Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / WARUM können wir neue Gewohnheiten so schwer in unseren Alltag integrieren?
Transcript
- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von zusammen näher finden wir es heraus, der warum Podcast. Und ich habe heute einen ganz lieben Gast bei mir, nämlich die Nadia Klaas. Und mit der Nadia habe ich mich schon ein paar Mal auch so getroffen, weil sie eine ganz tolle Frau ist, die ganz, ganz außergewöhnliche Sachen auch kann. Und ihr wisst ja, ich lade in meinem Podcast immer so ganz besondere Menschen auch ein, die mir auch sehr am Herzen liegen. Und mit ihr werde ich heute eine ganz tolle Frage diskutieren, nämlich Warum können wir neue Gewohnheiten so ganz schwer in unseren Alltag integrieren? Und bevor wir mit dieser Frage starten, liebe Nadja, stelle ich doch einmal kurz unserem Publikum vor. Wer bist du, woher kommst du, was machst du und warum bist du heute mit dieser Frage überhaupt bei mir gelandet? Nadja Klaß: Ja, vielen lieben Dank erstmal Sabine für die Einladung in deinen Podcast, in deinen Raum und dass wir da heute ein bisschen analysieren, warum, weshalb und ja, das warum und wofür bin ich überhaupt hier. Das war so meine Suche, wie ich jetzt zu dem gekommen bin, was ich mache. Ich bin jetzt 37, bin in Süddeutschland im Schwabenländle und habe ganz, ganz viele Jahre. in der Wirtschaft gearbeitet und hab gemerkt, dass ich da gar nicht den richtigen Platz für mich habe und bin durch die persönliche Entwicklung von mir auf der Suche nach mir selber zum Face Reading gekommen und das war so der Weg, warum wir uns dann auch über ein paar Ecken kennengelernt haben. Du durftest ja dann auch schon mal ein bisschen in deinem Gesicht schauen und ja, ich helfe jetzt im Endeffekt Menschen, sehr bewussten, sensiblen Menschen, die beruflich, aber auch privat neue Orientierung möchten, sich selber besser kennenlernen wollen, da einfach alte Muster, Blockaden zu lösen, in ihrem Leben ihre Ziele und ihren inneren Kompass, besser gesagt, wieder neu zu fokussieren. Sabine Osterauer: Sehr, spannend. Habe schon angekündigt, dass ich einen sehr spannenden Gast heute bei mir habe. Diese Frage, und ja, sie hat mir natürlich auch im Gesicht gelesen und mir einiges gesagt. Deswegen mache ich auch diesen Podcast, wo sie auch gemeint hat, das ist genau deins, das kannst du ohne weiteres machen, das passt gut zu dir. Also sie ist eigentlich schuld, dass es diesen Podcast immer noch gibt. Und diese Frage mit den Gewohnheiten, warum haben wir es so schwer? neue Gewohnheiten in unseren Alltag zu integrieren. Das hat ja auch etwas mit Mustern, mit Prägungen, Glaubenssätzen vielleicht auch zu tun. Nadja hat ja diese Frage mit in den Podcast gebracht. Wie sind wir dann im Endeffekt bei dieser Frage hängen geblieben? Warum haben wir das gemacht? Nadja Klaß: Wie haben wir das gemacht? glaube durch einen Blogbeitrag tatsächlich von mir, bei dem ich so ein bisschen erklärt hatte, dass es nicht immer nur der reine Willen immer ist. Der sagt so, jetzt mache ich eine neue Gewohnheit, das möchte ich in meinen Alltag integrieren und wenn ich es nicht schaffe, dann bin ich halt nicht gut genug. Also wir haben ja verschiedene oder wir sind nicht diszipliniert genug. Es gibt ja dann ganz ganz viele Glaubenssätze, die dann kommen, wenn wir nicht erfolgreich sind. Und da dürfen wir erstmal durchatmen alle. Denn wir sind alle nicht gleich und deswegen können wir nicht alle einfach eins zu eins Gewohnheiten von anderen Menschen übernehmen, weil die gar nicht erstmal in unseren Alltag passen. Wir haben alle verschiedene Aufstehtzeiten, hatten wir ja gerade auch drüber. wirklich so individuell ist, wie das Gesicht eben auch und dadurch dürfen wir erstmal schauen, was tut uns gut, was brauchen wir, wie können wir denn neue Gewohnheiten bei uns im Alltag denn wirklich integrieren, dass sie uns leicht fallen. Manche brauchen es individuell, auch sehr kreativ, dass auch eine Flexibilität in der Gewohnheit drin sind, manche pflichtbewusst und deswegen dürfen wir auch klein anfangen. erstmal uns fest vornehmen, wir möchten eine neue Gewohnheit etablieren und dann mit kleinen Schritten anfangen. nehme jetzt einfach mal unser Beispiel Sport. Jeder von uns möchte ja gerne eine super Figur, wir wissen auch, dass es gesundheitlich uns gut tut und dann sagen wir, okay ab morgen geben wir Vollgas mit Sport, eine Stunde, dreimal in der Woche. Und wir beachten aber gar nicht, wie ist denn unser Alltag, können wir das überhaupt so handeln? Und da ist es eben am besten, zu schauen, wie können wir das mit kleinen Schritten anfangen? Vielleicht mal fünf Minuten morgens integrieren, vor dem Zähneputzen. Das war nämlich auch der Punkt, den viele am leichtesten zum Umsetzen bekommen, wenn wir es an einer alten Gewohnheit, was war sowieso in uns verankert haben ansetzen. Dann bekommen wir langsam unser Nervensystem eine neue Verknüpfung. Ach, da ist jetzt ein neuer Baustein zu unserer alten Gewohnheit dazugekommen. Und dann lernen wir Schritt für Schritt jeden Tag aufs neue, unserem Nervensystem, unseren Gewohnheiten hier eine neue Standardgewohnheit zu etablieren. Und das braucht auch Zeit. Also mittlerweile sagen Forscher, dass es 66 Tage dauert und nach 19 Tagen ist immer so ein erster Knacks drin. Da fragt dann auch das Ego, Verstand, ist es denn wirklich eine Gewohnheit, die du neu etablieren möchtest? Also da kommt der erste Widerstand unserer innerer Schweinehund, wie viele auch sagen. Und das dürfen wir einfach auch mal bewusst mitnehmen, weil wenn wir nämlich dieses ganze diese ganze Strenge und Widerstand in uns aufbauen, dann kommt immer mehr Widerstand auf, wenn wir sagen, wir müssen aber, die anderen können das auch und deswegen immer leicht und wissen, dass es auch immer wieder mal so kleine Kerbung, Knackse, Einbrüche gibt und dann aber am Ball bleiben und da auch liebevoll mit uns gehen und nicht mit anderen wieder vergleichen. Sabine Osterauer: Da bist du mir jetzt schon ganz viele Schritte nach vorne gespringt sozusagen. Kommen wir noch einmal weiter zurück. Du hast uns jetzt mehr oder weniger schon die Lösung parat gelegt, wie wir Gewohnheiten dazunehmen können, verändern können wie auch immer und sie auch in den Alltag integrieren. Meine erste Frage dazu ist einmal, warum ist es so, dass Menschen grundsätzlich Gewohnheiten überhaupt ändern möchten, beziehungsweise andere dazu nehmen möchten. Woher kommt das? Nadja Klaß: Dass wir Gewohnheit neu etablieren heißt ja, dass wir erstmal in dem Moment etwas vermissen oder etwas verändern möchten, weil wir mit der Ist-Situation gerade nicht zufrieden sind. Also sei es gesundheitlich, sei es wir möchten eine andere Orientierung persönlich, Wissen aufbauen. Also es ist entweder ein Schmerzpunkt da, dass wir merken, so können wir nicht weitermachen, wir müssen etwas anpassen und möchten eine neue Gewohnheit dementsprechend bei uns integrieren. Oder wir haben Ziele bekommen, dass wir eben von außen etwas neu integrieren haben möchten. Durch Social Media und Co. gibt es ja so viele Impulse. macht diese Gewohnheit zur Pflicht und ihr bekommt das wundervollste Leben auf der Welt. Also da gibt es ja alles mögliche mittlerweile. Also entweder ist ein Mangel da, der von außen getriggert wird und man möchte diesen Mangel dann lösen oder man hat wirklich einen Schmerzpunkt bei sich gesundheitlich oder finanziell beruflich, dass man sagt, man möchte was ändern und dafür brauche ich eine neue Gewohnheit bei uns. Sabine Osterauer: Das heißt auf der einen Seite eben dieser Schmerzpunkt, eigentlich dann auch diese intrinsische Motivation sagt man ja dann auch. Das heißt ich kann Nadja Klaß: Hmm. Sabine Osterauer: mich selber dazu motivieren oder es ist eine Entscheidung, die ich wirklich für mich selber getroffen habe und sage okay. bin da jetzt in einer Situation und da wäre es schlau, wenn ich jetzt gewisse Gewohnheiten verändere, anpasse, löse bzw. mir neue angewöhne. Und auf der anderen Seite, aufgrund von Social Media oder von gut gemeinten Ratschlägen oder von anderen Vorschlägen, Zeitungen, wie auch immer, komme ich auf die gläurige Idee, naja, wenn der oder die das in 21 Tagen geschafft hat, das die von, weiß ich nicht, Kilo auf 65 abgenommen hat, wird das ja bei mir auch möglich sein, wenn ich da jetzt ein bisschen Wand-Yoga machen soll. Das wird doch jetzt möglich sein. Das heißt, es sind unterschiedliche Zugänge, die bei mir hereinfallen. Beides ist aber trotzdem mit einem Mangel gleichzusetzen. Das heißt, das fehlt mir. Die Motivation ist eine andere, weil das eine ist ja die, was aus mir heraus entsteht und die andere eigentlich die, was von außen auf mich einwirbt. Dann gibt es auch Gewohnheiten, weil das ist nämlich auch, glaube ich, interessant. Gibt es, deiner Erfahrung nach, gibt es Gewohnheiten, oder hast du schon einmal mit Menschen gearbeitet, die sich eine neue Gewohnheit angeeignet haben, dass ganz super flocke gleich dahin gegangen ist, einfach aus dem Grund, weil sie es unbedingt wollten? Gibt es sowas oder sind alle an Gewohnheiten, die wir neu dazunehmen? Nadja Klaß: Ja, wir haben doch so ein schönes Wort im Deutschen. Also die Motivation am Anfang ist ja bei fast allen, wenn sie wirklich etwas wollen, entweder diese Weg von oder hin zu Motivation und am Anfang ist die natürlich super, super stark und entweder intrinsisch, weil wir eben diesen Schmerz nicht mehr haben möchten oder von außen dieses Ziel haben und Ich habe schon mit vielen Kunden zusammengearbeitet, auch im bekannten Freundeskreis. Manche können es dann wirklich, weil da eine stärkere Motivation da ist, auch über drei Monate integrieren. Aber wenn das nicht zu einem alltagstauglichen Muster geworden ist und man geht in den Urlaub oder auf einmal ist beruflich eine Veränderung drin und diese Routine, diese Gewohnheit ist nicht wirklich fix an etwas Alten drangekoppelt oder an einer gewissen Uhrzeit, dann wird es manchmal kritisch. Wir kommen da später mit Sicherheit nochmal drauf, dann gibt es natürlich auch so ein paar Hilftools, wie wir da einfach auch besser drin bleiben können, aber es ist tatsächlich sehr schwer und manche Gewohnheiten sind auch für eine gewisse Zeit gut. Und man passt die wieder an oder kreativ gesagt wandelt diese oder verbindet die mit etwas anderem, dass es da nicht mehr diese klassische Gewohnheit so bleibt. Weil wir verändern uns ja auch durch eine neue Gewohnheit. Verändern wir ja auch unseren Alltag, unsere Persönlichkeit. Bei Sport bekommen wir auf einmal eine ganz andere Dynamik und dadurch kommen natürlich auch nochmal andere Bedürfnisse. da durchzustande oder ein anderes Umfeld entwickelt sich dadurch. Und dann können sich natürlich auch Gewohnheiten wieder dementsprechend da anpassen. darf man da auch immer drüber schauen, ist das jetzt eine Gewohnheit wie ich sag mal das Zitronenwasser am Morgen. Das kann natürlich gerne für immer bleiben, weil wir ja wissen, dass es uns gut tut. Aber gerade auch sportliche Aktivitäten, so Gewohnheiten, die können sich ja auch immer wieder anpassen, auch Saison. bedingt natürlich, aber da dann natürlich dann auch immer wieder mal reflektieren, sind es Gewohnheiten, die mir gut tun, sind die noch da, sind die mir dienlich, können wir die weiterhin integrieren oder können wir die anpassen, dass es auch wieder leicht wird. Weil manchmal wird auch eine Gewohnheit irgendwann für Menschen langweilig und dadurch, dass es dann langweilig ist, fällt die auf einmal auch wieder runter. Sabine Osterauer: Aber überhaupt einmal herauszufinden, Gewohnheiten, die ich schon auslebe, also mit denen ich heute gut zusammenlebe, dass die vielleicht jetzt nicht ganz so toll sind wie, ach Gott, ich geh jetzt nach dem Essen schneller mal eine rauchen oder zu Nadja Klaß: Mhm. Sabine Osterauer: jedem Essen gehört mindestens ein oder zwei Klässchen Bier oder Wein dazu, wo wir einfach wissen, ja, auf Dauer wahrscheinlich auch nicht so gesundheitsförderlich. Aber es braucht doch dann schon auch Menschen, die sehr reflektiert auf das eigene Leben schauen und sagen, was mache ich denn eigentlich so den ganzen Tag, mit welchen Gewohnheiten ist so mein Lebenstag gepflastert und das zu hinterfragen. Das heißt, oft sind es ja dann vielleicht auch Mediziner oder Ärzte, Therapeuten oder Freunde, die sagen, ist dir eigentlich aufgefallen das? Du dich zu wenig bewegst, du zu viel trinkst, zu viel rauchst, was-ever. Das sind ja meistens diese Gewohnheiten, die wir abstellen möchten. Und demjenigen, den es betrifft, das eigentlich gar nicht so dramatisch, sag ich jetzt mal, das heißt, es braucht schon, eine Gewohnheit zu verändern, abzugeben, schon auch eine Reflexion auf das eigene Tun. Oder? Nadja Klaß: Ja, auf jeden Fall. Also eine Gewohnheit bei einem Menschen in den Alltag zu integrieren, der nicht entweder selbst reflektiert oder selbst wirksam handeln möchte, wird sehr schwierig. So ist es ja auch im Coaching oder wenn es wirklich Veränderungsprozesse geht, sobald der Mensch, ich sag mal der Betroffene, gewünschte Mensch, eine neue Gewohnheit integrieren möchte, wirklich da eine intrinsische Motivation dadurch sieht oder auch das Ziel dahinter nicht versteht. Den kannst du wahrscheinlich so oft sagen wie dem Raucher, hör doch lieber auf, du bekommst ein gesünderes Leben, weniger Mundgeruch, bessere Zähne, schönere Haut. Dem kannst du das 5000 mal wahrscheinlich sagen, wenn da nicht ein intrinsischer Mechanismus umgestellt wird, dann wird er auch weiter rauchen. Und so ist es auch mit einer Gewohnheit. Wir müssen selber den Wunsch haben, etwas Neues zu integrieren oder loslassen zu wollen, gerade wenn es eine Geschlechte ist. Da ist ja unser Verstand, unser Ego natürlich auch immer gewollt. Er möchte es natürlich bequem, er möchte es sicher. Am besten keine neuen Gewohnheiten integrieren, weil das ist ja anstrengend. Da darf man natürlich erstmal auch mit dieser Denkweise sich, wenn man natürlich dafür offen und Interesse hat, beschäftigen, weil es hält uns ja natürlich auch klein, es hält uns in unserer Konfortzone. Und auch eine genaue Gewohnheit ist im Endeffekt eine Herausforderung. Also einmal heraus aus seinem komfortablen Leben, aus seinen Alltagsstrukturen. etwas neues kreieren und das muss dann dementsprechend natürlich schmackhaft gemacht werden, dass du da den ersten Schritt machst, für manche ist natürlich ein Samstag auf dem Sofa mit Netflix und Chips erfüllt, das ist bequem. Für andere ist es natürlich wieder Horror, keine Frage, aber da geht es eben wirklich wieder den Menschen individuell. Wie kannst du ihn locken, wenn es von außen kommt, also auch der Arzt? Weil wenn ich jetzt zum Arzt gehe und er sagt, Natja, mach ab morgen Punkt, Punkt, das hilft dir. Ich für mich da aber aktuell gar keinen Fokus auch habe, sondern es ist vielleicht eher auf persönlicher Weiterentwicklung und der will auf einmal irgendwie einen komplett anderen Bereich antatschen, dann interessiert mich das nicht. Und deswegen hat auch jede Gewohnheit, wenn man die integrieren möchte in seinen Alltag, eine gewisse Zeit. Also wenn Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: du komplett unter Stress, unter Strom bist, dein beruflicher Alltag gerade komplett durcheinander gewirbelt ist, dann kannst du privat jetzt nicht unbedingt eine neue Gewohnheit etablieren, dann darfst du erstmal ein bisschen diese Balance runter bekommen. Natürlich kann dir dann auch Sport helfen, diesen Stress im Alltag. im Berufsalltag ein bisschen auszugleichen. Aber da muss man dann wirklich immer am besten mit einem bekannten Mal oder einem Wegbegleiter, Coach, wie auch immer drüber sprechen. Weil man selber hat natürlich oft auch so diese Scheuklappen auf und du bekommst dann manchmal auch gar nicht die Lösung oder die Impulse, die für dich gerade wichtig sind, weil du ja in deinem eigenen Rad gerade in deinen Gewohnheiten gefangen bist. Sabine Osterauer: Spannend. Was mir währenddessen eingefallen ist, das ist die Frage, ab wann leben wir eigentlich Gewohnheiten? Also ich habe mir das gerade vorgestellt, so wie wenn du geboren wirst, hast du da schon irgendwelche Angewohnheiten im Mutterleib entwickelt? Ja oder nein? Und wenn du dann geboren worden bist, du verständigst dich ja durch Schreien oder durch Unruhe. dass du etwas brauchst. Ich habe einen Sohn und am Anfang war das Ding so herauszufinden, was will er denn jetzt? Ist jetzt die Windel voll? Hat er jetzt Hunger, Hungerdurst in einem? Will er an die Brust oder möchte er homogen getragen werden? Hat er Bauchweh oder was hat er denn jetzt? Das heißt, am Anfang kannst du auch diese Schreine noch nicht wirklich unterscheiden. Das kommt erst mit der Zeit, wo du weißt, welches Schrein zu welchen Befindlichkeiten gehören. Und da rutschen ja die Kinder eigentlich auch in eine gewisse, oder in gewisse Gewohnheiten. Und meine Frage ist, das geht ja dann irgendwann auch weiter, das heißt wir werden größer, wir haben dann auch Rituale, die uns angelernt werden von unseren Eltern, ja mit Zähne putzen, duschen, Pscham anziehen, keine Ahnung, noch ein Buch lesen. und dann ab ins Bett, dass wir 20 Uhr spätestens oder 19 Uhr im Bett liegen, weil 6 Uhr der Wecker läutet. All diese Gewohnheiten, die ja mal grundsätzlich, da komme ich ja auch noch zurück, grundsätzlich in jedem Fachbuch drinnen steht, wie eben Eltern werden leicht gemacht oder wie die ja alle auch heißen. Ich weiß gar nicht, ob es einen Titel gibt, aber ich habe auch einige davon. gelesen, weil es mich interessiert hat. Ich habe ganz viel früher auch in einem Institut gearbeitet mit Schwangeren und Stillen, ich war da immer auch live dabei. Da hieß es ja immer, Kinder brauchen Rituale, also Grenzen auf der einen Seite, da ist man sich dann bisschen uneinig geworden, aber vor allem auch Rituale, damit sie ihren Schlafrhythmus, ihren Essungsrhythmus und ihren Verdauungsrhythmus und so weiter dann auch erhalten. Das heißt Zurückzuspulen an dich, meine Frage. Ab wann entwickeln wir Gewohnheiten tatsächlich? Nadja Klaß: Also das, was du gemeint hattest, so gerade schon mit dem Mutterleib, also da ist ja unser vegetatives Nervensystem ja schon aktiv und nimmt dementsprechend natürlich viel auf. Es ist aber alles noch unterbewusst. Also man sagt so, bis zum zweiten Lebensjahr nehmen die Kinder sowieso alles, was von außen kommt, unterbewusst auf und können noch nicht bewerten für sich. Möchte ich das, möchte ich das nicht? Also auch diese emotionalen Themen. Deswegen ist ja auch gerade diese innere Kindarbeit so extrem wichtig, diese alten Themen, Blockade, Emotionen, was in unserem System noch abgespeichert ist, zu lösen, damit wir diese nicht mehr unterbewusst in unserem Alltag jetzt, sag ich mal, immer wieder in verschiedenen Lebensphasen angesprochen bekommen und dann so unterbewusst arbeiten und dann heißt es ja, so bin ich halt. Und so schleichen sich aber dann natürlich auch unbewusste Gewohnheiten an, weil wir eben schon sehr, sehr viel unbewusst mitbekommen in unser Leben als Kind und bis sieben heißt es sowieso, sind wir als Kinder ein Gefäß, was langsam gefüllt wird mit Informationen und da natürlich diese Prägung und auch Rituale mit reinspielen. Deswegen ist das so ein bisschen fließender Übergang, was als Prägung auch mitgegeben wird und dann eben auch zu einer Gewohnheit wird. Aber das sind so diese unbewussten Gewohnheiten. Und Rituale sind natürlich super. Sind im Endeffekt die ersten Gewohnheiten. Haben Szene putzen. Dann gibt es noch das Buch zum Runderfahren, weil wir das vegetative Nervensystem dann auch wieder runterfahren. Und dann natürlich dementsprechend auch ruhiger in den Schlaf kommen. Ein gewisses Alter könnte ich dir jetzt gerade nicht sagen. weil da immer wieder auch in den Fachbüchern, die ich lese, nicht unbedingt mit Gewohnheiten direkt geschrieben besprochen werden, sondern eher, dass dann mit diesen Prägungen unterbewussten Mustern, die dann zu einer Gewohnheit führen, oft zusammengefügt werden. Sabine Osterauer: Würdest du sagen, dass es auch Gewohnheiten gibt, vor allem in der Kindheit, die wir uns bewusst selbst aneignen? Also wirklich bewusst selbst aneignen? Und ab welchem Alter glaubst du, wenn wir das tun, tun wir das? Nadja Klaß: Ich glaube, vom Gefühl von einer Reflektion, gerade wenn ich auch mal mit Eltern spreche, wenn sie ihr Kind von mir sich lesen lassen möchten, damit sie einfach da auch noch mal besser unterstützen können, weil ich sage mal, ich bin jetzt keine Kinderspezialistin, die Kids machen sehr viel unterbewusst, dass sie sich diese, also ich hatte es jetzt mit Kindergartenkindern tatsächlich ein paar mal, dass sie sich ihr eigenes Ritual gerade nach dem Kindergarten, sag ich mal, von der Mutter auch gewünscht haben, damit sie ihre Ruhe haben. Also indirekt hatten sie sich schon so eine Achtsamkeitszeit, Spielzeit nur für sich, weil es sehr empathische Kinder auch waren, gewünscht. weil sie diese ganzen Eindrücke nicht mehr verarbeitet bekommen haben. Und da dann wirklich immer wieder für sich diesen Rückzug gesucht haben. Ansonsten bist du natürlich halt auch durch die Schule bei den Kindern auch sehr stark mittlerweile an Zeiten geplant. was ich bei den Kindern sehe, sind wir noch in den Wald nach der Schule, Hausaufgaben natürlich noch und in den Wald, wir haben gespielt, wir waren mit den Freunden unterwegs und mittlerweile haben die Kids gefühlt, entweder jeden oder jeden zweiten Tag Tennis, Fußball, Ballett, kreatives Malen, also sie haben gar nicht mehr so viel Spielraum, eigenen Gewohnheiten auch einpflanzen, nicht einpflanzen, einzubauen. Deswegen vermute ich, kommt das dann auch erst mal später. Man sagt auch so mit 17 18 werden die jungen Erwachsenen oder Teenager noch reflektierter, dass sie dann auch wirklich für sich selber dann nochmal auch bewusster Rückfragen stellen. Vorher meine Meinung einfach so aus der Erfahrung, wenn ich jetzt mit Eltern oder auch mit meinen Kunden gearbeitet habe, das ist noch viel unbewusst, weil da einfach noch sehr viel Lernen und Entwicklungsphase stattfindet. Sabine Osterauer: Gut, ist ja dann auch wahrscheinlich, wie halt viele Dinge in diesen jungen Jahren sind, dieses Ausprobieren. Muss ich mal ausprobieren, Nadja Klaß: Hmm. Sabine Osterauer: ist das überhaupt das für mich oder nicht? Passt diese Gewohnheit zu mir oder möchte ich das eigentlich gar nicht? Ich kann mich erinnern, also als Beispiel jetzt ganz, ganz weit zurück, aber ich kann mich noch erinnern, wie mein Sohn so eben so zweieinhalb, drei Jahre alt war. Da war keine Ahnung warum das, ich weiß nicht mehr, aber da ging es darum, naja. Die Kinder trinken halt am Abend vom Schlafen so gerne ein Kakaofläschchen. Nadja Klaß: Mhm. Sabine Osterauer: Und ich mir gedacht, ob es jetzt sinnvoll ist oder nicht, sei jetzt dahingestellt. Ich habe sie mir mal angeboten. Ich wollte einfach sehen, ob das alle Kinder wollen. Er hat mich wirklich den Kopf geschüttelt und Nadja Klaß: ... Sabine Osterauer: er möchte was essen. Also er möchte jetzt kein Kakaofläschchen. Er will jetzt was essen. Also wir hatten nie ein Kakaofläschchen. eindeutig auch an Gewohnheiten oder Gewohnheiten von anderen lieb gemeint, die man den Kindern möglicherweise näher bringen kann. Bitte hört es trotzdem auf eure Kinder, die sagen euch, ob solche Gewohnheiten, wie ich das jetzt erzählt habe, ob sie das auch möchten oder nicht. Wir eignen uns also im Laufe unseres Lebens Gewohnheiten an. Manche werden wir wahrscheinlich aufgrund unseres Alters, Entwicklung dann auch wieder mal gehen lassen. Logischerweise wie das Geschichtenbuch am Abend, wenn das zu einer Gewohnheit geworden ist, werden wir das trotzdem spätestens wahrscheinlich im Alter von sechs, sieben, acht Jahren dann nicht mehr machen. Dann werden wir es ja selber lesen können oder wir wollen dann auch nicht mehr so von Mama und Papa ins Bett gebracht werden, wie auch immer es jeder dann an Hand haben möchte. Aber wenn wir jetzt ein paar Jahre weitergehen, dann haben wir ja schon ganz viele Gewohnheiten, haben wir schon vieles ausprobiert. haben wir schon geschaut, das gefällt uns weniger, da sind wir geblieben oder nicht oder wir haben auch von zu Hause Angewohnheiten übernommen, keine Ahnung, Montag am Abend, da ist Fußball im Fernsehen und da sitzen wir alle auf der Couch mit der Packung Chips, ja, und keine Ahnung, haben auch noch was Cola dabei, wie auch immer und dann schauen wir alle gemeinsam Fußball, also solche Angewohnheiten. Meine Frage ist jetzt... Warum gibt es Angewohnheiten, die dann ganz schwer sind wieder loszulassen und andere aber leicht? Woran liegt das? Nadja Klaß: Also es ist einmal natürlich die Kontinuität, wie oft machen wir diese Gewohnheit und wie angenehm ist sie für uns, wie leicht fällt sie uns von der Hand und gerade das Sofa mit einer Packung Chips und Netflix oder Fußball wie auch immer, das ist gemütlich, dann sind vielleicht auch noch Freunde da, dann hast du noch diese Urinstinkte mit drin. Also Gesellschaft, die Zugehörigkeit, die anderen machen es ja auch. Es ist bequem, wir überleben, wir haben ja sogar Essen noch mit dabei. wir lernen und unser Körper lernt ja dadurch auch, ja, wir sind auf dem Sofa, da gibt es wieder Chips. Und dadurch kommt wieder diese Nervenbahn, was ich vorhin gesagt habe, unser Körper lernt dann einmal diese Verknüpfung, Sofa, Chips. Deswegen essen ja auch so viele. Und dann natürlich das Unterbewusste noch. im Fernsehen, also ich bin froh, dass ich mittlerweile nicht mehr so viel Fernsehen schaue, vor allem nicht mit Werbung. Das ist ja verrückt, wie oft da Werbung mit Nahrung generell, sag ich mal, Und das ist natürlich auch unterbewusst immer wieder ein Angebot. Hol dir doch mal was, hol dir was. Und dadurch werden natürlich diese Bahnen immer dicker. Also am Anfang ist es die dünne Hängebrücke, irgendwann ist es eine Holzbrücke. und irgendwann haben wir die riesen Autobahnen, da müssen wir nicht mal mehr denken, das ist in Fleisch und Blut übergegangen, wenn wir auf dem Sofa abends sind, zing, kommt die Glocke, Süßigkeiten oder Chips, wie auch immer. Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: Und das ist dann ganz, schwer, Autobahn wieder langsam in eine Hängebrücke oder komplett abzubauen. Und genauso wie... wie es dann eben nach der Zeit diese Autobahn gibt. Diese Zeit brauchen wir eben dann auch wieder wirklich am Stück, dass wir diese Gewohnheit nicht befriedigen. Also in der Regel 66 Tage auf dem Sofa bleiben, ohne Süßigkeiten. Weil sonst fütterst du immer wieder dein Nervensystem und ach ja, ich kann die Autobahn doch wieder aktivieren. deswegen umso länger du eben die Gewohnheit, die bequemen Gewohnheiten nutzt, umso stärker sind die da und so länger brauchst du diese dann eben wieder nicht zu füttern. Eine andere Gewohnheit, was anderes damit verknüpfen, Buch lesen oder ein Tee, aber es braucht halt alles seine Zeit und da Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: sind wir eben oft dann in Anführungszeichen nicht bereit, diese Anstrengung aufzunehmen, weil das ist wieder unbequem, dann wird es wieder anstrengend. Dafür brauchen wir in dem Moment eine Energie, auch diesen Widerstand mal auszuhalten, dieser alten Gewohnheit wieder mehr Futter zu geben. Und so ist es auch mit einer neuen Gewohnheit, wenn dir auf einmal Spaß macht, dann bleibst du auf jeden Fall erst mal dran kontinuierlich. Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: Und wenn du dann vielleicht noch einen Gewohnheits-Buddy hast, der dann immer wieder mal fragt, dann hast du da ein Belohnungssystem dahinter, wenn du sagen kannst, ja ich mache meine Gewohnheit noch, bin immer noch am Ball, dann bekommst du ja einen Lob zurück. Also man muss schauen, gerade wenn man eben dann in so anstrengenden Phasen ist oder auch Gewohnheiten abgewöhnen möchte, das ist ganz schlimm. Also jeder Raucher oder ehemaliger Raucher kann da wahrscheinlich ein Lied singen. Auch nach Jahren ist es ja oft, da ab und zu mal so ein... das Ego die Ecke kommt und na, willst du vielleicht doch noch mal probieren und dann brauchst du wirklich Unterstützung von außen oder irgendein Hilfsmittel, was du dir gebaut hast, kleinen Reminder, dass du dieses Belohnungssystem wieder anders befriedigen kannst. Weil unser Gehirn, unser Verhalten, wenn man es ganz blummsagen möchte, ist wie ein Programm. Und wir dürfen entscheiden, wie programmieren wir das. Und wenn wir eine neue Gewohnheit möchten, dann dürfen wir da auch mit einem Belohnungssystem dieses Programm füttern, damit wir das Gefühl haben, es tut uns gut. Sabine Osterauer: Okay, Frage. Klar. Nadja Klaß: Hm? Sabine Osterauer: Wenn das jetzt so stimmt, ja, also ich sehe das genauso wie du. Also wir sind halt programmiert oder wir haben uns halt selber auch programmiert und ich finde das so spannend, weil ich kann mich noch erinnern, früher hieß es immer, wenn du 21 Wiederholungen hast, dann hast du es drinnen. Aber das glaube ich halt gar nicht. Also ich glaube 21 Mal oder 21 Tage. Das ist einfach zu wenig. Vor allem, wenn es eine Gewohnheit ist, die du vielleicht schon seit Jahren oder Jahrzehnten wirklich auslebst, dann ist das einfach viel zu wenig. Das heißt, so wie ich dich jetzt, wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist es so, wenn ich jetzt die Gewohnheit drinnen habe, ich sitze auf der Couch, ich drehe den Fernseher auf und automatisch, ich brauche jetzt was Süßes oder brauche jetzt Chips oder brauche jetzt eine Cola oder wie auch immer. Das heißt, muss lernen, Tage oder 66 Mal auf der Couch zu sitzen, diesem Gefühl von, brauche jetzt unbedingt was Süßes, nachzugeben. Das heißt, wenn ich die 66 Mal ohne, dass ich mir etwas geholt habe aus der Küche zum Beispiel, wenn ich das durchgestanden habe, dann bin ich diese Gewohnheit auch los. Ist das so weit einmal richtig? Nadja Klaß: Ja, also man sagt mindestens 66 Tage. Wenn du natürlich danach dann am 67. Tag dich wieder aufs Sofa sitzt und wieder weiterknapperst, dann Sabine Osterauer: Ja. Nadja Klaß: aktivierst du natürlich auch wieder. Also gerade diese Sabine Osterauer: Natürlich. Nadja Klaß: Unbewussten. Wenn du dann sagst, hey, ich Sabine Osterauer: Ja. Nadja Klaß: gönne mir jetzt heute mit meinem Freund, mit meinem Schatz hier auf dem Sofa mal Chips und du damit bewusst umgehst. Du fütterst natürlich das alte Programm. Aber du bist ja reflektierter, wenn du einfach diesen inneren Impuls hast. Also das kann man schon sagen. Aber es ist jetzt nicht so, Sabine Osterauer: Aber ich... Nadja Klaß: dass du direkt geheilt bist und danach dann wieder weiter essen darfst. Also die Gewohnheit sollte dann auch jetzt nicht wieder befeuert werden. Sabine Osterauer: Das heißt, könnte eigentlich sagen, dass Gewohnheiten auch wie ein Suchtverhalten sind. Nadja Klaß: Vor allem, wenn du es eben nicht bewusst registrierst. Also wenn du dann nach 67 oder 66 Tagen auf dem Sofa bist und dann kommt vielleicht doch noch mal der Impuls und du überlegst, nicht reflektierst, was ist denn das und du holst dir wieder die Chips-Packung, dann bist du wieder im alten Hamsterrad, sag ich mal drin. Wenn du aber merkst, da kommt jetzt der Impuls, will ich das denn wirklich? Und sag mir vielleicht, nee, heute nicht, am Wochenende kommen Freunde, dann gönn ich's mir lieber mal da. Da kann ich es dann auch bewusst zulassen. es ist ja immer dieses, ist es bewusst oder unbewusst? Sabine Osterauer: Ja, okay. Jetzt ist mal, also Frage, ja. Ich stelle mir das Nadja Klaß: Mhm. Sabine Osterauer: jetzt gerade so vor. Ich glaube, ist nämlich wirklich eine Gewohnheit und da kann ich jetzt auch auch hier schreiben, bei mir sind es nicht die Chips, in dem Sinn, bei mir ist es immer die Schokolade. Ich habe zumindest jetzt die 90 %ige Schokolade für mich entdeckt, da kann ich auch nicht so viel davon essen, aber das geht es jetzt gar nicht, sondern geht es jetzt wirklich darum, also ich setze mich auf die Couch und habe diese Gelüste. So, und jetzt entscheide ich mich. Scheiße, ich möchte das jetzt nicht mehr, das tut mir nicht gut, das kann ja nicht sein, dass ich mir da jetzt keinen Film oder Nachrichten oder was auch immer anschauen kann, ohne dass ich mir jetzt irgendetwas aus der Küche hole. jetzt treffe ich die intrinsische Entscheidung, also meine eigene Motivation, ich höre jetzt auf damit. Und ich weiß, 66 Tage muss ich mindestens durchhalten, bis dieses Muster, dieses Gewohnheitsmuster aufhört zu schreien, hol mich, hol mich, ich möchte unbedingt von dir gegessen werden. Wie mache ich das jetzt, dass ich in diesen 66 Tagen, obwohl ich auf der Couch sitze, mir nichts hole? Weil meine Idee ist ja, es ist wahrscheinlich einfacher, ich sitze gar nicht auf der Couch, dann rennt ja auch dieses Programm nicht, weil Couch ist gleich Küche, ist gleich Schoki oder oder Chipsi, wie auch immer, ist gleich, ich habe es schon wieder nicht geschafft. Und dieses Programm gar nicht anzuwerfen, wäre es doch eigentlich schlauer. mich gar nicht auf die Couch zu setzen. Also was ist jetzt besser? Gar nicht auf die Couch setzen, ist dann aber auch dieses Programm weg, wenn ich dann wieder mal nach 66 Tagen mindestens wieder auf der Couch sitze oder muss ich mir echt die volle Tröhnung geben und sagen, ich muss jetzt mindestens 66 Tage auf dieser Couch sitzen und nichts naschen und dann ist dieses Gewohnheitsmuster verschwunden. Was ist besser? Nadja Klaß: Also der Anker ist ja eher das Sofa. Und jetzt das Sofa 66 Tage meiden, hast du ja einen inneren Widerstand. Einmal, dass du abends nichts mehr naschst oder du setzt dich irgendwo anders hin und dann brauchst du ja auf einmal Nervennahrung, weil du darfst nicht mehr auf dein Sofa. Also würde ich jetzt nicht unbedingt empfehlen. Ich würde das tatsächlich eher, wenn du sagst, du kannst nicht von jetzt auf nachher abends nichts mehr knabbern. Du willst was knabbern, weil eben dein Schatzi vielleicht auch was nascht. dann holst du dir vielleicht Gemüse-Sticks oder etwas anderes, gesundes als Alternative, aber bewusst und dann schleicht du das aus. Oder ich hab's, ich war nämlich tatsächlich auch mal so eine Naschkatze auf dem Sofa früher, ich hab mir verschiedene Tees gemacht und hab dann einfach mit denen was für den Geschmack, weil es ist ja auch der Sinn ist auf einmal, der Geschmackssinn wird auf einmal nicht mehr verwendet auf dem Sofa. Und das ist schon komisch und wir dürfen es uns einfach machen. Wir müssen nicht mit aller Gewalt da jetzt durch uns sagen, wir müssen jetzt 66 Tage auf und so, weil nichts mehr essen und dann geht's uns gut. Aber diese 66 Tage sind so anstrengend dann für dich und deswegen sind ja oft auch die Diäten, dass die nach kürzester Zeit scheitern oder dann gibt es auf einmal so ein Fresh-Flesh und dann hast du die Kalorien, die du eingespart hast, von zwei Wochen auf einmal an einem Tag gegessen. Deswegen wirklich immer lieber liebevoll anfangen. Vielleicht auch sagen, hey, einmal die Woche an dem Wochenende darf ich auch mit dem Schatzi was essen, aber dann ist es ja wieder bewusst. Und dann an den anderen Tagen gibt es Tee oder Gemüse-Sticks und immer wieder schauen, brauche ich denn das oder was für Was ist denn dahinter? Warum brauche ich denn diese Süßigkeit? Einmal sind es Gewohnheiten bei manchen anderen Themen, sind es ja auch alte Muster, ein Schutzmechanismus, Emotionen, die wir nicht sehen möchten. wenn ich mit meinen Kunden arbeite, dann gehen wir ja nicht nur auf die Gewohnheiten, weil das ist ja meistens die Spitze des Eisberges und drunter ist immer ganz, ganz viel, gerade diese alten Muster, die Prägung, Glaubenssätze. bin ich gut genug, gerade abends auch bei vielen anstrengender Tage gehabt in der Arbeit, vielleicht Sabine Osterauer: Hm. Nadja Klaß: noch einen Ärger mit dem Schatzi oder mit wem auch immer gehabt und jetzt gönne ich mir mal was. Nur für mich, weil ich sonst im Außen bin, für die anderen da bin, also oft liegen da ja auch andere Denkmuster, Glaubenssätze dran. ist ja das eine ist nur die Verhaltensebene und dann darf man aber da auch nochmal tiefer gehen. Bei vielen ist es ja dann auch eine Schutzmauer anzufressen. Also das sehe ich dann eben im Gesicht lesen auch oft, dass die Naturellveranlagung von dem Menschen mit dem Körpervolumen oder wie er ist auch nicht zusammenpasst und dann gehen wir da auch tiefer rein. Warum? Manchmal ist es auch unterdrücken oder ich will mich spüren, ich will mich erden und Deswegen ist auch jede Gewohnheit bei den Menschen unterschiedlich und deswegen immer das individuelle Schauen, was steckt wirklich dahinter. Ist es rein Verhaltensebene, ich gönne mir was, ich brauche jetzt meine Ruhe oder ich werde von der Werbung die ganze Zeit getriggert und ich hole mir jetzt doch was zu essen. Also das war früher der Fall bei mir eher, dass es vom Fernsehen die Werbung war. Aber Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: da gibt es ja alle möglichen Muster, die dahinter einfach stecken können. Sabine Osterauer: Also diese Erfahrung, das mit der Werbung kenne ich sowieso, das Spannende ist oder das Gute mittlerweile ist, diese, bei mir ist es wirklich der Schokolade. Und das Gute ist, der Vorteil ist, dass die Schokolade, die mir vor vielen Jahren wirklich wahnsinnig gut und in Mengen geschmeckt hat, heute nicht mehr so produziert wird, das heißt schmeckt heute auch ganz anders. Und da ist es mir zum Beispiel leicht gefallen, dann wirklich auf eine 90 %ige Schokolade umzusteigen, die mir trotzdem immer noch dieses Glücksgefühl bringt, bin ich ja ganz ehrlich. Aber ich kann sie nicht mehr in diesen Mengen wirklich verputzen, zusammenfrossen sozusagen, weil sich das in meinem Magen nicht ausgeht. Also da wirst du einfach schlecht. Ich kenne diese, ich mache Hypnose auch und ich habe Speziell bei mir ist es die Raucherentwöhnung gewesen. Zu mir kommen Menschen, sagen, sie machen eine Hypnose oder sie machen eine Raucherentwöhnung. Dann machst du Schnippi Schnappi und sagst irgendwas und wenn ich die Augen wieder aufmache, dann rauche ich nicht mehr. Das ist oft dieser Wunsch. Ich glaube, ich wäre echt vermögend, also richtig, richtig, richtig vermögend, wenn das so mit Schnipps einfach gehen würde. Aber Nadja Klaß: Mmh. Sabine Osterauer: so funktioniert es halt nicht. Und da bin ich total natürlich jetzt bei dir, wo du sagst, ja warum rauchen wir denn überhaupt? Ja, weil der Rauch, also Rauch und Zigarette steht ja, also zumindest in der Kinesologie ist es so. So habe ich gelernt, ist jetzt ein Schnullerersatz, eine Entspannung, eine Mundbefriedigung sozusagen. Deswegen rauchen ja auch die Menschen. Und da darf man halt auch dahinter schauen, warum ist denn das so? Und ich denke, sehr vielen unliebsamen Gewohnheiten, die wir halt so haben, ist es ganz wichtig, nicht einfach zu sagen, die will ich jetzt nicht mehr und die muss jetzt aus meinem Leben verschwinden und die gebe ich jetzt her und dann muss ich halt die 66 Tage irgendwie durchbringen. Ich denke schon, dass du da auch meiner Meinung bist, dass es oft auch sinnvoll ist, zu schauen, warum ist diese Gewohnheit überhaupt da? Warum ist sie noch da? Und ist es vielleicht eine Möglichkeit, dass ich sie gar nicht wegbringen muss, sondern dass ich sie selber auslassen möchte? Und ich glaube, Nadja Klaß: Hm. Sabine Osterauer: Gewohnheiten zu überwinden ist definitiv am einfachsten, wenn es mir bewusst ist, wo kommen sie her und wozu dient sie mir? Also was bringt sie mir, dass ich sie mache? Und im Gegenzug aber auch Warum habe ich manche Sachen nicht als Gewohnheit gespeichert, wie Formel-Sport und solche Sachen? Warum tue ich das nicht? Warum möchte ich das nicht umsetzen? Ist das vielleicht die falsche Sportart? Vielleicht möchte ich ja nicht laufen gehen. Viele meiner Freundinnen sagen, einfach laufen, das ist so toll für die Figur. Du bist aber jetzt kein Läufer, sondern du gehst viel lieber zu Fuß. Oder du gehst viel lieber Fußball spielen, Tennis spielen, squaschen, irgendwas halt, schwimmen. Dazu hinterfragen, nur weil andere eine Gewohnheit haben, die ihnen gefällt, bedeutet das ja nicht im Umkehrschluss, dass auch dir diese Gewohnheit gefallen muss. So wie es Menschen gibt, die eine Angewohnheit haben, eben am Abend, wir setzen uns noch zusammen und trinken ein gutes Gläschen Wein. Das klingt total romantisch und das klingt auch total schön. Und das ist wahrscheinlich, wenn es bei einem Gläschen bleibt am Wochenende, absolut vertretbar für den Körper, denke ich. Aber es nutzt ja nichts. Ich mag halt einfach keinen Wein. Das heißt, diese Angewohnheit werde ich mir nicht angewöhnen. Wozu auch? Da kann sie noch so romantisch und noch so schön sein. Das bringt mir halt nichts. Deswegen auch hier, glaube ich, ist es ganz sinnvoll zu hinterfragen. Nur weil ich... Das sehe, dass andere diese Angewohnheiten haben und ausleben, bedeutet das noch lange nicht, dass das auch meins ist. Und wenn andere Leute unter der Woche jeden Tag auf Achse sind und von einem Tanzkurs zum Spattkurs zum Spieleabend und so weiter laufen und du aber eigentlich gerne zu Hause auf deiner Couch sitzen würdest und gerne ein Buch lesen würdest oder keine Ahnung, dir einen Film anschauen, ist ja scheißegal. Aber wenn du das lieber möchtest, dann ist es auch in Ordnung. Ich glaube, wir dürfen selber herausfinden, welche Gewohnheiten sind gut für uns. Und nur dann, wenn wir sie nicht aushalten oder wenn wir das Gefühl haben, jetzt tut es mir nicht mehr gut, dann würde ich anschauen, woher kommen sie und warum sind sie immer noch da. Gehst du da mit mir konform, wenn ich das so erkläre oder erzähle? Nadja Klaß: Ja, total. Also definitiv würde ich eins zu eins so unterschreiben. Ich habe es ja vorhin auch schon gesagt, so unterschiedlich wie unser Gesicht ist, so unterschiedlich möchten wir leben, Alltag gestalten, unsere Gewohnheiten individuell gestalten. Und das finde ich auch so schön, weil wir alle auf unsere eigene Reise damit gehen dürfen und dann auch schauen. Was ist überhaupt das Ziel von unserer neuen Gewohnheit? Was möchten wir damit erreichen? Machen wir es für uns oder machen wir es für andere, damit wir dazugehören? dann ist es sowieso erstmal spannend wirklich, gerade wenn es jetzt der Sportbereich ist oder die Abendgestaltung. Was macht mir denn Spaß? Wir hinterfragen das nämlich auch oft nicht, sondern nehmen dann einfach von Freunden, Bekannten einfach viel. uns mit oder integrieren bei uns und dann merken wir so passt gar nicht. Deswegen einfach da wirklich auf Entdeckungsreise gehen und so wie du gesagt hast bei den Gewohnheiten die uns nicht gut tun wirklich mal hinterfragen was steckt denn dahinter was für Emotionen sind denn damit verknüpft oder auch Glaubenssätze weil oft diese alten Gewohnheiten die uns nicht gut tun oder auch ich sag mal verhaltensweisen sind in der Vergangenheit noch nicht erkannt worden und laufen deswegen unterbewusst einfach als Programm bei uns mit und dann heißt ja so sind wir oder ja ich bin halt Raucher, nimm das mal an oder ich trinke meinen Wein, ich komme davon Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: nicht weg, das ist schwierig dann zu akzeptieren für andere aber Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: dann einfach auch mal selber zu sagen so ja es ist oft dann einfach auch so Ja Schutz zu sagen, so bin ich halt oder das gehört zu mir, aber es muss nicht, gerade wenn es nicht gesund für einen ist. Sabine Osterauer: Jetzt hast du ja ganz am Anfang unserer Folge auch erzählt, dass du eben Gesichter lesen kannst, dass das gelernt hast. Und meine Frage ist, kannst du bei anderen Menschen im Gesicht auch herauslesen, welche Gewohnheiten sie haben? Nadja Klaß: Ja, würde ich hier wieder sagen. Also ich kann natürlich aufgrund der Charaktereigenschaften und der Grundnaturelle, die ich aus der Psychophysikonomie, also aus dem Gesicht lesen, gelernt habe, die Bedürfnisse und Wünsche sehen oder wie sich auch Menschen gerne sportlich oder kreativ oder vielleicht auch eher in der Natur aufhalten und dementsprechend Beispiele geben, was ich damit bei demjenigen verknüpfen würde. Aber das ist genauso wie den Beruf zu erraten. Also Werte und Richtung, ja. Aber jetzt wirklich zu sagen, wenn es jetzt nicht unbedingt Der Schwimmer ist, der jetzt irgendwie die Einkerbung an der Nase hat, weil er sich die Nase immer zusammendrückt oder so klassische Merkmale dann von Sportarten im Gesicht zu erkennen, dann eher nur so ein bisschen die Richtung. Was würde Ihnen Spaß machen? Welche Gewohnheit könnten Sie integrieren, wenn Sie es nicht schon nutzen? Also das ist auch tatsächlich immer im Gesicht lesen oft auch eine Frage. Spielst du schon ein Instrument? Oft habe ich dann Kunden, sagen, ja, hinter mir steht ein Klavier, wenn es eine Online-Session ist oder sie spielen Gitarre, dann nutzen die das. Dann erkennt man das auch dementsprechend nochmal anders. Aber man kann dann natürlich auch den Menschen eine Richtung, Orientierung geben, wenn sie eine neue Gewohnheit möchten. Was liegt ihnen? Was fällt ihnen leicht zur Hand? Das ist dann eben auch so ein schöner Impuls zu sagen, wie kannst du eine Gewohnheit, also die Nase ist die Profilierung der Persönlichkeit, die Selbstverwirklichung dahinter und dementsprechend kann ich die Menschen mit unterstützen, wie kannst du eine Gewohnheit leicht integrieren, dass es nicht zu anstrengend wird, weil dort eben auch sehr, sehr viele intrinsische Motivationen abzulesen sind. Sabine Osterauer: Das heißt, du kannst aus dem Gesicht vieles herauslesen und das nimmst du dann, also ich mache das auch so ähnlich, und du nimmst das dann heraus und dann kannst du aufgrund dessen ganz ganz viele Rückschlüsse auch ziehen und mit einer gut überlegten Fragestellung kannst du dann natürlich auch viele Verknüpfungen auch dann herausfinden, weil das oder weil das dazu passt oder weil das natürlich dann auch mit Intuition, also du arbeitest ja auch sehr intuitiv, das weiß ich ja, und daraus kannst du Rückschlüsse ziehen und dann weißt du natürlich auch, wie kann der oder die mit Gewohnheiten, die vielleicht ja nicht mehr passen sind, wie kann man die verändern, loslassen, wie auch immer. Du hast jetzt gerade die Nase angesprochen, das wollte ich jetzt auch unbedingt noch fragen. Das ist mir ganz persönlich wichtig. Irgendwann einmal habe ich mir das zusammen gereimt, ich glaube, wie so eine Schönheitsoperation. Ich habe eine Podcast-Folge aufgenommen, da ging es Schönheitsoperationen. Da habe ich auch einen ganz lieben Interview-Gast gehabt. Und meine Frage ist, weil du gesagt hast, die Nase ist ja so präsent, also die Nase sagt ja ganz, ganz viel über einen Menschen aus. Nadja Klaß: Mmh. Sabine Osterauer: Wie ist das denn, wenn das Ding operiert ist? Wie ist das denn? Erkennt man eigentlich schon, ich glaube schon, dass man die Nasen erkennt, die operiert sind. Ich habe oft das Gefühl, dass die Nasen gar nicht mehr hineinpassen. Nadja Klaß: Hm. Sabine Osterauer: dass das irgendwie zum Gesicht gar nicht dazu passt. Jeder der sagt, ich habe Probleme mit der Nase und ich muss das operieren, Gottes Willen, ist alles kein Vorwurf oder sonst keine Beurteilung, Verurteilung. Es ist mir persönlich aufgefallen, bei manchen Menschen, eine Nasenoperation oder Nasenkorrektur hatten, aus Schönheitsgründen, nicht aus medizinischen Gründen, weil mein Sohn auch eine Operation noch vor sich hat, weil er eine gekrümmte Nasenscheidewand hat, also das ist ja was Kosmetisches nicht, sondern wirklich was Medizinisches, aber wie sieht das aus bei dir? Also kannst du dann trotzdem was ablesen über die Nase, wenn sie den Höcker nicht mehr hat? Nadja Klaß: Ja, definitiv. alles, was da ist, möchte gelesen werden, wenn die Menschen zu mir kommen und hat auch eine Bedeutung. So wie du jetzt gesagt hast, medizinische Themen lassen wir mal außen vor. Manche sind notwendig, auch gerade nach Unfällen, damit da einfach auch wieder der Mensch sich wohlfühlen kann, hat aber auch eine Bedeutung. Also ich hatte auch schon Kunden bei mir. Die hatten OPs gewollt oder eben ungewollt durch einen Unfall, durch die Korrektur dann ja wichtig gewesen. Man sieht es einmal natürlich, gerade wenn man intuitiv liest, so wie ich, die Haut ist komplett anders. Also da ist eine ganz andere Strahlung, eine Energie drauf. Es ist auch manchmal wie so eine Abgrenzung, hat dann auch wieder eine Bedeutung. Was hinter diesen gewissen Areal hinter dem Bereich ist. Wir haben bei der Nase im oberen Bereich die Nasenwurzel ist für die geistige Anregung. das ist der Übergang zu unserem Denken, schnelle Auffassungsgabe, wie multitaskingfähig sind wir, wie ist unser Einsatz oder ich sag mal Reflektion, Feedback, Bewusstsein, wie schnell können wir wirklich mit unserer Persönlichkeit reagieren. Und dann gibt es natürlich motorische Themen, Fleiß, wie zuverlässig sind wir. Und gerade auch an der Nasenspitze, das ist ja in der Regel der größte Bereich, der bei einer Nasen-OP verändert wird, Stubsnase oder dass die eben ein bisschen kleiner gemacht wird. hier hat man natürlich dann auch die Frage, warum möchte jetzt, oft sind sie ja, nehme jetzt einfach mal eine Kundin. Sie hatte eine sehr große Nase, die sehr pflichtbewusst war. Und sie hat auch sehr gerne pflichtbewusst gearbeitet. Also ihr hast eine To-do-Liste gegeben, die war glücklich, wenn sie ihre Haken setzen konnte und am Abend war diese Liste abgearbeitet. Und dann hatte sie auf einmal sich eine Stubsnase operieren lassen, weil sie gedacht hatte, Schönheitsmerkmale, gesellschaftliches Ansehen. die passt nicht zu ihr, sie braucht diese Stubsnase, dann wirkt sie ja feiner und damit wurde da draußen eine zurückhaltende Nase, also die anderen Menschen in den Vordergrund gibt, eine Spaß- und Freudenase nennen Sabine Osterauer: Mh. Nadja Klaß: wir das auch oft, also eine intrinsische Motivation, mehr Freude und Spaß, also diese kindliche Leichtigkeit auch, so ein bisschen auch aus Kinderaugen wiederzuschauen, viel offener, nicht so bewertend und prüfend und auch nicht so pflichtbewusst natürlich. Und sie hatte tatsächlich nach der OP das Problem, dass sie nicht mit der Nase sich verbinden konnte und sie innerlich tatsächlich wirklich so einen Konflikt hatte zwischen diesen Pflichtbewussten, was ihre intrinsische, natürliche Veranlagung war. Und diese Leichtigkeit, diese spielerische. Und es hat sich wirklich nach einem Jahr, weil sie es zum Glück nur aufgespritzt hatte, die Nasenspitze sich wieder gelegt und sie ist damit wieder viel glücklicher geworden, weil dann eben auch die intrinsische Motivation auch im Außen sich wieder gespiegelt hat. Also es gibt da jede Richtung und gerade bei Nasen-OPs sagen auch die Chirurgen, sie finden es super. Wenn diese Menschen kommen, weil die müssen immer wieder kommen, weil die Nase eben auch das Stärkste ist durch die Profilierung, wenn wir da eine andere Energie drin haben, die nicht zu uns passt und wir behalten unsere alte Struktur bei, dann verändert sich auch wieder die Nase dementsprechend. Und der Nasenhöcker Sabine Osterauer: Okay. Nadja Klaß: steht eben auch oft für Sport, Fleiß und da ist natürlich sehr, viel Kraft drin. Und das ist dann immer spannend, was ist dann auch Sabine Osterauer: Sand Nadja Klaß: mit den Menschen macht, wenn dann auf einmal dieser Höcker nicht mehr da ist. Sabine Osterauer: Mhm. Nadja Klaß: Also außer man hat eben durch die Atmung Probleme, dann ist man natürlich dankbar, wenn sich das begradigt. es ist auch Sabine Osterauer: Ja, ja, ich schüttle. Nadja Klaß: der Nasenrücken ist gerade, dann ist eher eine Geradlinigkeit, Planmäßigkeit drin. Und dann darf man einfach auch immer schauen, was was macht das mit einem? Also wenn wir innen etwas verändern mit einer Entscheidung, wird sich im Außen auch immer etwas verändern und verändern wir an unserem Äußeren etwas, macht das was mit unserer Innenwelt. Sabine Osterauer: Sehr spannend, sehr interessant. Ich danke dir sehr, dass du mir diese Frage beantwortest, weil das wollte ich immer schon einmal wissen und ich habe heute einfach die Gelegenheit genutzt. Wir sind am Ende unserer Folge, 58 Minuten haben wir gemeinsam jetzt über diese Frage geplaudert und ich denke, zusammen haben wir es wieder einmal herausgefunden, warum wir neue Gewohnheiten oft zu schwer in unseren Alltag integrieren können. Und in diesem Sinne, liebe Nadia, vielen Dank, dass du da warst, wenn jemand mit Nadia in Kontakt treten will, sich vielleicht auch ein Fizz-Reading machen zu lassen. Sehr interessant, kann ich nur sagen. Alle ihre Informationen und Kontakttaten befinden sich natürlich wieder in den Show Notes. Und somit ein herzliches Dankeschön fürs Zuhören oder auch fürs Zusehen auf YouTube. Liebe Nadia, herzlichen Dank, dass du heute bei mir in meinem Podcast warst. Nadja Klaß: Video.