Latest / Warrens Watchlist - deutsch / Siemens Healthineers - Update 18.09.2026 - ISIN DE000SHL1006
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- 0:07Speaker 1: Letzten Monat ist ein DAX-Konzern vor seine Investoren getreten und hat in einem Atemzug zwei Dinge gesagt.
- 0:16Speaker 1: Wir wachsen dieses Jahr langsamer als angekündigt, und wir verdienen dieses Jahr mehr als angeklündigt.
- 0:23Speaker 0: Weniger Umsatz – mehr Gewinn!
- 0:25Speaker 0: In
- 0:26Speaker 1: einer Meldung?
- 0:27Speaker 1: Und beides stimmt... Oberfranken, Hallen so groß wie Flugzeughangars über siebzigtausend Beschäftigte.
- 0:38Speaker 1: Sie bauen die Technik mit der ein Arzt herausfindet was mit dir nicht stimmt und mit der er es oft dann auch behandelt.
- 0:46Speaker 1: Das fängt beim Bluttest an geht über die großen Röhren in die man dich schiebt Kernspin, Computertomograph bis zu den Geräten die einen Tumor gezielt bestrahlen
- 0:55Speaker 0: Von der ersten Ahnung bis zur Behandlung fast alles aus einem Haus.
- 1:00Speaker 1: Und die Scanner sind das Herzstück, das größte Geschäft, das auch am meisten verdient.
- 1:05Speaker 1: Daneben stehen zwei kleinere – die Bluttests im Labor und die Bestrahlungsgeräte.
- 1:10Speaker 1: Die Geschichte, die der Konzern erzählt ist eine vom Fokus.
- 1:13Speaker 1: Das schwächste Glied, die Blutests wird herausgelöst Und der Mutterkonzern Siemens, dem bisher die Mehrheit gehört will seine Anteile deutlich reduzieren und künftig nur noch eine Minderheit halten.
- 1:26Speaker 1: Was bleibt?
- 1:27Speaker 1: Ist ein starker Kern.
- 1:28Speaker 1: Die Auftragsbücher sind so voll wie lange nicht und die Gewinnprognose steigt.
- 1:33Speaker 0: Klingt erst mal nach einer guten Nachricht?
- 1:35Speaker 1: Ja, das klingt so!
- 1:37Speaker 1: Dennoch erreicht Siemens Healthy Nears bei mir nur Score drei Watchlist – solide aber mit Vorbehalten.
- 1:44Speaker 1: Deshalb fange ich beim auffälligen Befund an Und da das Unternehmen davon lebt, Krankheiten zu erkennen und Heilung zu unterstützen, lege ich es selbst auf den Untersuchungstisch.
- 1:55Speaker 0: Der Diagnostiker wird zum Patienten.
- 1:57Speaker 1: So kann man es sehen.
- 1:59Speaker 1: Und wie bei jeder Untersuchung fange ich mit dem auffälligen Wert an, und der ist genau diese Meldung.
- 2:06Speaker 1: Hörergewinn, das klingt erst mal gesund!
- 2:09Speaker 1: Jetzt rate mal – wenn ein Unternehmen mitten im Jahr seine Gewinnprognose anhebt?
- 2:15Speaker 1: Wie viel von dieser Anhebung kommt daher, dass das Geschäft besser läuft?
- 2:19Speaker 0: Na, wenn Sie sich trauen sie mittenem Jahr anzuheben vielleicht drei Viertel...
- 2:24Speaker 1: In diesem Fall praktisch Nichts.
- 2:28Speaker 1: Die ganze Anhebung kommt aus Zöllen, die in den Vereinigten Staaten zurückerstattet werden – echtes Geld sauber ausgewiesen nur eben kein wachsendes Geschäft.
- 2:37Speaker 0: Also stecken in einer Zahl zwei völlig verschiedene Dinge
- 2:41Speaker 1: Ein guter Wert der nicht von der Entwicklung des Patienten kommt sondern von außen.
- 2:46Speaker 1: ein Arzt würde dann nicht jubeln er würde fragen auf was dieser Wert eigentlich basiert.
- 2:52Speaker 0: Wir haben hier also einen Konzern, der bei anderen nahezu jede Krankheit erkennt.
- 2:57Speaker 0: Bei den eigenen Zahlen machte es einem allerdings schwer die genaue Diagnose zu stellen.
- 3:01Speaker 1: Dann stellen wir sie gemeinsam.
- 3:03Speaker 0: Für alle, die uns zum ersten Mal hören.
- 3:06Speaker 0: ich spreche mit Warren Wise einer KI-Technologie Die Equity Stories analysiert und bewertet wie ein Value Investor.
- 3:13Speaker 1: Genau Ich bin ein synthetischer Stakeholder.
- 3:16Speaker 1: Mein Denken und meine Stimme sind KI.
- 3:20Speaker 1: Grundlage für heute ist mein Report zum Geschäftsbericht, der Siemens Healthineers AG.
- 3:26Speaker 1: Der Bericht wurde am sechsunzwanzigsten November veröffentlicht.
- 3:32Speaker 1: Geprüft wurde er von mir nach der Methodik von Benjamin Graham, Warren Buffett und Charlie Monger.
- 3:37Speaker 1: Die Quartalszahlen aus diesem Sommer habe ich mir zusätzlich angeschaut Nicht als neue Prüfung, sondern um zu sehen ob das was ich zuvor gefunden habe in die richtige Richtung läuft.
- 3:48Speaker 1: Wo das für die Bewertung eine Rolle spielt sage ich es
- 3:51Speaker 1: dazu.".
- 3:52Speaker 0: Und Ich bin Corey Capitel.
- 3:54Speaker 0: auch KI Die Stimme der Privatanleger.
- 3:56Speaker 0: Mich interessiert dieser Fall weil sich der Konzern gerade in seine Teile zerlegt und weil genau dass den Aktionären als das Beste verkauft wird was ihm passieren konnte.
- 4:11Speaker 1: Und weil das oft gefragt wird, ausgewählt geprüft und freigegeben wird jede Folge von einer Redaktion.
- 4:17Speaker 1: Die Analyse und die Stimmen sind KI – die Verantwortung nicht!
- 4:22Speaker 0: Dann fang da an wo du immer anfängst.
- 4:24Speaker 0: Welche Geschichte erzählt diese Firma über sich selbst?
- 4:27Speaker 0: Dass
- 4:28Speaker 1: weniger mehr wert ist?
- 4:30Speaker 1: Der Gedanke ein Konzern aus zwei starken Geschäften wird an der Börse höher gehandelt als einer der ein Sorgenkind mitschleppt.
- 4:38Speaker 1: Also soll das Sorgenkind weg Die Blut-Tests.
- 4:41Speaker 1: Und der Mutterkonzern Siemens, der bisher die Mehrheit hält, zieht sich zurück.
- 4:46Speaker 1: Übrig bleiben sollen sie zwei Gewinnbringer – das ist die Geschichte für den Markt.
- 4:51Speaker 0: Und die geht nicht auf?
- 4:52Speaker 1: Die Geschichte stimmt!
- 4:54Speaker 1: Nur gibt es da einiges was beachtet werden sollte.
- 4:57Speaker 0: Bevor du das weiter auseinander nimmst wo würdest du dem Konzern Anerkennung geben?
- 5:02Speaker 0: Es gibt ja immer eine Habenseite.
- 5:04Speaker 1: Die gibt's ganz klar.
- 5:05Speaker 1: ich fang beim Geld an.
- 5:07Speaker 1: Im vergangenen Geschäftsjahr blieben fast drei Milliarden Euro übrig, nachdem alles investiert war.
- 5:13Speaker 1: Gut eine Milliarde davon ging als Dividende raus – dreihundert Millionen in Aktienrückkäufe und danach war noch Luft um Schulden zu tilgen.
- 5:22Speaker 1: Ausschütten und entschulden im selben Jahr das schaffen wenige.
- 5:26Speaker 0: Und der große Zughauf, der mit vielen Hoffnungen verbunden war?
- 5:29Speaker 0: Hat der funktioniert?
- 5:30Speaker 1: Er hat — und das sage ich ohne Umschweife.
- 5:34Speaker 1: Zwei-tausend-einundzwanzig hat der Konzern den amerikanischen Bestrahlungsspezialisten Varian gekauft, für rund sechzehn Milliarden.
- 5:42Speaker 1: Der größte Schritt seiner Geschichte.
- 5:44Speaker 1: damals von vielen für zu teuer gehalten.
- 5:46Speaker 1: Heute wächst dieses Geschäft schneller als alles andere im Konzert und die Marge dort steigt.
- 5:52Speaker 1: Die These hinter dem Kauf geht auf.
- 5:55Speaker 0: Was steht sonst noch auf der Habenseite?
- 5:59Speaker 1: Im letzten Quartal kam deutlich mehr herein, als abgearbeitet wurde.
- 6:03Speaker 1: Und Kliniken bestellen solche Geräte Jahre im Voraus – das ist keine Mode!
- 6:08Speaker 1: Das ist eine geplante Investition und dann etwas, dass kaum jemand lobt weil man es nicht sieht.
- 6:15Speaker 1: Dieser Konzern bucht seine Forschung streng.
- 6:18Speaker 1: Er könnte einen Teil der Entwicklungskosten in die Bilanz schieben und den Gewinn schöner aussehen lassen.
- 6:23Speaker 1: Viele tun das dieser kaum.
- 6:26Speaker 0: Er verzichtet freiwillig auf die schönere Zahl.
- 6:29Speaker 1: Ja, so ist es und das fällt mir positiv auf.
- 6:33Speaker 1: Das möchte ich hier ebenfalls noch mal betonen bevor ich kritisch werde.
- 6:37Speaker 1: Kein einziger Wert im Abschluss von Siemens Healthineers ist für mich ein Ausschlusskriterium.
- 6:42Speaker 1: Es gibt keinen Zweifel am Fortbestand keine gefährliche Verschuldung Und keine geschönten Zahlen.
- 6:48Speaker 1: Deshalb reden wir über eine drei und nicht über etwas Schlechteres.
- 6:53Speaker 0: Dann nimmt die Geschichte zur Fokussierung auf den starken Kern auseinander.
- 6:57Speaker 0: Was gibt es hier besonders zu beachten?
- 7:12Speaker 1: Da
- 7:23Speaker 0: ist ein offener Satz für einen Vorstandschef.
- 7:26Speaker 1: Ist es und mir ist der lieber als eine Parole?
- 7:30Speaker 1: Der Grund dahinter ist unangenehm, Cory.
- 7:32Speaker 1: Im letzten Quartal ist der Umsatz dieser Sparte geschrumpft.
- 7:36Speaker 1: Ihre Marge ist von neun Prozent auf vier gefallen innerhalb eines Jahres.
- 7:42Speaker 0: Und was passiert
- 7:43Speaker 1: da?
- 7:44Speaker 1: Vor allem China.
- 7:45Speaker 1: Nach den Vereinigten Staaten ist das ihr zweitwichtigster Markt.
- 7:49Speaker 1: Das Geschäft dort ist um ein Zehntel eingebrochen.
- 7:52Speaker 1: Der chinesische Staat hat beschlossen, dass Labor-Tests nun gebündelt gekauft werden.
- 7:58Speaker 0: Okay und was heißt das mit den Bündeln genau?
- 8:01Speaker 1: Früher hat jede Klinik ihre Tests selbst bestellt zu ihrem eigenen Preis.
- 8:07Speaker 1: heute schreibt der Staat für eine ganze Provinz auf einmal aus und nimmt den günstigsten Anbieter.
- 8:12Speaker 1: Der Preis pro Test fällt dann nicht um ein paar Prozent sondern um ein Vielfaches davon Für einen westlichen Anbieter mit westlichen Kosten ist das oftmals kaum noch ein profitables Geschäft.
- 8:24Speaker 0: Die Sparte ist also nicht schlecht geführt, aber der Markt hat sich nun mal verändert?
- 8:28Speaker 1: Ja, das stimmt!
- 8:29Speaker 1: Beides trifft zu und der Verkauf kann die richtige Entscheidung sein.
- 8:34Speaker 1: Mir geht es darum was er mit dem Bild macht.
- 8:36Speaker 1: Schneide den unscharfen Teil aus einer Aufnahme heraus und die Aufnahme wirkt schärfer.
- 8:42Speaker 1: auf der anderen Seite hast du dadurch aber auch weniger Bild.
- 8:45Speaker 0: Der Rest sieht besser aus, weil das Schlechte nicht mehr drin ist.
- 8:49Speaker 1: Richtig und daher sollte man sich jede Fokusgeschichte genau anschauen.
- 8:54Speaker 1: Wer sein schwächtes Geschäft abgibt hebt den Durchschnitt an dem Tag, an dem es geht.
- 8:59Speaker 1: Die Frage ist was dass für die Zukunft bedeuten könnte?
- 9:03Speaker 1: Und da schau auf den Konzern im letzten Quartal nur noch knapp drei Prozent
- 9:08Speaker 0: Wachstum.
- 9:09Speaker 1: Im Jahr davor war es mehr als das Doppelte.
- 9:12Speaker 0: Aber der Kern, wer bleibt?
- 9:14Speaker 0: Du hast ihn selbst in deinem Bericht den starken Teil genannt.
- 9:17Speaker 0: Ja
- 9:18Speaker 1: und mit Blick auf die Marge ist er tatsächlich stark.
- 9:22Speaker 1: Die Bildgebung verdient gut ein Fünftel ihres Umsatzes als operatives Ergebnis.
- 9:27Speaker 1: Das ist in dieser Branche stark Gewachsen ist sie im letzten Quartal aber nur um gut zwei Prozent.
- 9:34Speaker 1: Der Kern verdient also glänzend.
- 9:36Speaker 1: Schnell wachsen tut er im Moment jedoch nicht
- 9:39Speaker 0: Stark aber langsam.
- 9:41Speaker 0: Das ist wichtig zu beachten.
- 9:42Speaker 1: Das ist die erste Lücke und sie ist kein Vorwurf, sondern eine Richtigstellung.
- 9:48Speaker 1: Ein starker Kern und volle Auftragsbücher klingen wie eine Wachstumsgeschichte.
- 9:53Speaker 1: Belegt ist bisher eine Margen-Geschichte – das sind zwei verschiedene Dinge!
- 9:58Speaker 1: Und eine Aktie wird für das Eine ganz anders bezahlt als für das Andere.
- 10:02Speaker 0: Margen Geschichte statt Wachstemmsgeschichte Gut.
- 10:06Speaker 0: Nur erklärt es den Tag Ende Juli noch nicht, als die Prognosen angepasst wurden?
- 10:10Speaker 1: Stimmt, da hast du Recht.
- 10:12Speaker 1: Umsatzprognose runter Gewinnprognase rauf.
- 10:15Speaker 1: in derselben Meldung.
- 10:17Speaker 1: Du hast vorhin geraten dass meiste komme aus dem Geschäft.
- 10:21Speaker 1: Tatsächlich kommt ein wichtiger Teil Aus Zollrückerstattungen In den Vereinigten Staaten.
- 10:26Speaker 1: Siemens Healthineers hatte auf Importe in die USA Zölle gezahlt.
- 10:30Speaker 1: Einen Teil davon bekommt der Konzern jetzt zurück.
- 10:33Speaker 0: Es ist doch aber Geld.
- 10:35Speaker 0: Warum stört dich das Warren?
- 10:36Speaker 1: Weil ein Teil des höheren Gewinns aus Geld kommt, dass Siemens Healthineers nur einmal zurückbekommt.
- 10:42Speaker 1: Für mich sieht das Ergebnis dadurch zumindest auf den ersten Blick stärker aus als das laufende Geschäft tatsächlich
- 10:49Speaker 1: ist.".
- 10:50Speaker 0: Wie viel macht es denn aus?
- 10:52Speaker 1: Im Segment Bildgebung kamen im letzten Quartal fast fünf Prozentpunkte der Marge aus diesen Erstattungen.
- 10:58Speaker 1: Ohne sie wäre die Marge also deutlich niedriger gewesen – für mich ist das der Unterschied zwischen einem guten und einem glänzenden Quartal.
- 11:08Speaker 0: Die Zolle waren aber eine echte Belastung, jetzt kommt ein Teil des Geldes zurück.
- 11:13Speaker 1: Richtig!
- 11:14Speaker 1: Nur macht diese Rückzahlung das laufende Geschäft nicht besser.
- 11:17Speaker 1: sie hebt einmalig den Gewinn mehr aber auch nicht.
- 11:21Speaker 1: für die Gewinnaussichten nach diesem Geschäftsjahr ist die Rückzahlungen völlig irrelevant.
- 11:27Speaker 0: Ich halte trotzdem noch einmal dagegen du hast die vollen Auftragsbücher selbst gelobt.
- 11:31Speaker 0: Wenn so viel bestellt ist, kommt der Umsatz doch noch?
- 11:34Speaker 0: Dann ist die gesenkte Prognose nur eine Frage des Zeitpunkts.
- 11:37Speaker 1: Ja ... Aber ein bestellter Scanner wird erst gebaut, geliefert vor Ort eingerichtet und abgenommen.
- 11:44Speaker 1: Erst dann wird daraus Umsatz – das kann Quartale dauern manchmal Jahre.
- 11:48Speaker 1: Der Auftragsbestand sagt also viel über die nächsten Jahre aber nicht warum der Umsatz dieses Jahr niedriger ausfällt als angekündigt.
- 11:57Speaker 0: Die gute Nachricht liegt also in der Zukunft.
- 12:00Speaker 0: Die Gegenwart zeigt erst mal nur einen schwächer als erwarteten Umsatz und eine angehobene Gewinnerwartung, die aber nur aus einer einmaligen Erstattung kommt.
- 12:09Speaker 1: So ist es – und das ist der Befund dieser Folge!
- 12:13Speaker 1: Das ganze Produkt dieses Konzerns besteht darin zwei Dinge zu trennen, die wie eines aussehen.
- 12:19Speaker 1: Auch beim Ergebnis und bei der Marge würde ich daher erwarten dass insgesamt noch klarer ausgewiesen wird welchen genauen Anteil die Zollrückzahlungen an den jeweiligen Werten
- 12:29Speaker 0: haben.
- 12:30Speaker 0: Und was sollte man bis hierhin auf jeden Fall in Erinnerung behalten?
- 12:34Speaker 1: Siemens Healthineers hat eine klare Story und der Konzern ist ehrlich geführt, allerdings muss man beim Blick auf die Zahlen klar festhalten.
- 12:43Speaker 1: Der Fokus ist vor allem eine Subtraktion – und der angehobene Gewinn ist eine Erstattung!
- 12:49Speaker 1: Alles ab Hier ist für diejenigen, die wissen wollen, woraus dieses Unternehmen besteht
- 12:55Speaker 0: Kurz in eigener Sache.
- 12:56Speaker 0: Es passt gerade!
- 12:57Speaker 0: Was ihr hier hört, ist die Kurzfassung – der vollständige Warren Weiss Report prüft eine Equity-Story in acht Dimensionen Seite für Seite gegen den Geschäftsbericht.
- 13:07Speaker 0: Wer diesen Blick fürs eigene Unternehmen will Im Vorstand im Aufsichtsrat oder in Investor Relations woran-wise.com.
- 13:15Speaker 0: So.
- 13:16Speaker 0: und jetzt zurück zu Siemens Hellfiniers Und zur Frage was diesem Konzern eigentlich trägt.
- 13:24Speaker 1: Woraus besteht das Unternehmen?
- 13:27Speaker 1: Denkt daran, was dieses Unternehmen besitzt.
- 13:29Speaker 1: Werke in Bayern Maschinen Patente Labore Und jetzt rate Corey.
- 13:35Speaker 1: Wie groß ist der Goodwill im Verhältnis zum Eigenkapital?
- 13:39Speaker 1: Also der Aufpreis den Siemens Healthineers bei Übernahmen über den Wert der übernommenen Vermögenswerte hinaus bezahlt hat
- 13:47Speaker 0: Bei so viel Industrie dahinter?
- 13:49Speaker 0: ein Drittel vielleicht.
- 13:52Speaker 0: Vierundneinzig Prozent des Eigenkapitals sind Aufpreis?
- 13:56Speaker 1: Im Kern ja.
- 13:57Speaker 1: Der größte einzelne Block stammt von Varian, dem zweitausend-einundzwanzig übernommenen Spezialisten für Krebsbehandlung.
- 14:05Speaker 1: Gut vier von zehn Euro dieses Goodwills gehen auf diesen Kauf zurück.
- 14:09Speaker 1: Der Rest stammts aus älteren Übernahmen und dieser Goodwill bleibt in der Bilanz so lange Siemens Healthineers davon ausgeht dass die Zugkäufe ihren Wert rechtfertigen.
- 14:19Speaker 0: Du hast mir aber gerade erst gesagt, dass Varian funktioniert.
- 14:22Speaker 1: Bislang funktioniert es – keine Abschreibung!
- 14:25Speaker 1: Das schnellste Wachstum im Konzern eine steigende Marge.
- 14:29Speaker 1: Varian liefert also.
- 14:30Speaker 1: Trotzdem bleibt der Punkt.
- 14:32Speaker 1: Ein großer Teil des Eigenkapitals steht Goodwill aus früheren Zugkäufen gegenüber.
- 14:37Speaker 1: Der größte Brocken davon stammt von Varian und dieser Wert muss jedes Jahr überprüft werden.
- 14:44Speaker 0: Dann frage ich das Naheliegende Wie soll ich das zu Hause prüfen?
- 14:47Speaker 1: Genau da liegt das Problem.
- 14:49Speaker 1: Du bräuchtest eine Zahl.
- 14:51Speaker 1: Wie weit dürfen Umsatz und Marge fallen, bevor ein Teil dieses Goodwills abgeschrieben werden muss?
- 14:57Speaker 1: Wie viel Luft ist
- 14:58Speaker 1: da?!
- 14:59Speaker 1: Der Konzern rechnet das jedes Jahr aus – die Prüfer bestehen darauf!
- 15:03Speaker 1: Veröffentlicht wird es nicht in einer Form mit der du etwas anfangen kannst.
- 15:07Speaker 1: Ach so…
- 15:08Speaker 0: aber das wäre natürlich schon wichtig dass man das besser nachvollziehen kann.
- 15:12Speaker 1: Ja absolut … Und da ist ja auch noch mehr bei dem sich der Konzert vergleichsweise wenig in die Karten schauen lässt.
- 15:19Speaker 0: Hm, da bin ich ja jetzt gespannt, Warren.
- 15:21Speaker 1: Der Konzern nennt in seinem Risikobericht neun große Risiken.
- 15:25Speaker 1: Nur eines davon wird mit einer konkreten Zahl beziffert – die anderen acht werden nur qualitativ beschrieben.
- 15:32Speaker 0: Bei acht von neun Risiken erfahre ich also nicht genau wie groß der mögliche finanzielle Schaden ist.
- 15:38Speaker 1: Genau und deshalb bekommt Siemens Healthiness hier von mir eine drei statt einer vier.
- 15:44Speaker 1: Bei acht von neun großen Risiken fehlt eine konkrete finanzielle Größenordnung.
- 15:50Speaker 0: Dann reden wir über die Zukunft – ein Technologieführer lebt vom nächsten Gerät, woher kommt das?
- 15:56Speaker 1: Aus der Forschung.
- 15:57Speaker 1: Siemens Healthineers hat sechzehntausend Patente, Photonen zählen des Kenner und künstliche Intelligenz in der Auswertung.
- 16:05Speaker 1: Gleichzeitig ist der Anteil der Forschungsausgaben am Umsatz gesunken.
- 16:09Speaker 1: Im vergangenen Jahr lag er bei gut acht Prozent im Jahr davor höher.
- 16:14Speaker 1: Die Forschungsausgaben stiegen nur um zwei Prozent, der Umsatz um fünf Prozent.
- 16:19Speaker 0: Das Unternehmen wächst also schneller als seine Forschung-Ausgabe.
- 16:22Speaker 1: Gleichzeitig steigen Dividende und Aktienrückkäufe – das ist noch keine große Verschiebung!
- 16:28Speaker 1: Aber zuletzt ist mehr Geld an die Aktionäre geflossen während die Forschungsausgaben langsamer gewachsen sind als der Umsatz.
- 16:35Speaker 0: Diese Entwicklung sollten wir im Blick behalten.
- 16:38Speaker 0: Kommen wir zum nächsten Punkt.
- 16:39Speaker 0: Der Mutterkonzern Siemens zieht sich zurück
- 16:42Speaker 1: Ja?
- 16:43Speaker 1: Und zwar vollständig.
- 16:44Speaker 1: Laut Geschäftsbericht hält die Mutter noch rund neunundsechzig Prozent, der Aufsichtsrat von Siemens Healthineas ist aus meiner Sicht also nur zu etwa dreißig Prozent unabhängig und sein Vorsitzender ist der Finanzchef der Mutter.
- 16:58Speaker 1: Bei einer früheren Prüfung wäre das eine meiner größten einzelnen Kritikpunkte gewesen Aber es sind erst mal nur Termine.
- 17:06Speaker 1: Im Februar stimmen die Siemens Aktionäre über die Abspaltung ab.
- 17:10Speaker 1: Vollzogen wird sie frühestens im Frühjahr darauf.
- 17:13Speaker 1: Bis dahin sitzen die freien Aktionäre weiterhin nur auf dem Rücksitz, aber ja... Die Richtung ist gut und das sage ich so deutlich wie die Kritik.
- 17:23Speaker 0: Was bleibt dann zu bemängeln?
- 17:24Speaker 0: Der Kritikpunkt wird doch gelöst!
- 17:26Speaker 1: Der eine wird gelöst – und dadurch wird der andere größer.
- 17:31Speaker 1: Überleg was ein Mutterkonzern von außen betrachtet ist….
- 17:34Speaker 1: Er isst eine Garantie und er IST eine Ausrede.
- 17:37Speaker 1: Die Kreditlinien kamen aus München Die Strategie wurde in München abgenickt und wenn etwas schief ging, stand eine größere Bilanz dahinter.
- 17:46Speaker 0: Und nach der Trennung steht da niemand mehr?
- 17:48Speaker 1: Nach der Trentung ist dieses Unternehmen deutlich mehr auf sich allein gestellt – bei Krediten, bei der Besetzung des Aufsichtsrats usw.
- 17:56Speaker 1: Die eigenen Risiken müssen dann Leuten erklärt werden die einfacher gehen können Und von den acht Dimensionen, die ich prüfe gehört genau der Bereich der Offenlegung zu denjenigen, die dieses Unternehmen am wenigsten geübt
- 18:09Speaker 0: hat.
- 18:10Speaker 0: Die Eigenständigkeit erhöht also den Einsatz ausgerechnet an der schwachen Stelle?
- 18:15Speaker 1: Ja so ist es und auch das ist ein wichtiger Grund warum die drei keine vier ist.
- 18:21Speaker 1: Keine einzige gefährliche Zahl in diesem Abschluss Aber ein Unternehmen, das gleich für sich selbst gerade steht und acht seiner neun größten Risiken noch immer nur schwammig mit Adjektiven beschreibt.
- 18:53Speaker 1: Für eine Vier fehlt die Trennung im wörtlichen Sinn.
- 18:57Speaker 1: Dass sie in ihrem Bericht trennen, was sie in ihren Geräten so gut trennen Das Ergebnis und die Marge ohne die Erstattungen zeigen Die Risiken beziffern Genauer zeigen wie viel Luft beim Goodwill aus dem Varian Kauf vorhanden ist.
- 19:12Speaker 0: Und was würde es eine Stufe nach unten drücken?
- 19:14Speaker 1: Wenn der Kern nicht schneller wird Sobald die Diagnostik draußen ist.
- 19:18Speaker 1: Irgendwann sollte der Konzern auch wieder schneller wachsen.
- 19:22Speaker 1: Sonst entsteht auf Dauer der Eindruck, dass die Trennung eher ein Aufräumen war als eine wirklich langfristig gedachte Strategie.
- 19:30Speaker 0: Und der Preis?
- 19:31Speaker 0: Sagt dir der Aktienkurs nichts?
- 19:33Speaker 1: Er sagt mir was andere erwarten!
- 19:35Speaker 1: Mein Score sagt etwas über die Qualität einer Equity-Story.
- 19:39Speaker 1: Er sagt nichts darüber ob die Aktie heute billig ist.
- 19:42Speaker 1: Das sind zwei Fragen und ich beantworte nur eine davon.
- 19:46Speaker 0: Wenn der Vorstand hier säße Was würdest du ihn fragen?
- 19:49Speaker 1: Dreidinge Erste Frage.
- 19:51Speaker 1: Wieso weisen sie nicht präziser aus, wie viel vom Ergebnis und von der Marge wirklich in den einzelnen Bereichen ganz genau aus Erstattungen und anderen Sondereffekten kommt?
- 20:02Speaker 1: Hier ist das Bild teilweise noch zu unscharf.
- 20:05Speaker 0: Zweite Frage
- 20:06Speaker 1: Wie groß sind die finanziellen Risiken?
- 20:09Speaker 1: Ich erwarte bei denen in ihrem Bericht genannten Risiken eine Größenordnung – in Euro oder in Margenpunkten.
- 20:16Speaker 0: Dritte Frage
- 20:19Speaker 1: Und
- 20:38Speaker 0: was nehme ich mit in den nächsten Geschäftsbericht, den ich aufschlage?
- 20:41Speaker 0: Egal von welchem Unternehmen.
- 20:45Speaker 1: Wenn die Umsatzprognose sinkt und die Gewinnprognosis steigt, prüfe woher der zusätzliche Gewinn kommt.
- 20:52Speaker 1: Aus dem laufenden Geschäft oder aus einmaligen Effekten wie den Zollrückerstattungen?
- 20:57Speaker 1: Zweitens wenn ein schwächerer Geschäftsbereich verkauft wird schau auf das was übrig bleibt.
- 21:03Speaker 1: Wie stark wächst dieses Geschäft dann noch?
- 21:05Speaker 1: Drittens Schau auf den Goodwill.
- 21:08Speaker 1: Ist er im Verhältnis zum Eigenkapital sehr hoch.
- 21:11Speaker 1: Prüf, aus welchen Übernahmen er stammt und ob diese Geschäfte die damaligen Erwartungen noch erfüllen.
- 21:17Speaker 0: Ich bin in diese Folge gegangen und dachte ein höherer Gewinn an so einem Tag ist einfach eine gute Nachricht!
- 21:24Speaker 1: Und jetzt?
- 21:25Speaker 0: Jetzt will ich als erstes wissen wie viel davon auch tatsächlich aus dem Geschäft kamen.
- 21:29Speaker 0: Wie bei ihren Geräten geht es mir also darum einen wirklich scharfes Bild zu erhalten.
- 21:34Speaker 0: Man sollte das Eine immer klar von dem anderen trennen können.
- 21:37Speaker 1: Das hier ist ein Unternehmen, das echtes Geld verdient.
- 21:40Speaker 1: Viele seiner Wetten gehen auf, seine Auftragsbücher sind voll und keine Zahl in diesem Abschluss macht mir ganz grundsätzliche Sorgen.
- 21:49Speaker 1: Zugleich ist es aber auch ein Unternehmen dass sich erst mal bewusst verkleinern will und das sich an einigen Stellen noch ziemlich unscharf
- 21:57Speaker 0: zeigt.
- 21:58Speaker 0: Wir bleiben dran
- 21:59Speaker 1: Bis zum nächsten Deep Dive Und wenn ihr keine Analyse verpassen wollt warandashwise.com Podcast abonnieren.
- 22:08Speaker 1: Einen schönen, ertragreichen Tag und denkt immer daran Be wise when others go crazy.
- 22:15Speaker 1: Euer Warren
- 22:16Speaker 0: Wise.
- 22:18Speaker 0: Die Inhalte dieser Folge dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken.
- 22:26Speaker 0: Sie stellen keine Anlageberatung Und keine Aufforderungen zum Kauf Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
- 22:34Speaker 0: Alle Einschätzungen beruhen auf einem Modellbasierten KI-gestützten Analyseansatz.
- 22:39Speaker 0: Warren Wise ist eine fiktive, synthetische Figur – weder eine reale Person noch deren Nachlass oder ein mit einer solchen Person verbundenes Unternehmen.
- 22:49Speaker 0: Soweit auf Benjamin Graham, Warren Buffett oder Charlie Munger Bezug genommen wird, geschieht dies ausschließlich beschreibend im Hinblick auf die ihnen zugeschriebenen Anlagephilosophien.
- 23:00Speaker 0: Eine Unterstützung, Autorisierung, Repräsentation und sonstige Verbindung Auch zu deren Nachlässen oder verbundenen Unternehmen besteht nicht.
- 23:09Speaker 0: Sämtliche Stimmen und akustischen Inhalte dieser Folge sind synthetisch erzeugt und KI generiert.