Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Finanzierung der Oper, hohe Mieten für Studierende und neues Verkehrskonzept zur Weihnachtszeit
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- Wisst ihr, was für mich aus irgendeinem Grund auch zum Herbst dazugehört? Auf dem Wochenmarkt einkaufen. Also das geht natürlich auch ganz wunderbar in allen anderen Jahreszeiten, aber irgendwie an so einem goldenen Herbstsamstag so Zutaten für eine Suppe einkaufen oder saisonales Obst oder Blumen für die erste ganz leise winterliche Deko. Ihr versteht schon. Meine lieben Kolleginnen und Kollegen aus der Düsseldorfer Lokalredaktion haben sechs Märkte hier in der Stadt aufgetan und schreiben in einem Stück, das ihr auf rp.online lesen könnt, was es da alles Schönes gibt, an welchen Tagen und warum diese Märkte so beliebt sind. Zum Beispiel natürlich der Klassiker mitten in der Stadt, der Karlsplatz. Aber auch in den Stadtteilen kann man das Farmers Market Feeling bekommen. Auf meinem Stammmarkt am Kolpingplatz zum Beispiel, hier in Pempelford, am Friedensplätzchen in Bilk, am Hermannsplatz in Flingern, in Eller am Gertrudisplatz oder in Kaiserswerth. Auch im Herbst und zur Weihnachtszeit steigt ja bei vielen die Lust, ins Theater zu gehen, ins Museum oder in die Oper. Und die ist ja schon länger ein Thema hier in der Stadt. In der nächsten Woche zum Beispiel werden die eingereichten Pläne für den Neubau präsentiert. Vorher tagt die Jury, die über den Siegerentwurf entscheidet. Und auch in der Finanzierung hat sich etwas getan. Was? Das weiß Uwe Jens Runau. Um Finanzierung geht es im weitesten Sinne auch in meinem Gespräch mit Maximilian Novroth. Und zwar die von Wohnungen, die unter anderem an Studierende vermietet werden sollen. Ein Investor plant, nahe der Kniebrücke möblierte Apartments zu bauen. Warum die Miete dafür den Rahmen sprengen könnte, das erklärt Max. Außerdem berichtet Verena Kehnsbock von dem geplanten neuen Verkehrskonzept, dass Stadtpolizei und Weihnachtsmarktveranstalter D-Live eigens für die Weihnachtszeit entwickelt haben. Unter anderem soll an bestimmten Tagen ein Teil der Kühl für den Autoverkehr gesperrt werden und so die Lage ein bisschen entspannter. Wir besprechen die Einzelheiten. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 395 und der Rhein steht bei 2,34 Meter. Rhein. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Lob habt oder Kritik, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen können, wenn ihr Themen habt, die euch unter den Nägeln und auf der Seele brennen oder wenn ihr auch einen richtig coolen Markt kennt, den wir vergessen haben aufzuzählen, dann kontaktiert uns gerne unter rheinpegel.podcast.de oder 0160 80 80 844 erreicht ihr uns. Ihr wisst, wir freuen uns immer von euch zu hören. Der Neubau der Oper beschäftigt die Kommunalpolitik, die Kulturschaffenden und wahrscheinlich auch die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer gleichermaßen. Am Wehrhahn soll das neue Musikhaus entstehen, als zentraler Ort und Treffpunkt für alle, die wollen. Der Wettbewerb über die Entwürfe ist ausgeschrieben. In der nächsten Woche wird entschieden, wer ausgewählt wird. Die Pläne sind dann öffentlich zu bewundern. Natürlich ist das ganze Unterfangen auch mit Kosten verbunden. Vermutlich fast zwei Milliarden Euro inklusive der Zinsen für die Finanzierung. Uwe Jens Runau kennt die Einzelheiten und weiß, welche vergleichbaren Projekte in der jüngeren Vergangenheit realisiert wurden und was daraus vielleicht zu lernen ist. Lieber Uwe Jens, jetzt ist ja Herbst. Und beobachtest du an dir, dass dein Kultur-Input sich jahreszeitenmäßig ändert? Also gibt es so Sachen, die du mit den Jahreszeiten verbindest, was man dann so kulturell sich... Gibt. Ja, sagen wir mal, wenn das so herbstlich wird und dann hinterher kühlt, dann macht man ja mehr Sachen drin. Also klar, man versucht noch Fahrrad zu fahren und so was und geht auch mal spazieren. Aber man liegt nicht im Freibad sozusagen. Also man macht, glaube ich, schon eher mal was Kulturelles. Und das finde ich auch ganz schön, mal ins Konzert zu gehen irgendwo oder ins Kino geht man auch mehr im Winter. Ja, denke ich auch. Freiluftkino, klar ist das eine. Das ist ja dann immer mehr so ein Happening. Ja, genau. Also man hat Mehr Lust, auch richtig so was Kulturelles zu unternehmen. Ja, ich finde tatsächlich gerade so Theater und auch Oper, verbinde ich irgendwie so mit Herbst und Weihnachten. Klar, auch wegen diesem ganzen Nussknacker, Ballett und dann. Also das ist ja irgendwie... Etwas schon eher herbstlich-winterliches und deswegen ist die Zeit genau richtig, mal wieder über eins unserer Dauerbrenner-Themen zu sprechen, die Oper, die neue Oper. Genau, ich habe mir in Vorbereitung auf dieses Gespräch natürlich wie immer Notizen gemacht und betitelt habe ich das mit Neues aus der Oper. Ich fange jetzt nicht wieder damit an, dass wir ja eigentlich auch mal eine Musical-Folge aufnehmen wollten und das jetzt hier alles auch singend hinter uns bringen können. Um Himmels willen. Aber das war jetzt sozusagen unsere Overtüre und jetzt gehen wir ein bisschen in den ersten Satz, da hört dann auch mein klassisches Werkverständnis ein bisschen auf. Die Oper ist ja genau schon lange ein Thema hier in der Stadt. Es wird neu gebaut. Jakobistraße, also da hinten, wo jetzt Kaufhof Karstadt ist und so, ist ein Riesenprojekt. Es ist natürlich mit Kosten verbunden, es ist mit Zeit verbunden, es ist mit Entscheidungen verbunden, die dann quasi Konsequenzen haben für diesen Bau und auch den Verlauf und wie das alles aussieht. Vielleicht gibst du mal kurz einen kleinen Abriss, was da gerade so Phase ist. Also vielleicht zwei Sachen, die sehr wichtig sind. Und wir haben ja gerade jetzt am 6. November, also letzte Woche, die konstituierende Sitzung des neu gewählten Stadtrates gehabt. Und da gibt es ja jetzt eine schwarz-grüne Ehe, die fortgesetzt wird, zweite Auflage. Aber es ist so, dass sich so ein bisschen die Machtverhältnisse etwas verschoben haben, weil diesmal, anders als davor, vor fünf Jahren, konnte sich die CDU aussuchen. Machen sie mit den Grünen weiter oder wollen sie lieber mit SPD-Volt? So und das heißt da konnten sie in einen zentralen punkten schon sagen mit uns nur wenn ihr auch so und das war mit blick auf die oper und dann haben die grünen das auch in der mitgliederversammlung, abgesegnet die jungen grünen waren nicht dafür dazu gehört auch ein ja zur oper bis jetzt war die waren die grünen dann wackelkandidaten und das heißt dass man zusammen. Sagt, wie soll die Oper aussehen und auch zusammen den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss durchbringt. Und das noch weitergehende ist sogar, wenn es einen Bürgerentscheid gegen die Oper geben sollte, dann müssen auch die Grünen, verpflichten sich darauf, so steht das jetzt in dem Sondierungspapier, Koalitionsvertrag wird ja gerade verhandelt, für die Oper einzutreten in der Öffentlichkeit, für sie zu kämpfen. Das ist das eine, das politische. Also politisch steht jetzt alles auf Richtung, wir machen die Oper. Und das zweite ist aber jetzt, dass jetzt zweitägig ab morgen stattfindet, also Mittwoch, Donnerstag. Die entscheidende Jury-Sitzung mit acht finalen Entwürfen. Wie soll denn die Oper aussehen, die da gebaut wird, wo jetzt der Kaufhof am Wehrhahn ist, der alte Kaufhof, wo jetzt Stadler drin ist, der Fahrradhändler auf zwei Etagen oder drei mit unter Geschoss. So, da soll die neue Oper ja hin. Aber wie soll das Ganze aussehen? Das wird jetzt entschieden. Und im Übrigen auch nächste Woche geht es dann los. Was ist dann da? Der 18. glaube ich, Dienstag. Abends gibt es eine große Präsentation in der Oper. Wer sich für sowas interessiert. Das ist öffentlich, da muss man nur im Netz sich Karten reservieren. Auf der Opernseite findet man das. Aber es findet auch eine Ausstellung statt in diesem 34 Ost, wo jetzt auch das Asphaltfestival immer war. Da werden auch die ganzen Tafeln aufgestellt, diese Entwürfe. Und dann kann man sich den Wettbewerbssieger angucken. Da gibt es Informationen dazu. Das ist bestimmt ganz interessant, wer sich für sowas interessiert. Ganz sicher. Und das eine hat ja direkt mit dem anderen zu tun. Also ich stelle mir vor, das würde ich jetzt auch gerne mal erfahren, Wenn so ein Wettbewerb ausgeschrieben ist, ist es einfach Freestyle und die Leute, die sich da bewerben, entwerfen einfach mal und dann wird nachher geguckt, wie kann man das realisieren, auch kostentechnisch oder gibt es von Anfang an sozusagen die Idee, mit dem und dem Budget wird geplant? Es gibt bei der Ausschreibung, ich habe es jetzt nicht mehr genau im Kopf, 80, 100 Seiten Vorgaben. Du musst ja auch wissen, welche technische Ausstattung muss da sein, wie viele Räume, da sind ja irgendwie 500, 600 Räume, die da rein müssen. Und dann hast du ganz, ganz viele Vorgaben. Zur Haustechnik, zur Ökologie, also die Ziele, die damit verbunden sind, dann diese semi-öffentlichen Räume, ja, du kommst rein, da soll erstmal ein großer Foyer-Bereich sein, wo sich jeder auch so aufhalten kann, einfach und preiswert einen Kaffee trinken. Das ist ja die Idee, dass man die Kultur, dass man dieses Ding so ein bisschen auch mitten in die Stadt holt, deswegen auch der Standort und dass der natürlich dann auch zugänglich ist für Leute. Stichwort Oper für alle, also dass man da von morgens bis abends rein kann und da ist ja jetzt neu drin, was wir in der jetzigen Oper gar nicht haben, viel mehr Gastronomie und so weiter. Ja, und das sind ganz strenge Vorgaben. Die müssen die Büros erfüllen, die dann das vielleicht nicht so gut gemacht haben. Die sind jetzt schon, sind schon viele aussortiert worden. Es waren am Anfang 29 Teams. Das sind ja immer Architekten und auch noch Grünplaner und so. Und dann hat man also 21 aussortiert. Und jetzt waren nur noch acht übrig. Die bekamen auch noch mal so Folgeaufträge. Also ihr müsst noch das beachten. Macht das mal stärker. Und jetzt konnten die nacharbeiten noch drei Monate. Das war im Mai, dieser Cut. Und jetzt konnten sie nacharbeiten. Und jetzt kommt die finale Entscheidung. Spannend. Und trotzdem ist es so, dass man natürlich, die Sachen sehen schon ein bisschen unterschiedlich aus. Und jeder hat mal eine andere Idee dabei. Einige ähneln sich einfach, weil das... Ja, im Block passiert. Also wir haben da eine Blockrandbebauung, nennt man das ja, wo die Häuser alle so nebeneinander bis zur Kante stehen und da wird jetzt ein großer Teil rausgebrochen, nämlich der Kaufhof und das Parkhaus zur Oststraße und noch ein kleines Nachbargrundstück und in diesen Block muss ich jetzt diese neue Oper einfügen, die aber auch doppelt so hoch werden kann, bis dreimal so hoch. Ich finde das immer so, wenn dann, weil du das gerade so beschreibst, das gab es ja auch auf der Friedrichstraße, als der Sternenverlag jetzt abgerissen wurde. Ich finde, es sieht immer aus wie so eine Zahnlücke, gerade mit dieser dichten Bebauung und dann wird da irgendwie was Neues aufgebaut und dann kommt da so ein... Ja und man kann eine ganze Zeit lang dann so durchgucken, das finde ich auch ganz interessant. Hier bei der Kö, fand ich das witzig, bei der Commerzbank, kannst du auf einmal von hinten aufs Wilhelm-Marx-Haus gucken von der Kö aus, was man sonst nie kann. Ja, es sind ganz andere Perspektiven, auch im übertragenen Sinne natürlich, weil dann sich für dieses Viertel natürlich wieder auch neue Perspektiven öffnen und so. Also dieses ganze Bauliche und das wird ja natürlich auch Einfluss haben auf den ganzen Verkehr da und so. Also da werden wir ganz sicher auch nochmal viel tiefer einsteigen, wenn es dann irgendwann soweit ist. Ich meine, das ganze Ding ist ja wirklich ein langfristig geplantes, ich glaube, es ist geplant 2032, 1933 irgendwie. Ich fange jetzt nicht wieder an, damit auszurechnen, wie alt ich dann bin. Ich möchte nochmal ganz kurz zurück zu dieser schwarz-grünen Koalition und was du gerade gesagt hast, dass jetzt die Grünen sich verpflichten, dieses Projekt zu unterstützen am Ende Jahr. Ich habe verstanden, es gab da so ein bisschen Vorbehalte und jetzt ist es ja so, das Ganze muss ja irgendwie finanziert werden und wenn ich das richtig sehe, es wird ja nicht einfach Geld gemacht, sondern es muss ja irgendwo anders dann abgeknapst werden. Und da gibt es doch jetzt irgendwie, haben da die Grünen nicht eine Sache reingebracht, dass irgendwie das nicht an. Es gibt einen Kostendeckel. Es gibt einen Kostendeckel und doch auch eine, also wie eine Begrenzung, was für Bereiche das in den anderen Hinsichten belasten darf, oder? Also dass keine sozialen Projekte irgendwie dann nicht finanziert werden. Genau, das war also Teil der Sondierungen, dass man gesagt hat, also die Oper darf maximal eine Milliarde Euro kosten, der Neubau. Das ist ja schon mal eine irre Summe. Und dann steht an anderer Stelle, wir wollen die durchschnittliche Investitionshöhe, die wir bis jetzt im sozialen Bereich machen, nicht verringern. Und das ist so ein gewisser Bremsklotz sozusagen in Richtung, pass mal auf, nur weil es enger wird, weil wir eine Oper bauen, dürft ihr jetzt nicht im Sozialen sparen. Das haben die Grünen eigentlich damit eingebracht. Das war ihr Preis, den sie verlangt haben, wenn sie der Oper zustimmen. Und das muss jetzt natürlich auch noch weiter ausverhandelt werden und steht dann im ... Am Ende im Koalitionsvertrag, der wird so Anfang Dezember fertig sein, aber die Vorgabe ist da und an diesen Regeln und den großen Überschriften, die jetzt in diesem Sondierungspapier stehen, daran wird nichts mehr verändert. Man kann nach unten so Details reinarbeiten, aber das steht da jetzt erstmal so. Und dieses maximal eine Milliarde ist trotzdem ein großes Wort, weil das Geld haben wir nicht mal eben auf der Seite, sondern dafür müssen wir Kredite aufnehmen. Ich möchte noch einmal ganz kurz, vielleicht kannst du mal, also ich habe das wie gesagt gelesen und dann ja auch richtig verstanden, aber was heißt denn der soziale Bereich, beziehungsweise wo wird es dann sonst eingespart? Also was sind ganz konkret vielleicht Bereiche, wo dann wirklich keine in großen Anführungszeichen Gefahr besteht, dass das leidet unter dem Operbau? Das eine sind natürlich die Konsumausgaben, die eine Stadt hat, die Zuschüsse, die sie laufend rausgibt, die Personalkosten, die sie hat. Die Oper wird ja auch heute schon unterstützt, also die Tickets, aber auch vom Schauspielhaus, die kriegen ja alle Subventionen von der Stadt. Das wird von der Stadt aus unterhalten. Aber dann hast du ja einen großen Bereich, wo die Stadt jedes Jahr Geld investiert in neue Kitas, in den Schulbau. Und wir haben jetzt gerade 2025 jetzt ein Rekordjahr bei den Investitionen. Düsseldorf investiert 976 Millionen Euro nur in diesem einen Jahr. Geben die aus für Schulbau und so weiter. Und jeder zweite Euro, da ist die Stadt auch immer ganz stolz drauf, geht nur in diesen Bereich Schule und Kitas, glaube ich noch. Also jedenfalls Schule ist der große Löwenanteil, was so gebaut wird. Eine Schule kostet ja heute über 100 Millionen, also eine große Schule. Und jetzt ist es so, wenn du so eine Oper da auch noch baust, dann heißt das ja, du musst die über Jahre finanzieren. Das ist dann nicht so, dass man sagt, können wir uns dieses Jahr ja nichts anderes mehr lauten, wir stoppen jetzt mal den Schulbau. Das passiert ja nicht. Aber wenn du die Oper da reintust, dann wirst du nicht mehr so viel Geld übrig haben für andere Investitionen. Das ist der Punkt, das belastet halt den Investitionshaushalt massiv. Und das, man sagt jetzt zwei bis drei Generationen steht da auch drin in dem Sondierungspapier. Und das heißt eigentlich ungefähr so über den Daumen 50 Jahre. Das ist so zwei bis drei Generationen, eine Generation ist 20 bis 30 Jahre. Also man könnte auch sagen 60 bis 90, also 40 bis 60 oder eben dann bis 90, eine Generation mit 30 Jahren. Aber die Wahrscheinlichkeit ist so rund 50 Jahre, weil das ist auch das, was die Finanzleute auch so für realistisch halten, wie man das Ganze dann abwickelt. Weil sonst wird es auch viel zu teuer. Ist auch so schon teuer. Es ist schon teuer. Also du hast ja jetzt gerade diesen Kostenpunkt eine Milliarde Euro schon ein paar Mal gesagt. Jetzt ist ja, wenn man quasi... Das ist ja dann wie ein Kredit, den die Stadt aufnimmt, bei sich selber? Nein, bei Banken. Bei Banken, guck mal hier. Also die Stadt hat ja selber gar nicht das Geld da rumliegen, also die haben zwar eine Rücklage und so, aber die können das nicht vom Konto nehmen, sondern, und das ist auch da, was jetzt geprüft wird, ob es eine Vorfettierung gibt, das schreckliches Wort, das heißt, wir zahlen das erstmal gar nicht, die Oper wird gebaut und wir fangen an zurückzuzahlen, wenn wir die eröffnen. Das steht gerade so zur Diskussion. Aber das kostet dann auch schon, wenn man nicht direkt anfängt zurückzuzahlen, 30 bis 50 Millionen mehr. Und die Zinsen sind insgesamt bei 50 Jahren abbezahlen. Also du bezahlst ja Geld dafür, dass dir einer Geld leiht. Das sind ja Zinsen. Und das ist auf so einen Zeitraum berechnet, nach dem heutigen Zinssatz mit einer 20-jährigen Zinsbindung und so weiter, da bist du bei 3,72 Prozent. Das war so eine Beispielrechnung. Man muss dann gucken, wie ist der Stichtag hinterher? Man bewegt sich ja immer da rauf und runter so leicht. Aber wenn man das jetzt so hätte, wenn man es heute abschließen würde, wären das 807 Millionen. Also fast nochmal die Summe der Investition sozusagen. Auf die eben 50 Jahre. Das heißt im Jahr ungefähr 16 Millionen habe ich mal so überschlagen, ausgerechnet. Das ist schon eine ganze Menge. Schon ein Wort. Das ist eine ganze Menge. Jetzt steht in dem Stück dazu, was du geschrieben hast, was auch noch auf rp-online nachzulesen ist, dass es ja auch andere kulturelle Bauvorhaben gibt, auch in Nachbarstädten, die mit ähnlichen Summen hantieren, wo aber das Outcome ein anderes ist. Nicht wahr? Genau, das war das Beispiel jetzt Köln. Das Problem ist, wenn du im Bestand was baust oder du hast einen Entwurf, wo was verwendet wird, was technisch noch nicht so gewöhnlich ist. Das war eben dieses berühmte Beispiel Elbphilharmonie. Die ist elfmal so teuer geworden, wie man ursprünglich dachte. Also knapp 870 Millionen. Plus Zinsen, das muss ja auch bezahlt werden. Und das Ganze war aber, muss man jetzt sagen, fertig, ich glaube 2017, also weit vor Corona, drei, vier Jahre vor Corona, vor Kostensteigerung Ukraine. Heute müsste man davon ausgehen, würde die Elbphilharmonie auch über eine Milliarde kosten mit Sicherheit. Also locker 1,2, 1,3 Milliarden würde die kosten. Aber das andere Beispiel, was glaube ich viel wichtiger ist, ist immer erst mal gesetzt, ja, man will so eine Oper bauen. Man kann ja auch dagegen sein, ist ja völlig klar. Aber wenn du die baust, dann musst du eigentlich einen Plan haben und dann muss der Plan wie am Schnürchen ablaufen. Wenn du anfängst, da fünfmal immer noch ändern zu müssen, dann wird es immer viel, viel teurer. Und das ist das, was die Kölner halt jetzt gerade erlebt haben in den letzten Jahren. Die haben ihre Bühnen, also Oper und Theater, jetzt sanieren die die, ich glaube, seit zehn Jahren oder elf Jahren. Ich weiß es gar nicht mehr genau. Aber jedenfalls seit Jahren und dafür sind sie ja in Provisorien. Und allein die Provisorien, sagt man jetzt so, das sind so ungefähr 300 Millionen, was das gekostet hat. Dann hast du die ganzen Baukosten, die immer höher werden und die Finanzierung. Und Stand jetzt ist, wenn die das nächstes Jahr im September eröffnen, das ist jetzt im Augenblick so der Plan, dann haben die 1,5 Milliarden ausgegeben für ihre Bühnen, die nicht neu sind, sondern nur saniert. Das ist der Unterschied zu Düsseldorf, dass man hier sagt, wir reißen da weitgehend ab. Es gibt auch bei den Entwürfen, das habe ich schon gehört, welche noch mit dem Bestand weiterarbeiten. Aber dann läuft ein Plan ab und dann hast du nicht so irre Kostensteigerungen. Kostensteigerungen gibt es eigentlich immer, aber nicht so massive. Also muss man immer mit rechnen beim Bauen, dass irgendwie was teurer wird. Und wir haben vor allem, das ist der große Unterschied, nicht nur irgendwas saniert. Und das ist genauso groß wie vorher. Wir haben eine Oper, die ist doppelt so groß. Und da ist ganz viel Gastronomie drin, die wir vorher nicht hatten. Und da kommt noch die Musikschule rein. Was ja auch toll ist. Das sind ja für über 10.000 Kinder und die Eltern, die dann dahin kommen können. Es wird ja auch eine zweite Bühne geben, so eine Studiobühne. Aber da können auch noch mal 400 oder 600 Leute sitzen und rausgucken. Also das ist schon ein ganz anderes Paket. Also man kriegt viel mehr, als man heute hat. Ja, das finde ich wirklich spannend, das mal so genau so nebeneinander zu stellen, weil genau das eine ist natürlich auch in sehr großen Anführungszeichen dann nur saniert. Ich meine, da wird es ja trotzdem was, damit es fortbestehen kann. Also es ist ja auch für die gute Sache sozusagen. Aber genau, dass quasi für einen gar nicht so großen Kostenunterschied dann was ganz Neues entstehen kann. Und weil du das gerade gesagt hast, ist das dann, wenn wir jetzt mal wieder den Bogen zurückschlagen zu den Entwürfen, die jetzt dann bewertet und ausgesucht werden, ist das was, was dann die Teams, die sich da bewerben, auch schon mit antizipieren, dass die möglichst so konstruieren und auch so einplanen Materialien oder wahrscheinlich auch Arbeitskräfte und so, dass das eben so wenig wie möglich passiert? Oder ist das was, wo man sagt, ja gut, whatever happens, happens. Ja, natürlich. Es stand auch in der Ausschreibung drin übrigens der Kostendruck und dass man nicht zu teuer bauen darf. Das steht da auch schon alles drin. Aber das Entscheidende ist immer hinterher die Baulogistik, der Bauablauf, wie der geplant wird. Die Erfahrung ist immer, wenn du mittendrin anfängst, Pläne zu ändern, das war in Hamburg so, oder wenn du auf irgendwelche Probleme reagieren musst, du baust was ein, was dann nicht funktioniert, eine Haustechnik oder irgendwie was. Das kostet ein irres Geld. In Hamburg war mal anderthalb Jahre Baustopp zwischendrin. Ja, aber das meine ich, das muss man auch irgendwie antizipieren können. Genau, aber im Bauen passieren immer wieder Probleme. Also du hast ja da auf so einen Speicherbau noch was draufgesetzt in Hamburg. Und hier haben die eben Bestand gebaut und auf einmal passten Sachen nicht. Also es kommt drauf an, was wird wie verbaut. Da werden Fehler gemacht auch. Ich weiß noch, in Berlin-Brandenburg bei dem Flughafen, da die ganze Sicherheitstechnik stimmte nicht für einen Brandschutz. Das war katastrophal. Also war auch direkt Baustopp. Und man muss halt wirklich gut planen. Und du brauchst, es gibt ja Firmen, die sind nur dafür da, den Bauablauf ordentlich zu planen. Ja, also das ist tatsächlich eine Sache, die ich mich auch ganz privat frage, also bei manchen Sachen, die man so hört, also wie wenn du jetzt sagst, da wird falsche Sicherheitstechnik eingebaut, das meine ich, das kann man doch wahrscheinlich vorher irgendwie absehen, weil man sich doch vielleicht einmal ganz kurz interessiert. Ja, aber Fehler passieren. Ja, Fehler passieren. Und vor allem bei, wenn du keinen Generalplan hast, ich war beim Flughafen Berlin-Brandenburg, haben die den Fehler gemacht, die hatten am Anfang einen Generalplaner, der so alles dann in der Hand hatte und alles gesteuert hätte und dann haben sie das aufgeteilt in mehrere Gruppen. Und das hat dann nicht harmoniert. Das heißt, du musst schon ... Du musst das zentral steuern und du musst klare Regeln haben zum Bauablauf und du musst auch immer dranbleiben. Also wir hatten, da hatte Düsseldorf auch immer gute Leute dann dafür besorgt. Und der Herr Labbert, der jetzt hier die Stadttochter IPM baut, der hat mit dem damaligen Verkehrsdezernenten Dr. Stefan Keller, der jetzt Oberbürgermeister ist, haben die hier die Köbogen-Tunnel gemacht. Und die haben die sogar früher fertig gekriegt. Also das gibt es ja auch selten, also dass mal was früher fertig wird und dann früher eröffnet werden kann. Und bei der U-Bahn, da hatten wir auch einen Herrn Wittkötter, so einen altgedienten Baumann, der schon so komplizierte Sachen gemacht hatte und die brauchst du. Du brauchst Leute, die richtig das gut können und die immer nah dran sind. Ja, ich glaube auch, das sind zwei Sachen, während wir sprechen, denke ich, geht mir das auch auf. Zum einen sind das natürlich Sachen, die sind über Jahre geplant, das heißt, dass da wahrscheinlich auch die ein oder andere Position sich wechselt oder sich verändert. Das muss ja dann auch einfach gut kommuniziert sein und es sind ja auch immer Menschen damit verknüpft. Du brauchst eine gute Struktur und Profis, so ist das. Und die müssen wissen, also ich weiß, dass bei der IPM jetzt auch einer ist für den Opernbau, der das Projekt mitleitet als Projektleiter, der hat schon Theater gebaut. Ist nicht falsch, einen zu haben, der schon mal Bühnen errichtet hat. Ja, das ist ja genau, das wäre das Nächste, wo ich gerne mal drüber sprechen würde, aber das können wir vielleicht tatsächlich machen, wenn diese Entwürfe dann entschieden sind, weil ja auch so Theater, Bauten, Oper, also allein akustisch ist das ja eine Riesenherausforderung. Da kommt noch ganz viel, also erstmal wird ja auch abgerissen und zurückgebaut und so, da gibt es noch genug, was spannend wird. Das ganze Umfeld muss gestaltet werden. Also ich glaube, Tosja, wir werden noch genug Gelegenheiten haben. Darüber zu sprechen, bis das dann alles so ist und fertig ist und so gibt es auch noch genug Gelegenheit in die jetzt schon existierende Oper zu gehen, zum Beispiel im Herbst oder im Winter. Ich danke dir sehr für diesen Einblick und Umriss und die quasi Aufstandbringung, was es Neues aus der Oper gibt, und ich freue mich schon aufs nächste Mal, wenn wir sprechen und das mit der Musical-Folge, also ich vergesse das nicht, Uwe, jetzt. Irgendwann. Das wird schwer für mich. Kann ich auch einfach nur so nur brummen und du singst was. Wie du deine Kunst ausdrückst, ist dann dir überlassen, aber irgendwie kriegen wir das bestimmt mal hin. Vielen, vielen Dank, bis zum nächsten Mal. Schönes Wochenende. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Musik Musik Musik. Wohnraum ist gut. Vor allem bezahlbarer. Eine Gruppe, die das wahrscheinlich immer wieder stark zu spülen bekommt, sind die Studierenden hier in der Stadt. Neben den klassischen Varianten Wohnheim und WGs wächst das Angebot an möblierten Apartments immer weiter an. Ein Investor aus dem Sauerland hat jetzt ein Grundstück nahe der Kniebrücke erstanden und plant, dort 74 Eben dieser anzubieten für eine Kaltmiete, die wahrscheinlich weit über Durchschnitt liegt. Was genau geplant ist und wer sich das am Ende vielleicht leisten kann, das erklärt Maximilian Norfrott. Maximilian. Thorsten Kormann. Kannst du dich noch an deine erste Studierendenwohnung erinnern? Ja, es war ein Zimmer. Kann ich mich gut daran erinnern. Und da habe ich 190 Euro bezahlt. Also ich wirklich, glaube ich, unter 200 Euro für ein möbliertes Zimmer. Möbliert in dem Sinne, dass da ein Bettchen stand, ein Schrank und einen Schreibtisch. Und dann so geteilte Küche und so? Ja, wobei das war mit zehn Leuten. Das kann ich nicht empfehlen, weil du hast immer irgendeinen Schmierfink dabei. Ein Jahr habe ich es ausgehalten, dann bin ich in eine WG gezogen, aber ja, das war meine erste Unterkunft. Und hast du damals gedacht, dass die Miete, die du da bezahlst, irgendwie war das viel, war das wenig, also gemessen so an auch Sachen, die man so gehört hat? Das ist ja jetzt wirklich fast zehn Jahre her, muss man sagen, ne? Es ist fast 20 Jahre her. Entschuldigung. Also genau 17 Jahre her. Ich habe ja Mathe studiert. Ja, also klar, ich fand es günstig. Ich meine, 190 Euro, ich habe ja das Kindergeld natürlich eins zu eins bekommen damals noch. Damit konnte ich das, glaube ich, schon auffangen. Da habe ich ein bisschen gearbeitet und so. Also doch, das war, glaube ich, mit eines der günstigsten Sachen, die man damals bekommen konnte. Zum Beispiel das WG-Zimmer, was ich danach bezogen habe, hat 350 Euro gekostet. Meine erste Wohnung tatsächlich auch. Also ich habe auch in einer Dreier-WG gewohnt in Köln. Wir haben auch 350 Euro pro Person bezahlt. Ich muss dazu sagen, und ich fand, dass damals waren wir sozusagen schon die, die viel bezahlt haben. Das war auch direkt am Aachener, war ja also eine krasse Wohnung eigentlich auch so als erste Wohnung, so ein bisschen... Zu krass. Da hat man ein Zeichen gesetzt. Da sind halt auch immer alle Partys, wenn man die beste Wohnung hat. Tatsächlich. Ich habe mich auch nie wieder davon erholt. Aber ich weiß, dass ich damals schon dachte, über 350 Euro, das ist aber eine Menge. Ich habe dann irgendwann mal so überhört, als jüngere Familienmitglieder darüber gesprochen haben, dass sie jetzt auch mal ausziehen. Und was da schon auch für WG-Zimmer veranschlagt wird. Und da musste ich schon ein bisschen schlucken, weil ich dachte, krass, das haben wir damals für die ganze Wohnung quasi bezahlt. Das ist jetzt ein Zimmer, okay. Also, und wir müssen jetzt auch nicht darüber reden, dass die Mieten gestiegen sind und es ist schwierig, was zu finden und so. Es ist jetzt, du hast ein Stück geschrieben, worüber ich jetzt gerne mit dir sprechen würde, was das Ganze, finde ich, nochmal ein bisschen in eine andere Dimension katapultiert. Da geht es auch um möbliertes Wohnen, was ich ja per se auch, da würde ich auch gerne mich mal mit dir darüber austauschen, was das eigentlich für eine Entwicklung ist. Da werden Wohnungen angeboten, und da gehst du jetzt gleich noch mal ein bisschen genauer drauf ein, an Studierende, die sollen 30 Euro pro Quadratmeter kosten. Das heißt ja, und wie gesagt, ich habe jetzt gerade behauptet, 2009 sei fast zehn Jahre her, das sei mir verziehen, aber das weiß ich jetzt wohl. Wenn ich 30 Euro pro Quadratmeter bezahle und ich habe zehn Quadratmeter, zahle ich ja schon 300 Euro, gell? Ja, zehn Quadratmeter ist ja ein Gäste-WC. Ganz genau. Also das heißt, sobald ich da irgendwie eine decent Größe haben möchte, bin ich bei einer Miete, die ich jetzt fast für meine ganz normale nicht studierenden Erwachsenenwohnung... Ja, es ist viel, vor allem ist es halt die Kaltmiete in dem Fall. Also konkret geht es um ein Neubauprojekt, was noch nicht errichtet wurde, aber was eben in Gang gekommen ist dadurch, dass der Anbieter jetzt ein Grundstück gekauft hat in Düsseldorf. Der Anbieter ist in dem Fall The Flag, ein Unternehmen aus Attendorn im südlichen Sauerland, Familienunternehmen, die... In der ganzen Welt im Prinzip, aber Kernland ist Deutschland, schon tausende möblierte Apartments anbieten. Die haben die immer im eigenen Bestand und vermieten die zum Beispiel an Studierende oder Young Professionals, wie sie so schön sagen. Und in Düsseldorf geht es um ein Grundstück an der Reichsstraße Nummer 18. Das ist bisher im Prinzip eine grüne Wiese oder eine wild bewachsene Fläche vor der NRW-Bank und auch nah zum K21-Ständerhaus, also diesem Kunstmuseum. Da, wo die Brücke quasi hochgeht, die Rheinkniebrücke, da soll jetzt also, was ja erstmal per se gut ist, ich meine, es ist eine okaye Lage. Viel Platz, aber jetzt mal ganz direkt und offen gefragt, wer soll das bezahlen, das ist ja auch tatsächlich die Zeile deines Stückes, also die Überschrift und also sein Zitat und wie, hä? Hä? Also dieses Zitat, wer soll das bezahlen, stammt in dem Fall von einem Lokalpolitiker, Marco Siegesmund von der SPD, der sich das fragt, weil er halt sagt, okay, wenn ich jetzt hier von einer Kaltmiete von mehr als 700 Euro ausgehe, dann kommen ja noch Nebenkosten. Dazu bin ich bei 900 Euro warm. Und wie viel Budget hat ein normaler Student und normale Studentin? Vielleicht knapp 1000 Euro, wenn es gut läuft. Also wer soll das bezahlen? Wahrscheinlich im Endeffekt entweder keine Studenten, sondern dann doch Leute, die dort einziehen, die gerade vielleicht einen neuen Job in Düsseldorf gefunden haben, vielleicht auch aus dem Ausland hier hinkommen und von der Firma schnell ein Zimmer bekommen. Oder Leute aus einem sehr wohlhabenden Elternhaus, wo Geld keine Rolle spielt. Aber der durchschnittliche Student vermutlich nicht. Nur ... Der Markt in dem Fall sorgt ja dann schon dafür, dass es offenbar eine Nachfrage gibt, vielleicht nicht bei den Leuten, an die sich es richtet, nur schräg ist halt, dass die Stadt selber dort Wohnungen genehmigt hat und jetzt eben heißt es halt moderner Wohnraum für Studierende und Young Professionals, also konkret möblierte, hochwertig ausgestattete Apartments. Das heißt, da ist eine Einbauküche drin, ein Bett, ein Schrank und alles, was man halt so braucht auf einer Fläche von gut 20, 25 Quadratmetern zu preisen, die jetzt kein Local sozusagen zahlen würde, nicht mal für eine Neubau-Mietwohnung. Aber dieses möblierte Wohnen, also erstmal muss man halt wissen, Neubauobjekte sind eh nicht vom Mietenspiegel einbegriffen, also du kannst verlangen, was du möchtest, wenn du ein neues Objekt errichtest, aber wenn du halt was möbliert anbietest, dann ist es automatisch irgendwie in den Köpfen der Leute, ah okay, dann ist es halt wertiger und dann kann man auch offensichtlich mehr verlangen, weil es gibt auch andere Projekte in Düsseldorf, wo sowas schon passiert. Ja, da gehen wir auch gleich nochmal ein bisschen näher drauf ein. Ich finde, wie gesagt, ich finde dieses möblierte Wohnen, klar, das ist dann irgendwie hochwertig ausgestattet, aber ich frage mich halt, wie hochwertig kann das denn sein, wenn, also, weil, das muss ja auch funktional sein und irgendwie schlicht, also ich stelle mir da immer echt so ein. Eichenfarbenes Bett, irgendwie eine relativ langweilige Küche, also dass das dann alles gute Sachen sind, vor allem wenn es Erstbezug ist, ist ja klar, aber sobald da dann die vierte Person quasi das übernommen hat und das klingt ja jetzt schon sehr, wie du auch sagst, wenn es jetzt gar nicht vielleicht dann direkt auch Studierende so im großen Stil anzieht, weil das natürlich auch eine Sache ist, wenn ich jetzt überlege, ich muss mir jetzt vielleicht wirklich keine Gedanken machen und ziehe in eine neue Stadt, ziehe ich dann in sowas oder suche ich mir dann nicht in irgendeinem anderen Viertel, also weil ich habe gerade gesagt, die Lage ist zwar natürlich relativ gut von der Anbindung und so, aber... Eine Uni oder eine Hochschule ist jetzt auch nicht direkt nebenan, muss man auch fairerweise sagen. Genau, und es gibt auch drumherum, also was die Umgebung angeht, ist einfach eine Riesenstraße, irgendwann kommt dann der rein so, aber das ist ja jetzt auch nicht irgendwie ein Stadtteil, der lebt und vibriert, da ist die Friedrichstraße, die gerade irgendwie auseinanderfällt und also, das heißt, wenn ich jetzt wirklich denke, ach, ich muss mir um die Miete keine Sorgen machen, ziehe ich dann da hin und vor allem dann ja. Wenn nicht und es sind irgendwie tatsächlich eigentlich Young Professional Experts, dann bleiben die ja vielleicht nur ein Jahr oder zwei und dann ist ja auch der Verschleiß wieder größer. Also ich frage mich wirklich, ich kann mir das schon denken, weil das natürlich auch mit Kosten verbunden ist, aber wie man sich das vorstellt, weil wirklich, wer soll das bezahlen? Ich fand auch spannend, du steigst ein in das Stück mit dieser Liste, was quasi veranschlagt wird, was man als studierende Person im Durchschnitt im Monat braucht. Genau, das ist die Düsseldorfer Tabelle, die bezieht sich eigentlich auf den Bereich Unterhalt oder da wird eben der angemessene Unterhalt ermittelt, kann man aber eben auch auf Studierende übertragen, wo eben drin steht, der finanzielle Bedarf eines Menschen, der oder die studiert und nicht mehr tausabrot ist 990 Euro und dann, also die Düsseldorfer Tabelle ist quasi bundesweit gilt, das ist in dem Fall das Oberlandesgericht Düsseldorf, die das ausgerichtet haben, geht man davon aus, 440 Euro sind für die Warmmiete. Also dieses Bauprojekt auf jeden Fall sprengen. Und das sprengt ja schon quasi, wenn du nicht in diesen Bauprojekt meetest. Das meine ich. Also ich habe lange niemanden mehr... Getroffen, der gesagt hat, ja, ich zahle hier 250 Euro Waren, dann habe ich noch irgendwie was übrig. Aber ich glaube, wenn du in einem Wohnheimzimmer, das zum Beispiel vom Studierendenwerk angeboten wird, unterkommst, das können ja bei weitem nicht alle, dann sind es schon Preise unterhalb von 500 Euro. Das geht, aber ja, solche Apartments, glaube ich persönlich, das kann man natürlich deklarieren. Wir sind auch für Studierende, aber ich glaube, am Ende wird es nicht so kommen. Das ist halt auch eine Sache, der sich die Stadt jetzt annehmen möchte, weil die auch tatsächlich durch unsere Recherche darauf gekommen sind, huch, da kommen keine klassischen Wohnungen rein, sondern möblierte Einheiten, die auch teilweise schon ab drei Monaten, also wirklich kurzfristig, angeboten werden sollen. Das wollen die sich jetzt nochmal genauer anschauen. The Flag, der Betreiber, wie gesagt, ein Familienunternehmen, jetzt auch kein Heuschrecken-Investor oder so, hat auf Nachfragen von mir nicht mehr reagiert. Die haben halt diese Pressemitteilung rausgegeben, wo die Eckdaten drin stand, dass es eben um die 75 Wohnungen sein sollen. Die Preise Standorte stehen natürlich noch nicht fest, aber sie haben andere Standorte, zum Beispiel in Frankfurt und da gibt es halt auch solche studentischen Wohneinheiten zwischen 20 und 25 Quadratmeter, wo die Miete mehr als 700 Euro im Monat kalt kostet. Das ist wirklich, wirklich viel. Ich finde das vor allem, also vor allem für Studierende, weil man ja auch irgendwie… Also du musst ja auch noch studieren und dafür bezahlt dich ja keiner. Ja, aber weißt du, der Investor muss nicht studieren, sondern bauen und dieses Bauen muss sich halt auch rechnen und das ist halt ganz interessant, das Grundstück, von dem wir sprechen, das sind gut 1000 Quadratmeter da an der Reichsstraße, das war mal ein städtisches Grundstück, wurde dann aber vor Jahren schon abgegeben, zunächst an einen Investor, der ja nicht mal drei Millionen Euro dafür bezahlt hat. Jetzt hat aber The Flag 6,4 Millionen Euro dafür bezahlt, also mehr als das Doppelte von damals und das ist erstmal eine Menge Geld, die sich natürlich rentieren muss und das interessiert sich natürlich dann, wenn du möglichst viel Miete an Ertrag generieren kannst für diese Einheiten, die da entstehen und klar ist es irgendwie lukrativer, das kurzfristig und möbliert und dann eben für 30 Euro anzubieten als langfristig, aber dann meinetwegen für 20 Euro im Quadrat. Ich verstehe das, ich finde nur ehrlich gesagt, diese Entscheidung, dass dann. Zu kommunizieren, dass es für Studierende ist, das finde ich einfach, das ist wie so ein, ja das finde ich schon fast, wie soll ich das sagen, sarkastisch. Also wie du auch gesagt hast, da möchte ich jetzt auch gleich drüber reden, da in Oberbeck und so, also es gibt ja schon ganze Wohneinheiten, wo möbliertes Wohnen angeht. Ich habe selber auch mal aus bestimmten Gründen für eine kurze Zeit in einer möblierten Wohnung gewohnt, also das kann ja auch wirklich praktisch sein und ich habe halt in dem Fall einfach gemerkt, dass dieses möbliert, ja wie gesagt, also du. Es ist ja nichts von dir, also es wird ja auch kein Zuhause sozusagen jetzt mal auf der Meta-Ebene, weil es halt, weil du nichts von dir mit reinbringen kannst und es muss natürlich irgendwie funktional und halt so schlicht wie möglich eingerichtet sein. Also auch die Deko-Sachen, die da dann drinstehen, sind ja nicht das, was man selber vielleicht sich aussucht und so. Ganz anderes Thema, aber also zu sagen, sozusagen diese Hoffnung so aufzumachen, ach, ich stelle mir jetzt vor, ich google, studiere in Düsseldorf, Wohnung, weil ich jetzt im nächsten Semester hier, weiß ich nicht, VWL nochmal machen will. Und dann komme ich da drauf und dann denke ich, ach cool, das ist ja eine Stadt, das könnte sich sogar, ne, also da wird was angeboten und dann kann ich es mir aber wahrscheinlich vielleicht einfach nicht leisten, also das finde ich schwierig. Ja, oder du sagst halt, ich finde auf dem, nehmen wir es mal klassischen Wohnungsmarkt nichts und ziehe da jetzt provisorisch rein für ein halbes Jahr und zahle das halt. Ich denke. Das ist auch so ein bisschen so eine Art Auffangbecken für Leute, die auf dem Wohnungsmarkt, wo es eben schwer ist zu fairen Preisen was zu finden in kurzer Zeit, dass die Leute dann halt am Ende da sich erstmal kurzfristig unterbringen, um dann weiterzuziehen. Aber ob das am Ende hilft, die Wohnungsnot zu lindern, ist eine andere Frage. Zumal eigentlich musst du ja auch in Düsseldorf, wenn du ein neues Projekt errichtest, was mit Wohnen zu tun hat, eine Quote bauen an geförderten beziehungsweise preisgedämpften Wohnraum. Meistens sind es so die Hälfte der Fläche, also es ist nicht die Hälfte der Wohneinheiten, sondern die Hälfte der Fläche soll preisgedämpft sein. Aber hier wurde halt die Verpflichtung von Seiten der Stadt gar nicht an den Antragsteller dieses Bauantrags herangetragen. Warum nicht, weiß man auch nicht. Vielleicht ist der Bauantrag schon zu alt, aber ja, ist auch irgendwie nicht so sinnvoll, finde ich, vom Ende her gedacht, um halt diese Notwendigkeiten zu lindern, die die Stadt jetzt gerade hat. Ja, du hast ja gerade schon gesagt, dass da auch ein Preisunterschied war zwischen dem, was mal veranschlagt war, beziehungsweise es mal bezahlt wurde zu jetzt. Warum ist es fast doppelt oder mehr als doppelt so teuer jetzt gewesen oder warum haben die mehr als doppelt so bezahlt? Also natürlich hat sich Bauland verteuert in guten Lagen und ich meine am Ende, wenn ein Investor, in dem Fall The Flag, bereit ist, diese Summe zu zahlen und halt ein Geschäftsmodell hat, wie mit diesen möblierten, relativ kleinen und ausgestatteten Apartments, was darauf einzahlt, dann zahlen die diesen Preis. Also am Ende, ja, es ist wirklich nur eine Frage von Angebot und Nachfrage. Der vorherige Investor hatte schon eine Bauvoranfrage angereicht, da ging es aber noch um viel weniger Wohnungen und auch Büros. Büros sind jetzt in Düsseldorf im Moment gar nicht... Mehr gefragt, außer vielleicht noch in Bestlagen an der Köh, aber sonst hast du vor allem Leerstände, wo hingegen Wohnungen extrem gefragt sind und das ruft natürlich auch immer mehr Investoren auf den Plan. Jetzt, genau, haben wir ja gerade schon angeteased, es gibt ja zum Beispiel in Oberbilk auch, welche Straße nochmal? Mindener Straße, genau, gibt es ja auch so einen Komplex, da kann man ja jetzt vielleicht mal ein bisschen, das richtet sich auch an Studierende, oder die sind da zumindest nicht ausgeschlossen. Ja, es gibt ein Apartment, das trägt den schönen Namen The Basic One, kostet aber 765 Euro Kaltmiete für nicht mal 20 Quadratmeter und da steht dann ideal für Studierende. Das ist an der Mindner Straße, ist neu gebaut vor zwei Jahren ungefähr. Die Lage ist okay, weil sie jetzt zentral ist, ziemlich nah zum Amtsgericht, zum Oberbilkermarkt, aber sicherlich jetzt auch keine Top-Lage oder so. Oberbilk ist ja irgendwie nicht so ein funktionierendes Viertel wie jetzt meinetwegen Bilk oder Pempelfort oder Derendorf mit toller Gastro und so weiter, sondern eher so ein Durchlauferhitzer und da scheinen eben dann auch solche Modelle zu fruchten, weil es existiert und es ist bezogen. Das wäre nämlich jetzt meine Frage, ob das zum Beispiel was ist, wo man absehen kann, also vielleicht wo dann auch so ein Investor wie The Flag, wie du ja sagst, auch Familienunternehmen, also das heißt, da wird ja auch, das stelle ich mir ja direkt ein bisschen, genau, nicht so Heuschrecken-Investoren-mäßig, wie du gesagt hast, sondern das stelle ich mir auch dann alles ein bisschen vor. Das hat nicht so einen hohen Renditedruck. Ja, und auch, dass die dann eher sich dann wirklich aussuchen, wo sie hingehen und da Gründe für haben, die vielleicht andere sind, als einfach mal machen und gucken, wie es wird. Kann man da zum Beispiel, also genau, läuft das da in Oberwig besonders gut? Wohnen da wirklich sehr viele Studierende, die sehr glücklich sind, dass sie 20 Quadratmeter für fast 800 Euro alt bezogen haben? Das ist wirklich eine neue Recherche wert, weil man müsste mal vor Ort schauen, wer wohnt denn hier eigentlich. Also klar, wir sind bisher noch am spekulieren, weil wir einfach irgendwie nicht glauben, bei den Kosten, dass es ein normaler Mensch, der studiert, sich leisten kann. Aber wer weiß, vielleicht sind die Studenten da draußen auch mittlerweile so... So wohlhaben, dass sie es können, aber das müsste man sich vor Ort schauen, das habe ich noch nicht gemacht. Wie ist da jetzt der, also jetzt mal ganz konkret, also das ist jetzt gekauft, da wird jetzt, da ist ja immer noch. Die Baugenehmigung besteht, also das ist natürlich dann auch attraktiv, so ein Grundstück zu kaufen, wenn du weißt, ich muss hier quasi bürokratisch gar nicht mehr viel machen, aber die Stadt will sich eben nach Erscheinen dieses Artikels, das habe ich von der Stadtspitze erfahren, sich das Projekt nochmal anschauen und ins Gespräch mit dem Investor gehen, ob jetzt wirklich dann diese 74 möblierten, ausgestatteten Apartments so kommen, Das wird man in vielleicht zwei Jahren sehen, aber es ist schon so, dass es in den Fokus der Stadt gerückt ist. Das frage ich mich jetzt gerade. Ich meine, in zwei Jahren kann ja viel passieren und auch jetzt in den letzten, also es wird ja alles immer teurer. Kann es sein, dass es dann noch teurer wird, die Quadratmeterpreise? Ja, es steht ja dem Fairmieter frei. Aber wenn der jetzt sagt, okay, ich muss jetzt noch mehr investieren zum Bau. Klar, also ich sage mal, günstiger werden wird es nicht, das wäre sehr unwahrscheinlich. Das ist historisch eigentlich nicht so, dass sich Mieten verringern, sondern Baukosten werden eher noch teurer werden. Überall steigen die Kosten beim Personal, was du dafür brauchst. Und auch der Markt entwickelt sich ja nach oben in einer gefragten Stadt wie Düsseldorf, die weiterhin Menschen anzieht, die auch Geld mitbringen. Also ich habe halt die 30 Euro auf Basis von bestehenden Projekten dieses Anbieters errechnet, aber ja, es kann auch noch mehr werden. Wir werden das beobachten. Ich danke dir sehr. Bis zum nächsten Mal, lieber Max. Zur Weihnachtszeit steigt das Verkehrsaufkommen in der Stadt zuverlässig. Naheliegend kommen zu den schon hier Ansässigen noch die vielen Gäste von außerhalb, die hier ihre Festtagseinkäufe erledigen und danach einfach eine gute Zeit auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte in der City haben wollen. Um dem zu erwartenden Chaos ein wenig vorzubeugen und die Lage von Anfang an zu entzerren, haben Stadt, Polizei und Veranstalter D-Live jetzt ein neues Verkehrskonzept vorgelegt, das ab dem 22. November greifen soll. Geplant ist, an drei Punkten mit temporären Sperrungen und Umleitungen zu arbeiten. Verena Kehnsbock weiß, wo genau das passieren soll und welche alternativen Anreisemöglichkeiten es neben dem Auto noch gibt. Liebe Verena, bald ist schon der erste Advent. Es ist unfassbar. Oder? Ja. Findest du auch, dass dieses Jahr, also das ist jetzt sowas von Smalltalk hier, aber es ist, ich empfinde das dieses Jahr ganz doll, das Jahr... Ist gerast. Aber ich finde es, ich freue mich ja ein bisschen. Also ich habe richtig, ich bin schon ein bisschen in meiner Weihnachtsstimmung. Ja, ich bin ganz ehrlich. Heimlich dekoriert. Ich habe auch richtig Lust, ein paar Sterne tatsächlich. Ich habe auch richtig Lust auf Weihnachtsmarkt. Du bist ja ortsansässig, deswegen wirst du wahrscheinlich, wie ich dich kenne, mit dem Fahrrad zum Weihnachtsmarkt fahren oder direkt mit der Bahn oder laufen. Ja, ich bin ja nicht verrückt. Ich finde, das ist natürlich eine Sache. Also ich habe auch Lust auf Weihnachten. Ich freue mich. Ich habe auch schon meine Deko-Kiste zumindest mal eine Etage höher geholt und so. Weihnachten ist schön, Vorweihnachtszeit ist toll, Weihnachtsmarkt macht Spaß. Aber das Hin- und Wegkommen und irgendwie sich durchs Gedränge schlängeln und gerade, wenn man halt nicht nur zu Gast ist in der Stadt, um wirklich designiert sich an irgendeiner Glühweinbude was zu trinken, zu holen und dann zu schlendern, sondern wenn man vielleicht auch einfach in die Redaktion möchte oder andere Sachen zu erledigen hat, ist das schon zu Fuß anstrengend. Mit dem Fahrrad wird es ein bisschen anstrengender, mit dem Auto, just forget about it. Und das wissen natürlich nicht nur wir beide, das wissen alle. Und deswegen hat die Stadt sich jetzt ein neues Konzept ausgedacht für oder gegen das Verkehrschaos, was um die Weihnachtszeit einfach passieren wird. Also da machen wir uns ja jetzt mal gar nichts vor. Also der Status quo ist, wie er ist und jetzt wird versucht mit einem neuen Konzept wenigstens ein bisschen gegenzusteuern, weil ja auch alles immer größer wird. Ja, und ich glaube, dass auch ... Immer noch sehr viele Menschen einfach mit dem Auto in die Stadt fahren, was natürlich auch deren gutes Recht ist, das können sie natürlich tun. Als Düsseldorferin erschließt es sich mir wirklich nicht. Also ich würde jedem immer abraten, fahrt nicht mit dem Auto. Ja oder wenn, dann stell es irgendwo ab und fahrt den Rest mit der Bahn. Aber nicht in die Stadt mit dem Auto. Das ist unser Verkehrschaoskonzept, einfach nicht mit dem Auto kommen. Das wäre natürlich immer einfach. Da das aber nicht, da sich leider nicht alle zuhören und nicht alle auf uns hören vor allem, gibt es ein paar Maßnahmen, die das Gröbste zumindest verhindern sollen. Weil letztes Jahr gab es wirklich teilweise lange Staus vor den Parkhäusern, wirklich stockender Verkehr in allen Straßen auch ganz viel ist natürlich auch eine Belastung für die Leute die irgendwie sehr in Stadt nah wohnen wenn die Autos da ständig durchrollen auf Parkplatzsuche. Und damit die Besucher den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr im besten Fall ein bisschen entspannter erreichen gibt es dieses neue Verkehrskonzept von Stadt und Polizei Ist das brand new oder baut das auf einem schon Bestehenden auf? Oder ist das jetzt wirklich, dass man gesagt hat, okay, wir haben es jetzt irgendwie angeguckt und beobachtet und jetzt, wir müssen wirklich, hier wird gesperrt. Sowohl als auch. Also es gibt schon so ein Altstadt-Sperrkonzept, was zu bestimmten Veranstaltungen so halt greift. Auch aus Sicherheitsgründen alleine. Aus Sicherheitsgründen auch. Und es gibt aber jetzt wirklich auch so drei Punkte, die speziell auf die Beobachtungen aus den vergangenen Jahren getroffen wurden. Und das ist eben an drei Punkten in der Stadt. Eins noch ganz kurz, bevor du da detailliert drauf eingehst. Wie definieren Stadt und Polizei die Weihnachtszeit? Die Weihnachtszeit geht vom 22. November bis zum 27. Dezember. Okay, gut. Also das ist nämlich officially, nee genau, da startet halt der Weihnachtsmarkt und am 27. Ist ja der berühmte Umtauschtag, der in diesem Jahr, wenn ich mich nicht irre, auf einen Samstag fällt. Und deshalb ist das halt die Zeit, in der an den Wochenenden, also an den Samstagen werden diese Änderungen greifen und am verkaufsoffenen Sonntag, der ist am 30. November. Also nur, dass die Menschen, die das jetzt schon hören oder überhaupt hören, also es ist nicht jetzt für immer, sind diese drei Punkte irgendwie beeinflusst, über die wir jetzt sprechen, sondern es ist temporär und auch nur an den Wochenenden. Genau. Beziehungsweise am verkaufsaufenden Sonntag und ansonsten an den Wochenenden. Also dann, wenn es richtig voll wird. Okay, erzähl. Punkt eins. Punkt eins. Die Königsallee. Wer hätte das gedacht? und zwar. Passiert auf der Königsallee das, was die Anlieger der Königsallee eigentlich nie wollen, nämlich sie wird gesperrt. Komplett? Nicht komplett, ab der Königsstraße der Kreuzung Richtung Norden, vor Corneliusplatz, da ist ja eh auch die Winterwelt. Und ab da dürfen dann tatsächlich keiner, auf der Geschäftsseite, sagt man ja immer so schön, werden dann keine Autos mehr fahren. Die Königstraße ist ja die, die dann quasi zur Johanniskirche führt, also diese kleine, wo an der Ecke Dior ist. Also der kleine Stück im Süden an der südlichen Köl ist noch befahrbar, aber von da aus kommt man dann eben nicht mehr weiter. Das hat den Grund, dass der, da ist ja mal ein Weihnachtsmarkt auch an der Köl seit ein paar Jahren und da wurde es echt immer eng die letzten Jahre, so auf dem Weg. Die ist ja so am Kühlgraben entlang. Und damit es da eben nicht irgendwie zu gefährlichen Situationen kommt, weil irgendein Fußgänger irgendwie doch auf die Straße stolpert oder so, darf dann da eben ... Dürfen da keine Autos mehr fahren. Gesperrt bleiben auch am nördlichen Ende der Kö, also am Corneliusplatz, die Theodor-Körner-Straße und die Blumenstraße. Es ist aber trotzdem für Gäste des Breitenbauer-Hofs zum Beispiel weiter möglich, da hinzufahren. Weil die dann eh in die Tiefgarage ... Ja, beziehungsweise das wird wirklich mit Einlass gemacht. Also da stehen Leute an den Sperren. Und wenn da Gäste kommen, dann werden die durchgelassen. Aber das werden ja keine Massen sein. Und es ist weiterhin möglich auf der Bankenseite, dass auch die Leute die Autos aus dem Kaufhof-Parkhaus wieder rausfahren. Das ist logisch, genau. Also das heißt wirklich quasi frei, autofrei wird es auf der Geschäftsseite, auf der anderen wird, werden immer noch ein paar Autos rollen, aber eben auch deutlich weniger als üblich. Ja. Außerdem ändert sich die Fahrtrichtung der Königsstraße. Da kann man jetzt quasi in Richtung Kö fahren von der Blumenstraße und das wird komplett andersrum. Also das heißt, man kann dann da, wenn man auf die Kö will und merkt, oh Mist, die ist gesperrt, kann man über die Königsstraße in Richtung Blumenstraße weiterfahren. Und dann da in die Parkhäuser, wo auch immer. Und das wird tatsächlich, das ist die einzige Ausnahme, wir haben ja gerade gesagt, die anderen Sachen sind alle an den Samstagen und an dem verkaufsoffenen Sonntag. Das wird für die komplette Weihnachtszeit. Okay, einfach um das auch ein bisschen zu entspannen. Das heißt, wenn ich dann doch mit dem Auto auf die Kühl fahre und du gesagt hast, Merkur ist es einfach auch voll, dann kann ich das irgendwie. Kann man da immer noch abfahren. Ja, okay, verstehe. So ist es. Also das ist allein schon jetzt beim Zuhören, es hört sich... Viel an, aber ich glaube, es bringt auch echt die gewünschte, ja Ruhe ist natürlich das ganz falsche Wort, aber ich finde gerade da dieser Knubbelpunkt auch selber als Autofahrerin, aber auch als Radfahrerin, finde ich das schon ohne Weihnachtsmarkt da echt manchmal unübersichtlich und anstrengend. Dann ist es auch noch dunkel, dann regnet es wahrscheinlich. Ja und ich finde es auch wirklich einfach schön. Ja, also die ganzen Weihnachtslichter sind schon an in der Königsallee. Ich bin da letztens irgendwie abends lang gelaufen. Das ist ja wirklich einfach echt schön. Und wenn man da über die Straße flanieren kann und dann irgendwie da noch Weihnachtsmarktbuden stehen, das wird auch einfach deutlich mehr Aufenthaltsqualität haben. Zumal die Köh die letzten Male dann auch ohnehin immer irgendwann gesperrt wurde, weil es einfach zu voll war. Und jetzt macht man es halt einfach direkt. Ja, verstehe. Das ist dann eine von den Erfahrungen, die man quasi gesammelt hat, von denen du eben erzählt hast, dass einfach klar war, okay, das kann man einfach von Anfang an schon ein bisschen entzerren. Der zweite Punkt ist an der Poststraße. Also wir befinden uns jetzt in der Karlstreet, wenn ich mich nicht irre. Poststraße ist ja auch wirklich so eine Straße, wo relativ viele Leute auch wohnen wirklich. Da sind viele Wohnhäuser und das war für die natürlich auch echt immer eine Belastung, weil da viele Autos, gerade die von der Rheinkniebrücke kommen, dann da Richtung City fahren, vor allem auch das Parkhaus am Karlsplatz ansteuern und das soll eben jetzt nicht mehr passieren, aber. Das wird nämlich gesperrt. Also man wird nicht mehr von der Kavaleriestraße links in die Poststraße abbiegen können. Es soll da eine LED-Tafel aufgebaut werden, die dann andere Parkmöglichkeiten ausweist, damit die Leute das so ein bisschen umfahren und im besten Fall nicht direkt in diese Gassen, in diesen Gassen wandeln. Ja, das ist ja auch wirklich, wenn man da nämlich einmal drin ist und es ist verstopft, du kommst ja auch einfach nicht raus. Also wie immer, selbst wenn du da mittendrin irgendwie deinen Fehler bemerkst oder das merkst, dass es irgendwie umständlich ist, dann steckt man halt fest. Und ich glaube auch, dass das für die Anwohnenden einfach anstrengend ist und die müssen ja auch irgendwo sich bewegen. Zumal es auch vor diesem Parkhaus im Karlsplatz, das ist nämlich Punkt drei, auch immer wieder zu Staus kam. Das war wohl wirklich problematisch im vergangenen Jahr zumindest und ich nehme mal an, in dem Jahr davor war es auch nicht viel anders, weil nämlich ganz häufig, wenn das dann irgendwann voll ist, Autofahrer trotzdem einfach da stehen bleiben und warten, bis der nächste Platz frei wird. Weil sie sich wahrscheinlich, wir parken immer hier, wir kennen das, wir fahren jetzt nicht woanders hin, wir warten jetzt einfach, was aber natürlich, ich meine…, Du kennst den Karlsplatz, die meisten Düsseldorfer kennen den Karlsplatz, da sind einfach super viele Fußgänger unterwegs. Es ist total voll, gerade samstags und in der Weihnachtszeit sowieso. Und das ist dann wirklich nicht schön für alle Beteiligten. Nein, man verschwendet ja auch einfach Zeit. Also das ist, ich verstehe schon irgendwie den Impuls, wenn ich jetzt auch aus einer benachbarten Stadt komme oder vielleicht auch aus einem Stadtteil, der ein bisschen weiter weg ist und dann hat man keine Lust Bahn zu fahren. Ich wäre die Letzte wirklich auch die Menschen, die hier zuhören, die mich schon mal persönlich erleben durften. Also ich fahre ja auch wirklich nicht gerne Bahn und so. Deswegen fair enough. Aber es ist ja auch, also ich entscheide mich dann allein deswegen dagegen. Also zum einen, weil ich meinen Parkplatz, wenn ich mal einen gefunden habe, bei mir im Viertel, den ich aufgeben will. Und weil das ja auch einfach, dann stehe ich eine Dreiviertelstunde vorm Parkhaus. Das meine ich ja, ich kann ja nicht einfach mein Auto stehen lassen. Das ist ja total frustrierend. Also irgendwie trotzdem aussteigen und dann vergeht die Zeit, dann wird es dunkel und dann stehe ich da immer noch und warte irgendwie und kann dann eh nichts trinken, weil ich ja mit dem Auto bin. Also deswegen wäre immer mein erster Rat sowieso nicht mit dem Auto anzukommen, wie wir auch schon etabliert haben. Und beim Karlsplatz Parkhaus gibt es jetzt noch eine Änderung, die das ein bisschen entspannen soll, also es werden wahrscheinlich trotzdem wieder viele Leute das ansteuern, aber um die vor allem die Situation dann auf der Straße davor vorzunehmen. Zu entzerren. Und zwar ist es ja jetzt so, wenn man von der Kö aus kommt in Richtung Karlsplatz, kann man auch nach links abbiegen und in das Parkhaus reinfahren. Diese Möglichkeit wird wegfallen. Stattdessen wird eine Umleitung ausgeschildert, quasi einmal um das Parkhaus herum, sodass alle von der anderen Seite nach rechts reinfahren können. Und diese andere Spur wird stattdessen genutzt, um den Verkehr daran vorbeizuleiten. Weil wenn das nämlich passiert, dass Leute da stehen und warten, dass was frei wird, was wahrscheinlich passieren wird, dann können alle anderen dran vorbeifahren. Und genau, dann ist es nicht ganz so eine... Im besten Fall extreme Staufalle, wie es vorher war. Ja, und tatsächlich dann auch ein Sicherheitsrisiko, weil einfach da Leute auch sich durchschlängeln und zu Fuß. Und da ist ja dann auch, also auch da wohnen ja Leute beziehungsweise arbeiten in der Stadt und machen dann auch ihre alltäglichen. Also da ist ja auch DM, da ist Lidl, da ist irgendwie, also da halten sich ja auch andere Leute auf. Ich meine, jetzt im Idealfall mache ich jetzt nicht samstags da meinen Wochenenkauf. Aber wenn es nicht anders geht, ist es halt so. Deswegen, ich begrüße das, je mehr wir drüber sprechen, immer mehr, dass es irgendwie diese temporären Sperrungen gibt. Ist dieses Konzept eins, was sozusagen von den Verantwortlichen so einmal auf der Erfahrung basiert, aber auch so gut durchdacht ist, dass einfach auch klar ist, das wird funktionieren? Also, weißt du, was ich meine? Oder wird jetzt mal ein bisschen ausprobiert? Das gibt natürlich leider keine. Ja, aber kann man ja, also, weil ich finde, wenn du mich da so durch erklärst und ich mir das auch mit meiner natürlich Ortskundigkeit und so vorstelle, denke ich bei allen, ja klar, macht Sinn. Also es hat ein Mitarbeiteramt für Verkehrsmanagement vorgestellt, der sich offensichtlich extrem gut auskennt und da sehr kundig ist. Er sagte aber selber auch, es gibt natürlich keine Erfolgsgarantie. Und die werden immer wieder auch am Wochenende unterwegs sein und gucken, wie funktioniert das und wo müssen wir vielleicht noch anpassen. Also es kann durchaus sein, dass es da nochmal Veränderungen gibt. Also ich glaube, dass jetzt irgendwie dann die Sperrungen doch komplett zurückgenommen werden, weiß ich nicht. Fällt mir jetzt schwer, mir das vorzustellen, aber dass es vielleicht nochmal so kleine Anpassungen gibt, dass man irgendwie sagt, okay, dann müssen wir da doch noch irgendwie die Spur öffnen oder was auch immer. Ja. Aber ja, das ist Work in Progress sozusagen. Ja, das wollte ich auch sagen, das ist ein Work in Progress, aber ein sehr begrüßenswerter. Ja. Und quasi das Stück auf RP Online schließt ja auch damit mit der großen Empfehlung, die wir hier jetzt nochmal aussprechen. Es gibt auch Park and Ride Optionen, auch dafür ist gesorgt. Es gibt große Parkplätze, wo man seine Autos abstellen kann und dann mit Bussen direkt in die Stadt fahren, mit der Bahn direkt in die Stadt fahren. Also das gibt es alles. Es gibt die Gepäck- oder Geschenke-Auffangstationen. Und man muss dazu sagen, es ist zum Teil wirklich günstiger auch. Also selbst für Leute, die sagen, ich habe jetzt kein Deutschland-Ticket oder kein Abo oder so. Es gibt bei vielen Park-and-Ride-Park-Plätzen, also eigentlich bei allen packt man quasi umsonst. Und bekommt dann so eine Art Kombi-Ticket mit der Rheinbahn. Und bezahlt dann, je nachdem für wie viele Leute, also je nachdem wie viele Leute im Auto sitzen, ein bis fünf, dann kostet das zwischen neun und sechzehn Euro. Und neun Euro hat man bei einem Shopping- und Weihnachtsmarktbesuch in Düsseldorf im Parkhaus ganz schnell zusammen. Aber hallo. Und also sowieso immer, aber jetzt auch nochmal zu betonen oder mal andersrum gesagt, wenn ich natürlich nämlich auch den Weihnachtsmarktbesuch ein wenig ausufern lassen möchte oder ausnutzen und wirklich, ich meine, wir werden auch sicher in den nächsten Wochen hier noch darüber sprechen, was es da wieder an neuen Köstlichkeiten zu essen und vor allem auch zu trinken gibt, dann kann ich ja mit meinem Auto eh nichts anfangen. Also, ich danke dir sehr für dieses Gespräch. Sehr gerne. Und ich freue mich, wenn wir einen Glühwein trinken. Auf jeden Fall. Und dann zu Fuß nach Hause gehen. Bis bald. Tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast, wenn ihr es nicht eh schon getan habt, überall wo es geht und bewertet ihn mit Punkten, mit Daumen, mit Sternen, mit allem, was es gibt und teilt diesen Podcast. Erzählt doch jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Horst Herr Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen.