Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Der Rheinpegel-Jahresrückblick Part 2
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- Um die Weihnachtstage herum haben ja viele so kleine oder auch große Traditionen, Treffen mit alten Freundinnen und Freunden, die man vielleicht sonst nicht so oft sieht, Ausflüge zu besonderen Orten, Weihnachtskonzertbesuche, gemeinsame Essen, nur schöne Dinge also. Ich habe gemerkt, dass ich eine Tradition habe, die eher auf der, naja, anstrengenden Seite ist, immer erst ganz, ganz, ganz kurz vorher los, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Und ich weiß, dass es weder was Neues noch was Besonderes ist, einfach nur stressig und begegnet mir ganz vielleicht auch den Rest des Jahres hier und da. Das gute alte Prokrastinieren wäre ja wahrscheinlich mal einen guten Vorsatz fürs nächste Jahr wert, nicht? Eine andere, sehr schöne und überhaupt nicht stressige Tradition ist unser Jahresrückblick und hier hört ihr den zweiten Teil. Die Kommunalwahl, große Musikevents, der sehr bewegte Wohnungsmarkt, das Badeverbot im Rhein, Eine wirklich besondere Ortsbegehung und das Unglück beim Kirmesfeuerwerk, das sind die Themen, die meine Kolleginnen und Kollegen in diesem Jahr begleitet und beschäftigt haben. Wir haben uns das vergangene Jahr gemeinsam nochmal ganz genau angeschaut. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 402 und der Rhein steht bei 2,07 Meter. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt. Kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, dann könnt ihr das gerne tun unter rheinpegel.podcast at rheinische-post.de oder 0160 80 80 844 erreicht ihr uns und könnt uns von Themen erzählen, die euch unter den Nägeln oder auf der Seele brennen. Ihr könnt uns Veranstaltungen wissen lassen, über die wir berichten können oder ihr könnt einfach mal eine kleine Nachricht dalassen. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Hier also der zweite Teil unseres Jahresrückblicks. Wieder haben mir meine lieben Kolleginnen und Kollegen erzählt, welche Themen und Geschichten sie ganz besonders bewegt, beschäftigt und begleitet haben. Wie die Kommunalwahl und alles drumherum im Rückblick gelaufen ist, darüber habe ich mit Alexander Esch gesprochen. Uwe Jens Runau berichtet von den geplanten und wieder abgesagten musikalischen Großevents in der Stadt und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr. Verena Kehnsbock erzählt, wie ihre Reihe Das Wohndilemma entstanden ist, die sie gemeinsam mit Philipp Zeitner gestaltet hat. Um die vielen, teilweise sehr tragisch ausgegangenen Badeunfälle und das endlich verkündete Badeverbot im Rhein geht es in meinem Gespräch mit Christopher Trings. Eine ganz besondere Objektbegehung in Rath hat bei Julia Hallmann Eindruck hinterlassen. Und Angelina Burch und Philipp Zeitner erinnern sich an den Abend, an dem es beim Kirmesfeuerwerk zu einem Unglück gekommen ist, dessen Ursache noch immer geklärt wird. Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören unseres Jahresrückblicks Part 2. Alexander Esch. Hallo Tosja. Hi. Das Jahr geht zu Ende und wir haben da ja in unserem letzten Gespräch schon drüber gesprochen, dass wir jetzt beide nicht unbedingt das Gefühl haben, man müsste Dinge abschließen. Aber irgendwie rekapituliert man ja doch. Vor allem, jetzt übertragen wir das mal ein bisschen ins berufliche Umfeld, wo wir uns hier auch hauptsächlich befinden. Du bist ja mit Themen befasst, das ganze Jahr, die in der Stadt passieren. Wenn du das so ein bisschen anguckst, was ist so ein Wort oder was sind Assoziationen, die dir dazu einfallen? Wie würdest du dieses letzte Jahr beschreiben? Es war sehr politisch geprägt. Ich bin ja sowieso für die Kommunalpolitik auch zuständig. Insofern ist das immer ein bisschen der Fall. Aber in diesem Jahr war es doch schon sehr stark der Fall, weil es eben Kommunalwahlen gab. Und das hat eben auch mein berufliches Leben doch sehr geprägt natürlich. Also genau, die Politik ist das, was dich, Kommunalpolitik ist das, was dich immer beschäftigt. Und jetzt ganz besonders wegen der schon erwähnten Kommunalwahlen, über die wir jetzt auch sprechen. Das ist ja sozusagen das Thema deines Jahres gewesen. Wir haben da viel drüber geredet und noch viel mehr hast du drüber geschrieben und dich mit anderen Leuten ausgetauscht. Vielleicht, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Hörenden sich nicht mehr erinnern können, wie das alles war. Wie fing das Jahr kommunalpolitisch auf diese Wahlen hingehend an? Also man muss eigentlich fast noch ins Vorjahr zurückgehen, da war dann so klar, wer kristallisierte sich raus, wer kandidiert. Also zum Beispiel Fabian Zachel hat da, wenn ich das jetzt nicht ganz falsch erinnere, seinen Ring für die SPD schon in den Ring geworfen. Wie sagt man, er hat seinen Hut in den Ring geworfen. Also da ging das so langsam los und in diesem Jahr…, hat das so langsam Fahrt aufgenommen und ich denke mal dann doch so drei Monate vor der Wahl, so vor den Sommerferien, was war natürlich ein bisschen so ein Break auch nochmal, aber da hat das so richtig Fahrt aufgenommen. Das ist zum Beispiel auch Clara Gerlach, die musste sich ja dann auch freinehmen, also sich freistellen lassen als Lehrerin, um dann so richtig Gas geben zu können, weil sie ja parallel vorher auch ein ganz normales Berufsleben ja noch hatte. Ja, das ist ja dann auch die Phase gewesen, wo es tatsächlich auch ein bisschen… Was OB Keller natürlich auch hat, der macht nämlich auch noch einen Beruf, nämlich Oberbürgermeister sein parallel. Genau, das war ja dann so der Part oder der Zeitpunkt, wo das auch so offen, wie nennt man das, wo man es einfach nicht mehr nicht mitbekommen konnte, weil dann natürlich die Wahlplakate gehangen wurden und es dann auch ein bisschen losging in unseren Gesprächen, also auch in der Berichterstattung drumherum und dann tauchten die immer mal irgendwie auf. Die Wahlprogramme sind, glaube ich, wenn ich das richtig weiß, noch so im April oder so dann verabschiedet worden. Also das war dann spätestens so der Zeitpunkt, wo wirklich auch so politisch klar war, wofür stehen die Parteien und wofür stehen auch die Spitzenkandidaten. Und dann, Genau, war der Sommer und dann war ja der Wahlkampf sozusagen in vollem Gange. Trotzdem ist, das sage ich jetzt natürlich, um aus dir herauszukitzeln, dass du mir widersprichst, es nur eine Kommunalwahl war, gab es da natürlich viel, also es wurden Praktika gemacht bei verschiedenen städtischen Einrichtungen und so. Das war ja auch irgendwie klar Social Media. Das hat jetzt Fabian Zachel gemacht, das meinst du? Genau, aber haben das nicht alle gemacht? Hat nicht Obel Keller auch sowas gemacht? Nicht, dass ich verstehe. Oder sich, okay, dann nur Fabian Zachel, aber auf jeden Fall, genau, es kam in die Öffentlichkeit und es wurde so ein bisschen, ja, um natürlich WählerInnen gebuhlt und so. Ich möchte nochmal den Satz, damit du reagieren kannst, das war ja nur eine Kommunalwahl, aber trotzdem wurde so ein Aufriss gemacht, weil das war ja eine Sache, worüber wir uns auch unterhalten haben. Ja, also ich habe jetzt eben gerade nochmal drüber nachgedacht, was hat mich da so persönlich auch beschäftigt oder welchen Eindruck hat das bei mir hinterlassen und mir ist wirklich eine Sache hängen geblieben, also man soll ja irgendwie Kollegen auch immer nicht bashen und so weiter, aber da habe ich mich wirklich drüber geärgert, es gab so einen Tagesthemenbeitrag in diesem Jahr und da war die Kommunalwahl mal Thema und da ging es um Köln unter anderem und da wurde das so ein bisschen moderiert in diesem Einspieler, als ob tatsächlich so die Parteien auch inhaltlich da nicht so viel bieten irgendwie für die tatsächlichen Herausforderungen in dieser Stadt. Und man ging dann so, es wurde dann so vermischt mit diesen Todesfällen bei der AfD, Verschwörungstheorien. Dann gab es dann so eine angeblich so eine Art Absprache, dass man nicht negativ über Migration, also das war so ein, ich fand ein bisschen diffuser Beitrag. Und vor allem dieser Anfang, ja von wegen, also da kamen dann Menschen auf der Straße zu Wort, Da wurde ja auch gesagt, ja, ja, uns fehlen hier irgendwie die Ansätze mit den Herausforderungen, die es in so einer Kommune gibt, auch umzugehen und da habe ich mich total drüber geärgert, weil ich habe eigentlich das ganze Jahr nichts anderes gemacht oder natürlich haben wir auch über die Personenberichte und Portraits gemacht, aber diesen Streit oder auch diese Auseinandersetzung, um Inhalte abzubilden und auch darzustellen. Und da finde ich überhaupt nicht, dass das irgendwie mangelt an Ideen, wie man jetzt hier reagiert auf bestimmte Herausforderungen. Es gibt einen Streit darum, wie kann man das besser machen. Vor allem in der Verkehrspolitik war es ja sehr offensichtlich, CDU, Grüne wollen da eben was ganz anderes. Zum Teil würden da anders vorgehen, wenn sie alleine regieren würden. Trotzdem ist ja da auch interessant, wie kommt man dann trotzdem zusammen und an anderen Stellen gibt es natürlich Antworten darauf, wie man im Schulbau und so weiter. Also das hat mich sehr geärgert und anstatt mal diese Ideen auch darzustellen und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass jetzt Köln da so viel weniger Ideen zu bieten hat wie Düsseldorf. Also naja und dann kam auch noch ein Politikwissenschaftler zu Wort, der dann eben auch von diesem Stiefkind der Kommunalwahlen gesprochen hat und so. Und Friedrich Merz hat auch so einen Satz gesagt wie, ja Kommunalwahlen sind Kommunalwahlen und so weiter. Und das ist einfach, da haue ich wirklich mit der Faust auf den Tisch jetzt, verbal falsch. Also das sind die Wahlen, die uns alle eigentlich mindestens genauso interessieren müssten wie alle anderen, weil das unmittelbare Leben irgendwie beeinflussbar ist mit der eigenen Stimme oder das unmittelbare Leben auch bestimmt wird von diesen kommunalpolitischen Entscheidungen. Und gleichzeitig die auch eine hohe Relevanz und Spannung haben, also so eine Verkehrswende, wenn die nicht in so einer Großstadt wie Düsseldorf funktioniert und man irgendwie die Klimaziele da erreicht, also wo soll es denn sonst passieren? Also das sind die großen Themen auch, die da stattfinden. Es geht nicht nur um kleine Entscheidungen, die natürlich auch eine Rolle spielen. Also insofern hier nochmal mein Plädoyer dafür. Die sind verdammt nochmal spannend, diese Kommunalwahl und Leute, ihr verpasst was, wenn ihr euch nicht dafür interessiert. Ja, das tatsächlich hat sich bei mir auch sehr eingeprägt, diese Vehemenz, mit der du das gesagt hast, auch in unseren Gesprächen, weil ich tatsächlich, also das hat ja hier auch immer eine persönliche Ebene, das ist so richtig bei mir angekommen. Natürlich, wenn ich fahre mit dem Fahrrad rum, also kann ich quasi mit meiner Stimme vielleicht ein bisschen beeinflussen, wie damit hier umgegangen wird. Genau wie mit dem Wohnungsbau, Wohnungsraum schaffen und die Finanzen. Thema Wohnen, hochrelevant. Ganz, ganz hochrelevant. Überhaupt die ganze klimapolitische Seite und so, die natürlich im Kleinen, wenn man es jetzt so sieht, also wir sind natürlich auch eine große Stadt, aber im Kleinen anfängt, was dann auf Bundesebene sozusagen trichtermäßig, amplifiziert wird oder so. Genau, also Düsseldorf bis 2035 klimaneutral sein, muss man sich mal auf der Zunge zergehen. Das sind nur noch zehn Jahre. Das heißt, zwei Tonnen CO2 pro Kopf ist dann noch quasi gestattet oder per Definition. Dann mit dieser Aussage klimaneutral gedeckt und wir sind heute bei über sieben. Also da ist noch eine Menge zu tun. Und klappt das eigentlich hier? Also so eine Frage zum Beispiel. Und was noch dazu kommt, wir haben ja gerade so auch auf Bundesebene wieder gesehen, wie schwer sich da schwarz und rot tut, so zusammenzukommen, Kompromisse zu finden. Und man sieht aber gleichzeitig, es gibt diese Alternative in der Mitte nicht. Also wenn die es jetzt nicht reißen, da kann sich jetzt nicht so schnell was Neues bilden, was das eben ersetzen könnte. Also schon eine neue Situation und gleichzeitig eine starke, immer stärker werden eine AfD, die die Demokratie so stark angreift. Und insofern ist es ja hier auch unfassbar spannend zu sehen, das ist jetzt eher der Blick nach vorne oder sehr spannend zu sehen, wie jetzt Schwarz-Grün, die ja doch jetzt weitermachen und, jetzt auch noch in der Form einer Koalition mit ihren Unterschieden, die sie ja nun mal mitbringen, es jetzt schaffen oder auch nicht, da gemeinsam Politik zu machen. Und gerade auf diesem Feld der Mobilität, wo man so unterschiedliche Ansätze hat, die sich aber auch in der Stadt auch sehr stark abbilden, da gibt es eben viele, die auch sagen, nee, das Auto muss hier weiterhin, gut zu fahren sein, wo auch leistungsfähige Straßen und so weiter und gleichzeitig die Grünen aber auch dafür stehen, ja, wir müssen aber die Alternativen auch, stärker machen und da muss man im Auto vielleicht auch gegebenenfalls was wegnehmen. Also doch eigentlich sehr unterschiedliche Ansätze. Wie kommt man da jetzt überein? Und da gibt es ja so erste Ideen auch, auf die man sich jetzt so vereinbart hat. Also wird das funktionieren? Und das ist eben, finde ich, auch auf kommunaler Ebene so ein Beispiel dafür, wie es vielleicht funktionieren kann, dass sich so in der demokratischen Mitte trotz aller Unterschiede. Dass dann auch Politik funktioniert. Das müssen die beiden jetzt irgendwie auch zeigen. Ja, genau, weil wir sind jetzt sozusagen schon einen, haben wir uns selber überholt. Also nach diesem ganzen Sommerwahlkampf war dann Anfang September quasi, die war es dann soweit. Und dann kam es zur Stichwahl, was ja auch was Besonderes ist. Es war ein bisschen erwartbar, habe ich rausgehört irgendwie. Am Ende war es wirklich überraschend erwartbar, auch im Vorfeld, wenn man sich überlegt hat, wer kriegt wie viel Prozent und so. Also letztendlich sind Schwarz und Grün sind da relativ gestärkt aus dieser Wahl auch hervorgegangen. Vielleicht war es ein bisschen überraschend, wie gut die Grünen ihr Ergebnis da so einigermaßen bestätigt bekommen haben im Verhältnis zum Bundestrend. Aber eigentlich auch die CDU sehr stark in so einer Großstadt performt, auch im Verhältnis dazu, dass sie im Bund relativ schlecht eigentlich in Umfragen dasteht. Aber letztendlich, es gab nicht so richtig die große Sensation. Das ist eigentlich relativ so gekommen, wie man es gedacht hätte. Vielleicht hätte man erwartet, dass die SPD nicht ganz so schwach ist, sondern ein bisschen stärker, ein bisschen näher an den Grünen dranbleibt. Das war nicht der Fall. Und ja, insofern... Ja, ist das überraschend erwartbar am Ende gewesen. Ja, und genau, die Stichwahl ist dann so ausgegangen, wie wir jetzt alle wissen. Herr Dr. Keller ist weiterhin Oberbürgermeister dieser Stadt. Es gibt eine Koalition Schwarz-Grün und ich finde... Die gibt es noch nicht ganz, in dem Moment, wo wir aufzeichnen, fehlt ja noch das letzte Go quasi der beiden Kreisparteitage. Und bei der CDU wird da natürlich gar nichts passieren, bei den Grünen auch zu 90 Prozent, 95 Prozent nicht. Aber es gibt ja eben die grüne Jugend, die jetzt auch nochmal rebelliert hat und gesagt hat, nee, dem kann man nicht zustimmen, diesen Koalitionsvertrag. Und naja, eine Führungskraft bei den Grünen hat mir dann doch auch im Hintergrund den Satz gesagt, bei den Grünen weiß man ja nie. Also das sollten wir doch so ein bisschen wagen lassen, also sagen wir mal so ein bisschen erklären, dass das noch nicht ganz der Deckel drauf ist. Ja, aber wie gesagt, jetzt ein bisschen ausblickend ins nächste Jahr, du hast es ja gerade schon gesagt auch, also einen kleinen Ausblick gegeben, weil das ist ja, dieser Jahresrückblick ist ja ein bisschen dafür da, um Themen, die hier in der Redaktion groß waren oder euch als RedakteurInnen und AutorInnen beschäftigt haben, bei... Diese Wahlsache ist ja ein ongoing thing. Also wie du schon sagst, es hat ja eigentlich schon im Vorjahr angefangen und es trägt sich natürlich auch weiter. Also wir haben vor knapp zwei, drei Wochen noch über den zu diskutierenden Koalitionsvertrag geschrieben. Während wir quasi hier reden, geht es immer weiter und so. Deswegen, wenn wir jetzt mal bei dieser Welle bleiben, was denkst du, wird dich da 2026 noch weiter beschäftigen? Also am Ende geht es einmal um die Frage Umsetzung. Schwarz-Grün hat jetzt eine ganze Menge wieder beschlossen, das hatten sie aber früher auch schon mal. Und dann ist es doch dann oft auch in der Stadtverwaltung oder so nicht so richtig gut umgesetzt worden oder sehr verspätet oder so. Also wie gut klappt eben diese Umsetzung ist das eine. Das zweite ist, wie gut vertragen die sich wirklich. Die bilden jetzt eine Koalition, sind nicht mehr nur eine Kooperation. Die wollen gemeinsam abstimmen in jeder Frage und müssen natürlich dann im Vorfeld von so Stadtratssitzungen oder Ausschüssen eine ganze Menge schon vereinbaren und sich einigen. Und das ist dann nochmal die Probe aufs Exempel, ob das dann auch wirklich so funktioniert. Da wird man sehen, ob das dann so innerhalb von einem Jahr, zwei vielleicht so erste Abnutzungserscheinungen gibt, man doch wieder genervter voneinander ist. So diesen Eindruck musste man ja eigentlich am Ende der Kooperation doch ein bisschen haben. Oder finden die wirklich so einen Modus, ne? Also... Und ich habe so den Eindruck, ja, wir haben schon auch so verstanden, dass sie vielleicht sogar voneinander profitieren in gewisser Hinsicht, weil sie stehen nun mal für große Teile auch der Stadtbevölkerung. Beide, obwohl die sich zum Teil so ein bisschen entgegengesetzt gegenüber sitzen in den Interessen, aber beide sind nun mal jetzt doch irgendwie bestätigt worden auch von der Stadt bei der Wahl, haben gute Prozentsagen gekriegt. Und vielleicht auch bei so einer Großstadt-CDU wird da auch gotiert, dass man da mit den Grünen Dinge zusammen umsetzen kann. Und umgekehrt vielleicht auch, dass man die Grünen hier als pragmatisch wahrnimmt und nicht zu vielleicht ideologisch oder so, sondern da auch anschlussfähig sieht und vielleicht auch schätzt, dass man hier auch kompromissbereit ist. Das ist das, was spannend wird im nächsten Jahr. Okay, du bleibst dran und hältst uns auf dem Laufenden. Vielen Dank. Sehr gerne. Happy New Year. Tschüss. Lieber Uwe Jentz, ein weiteres Mal sprechen wir hier. Liebe Tosja. Diesmal mit einer ganz klaren Mission. Wir blicken auf das vergangene Jahr. Und wenn ich dich jetzt frage, mit welchem Wort du das vergangene Jahr beschreiben würdest. Oh, jetzt soll ich ein Wort. Jedes neue Jahr ist ein gutes Jahr. Und auch das war eigentlich ein gutes Jahr. Ein gutes Jahr. Ein gutes Jahr war es auch für die Leute hier in der Stadt, die Kultur mögen, die Musik mögen. Wir haben ja sehr, sehr, sehr viel über die Oper gesprochen, weil das natürlich ein Thema war, was nicht nur die Stadt, sondern auch dich in der Berichterstattung viel beschäftigt hat. Von Anfang an, von der Findung des Ortes bis hin zu den Entwürfen, die ja jetzt quasi schon sehr eingezäumt sind in die Siegerentwürfe. Da haben wir ja auch wirklich vor nicht allzu langer Zeit ausführlich über gesprochen. Also alle zwei, drei Monate gab es was zur Oper dieses Jahr. Das war schon viel. Ja, war schon das Thema, was dich auch viel beschäftigt hat, unter anderem. Jetzt ist es so, Oper ist ja Hochkultur und soll ja jetzt dann durch diese neue Oper auch mehr wieder in alle anderen Bereiche reingeholt werden und so. Wie gesagt, da haben wir viel drüber gesprochen. Es gibt ja jetzt aber auch Menschen, die ja auch andere Arten von Musik mögen und vielleicht auch andere Orte. Und da gibt es ja hier in der Stadt auch mehrere. Beispielsweise das Orgelfestival. Zum Beispiel das Orgelfestival. Es gibt viel Musik. Also das Schöne ist eigentlich, Düsseldorf ist wirklich traditionell eine Musikstadt. Und das reicht eben von der, gibt es das überhaupt noch E und U und so, sagt man glaube ich gar nicht mehr. Doch schon, ich glaube ein bisschen unterschieden wird schon. Und dass eben alles hier so präsent ist, das ist doch eigentlich toll. Du kannst dir das immer aussuchen. Was willst du haben? Wir haben ja sogar jetzt einen Schlagercafé auf der Ratingerstraße. Läuft das eigentlich? Gehst du da schon mal hin? Also ich gehe da nicht hin, aber ich glaube einige. Also wenn man da so manchmal, wenn ich mich doch in die Altstadt verirre aus irgendwelchen Gründen, Ratingerstraße, da ist schon immer was los. Aber ein Schlagercafé auf der Ratingerstraße, jetzt ist ja auch der Ratingerhof wiederbelebt zum Glück. Das sind viele Orte irgendwie, wo man in klein und in groß und natürlich ein Ort, über den wir auch immer mal gesprochen haben, aber dadurch, dass die Oper dann immer sich so ein bisschen in den Vordergrund geopert hat, haben wir das ein bisschen weniger behandelt. Vielleicht können wir da drauf gucken und zwar die Open-Air-Fläche hinten an der Messe. Ich wollte gerade sagen am Rheinstadion, das ist natürlich jetzt schon Jahrzehnte her. Aber man muss sagen, dieses Thema Open-Air-Fläche und eben auch Arena, also Musik in großem Stil nenne ich das jetzt einfach mal, weil das ja große Events dann oft auch sind, hat sich jetzt in den letzten Wochen des Jahres massiv nach vorne geschoben. Und ich sag mal, das fing noch an, wo es schön warm war, dass wir die erste große Nachricht bekommen. Es könnte sein, dass es jetzt doch noch klappt, nächstes Jahr dann allerdings erst, mit der Premiere der Open-Air-Fläche. Weil das muss man natürlich auch, so weit gehört dazu, das muss man sagen, die Premiere sollte dieses Jahr sein. Und es war natürlich ein Flop, dass es dann am 8. Juli nicht geklappt hat mit der Premiere. Dass ACDC diesen Open-Air-Park auf dem Messepark Platz 1 eröffnen sollte, es hat nicht geklappt. Warum nochmal? Oh, die Einrichtung der Open-Air-Fläche und so jetzt vergleicht zur Arena, das war quasi nochmal eine Million teurer. Und wenn du nicht 80.000 Karten verkaufst, sondern nur 40.000 oder so, dann kommt irgendwann so eine Preis-Leistungs-Diskussion natürlich da auf und so. Und deswegen sind die umgezogen in die Arena. Und das ist natürlich auch völlig okay, insgesamt, wenn man die Logik der Venues, so heißen ja die Veranstaltungsstätten, sich anschaut, dass du auf- und absteigen kannst. Dass du mal sagen kannst, oh, ich habe mehr Karten verkauft, dann gehst du in die größere Halle, also vom Dome oder von der Mitsubishi Elektrikhalle in den Dome, vom Dome in die Arena auf die Open-Air-Fläche und umgekehrt halt auch, dass das so kommunizierende Röhren sind. Das ist ja eine Stärke, dass man so viele Möglichkeiten hat und das ist auch für die Veranstalter gut. Deswegen konnte man bei ACDC jetzt so rum entscheiden, aber man wird vielleicht auch in Zukunft mal andersrum entscheiden. Ja, weil das ist ja schon, genau, das war ja schon, bahnte sich ja schon etwas länger an, dass diese Open-Air-Fläche eröffnet werden soll. Es gab ja dann auch in den Jahren zuvor immer wieder Diskussionen wegen der ganzen Bebauung, wegen der Grünflächen und so. Also da müssen wir jetzt nicht nochmal so doll drauf eingehen. Also der Bauantrag ist quasi genehmigt, das ist ja das Entscheidende, es muss den Bauantrag dafür entwickelt werden mit allen Gutachten dazu und so weiter. Und du hast jetzt eine planungsrechtliche Absicherung dieser Fläche, das ist sehr gut, ein Bebauungsplan, sorry, du hast einen Bebauungsplan dafür. Und ja, dann kam ja auch dann die Nachricht, okay, es hat mit ACDC nicht geklappt, aber jemand anderes gibt uns was auf die Ohren. System of a Down. Kann man sich ja mal anhören im Netz. Schon kernig auch, ja. Finde ich auch, finde ich eine spannende Wahl. Also weil das ja schon auch Rock as Rock gets so. Also es ist ja schon ganz schön, gib ihm. Mit armenischer Folklore auch noch drin? Ja, also ich bin tatsächlich, meine Schwester war und ist, aber früher noch ein bisschen mehr großer System of a Down und deswegen ist mir das Oeuvre dieser Band durchaus bekannt, weil es durchs Haus schallte und irgendwie, wie gesagt, da ist schon irgendwie Zunder hinter, darum finde ich das irgendwie... Ja, ich finde das spannend, dass diese Band dann das sozusagen eröffnet, weil das ja schon, die haben eine riesen Fangemeinde natürlich, aber es ist natürlich schon auch ein bisschen, ja nischig ist genau das falsche Wort, aber es ist schon sehr speziell. Aber die Karten waren innerhalb von null Komma nichts weg, 80.000, also da hat es jetzt geklappt, jetzt waren die auch nicht so oft in Europa und jetzt kommen sie mal wieder und deswegen haben sie da die entsprechende Nachfrage und was dann deutlich wurde in den Wochen drauf, gab es dann die Nachricht Pitbull tritt da auch auf auf dem Open Air Gelände und One Republic. Aber bei beiden Konzerten werden nur 35.000 erwartet. So, und dann fragt man sich, was sollen die denn jetzt auf dem Open-Air-Park? Das ist ja wieder ein Flop. Also so waren die ersten Reaktionen. Aber wenn man da auch mal überlegt, das sind jetzt Künstler, die sagen, okay, die Arena kriege ich sehr wahrscheinlich nicht voll. Aber die Bühne steht da ja schon auf der Open-Air-Fläche. Und wir verkaufen auch mehr Tickets als nur im Dome. Und auf einmal hast du die Open-Air-Fläche halbe Größe und volle Größe. Die werden tatsächlich dann die Tribünen immer hin und her schieben. Also du schiebst sie näher zur Bühne. Dadurch hast du auch wieder einen vollen Innenraum, wo die Stehplätze sind. Und wenn du wieder 80.000 verkaufst, schiebst du die Tribünen wieder weiter nach hinten. Und hast wieder ein neues Konzerterlebnis. Also das ist schon ganz witzig, wie das jetzt geplant ist. Und du kannst jetzt in jedem Sommer sechs, acht Wochen Zeitfenster hast du für Open Air Events maximal fünf. Und wie jetzt zu hören ist, man verhandelt nochmal über ein viertes Konzert sogar für nächstes Jahr auf dieser Fläche. Das könnte auch wieder so ein richtig großes Konzert werden, ist das, was man so hört jetzt. Und das kann sein, dass es jetzt die Nachricht in den nächsten Tagen sogar noch gibt. Also lassen wir uns mal überraschen. Aber dann kann man sagen, ja, Start gelungen. Also wenn jetzt auch alles gut läuft, zumindest mal vertrieblich, dass da Menschen hinkommen und so weiter. Und die Stadt profitiert ja, weil die Leute tagsüber in Altstadt mal was essen gehen. Bei System of a Down kommen garantiert auch welche, die hier übernachten. Und das ist natürlich das, was eigentlich die Hotellerie und auch der Handel sich seit Jahren gewünscht haben. Es hieß immer, mach doch ein Musicalhaus oder sonst was. Aber jetzt diese Veranstaltungsstätten da im Düsseldorfer Norden, die könnten diesen Effekt bringen. Dass eben letztlich hunderttausende Besucher kommen, die sonst nicht in der Stadt wären. Ja, weil nämlich neben der Open-Air-Fläche auch in den anderen Konzertveranstaltungsorten viel passiert. Also Bad Bunny kommt. Genau, das ist ja jetzt das Thema Arena. Genau, kommt in die Arena. Die ein Rekordjahr erleben wird. Das ist ganz, ganz besonders. Aber da frage ich mich, ich weiß zum Beispiel, also aus persönlichen Gründen, dass bei Bad Bunny, der spielt ja auch mehrere Konzerte, das natürlich sofort ausverkauft war. Und also der hatte ja im letzten Jahr, oder jetzt in diesem Jahr, 2025, hat er ja ein Album rausgebracht, was ja komplett durch die Decke gegangen ist und so, der ist eh schon ein Superstar gewesen, aber jetzt nochmal. Zig Arenenkonzerte hintereinander, ne? Und dann, warum wird das dann nicht auf der Open-Air-Fläche gemacht, wo doch eigentlich, also wenn da doch fast doppelt so viele Leute. Es kommt drauf an, was der Künstler will. Ich verstehe, also das kann, dass dann die KünstlerInnen sagen, okay, ich möchte lieber vier Shows spielen anstatt zwei sozusagen. Die Toten Hosen gehen ja auch zweimal in die Arena nächstes Jahr. Und die ist auch ausverkauft. Die hätten jetzt auch mal sagen können, wir gehen mal auf die Open-Air-Fläche, aber sie haben ja jetzt sogar für 2027 nochmal ein Arena-Konzert angekündigt. Also das ist die Entscheidung der Künstler, wo die hinwollen. Und auch vielleicht, was sie für eine Bühne haben, muss man sehen. Also was ist das für ein Setting, mit dem sie jetzt so auf Tour sind, also wie sie auftreten wollen. Ja, und die Arena ist insofern was Besonderes, sie wird das außergewöhnlichste Jahr, was Konzerte angeht, erleben, weil als ich vor, weiß ich jetzt nicht, sechs Wochen oder so, habe ich mal so eine Geschichte, es wird der erfolgreichste Konzertsommer, da sprachen wir von fünf Konzerten, jetzt ist noch zweimal Robbie Williams dazugekommen, also die Broilers treten ja auch noch auf, also Bad Bunny zweimal, zweimal die Hosen, die Broilers, jetzt kam zweimal noch Robbie Williams dazu. Ja. Und sechsmal die Backstreet Boys. Sechsmal? Sechsmal Ende September und noch am 2. Oktober. Also sechs Konzerte innerhalb von zwei Wochen, die die einzigen in Europa sind. Das heißt, die Leute kommen alle auch angefahren mit dem Zug oder geflogen, je nachdem, wo die jetzt herkommen. Dann sind die Backstreet Boys ja quasi für anderthalb Monate dann Düsseldorfer auch, ne? Ja. Vielleicht trifft man die dann mal so beim Café. Ja, zwei, drei Wochen. Ja, ja, klar, warum nicht, ne? Und ich meine, das ist schon was ganz Besonderes, weil das ist dieser Begriff Residency, heißt das ja, was Adele in München gemacht hat, zehn Konzerte hat sie ja da gemacht und die machen halt sechs immerhin. Hier in der Arena ist ja auch nur zwei Wochen Länderspielpause, mehr kriegst du da gar nicht rein, vielleicht nochmal eins, weiß ich jetzt nicht, ob sie nochmal am 3. Oktober auch noch eins machen wollen, keine Ahnung. Je nachdem, wie das jetzt ausverkauft wird oder nicht ausverkauft wird, muss man ja mal sehen, aber dann sind das in Düsseldorf, wenn ich jetzt richtig rechne, 13 Arena-Konzerte jetzt schon. Eine ganze Menge. Das haben wir noch nie gehabt. Es gibt Jahre, da hatten wir ein oder zwei Arena-Konzerte. Da waren da schon vier, waren schon ganz toll. Ja, und jetzt nächstes Jahr ist die Hütte voll sozusagen, was Musik angeht. Ja, und zwar in sehr, sehr groß. Und natürlich, also wenn wir das jetzt hier schon mal so aufzählen, darf man auch nicht die ganzen etwas kleineren Konzertorte vergessen. Also es gibt es ja wirklich hier, Bandbreite reicht ja von Orten mit vielleicht 50, 60 Plätzen bis halt dann 80.000. Genau, und die Club, ich meine, Ratinghof ist ja auch so ein Beispiel. Da hast du dann 200 oder so maximal, die da irgendwie reingehen und andere kleine Clubs, also die Hoffnung ist ja auch, man will lebendige Musikstadt sein, das heißt von klein, mittel, groß und das ist ja eigentlich super. Und dann noch das ganze E-Musikunterhaltungsangebot, also Oper, Tonhalle und so. Da ist hier schon einiges los, ja. Also Düsseldorf ist nicht nur auf dem besten Weg zur Gastrohauptstadt, sondern verteidigt auch sozusagen den Titel als Musikhauptstadt. Ja, dann stärkt den jetzt mal. Das wäre doch, ja. Kannst du ja einfach auch mal so sagen. Auch recht. Wenn wir jetzt ein bisschen zum Abschluss kommen und du eben gesagt hast, das Jahr, wenn du drauf guckst, die Assoziation, die dir einfällt, ist, es ist ein gutes Jahr gewesen und es wird sicher auch ein gutes Jahr. Gibt es trotzdem jetzt neben der Oper vielleicht und diesem Musikthema einen Themenkomplex oder einen Strang, wo du ein bisschen antizipierst, dass uns das beschäftigen wird im nächsten Jahr oder weiter begleiten? Das sind ganz andere Dinge dann letztlich. Ich glaube so, der innere Frieden in der Stadt ist wichtig, was die Drogenproblematik beispielsweise angeht. Mir tun die Menschen leid, die natürlich Drogenkrank da sind, also die kriegabhängigen. Wir wissen, wie schrecklich da die Verelendung ist, aber dass wir das hinbekommen, ja für diese Menschen eine Lösung zu finden, aber auch eben für all die, die auch sagen, wir leiden unter dieser Drogenszene. Also die Grundschule neben dem Suchthilfezentrum in Flingern, da muss eine Lösung gefunden werden. Das wäre sogar gut gewesen, wenn man das 25 schon gehabt hätte für das Kap 1, für die zentrale Stadtbücherei, dass davor diese Szene ist, ist nicht gut. Also ich finde, sowas ist wichtig und strategisch gesehen natürlich auch das Thema Lebensqualität, Verkehrswende und so. Das ist schon sehr wichtig für die Menschen, glaube ich, in der Stadt. Ja, du bleibst dran. Also deswegen gejubelt, also nur immer jubeln ist auch Quatsch jetzt so. Nee, da ist auch genug zu tun, wo man was schaffen muss. Ja, du bleibst dran, wir bleiben dran und sprechen im neuen Jahr. Im nächsten Jahr wieder. Und da ist der Anfang unserer Musical-Folge. Uwe Jentz, wie gesagt, seit einem Jahr hier lasse ich das nicht. Jetzt muss man sagen, Tosja ist die Profisängerin. Naja, aber. Die uns oft schon mal, aber. Wenn die Hörerinnen und Hörer wüssten, was hier sonst noch für Talente schlummern in der Lokalredaktion. Also ich den Traum von einer. Talente, die ich nicht erfahren will. Von einer Düsseldorfer Lokalredaktionsband gebe ich nicht auf. Aber das ist ein ganz anderes Thema und auf jeden Fall auch eine meiner Missionen, weiter fürs nächste Jahr, das hier rauszukitzeln. Alles Gute fürs nächste Jahr, liebe Tosja. Das wünsche ich dir auch, Herr Pinoyer und bis bald. Ciao. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Verena Kehnsbock, herzlich willkommen im Rhein-Pilgel-Jahres-Rückblick. Vielen Dank, Tosja Kormann. Auch wir sprechen heute über das Thema oder die Themenreihe, die dich im letzten Jahr beschäftigt hat. Wahrscheinlich sowohl qua Job, aber auch vielleicht ein bisschen persönlich. Und zu Beginn oder zum Einstieg in dieses Gespräch möchte ich dich fragen, wie ich auch alle anderen frage, Wenn es ein Wort gibt, was dieses letzte Jahr für dich beschreibt, tatsächlich auf diese Sache hin, welches würde dir einfallen? Verwertungskündigung. Das ist eine sehr spezifische Vokabel. Catchy, oder? Verstehe, das ist also ein Wort, was sich eingeprägt hat. Das ist ein Wort, das ich in diesem Jahr gelernt habe, was ich vorher nicht kannte. Und was für mich auch, als ich angefangen habe, mich mit diesem Themenkomplex zu beschäftigen, mir dann immer wieder über den Weg gelaufen ist. Und was jetzt aber durch diese ganze Recherche, die wir gemacht haben und die Texte, die wir geschrieben haben, irgendwie auch ein Gesicht bekommen hat. Es geht nämlich um eure, also eure, da meine ich unseren lieben Kollegen Philipp Zeitner und dich. Ihr habt eine Reihe, sagt man da, ins Leben gerufen oder angetragen bekommen oder wie ist das entstanden? Also ihr habt eine Reihe veröffentlicht, die sich ums Thema Wohnen dreht. Ich möchte sagen, weil ich weiß, du bist zu bescheiden, um das hier reinzuwerfen. Die ist preisgekrönt. Ihr habt dafür einen Preis gewonnen für diese Reihe. Kürzlich erst. Herzlichen Glückwunsch nochmal. Vielen Dank. Genau, die hat dich dementsprechend natürlich auch beschäftigt in diesem Jahr. Das war ein Thema, was dich begleitet hat. Und wie viele Teile gab es in dieser Reihe? Das ist eine elfteilige Serie, die wir das Wohndilemma genannt haben. Und es geht halt vor allem darum, dass immer mehr Mieterinnen und Mieter in Düsseldorf sich aus ihren Wohnungen gedrängt fühlen in den allermeisten Fällen, weil die Häuser von Investoren übernommen werden und nicht selten bekommen sie dann halt Verwertungskündigungen, womit wir dann wieder bei meinem Wort des Jahres sind. Und das bedeutet, dass die Investoren das Haus nicht mehr wirtschaftlich verwerten können. Die Mieterinnen und Mieter werden dann zum Hinderungsgrund gekommen. Um das wirtschaftlich zu verwerten. Das heißt, es lohnt sich für die einfach finanziell nicht, weil die teilweise so horrende Summen, Kaufsummen für diese Häuser ausgeben und deshalb sollen sie raus. Verstehe. Und das dann meistens, ja, relativ kurzfristig wahrscheinlich. Überraschend und vielleicht auch so ein bisschen unklussbar. Also ich erinnere mich nämlich tatsächlich und vielleicht ist das ja ein Punkt, an den wir gehen können, an den Start. Also wir haben natürlich auch übers Jahr verteilt immer mal über diese Themen gesprochen Und da sind ja schon einige Dinge passiert, die auch bei der Leserinnenschaft tatsächlich für Aufsehen gesorgt haben. Einfach ja, ob der Geschichte, die dahinter steckt. Also wie immer ist es ja ein Thema, was auch ein bisschen trockener ist. Aber sobald natürlich Leute ins Spiel kommen, die dann wegen einer Verwertungskündigung tatsächlich aus ihren jahrzehntelang bestehenden Mietverträgen raus müssen, dann wird es persönlich und dann berührt es natürlich auch Menschen. Und diese elfteilige Serie hatte ja einen Anfang, was ja dann wahrscheinlich auch den Startschuss gegeben hat, dafür für euch sich das alles näher mal anzugucken. Ja, und das ist tatsächlich, also dieser Anfang war für mich auch einer der prägendsten Texte des Jahres, die ich geschrieben habe. Da ging es um die Mauerstraße 32. Das ist ein Haus, in dem die Mieter eben diese Verwertungskündigung bekommen haben, aber eben nicht nur in Anführungsstrichen, dass die raus sollen, Wohnungen renoviert und neue Mietereien für deutlich mehr pro Quadratmeter, sondern das Haus soll komplett abgerissen werden und einem Neubau weichen und das. Wirkt wirklich, wenn man das von außen, wenn man sich das mal anschaut und mit den Menschen spricht und sich auch mal dieses Haus besucht, wirkt das wirklich ganz absurd. Also das ist wirklich kaum vorstellbar, dass das jetzt der einzige Weg ist, um dieses Haus wirtschaftlich zu betreiben, sage ich mal so. Weil es einfach nicht so, sage ich jetzt mal ganz salopp, aussieht wie ein Haus, wo man sagt, ja okay. Es ist keine Bruchbude. Also es ist ungefähr 100 Jahre halt, dieses Haus, hat eine Backsteinfassade. Was da ja übrigens, das ist ja alles da in Pempelfort, ne, am Nähe Kolpingplatz, also das ist ja da auch einfach die Bauart, also da stehen ja viele dieser Häuser. Absolut, da stehen ganz viele alte Häuser und das ist vielleicht nicht mehr Top-In-Schuss, da kann man mit Sicherheit was machen. Das sagen auch die Mieterinnen und Mieter, zum Beispiel die Dame, die unter dem Dach wohnt, die meinte, das könnte ruhig besser gedämmt sein. Aber dass es so marode ist, dass die Leute dort ausziehen müssten und dass nur noch ein Neubau die einzige Option wäre, hat sich mir nicht erschlossen. Und das ist aber tatsächlich die Argumentation der Investoren, die dort tätig sein wollen. Wann war dieses erste Aufmerksamwerden? Genau, also die erste Folge ist am 10. Januar erschienen und aufmerksam auf das Thema wurden wir schon Ende vergangenen Jahres im November. Da hatten sich nämlich einige Mieterinnen und Mieter zusammengeschlossen und gegen die Investoren oder gegen andere Investoren, das war ein anderer Fall, aber ähnlicher Komplex, protestiert. Und dabei auch kam es zu einer spontanen, illegalen Hausbesitzung. Das erinnere ich auch noch in Goldsheim, das heiße Pflaster. Genau. Und das war irgendwie für uns so prägend, dass wir gesagt haben, dass es irgendwie... Also das waren jetzt keine Leute, die normalerweise irgendwie auf Demos gehen und sich in irgendwie Haushäuser reinsetzen, um die zu besetzen, die irgendwie politisch total aktiv sind und in sowas schon Erfahrung hätten, sondern das waren halt einfach ganz normale Mieterinnen und Mieter, die aber gesagt haben, das können wir nicht so stehen lassen. Und das war für uns so das Zeichen, wir haben das schon häufiger drüber geschrieben natürlich, über Einzelfälle, aber eben immer über einzelne Fälle. Und wir haben gesagt, wir müssen das mal, das ist so ein großer Komplex, der auch eben zusammenhängt. Es ist immer das gleiche Muster und das müssen wir dann auch mal so aufschreiben. Und nicht jeden Fall einzeln aufschreiben, sondern die Muster erklären anhand von Beispielen. Und das haben wir dann in elf Teilen getan. Ja, jetzt außer dieser Initialzündung quasi, die euch dann dazu bewegt hat, das weiterzumachen. Was für andere Teile dieser Serie sind dir noch ganz besonders in Erinnerung geblieben oder waren vielleicht auch ein bisschen größer, als du gedacht hast? Also wir haben ganz unterschiedliche Darstellungsformen gewählt, auch unterschiedliche Perspektiven natürlich eingenommen. Wir wollten natürlich den Rundumblick wagen. Was mir in Erinnerung geblieben ist, ist ein Kommentar, den wir geschrieben haben mit dem Titel Nun trifft es die Mittelschicht, weil das war wirklich so eine Erkenntnis zu sagen, jetzt sind irgendwie Menschen betroffen. Also es ist eben nicht nur, wie man das sonst so denkt oder sonst auch aus anderen Städten beobachtet hat, dass es irgendwie ein Straßenzug ist oder ein Viertel mit irgendwie relativ runtergekommenen Häusern, schlechte Infrastruktur. Die Leute zahlen irre wenig Miete und jetzt sollen die raus und schön alles saniert werden. So wie das ja zum Beispiel in Berlin oder so ganz in ganz vielen östlichen Stadtscheinen war. In Düsseldorf ist es anders. Es trifft halt vor allem auch Leute, die in Goldsheim wohnen, in Pempelfort wohnen, in Unterbilg. Also wirklich auch Viertel, die schon ziemlich hochpreisig sind. Und es trifft auch Leute, die. Eben keine Härtefälle sind, sage ich mal, sondern also die trifft es natürlich besonders hart, weil für die ist es wirklich so, entweder ich bleibe hier wohnen oder ich muss wahrscheinlich die Stadt verlassen, weil ich mir sonst nirgendwo mehr in Düsseldorf eine Wohnung leisten kann. Aber es trifft eben auch Leute, die irgendwie, also ich habe zum Beispiel mit einem Paar gesprochen an der Mauerstraße, Die haben beide Jobs in der Kommunikationsbranche und zahlen da jetzt auch schon eine nicht geringe Miete, sage ich mal. Also eine angemessene für die Größe der Wohnung und das Viertel. Und dass die jetzt noch weichen sollen, um noch teureren Wohnungen Platz zu machen, das ist eben eine neue Qualität, die haben wir in diesem Kommentar zusammengefasst, wozu aber auch gehört, dass das eben auch dann Leute trifft, die die Ressourcen haben, sich zu wehren und nicht einfach nur, nicht sofort jedes Angebot annehmen und sagen, ja gut, dann sind wir halt weg, sondern darauf auch aufmerksam machen, auch in den Medien. Und habt ihr da viel Resonanz auch drauf bekommen? Also hat diese Serie auch was verändert tatsächlich oder was angestoßen oder was publik gemacht, was sonst vielleicht so ein bisschen unterm Radar gelaufen wäre? Ja, also es gab total viel Feedback tatsächlich, also sowohl aus der Politik, jetzt haben sich irgendwie alle Parteien dazu positioniert, also wir hatten eben das Gefühl, ganz oft war vorher. Immer wenn es um Wohnen ging, ging es immer um Neubau. Dass Düsseldorf hat mehr Wohnungen braucht und neu gebaut werden muss. Und jetzt ging es plötzlich um die Bestandsmieter, weil es gibt ganz viele Wohnungen und die Leute sollen aber trotzdem raus. Das als auch wirklich strukturelles Problem wahrzunehmen und nicht als, das sind irgendwie Einzelfälle und das ist eine Privatsache zwischen Vermieter und Mieter und die haben irgendwie ein Problem in ihrem Mietverhältnis und wollen, dass eine Seite will es beenden und die andere nicht, sondern dass das wirklich ein strukturelles Problem ist. Das hat sich, würde ich mich so weit aus dem Fenster lehnen, schon geändert und es wurde auch wirklich zum Thema im Kommunalwahlkampf und der Oberbürgermeister war auch zu Besuch bei betroffenen Mietern und hat ihn ins Rathaus eingeladen und unter anderem die Stellen bei der Wohnungsaufsicht aufgestockt. Wenn du jetzt anguckst, was da hinter dir, hinter euch liegt mit dieser Serie, hast du ein Gefühl dazu oder antizipierst du, was euch da vielleicht auch ins nächste Jahr noch weiter begleitet oder was sein könnte, was sich ja nochmal entwickelt? Gibt es Neuigkeiten beim Haus an der Mauerstraße? Also ist das abgeschlossen? Also was nimmst du davon mit ins nächste Jahr? Also bei der Mauerstraße ist tatsächlich immer noch alles offen. Das ist unverändert. Die haben zwar alle die Kündigung bekommen, aber es sind mehrere Parteien. Ich bin nicht ganz auf dem Stand. Zwei oder drei sind glaube ich seitdem auch rausgezogen und haben sich was Neues gesucht, weil sie dann auch gesagt haben, denen ist das einfach, der Druck ist zu groß. Aber ansonsten wohnen noch alle drin und wollen auch drin bleiben. Und also was uns wahrscheinlich noch begleiten wird, sind Gerichtsverfahren. Weil darauf läuft es dann am Ende hinaus. Wenn die sich nicht außergerichtlich einigen können, dann wird dein Gericht das entscheiden müssen. Ihr bleibt dran. Ihr werdet uns erstmal euch selber und dann uns auf dem Laufenden halten. Vielen Dank fürs Teilen deines Themas des Jahres und Happy New Year! Sehr gerne! Tschüss! Lieber Christopher, das Jahr geht zu Ende und auch dich, wir haben wie unsere anderen lieben Kolleginnen und Kollegen hier bestimmte Themen natürlich durchs vergangene Jahr irgendwie begleitet oder sind größer geworden als du dachtest. Darüber sprechen wir gleich. Zu Beginn möchte ich auch dich fragen, wenn du dieses vergangene Jahr mit einem Wort beschreibtest, welches wäre das? Ich würde das Wort intensiv wählen. Intensiv, weil so viel passiert ist in der Stadt. Intensiv auch für mich selber. Ich bin jetzt seit einem Jahr in der Redaktion hier richtig als Redakteur tätig und habe dadurch auch viel nochmal lernen können. Andere Rollen, andere Ideen. Anderen Job einfach. Intensiv, glaube ich, trifft es ganz gut. Intensiv ist tatsächlich auch der ganze Themenkomplex gewesen, über den wir jetzt sprechen. Ich weiß natürlich schon, welches Thema du mitgebracht hast. Und ja, ich finde auch Intensiv passt dazu. Sag doch mal selber, was ist das Thema, was dich durchs Jahr begleitet und auch immer noch beschäftigt? Also ich glaube, das Baden im Rhein war definitiv, oder die Toten, die dadurch leider passiert sind, das war schon das, was mich auch persönlich sehr beschäftigt hat. Weil es in dieser Schlagzahl so häufig passiert ist, weil ich mit so vielen verschiedenen Menschen gesprochen habe, die entweder als Ehrenamtler dort als Retter tätig sind am Rhein, die auch selber am Rhein einfach als Badegäste waren, viele Eindrücke dadurch bekommen habe. Und auch so ein bisschen das erste Mal damit konfrontiert war, wie schwierig teilweise Bürokratie in unserem Land funktioniert, wenn es darum geht, wer für etwas Verantwortung übernehmen muss. Und da war gerade diese Frage, wer kann denn das Badeverbot erlassen und wie lange dauert das, bis das endlich passiert, etwas, was mich schon ein bisschen schockiert hat und auch persönlich bewegt hat. Ja, verständlicherweise. Wir haben da ja auch tatsächlich intensiv drüber gesprochen in manchen Folgen und genau, weil du das gerade schon gesagt hast, Es sind viele Menschen dieses Jahr ums Leben gekommen im Rhein und das ist auch. Die Zahl ist einfach auch nochmal eklatant anders als in den Jahren zuvor. Also ich hatte auch das Gefühl, vielleicht ist es dann auch die vermehrte Berichterstattung natürlich, wenn dann irgendwie der Fokus auf einer Sache auch liegt, obwohl das natürlich immer was ist, was berichtet wird. Aber das war irgendwie dieses Jahr ganz besonders intensiv, wie du selber sagst. Woran liegt das? Also warum war das dieses Jahr so doll im Rhein, dass da wirklich Menschen gestorben sind und auch immer wieder wie unbelehrbar Sachen passiert sind? So einen genauen Grund dafür kann ich, glaube ich, gar nicht nennen, weil es ist tatsächlich jedes Jahr passiert, dass Menschen im Rhein beim Baden abtreiben und ertrinken. Dass der Rhein gefährlich ist, das weiß man eigentlich. Aber was diese besondere Situation war, dass das in so kurzer Zeit in so einer hohen Schlagzahl war. Also wir hatten Ende Juni, Anfang Juli den Fall, dass innerhalb von zwei Wochen wirklich fünf Badetote hintereinander gab. Und es war dann teilweise schon so, dass du dir dachtest, so nach dem Wochenende, du kommst montags in die Redaktion, dass du so ein bisschen... Ja, gehofft hat es, oh Gott, es war wieder ein warmes, sonniges Wochenende. Hoffentlich ist das nicht schon wieder passiert. Das finde ich nämlich auch, weil du das sagst, weil das ja auch in so kurzer Zeit ist. Also das war, ich weiß noch, auch jetzt so rückblickend, wenn man dann im Prozess ist, auch der Berichterstattung, ihr ganz besonders, ich jetzt auf der anderen Seite, die das dann erzählt bekommt oder natürlich auch als Konsumentin liest und so. Weil man ja zuallererst denkt, wenn das passiert ist, dann sollte das doch für alle anderen eine Warnung sein und umso mehr Grund, das ernst zu nehmen, dass der rein und das muss man jetzt einfach auch nochmal sagen, auch wenn man nur bis zu den Knien drin steht und so, der hat einfach eine riesige Strömung, das kann man alles auch noch nachlesen und nachhören, da müssen wir jetzt nicht nochmal so intensiv drauf eingehen, aber es ist einfach, wie du auch gesagt hast, ein gefährlicher Fluss. Klar, wir sind irgendwie alle mit dem teilweise groß geworden. Wir kennen den. Also man denkt auch, der fließt da so gemächlich für sich hin. Das stimmt nicht. Wie gesagt, das ist gegeben. Aber trotzdem gehen immer wieder Leute rein. Also das ist ja eigentlich auch irgendwie. Ich habe auch gemerkt, wie das mit mir selber, meinen Umgang mit diesem Fluss und mit dem Rhein verändert hat. Weil ich bin jemand, der ja auch sehr, sehr gerne am Paradiesstrand einfach dort Zeit verbringt im Sommer mit Freunden. Auch gerne alleine einfach mal ein Buch liest und so. Und ich habe mich dabei ertappt, wie ich jedes Mal gesehen habe, wie dann doch irgendwie Eltern mit ihren kleinen Kindern teilweise, die ja nur an der seichten Böschung gespielt haben, mit Wasser nur bis zu den Knöcheln oder so, wie ich plötzlich ein ungutes Gefühl bekommen habe und es auch gebetsmühlt in meinem Bundeskreis mittlerweile dann auch weiter verbreitet hat. Letzten Endes muss ich aber sagen, ich glaube es hat, auch wenn man das, wenn das jetzt vielleicht ein bisschen makaber klingt oder so, aber es hat glaube ich vielleicht diese Häufigkeit der Fälle in kurzer Zeit gebraucht, damit da endlich mal, ja was passiert ist. Und dieses Badeverbot, glaube ich, war eine der sinnvollsten Maßnahmen, die die Stadt in den letzten Jahren erlassen hat. Das ist eine Meinung, die, glaube ich, oft vertreten wird. Kannst du noch mal ein bisschen erzählen, wie es zu diesem Badeverbot gekommen ist? Beziehungsweise warum es ja dann doch in großen Anführungszeichen relativ lange gedauert hat. Wahrscheinlich auch wegen bürokratischen Dingen, bis es dann erlassen wurde. Und was der Unterschied ist zu dem, weil erlaubt ist das Baden im Rhein ja, So richtig offiziell in den letzten Jahren nicht gewesen. Ich weiß, du hast das Stück geschrieben darüber, dass es um 1900 Mal hier eine Badeanstalt gab und so, aber das war ja einfach noch eine andere Situation. Aber seit man sozusagen um den Rhein weiß und der Rhein hat sich ja auch verändert. Es gibt diese, wie heißen die denn, diese Vorsprünge? Die Krippen. Die sind ja extra angelegt, damit der Rhein schneller fließt und so. Das gab es ja früher alles nicht. Also warum hat es dann doch relativ lange gebraucht, bis dieses offizielle Badeverbot kam und was ist der Unterschied zu vorher? Ich habe mich wirklich gewundert, warum das in den vergangenen Jahren nicht auch schon irgendwie großartig thematisiert wurde. Tatsächlich ist es so, ich und meine Kollegen, vor allen Dingen Max Noworth und Alex Esch, haben sich ja dann auch so ein bisschen auf die Spurensuche gegeben und mal gefragt, wer ist denn jetzt eigentlich überhaupt zuständig? Es gibt eine Bundesbehörde, das ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, das aber vor allen Dingen für die Sicherung des Binnenschifffahrts zuständig ist. Die sind aber nicht dafür da, Badeverbote zu erlassen. Die haben es dann ans Innenministerium weitergeleitet, ans Landesinnenministerium. Das hat dann wieder ans Bundesinnenministerium verbieten, das Bundesinnenministerium hat auf die Kommune verwiesen. Also es war wirklich so ein bisschen ein Ball zu spielen. Niemand wollte dafür verantwortlich sein. Denn es gibt zwar gemäß einer Verordnung des WSVs einen gewissen Badeverbotfall im Bereich, im Bereich von Schleusen, in Hafeneingängen, so ist das auch zum Beispiel der Fall in Düsseldorf am Hafen. Nur gerade an dem Bereich des Paradiesstrandes endet das. Also an dem 3 Kilometer dann weiter den Strom Richtung Quelle, quasi Richtung Köln, hört es dann auf. Und das war halt so ein bisschen skurril, weil dann auch die Antworten teilweise kamen. Es gab auch eine Allgemeinverfügung, dass der Rhein gemäß einer von 1974 ist der Rhein ja allen Bewohnern zum Aufenthalt und zur Erfrischung da sein sollte. Also was eben eigentlich besagt hatte, man darf jetzt nicht die Reihenzugänge irgendwie mit Gebühren versehen, dass man nur, wenn man sich am Rhein am Fluss aufhalten möchte, am Ufer nahe erholen möchte, dass man das irgendwie zu gewerblichen Zwecken oder sowas benutzen darf. Ja, also man hat gemerkt, da war eine große rechtliche Lücke und niemand wusste genau, wer dafür zuständig ist. Letztendlich hat die Stadt dann eine Lösung gefunden mit dieser kommunalen Verordnung und das war insofern wichtig, weil alle Retter, mit denen ich gesprochen habe, alle Retterinnen und Retter, sei es von der DRK, Wasserwacht, von der DLAG. Von Feuerwehr, die ja sowieso jeden Sommer dort patrouillieren, die ja immer rausfahren, weil sie wissen, wenn es warm ist, sind die Menschen am Paradiesstand, am Himmelgeisterstrand, gehen ins Wasser. Dann auch, um sich zu erfrischen, die können dann nichts machen. Die fahren dann dahin und belehren die Menschen, ermahnen sie und dann haben sie aber auch gesagt, ja, da sind aber manche so alteingesessene Düsseldorfer, die sagen, ja, nee, ich schwimme ja schon seit 50 Jahren, im Reinen ist noch nie was passiert. Dann passiert es eben doch und das ist für die natürlich auch irgendwie frustriert, weil das sind nochmal Ehrenamter, die das in ihrer Freizeit machen. Gerade im Sommer sind die zu erhöhten Schichten unterwegs, machen teilweise Homeoffice auf der Station und dann jederzeit schnell rausfahren zu können. Das Problem ist, wenn sie dann alarmiert werden, ist es meistens schon zu spät. Und die haben mir ganz klar gesagt, wenn wir endlich dieses Verbot haben, dann haben wir auch eine ordnungspolitische Handhabe. Dann können wir Polizei und Ordnungsamt sagen, hier sind Menschen im Wasser, hier ist Gefahrenverzug, schreitet ein und dann eben auch notwendigenfalls mit Bußgeldern zu agieren. Ja, weil das ist ja, natürlich darf man das auch nicht unterschätzen. Zum einen ist es die zeitliche Komponente, wie du gerade gesagt hast, dass die immer im Einsatz sind. Aber ich glaube, das war Max Norroth, der ja auch dazu dieses Stück geschrieben hat, was einfach auch passiert, wenn man im Rhein ertrinkt. Also da gab es ja was sehr, sehr Bildliches. Es gab ja auch diese Begehung irgendwie mit VR-Brillen. Das ist ja auch für die Helferinnen und Helfer und die ErsthelferInnen, die dann da vor Ort sind und alle Beteiligten einfach auch eine höchst traumatisierende Sache, unabhängig davon, dass einfach auch Menschenleben da irgendwie beendet werden und so. Und auch für die Menschen, die das dann am Strand beobachtet haben, also wenn da viel los ist. Wir haben vor zwei, drei Wochen über die Notfallseelsorge gesprochen. Die sind dann auch jedes Mal dort gewesen und haben dann eben die Menschen betreut, die dann gesehen haben, wie dann jemand plötzlich abtrieb. Ich war dann teilweise, also ich war dann halt auch oft bei, zur Nachbrichterstattung an den Stränden selber vor Ort und hab dann mal die Menschen gefragt, wie sie damit umgehen und gerade am Himmelgeisterstrand zum Beispiel, da ist halt ein kleiner Junge abgetrieben und ertrunken, das ist natürlich auch für die Menschen, die dort waren, prägend gewesen. Ja, genau. Trotzdem bis zu dem offiziellen Badeverbot halt nicht dazu geführt, dass jetzt gar keiner mehr da in den Rhein gegangen ist. Wie gesagt, absurderweise. Was waren denn so ein bisschen, also ich habe noch in Erinnerung, dass ja auch so ein bisschen die Argumentation war, dass man ja jetzt nicht genau, es gibt ja irgendwie 42 Kilometer Rhein sind, die quasi in diesen Bereich fallen, der dann von der Stadt Düsseldorf verantwortet wird. Also, dass das ja auch schwierig ist, da Meta genau das alles zu bewachen oder also Es wird ja auch jetzt mit diesem Badeverbot appelliert an die Leute, das nicht mehr zu tun. Hast du da noch so ein bisschen parat, was da so ein bisschen die Diskussion war? Weil das weiß ich, das wurde ja auch wirklich sowohl von der Leserinnenschaft als auch in der Stadt irgendwie diskutiert. Also nicht nur das Durchsetzen des Badeverbotes und die verschiedenen Stellen, die sich das so ein bisschen zugeworfen haben, sondern auch, dass ja auch Stimmen gesagt haben, das geht ja gar nicht, oder? Ja, du hast es, glaube ich, ganz gut zusammengefasst. Also war auch natürlich die Seite, die gesagt hat, wenn man ein Verbot erlässt, schön und gut, dann muss man es auch durchsetzen. Und da haben auch natürlich Polizei und die Retter gesagt, das kannst du nicht auf der ganzen Länge machen. Trotzdem ohne das Verbot hätte es den Menschen vielleicht noch weniger abgehalten. Also es hat ja in einer grundlegenden Anstoß gegeben auf allen Ebenen nochmal für das Thema zu sensibilisieren. Sei es, dass nochmal neue Schilder aufgestellt wurden, sei es eben, dass Polizei und Ordnungsamt wirklich gezielt Streife dort gegangen sind haben sie mir zwar gesagt, das haben sie schon immer so gemacht, muss ich ehrlich gesagt aus meiner Erfahrung sagen, war selten der Fall, gerade am Paradistrand oder Himmelgeisterstrand und dann zu sehen, wie die Menschen dann wirklich angesprochen haben, die dann im Ufer standen und, rausgezogen haben. Dann gab es dann diese mehrsprachigen Kampagnen, weil das auch ein wichtiger Faktor ist, das muss man leider auch bei dieser Sache sagen. Gerade bei den fünf Toten, die Ende Juni, Anfang Juli waren, das waren ja, die hatten alle keinen deutschen Pass, waren woanders aufgewachsen, haben vielleicht nicht die, ja, Schwimmkenntnisse auch, die bei uns ja im Grundschulunterricht verankert sind, damit gelernt, kannten die Gefahren des Rheins auch einfach nicht. Du siehst diesen, wie du es vorhin beschrieben hast, diesen schönen, dahinfließenden Fluss, denkst dir, du kühlst dich dort mal ab. Schilder waren noch nicht mehrsprachig in der Form, sondern glaube ich nur auf Deutsch und Englisch. Also es hat sich schon grundlegend viel getan. Trotzdem habe ich die Diskussion nicht verstanden, so nach dem Motto, ja, wenn man es nicht durchsetzen kann, dann brauchen wir auch kein Verbot zu erlassen. Ja gut, aber was willst du denn sonst machen? Sonst hatte ja niemand irgendeine Lösung, irgendeinen Vorschlag dazu. Deswegen bin ich aber trotzdem ganz froh, dass es dazu gekommen ist. Und es hat ja auch Wirkung gezeigt. Also es gab einen Fall, als sie die Bilanz vorgestellt haben, die Stadt, dass dann tatsächlich jemand war, der trotzdem schwimmen gegangen sein soll. Der wurde dann von der DLRG, meine ich war das, wieder rausgeholt. Die Wasserschutzpolizei kam dazu und der ist dann einfach wieder reingesprungen in den Rhein, um sich dieser Maßnahme zu entziehen. Und dann haben sie ihn wieder rausgeholt und da haben sie tatsächlich gesagt, okay, das ist ein Fall, da müssen wir jetzt auch mal durchgreifen und haben das Höchstbußgeld, ich glaube es waren 1000 Euro, meine ich. Verhängt oder sogar noch mehr. Das zeigt schon, das ist vielleicht für den nächsten Sommer eine ganz wichtige Maßnahme. Das wäre jetzt noch eine Frage. Was sind dann die Strafen, die drohen, wenn man jetzt erwischt wird? Es gab doch auch die eine Situation, dass tatsächlich ein Mann mit seinem Jetski jemanden gerettet hat. Und da wurden ja dann auch im Nachhinein irgendwie Konsequenzen gezogen. Ist das so ein Beispiel, was man sagen kann, wie es halt sein könnte? Ne, das ist ja eher ein Positivbeispiel gewesen. Nein, aber ich meinte, der wurde ja trotzdem nachher belangt, oder? Der Mensch, der da rausgezogen wurde? Ne, ne, ne. Da gab es das Badeverbot noch nicht. Also die Stadt kann damit jetzt ein Bußgeld in, ich meine, mehrere tausend Euro Höhe verhängen. Du wanderst jetzt nicht in den Knast, wenn du da jetzt schon gehst. Aber es ist natürlich so, ich meine, du musst dir bedenken, wenn da ein Mensch abtreibt, eine Suchaktion wird ausgeführt, Helikopter, alle Einsatzkräfte werden alarmiert. Ja, das ist natürlich auch irgendwo so eine Frage, wer trägt das dann? Dieser Fall, den du beschrieben hast, aber mit dem Jetski-Fahrer, der dafür jetzt auch mehrfach ausgezeichnet wurde, der ist mir aber auch besonders in Erinnerung geblieben, weil ich weiß noch, wie ich montags morgens in der Redaktion war. Ich hatte die Meldung von Sonntag erlebt und ich hatte dann einfach mal die Jetski-Fahrer, die den Verein haben in Düsseldorf, angeschrieben, ob das vielleicht einer von denen war. Weil man kennt die ja, manche finden das auch nicht so gut, wenn die da mit ihren Jetskis rumfahren und denken so, das ist ja typisch Düsseldorf. Aber in dem Fall war das einfach so eine besondere Geschichte und tatsächlich hat sich dann auch der Vorsitzende gemeldet, der auch derjenige war, Christian Deussen. Und wenn du dann mal so erlebst, wie er das beschrieben hat. Da waren zum Beispiel zwei Männer, das waren zwei junge Männer, die waren am Rande der Krippenbuchten, dann fuhr das Schiff vorbei, der Sog kam, der halt immer diese große Gefahr ist, weil diese Tonnen schweren Schiffe saugen das Wasser an, schießen es hinten raus, dann kommt eine Welle, reißt dich von den Beinen. Die sind abgetrieben und ein dritter ist hinterhergesprungen, um die zu retten. Und Deussen hat das alles gesehen, ist mit seinem Jet-Ski halt 0 auf 100, weiß nicht wie viele Sekunden er da beschleunigen kann, direkt hinterher. Hat sich damit auch in Gefahr gebracht, muss man auch sagen. Ist vielleicht auch etwas, was jetzt Polizei und Feuerwehr nicht sich von jedem wünschen, dass sie das machen. Letzten Endes hat er bei den Männern das Leben gerettet. Die wurden nicht belangt einer von denen ist ins Krankenhaus gekommen. Ich weiß, dass Deussen mit dem Kontakt hatte das war der Junge, der noch hinterhergesprungen sein soll um den beiden anderen Männern zu helfen die beiden anderen Männer, aber die halt der Aussage eigentlich waren, haben sich verkrümelt das ist dann leider auch wieder so eine kleine Schattenseite der Geschichte, mit dem Badeverbot könnten die jetzt vielleicht auch in so einem Fall belangt werden ich hatte das tatsächlich zeitlich anders eingeordnet, ich dachte, dass die sozusagen Ich würde sagen, dass das das erste Mal gewesen sei, dass da, okay, wenn du jetzt schon darüber sprichst, hast du ja gerade gesagt, im nächsten Jahr, wie, genau, jetzt ist Winter, jetzt gehen nicht mehr so viele Leute in den Rhein, also ich kann mir vorstellen, dass es trotzdem welche gibt, die so durchziehen und so eisbadenmäßig da, keine Ahnung, aber jetzt gerade, das ist ja so ein Thema, dadurch, dass es ja doch recht saisonal ist, ist das ja kaum präsent und es wird dann wieder, also das stelle ich mir auch schwierig vor, also, Ich habe mich tatsächlich in Vorbereitung auf dieses Gespräch jetzt gefragt, ob es da schon was gibt, dass jetzt die Stadt einfach früher anfängt, diese Verbote nochmal präsent zu machen. Es gab ja auch Social Media Kampagnen, also ob das einfach, weil wir wissen, dass alle neun Monate oder wie lange das jetzt dauert, bis es wieder richtig warm wird und man in den Rhein geht, wir vergessen. Also da passieren tausend andere Sachen und man vergisst das irgendwie. Also wie gesagt, nicht die Menschen, die Leute verloren haben. Ich möchte das nicht bilateralisieren, aber jetzt im Großen und Ganzen, das ist ja halt gerade nicht das Riesenthema. Kannst du da so ein bisschen antizipieren, wie das anläuft im nächsten Jahr? Also ich bin mir sicher, dass das bei uns in der Redaktion in der Berichterstattung auch ganz oben auf der Agenda sein wird. Bisher gab es da noch keine weiteren Äußerungen dazu. Ist ja auch mit Kommunalwahl jetzt auch nochmal vielleicht ein anderes Thema gewesen. Zumindest, ich bin mir sicher, dass das nochmal alles auf die Agenda kommen wird. Ich habe da jetzt noch nichts Konkretes zu erfahren. Aber ja, wie du sagst, leider verläuft sich sowas dann auch auf dem Stadtgespräch in der Diskussion. Wollen wir aber wieder auf die Agenda nehmen. Ja, abschließend die Frage, die ich auch unseren anderen Kolleginnen und Kollegen stelle und vielleicht haben wir eine Brücke dahin jetzt schon gebaut, im wahrsten Sinne des Wortes. Ja, hast du im Gefühl, welche Themen im nächsten Jahr dich noch weiter begleiten oder was vielleicht präsent werden könnte? Ich glaube, es sind vor allen Dingen bauliche Themen tatsächlich, die vielleicht nicht mich persönlich in meiner Berichterstattung, in meinem Bereich begleiten, aber ich glaube, Düsseldorf steht da jetzt echt vor so ein paar wegweisenden Entscheidungen. Da werden bestimmt die anderen ja auch darüber gesprochen haben. Wir brauchen neue Brücken, neue Oper soll gebaut werden. Wir haben immer noch nicht die Radinfrastruktur in der Stadt so gut ausgebaut, dass man sagen muss, man fühlt sich sicher, Düsseldorf Rad zu fahren. Auch ein Thema so im Kontext gleichzeitig. Klar, musst du auch irgendwie einen Ausgleich zwischen den Verkehrsteilnehmern schaffen. Ich glaube, das werden jetzt erstmal so die prägenden... Prägenden Sachen und vielleicht auch so ein bisschen was Finanzen angeht. Alex Escher hat darüber über die Haushaltspläne jetzt vor kurzem nochmal berichtet. Wir sind zwar immer noch eine Stadt, die sich relativ viel leisten kann im Vergleich zu den Drumherum im Ruhrgebiet, aber auch da müssen wir langsam mal schauen, dass wir aufs Geld achten. Dass wir nicht im Düsseldorfer Stil hier großartig ausgeben. Ich glaube, das sind so die Themen, die uns alle in der Redaktion beschäftigen. Und dann, ja, in gut oder schlecht, wenn es dann wieder richtig warm wird, wahrscheinlich auch die Badesituation im Wein. Hoffentlich ohne Badetoten. Hoffentlich ohne Badetoten. Ich danke dir sehr. Happy New Year und bis zum nächsten Mal. Frohes neues Jahr, dir. Liebe Julia, hallo, herzlich willkommen. Wir sprechen ja wirklich relativ selten miteinander, hier im Podcast zumindest, auf dem Flur und zwischendurch immer mal, aber vor dem Mikro tatsächlich nicht so oft, deswegen umso schöner, dass du mal wieder zu Gast bist. Und auch mit dir möchte ich sprechen über das vergangene Jahr, über die Themen, die in deinem Beritt so präsent waren oder mit welchem Thema, mit welchen Themen du vielleicht ein bisschen was verbindest und um das Ganze einmal groß aufzumachen, wenn ich dich jetzt frage, welches Wort dir einfällt, wenn du an das vergangene Jahr denkst, welches wäre das? Eigentlich für mich unauffällig. Also es gab jetzt bei mir wenig diese, sag ich mal, spektakulären Fälle oder ganz überraschende Erkenntnisse oder dass ich irgendwas ganz Tolles rausgefunden habe. Es war, sag ich mal, viel Tagesgeschäft. Es waren aber auch für mich eher persönliche Highlights dabei. Das ist natürlich auch mal erfrischend zu hören, dass es einfach. Unauffällig sein kann und trotzdem natürlich jeden Tag ist irgendwas los. Und wenn du das jetzt schon so sagst, genau, persönlich Highlights oder Sachen, mit denen du was verbindest, was fällt dir da ein? Das war eindeutig der Besuch des ehemaligen Valorek-Geländes. Ich bin gebürtige Raterin, ich bin mit diesem Mannesmann früher, dann Valorek, einfach groß geworden. Ich bin auch nachts aus dem Bett gefallen, wenn wieder eine der nahtlosen Röhren auf dem Boden gepoltert ist und dieses Gelände gibt es, man fährt draußen dran vorbei, aber als Normalbürger kam man dort nicht rauf. Höchstens mal ganz am Eingang, aber nicht in die Tiefe. Und ich hatte die Gelegenheit mit den Vertretern des neuen Projektentwicklers, der dieses ganze 83 Hektar großes Gelände Ende 2024 gekauft hat, durfte ich auf das Gelände. Oh. Und es war keine Begehung, sondern eine Befahrung, weil das ist ja nun wirklich so groß, dass man sehr weite Strecken zurücklegen muss und wir sind von Halle zu Halle gefahren und haben uns das angeschaut. Die Hallen sind natürlich leer, da sind keine Maschinen mehr, aber das war umso eindrücklicher. Also man steht in so einer Halle, die mehrere hundert Meter lang ist. Eine war weiß ich genau 560, eine andere ist wohl 800 Meter lang. Diese Dimension mal zu sehen und zu begreifen, was man da mitten im Rad hat, das war schon sehr, sehr beeindruckend. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Geht dann sowas vonstatten? Also wie du sagst, das ist ja genau für NormalbürgerInnen irgendwie, ja, wir alle kennen ja auch in anderen Stadtteilen irgendwie Flächen, an denen man vorbei oder auch Hallen oder Fabriken oder so. Wie läuft sowas ab? Also man trifft sich an der Pforte und dann wirst du irgendwie in einen Golfkart eingeladen und dann fährt man da so rum. Also wurde auch ein bisschen was erzählt. Genau, vielleicht kannst du sowieso mal ganz, ganz, ganz kurz, ich meine, das war natürlich auch ein großes Thema in der Stadt, da haben sich viele Leserinnen und Leser, wurden ja auch immer wieder abgeholt in der Berichterstattung, aber was ist da sowieso die Situation auf diesem Gelände? Oder was ist die Geschichte ein bisschen dahin, dass du dann diese Befahrung begehen kannst? Also tatsächlich lief es genauso ab, wie du gesagt hast. Man trifft sich beim Fördner und wartet dann auf die Erlaubnis, die hatten, auf das Grundstück zu kommen. Und dann sind wir in deren Auto gestiegen. und hin und her über das Grundstück gefahren und dann in die einzelnen Hallen, wie gesagt, rein. Und dabei wurde eine Menge erzählt. Und ich habe natürlich auch eine Menge nachgefragt, einmal zu den Sachen, die man gesehen hat, aber auch, wie die Pläne sind. Und das ist ja ganz elementar für Rat auch, was dort geschieht. Und die erfreuliche Nachricht ist, es wird auf gar keinen Fall mehr ein abgeschottetes Gebiet, Gelände sein, sondern das wird sich öffnen. Das heißt, es werden ganz neue Wegeverbindungen entstehen und dieses, sag ich mal, blockierende Element wird geöffnet. Das ist schön. Und also genau, sonst noch, was ist da, was ist geplant? Geplant ist, dort einen großen Gewerbepark zu errichten, Teile, also Teile. Gekauft wurde das Ganze von CTP, das ist ein Gewerbeimmobilienentwickler aus den Niederlanden. Der hat 155 Millionen Euro wohl dafür bezahlt und will am Standort nochmal 775 Millionen Euro investieren. Verkaufen wird der Teile des Geländes vielleicht an die Rheinbahn, die dort einen Betriebshof plant. Was wieder super spannend ist, denn wenn dieser Betriebshof dorthin käme, wird es eine neue Straßenbahnverbindung geben. Man wird sich nicht darauf verlassen, dass man auf der Linie der bisherigen Bahn, das ist die 701, fahren kann, sondern man wird eine Anschluss Richtung Unterrat dann benötigen. Dann hat man quasi so eine Ringbahn. Also das wäre super spannend, wenn das käme und toll. Dann wird ein Teil, das steht wohl schon mehr oder weniger fest an Huberck und Riesch, das ist ein Röhrenhändler, der dort schon den Standort hat verkauft, der will sich erweitern und die Stadtwerke werden was kaufen. Und ansonsten will die CTP dort einmal nach Wunsch entwickeln. Also wenn du jetzt hingehst und sagst, ich brauche so eine Halle, so ein Bürogebäude, dann werden die das maßgeschneidert für dich dorthin setzen. Die werden aber auch Hallen auf, sag ich mal, gut Glück bauen, dass wenn Leute kurzfristig solche Immobilien brauchen, sie das anbieten können. Und dementsprechend dann auch diesen Stadtteilen dann nochmal ein bisschen anders auch beleben oder dieses, was du jetzt auch beschrieben hast, dieses riesen, riesen Gelände, was so ein bisschen abgeschottet ist, es wird ja quasi aufgebrochen durch die verschiedenen Sachen, die da jetzt ein bisschen kleinteiliger hinkommen und dann entsteht da ja wahrscheinlich auch wieder eine Infrastruktur, nicht nur mit der Bahn, die dann da geplant hingebaut wird, sondern ja, dann kommen wieder neue Leute, dann kommt neues Leben, dann entsteht vielleicht drumherum auch nochmal andere gastronomische Angebote oder so, kann ich mir vorstellen. Also dass das schon ein großer Umbruch für den Stadtteil ist. Ja, was ich auch sehr schön finde, dass diesmal wirklich alte Hallen oder beziehungsweise alte Gebäude erhalten bleiben. Das kenne ich von mehreren Bauvorhaben, wo auch bei Wettbewerben die Leute diesen Wettbewerb gewinnen, die Architekten, Teams. Und dann hinterher wird doch das abgerissen, was vorher versprochen wurde, was erhalten bleibt. Und wenn man bedenkt, dass vorher in Rath ganz viel Industrie war, die abgerissen wurde und da ist nur noch eine Werksuhr über als Erinnerung. Oder nehmen wir das Reizensteingelände in Mörsenbräusch, wo nur dank eines aufmerksamen Anwohners noch ein Stein erhalten geblieben ist mit dem Schriftzug. Finde ich das toll, dass hier so Sachen sind, die an die industrielle Vergangenheit erinnern werden. Und das sind mehrere Gebäude, aber auch alte Maschinen, die unter Denkmalschutz stehen. Und das ist zum Beispiel eine Reparaturschmiede aus dem Jahr 1899. Die bleiben erhalten und die kriegen eine Umnutzung. Das vorstellbar wäre da zum Beispiel eben Gastronomie oder Räume für Präsentationen einzurichten. Die Vertreter von CTP, die sagten, dass das in anderen Industrieparks schon sehr, also genauso gehandhabt wurde und sehr gut läuft. Ja, das klingt auf jeden Fall danach, dass da einiges passiert jetzt im nächsten Jahr und wahrscheinlich auch noch darüber hinaus. Und wenn ich dich jetzt quasi zum Abschluss frage, wenn ich dich am Anfang gefragt habe, was du mit dem vergangenen Jahr verbindest, hast du eine Idee, antizipierst du schon, was für dich Themen sind oder bleiben, die dich auch im nächsten Jahr noch beschäftigen? Oder hast du das Gefühl, irgendwie geht vielleicht nochmal was anderes auf? Also hast du da irgendwie eine Idee? Jetzt unabhängig von dem Valorec-Gelände, sondern einfach was Themen sind, die sich vielleicht weiter begleiten. Es gibt ja ganz, ganz viele Themen, die einfach Dauerthemen sind, weil man da auch gar keine Lösung irgendwie weiß und die werden immer wieder auf die Tagesordnung kommen. Ich sage jetzt mal einfach Umgestaltung des Kaiserswerter-Marktes. Das beschäftigt die Kaiserswerter und die örtliche Politik ja schon seit Jahrzehnten, kann man sagen. Und das Ganze scheitert ja an einer Erdschicht, die man da entdeckt hat, die für Archaeologen interessant ist und deswegen traut sich keiner mehr an diesem Platz dran. Das würde mich noch begleiten, aber ich glaube, das würde mich auch noch die nächsten 20 Jahre begleiten. Das sind so Dauerthemen. Ja, verstehe. Schön ist, wenn dann aber auch andere Sachen, wo man vorher die Planung mitbekommen hat oder die Wünsche der Politik und der Bürger und man hat gedacht, Also das können sie sich ja lange wünschen, das wird nie kommen. Das ist zum Beispiel der Grünzug, der von Mörsenbräuch jetzt über den Schützenplatz in Rath in den Wald führt. Also eine ganz neue Verbindung in den Wald. Wie das auf den Tisch kam, habe ich gedacht, Quatsch. Und jetzt bauen sie. Also das finde ich immer toll und sowas dann, diese Entwicklung mitverfolgen zu können und zu dürfen über Jahre, das macht Spaß. Das klingt sehr schön. Liebe Julia, vielen Dank, dass du auch dein Thema des Jahres sozusagen mit uns geteilt hast, mit mir geteilt hast und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Gerne, komme ich wieder. Tschüss. Liebe Angelina, lieber Philipp, ihr sitzt hier zu zweit. Das ist eine einmalige Situation hier in diesem Jahresrückblick. Wir werden gleich erfahren, warum. Zuallererst möchte ich auch euch beide fragen, welches Wort euch einfällt, würde ich euch fragen, wie das vergangene Jahr war. Jetzt muss hier einer oder eine ein bisschen schneller sein als der oder die jeweiligen. Also mein Jahr war sehr aufregend. Ja, also ereignisreich, würde ich bei mir sagen. Also ich glaube, es geht ein bisschen in eine ähnliche Richtung. Ja, ich verrate ja nicht zu viel, wenn ich sage, ihr sitzt auch hier relativ nah aneinander in der Redaktion. Das heißt, die Energie ist wahrscheinlich da bei euch in der Ecke gleich. Also ihr sagt beide aufregende Ereignisreiche. Es ist eine Menge passiert in euren jeweiligen Ressorts und auch themenmäßig. Trotzdem gibt es ja ganz sicher auch bei euch ein Thema oder eine Geschichte, die euch begleitet hat, geprägt hat in diesem Jahr. Und welche das ist und warum ihr hier zu zweit sitzt, das erzählt ihr jetzt. Genau, das ist in diesem Fall die Rhein-Chemes. Wir sitzen hier zu zweit, weil wir das Chemesteam gebildet haben. Und genau, auf der Kirmes ist ziemlich viel passiert, vor allem mit einem unschönen Ende, was den meisten wohl irgendwie noch im Kopf ist. Aber auch sonst gab es ziemlich viele Neuheiten auf der Kirmes. Es gab neue Veranstaltungen. Neues gastronomisches Angebot, das haben wir ja auch getestet. Oder generell ja auch, das Weinzelt war ja auch mal eine komplette Neuheit. Oder auch die Kirmeskonzerte, die es dann gab. Das war ja auch neu, das ist sowas, das soll auch jetzt ins nächste Jahr dann mitgenommen werden. Also das sind alles ja schon auch viele Sachen gewesen, die dieses Jahr ausprobiert wurden auf der Kirmes, die ja auch wirklich dann gut gelaufen sind, die ja auch eine sehr schöne Kirmeszeit ja auch dann den Besuchern und uns ja auch im Kirmesteam bereitet haben. Genau, und das wurde dann ja am Ende alles ein bisschen überschattert. Genau, und da sprechen wir drüber. Wir haben auch in einer Podcast-Folge im vergangenen Jahr darüber gesprochen. Ihr wart beide vor Ort, als das Kirmesfeuerwerk traditionell stattfand. Das gibt es ja wirklich schon sehr, sehr, sehr lange Zeit. Die Diskussionen darum waren sowieso im letzten Jahr, in den letzten Jahren flammten etwas auf, ob überhaupt dieses Feuerwerk noch zeitgemäß ist, ob es nicht abgelöst werden kann. Es gibt ja auch die Drohnenshow, die auch noch dazu gekommen ist. Vielleicht erzählt ihr dazu noch ein bisschen was. Aber ja, zuallererst vielleicht einmal diesen Abend, den ihr gemeinsam erlebt habt und auch das Ereignis, was dann war, wenn ihr uns da noch einmal ganz kurz durch erzählen möchtet. Genau, also jetzt erst mal unabhängig von den Thronenschows auch erst mal der Abend selber, weil die Show war ja die Woche auch vorher schon, oder vielleicht einfach kurz dazu, das war ja wirklich eine große Neuheit auch dieses Jahr, das gab es ja so noch nicht und es wurde ja direkt auch ein längerer Vertrag abgeschlossen, da soll es ja jetzt auch erst mal länger dann somit weitergehen und da ging es ja dann eigentlich ganz gut mit los direkt am ersten Wochenende und genau dann am zweiten Kirmeswochenende war ja dann der große Kombiabend erst mit der Thronenschow und dann mit dem Feuerwerk. Und genau, das ist ja dann leider alles etwas anders gelaufen, als es sollte. Und wir haben das dann halt wirklich auch aus den beiden Perspektiven von den beiden Rhein-Seiten miterlebt. Könnt ihr noch mal ganz kurz erzählen, wie viele Leute sind da, also dass die Rheinkirmus irgendwie ein Riesenmagnet ist für Besucherinnen und Besucher aus, ja eigentlich dem ganzen Land ist ja bekannt und so, aber wie war es an diesem Abend oder wie ist es auch eigentlich immer an diesem Abend des Feuerwerks? Es war super voll. Es war nicht nur auf der Rhein-Kimmels selber super voll, also auf dem Gelände in Oberkassel, sondern auch auf der Rhein-Knie-Brücke. Und da an den Kasematten, am Rheinufer Richtung Landtag noch weiter, da stand auch alles voll. Da war ich, Angelina, war auf dem Gelände selbst. Und im Prinzip war es da gegenüber genauso voll wie auf dem Festplatz. Genau, die Veranstalter hatten danach auch dann bei der Abschluss-PK dann auch mal irgendwie geschätzt, dass an alleine dem Abend so voll, wie es auch war im Vergleich zu den Erfahrungswerten aus dem Vorjahr oder auch generell aus den letzten Jahren, circa eine Million Leute nur an dem Abend halt mit beiden Seiten gerechnet dann da waren. Und das ist halt eine wirklich riesengroße Zahl. Und das hat man auch gemerkt, also das hat man auch wirklich dann auf der Kirmesseite auch gemerkt. Als ich ankam, ich glaube, das war das erste Mal, dass ich das erlebt habe. Ich weiß auch nicht, wie lange das an dem Abend dann war, aber war wirklich auch der Haupteingang direkt an der Haltestelle von der Lugallee auch zu. Das heißt, man musste wirklich einmal obenrum komplett zum hinteren Eingang erstmal gehen, um überhaupt auf das Gelände zu kommen, weil einfach so ein Stau an Menschen da gerade war. Und das hast du auf jeden Fall auch gemerkt den ganzen Abend. Genau, das Feuerwerk fängt ja immer an. Wenn die Sonne untergegangen ist, ich glaube 22 Uhr oder so, ungefähr 22, 30. 30, so genau, ging es dann erst mal los mit der Drohnenshow. Genau, erzählt, wie war es und vor allem, was ist passiert. Also erst flogen die Drohnen wieder runter. Die sah man dann noch so ein bisschen leuchtend von gegenüber. Und dann ging das Feuerwerk auch so im Prinzip direkt da rein über. Und ja, nach einer Weile, ich weiß gar nicht, wie lange hat es gelohnt, das war nur ein paar Minuten. Also es war gerade erst, es lief jetzt noch nicht so wahnsinnig lange, das Feuerwerk, sah man von gegenüber, hörte man auch einen ziemlich lauten Knall. Und man sah, dass sich eine riesige Rauchwolke bildete, die wirklich sehr mächtig grau da über den Rhein dann schwebte. Und man hatte auch den Eindruck, dass dann einige Feuerwerkskörper viel zu niedrig waren. Explodiert sind. Also so sah es von gegenüber aus, dass die viel zu früh in die Luft gegangen sind. Genau, das lief dann danach erstmal ganz normal weiter und das war auch, man hat schon, also ich habe schon gedacht, ich habe auch Angelina dann geschrieben, ob da hinten alles okay ist. Ich wusste, dass Angelina in der Nähe von diesem Feuerwerk, von dieser Feuerwerksfläche stand und man sah schon, dass das nicht so sollte. Man merkte aber erst nicht, überhaupt nicht, dass da was passiert ist. Also, dass was Schlimmes zumindest passiert. Also es ist keine Panik ausgebrochen, es war nicht irgendwie... Nö, hinten haben sich schon ein paar gefragt, was war das jetzt, aber dann kommt die weiter. Was natürlich auch krass ist in so einer Menschenmengen, das muss ja auch erst mal sich quasi entwickeln. Und genau, es gab ja auch Stimmen von Leuten, die auf der Thäder-Heussbrücke waren, die haben ja gar nichts mitbekommen. Also die haben das auch noch nicht gesehen, so wie du auf der anderen Seite oder du, du warst ja beim Ort des Feuerwerks sozusagen. Genau, und da war es eigentlich noch skruller, dass man dann noch später eigentlich erst mitbekommen hat, was halt irgendwie war. Weil wir haben nämlich von, also ich saß, um dann halt auch irgendwie eine gute Perspektive für die Berichterstattung, irgendwie dann auch für die Fotos und Videos zu haben, wirklich direkt am Schützenzelt in so einem abgegrenzten Bereich, genau halt dann auch, wo dann zum Beispiel auch Pressevertreter dabei sein konnten. Also wirklich direkt quasi dahinter, wo das Feuerwerk auch gezündet wurde. Und war dann auch erstmal alles ganz normal. Und irgendwann war es dann tatsächlich so, dass irgendwie eines dieser, ich weiß nicht, wie man das jetzt beschreibt, aber man das Gefühl hat, dass das Feuerwerk kommt irgendwie ein bisschen zu nah wieder runter. Und landete tatsächlich dann wirklich einfach ein paar Meter weiter auf dem Boden. Und ich war so selber dran mit den Fotos und Videos, dass ich das wirklich total spät erst gemerkt habe. Und erst als sich dann alle irgendwie drumherum angefangen haben zu ducken und ich auch mit runtergeduckt wurde und dann dachte ich so, okay, das hier stimmte ganz klar irgendwas nicht. Dann gab es halt einen superlauten Knall, man hat es wirklich auch gemerkt, dass der Boden ein bisschen gewackelt hat und alle, die vorne irgendwie ein bisschen weiter am Zaun standen, kamen auch ein gutes Stück wieder zurück, weil alle schon irgendwie gemerkt haben, es stimmt irgendwas nicht. Und danach ging es aber auch nach dem Feuerwerk ganz normal weiter. Es wurde wieder Musik gespielt. Niemand hat, also es wurde sich ganz normal weiter verhalten, weil irgendwie, glaube ich, niemand gemerkt hat, was da wirklich passiert ist. Und das hat echt ein bisschen länger gedauert, bis es dann war. Und dann ging es ja eigentlich damit los, dass wir dann immer dann versucht haben, irgendwie mal bei den Schützen zu fragen, ob jemand schon irgendwie was weiß. Dann Polizei und Feuerwehr haben sich dann natürlich auch irgendwann eingeschaltet. Und so kam es dann nach und nach durch, dass wir dann irgendwie mit dabei waren, als sich das dann alles erst mal gezeigt hat, was das Ausmaß dieses Abends irgendwie dann war. Und was genau ist passiert? Bei dem Unfall selbst, das ist noch Teil der Ermittlungen. Also das ist noch gar nicht so ganz final geklärt. Also das geht so in Richtung, ist da so eine Startrampe umgekippt oder so. Also das ist noch nicht final sicher, was da überhaupt passiert ist. Aber es gab ja dann in der Menge auch Menschen, die tragischerweise verletzt wurden und so. Also was sickerte dann durch, was sozusagen an dem Abend Status Quo war? Also an dem Abend erst hieß es ja wohl doch, also erst hieß es, oder wurde vermutet keine Verletzten, dann hieß es doch Verletzte, es waren dann mal 19 und vier Schwerverletzte auch darunter. Die meisten standen, glaube ich, auf der Rheinkniebrücke von den Verletzten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, weil da wohl diese nicht richtig gestarteten Feuerwerkskörper in die Richtung geflogen sind. Und mir hat da so ein Pyrotechniker erklärt, wie so ein Feuerwerkskörper aussieht. Die sind nicht so in Raketenform oder so, dass sie so länglich nach oben oder so losgeschossen werden, sondern das sind eher so Kugeln. Die können zu einem bestimmten Zeitpunkt eigentlich erst dieses Feuerwerk loszünden. Und das haben sie wohl dann falsch gemacht oder nicht in der richtigen Richtung zumindest. Und das erklärt auch hinterher die. Die Wunden, die die Leute davon getragen haben, die wie so fast wie Einschusslöcher aussahen, rund waren, weil diese Kugeln da drauf geflogen sind. Die Menschen, die verletzt wurden, auch die Schwerverletzten, sind zumindest körperlich, glaube ich, alle wieder genesen. Also natürlich hinterlässt das auch Spuren auf anderen Ebenen, das ist ja völlig klar, da können wir vielleicht auch gleich nochmal ganz kurz drauf eingehen. Aber also die Situation war, es sollte dieses Feuerwerk stattfinden. Es ist einfach, und das wird immer noch geklärt, es ist was schief gegangen, einfach ganz salopp gesagt. Genau, es wurde jetzt einfach erst mal unter dem Überbegriff irgendwie Fehlzündung erst mal jetzt so festgehalten. Und dann dauert das auch immer mal, bis sowas dann wirklich mal feststeht, was es jetzt letztendlich war. Und wie lange wart ihr dann noch auf dem Gelände? Also du warst ja sowieso nicht auf dem Gelände. Also hast du dann noch versucht, auf die Kirmes zu kommen, um zu gucken, was mit Angelina ist oder so ein bisschen in dieser Reporterrolle dann? Oder hast du dann gedacht, okay, ich habe hier mit so ein bisschen Abstand eigentlich auch eine ganz gute Position, um vielleicht so die Gesamtstimmung abzugreifen? Also ich habe tatsächlich noch ein paar Minuten abgewartet und habe mir das Feuerwerk weiter angeschaut. Und ich habe auch, weil ich auch noch nicht so ganz sicher war, was da los ist, habe ich Fotos noch gemacht und alles. Ich habe auch ein Foto, glaube ich, versehenlich von dieser Wolke gemacht. Das habe ich gar nicht so richtig mitbekommen. Das gab es auch noch und dann haben Angelina und ich geschrieben und dann war es so mehr oder weniger am Ende. Und dann haben wir gedacht, lass uns mal nachfragen, was passiert ist. Und ich bin dann im Prinzip bin ich im Boot durch Oberbürg nach Hause gerannt. Und habe auf dem Weg schon verschlafene Polizeisprecher erreicht, die gerade wieder in den Dienst versetzt wurden. Und genau, habe dann das ganze Technische quasi gemacht. Also ich habe geschrieben und... Polizei und so den Kontakt gehalten. Angelina hat die Reporterinnenrolle übernommen und ist über das Chemiesgelände. Weil ich da auch, glaube ich, erstmal gar nicht weggekommen wäre. Also ich war ja dann wirklich und ich glaube, das wäre irgendwann auch schwierig gewesen, da überhaupt noch irgendwie wohin zu kommen und deswegen war es auch ganz gut, noch ein bisschen da zu bleiben, weil die Brücken dann erstmal ja auch teilweise gesperrt wurden. Da ist ja dann noch ein riesen Verkehrschaos ausgebrochen an dem Abend und dann irgendwann, also ich habe dann erstmal halt auch natürlich versucht, da vor Ort einfach mit ein paar Leuten zu sprechen, aber es wusste ja noch niemand irgendwas. Die haben ja dann ja auch immer dieses kleine Sicherheitsdorf mit Polizei, Feuerwehr und so da, da bin ich dann erstmal noch hin, hab versucht noch irgendwie mit ein paar Leuten zu reden, aber bis man da wirklich mal den ersten Stand bekommen hat, hat es echt gedauert und dann war es wirklich. Absolute Teamarbeit von Philipp hat das alles, was man irgendwie zusammenbekommen hat, dann einfach aufgeschrieben und ich hab irgendwie immer versucht, irgendwie noch Sachen zu schicken, wenn ich irgendwas raus, gefunden hab, dass wir irgendwie von beiden Seiten das ganz, ganz schnell dann irgendwie abgedeckt hatten und auch dann, bis man dann von dem Gelände runter war, das hat ewig gedauert und dann wurde ja tatsächlich auch die Kirmes etwas früher als geplant für den Abend beendet, dass dann ja auch nach und nach einfach alle Fahrgeschäfte dunkel wurden. Und das habe ich dann von der anderen Rheinseite auf dem Heimweg dann auch noch gesehen. Und das war auch irgendwie ein ganz komisches Bild, wie teilweise noch irgendeine Fahrt dran war, wo du dann gesehen hast, da fliegen noch irgendwelche Leute, werden noch durch die Luft geschleudert. Und da gibt es noch großes Gekreiche, weil die es immer noch nicht mitbekommen hatten, was passiert ist. Andere, so das Riesenrad oder so, waren zum Beispiel schon komplett dunkel. Und man hat das auch sehr ferne gesehen, das spiegelt irgendwie gerade auch so ein bisschen die Informationslage wieder, aber teilweise... Ich glaube, so viele Besucher hatten immer noch keine Ahnung, was da passiert ist an dem Abend, haben ganz normal weitergefeiert und so immer mehr sickert es dann irgendwie durch, was passiert ist. Ja, das hatte jetzt an dem Abend genau die Konsequenz, dass der Abend ein wenig früher zumindest teilweise beendet wurde, aber natürlich auch im Großen. Also das war wochenlang ein Thema, was die Stadt beschäftigt hat und natürlich dann auch euch beziehungsweise die ganze Redaktion. Wie ging es dann weiter, als sozusagen die Ereignisse relativ klar waren und auch das, was passiert ist, also die Zahl der Verletzten war dann irgendwie sicher und so. Wie ist es dann weitergegangen, auch als die Kirmes schon zu Ende war und wie weit hat euch das dann noch begleitet? Die erste Frage war ja, also im Prinzip, die auch dann die Schützen sich selbst gestellt haben, ist das jetzt das Ende vom Feuerwerk und die sich, die auch alle online und so schon ganz, ganz schnell gestellt haben. Weil das ja eh ein Thema war, ne? War eh nicht ganz neu. Genau, und dann hieß es ja auch, naja, gut, wir haben ja jetzt aber ja eigentlich auch schon die Thronenschau, wieso kann das jetzt nicht dann irgendwie vielleicht auch schon jetzt sowieso dann der Ersatz sein und so, anstatt das nochmal so doppelt zu machen, sondern naja, dann wirklich halt... Sich jetzt dafür zu entscheiden. Und das war ja auch dann das ganze Wochenende einfach noch Thema. Also es war ja nicht nach diesem Freitagabend alles klar. Dass es dann Samstag und Sonntag kamen, dann einfach immer mehr Infos dazu, dass man auch ein bisschen mehr über die gesundheitlichen Zustände dann irgendwie auch mal wusste. Und auch da bei dem Abschlussgespräch wurde sich ja schon in der Form sehr klar auch von den Schützen als Veranstalter positioniert, dass sie halt gesagt haben, dass es mit den Bildern und mit allem, was man da gesehen hat, wirklich schwer wird, sich nochmal für ein Feuerwerk zu entscheiden. Und es gibt halt jetzt noch keinen neuen Stand, weil auch einfach die Ergebnisse noch nicht so weit dann irgendwie vorliegen, dass man da jetzt irgendwie dann schon was Neues wüsste. Aber ich glaube, das wird definitiv eine sehr schwierige Entscheidung sein, die man da zu treffen hat als Vorschalter. Ja, genau. Das ist nämlich auch, glaube ich, jetzt dann zu diesem Zeitpunkt irgendwie nochmal wichtig zu sagen, obwohl das schon in Anführungszeichen im Sommer war, ist immer noch nicht ganz klar genau, was jetzt diese wahrscheinliche Fehlzündung verursacht hat oder was überhaupt, wenn ich das richtig verstanden habe, ist das ja immer noch nicht ganz klar. Und ja, vor allem wie es weitergeht. Was habt ihr da für ein Gefühl zu, wenn... Also ich, die haben schnell unter dem Eindruck natürlich auch, dieser ganzen Geschehen ist ja noch gesagt, dass es, Es klang so ein bisschen heraus, dass sie da skettrisch sind, ob das nochmal stattfindet, fand ich. Ich glaube aber, ich glaube, dass sie es wieder machen. Ich glaube, dass es wieder ein Feuerwerk geben wird. Und wenn es ein Unfall war, also so schlimm das war, vor allem für die Betroffenen, das ist dann nun mal auch ein Unfall bei, was weiß ich, wie vielen Chemiesfeuerwerken bisher gewesen. Und die Pyrotechniker, die das gemacht haben, die machen zum Beispiel auch das beim Japan-Tag und so, da ist auch noch nie was passiert. Ich kann mir vorstellen, dass die genau mit diesen Argumenten sagen werden, wir machen das trotzdem weiter, einfach viele Menschen gerne noch ein Feuerwerk haben wollen. Ja, verstehe. Ich glaube, wenn das so geplant gewesen wäre, dass irgendwann eine Thronenschau das Feuerwerk ersetzt, glaube ich, hätte das eher so ein bisschen über die Jahre sich noch ein bisschen ziehen sollen und nicht, dass jetzt von einem auf das nächste Jahr so eine Entscheidung getroffen wird. Weil ich glaube, egal wie du dich entscheidest, du wirst so oder so Leute verärgern. Also es gibt natürlich immer noch große Feuerwerk-Fans und es gibt immer noch Leute, die sagen, nee, Feuerwerk sollte man sowieso sein lassen. Deswegen ist es, glaube ich, wirklich am Ende einfach, wird schon entscheidend sein, was dabei rauskommt und auf welche Beine die die Entscheidung dann stellen wollen. Also wer übernimmt die Verantwortung quasi zu sagen, wird es das halt geben oder nicht? Und ich finde, es kann theoretisch in beide Richtungen gehen, aber es ist, Ich kann mir schwer vorstellen, dass wirklich jetzt vom Allem auf das nächste Jahr gesagt wird, wir machen jetzt gar kein Feuerwerk mehr. Wie weit sind die mit den Ermittlungen? Also weiß man da schon, was der Stand ist oder kommt es dann, wenn es kommt? Und das ist ja auch, da macht man sich, finde ich, gar kein Bild von, dass das wirklich ein langwieriger Prozess ist, der einfach dann wahrscheinlich bis ins nächste Jahr. Das ist so die Frage, inwiefern man da wirklich komplett herausfinden kann. Also da ist ja einfach viel explodiert auch. Da ist viel in die Luft gegangen. Ich glaube, ein paar Drohnen, die da noch nebenstanden, wurden da auch mitgenommen. Also da ist einfach viel kaputt gegangen. Vielleicht wird das gar nicht so einfach, genau herauszufinden, was da passiert ist. Und wenn eine Startramp umgekippt ist oder so, wie mal so ein bisschen angedacht wurde, warum ist die umgekippt und so? Vielleicht kann man das auch am Ende gar nicht eins zu eins herausfinden. Ja, ich verstehe. Vielen Dank, dass ihr diese Erlebnisse nochmal geteilt habt und was da an diesem Abend passiert ist. Und wie gesagt, es ist ja auch eine dann doch sehr, sehr außergewöhnliche Situation, dass man vor Ort ist, wenn sowas passiert. Also ich kann mir vorstellen, dass das bei euch beiden auch noch ein bisschen nachgearbeitet hat. Wenn ich euch jetzt auch frage, wie auch die anderen lieben Kolleginnen und Kollegen, was denkt ihr, welche Themen euch vielleicht im nächsten Jahr noch weiter begleiten oder was noch so aufgemacht wird, stelle ich mir jetzt vor, dass das vielleicht auch eins sein könnte, oder? Klar, also das Thema Feuerwerk und Reinkimmens wird auf jeden Fall gerade nach so einem Ereignis, Ereignisse nach so einem Jahr wie diesem Jahr, wird das auf jeden Fall nächstes Jahr Thema sein. Aber ich glaube sowieso, dass nächstes Jahr ein unfassbar volles und ereignisreiches Jahr in Düsseldorf wird. Wenn man sich das jetzt schon mal anschaut, was jetzt hier nächstes Jahr alles in die Stadt kommt, das wird mich allein durch das Ressort, das ich hier betreue, sehr, sehr viel beschäftigen. Und das ist, glaube ich, wird ein ziemlich cooles Jahr. Was denkst du? Also so wahnsinnig viele Veranstaltungen stehen bei mir fürchte ich nicht an wie bei Angelina, obwohl ich Karten für die Backstreet Boys bekommen habe. Oh ja, echt? Glückwunsch. Danke nochmal. Das haben wir gerade, glaube ich, zwei Minuten vorher hier schon ausdiskutiert. Die Reinkimmel steht da natürlich wieder für mich an, sofern Angelina mich Teil ihres Teams sein lässt. Ich überlege mir das noch. Ansonsten stehen bei mir auch ein paar Sachen an, aber keine Themen verwenden. Okay. Ja, vielen, vielen Dank. Happy New Year und wir sehen und hören uns. Ich freue mich. Tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche. In der nächsten Woche am 1. Januar setzen wir mal eine Runde aus und sind dann, wie gewohnt, jeden Donnerstag wieder für euch da. Fresher than ever. Bevor ich mich also hier für dieses Jahr verabschiede, möchte ich mich noch bedanken. Zuerst bei den Menschen, die ihr hier nie hört, die aber maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass ihr jede Woche eine neue Folge bekommt. Und auch dafür, dass sie gut klingt. Und ganz ehrlich auch dafür, dass euch meine manchmal wirklich, wirklich abenteuerlichen Versprecher erspart bleiben. Rebecca Zöller und Janis Weiser, die sich um den Schnitt und somit auch ein großes Stück um den guten Flow in den Gesprächen kümmern und denen ich auch auf diesem Wege nochmal sagen möchte, wie schön es ist und wie viel Spaß es macht, sich mit ihnen auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Bei Lilly Stegner, die das Podcast-Ressort leitet und die ihr hier ja auch immer mal hört, einfach für alles. Und bei meinen lieben Kolleginnen und Kollegen für ihre Zeit und all die ausführlichen, unterhaltsamen Gespräche, in denen ich oft noch neue Dinge lerne über meine Heimatstadt und darüber, was hier alles so passiert und bei euch. Danke, dass ihr ein weiteres Jahr auditiv an meiner und unserer Seite verbracht habt. Danke für eure Nachrichten, euer Feedback und euren Input. Und wie immer, ich danke euch fürs Zuhören. Mein Name ist Torsten Kormann. Happy New Year. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Rheinpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemandem von dieser Episode erzählen. Danke.