Latest / DAZWISCHEN Der Sachsen-Anhalt-Podcast / Wie ist das Bildungssystem zu retten, Sachsen-Anhalt?
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- 0:00Im Grunde genommen kann man sagen, jedes der Probleme, die wir haben,
- 0:03hängt voneinander ab. Das allergrößte ist die Chancenungleichheit. Die trifft auf ein
- 0:10massives Personalproblem, auf dem Land sehr viel größer als in der Stadt,
- 0:15im Osten größer als im Westen. Und auf ein Ressourcenproblem. Also mit
- 0:21anderen Worten: Es gibt Schulen, da kommt wirklich der Putz von der
- 0:25Decke. Das sind jetzt drei Punkte von 127, die muss ich nicht
- 0:30alle aufzählen. Aber eigentlich muss man sagen, es ist ein katastrophaler Zustand.
- 0:35Das sagt Bob Blume, besser bekannt als der Netzlehrer, mit knapp 250
- 0:40000 Followern auf Instagram und einem eigenen ARD-Podcast. Das Bildungssystem ist
- 0:45sein Thema. Er ist Gymnasiallehrer in Baden-Württemberg und promoviert gerade zum
- 0:50Thema Zukunfts- und Schlüsselkompetenzen. Viele von den Problemen, die er da
- 0:54gerade angesprochen hat, stehen auch im Nationalen Bildungsbericht. Da steht auch
- 0:59drin, dass die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern rückläufig sind und dass
- 1:03der Bildungserfolg immer noch enorm an die soziale Herkunft gekoppelt ist. Lehrkräftemangel
- 1:09und Belastung von Lehrerinnen und Lehrern, fehlende Digitalisierung, Finanzierung – viele dieser Probleme
- 1:14sind in Sachsen-Anhalt sogar verschärft. Bildung wird deshalb nicht umsonst als
- 1:19eines der drei wichtigsten politischen Probleme in Sachsen-Anhalt von den Menschen
- 1:23genannt und spielt in den Wahlprogrammen der Parteien eine große Rolle. Und
- 1:27das ist deswegen so interessant, weil Bildung einer der wenigen Bereiche ist,
- 1:32in denen eine Landesregierung wirklich großen Gestaltungsspielraum hat. Denn Bildung ist Ländersache.
- 1:37Auch die AfD hat sich das Thema Bildung groß ins Programm geschrieben.
- 1:41Sie will zum Beispiel die Schulpflicht in eine Bildungspflicht umwandeln, Integration und
- 1:46Inklusion aus den Schulen verbannen und Einfluss auf die Lehrpläne nehmen. Welche
- 1:50Probleme hat das Bildungssystem? Können die Vorschläge der AfD daran etwas ändern?
- 1:55Und welche Lösungsvorschläge halten Experten und Expertinnen für sinnvoll und lassen sich eben auch umsetzen?
- 2:00Das besprechen wir heute bei Dazwischen. Vorher schauen
- 2:13wir aber nochmal zurück. Anne hat ja immer eure Nachrichten und auch
- 2:16Kommentare im Blick. Was kam da so letzte Woche rein? Ja, ihr
- 2:20habt ja in den letzten Folgen viel über eure Rolle als Journalistinnen
- 2:23gesprochen. Und darauf hat Friedrich uns auf Mastodon geschrieben: Ich zitiere: „Wenn
- 2:28Journalisten für sich in Anspruch nehmen, die vierte Staatsgewalt zu sein, dann
- 2:31müssen sie ausschließlich der Sache Berichterstattung verpflichtet sein. Ihre eigene Haltung hat
- 2:36zurückzustehen.“ Das würde ich unterschreiben, wenn wir hier Nachrichten machen würden. Aber
- 2:40es gibt ja durchaus auch journalistische Darstellungsformen, die eben mehr Haltung und
- 2:45teilweise auch Meinung beinhalten. Und ich finde Podcasts, gerade so wie wir
- 2:49das hier machen, mit zwei immer den gleichen Hosts und mit sehr komplexen
- 2:52Sachverhalten, die vereinen eben beide Ebenen miteinander. Und das macht es ja
- 2:56auch so interessant, denn sonst könnte ja hier entweder jede Woche jemand
- 2:59anders sitzen oder auch einfach die KI, die dann die Texte vorliest.
- 3:01Also ja, ich finde es eigentlich gerade spannend, dass wir hier auch
- 3:04transparent darüber reden, wie schwierig manchmal eben diese Übergänge sind. Ja, und
- 3:09an der Stelle, natürlich ist oberste Priorität Objektivität. Aber an den Stellen,
- 3:14wo wir einfach ganz persönliche Erfahrungen reinbringen, dann ist es natürlich eine
- 3:18Meinung und ansonsten ist es eine Haltung. Und das sagen wir aber
- 3:21auch eigentlich immer dazu. Ja, und wir haben noch einen Themenvorschlag von
- 3:25Salbay auf Mastodon bekommen. Er oder sie schlägt eine Folge über die
- 3:29Bergbaufolgenlandschaften in Sachsen-Anhalt vor und schreibt dabei: „Mich
- 3:34interessiert besonders, was geplant ist und ob und wie ich mich als Bürger daran beteiligen
- 3:38kann, was mit den Flächen passiert.“ Auf jeden Fall ein spannendes Thema.
- 3:41Danke dafür an Salbay. Habt ihr auch Feedback für uns? Lob, Kritik,
- 3:46Anmerkungen, Hinweise? Dann schreibt uns! Ihr findet uns wirklich so gut wie
- 3:50überall in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder das erwähnte Mastodon. Da
- 3:55einfach nach detektor.fm suchen oder kommentiert einfach auf eurer Lieblings-Podcast-
- 4:01Plattform. Nelson Mandela hat mal gesagt: „Bildung ist die mächtigste Waffe, um
- 4:11die Welt zu verändern.“ Und Studien belegen, der Wohlstand eines Landes ist
- 4:15vor allem abhängig vom Bildungsgrad. Bildung ist also essentiell für uns und
- 4:20die beginnt natürlich nicht erst in der Schule, sondern schon viel früher
- 4:23im Elternhaus und dann natürlich auch in der Kita. Trotzdem schauen wir
- 4:27sehr häufig isoliert auf die Schule, wahrscheinlich auch, weil es da natürlich
- 4:31viele Probleme gibt, die wir dringend lösen müssen. Bob Blume hat es
- 4:34eben schon gesagt: Zu den drängendsten Problemen im Bildungssystem gehören Personalmangel, Chancenungleichheit
- 4:39und fehlende Finanzierung von Schulen. Wir schauen als erstes mal auf den
- 4:43Personalmangel. Marie, wie viel Schulausfall hattest du, als du noch zur Schule
- 4:47gegangen bist? Also so Grundschule, Sekundarschule gar nicht. Wenn dann Sekundarschule mal
- 4:54vorkam, da habe ich mich wirklich wahnsinnig gefreut. Und dann auf dem
- 4:58Gymnasium kam das öfter mal vor, aber ich hatte tatsächlich Freundinnen, die
- 5:03hatten damals, sie kamen ja alle aus anderen Schulen, dann in die
- 5:06siebte Klasse auf dieses Gymnasium, und die haben damals gesagt, dass sie
- 5:09so wenig Englisch hatten, also mehrere, weil es einfach da schon öfter
- 5:13ausfiel in der fünften und sechsten Klasse. Und ja, das hat sich
- 5:16dann schon auch ausgewirkt. In Sachsen-Anhalt sind letztes Jahr 8,6
- 5:20Prozent des Unterrichts ausgefallen. 28.000 Zeugnisnoten fehlten dieses Jahr einfach, weil
- 5:27eben zu wenig Unterricht stattfand. Und an solchen Dingen zeigt sich natürlich
- 5:31auch der Lehrermangel ziemlich deutlich. Eine Ursache dafür ist, wie in vielen
- 5:35anderen Bereichen, der demografische Wandel. Also unsere Gesellschaft wird immer älter. Sachsen
- 5:40Anhalt hat im Schnitt die ältesten Lehrer in Deutschland. Fast 50 Prozent
- 5:44sind 55 Jahre oder älter. Und klar, die gehen irgendwann in Rente
- 5:48und es kommen einfach weniger Menschen nach und damit auch weniger Lehrerinnen
- 5:52und Lehrer. Der Nachwuchs fehlt natürlich auch, weil die Bedingungen für viele
- 5:56Lehrer nicht besonders gut sind. In Deutschland gibt es insgesamt mehr als
- 6:001,5 Millionen Lehrkräfte. Laut Schulbarometer klagt ein Drittel über zu viele
- 6:05Aufgaben und zu wenig Zeit. Wenn du mal schätzen müsstest, Marie, wie
- 6:09viele Lehrerinnen und Lehrer im vergangenen Jahr freiwillig aufgehört haben, was würdest
- 6:12du sagen? Ich habe das Gefühl, ich kann jetzt hier nur richtig
- 6:14falsch liegen. 6 Prozent? Ja, das ist ein bisschen doll viel, aber
- 6:19tatsächlich sind es 27.000, also fast 2 Prozent. Und das klingt
- 6:24erst mal gar nicht so viel, aber wenn man sich das mal
- 6:26anschaut, sind es wirklich doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren.
- 6:29Und das hat natürlich ganz verschiedene Gründe. Also die Anforderungen sind auf
- 6:34jeden Fall deutlich komplexer geworden. Das höre ich auch immer wieder in
- 6:38Gesprächen. Man ist ja doch öfter mal an der Schule für Beiträge
- 6:41oder so. Ich weiß, dass Schülerinnen und Schüler sehr viel mehr mit
- 6:45psychischen Belastungen zu kämpfen haben. Und das wirkt sich natürlich auf den
- 6:48Schulalltag aus. Die kommen zum Teil mit sehr unterschiedlichen Kompetenzen in die
- 6:53Schule, einfach weil ihre familiären Backgrounds so unterschiedlich sind. Und das müssen
- 6:58Lehrkräfte erst mal auf einen Stand bringen. Und dann hat der Personalmangel,
- 7:01darüber haben wir schon gesprochen, gerade kurz. Ich weiß, dass sie auch
- 7:04immer viel mehr dokumentieren müssen. Und das klingt irgendwie dann schon nach
- 7:08so einem System, was auf Überlastung ausgelegt ist. Genau, und da haben
- 7:12wir jetzt noch nicht über die Rolle der Eltern gesprochen, die ja
- 7:16auch immer so ganz genau wissen, was die Schule alles noch so
- 7:18zu leisten hat. Also der Bildungsforscher Kai Maas, der am nationalen Bildungsbericht
- 7:23mitgearbeitet hat, der sagt ebenfalls, dass die Anforderungen wirklich sehr komplex geworden
- 7:28sind und dass es eben auch große Probleme gibt. Gleichzeitig findet er
- 7:32aber auch, wir müssten wieder mehr anerkennen, was dieses Bildungssystem eigentlich so
- 7:36leistet. Wenn man sich die 20 Jahre der letzten Bildungsberichte anschaut, dann
- 7:41haben wir große Finanz- und Wirtschaftskrisen gehabt. Wir haben demografische Verschiebungen,
- 7:46wir haben immer knapper werdende Haushalte, wir haben große Zuwanderungs- und
- 7:51Fluchtbewegungen, wir haben eine Pandemie gehabt. Jetzt endlich. Also alles Dinge, auf
- 7:55die das System auch immer reagieren muss. Und wir würdigen an der
- 8:00Stelle meines Erachtens auch zu selten die Leistung, die das System erbringt.
- 8:06Dass 2022 mit dem beginnenden Krieg in der Ukraine über 200.000
- 8:12Kinder und Jugendliche in das Schulsystem integriert wurden, das nimmt man beiläufig
- 8:17so zur Kenntnis. Aber dass das eine immense Integrationsleistung war, nicht alles
- 8:21ist gut gelaufen an der Stelle. Darum geht es gar nicht. Wir
- 8:23müssen auch so ein bisschen auf die positiven Dinge schauen. Was Kai
- 8:27Maas damit aber nicht meint, ist jetzt die Augen zu verschließen vor
- 8:30den Dingen, die nicht gut laufen. Du hast vorhin ja schon angesprochen,
- 8:34Lehrerinnen und Lehrer leisten heute viel mehr als früher. Und da sieht
- 8:38auch Kai Maas auf jeden Fall eine besondere Belastung von Lehrkräften. Wir
- 8:42haben in dem Beruf auch immer mehr Verwaltungstätigkeiten gelegt, mehr Dokumentationspflichten. Und
- 8:48das sind alles Dinge, für die entscheidet sich kein junger Mensch, Lehrerin
- 8:52oder Lehrer zu werden, sondern die möchten Kinder unterrichten, die möchten Kinder
- 8:56begleiten. Deswegen tun wir gut daran, zu überlegen, wie wir Unterstützungsstrukturen implementieren
- 9:02können, die genau solche Tätigkeiten aufnehmen. Das wäre das eine. Das gelingt
- 9:06jetzt beispielsweise auch mit dem Startchancen-Programm, dass für die Chancenbudgets Schulen
- 9:12sich da auch in entsprechender Unterstützung organisieren können. Wir werden aber auch
- 9:16nicht darum hinkommen, viel stärker in multiprofessionellen Teams zu denken. Gerade weil
- 9:20die Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen kommen, braucht es Angebote, die die
- 9:25Kinder in diesen Situationen mitnehmen. Und das wäre meines Erachtens völlig utopisch,
- 9:29zu denken, die einzelne Lehrperson kann das im Einzelnen dann auch wirklich
- 9:34lösen. Und es braucht ein gutes Kollegium, multiprofessionell zusammengesetzt, mit klaren Aufgabenbereichen
- 9:40und Zuständigkeitsbereichen, dass nachher im Prinzip auch das Kollegium weiß, wo die eigene
- 9:46Verantwortung ist. Wir kommen zu dem Thema, das hast du eben auch
- 9:48schon mal angesprochen: Chancenungleichheit. Also Kinder kommen eben mit verschiedenen Bedingungen an
- 9:54die Schule, mit verschiedenen Kompetenzen. Und die Schulen sollen eben nicht nur
- 9:58Unterricht anbieten, sondern im besten Fall eben den gleichen Zugang zur Bildung
- 10:02ermöglichen, unabhängig von der Herkunft. Dabei soll das sogenannte Startchancen-Programm helfen,
- 10:07das hat Kai Maas gerade schon erwähnt. Sagt dir das was? Also
- 10:10ich habe davon auf jeden Fall schon mal gehört. Und das soll
- 10:13ja genau dazu dienen, dass Kinder mit unterschiedlichem sozialem Background die Möglichkeit gegeben werden soll,
- 10:17den gleichen Bildungsweg gehen zu können und deren Chancen zu erhöhen. Genau. Das ist ein gemeinsames
- 10:21Programm von Bund und Ländern, wo bis 2034 ungefähr 20 Milliarden Euro investiert werden, um
- 10:30genau das zu tun, was du gerade gesagt hast. Und wir sehen
- 10:33eben in Studien, wie zum Beispiel PISA, aber auch im neuen nationalen
- 10:37Bildungsbericht: Wenn ein Kind in Deutschland eingeschult wird, ist über seine Bildungschancen
- 10:41eigentlich schon entschieden. Ja, ich habe letztens auch gelesen, dass schon bei
- 10:46zweijährigen Kindern der Wortschatz total weit auseinander gehen kann. Kinder aus Familien
- 10:50mit hohem Bildungsniveau kennen da wohl im Durchschnitt schon über 150
- 10:56Wörter und Kinder aus Familien mit niedrigerem Bildungsniveau nur etwas mehr als
- 11:0295. Das ist natürlich ein riesiger Unterschied. Ja, vor allem, wenn man
- 11:05sich vor Augen führt, dass der Abstand sich nicht etwa verwächst, sondern
- 11:09immer mehr zunimmt, also auch nach Eintritt in die Schule und sogar
- 11:12bis hin zum Schulabschluss. Und deswegen ist das nicht nur eines der
- 11:15Kernprobleme unseres Bildungssystems, sondern sogar unserer Gesellschaft, sagt der Bildungsforscher Kai Maas.
- 11:20Probleme, die einmal angelegt werden in den individuellen Biografien, werden in der
- 11:27Gesamtzahl nicht wirklich kleiner, sondern sie bleiben bestehen bis in die Weiterbildung
- 11:32hinein. Wir reduzieren das oftmals auf ein schulisches Problem, aber es ist
- 11:38weitaus mehr als ein schulisches Problem, weil es hängen Übergangsprobleme dann für
- 11:42den Übergang in eine vollqualifizierende Ausbildung dran. Damit zusammenhängt auch, welche Abschlüsse
- 11:48werden eigentlich erreicht. Und letztendlich, wenn man das auf einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive
- 11:52betrachtet, dann ist das auch eine Frage der Fachkräftesicherung. Wenn wir nicht
- 11:56hinreichend qualifizierte Menschen haben, dann haben wir auch irgendwann nicht mehr hinreichend
- 12:01qualifizierte junge Menschen in den Ausbildungsberufen und auf dem Arbeitsmarkt. Ja, also
- 12:06auf jeden Fall ein Riesenthema, das man angehen muss. Und wir waren
- 12:10da übrigens schon mal besser. Vielleicht erinnerst du dich noch an den
- 12:13sogenannten PISA-Schock im Jahr 2001. Bei der Studie schnitt Deutschland wirklich
- 12:17deutlich schlechter ab, als man erwartet hat. Und besonders auffällig war damals
- 12:21eben schon der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Und daraus hat
- 12:26man einen Haufen Reformen abgeleitet, zum Beispiel die Einführung von Bildungsstandards für
- 12:30die zentralen Fächer, den Ausbau der frühkindlichen Förderung, die starke Förderung von
- 12:35Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten und den Ausbau von Ganztagsschulen. Und die
- 12:39Bildungsberichte in den zehn Jahren danach haben gezeigt, die Kompetenzen der Schülerinnen
- 12:43und Schüler sind besser geworden und der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und
- 12:47Bildungserfolg ist gesunken. Und das zeigt ja, das Ganze ist nicht in
- 12:50Stein gemeißelt. Also man kann da was machen. Ganz genau. Und wir
- 12:53werden ja sicherlich an einem späteren Punkt in der Folge auch nochmal
- 12:56gucken, was für Möglichkeiten es da gibt, so etwas zu verbessern. Lass
- 13:00uns mal zurück nach Sachsen-Anhalt kommen. Du hast ja vorhin schon
- 13:03gesagt, viele Probleme, über die wir jetzt auch immer mal schon gesprochen
- 13:06haben, die sind hier sogar noch verschärft. Warum? Ja, ganz genau. Sachsen
- 13:10Anhalt hat einen enorm starken Rückgang bei den jüngsten Altersgruppen. Darüber haben
- 13:14wir ja schon an der einen oder anderen Stelle gesprochen. Und das
- 13:17erschwert natürlich auch so die Kita-Planung, den Personalbedarf und auch sowas
- 13:21wie den Schulentwicklungsplan. Ja, aber bei Kitas weiß ich zum Beispiel, da
- 13:25heißt es ja von vielen, die sich auf Forschungsebene beschäftigen, dass es
- 13:29ja eigentlich gerade ein Glücksfall auch sein kann, weil man könnte so
- 13:32zum Beispiel den Betreuungsschlüssel ja eigentlich verbessern, weil weniger Kids, aber gleiches
- 13:37Personal, viel bessere Förderung. Und das müsste ja für Schule genauso gelten.
- 13:42Ja, und das sagt auch Bildungsforscher Kai Maas. Das könnte eine Chance
- 13:46sein, wenn man jetzt das Personal quasi hält und damit den Betreuungsschlüssel
- 13:50quasi absenkt. Das ist aber a) nicht immer möglich und b) wir
- 13:54haben ja in Sachsen-Anhalt wirklich viele ländliche Regionen. Und wenn da
- 13:57natürlich zu wenig Kinder nachkommen, dann kommen ja auch so Fragen wie
- 14:01„Können wir da Schulen und Kitas überhaupt noch halten?“ Da haben wir
- 14:04ja auch schon an anderen Stellen drüber gesprochen. Und dann wird es
- 14:07natürlich kritisch. Und dann kommt ja noch dazu, wenn du dann eben
- 14:10Kitas und Schulen zumachst, dann müssen die Kinder wieder irgendwo anders hingebracht
- 14:14werden oder auch in eine andere Schule fahren. Und zum Beispiel diese
- 14:17längeren Fahrtwege, die beeinflussen dann auch wieder die Bildungsungleichheit, weil das ist
- 14:22eben schon etwas: Wenn du morgens schon mal eine Stunde unterwegs bist
- 14:25mit dem Schulbus, dann bist du schon mal auch ein bisschen erschöpfter
- 14:27als ein Kind, das fünf Minuten zur Schule läuft. Ja, das habe
- 14:30ich persönlich auch erlebt. Ich bin in zehn Minuten mit dem Fahrrad
- 14:32bei meiner Schule gewesen, und ich hatte aber auch Leute in meiner
- 14:35Klasse, die eine Stunde Bus gefahren sind, tatsächlich. Genau, und ein weiterer
- 14:39Punkt, der in Sachsen-Anhalt deutlich verschärft ist: Wir haben einen sehr,
- 14:43sehr hohen Anteil von Quereinsteigern. Der ist viel höher als im Bundesdurchschnitt.
- 14:47Und das muss jetzt nicht per se was Schlechtes sein, aber Kai
- 14:51Maas warnt schon, dass man da natürlich aufpassen muss, dass sich da
- 14:54jetzt keine Deprofessionalisierung einstellt. Und das sagt auch Netzlehrer Bob Blume. Also
- 14:59auf der einen Seite können Quereinsteiger eine wahnsinnig gute Ergänzung sein, und
- 15:05zwar nicht nur, weil dann jemand da ist, der betreut, sondern weil
- 15:10Quereinsteiger ja auch meistens praktische Erfahrungen mitbringen. Das Problem ist halt, dass
- 15:17das Know-how fehlt bei der Fragestellung, wie man das Ganze dann
- 15:21didaktisch Schülerinnen und Schülern auch nahe bringt. Und das ist ehrlich gesagt
- 15:26nicht trivial. Ich meine, es ist nicht umsonst so, dass das Lehramtsstudium
- 15:30immer noch so sechs bis acht Jahre geht. Dann ist es eine
- 15:34ganz wichtige Aufgabe von der Bildungsverwaltung, Fortbildungsmaßnahmen auch zur Verfügung zu stellen,
- 15:40die dann dafür sorgen, dass die irgendwann näher an das kommen, was
- 15:43eben ausgebildete Lehrkräfte zu leisten imstande sind. Das ist ja schon allein
- 15:47deswegen wichtig, damit uns diese Quereinsteiger auch als Lehrer und Lehrerinnen erhalten
- 15:51bleiben und im besten Fall ja auch auf Augenhöhe mit dem Kollegium
- 15:56sind. Denn natürlich braucht es auch da Zusammenhalt. Das wird nichts, wenn
- 15:59man ganz viele Quereinsteiger einstellt, aber dann die, die den klassischen Weg
- 16:03gegangen sind, sagen: „Nein, sich gar nicht als gleichwertig ansehen.“ Ja, also
- 16:07wenn das so Lehrer zweiter Klasse werden, dann haben wir, glaube ich,
- 16:09gar nichts gekonnt. Denn der Zusammenhalt, den du gerade ansprichst, der ist
- 16:12ja auch in diesen Zeiten, in denen die AfD daher schon auch
- 16:16jetzt ganz schön Druck macht auf dieses Bildungssystem, noch mal wichtiger. Ja,
- 16:19da gibt es doch so einen Fall aus Stendal von einem Lehrer.
- 16:24Max Heckel heißt der. Genau, für alle, die den Fall nicht kennen:
- 16:27Max Heckel hat seinen Schülerinnen und Schülern auf Nachfrage hin erklärt, warum
- 16:31er selbst die AfD nicht gewählt hat. Und das hat die AfD
- 16:35öffentlich aufgegriffen und hat ihn im Landtag zum Beispiel für eine politische
- 16:39Indoktrination an Schulen gemacht. Ja, und dann hat er vom Landesschulamt Sachsen
- 16:43Anhalt eine Abmahnung wegen eines Verstoßes gegen seine beamtenrechtlichen Pflichten zur politischen
- 16:49Neutralität, wie es heißt, bekommen. Und gegen diese Abmahnung hat er dann
- 16:53wiederum vor dem Arbeitsgericht Magdeburg geklagt. Ja, das Urteil ist noch nicht
- 16:57raus. Die AfD bezieht sich da immer auf den sogenannten Beutelsbacher Konsens und
- 17:02das Beamtengesetz und sagt: „Naja, Lehrkräfte müssen halt neutral sein.“ Aber vielleicht
- 17:07ist es die richtige Stelle, mal zu sagen: Das stimmt so nicht.
- 17:10Also was stimmt, ist: Lehrkräfte dürfen Schülerinnen und Schülern nicht sagen, wen
- 17:14sie zu wählen haben oder sie aufgrund ihrer politischen Meinung benachteiligen. Aber
- 17:20Lehrkräfte haben sogar die Pflicht, die Demokratie zu verteidigen und auf Gefahren
- 17:23hinzuweisen. Und natürlich können sie auch Tatsachen benennen, wie die AfD gilt
- 17:28in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem. Dadurch, dass es aber so zu
- 17:33diesen Abmahnungen und Druck kommt, sind viele Lehrkräfte verunsichert und haben Angst,
- 17:37etwas falsch zu machen. Das heißt, auch dieses Urteil im Fall Max
- 17:41Heckel, das könnte da auch zu mehr Sicherheit führen, zu mehr Sicherheit
- 17:44reinbringen. Aber es zeigt eben auch, dass da gerade ein Klima der
- 17:48Angst vor Abmahnung erzeugt wird. Und das könnte nach den Wahlen im
- 17:51September natürlich noch deutlich krasser werden. Ja, die AfD hat Forderungen in
- 18:01ihr Wahlprogramm geschrieben, bei denen viele Bildungsexperten sofort gewarnt haben. Die vielleicht
- 18:06umstrittenste ist die Umwandlung der Schulpflicht in eine Bildungspflicht. Im Vorfeld der
- 18:11Wahlen werden wir uns in einer Extrafolge auch in Ruhe den Wahlprogrammen
- 18:14der anderen Parteien widmen. Aber da das AfD-Programm im Bildungsbereich so
- 18:19krasse Reaktionen hervorgerufen hat und da Bildung eben Ländersache ist und die
- 18:22AfD bei einer Regierungsbeteiligung viel umsetzen könnte, wollen wir uns in dieser
- 18:26Folge speziell die Vorschläge genauer anschauen. An der Stelle finde ich, muss
- 18:30man aber auch sagen: Bildung ist ja seit Jahren ein riesengroßes Thema.
- 18:34Lehrerinnen- und Lehrermangel beschäftigt Sachsen-Anhalt seit Jahren. Und gerade in diesem
- 18:39Schulbereich haben wirklich mehrere Ministerinnen und Minister verschiedener Regierungen, Herr Thürner, Frau
- 18:45Feusner, jetzt Herr Riedel, versucht, die Probleme anzugehen. Aber das ist natürlich
- 18:50auch kein Feld, in dem man schnell Erfolge feiern kann. Manches wird
- 18:54sich wirklich erst in Jahren zeigen, ob das effektiv ist. Ja, da
- 18:59hast du sicher recht. Nur ist das natürlich immer so ein schwacher
- 19:02Trost für alle, die entweder jetzt gerade im Schulsystem stecken oder eben
- 19:05Kinder in der Schule haben. Deswegen werden diese Diskussionen, glaube ich, auch
- 19:09immer so super emotional und mit ganz viel subjektivem Eindrücken geführt. Und
- 19:15sowas spielt einer Partei wie der AfD natürlich in die Karten, die
- 19:18dann nämlich erst mal relativ einfach in diese Emotionen so einsteigen kann.
- 19:23Verantwortlich für das Bildungsprogramm der AfD ist der maßgebliche Hans Thomas Tilschneider.
- 19:29Wer ihn nicht kennt, eine kurze Einordnung: Er ist Landtagsabgeordneter und der
- 19:33vertretene AfD-Landesvorsitzende. Der Verfassungsschutz stuft die Partei in Sachsen-Anhalt also
- 19:38den Landesverband jetzt gesichert rechtsextremistisch ein. Und in der Begründung dazu fällt
- 19:42immer wieder sein Name und Aussagen von ihm werden zitiert. Was man
- 19:47gleich mal sagen kann: Das Bildungsprogramm bezieht sich vor allem auf die
- 19:50Schule. Also die frühkindliche Bildung, die kommt kaum vor. Es gibt dazu
- 19:54so einen ganz, ganz kleinen Absatz im Bereich Familienpolitik. Ja, und das
- 19:58obwohl wir gerade darüber gesprochen haben, dass es ein ganz wichtiger Ansatzpunkt
- 20:02ist, um Bildungsungleichheiten auszugleichen. Ja, aber das ist eben gar nicht das,
- 20:07was die AfD will. Also im Wahlprogramm steht eigentlich genau das Gegenteil.
- 20:11Man fordert ein differenzierteres Schulsystem. Man wende sich gegen eine zu starke
- 20:16Vereinheitlichung von Bildungswegen. Also wieder weg von Gesamtschulen, das Gymnasium nur für
- 20:21die Elite. Man will auch die Wiedereinführung von Hauptschule und Realschule prüfen.
- 20:26Das Ziel sind also so möglichst homogene Klassen. Das bedeutet auch ohne
- 20:31Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte und auch ohne Menschen mit Behinderung. Die
- 20:36sollen nämlich in eigenen Klassen oder sogar eigene Schulen unterrichtet werden. Läuft
- 20:41das nicht gegen das Diskriminierungsverbot und auch die UN-Behindertenrechtskonvention? Das war
- 20:46auf jeden Fall auch mein Bauchgefühl, aber ich wollte das noch mal
- 20:48genauer wissen und habe mit Michael Wrasse gesprochen. Er ist Professor für
- 20:52Sozial- und Bildungsrecht an der Universität Hildesheim. Und er sagt dazu:
- 20:56„Die UN-Behindertenrechtskonvention schreibt eigentlich vor, dass diese Sonderschulsysteme, Förderschulsysteme,
- 21:04karduell aufzulösen sind im Sinne einer gemeinsamen Schulung von Kindern ohne Behinderung. Und
- 21:09so hat auch der UN-Fachausschuss, der für die Auslegung der Konvention
- 21:12zuständig ist, die Bundesrepublik mehrfach ermahnt, das auch in Deutschland umzusetzen. Wir
- 21:18wissen aber, es gibt viele Förderschulen in Bundesländern, vor allem in den
- 21:21südlichen Bundesländern. Und das ist ein großes Problem bei der Umsetzung dieser
- 21:24UN-Behindertenrechtskonvention. Die ist eben ein völkerrechtlicher Vertrag, der erst umgesetzt werden
- 21:29muss. Die Kritik gibt es natürlich, aber es gibt keine Sanktionen gegen
- 21:32Deutschland. Und ja, das Land hat dann natürlich die Möglichkeit zu sagen:
- 21:36„Ja, wir eröffnen halt jetzt drei neue Förderzentren.“ Weil allein das würde
- 21:39eben dazu führen, dass deutlich mehr Schüler wieder an diesen Förderschulen unterrichtet
- 21:42werden. Weiteres Problem ist natürlich die Sonderklasse für Flüchtlingskinder. Hier gibt es
- 21:47auch ganz klare international rechtliche und verfassungsrechtliche Vorgaben, dass man nicht einfach
- 21:51eine Gruppe von Menschen, die ja auch der Schulpflicht unterfällt, sozusagen komplett
- 21:55aussondern kann in Sonderklassen. Das ist mit dem Diskriminierungsverbot und dem
- 21:59Gebot der Inländergleichbehandlung auch nicht vereinbar. Also zusammengefasst heißt das: Generelle Sonderklassen
- 22:04für Kinder mit Migrationsgeschichte, das ginge nicht. Einfach wieder mehr Förderschulen bauen
- 22:10und so Kinder mit Behinderungen dahin zu verlagern, das würde zumindest erstmal
- 22:14gehen. Und dann müsste man eben gucken, wie man sozusagen damit umgeht,
- 22:18dass dann Kritik kommt. Was ja auch wirklich groß durch die Medien
- 22:22gegangen ist, ist die Forderung, die Schulpflicht zu einer Bildungspflicht umzuwandeln und
- 22:27so zum Beispiel zu ermöglichen, dass Kinder zu Hause unterrichtet werden. Auch
- 22:32da sagt Michael Wrase: „Nicht so einfach, denn die Schulpflicht ist zwar 00:22:36.000 --> 00:22:41.000 Nicht im Grundgesetz verankert, aber das Bundesverfassungsgericht hat mehrfach entschieden, dass es
- 22:41dabei nicht nur um Bildung geht, sondern auch um gemeinsames Lernen und
- 22:44Kontakte zu anderen sowie Integration. Das betont auch Netzlehrer Bob Blume.
- 22:49Das Ding ist, unabhängig von ihrer Funktion beim Wissenserwerb leistet Schule eine
- 22:56Sache, die man manchmal eher als Problem oder Herausforderung wahrnimmt, was
- 23:01in Wirklichkeit aber ihre größte Stärke ist: nämlich Kommunikation zwischen Menschen, jungen
- 23:08Menschen, die nicht der gleichen Meinung sind. Aber wenn das wirklich kommen
- 23:12sollte, dann hätten wir also Leute, die sich komplett zurückziehen und die
- 23:16von Kindesbeinen an gar nicht damit konfrontiert sind, dass es unterschiedliche Meinungen
- 23:22gibt. Und das fände ich wahnsinnig schlimm. Da hat die Schule
- 23:25also eine wahnsinnig wichtige Aufgabe. Das hat auch das Bundesverfassungsgericht mehrfach so
- 23:30entschieden. Insofern ist es schon ziemlich unwahrscheinlich, dass eine Landesregierung Homeschooling
- 23:35einfach so möglich macht. Naja, man müsste sich ja auch da die
- 23:38Frage stellen, wer die Kinder dann zu Hause unterrichtet. Also das wären
- 23:42ja dann wahrscheinlich meistens die Eltern, und wie man
- 23:46den Lehrerfolg dann kontrolliert, damit die Kinder überhaupt anerkannte Abschlüsse machen können.
- 23:51Da hatte ich einen sehr, sehr lustigen Moment im Gespräch mit dem
- 23:53Bildungsforscher Kai Maatz, und den will ich dir nicht vorenthalten. Man löst
- 23:57die Schulpflicht auf und möchte damit ein Problem lösen, was das System
- 24:01nicht gelöst hat. Das ist eine sehr naive Vorstellung. Und ich kenne
- 24:03aus meinem Umkreis niemanden, der sagt, ich möchte meine Kinder nicht in
- 24:07der Schule haben, sondern möchte sie zu Hause unterrichten. Ich würde einen
- 24:10Teufel tun, um meine Kinder zu Hause zu unterrichten. Corona war eine Woche Zeit
- 24:13gewesen mit den Kindern zu Hause. Ja, aber die AfD greift hier
- 24:17natürlich etwas auf, worin irgendwie eine Wahrheit steckt, nämlich wir haben große
- 24:21Probleme in unserem Bildungssystem. Es gibt da auch Schwierigkeiten, sozusagen Kinder individuell
- 24:27sich anzuschauen. Gerade Kinder, die nicht gut in dieses System integriert werden,
- 24:30können haben dann eben manchmal Schwierigkeiten. Und da gibt es natürlich auch
- 24:33Eltern, auch fernab der AfD, die sich wünschen, dass es andere Möglichkeiten
- 24:36geben würde, eben mit den Kindern gemeinsam zu lernen. Aber dieser Vorschlag
- 24:41der da jetzt im Raum steht, ja, der wird halt so nicht
- 24:43umzusetzen sein. Es gibt so viel, muss man sagen, natürlich auch im
- 24:48AfD-Programm Punkte, die kann man erstmal unterschreiben. Vor allem, wenn man
- 24:51nur die Überschriften liest. Also zum Beispiel optimale Förderung, bestmögliche Bildung für
- 24:56alle, Handwerk stärken. Das hatten wir ja auch schon an anderer Stelle
- 24:59bei der AfD. Talente früh entdecken, Schulbildung nah am echten Leben, mehr
- 25:04Sportunterricht, Schulen erhalten, kostenlose Bücher für jedes Kind. Also da würde ja
- 25:08erstmal niemand streiten, ja, weil das klingt ja auch alles erstmal plausibel
- 25:12und einfach. Aber solche Überschriften stehen auch ja in anderen Wahlprogrammen. Man
- 25:16muss ja immer auch mal ein bisschen mehr reinlesen. Genau, und eben
- 25:19im Wahlprogramm der AfD, da muss ich gar nicht woanders hinschauen, da
- 25:23stehen eben aus meiner Sicht auch sehr gefährliche Dinge. Und das sehe
- 25:26nicht nur ich so, das sehen auch Experten und Expertinnen so. Die
- 25:28AfD will zum Beispiel sehr starken Einfluss nehmen auf die Wahl der
- 25:32Lehrbücher. Die will im Geschichtsunterricht einen deutlichen Schwerpunkt legen auf die Entstehung
- 25:36und die Erfolgsgeschichte des deutschen Staates und dafür eben zum Beispiel weniger
- 25:40über die NS-Zeit sprechen. Naja, und sie wollen Demokratiebildung an Schulen
- 25:45unterbinden. Darüber haben wir ja auch schon in unserer Folge „Wie lernen
- 25:48wir Demokratie“ gesprochen. Hört da gerne doch nochmal rein. Im Wahlprogramm der
- 25:52AfD in Sachsen-Anhalt steht sogar, neben dem Militär oder den Wirtschaftsunternehmen,
- 25:58ist die Schule ein weiterer Bereich, wo das demokratische Prinzip fehl am
- 26:03Platz ist. Also das sind so Sätze, die der Bildungsrechtler Michael Ewrase
- 26:07wirklich als extrem problematisch einstuft. Letztlich finde ich es erstaunlich, dass die
- 26:14AfD hier so offen sagt, was sie machen möchte. Aber hier werden
- 26:18tatsächlich Tendenzen Richtung Totalitarismus sichtbar in diesem Programm. Und ehrlich gesagt, dann
- 26:25ist denen das auch egal, ob das jetzt rechtmäßig ist oder nicht.
- 26:28Und für alle, denen dieses Argument noch nicht reicht, weil sie sagen:
- 26:33„Na gut, Totalitarismus, das können wir doch mal ausprobieren“, obwohl die Landesregierung,
- 26:37wie wir ja besprochen haben, viel Gestaltungsspielraum in der Bildungspolitik hat, das
- 26:41hat natürlich auch ganz reale Grenzen. Also der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt
- 26:45ist zum Beispiel Teil der Kultusministerkonferenz, die eben zum Beispiel auch vergleichbare
- 26:49Bildungsstandards festlegt, Regelungen für das Abitur findet oder eben auch sicherstellt, dass
- 26:54sie gegenseitig Schul- und Lehramtsabschlüsse anerkennen. Und wenn da jetzt Sachsen
- 26:59Anhalt ein komplett eigenes Ding machen würde, könnte es ja dann eigentlich
- 27:04sein, dass so Schulabschlüsse aus Sachsen-Anhalt gar nicht mehr anerkannt werden
- 27:08und damit außerhalb von Sachsen-Anhalt ja auch nichts mehr wert sind.
- 27:13Und das kann ja eigentlich niemand für sein Kind wollen. Unsere Expertinnen
- 27:17und Experten sind auch überzeugt, dass die AfD-Vorschläge in ihrer Gesamtheit
- 27:21die Probleme eher verschärfen als beheben würden, sofern sie juristisch überhaupt umsetzbar
- 27:26sind. Die Frage ist aber: Wie ginge es denn eigentlich besser?
- 27:36Ich würde sagen, schauen wir uns das mal an. Wir haben ja
- 27:39vorhin schon darüber gesprochen, dass das eigentliche Problem schon vor der Schule
- 27:44beginnt, dass wir also verstärkt auch auf die frühkindliche Bildung schauen müssen,
- 27:48damit im besten Fall die Kinder nicht mit so großen Unterschieden eingeschult
- 27:51werden. Dazu sagt Bildungsforscher Kai Maaz, am besten wäre es, Kinder ziemlich
- 27:56früh, so früh wie möglich, in die Fremdbetreuung, zum Beispiel in die
- 28:00Kita, zu bekommen, um eben diese Ungleichheiten früh zu erkennen und dann
- 28:04auch anzugehen. Ich finde, es muss darum gehen, dass wir frühe Bildung
- 28:09insbesondere in der Kita attraktiver gestalten, dass wir qualitätsvolle Angebote haben, dass
- 28:15Familien ihre Kinder dort guten Gewissens hinschicken, weil sie merken: Hey, das
- 28:19Kind hat dort Spaß, das lernt dort etwas. Da müssten wir meines
- 28:22Erachtens noch viel klarer und deutlicher und verbindlicher den Bildungsauftrag von Kita
- 28:27in den Fokus stellen, Bildungsziele formulieren, Bildungsstandards definieren, Zielvereinbarungen formulieren und die
- 28:35Kinder auch gezielt auf Schule vorbereiten. Und Maaz sagt auch, einer der
- 28:39wichtigsten Schritte ist, frühzeitig, also so mit vier, viereinhalb, den Sprachstand von
- 28:44allen Kindern zu überprüfen und das eben auch obligatorisch mit Sprachförderung zu
- 28:49verbinden, wenn es denn nötig ist. Das wird schon in einigen Bundesländern
- 28:52so gemacht. Das machen zum Beispiel auch alle Stadtstaaten in Deutschland. In
- 28:55Sachsen-Anhalt ist es nicht der Fall, wäre aber ein sehr wirksames
- 28:59Mittel, um die Ungleichheiten noch vor dem Eintritt in die Schule auszugleichen.
- 29:03Da muss man aber bei dem Vorschlag, alle Kids so früh wie
- 29:07möglich in die Kita zu bringen, müsste aber auch bedeuten, dass Kitas
- 29:11besser ausgestattet werden müssten. Ja, ganz genau. Da werden wir, glaube ich,
- 29:14insgesamt nicht drum herum kommen. Aber ich glaube, es ist eben auch
- 29:16eine Investition, denn wenn man den Förderbedarf eben früher erkennt, kann man
- 29:20da natürlich auch mehr ausgleichen. Und es ist sozusagen longterm wirklich eine
- 29:24sinnvolle Investition, dem entgegenzuwirken. Und dann sagt Bildungsforscher Kai Maaz, sollten wir
- 29:29auch individueller schauen, welche Kinder wirklich schon schulfähig sind und welche vielleicht
- 29:34auch noch nicht. Und wenn ein Kind noch nicht schulfähig ist, aus
- 29:36welchen Gründen auch immer, dann ist das keine Schande, wenn das ein
- 29:39Jahr später in die Schule geht. Wichtig ist also, wenn ein Kind
- 29:42nicht eingeschult wird, dass man dann das Kind nicht nach Hause schickt
- 29:46und nach einem Jahr wieder guckt, wo es steht, sondern dass dann
- 29:48obligatorische Förderung einsetzt im sprachlichen, sozialen, emotionalen Bereich, da wo das Kind
- 29:53Unterstützung braucht. Das ist übrigens ein Gedanke, der sich bei den Wissenschaftlerinnen
- 29:57und Wissenschaftlern durchzieht. Also individueller aufs Kind schauen, vielleicht sogar datengestützt die
- 30:03Entwicklung im Auge behalten. Nicht nur in Noten, sondern eben auch in
- 30:07Fortschritten des Kindes denken. Und auch sowas wie durchlässigere Schulformen, weil Kinder
- 30:11sich eben unterschiedlich schnell entwickeln und weniger krasse Übergänge, wie zum Beispiel
- 30:15von Grundschule auf weiterführende Schule. Also sowas wie eine Gesamtschule oder eben
- 30:19auch solche Bildungscampus, was man ja jetzt auch immer mal wieder hört,
- 30:23wo eben von Kita bis Gymnasium alles zusammen ist. Das sind eher
- 30:26so Konzepte der Zukunft. Naja, und auch da müsste es ja dann
- 30:31auch wieder bedeuten, dass eben die Lehrkräfte mehr Zeit bekommen, vielleicht auch
- 30:35in bestimmten Bereichen Stoff ausgedünnt wird, um dem Ganzen mehr Raum zu
- 30:40geben. Da sind wir auch ein bisschen wieder bei der Frage vom
- 30:42Anfang: Was soll denn Bildung eigentlich leisten? Und ich erlebe oft, dass
- 30:47viele, auch gerade Eltern, noch denken, es geht darum, Stoff reinzuprügeln und
- 30:51so. Aber Schule ist ja eigentlich ein Ort, wo wir Gesellschaft lernen.
- 30:56Es kommt viel zu kurz, zu diskutieren, zu lernen, andere Meinungen auszuhalten,
- 31:01aber auch konstruktiv vielleicht Argumente zu finden. Überhaupt: Wie kann man zusammenleben?
- 31:06Und das muss ja da auch gesehen werden. Das ist ja sogar
- 31:08das, was das Bundesverfassungsgericht da sogar schon geurteilt hat. Ich glaube, es
- 31:13ist wichtig, dass wir uns vor Augen führen: Das eine ist sozusagen
- 31:15Investition. Also wir werden Geld brauchen in diesem Bereich. Wir werden aber
- 31:19auch nicht drumherum kommen zu schauen: Was wollen wir denn vermitteln? Wie
- 31:23flexibel müssen wir vielleicht Bildungspläne, Lehrpläne gestalten? Wie viel Spielraum geben wir
- 31:28unseren Lehrerinnen und Lehrern? Wie effizient können die vielleicht auch miteinander Lehrinhalte
- 31:33entwickeln, damit das eben nicht jeder Lehrer, jede Lehrerin für sich machen
- 31:37muss? Und wie kriegen wir das sozusagen viel besser angepasst an die
- 31:41Lebensrealität von jungen Menschen? Denn ich glaube, auch Bildung verfängt vor allen
- 31:45Dingen dann, wenn junge Menschen begreifen: Ah, das hat etwas mit mir
- 31:48und mit meinem Leben zu tun. Also zusammengefasst sind ja dann zwei
- 31:52Punkte: Erstens, vor der Schule dafür sorgen, dass die Bildungsungleichheit so gering
- 31:57wie möglich wird. Und dann in der Schule ja die Vielfalt auch
- 32:02fördern, die wir einfach in unserer Gesellschaft haben. Und diese Vielfalt dann
- 32:05zu nutzen. Ganz genau. Der Bildungsforscher Kai Maaz, der hat das ein
- 32:09bisschen anders gesagt, aber ich glaube, ihr meint die gleiche Sache. Das
- 32:12ist im Übrigen eine Forderung nach der ersten PISA-Studie, damals von
- 32:16Jürgen Baumert, dem ersten Leiter der ersten PISA-Studie, formuliert wurde, der
- 32:20glaube ich 2002 mal formuliert hat: „In einem klugen Umgang mit Vielfalt
- 32:25liegt womöglich die eigentliche Herausforderung in der Modernisierung des Bildungssystems.“ Und das
- 32:31trifft heute, 2026, noch genauso zu. Katja, du hast am Anfang der
- 32:36Folge gesagt, eines der Programme, um genau diese Förderung der Chancen und
- 32:41Vielfalt zu erreichen, ist das Startchancen-Programm. Wie funktioniert das denn jetzt
- 32:45genau? Also es gibt drei Säulen: Die Infrastruktur, also moderne Klassenräume, digitale
- 32:51Ausstattung, Barrierefreiheit, Bibliotheken oder auch so etwas wie Fachunterrichtsräume. Die zweite Säule
- 32:56sind Förderangebote, also zusätzliche Förderangebote in Deutsch und Mathe, Lese- oder
- 33:02Sprachförderung, Projekte zur Persönlichkeitsentwicklung, Demokratiebildung, aber auch Kooperationen mit außerschulischen Partnern. Das
- 33:09finde ich auch ganz interessant. Und die dritte Säule sind diese multiprofessionellen
- 33:13Teams, die hat Kai Maaz vorhin schon mal angesprochen. Und die findet
- 33:16auch unser Netzlehrer Bob Blume sinnvoll, bezweifelt aber, dass das so einfach
- 33:20umzusetzen ist. Da gibt es Personen für zum Beispiel Sprachförderung, Sozialarbeiter, Schulpsychologen.
- 33:26Naja, und das wäre sinnvoll, wenn wir genug hätten. Aber wir haben
- 33:31ja nicht nur einen Lehrkräftemangel, sondern wir haben insgesamt auch einen Fachkräftemangel.
- 33:36Und multiprofessionelle Teams bedeuten natürlich gleichzeitig, dass man noch mehr Personen aus
- 33:41anderen Professionen reinzieht. Wäre das sinnvoll? Wäre es auf jeden Fall. Ist
- 33:45es realistisch umsetzbar innerhalb der nächsten Zeit? Ich fürchte eher nicht. Wie
- 33:49so oft geht es also hier um Ressourcen. Die Vorschläge und Forderungen
- 33:55klingen gut, aber es bleibt natürlich die Frage der Machbarkeit. Das gilt
- 33:59für den Mangel an Lehrerinnen und Lehrern. Das gilt aber auch in
- 34:03Bezug auf die Modernisierung von Schulen, wenn, wie wir auch wissen, die Kassen
- 34:08klamm sind. Wie schätzt du das denn ein? Wie viel kann dann
- 34:12so ein Startchancen-Programm wirklich bewegen? Naja, ich glaube, das Start-
- 34:17chancen-Programm ist ein Anfang. Also in Sachsen-Anhalt gibt es mittlerweile
- 34:2097 Schulen, die von diesem Programm profitieren. Die wurden anhand von sozialen
- 34:24Kriterien ausgewählt, und 60 Prozent sind Grundschulen. Die übrigen 40 Prozent sind
- 34:29weiterführende und auch berufsbildende Schulen. Also das Startchancen-Programm ist wahrscheinlich
- 34:34schon ein wichtiger Baustein. Gleichzeitig muss man aber sagen: 20 Milliarden Euro
- 34:39auf zehn Jahre verteilt, das ist jetzt auch nicht die Welt. Zumal
- 34:44wir ja sogar einen Investitionsstau in diesem Bereich haben. Und es gibt
- 34:48eben auch noch keinen Plan, wie es nach diesen zehn Jahren weitergeht.
- 34:51Also das Programm läuft 2034 aus. Wenn bis dahin keine gute andere
- 34:56Finanzierung gefunden ist, bricht das, was man da aufgebaut hat, dann auch
- 34:59wieder zusammen. Ja, und dann: Wie geht es weiter? Also Bildung ist
- 35:03ja so ein wichtiger Faktor für unsere Gesellschaft, für die Wirtschaft, für
- 35:06die Demokratie. Man wird ja hier irgendwie Geld in die Hand nehmen
- 35:10müssen. Ja, das glaube ich auch. Aber es geht eben nicht nur
- 35:14ums Geld. Also selbst die Bildungsforscher sagen, wir brauchen vor allem als
- 35:18allererstes erstmal Zielvorgaben. Ja, was wollen wir denn eigentlich in diesem Bereich?
- 35:23Und auch kluge Konzepte. Also nur mal so ein paar Gedanken, die
- 35:26ich aus den Gesprächen mit rausgenommen habe: Muss jede Schule für jeden
- 35:30Fachunterricht Lehrerinnen und Lehrer haben? Oder könnte man ab einer bestimmten Klassenstufe
- 35:35durch hybride Modelle da nicht auch Entlastung schaffen? Gibt es in Zukunft
- 35:39vielleicht mehr Formen wie den Bildungscampus, wo von Kindergarten bis Gymnasium oder
- 35:44Berufsschule alles an einem Ort ist und die Übergänge fließend sein können,
- 35:47aber eben unter einer Verwaltung, die dann auch effizienter und vielleicht auch
- 35:51kostengünstiger arbeiten kann? Kosten und verbindliche Sprachstandstests, haben wir ja heute darüber
- 35:57gesprochen, und frühkindliche Förderung, wirklich mehr als dann eben diese Ungleichheiten, die
- 36:01daraus entstehen und die sich durch die ganze Bildungslaufbahn ziehen. Also ich
- 36:05finde, darüber lohnt es sich mindestens genauso nachzudenken. Und was Netzlehrer Bob
- 36:10Blume noch sagt, ist: Wir müssen eben auch an unserer Haltung zur
- 36:14Schule arbeiten. Schule funktioniert wie ein nicht immer sehr leckerschmeckendes, aber feststehendes
- 36:2212-Gänge-Menü. Du musst halt jeden Gang essen, egal ob du
- 36:25Bock hast oder nicht. Gesellschaftlich leben wir aber in Zeiten von Netflix.
- 36:30Du suchst dir dieses raus, jenes raus, was deinen Interessen entspricht. Ganz
- 36:33so stark kann Schule das nie machen, weil ich würde sagen, es
- 36:37gibt immer Inhalte. Da wäre es schlecht, wenn man sich gegen die
- 36:40entscheidet. Sondern die wichtigste Frage ist erstmal: Wie können wir als Gesellschaft
- 36:44und vor allen Dingen in den Schulen dafür sorgen, dass Bildung als
- 36:48relevant wahrgenommen wird von den jungen Leuten? Das wäre schon sehr viel
- 36:55Ja, und damit sind wir mit dieser Folge über das Bildungssystem auch
- 36:59schon fast am Ende. Ich habe allerdings noch einen kleinen Bildungstipp für
- 37:03euch, und zwar einen musikalischen. Die Initiative „Lieder aus Sachsen-Anhalt“ veröffentlicht
- 37:08auf ihrem YouTube- und Instagram-Account jede Woche einen neuen Song
- 37:12von Musikern und Musikerinnen aus der Region. Und hier mal eine kleine
- 37:15Erklärung vom Initiator David Perner: „Wir haben viele interessante MusikerInnen und Bands
- 37:21aus Sachsen-Anhalt, die einen Beitrag leisten wollen zur politischen Debatte. Im
- 37:26Juli erwartet uns beispielsweise noch Harlequin, eine Hip-Hop-Gruppe aus Magdeburg,
- 37:31die einen super interessanten Text geschrieben hat. Es wird uns noch eine
- 37:36Band aus der katholischen Musik, aus der Kirchenmusik sozusagen, einen Song liefern.
- 37:41Wir haben noch eine Hardrock-Band im Angebot und, und, und. Also
- 37:46das wird noch sehr spannend. Herzliche Einladung an alle Hörerinnen und Hörer,
- 37:50jeden Sonntag um 18 Uhr auf unseren Kanälen auf Instagram oder auf
- 37:53YouTube hineinzuschauen und sich die Songs anzuhören. Es lohnt sich auch, die
- 37:57Playlist aller Songs, die bisher erschienen sind, anzuhören. Das ist eine tolle
- 38:02Unterstützung beim Nachdenken und beim Streiten, auch also beim guten Streiten, um
- 38:08die richtige Haltung und die richtige Sache, je nachdem, was das für
- 38:13einen bedeutet. Und es ist ein tolles Zeichen für Vielfalt in unserem
- 38:17Bundesland. Wenn ihr noch mehr Tipps und Hintergrundinfos haben wollt, dann abonniert
- 38:21doch unseren Newsletter. Unsere Redakteurin Anne hat jede Woche die besten Infos
- 38:25für euch gut aufbereitet und direkt in eurem Postfach. Habt ihr selbst
- 38:30noch Veranstaltungstipps oder Orte, die man in Sachsen-Anhalt gesehen haben muss?
- 38:34Oder kennt ihr engagierte Menschen, denen ihr schon immer mal Danke sagen
- 38:37wolltet? Dann schreibt uns eine Mail an dazwischen@detektor.fm oder
- 38:42schickt uns eine Sprachnachricht. Die Nummer dafür verlinken wir in den Shownotes.
- 38:47Nächste Woche ist bei uns Maximilian Schneller zu Gast, besser bekannt als
- 38:51maximal demokratisch. Er macht politische Inhalte im Netz, vor allem für junge
- 38:56Menschen. Und wir wollen natürlich wissen: Was treibt ihn an? Welche Kritik
- 38:59begegnet ihm? Und wie blickt er denn so auf die aktuelle Situation
- 39:03in Sachsen-Anhalt? Wir sprechen natürlich auch über seinen Werdegang, seine Überzeugungen
- 39:08und die Herausforderungen politischer Kommunikation in den sozialen Netzwerken. Es wird auf
- 39:12jeden Fall spannend. Ich freue mich drauf. Bis nächste Woche!
- 39:25Untertitelung im Auftrag des ZDF für funk 2017. Projektleitung: Christian Bonnert.