Latest / «Call the Boss» / Martin Frick, Verwaltungsratspräsident FC Schaffhausen
Transcript
- 0:00Wird mich jeder mit offenen Namen empfangen?
- 0:01Nein, werde ich mit jedem sofort eine Lösung finden?
- 0:05Nein, aber ich bin zuversichtlich, dass über die
- 0:07Zeit kann man wieder viele Beziehungen kippen.
- 0:09Die jetzt geklingelt haben über die letzten paar Jahre.
- 0:14Call the Boss, Ein Format vom Wirtschaftsnewsetter Zahltag,
- 0:18unterstützt von GF und Radio Munot.
- 0:25Martin Frick, Verwaltungsratspräsident FC
- 0:28Schaffhausen. Ja.
- 0:33Das ist die Nina vom Wirtschaftsnewletter Zahltag.
- 0:36Hallo Martin. Hoi Nina freut mich.
- 0:39Martin über die Geschichte vom FCS und vor allem über die
- 0:43Entwicklungen im letzten Jahr könnte man stundenlang
- 0:45vermutlich reden. Das machen wir heute bewusst
- 0:48nicht. Es geht um dich als neuer
- 0:50Präsident vom FC Schaffhausen, und ich glaube, da fragen sich
- 0:53viele Leute vor allem eines, wer mutet sich so eine
- 0:57Wahnsinnsaufgabe zu und übernimmt in dieser schwierigen
- 1:00Situation so einen Klub? Was antwortest du diesen Leuten?
- 1:04Ich frage, habe ich mich so selber gestellt, aber ich
- 1:07glaube, wenn man mich schon ein bisschen länger kennt, dann
- 1:09weiss man, dass ich nicht so ein normaler, ich sage jetzt mal
- 1:12Karriereweg eingelegt habe. Bin ich bescheidenen
- 1:15Verhältnissen aufgewachsen. Wir haben aber eine sehr
- 1:17glückliche Jugend gehabt, mein Leben viel auf die Baustellen
- 1:20verbracht, weil hat sich damals gerade von
- 1:23industriequartierinnen Wohnquartieren geändert, habe
- 1:26gute Werte mitbekommen von meinen Eltern und.
- 1:29Wieder in die Schule an die Kanti war auch bei der
- 1:31Kantiprüfung durchgefallen und habe ihn eigentlich nicht
- 1:34gewusst. Was machen aber diese Chance
- 1:36bekommen, in einer Firma abzukürzen, KV zu machen?
- 1:40Der als Lufterentwickler einzusteigen, etwas, das in den
- 1:44Ende 80er Jahren natürlich noch ein bisschen exotisch war und
- 1:47man dann hochgearbeitet so typische Soft terent
- 1:50Entwicklerkarriere gemacht, bei der mit 40 bei der UBS gewesen,
- 1:53mit 250 Leuten, und habe mich gefragt, was jetzt sowieso
- 1:57weitermachen soll im goldenen Käfig wie bei der UBS, weil in
- 2:00so einer grossen Organisation hat man auch viele Frustration,
- 2:03oder soll ich jeweils etwas Neues probieren und habe mich
- 2:06dann entschieden? Zusammen mit der Familie nach
- 2:10Singapur zu gehen. Habe eigentlich ein sehr grosser
- 2:14Salärschnitt genommen, wieder unten angefangen als
- 2:16Projektleiter bei einer Softwarefirma, habe mich wieder
- 2:19rauf gearbeitet bis zum Managing Direktor die Region geleitet
- 2:22hat, bin erfolgreich gewesen, die nächste Firma übernommen,
- 2:25bin wieder erfolgreich gewesen, habe mich dann selbständig
- 2:27gemacht, ein anderer Firma nicht geholfen erfolgreich zu sein und
- 2:30bin auch erfolgreich in dem gewesen und das ganze Leben habe
- 2:34ich eigentlich Fussball gespielt, sehr wahrscheinlich
- 2:35mit mehr Tasche als Talent, aber er hat mir immer sehr viel Spass
- 2:39gemacht. Und so bin ich dann irgendwie
- 2:41durch das Beziehungsnetzwerk in Singapur und die Opportunität.
- 2:46Der FC Schaffhausen ist aufgetaucht und ich habe es
- 2:49einfach gesagt, ich mach es dann, ich habe mich im ganzen
- 2:52Berufsleben, habe ich eigentlich immer mich dann erfolgreich
- 2:54gewesen, wenn ich schwierige Situationen bekommen habe, ich
- 2:57bin kein guter Verwalter, bin schrecklich als Verwalter, aber
- 3:00ich bin glaube, wenn etwas ein bisschen mehr entsteckt oder
- 3:03wenn man etwas ändern muss, ich glaube, dann bin ich der
- 3:04richtige und das motiviert mich und darum habe ich dann auch
- 3:07ziemlich spontan ja gesagt. Und dann wie mal, wenn man
- 3:10spontan ja sagt, geht es nach. Wenn du dann Sachen hervorgehen
- 3:13willst, die man vielleicht nicht ganz durchdacht hat.
- 3:16Wenn ich es vertrotzt, bin ich voll überzeugt von dem Entscheid
- 3:18und ich freue mich super auf die Zukunft, auch wenn wir leider
- 3:22abgestiegen sind. Genau, du hast gesagt, du
- 3:24hättest heute morgen allen Mitarbeitern eine E-Mail
- 3:26geschrieben. Kopf hoch, hast du denn
- 3:29allgemein einfach gerne Probleme oder hast du ein bisschen ein
- 3:33Helfer gen? Ich habe auch gelesen, deine
- 3:35Eltern seien im im medizinischen tätig gewesen und hätten sich im
- 3:39Spital Schaffhausen kennengelernt.
- 3:41Helfer gen ist erstmals ein bisschen übertrieben.
- 3:43Ich bin nicht so ein guter Kerl, aber ich bin ein guter
- 3:46Problemlöser und ich habe gerne Probleme, das macht mir Spass.
- 3:49Challenge Herausforderungen am Besten kannst du mich
- 3:52motivieren, wenn du sagst, das schaffst das schaffst du nicht.
- 3:54Hat man gesagt, ganz frühmeren Karriere.
- 3:57Du wirst nie Leute führen können, so einen wie du kann das
- 3:59nicht haben mich super motiviert um Leute zu führen, dann hiess
- 4:03es, du kannst das nicht, du kannst das nicht, ich habe dir
- 4:06zu viel gehört in meinem Leben zu tun als Kantischüler, der
- 4:09durch die Prüfung fällt ist und das hat mich eigentlich immer
- 4:11immer motiviert, ist mir auch bewusst, dass nicht alle Leute
- 4:14so ticken und darum habe ich auch das Mail geschrieben, die
- 4:17Mitarbeiter habe eigentlich ein bisschen meine Philosophie ist
- 4:21mal ein bisschen wissen, wenn man führen muss, wenn man
- 4:22managen muss. Ich glaube, wenn man eine
- 4:24schwierige Situation hat wie jetzt wir mit einem Abstieg, den
- 4:27muss man führen, dann muss man hinstehen, muss man
- 4:29Verantwortung übernehmen. Hinder Definanten Lotus One
- 4:33Swiss AG wo neue Besitzer vom FCS ist, steckt ein Unternehmen
- 4:37aus Singapur. Die Lotus Singapur Group.
- 4:40Die wiederum gehört einem Nepalesen, der sein Geld, so
- 4:43hört man, mit Bierbrauerei verdient hat.
- 4:46Du nennst ihn glaube ich, lest man den Namen rattenra ich weiss
- 4:51nicht ob ich das richtig ausspreche, was kannst du uns
- 4:55über deinen Chef erzählen oder deinen Auftraggebern?
- 4:58Das hast du perfekt ausgesprochen, Nina.
- 5:01Ist in Kürze ist eine Seite in Petang.
- 5:04Etablierte Unternehmerfamilien in Nepal, in Südostasien und
- 5:09Asien generell hat man viel das Konstrukt, dass grosse
- 5:13Familiendynastien wichtige Teile der Wirtschaft übernehmen.
- 5:17Da findet er in jedem Land in Asien und die Familie Kretaz ist
- 5:20sehr erfolgreich und auch anerkannt in Nepal, weil sie
- 5:24geben immer sehr viel zurück von dem, was sie verdienen, sie
- 5:27haben als Philosophie das 50% von allen, die es verdienen,
- 5:31geben es an Gemeinschaft zurück, und ja, das sind bei.
- 5:35Noch nicht lang. Ich habe ihn über mein Netzwerk
- 5:38kennengelernt, weil ich angefragt bin wegen des
- 5:41Fussballklubs und ich habe ihn betroffen bei ihm zuhause, das
- 5:45ist ein ganz bescheidener Mann, wir haben ein langes Gespräch
- 5:47gehabt und ich habe dann schon gemerkt, dass will ein bisschen
- 5:50checken, weisst du da, dieser frickverein und wir sind, wir
- 5:53sind ein sehr gutes Lahm gekommen, weil ich bin für ihn
- 5:56authentisch rüber gekommen, das ihm sehr wichtig, ich habe
- 5:59glaube ich die richtigen Werte für ihn und darum hat die
- 6:02Zusammenarbeit dann auch geklappt und ich finde ich finde
- 6:05den Cipic. Bis jetzt.
- 6:06Wenn ich ihn kenne, Aussagene Persönlichkeiten hat seinen Weg
- 6:10gemacht, hat viel Geld verdient, es gibt etwas an die
- 6:13Gemeinschaft zurück, ist aber auch sehr bescheiden geblieben
- 6:15als Person. Er hat auch einen
- 6:17philanthropischen Ansatz. Er ist jetzt der FCS.
- 6:20Für ihn einfach ein teures Hobby, weil er gerne Fussball
- 6:23hat oder eher ein karitatives Engagement.
- 6:26Ja, ich glaube Fussball als Hobby ist gar nicht mal so sein
- 6:30Ding, ehrlich gesagt. Also er ist nicht, dass er jetzt
- 6:32ein super Fussballfan wäre mit Manchester United.
- 6:35Shirt kaum mehr läuft oder so etwas.
- 6:37Aber er ist, er ist immer interessiert etwas an die
- 6:39Gemeinschaft zurückzugeben und in Nepal investiert Lotus viele
- 6:44Schulen, Wasserversorgungen und erhalten Dörfer und das ist
- 6:49natürlich nicht etwas, das die Schweiz braucht.
- 6:50Neue Schulen und Wasserversorgung und da haben
- 6:53wir sich dann überlegt, wenn man da eine Gemeinschaft zurückgeben
- 6:56könnte und was dort motiviert und wo es Fashion haben, dann
- 6:58ist schnell mal ein Sportklub im Vordergrund gestanden.
- 7:02Am Schluss ist es wie immer im Leben, die sich auch Gelegenheit
- 7:05ergeben. Und diese Gelegenheit ist der FC
- 7:07Schaffhausen gewesen. Aus vielen Gründen sind sie
- 7:10nicht in der besten Situation gewesen und dann hat sich dann
- 7:13aus vielen Gesprächen, das eine hat irgendwie das andere ergeben
- 7:16und wir sind bei dem FC Schaffhausen gelandet und ja, in
- 7:18dem Sinn, ich würde das nicht ein philanthropisches Engagement
- 7:21nennen, aber ich würde es und das Engagement nennen, das der
- 7:23das der Gemeinschaft Region in Schaffhausen etwas zurückgeben.
- 7:27Sollte ihr habt letzten Freitag an der Medienkonferenz
- 7:30präsentiert, was ihr da so vorhabt.
- 7:32Und mit der guten Nachricht kombiniert, dass der FCS dank
- 7:36einer eingeschossenen Summe von euch von über 10000000 und einem
- 7:39Entgegenkommen von mehreren Gläubigern auch schuldenfrei
- 7:42ist. Die Ziele, die ihr dort
- 7:44präsentiert habt, sind ziemlich ambitioniert.
- 7:46Die Super League in den nächsten 5 Jahren, vielleicht sogar
- 7:49Europacup. Ihr wollt eine Juniorenakademie
- 7:52aufbauen und ein Frauenteam, das auch in der Super League spielen
- 7:55soll, bist du vom Typ her eher überambitioniert oder habt ihr
- 7:59einfach zu viel Geld? Nicht das ist vom Typ her über
- 8:03ambitioniert. Ich setze mir klare Ziele.
- 8:06Ich habe ein Beispiel machen, ich habe eine.
- 8:08Firma über neue Asiens Management übernommen nicht die
- 8:12Firma Sganzi haben im Jahr unsere Software bereits 20000000
- 8:18Lizenzumsatz gemacht und ich habe gesagt, in 5 Jahren möchte
- 8:21ich 100000000 Lizenzumsatz haben und du kannst es dir nicht
- 8:24vorstellen wie sehr ich ausgelacht worden bin und wir
- 8:27haben nach 7 Jahren nicht 5 Jahre nach 7 Jahren haben wir
- 8:31140000000 Lizenzumsatz gehabt und.
- 8:34Man kann so viel erreichen, wenn man sich Ziele entsprechend
- 8:37setzt. Wenn man nachher aber auch
- 8:38seriös arbeitet und die Strukturen schafft.
- 8:41Und ich habe ja nicht gesagt, ich garantiere euch 5 Jahren
- 8:45sind wir in der Super League. Ich habe gesagt, unser Ziel ist
- 8:47in 5 Jahren in der Super League zu spielen.
- 8:49Ja, die Leute wie ein schlechter Witz, wenn wir am Tag nachher
- 8:52absteigt, aber ich glaube mit mit seriöser Arbeit, mit dem mit
- 8:55einem guten Team, mit Motivation kann man so viel erreichen im
- 8:59Leben und ich würde das jetzt auch gerne noch mal beweisen,
- 9:02ich habe schon paar Beweise in meinem Leben, dass er auch diese
- 9:05Herausforderung meistern könnte und dann in 5 Jahren habe ich
- 9:07vielleicht eine super Party, wenn wir es geschafft haben,
- 9:10oder vielleicht lachen wir immer noch über mich in 5.
- 9:12Oder ich glaube, das Risiko muss man eingehen.
- 9:14Im Leben haben wir etwas erreichen will.
- 9:17Das ist ein gutes Stichwort, Risiko und hoffentlich Erfolg.
- 9:21Wenn du müsstest. Für dich persönlich, aber auch
- 9:24geschäftlich definieren, was Erfolg ist.
- 9:27Was würdest du da sagen? Sehr individuell, wie man Erfolg
- 9:30bewertet, das ist etwas übrigens, das ich lernen musste,
- 9:34als ich immer war und in Führungsrollen kam, dachte ich
- 9:36immer, jeder tickte wie ich und ich bin natürlich als Folge
- 9:40davon nicht ein optimaler Manager gewesen, weil ich immer
- 9:43gedacht habe, die Leute seien alle so motiviert wie ich für
- 9:45mich am Schluss für mich ganz persönliche Erfolge und
- 9:49Abhängigkeit. Freiheit, das zu entscheiden, ob
- 9:54ich in die Ferien kann oder nicht.
- 9:56Ich muss bedenken, wie wir das jetzt leisten können, ob es
- 9:58passt. Ich möchte Freiheit haben, in
- 10:00meinem Unternehmen zu entscheiden, ob man jetzt
- 10:02expandieren nach Deutschland oder was auch immer entscheiden
- 10:05möchte. Für mich ist Erfolg Freiheit,
- 10:07sich nachher Sachen vorzunehmen, können arbeiten rauszunehmen,
- 10:12die man vielleicht nicht kann, wenn man erfolglos ist.
- 10:14Wenn jetzt Schaffhausen ist nicht sehr erfolgreich gewesen
- 10:16in der Vergangenheit und dann dann, wenn man.
- 10:19Nicht erfolgreich ist. Dann ist man vielfach in der
- 10:21Situation, wo man noch schlechte Optionen hat.
- 10:23Und Erfolg bringt einem eine bessere Option.
- 10:26Die Freiheit zu entscheiden. Und so definiere ich Erfolg, es
- 10:29sind nicht zahlen oder Superreich werden Maserate
- 10:32fahren, das ist für mich nicht Erfolg ich, ich definiere das
- 10:35anders, aber ich habe auch Respekt, wenn jemand ein
- 10:38Maserati fahren, also Erfolg definiert, das ist sehr
- 10:40individuell. Das heisst aber, wenn für dich
- 10:43Erfolg auch Freiheit ist, könnte das ja bedeuten, dass der
- 10:46Abstieg in die Promotion League für dich auch vor allem eine
- 10:49Chance ist. Wenn man dann die Freiheit hat,
- 10:51vielleicht noch ein bisschen. Flexibler diesen Aufbau zu
- 10:54gestalten, kann das sein? Absolut.
- 10:56Die haben die Gäste sehr lange noch im Stadion in mich
- 11:01hineinzulaufen, habe ich angesprochen und die Stimmung
- 11:05war sehr gemischt, die Leute waren frustriert, dass man
- 11:07abgestiegen ist. Aber ich habe auch viel gehört,
- 11:11jetzt können wir einen Neuanfang machen und wir sind eigentlich
- 11:14positiv und ja, ich glaube in China gibt es das Sprichwort,
- 11:18also jede Krise auch eine Chance ist und ich nehme an, da gibt es
- 11:21noch vielen anderen Sprachen und.
- 11:23Sich so wie ich generell durchs Leben gehe.
- 11:25Meine Partnerin sagt mir immer, ich sei ein Weltmeister, habe es
- 11:29immer positiv zu sehen und ja, das ist definitiv so und ich,
- 11:33ich schaue da als Chance an, dass man jetzt auch einen
- 11:36Schritt machen könnte, klare Strukturen aufbauen können und
- 11:38dann mit einem neuen Spirit in die neue Saison gehen.
- 11:41Du hast mir auch gesagt, das Organigramm des FC Schaffhausen
- 11:43sei relativ leer gewesen, als du gekommen bist.
- 11:46Was sind so die nächsten Positionen, die du unbedingt
- 11:49besetzen? Willst ja, wir sind jetzt daran,
- 11:51die Strukturen zu erarbeiten, weil neben.
- 11:54Organigramm gibt es natürlich immer noch lauter und dann muss
- 11:56man sich vorstellen, wenn es nicht so gut läuft und von allen
- 11:59Seiten, ja, das ist ein guter, der ist nicht so gut, mit dem
- 12:02will ich nicht arbeiten et cetera und und ich habe gesagt,
- 12:06bevor wir jetzt über Leute reden, müssen wir uns mal
- 12:08überlegen, wie wir dann die Strukturen gerne hätten, was für
- 12:11Rollen brauchen wir in dieser Organisation, und wenn wir die
- 12:14Rolle definiert und werden wir die mit Leuten besetzen, jetzt
- 12:17ein paar Rollen haben, sich schon raus kristallisiert, was?
- 12:20Wir, was wir dringend brauchen, ist dann Full Time Eventmanager.
- 12:24Bis jetzt hat man mit dem Stadion nicht sehr aktiv
- 12:27bewirtschaftet, dass man so ausdrücken und dort ist doch ein
- 12:30Riesenpotenzial, ein wenig Events zu machen, mit dem Muno
- 12:34zahlen etwas zu machen, die Loge zu bewirtschaften und da
- 12:38brauchen wir jemanden, der sich fulltime da darum kümmert.
- 12:41Ich meine, habe ich jetzt auch gesagt, wir wollen Events machen
- 12:43und dann höre ich auch schon wieder, ja, da kann man keine
- 12:45Konzerte machen et cetera und ich sage nicht, wir machen 5
- 12:48Konzerte und der Jon Bon Jovi sind als nächstes hier, aber ich
- 12:52glaube man kann, man kann irgendetwas machen.
- 12:55Der Arena, und da muss man jemanden haben, der sich darum
- 12:57kümmert, das ist für meine Schlüsselposition im ganzen
- 13:00Marketingbereich, müssen wir ein bisschen aufrüsten, dann jetzt
- 13:03natürlich auch mit dem Abstieg, müssen wir uns auch sportlich
- 13:05neu aufstellen. Also einiges vor.
- 13:08Du hast Familie, wohnst du in Singapur?
- 13:10Deine Kinder studieren in Spanien, habe ich gelesen und
- 13:13jetzt hast du einen Fussballclub da in Schaffhausen, was bedeutet
- 13:16das? Du lebst wahrscheinlich ziemlich
- 13:18viel aus dem Koffer in nächster Zeit.
- 13:20Ja, ich habe schon immer ein bisschen viel aus dem Koffer
- 13:22gelebt. Ist ja nicht so, dass meine
- 13:24Geschäfte am gleichen Ort sind. Wir haben Kunden von Guatemala
- 13:28in Südamerika bis Tokio, das hat einen Nachteil und haben
- 13:31Vorteile, der der Nachteil ist, man ist eigentlich immer in der
- 13:34falschen Zeitzone, von dem her sind Tage sicher auch lange und
- 13:38sehr aktiv, aber auf der anderen Seite spielt es auch nicht so
- 13:40eine Rolle, die man wirklich ist, weil gerade so auch durch
- 13:43Covid sind Videokonferenz doch sehr akzeptiert worden.
- 13:47Ich sage nicht, man kann eine Firma nur mit Videokonferenzen
- 13:50führen. Ich glaube man braucht on Side
- 13:52Präsence, also man muss auch vor Ort sein.
- 13:54Und eine gute Balance finden. Ich bin sicher auch nicht
- 13:58unterbeschäftigt, aber bis jetzt ist es immer gut gelungen,
- 14:01verschiedene Aktivitäten nebeneinander zu jonglieren, das
- 14:04ist etwas, das mich motiviert, wenn ich jeweils nur einen Job
- 14:07habe, dann ist es ganz schlimm für mich, ich habe gerne 34
- 14:11Engagements, die ich dann auch immer Synergien finde, Leute
- 14:14kann das ist das, das motiviert mich, das gibt mir Energie.
- 14:19Also hast du nicht gerade vor, dir ein Zuhause in Schaffhausen
- 14:22zu. Suchen?
- 14:22Nein, so weit bin ich noch nicht.
- 14:25Mir zu Hause zu suchen. Ich habe meinen
- 14:26Lebensmittelpunkt aktuell in Singapur, wird das immer so
- 14:29bleiben. Ich weiss es nicht.
- 14:31Ich habe mir ursprünglich gedacht, ich sei 2 Jahre in
- 14:33Singapur, ich habe 17 Jahre dort, aber ich glaube, ich bin
- 14:37etwas älter wir und vielleicht nicht mehr so aktiv bin im
- 14:39Berufsleben wird sich mein Lebensmittelpunkt wieder mehr in
- 14:41die Schweiz verlegen. Martin, ich finde, du hast in
- 14:44den letzten Tagen insofern einen sehr guten Job gemacht, dass du
- 14:47bei vielen ehemaligen Partnern unser Haus gehört, da auch dazu
- 14:51vorbei gekommen bist. Für ein persönliches Gespräch.
- 14:53Du hast da vermutlich auch viele verbrannte Erden angetroffen,
- 14:58hast du am Abend etwa mal 23 nepalesische Feierabendbier
- 15:02gebraucht, um das zu verdauen? Ich bin nicht so gross in
- 15:06Alkohol, aber ich. Ab und zu schon.
- 15:09Ja, mich jeweils hinterfragt und ja, ist sicher eine Challenge
- 15:13bis eine Herausforderung, aber ich glaube.
- 15:16Muss offen auf die Leute zugehen.
- 15:17Man muss sich verschiedenen Meinungen anhören, ich glaube.
- 15:22Meine Erfahrung ist, dass dass 80 - 90% der Menschen immer eine
- 15:26gute Absichten und die machen ja Züge nicht, weil weil sie böse
- 15:31Absichten haben, was Idioten sind, sondern weil die sind
- 15:34immer unter Umständen gezwungen haben, sich machen, vielleicht
- 15:36mal Fehler verhalten sich ungeschickt und man kann eine
- 15:39Situation immer irgendwie retten mit guten Absichten, und meine
- 15:43gute Absicht ist jetzt Kontakt. Aktives zu suchen mit all den
- 15:48regionalen Spielern und und wieder eine gute Kontakt
- 15:52hinzustellen, Schaffhausen wieder zum verlässlichen
- 15:55Businesspartner zu machen, den man auch gegenseitig profitiert
- 15:58und nicht nur den FC Schaffhausen.
- 16:00Und ja, das geht da halt nur mit reden und wird mich mit offenen
- 16:04Armen empfangen. Nein, werde ich mit jedem
- 16:07sofortige Lösung finden, Nein, aber ich bin zuversichtlich,
- 16:10dass über die Zeit kann man wieder viele Beziehungen kippen,
- 16:13die jetzt auch. Geklingelt haben über die
- 16:14letzten paar Jahre. Martin, ich danke dir für das
- 16:17Gespräch. Ich wünsche dir und dem FC
- 16:19Schaffhausen von Herzen alles Gute bei der Aufbauarbeit.
- 16:22Und die in jeder Hinsicht eine gute Reise.
- 16:25Danke vielmal. Besten Dank.
- 16:30Call the Boss, Ein Format vom Wirtschaftsnewsetter Zahltag,
- 16:35unterstützt von GF Radio Munot und vom SEG Areal am Rheinfall.