Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Macheten-Schreck, Polit-Tragödie & das grüne Brunnen-Rätsel
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 21. Mai. Trauer um Roger Kusch. CDU will die Moorweide besser schützen. Machetenmann in der S-Bahn. Der HSV hat seinen ersten Neuzugang. Trauer um Roger Kusch. Der ehemalige Richter und Politiker ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Als Mitglied der CDU war er von 2001 bis 2006 Justizsenator der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach seiner Entlassung als Senator verließ er 2006 die Union und gründete die Partei Rechte Mitte Heimat Hamburg. Für diese trat er zur Bürgerschaftswahl 2008 als Spitzenkandidat an, blieb aber mit 0,5 Prozent ohne Erfolg. Sein großes Thema war das Recht auf Sterbehilfe. Der gebürtige Stuttgarter gründete zudem mehrere Vereine, die Sterbebegleitung anbieten. Erst am Wochenende wurde Kusch von der Mitgliederversammlung des Vereins Sterbehilfe als Vorsitzender abgewählt, nachdem ein Vereinsmitglied Anzeige gegen Kusch wegen des Verdachts auf Untreue erstattet hatte. Nach Informationen des Abendblatts fand ihn die Polizei heute Morgen tot im Keller unter seiner Wohnung am Hansaplatz. Mit leuchtend grünem Wasser in mehreren Hamburger Brunnen haben die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion gegen die Gaspolitik der Regierung protestiert. Dafür hat die Gruppe eigenen Angaben zufolge am Morgen vier Brunnen in der Innenstadt sowie Wasserbecken in den Wallanlagen mit dem ungiftigen Farbstoff Uranin eingefärbt. Mit den Aktionen in einem Dutzend deutscher Städte will die Gruppe gegen die konzernfreundliche Gaspolitik und das Greenwashing von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche protestieren. Extinction Rebellion bezeichnet es als Kunstaktion. Es gehe darum, auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam machen. Der fluoreszierende Farbstoff wird unter anderem zur Dichtheitsprüfung, als Köder im Angelsport und für Badesalze verwendet. Er verschwindet den Angaben zufolge in Abhängigkeit mit der Intensität nach einigen Stunden bzw. Tagen. Für die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1.000 Liter Wasser genutzt worden. Die Polizei prüft, was genau eingeleitet wurde. Demnach gibt es zunächst keine Hinweise darauf, dass es sich um einen Stoff gehandelt hat, der die Gewässer strafrechtlich relevant verunreinigt hat. Im Prozess um einen Fußtritt auf einer Polizeiwache hat das Landgericht den angeklagten Beamten freigesprochen. Es habe nicht ausgeschlossen werden können, dass der 54-Jährige in Nothilfe für seine Kollegin handelte, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Der Polizist war in erster Instanz vom Amtsgericht St. Georg wegen Körperverletzung im Amt zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 150 Euro, insgesamt also 18.000 Euro, verurteilt worden. In der Anklage hatte es geheißen, der Beamte habe am 28. März 2023 einen in Gewahrsam genommenen Mann ohne ersichtlichen Grund wuchtig auf eine Bank gedrückt und einen kräftigen Fußtritt gegen den Oberschenkel verpasst. Zuvor hatte der damals 26-jährige alkoholisierte Mann einer Kollegin des Angeklagten mit dem Fuß gegen das Knie getreten. Der in Gewahrsam genommene Mann wurde wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und anderer Taten zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 10 Euro verurteilt. Nach Angaben der vorsitzenden Richterin am Landgericht ist er wegen zahlreicher Straftaten, darunter Körperverletzung, Widerstand, Diebstahl, Schwarzfahren und Beleidigung, vorbestraft. Als sogenannter bürgernaher Beamter kannte der Angeklagte den Obdachlosen, aus Somalia stammenden Mann seit längerer Zeit und hatte schon oft dienstlich mit ihm zu tun gehabt. Angesichts antisemitischer Vorfälle im Kontext mit pro-palästinensischen Protestcamps auf der Moorweide will die Hamburger CDU die Grünanlage zu einem Gedenk- und Erinnerungsort machen. Ziel ist, Versammlungen wie das Camp untersagen zu können, wie aus dem Antrag der Fraktion für die Bürgerschaft hervorgeht. Die Grünfläche am Dammtorbahnhof wurde der während des Holocaust von den Nazis als Sammelplatz für Judendeportationen genutzt. In dem Antrag wird der rot-grüne Senat aufgefordert, ein Schutz- und Nutzungskonzept für die Moorweide zu entwickeln, das einen Ausschluss bzw. Die Untersagung von Nutzungen ermöglicht, die geeignet sind, das Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung zu beeinträchtigen, zu relativieren oder zu instrumentalisieren. Es geht nicht um Versammlungsverbote, sondern um Respekt vor Geschichte und Erinnerung, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Dennis Gladiator. Die Moorweide darf nicht länger Schauplatz antisemitischer Provokationen und der Verherrlichung terroristischer Ideologien sein. Wer Pfingsten von Hamburg aus in Richtung Küste aufbrechen will, braucht vor allem eins, Geduld. Der ADAC Hansa rechnet am Wochenende mit langen Staus und vollen Autobahnen. Auch Strecken rund um Hamburg und die Routen an Nord- und Ostsee sind stark betroffen. Freitag erwarten wir zwischen 11 und 19 Uhr besonders viele Urlauber auf den Autobahnen, sagt ADAC-Pressesprecher Menno Gebhardt. Auch Sonnabend könnte es zwischen 10 und 15 Uhr richtig voll werden. Am Pfingstsonntag dürfte sich die Lage dann entspannen. Ab Montagmittag rechnet der ADAC mit starkem Rückreiseverkehr. Und Dienstag wird es noch einmal eng, wenn Berufs- und Reiseverkehr aufeinandertreffen, so Gebhard. In Hamburg bleiben die bekannten Problemstellen besonders stauanfällig. Vor dem Elbtunnel, auf der A7 und auf der A1 als östliche Umfahrung der Stadt drohen lange Rückstaus. Schreck für Reisende einer S-Bahn. Ein 53-Jähriger hat während der Fahrt mit einer Machete hantiert. Der Mann, der mit einem Hund unterwegs war, soll plötzlich aggressiv geworden sein und eine volle Deodorantdose in Richtung zweier Fahrgäste geworfen haben, ohne sie zu treffen, teilte die Bundespolizei am Donnerstag über den Vorfall am Mittwochabend in einer S7 von Rotenburgsort nach Tiefstack mit. Im weiteren Verlauf habe der iranische Tatverdächtige den bisherigen Ermittlungen zufolge eine Machete hervorgeholt und damit gegen die Sitzpolster und eine Stange geschlagen. Nach dem Halt am S-Bahnhof Tiefstack hätten die Fahrgäste die S-Bahn fluchtartig verlassen. Kurze Zeit später habe die Bundespolizei den Mann vorläufig festnehmen können. Anschließend wurde er mit einem Platzverweis entlassen, die inzwischen in einem Gebüsch versteckte Machete wurde sichergestellt. Gegen den 53-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung im Versuch und der Bedrohung eingeleitet. Nahezu jeder zweite Hamburger spart einer Umfrage zufolge regelmäßig. Genau genommen gaben 46 Prozent an, regelmäßig Geld zurückzulegen. 28% sparen unregelmäßig, der Rest spart nicht, wie aus einer Ipsos-Befragung im Auftrag der Frankfurter Commerzbank hervorgeht. Zum Sparen nutzten die Hamburger am häufigsten Tages- und Festgeldkonten sowie Sparbücher, 43%. Rund jeder Dritte kauft gelegentlich Wertpapiere und ungefähr jeder Fünfte hat einen Wertpapiersparplan. Nahezu zwei Drittel der Hamburger Sparer können im Monat mindestens 100 Euro zurücklegen. Der Rest spart monatlich weniger. Die Commerzbank hatte die zurückliegende Anlagestudie 2024 veröffentlicht. Damals gaben 39 Prozent der Befragten an, regelmäßig zu sparen. Weitere 31 Prozent antworteten, dass sie unregelmäßig Geld zurücklegen. Nach Bewertung der Bank zeigen die Zahlen, dass Hamburger häufiger sparen als früher. Reich werden wird man mit Sparbüchern nicht. Besser wären mehr Mut für Sparer und die Stadt. Der Siegfried-Lenz-Preis 2026 bleibt in Hamburg. Er geht an den österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein, der an der Elbe lebt. Sein rund 20 Romane und Essays umfassendes Werk kreise um große erkenntnistheoretische und moralische Fragen. Es gehe um Identität, Wahrheit und Schuld, teilte die Jury dazu am Donnerstag in Hamburg mit. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. Er wird von Hamburgs erstem Bürgermeister und der Siegfried-Lenz-Stiftung überreicht. Die Laudatio hält im September Autor Daniel Kehlmann. Mit der Auszeichnung sollen internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet werden, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nahe ist. Schon in seinem Debüt, der Erzählung einer 1988, erwies sich Norbert Gstrein als ein Autor, der eigenständig an die Literatur der klassischen Moderne anknüpft und deren Motive und Themen konsequent weiterentwickelt, erläuterte die Jury. Gstrein konfrontiere seine Leser gleichzeitig damit, dass jedem Erzählten zu Misstrauen sei und es keine Verlässlichkeiten gebe. Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Der HSV hat seinen ersten Neuzugang. Am Donnerstag begann ein neues Kapitel für Kofi Amoako. Sollte er den Medizincheck bestehen, wird er für rund zwei Millionen Euro von Zweitligist Dynamo Dresden zum HSV wechseln. Möglich wird der Transfer dank einer Ausstiegsklausel, von der die Hamburger Gebrauch machen. Offiziell verkündet wird der Wechsel erst nach der Vertragsunterschrift am morgigen Freitag. Danach verabschiedet sich der 21-Jährige erst einmal in den Urlaub, bevor er zum Start der Vorbereitung um seinen Platz im Team kämpfen wird. Der HSV plant Amuako sowohl auf der 6 als auch auf der 8 im zentralen Mittelfeld ein. Zwar hat der deutsche U20-Nationalspieler auch schon in der Innenverteidigung gespielt, doch die Verantwortlichen im Volkspark sehen seine Stärken eher eine Reihe davor, wo aktuell Nikolai Remberg und Albert Sambilokonga gesetzt sind. Künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.