Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 087 Was hat Odin mit dem Mittwoch zu tun? | Vera Zingsem & Petra Baum
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- Petra Baum: Hallo zusammen. Heute geht es den Mittwoch. Und zwar den Mittwoch mit allen germanischen Mythologien und Gottheiten, die dahinter stehen und sich irgendwie so gar nicht aus dem Namen erschließen. Also lasst euch mal überraschen. Mein Name ist Petra Baum von Spirit, Mind, Energy und ich begrüße wie immer ganz herzlich Vera Zingsen an meiner Seite. Und liebe Vera, du hast uns dafür einiges mitgebracht, oder? Vera Zingsem: Ja, kann ich durchaus bestätigen. der der Mittwoch, wie gesagt, der ist uns ja regelrecht göttlich geklaut worden. Also alle Namen, die wir sonst in der Woche haben, da kommt man immer noch. Bei Dienstag war es auch schon schwierig, aber mit Siu. Aber Mittwoch, ist ja unspirituell Mitte der Woche. Was für ein Unsinn. Natürlich sind wir in der Mitte der Woche. Aber wenn wir ins Englische gehen, dann heißt das noch immer Wednesday und das ist Vodans Tag immerhin und im französischen Mercredi, da haben wir Mercur, das wäre dann griechisch Hermes. Also wir haben im Grunde, wenn wir jetzt auf die nordisch-germanische Tradition gehen, dann haben wir Odin-Vodam da und im griechischen Bereich, was dann auch lateinisch wurde, das ist dann eben Hermes und Mercur. Und Hermes, da können wir sicher schon ein bisschen mehr mit anfangen. weil das sind ja die Paketboten. Also insofern haben wir da schon einen ganz praktischen Bezug. Der Mittwoch ist uns aber namentlich tatsächlich entwendet worden, denn er hätte zumindest auch Wodans Tag oder Odins Tag oder wie auch immer heißen müssen. Aber man hat ja auch das Wort Wodan oder Wotan völlig falsch interpretiert, denn das wurde dann mit Wut oft zusammengesehen und ist überhaupt nichts der gleichen. Also wenn wir auf Odin gehen, kommt uns das sicherlich schon etwas bekannter vor, weil wir Odem haben. Alles was lebt, was Odem hat und so weiter, das preise, wen auch immer, für welche Göttinnen und Götter. Aber Odem ist immer, in allen Kulturen ist Atem auch mit Geist verbunden. Das ist einfach feststehend. Also Atem und Odin ist dann eben der Geistvolle. Wod und Wodan ist dasselbe. Grün könnte man sagen. Es gibt auch ein altdeutsches Wort Wartan oder Wod und Wurtern, auch im bayerischen Wurtern. Und das heißt geistig durchdringen. Das hat also überhaupt gar nichts mit Wut zu tun. Aber das wird immer noch missverstanden. Immer wieder. Weil Wodan offensichtlich mit Wut Denkt man das hat mit Wut zu tun, aber es hat auch mit Geist zu tun. Also Wotan ist in sich der absolut geistvolle, spirituelle und es ist auch sein Bestreben im Laufe seines göttlichen Lebens immer mehr Weisheit zu sammeln. Also er gibt auch Ringe und Gold und alles nur überall her die Weisheit. auf sich zu ziehen und in sich aufzunehmen. Also wenn einer mit Weisheit getränkt ist, dann ist es eigentlich Odin und sich auch tränken lassen will. Und das erste, was er natürlich will, das ist, er hat ja einen weisheitlichen Onkel. Also der Onkel mütterlicherseits, das ist der Mimia. Und Mimia hält einen Brunnen des Weltenbaums. Wir haben ja drei Brunnen, die den Weltenbaum halten. Und zwei Wurzeln werden von vier Resinnen gehalten, nämlich die drei Nornen und die Göttin Heel. Und nur einem Mann wird es nur anvertraut, eine Wurzel zu halten. Das heißt, wir sind gut von weiblichen Kräften geerdet und auch sehr gut gehalten über die Brunnen. Und Brunnen, das ist eben der Weisheitsbrunnen, den hält Mimir. Und Mimia ist im Zusammenhang mit Mine zu sehen. Und Mine hat bei uns die Doppelbedeutung Liebe und Erinnerung. Das finde ich eine ganz geniale Geschichte. Denn Liebe entsteht und besteht eigentlich aus Erinnerungen. eine Liebe ist umso tiefer, je mehr wir uns erinnern, was wir getan haben, wie wir füreinander da waren. Das ist ja sogar noch eben bei den Christen tut dies zu meinem Gedächtnis. oder hochpreise meine Seele den Herrn und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Also insofern kann man sagen, gerade Minde, diese Doppelbedeutung von Liebe und Erinnerung finde ich genial. Weil damit ist tatsächlich gesagt, Liebe entsteht aus Geschichten, entsteht auch aus gemeinsamen Geschichten und aus dem, was wir erinnern, was uns Gutes getan wurde und wie wir auch selbst Gutes getan haben. wenn jetzt da sozusagen ein Erinnerungsbrunnen ist. Wir haben ja auch bei Thomas Mann dieses Tief ist der Brunnen der Erinnerung. Da haben wir jetzt wieder, und ich denke, er hat da auch an diesen Brunnen, da hat er sicherlich gekannt, diese Tradition. Und das heißt aber auch, dass Geistigkeit, Erinnerung etwas Fließendes ist. Denn ein Brunnen fließt ja. Im Brunnen ist ja das Wasser, das fließt und sich auch erneuert. Also insofern wäre dann auch Weisheit etwas, das in Fluss ist und das nie statisch ist. Es kein Brunnen, der einfach nur abgestandenes Wasser hätte. Da ist kein Brunnen mehr. Also das heißt, wenn ich die Weisheit mit dem Brunnen verbinde, dann kommt oder mit der Quelle und wir haben ja im Englischen Well, das ist ja auch das Gut, also gut einfach, das kommt eigentlich daher. Und das heißt also, wenn der Gott Odin kam eines Tages zu seinem Onkel und hat dann gesagt, er möchte gerne die Weisheit aus seinem Brunnen trinken. Und dann hat der Onkel gesagt, das ist in Ordnung, kannst du gerne machen, aber da brauche ich eine Gegengabe. Wenn du da generell immer draus tanken möchtest, dann möchte ich, dass du mir etwas dafür gibst. Und dann gibt er ihm sein eines Auge. Daher hat er immer diese Klappe auf. Der hat also sein Mondauge sozusagen, das Mondauge des Odin ist tief im Mimiasbrunnen versteckt. Und deshalb kann er aus diesem Brunnen die Weisheit schöpfen. Andererseits trinkt auch dann Mimir aus diesem Auge wiederum Wasser. Das ist das Mondauge, die Mondsichel. Wir haben ja gesehen, der Mond hat diese schöpferische Dimension in der Erneuerung der Mondsichel. Das heißt also, dass der Mimir nun Wotans Auge oder Odins Auge als Schöpflöffel nimmt. und täglich auch daraus selbst trinkt. Das ist also ihre ganz starke Verbindung. Er wird ihn ja auch später bei der Initiation, wo er sich an den Weltenbaum hängt, da wird er ihn ja auch begleiten. Also die haben eine sehr schöne Verbindung. Mutter Bruder heißt auch letztlich Matrilinearität. Das heißt also diese beiden, dass der Onkel sich für den Neffen verantwortlich fühlt. Also das ist auch eine ganz schöne Vorstellung also insofern kann man sagen der gott odin nimmt sein auge opfert ist oder gibt es für die weißheit Und ist seither dann eben mit diesem einen augen nur noch sichtbar da muss man eben das ist also gibt ihm ja dieses verwegene aussehen aber Er hat tatsächlich damit ein großteil seiner weißheit gewonnen Dann hat er aber noch weitere weißheiten Er hat nämlich zwei Raben auf den Schultern sitzen. Und diese zwei Raben, die geben, das ist Hugin und Munin. Und Munin ist Vida-Mine, also Wiedererinnerung auch. Und Hugin und Munin, Hug ist Denken. Und ich habe es dann für mich als Denken und Gedenken übersetzt. Dann passt das Petra Baum: Puh! Vera Zingsem: auch gut. Munin hört sich ja auch schon so eigentlich ziemlich gleich anfasst. Und Denken und Gedenken. Das eine ist das Denken, das andere ist das Erinnern. Diese zwei Raben fliegen jeden Tag über die Welt und erklären und erzählen ihm alles. Frustern sie ihm ins Ohr, was er wissen muss. Der eine sagt ihm, was es Neues gibt, und der andere verankert das im Gedächtnis. Diese zwei Raben sind unverzichtbar für ihn. Deshalb heißt er auch Rabengott. Der Weißen, Rabe ist ja überall der Weißheitsvogel. das haben wir dann auch. Also damit hat er diese Weisheit. Und dann kommt er auch auf diese Vorstellung, dass er sich in den Weltenbaum hängt. Da ist ja die Tarotkarte Nummer 12. Die gibt es wieder. Der Hängende, ich sage immer der Hängende, weil er hängt, ist nicht gehängt. Petra Baum: Gehängt Vera Zingsem: Und er hängt kopfüber im Weltenbaum. Das ist also seine große Tat, dass er neun Tage kopfüber im Weltenbaum hängt und dann eben ihm von da diese Inspirationen erhält. Und da begleitet ihn sein Onkel Mimir und sieht zu, dass er wie eigentlich ein Visionssucheleiter, das er bei den indigenen Völkern macht, das ist eigentlich ganz parallel, er sorgt dafür, dass ihm nichts passiert. Aber neun Tage bleibt er ohne Essen und Trinken. Also er muss dann und er hängt sich da nach unten. von da kommen ihm dann die Runen entgegen. Also diese Visionssuche endet für ihn nach neun Tagen, fällt er vom Baum ab und ist dann, dann erst wieder etwas aufgerichtet werden. Aber es sind ihm aus der Erde die Runen entgegen gewachsen. Und das bedeutet natürlich... dass die Erde ein mitdenkendes Wesen ist. Die Erde schenkt ihm sozusagen sämtliche 24 oder manchmal auch 25 Grunen und er liest sie aus der Erde heraus. Und es ist ohnehin interessant, dass die Germanen sehen den Himmel ja ohnehin unten. Die sehen ihn gar nicht oben. Also diese Vorstellung, dass wir nach oben müssten, die Germanen sehen alles unten. Also alles heil kommt er aus dieser unteren Geschichte und insofern geht man dann auch, wenn man in die obere Welt, geht es gleichzeitig in die untere Welt. Also das spirituelle ist in die Erde, als Wesen ganz und gar ein spirituelles Wesen. Das sieht man auch dann bei der Holle oder so. Also da wird, dass der Schatz des Lebens ist unten. Nicht nur die Edelsteine sind unten, sondern auch überhaupt die geistige Welt befindet sich an den Wurzeln. Das ist eine ganz schöne Vorstellung. Und mit diesen Runen, die er dann bekommt, sind auch noch Lieder verbunden. Und daher wird er dann oft Vater der Lieder genannt. Also wenn man Odin in der Poesie zum Ausdruck bringen wollte, dann hat man zig Wörter, die man für ihn einsetzen kann. Also Vater der Lieder wäre auch eins. Und er ist dann sozusagen derjenige, der über die Lieder die Runen wirksam macht. Das ist etwas, was wir heute kaum noch haben. ich mir denke, ich kann die runen, ich kann sie sehen, kann sie auch deuten, mag sie auch sehr. Aber die Lieder, die er dazu gesungen hat, die kennen wir natürlich nicht mehr. Das kann man zwar auch heute noch versuchen, aber er hat eben zu jedem ein Lied und das schönste Lied, das singt er nur vor seiner gemahligen Frick. Also dies kriegt nur sie zu hören. Also das ist eine ganz schöne Geschichte andererseits. sehen wir daraus auch die Erde, Gephion ist das ja im Germanischen und das ist die Freigiebige, die Gebende, Irune Gebo wäre damit auch verbunden und diese Gephion tritt selber als fahrende Sängerin auf. Das heißt also wieder die Erde ist eine musikalische Gestalt, ist eine Gestalt, die uns die Musik gibt und das ist etwas, was wir normal überhaupt nicht registrieren. Also die geht Als fahrende Sängerin machte sie ein ganzes Gelage. wollten, als der König Goefi aus Schweden, der wollte damals ein Festmahl halten und dann fehlte ihnen eine Sängerin. Also für die Germanen war nur ein Fest, wenn Gesang dabei war, wenn Musik dabei klang. Und Harfe, das war auch ganz wesentlich. Odin ist zum Beispiel auch als Harfenspieler unterwegs. Er kann also die Harfe ganz wunderbar zum Klingen bringen. Aber genauso eben diese Erde, kommt dann als Gäffion herbei, als die keine Musik haben und schon ganz verzweifelt sind, kommt diese Sängerin zu ihnen und es stellt sich heraus, dass es die göttliche Erde in Person gewesen ist. Das heißt, sie stellen sich die Erde generell als ein musikalisches und klingendes Wesen vor und damit ist natürlich, also das finde ich unglaublich schön, mir vorzustellen. Daher ist ja auch Musik etwas, das uns so bewegt. Aber die Musik ist eigentlich das Wesen der Erde. Das muss man sich auch mal überlegen, was das für uns bedeuten würde. Und deshalb ist es auch so wichtig, glaube, alle schamanischen Kulturen überall wird gesungen und singen bedeutet auch Heilung. Also es ist alles mit die ganze Musikalität, dass wir die dann sozusagen aus der Erde empfangen, das finde ich großartig, weil das wird bei uns normal ja gar nicht wahrgenommen. Und Odin ist dann eben der Vater der Lieder und bringt also auch die Lieder zu den Menschen. Und er ist selber derjenige, der auch Harfe spielt. Er kommt auch als Hafenspieler zu den Menschen. Er kommt ja immer unerkannt. Also der hat ja ganz viele verschiedene Geschichten und der kommt unerkannt zu den Menschen, dann kommt er als Hafenspieler. Da erkennen Sie ihn erst ganz spät. Aber er singt so wunderbar zur Harfe, dass alle Welt verzaubert ist. Also er ist selber ein Zauberer der Musik. Also das gefällt man ihm natürlich auch und es gibt auch, ich habe da eine Geschichte mal gefunden, die wurde in den Raunächten erzählt und Da ging es also auch Odin. Der wird als Alter bezeichnet, aber der ist auf einem achtfüßigen Grauschimmel unterwegs. Und dieser, das ist der Schimmel Sleipnir. Der ist auf ganz kuriose Weise entstanden, das müsste man sich extra überlegen, wie der entstanden ist. Auf jeden Fall kann er ihn auf seinen acht Füßen durch sämtliche Welten der Yggdrasil begleiten. Er fliegt aber auch in solchen Legenden oder auch in den Geschichten zu den Raunächten. Da kommt er zu den Menschen eben unerkannt. Er kann mit der Schnelligkeit des Windes, also das passt ja wieder zu Odin, er kann mit der Schnelligkeit des Windes durch alle Welten gleiten. Und vor allem braucht er das deswegen, weil er überall da sein möchte, er jemandem helfen kann. Wo er den Menschen zu Hilfe kommen kann. Das ist auch ein Zug, den man normal von ihm ja nicht erwartet. Aber das ist eigentlich immer das. Er ist wach und versucht immer zu helfen oder zu gucken. Er ist nicht nur Kriegs, er ist auch Heervater, das auch. ist ja auch Totemgott. Aber ich sage ja, er hat alles in sich. Aber er ist eben auch vor allem deswegen so beliebt, weil er überall hilft. Er eilt zu Hilfe und ich habe es schon erwähnt, er braucht den Speer auch den Vergewaltiger. neben der Frau zu töten, die er gerade vergewaltigen will. Also er passt auch darauf auf, dass auch den Frauen kein Leid geschieht von Seiten irgendwelcher übler Männergestalten. Aber er wacht auch sonst eben über alles und guckt, wo kann er helfen oder er nimmt Kinder zu sich und weiht die dann ein. Das macht die Holle übrigens auch. Also sie sind ja auch Tolle und Odin erscheinen in den Rauhnächten als Frau und Herr Gode. Das und Gode ist mit Gottheit und Gut und eigentlich auch Odem verbunden. Das Gute ist, wenn ich das Gode sage, dann ist es auch mit dem Geist verbunden. Dann ist die Silbe Ode auch in Gott. Und die Germanen haben eben das Wort Gott nur sächlich gesehen. Es war das Gott und konnte dann als Frau oder Herr Gode auftreten. Also das heißt Herr oder Frau Gode sind dann eben Gottheiten. das göttliche ist erstmal neutral und kann sich dann in beides entfalten, wo es gerade sich hinzieht. Finde ich auch günstig, weil wir damit mal aus dieser männlichen Betrachtungsweise herauskommen. Und die Kernsilbe ist eben O.D. Das heißt das Gute ist auch das Geistige. Das Geistige ist mit dem Guten durch das Wort eigentlich verbunden. Und Herr und Frau Gode, ziehen eben in den Raunächten auch zusammen über die Welt. Und Odin ist überhaupt in der Regel nicht unbedingt ein Einzelkämpfer. Er hat ja das wilde Heer bei sich, was sich im Sturm, ist ja auch Geist, wenn dann der Sturm durch die Hütte fegt, dann wird auch das Alte rausgefegt und dann kommt Neues rein. Also auch das Er ja was für sich, also er ist auch mit diesem wütenden, aber wütend ist eigentlich, man könnte eher sagen, wahrscheinlich ist es das geistvolle Heer. Wir haben Wurthan eben als wütend übersetzt, aber Wurthan ist eigentlich das geistig durchdringende Heer. Das, was uns auch geistig mobil macht und uns aufrüttelt und uns gerade in der dunkelsten Zeit des Jahres aus der Lethargie herausbringt. So könnte man es ja auch mal auffassen. Er ist also mit Walküren zusammen, das sind ja seine, die Totenwählerinnen, aber das sind ja eigentlich die Geistigen, die Schwanfrauen, die wir auch bei Freya haben. Also Freya und Odin teilen sich ja auch die Toten, also die Walküren sind ja auch dazu da zu überlegen oder herauszufinden, wohin möchte der oder die Sterbende sich denn entwickeln. Und die einen, möchten gern weiter kämpfen, sind also dann bei... bei Walhall zufrieden. Die anderen hätten lieber die Liebe und die gehen dann zu Freyja nach Volkwang, denn da sind alle Liebenden zu Hause. Sodass also hier die Wahl eben tatsächlich ist, ich lieber kämpfen oder möchte ich lieber die Liebe weiter hegen und pflegen. Dadurch hat Freyja einen riesen Jenseitspalast und bei Odin sind eben nur die Kämpfenden. Aber auch das hat die kämpfen aber auch nur jeden Tag. Die kämpfen jeden Tag bis elf und dann frühstücken sie und dann sind sie eigentlich frei. Also das ist eigentlich auch sehr nett, wenn man sich vorstellt. Also morgens wird erst mal gekämpft, dann werden sie aufgewäckt wieder aus dem Tod und danach können sie dann frühstücken und trinken und sich des Lebens freuen. Hat auch jeder einen eigenen Tisch vor sich. Und auf dem wird er auch bewürdet. Das ist ganz interessant. Dieses Jenseits ist nicht so schlimm, wie es scheint. Das Kämpfen, wer das möchte, bleibt eben da. anderen machen eben... Und das sind ja Frauen wie Männer, denn wir haben ja auch Kriegerinnen. Wir haben ja auch Frauen in Rüstungen gefunden, sodass dann müsste man eigentlich immer sagen, Kriegerinnen und Krieger. Aber die Waldküben... Das sind eben wieder auch geistige Wesen. Das sind eben Frauen, die erscheinen vor allem als Schwäne und haben dann fliegen auch als Schwäne über die Welt. Hatte ich ja schon mal auch erwähnt, dieser Schwan am Freitag vor allem auch, dieses Schutzengel und Schutzmotiv. Und die Wallküren schützen eben vor allem auch Männer im Kampf. Aber letztlich kann jeder, jede Frau die mit einem Mann eine intensive Liebesbeziehung hat, kann Walküre für ihn werden. Wenn er sie ihrem Namen im Kampf ruft, dann wird davon ausgegangen, dass sie ihn schützt. Also das heißt eine ganz schöne Verbindung. Also liebende Paare, ist immer klar, die Frau schützt ihren Mann. Also sie, wenn er nicht kann, sie wird da sein. Sie wird für über ihnen ihre Flügel halten, ihre Geisterin. Das zeigt natürlich auch viel über die Kraft von Frauen. Wenn die Verbindung stimmt, dann kann jeder Kämpfende in der Not seinen Namen seiner Frau anrufen und dann kommt sie und hilft ihm aus der Not. Diese Vorstellung finde ich eigentlich eine großartige. Es ist einfach klar, auch Wotan ist dann in dem Sinn, kann er auf seine Göttin Frigg immer hoffen, denn sie ist seine Gemalin. Da müsste man aber dann ein eigenes Kapitel nochmal zukommen lassen. Was aber interessant ist auch bei Wotan oder Odin, er fragt immer häufig seine Frau Rat. Er sagt also immer, rate mir Frick, soll ich das und das jetzt machen oder ist das zu gefährlich für mich? Und dann sagt sie zum Beispiel, nein, also in dem Fall würde ich abraten, aber er macht dann häufig das, was sie eben Was sie nicht will, macht sie trotzdem. Dann sagt sie auch, wenn ich merke, du willst das, dann gebe ich dir meine Segen dazu. Am Schluss kommt sie aus, dass sie recht gehabt Das kann sie dann schon zugeben. In der Regel ist sie weiser als er. Das kann sie neidlos anerkennen. Sie kennt alle Schicksale. Sie sagt sie nicht, aber sie weiß die Geschicke der Welt. und er ist sehr froh, dass er mit ihr zusammen ist. Wir haben ja auch mehrere Kinder zusammen Also auf jeden Fall er führt eine sehr gute Ehe. Ich ja, die Germanen haben keine Probleme mit Frauen, dass sie die bekämpfen müssten. Das ist auch ein sehr guter Zug für mich bei ihnen. Und insofern kann man sagen, Odin hat da eine sehr stabile Beziehung. Und er hat eben auch die Walküren an seiner Seite. Und die Walküren machen auch häufig im Kampf, entscheiden die, ob jemand während des Kampfes schon in die andere Welt geht. Und der Tod wird dann nicht als Bedrohung, sondern als Belohnung gesehen. Ganz häufig wird der Tod nicht als Schrecken wahrgenommen, sondern auch zum Teil, wer im Kampf fällt, den hat Odin besonders geliebt oder besonders bevorzugt. Und es gibt auch Szenen, wo ein Kämpfender die Walküre fragt, bin ich denn jetzt wirklich ausersehen? Oder ich habe doch hier gerade, ich trage doch gerade den Sieg davon und dann sagt die Walküre, ja weil du so gut bist, darum möchte Odin dich bei sich haben. Also da sind solche Geschichten, die Nähe der geistigen Welt, die wird immer wieder ziemlich klar. Die Geistige und die normale in Anführungszeichen Welt sind nicht so getrennt. Man hat also immer wieder die Vorstellung, die geistige Welt ist direkt neben uns und wir können mit ihr kommunizieren, wenn wir es wollen. Und das finde ich eine ganz schöne Vorstellung. Also das heißt, Odin nimmt sich gerne solche, die besonders gut sind, die nimmt er zu sich und das wird eben nicht als etwas Schreckliches gesehen oder liebende Paare, da wenn einer Seite davon stirbt, dann möchte die andere möglichst schnell auch mit in diese andere Welt, damit sie da wieder zusammenfinden. Bei Freya meistens, eben, weil sie ja die Jenseitsburg für die Liebenden hat und Frigg hat das auch noch. Also es ist für alle besorgt. Im Jenseits kann man sagen, sind alle aufgehoben. das ist so, dass Odin hat also diese Walküren. bei sich und die fliegen aber eben auch mit Freier, denn Freier ist ja die oberste der Waldküken. Also die haben auch eine eigene Jenseitsburg, die heißt Wingolf und die nur für weibliche Wesen ist, also nur für Frauen. Wir haben eine Jenseitsburg, die ist bei Gephion, bei der Göttin Erde, da sind alle Frauen, keinen Mann haben wollten, die nie frei sein wollten. Die haben ihre eigene Jenseitsburg bei Gephion. Das heißt, wir haben zwei Jenseitsburgen, die nur für Frauen reserviert sind. Umgekehrt, nur für Männer gibt es keinen. Also das ist schon auch wieder, man ehrt diese Frauen und so kann man sagen auch Odin. Wie gesagt, er berät sich mit Frigg, er geht mit Holle überein. Also das sind wirklich, in Odin kann man sagen, ist ganz und gar mit Geistigkeit verbunden, aber er kämpft auch seine Kämpfe, er eben wie gesagt auch Herrvater, aber das ist nicht sein Hauptmetier. Also er hat ganz viel und seine hauptsächliche Qualität ist in seinem Namen. Er ist der Geistvolle. Er guckt wo er immer hin kann und wo er etwas Neues erfahren kann, da wendet er sich hin. Und was ganz wichtig ist, das finde ich schon auch, immer wieder taucht auf, also wenn jetzt zum Beispiel Menschen auch zu ihm entrückt werden oder eine Zeit lang bei ihm tatsächlich in die Lehre gehen dürfen, das sind ausgewählte junge Männer oder eigentlich noch jungen, fast noch Kinder, wichtig ist die Sprache der Tiere zu lernen. Das ist bei Holle wesentlich und auch bei ihm. Also es ist ganz wichtig, die Vögel sowieso Und die Raben werden immer Petra Baum: Mmh. Vera Zingsem: ausersehen, den Menschen die Sprachen beizubringen. Aber die Vorstellung, dass wir eigentlich die Sprache der Tiere erlernen sollen, dass das eine Qualität ist, da wird auch bei der Holle immer Wert drauf gelegt. Wenn die Mädchen bei ihr in die Lehre kommen, sie sollen danach die Sprache der Tiere verstehen. Und das ist auch eine Qualität, die sie gerne an sich nehmen. Und ich finde, das ist eine Qualität, die wir ja gar nicht mehr haben. Aber diese Vorstellung, das ist also etwas, wo er auch Wert drauf legt in der Erziehung, die Sprache der Vögel und die Sprache der Tiere überhaupt zu lernen. Also insofern kann man sagen, er ist nicht nur selber auf geistiges Wissen aus, er lehrt auch, wenn er Kinder, wenn er Jungen zu sich entrückt, dann ist das ganz wichtig und auch die musikalische Bildung ist wichtig. Also das Harfelspielen, Lieder komponieren, Texte komponieren, Dichtkunst, das sind alles Dinge, die in den Lehrplan sozusagen gehören. Also da könnten wir uns heute noch Petra Baum: Mmh. Vera Zingsem: drei Scheiben mindestens abschneiden. Also diese Qualität dann auch die Dichtkunst zu erlernen. Und das Entscheidende ist dann auch, der wahre Held bezwingt sich selbst. Das heißt also, der Held, der kämpft, ist nicht der wirkliche Held. Der wirkliche Held ist der, der auch in Situationen standhält, zum Beispiel Kranke pflegt oder eben im sozialen Bereich etwas tut, was ihm eigentlich widerstrebt. Und dass es wichtig ist, auch diesen sozialen Charakter zu haben und nicht nur an sich zu denken und seine Kämpfe zu bestehen, sondern das Entscheidende ist, davon abzusehen und für die Gemeinschaft etwas zu tun. Oder eben auch etwas für Kranke zu tun. Ganz wesentlich auch die Prüfungen, die dann oft kommen für diese jungen Männer. Die letzte Prüfung ist auf die, wie verhalten sie sich zu Kranken und Verletzten? Und wie pflegen sie die? Und wenn sie das nicht können, dann sind sie noch nicht reif. Also die Reife auch eines jungen Mannes erweist sich darin, dass er sich auch dem Hilflosen und Wehrlosen zuwenden kann. Auch in Situationen, wo er lieber was anderes täte. Aber das ist ganz wesentlich. Und insofern ist das Kämpfen alleine nicht der Wert. Es ist auch wichtig, sich selbst zu besiegen. Auch seine eigenen Neigungen zu sehen, hier braucht jemand Hilfe Dann ist es wichtig, diese Hilfe auch zu geben. Also insofern... kann ich sagen, Odin insgesamt beeindruckt mich wirklich sehr. Das ist auch ein Männlichkeitsbild, das viel vollständiger ist als das, was wir heute kennen. Also in diesem Bild könnte ich wirklich wesentlich mehr zustimmen. damit möchte ich dann auch weiter. Petra Baum: Liebe Vera, ich würde sagen, das war ein großer Überblick über den Mittwoch, über Odin, der vom Namen her so gar nicht drin steckt. Und ich glaube, wir konnten alle so einiges mitnehmen und sei es gekämpft wird bis elf und danach wird gefrühstückt. Ich bedanke mich Vera Zingsem: Ja, dann lässt man das gut gehen. Petra Baum: Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir. und freue mich auf alle weiteren Folgen, kommen. Und wenn ihr Lust habt, euch weitere Folgen anzuhören, unten in der Beschreibung, das ist auch ein Link zur Playlist, die könnt ihr jederzeit anklicken. Und ich sage Tschüss und nochmal Danke, liebe Vera.