Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #37 Australien-Abenteuer führte zu Bademode-Hype: Die Erfolgsgeschichte von Nellykini 🇦🇺🏖️
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von «Du entscheidest» mit Kevin und mir. Unser heutiger Gast hat einen mega krassen Hype ausgelöst. Und das nicht nur in der Schweiz, sondern bis auf New York. Zusammen mit ihrer Schwester führt sie ein mega erfolgreiches Modelabel «Nelly Kini».
- 0:19Wir haben sie heute eingeladen, um zu wissen, wie es überhaupt entstanden ist, was ihr Erfolgsgeheimnis ist und was ihre Inspiration dazu war. Ein fettes Applaus und ein herzliches Willkommen, endlich nach einem Jahr. Ich warte seit einem Jahr auf sie und darum noch so dankbar, dass sie heute da ist. Vielen Dank fürs Kommen. Herzlich willkommen, Nelly. Wow!
- 0:46Was für eine Anerkennung! So kann der Tag starten? So kann der Tag starten? Morgens halb zehn in Zürich. Ja, wow. Danke vielmals. Schön, dass ich da sein durfte. Hat ein bisschen Überwindung gebraucht, aber jetzt habe ich es geschafft. Nein, muss doch nicht. Wieso? Bist du etwas aufgeregt?
- 1:04Ich weiss nicht, ich kann das einfach. Ich fühle mich einfach immer so kribbelig und ich mache das eigentlich nicht so gerne. Vor der Kamera stehen und irgendwie ein Mikrofon vor mir. Zum Glück das einzige, was du siehst, ist das Mikrofon vor dir. Die Kamera sieht man mit dem ganzen Licht nicht so. Und uns. Ich glaube, es könnte schlimmer sein. Hey Nelly. Das ist ein schönes Gesicht. Gleich mal aufbauen. Nelly, erste und wichtigste Frage, die wir immer stellen.
- 1:28Wie geht es dir? Mir geht es gut, danke. Und euch? Danke, auch sehr gut. Super, der Sommer ist da. Wir sind zufrieden, happy. Ich bin richtig hyped, weil ich letzte Woche das erste Mal bei dir im Laden war. Ich habe schon sehr viel gesehen auf Insta, die ganzen Posen von hier und da. Die schönen Frauen in Bikinis. Ganz viel, ja. Da konnte ich letzte Woche das erste Mal bei dir im Laden. Ich konnte mir so eine geile Badhose auswählen. Also mega.
- 1:58Und der Stoff ist top. Ich muss sagen, ich habe am 19. wo wir noch an der Löwenstrasse irgendwo oben waren, dort habe ich mal ein Bikini gekauft und ich habe es heute noch. Wo waren wir? Gerade an der Löwenstrasse, wo, weisst du, der McDonalds, oder? Der neue McDonalds.
- 2:22Dort war noch die Mobile Zone. Und im ersten Stock haben sie eine Pop-Up Fläche. Ah nein, komm jetzt. Wir waren aber im ersten Stock. Es war keine Laufkundschaft und so. Aber wir hatten ja den ersten... Okay, jetzt gehe ich schon ein wenig weiter. Den ersten Pop-Up Store hatten wir an der Löwenstrasse im Migros-Center.
- 2:44Ah ja! Ich kann mich erinnern. Es ist der erste, also so habe ich nicht angefangen, aber der erste Pop-up-Store, den wir uns auf der Fläche gesehen haben, ist wirklich interessant. Krass. Aber genau, gehen wir mal zurück. Wir müssen dazu noch sagen, du hast in einem mega jungen Alter angefangen. Wie alt bist du jetzt? Jetzt bin ich 28, aber ich war 20, als ich gestartet habe. Acht Jahre schon? Ja, es geht wirklich so schnell. Was hast denn du gelernt? Identalassistentin.
- 3:13Dann hast du die Lehre gemacht? Ganz normal die Lehre gemacht. Ich habe wirklich meine zwei Schwestern KV gemacht.
- 3:19Ich war so, dass ich nicht diejenige bin, die hinter einem Laptop sitzt und den ganzen Tag etwas eintippt. Ich bin jemand, der mit Kunden, also mit Patienten oder einfach mit Leuten zusammen ist. Mich hat immer schon etwas interessiert. Das 0815, so eine Interaktion, so etwas lebendig. Und eigentlich mein Traumwerk war die DH, als Allhygienikerin.
- 3:47auch das Selbstständige zu arbeiten.
- 3:50Das liebe ich einfach so. Logisch, du hast einen Chef über dir. Du hast den Zahnarzt, der immer noch kontrolliert hätte. Also bei der DH nicht, aber ja. Aber das Selbstständige, einfach etwas machen und stolz sein auf etwas. Auf sichtbare Ergebnisse. Und das heisst, du hast die Lehre gemacht und bist danach noch geblieben dort? Ich bin eine kurze Zeit noch geblieben, aber dann hatte ich schon geplant, auf Australien zu gehen.
- 4:18Das macht fast... Das machst du nach der Lehre? Ja, ein Sprachopfertag in Australien. Dann kommst du zurück und willst schon noch Englisch. Ich will noch ein Bikini Brand machen. Nein, noch Englisch gar nicht. Ich bin nach Australien gekommen und dann hat es so geheißen, ja ok, in der Schule. Ich so, ok, ich bin alleine gegangen. Ich habe es mit niemandem geplant. Wie alt warst du? 20, ja 19, ja.
- 4:43Ich sagte, ich gehe jetzt alleine dort hin. Ich war mega nervös. Dann bin ich zur Schule gekommen. Nur Schweizer, weil ja jeder das macht. So geil. Jeder geht ja gerade nach der Lehre. Er macht den Sprachaufenthalt.
- 4:58Ja. Oh, das heisst eigentlich auch Deutsch. Eigentlich weitergegeben. Ja, ja. Deutsch gegriffen. Ich war einfach bei einer Familie, dort habe ich Englisch gelernt. Wo bist du denn genau gewesen? Hey, in Surfers Paradise. Das war auch noch so etwas. Das war so der Partyort. Niemand ging in die Schule. Ich habe es mega ernst genommen. Ich so, okay, ich gehe jeden Tag in die Schule, weil wir mussten in die Schule gehen, dass du...
- 5:19dass du das bestehst. Und ich habe das voll ernst genommen. Die anderen jeden Tag Party machen und ich so... Ja, ich auch. Das war für mich wieder so anstrengend, um zu konzentrieren. Ich war manchmal am Abend so kaputt, vom Überlegen, vom Lernen. Du bist so süss. Aber du siehst auch... Hörst du surfen?
- 5:42Ich ging in eine Surfschule, aber es ist nicht für mich. Es ist so anstrengend. Rausschwimmen, irgendwie... Ja, rausgeschwommen und dann irgendwie... Vielleicht eine Sekunde nicht mehr gestanden und dann wieder alles wieder zurück und dann wieder alles rausschwimmen. Es ist mehr Arbeit als für mich. Und in der Schweiz auch ein wenig Wakeboard und so?
- 6:03Nein. Weil du musst nicht raus schreiben. Ja, ich weiss. Alles, du bist so sehr fähig zu jagen, du gehst selber durch. Wie viel ich und wie lange ich gestanden bin, das sagt niemand. Hat er nicht gelogen. Nein. Ich habe es auch nicht geschafft. Letztes Jahr das erste Mal Wake. Es ist krass. Ich habe es nicht geschafft, auf den Kurs zu kommen. Ich so, ja Mann, ich schaffe es. Ich gehe jeden Tag trainieren. Ich habe mir sogar den Finger halb gebrochen.
- 6:23Wenn man dich sieht, sieht man einfach Ferien. Ich liebe Schaas. Am liebsten würde ich am Meer wohnen. Wenn ich so wäre, würde ich noch mal surfen lernen. Aber dort ist eine Woche und eine Woche. Wir haben nur auf den kleinen Wellen. Das war Schaum.
- 6:46Das war der Schluss und du musstest aufstehen. Und dann hat dich die Maus von diesen Bikinis geküsst? Nein. Ist dort etwas passiert? Nein, also bevor ich gegangen bin, ich hatte schon immer sehr spezielle Bikinis. Ich hatte immer teure Bikinis, weil ich auch immer so, ich war schon immer «curvy». Immer schon so, meine zwei Schwestern immer so «schön».
- 7:09und ich war immer Curvy. Ich sagte immer, ein spezielles Bikini, die Leute schauen doch auf das Bikini und nicht auf den Körper. Das ist doch so etwas, du fällst auf, auch wenn du einen coolen Style hast, die Leute schauen doch auf den Style, so denken, richtig cool angelegt.
- 7:25Bei mir waren es immer spezielle Bikinis. Und dann hatte ich schon immer spezielle Bikinis. Für Australien wollte ich etwas Spezielles. Richtig so «boah». Und dann, als wir in die Ferien gingen, habe ich einfach zu einem Vorrangladen
- 7:42Einen Vorhangladen? Ja, einen Vorhangladen. Da habe ich so Fränzchen gekauft. Ich sehe sie auch auf Kissen und so, Borosteine, überall so Zettel drauf und so. Und ich habe so gefunden, hey, ich gehe basteln, vielleicht möchte ich das mal auf ein Kissen nehmen oder auf eine Decke, keine Ahnung was. Du hast einfach intuitiv mal mitgekauft? Einfach die Marke gekauft, weil es mir gefällt hat. Und dann, bevor ich auf ein Strahlen gegangen bin, habe ich so gefunden, hey, irgendwie wäre das noch cool auf einem Bikini.
- 8:12Dann kaufte ich ein schwarzes Bikini nochmal, im Calzedonium, ich kaufte das schwarze Bikini und kniete es an. Was hatte das für eine Farbe? Das Fränzchen war weiss, es war wirklich etwas so lang. Ich musste es noch selber schneiden, das sah aus. Hast du noch ein Foto von diesem Bikini? Ja, genau.
- 8:36Dann habe ich das geschnitten, es war wirklich schwierig. Meine Kollegin hat mir geholfen, das von Hand anzunehmen, weil ich noch keine Neumaschine zuhause habe. Du hast es sogar von Hand gemacht? Ja, von Hand. Ich war wirklich... Keine Ahnung, einfach mal machen. Ich war in der Schule, habe Handarbeit gemacht, aber zuhause habe ich nichts gemacht. Angeknet, von Hand, du hast es hinten gesehen, das Stich, ich kann es immer noch, dieses Bikini, es ist legendär. Dann bin ich auf Australien gegangen. Mit diesem Bikini?
- 9:05Ich hatte das oft an. Und wirklich, die Schweizer Kolleginnen, so ein cooles Bikini, ich will das auch. Sie haben sogar ausgelernt, um ein Foto zu machen. Ich habe wirklich noch Kolleginnen, die ein Foto haben wollen mit dem Bild. Und dann haben sie es. So krass.
- 9:25Durch das Reisen, ich bin noch in der Gold Coast und so. Und dann habe ich echt beim Reisen... Australisch ist auch so ein bisschen hippie, so ein bisschen der Vibe. So? Ja, jetzt bin ich noch mal so hippie. Okay, bleiben wir doch. Und dann habe ich einfach so eine Mischung.
- 9:43Ich habe es in der Mitte angetan. Zusätzlich an diesem schwarzen Bikini? Ja, es hatte nichts daran. Ich kann mich noch daran erinnern, als du gesagt hast, es sei fränzlich, hatte es auch noch Mischel. Nein, beim Reisen habe ich gedacht, das Bikini braucht ein wenig Lumpen. Dann habe ich die Mischel-Draht an. Ich habe von der Gastfamilie gefragt, ob sie zwei Zangen haben. Mit den Zangen habe ich das Draht an. Aber ich habe etwa acht Mischel dran.
- 10:09Wenn ich es mir jetzt anschaue, ist es wirklich zu viel. Und in der Mitte habe ich noch von einem Kettchen... Wie hast du das... mit einer Zange angemacht? Zangen. Und zwar bin ich noch in einem Bastelladen und habe einfach so...
- 10:25Denke auf die Ringchen, die ich so hinlege. Aber da ist ein Loch durch die Muster gekommen. Nein, nein, die Mischchen haben schon hinten... Ah, wie Ohrenringchen oder so. Ja genau, haben schon hinten, wir machen sie jetzt auch dran, haben schon hinten, sind wie ausgekühlt. Sind echte Mischchen, einfach ausgeholt hinten. Die sind so wie, die haben wie ein Loch, genau. Und dann kannst du wie ein Ringchen drüber... Wie so für Schmuck, Ohrenringchen oder so.
- 10:44Und dann habe ich das gemacht und dann war ich wirklich so bling-bling. Nicht bling-bling, aber so richtig ausgestattet mit Mischel. Und dann hatte ich noch von einem Ketten so eine Feder. Und dann habe ich die auch noch getan. Und dann ist wirklich... Das ist bei Kini... Das bei Kini ist so 5 Kilo am Schluss. Aber schau mal, es heisst ja Nelly Kini und das war dein erster Nelly Kini.
- 11:07Auf den Namen kamen wir dann auch dorthin. Warum ist das dann wirklich so? Dann haben das alle gewählt. Die Kollegen sagten dann, wenn du zurückkommst, musst du etwas mit Bikinis machen. Ich sagte, ja.
- 11:22Eigentlich ist mein Traum, DH zu werden. Ich gehe zurück und mache die Aufnahmeprüfung für DH. Alles in diesem Step. Nicht Step Bikini und Kaffee. Neuland. Hättest du das überhaupt noch gemacht? DH. Die Aufnahmeprüfung. Warte mal. Das muss ich dir noch schnell...
- 11:38Dann sagte ich, dass ich auch ein Bikini will, wenn ich zurückkomme. Nach fünf Monaten Reise kam ich zurück und machte dann wirklich etwas, was wir wollten.
- 11:53Wie viele waren das? Es waren alle Kolleginnen. Und dann sprach es sich sehr schnell um. Es ging wirklich schnell. Es ist ein Hype. Man kann es gar nicht vergleichen mit dieser Zeit, wie vor acht Jahren. Vor acht Jahren kam erst Instagram richtig auf. Instagram ist... Influencer hat man dort noch nicht so gekannt.
- 12:20Nein, das war noch Neuland. Ich habe das dann für die Kolleginnen gemacht. Dann kamen das schnell Kolleginnen und Kolleginnen. Und hast du dort immer noch vorhanden? Nein, ich wollte es professioneller machen. Ich wollte eine Nähmaschine, ich wollte das mit der Nähmaschine annähen.
- 12:47Und dann fand ich auch, jetzt muss ich auch Stoff kaufen. Aber du hast gewusst, wie eine Maschine funktioniert? Ich muss sagen, ich bin sehr kreativ. Ich bin wirklich, wenn mir etwas gibt,
- 13:02Du checkst irgendwie, wie es geht. Ich habe deine Deko im Laden bekommen. Ich habe alles selber gemacht für die Festivals. Das habe ich alles. Rosendekorationen und so. Styropor und so. Ich bin früher schon... Die anderen zwei sind nicht so handwerklich begabt. Deine Schwestern? Ja, die sind wirklich...
- 13:21Und ich dachte mir, okay, manchmal ist es auch nur logisch überlegen. Du siehst etwas und denkst, was kannst du damit machen? Und dann überlegst du und machst einfach. Ich bin so ein Macherin, ich mache es einfach. Ich überlege manchmal gar nicht. Ich überlege, wie könnte es gehen und dann mache ich es. Also...
- 13:45Entschuldigung, alle am Mikro sagen «sorry» zu mir. Es hat ein Leben, es hat eine Seele. Und dann... Bist du nicht mal zu den Hanski-Lehrerinnen gegangen? Genau, das war das. Dann habe ich so gefunden, zu wem kann ich gehen? Ich will nicht in eine Schule gehen, dass... Dann hast du noch mal drei Jahre. Genau, ich will einfach das lernen, was ich lernen möchte. Das ist meistens...
- 14:07Wenn du in der Schule gehst, lernst du tausend andere Dinge, die du nicht brauchst. Dann ging ich zu ihr und sagte, ich möchte gerne bei Kindern... Ich war 20, ich darf das nicht unterschätzen, ich war noch ein Baby. Wie hast du sie kontaktiert? Sie hatte ein Atelier.
- 14:27In Delsdorf, wo ich aufgewachsen bin, wo ich auch in die Schule gegangen bin. Und ich habe ihr geschrieben, ob ich mal vorbeigehen darf. Und sie sagte, ja klar, Nelly. Und wir haben schon in der Handarbeit, in der Handski, haben wir so ein Etui gemacht. Und ich habe das schon sehr gerne gemacht, mega speziell. Ich habe das immer noch. Das ist immer noch mein Etui, mein Schminketui.
- 14:48Dann habe ich das bei ihr gemacht und eigentlich bin ich nicht so geduldig. Das hat mir schon gesagt, Nelly, wirklich. Du, die keine Geduld hast, willst du das machen? Und ich so, ja, ich will das unbedingt machen.
- 15:02Und dann hat sie es dir dabei... also nur Bikini... Hey, schau, für ein Bikini brauchst du auch eine Overlook-Maschine. Du brauchst eine etwas speziellere Maschine. Du brauchst nicht nur eine Naimaschine. Overlook-Maschinen sind für die ganzen Abschlüsse, damit es schön aussieht, damit es nicht ausfrenst. Weil du schneidest sie eigentlich, den Stoff, und dann brauchst du einen schönen Abschluss. Und dafür brauchst du nur eine spezielle Maschine. Und ich hatte die am Anfang ja nicht. Und bei ihr, sie hat mir dann alles gezeigt,
- 15:29Ein Bikini nähen. Ich dachte zuerst, das ist nichts für mich. Du hast wirklich ein Bikini aus einem Stoff selber nähen wollen? Ja, ich bin dann Stoff kaufen gegangen. Und hier in der Schweiz empfehle ich niemandem Stoff kaufen. Es ist abartig teuer. Für einen Meter zahlst du wirklich viel. Und für einen Meter bringst du vielleicht 1-2 hin. Ah, wirklich? Ja, weil du musst halt... So viel brauchst du schon nur für alle Bändel. Es hat so viele Bändel dran. Hier, hier, hier. Es braucht so viele Bändel. Und für das brauchst du auch schon...
- 15:59Für ein Bikini ist es viel anstrengender als ein T-Shirt zu nähen. Das ist sehr komplex. Bei einem T-Shirt ist alles so, aber bei einem Bikini brauchst du so viele kleine Flächen. Und du musst es ja nähen und alles umkehren, weil du willst ja keine Naht sehen. So Millimeter Arbeit. Zum Beispiel einen Bändel musst du nähen auf kleine Flächen. Das ist mega knifflig.
- 16:26Und dann musst du alles mit einem Stab umkehren. Und auch das. Man sagt, für ein Bikini willst du so viel, aber es ist so wenig Stoff. Also wenn ich ein Bikini sehen würde, denke ich, es ist mega wenig Stoff. Aber wenn du es so gesehen hast, ist es komplex. Am Anfang hatte ich etwa 4-5 Stunden. Also für einen Zweiteiler? Oben und unten?
- 16:51Mit Zetteln oder nur basic? Das darfst du nicht unterschätzen. Ich brauche fast schon fünf Minuten an einem Mischchen. Also wenn ich hinten raus, hinten raus, hier auf der Seite... Und wir haben jetzt eine neue Kollektion. Da haben wir drei oben, drei unten. Auf jeder Seite drei, drei. Das braucht schon so viel Zeit. Nur schon für die Mischchen annehmen, wenn ihr denkt. Es ist sehr zeitaufwendig. Und wir wollen halt nicht 0815 in die Kine machen. Wir wollen ein bisschen spezielles machen.
- 17:21Und alles Spezielle ist halt zeitaufwendig. Krass. Das ist wirklich... Das heisst, du bist dann dort hin und zu Hause, ich will Bikinis machen und sie denkt, oh mein Gott, du ungeduldiger Mensch, das wird eine gute Challenge für dich. Dann hast du angefangen und hast dann gemerkt, oh nein, es wird mir zu kompliziert oder war das wirklich so eine Challenge, wo du gedacht hast...
- 17:41Ich nehme die an. Zuerst dachte ich mir, dass es nichts für mich ist. Doch, hast du wirklich? Nein, es ist nichts für mich. Aber wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann will ich es schaffen. Ich war schon immer so, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann... Alleine? Ja.
- 17:57durch das, dass ich ein ungeduldiger Mensch bin, eigentlich kann ich so sehr hartnäckig sein. Ich will das jetzt. Wenn das nicht genau so ist, dann mache ich alles, dass ich das schaffe. Und das war genau so. Wenn ich es nicht geschafft habe, dann bin ich dran geblieben, bis ich es geschafft habe. Aber schon lustig, eigentlich hast du angefangen mit einem Kaufbikini. Genau. Ein Kaufbikini, den du dann einfach so aufpimpt hast. Und
- 18:25Das war das erste und letzte Mal. Nachher hast du direkt angefangen, das selber zu machen? Ja, und dann war es so, dass ich die Kollegin auch noch gekauft habe. Weisst du, das ist ein Laufdruck. Und dann habe ich angefangen zu nähen. Und dann ist es schon recht... Es waren sechs Stunden an einem. Und ich konnte zuerst nur... Ich konnte schon noch nicht mega teuer verkaufen. Ich hatte für 60... Nicht einmal. 60 Franken waren für sechs Stunden da.
- 18:48Es gibt ja so viele verschiedene Grösse, die sind ja nur schon da. Ja, ich habe es wirklich für jede Anfrage gemacht. Von welcher Zeit reden wir? Du bist nach Australien gekommen und wie viele Monate später hast du... Ich habe nebenbei noch als dentale Assistentin gearbeitet.
- 19:08Ich bin mit 19, da hast du nicht viel Geld, da kannst du nicht investieren in etwas, wo... Gerade nach 5 Monaten, Australien... Genau, und ich habe so viel Geld ausgegeben dort. Ich bin wirklich living the good life dort. Ich habe alles gemacht, was man machen kann. Bin auf Fidschi, auf Bali noch. Ich habe gefunden, ich bin einmal jung und einmal lange reisen.
- 19:31Ja, langsam, langsam. Zuerst, wie gesagt, lernt man aus Fehlern. Ich habe zuerst einen grossen Fehler gemacht. Was denn? Meine Mutter sagte noch, dass ich das nicht mache. Und ich dachte, doch, mein Kopf, ich will das machen. Ich mache das. Why you never know. Ich war jung, ich ging in einen Stoffladen. Die sagten mir, Minimum Order ist 100.
- 19:59100 Meter. Und 100 Meter, ich so, ja easy. 100 Meter ist ja nicht so viel. 100 Büchleinig geht ja noch. Und ich so, ja, ich lasse mich einfach von innen beraten, was der beste Stoff ist und so. Ich hatte noch nicht so Ahnung von Stoff. Das ist halt auch noch, ich hatte noch keine Schule gemacht, ich hatte noch nicht so Ahnung, was für Stoffe gut sind. Und dann hat er mir natürlich den teuersten Stoff gegeben. Wirklich den teuersten. Und natürlich,
- 20:27Nicht der beste. Es war so ein dicker Stoff. Ich lache immer noch darüber. Es war wie ein Neoprenstoff. Es war ein Neopren. Es war so ein dicker Stoff. Wenn du es angehängt hast, war es wirklich so dick. Ja. So geil. Das war auch noch ein Happi. So für die Tauben. Ja. Schnittmuster zu machen.
- 20:50Viele sagen, man mache doch einfach das Bikini. Ich mache mir ein Mass geschnittertes Bikini. Dann sage ich, stopp. Weisst du, was für Arbeit das ist? Du musst zuerst mal ein Schnittmuster machen. Und Schnittmuster, das kannst du nicht einfach zeichnen, einfach ein Schnittmuster machen. Das ist nicht so einfach. Ich bin wirklich mit einer Schneiderin
- 21:12Ich war lange dran, fast drei Wochen, bis ich ein Schnittmuster... Etwas entwickeln zu haben. Ja, das ist im Fall stark. Dann machst du ein Schnittmuster. Das ist auf einem Karton. Das ist wirklich auf einem Karton. Dann zeigst du das auf einem Papier. Und dann kommt es erst auf den Stoff. Vom Stoff machst du es erst. Also es ist schon ein Prozess.
- 21:33Hast du jetzt eine Basis? Ja, jetzt haben wir ein Schnittmuster, das wir für alles brauchen. Ausser jetzt die neuen, wie die Bandos. Genau, wir machen immer wieder neue Schnittmuster. Aber wenn jetzt jemand zu mir kommt und sagt, mach mir das, dann sage ich,
- 21:48Es ist nicht so schnell. Und ich selber habe das nicht gelernt. Jetzt check ich es schon langsam, aber ich brauche immer noch jemanden, der es mit jemandem machen kann. Du musst es ausmessen, du musst es wirklich genau und auch die Zentimeter, die du einberechnen musst, die du für die Naht brauchst, die dann auch noch weggehen. Und eben,
- 22:08Bei uns sagt man immer, man muss es probieren. Weil jeder Stoff ist anders. Jeder fällt anders aus. Wenn ein etwas dünnerer Stoff ist, fällt es wieder fast um zwei Zentimeter. Dann hast du wieder ein anderes Stoffmuster. Nein, du musst es nach einer anderen Grösse nehmen. Wenn du z.B. ein L für einen dickeren Stoff nimmst, musst du für einen dünneren Stoff z.B. ein S einfach anders nehmen. Du musst es anlegen und denken,
- 22:36Manchmal haben die Frauen bei uns ein XL-Arm, das zum Beispiel ein S ist. Aber wir brauchen viel für uns auch. Es ist mega schwierig zu schneiden, weil wir so viele Stoffe haben. Bei uns kommen ja immer noch so viele Bikinis.
- 22:54Und jetzt hast du aber nur Bikinis für Frauen gemacht? Du hast noch keine Badehose gemacht? Nein, Bikinis. Das war auch etwas, wo ich fand, ich bin eine Frau, ich will etwas für eine Frau machen. Und nicht gerade für einen Mann. Weil ich habe keine Ahnung, wie so eine Badehose... Ich habe keine Badehose, nein, ich habe keine Ahnung. Und das ist auch, wo ich für Badehosen angefangen habe. Okay, warte mal. Zuerst noch fertig.
- 23:17Ich liebe deine Struktur, wie verzeihen. Nein, ich habe eigentlich gar keine Struktur. Du hast einen genau roten Faden, das ist super. Ich habe eigentlich mit meinem Ex-Freund gestartet. Ich war mit ihm zusammen und er hat es mit mir aufgebaut. Er hat mit mir alles gestartet. Ich bin zurückgekommen und habe gesagt, ich will das machen.
- 23:41Meine Eltern waren noch sehr skeptisch. «Was Nelly? Du bist jetzt gerade zurückgekommen, du willst das jetzt wirklich hundertprozentig machen?» Und ich fand dann, dass ich es nicht war. Ich bin ja auch noch als Zentraleselständin. Ich hatte in meinem Zimmer das aufgebaut, ich hatte zwei Nähmaschinen.
- 23:57Du konntest kaum in mein Zimmer laufen. Null. Ich hatte schon ein kleines... Überall, alles in meinem Zimmer. Meine Mutter so, ich laufe nicht mehr in deinem Zimmer. Es war so kalt. Am Abend noch. Wirklich so in meinem Kinderzimmer. Und dann...
- 24:15Er fand so, Nelly stell dir doch selbst ein Ultimatum. Mach dir selbst ein Ultimatum. Sag, wenn es diesen Sommer nicht klappt, dann hätte es nicht so sein sollen. Du musst einfach wieder auf den Talassi stehen. Oder eben deinen Traum halten, einen anderen Traum. DH oder PA. Und dann habe ich gesagt, weisst du was, ich probiere es.
- 24:42Ich war in meinem Kinderzimmer, hatte es genäht und fand, ich wollte das jetzt machen. Ich probiere es. Das ist halt auch noch etwas. Wenn du jung bist, hast du noch nicht so viele Ausgaben, noch nicht so viele Risiken. Du hast noch kein Risiko. Du bist zu Hause. Meine Eltern, ich hatte zum Glück immer Eltern, denen ich nichts abgeben musste.
- 25:03Wir durften alle drei zu Hause wohnen und es war super schön. Das war auch etwas, meine Eltern haben mich immer unterstützt, aber ich wollte nie Geld von ihnen. Das ist auch etwas. Ich habe immer gesagt, auch meine Eltern, du lernst es viel mehr, wenn du einen Fehler machst und dein eigenes Geld. Also weisst du, es tut dich viel mehr weh. Jetzt wie mit dem Stoff, oder? Aber etwas anderes, wegen dem Ultimatum.
- 25:30Was war das Ultimatum? Ein Sommer. Ein Sommer was? Ein Sommer schauen, ob es läuft oder nicht. Was heisst laufen? Laufen, ob es ankommt. Es ist schon angekommen, ein gewisses kommt an. Aber ob es sich rentiert. Ob mehr Anfragen kommen. Ja, ob es sich rentiert, um...
- 25:52Ja, Stoff kaufen, Stoff ist teuer. Stoff ist... Ja, und das alles investieren. Das ganze... Und ich habe wirklich das wenige Geld, das ich noch hatte, noch nicht in das investiert. Hast du dort schon angefangen mit Instagram, dass Frauen... Die haben ja den Selbstläufer gehabt, dass Frauen Bilder gemacht haben mit diesen Bikini und... Schau, es war so, sie sind wirklich zu mir nach Hause gekommen, um zu probieren. Das ist wirklich...
- 26:16«Hey, Papi, sie kommen jetzt! Geh bitte weg!» Wir waren noch am Essen. Ding-Dong! «Ich will zu Nelly kommen, ich will gerne ein bisschen...» Auch fremde Leute, die ich nicht kannte, die wirklich in die Stube gekommen sind, die im WC bei uns nebenan probiert haben, oder hoch ins Zimmer zu mir, das ich eigentlich nicht wollte, weil es ein riesiger Puff war. Nein, wie geil! Ja, und mein Papa immer so «Okay, ich gehe jetzt!» Ja, er ist so süss.
- 26:40Ja, und dann, ja, meine Familie ist wirklich, und meine Familie hat mich schon von Tag 1 auch unterstützt. Meine Mama war am Anfang sehr skeptisch, einfach, weil sie so fand, hey Nelly, du bist 20, du willst jetzt wirklich schon deinen Job aufhören. Willst du das wirklich? Und nachher, wenn es nicht klappt, was ist dann? Aber ich habe so gefunden, hey Mami, ich habe so etwas in mir,
- 27:01Ich muss es probieren, wenn nicht, dann klappt es halt nicht. Aber ich bin 20, ich kann ja immer noch zurück auf meinen Job gehen. Ich kann nichts verlieren. Ich glaube, das sind so Angst, die Eltern automatisch haben. Das sind ja wie auch ihre Ängste. Das sind ja ihre Ängste, die sie von ihrer Kindheit hatten. Und dort war es wahrscheinlich so, mit 20 sind sie geheiratet und hatten drei Kinder. Und wir mit 20, 15, 30 ist so... Morgens 18, 30. Ich muss noch schauen, wie ich was händle.
- 27:30Ganz andere Zeit. Gerade durch den Treub. Ja, dass du sie durchgezogen hast. Aber sicher auch, um sie zu schützen. Natürlich, es ist ja alles aus Liebe. Die Eltern machen es ja aus Liebe. Genau, meine Mutter und mein Vater wollten uns immer schützen und sagen «Hey Nelly, lass uns immer mehr. Sie haben ja auch nichts geschafft. Sie wissen ja, wovon du dich hast.
- 27:53Aber der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Das heisst, du hattest die Heirat-Zambak, also die Leute sind in die Heibude reingesprungen. Ich weiss noch, Leute, denen wir das erzählt haben, dass sie zu dir nach Hause kamen, sind dazu mal Bikinis gehauen. Ich habe sogar als Dentalassistentin in Zürich gearbeitet. Und die sind sogar noch dort, um Sachen abzuholen. Ich habe aber schnell gemerkt,
- 28:17Es geht nicht mehr. Zwei Sachen auf einmal. In der Zwischenzeit hatte ich noch ein Atelier, einen Showroom. Ich habe einen sehr netten Typen kennengelernt, der auch älter ist. Er hatte auch noch eine Papi-Position für mich. Franz heisst er, ich werde ihn nicht nehmen. Ich danke ihm wirklich sehr viel. Hat er dich voll supportet? Er hat mich von Tag 1 supportet.
- 28:44Wie ist er denn auf dich gekommen? Ich bin auf ihn gekommen. Er war Kosmetiklieferant. Er hat eigentlich Kosmetikerinnen ausgeliefert mit allen Sachen, mit Stühlen, mit Sachen. Und er hat ihn in den Oper gelassen. Da war ein riesiger Raum, wie hier eigentlich, riesig. Und er hatte all seine Sachen dort drin. Also lagermässig.
- 29:12Das war in einem Lagerraum. Und er hatte noch Lasergeräte, die er auch den Kosmetikerinnen ausgeliefert hat. Und er hat auch einfach den Leuten noch gelasert nebenbei. Weil er hatte die Apparate und ich halt seit langem halt viele Haare. Ich bin zu ihm gelasert. Und dann habe ich immer schon von meinen Bikinis erzählt und er hat gesagt, hey Nelly,
- 29:33Du machst es so gut. Du könntest noch gross werden. Du wirst noch gross. Ich glaube an dich. Und er hat dann gesagt, komm Nelly, von deinem Kinderzimmer, komm doch zu mir. Ich gebe dir einen Raum. Du kannst dort einfach deine Sachen machen. Du kannst mir vielleicht ein wenig Frauen bringen.
- 30:00Er ist ja bei den Frauen, er ist an der Quelle. Das war das. Wir haben uns gegenseitig geholfen. Es war Win-Win. Ich habe ihn Frauen gebracht. Dann ist ihm wirklich etwas Träuriges passiert. Er hatte leider einen Schlaganfall und war links gelähmt. Dann war das für mich so ein «Oh».
- 30:18Ich habe ihm geholfen und wollte ihm weiterhelfen. Es war nicht so, dass er nicht mehr helfen wollte. Er ist dann wirklich ein Kämpfer. Am Anfang konnte er nicht sehr arbeiten, weil er gelähmt war. Er fragte mich dann, ob ich ihm helfen wollte. Er fragte, ob ich mir auch eine Packung für mich machen wollte. Ich fand, dass er es gerne wollte.
- 30:49Ich habe ihnen geholfen, alle Päckchen zu machen. Aber warst du noch DH? Ich habe viel gemacht. Ich war DH, Dentalassistentin.
- 30:59Ich konnte meine Homepage langsam anfangen zu machen. Mit meinem Ex natürlich, er hat mir geholfen. Ich habe mir alles alleine gemacht. Ich habe Shootings gemacht für Webseiten. Ich habe noch Gneid am Abend gemacht. Und dann habe ich Franz geholfen zu laseren. 24-7. Er hatte dann wirklich eine gute Idee. Er fand, komm Nelly, wenn du dieser Frau laserst, kannst du doch so Geld machen.
- 31:22Und dann habe ich so meinen Kollegen, angefangen alle zu laseren. Für das Bikini? Genau. Und dann habe ich gelasert, um Geld zu machen, um mir die Sachen zu investieren. Ich habe Stoff gekauft, ich habe einfach so langsam angefangen. Es ist wirklich langsam, langsam, step by step. Ich habe ihm geholfen, er hat mir geholfen, ich durfte dann wirklich gratis da rein.
- 31:49Ich habe dann wirklich so langsam angefangen Bikini Partys zu machen. Bikini Partys? Ich habe dann die ersten Neuen angefangen, wirklich farbig. Ich habe dann wirklich Stoff gekauft. Im Ausland dann Stoff gekauft. Ich bin auf Italien, ich bin auf Portugal. Ich habe dann wirklich langsam Stoff gekauft. Farbiger Stoff, schwarz, alles. Und habe das dann wirklich so gemacht, meine Kreationen. Und es ist wirklich...
- 32:12Und jetzt haben unglaublich... Es ist so weggegangen. Wir hatten Kollektionen gemacht. Sie waren im Sekundentakt ausverkauft. Wirklich? Die Leute haben mich angefragt. Sorry, es ist ausverkauft. Es ist ausverkauft. Ich hatte es gepostet. Es war innerhalb von ein paar Sekunden weg. Es ist aber... Warte, okay, gut. Warte, warte, warte. Ich habe gesagt, es ist ein Hype. Warte, warte. Erste Kollektion. Rausgebracht. Ausverkauft. Wie viel hat die? Zwei. Jetzt warte, warte. Warte. Ich liebe es.
- 32:42Wie hat sich das angefühlt? Ihr postet das und es ist auf einmal, innerhalb von 0,9 Minuten, weg. Man muss das auch noch erwähnen, Instagram kam auch dort auf. Wir haben Instagram dort... Regiert. Ja, wir haben etwas auf Instagram gepostet und es ist gerade weg gewesen. Sie haben uns geschrieben, es war weg. Es hat sich eben so gefühlsmässig mega schön angefühlt.
- 33:09Und dort muss ich noch sagen, ich war alleine. Ich habe das alles alleine genommen. Nach zwei, drei Jahren ist mir dann wirklich...
- 33:19Es ist mir alles zu viel geworden. Der Hype hat auch schnell eingeschlagen bei mir. Es war zu viel Arbeit. Ich musste Webseiten machen, Homepages, Shootings. Alles? Nein, es ist so viel Arbeit. Das ist nur der Fehler. Das noch von ihm. Ich bin hin und her. Das verdreht den ganzen Tag. Genau, das ist noch alles bei mir.
- 33:45Es war mir alles zu viel. Aber, sorry, jetzt muss ich nochmals schnell zurückgehen. Er, Franz, hat auch noch etwas cooles. Ich bin auf ihn eigentlich im Migros-Center gekommen.
- 33:58Er fand dann mit einem anderen, dass sie etwas machen wollen im Migros-Zentrum Löwenstrasse. Sie haben so Legeln markiert, Maniküre, Pediküre gemacht und auch so Kosmetik-Sachen verkauft. Kosmetik-Sachen, auch angebotene Sachen, Gesichtsreinigung. War Valentino dort schon drin? Er war noch nicht drin, sie waren die Ersten.
- 34:25In Zürich ist es halt mega schwierig, etwas zu machen, das von Anfang an läuft. Man muss ein wenig reinkommen. Bei ihnen lief es nicht ganz von Anfang an. Sie fragten mich dann, ob ich reinkommen wollte und ein wenig Leute bringen wollte. Ich dachte so, oh mein Gott, ja klar, ich will reinkommen. Ich will das Zeug verkaufen.
- 34:49Das war mein grosser Step. Und du warst immer noch alleine? Ich war alleine. Und du hast dich einfach in die Zeit geteilt. Du hattest noch einen Store, einen Webshop, einen Online-Store. Ich bin am Morgen in den Laden gerannt, wirklich, weil ich noch von Ney gekommen bin. Ich bin in den Laden gerannt, in der Löwenstrasse, es war ein Pop-up. Wir haben eben gesagt, «Hey Neyli, willst du einen Sommer rein?» Und ich so «Wow, ja geil!» Von welchem Sommer reden wir hier? «Hey, was war das? 2000 und...» Ich bin so schlecht in Daten.
- 35:19Ich habe am 16. angefangen, so um 18. Das ging ziemlich schnell. Und wann bist du aus Australien? Am 16. Zuerst war ich bei Kindern am 16. Aber es war Anfang 16. Ich bin ja 16 und dann bin ich so um 18, 19. Da bin ich nicht gut. Ich glaube, es war im Fall um 18. Es war gut, das müsste ich nachschauen.
- 35:49Wie viele Bikini hat eine Kollektion? Wenn du sagst, eine Kollektion ist fertig. Ich kaufe immer Stoff und mache das.
- 35:59Ein Stück Zahl, das ich genau sagen kann. Ich kaufe Stoff, mache die Kollektion. Meistens von der Größe her, es sollten etwa 4 oder 3 von einer Größe sein. Das ist nicht viel. Was hast du für Grössen? XS, S, M, L, XL. Und jetzt hast du ein bisschen Grössen. Am Anfang hatten wir nur diese. Und jetzt schon XXL, XL. Dass wir etwas für Curly haben, etwas für alle. Was ist mit dem Stoff? Wenn du einen Laufmeter hast, mit dem machst du etwa ein Bikini, hat es trotzdem Abfall?
- 36:28Ja, aus denen machen wir Bändchen. Bändchen und das ganze Zeug? Ja, ja, ja. Ich schaue eigentlich alles auf. Das ist einfach cool. Ich rühre eigentlich nicht viel Stoff weg. Sonst mache ich etwas anderes. Du hast mit deinem Geld bezahlt und du weisst... Ja, das ist eben das. Das ist aber nicht etwas anderes. Du warst in diesem Fall nie fremdfinanziert?
- 36:45Bis heute noch nie von meinen Eltern. Nicht so, dass sie nie etwas geben würden. Sie hätten immer etwas gegeben und geben werden. Meine Eltern wollten uns immer unterstützen, aber wir wollten nie von jemandem abhängig sein, der uns Geld gibt und wir etwas zurückzahlen müssen. Ich wollte immer eigenständig sein.
- 37:10Ich musste niemandem etwas zurückzahlen. Ich musste nie auf jemanden hören, der mir sagt, dass ich ihn umsetzen muss. Sonst geht es mit den Rechnungen nicht auf. Das war umso schwieriger. Was sind denn Ihre Geschäftsformen? Wir waren zuerst eine Einzelfirma.
- 37:37Wir haben zuerst einen Fehler gemacht, aber aus welchen Lernzimmern. Aber das ist ja wichtig. Wir haben am Anfang noch nie jemand gesagt, hey Nelly, wenn du etwas gründest, melde deinen Namen an. Ah, Markenschutz.
- 37:51Das war das, was uns... Und ist etwas passiert? Ja, es ist etwas passiert. Ich lerne daraus, es hat weh getan. Es hat viel Geld gekostet, es hat viel Zeit gekostet. Es hat mir wirklich mega weh getan, wenn jemand einem so etwas antut. Und es hat jemandem etwas getan, das sehr schmerzhaft war. Also hat es sich kopiert? Nein.
- 38:12Nein, sie haben sich bedroht von uns gefühlt. Sie haben gefunden, wir haben ein ähnliches Logo wie sie. Obwohl, jetzt im Nachhinein finde ich gar nicht. Ich finde, wir haben null. Wirklich, dazumal haben wir das Logo gemacht. Wir haben ja die Hand, oder? Und mit einem N-Cade innen für Nelly Kini.
- 38:32Den Namen haben wir in Australien. Es ist unabhängig. Nelly, ich heisse Nelly. Kini von Bikini. Ich wollte nie jemandem etwas anschauen oder sonst etwas nachmachen. Ich bin wirklich... Im Drinsis, das hast du kreiert. Ja, das ist für mich.
- 38:49Ich hatte das noch mit einem Bruder von meinem Ex-Freund gemacht. Wir haben das Logo zusammengekriegt. Ich war ein mega Hamza-Fan und wollte diese Hand unbedingt haben, weil alle meine Ketten überall diese Hand hatten. Ich fand, die Beschützerhand beschützt uns. Es ist eine Beschützerhand, das sollte etwas Gutes heissen.
- 39:10Und dann, ja, haben wir das gemacht, mit der Hand. Und wir hatten noch so Palmen drin und oben noch so ein Mischeli und eben das NK, ohne Palmen drin. Ich kann da gar nicht groß eingehen, aber ja.
- 39:25Jetzt im Nachhinein wäre ich mega froh und auch für euch da draussen, wenn jemand mir dazu hört. Am Anfang denkt man noch nicht so, hey, meinen Namen schützen. Am Anfang denkt man ja zuerst mal, ich will mal sehen, ob das läuft. Ob ich mal etwas Geld sehe von dem, was ich mache.
- 39:43Es ist natürlich der Markenschutz, muss ich sagen. Es ist pro Logo. Und von welcher Region auch. Du hast verschiedene Klassifizierungen. Im Essensbereich musst du das nicht schützen, aber in der Mode? In der Mode empfehle ich allen von Anfang an, die mit dem starten wollen und sagen, ich will grösser werden, Namen schützen. Wirklich Namen und Logo schützen. Logo schützen ist eins und Namen schützen ist eins. Ort und Bildmarken.
- 40:12Genau. Und wir konnten es nur in der Schweiz schützen, weil es einfach viel zu teuer ist. Also wenn man 1'500 oder 1'000 kostet, nur das Logo schützen und dann noch den Namen schützen, ist auch nochmals 1'000 etwas, also fast schon 3'000.
- 40:28Und am Anfang willst du ja zuerst mal schauen, dann willst du nicht mal schon 3000 einfach so ausgeben. Aber im Jahr ist das ja nicht einmalig. Nein, nein, es ist für fünf Jahre. Fünf Jahre ist es, glaube ich. Und dann kommt es darauf an, im Ausland ist es bis zu sieben Jahre. Wie viele Klassen du da drin hast. Genau, aber das finde ich auch mega wichtig. Nein, nein, alles klar. Sie kennt das.
- 40:55Wenn man es schützen lässt, kontrollieren sie es, ob jemand ein solches Logo hat. Das ist auch wichtig. Wenn du es schützen lässt, ist es wichtig, dass sie kontrollieren, ob jemand den Namen hat.
- 41:13wirst du dann richtig gebüsst werden. Wenn ich mit dem Werbe-Konsum mache, ja. Genau, weil du bist die Zweite, die das hat. Und wenn sie es schon schützen lassen, bist du eigentlich die Zweite. Du bist wirklich der Meiste. Aber es ist ein mega cool, mega interessantes Thema. Das hatten wir noch nie in einem Podcast, dass wir auf so etwas eingegangen sind, weil es geht ja um Business und viele Leute haben da draussen eine Business-Idee. Und es ist ein mega, mega wichtiger Aspekt, den wir noch nie so... Ich glaube, mit Alan haben wir es mal angesprochen.
- 41:42Er hat auch über Markenschutz gesprochen. Ich glaube, er ging zum Amorana. Und wie sie das schützen lassen. Aber ja, es ist ultra wichtig. Und man vergisst das irgendwie. Man ist so im Tagesbusiness. Sie hat das an mir auch nie gedacht.
- 41:58Wer will meinen Namen? Hey, es ist doch mein Name drin. Wer will jetzt schon Elikini heißen? Wer will den Namen, das Logo haben? Aber wenn sich jemand bedroht fühlt, dann macht es alles mögliche. Dann kommt einfach mal ein Anwaltsbrief über. Dann hast du wirklich den Schock des Lebens.
- 42:17Und wie ist der Name entstanden und wo ist er entstanden? In Australien. Ah, doch? Eine Kollegin, die mit mir reisen wollte, sie so... Ich kann den Namen sagen, Sonja, wirklich. Ein riesen Applaus an Sonja. Sie war wirklich dort und sagte so, ich so Nelly Belly, Nelly das, Nelly das. Und sie so Nelly Kine. Geil. Sie so, das ist dein Name. Geil. Das ist dein Name. So geil, Mann. Shoutout.
- 42:40Und dann ja, wirklich, hey, wir haben immer klein, ich bin immer klein, wir sind immer noch klein. Es ist gross, also, wenn ich so denke, hey, wir sind immer noch klein. Wie definierst du klein und wie definierst du gross? Was ist klein und gross? Genau, ja, das ist auch noch so etwas. Eben, ich hatte dann langsam ein Burnout dort. Nach drei Jahren? Ja, nach drei Jahren, es ist einfach zu viel geworden. Nach drei Jahren rund 16 Jobs?
- 43:05Gleichzeitig machen. Du kennst es ja. Ich war jung. Wenn du in einen Stoffladen gehst und nicht immer ernst genommen wirst, du bist noch jung und dann schauen sie sich an und sagen, du willst sowas. Dann kann es dir einfach zu viel werden. In Stoffladen sind auch immer Männer. Ich denke, das ist wirklich so.
- 43:31Wie Teppichverkäufer, Stoffladen, Teppich mit Männern. Ja, es ist so, du gehst dort rein und es ist hauptsächlich von Männern. Es ist wirklich so, du gehst dort rein und dann bin ich so jung, so «Yes, can I have...»
- 43:46«3 m of this and hehehe, it starts from 100 m of this and this.» Und dann bin ich so da, okay scheisse. Du bist dann immer im Ausland, das Zeug zu kaufen. Es ist so schwierig, hier in der Schweiz kannst du nichts kaufen. Es ist so teuer. Ich bin wirklich dann auf Italien, auf Portugal und so, wo ich es halt noch kann. Du bist dann googeln gehen, hey, Stöff irgendwo, du bist im Flug, gehst irgendwo hin, um einfach... Und dann transportierst du das, das ist ja sehr schwer. Ja, das ist eben auch noch das Teure.
- 44:12Ich meine, 100 Meter an Stoff. Ich habe dann auch immer geschaut, dass ich weniger... Manchmal habe ich immer so... Nein, Nelly, nein! Du musst weniger! Nein! Und wenn das wieder falscher Stoff ist und so... Neoprenat! Ja, ja! Die nächste Kollektion ist einfach so ein Neoprenat! Ich schwöre! Aber so sexy, so spot-cannon oder so... Aber so Ammo-Cues kannst du eigentlich immer gut abhandeln im Jahr, oder? Nein, nein. Am Anfang war es wirklich schwierig.
- 44:33Mindestens eine Order. Aber das war ja nicht eine Order von Bikinis, es war ja Stoff. Manchmal war es schwierig zu ausrechnen, wie viel und was.
- 44:48Und auch schon nur diese Etikettchen. Ja, das sind alles Sachen, die du nimmst. Ja, und ich wollte von Anfang an etwas... Wir haben ja die Bikinis in einem Säckchen. Und wir wollten etwas, das du wiederverwenden kannst. Du kannst es für deine Schminkkinder als Sonnencreme... ...Bodenettik.
- 45:05Ja genau. Und wir haben auch gedacht, wenn es etwas feucht oder nass ist, kannst du es dort rein tun. Oder wenn du in den Ferien bist und am letzten Tag immer noch ein Bikini an hast, dann nimmst du es mit und wickelst es an. Entweder du wickelst es ein Tuch oder du wickelst es in unseren Säckchen und dann kannst du es gut verstauen. Das hast du sehr gut gemacht, habe ich gehört.
- 45:26Und auch die Taschen sind mega schön. Vor allem, weil ihr alle die Taschen dabei habt. Das ist auch Marketing. Wenn ihr etwas Auffälliges wählt, wo ihr ein bisschen... Warte, ich muss jetzt wieder zurück. Dann bin ich im Migros-Center. Ja. Ich muss jetzt wieder so zurück. Oder wo willst du zurück? Ich bin jetzt zurück. Was heisst für dich klein, was ist für dich gross? Dann bin ich im Migros-Center. Ich muss so raus. Und dann...
- 45:52Ich war immer noch alleine im Migrationszentrum. Dass ich nachher ausholen kann, da wurde mir alles zu viel. Und dann habe ich gesagt, hey,
- 46:00zu meiner Familie, hey, ich kann nicht mehr. Es ist mir zu viel, ich mag nicht mehr. Es ist gut gelaufen, es war nicht das, dass es nicht gut gelaufen ist. Meistens ist es so, dass es nicht gut läuft, dass man aufhören muss. Aber ich war so, ich mag nicht mehr. Es war zu viel, ich konnte nicht mehr mit Leuten reden. Es ist wie wenn ich in den Laden gegangen bin, den ganzen Tag mit Leuten zu reden, das unterschätzt man auch manchmal. Die Leute, die im Verkauf arbeiten...
- 46:25Das ist ein Energieaustausch. Das ist ein Energieaustausch. Und das spürst du. Die rauben dir Energie, auch die Leute. Und ich bin auch manchmal Psychologin, weil es ist ein Bequem, es ist etwas Körperliches, etwas, wo du dich halt ein bisschen... Intim. Und da kommen noch so Selbstzweifel vielleicht. Genau. Und ich war nie die, die...
- 46:45sehr zufrieden war mit ihrem Körper, der auch Selbstzweifel hatte. Ich war auch die. Aber nachher eben zu sagen, es hat ja schön ausgesehen. Das Bikini hat die Leute gemacht. Sie hatten es an und es hat wow ausgesehen. Ich sage nicht, es sieht wow aus und es sieht nicht wow aus. Ich liebe meinen Arsch in deinem Bikini. Es sieht schön aus. Und ...
- 47:06Aber auch allen Leuten, die sagen, dass sie sich nicht wohl fühlen. Und dann immer sagen, dass es doch schön aussieht. Fühl dich doch wohl. Es hat wirklich sehr viel Energie gegeben. Und meine Schwester, Dalia, hat ganz etwas anderes gemacht. Zuerst hat sie ein KV gemacht.
- 47:26Sie war auch im Radio. Ah ja? Bei One of Us hat sie gearbeitet. Sie hat morgen eine Moderation gemacht. Okay. Ach, das war so. Aber nur kurz. Am Morgen musst du um 6 Uhr aufstehen, das war bis um 8 oder 9 Uhr. Und dann... Aber es gefiel ihr auch nicht. Und dann...
- 47:46die Immobilienbranche, aber das hat sie auch nicht umgehauen. Du machst auch so Bürozeuge, das hat sie auch nicht. Dann habe ich ihr gesagt, und sie haben mich wirklich unterstützt. Beide Schwestern. Nie so eifersüchtig gewesen, hey, boah, sie hat es erreicht. Wir waren immer eine Familie, die uns unterstützt.
- 48:03Früher habe ich meinen Eltern mit dem Falafelstand geholfen. Meine Eltern haben den Falafelstand wie von Yilmoli. Und dort waren wir auch schon klein und wollten immer helfen. Und meine Eltern haben uns immer geholfen. Mein Vater konnte erst in der Leckini-Party nicht mehr. Er war am Push-Up-Zuschneiden für Bikini. Wirklich. Es ist so... Push-Ups.
- 48:23Ich weiss nicht, ob ich einlade. Er hat zugeschnitten. Wir hatten im Lake die erste grossinelle Kiniparty und mein Vater war dort am zuschnitten. Und alle waren so, oh mein Gott, dein Vater ist dort hinten. Er ist goldig, aber die Kinder müssen zuhören. Wir sind wirklich ein gutes Team.
- 48:41Ja, ich fand dann Thalia so, dass sie mich auch nicht gefällt. Ich war so, ich brauche Hilfe, ich mag auch nicht mehr. Dann fand sie, weisst du was, Nelly, Kinder töten, Aline, ich helfe dir. Und hast du ihr schon einen Lohn bezahlen können? Hey, schau, am Anfang war es so, ich war ja selber noch so. Alles, was ich verdient habe, habe ich
- 49:00Sie hat sich investiert. Bei mir war es so, ich habe gelasert, ich habe das Geld, das ich verdient habe, investiert in Stoff, in Pop-Ups oder Partys. Wo ich solche Sachen bezahlt habe. Und dann ist sie wirklich all in. Sie hat dort gegründet.
- 49:23Sie hat sich auch ein Ultimatum gesetzt, wie ich. Sie hat auch gesagt, wenn es klappt, dann klappt es. Das darf man auch nicht unterschätzen. Es sind Geschwisterteam. Es ist viel emotional. Es ist sehr emotional. Wir zwei zusammen. Manchmal dürfen wir uns nicht mehr erleben. Es ist nicht einfach. Wir machen es jetzt schon lange zusammen.
- 49:50Immer noch nicht einfach. Wir haben wirklich manchmal... Ihr seht es ja, auch als Pärchen ist es manchmal nicht einfach. Es sind Emotionen dahinter und manchmal bin ich halt die... Dali muss mich mega oft...
- 50:05zurückhalten und sagen, hey, nein, Eli, nein, jetzt nicht, also das dürfen wir jetzt nicht machen, sonst würden wir das, ja, und ich bin immer wieder mit neuen Läden, hey, wir könnten das und hey, wir könnten dies und wir könnten doch das noch neu machen und dies und neu machen, logisch, wir wären nie so weit, hätte ich so Ideen nicht gehabt,
- 50:22Aber ich muss auch Dalia wirklich oft danken und sagen, zum Glück haben wir das nicht gemacht, sonst wäre man wirklich sehr müde. Du brauchst halt wie ein Gegenpol. Wir sind wirklich... Sie ist so... Wir haben uns dann dazu bekommen, wir mussten uns klar aufteilen. Sie ist klar im Laden, weil mir war es zu viel. Ich bin klar im Hintergrund. Ich will nähen. Sie hat sich wirklich nie mit Nähen gross auseinandergesetzt. Sie hat gesagt, okay Nelly, das ist dein Bereich.
- 50:52Du hast ja gesagt, sie ist nicht so handwerklich begangen. Von daher macht jeder das, was er gut kann. Ich sage immer, wenn du etwas willst, dann kannst du es. Sie hätte es nie wollen. Sie hätte es nie lernen wollen. Das ist auch okay. Sie hat immer gesagt, sie ist im Laden, sie will mit den Kunden sein.
- 51:08Bei der Dahlia fühlt man sich so wohl. Leute kommen in den Laden und sagen, ich bin zu der Dahlia gekommen, ich hatte ein Erlebnis, ich bin zu ihr gegangen, ich habe mich wohl gefühlt, ich bin wirklich dort reingegangen, ich bin mit einem Strahlen dort rausgelaufen, mit vielleicht sechs Bikinis, obwohl du vielleicht nur eins kaufen wolltest, aber du hast dich gut gefühlt. Das ist einfach das Wichtige. Nicht, dass du das rauslässt und denkst,
- 51:34Ich habe sechs Bikini-Anträge bekommen. Aber es geht ja nur ums Gefühl. Ja, aber das wäre mir eben auch nicht, dass du rausläufst und denkst, du hast etwas angetragen. Das wäre mir nicht... Das ist das schlimmste Gefühl. Auch für mich selber. Ich könnte nie mit dem Gefühl umgehen, wenn ich sage, oh mein Gott, jetzt habe ich etwas angetragen, das ihr gar nicht gekonnt habt. Manchmal gehe ich in Läden und sage, es gibt so Schönes. Und ich denke so,
- 51:58Hast du mich jetzt gerade aufgehört? Aber meinst du nicht genau das? Es sieht aus, wie ich in einem Herdöpfelsack bin. Und es sieht so richtig scheisse aus. Wie kannst du das sagen? Es sieht schön aus. Und alles ist wirklich knallhart, auch wenn es nicht schön aussieht. Hey, ich finde, es steht dir nicht. Das andere, das macht dich bleich. Das sieht schön aus. Das sitzt dir nicht. Auch wenn du das jetzt unbedingt willst. Ich würde das nicht nehmen, weil wir haben es nicht mehr in dieser Grösse.
- 52:20Ich würde das nehmen. Und das ist so wichtig. Ja, es ist einfach mega ehrlich. Ja, das ist authentisch. Es ist auch ein Produkt, das wir machen. Ich mache kein hässliches Produkt, das mir selber nicht gefällt. Du kannst es ja besser verkaufen, wenn dir ein Produkt gefällt. Oder wenn du zum Beispiel ein T-Shirt mega schön findest, kannst du es auch gut verkaufen. Weil du das lebst, wenn du das findest. Ja, genau. Aber das ist ja der springende Punkt. Ich glaube, das ist auch euer Erfolgsgeheimnis, der Hype.
- 52:49ist deine Energie, du bist das, du lebst das. Und dann kommt noch die Ehrlichkeit dazu. Und dann eben gut Optik. Die Bikinis sind der Hammer. Ich bin schon immer ein Fan. Wir sind ja hier im Tower. Oberhalb des Glatzentrums. Und ihr habt ja einen Pop-Up-Store hier im Glatzentrum gehabt. Wie lange sind ihr da? Ich habe ein mega gutes Feedback bekommen. Der Rad hat richtig schön aussieht.
- 53:13Ja, wir haben eben... Unser Motto war immer schon «Go with the flow». Das ist wirklich unser Motto. Wir haben uns noch nie etwas vorgenommen, wo wir sagen, das und das müssen wir bis Ende Jahr geschafft haben. Eben auch, wenn es um Finanzen geht, wenn es um Stores geht oder Pop-ups. Keine Ahnung, was einfach... Hey, wir sind immer mit dem Flow gegangen. Und das ist für uns auch mega wichtig. Ich bin nicht eine Planerin. Ich bin auch nicht eine, die sich...
- 53:40Du bist ja so jemand, der am Morgen... Das ist ja gut, so ein bisschen vornehmen, was man arbeiten will. Intentionen sind es, aber nicht Ziele. Genau, das sind einfach so Intentionen. Ja, was man im Leben erreichen will, das ist auch wichtig, weil wir haben uns auch Ziele gesetzt, zu welchen wir erreichen wollen. Aber wir haben auch immer gesagt, wir wollen nicht mega gross werden, weil dann verlieren wir uns. Weil wenn wir sechs Pop-Ups haben, sechs Läden, wir können es nicht aus sechs teilen. Wir können nicht in jedem Laden, kann nicht jemand von uns sein.
- 54:06Und dann kam es zu einem Pop-up und die haben uns angefragt. Es war wirklich so, sie kamen auf uns zu und sagten... Nein, ich muss sagen, es war jemand anderes drin. Moshil hat sie geheissen. Sie heisst immer noch Moshil. Sie machen so mega coole Taschen. Auch hand-made, von Mexiko. Waren das die, die... waren sie die Zweite im Laden? Mit der «Du creazioni»?
- 54:33Nein, die sind nach uns gekommen. Vor uns waren sie eben schon ein Jahr vorher. Dann haben sie uns für das nächste Jahr gefragt, ob wir einen Pop-up teilen wollen. Und dann sind wir so.
- 54:48Und das war der ausschlaggebende Punkt. Als wir entschieden haben, wir machen einen Podcast, hatte ich dich schon immer im Hinterkopf. Weil ich glaube, seit ich dich kennengelernt habe, habe ich schon ein paar Mal gefragt, wie du bist. Ich habe das so bewundert. Und ich habe dich schon nach deiner Geschichte gefragt. Dann hast du mir das mit der Handskelerin erzählt. Und ich wusste schon immer, du wirst mal ein Gast sein. Und dann bin ich hierher gekommen, einen Podcast aufzunehmen und laufe rein und sehe Nelly Kuehne.
- 55:16Und du warst eben dort. Ich wusste, dass ihr da seid. Und ich so, Nelly, ich schwöre, ich wollte dich in meinem Podcast. Das war glaube ich genau vor einem Jahr. Waren Sie einen Monat drin? Hey, Pop-Up hatten sie nur wirklich immer für einen Monat. Es war schon das Konzept, immer für einen Monat.
- 55:35Und wie war das? Es war wirklich cool. Es ist jetzt schon zwei Jahre her und sie fragen das immer noch. Hey, sind ihr noch im Glatt? Sie fragen das immer noch. Sind ihr noch im Glatt? Das war letztes Jahr im Mai. Im Jelmuli wart ihr auch. Was für eine grosse Ehre. Nein, wir waren zweimal im Glatt. Wir waren einmal im Glatt und dann nochmals im Glatt.
- 56:02Ja, wir waren zweimal im Glatt. Wir waren einmal mit jemandem und dann das nächste Mal. Wir waren vor zwei Jahren und dann war es das nächste Mal. Es lief so gut, dass wir gesagt haben, wir wollen nochmal rein. Und Jelmoli war auch mega cool. Jelmoli ging zu uns und dann fanden wir,
- 56:20Wir wollen das auch noch schaffen. Wir wollen das wirklich noch reinkommen. So geil. Wie bist du dann auf die Badehose gekommen? Was ich noch geiler finde, sind die Flip Flops. Nicht einfach Flip Flops, sondern typische Nelly-Kreationen, wo du alles selber zusammenstellen kannst. Oder Handychetten, wo du alles personalisieren kannst. So cool. Mit den Badehosen zum ersten Mal...
- 56:47Die meisten Frauen kaufen den Freunden etwas. Wenn sie etwas sehen, sagen sie, dass sie es für ihren Freund kaufen könnten. Das ist eigentlich das beste Ding. Zusatzverkäufe. Ja, Zusatzverkäufe. Dann haben wir uns gedacht, es war noch ziemlich früh.
- 57:06Nach dem ersten oder zweiten Jahr dachte ich mir, dass ich noch ein paar Dosen dazunehmen wollte. Du bist wieder zu den Hanski-Lehrerinnen gegangen. Nein, nein. Das war wirklich so. Oh, sorry. Scheisse, sorry. Ich schlage dich halb ab. Ich wollte ein paar Dosen machen.
- 57:27Da hat die Schweiz das zu nehmen, das ist mir zu viel für mich. Und dann habe ich wirklich jemanden gesucht, der spezialisiert ist auf das. Und dann hatte ich jemanden, der Türkin war, der sagte, «Hey Nelly, in der Türkei hat es sehr gute Stäufe, die kennen sich sehr gut aus und so, komm dort hin.»
- 57:47Ich bin dann da gekommen und habe gesagt, ich habe keine Ahnung, wie ich so umredet. Ich habe kein Englisch. Ich war wirklich so okay. Und dann habe ich gesagt, ich muss mal mit jemandem gehen, der wirklich türkisch sprechen kann. Und dann hast du dort in Nibalt was gefunden? Ja, und dann zuerst mal auch nicht wirklich die beste Qualität. Dann habe ich auch mega viel Geld verloren.
- 58:09Ja, ja, yes, yes, ja, I do, I do. Sind sie gekommen? Wirklich, wir haben alles schon produziert. Mega viel. Ich habe immer noch von denen, ich tue mega viel Spenden noch. Wirklich, sie sind Kindergrösser gekommen. L ist so cool. L.
- 58:26Es ist ein Baby. Ein Kind kann es anziehen. Es ist für einen 9-Jährigen. Und wann hat die dann getestet? Deinen Vater, deinen Ex-Böden? Ja, genau so. Die Familie, die Kollegen. Probier mal aus, sag mal, wie es sich anfühlt. Du kannst das ja nicht nachempfinden. Aber personalisiert, vor Ort.
- 58:46Ich nehme es im Atelier. Also im Vorort im Sinful, ja. Ich nehme es im Atelier, genau. Jemand bestellt es und ich nehme es. Und das ist auch mega, das ist auch recht anstrengend, weil die Buchstaben musst du immer so genau hinlegen. Und beim Nehmen verschiebt sich das immer. Also wirklich, du musst... Challenge. Es ist eine Challenge. Du bist jedes Mal... Und ich muss so viel Geduld harnen. Du hast dir genau das Richtige ausgesucht. Ja, und dann jedes Mal wieder...
- 59:13Und wie bist du auf das gekommen? Kann man das nicht irgendwie... Mein Mann hier würde sagen, da gibt es sicher einen Kleber für Stoff, den man drauf tun kann und dann nähen. Du kannst auch oben... Du steckst es an und dann nähen.
- 59:31Du warst ja so, als du in deinen Laden kamst, äh, tust du das an, oder tust du das draufkleben? Genau, draufkleben. Und glätten. Glätten wird auch gehen, aber das fällt mit der Zeit ab. Eben, warum? Salzwasser und... Nein, aber wie bist du auf das gekommen? Baddosen? Nein, zum Beispiel per... Weisst du, wenn ich sie nicht selber mache, muss es nur eine Nelly-Tacho. Ja, es muss eine Nelly-Kinetacho. Und dann hast du... Es war so, hey, ich habe etwas Personalisiertes. Männer lieben Personalisiertes Zeug.
- 59:57Männer lieben überall, auf jedem Ding. Staatesymbol. Ja, auf jedem Ding. Seine Initiale oder seine Zahl und so. Ich spüre da irgendwie so ein bisschen komische Weine. Habe, habe, bis bald. Nein, ich liebe Männer. So geil. Und ich arbeite auch mega gerne mit Männern zusammen, muss ich sagen. So geil. Ja, und dann haben wir so angefangen. Und ich wollte etwas Cooles. Ich hatte dann ein paar einfach so bestellt, ein paar Stickers und so. Und dann wollte ich so die College, das ist so so College. Ja, ja, voll. Die Stickerbuchstaben. Ja, genau.
- 1:00:27Und die Wuscheligen, nicht einfach so flach oder mit Stoff, einfach die, die so rauskommen. Du hast die von den College-Juggen? Ja, und dann habe ich gedacht, das ist cool. Dann habe ich das wirklich zum ersten Mal meinem Freund, meiner Schwester, Michael, gemacht. Ich hatte das wirklich drauf geneigt. Boah, geil, das will ich! Und das ging dann voll viral, die Fussball-Szene. So diese Szene. Ah, die guten Runden! Genau, die sagten so,
- 1:00:56die so geil versorgen oder zahlen. Und dann hat er es auch mal... Und er ist wirklich... Danke Michael. Danke Michael. Eine von deinen kleinen Schwestern? Er hat es auch immer mitgenommen und uns so supportet, auch seine Leute. Und er ist halt auch ein riesiges Vorbild für mega viele. Und für viele Junge. Und dann haben die Jungen gesehen, hey, kommt auch wieder Michael in Badhosen.
- 1:01:22Am Anfang hatten wir noch die Lust, mit Affen, die die Zunge draussen haben. Das war auch sehr Mode. Die Figuren drauf, die Emojis oder die Tiere. Ich hatte fast jedes Tier drauf, das einfach klasse liebte.
- 1:01:44Ich dachte, ich habe eine Händerpaddel mit Glasse drauf. Weisst du, das finde ich eine grosse Eindruck. Das ist auch, weil du so, nein, schau, das und das. Du hast ihm die Paddel gegeben und das steht dir. Und es war genau diese Paddel. Die anderen standen mir auch mega, aber die ist einfach so speziell. Die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die, die
- 1:02:05Weisst du, das bereue ich jetzt. Ich hatte eine klare Vorstellung, eines dieser zwei war kein. Aber du bist dann gekommen und so, «Schau, das würde dir auch noch gut schenken.» «Nein, ich will das.» Und dann im Nachhinein so, «Mann, sie hat beim Kevin richtig recht.» «Wer weiss, was sie mir gegeben hat?» «Wer weiss wie?» Wo du nicht anschaust, aber es leihst an. Das ist einfach wow. Ich sage manchmal, die Kunden kommen rein,
- 1:02:27Und eben, sie sind sich halt nicht gewohnt, so farbige Bikini zu haben. Sie kommen rein, sie wollen ein 0815-Bikini, weil sie sich halt gewohnt sind. Aber bei uns nicht, nicht mit uns oder nicht bei uns. Und dann sage ich immer so, hey,
- 1:02:40Bist du ready für das, was ich dir jetzt gebe? Und dann sagen sie mir, dass sie offen für alles sind. Und dann gebe ich und dann ist es wirklich so, wow. Ich wäre jetzt nie auf ein violettes oder auf ein borderrotes oder keine Ahnung was gekommen. Aber es sieht so geil aus. Das darfst du auch nicht unterschätzen. Das Bikini hat so wenig Stoff. Das ist nicht wie ein T-Shirt.
- 1:03:01Ein Kleid würde nicht jeder tragen mit diesen Farben. Aber ein Bikini hat so wenig... Du darfst doch im Sommer etwas auffallen. Es ist nicht so, dass du sagst, ein schwarzes Bikini im Sommer... So etwas Farbiges sieht cool aus. Dann müssen sie einfach offen sein bei mir. Die meisten sind wirklich offen. Sie vertrauen uns oder dir. Wo geht die Reise hin?
- 1:03:25Was siehst du? Was sind so Träume? Wenn alles möglich wäre? Alles ohne Limite. Alles ist möglich. Ich muss sagen, alles ist möglich. Go with the flow. Unser Ziel ist,
- 1:03:41Es war immer das Ausland. Aber im Ausland heisst es nicht gleich, es läuft brutal. Es muss durch die Decke gehen oder keine Ahnung was. In New York hatten wir einen Pop-Up. Es lief super, es lief gut. Aber wir sind nicht bereit.
- 1:03:56Es ist einfach das. Es ist nicht das. Es ist wirklich... die Energie fällt. Und wenn wir es jemandem in den Laden geben, es ist nicht das Gleiche. Wenn du ein Nelly Kini brauchst, dann sagen sie, «Ah, ich habe es von dort, aber nicht...» «Ich brauche es von Nelly Kini.» Es ist so etwas Spezielles. Es ist ein Erlebnis für uns. Ich habe eine Zeit, als wir reingekommen sind... Wir sind ein Vibe. Wir sind ein Vibe. Es geht um den Vibe. Es geht um den Vibe. Und das ist... Da macht ihr natürlich extrem viel aus.
- 1:04:20Wir wollen grösser werden, aber es ist schwierig. Wir können das nicht aufteilen. Und das ist grösser werden. Aber grösser werden heisst nicht gleich mehr Umsatz, mehr Dinge. Nein. Wir haben daraus gelernt. Wir haben gesagt, hey, und meine Mutter hat immer gesagt, bleibt klein, euch wird es viel besser gehen, als wenn ihr gross seid. Ihr habt viel weniger Kopfschmerzen. Ihr werdet viel, einfach klein bleiben.
- 1:04:44Wenn man etwas bleibt, hat man mehr Freude daran oder mehr Leidenschaft. Weil die Leidenschaft noch gross wird, musst du so viel daran denken. Mit guten Mitarbeitern, der Kunde nicht krank.
- 1:05:00Du hast so viel Kopfschmerzen. Du machst gar nicht mehr das, was du eigentlich machst. Genau. Ich habe immer noch mein Baby. Ich mache immer noch das, was ich gerne mache. Ich mache nicht das, was ich muss, weil es so funktionieren muss. Weil wir so viele Läden haben. Wir hätten schon x Läden gehen können.
- 1:05:18Gross kann man machen im Sinne von grösser, mehr Standort etc. Mitarbeiter. Oder diese Line of Business erweitern. Ihr habt jetzt Bikini, ihr habt Pothosen, ihr habt Flipflops. Habt ihr Ideen, um das zu erweitern? Um zu sagen, okay, vielleicht gibt es noch etwas, wir sind jetzt von Fall der Summer Brand, aber der Winter kann auch mega cool sein. Was gibt es im Winter?
- 1:05:46Wir haben immer etwas gesucht, das zu Nelly Kini passt. Wir haben mit Bikini angefangen, dann Badhose, Personalisieren, das passt perfekt zusammen. Dann haben wir mit der Handy-Kette weitergemacht. Personalisieren, alles Sachen, die schwieriger sind, die du nicht einfach in einen Laden stellen kannst. Wir müssen es noch machen. Wir sind wirklich an einer Handy-Kette noch da rumgebastelt. Die Leute denken sich, boah, ist sie wirklich am Basteln da? Ja, wir sind jedes Ringchen am Basteln.
- 1:06:11Aufmachen, rein drücken, alles. Wirklich, es ist... Dann haben wir eine Handykette, dann haben wir eine Brille-Kette, dann haben wir Taschen dazu genommen und am Schluss haben wir gefunden, ich habe noch Flipflops, die du selber zusammenstellen kannst. Die sind so geil. Du kannst wirklich den Pace aussuchen. Also die sind für Frauen, oder? Ja. Wie gross gehen die?
- 1:06:3340,41. Das hast du jetzt ein paar Worte drin. Nein, ich freue mich auf den Kollegen. Wir wissen ja. Ja, weisst du, so um da noch zu binden. Ja, es heisst eben, wir haben halt nicht so einen grossen Laden. Und umso mehr Produkte, heisst es nicht immer gleich eben. Absolut, absolut. Hey, es ist schon jetzt, wenn man etwas nicht pusht, läuft es auch nicht.
- 1:06:57Es ist so. Die Flipflops haben bei uns nicht 100% Fokus. Bei uns ist der Fokus Bikinis. Wir haben das spezialisiert auf Bikinis. Genau, das ist Zusatzverkauf.
- 1:07:13Das ist das. Ich finde auch immer, wenn man einen Italiener kennt, wenn der Kibbehaut verkauft, ist er kein guter Italiener mehr. Dann gehst du nicht mehr rein. Eben, dann gehst du nicht mehr rein. Wenn wir anfangen, Sachen zu verkaufen, die nicht mehr zu Nelly Kini passen, dann hat das den Vibe verloren. Dann ist es nicht mehr Nelly Kini. Wir wollen unserem Konzept schon etwas treu bleiben. Wir wollen nur Sachen machen, die eben... ...die ihr seid.
- 1:07:39Lieber das klar sagen und wissen, anstatt... Das ist ja nur so ein Konstrukt von einem Kopf von irgendjemandem, der sagt, hey, aber krass, im Winter kannst du das und das machen, wieso nicht das? Aber wenn natürlich das Geschäft einen Fokus hat und sagt, hey, das ist unser Brand, der Brand bei dem geht es um den Vibe, um den Summer Vibe und das machen wir und das machen wir richtig. Dann hat das viel mehr Wert. Was macht ihr im Winter eigentlich? Hey...
- 1:08:07Im Winter sind wir so. Nein, eben nicht. Das unterschätzen auch viele. Wir machen im Winter die Sommerkollektionen. Wir arbeiten im Winter hart. Von wie vielen Teilen reden wir hier? Alles, was du im Laden siehst, machen wir im Winter. Das ist das. Wir machen logischerweise auch im Winter Ferien. Wir arbeiten auch weniger. Wir machen auch etwas...
- 1:08:29Später auf und so. Aber wir haben eben, das darf man auch nicht unterschätzen, die Schweizer gehen so oft in die Ferien. Im Winter gehen sie so oft in die Ferien. Weihnachten oder Sportferien. Ja, und wo einfach auch ein neues Bikini-Wand, wo sie sagen,
- 1:08:44Sie haben abgenommen, sie wollen sich noch gut fühlen für den Winter. Sie wollen ein neues Bikini, sie haben frisch gemacht, sie wollen ein neues Wohlfühlgefühl. Packet. Ja. Und dann kommt es zu uns. Hey, also das heisst, all das ist eigentlich nur entstanden.
- 1:09:01weil deine Schwestern eine andere Figur haben als du, du fandest, hey, ich muss etwas, du hast so eine schöne Figur, by the way, wo meine Figur, also sagen wir ein Bikini, das so speziell ist, dass es nicht so meine Figur, wie soll ich sagen, ein bisschen ablenkt davon. Betonen, ja.
- 1:09:19Und durch dieses Issue oder diese Unsicherheit ist einfach ein Vibe entstanden. Das ist krass. Und noch etwas ganz anderes. Leute, Nelly Kiniparty. Einmal im Jahr. Es ist einfach zu... Das ist ein Vibe. Das ist einfach wirklich... Oh mein Gott. Alle fragen das. Mache doch mehr! Man kann mehr machen. Ob es der gleiche Vibe ist.
- 1:09:46Alle freuen sich jetzt schon auf die nächste Nelly Kini Party. Weil wir freuen uns. Es ist doch immer die schönste Freude. Und das ist auch das. Wir freuen uns schon nächstes Jahr auf die Nelly Kini Party. Und weisst du was ist? Ich gehe immer von der Vina Vergani. Die ist einmal im Jahr wie eine Panne. Ja, ja, ja. Ich habe sie gesehen. Die haben mal angefangen mit 30 Leuten. Und jetzt haben sie schon...
- 1:10:10Der ganze Innenhof und die ganze Strasse. Also musst du dir vorstellen, ich habe angefangen im Laden, dann vor dem Laden. Jetzt letztes Jahr, dieses Jahr habe ich es leider nicht geschafft, ist schon so ein bisschen der Parkplatz. Sagen wir ohne Witz, in fünf Jahren hast du dort die ganze Fläche. Also weisst du was ich meine? Das ist genau das, der Step by Step mit dem Flow. Ich merke deine weibliche Energie, die da flowig...
- 1:10:34Kannst du noch die Frage raussuchen? Wir haben eine Frage für dich. Was? 16 Mal? Mach schon, nur schnell. Ich habe so viel gelabert. Was geht hier? Wir hätten gar nicht reden können. Es geht nur um dich. Wir sind zum Deich ausquatschen. Nelly, unser Konzept ist, dass jeder Gast dem nächsten Gast eine Frage stellen darf.
- 1:11:00Du kennst den nächsten Gast nicht. Und du hast natürlich auch einen bekommen, vom letzten Gast. Und wir wollen dich aber nicht mit dieser Frage beeinflussen, darum jetzt sagst du, was würdest du unserem nächsten Gast für eine Frage stellen? Hey, was motiviert dich jeden Morgen? Was motiviert dich jeden Morgen? Und was motiviert dich jeden Morgen?
- 1:11:23Das zu tun, was mich wirklich happy macht. Was macht dich happy? Meine Arbeit. Und mein Freund jetzt. Und meine Familie. Und wenn schönes Wetter ist, dann das Wetter. Das Wetter macht sehr happy. Sonne, Bikinis. Und auch wenn ich in den Laden gehe und die glücklichen Gesichter sehe, das macht einem schon mega... Es ist wirklich ein schönes Gefühl. Jetzt bin ich baden gegangen und dann sehe ich einfach
- 1:11:50Leute mit deinen Bikinis. Oder eben Leute, die... Menschen, die noch nicht eine kleine Kunde sind und dich sehen, irgendwo am Bad in Zürich. Bist irgendwo am Bad... Aber kommen sie zu dir und sagen, wo hast du... Wo sie dich nicht kennen? Ja, ja, ja, wow, mega schönes Bikini. Oder im Ausland mega oft. Und mir kommen so viele Leute zu uns und sagen, boah, ich habe so viele Komplimente im Ausland. Schicken sie dich ins Ausland?
- 1:12:15Aber nein, bei Kunden, die in der Schweiz gekauft haben, die in die Fähre gehen wollen, und die dann zurückkommen und sagen, ich habe so viele Komplimente bekommen, alle haben gefragt, was ist so speziell mit der Zettel? Aber ihr habt am Anfang auch online recht viel gemacht. Wir machen es auch immer noch online. Aber wir setzen uns nicht auf Worldwide. Wir wollen Zürich, Zürich, also vor allem die Schweiz. Ein riesiges Potential.
- 1:12:37Groß. Und wieso nicht in der Schweiz anfangen und im Ausland? Wenn wir eigentlich genau hier sind. Die Schweizer haben genug Geld, um das hier zu machen. Sicher, ja. Hey, also deine Frage ist, was ist dein Warum? Aber das ist so ein bisschen... Das ist eine richtig gute Frage. Das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage. Warum?
- 1:13:02Weisst du jetzt warum? Wie fern war es? Kennst du den Golden Circle? Der goldene Kreis. Circle am Flughafen? Der goldene Kreis ist eines der wichtigsten Verkaufskonzepte für Firmen. Die meisten Firmen agieren von aussen nach innen.
- 1:13:29was sie verkaufen, wie sie es verkaufen, aber warum sie es verkaufen nicht. Die ganz, ganz grosse Firma, wie zum Beispiel Apple, und dort ist Simon Sinek, Know Your Why, der hat das Konzept gemacht. Der sagt, du musst eigentlich immer von innen nach aussen. Also das erste ist immer, warum verkaufst du das? Apple, ich habe dort sehr lange gearbeitet, ich glaube, wir sind ganz kurz auf das gesprochen gekommen,
- 1:13:56Das ist ein Sekt schon. Am Morgen, klatschen! Paul, Paul, absolut! Ich bin durchgelaufen und dachte mir, ist das wirklich jeden Morgen die Konferenz und Hypen? Der erste Kunde wird richtig gut gehypt. In jedem Fall, Apple, wenn sie Werbungen machen, erzählen sie immer zuerst das Warum. Warum wir das machen wollen. Und dann wo und was wir verkaufen. Was ist dein Warum?
- 1:14:25Mein Warum ist... Boah, das ist ein schwieriges Ding. Warum Nelly Kini halt... Ja, wieso machst du das, was du machst? Das ist... Um die Leute glücklich zu machen. Um die Leute wirklich... Es...
- 1:14:42Ein Smiley-Gesicht zaubern, einfach, dass sie glücklich sind. Und wie ich halt, sich wohlfühlen im Körper mit einem Bikini, das einfach glücklich macht. Ich finde, ein Bikini oder eine Badhose kann auch den Sommer machen. Leute, ich habe voll wie für ein Bikini. Ja, eben, das macht doch glücklich. Wenn du etwas anhast, was dich glücklich macht, dann strahlst du das aus. Wenn du dich immer um... Also wirklich, wenn du ein Bikini anhast, zum Beispiel,
- 1:15:09wo du dich nicht wohlfühlst, du strahlst das aus. Du bist so «Oh oh, jetzt schaut jeder dort hin.» «Du bist ja wie nackt draussen.» «Oh oh, jetzt schaut mir jeder dort hin.» Und das ist vielleicht mein Warum. Ich will Leute glücklich machen. Einfach, ja. Und was lösen sie dir aus? Das Schönste, ich muss sagen. Wenn ich Leute sehe, ich will jetzt an der Rente an deinem Gesicht sehen, Leute, die einfach mit den Badehosen zum Beispiel am Herumschutzen sind und denke «Hey, schau,
- 1:15:35Oder mit dem Handy, wenn die Wände so sind. «Hey, schau da!» Das macht mich glücklich. Meine Mutter geht manchmal herum und sucht. «Wer hat das Nellykini?» Du fühlst dich sehr verbunden. Wenn du jemanden anders siehst, denkst du, das sei eine Familie. «Das ist eine Nellykini-Family. Du bist in dieser Familie.» Die Kundinnen haben das auch schon erzählt.
- 1:15:59Wenn sie zum Beispiel in Italien sind, alle gehen doch an den gleichen Ort. Dann haben sie auch Bikini von uns an. Und dann sagen sie so, «Oh mein Gott, das ist ein Nellykini.» Und dann gehen sie zu ihnen an und sagen, «Hey, das ist ein Nellykini, ich habe auch eins.» Und dann fühlen sie sich voll verbunden. Dann ist es wie eine Familie.
- 1:16:17Das ist so eins. Und das fühlt sich ja auch gut an, wenn die Leute sagen, dass es sich so gut fühlt. Und wir wollen auch immer das vermitteln, die Family. Wir sind eine Family, es ist ein Family-Unternehmen. Eigentlich das, was du lebst, das was du bist, ist genau das. Bei ihr halt ja nur ein krasser Familienzusammenhalt plus der Vibe. Hey, meine allerletzte Frage. Die Kleinschwester hat dir noch nicht ins Boot geholt?
- 1:16:44Hey, nein. Sie ist Flight Attendant. Das Beste, was uns in den Tränen passiert. Ja, wahrscheinlich. Aber auch passend zu Nelly Kie. Wir fliegen oft auf die Gunsten von ihr. Wir haben so gute Konditionen mit ihr. Sie darf sicher nicht aufhören. Sie darf sicher nicht aufhören. Sie hilft auch meiner Mutter am Sesam. Gerade am Kebabstand.
- 1:17:11Nein, sie sagt immer «Wenn hört er mich auch?» und so, wenn man eine Freundin immer so von ihr... «Wann ist es so weit? Wann kommt sie rein?» Aber es ist schon genug, das Zweite. Also, weisst du, so das zweite Geschwistertem. Das Dritte ist dann auch... Das ist wie früher zu Hause im Kinderzimmer. Ja, und wir streiten... Wir sind jetzt nicht die, die sagen «Oh, es tut mir so leid...» Die harmonischen... Wie ich mit dem Mikrofon vor mir hingegangen bin. «Hey!»
- 1:17:39Sie ist die landesweite Temperament. Sie unterstützt uns, bringt uns so viele Kunden. Sie ist unser bester Model. Sie reist herum und alle fragen sie, woher sie das hat. Mit der Porte kann man vielleicht eine Likini im Flugzeug kaufen. Das ist etwas schwieriger. Mit dem Leonardo Gelato und wer haben wir noch?
- 1:18:01Wir können ein Produkt anbieten, aber wir wollen den Vibe vermitteln. Es ist nicht das gleiche, wenn du ein Bikini im Flugzeug kaufen kannst, du probierst es nicht, du hast es nicht gesehen, du hast keine Qualität. Wir wollen unsere Qualität auch, wir haben eine super Qualität. Wir wollen, dass die Leute in den Laden kommen und die Qualität testen. Es ist nicht einfach ein billiges Bikini, das du schnell...
- 1:18:21Ja, aber das mit der Qualität ist so krass. Ich denke jedes Mal, wenn ich das Bikini wasche... Glaubst du mir, ich habe es gekauft und nicht so erwartet, dass das eine oder andere... Es ist ja wirklich viel dran in dem Sinn. Ja, ja, ja. Hey, ohne Witz, jedes Mal, wenn ich es wasche, schaue ich so und denke, fuck man, ich habe es gekauft. Also andere Bikini-Marken, nach zwei Saisonen haben die weniger Farbe. Es ist einfach so ein bisschen ausgelutscht. Aber das ist im Fall auch immer so, das muss ich auch immer sagen, wie es...
- 1:18:47Wenn du es nicht gut behandelt hast, also nach dem Bad, wenn du es einfach nur mit dem Klo und dem Salzwasser anrührst, dann bleibt es in diesem Stoff drin. Das sind die schlimmsten Faktoren für ein Bikini. Sonnencreme, Klo, Salzwasser.
- 1:19:11Wenn es für ein Bikini geht, ist es anders. Ja, und wenn du es gut verhandelst, dann sieht es immer noch schön aus. Ich habe immer noch meine Anfangsbikini, die ich wirklich sehr gerne anhabe. Die Australier, die schwarzen mit den Tausendern. Das zeige ich euch noch. Das muss ich schicken. Das ist wirklich mein Australier-Bild, weil ich mit dem Bikini auch strahle, weil ich glücklich bin mit dem Bikini. So geil. Ich glaube, das war ein wunderschöner Abschluss. Ja, voll.
- 1:19:39Nein, danke vielmals, dass du da warst. Schön, dass du da warst, endlich mal. Ich habe wirklich gelabert. Es sieht gar nicht nach nervös aus. Eben, eben. Aber ich brauche manchmal einfach die Überwindung für etwas. Die Komfortzone. Ja, die Komfortzone. Danke vielmals. Danke, dass wir es dir ermöglichen, das nervös zu sein. Sicher, sicher.
- 1:20:04Hey, auch euch, danke vielmals, dass ihr wieder zurückgehört habt. Wie du entscheidest, euer Podcast für Business-Erfolg und persönliche Weiterentwicklung. Heute mit Nelly. Und eine Sache dürft ihr auf jeden Fall nicht vergessen, und zwar diese Folge hören. Aber wenn ihr bis hierhin gekommen seid, dann habt ihr sie wahrscheinlich schon gehört. Und was noch?
- 1:20:19Vergesst uns nicht zu folgen, zu subscriben, zu kommentieren, zu liken. Und schaut unbedingt mal «Talacker 41» an. Das hörst du persönlich in den Storys. Es ist gerade beim Kauf so ein schöner Laden. Oder schaut einfach mal ihre Seite ab. Es hat aber auch schöne Männer. Das muss man auch sagen. Wir sind eine Dating-Plattform.
- 1:20:41Das passt gerade zum nächsten Gast. Wir haben noch nicht zu viel verraten. Dann sehen wir uns zum nächsten Mal. Tschüss. It's a wrap.