sie sagt, sie kennt mich, sie macht coole Tanzvideos. Und dann sind wir zusammen auf deinem Profil, wir waren via Facetime,
- 37:14und haben dann ein paar Tanzvideos auf Insta angehört. Und dann sagt sie, es ist so krass, die Videos sehen so ähnlich aus vom Stil aus und der Stil ist so schön. Also wie du Sachen schneidest, bearbeitest. Mega professionell. Es sieht so gut aus. Es ist wie ein Video-Werbe-Clip. Jedes Video ist so wie eine Werbung. Wie eine Werbung, ja. Danke. Ja, ohne Witz, es ist wirklich so High-Quality. Danke, ja. Als Content-Creator
- 37:40Wann ist das mit deiner Agentur passiert? Was für eine Agentur? Ich hatte ein Management vor einem Jahr. Ich habe mit B-Mads angefangen. B-Mads heisst Be Motivated, Ambitious, Driven and Strong. Was ich damit eigentlich machen wollte,
- 37:59Philipp war auch mein erster Mentee. Viele Leute sagen, dass sie selbstständig sind, aber Social Media ist nicht so ihr Ding. Ich finde es mega legitim, mega okay. Aber je nachdem, was du machst, sehe es als Tool. Es ist ein Werkzeug. Früher hätten wir alles dafür gegeben, dass wir im Fernsehen, in der Zeitschrift oder in den Medien
- 38:24Irgendwo hätte man ein bisschen Publizität. Heutzutage ist ein gratises Tool das Wichtigste. Wie beim Modeln, wie beim Tanzen. Man muss es verstehen und dann in die Karte spielen. Den Schnittpunkt finden, was Instagram will, was du willst. Und dann die Mitte finden und das liefern, damit du davon profitieren kannst. Das war mein Grundgedanke. Social Media hat mein Leben verändert.
- 38:49Ich bin eine Art «Image Awareness» und das bringt mir natürlich auch viele Möglichkeiten. Das war bei meinem Philipp zum Beispiel so, der auch am Anfang gesagt hat, «Social Media ist nicht so mein Ding.» Philipp? Ja, ja, mega. Krass. Ich war immer so, «Hey, ich verstehe es, aber du hast so viel Talent,
- 39:06die du nutzen kannst. Man sagt, ich will Comedian werden, ich will Modler werden. Das Traurige ist, dass es heutzutage heisst, wenn du in eine Kampagne kommst und du machst ein Casting für Emirates zum Beispiel. Und die sehen dann, du hast noch so viele Follower, dann ist das noch ein gratis Reach, den sie dazu bekommen.
- 39:25dann fällt es einfach auf diese Person. Gleichzeitig hast du auch eine Plattform, wo Leute, egal ob du nur 200 Views hast, einmal die richtige Person sehen. Dann wirst du gebraucht für etwas anderes. Das ist das, was ich auch mit dem Mentorship oder B-Maths weitergebe. Ich will Menschen mit dem Mindset mentoren. Wie kannst du das nutzen für das, was du willst? Wir haben Leute, die Kochbücher gemacht haben. Wir haben Leute, die einfach allgemein Fashion-Influencer wollen. Wir haben Leute, die in die Sportnische wollen.
- 39:54Es ist halt ein Dschungel da drin, es gibt so viel Content, das ganze Problem ist, man vergleicht sich dann halt auch wieder. Und dann so, hey, ich muss so wie die, wie das. Und das ganze, sagen wir mal, Agentur, Consulting, Mentoring ist so, ist einfach zum Leuten zu helfen, die sich ein bisschen überfordert finden. Wann habt ihr das gestartet? Im März 2023 haben wir damit angefangen. Und da haben wir so eine Videobibliothek gemacht, ich habe etwa 50 Videos gedreht, wo ich alles erkläre, was ich weiss.
- 40:23wo die Leute einfach reingehen können, abhören können und für sich selbst, self-learning-mäßig, das beibringen können. Ich finde es mega wichtig, dass für Selbstständige, vor allem die etwas haben, Social Media ein Zweischneidungsschwert ist. Es hat Pros und Cons. Ob du es für oder gegen dich nutzt. Genau.
- 40:43Privaterweise würde ich es auch nicht nutzen, hätte ich einen fixen Job. Wenn es mir nichts bringt, dann share what you want. Aber als Selbstständiger finde ich, dass man nicht herum und weg kommt. Das ist die heutige Visitekarte. Mega. Du kannst verkaufen, du kannst Community bilden. Ich bin der Meinung, dass es das ist, was man braucht. Alles wird auf Community aufgebaut werden.
- 41:08Ist das dein Hauptfokus, den du aktuell hast? In deinem Unternehmertum, auf was konzentrierst du dich am meisten?
- 41:19Ich habe mir mit 30 Jahren gesagt, ich hasse jetzt 5 Jahre, ich verzichte auf alles, was nicht nötig ist. Auf unnötigen Ausgang, auf Geld ausgeben für unnötige Sachen. Ich brauche das, ich brauche dies. Weil per se mein Weg ist so, ich habe mit Social Media...
- 41:42gut verdienen können. Und dann kommt man wieder an einen anderen Punkt. Da ist man wieder bei dem, dass man nie sitzen bleiben darf. Hey, dann hast du Geld, was machst du mit dem Geld? Das erste Ziel ist nicht Geld zu machen, sondern Geld zu halten. Geld für dich zu schaffen lassen. Und das ist dann eben für mich gekommen. Hey, ich will investieren. Ich will schauen, dass ich irgendwie
- 42:03etwas machen kann mit dem Geld, anstatt das Ganze auszugeben. Und die fünf Jahre waren mein Fokus, so viel Geld wie möglich zu machen, so viel Awareness wie möglich zu schaffen und etwas zu machen, was dann zum Beispiel Be Mads plus noch meine ganzen Investments, die für morgen etwas sind. Und jetzt sind die fünf Jahre vorbei. Und jetzt bin ich wieder an einem Punkt, wo ich denke, es ist alles super, darum will ich jetzt wieder mehr weg vom Hustlen und jetzt mehr wieder für was will ich. Und jetzt fange ich wieder an,
- 42:31Was will ich im Sinne von... Ich habe wieder voll angefangen zu tanzen, vor drei Monaten. Wirklich voll Gas wieder rein. Wir haben einen Choreografen aus Amerika da, der gerade wieder Justin Bieber und JLo-Sachen gemacht hat. Jetzt bin ich in einem Monat und mit 35 wieder... Bam! Drei! Muskelkater, ich spüre meinen Körper. Krass, geil! Ich fühle mich jünger, mir geht es wieder besser. Und jetzt fange ich wieder von hier an. Anrichten, was will ich priorisieren. Ich glaube, das ist so... Ich liebe es, wieder etwas zu finden, wo will ich hin?
- 42:59Jetzt kommt die Herzenszeit. Schön. Es ist für mich darum, wieder zu tanzen. Ich will ein wenig weg von Social Media. Es war ein Stepping Stone. Mein Weg hat durchgeführt. Jetzt merke ich, für mich ist es der Moment, in dem ich mich zurückziehen will. Alles entwickelt sich. Ich kann mich jetzt, so wie es jetzt ist, nicht mehr damit identifizieren. Ich will auch nicht
- 43:28Ich muss da sein, ich muss da sein und da bleiben. Du gehörst dazu. Genau, überhaupt nicht. Wenn ich an Orten bin und mit Leuten spreche und merke, dass ich überhaupt keine Synergien habe, dann denke ich, maybe it's my time to go. Maybe there's another place.
- 43:48versuche ich mehr auf Mentoring zu gehen, auch Leuten das alles mitzugeben. Weil ich finde das Wichtigste auf der Welt ist, dass du wenigstens eine Person hast, die sagt, «Ich glaube daran, was du machst.» Und so lustig, dass du das sagst. Ich bin jetzt den ganzen Podcast durch an deinen Mentor am denken, weil es ist schon faszinierend, wie eigentlich eine Person sein ganzes Leben verändern kann. Er hat dich in die Akademie geholt und gesagt, du schaffst das. Und dadurch sind megaviel Aufträge entstanden, world-wide, whatever.
- 44:15Plus, er war mit einem Knie auf TikTok gegangen. So wertvoll. Er war auch derjenige, der gesagt hat, fange an dort zu investieren. Er ist ein sehr vorwärts denkender Mensch. Er ist ja eigentlich ... Ein Sorakel.
- 44:30Mega, mega. Und ich finde auch, dass so ein Mentor, ich sage dir, das ist das Wichtigste. Man hat das Gefühl, man muss alles alleine machen, aber einmal sieht man halt von lauter Bäumen den Wald. Und einmal ist es auch wichtig, einfach andere Perspektiven zu bekommen, andere Hinsicht. Aber es ist schon lustig, jedes Mal, wenn du an einem Punkt in deinem Leben warst, ist immer Tanzen wieder da als Lösung gewesen. Ja, mega. Das hat mich wieder zu mir gebracht. Das hat mich mega wieder zum Ursprung gebracht. Und ich sage es euch.
- 44:58Würde Geld nicht existieren, würde ich jeden Tag tanzen und mit einem Lachen einschlafen. Ich stehe so gut auf in letzter Zeit, weil es mich einfach erfüllt. Es ist egal, ob ich auf einer Bühne oder in einem Tanzraum bin. Wenn du an einem guten Ort bist, können wieder gute Dinge entstehen. Wenn du dich wieder drillst, dass du etwas finden musst, um Geld zu machen, einen Job zu machen, ein Business zu gründen, was machst du jetzt? Wenn du wieder zu im Kopf bist, in einem anderen Energiefeld. Genau, zu verkorkst.
- 45:23Dann gehe ich wieder da hin und schaue, was passiert. Vielleicht fange ich auch wieder an, unterrichten zu gehen. Ich bin jetzt mit meinem Mentor wieder am reden, dass ich dort unterrichten fange. Das Mentor und dass die Leute weitergehen, das ist unbedingt etwas, was ich machen will. Ich sehe so viele Leute, die Talent haben, so viele Leute, die coole Träume haben. Ich sehe nochmals, wie diese Leute einfach versauern, weil sie jemanden nebenan haben, der sagt, es sei schwierig. Du brauchst Sicherheit. Ich bin so, hey, Sicherheit ist die grösste Lüge. Wenn du keine Risiken nimmst, kannst du nichts erreichen.
- 45:53Ich bin früher so ausgelacht, als ich als Tänzer begann. Jetzt, durch das Elternwerden, erlebe ich die Leute, die älter sind. Ich merke, dass beim Elternwerden plötzlich viele Leute sagen, «Ich bin zwar Arzt, ich habe einen guten Job, aber irgendwie... Was nicht? Irgendetwas fehlt mir. Das befriedigt mich nicht. Ich bin nicht happy.»
- 46:15Und da weiss ich, das ist eine Entscheidung, die ich jedem anraten würde. Es ist vor lauter, du sollst lernen, du sollst das, vor lauter Statussymbolen und Konsumgeilheit, vergisst man sich so fest, in sich hineinzugehen und herauszufinden, was will ich? Wer bin ich? Und wenn du etwas probierst und es funktioniert, dann ja.
- 46:32Ich weiss, dass ich das mal nicht bin. Das ist ein Schritt näher. Ich will den Leuten unbedingt, wie Andrew es für mich gemacht hat, oder ich jetzt bei Philipp oder anderen, ich habe meine Freundin, die ich mega supporte, ich will das den Leuten mitgeben.
- 46:48Es ist ein anderes Leben. Das ist das Leben. Du willst keine «What ifs» haben, wenn du irgendwann mal den Löffel abgibst. Du willst einfach sagen, du hast alles probiert, egal wie verrückt es war. Ich hatte auch schon Wochen, in denen ich Proteinschäle getrunken habe, weil ich kein Geld hatte. Aber ich würde nie etwas anderes machen.
- 47:09Die ganzen Prozesse haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, jede Woche in den Ausgang zu gehen. Eigentlich ist es gar nicht so wichtig, mir ist es sehr gut gegangen. Was bedeutet Freundschaft? Was sind wertvolle Zeiten? Was mache ich mit meiner Zeit? Und darum habe ich das Gefühl, unsere Welt redet so schnell heutzutage mit Social Media, mit Comparing, mit «Ich brauche das, ich brauche das», dass man so viel vergisst.
- 47:29Sich selbst zu erfüllen ist das Nonplusultra für mich. Das ist für mich noch so etwas. Richtig inspirierend, mega schön. Ich glaube, da können sich ganz viele Leute eine fette Scheibe abschneiden. Ja, definitiv. Das ist sehr wichtig. Das ist so spannend. Und was machen deine Freunde, wenn ich fragen darf?
- 47:47Sie hat sich vor einem Jahr entschieden, selbstständig zu werden. Mega proud of her. Sie hatte auch einen Bombenstart. Da bin ich schon fast ein wenig neidisch. Sie ist drei, hat schon davon leben können. Erstes Jahr hat sie ihre Firma gegründet. Sie macht nebenbei ein mega spannendes Projekt. Sie macht einen healthy Snack, der rauskommt. Shine Bite, das wird auch mega cool. Shine Byte? Shine Byte, ja. Ah, Shine Byte. Shine Byte, ja genau.
- 48:14Es war mega cool, wie sie am Morgen aufsteht und den Drive hat. Und was macht sie? Sie kreiert, sie ist auch Influencerin. Und sie findet auch, wo sie hin will. Sie hat so den Money Path, ist jetzt Influencerin. Sie hat so ihren Stil, sie macht das mega gerne. Aber wiederum versucht sie sich zu finden. Das erste Jahr ist nach dem ersten Jahr Selbstständig. Es ist völlig die Selbstfindungsphase.
- 48:44Vielleicht bist du ein Kind und probierst mal jede Spielsache. Ich schwöre, so lustig. Ich habe ihm gerade gesagt, ich bin gestern... Gestern habe ich das erzählt. Nach drei Jahren habe ich langsam das Gefühl, nach drei Jahren Selbstständigkeit, ich habe so viele Puzzlestücke, dass ich jetzt wirklich eine Identität habe. Auch eine Sicherheit, eine Bestätigung, eine Bestärkung, die ich jetzt drei Jahre lang wirklich rum basteln kann, umsuchen kann, obwohl es immer so die gleiche Richtung gegangen ist. Oder eigentlich...
- 49:11Aber jetzt spürt man das so langsam und darum verstehe ich es voll. Das erste Jahr so, okay ich weiss in die Richtung, aber was nehme ich mit, was nicht. Es ist wirklich so eine spannende Phase. Spannende Wege, ja ich bin auch mega stolz auf sie. Ich glaube da könnt ihr auch von euch ausreden, selbständig sein ist nicht für jeden Mann etwas. Es gibt niemanden, der morgen aufsteht und sagt, das ist die Aufgabenliste, die musst du abschaffen und dann ist gut.
- 49:38Viele Leute wissen gar nicht, wo sie anfangen. Sie fühlen sich dann schnell so, ich bin an Ort und Stelle, ich komme nicht weiter. Darum sind wir auch mega stolz, wie sie sich entwickelt und das Feuer findet. Ich habe jetzt einmal am Abend drei Stunden, wo ich tanze. Dann komme ich nach Hause und schlafe bis 9, 10 Uhr. Sie sagt, mach dich wach und bete auch. Ich bin so, wach, kann man schnell aufgesehen sein, umher zu rennen.
- 50:00Ich liebe es. Du machst es gut. Du machst es richtig. Was wir jetzt von dem Podcast so ein bisschen rausgehört haben, ist so dein Ding, Approach oder einfach deine Message so, hey, bleib nicht zu fest in deiner Identität stecken oder in dem, was du machst, weil es braucht immer wieder eine Veränderung. Ja, mega. Und bleib nicht daran haften und komm eben quasi immer wieder zurück.
- 50:23Wieder so in einer Metaposition, wo du wieder mal schaust, was läuft eigentlich da, was bin ich am machen, welche Richtung ist noch alles gut. Mega, alles reflektieren. Was ich den Leuten mitgeben will, ist...
- 50:36Nehmt euch einfach Zeit für euch selber. Die Welt verlangt so viel von euch. Man hat das Gefühl, man braucht so viel, um dabei zu sein. Wir wollen alle irgendwo dazugehören. Das Wichtigste ist, man muss erst sich selber wissen, wer man ist. Man kann sich selber lieben. Dann kann man vorwärts laufen. Ich würde jedem empfehlen, ein Kind zu sein. Man kann erwachsen werden, aber in der Meinung, stay a child, dream big. Denk an das Unmögliche. Ich glaube, das ist
- 51:05Das ist dort, wo die Magie für einen selbst anfängt. Man macht es für sich selbst, man lebt für sich selbst. Man sollte nie entscheiden, weil Hans-Peter gesagt hat, ich sehe ein bisschen komisch aus. I don't care. Am Schluss, wenn du alt bist, ist Hans-Peter nicht da und sagt, oder gibt dir irgendetwas. Nein, sondern dann bist du allein mit deinen Entscheidungen. Und ich will einfach jeder, dass...
- 51:23dass jeder die Möglichkeit nimmt, in sich hineinzugehen. Was mich am meisten traurig macht, ist zu sehen, wie viele Menschen im Alter unglücklich werden. Das ist halt mega schade. Das ist mega, mega schade. Das will ich einfach mitgeben. Choose your path, do it, wenn es nicht klappt, ey.
- 51:39Wir sind am besten Ort, meiner Meinung nach, in der Schweiz, zum Selbstständigen. Disney Land, wirklich. Mega, mega. So viele Auffangoptionen, so viele Möglichkeiten, Quere, alles. Es braucht nur einen Willen und darum sage ich, go for it. Wirklich. Und es ist auch nie zu spät. Ich kenne einen, der mit 30 angefangen hat zu tanzen und er macht jetzt auch noch Chips und alles. Und er ist so happy.
- 52:04Und du bist ja auch noch recht spät in das Ganze reingekommen. Sonst machst du das ja als Kind und bist dann wieder in einem Kreis. Das beste Beispiel ist ja die KFC. Es gibt noch ein paar, die mit 60, 40, mit weiss der Gucker wenn durchgestorben sind.
- 52:25Ja, anyway... Nein, mega. Es ist genau das. Das erste Business oder der erste Weg muss nicht der Final Goal sein. Es ist ein Schritt in die Welt. Das Gleiche für mich war das Tanzen ein Schritt in die Welt. Dann kam das Modell, dann das, dann bin ich wieder zurück zu tanzen. Dann bin ich Creator, dann bin ich jetzt wieder...
- 52:46Der erste Schritt ist das Wichtigste und dann einfach dort hin, wo es einen zieht. Und wenn du mit 40 eine geile Idee hast, dann go for it. You never know. Vom 40 ins neue 20, reden wir von 60, 70. Ja, mega. Mit 40 ist man... Man hat auch das Gefühl, es gibt einen Timeschedule. Man muss bis dahin... Wenn man bis dahin nicht aus Autofahrten eine Saison hat, dann... Nein, das ist alles... Es gibt nur das Jetzt und das ist jetzt immer der richtige Zeitpunkt, um irgendetwas zu machen, alles andere existiert wie nicht.
- 53:12Ja, das ist so. Ich glaube, das ist der richtige Zeitpunkt zur Frage, oder? Ja, wir haben eine Frage für dich. Nein, warte. Also, bevor wir die Frage stellen, wir haben ein Konzept, und zwar jeder Gast darf am nächsten Gast eine Frage stellen. Du hast natürlich auch eine bekommen, die werden wir dir nachher stellen, aber zuerst deine Frage für unseren nächsten Gast. Ähm... Ich möchte dich beeinflussen mit der... Was ist etwas, das du immer mal probieren wolltest und bis heute noch nicht gemacht hast? Oh, mega schöne Frage.
- 53:42Was ist bei dir? Bis jetzt noch nichts. Alles immer gemacht.
- 53:51Ich kann es wirklich nicht sagen. Ich bin so ein Kind... Ich will das probieren, geben wir morgen. Ich muss es nicht mitnehmen. Das ist etwas, was du schon immer gemacht hast. Ich will sicher noch mehr reisen. Mentoring ist etwas, was ich auf eine viel größere Scale machen will. Das ist etwas, was ich unbedingt machen will. Du bist so ein weiser, wirklich eine mega weise Person. Ich glaube, das würde mega... Sinnmeister.
- 54:18Ja, nein, aber du hast wirklich... Nein, das... I see. I see it. Was war die Frage? Was war etwas, was du immer machen wolltest und dich noch nicht getraut hast oder noch nicht gemacht hast? Noch nicht getraut. Oh, noch nicht getraut. Ich habe es noch nicht gemacht. Okay. Deine Frage ist, wie hoch würdest du fliegen, wenn du weisst, du kannst nicht abstürzen?
- 54:41Boah, grenzenlos. Boah, grenzenlos. Ich kann es jetzt gleich so ein bisschen mit den Träumen vergleichen. Es ist so, hey, ich würde whatever it takes me. Ich würde keine Grenzen, ich würde überall hinfliegen, jede Ecke und alles probieren. Und
- 54:58Wenn ich einen Superpower hätte, wäre es immer Fliegen. Schon? Ja, als Kind, ab und zu, hatte ich noch lucide Träume. Wenn du anfängst zu merken, dass du immer rüberfliegen solltest. Sobald ich gemerkt habe, dass ich fliegen muss, dann habe ich eine hohe Angst gehabt. Das hat angefangen, als ich irgendwo höchst war. Und dann, als ich gemerkt habe... Die Glattauer, das 11. Stück.
- 55:21Ich bin immer so hochhäuserisch, schräg und die Fenster um die Brücke. Dann bin ich immer so, okay ich bin am träumen und dann bin ich aus den Fenstern gekumpelt. Und hat dich deine Höhenflüge weggenommen? Höheangst ein bisschen, ja. Aber wenn ich dann, zum Beispiel in Vegas, ich war immer in einem Hotel in Oberststokk und da hat es so eine Terrasse. Und auf der Terrasse hat es so eine Stelle, wo einfach so ein Glas ist.
- 55:51Ich musste ganz nah ran. Ich bin auch mal etwas geklettert, um die Angst zu stellen. Es wurde aber noch nicht ganz weg. So lustig, diese Frage passt mega zu ihm. Wir haben hauptsächlich die passenden Fragen von Gästen, die passen. Du hast durch den ganzen Podcast erzählt, es gibt keine Limiten. Darum ist das so ein mega, mega, hey Marco, wirklich.
- 56:20Ich bin sehr begeistert von dem Podcast, was du alles erzählt hast. Um dich auch in der Nähe kennen zu lernen. Ich glaube die ganze Community wird auch begeistert sein von dir. On fire! On fire, hundertprozentig. Inspo, Motivation. Wenn du noch etwas zu erzählen hast, das ist deine Kamera, die nur auf dich gerichtet ist. Wenn du etwas sagen möchtest, wie kann man dich unterstützen, wo kann man dich unterstützen, wie kann man... Dich finden, suchen, whatever.
- 56:45Ey, Social Media, Marco, Andrea, Silvia, falls irgendjemand Unterstützung braucht für die Realisierung der Träume, I'm here, aber was ich auch eben alles mitgeben will, ist find what you like and just do it. Fuck everything else. Geil.
- 57:02Danke wirklich vielmals von Herzen, bist du da gewesen. Mega mega cool. Das ist übrigens ein Gast, der mir die wenigsten Fragen gestellt hat, weil er so viel umstudiert hat. Ja, aber du hast ja auch noch gesagt, ich quatsche total gerne und so. Ich meine, die wenigsten Fragen... Es war so ein guter Flow, richtig gut. Mega herrlich.
- 57:21Anyway, sorry, ich wollte nicht... Nein, ist okay. Auch von meiner Seite danke vielmals, haben wir zugesagt, weil du entscheidest, euren Podcast für Businesserfolg und persönliche Weiterentwicklung. Heute mit Marco. Es war eine riesen Ehre. Danke vielmals. Und vergesst uns nicht zu supporten, liken, weiterleiten, sharen, kommentieren. Das ist wirklich die Währung der Content Creator im Jahr 2024. Wenn ihr uns weiterhin anschauen und anhören wollt, dann supportet uns auch.
- 57:51Bis zum nächsten Mal mit dem nächsten Gast. Wir freuen uns, wir sind da. Tschüss zusammen. It's a wrap. It's a wrap. Danke euch vielmals. Danke euch vielmals. Ich kann nicht eine Sekunde daran zweifeln, dass es nicht so wird.