Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg - News: Grundsteuer-Check, digitale Wärmeplanung und ein Serien-Überfall in Lurup
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 17. März. Reform der Grundsteuer, Einnahmen über Zielmarke, kommunale Wärmeplanung, Hamburg stellt Entwurf vor, drei Überfälle auf ältere Frauen, Serientäter in Lurup, Start-up Cargo Nex, vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Die über Jahre vorbereitete Reform der Grundsteuer war mit einem zentralen Versprechen verknüpft. Aufkommensneutralität. Die Bundesländer wollten jedes für sich durch die Reform nicht mehr, aber auch nicht weniger einnehmen. Für Hamburg lag diese Messlatte bei 510 Millionen Euro pro Jahr. Nun stehen die Einnahmen für 2025, das erste Jahr, in dem die reformierte Steuer galt, fest. Und siehe da, die Hansestadt hat etwas mehr eingenommen als geplant. Aber die Finanzbehörde hat eine Erklärung dafür und sieht daher keinen Grund, den Grundsteuerhebesatz anzupassen. Exakt 519 Millionen Euro habe Hamburg im vergangenen Jahr an Grundsteuern eingenommen, teilte das Statistikamt Nord mit. Das seien 18 Millionen Euro oder 3,5 Prozent mehr als im Jahr 2024 gewesen. Auf die Grundsteuer B, die wichtigste Säule und der Bezugspunkt für die versprochene Aufkommensneutralität entfielen 515 Millionen Euro. Damit lagen die Einnahmen also 5 Millionen Euro über der vom Senat selbst auferlegten Zielmarke und sogar 11 Millionen über dem, was aufgrund der Steuerbescheide von der Finanzbehörde erwartet worden war. Finanzsenator Andreas Dressel, SPD, hat eine einfache Erklärung dafür. Im jetzt vom Statistikamt vermeldeten Gesamtaufkommen sind auch Nachzahlungen für Vorjahre enthalten. Deswegen liegt dieser Gesamtwert leicht über den 510 Millionen Euro. Auch die Statistiker hatten auf diesen Sondereffekt verwiesen, ohne ihn zu beziffern. Rechne man ihn hinaus, werde die zugesagte Zielmarke sogar leicht unterschritten, so Dressel. Die Hamburger Umweltbehörde hat ihren Entwurf zur kommunalen Wärmeplanung vorgestellt. Mit diesem Instrument planen Städte und Gemeinden in Deutschland den Umstieg auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Es wird dabei der aktuelle Wärmebedarf erhoben und definiert, welche Gebiete zukünftig durch Wärmenetze und welche durch dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen versorgt werden. Städte von mehr als 100.000 Einwohnern sind gesetzlich verpflichtet, ihre Wärmeplanung bis 30. Juni 2026 vorzulegen. Dieser Pflicht kommt Hamburg nun nach. Die Hamburger können damit von sofort an auf einer interaktiven Karte nachsehen, welche Heizungsform an ihrem Standort in Frage kommt. Man kann also feststellen, ob am eigenen Wohnort ein Anschluss an die Fernwärme möglich ist oder ob man eine dezentrale Heizung, also etwa eine Wärmepumpe, benötigt. Das Ganze ist recht einfach. Man gibt seine Adresse ein und die Karte zoomt dann auf den betreffenden Wohnort. Eine 86 Jahre alte Frau ist in Lurup Opfer eines dreisten Raubes geworden. Wie Polizeisprecher Thilo Marksen auf Abendblatt-Anfrage bestätigt, war die Seniorin auf der Ueckerstraße unterwegs, als ein komplett in schwarz gekleideter Jugendlicher ihr plötzlich die Handtasche entriss. Die 86-Jährige war nach ersten Erkenntnissen der Polizei gerade auf dem Weg zurück zu ihrer Wohnung, als sie von dem ihr unbekannten Jungen angesprochen wurde. Unter dem Vorwand, Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung zu suchen, verwickelte der augenscheinlich 16 bis 19 Jahre alte Junge sie in ein Gespräch. In dessen Verlauf schubste er die Seniorin plötzlich, entriss ihr die Handtasche und flüchtete anschließend auf einem E-Scooter in unbekannte Richtung. Durch den Sturz wurde die 86-Jährige schwer an ihrer Hüfte verletzt. Passanten riefen den Notarzt. Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt wurde die Frau in ein nahes Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht. Bereits im Januar ist es in Lurup zu zwei Überfällen auf ältere Damen gekommen. Da auch in diesen Fällen der Täter immer als ein jugendlicher Mann beschrieben wurde, der nach seiner Tat stets auf einem E-Scooter die Flucht ergriff, ermittelt die Polizei momentan, ob es sich in den drei Fällen um den gleichen Täter handeln könnte. Auch die beiden anderen Opfer, eine 70- und eine 81-Jahre-alte Frau, wurden bei den Raubüberfällen schwer verletzt. Es ist ein Start-up, auf dem einst die schönsten Hoffnungen ruten. Cargo Next aus Hamburg wurde 2018 mit dem von Haspa, Abendblatt, Handels- und Handwerkskammer vergebenen Hamburger Gründerpreis ausgezeichnet. Im Jahr darauf gehörte das junge Unternehmen mit seiner revolutionär anmutenden Technologie zu den Finalisten beim Deutschen Gründerpreis. Cargo Next werde die Logistikbranche effektiver, kostengünstiger, weniger klimaschädlich machen. Das war die Erwartung. Sie hat sich bislang nicht erfüllt. Mehr noch. Das Amtsgericht Hamburg hat jetzt auf Antrag der Unternehmensführung ein vorläufiges Insolvenzverfahren bei der Cargo Next Software GmbH eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Sanierungs- und Insolvenzexperte Nikolas Kaiser von der Kanzlei Turner Legal berufen. Cargo Next steckt in Finanznot. Schon wieder. Denn erst im Juli 2025 war ein vorläufiges Verfahren bei der damaligen Cargo Next GmbH gestartet worden. Die Idee der Cargo Next Gründer, eine KI-gestützte Software vermittelt Ladung an Speditionen, deren LKW bei einer Tour noch nicht ausgelastet sind oder Leerfahrten machen müssten. Während sich Autofahrer in Deutschland derzeit über die kletternden Preise an den Tankstellen ärgern, vermeldet der Allgemeine Deutsche Automobilclub, ADAC. Auch im ÖPNV kennt die Preiskurve nur eine Richtung. Die Ticketpreise steigen ebenfalls im Schnitt um rund 27 Prozent in den vergangenen fünf Jahren, während die kumulierte Inflation bei 22 Prozent lag. Bei den Monatstickets liegt Hamburg mit 83 Euro im Mittelfeld. Ihre Preise reichen von 71,40 Euro in München bis zu 140,50 Euro in Bonn und Köln, berichtet der ADAC. Und damit sind sie allesamt teurer als das Deutschland-Ticket, derzeit 63 Euro, nutzbar in sämtlichen Verkehrsmitteln des Nah- und Regionalverkehrs in ganz Deutschland, das den klassischen Monatstickets daher zunehmend den Rang abläuft. Mehr als 14 Millionen Menschen nutzen das Deutschland-Ticket derzeit. Allein im HVV sind es rund 1,2 Millionen Fahrgäste. Er sagt, wir sind die Entscheider über unsere Zeiten und unsere Gesellschaft. Also einfach mal machen. Das klingt nach Politik und zum Teil macht Egbert Rühl die auch. In den Händen des Chefs der Hamburg Kreativgesellschaft, die inzwischen 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat, liegt ein Teil der Zukunft der Stadt und der ist nicht ganz klein. In unserer Reihe Entscheider treffen Heider spricht Rühl über die Zukunft der Medien und der Werbung in Hamburg, über Immobilien, die sein Unternehmer für Kreative besorgt und verrät, wie die Wirtschaft wieder in Schwung kommen kann. Wichtigste Erkenntnis, Hamburg ist und bleibt die Hauptstadt des Journalismus, trotz meines Lieblingskollegen. Zu hören unter www.abendblatt.de-entscheider. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat.