Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Die dunkle Zeit
Transcript
- 0:00Meine Damen und Herren, mein Name ist Sven und herzlich
- 0:03Willkommen bei Borderline. Wie ihr seht, ich darf immer
- 0:09noch auf die Couch, scheinbar war ich war ich brav, ja machen
- 0:15wir uns mal gemütlich so neue Folge, neues Glück, aber nicht
- 0:25bevor ich euch nicht einmal kurz.
- 0:29Das neue Buch von mir strukturtagebuch vorgestellt
- 0:33habe. Dort könnt ihr eure
- 0:39Tagesstrukturen planen, ihr könnt den Tag bewerten, ihr
- 0:43könnt euch bewerten und so weiter und sofort ganz wichtig
- 0:49für Leute, die Strukturen brauchen und es leid sind, die
- 0:54auf irgendwelche Zettel zu schmieren.
- 0:56Dieses Tagebuch hat ich weiß gar nicht, wie viel Seiten es
- 1:00reicht, glaube ich, für etwas über ein halbes Jahr kosten nur
- 1:03kleines Geld, ich glaube 9€ irgendwas bei Amazon.
- 1:07Der Link ist in den Show Notes dann mein Herzstück, mein
- 1:15Gedichtband, geschrieben von einem Borderliner, der nicht
- 1:19wusste, dass er einer ist. Und es gibt Kuchen und Bier,
- 1:25also ich. Hier sind ich glaube knapp 100
- 1:28Gedichte von mir drin. Und ja, wer da Bock drauf hat,
- 1:33kann gerne dort hineinschauen, so Onkel Otto, fangen wir mal an
- 1:41erstmal einen Kaffee, erstmal einen Kaffee und zwar wie ihr
- 1:47alle gemerkt habt wird es relativ früh dunkel.
- 1:51Oh mein Gott. Und es zieht sich auch bei mir
- 1:55durch die ganzen Coachings, dass jetzt aktuell natürlich, wie
- 2:02quasi jedes Jahr, wenn es so auf Weihnachten zugeht, dass relativ
- 2:06harte Zeit wird. Und was meine ich mit hart,
- 2:11viele von uns sind vielleicht alleine oder kommen gerade mit
- 2:16irgendwas nicht so wirklich klar und dann ist es natürlich immer
- 2:19so ein bisschen mies. Wenn es denn auf Weihnachten
- 2:22zugeht, da schließe ich mich auch mit ein, weil das
- 2:30Weihnachten, so wie man es kannte, das findet so nicht mehr
- 2:33statt und wie man es als Kind kannte, vielleicht findet schon
- 2:37lange nicht mehr statt und es ist die Jahreszeit, wo, da
- 2:43brauchen wir gar keinen, gar keinen großen Hehl draus machen,
- 2:46es ist die Jahreszeit Jahreszeit.
- 2:49Wo natürlich auch die meisten Selbstmordraten nach oben
- 2:55korrigiert werden. Sagen wir es mal ganz
- 2:56vorsichtig. Ja, wo halt einfach viel Suizid
- 2:59passiert und ich möchte mit der Folge so ein bisschen dazu dazu
- 3:05aufmuntern, dass ihr euch gerade jetzt in dieser dunklen Phase
- 3:11vielleicht nicht so ja diesen, wie soll ich sagen, diesen.
- 3:19Diesen Zustand nicht so hingebt, sondern dass ihr, dass ihr
- 3:22anerkennt, okay Pass mal auf, es ist wie es ist.
- 3:26Es ist gerade eine schwierige Phase, so wie ihr ja quasi oft
- 3:30schwierige Phasen im Jahr auch habt und es gibt unzählige
- 3:37Möglichkeiten, als auch gerade die Social Media, wie man
- 3:41vielleicht ja dieser Sache seinen eigenen Stempel
- 3:46aufdrücken kann. Indem man vielleicht sagt, OK,
- 3:49ich bin zwar Weihnachten alleine, aber es gibt genug
- 3:51Angebote auf Social Media. Es gibt auch genug Angebote
- 3:56seitens irgendwelcher Institutionen, ja, Graule zwar
- 4:01so ein bisschen, aber sei es Kirche oder oder oder, wo
- 4:06einfach auch vieles angeboten wird, also ihr müsst Heiligabend
- 4:09oder Weihnachten. Müsst ihr nicht alleine sein und
- 4:12ich gebe auch jedem wirklich den Rat, da aktiv sich jetzt schon.
- 4:16Deswegen hau ich die Folge jetzt auch raus.
- 4:19Wir haben jetzt Anfang Dezember, wenn die Folge kommt, haben wir
- 4:23sogar schon den ersten, deswegen hau ich die jetzt schon raus,
- 4:26damit ihr euch darauf vorbereiten könnt, damit ihr
- 4:28vielleicht noch diese 3 Wochen die da noch bleiben damit ihr
- 4:32die nutzen könnt euch Gedanken darüber zu machen, was mache ich
- 4:35eigentlich über die Festtage. Es ist nicht so, dass dass ja
- 4:43Weihnachten quasi jetzt, wie soll ich sagen, eine andere Zeit
- 4:49ist oder eine andere Zeitrechnung oder dass
- 4:52Weihnachten jetzt was, was wahnsinnig groß, groß,
- 4:56spezielles wäre. Ich meine, wir feiern, wir
- 4:59feiern die Geburt von jemandem, die kennen wir und den kennen
- 5:02wir gar nicht, und der hat sich, ich weiß nicht, also bei mir hat
- 5:04er sich nicht vorgestellt. Muss ich mal sagen.
- 5:08Dafür, dass ich jedes Jahr seinen Geburtstag Feier, finde
- 5:12ich das ganz schön dreist. Gut, aber lass mal dem
- 5:15Zimmermann einfach mal seinen Glauben und was ich damit sagen
- 5:21will, es ist eigentlich ist es ja eine Phase des Jahres wie
- 5:26jede andere auch, aber natürlich natürlich ist es eine andere
- 5:30Stimmung das. Die Weihnachtsmärkte haben
- 5:32offen, alles ist bunt beleuchtet.
- 5:34Dies das jenes brauche ich euch alles nicht zu erzählen und an
- 5:41keinem geht diese Jahreszeit irgendwie vorbei, jeder ist
- 5:44irgendwie sentimental an irgendetwas gebunden, sei es an
- 5:48Erinnerungen, sei es, dass vielleicht dann auch Leute
- 5:52fehlen, die sonst da waren, die vielleicht also wenn wir über
- 5:56Trennung sprechen, über Todesfälle.
- 5:59Oder, oder, oder. Dann ist das natürlich eine
- 6:02krasse Nummer, aber jeder Geburtstag von jemandem, der
- 6:07nicht mehr da ist, ist eine krasse Nummer.
- 6:09Jeder Sommer, jeder jeder Ferien, also jeder Urlaub ist
- 6:12eine krasse Nummer. Im Prinzip ist der ganze Alltag
- 6:15erstmal eine krasse Nummer, aber zu Weihnachten ist es noch mal
- 6:21was spezielles und für alle, die jetzt sagen, ich habe mit
- 6:24Weihnachten Weihnachten nichts am Hut, das ist mir egal.
- 6:28Das glaube ich jedem einzelnen nicht.
- 6:32Das kann man sich einreden und da findet dann auch wieder so
- 6:35ein Verdrängungsmechanismus statt, den ich als nicht gesund
- 6:39erachte. Man darf sich ruhig damit
- 6:41auseinandersetzen, man darf sich darüber Gedanken machen, boah
- 6:46was, was, warum tangiert mich das überhaupt, wieso berührt es
- 6:51mich überhaupt, wieso ist es? So wie es ist.
- 6:58Und dann gibt es natürlich auch diejenigen, die sagen, Boah, ich
- 7:02freue mich voll darauf, weil ich treffe meine Familie, ich treffe
- 7:05den, ich treffe die, ich treffe keine Ahnung, Onkel Hubert und
- 7:08Tante Rosi und Oma bremse, Oma Bremse ist auch eigentlich in
- 7:12jeder Familie und ich kann nur an jeden appellieren, der
- 7:18vielleicht ein ein gutes Weihnachten hat, dass er
- 7:21vielleicht jemanden, den er kennt.
- 7:24Der ein weniger gutes Weihnachten vielleicht haben
- 7:26könnte. Einfach mit ins Boot nimmt und
- 7:28sagt Ey, dann Feier doch bei mir oder lass uns zusammen irgendwas
- 7:31machen oder komm mit zu meiner Familie oder komm einfach
- 7:34Heiligabend vorbei und wir keine Ahnung gucken was weiß ich,
- 7:40stirb langsam Teil 31 bis 144 aber ihr wisst wie ich meine,
- 7:45dass jeder so ein bisschen auf seinen, auf seinen, auf seinen
- 7:47direkten Nachbarn achtet. Auf seinen direkten Freund, auf
- 7:52sein direktes Umfeld. Dann ist schon viel erreicht,
- 7:56wenn da so ein bisschen die Kommunikation stattfindet, so
- 7:59Ey, du musst nicht alleine sein, du musst es einfach nicht, sei
- 8:04einfach mit uns, sei in Gesellschaft, wir müssen keine
- 8:07Geschenke verteilen, aber wir bringen den Abend, wir
- 8:09verbringen den Abend und wir verbringen die, die die 3, also
- 8:13die 2 Feiertage und Heiligabend verbringen wir zusammen.
- 8:18Also keiner ist dazu gezwungen, quasi allein zu sein.
- 8:23Es gibt immer eine Möglichkeit bei uns zum Beispiel in der
- 8:27Borderline Community wird es sicherlich sicherlich über
- 8:31Weihnachten auch Streams geben, in der Telegrammgruppe
- 8:34allerdings und es wird auch silvestern Stream geben, das ist
- 8:40das ist schon, das ist schon sicher, das sind so die Social
- 8:44Media Angebote. Ich kann aber auch nur
- 8:48eigentlich dringend davon abraten, den Armen mit Tik tok
- 8:53zu verbringen zum Beispiel oder mit keine Ahnung, insta oder was
- 8:58weiß ich, weil dann natürlich auch viele Kurzvideos laufen.
- 9:05Viele Reals laufen, die dann wieder direkt mit dem Thema zu
- 9:09tun haben und dementsprechend natürlich logischerweise auch
- 9:13triggern können, wenn man schon in der.
- 9:16In der Situation ist, dass man, dass man Heiligabend alleine ist
- 9:21und sich dann zusätzlich triggert.
- 9:24Ich halte es für eher kontraproduktiv, deswegen guckt
- 9:28jetzt schon, dass ihr eine Möglichkeit findet, euch dem
- 9:31Ganzen entweder zu entziehen, oder ja es mit jemandem zu
- 9:36verbringen, mit dem ihr mit dem ihr eine Connection habt, mit
- 9:38dem ihr einen guten Vibe habt, mit dem ihr keine Ahnung reden
- 9:41könnt oder ich weiß es nicht. Einfach irgendjemand, mit dem
- 9:47ihr gut seid. So, und dann ist dann schon
- 9:50vielen mitgeholfen. Das ist also mein Appell an
- 9:55euch, dass ihr versteht, dass ihr Möglichkeiten habt, okay,
- 10:01das ist mir ganz wichtig, weil ich weiß, wie gesagt auch aus
- 10:04meinen Coachings raus, dass viele der Sache so ein bisschen
- 10:09so ein bisschen ängstlich auch entgegen gucken oder entgegen
- 10:13blicken, weil sie. Ja, Angst vor dieser Einsamkeit
- 10:17haben, so das dazu ihr Lieben. Ja, das Jahr neigt sich zum Ende
- 10:26und ich möchte die Gelegenheit einfach mal eben auch kurz
- 10:28nutzen, dass ich mich einfach bei jedem einzelnen Hörer, und
- 10:32das sind mittlerweile reichlich, es sind 3000 konstante Hörer,
- 10:37wir hatten Hochzeiten mit 7 8000 hörern, dies das jenes konstant
- 10:42haben wir immer 3000 Hörer, immer jeden Monat.
- 10:45Und dafür danke auch dafür. Danke, dass dieser, dass dieses
- 10:50Projektborder allein wieder innerhalb kürzester Zeit einfach
- 10:54so riesengroß geworden ist. Ich habe im Hintergrund Leute,
- 11:00die betreuen zum Beispiel diese Telegram Gruppe, die machen
- 11:02einen Wahnsinnsjob ja, also eine Tina, eine seline Melli, eine
- 11:07Selina, ein Tobi und. Euch danke ich wirklich von
- 11:11Herzen für für das, was ihr da reißt, wirklich was ihr da
- 11:15reißt. Und wenn ich jetzt mal so ich
- 11:18will keinen großen Jahresrückblick machen, ich bin
- 11:20so nicht der Freund, der in die Vergangenheit guckt und sagt
- 11:23Boah, aber dieses Jahr war für mich schon für mich ganz
- 11:25persönlich ein ziemlich prägnantes Jahr, es ging von
- 11:30verlorener Liebe über neu gewonnene Liebe, es ging
- 11:33wirklich auch. Einen riesengroßen Schritt
- 11:37Richtung Aufarbeitung, Richtung Mindset, Neugestaltung, Dinge
- 11:42neu zu bewerten und zu betrachten und weniger krank,
- 11:46mehr gesund. Und ich habe dieses Jahr so
- 11:52wahnsinnig, wahnsinnig, wahnsinnig viel lernen müssen,
- 11:55aber auch dürfen. Ich habe Menschen um mich herum,
- 12:00die vor positivität mir gegenüber.
- 12:04Nur so strotzen die mich auch in manch schwierigen Phasen
- 12:09gehalten haben und getragen haben, die mir aber auch
- 12:12wirklich auch wertvolle Tipps mitgegeben haben.
- 12:15Ey macht das doch vielleicht so und so oder macht das doch
- 12:17vielleicht so und so und ich dann auch wirklich auch.
- 12:20Oftmals muss ich auch ehrlicherweise zugeben, über
- 12:22meinen Schatten gesprungen bin und gesagt habe, ja, ich denke
- 12:24mal drüber nach, weil die meisten, die mich persönlich
- 12:28kennen, die wissen, wenn er sich vor den Kopf gesetzt hat, dann
- 12:30marschiert der los. Aber mittlerweile ist es dann
- 12:33halt auch so, dass ich sage, warum.
- 12:36Warum soll ich nicht auf eine Meinung von anderen hören, wenn
- 12:40sie doch vielleicht tatsächlich eine Berechtigung hat, so wenn
- 12:45es mir doch vielleicht sogar einen Vorteil bringt oder mich
- 12:48in meiner Entwicklung weiterbringt, oder oder oder und
- 12:53wenn ich das alles so rückblickend, also ja, passieren
- 13:00lasse. Dann bin ich auch sehr, sehr
- 13:03dankbar, muss ich sagen. Und das ist n Gefühl,
- 13:07Dankbarkeit und sich mit Menschen geborgen fühlen, neue
- 13:13Werte auch kennengelernt zu haben, so Sachen wie Innigkeit
- 13:17und ja, so Sachen wie Tausendprozentiges, Vertrauen in
- 13:24Dinge, in Menschen. Dass ich da einfach auch Next
- 13:29Level gegangen bin, einfach next Level, das ist auch kein Front
- 13:33gegen irgendwen, der vielleicht nicht mehr in meinem Leben ist.
- 13:37Egal wer es ist und ihr müsst euch immer 1 vor Augen haben,
- 13:42vor Augen halten die Menschen, die nicht mehr in eurem Leben
- 13:47sind, hatten trotzdem ihre Berechtigung.
- 13:50Jetzt werdet ihr sagen oder vielleicht denken so aber meine
- 13:54Menschen nicht doch doch. Egal, was sie euch angetan
- 13:57haben, egal was sie euch Gutes getan haben, sie haben alle ein
- 14:03Stück weit dazu beigetragen, dass ihr jetzt da seid, wo ihr
- 14:07seid. Jetzt kommt natürlich das
- 14:09nächste Veto, ja, ich bin ganz unten grundsätzlich nicht
- 14:13grundsätzlich bist du erst mal da und hörst die Folge, das ist
- 14:16schon mal ein Erfolg und es kristallisiert sich auch oft in
- 14:21den Coachings raus, zum Beispiel, dass eigentlich trotz
- 14:26der. Aller Dinge, die vielleicht auch
- 14:28schrecklich passiert sind in der Vergangenheit eines Einzelnen,
- 14:32dass man da auch was Positives rausziehen kann.
- 14:35Ich habe zum Beispiel ein ein Beispiel, da ich ja keine Namen
- 14:39nenne, kann ich das ruhig nennen, und zwar ist ein Coachie
- 14:41von mir mit Essensentzug bestraft worden in der Kindheit,
- 14:45du hast nicht funktioniert, kriegst du 2 Tage nichts zu
- 14:48essen ist schlimm oder ist wirklich schlimm.
- 14:54Jetzt ist dieser Coachy aber in die blöde Lage gekommen, 3 Tage
- 14:58lang kein Geld mehr zu haben, sich 3 Tage nicht versorgen zu
- 15:03können. Aber was hat der Coachy gemacht
- 15:07oder was hat das das Hirn des Coachys gemacht?
- 15:10Es hat sich erinnert, es hat sich erinnert an die Kindheit
- 15:13und hat sich erinnert ey ich kann das, ich kann 2 Tage ohne
- 15:16Essen alter mach mal mach mal hier, leg mal einen drauf und
- 15:22so. Ist es einfach passiert, dass
- 15:24diese 2 oder 3 Tage ohne Geld und ohne Essen vor allen Dingen
- 15:28überhaupt nicht schlimm waren, sondern eine völlige Akzeptanz
- 15:31der Sache gegenüber? So, dann haben wir im Coaching
- 15:34herausgefunden, ey, warum sollen wir der Person, die dir das
- 15:37angetan hat, nicht mal dankbar sein, dankbar, dass sie dich in
- 15:41diesem survival Modus hat überleben lassen?
- 15:45Natürlich ist das keine wirkliche Dankbarkeit, so ey.
- 15:48Danke, dass du mich als Kind wirklich so misshandelt hast.
- 15:51Nein. Ist es nicht.
- 15:54Aber jetzt, so in der retrus Perspektive, kann man doch
- 15:58eigentlich sagen, ey, danke, dass du es mir beigebracht hast.
- 16:03Du bist zwar immer noch das letzte Stück Scheiße auf dieser
- 16:05Welt, aber es hat mir die letzten 2 Tage meinen Arsch
- 16:09gerettet. Mein Hirn hat sich erinnert an
- 16:12Situationen, nicht an Personen, so wird sich vielleicht alles so
- 16:17ein bisschen. So ein bisschen skurrile, ein
- 16:19bisschen perfide an. Aber wenn man mal drüber
- 16:22nachdenkt, glaube ich schon, dass ihr wisst, was ich damit
- 16:24sagen will, dass es einfach viele, viele Dinge gibt, die man
- 16:29als negativ bewertet, aus denen man aber durchaus Positives
- 16:33ziehen kann. Deswegen sage ich, jeder Mensch
- 16:37in eurer Vergangenheit hat das Recht, da gewesen zu sein, weil
- 16:46es unterm Strich. Euch geformt hat eure
- 16:50Persönlichkeit, eurer Mindset, eure Art mit Dingen umzugehen,
- 16:54hat es gefördert, auch wenn es erst mal im ersten Augenblick
- 17:00negativ scheint. Aber deswegen habe ich gerade
- 17:03diese Geschichte erzählt, versucht einfach mal, wenn ihr
- 17:06mal über gewisse Dinge nachdenkt, ohne euch hart zu
- 17:08triggern, bitte versucht einfach mal so ein bisschen Positives
- 17:15aus dem Ganzen. Wust von negativen zu ziehen.
- 17:21Ihr werdet was finden. Ich bin mir sicher, ihr werdet
- 17:24viele Dinge finden, die Ihr auf das auf das heutige Leben auf
- 17:27euren heutigen Alltag adaptieren könnt, Dinge, die einfach früher
- 17:31eine Bestrafung waren, als Kind vielleicht oder als
- 17:34Jugendlicher, wo ihr aber heute sagt, ja das schützt mich aber
- 17:38heutzutage vor wie in dem Fall, den ich gerade erzählt habe,
- 17:42Hunger vor Eskalation. Vor irgendetwas schützt euch das
- 17:50vielleicht, und ohne dann die Person oder Person nennen, die
- 17:59euch das zugefügt haben, ohne die dabei in den Himmel zu
- 18:03heben. Um Gottes Willen, die waren
- 18:05Scheiße, da brauchen wir nicht drüber reden, das war Scheiße,
- 18:08das waren Arschlöcher, das waren kleine Hs, ich kenne den
- 18:13Chinese, der heißt Wanson. Und ihr wisst, wie ich meine,
- 18:19ohne die dabei zu glorifizieren, sondern einfach nur die Sache
- 18:23ganz neutral zu bewerten. So objektiv wie es irgendwie
- 18:27geht. Dann glaube ich, ist vielleicht
- 18:32so dieser, dieser dieser Don't Look Back in Anger, guckt nicht
- 18:37im im Streit so, guckt nicht im Zorn zurück, sondern guckt
- 18:43zurück. So dass du vielleicht etwas
- 18:47rupper, so dass du vielleicht etwas draus lernen kannst, was
- 18:51draus ziehen kannst, was Positives.
- 18:53Und vielleicht hilft das auch, um jetzt den Bogen wieder zu
- 18:55schlagen. Vielleicht hilft das auch in
- 18:58dieser relativ schwierigen Zeit, gerade der Dezember ist nicht
- 19:02der leichteste Monat für viele, der schwierigste ja.
- 19:06Für viele einfach der Schwierigste ist aber auch der
- 19:09Monat, der viele Leute noch mehr über die Krankheit meckern
- 19:13lässt, als sowieso als das ganze Jahr über passiert.
- 19:17Da bin ich ja auch jemand, der sagt, sei einfach nicht eine
- 19:20Krankheit, weil ich kenne das, wenn man vieles auf die
- 19:23Krankheit bezieht oder schiebt, auch ich habe es mal gemacht, da
- 19:30brauchen wir gar nicht drüber reden und ich habe auch in
- 19:33irgendeinem in irgendeinem live letztens.
- 19:36Habe ich auch klar gesagt. Hör mal, auch ich hab den
- 19:40Dezember jetzt vor der Brust. Auch ich muss mir ja Gedanken
- 19:44machen okay es ist jetzt alles nicht mehr so wie es mal war,
- 19:48der Mensch ist ein verdammtes Gewohnheitstier.
- 19:50Jetzt habe ich 10 Jahre lang gute Weihnachten gehabt, so das
- 19:55kann ich nicht anders sagen, die Props schicke ich auch raus so
- 19:58und jetzt ist es anders, jetzt ist es einfach anders und ich
- 20:02weiß noch nicht mal wie mein Weihnachten verläuft, aber ich
- 20:04weiß 1. Dass ich definitiv dafür Sorge
- 20:07tragen werde, dass das für mich und meine Kinder ein gutes
- 20:10Weihnachten ist. Ende so, das ist klar.
- 20:15Das wie ist mir völlig egal. Das wie interessiert mich 0,
- 20:19weil ich weiß, kriegen wir, hinkriegen wir hin.
- 20:22Und wenn ihr jetzt glaubt, du hast ja 1000 möglichkeiten,
- 20:25nein, auch ich möchte Weihnachten mit denen Leuten
- 20:28verbringen, das ist meine Intention, die in meinem engsten
- 20:32Umfeld sind, und ich werde Weihnachten sicherlich nicht in
- 20:34irgendeiner Kneipe sitzen oder sonst irgendwas oder keine
- 20:37Ahnung mich gehen lassen oder vergessen wollen, nein und
- 20:41sollte Weihnachten so sein, dass ich keine Ahnung heiligabend
- 20:45hier alleine sitze, dann werde ich auch das ganz bewusst tun
- 20:48und auch daraus lernen. Das meine ich damit, wenn ich
- 20:52sage, Ey, verkriecht euch nicht, verkriecht euch nicht, versteckt
- 20:58euch nicht vor Gegebenheiten, ja ist scheiße, wieviel scheiß
- 21:03Momente im Leben habt ihr schon hinter euch gebracht, wie viele
- 21:08so? Und wenn es natürlich Momente
- 21:10sind, die sich immer wieder wiederholen, muss man sich aber
- 21:14auch mal die Frage gefallen lassen, ja warum änderst du das
- 21:16nicht, warum zum Geier änderst du es denn nicht?
- 21:21Warum ist es denn immer noch so? Was hast du verdammt noch mal
- 21:25die letzten Monate, Jahre, Jahrzehnte, was hast du denn
- 21:31getan, dass es sich ändert? Was hast du dafür, was hast du
- 21:36dagegen getan? Die Frage müsst ihr euch dann
- 21:38gefallen lassen und die Frage dürft ihr euch auch gerne selber
- 21:41stellen, was habt ihr bewirkt, dass irgendwas besser wird, wenn
- 21:48ihr auf ein Ergebnis kommt, prima.
- 21:50Wenn nicht, fragt euch noch mal, fragt euch ehrlich, geht mal
- 21:55hier oben rein und denkt mal drüber nach.
- 22:01Hat das vielleicht sogar einen Grund, den ihr vielleicht
- 22:06verschuldet, dass man Weihnachten alleine ist?
- 22:09Bringen wir es auf den Punkt, dass man vielleicht gerade sagt,
- 22:12so Scheiße, ich habe überhaupt keine Leute um mich rum, woran
- 22:15woran mag es liegen, ich höre immer wieder den Satz.
- 22:19Alle haben mich verlassen, es sind Leute gekommen, und als sie
- 22:26dann gemerkt haben, wie krank ich bin, sind die gegangen.
- 22:30Ich behaupte, die sind nicht wegen eurer Krankheit gegangen,
- 22:33definitiv nicht, sondern wegen eurer Einstellung dazu, wenn ihr
- 22:37immer wieder sagt, mich haben alle verlassen, mich haben alle
- 22:41verlassen. Wenn man das häufiger sagt, dann
- 22:44heißt es ja nichts anderes im Umkehrschluss, als dass auch
- 22:47viele Leute dazu gekommen sind, wieder, nachdem die anderen euch
- 22:49verlassen haben, in Anführungszeichen sind wieder
- 22:52neue Leute gekommen und auch die sind wieder gegangen, so der Zug
- 22:57des Lebens, und es ist ein Riesen ein und aussteigen und am
- 23:01Ende des Zuges seid ihr alleine, der Fahrgast oder sogar nur noch
- 23:06der Zugführer, weil selbst der abgehauen ist.
- 23:08Dann muss man sich die Frage gefallen lassen und die muss man
- 23:11sich gefallen lassen. Welche Mitschuld trage ich?
- 23:17Was hat dazu geführt, dass ich jetzt alleine bin, dass alle
- 23:22immer kommen und gehen? Kann es sein, dass ich den
- 23:26anderen die Schuld in die Schuhe schiebe?
- 23:28Was stimmt mit mir nicht, wie verhalte ich mich eigentlich
- 23:31Menschen gegenüber? Ich sage euch 1.
- 23:35Angenommen, ihr trefft auf einen.
- 23:38Andersartigen Menschen als ihr es seid, also der keine
- 23:40Erkrankung hat. Ich tue mich immer schwer mit
- 23:42dem Wort Erkrankung, weil ich glaube mittlerweile, dass es
- 23:45keine Erkrankung ist. Aber das steht auf einem anderen
- 23:47Blatt, da können wir gerne andere mal eine Folge drüber
- 23:50machen, aber jetzt ist es erstmal, nehmen wir es so, damit
- 23:53ihr versteht was ich meine, die keine Erkrankung haben so und
- 23:57die sitzen euch gegenüber und die kommen täglich vorbei, weil
- 23:59die mögen Euch, die haben euch kennengelernt und mögen euch.
- 24:04Und er merkt so nach ein 23 Monaten, dass da so eine
- 24:07Abkapselung, so eine Abnabelung wieder stattfindet und dass die
- 24:10Leute wie ihr so schön sagt, wieder gehen.
- 24:14Wenn ich mich natürlich und jetzt das meine ich jetzt, geht
- 24:19mal in die Situation rein, stellt ihr euch mal vor, ihr
- 24:23sitzt jemandem gegenüber, der erzählt euch den ganzen Tag, den
- 24:28ganzen Tag, wie Scheiße es ihm geht.
- 24:31Erzählt den ganzen Tag welchen dies er hatte, welchen Anfall er
- 24:36hatte, wann und wo genau er die Panikattacke hatte.
- 24:39Was war der Auslöser? Ich bin da nicht rausgekommen,
- 24:41ich bin dies nicht, ich bin das nicht, ich bin ich, ich konnte
- 24:45nicht, ich bin nicht, ich kann nicht, ich habe nicht, ich
- 24:47durfte nicht, das sind alles aussagen, die jetzt nicht
- 24:55unbedingt vor positivität strotzen.
- 25:01Sondern alle komplett negativ behaftet sind, komplett.
- 25:04Und jetzt denkt man mal einen Schritt weiter, vielleicht gibt
- 25:09es auch Menschen, die vielleicht zu Weihnachten da gar keinen
- 25:12Bock drauf haben, weil Weihnachten vielleicht für viele
- 25:16wirklich das Fest der Liebe ist und die einfach mal froh sind,
- 25:20ein paar Tage mit ihrer Familie zu verbringen, einfach mit mit
- 25:22ihren Leuten zu sein und ihr kriegt keine Einladung, ich
- 25:28möchte nicht vorbeikommen xy. Kommt nicht?
- 25:32Dann frag doch mal. Frag doch mal dein Inneres, ich
- 25:37kann das vielleicht sein, wenn ich den am Sack gehe und zwar
- 25:43nicht weil ich eine Krankheit habe, sondern weil ich sie zu
- 25:47100% am Tag thematisiere. Das ist zum Beispiel ein Ding,
- 25:53das habe ich mir komplett abgewöhnt, komplett komplett,
- 25:56jeder der mich kennt, der mich stand jetzt kennt.
- 26:01Hä? Der hört nicht einmal.
- 26:02Hmm mein Port allein, hmm klar gibt es Situationen wo es greift
- 26:06natürlich bei mir auch ey ich hab den selben Scheiß aber ey
- 26:09mir ist es egal. Mir ist es einfach egal wenn
- 26:13irgendwas sein sollte wo ich mal wirklich wo ich mal wirklich
- 26:16nicht rauskommen sollte und das ist lange lange her wirklich
- 26:19lange lange her, ja dann ist das so, dann nehm ich's mit, dann
- 26:23nehm ich's mit fürs nächste Mal wissen wir Bescheid war doof
- 26:26lassen wir ungefähr ja. Aber das setzt voraus, dass man
- 26:32sich damit auseinandergesetzt hat.
- 26:34Da gebe ich jedem Recht, wenn er sagt, ja, ich beschäftige mich
- 26:37gerade viel damit, das muss auch sein, man muss reflektieren, man
- 26:40muss sich mit Dingen auseinandersetzen, warum,
- 26:42weshalb, wieso, weil man einfach Mechanismen kennenlernt, ja, man
- 26:45war schon immer so, und dann kriegt man plötzlich eine
- 26:47Diagnose, das ist richtig, man ist eigentlich immer noch der
- 26:50gleiche, aber die Diagnose macht was mit einem Okay war bei mir
- 26:54genauso, dann habe ich mich damit beschäftigt, monatelang.
- 26:59Jahrelang so, bis ich irgendwann an den Punkt gekommen bin, so
- 27:02alles klar okay. Ich weiß jetzt, wie ich damit
- 27:03umgehen kann. Wunderbar läuft wieder und jetzt
- 27:09wird keiner, keiner, der mich kennenlernt, der merkt mir
- 27:12nichts an, warum auch, weil ich einfach so bin, wie ich bin,
- 27:16wenn es mir schlecht geht, sage ich das aber auch, aber ich
- 27:19thematisiere das nicht. Ich gehe nicht her und drück den
- 27:23anderen Leuten meinen Stempel auf.
- 27:26Wenn man mich fragt, was machst du so, ich bin podcaster,
- 27:29welchen Podcast machst du denn? Ja, Fresse hat Vorfahrt, Comedy,
- 27:32Podcasts und Border allein border allein willst du hin ja
- 27:37ich mache Aufklärungsarbeit für psychische Erkrankungen und so
- 27:39weiter und sofort okay ja cool, aber warum?
- 27:43Ja ich bin selbst betroffen, aber das hätte ich aber nicht
- 27:45gedacht ja musst du ja auch nicht so alles cool Gespräch
- 27:48beendet. Erstmal.
- 27:51Und natürlich gibt es im Verlaufe von irgendwelchen
- 27:53Freundschaften natürlich auch Situationen, wo der Freund das
- 27:56mal mitbekommt, dass es euch richtig scheiße geht.
- 27:58Dann ist er auch da. Aber wenn er das täglich täglich
- 28:01und täglich und jeden Tag und jede Minute und jede Stunde,
- 28:04wenn er das mitkriegt und das das ganze Jahr hat der
- 28:07irgendwann logischerweise keinen Bock mehr drauf, weil wenn er es
- 28:11nicht hat, er belastet ihn das zunehmend, der wird in diesen
- 28:15Negativstrudel, den ihr vielleicht lostretet.
- 28:19Mit her, mit reingezogen. Spätestens dann muss man sie im
- 28:23Kopf machen, finde ich. Finde ich so wie ich stand heute
- 28:28hier sitze finde ich das, man könnte jetzt meinen diese diese
- 28:36Sachen die ich jetzt heute alle angesprochen habe, die passen
- 28:38sogar nicht, doch es ist alles ein logischer Prozess, wir haben
- 28:42angefangen mit es ist eine scheiß Jahreszeit, es ist
- 28:45schwierig, guckt, dass ihr, dass ihr irgendwo vielleicht jemanden
- 28:47habt. Und jetzt werdet ihr auch sehen,
- 28:50wenn zum Beispiel jemand ist, wo ihr denkt, Ah, da kann ich
- 28:52Weihnachten auf jeden Fall mit feiern, die sagen so, ah nee,
- 28:55wir sind bei Tante Elke, fragt euch mal, warum verurteilt den
- 28:59nicht direkt, vielleicht ist es auch jemand der einfach mal Ruhe
- 29:03haben will, der einfach dieses Fest auch genießen will und dann
- 29:07müsst ihr euch noch mal das selbst befallen lassen, dass ihr
- 29:13euch mal hinterfragt, warum das so ist.
- 29:16Wenn sich alle freuen, dass ihr kommt, habt ihr alles richtig
- 29:18gemacht. Scheinbar.
- 29:20So einfach ist die Formel, so einfach ist die Formel liebe
- 29:25Leute, ich hoffe ihr konntet mit der Folge was anfangen, ich war
- 29:36mir nicht sicher worüber genau will ich heute reden, ich wusste
- 29:41nur. OK, ich will auf jeden Fall mein
- 29:43Gefühl, meine meine, meine, auch meine Bedenken jetzt der
- 29:46Jahreszeit gegenüber. Auf jeden Fall äußern, dass sich
- 29:50viele auch ins ins Gehirn oder ins ins ins Bewusstsein rufen.
- 29:55Ja, Ah OK, jetzt weiß ich auch, warum es mir momentan so
- 29:58schlecht geht, weil es einfach die dunkle Jahreszeit ist.
- 30:01Das schon mal Punkt 1. Ja und dann vielleicht den Rest,
- 30:05den wir jetzt hier besprochen haben oder den ich euch erzählt
- 30:08habe. Vielleicht ein bisschen Revue
- 30:10passieren lasst und vielleicht für euch was Nützliches
- 30:13rausziehen könnt. Wie gesagt, es ist ja nicht
- 30:17alles in Stein gemeißelt, was ich sage und nicht für jeden
- 30:20auch auch tragbar, aber ich hoffe noch zumindest und so die
- 30:26Resonanzen, dass immer für jeden etwas dabei ist.
- 30:31In diesem Sinne liebe Leute, mein Name ist Sven, Wir hören
- 30:35uns nächste Woche wieder und ihr habt border allein gehört und
- 30:38wenn ihr Bock habt dann. Das große Strukturtagebuch zu
- 30:41kaufen, macht das gerne und meinen ganzen Stolz.
- 30:46Mein Gedichtband wenn ihr den kaufen wollt, macht das auf
- 30:49Amazon. Ich würde mich sehr sehr freuen,
- 30:51verschenkt es zu Weihnachten an irgendwen, an irgendwie gerade
- 30:54das Strukturtagebuch verschenkt es an irgendwen, der es
- 30:58vielleicht nötig hat. In diesem Sinne macht es gut bis
- 31:01nächste Woche euer Sven.