Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg News: Zwischen Uni-Beben, Hafen-Sabotage und HSV-Strafrekord
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 3. Februar. Die Universität Hamburg. Vom Spitzenreiter zu Hiobsbotschaften. Lust auf Alster-Eisvergnügen. Umweltbehörde bremst. Eis auf der Elbe behindert den Verkehr. Hamburg erlebt einen Radverkehr-Boom. Viele Jahre lang sorgte die Universität Hamburg praktisch nur für positive Schlagzeilen. Spektakulär viele Forschungsbereiche exzellent, die ganze Hochschule eine Exzellenzuniversität, zahlreiche Gebäude, wenn auch mit Verspätungen, saniert, Aufstieg unter die Top-Universitäten des Landes. Jahr um Jahr wurde grünen Politikerin Katharina Fegebank als Wissenschaftsministerin des Jahres ausgezeichnet, und Unipräsident Hauke Hekerin als herausragender Hochschulmanager immerhin nominiert. Doch in den vergangenen Monaten gibt es fast nur Hiobsbotschaften vom Campus im Grindelviertel. Dabei geht es nicht um die Güte von Forschung und Lehre, sondern ums liebe Geld. Und die Sorge, dass sich der harte Sparkurs, der der Uni verordnet wurde, schon bald eben doch auf die Qualität auswirken könnte. Der AStA riet kürzlich sogar davon ab, ein Studium an der Uni Hamburg aufzunehmen. Das Präsidium der Uni Hamburg hat diese Einschätzung zwar zurückgewiesen, zuvor aber selbst vor irreversiblen Strukturschäden gewarnt. Hamburg hat Lust auf das Alstereisvergnügen, aber die Umweltbehörde bremst. Das ist völlig unrealistisch, dass das in diesem Jahr noch klappt, sagt Philipp Wenzel, Sprecher der Umweltbehörde. Denn das Eis sei trotz der knackig kalten Temperaturen der vergangenen Wochen an vielen Stellen äußerst brüchig und, wenn überhaupt, nur wenige Zentimeter dick. Beim Betreten vermeintlich zugefrorener Stellen besteht absolute Lebensgefahr, warnt Wenzel. Damit die Eisfläche zehntausende Menschen gleichzeitig sicher tragen kann, wäre eine durchgehende Kerneisdicke von mindestens 20 Zentimetern erforderlich, sagt Wenzel. Das Eis wächst jedoch langsam. Selbst bei dauerhaften Temperaturen von minus 10 Grad nimmt die Dicke laut Umweltbehörde nur etwa einen Zentimeter pro Tag zu. Vorausgesetzt, keine isolierende Schneeschicht verhindert das Wachstum. Interessanterweise reichten 1997 noch 15 Zentimeter für das Alster-Eisvergnügen. Wann es soweit ist? Die Ergebnisse werden im Eiszustandsbericht festgehalten. Doch der ist seit dem 26. Januar nicht aktualisiert worden. Diese Messungen führen wir derzeit gar nicht durch, sagt Wenzel. Polizei und Generalstaatsanwaltschaft haben zwei Arbeiter festgenommen, die in Verdacht stehen, eine Korvette der Bundeswehr im Hamburger Hafen sabotiert zu haben. Nach Informationen der BILD wurden ein Rumäne, 37, und ein Grieche, 54, festgenommen. Die Festnahmen erfolgten in Hamburg und in einem Dorf in Griechenland. Darüber hinaus wurden Wohnungen der Beschuldigten in Hamburg, Rumänien und Griechenland durchsucht. Dahinter steckt ein Sabotageakt auf der Hamburger Werft Blom und Voss. Dabei sollen mehrere Kilogramm Metallspäne in den Antrieb der Corvette Emden gekippt worden sein, die bei der Werft fertiggestellt worden ist. Schwerere Schäden blieben aus, weil die Fremdkörper entdeckt wurden, bevor das Schiff, das demnächst an die Marine ausgeliefert werden soll, in Betrieb ging. Das Eis auf der Elbe behindert den Verkehr der Fähren im Hamburger Hafen. Wegen der aufgestauten Eisschollen vor der Schleuse und dem Sperrwerk in Geesthacht kommt in Hamburg weniger Wasser an. Das Eis verstopft da quasi alles, erklärte der Schiffsführer der Hadag-Fähre, Reeperbahn, Fabian Klähen. Das Wasser im Hafen sei ungefähr zwei Meter niedriger als üblich. Dadurch können wir bei Niedrigwasser einige Anleger nicht bedienen, sagte Klähen. Als Beispiele nannte er die Anleger Steinwerder auf der südlichen Elbseite und die Ernst-August-Schleuse im Hafen. Auch das Anlegen sei schwierig, wenn die Strömung das Eis zwischen Ponton und Schiff drücke. Um die Schollen wegzuschieben, müsse die Fähre dann mehrfach vor- und zurücksetzen, erklärte der Schiffsführer. Die Folge seien Verspätungen. Es könne auch passieren, dass man selbst mit der ganzen Maschinenleistung nicht anlegen könne. Nach der Eisperiode müssen die Schiffe neu lackiert werden. Wegen der anhaltend frostigen Temperaturen warnt der ADAC vor Schlaglöchern auf norddeutschen Straßen. Auch der Senat geht davon aus, dass es vermehrt zu Winterschäden kommt. Kann aber keine Zahlen nennen, was den Umgang damit angeht, wie aus der Antwort auf eine schriftliche kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Philipp Heißner hervorgeht. Auf die Frage, wie viele Schlaglöcher pro Jahr gemeldet und instand gesetzt werden, heißt es lediglich, eine Statistik im Sinne der Fragestellung wird nicht geführt. Das Hamburger Straßennetz hat eine Gesamtlänge von über 4000 Kilometern. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und einer hohen Verkehrsbelastung auch Schäden vorkommen, die nicht unmittelbar nach ihrer Entstehung beseitigt werden können, schreibt der Senat weiter. Auch auf die Frage, wie lange es in Hamburg von der Meldung eines Schlaglochs bis zu dessen Reparatur braucht, verweist er auf die fehlende Statistik. Nur so viel. Die Bearbeitungszeit variiert und ist abhängig von der Dringlichkeit des Schadens, der Lage, der Größe sowie der Verfügbarkeit von Fachfirmen und Einsatzkräften. Verkehrsgefährdende Schäden würden dabei in der Regel kurzfristig, häufig innerhalb weniger Tage, gesichert und behoben. Nicht verkehrsgefährdende Schäden im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung nach Priorität abgearbeitet. Der Radverkehr in Hamburg hat nach Berechnungen der Verkehrsbehörde im vergangenen Jahr weiter zugenommen, während der Autoverkehr rückläufig ist. Nach Angaben der Behörde stieg der Radverkehr im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 4 Prozent. Im Vergleich zu 2019 betrug das Plus sogar 32 Prozent. Und seit 2000 habe sich der Radverkehr mit 118 Prozent mehr als verdoppelt. Der Autoverkehr sei dagegen im vergangenen Jahr um 1 Prozent zurückgegangen, nachdem er bereits 2024 um 2 Prozent gesunken sei. Seit 2019 habe der Kfz-Verkehr um 12 Prozent in Hamburg abgenommen, im Vergleich zum Jahr 2000 um 19 Prozent. Die Zahl der in Hamburg zugelassenen Autos sank den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um rund 3000, während die Einwohnerzahl der Hansestadt weiter steigt. Dass der Radverkehr weiter zunehme und der Autoverkehr zurückgehe, sei ein weiteres Signal für den Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität, sagte Verkehrssenator Agnes Tsiaks, Grüne. Wir arbeiten daran, die Alternativen zum eigenen Auto so attraktiv zu gestalten, dass sie die bessere Wahl für immer mehr Bewohner unserer Stadt sind. Im Prozess um die Entführung der Blockkinder hat der mutmaßliche Chef der Kidnapper erneut vor dem Landgericht ausgesagt. Dabei wurde der 68-Jährige von der vorsitzenden Richterin anhand von Fotos zum Geschehen in der Silvesternacht 2023-2024 und den folgenden Tagen befragt. Unter anderem ging es dabei um das Wohnmobil, mit dem die damals 10 und 13 Jahre alten Blockkinder aus Dänemark auf einen Bauernhof in Süddeutschland gebracht worden waren. Der Zeuge bestätigte, das Wohnmobil zu kennen. Ich habe das Fahrzeug gefahren, sagte er. Auch den Bauernhof auf den Fotos erkenne er wieder. Ebenso ein Zimmer, in dem sein Team nach der Rückholung der Kinder zusammengesessen habe. Dort habe sich Christina Block bedankt. Der Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens wird beschuldigt, die Entführung der Block-Kinder organisiert und durchgeführt zu haben. Nach Aussage eines anderen Zeugen soll der Mann Berufssoldat bei den israelischen Spezialkräften und Abteilungsleiter beim Geheimdienst Mossad gewesen sein. Christina Block ist angeklagt, die Entführung der Kinder vom Vater aus Dänemark in Auftrag gegeben zu haben. Die 52-Jährige bestreitet das. Es steht 1 zu 0 nach Choreos, hatte HSV-Stadionsprecher Christian Stübinger kurz vor dem Anpfiff des Nordderbys gegen Werder Bremen gesagt. Die Nordtribüne hatte einmal mehr eine beeindruckende Choreografie vorbereitet. Und auch während des Spiels sorgten die HSV-Ultras für visuelle Hingucker. Mindestens 68 bengalische Feuer, 51 Blinker und 5 Rauchtöpfe wurden gezündet, mit den erwartbaren Folgen. Der HSV wurde vom DFB-Sportgericht für das Spiel gegen Werder Bremen im Dezember und in sieben weiteren Fällen mit einer Geldstrafe von 503.400 Euro belegt. 167.500 Euro können die Hamburger davon für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Insgesamt musste der HSV in dieser Saison bereits 629.400 Euro an den DFB zahlen, mehr als jeder andere Verein in Deutschland. Union Berlin 242.000 und der FC St. Pauli 144.600 folgen auf Platz 2 und 3 der DFB-Strafentabelle. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.