Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 17: Cry, the beloved Country, Widow's Bay, Prepping für den Ernstfall, Kerala
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- speaker-0: Willkommen bei den Zeitgenossen! Hallo ihr Lieben, ja eine neue Folge von den Zeitgenossen, Folge Nummer 10 und heute auch was ganz besonderes, wir haben nämlich endlich eine Frühstückssendung und die ist auch so quasi quasi halb live. speaker-1: Präfrühstück. Präfrühstück in meinem Fall, ja. speaker-0: Und zwar, was ist passiert? Stefan ist krank geworden. Also wer mich kennt, weiß, ich hab die letzte Woche die Stimme verloren. Und deswegen konnten wir keine Aufzeichnung machen. Und dann haben wir, der Christoph und ich, uns entschieden, dafür eine Frühsendung am Tag zu machen, indem wir das auch live schalten. Das heißt, es ist eine tagesaktuelle Folge heute. Und 8 Uhr früh, und wir haben auch ganz tolle Sachen mitgebracht. Christoph legt auch gleich los mit einem natürlich super coolen Literaturwerk. speaker-1: absoluter acht uff speaker-0: Ich starte dann mit einer Fernsehsendung ein. Wir reisen komplett einmal ⁓ die Welt. Und es gibt ganz viele spannende Themen. Und Christoph, wir gleich los. Komm! speaker-1: Ja, genau. Und zwar habe ich mir vor vielen Jahren mal einfach vorgenommen, für jedes Land auf der Welt das eine Buch herauszufinden, was man gelesen haben muss. ⁓ alles oder das Wichtigste zu wissen über kulturelle Essenz und Wurzeln und Gedankengänge. Und allein dieser Ansatz, dass man sich abhakt, ja was wäre denn, wenn man jemandem denn noch nie in Italien war, was wäre das eine Buch? was jemand lesen müsste für Italien. Ist das ein Buch für Deutschland und so weiter? Das ist natürlich nicht einfach. Die eine einfache Antwort, die es natürlich für Spanien gibt, ist Don Quixote, weil das ist so ein Eckpfeiler der spanischen Kultur. Aber das gibt es nur für die wenigsten Länder, für einige aber doch. Und wenn man genauer hinschaut, ist es halt auch ein interessantes Gesprächsthema. Ich habe viele Freunde von mir aus anderen Ländern gefragt, was würdet ihr denn sagen, ist das ein Buch, was euer Land wirklich bestimmt? Und dann auch nicht nur europäische Länder, auch aus europäische Länder. Beispiel in Indonesien hat mir eine Freundin erzählt, die Buru-Trilogie. Darüber soll es aber nicht gehen. Das eine Buch, was ich gefunden habe, was für Südafrika das zentrale Werk ist, was in allen Schulen gelesen wird, wo alle Südafrikaner mit aufwachsen, worüber sie reden, worüber sie reflektieren, ist ein Buch namens Cry the Beloved Country, also Weine du Geliebtes Land von Alan Payton. Und als ich vor acht Jahren, glaube ich, in Südafrika war, bin ich natürlich meiner Maßgabe treu geblieben und hab schon auf dem Flug darunter... ...zu Hand genommen und hab das dann während meiner Reise da unten meines Roadtrips gelesen und auch dort beendet und das hat meine Reise auf eine Art und Weise bereichert, wie Literatur einem das Leben eigentlich ja immer bereichern soll. Aber diese Kombination zwischen einem Ort und der magischen Geschichte vielleicht, die über diesen Ort erzählt wird von einem großen Autoren, das ist, ich, ein totales Lebensupgrade. Und wurde 1948 geschrieben von einem... Autoren, den ich sonst nicht weiter kannte, Alan Payton. Und das erzählt eine tragische Geschichte von einer Reise eines Priesters, eines schwarzen Priesters, auf der Suche nach seinem Sohn und seiner Schwester in die Hauptstadt Johannesburg. Das Ganze spielt Ende der 40er, als die Apartheid in Südafrika, ich glaube noch nicht komplett kodifiziert war, aber einfach überall zu sehen. Es gab, glaube ich, die Homelands noch nicht, aber alles andere war schon komplett segretgiert. Und er reist durch dieses Apartheid schon geprägte Land und will Menschen, seine eigene Familie eigentlich retten und trifft auf dem Weg nach Johannesburg und in Johannesburg auf die Gesichter des modernen Südafrika. Er kommt selber von so einem kleinen Dorf in Zululand und sieht Technik, sieht Autos, sieht das Aufstreben einer beginnenden, modernen Nation und mittendrin halt die schrecklichen Verwerfungen, die die Gesellschaft in der Zeit durchmacht und muss entdecken, als er in Johannesburg ankommt. dass seine Schwester Gertrude sich dem Suff und der Alkohol der Prostitution hingegeben hat, also völlig den Halt verloren hat. Und noch viel schlimmer, dass sein Sohn des Mordes angeklagt ist. Des Mordes im Zuge eines Raubes, eines Überfalls, den er mit zwei Freunden begangen hat. Und bei der Gelegenheit wurde der Sohn des Besitzers dieses Hauses, das überfallen wurde, erschlagen. Von möglicherweise dem Sohn des Priesters. Im Zuge des Gerichtsverfahrens lernt er auch den Vater dieses Sohnes, dieses Toten, kennen, der zu einem Überfluss auch noch ein Aktivist für die Rechte der Schwarzen war. Also selber kein Ausbeuter oder Unterdrücker. Und in dem Buch geht es eigentlich darum, dass diese Eltern und dass diese ganze Familie hilflos und wehrlos gegenüber dem ist, was in dieser Gesellschaft passiert, was ihre eigenen Kinder erleiden müssen, was sie aber auch anderen zufügen. Und das Ganze endet am Tag, an dem der Sohn des Priesters exekutiert wird. Der Vater ist aber nicht dabei. Der Vater geht zurück in sein Dorf. Beide Väter müssen halt an diesem Tag leben, obwohl sie eigentlich halt in dieser Gesellschaft agiert haben, wie sie dachten, es richtig ist. Oder auch nur auf die einzige Art, ihnen vielleicht möglich war. Und die letzten Sätze sind total prophetisch und magisch. Das ist halt der Priest, der das der Erzähler hofft. über den Gräbern dieser beiden Söhne, des Schwarzen und des Weißen, dass irgendwann in Südafrika vielleicht ein Morgen mit einer aufgehenden Sonne, die über alle Menschen scheint und alle Menschen sind gleich scheinen würde. Aber wann dieser Tag kommt, 1948 geschrieben, das könne niemand wissen. Das sind die letzten Momente, die habe ich am Strand bei Durban gelesen und wenn du selber an diesem Ort bist und gerade in den Wochen gesehen hast, wie halt dort auch immer noch. die Gesellschaften, die Weiße und die Schwarze, ganz offensichtlich und man könnte fast sagen selbstverständlich, völlig getrennt sind voneinander, dann ist das schon sehr bewegend. Und das hat nicht nur mich bewegt, das hat auch wirklich das gesamte Land, glaube ich, bewegt. glaube, die allermeisten Südafrikaner, wenn du dir darauf einen ansprichst, ich weiß nicht, wie präsent denen das ist, ob die immer noch darüber nachdenken, aber das ist schon das eine große Werk, über das alle nachdenken müssen. Und da sind so viele kluge Dinge, so viele kluge Beobachtungen drin, dass... dass man herauslernt, dass schon damals den Leuten klar war, dass hier ein ganz schrecklicher Tausch stattgefunden hat. Dass die weiße Mehrheitsgesellschaft den Schwarzen oder dem Land als solchen sehr viel genommen hat, nämlich durch die Zerstörung der traditionellen Gemeinschaften, der Dörfer, der Stämme, der Unterstützung zwischen den verschiedenen Generationen in den Schwarzen Gesellschaften. Dafür aber auch, und das ist ganz wichtig, einen ganz hohen Preis bezahlen musste, nämlich den Preis der Sicherheit, den Preis, dass Es in Südafrika seitdem, seit 1948, keine harmlosen Spaziergänge abends nach der Dunkelheit mehr gibt. Dass auch die Weißen für diese Zerstörung, die sie angerichtet haben, sich selber zerstört haben. Dass die Zerstörung von beiden Seiten Hand in Hand ging und dass es in dem Sinne da auch keinen Gewinner gibt. Natürlich gibt es da einen Gewinner, weil die Weißen natürlich am Ende als die dominierende Bevölkerungsgruppe usw. Das weiß man ja alles und die Apartheid war total schrecklich. Aber möchte man... in Südafrika leben. Das habe ich mich damals auch gefragt. Möchte ich, würde ich, obwohl das Land so wunderschön ist, würde ich in einem Land leben wollen, wo alles auf so tönenden Füßen steht, weil die Gewalt, die in den Jahrzehnten vorher stattgefunden hat, die geht ja nicht weg. Die Wunden sind ja immer noch da. Und diese Wunden wurden, also zumindest nach dem, was ich gelesen habe in diesem Buch zum ersten Mal halt... auf eine Art Weise beschrieben von Alan Payton, die halt auch poetisch ist. Das Ganze ist ein Reiseroman, wenn man so will, von diesem Menschen, von diesem Priester, von diesem spirituellen Menschen in die große Stadt und dann natürlich dort die Sünde und die Verwirrung und Menschen werden, ja, verändern sich und werden von den Umständen getrieben und empfinden Not und leiden auch nicht nur unter der Gewalt, sondern auch dem psychischen Druck und was passiert da und was macht das mit allen. Und das Ganze ist ja auch, wenn man so will, bisschen eine Modernisierung. Das sind die modernen Zeiten, die da die Familien auseinanderbringen wollen. der Vater nicht mehr mit seinem Sohn und seiner Schwester zusammenlebt, sondern wo die weggegangen sind. Das heißt, ist eben auch nicht nur, es ist kein Fanal, Anklage, es ist halt eine sehr, sehr glaubwürdige, sehr poetische Familiengeschichte unter ganz schrecklichen Umständen, die mir extrem viel über Südafrika und wie es von innen empfunden wird, zumindest von diesem klugen Menschen und Autoren beigebracht hat. Und ich würde wirklich sagen, nach Südafrika zu fahren und dort einfach nur vor sich hin zu surfen und Weißwein in Camps Bay zu trinken, das kann man natürlich machen, aber ich glaube nicht, dass man das machen sollte. Ich glaube, man sollte sich schon auf diese Art von Empfinden und Wissen einlassen. Und wenn man das möchte, dann muss man Cry the Beloved Nation lesen. Und auch ohne Besuch in Südafrika, so eine Familiengeschichte, so eine verzweifelte Familiengeschichte eigentlich interessiert in einem Land, von dem man ja vielleicht sonst kulturell gar nicht so viel hört. Alan Payton hat mein Leben sehr bereichert. Und wenn ich das nächste Mal nach Südafrika fahre, dann werde ich das auch mitnehmen in mir, weil diese Geschichte lässt einen auch nicht los. speaker-0: Es ist fast magisch, weil das nächste Thema, was ich vorstellen werde, ist total darauf abzielt. Also eins halt. Also das ist fast eine Verlängerung davon, aber in einer ganz anderen Örtlichkeit. Also wenn ich darf, würde ich dann gleich nicht weitermachen. Mit einer Fernsehsendung, die gerade abgeschlossen wurde, die letzte Folge wurde letzte Woche quasi freigeschaltet auf Apple TV. Es geht ⁓ Windows Bay. dann wahrscheinlich viele, die so im im Streaming-Bereich unterwegs sind, sagen, wow, ja, Vidos Bay, das hätte ja jetzt wohl wieder gesehen. Deswegen für die, die es noch nicht getan haben, es ist ein Absolutismus. Mir ist total klar, dass dieses Jahr die Emmys abräumen wird. Also die nächsten Emmys, kommen werden, darüber abgeräumt werden, weil das ist ein absoluter Banger, ⁓ das jetzt mal in der Musikübertragung zu sagen. Und es geht ⁓ ähnliche Themen. Also es geht ⁓ eine kleine Insel. speaker-1: Mich zum Beispiel, speaker-0: die verflucht ist. Und zwar werden die mehrere Genres miteinander vermischt. Es geht ⁓ Horror, was überhaupt nicht mein Genre ist. Ich hab also, wenn schon jemand ⁓ die Ecke kommt und boo macht, dann zuck ich schon illerlich zusammen. Du kannst es mir sogar ankündigen und sagen, ich glaube, wenn ich werde, werde ich erschrecken und dann werde ich mich erschrecken. Das heißt, ich hab eigentlich keine Chance, Horror zu schauen, weil mich das dann auch nachts irgendwie weiter verfolgt. Das heißt, ich bin irgendwie so im zwölf Jahre PG-12. Das ist so quasi meine Ebene, auf der ich unterwegs bin. Alles andere zerstört meine kleine Seele. Und jetzt guck ich mir so eine horrorferne Sendung an. Wie ist das überhaupt passiert? Und zwar hab ich, jetzt hab ich leider ihren Namen vergessen, damit, gibt's so eine Schauspielerin, der ich folge auf TikTok und die hat so einen lustigen Kanal und die macht immer so Tipps. Und dann sagt sie immer so, heute wieder eine neue Episode von What I Like. With things what I like. Und dann das erste, was sie gesagt hat, hey, diese Sendung ... Die muss man geguckt haben. ist der absolute Hammer. Und dann zeigt sie meistens auch Figernicke und so Sachen, die sie gut findet. Oder solche Sachen, die sie thriftet. Aber ich mag sie total ganz übrigens auch. Eine Komediantin übrigens. Und mich hat das total beeindruckt, weil sie sonst eigentlich nur irgendwie so ein paar Sachen erzählt, Quatsch sind. Und dann plötzlich hat sie dann so einen Tipp. da hab ich gedacht, okay, muss ich unbedingt an sie mal anschauen. Und es ist magnetisch. Was ist so krass daran? Und was passiert in dieser Geschichte? Also wir haben Comedy, wir haben Horror und wir haben... Tiefenpsychologie. So in einem Misch. Also so Teil der Genre blend und gemacht, dass das Ganze wie ein Katy-Deep-Vault, den man vielleicht kennt aus The Heat oder Parks and Recreation. Wobei das ja so ein anderer Rapid-Haul, die wir mal irgendwann... Ja, also das ist halt hier schon ganz cool. speaker-1: Das war's speaker-0: Ja, Goosebaste. 2016 hat sie mitgeschrieben. Also da sind schon so paar coole Sachen und sie mag halt wirklich voll gerne Stephen King, Mystery, Schwarzer Humor. Und da kommt sie auch irgendwie so ein bisschen her. Aber sie hat diese Show kreiert und um was geht es? Wir haben also quasi diese kleine Insel. Und was einfach so ein Fakt ist, es gibt, man kann eigentlich von dieser Insel, wenn man auf dieser Insel geboren wurde, nicht mehr runter, weil dann stirbt man. Und das Ganze fängt schon sehr mysteriös ein mit so einem Nebel, kommt und irgendwie Leute irgendwie so gaga macht halt. Und dann denkst es werden so ganz viele Horror-Genres angeteasert in jeder Folge, die es auch irgendwo so gibt. Also fast jede Folge hat so ein Genre Horror, dass es so bisschen humoristisch auch angezeigt wird. Und die Hauptfigur in dem Ganzen ist Matthew Rice, der ist vielleicht bekannt aus Americans oder Perry Mason. Auch in Emmy gewinne For The Americans so ein ganz klassischer Anti-Euro. Der ist der Bürgermeister Tom Loftys. Und Tom hat das Problem, dass diese Insel quasi eine absolut zerstörte Infrastruktur hat. Also da gibt es kein richtiges Internet, der Strom fällt andauernd aus, die Leute verdienen da kein Geld. Und alle haben halt diese mysteriösen Geschichten über die Vergangenheit. Und er will das einfach nicht glauben. Er sagt einfach, die Insel ist nicht verflucht, das ist alles totaler Quatsch, ich hole jetzt hier die Touristen her. Und dann schafft er es, dass so ein New Yorker, New York Times Redakteur quasi diese Insel besucht. Und dann kommen auch die Touristenströme. Und das ganze Dorf ist zerspalten. Die einen sagen endlich super, wir verdienen Geld. Und die anderen, die raufen sich die Haare und schreien und bimmeln die Alarmglocke und sagen, das kann nicht sein. Wir bringen hier die ganzen Leute ⁓ das können wir nicht machen. Und es ist immer witzig, weil im Hintergrund gibt es halt immer so nüchternen, total trockenen Charaktere. Wie zum Beispiel die Museumsleiterin. Die hat den New York Times-Redakteur so fünf Minuten an der Hand und dann zeigt sie eben halt so, ja, und da war der Karnibalismus und hier ist die Maske von einem Massenmörder und hier ist das passiert. Und der New York Times-Redakteur denkt, das ist alles fake. Der hat halt gedacht, das machen die halt, ⁓ das Ganze interessanter zu machen. Aber es gibt halt diese sehr konfliktreiche Insel, wo, das muss man sich jetzt halt vorstellen, man fängt da das am Anfang so lustig, aber dann steigt man tiefenzu, geochologisch immer tiefer in das Thema ein, was bedeutet das denn, wenn du auf so einer kleinen Insel geboren wirst und du kannst da nicht runter. Und es ist so, dass jede Generation da so seinen eigenen Schaden erlebt. Also jede Generation ist erst mal jung und will irgendwie flüchten. Dann passiert irgendwie was ganz Schlimmes, dass die dann lernen, ⁓ kann ich nicht. Dann gibt es die nächste Generation, die sich dann irgendwann damit abgefunden hat, aber irgendwie schrecklich viel Angst hat. Und dann gibt es die, die überleben, sind die Älteren, die dann irgendwie da sich mit abgefunden haben und gesagt haben, okay, seid ihr zellavi halt, Leben kann trotzdem schön sein. Und du hast halt von jeder dieser Generation Leute auf dieser Insel natürlich. Und dann gibt es halt natürlich den ganz großen Vater-Sohn-Konflikt. Weil es natürlich so ist, der Vater, ist noch am Anfang delusional, weiß aber unterbewusst, weil seine Frau nämlich mit dem Schwanger, als sie schwanger war, versucht hat mit der Fähre die Insel zu verlassen und dann einen Schlaganfall erlitten hat und dann quasi in einer Art so in einem Zombiezustand verfallen ist, hyper aggressiv und dann auch zwei Jahre später gleich gestorben ist. Aber dann ist ihr Sohn quasi auf der Insel geboren. Das heißt, er hat halt diesen Konflikt, dass er weiß, Unterbewusst, mein Sohn kann eigentlich die Insel nicht verlassen, hat ihn auch nie das versuchen lassen. Der ist natürlich total sauer und denkt, the fuck, warum kann ich jetzt hier nicht mal verschwinden? Ich würde auch mal gerne auf ein Baseballspiel gehen und versuche den natürlich die ganze Zeit lang irgendwie bei der Laune zu halten. Dann versucht er halt die ganze Gesellschaft da, die auch von Schuld zerfressen ist. weil man lernt dann mehr und mehr über die Insel unterschiedliche Dinge kennen. Der Gründungsvater hat da wohl mit irgendeinem Dämonen einen Takt abgeschlossen. Und das heißt, dass sie Menschenopfer machen müssen. Und die Insel, das lernt man über die Episoden hin, versucht immer mehr, Gesellschaft da wieder zu diesem, also der Rhythmus, da Menschenopfer gemacht werden, die die Kirchenglocke läutet und wie die die läutet, müssen Menschen umgebracht werden. Aber es macht halt keiner und deswegen wird halt der Katastrophenbild immer schlimmer. Also das ist die Geschichte. Das ist ja schon mal irgendwie lustig. ist irgendwie interessant und irgendwie sehr originell. Aber was noch origineller sind, sind die verschiedenen Episoden. Und dann, was mir am allerbesten gefallen hat, sind zeniastische Momente in dieser Serie wie David Lynch. Also wirklich fast Gedankenexperimente. Es gibt da eine Folge, es gibt eigentlich vier oder fünf Folgen, wo ich total ausgerastet bin. Es gibt eine Folge, der Bürgermeister, weil er ist ja auch so bisschen das Guinea Pig für die ganze Veranstaltung, die sagen dann halt immer, wie du glaubst daran nicht, dann musst du halt das und das machen halt. Dann haben sie halt festgestellt, dass der Priest hat sich umgebracht, weil er das Ganze nicht ertragen konnte und hat aber vor so ein paar Mushrooms gegessen. Dann gehen sie zu so Hippie, der Drogen verkauft und sagen, wir probieren das mal aus hier. Und aus Versehen trinkt der Bürgermeister den ganzen Pot mit dem Mushroomzeug, weil er dachte, das ist Tee, und ist dann auf so einem Trip. Was ist auf dem Trip, was da passiert? Das ist lustig. Das Einzige, was du siehst, einfach, dass er Zeitverlust hat. Und du lebst das mit ihm mit. Der sitzt da halt, erzählt irgendwas, cut. Der sitzt woanders. Und es ist, du fühlst das, dass der einfach auf so einem krassen Trip ist und zwischendurch Was auch immer passiert, wissen wir nicht. Wir leben mit dem in diesen Zeitausschnitten und wissen dann immer nicht, was als nächstes passiert. In kleinen Nebensachsen versteht man dann, was für eine Zwischenzeit passiert ist. Es werden auch keine Fragen oder Beantworten. Man fühlt sich so an, dass man einfach nur an die Katastrophe beschleunigt. Das ist auch immer passiert. Und es ist einfach ein totaler Trip. Sie versuchen auch die ganze Zeit, aus diesem Pack da rauszukommen. Was machst du mit dieser Schuld? deinen Kindern gegenüber? Wie gehst du damit ⁓ dann auch das ganze Thema, in Opferst du dann auch mal jemanden für das Wohl der gesamten Inselgesellschaft halt. Und das ist natürlich so eine ganz krasse Frage, moralische Frage, die da ganz viel aufgebracht wird. Und das Thema, ich es deshalb wirklich sehr spannend, gestaltet ist nämlich, wenn du einen jetzt opfern musstest, damit alle quasi überleben halt und ein gutes Leben haben, machst du das. Und dann später kommt dann aber die Frage, was passiert ist, aber wenn du dann jemanden opfern musst, den du besonders wichtig findest, halt. speaker-1: Also ich werde es auf alle Fälle gucken, ganz klar. Ich habe von so vielen Leads rausgezogen, also es ist ja ganz klar, dass das irgendwie eine Referenz auch zu Lost ist, mit dieser Insel, die halt irgendwie alle dumm ist. Dann natürlich The Fog von Stephen King, dieser Nebel, aus dem böse Dinge kommen. Dann, ich so den Namen Rosemary schon höre, dann denke ich natürlich an Rosemary's Baby. Und überhaupt auch diese Geschichte, dass das Kind, das da... geboren wird, ist das möglicherweise der Teufel. Das ist ja das, man aus Rosemary's Baby kennt. Und das scheint wirklich ein toller Zusammenschnitt zu sein von ganz vielen interessanten Themen und Geschichten, die man immer gerne gehabt hat. ich bin I'm sold. Ich gucke mir das garantiert. Bis zum nächsten Mal habe ich das Ding gesehen. Da fällt kein Ding dran vorbei. Wie viele Folgen sind das in der Klappe? speaker-0: Ich glaube, das waren acht oder zehn oder so. Das nicht so viel. glaube, also das kriegst du... Und die sind kurz. Die sind nur halbe Stunde. Ach so, die sind nur eine halbe Stunde. schon ja. Das kriegst du runtergerockt. speaker-1: Hört sich wirklich so an, als wäre die genau für mich gemacht. Dystopische Realität ist auch das Thema des nächsten Prums, über den wir uns halten wollen, nämlich warum nur. Und nicht nur mir, sondern auch Stefanie ist schon in der Vergangenheit aufgefallen, dass in den letzten wenigen Jahren etwas ⁓ sich gegriffen hat, was vielleicht vor zehn oder 15 Jahren noch komplett nur für eigenartige Menschen war, nämlich das Thema also sich auf den Notfall vorbereiten. Und dieser Notfall kann alles möglich sein. Der kann im Extremfall der Untergang der Welt, der Überfall Russlands, die Landung der Aliens, der Zusammenbruch der Wirtschaftsordnung sein. Kann natürlich aber auch im Kleinen schlicht und einfach sein. Ich weiß nicht, die Wohnung brennt ab und man möchte halt irgendwie darauf vorbereitet sein. Und noch vor zehn oder 15 Jahren, da war es halt eben ganz klar, wer sowas tut, wer sich einen Bunker im Garten gräbt. Wer irgendwie einen Rucksack sich beiseitelegt und da irgendwie die wichtigsten Sachen drin hat, der spinnt. Das ist irgendwie so Milizen in Nordamerika, die halt irgendwie in so einer Cabin in the Woods leben und auch mit niemandem was zu tun haben wollen und sich in eigenartigen rechtsradikalen Cirkeln zusammentun. Das war mal, denn wenn ich jetzt ⁓ mich herumschaue, in Berlin-Mitte, ich mach das gerne, ich frag wirklich Freunde, nicht ob sie Prepper sind, sondern ich frag Freunde und Bekannte und auch Kollegen. ob sie einen zweiten Ort haben. So formuliere ich das immer. Habt ihr einen zweiten Ort? Und witzigerweise wissen alle sofort, was ich meine. Dass das nicht halt irgendwie deren Dutcher ist irgendwo in Brandenburg, sondern ob sie sich für ihr Leben, für ihre Familie, eine Art von Rückzugsort zurechtgelegt haben. Und es ist ganz erstaunlich, jeder hat darauf eine Antwort. Keiner guckt mich komisch an, keiner fragt, was meinst du denn damit? Sondern der eine erzählt, ich hab letztens eine ganz interessante Diskussion mit zwei Freunden gemacht. darüber, wonach man überhaupt sucht in so einem Fall. Der eine sagt, ja, hab ich. Und wenn man auf die geopolitische Zukunft schaut, dann kann der eigentlich nur in den USA liegen, weil nämlich die USA unter dem Raketenschirm liegen. Das heißt, also der schaut eben vor allem auf das Szenario, es bricht Krieg aus und die Amerikaner als die einzige Macht, überhaupt was ausrichten können, die werden Europa nicht schützen, aber ihr eigenes Land werden sie schützen. Ein anderer Freund von mir hat einen ganz anderen Ansatz. meinte, ja, und zwar nämlich entweder Irland oder Island. hauptsache eine Insel mit I oder was? Nein, für den, der sagt Klimawandel. Er braucht Länder, die halt so kühl sind, dass sie vom Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten, wenn, dann eher positiv getroffen werden. Und er sagt, jeder Freund von mir sagt das halt vor allem auch nach gesellschaftlicher Stabilität sucht. Das heißt also klimatische... Vorteile plus halt eben Rechtsstaat und dass man da hin kann und es fallen nicht alle übereinander her und schlagen sich tot. Wiederum ein anderer Freund von mir sieht es genau andersrum. Also in dieser Krypto-Szene ist anscheinend Paraguay der Ort, auch wenn alle schlafen. speaker-0: Auch wegen den Klimawandel. speaker-1: Ja genau, Paraguay oder Uruguay. aber deren Grund ist, also bei Paraguay ist es, dass das so ein durch und durch korruptes Land ist, dass wenn du Kohle hatst, also wenn du so ein Krypto-Millionär bist und entsprechend sowieso alle moralischen Bedenken über den Haufen geworfen hast, dann kannst du dir da halt dein eigenes Glück kaufen. Dann kannst du da halt ein Bunker bauen mit Sklaven versehen und musst dich nicht vor der Polizei fürchten, weil wenn du alle schmierst... Das super skärend. Weißt wenn in so einer Mad-Max-Zukunft, da willst du halt an einem Ort sein, wo du... wo du... Regieren kannst, du halt dem dominieren kannst, wo du nicht auf Regeln Rücksicht nehmen musst. Und die Bandbreite dieser Antworten, entsprechend je nachdem, wovon sie auch getrieben sind, ob vor der Angst vor Krieg, vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, das haben auch viele, oder vor dem Klimawandel, bekommt man ganz unterschiedliche Antworten. Und was mich halt, also das Ganze wundert mich, ich frage immer wieder nach, ich bekomme unglaublich viele interessante Geschichten zurück. fragt mich natürlich auch selber, ob es so was für mich gibt oder ob ich so was brauche. Und ich war ehrlich gesagt nicht unerstaunt, als du letztens sagtest, dass ihr bei euch, also die Familie, die eigentlich ich niemals in einer rechtsradikalen Miliz in den Wäldern Nordamerikas verortet hätte, dass ihr tatsächlich auch so eine Tasche oder so einen Rucksack habt mit der Geburtsurkunde und den Pässen und Bargeld, ich weiß nicht, was da drin ist, ⁓ im Zweifelsfall ausreißen zu können. Was denkst du über die Sache und warum? speaker-0: Okay, also erstmal, für mich kam dieser Rucksack. also der Rucksack hat, also das kommt für mich alles aus World War Z. bin ja immer noch in diesen Zombie-Apocalypse-Fotos. speaker-1: Klar logisch, Literatur hat wieder ein Leben bestimmt. Was solltest speaker-0: Und ja, statt der Blinden, da hörst du ja auch noch mal was zu deinen Seitenhochzeiten. Aber es ist natürlich schon so dieser Moment und das ist ja auch mit dem Söhlinkrieg auch noch mal ganz stark durch die Medien gegangen. Das ist was passiert, wenn man sich halt wirklich jetzt einmal den Koffer packen muss. Und das packt man in diesen Koffer rein. Und ich fand, halt wirklich diese Flüchtlingsströme mit diesen Koffern. speaker-1: Warte, genau. speaker-0: wie die dadurch Europa geschliffen worden sind. Und dann überlegt man sich halt dreimal natürlich alles, was man da reinpackt. Und das sind natürlich viele Geschichten, die natürlich auch Generationen traumatisieren. Also meine Oma väterlicherseits ja auch geflüchtet aus der Schichislobarkei mit drei Kindern an der Hand. Und dann ist das natürlich echt eine Frage, wenn du auch keine Hand frei hast. Also was trägst du halt mit dir? Was nimmst du aus deiner Vergangenheit mit dir? Und schon seit ich klein bin, hab ich immer diesen Gedanken gehabt, hey, wenn es mal brennt, was würdest du greifen und mitnehmen? Also das hat mich irgendwie schon immer mein ganzes Leben so bisschen getriggert, Thema. Und interessanterweise hat sich das auf sehr viele pragmatische Themen runter reduziert und das hat auch was mit dir, als wir jetzt den Ziel Stromausfall hatten. war ich halt erst mit meinem Rucksack in der Hand, weil ich gedacht habe, man weiß ja nicht, wann man wieder zurückkommt. Und auch mit Covid zum Beispiel halt. Also wir sind ja auch gefühlt nicht mehr nach Berlin zurückgekommen. Haben uns in dieses Auto gesetzt und haben es geparkt und haben dann erst später mit irgendwelchen UPS-Boxen so langsam umgezogen. Also das, was bei mir in diesem Rucksack auch drin ist, ist wirklich ganz pragmatisches Zeug halt. Ich habe irgendwo so ein Säckchen mit einem, was wertvoll ist. Ich habe auch wirklich mal angefangen, strategisch Gold zu kaufen. Jedes Jahr zum Geburtstag. Das ist ganz lustig, das kam aus einem Tipp von einem Freund aus der Gründerszene, der auch interessanterweise voll der Prepper ist, der sich da voll auskennt. Er hat auch Farmland gekauft, wenn es schwierig wird, dass selbst anbauen kann. Der aber eigentlich guter Merse ist, der hat gesagt, Stephanie, also nicht alles, aber mach dir doch einfach jedes Jahr eine kleine Freude zu deinem Geburtstag und kauf dir irgendwas Nettes, was du auch gerne trägst. Und das habe ich dann auch gemacht. Und das ist ein gutes Ding. Und das ist halt so, muss ich auch sagen, richtig gute Investments. Also ich also ich habe Wertsteigerungen von multiple 4 oder 5. speaker-1: Wir kranken heute zugeschnitten, speaker-0: Ja, aber das war ein richtig guter Tipp. ich muss sagen, die besten Geldanlagen, ich gemacht habe, waren so bei den Schmuckkäufen. Und die hast du halt super schnell zusammengesammelt. das Gute ist auch nicht so viel, große Sachen zu kaufen, sondern nie so was Kleines halt. Das hast du dann, das sind dann so drei, was ist das nochmal so fünf, sechshundert, achthundert Euro oder eben sogar noch besser. Diese indischen Schmuckstücke sind ja so kleine Stückchen, da kann man immer was Kleines abmachen. Und dann ist das halt auch so, was wir in Indien auch mal irgendwo Geld verlierst oder so, dann hast halt immer Gold, wo du halt immer einen Taxi kaufen kannst, einen Hotel abbezahlen kannst oder was auch immer. speaker-1: Das ist ja schon ganz archaisch. Also da sind wir ja wieder in so einer vormodernen Gesellschaft, wo mit Gold und Schmuckstücken... Das hört sich an wie so ein Nachrichten aus einem Piratenfilm, aber für dich ist das irgendwie tatsächlich Realität. speaker-0: Das ist total Realität, weil ich bin ja häufig in Indien, da kommen wir vielleicht auch noch später zu. Und das ist total spannend. Also wir haben da auch auf unseren Reisen oft, also es gibt ja Momente in Indien, das ist vor ein Jahren passiert, wo dann mal so eine Geldnote entwertet wird. Und dann bricht da so bisschen die Panik aus, da wollen die die alle nochmal loswerden. Wir hatten da auch noch vor einem Jahr vorher welche dabei, die waren dann entwertlos. Und die Banken waren total überflutet und die Maschinen waren alle leer. Und wir hatten dann die Situation, dass Cash einfach unmöglich war. Es unmöglich, an Cash ranzukommen. Also da kommst du sofort auf den Moment, weil du einfach mit Karten und allem Möglichen ausgestattet bist, aber du kriegst kein Geld. für dich ist das... speaker-1: Und für dich ist das Szenario dahinter, ist das eher der Krieg, der Zusammenbruch oder? speaker-0: Das ist ja letztens hier passiert. hatte keinen Strom. Der Strom ist ausgefallen. Telefonnetz ist zusammengebrochen. Du hattest keinen Fun. Wir hatten keinen Sprit mehr im Auto. Und es war einfach unmöglich, wie kann ich einen Netz Sprit ins Auto bekommen? speaker-1: Okay Das heißt, wir haben darüber auch Serien gesehen. Es gibt ja diese eine Serie Revolution, die nach zwei oder drei Serien gecancelt wurde und wo das Szenario war, dass elektrischer Strom von einem Tag auf den anderen nicht mehr funktionierte und entsprechend alles, was ⁓ den elektrischen Strom herum auch gebaut wurde, ausfiel und in die gesamte Gesellschaft auseinanderfiel und sich neu zusammensetzte. Das heißt, das ist eher dein Szenario. Das heißt also weniger... Vladimir Putin schlägt die Welt kaputt und auch nicht so richtig der Klimawandel schickt uns alle in die Wüste, sondern eher ganz praktischer technischer Zivilisationszusammenbruch. ist das, was hinter deinem Oxford-Street... speaker-0: Ich meine, ganz ehrlich, und das ist auch gerade einfach so, viel passiert, das ist ja kein Thema mehr. In Berlin, die hat ein Problem, die Bahn bricht zusammen. Ich meine, das ist ja so aktuell, aktuell geht es gar nicht mehr. Und ich glaube, da muss man ja auch nicht viel Aufwand hinten dran stecken. Aber gucken wir wie die Generatoren in der Ukraine halt, wie die jeden Generatoren gekämpft haben. Also meine Freunde da, also dass wirklich im Winter lebensnotwendig war, dass du eins bis zwei Generationen zu Hause hast halt. Da ist das Solarpanel, das man auch mal selbst in den Elektrikfluss hier einfließen lassen kann oder halt auch einfach diese, es ist so bisschen Unabhängigkeit von der Infrastruktur zu schaffen, dass wenn es mal Hickups gibt, dass man da sich irgendwie darauf vorbereitet hat. Also ich habe jetzt immer ein kleines Zuhause. Ich habe halt ein bisschen auch was an Essen da. Wir haben ja hier auch einen elektrischen Herd. Das heißt, ich kann mir auch hier nichts warm machen. Deswegen haben wir jetzt auch so ein kleines Gas Ding für den Camper. dass du auch mal Buch mal mit dem Papier speaker-1: Hättest du das früher gedacht, also die Stephanie vor 20 Jahren, also oder wenn ich die vor 15 Jahren gefragt hätte, glaubst du, dass du mal so leben wirst, dass du halt dich auf alles vorbereitest mit so einer Tasche, hättest du das vor 15 Jahren auch schon gesagt? speaker-0: Nee, war einfach eher so in der Wien Mitte, hab sogar ja überhaupt nicht drüber geträumt. Ich glaube, das hat so ein bisschen angefangen, als ich ein bisschen mehr Realität mir durch die Trips nach Indien bekommen habe, wo ich da einfach gesehen habe, was passiert da, wenn da dreimal am Tag der Schwung ausgewirkt wird. Das ist halt einfach da Realität. da hast du halt, oder ich bin dann ja auch oft, man, ich bin auch für ... speaker-1: ⁓ Gott, was geht denn da hinter? Okay. Okay, jetzt geht's weiter. Tschüss. speaker-0: Das eine Tür. Dafür gibt es jetzt keine Nebengeräusche mehr. Aber ja, jedenfalls hat sich da meine Realität, wenn du halt viel reist, dann siehst du halt in anderen Ländern, die haben nicht so eine krasse Infrastruktur. Und dann verstehst du halt auch, dass wir in totalem Superluxuszustand gelebt haben. Und was ich aber so interessant finde, ist, wir haben ja verächtlich auch jahrelang so bisschen auf Amerika geschaut. Weißt du, wenn du dann mal so einen Amerika-Trip gemacht hast und überall hingen die Stromkabel raus und hast du gedacht, na ja. Mit den komischen Heizungen, wie die die da Winter überhaupt überstehen, mit ihren Pappdeckelhäusern. Aber wenn ich jetzt sehe, wie das hier auch in Deutschland so rüttelt an der Infrastruktur, dann ist man so bisschen versteht, so modern sind wir da jetzt auch nicht mehr aufgestellt. Die Leute halt dann wirklich nach Island schauen und sehen, hey, Wahnsinn, so kann eine moderne Gesellschaft irgendwie funktionieren im Einklang mit der Natur. Davon sind wir in Spanien sowie auch Deutschland noch lange entfernt. speaker-1: So wie du jetzt gerade aus Indien berichtet hast, könnte man ja meinen, dass du hast ja gesagt, wusstest wo, du willst über Kerala sprechen. Das hört sich jetzt so bisschen an, als wäre das auch so ein Katastrophenbericht, ja, aus einem Land voller Stromausfälle. Aber ich vermute mal, dass das eigentlich nicht der Ansatz war, mit dem du auf Kerala schaust. speaker-0: Nee, ich muss auch nicht versuchen, kurz zu fassen. Ich jetzt ja auch ganz bewusst auf die Uhr. Also, was ist passiert? Stephanie und Gabriel haben vor, wann war das gewesen, 2013 viel, viel, viel, viel gearbeitet und haben gedacht, ist doch eigentlich super. Wir wollen mehr auf unser Leben achten. Wir wollen meinen Sport lernen, auch wenn wir so viel am Reisen sind, dass wir den überall zusammen machen können. Und dann waren wir im Fitnessstudio im Homesplace am Potsdamer Platz. Bei uns total cooles Ding, ja. speaker-1: Ich schiebe das Mittelkappeln. speaker-0: Ja, ich habe natürlich den Jim, also den Head of Homespace Deutschland kennengelernt und er hat mich dann seinem Friends and Family Pack da aufgenommen. Ich 29,90 € gezahlt für die fast 200 € Mitgliedschaft. war halt mega hammer. das wirklich so mittel Style. Zurück innen. Zurück nach innen. Jedenfalls, da gab es dann so lustigen Meditationsraum im Keller irgendwie neben dem Spa. speaker-1: nach indien speaker-0: Und die hatten ja auch einen Meditationsteecher und einen Yoga-Lehrer. Und der hat uns gesagt, ey, Yoga, müsst Yoga lernen. Und dann hat Gabriel, ja dann schicken wir doch mal was, wo sollten wir denn da mal hinfahren, wenn, dann machen wir Sachen richtig, dann fahren wir da hin und lernen das halt. Und dann hat er uns einen Link geschickt, dann haben wir uns bei diesem Link angemeldet und haben das erstmal vergessen. Das war im April. Und dann mussten wir da eigentlich im Dezember hin. Zwischendurch, Stefanie dreimal total bearbeitet, kurz vorm Nachdenkenzusammenbruch. Irgendwann denkt sie halt an Urlaub, will sich das mal durchlesen und gucke da, gucke ich drauf und dann sehe ich, das ist ein Aschraum. Dann lese ich das durch, was die Regeln vom Aschraum sind, und dann wird mir richtig schlecht, weil mir klar wird, da gibt es keinen richtigen Betten, da musst du auf Matratzen auf dem Fußboden schlafen. Du kannst Glück sein, dass du mit einem Partner kommst, weil sonst musst du dir die Bude auch noch mit drei anderen teilen. Und ich so, boah, was, ich war so spa ready. Und wie, jetzt muss ich nach Indien in einem Aschraum? auf dem Fußboden schlafen für zwei Monate. ich so, nee. Weinend im Auto habe ich versucht, Gabe zu bekehren, das nichts zu tun. Und Gabe war aber ganz, nee, wir haben uns da jetzt angemeldet, wir fahren dahin. Natürlich haben wir gelernt, als wir da waren, es ist total egal, ob du dich da anmeldest oder nicht, das ist einfach nur für die, dass die vorher erzählen können, wie Leute da kommen, weil zum Teil da mal auch tausend Leute am Tag anreisen. Wir sind da nach Indien. Ich fand es da erstmal komisch, ich nie Interesse nach Indien zu fahren halt. Ich wollte da eigentlich nie hin. Ich fand das auch erst mal befremdlich, weil alle Leute dich da natürlich angucken, weil du da die einzige weiße Maus bist, die da durch die Gegend läuft. Und dann aber hat plötzlich das bei mir so Klick im Kopf gemacht. Also erst mal bin ich mal runtergefahren von diesem westlichen, hyper Performance Mode. Und in diesem Aschrahmen habe ich halt total viel gelernt. Also das war halt wirklich super für mich. Ich habe da jeden Tag machst du da selbstlose Arbeit zwei Stunden, dann haben wir da gelernt, dass Yoga für mich total scheiße ist und ich gar keinen Bock darauf habe. Wir haben aber einen Tai Chi Lehrer kennengelernt, der uns dann den Tai Chi beigebracht hat. Und diese Reise in Indien hat dann super viel angestoßen. Also ich habe Ayurvedische Diät angefangen. sind wochenlang auch mit unserem Tai Chi Lehrer unterwegs gewesen, haben den dann in Kanada besucht. sind mit dem durchgereist, hat sich eine tolle Freundschaft entwickelt. Ich habe angefangen, Tejit zu unterrichten. sind jedes Jahr nach Indien gefahren in diesen Aschraum und haben angefangen, sukzessive, gute Rituale in unser Leben einzubauen. Und das hat Indien quasi mit mir gemacht. Und dieser Aschraum ist deswegen für mich auch so ganz besonderer Ort, sich eigentlich, das ist ja so ein bisschen wie Disneyland für Aschrans. Und auch so Sozialstudie per se halt. Du hast ja ganz viele Leute, gehen dahin, weil sie auch bisschen beschuldig sind, weil die ein schlimmes Leben hatten. Und eigentlich ist das so ein Mental Institution auch. Aber auf der anderen Seite triffst du da auch ganz viele Menschen, die halt sehr an sich gearbeitet haben, in die auch viel Weisheit mit sich bringen, die unterschiedliche Lebensdesigns haben, die auch Alternativ sind zu dem, was wir kennen und auch funktionieren. Und du lernst halt deine Perspektivvielfalt kennen. und du schaffst Räume, dich selbst zu reflektieren. ich glaube, ist, was Indien eigentlich so ausmacht, ist durch diese Entschleunigung, dass du halt Zeit hast, dich mit dir auseinanderzusetzen und auch mit deinen Themen. Und die kommen dann natürlich auch alle hoch. Also Indien ist der Ort, wo man weint, wo man mal rumschreit, weil man total oft angerempelt wird. Es ist halt noch so ein sehr voller Reizfluten die ganze Zeit, auch wenn so viele Menschen an einem Ort sind. Und man lernt halt die ganze Zeit über sich selbst neue Dinge kennen. Und man merkt immer plötzlich, dass wahrer Luxus gar nichts mit Federbetten und Klimaanlagen zu tun hat, sondern wirklich mit der inneren Zufriedenheit und wie man wirklich Momente genießen kann und wirklich bei sich sein kann und präsent sein kann. Und das ist indien für mich so, gehe aus dem Flieger raus und plötzlich so ist es wie so ein, was ist so die Welt, es ist ein anderer Rhythmus. Und die Menschen da sind natürlich unglaublich toll. Die Kinder, kann man den Tag weinen, wie nett die sind. Und die Kinder, wie gut die Erzogen sind, wie fröhlich die sind in ihrem manchmal auch wirklich schweren Leben, mit welcher Dankbarkeit die ihr Leben genießen, mit welchem, ja auch, also die haben ja gar kein Wochenende, wie wir das kennen. Da gibt es immer eigentlich irgendwie eine Art Pflicht. Also sonntags dann geht man halt beten, dann geht man halt in den Tempel und dann ist es nicht, da ist ja keine Dopaminsucht, was passiert jetzt ja als nächstes, sondern dann setzt man sich hin, hört sich einen Satz an, lernt was über sein Leben. Das ist ein ganz anderes Lebensgenießen als was wir hier kennen und gibt einem ganz viel zurück. Und dann Orte, die man besuchen sollte, sind natürlich Kovalam Beach, ganz toll, da kann man ein paar Tage Beach-Holidays machen, toll essen. Dann hat man Bacalar mit den Fallküsten, die spektakulär aussehen. Und dann Mararikulam zum Beispiel, ein ganz großer Tipp. Da gibt es ganz lange Palmstrende, die auch nicht so einen großen Sog haben, es ganz viele tolle, auch 5-Sterne-Öko-Hotels gibt, die auch wahnsinnig teuer sind, aber wunderschön und ganz mega ausgestattet und nachhaltig. Also da ist für allen was dabei. Also für den Backpacker bis zum Luxushotel. Und wer sich dafür interessiert, ich schicke da natürlich gerne auch mal was rum. Dann gibt es auch natürlich mein Lieblingsessen. Was man da essen kann, natürlich Idli und Sambar oder Masala Dosa. Das sind so die südindischen Frühstücksgerichte, die ich auch immer zum Frühstück esse, wenn ich da bin. Und das sind natürlich alles ayurvedische Küche, die natürlich ganz toll für den Magen aus ist. Natürlich muss man darauf achten, dass man nicht an jeder Ecke irgendwo mal was mitnimmt, weil da habe ich dann vor zwei Jahren mal ein böses Magenbakterium angefangen. Weil da ist Hygiene, also jetzt an jeder Spelunkenecke sollte man das nicht machen, da sollte man schon drauf achten, ein bisschen wo man ist, im Hotel oder dann halt auch im Aschroom zum Beispiel, die passen da auch gut auf einen auf. Und ansonsten kann ich nur sagen, ja, Indien, man muss keine Angst haben, auch als Frau nicht. Das war mal vor ein Jahren, also Südindien, man kann das auch nicht generalisieren. Aber es ist natürlich wirklich sicherer, als in Berlin nachts durch die Straßen zu laufen. Auf jeden Fall. Klar gibt es in touristischen Orten, also es ist ja nicht Bombay oder Mumbai oder so. Also Südindien ist, und das ist halt auch Indien, diese Vielfalt dieses Landes, das ist einfach riesig. Deswegen sprechen wir heute auch über Krala. ist auch vielfältig, aber es ist ein Dreireligionsstaat. Also da leben halt Christen, Moslems und Hindus friedlich miteinander zusammen und die achten auch einander. Und das ist natürlich echt mal schön zu sehen, wie halt dieser Dreiklang auch sehr harmonisch miteinander existieren kann. Und die Infrastrukturen werden immer besser. Es gibt da jetzt das letztes Jahr, war total geschockt. es jetzt so richtige Shopping-Malls in Trivandrum zum Beispiel? Shopping Malls. du läufst quasi die Lebensstraße entlang, dann hast du plötzlich so ein paar Towers, Hochhäuser von irgendwelchen Tech-Firmen, die da halt da locken, immer noch Lebensstraße und dann plötzlich siehst du in diesem Gebäude, total ultra-modernen Klimaanlage, riesige Shopping Mall. Und dann laufen die Leute halt quasi von der Lebensstraße zur Shopping Mall oder fahren dann in die Tiefgarage. Also das heißt oben im Palmenwall. Und das ist natürlich auch so ein indisches Ding, da trifft halt gerade die heisst westliche Welt irgendwie trifft da ein, ne. Aber auf der anderen Seite sitzt er halt trotzdem immer noch im Dschungel. speaker-1: Super Sache! speaker-0: Ja, auf jeden Fall kann ich ihm nur empfehlen und wer Tipps haben will, mal für Zeit im Ascham oder halt Ayurveda, Küche, Tai Chi oder Masala Dosa, wie mache ich den? speaker-1: Gut zu wissen. Ich glaube, ehrlich gesagt, wir verzichten heute mal auf unser letztes Thema. Wir sind schon so über die Zeit. Das heißt, das läuft uns ja nicht weg. sind ja hier alles ewig gültige Themen, über die wir sprechen. Also ich sag noch, dass ich zu denen gehöre, ich bin glaube ich da, wo du vor 15 Jahren oder sowas warst. hat Indien eigentlich auch noch, also ich weiß nicht warum. Es gibt nichts, was mich da bestimmt, also auf eine bestimmte Art und Weise hinzieht, obwohl ich ja so ein großer Fan von Midnight's Children bin und das Bild einer Gesellschaft aus diesem Buch mich natürlich auch total mitgenommen hat. ich weiß nicht. Das Nordindien. Ich war mal in Sri Lanka für einige Wochen, als ich da nämlich ein Buch geschrieben habe, ein Sachbuch allerdings. Mich haben die Sambals und die Geschmäcker nicht so 100 Prozent abgeholt. Ich weiß, dass die intensiv sind und das finde ich ja schon mal grundsätzlich gut. Das Schlimmste ist ja halt farblose Küche, die nach gar nichts schmeckt, so wie in Portugal zum Beispiel. speaker-0: ist Nordindien. speaker-1: Aber diese Art von Geschmäckern, das muss man mögen. Vielleicht kann man sich auch drauf einlassen, so wie du das gemacht hast. speaker-0: Ich würde da gehen. Geh mal zum Potsdamer Platz. Da ist dieser Südinder. Da ist ein Name, immer nicht aussprechen kann. Warte mal, ich schreibe das sofort. Ja, Masaladosa, Masaladosa, Berlin, warte mal. Und das ist nämlich eine Kette, gibt es weltweit. Und die haben gerade einen, nämlich in... Hier, Sarah Warnabarwan heißt der. Das ist eine Kette. Also ich weiß nicht, wie man eine Kette Sarah Warnabarwan nennt. speaker-1: Ich weiß wahrscheinlich was total bedeutsam ist. Aber ich nehme das gerne mal mit. speaker-0: Da bestätzt man Masala Dosa, erstmal plain und dann guckste, ob du das magst und ein paar Idlis. speaker-1: Und dann reden wir wieder drüber. speaker-0: Wir haben nämlich einen ganz tollen Partner, das habe ich nämlich vergessen. Ich bin ja echt der legistinische heute, das ist eigentlich alles zu früh heute. war der... Widowsbane? Widowsbane Vorbestellter. Geil, wenn ich schon was total überzeugt bin, trotzdem will ich das nicht sagen kann. Wir haben nämlich einen ganz tollen Partner. Vielleicht, wenn ihr uns folgt, ein paar Mal gehört habt, das ist nämlich Shelft. Und Shelft macht das gleiche wie wir nur für Serien. Die stellen sich wirklich vor, was das Albeste heißt, Scheiß, den man unbedingt mal gesehen haben kann. Und das ist eigentlich ein ganz cooles Magazin, was auch mal tiefer in unterschiedliche Themen einsteigt. Christoph und ich haben beide den Newsletter abonniert, unsere großen Fans, und hoffen eigentlich, das ist jetzt eigentlich so ein Appell, mal, wir irgendwann gefragt werden, ob wir da auch mal für schreiben dürfen. Mal sehen, wir werden es mal fragen. speaker-1: Wir können David ja mal da anpingen, ja ganz genau. Also es ist ja sehr viel Vögelton rund ⁓ das Phänomen, auch die Erzählkunst in diesen Serien und das ist ja etwas, was uns auch alle total mitnimmt und halt die ganzen Querverweise, da sind ja eben auch total im Nerds bei Shelfed und das find ich ja, Nerdtum finde ich ja immer sehr sympathisch. Bis zum nächsten Mal, wie da vieles Interessantes fand ich diesmal dabei und das nächste Mal wird mindestens genauso gut. Macht's gut ihr Lieben. Bis bald.