Latest / LebensWert - das Jetzt versichern / Wortmedizin - wie Worte die Gesundheit stärken.
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- 0:00Für unser Gehirn ist es absolut gar kein Unterschied, ob wir Kopfschmerzen haben, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen oder irgendeine andere Form von körperlichen Schmerz oder ob wir uns durch die Worte von anderen Menschen verletzt fühlen.
- 0:13Das sagen wir umgangssprachlich auch, das kennen vielleicht auch einige Höhrende, aber das tat mir richtig weh, dass er das gesagt hat oder eure Worte haben mich richtig verletzt, das hat mich richtig getroffen.
- 0:26Und damit drücken wir das aus, was im MRT-Studien gezeigt wurde, ob ein Mensch physischen Schmerz oder so eine Form des psychischen Schmerz hat.
- 0:37Das hat überhaupt gar keinen Unterschied, also es macht keinen Unterschied und es hat auch nichts damit zu tun, dass Menschen zu empfindlich sind.
- 0:46Unser Hirn reagiert auf Schmerzreize, psychische und physische Schmerzreize.
- 0:53Hallo und herzlich willkommen bei Lebenswert, das jetzt versichern. Mein Name ist Shilu Könke und ich bin Host in diesem Podcast.
- 1:01Ich freue mich gemeinsam mit meinen Gästen Themen aus der Gesellschaft aufzugreifen, die direkten Einfluss auf unser Leben und die Lebensqualität haben.
- 1:09Wir sprechen über Fragen rund um mögliche Lebensrisiken, den Lebenswandel an sich, aber auch ganz persönliche Lebensgeschichten.
- 1:16Und darüber uns das jetzt bewusst zu machen, das jetzt, also genau diesen Moment, in dem sich alles gut und richtig anfühlt. Viel Spaß beim Zuhören.
- 1:26In unserer heutigen Podcast-Folge bei Lebenswert, unsere sozusagen Weihnachtsfolge, wollen wir auf ein Thema eingehen, das mit Blick auf die mentale und körperliche Gesundheit,
- 1:42eine vielleicht für den einen oder die andere überraschenderweise große Rolle spielt. Es geht nämlich um eine bewusste, möglichst wertschätzende,
- 1:52aber auf jeden Fall respektvolle Kommunikation, eine gesunde Kommunikation eben, wie es meine heutige Gäste in Lisa Holtmeier nennt.
- 2:00Und was das eigentlich ist, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse auch dahinter stehen und wie Worte sehen dabei hilft,
- 2:10Gesundheit zu ernten, das erklärt mir heute Lisa Holtmeier. Liebe Lisa, herzlich willkommen.
- 2:15Vielen, vielen Dank auch für die schönen Worte schon zu beginnen. Das fängt ja schon richtig gut an.
- 2:20Ja, dein Motto ist es ja mit deinem Unternehmen Murzid Worte, Sehen und Gesundheit ernten. Das finde ich sehr, sehr schön.
- 2:28Auch übrigens, dass den Begriff Wortmedizin, finde ich ganz, ganz toll.
- 2:32Ich habe dich vor gut zwei Jahren das erste Mal in einem Vortrag gehört, indem du über dein Thema gesunde Kommunikation gesprochen hast
- 2:42und es hat mich wirklich bis heute nicht losgelassen. Deswegen freue ich mich ganz besonders, dass wir heute die Gelegenheit haben,
- 2:48endlich auch hier im Podcast drüber zu sprechen. Also du hast deinen eigenen Podcast natürlich, aber hier bei uns drüber zu sprechen.
- 2:56Ich glaube, dass die meisten von uns oder hoffentlich viele eine gesunde Kommunikation in der Hinsicht kennen oder darüber Bescheid wissen,
- 3:10weil wir natürlich uns bemühen sollten, angemessen miteinander zu kommunizieren, möglichst, wie gesagt, respektvoll auch uns mit dem Gegenüber auseinander zu setzen.
- 3:22Aber die wissenschaftlichen Hintergründe, die dahinter stehen, die haben mich wirklich damals sehr fasziniert und darüber wollen wir auch unter anderem sprechen.
- 3:31Das war nämlich der Start deiner Gründungsidee sozusagen. Berichte doch mal, wie hat das alles angefangen, dass du die Geschäftsidee für dein Unternehmen Murzid hattest?
- 3:43Wie bist du zum Thema gesunde Kommunikation gekommen?
- 3:46Also es fing letztendlich schon ganz, ganz früh an. Die erste Kommunikationsfortbildung hatte ich mit 14 Jahren Besuch, weil ich mich da schon gefragt habe,
- 3:53warum gehen wir eigentlich so miteinander um, wie wir miteinander umgehen und können wir uns das Leben nicht ein bisschen leichter machen,
- 3:59wenn wir einfach ein bisschen liebevoller miteinander sind.
- 4:03Und über die Ausbildung zur Ergotherapeutin bin ich auch schon ein bisschen tiefer eingetaucht und die Themen Psychologie und Kommunikation unter anderem.
- 4:12Und Ausschlaggebend war tatsächlich dann meine Arbeitstätigkeit als Ergotherapeutin auf der Intensivstation,
- 4:19weil auf der Intensivstation sind alle Patientinnen und Patienten an sogenannte Monitor angeschlossen,
- 4:25dass wir die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Sauerstoffsetigung und vieles mehr überwachen können.
- 4:31Und dort ist mir aufgefallen in der morgendlichen Visite, dass plötzlich die Parameter sich bei vielen Patientinnen und Patienten verändern.
- 4:40Auf einmal ging die Herzfrequenz nach oben, der Blutdruck ging nach oben, die Atemfrequenz wurde schlechter,
- 4:47sie haben schneller geatmet, waren unruhiger und dann habe ich mich gefragt, was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?
- 4:54Bin nur ich diejenige, der das auffällt oder ist das jetzt nicht so wichtig, welche Bedeutung hat das?
- 5:01Und mit den Jahren habe ich festgestellt, je nachdem welche Gespräche wir dort mit Patienten und Patienten und auch Angehörigen geführt haben,
- 5:08so verändern sich auch die Vitalparameter.
- 5:13Und das war so ganz interessant, wenn wir ruhige Gespräche geführt haben, wenn wir Gespräche geführt haben, wo ein anderer Person das Gefühl hatte,
- 5:21ich werde ernst genommen, mir wird zugehört, auch meine Ängste werden ernst genommen, waren die Werte tip top in Ordnung.
- 5:29Hatten die Patientinnen und Patienten das Gefühl, ich werde hier gerade gar nicht gehört, mir ist das jetzt gerade alles zu viel
- 5:35oder ich bekomme Angst und habe das Gefühl, auf meine Ängste wird gar nicht so eingegangen,
- 5:41wurden die Parameter tatsächlich schlechter.
- 5:45Und das hat mir so den Anstoß gegeben, dass ich gesagt habe, darüber möchte ich mehr herausfinden.
- 5:50Mit der Kernfrage, welche Auswirkungen hat Kommunikation eigentlich auf unsere Gesundheit,
- 5:56kann uns Kommunikation wirklich krank machen oder liegt es daran, dass manche einfach zu empfindlich sind?
- 6:01Und dieser Fragestellung habe ich mich dann in der Bachelorarbeit gewidmet.
- 6:07Ich habe nebenbei den Gesundheits- und Therapiewissenschaften studiert, wollte gerne Expertinnen interviewen zu dem Thema und habe festgestellt,
- 6:16noch niemand in Deutschland setzt Kommunikation als Gesundheitsförderung und Prävention ein und so entstand, wo er zieht.
- 6:23Ja, das finde ich eine ganz beeindruckende Geschichte.
- 6:25Und wie gesagt, ist das in dem medizinischen Umfeld auf der Intensivstation natürlich zu 100 Prozent nachweisbar,
- 6:33dass die Kommunikation eben unmittelbar korreliert mit dem Offenbar, mit dem Wohlbefinden und messbar.
- 6:45Und insofern auch noch mal die Frage, gerade weil es ja in diesem intensivmedizinischen Umfeld offenbar damals gar nicht so gesehen wurde,
- 6:59sondern man sich wahrscheinlich mit medizinischen Fachbegriffen unterhalten hat über den Zustand des Patienten
- 7:05oder eben bei der Arztvisite, du hast es gerade beschrieben, nicht mit dem Patienten kommuniziert hat, sondern über ihn.
- 7:14Und es ist ja offenbar untergegangen, dass man hätte in der Situation schon anders zum Wohlbefinden des Patienten beitragen können.
- 7:25Wie hast du damals in deiner Rolle als Ergotherapeutin darauf reagiert?
- 7:30Also konntest du die Patientinnen und Patienten durch ein menschliches, sagen wir mal, behandeln nach gesunden Menschenverstand auch schon beruhigen?
- 7:44Also wir wissen ja, dass Kommunikation Behandlungserfolge begünstigen kann.
- 7:48Und so habe ich nach der Visite, bin ich immer noch mal geblieben und habe wirklich versucht auch Aufklärungsarbeit zu leisten,
- 7:56gerade diese Unsicherheit, was passiert mit mir, was ist mit mir gerade auf der Intensivstation,
- 8:01ein absoluter Ausnahmezustand, ich liege dort in einem OP-Hämtchen, um mich herum, genau, um mich herum sämtliche Geräte, die Geräusche machen,
- 8:10das ist ja durchaus beängstigend, also da kann ich mich schon gut hineinversetzen und dann auch erstmal zu verstehen,
- 8:18was ist mit mir, was passiert jetzt noch, gerade wenn Fachbegriffe fallen, was bedeutet das genau,
- 8:26weil manches klingt auch sehr, sehr dramatisch und da ist es wichtig, das Ganze erstmal einzurtenen.
- 8:32Was bedeutet denn das? Wie geht es denn jetzt weiter, ein bisschen Sicherheit zu geben in dieser doch sehr unsicheren Zeit
- 8:39und da habe ich wirklich versucht, mir Zeit zu nehmen, mich dorthin zu setzen,
- 8:44weil die Zeit hatte ich als Ergotherapeutin oft zugegebenermaßen mehr als die Pflegenden oder auch als die Ärzteschaft
- 8:53und da habe ich versucht, einen guten Grundstein zu legen, zuzuhören, Ängste auch ernst zu nehmen und die Bereitschaft zu haben, da zu sein
- 9:04und das ist tatsächlich auch schon ein ganz wichtiger Faktor, ich habe das Gefühl, jemand ist für mich da,
- 9:10weil viele fordern ja noch gar nicht eine psychologische Beratung oder sowas,
- 9:15sehen wir ja auch im familiären oder im privaten Freundeskreis, dass so viel oft gar nicht verlangt wird, dass es so gut tut jemand, das da.
- 9:24Ja, absolut. Das ist ja eine vergleichbare Situation auch in der Erstversorgung von Unfallopfern.
- 9:31Total.
- 9:32Man trifft, dass man eben auch mit den verletzten Personen spricht, dass man sie beruhigt, dass man nicht selbst in Panikmodus verfällt,
- 9:40sondern eben sich in die Betroffenen rein denkt und möglichst Ruhe bewahrt.
- 9:48Bedarf es für die Kommunikation in dem Fall ein Fachwissen sozusagen, ein kommunikatives Fachwissen
- 9:55oder ist nicht auch das mit einem gesunden Maß an Verständnis und Menschenverstand möglich?
- 10:06Ja, also es ist auf jeden Fall möglich, es gibt sogenannte kommunikative erste Hilfe und gleichzeitig, alleine der Satz
- 10:14"Ich bin jetzt für dich da" oder "Ich bleibe bei dir" reicht.
- 10:18"Ich bin jetzt nicht mehr alleine" oder "Ich habe Hilfe geholt."
- 10:22Und dann ist das ganz klar, dass jemand an meiner Seite ist und diese Verbindung von Mensch zu Mensch.
- 10:28Und das ist so ganz, ganz spannend, egal ob sich Menschen kennen oder nicht.
- 10:32Diese Verbindung ist hier jemand für mich da und der passt jetzt auf mich auf, der lässt mich jetzt hier nicht alleine.
- 10:37Gerade in solchen Situationen.
- 10:39Er kriegt Gänsehaut am ganzen Körper, aber das ist so entscheidend und so wichtig.
- 10:43Wenn wir uns überlegen, uns geht es gerade nicht gut.
- 10:46Und ein anderer Mensch kommt zu uns und sagt "Ich bin jetzt für dich da und ich warte jetzt so lange bis Hilfe da ist."
- 10:52Und ich lasse dich jetzt hier nicht allein.
- 10:54Und alleine diese Begleitung, da braucht es kein wahnsinniges Fachwissen.
- 11:01Und ich bin der festen Überzeugung aus einer Intuition heraus, machen wir das schon richtig gut.
- 11:07Aus dieser Situation, ich sehe jetzt jemanden und aus meiner Erfahrung auch heraus, was würde mir vielleicht gut tun,
- 11:15machen Menschen intuitiv schon sehr, sehr, sehr vieles richtig.
- 11:18Gerade in solchen Ausnahmesituationen ist erstaunlicherweise, da reagieren wir perfekt nicht, wenn wir uns super vorbereiten,
- 11:25sondern wenn ich auch meine Intuition vertraue, ich sehe jetzt jemanden und ich gehe da jetzt hin
- 11:30und ich frage, ob ich helfen kann oder helfe oder versuche mein Bestes zu tun.
- 11:34Und meistens ist es genau das Richtige, was die Menschen gerade brauchen.
- 11:38Ja, jetzt haben wir über die Ausnahmesituation gesprochen, in denen wir vieles schon richtig machen.
- 11:44Wenn wir jetzt aus dem medizinischen Unfeld mal weggehen und auf den Alltag gucken,
- 11:50dann wäre es ja schön, wenn wir diese Erkenntnis auch mit in den Alltag überführen würden.
- 11:55Und wenn wir auch dort miteinander zwischen menschlich gut und respektvoll umgehen können,
- 12:02hast du für den Alltag Beispiele für eine negative Kommunikation?
- 12:09Ich denke im Alltag neigen wir schnell dazu, durch unsere Schnelllebigkeit sowohl in den Gesprächen
- 12:14als auch in unserer schnell-liebigen Zeit sehr schnell zu interpretieren.
- 12:18Schnell zu sagen, ich weiß, wie du das gemeint hast oder eine Person hat das jetzt böse gemeint
- 12:23und wir sind da schnell in der Wertung und damit entstehen sowohl schnell Missverständnisse
- 12:29als auch sehr schnell Konflikte.
- 12:31Und wir tun uns und unserem Gegenüber einen Gefallen, in dem wir erst mal gucken, hey, wie meinst du das gerade?
- 12:37Oder erst mal zu gucken, war die Situation wirklich so oder interpretiere ich das gerade ein bisschen rein?
- 12:43Beispielsweise, wir haben verabredet, dass du einkaufen gehst und ich komme nach Hause
- 12:48und ich sehe, der Kühlschrank ist leer.
- 12:50Na toll, dir war es also wieder was anderes, war wichtiger.
- 12:53Und dabei verpass ich vielleicht, dass du einen Anruf von einer gemeinsamen Freundin bekommen hast,
- 13:00der es gerade sehr schlecht geht und du gesagt hast, hey, ich komme vorbei, ich unterstütze dich
- 13:05und du kommst dann später nach Hause und das Erste, was ich sage, warum warst du nicht einkaufen?
- 13:10Und ich höre noch gar nicht dir zu, was vielleicht los war.
- 13:14Ich unterstelle dir gleich eine Absicht.
- 13:16Da haben wir zum Beispiel die Warum-Frage, die zur Ausschüttung von Stresshormonen führt.
- 13:20Warum hast du das so gemacht?
- 13:21Wieso hast du das vergessen?
- 13:23Und sagst, bist du in der Rechtfertigungsposition, es ist immer auch mit einem Vorwurf verbunden
- 13:28und so schnell bauen wir auch Hierarchie tatsächlich in der Kommunikation auf.
- 13:33Und da erstmal zu gucken, hey, was war denn los?
- 13:35Und du erzählst mir, ich habe den Anruf bekommen von der Katharina und da habe ich mir echt Sorgen gemacht,
- 13:41der ging es gar nicht gut.
- 13:42Ah, okay, warum bist du direkt nach der Arbeit dann hingefahren?
- 13:45Ja, genau, und es war mir total wichtig.
- 13:47Ja, okay.
- 13:49Also bevor ich dir da irgendwie einen Vorwurf mache und du hast dich nicht an unsere Verabredung gehalten
- 13:54und immer muss ich einkaufen gehen, dann habe ich dich einmal um was gebeten
- 13:59und du machst es nicht.
- 14:00Und schon schau geht es sich hoch, um erstmal selber erstmal durch zu atmen und zu gucken,
- 14:05vielleicht ist Schiele heute morgen nicht aufgestanden, hat überlegt, wie kann ich Lisa heute maximal provozieren?
- 14:11Und da mal runterzukommen.
- 14:14So was geht im Alltag ganz schnell mit Generalisierung arbeiten immer, alle, jeder, keiner, nie.
- 14:20Und mit der Warum-Frage, das ist oft so in unserem Inneren und wir wissen aus Studien,
- 14:26das führt tatsächlich schon zur Ausschüttung von Stresshormonen, das stresst uns.
- 14:31Ja, das ist natürlich absolut so.
- 14:34Trotzdem kommt das ja immer wieder, das sind Alltagssituationen, die kennen wir alle, das kommt immer wieder vor.
- 14:40Deswegen ist es glaube ich ganz wichtig immer wieder auf die eigene Haltung zu gucken
- 14:44und auch zu überprüfen, aus welcher Situation kommuniziere ich gerade selber.
- 14:51Und Haltung ist sowieso ein ganz, ganz wichtiges Thema.
- 14:54Absolut.
- 14:55Auch wenn wir auf uns schauen, nicht nur in der Kommunikation mit unserem Gegenüber,
- 15:00sondern eben auch in der Kommunikation mit uns selber.
- 15:05Wie sieht es aus deiner Erfahrung damit aus, mit der Kommunikation sich selbst gegenüber?
- 15:12Also wenn wir Zwiegespräche mit uns selbst führen sozusagen,
- 15:18müssten wir da nicht genauso respektvoll und umsichtig mit uns selber umgehen.
- 15:24Oder zum Beispiel auch, wenn uns Fehler passiert sind.
- 15:27Ist das nicht auch genauso wichtig?
- 15:29Ja, absolut.
- 15:30Also da spricht so ein ganz wichtiges Thema in unserer inneren Dialoge.
- 15:33Es sind maßgeblich auch für unsere Gesundheit zuständig und haben wahnsinnigen Einfluss.
- 15:39Wie wir mit uns selbst umgehen, erfahrungsgemäß sind viele Menschen sehr streng mit sich.
- 15:43Das darf mir nicht passieren.
- 15:45Jetzt habe ich diesen Fehler gemacht, zum Beispiel ist es eine sehr, sehr gute Situation,
- 15:48die du dann nennst.
- 15:49Es ist total blöd.
- 15:50Ich bin so unaufmerksam.
- 15:51Andern wäre das nicht passiert.
- 15:53Und das kommt davon, wenn ich immer alles schnell, schnell mache.
- 15:57Und dann kommt so eine Vorwurfstierade ganz oft.
- 15:59Und das finde ich immer so die Königsklasse der gesunden Kommunikation.
- 16:05Wie spreche ich mit mir?
- 16:06Und auch sich zu erwischen, oh, da war ich gerade echt hart zu mir.
- 16:11Weil wenn wir ganz ehrlich sind, wenn wir hart zu anderen sind, dann entschuldigen wir uns oft.
- 16:16Und Hand aufs Herz, wann entschuldigen wir uns bei uns selbst?
- 16:19Dass wir merken, boah, da war ich gerade echt hart zu mir.
- 16:23Und auch mal zu gucken, wie würden wir denn mit anderen umgehen,
- 16:27wenn jemand aus der Familie oder einer Kollegin oder einem Kollegen ein Fehler passiert,
- 16:32würden wir die gleichen Sätze sagen wie zu uns.
- 16:35Und wenn ich das andere Menschen frage, sagen sie ganz oft, oh Gott, nee, auf gar keinen Fall.
- 16:39Das ist ja total respektlos, kann ja auch mal passieren.
- 16:42Das hat die Person ja nicht mit Absicht gemacht.
- 16:45Und dann ja, absolut richtig.
- 16:47Und das ist immer ein guter Gradmesser, so wie du mit dir sprichst.
- 16:50Würdest du auch so mit Menschen in deinem Umfeld sprechen.
- 16:53Und viele sind völlig schockiert und sagen auf gar keinen Fall.
- 16:56Und da ist meine erste Frage, warum gehst du so mit dir selbst um?
- 17:00Und da die Selbstbeziehung auch zu stärken, liebevoll mit sich zu sein, zu merken,
- 17:05hey, ich bin gerade wahnsinnig gestresst und merke, ich kann mich da gerade nicht drauf konzentrieren,
- 17:10anstatt zu sagen, hey, reist dich jetzt mal zusammen.
- 17:12Das kann ja jetzt nicht so schwer sein.
- 17:14Oder euch finde gerade irgendwie nicht so richtig zur Ruhe.
- 17:17Ja, musst du aber.
- 17:18Ja, das geht ja jetzt nicht.
- 17:20Du musst dich aber noch drum kümmern.
- 17:22Du musst jetzt noch XY machen bei diesem "Ich muss" zum Beispiel auch Ausschüttung von Stresshormonen.
- 17:28Und das können wir super gut ersetzen.
- 17:30auch mit "Ich werde". Ich muss jetzt noch einkaufen gehen, ich muss mich dann noch um
- 17:34die Kinder kümmern, ich muss, ich muss, ich muss zu sagen, okay, ich werde jetzt als erstes
- 17:39erstmal die Kinder abholen. Punkt. Und das sind so, auch so diese liebevolle Sprache
- 17:48mit sich selbst, auch sich selbst mal zu hören, hey, auch wenn das Ergebnis nicht so war,
- 17:54wie ich es mir gewünscht habe, ich habe das trotzdem gut gemacht, ich habe versucht,
- 17:57das Beste rauszuholen. Also auch dieses auch wennensprachmuster kann uns da total helfen.
- 18:01Auch wenn es anders gelaufen ist als geplant, habe ich das Beste draus gemacht. Oder auch
- 18:07dieses Zutrauen, ich mache das schon. Ja, also es würde einem definitiv besser damit
- 18:13gehen. Also ich glaube, dass was du am Anfang beschrieben hast, dass eben eine gesunde Kommunikation
- 18:20mit dem Gegenüber auch ein körperliches Wohlbefinden oder ein mentales Wohlbefinden auslöst,
- 18:27wird ja genauso bei uns selber passieren, wenn wir etwas gnädiger mit uns selber umgehen
- 18:31oder mehr Verständnis aufbringen für bestimmte Situationen, in der wir uns aus unserer Sicht
- 18:37vielleicht falsch verhalten haben oder, also das ist wieder eine Bewertung, aber eben anders
- 18:42verhalten haben, als wir es eigentlich hätten tun sollen oder wir es auch besser wissen
- 18:48oder gewusst hätten, wie wir uns besser hätten verhalten können.
- 18:51Und das Interessante ist hier, unser Gehirn weiß zum Beispiel nicht, wenn wir Wertschätzung
- 18:59aussprechen, ob die Wertschätzung an uns selbst gerichtet ist oder an eine andere Person.
- 19:04Also wenn ich mich dir gegenüber wertschätzend verhalte, weiß mein Gehirn gar nicht, ob
- 19:09das jetzt dich oder mich betrifft. Das heißt, auch bei mir werden Hormone ausgeschüttet,
- 19:15die zum Beispiel Stress abbauen. Wir wissen aus Studien, dass wenn wir Wertschätzung erhalten
- 19:20oder auch Wertschätzung geben, wie gesagt, für unser Gehirn weiß man nicht so richtig,
- 19:24wer es jetzt eigentlich gemeint, auch egal, sorge ich auch mal, dass es mir gut geht.
- 19:28Wissen wir da es zum Beispiel Dopamin ausgeschüttet wird, was auch dafür da ist, dass wir uns
- 19:34motiviert fühlen, dass wir einen so inneren Antrieb haben, wer schon mal aufrichtige Wertschätzung
- 19:39bekommen hat, weiß ja auch, boah, es fühlt sich richtig gut an. Das spornt mich auch
- 19:44so ein bisschen an. Das motiviert mich jetzt, das inspiriert mich vielleicht auch. Oder
- 19:48Endorphin ist wie so ein körpereigendes Schmerzmittel. Wir wissen Menschen, verspüren weniger
- 19:55Schmerzen, zum Beispiel auch in der Wundheilung, wenn sie sich wertschätzend behandelt fühlen,
- 20:00Patienten und Patienten brauchen weniger Schmerzmittel. Es ist so wahnsinnig, wahnsinnig interessant
- 20:05oder was haben wir noch, Oxytozin, dass so ein Bindungshormon, dieses Vertrauen ineinander
- 20:11wird auch ausgeschüttet, wenn wir Wertschätzung erhalten. Wir haben eine Menge Glückshormone,
- 20:17die für unser Wohlbefinden sorgen und Hormone, die Stress abbauen und ja, nur in Häkchen
- 20:25durch wertschätzende Kommunikation uns und anderen gegenüber. Ja, das war, fand ich
- 20:32nochmal sehr hilfreich, dass du darauf hingewiesen hast, dass wir mit Schmerzen reagieren, beziehungsweise
- 20:38dass das Schmerzzentrum angesprochen wird durch eine schlechte Kommunikation ausgeben
- 20:45und das finde ich ganz interessant. Genau, für unser Gehirn ist es absolut gar kein Unterschied,
- 20:51ob wir Kopfschmerzen haben, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen oder irgendeine andere Form
- 20:56von körperlichen Schmerz oder ob wir uns durch die Worte von anderen Menschen verletzt fühlen.
- 21:01Das sagen wir umgangssprachlich auch, das kennen vielleicht auch einige Höhende, aber das tat mir
- 21:07richtig weh, dass er das gesagt hat oder eure Worte haben mich richtig verletzt, das hat mich
- 21:12richtig getroffen und damit drücken wir das aus, was im MRT Studien gezeigt wurde, ob ein Mensch
- 21:21physischen Schmerz oder so eine Form des psychischen Schmerz hat, das hat überhaupt gar keinen
- 21:27Unterschied, also es macht keinen Unterschied und es hat auch nichts damit zu tun, dass Menschen
- 21:32zu empfindlich sind. Unser Hirn reagiert auf Schmerzreize, psychische und physische Schmerzreize
- 21:41und das Ganze wurde jetzt noch mal verschärft untersucht, das geschaut wurde, was machen wir
- 21:45denn, wenn wir Schmerzen haben? Viele greifen zu Schmerzmitteln und zum Beispiel, ich sag mal
- 21:51Parazitamol, wenn ich Kopfweh hab und jetzt hat man geguckt, na ja, dann müsste das ja auch besser
- 21:57werden, wir müssten uns ja besser fühlen, wenn wir Schmerzmittel nehmen, wenn wir uns deshalb
- 22:02nicht gut fühlen, wenn wir durch Worte getroffen wurden und tatsächlich geht es den Menschen
- 22:07danach besser. So jetzt keine Einladung sein nach jedem Gespräch, Schmerzmittel einzunehmen,
- 22:12was ich damit deutlich machen möchte, wie sehr unser Körper darauf reagiert, es hat wirklich
- 22:17nichts damit zu tun, dass jemand zu empfindlich ist. Das Hirn spielt ganz normale Reize ab, ganz
- 22:23normale Abfolgen und das ist die Macht von Worten und das unterschätzen wir immer noch sehr und
- 22:32da brauche es meiner Meinung nach noch Aufklärungsarbeit, weshalb ich ganz dankbar bin, dass wir
- 22:37dieses Gespräch ja heute führen. Ja, das ist ganz, ganz wichtig, die Aufklärung natürlich und
- 22:42wenn wir nochmal auf die Alltagssituationen schauen, die wir vorher besprochen haben,
- 22:47du hast da Beispiele genannt, dann ärgert man sich, dass der Kühlschrank leer ist, weil man
- 22:51hat es anders verabredet oder so, also diese Beispiele kennen wir ja alle. Total. Dann fährt man
- 22:56aus der Haut, ist impulsiv oder zieht sich auch vielleicht beleidigt zurück, je nachdem, wie der
- 23:02eigene Charakter ebenso ist und das passiert jeden Tag wieder. Wie gelingt es dir persönlich,
- 23:10dich in deinem Alltag immer wieder an diese, ich sag mal Regeln der bewussten, respektvollen
- 23:17Kommunikation, der gesunden Kommunikation zu halten? Ja, das ist ein guter Punkt, denn gesunde
- 23:23Kommunikation bedeutet nicht perfekte Kommunikation. Ich sag immer diese Worte, entschuldige Bitte,
- 23:29das tut mir leid, wurden ja nicht umsonst erfunden. Also auch mir passiert das, dass ich mich
- 23:34ausdrücke und danach nachdenke und denke mir, das hätte man auch netter sagen können und das
- 23:39formuliere ich dann so. Ich denke unsere Schlüsselkompetenz ist die Selbstreflektion und die
- 23:44Eigenverantwortung, für sich zu erkennen, hey irgendwie und es genauso zu verbalisieren. Ich war
- 23:49wahnsinnig gestresst gerade oder ich habe das glaube ich gerade in den falschen Hals bekommen,
- 23:54lass uns noch mal in Ruhe drüber sprechen oder entschuldige Bitte, es war nicht so gemeint,
- 23:59lass uns noch mal drüber reden oder ähnliches, das für sich zu reflektieren. Manche können
- 24:04es in dem Moment, manche brauchen erst mal ein bisschen Zeit für sich und suchen später noch
- 24:09mal den Dialog. Also ich denke Selbstreflektion ist es a und o und ich frag mich immer, welche
- 24:15Kommunikation wünsche ich mir für mich? Und welche Veränderung kann ich denn in dieser Welt
- 24:19sein oder meinem kleinen Kosmos in meinem Privatleben, um das genauso zu leben und wie gesagt es geht
- 24:26nicht um Perfektion und einem großer Trugschluss ist auch gesunde Kommunikation bedeutet immer
- 24:31über Positives zu sprechen. Ganz im Gegenteil, es müssen diese Gespräche sein über hey das fand
- 24:37ich echt nicht gut oder das hat mich belastet oder damit geht es mir nicht gut, weil es psychische
- 24:41Entlastung bringt. Entlastende Gespräche ist da das Stichwort und genau das darf alles sein
- 24:49und wie gesagt Selbstreflektion immer zu überlegen, wie reagiere ich denn wenn ich gestresst bin oder
- 24:54was sind so vielleicht auch meine Punkte in der Kommunikation wo ich merke, das stört mich,
- 25:00damit kann ich nicht so gut umgehen, das provoziert mich vielleicht auch ein bisschen um
- 25:04damals zu gucken, wie kann ich mir selbst in der Situation helfen und da haben wir alle so unsere
- 25:09Themen bei manchen das ist Feedback und Kritik, manche dazu eigentlich muss mich jetzt auch
- 25:15beschützen. Es ist ja auch ein guter Instinkt, ich muss mich jetzt ins Schutz nehmen um dann damit
- 25:19mal zu arbeiten, musst du dich wirklich ins Schutz nehmen woher kommt der Impuls oder
- 25:23ja Verteidigungssituation und ich muss das jetzt richtig stellen, auch so ein ausgeprägten
- 25:30Gerechtigkeit Sinn haben. Oft steckt ja was ganz Positives hinter, bloß die Umsetzung,
- 25:35da können wir da nochmal gucken. Ja absolut, absolut. Ja oder sich einfach auch in der Situation
- 25:41nochmal bewusst zurücknehmen oder rausziehen, so ein bisschen mit der Distanz drauf zu gucken.
- 25:47In dem Moment ist es mir leider auch nicht möglich. Ja und das ist ja viel zu menschlich und das ist
- 25:55ja so toll, das zu erkennen, zu merken, brauchen den Moment und dann sage ich lieber, gib mir zwei
- 25:59Minuten, bin gleich wieder da und dann atmet man nochmal durch, bevor man was unüberlegt sagt und
- 26:05da ist einer meiner Empfehlungen auch im Sinne der gesunden Kommunikation sich Zeit zu verschaffen,
- 26:11weil wenn wir unter Druck stehen, Stress auch emotionalen Druck, wenn man merkt, oh es kocht
- 26:17sich gerade hoch, da rational eine gute Entscheidung zu treffen, also Schapo, ne so stoisch muss man
- 26:22auch erst mal sein, also da, mein innerer kleiner Philosoph wünscht sich das gerne,
- 26:29das ist ja auch wahnsinnig anspruchsvoll und da für sich zu erkennen, weil wir uns oft über
- 26:36uns ärgern, na toll, jetzt habe ich irgendwas gesagt, das meinte ich gar nicht so oder jetzt
- 26:40habe ich mich unter Druck setzen lassen und jetzt habe ich mich zu etwas hinreißen lassen und
- 26:45es ist mir nicht gelungen meine Grenze zu kommunizieren und deshalb sage ich nie Atock zu
- 26:50irgendwas ja oder nein, da sage ich, oh danke, dass du an mich gedacht hast, ich mache mir super
- 26:54gern Gedanken, ich mitte mich morgen bei dir oder aus Respekt vor deinem Anliegen mache ich mir
- 26:59Gedanken darüber und lass uns morgen in Ruhe drüber sprechen. Ja genau, denn das was gesagt,
- 27:04es ist dann auch gesagt und dann ist es schwierig so zurückzuruhlen. Genau. Und man kann sich auch
- 27:10dafür entschuldigen, aber es ist trotzdem, es ist raus und der andere muss damit ja auch irgendwie
- 27:17umgehen und manchmal kann man verzeihen, aber man kann es nicht vergessen. Also oft ja, genau. Die
- 27:23Wirkung der Worte ist dann schon, das kennen wir glaube ich alle, ist dann schon sehr stark.
- 27:28Zum Thema Erwartungshaltung würde ich jetzt gerne noch mal auch mit Blick auf die anstehenden
- 27:34Feiertage. Sehr schön. Weihnachten ist nächste Woche und ja, da ist es ja oftmals so, dass man
- 27:41gerade auch in Familien in den oder den großen Familien mit vielleicht auch Familien mit kleinen
- 27:47Kindern oder bei denen dann die Eltern, die Großeltern, Tante, Onkel oder so zu Besuch kommt,
- 27:55möchte man natürlich am liebsten alles ganz wunderbar machen und perfekt haben und ein tolles
- 28:00Essen auf den Tisch stellen und so weiter. Und vor allen Dingen soll sich niemand streiten. Es sollen
- 28:04sich alle gut verstehen. Die Erwartungshaltung ist natürlich ganz, ganz hoch für diese Festtage.
- 28:09Gleich schon einer Wunschliste. Und dann passieren eben so Dinge dann doch, dass das heißt,
- 28:17heute wollen wir aber alle ganz friedlich miteinander umgehen oder vielleicht auch,
- 28:22dass man die Jüngere nicht oder so fragt, wann lernen wir denn mal deinen Freund kennen oder so
- 28:28weiter oder Erziehungstipps oder auch beliebt. Genau. Also, na ja, wie man so in der Familie vielleicht
- 28:34auch manchmal redet. Und hast du deshalb noch so ein paar kommunikative Tipps, die wir zu Weihnachten
- 28:41beherzigen können? Ja, absolut. Also Weihnachten ist dann wirklich auch noch mein Thema für sich,
- 28:47Familie, viele. Wir dürfen uns bewusst machen, viele. Vieles ist wirklich gut gemeint und echt
- 28:53nicht gut gemacht. Also, das ist echt ganz häufig so. Viele meinen es gar nicht böse, in dem
- 28:59oh, Mensch, wann lernen wir denn deinen Freund kennen und das, also wie das Kind hier am Ess-Tisch
- 29:04sitzt, das geht jetzt überhaupt nicht. Also bei uns hätte es früher nicht gegeben und so weiter.
- 29:07Und das Essen muss perfekt sein und alle sollen sich wohl fühlen und so weiter. Und da übernehmen
- 29:13wir ganz oft Verantwortung für alle anderen. Und das ist eine Verantwortung, die können wir
- 29:18gar nicht tragen. Und mein Grundsatz ist, bei sämtlichen Situationen, wir teilen uns die Verantwortung.
- 29:2450-50. 50 Prozent liegen bei mir, dass ich mich respektvoll ausdrücke, dass ich es versuche
- 29:32schön zu machen, was meiner Definition von schön entspricht. Das kann nicht die Definition von
- 29:39schön von Tante Ella sein. Tante Ella kann etwas ganz anderes als schön empfinden. Und das ist
- 29:45okay, weil wir sind ganz oft dabei. Wer hat Recht und so weiter und wir sind einfach, ich sage mal,
- 29:51jeder hat so eine unterschiedliche Landkarte. Für die eine Person ist etwas schön und richtig und
- 29:56so macht man das. Und für die andere Personen kann das etwas ganz anderes sein. Und da immer mal zu
- 30:02schauen, wofür bin ich wirklich verantwortlich, bin ich dafür verantwortlich, wie sich Onkel Hannes
- 30:08benimmt an Weihnachten und wie viel Alkohol er trinkt, liegt es wirklich in meinem Verantwortungsbereich.
- 30:14Ich verstehe, dass man sich das wünscht, dass sich das vielleicht in einem gesunden Rahmen verhält.
- 30:19Und gleichzeitig liegt es außerhalb unseres Verantwortungsbereichs. Und wir haben vor allem
- 30:24auch die Verantwortung für uns. Wann ist mir etwas zu viel, auch wenn es zum Beispiel um Erziehungstipps
- 30:30geht, auch wenn das vielleicht total nett gemeint ist, kann man sich auch bedanken zu sagen, hey,
- 30:34ich weiß, dass du das anders gemacht hast und danke, dass du deine Erfahrung mit mir teilen
- 30:39möchtest. Und ich bitte dich zu akzeptieren, dass ich es anders machen möchte. Oder, dass ich
- 30:43gerade noch dabei bin, meine Erfahrung zu sammeln. Und was dann dein Gegenüber daraus macht,
- 30:48schauen wir mal. Manche können es annehmen, manche nicht. Und das Verhalten anderer Menschen sagt
- 30:56oft mehr über sie aus als über dich. Und das ist, glaube ich, etwas, was wir da auch immer noch mal
- 31:02bewusst machen dürfen und da immer zu gucken, was brauchst du denn selbst, um dich wohl zu fühlen
- 31:07und mit welchen Herausforderungen in deiner Familie rechnest du vielleicht auch? Man kennt
- 31:12sich ja schon ein bisschen und weiß vielleicht, was vielleicht auch herausfordernd sein können,
- 31:17gerade jetzt an Weihnachten politische Themen. Und da darf man sich trauen zu sagen, über Politik
- 31:25möchte ich heute nicht sprechen. Gerade wenn die Perspektiven vielleicht sehr weit auseinander
- 31:30gehen. Das ist sowieso ein gut, sehr guter Rat für Familienfeste. Genau. Das ist häufig,
- 31:37tut es nichts Gutes für die Stimmung, sagen wir mal so. Und das ist ja vollkommen in Ordnung,
- 31:42dass verschiedene Perspektiven zusammenkommen und gleichzeitig da auch nochmal klar zu machen,
- 31:47darüber möchte ich heute nicht sprechen. Oder ich fühle mich unwohl, wenn wir über Familien
- 31:53mit Glieder XY sprechen, die heute nicht da sind. Weil das ist ja auch oft Gesprächsstoff,
- 31:58das über andere oft auch nicht ganz so wertschätzend gesprochen wird. Und wenn man merkt, ich fühle
- 32:03mich damit nicht unwohl oder das bringt ja auch irgendwie so eine Energie mit in den Raum. Das
- 32:08mag ich nicht so, dass man das Thema auch ganz elegant umlenken kann, wenn man sich vielleicht
- 32:14auch nicht traut zu sagen, ich möchte darüber jetzt nicht sprechen. Ist es auch als Exit Strategie
- 32:19in Ordnung, dann mal die Abkürzung zu nehmen und zu sagen Mensch. Und dann kann man sich immer
- 32:25schon mal drei Themen zurechtlegen. Habt ihr schon Urlaubpläne? Und dann darf man da auch mal ein
- 32:32paar Strategien nutzen. Man muss nicht alles immer direkt ansprechen und da die großen Themen auf
- 32:39den Tisch bringen. Ja, das ist auf jeden Fall ein guter Rat. Also wir werden Weihnachten jetzt
- 32:44begehen und auch in unserem eigenen Interesse natürlich, denn du hast es ja schön gesagt,
- 32:49wenn wir selber wertschätzend mit den anderen umgehen, geht es uns auch viel besser und das
- 32:54nimmt den Stress auf jeden Fall. Oder lässt ihn vielleicht auch idealerweise gar nicht erst
- 32:58entstehen. Ja, liebe Lisa, vielen, vielen Dank für deine Zeit und für das wertvolle Gespräch,
- 33:03was wir hier führen konnten. Ich freue mich wirklich sehr, dass es uns gelungen ist oder mir nach
- 33:09zwei Jahren, nachdem ich dich das erste Mal gehört habe mit deinem Thema gesunde Kommunikation und
- 33:14Wortmedizin, hier zu mir in den Podcast einzuladen. Und ich danke dir ganz, ganz herzlich. Ich würde
- 33:21gerne zum Abschluss noch die Frage an dich richten, wenn Hörerinnen und Hörer jetzt Interesse
- 33:26haben, weiterführende Informationen über dich zu bekommen und auch sich tiefergehend mit dem
- 33:35Thema gesunde Kommunikation auseinanderzusetzen. Wo können Sie sich damit weitergehend beschäftigen?
- 33:43Ja, vielen, vielen Dank. Also sowohl zum Beispiel über meine Website, wenn man googletwirtseed.de,
- 33:51wird man mich finden. Dort findet man zum Beispiel einen kostenfreien Newsletter, wo es immer mal
- 33:56Kommunikationsinformationen gibt oder auch Onlinekurse, die besucht werden können. In den
- 34:02sozialen Medien bin ich präsent. Es gibt den Huercit Podcast, da dreht sich alles um gesunde
- 34:07Kommunikation und Wortmedizin und jetzt ganz neu erscheint im Februar 2025 mein erstes Buch.
- 34:14Das heißt Wortmedizin, ungesunde Kommunikationsmuster durchbrechen und die mentale Gesundheit stärken.
- 34:20Es ist ab sofort vorbestellbar und das erwartet uns dann im nächsten Jahr. Darauf freue ich mich sehr.
- 34:26Vielen, vielen Dank für die Einladung. Es war mir eine große Freude. Ja, sehr, sehr gerne da. Ich
- 34:32danke dir und die Vorbestellungen, die können wir jetzt schon machen. Es passt nicht mehr ganz als
- 34:37Weihnachtsgeschenk, aber vielleicht als Gutschein für meine. Genau, die Gutscheine gibt es tatsächlich
- 34:41auch auf meiner Website und dann zweimal Freude verschenken ist quasi das Motor. Sehr, sehr gerne
- 34:48und sehr schön. Liebe Lisa, frohe Festtage wünsche ich dir. Vielen Dank. Alles Liebe. Dir auch,
- 34:54tausend Dank.
- 34:55[Musik]