Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Flucht vor Polizei endet in HVV-Bus
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 23. Dezember. Verfolgungsjagd in Bramfeld. Was wird aus dem Europäischen Hof? Miniatur Wunderland bekommt Spielfilm. Warum Weihnachten weniger Kinder geboren werden. Fast drei Jahre nach dem Amoklauf in Alsterdorf haben sich die Zeugen Jehovas entschieden, dort einen Neuanfang zu wagen. Die Renovierungsarbeiten an dem Gebäude, in dem damals acht Menschen ums Leben kamen, haben begonnen. Es war keine einfache Entscheidung. Wir wollten sie nicht unter Schock treffen, sagt Michael Zifidares, Sprecher der Zeugen Jehovas Norddeutschland, zu dem Neuanfang an dem Ort, der zu einem Tatort geworden ist. Daher habe man sich dafür viel Zeit genommen. Gemeinsam mit allen Betroffenen sei überlegt worden, wie es weitergehen soll. Auch der Gedanke, das Gebäude abzugeben, habe im Raum gestanden. Doch nun sei der Entschluss gereift. Die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen, die seit 120 Jahren und mittlerweile mit 55 Gemeinden in Hamburg vertreten sei, wolle ein Zeichen setzen. Wir bringen die christliche Liebe und die Wärme, die unsere Gottesdienste dort immer geprägt haben, zurück an diesen Ort. Die Räumlichkeiten sollen nicht nur saniert, sondern in vielen Bereichen auch grundlegend erneuert werden. Das gilt auch für die Fassade, die von Waschbetonplatten und einer außenliegenden Feuertreppe geprägt ist. Ziel sei es, wieder einen einladenden, würdigen Raum für christliche Gemeinschaft und religiöses Leben zu schaffen, sagt Zifidares. Man soll sich wieder freuen können, hierher zu kommen. Um der Polizei zu entkommen, hat ein Autofahrer am Montagabend in Bramfeld das Leben anderer Menschen riskiert. An der Straße Barmwisch kam es gegen 20.30 Uhr bei einer Verfolgungsjagd zu einem Verkehrsunfall mit zwei Pkw und einem Linienbus. Dabei wurden sieben Menschen verletzt, wie ein Polizeisprecher heute Morgen sagte. Feuerwehrsprecher Steffen Malz hatte beim Eintreffen am Unfallort von einem Trümmerfeld gesprochen. Der 37-Jährige sollte am Montagabend von der Polizei überprüft werden, weil er erfolglos versuchte, Autos aufzubrechen. Der Mann ergriff jedoch mit einem anderen Wagen die Flucht. Mit einem Streifenwagen auf den Fersen hatte der 37-Jährige offenbar versucht, das Auto zwischen dem VHH-Bus und einem weiteren Pkw hindurchzusteuern, zu steuern, kollidierte bei dem Manöver aber mit dem Linienbus und blieb zwischen den Fahrzeugen stecken. Der Bus der Linie 118 krachte in der Folge gegen einen Laternenmast, auch der andere Pkw wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Europäische Hof an der Kirchenallee gegenüber dem Hamburger Hauptbahnhof gehört zu den traditionsreichsten Hotels in Hamburg. Vor 100 Jahren wurde das Vier-Sterne-Haus mit 275 Zimmern im Stadtteil St. Georg eröffnet, aber eine große Geburtstagsfeier gab es in diesem Jahr nicht. Der Europäische Hof hatte Anfang November 2024 völlig überraschend geschlossen. Auch die rund 150 Mitarbeiter, die eine Kündigung erhielten, waren erst kurz vorher über diese Maßnahme informiert worden. Damals sagte Direktorin Melanie Diesner dem Abendblatt, das war eine kurzfristige Entscheidung. Die seit Längerem geplante umfassende Renovierung kann nicht wie vorgesehen im laufenden Betrieb erfolgen. Doch von der umfassenden Sanierung ist nichts zu sehen. Zunächst war der Gebäudekomplex an der Kirchenallee eingerüstet worden, weil die Fassade erneuert werden sollte. Doch dem Vernehmen nach wurden die Bauarbeiten nicht abgeschlossen. Das Gerüst wurde wieder abgebaut. Jetzt verhüllt eine Plane die oberen Etagen der Immobilie. In dem Gebäudekomplex sind nach Abendblatt-Informationen auch aktuell keine Handwerker im Einsatz, um Renovierungsarbeiten vorzunehmen. Anscheinend herrscht unter den Besitzern keine Einigkeit darüber, wie es mit einem der größten Hamburger Privathotels weitergehen soll. Auf eine Abendblatt-Anfrage zu den Fragen zählte, welche Sanierungsmaßnahmen bislang umgesetzt wurden und wann der Europäische Hof wieder eröffnet wird, gab es keine konkreten Antworten. Wenn Besucherinnen und Besucher durch das Miniatur-Wunderland laufen, fehlen häufig die Worte, um die Begeisterung für die beliebte Attraktion passend zu beschreiben. Nicht selten fällt dabei der Satz, das ist großes Kino hier. Die Gründer Frederik und Gerrit Braun müssen bei dieser besonderen Art des Lobes in diesen Tagen ein wenig mehr schmunzeln als ohnehin schon. Und das aus gutem Grund. Das Miniatur Wunderland, das in diesem Jahr 1,6 Millionen Besucherinnen und Besucher hatte, bekommt einen eigenen Spielfilm. Wir hoffen inständig, dass alles funktioniert. Der Film ist schon seit drei, vier Jahren in der Entwicklung. Es ist ein riesiges Kompliment für uns, einen eigenen Film zu bekommen, sagt Frederik Braun. Die Dreharbeiten für die 20 Millionen Euro teure Produktion beginnen im kommenden Juni im Jahr 2027 soll der Streifen dann auf der Leinwand zu sehen sein. Angesetzt sind 23 Drehtage in Hamburg. Die Moin-Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt mit 1,1 Millionen Euro. Wie das Abendblatt erfuhr, wurde die Finanzierung Ende November unter Dach und Fach gebracht. Das wird ein unglaublicher Kinofilm. Das Drehbuch ist sensationell. Der Film wird ein wenig so wie die Hollywood-Klassiker Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft und nachts im Museum. Es sind große Stars angefragt. Das wird ein Blockbuster, sagt Friedrich Braun dem Abendblatt. In Hamburg werden jeden Tag durchschnittlich 55 Kinder geboren. Zu den geburtenschwächsten Tagen des Jahres zählen in der Hansestadt der 24. sowie der 26. Dezember. An diesen beiden Tagen kamen in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt nur 41 Jungen und Mädchen auf die Welt. Noch weniger waren es nur noch am ersten Weihnachtstag. Am 25. Dezember erblickten 38 Neugeborene das Licht der Welt. Im Universitätsklinikum Eppendorf, dem UKE, gab es im vergangenen Jahr Heiligabend nur drei Geburten. An anderen Tagen sind es im Schnitt acht bis zehn. Der Grund für die geringe Zahl der Geburten zu Weihnachten ist natürlich nicht das Sexualverhalten der Eltern. Es liegt nur daran, dass an diesen Tagen keine Geburten wie Kaiserschnitte oder Geburts-Einleitungen geplant werden, die inzwischen schon eine große Zahl der Geburten in Hamburg und Deutschland ausmachen, sagt Prof. Dr. Holger Maul, Chefarzt der Asklepios Frauenkliniken Barmbeck, Nordheitberg und Wandsbeck. In Hamburg bringt mehr als jede dritte Frau ihr Kind mittlerweile per Kaiserschnitt zur Welt, 36,2 Prozent. Als er mit 15 Jahren zum ersten Mal ein Fußballspiel im Millern-Tor-Stadion sah, war es um Boris Lauterbach geschehen. Mir war sofort klar, dass das Ganze dort ab jetzt eine große Rolle in meinem Leben spielen würde. Wie groß kann man jetzt in dem Buch FC St. Pauli eine Liebeserklärung nachlesen, dass der Mann, der als König Boris mit der Band Fettes Brot berühmt wurde, geschrieben hat. In unserer Reihe Entscheider treffen Heider spricht der Hamburger über Politik und Musik, Bier und Hasch, über die Derbys gegen den HSV und den Fußball, den man ernst nehmen muss. Das komplette Gespräch, das live im Bahnhof Pauli auf der Reeperbahn aufgenommen wurde, hören Sie unter www.abendblatt.de. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.