Latest / Be Different Voices – Menschen, die den Mut hatten, anders zu sein / Be Different Voices #2 mit Jörg Kopp & Dulce Jéminez
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- speaker-0: Das ist ein weiteres wundervolles Video-Podcast der Be Different Academy und wir sind auf der Suche nach Menschen, die für Veränderung stehen, die für Entwicklung stehen und die richtig so statisch was gemacht haben. Also nach spannenden Menschen. Weil wir die Idee haben, dass wenn spannende Menschen ihre Geschichten mal teilen, dass Menschen, vielleicht noch so in diesem Spannungsfeld sind, zwischen ich will gerne aufbrechen, aber ich bin noch nicht so richtig aufgebrochen, dass die sich vielleicht ein bisschen mehr zutrauen, das auch zu machen, weil die sehen, dass wir beides zum Beispiel auch überlebt haben. ist also insofern schön. Und darum sind wir heute bei Dulce in Köln-Beienthal. Das stimmt, das ist Beienthal hier. Und in deiner Yoga-Welt, in deinem Yoga-Studium. Du machst ja noch viel mehr als nur Yoga. Kommen wir aber später drauf. sag mir doch einfach mal, wenn dich jemand fragt, wer bist du eigentlich? Was ist dann deine Antwort? speaker-1: Ich bin ein Mensch, der sich mit Bewegung auseinandersetzt, der Spaß hat mit dem, was er tut und der gerne Menschen inspiriert und gerne inspiriert wird. speaker-0: Okay, wenn du das mit Bewegung auseinandersetzt, wie stelle ich mir das vor? Ich bewege mich ja auch. Wenn ich nachts aufstehe und so ein Pipi machen muss, dann bewege ich mich aus dem Bett raus, dann gehe ich dahin, bleibe mit dem C am Bett, Fuß hängen und all diese Sachen mehr. Das ist glaube ich nicht das, du meinst. Das ist deine Well-Wel-Do. ist so schön. hast gerade gesagt, Bewegung. Und dann betonst du Bewegung und man sieht sofort die Freude in deinen Augen. Was macht das für dich? speaker-1: Bewegung nicht nur als eine Art, wie du sagst, von A nach B zu kommen, sondern Bewegung, die einen gut tut, Bewegung, die einem hilft, vielleicht wenn man eine Verletzung hat, Bewegung, die einem hilft, besser zu altern, Bewegung, die einem wie Nahrung gibt, so dass der ganze Körper wieder energetisiert wird. Bewegung bedeutet nicht dich aus. komplett für Ausgaben und Sport drei Stunden machen, sondern kann auch etwas sanfter sein, der bei dir dann wieder in die Balance zurückbringt. Ich glaube, in unserer Gesellschaft, wo wir sowieso viel sitzen, wir diesen Ausgleich und unser Gehirn braucht auch diesen Ausgleich und andere Verbindungen und die schaffen wir durch Bewegung. speaker-0: Okay, dann müssen wir gleich nochmal darauf eingehen. Bevor wir aber darauf eingehen, dass es ein spannendes Thema ist Bewegung. Ich kenne Leute, die sagen, wie geht es dir? Und dann sagen die zu mir, nicht so gut, ich habe mich gestern zu viel bewegt. Bevor wir da reingehen, was das auf dem Körper macht, und du gerade gesagt, dass es auch sanft sein darf, wie war das, als du das Licht der Welt erblickt hast? Wo war das? Und hast du dich immer schon bewegt? Also hast du immer schon einen Drang gehabt? speaker-1: Ja. Ich war in Mexiko Stadt. Bist du geboren? Ja, bin in Mexiko Stadt geboren. Mittendrin? Mittendrin. bin Ende der 70er Jahren geboren in Mexiko Stadt. Von dort aus ist die Stadt sehr, sehr groß geworden. Man braucht viel Zeit, sich irgendwo von A B zu bewegen. Ich hatte immer so einen Drang. mich zu bewegen, mehr aus der Neugier. Was passiert, wenn ich das mache und das mache? Und hab meine Eltern, glaub, selblich auf den Nerv gegangen, wenn ich immer gesagt hab, guck mal, ich kann meinen Fuß mit deinem Kopf machen, guck mal, kannst du dein Zeh lutschen? Ich okay. Ich hatte immer so meine Eltern so, jetzt hör auf, dich zu bewegen. Und dann haben die gesagt, okay, ich muss was machen. Und ich muss irgendwo Ballett machen. Und haben die mich zum Tanzen angemeldet. Genau, und habe ich immer das Gefühl, dass Bewegung schon immer etwas mehr ist als das brummte Meer. habe immer mit Freunden zu, lass uns mal schnell ins Baum klettern und dann gucken und dann uns runterrollen oder hängen, dass wir alle, oder wir hatten in der Pause Handstand an der Wand. So fünf Mittels hintereinander und haben mir die Zeit gezählt. Und immer irgendwo war Bewegung. Ich war immer in den Sportdingen da. Aber komischerweise hatte ich auch viel Ruhephasen gebraucht. Aber irgendwie das Gefühl, dass Bewegung schon in mir so geschlummert hat. Was kann man damit machen? Und meine Mutter war eine sehr erfolgreiche Businessfrau. Und mir war ganz klar, ich möchte kein Büro. oder kann sitzende Tätigkeit ausüben. Das entspricht nicht mehr naturell und das haben meine Eltern auch so akzeptiert. speaker-0: Wenn man jetzt an Mexiko City denkt. Ich war in Mexiko City vor zwei Jahren und wir sind vorher durch Mexiko gereist und da war es ein bisschen so, dass uns viele gesagt haben, Mexiko City ist gefährlich, dreckig, laut und du bist erschossen oder was auch immer. Du sagst, du Mexiko ja beides. Du suchst das Beste wissen als ich, aber meine Wahrnehmung war, hast halt viel Geld, du hast halt sehr, sehr wenig Geld, aber mittlerweile gibt es auch das, was wir in Deutschland zur Mittelschicht sind. Wenn du bisschen was über dich erzählst, also wenn du sagst, Mama hast du gerade gesagt, sehr erfolgreich, konntest du dich ausdrücken, weil bei euch jetzt das Thema, es ist zu wenig Geld da war zum Beispiel. Also hast du auch Bewegungen erlebt, weil du die Möglichkeit hattest, oder würdest du sagen, das spielt eigentlich keine Rolle, weil du kannst immer was machen. speaker-1: Ich glaube sowohl als auch. Wir gehören zu der Mittelschicht. Vielleicht ja. Und meine Eltern haben mir das ermöglicht. Aber die haben auch die Intelligenz gehabt zu sagen, es gibt so viele Arten und deine Chance in der Welt ist das zu suchen und zu finden, statt dich zu auf eine Art oder wenn es damals war, es war nur das Tanzen. haben die gesagt, hab Blambé, du kannst dir die Zeit dich verletzen oder deine Meinung ändern und versuch mal, dich mehr zu weiten, statt zu verengen. da schon allein diese Fähigkeit, so deinen Blick zu weit in den zu zoomen, ist schon eine Bewegung an sich. Das fand ich ganz schön. speaker-0: Und ist dieses Blickweiten im weitesten Sinne Neugier? Neugierig zu bleiben? speaker-1: Ja, glaube ich auch. bin sehr oft aus meiner Komfortzone rausgekommen. sich mal zu trauen. Komisch, auch wenn ich mich so viel bewege, bin ich eher immer zurückhaltend in den anderen Teil. Und braucht man, bis man sich da raus traut aus dieser Komfortzone, was du meintest, wie man bricht. Und das kommt nur mit Einschritt, mit ein bisschen Mut. speaker-0: Das heißt, ist auch da, Obwohl du das gerade gesagt ich war immer schon so veranlagt und hab' ich meinen Eltern gezeigt, wie man den Fuß hinter den Kopf packt und wie man den Zeh in Mund bekommt. Ich muss das gleich mal aussehen. Mit den Zehen zumindest. speaker-1: Nein, mach das nicht! speaker-0: Sagst du, bist du dennoch ein Mensch, der an sich als sehr ruhig war? Wir haben ja auch schon mal zusammen gearbeitet, sehr schön. Und da komme ich ja hier an, in meinem biblischen Alter und denke mir, mal gucken, wo das hingeht. Aber du hast ja eine schöne Fähigkeit durch die Ruhe, so einen mitzunehmen und auch da keinen Leistungsdruck daraus zu machen. Also das ist nie, obwohl du dich ja auf eine Art und Weise bewegen kannst, wo ich auch in deinem Kurs gedacht habe, was jetzt? Wie? ⁓ speaker-1: ⁓ speaker-0: Ist das nie so, dass du sagst, wenn du jetzt mit Bewegung beginnst, musst du das so können wie ich, aber was du sagst, sei doch mal neugierig, auf was dein Körper dir meldet. speaker-1: Genau, weil wir sind immer in Bewegung. Unsere Körper verändern sich. Du hast nicht dieselbe Leber wie vor fünf Jahren. Also wenn dein Körper einen Austausch oder einen Tanz findet. Auch heute ist ein warmer Tag. Du kannst nicht so üben wie heute, wenn es im Winter ist, wo alles ein bisschen enger ist und der Körper länger braucht. Deswegen mehr zuhören, was brauche ich, wo bin ich, statt mich in eine Leistungs- Druck zu begeben, man alles in der Welt, weil die Technik sich so schnell verändert, dass man nicht denkt, ich muss eine 2.0 Version von mir machen, sondern warum nicht zu spüren, was brauche ich heute? Und manchmal ist nur ein kleines Spaziergang und das war heilsamer als zwei Stunden auf der Matte. speaker-0: Woher weiß ich das? speaker-1: Genau, das ist etwas, was ich immer wieder in den Stunden einlade, dass man einen Moment der Ruhe findet, dass man atmet und einen leichten Zugang nach innen. Das ist auch etwas, was wir üben können. Das ist nicht so etwas, was wir gelernt haben in der Schule. Lerne auf dich zu hören. Es war nicht so. Meistens ist es, bleib ruhig, zu. Aber weil wir ständig einen Input von außen haben, Ich dass mir gelingt, zu spüren in mir und das zu vermitteln, auch, dass die Leute lernen, wie höre ich, was ich brauche. Und dann kann ich sagen, ⁓ okay, und manchmal ist der Kopf noch so laut, ich habe das so gelernt und sag, geh mal drüber hinaus. Ja, meine Schulter tut weh, okay. Okay, dann haben wir einen Anfangspunkt. Und wenn ich das bewege, tut der Schulter mehr oder weniger weh. Und dann sagen die, nee, gar nicht, okay. Und dann Stück für Stück lernen wir, diese Fähigkeit in uns zu spüren. Das auch viele Neurowissenschaftler, das müssen wir in uns trainieren, damit wir besser in der Welt weiterkommen und uns nicht verletzen oder aufpassen und Präsenz zu sein. ist nötig. speaker-0: Das heißt, dann ist Bewegung, und der gar nicht eingeschränkt jetzt auf eine bestimmte Bewegung, dann ist Bewegung auch dazu dienlich, sich mal wieder zu spüren und ⁓ zu sagen, ⁓ in allen Dingen, die man so macht im Leben, vielleicht mal seinen Körper zu fragen, weil der Verstand ist ja sowieso die ganze Zeit, sendet ja sowieso die ganze Zeit. Okay, aber wie komme ich dahin? gibt es ja auch etwas, keine Ahnung, mein Knie tut mir weh. Und wenn mein Knie weh tut, fahre ich heute mehr Taxi. Weil ich denke immer, ist das eine übertriebene Schutzreaktion? Weil mein Knie tut mir vielleicht sogar weh, weil ich es vorher entweder falsch benutzt habe oder zu lange gesessen habe. Was sagst du jemandem oder jemandem, der uns dir jetzt zuschaut und zuhört? und sagt, ich würde auch gerne auf meinen Körper hören, aber wo fange ich denn an? Und wenn mein Körper mir jetzt Aua sagt, ist das nicht eigentlich, hat mir meine Mama beigebracht, der Moment, ich jetzt so eine warme Wicke da drum mache und mich nicht mehr bewege. Und dann stelle ich nach einer Woche gar nicht mehr Bewegung fest, wie wenn man Gips gehabt hat. Weißte, was mit den Beinen dann passiert? wird eigentlich von der Mobilität her... speaker-1: Eingeschränkt, aber macht man fast gar nicht mehr. speaker-0: Nein, das hat man heute weniger. Wir haben ja eine Neigung dazu, es tut weh, also machen wir mal ein bisschen ruhiger. Das ist ja eher in uns angelegt, zu sagen, ist denn jetzt das Maß, und schon denke ich selber, was ist denn jetzt vernünftig, also schon wieder hier. speaker-1: Ja. Es ist so, dass viele Leute sagen, z.B. mit dem Beispiel des Knie. Mein Knie tut weh, wenn ich das mache. Und die machen das so viel, dann sagst du, dann mach das nicht. Mach weniger oder geh nicht so weit. Wenn man eine ganz tolle Verletzung hat, so, man hat etwas bereits, ist so ein bisschen wie ein Crime-Scene. Der Körper ist so schlau. kommt die Polizei und riegelt das alles ab und man kann nicht dahin kommen und alles wird dick. Im Gegendruch rot, wird Wasser ⁓ das Gelenk oder egal wo das die Verletzung war oder blutet dermaßen viel und erstmal kann man gar nichts. Und in dieser Phase darf man erstmal ruhen. Das ist gut. Aber diese Phase geht vorbei. Der Körper heilt immer. Und dann denkt dass der Körper schon alles gemacht Und dann kann wieder von 0 auf 100 starten. Und das ist, ich, da, wo ich gut helfen kann, wo ich sage, hm, pass auf, Fasse 1 ist jetzt abgeriegelt, jetzt müssen wir gucken, dass wir alles nochmal gucken, was kann man in dem Haus nochmal sauber machen oder wieder neu ordnen und was kann man hier langsam Stück für Stück aufbauen, dass dein Knie langsam wieder auf den normalen Zustand kommt. Vielleicht kommt er nicht und dann muss man eine andere Art Weg finden und vielleicht, wie mein Bruder sagte, der spielte sehr lange Basketball, der meinte meine Knie tun mir jetzt weh. Und ich sag ja gut, aber du bist jetzt 47. Und dann sagt er ja stimmt, also Leistungssport mache ich nicht mehr, aber trotzdem möchte ich joggen gehen und spielen mit meinem Sohn, Fußball oder was weiß ich. Und was ist ein gesunder Grad, wo ich eine Lebensqualität habe? Und das kann man Stück für Stück bauen und da kann ich gut helfen. speaker-0: Und bevor wir noch darauf eingehen, ich kann es übrigens bestätigen, dass du gut helfen kannst. habe eine Erkenntnis, die ich bei dir hatte. guck mir Übungen an. habe Nackenschmerzen an. Ich okay, gib so geile Übungen, Yoga, Kopf mobilisieren. Und habe dann alleine was gemacht. Ich hab halt eine Neigung schon immer gehabt als Kind, doch nur viel hilft viel. Ja. Und dann hab ich ja meinen Kopf nach hinten und dann da guckst mich schon so an. Und dann hast du mir eigentlich erklärt zu sagen, bist dahin wo du merkst, dass es weh tut, aber nicht sagen, halte ich aus. Und ich komme eher aus der Abteilung, halte ich aus. speaker-1: Ja, Brokkoli ist gesund. Aber kein Mensch will eine ganze Woche oder einen Monat lang nur Brokkoli essen. so Essen muss bunt sein und muss von alles ein bisschen und vielleicht von manches weniger. Aber Wirkung ist auch so vielfältig. Kann auch Kraft sein und wir brauchen das zu tun, aber wir brauchen mehr Kraft. Aber wir brauchen einen guten Grad an Mobilität. brauchen auch ein bisschen ... Die Elastik, dass die Muskulatur sich auseinanderzieht. Und alles muss ein bisschen in der Balance sein. Und das ist ein bisschen wie Buntessen. Das ist ein schöner Beispiel. nicht nur mehr. Genau. Weil man würde einen wahnsinnigen Durchfall bekommen. speaker-0: Vielen Das probiere ich auch. Das glaube ich nicht. Prüf ich, muss ich prüfen. Okay, lass uns einmal kurz weggehen. kommen gleich dahin zurück, wenn ich dich angucke und hinhöre, was du sagst. dann bin ich extrem fasziniert davon, was für schöne Bilder du machst in deiner Sprache. Also wenn du die Sprache nutzt, was für schöne Bilder du hast, das mit dem Brokkoli ist oder... Also es ist immer Bilder, wie die Polizei baut, mega, finde ich mega. Und während ich dir zuhöre und wenn ich dann darüber hinaus gehe, dass mein Verstand das bewertet, dann sehe ich ganz viele Farben. ⁓ dich rum, das tanzst du ⁓ dich rum. Und dann sehe ich Mexiko, so wie ich Mexiko kennengelernt habe bei meiner Reise durch. Und das ist unglaublich bunt und unglaublich viel Bewegung. Und da muss kein Karneval für sein, damit das ist. So, jetzt bist du in Mexiko geboren und bist du da aufgewachsen. Wie lange warst du da? 21 Jahre. speaker-1: 21 Jahre. Ich war in einer deutschen Schule und von dort aus konnte ich Deutsch sprechen. Aber das ist deutsche Schule, Deutsch. Also es nicht perfekt. ist immer... Aber tatsächlich zurück zu den Bildern. ⁓ sich zu verständigen baut man Brücken. Und manchmal ist ein Bild viel aussagekräftiger als... ganz viele Wörter. wenn man nicht so viel Zeit hat oder will man auf den Punkt kommen, du erzählst auch sehr gute Geschichten. Das weiß ich. Aber diese Bilder, diese Geschichte bringen das auf den Punkt auf eine ganz andere Weise. speaker-0: Ja, Jetzt bist du so 21 Jahre in Mexiko gewesen, wo ich darauf hinaus will. Du bist ja irgendwann hier gelandet. Jetzt gucke ich halt als meine Mama ist Holländerin und mein Papa war Deutscher und ich bin überwiegend in Deutschland groß geworden. Habe mich immer mehr zu der holländischen Seite hingezogen gefühlt. Vielleicht ist das auch Grund, ich heute so gerne so viel reise. Das ist doch die alte Seefahrer Nation. Jetzt lebst du in diesem bunten, lebendigen Land. Was zur Hölle machst du hier? In diesem kalten, bisweilen, grauen, tristen Deutschland. der zweite Teil, was gefällt dir da dran? Gibt ja, ich, die du magst. Aber lass uns erst mal das einmal... Wie diese Bewegung, ist dieses lebendige Mädchen mit dem C im Mund? Sagt jetzt auf einmal, Mexico City ist geil, aber ich bin mal weg. speaker-1: Warum? Ich komme aus dem Tanz oder habe dann Tanz studiert und dann hatte ich einen Unfall, einen ganz schweren Unfall. da habe ich mir mit Freunden, weil ich im See, Wasser, Ski laufen, war alles toll und bin aber von einem Einmeter-Kopf, Sprungbrett, Kopf über ins Wasser gesprungen und habe nicht gesehen, dass ganz tief im Wasser ein Stein war und bin mit dem Kopf gegen das Wasser, habe einen Wirbelbruch erlitten. speaker-0: Im Hals. speaker-1: kam aber raus aus dem Wasser und habe schon sofort gespürt, etwas war nicht in Ordnung. ⁓ die Geschichte nicht so lang zu halten... Die wurde ich operiert und habe ein Titalimplantat und war ganz, ganz knapp davor, querschnittsgelähmt zu bleiben. Die haben mir Knochen hier aus der Hüfte genommen und ich habe mir diesen Implantat, ich habe so keine sechste Wirbel, keine sechste Wirbel, die habe eine... Fest zwischen 5. und 7. und das war so wie von jemanden, der sich viel bewegt in der Immobilität sechs Monate und damals hatte ich schon in einer Tanzkompanie gearbeitet und gleichzeitig noch studiert und versuch so internationale Beziehungen, weil meine Mutter sagte, du musst mal studieren, was es auch richtig ist und ich wollte nur tanzen und auf einmal blum war ich da, das war war das war vom Leben so speaker-0: Ich bleib bei dem Bild, im bunten Leben, mit Freunden zusammen, Wochenende am See, getanzt. Und von jetzt auf gleich, wie ist das? speaker-1: Bewegung du immer an? Ja, Bett liggrig. Ja, schwierig, schwer. ist ein Schicksalsschlag. Es ist wie einem Film, etwas passiert und ein Teil deines Lebens fließt in diesem Film, als es nicht passiert wäre und ein Teil sitzt im Bett und kann erstmal gar nicht begreifen, was das war. speaker-0: Frust an. speaker-1: Ja, Frust, Angst und unglaublich viel Mitgefühl und auch Mitleid. Das war so schwierig, diese Zeit auch. Ich habe sehr viel gelesen und meine ganze Familie war für mich da. Und diese typische latinamerikanische Familie ist alles total viel da. Ich bin von der Arztin eine Kämpfer Natur. Da habe ich auch den Arzt gesagt, acht Stunden oder bevor wir in den OP, es hat acht Stunden gedauert, diese ganze OP. Ich werde noch mal gehen. Und er kann sich immer noch erinnern, dass ich gesagt habe, ich werde noch mal gehen und ich werde noch mal tanzen. speaker-0: Du warst ja schon Querschnittsgelände. speaker-1: Ich konnte nicht mehr das machen. Doch, die Beine schon, aber ich konnte meine Hände nicht den Impuls so machen. Ich konnte es nicht. Ich hatte das Glück, dass die Gebrochenen durch den Rückenmark durchgingen und es nicht durchgebrochen hat. Und die konnten das so rausholen. ⁓ speaker-0: irgendwie noch. steckte im Rückenmark drin, war die Information unterbrochen. Du liegst also da in diesem Krankenhaus und denkst dir, das war gerade noch mein Leben, mittendrin, also in Bewegung, alles was ich liebe. Und dann sagt das Leben dir, wir machen gerade Stopp. Und das ist ja in dem Augenblick ist es ja eine unglaubliche Zäsur. speaker-1: Ich weiß Genau, genau, genau. speaker-0: Du hast aber dann relativ früh gesagt, das wird nicht so bleiben. Wo kam die Information her, dass das nicht so bleibt? speaker-1: Das weiß ich nicht. Das war ein Bauchgefühl. Und ich glaube, so eine Woche, nachdem ich wach geworden bin und im Krankenhaus noch war, habe ich angefangen, die Zehen zu bewegen, die Muskeln zu spannen, die Arme zu bewegen. Und ich habe einfach diese Disziplin. Und weil mein Kreislauf immer tiefer war und ich wollte aus dem Krankenhaus raus, meinte sie, wir können nicht, wenn sie noch so schwach sind, und habe selber im Bett angefangen, selber Hier konnte ich nichts bewegen, aber alles andere konnte ich bewegen. Ich habe vier Monate eine Halskrause. Das war schrecklich. Es war auch heiß, es war so schwitzt. speaker-0: Die haben dann den OP. Es ist ja immer die Halsgrosse, es ja immer die Information, es ist nicht mehr wie früher. speaker-1: Genau, und trotzdem habe ich immer irgendwo angefangen zu bewegen. Und selber dachte ich, ich warte nicht auf einen Physiotherapeut, der mir sicherlich helfen kann, aber ich kann mich spüren. So, und dann habe ich jede... Und dann habe ich meine Oma, als ich endlich mal zu Hause war, und meine Oma wirklich liebevoll sich ⁓ mich gegürt hat, sagte, Oma, du brauchst mir helfen, du musst meinen Physiotherapeut sein. Und meine Oma so, nee. So, doch, doch. Guck mal, und ich habe ihr so einen Gürtel gegeben und... Also ich wollte es Ich wollte Ich meinen Körper selber so auf den Punkt gebracht, bis der Arzt noch vier Monate sagte, wir sind gut. Aber war dieses Stigma, dass das Mädchen da einen Unfall hatte. Dann habe ich gesagt, ich muss hier raus. muss komplett raus. hatte das Gefühl, das wird immer bleiben und immer so Dulce, Didi, ... speaker-0: Das war nicht im Krankenhaus dieses Stück mal, sondern das war... speaker-1: Danach, danach, die ganze Umgebung, alles, Freunde. speaker-0: ...war alle ein bisschen rot-rei behandelt und du wolltest einfach nur... speaker-1: Ich konnte nicht mehr. Dann hatte ich eine Freundin, hier Au-pair gemacht hat und auch Tänzerin war. Das war die Cousine von einer ganz guten Freundin. Damals war der Internet so schrecklich. wie... Und habe ihr geschrieben und meinte, ich bin in Köln. Und die... Ich mache Au-pair und die suchen jemanden. Und ich dachte, das mache ich. Ich sagte die Familie, bin im November da. Und... Meine Eltern überredeten, mir ein Ticket zu holen. Das ist 9 Monate nach so einer OP, das ist unmöglich. Ich konnte nicht. Ich bin geflogen. dann war ich hier. Und deine Antwort... speaker-0: Ja, das ist mega. müssen wir ganz mal für mich gerade sortieren. Das heißt... Da hast du einen Unfall gehabt, aus der Bewegung in die Bewegungslosigkeit rein. Dann hattest du ein Umfeld, die dich natürlich beschützen wollten. Und wir hatten eben darüber gesprochen, es tut weh, bewege dich jetzt besser nicht mehr. Aber alles in dir hat gesagt, ich komme zurück ins Leben. Und für dich ist ja bis heute Leben Bewegung. Also das ist ja ein Ausdruck von dir von Lebendigkeit und das Leben harte Prüfung. Und dann bist du... aus Mexiko nach Deutschland gekommen, weil du gesagt hast, kann Deutschland war ja ein Zufall, das ist jetzt auch Frankreich oder was auch immer sein könnte. speaker-1: Ich konnte nur aber Deutsch. Das war der Vorteil. speaker-0: Natürlich und dann hast du gesagt, ich sehe, wie ihr mich liebt, aber eure Liebe ist nicht das, diese Form der Liebe ist gerade nicht das, was mir hilft, weil ihr haltet mich klein, ihr behält mich wie ein rohes Ei, aber ich will wieder was machen können. Und du bist eigentlich aus dem Kontext geflohen, ⁓ dann hier anzugucken. speaker-1: Ich erinnere mich, ich konnte nicht mehr meinen Koffer tragen, weil es hat so einen Druck gemacht. Ich dachte so, shit. Aber so ist es im Leben, du hilfst dir. Dann war es sehr kalt hier. Diese Hüftknochen, das hat so wehgetan mit der Kälte. Ich habe so ein Loch hier. Das hat so wehgetan mit der Kälte. Natürlich habe ich ja eine warme Jacke und warme Schuhe und was weiß ich, aber nicht so wie in Deutschland vorbereitet ist. speaker-0: November ist immer noch was kalt. Wo bei Mexico City jetzt ja auch nicht heiß ist. speaker-1: Nein, aber nicht so Temperaturen. Aber es hat trotzdem gut geklappt. Und vier Monate später hatte ich schon ein Engagement. Ich habe angefangen, der Uni Ballett zu trainieren und habe selber mich so durchgekämpft. Und es ist toll, ich hatte ein Mädchen, ich musste sie nur zum Kinderwarten bringen und erst abholen nachmittags. Das heißt, ich hatte den ganzen Vormittag frei. Und dann bin ich trainieren gegangen. bin jeden Tag trainieren gegangen, trainieren. Und dann habe ich geguckt, ob ich mich traue an Vortanzen zu machen. Und dann war ich im Tanzhaus in Düsseldorf und auf einmal hatte ich ein Engagement. speaker-0: Ein halbes Jahr nach dem... speaker-1: Nein, ein Jahr und ein Jahr Jahr mehr. speaker-0: Was ist das gewesen, was dich motiviert hat? es gibt ja auch solche Lieder, da hast du so einen Schicksalsschlag und dann triffst du die und dann erzählen die dir, ihr Leben war eigentlich kaputt, nachdem sie so einen Schicksalsschlag hatten. Sonst ist das bei dir aber ja anders gewesen. Was war da anders in dir? Was ist das, was du teilen würdest für... Guck mal, wir tun uns so schwer. haben vorhin eingangs, bevor wir gesprochen haben, wir gesprochen, es so... Du kannst von mir sagen, dass es Menschen gibt, sagen, wenn ich mal so frei wäre wie du, dann würde ich auch so viel reisen wie du. Und ich denk mir... Ich weiß gar nicht, ob das nur so aussieht, dass ich frei bin. Ich bin einfach los, weil ich mich einfach nicht... Ich hab mir diese... Ich hab mich... Ich hatte diese Idee nicht, dass etwas sein muss damit... speaker-1: Ja genau, die Voraussetzungen so durch, damit es da ist. speaker-0: Ja, ganz genau. Und was auch wahr ist, ist, wenn du dich in den Flieger setzt mit einem One-Way-Ticket, du weißt ja ehrlicherweise auch nicht, was passiert. Es ist ja nicht planbar. Aber etwas in mir, und bei mir war das immer diese Neugierde und diese Lust auf Leben. Jetzt bin ich hier auf diesem Planeten, das finde ich manchmal ein bisschen komisch. dieses, okay, dann mache ich den Scheiß auch mit. Und dann denke ich mir, manche Leute, Schicksalsschlag wie du, haben hier viel weniger Bremsen haben in ihrem Leben, die aber dennoch dann eigentlich nur darüber reden. Was würdest du denen sagen? Was ist das notwendige eine Ding, was du haben solltest, damit du in die Bewegung kommst? Das ist ja nicht nur Ausdruck über Tanzen und über Jodas. Das ist ja auch mit dem Leben gehen, ja eine Bewegung. speaker-1: Weißt du, bevor ich gesprungen bin in diesem Wasser, bevor den Unfall, kleine Stimme, sagte, spring nicht. Ich hatte total Schiss. Ich liebe, was es schnell ist. Bungee Jumping und so was liebe ich. Diese schnelle Fallen. Ich habe gesagt, klappe. Ich bin 21 Jahre alt, kann machen. Oder 20, mach, was ich will. speaker-0: Hehehe speaker-1: Und dann hatte ich auf einmal eine krasse Quittung davon. Und wenn du viel liegst, hast du viel Zeit zu denken. Viel, viel, viel, viel Zeit. die Stunden gehen unglaublich langsam. Aber wir besitzen die Fähigkeit zur Reflektion und sagen, okay, was war? Was ist das? Und es ist immer noch eine kleine Stimme in uns, die so bisschen wie ein Kompass ist, der sagt, da musst du gehen. Und egal, wie alles so schrecklich oder schwierig oder diese ganzen... Voraussetzungen man nicht da ist, weil man muss sich durchkämpfen. Ich glaube, man weiß von innen, das war eine gute Entscheidung. Und ich glaube, das zuzuhören. Und vielleicht brauchte ich diese Zeit, ⁓ mich wieder in der Immobilität zu sagen, was ist es? Und nicht so impulsiv so reagieren. Andererseits bin ich total dankbar für das, was passiert ist. Ohne das weiß ich nicht, ob es besser Ich weiß nicht, ob es besser ist, dass es bessere Worte aber ich konnte anders tanzen. Das war ein Geschenk. speaker-0: Und wie ist das anders? Wie stelle ich mir das vor? speaker-1: Erstmal war ich total dankbar, dass ich mich bewegen konnte. Aber ich dachte, dass das was passiert ist, obwohl ich einen Titanienplantat habe, interessiert es keinen Schwein, wirklich nicht. Erlaubt mich, mich anders zu bewegen, dass ich das spüre und dann kommt das auch anders rüber. war eine andere Art, zu bewegen. Es war nicht so selbstverständlich. es war auch, weil es gekrüppelt war, obwohl es nicht so ist, aber es war in meinem Körper so viel zu sehen, war anders und es war gut so. speaker-0: Und du hast ein Wort gerade gesagt, dem ich glaube, dass da sehr, viel ... dass da sehr viel drinsteckt für uns alle und das ist Dankbarkeit. ich mag das Wort übrigens, das mag ist ein Wort, ich im Deutschen besonders mag, weil das ist eigentlich Dankbar und Barkeit, also bar im Sinne von ohne. Das ist nichts anderes, was übrig bleibt außer Dank, ohne Eitelkeit, ohne, es muss keine Keits mehr dranhängen, ist einfach nur Dank. Und wenn du das wirklich fühlst, geht das nie ohne Demut. speaker-1: Ja, ist auch wieder... Der Demut ist ein so schönes Wort. speaker-0: Das hast du ja, würdest du sagen, du das gelernt hast, weil du, so wie du dich geschildert hast, 21, ja auch ein bisschen etwas hattest von hier komme ich, also auf eine schöne Art und Weise unterstelle ich jetzt einfach mal. das war so. Du dehnst dich ein bisschen zu viel aus und nimmst auch anderen Raum. Und dann gesagt, das Leben mach nicht und guck dir dabei zu, wie du es doch machst und sagst, alles klar, dann ist das jetzt der Punkt, wo es losgeht. Und jetzt hast du Demut und Dankbarkeit gelernt. Also, würdest du sagen, wie du die Bewegung eben gemacht hast, jetzt ist der Ausdruck noch mal ein anderer. Jetzt kommt der Ausdruck aus dir selber über diese Demut und Dankbarkeit. Ich bin mit dieser Gabe ausgestattet worden, ich konnte oder kann mich immer schon bisschen besser bewegen als andere, aber es ist nicht selbstverständlich. speaker-1: Ja, ja, ja. Und ich glaube, wenn jemand sagt, tut das weh, ich glaube das. Also ich glaube, wenn jemand sagt, ach, stell dich nicht so an. speaker-0: Das ist natürlich auch ein unglaublich schöner Verbindungsprozess. speaker-1: Ich habe die Empathie auch dafür. Ja, und ein Füllsvermögen, dass du denkst, okay, und wenn es nur klein ist. Ich erinnere mich, es ging auch am Bett nicht so viel Möglichkeiten, sich zu bewegen. Aber es waren ein paar Möglichkeiten. Und weißt du, es fängt immer mit einem Atemzug. Ganz immer ein und aus. Und da hatte ich die Kontrolle. Wie ich atme, wie ich mache, hatte ich. speaker-0: Da deutlich. speaker-1: Und das wusste ich nicht, dass ich später eine Yoga-Lehrerausbildung oder mehrere machen würde. Das wusste ich gar nicht. Aber das fängt immer mit einem Atemzug, mit diesem kurzen Moment der Bewusstsein. Das ist ein Anfang. Damit hat man die Kontrolle. Und wenn es nur ein Atemzug ist, das war heute schon gut. speaker-0: Das heißt total reich beschenkt, dann einmal ausgebremst. dann aber auf die Geschenke zurückgegriffen. Und ich nehme dich auch so wahr. Ich nehme dich ja als jemand wahr, der unglaublich viel macht und unglaublich überall aktiv ist und überall unterwegs ist. Und du hast so etwas, schöne Bescheidenheit. Und das erste, was ich von dir wahrgenommen habe, war diese schöne Schicht der Zurückhaltung. Und dann kamen wir darauf, dass du ein Buch geschrieben hast. Wie oft hast das erste Buch Genau, das ist das, ich höre. Ungefähr 100.000 Mal. Entschuldigung. Und das ist ja auch in dir, dieses, das habe ich alles vermocht, aber du bildest dir nichts darauf ein. Es ist ein bisschen so, es ist aus mir rausgekommen. So ist es ein wenig. speaker-1: Ungefähr 100.000 Mal. Ich glaube, sind nicht diese ganze T-Shirt oder Anziehung, die wir haben, sondern wir sind mehr davon. weißt du, alles andere ist nicht so wichtig. Ich habe Freunde, die so hübsch sind oder waren. Und die Menschen waren so auf diese Menschen fixiert. Aber was ist der Mensch, der es einem gibt? wenn man mit dir ist und sitzt, wartet man, etwas ist da, das sprudelt, das glänzt und das ist ... Das so schön, diese Innere zu sehen, dass es nach außen geht. speaker-0: Und das würdest du auch sagen, dass du das besser gesehen hast. Also ich würde sagen, ich sehe besser was innen ist als außen ist und ich nehme das und sage, hat mit meinem Alter zu tun, mit meinem Älterwerden zu tun. Und ich habe nicht so eine Zäsur gehabt wie du zwischendrin. Ich habe anderen Scheiß gemacht, gebaut. Und ist das auch dieser Blick, das zu sehen, im anderen ist, auch durch den Unfall auch entstanden bei dir, sehr früh dadurch schon? speaker-1: Ja, bestimmt auch. Und ich glaube auch, dass man sich besser abgrenzen Was brauche ich nicht? Welche Menschen sind mir gut? Mit welchen Menschen brauche ich eine gewisse Distanz, ⁓ mich zu heilen? Und das kann ich auch ... Wenn jemand sagt, ich bin in so einem Umfeld, und kann nicht immer kündigen, aber kann sagen, okay, bau dir eine Oase, wo du nur für dich da bist und spürst, was du brauchst. Eine Zigarette rauchen ist, auch wenn es nicht gut ist, es eine super Pause. speaker-0: Aber dann bewusst. Einfach sagen, okay, jetzt. Ich finde Zigarettenrauchen, ich rauche ganz selten, aber ich mag, was ich an Zigarettenrauchen sehr mag, ist Tabak. Tabak auf Lateinamerika. Tabak ist ja in Lateinamerika auch nochmal anders. Wenn zu den Natives gehst, geht es auch nochmal anders. Und dieses daran ziehen und zu merken, wie dich der Tabak zurück in den Körper bringt. mag ich sehr daran. speaker-1: Ja. ist ein bewusster Atemzug. speaker-0: Der Tobias, der hinter der Kamera steht, der raucht ab und zu, der teilt aber seine Zigaretten nicht mit mir, hat mir noch nie einen angeboten. Und das ist eben auch etwas, du sagst also dieses etwas mehr Bewusstmachen, das bei dir dadurch gekommen ist. Jetzt hast du also 21 Jahre lang bewegt dich, dann bist du aus dem Kontext ausgebrochen, verstehe ich total gut. Du hast ein Buch geschrieben, du drei Bücher geschrieben, das erst hast du 100.000 Mal verkauft, die anderen frage ich gar nicht, sonst werde ich nachher... machst du Yoga auf eine unglaublich schöne Art mit einer unglaublichen Facettenreichtum, so würde ich es ja nennen, dann tanzt du, dann hast du ein Projekt, wenn ich das richtig weiß, im Museum, du auch etwas machst. Lass uns mal bisschen daran teilhaben, du alles so für verrücktes Zeug Du bist ein Hund, hast Kinder, aber die lassen wir heute mal weg. Wir bleiben einfach nur bei Dulce. speaker-1: Mein Leben ist natürlich immer die Bewegung eine konstante und ich wollte mich nicht nur einschränken auf nur das. Ich habe noch irgendwann in Deutschland, nachdem ich getanzt habe, studiert. Ich bin Regionalwissenschaftler in Lateinamerika, damals noch auf Diplom. Heutzutage gibt es das nicht. Oder doch, aber alles anders. Während des Studiums habe ich Eine Freundin hat mir gesagt, kommst du zum Yoga? Und dann die Lehrerin sagte, das muss die Yoga-Lehrerausbildung machen. Und da hat was gefunkt. Und damals gab es nicht so viele wie heute. habe es gemacht und zwischen dieser Zeit ist meine Mutter gestorben und sie plötzlich gestorben. Und als ich mein Studium fertig hatte, hatte ich genau das, ich möchte nicht einen normalen Job haben. und habe mein Studium und alles so finanziert durch Tanz und später durch Yoga und habe gemerkt, ⁓ ja, ich kann so in dieser Vielfalt so mir kleine Standbäume aufbauen, so Standbeine und Spielbeine und jemand hat mir gesagt, was ist das und ich so, keine Ahnung, ist irgendwo da. Aber ich konnte mein Geld so verdienen, ich konnte mich so in meine Selbstständigkeit und dann habe ich angefangen, Projekte in Schulen zu machen, habe das Glück, wirklich als Geschenk mit ... All Menschen alter zu arbeiten. Ich arbeite viel mit Kindern. Ich arbeite in fünf Schulen gerade momentan und habe dann 320 Kinder pro Woche in fünf verschiedenen Schulen. Dann arbeite ich an der Uni und dann arbeite ich mit Yoga, mit ganz vielen auch Senioren-Yoga und alles Mögliche. Deswegen habe ich ganz viele Alters. Aber es gibt zwar einen gemeinsamen Nenner und Bei Bewegung, wenn ich den Kindern tanze, ist es nicht so, dass ich vormache und die tanzen nach, sondern sie müssen sich an Körperspannung oder an üben, was tut mir gut, wie fühlt sich gut und es gibt auch Fassen, wo die alle liegen auf dem Boden und alle sich erholen und die Kinder sind unglaublich ehrlich und die sagen, schönste ist zu liegen. Aber es ist schön, dass ein Kind das auch spüren kann. Genau, dann muss ich immer gut mich organisieren. ist das vielleicht auch eine Phase und man ist bewusst, dass es nicht immer für immer ist. Und Bewegung heißt auch Veränderung und etwas, was wir wissen, ist, dass die Konstante des Lebens immer Veränderung ist. Aber genau, bis jetzt war es so, dass ich irgendwo all diese Bewegungsarten miteinander gut verbinden könnte. speaker-0: Das ist auch was meine Wahrnehmung ist. Da gibt es ja... Ich weiß gar nicht, ob dir das so bewusst ist. Da gibt es ja eine Methode Dulce. Wenn man mit dir zusammenarbeitet, dann greifst du, als wenn du dich wie so jemand, sich so an ganz vielen Schätzen bedienen würde und dann sagst, okay, kann ich dir jetzt helfen. Und das ist ja etwas sehr, sehr Besonderes halt. Und du hast aber auch eine gewisse Unruhe in dir, ne? Du willst auch nicht nur diese eine Sache machen. Wo kommt das her? speaker-1: Ich glaube, man ist von bestimmten Typen so. Es ist immer dieses Gefühl, da muss noch was. Ich gehe noch mal ran und versuche noch mal. Ich habe eine besondere große Neugier. Ich lerne die ganze Zeit. Ich liebe zu hören, zu lesen, Neues zu entdecken. Es ist einfach eine Neugier. Ich weiß nicht, ob das sich mit dem Alter stillt. Aber es ist da und es ist auch da. ⁓ gelebt zu werden und nicht ⁓ stillgehalten zu werden. ich finde auch, diese Bewegung, deswegen vielleicht auch, es ist manchmal gut mit Kindern zu arbeiten, die haben auch diesen Trank. Aber in meiner Stunde müssen sie nicht stillsetzen und hören, sondern wir haben Schüttelmomente und dann gibt es so viel Schütteln und dann sagen sie, es genug. Und dann habe ich gemerkt, dass wir lernen ganz anders. an den Ort, wir sind. Das gibt es auch über diese Theorie des Lernens. Wie lernt man eine klassische, vielleicht deutsche Art, so sehr strukturiert. Aber es gibt auch eine Art, wenn ich irgendwo was lerne und sitze ich im Park, werde ich das nicht vergessen, weil ich dann Park sitze. So und habe ganz viel mit diesem, was ist Lernen im Leben? Und Lernen ist immer etwas Neues, eine Idee und erst wenn wir es anwenden und umsetzen, was schon eine Bewegung an sich ist im Gehirn, dann kann es auch wieder von dort aus wachsen. Und ich gemerkt, dass das Lernen und wie ich das vermittle, einen Unterschied macht. Und die Lehrer in den Schulen sagen, wenn die bei dir sind, sind die nicht so, sondern sind so ganz anders. Und auch Kativität ist wie ein Muskel, die müssen wir erstmal lernen, was mache ich. Und es gibt nicht schön und schlecht. Und es gibt nicht, dass die Mädchen das gut machen, die Jungs, sondern es gibt so, wir bauen Brücken und die Jungs, die bauen ziemlich gute Brücken und dann sind die in Kraft und in Stabilität und müssen die verschiedenen Brücken mit dem eigenen Körper bauen und dann zusammen sozial, wie mache ich eine Brücke mit zu zweit, zu dreht, zu viert und dann müssen die miteinander agieren und das ist auch sehr erfüllend. Und das habe ich über die Jahre so. Ich mir das aufgeschrieben und gemerkt, was vermittel ich das? Wiederum, das kommt in meinen Yoga-Stunden wieder zu Gutes. Ich kann immer wieder etwas Neues kreieren. Jede Woche denke ich, können wir das? Und notiere ich, ich das nicht vergesse und auch vielleicht wiederhole. Das hält mich auch lebendig. speaker-0: Du hast gerade was sehr Schönes gesagt, dass alles, wir lernen, du hast anders formuliert. formuliere es ein bisschen ⁓ wobei das, ich mich genau an deine Worte jetzt in der Wortworte habe, du hast gesagt, alles, wir lernen, kann ja zunächst mal nur Ballast sein, es sei denn in dem Moment, du machst aus dem, was du gelernt hast, holst es in den Körper oder holst es ins Leben rein. Also du übst es, du übst etwas. Jetzt bist du ja jemand. Sagen wir es mal so, wenn ich meine Bewegungskompetenz mir angucke und deine Bewegungskompetenz angucke, dann könnte ich mich eigentlich echt scheiße fühlen. Und es gibt, in dem Kurs, den du für uns gemacht hast, gibt es eine wunderschöne Szene, die wir die Tage intern gesprochen haben. Und da geht es ⁓ die Beweglichkeit der Füße und der Zehen. Das möchte ich mal ganz kurz eben machen. Also ich kann es nicht, aber du es mir... Du hast deinen Fuß nämlich aufgehört und dann bewegst du die Zehen einzeln. speaker-1: Also das wir alle eins nach dem anderen. speaker-0: Wenn ich mir das angucke... speaker-1: Aber dann fängst du, dann legst du zu eins und dann nächstes, nächstes nächstes. Du kannst immer so versuchen, dass du den mit den Fingern... speaker-0: schaue euch den Kurs an, da erklärst du es sehr schön. Für dich ist das Selbstverständnis. speaker-1: Nein, es war nicht selbstverständlich. Ich habe hier auch eine Fuß-OP. Und der, Siehst ganz... ...knie-OP, ein Fuß-OP. Und der hat auch eine Schraube. Und ich habe eine Hallungs-OP auch gehabt. Und deswegen ist nicht selbstverständlich. Und ich habe ganz viel gearbeitet und kam mir total doof vor, dass ich das nicht bewegen kann. Und ich dachte so, was hält? Weißt Du, er rastet, er rostet. speaker-0: Du kaputt, Kann so. speaker-1: Und ich kann auch so mitmachen. Und habe es geübt und geübt und geübt und geübt und irgendwann ging es. speaker-0: Okay, jetzt muss man nicht das wahrscheinlich können, keinen Zwang drin. Es gibt aber dieses, dieses, dieses, dieses, dieses, wir so eine Neigung haben zu sagen, jetzt guck ich auf dich und denke mir, wie soll ich das jemals können oder was auch immer. Und dann guckst du genau so wie du jetzt guckst, das ist ja fast, als wenn du jetzt Schmerzen hast, wenn ich das sage. Und wenn ich das anfange... Genügt es einfach, das ist ja auch etwas, ich durch dich gelernt habe, ist, genug das zu machen, was für mich gerade möglich ist. Und es geht nicht darum, es genauso gut zu machen wie jemand, der es vorgibt. speaker-1: Nein, nein. speaker-0: Das bedeutet aber auch, dass ich eine ungefähre Vorstellung davon entwickeln darf, was ich denn überhaupt kann oder was mein Körper gerade in der Lage ist zu machen, weil ich ihn vorher nicht oder so benutzt habe, wie ich ihn benutzt habe. Und damit auch mal seinen Frieden zu machen und zu sagen, alles ist gut, wie es ist. Und fang da an, wo es ist. damit du dir auch nicht die Freude nimmst, wenn du ständig über dich drüber gehst. speaker-1: Ja, und es ist ein Startpunkt. Wir sind auch so Menschen, Und wenn du es eine Woche übst, wird sich ein bisschen verändern. Wenn du es ein bisschen weiter machst, in einem Monat sieht es ein bisschen anders aus. Und es wird bei jedem Menschen unterschiedlich aussehen, weil jeder Mensch, obwohl wir alle zwei Hände, zwei Beine, trotzdem kommt man an einen bestimmten Punkt, wo die Knochen an Knochen gehen. Und vielleicht ist es so. Aber dann ist es für dich ein super Punkt, der reicht. Bin ich ein bisschen beweglicher? Habe ich einen anderen Stand? Habe ich weniger Schmerzen? Und nicht zu dem Punkt kommen, wie ich manchmal bei sehr älteren Menschen sehe, wo sich die ganze Fuskulatur so zurückbildet und Füße, gar nicht die einfach nur Wasser einlagern oder die Beine und so schmerzen. Und selbst sie können mit ein bisschen Bewegung in den Rahmen der Möglichkeiten etwas besser. Ich habe mal so eine Seniorin, ist immer so super sweet, die machen wie ein Rollator-Yoga und jedes Mal. Und ein ganzes Jahr später geht es ihr besser. Und sie sagte am Anfang, ich finde es nicht schön, wenn sie kommen. Und jetzt sagt sie, ich freue mich. So, das ist total schön. Und wir machen viele Pausen und das ist auch sanft und das ist auch schön. Und manchmal merke ich, ⁓ sie ist heute nicht so drauf. Und dann nehmen wir uns Pause, frag sie, wir erzählen mehr von Leben. Und dann ist es total schön irgendwann. Aber ein Jahr später ist es anders. Und der Arzt sagt, ey, diese Gewinnungsinsuffizienz ist nicht schlimmer geworden. Das ist schon super. Was auch, liegt sehr viel, sie schützt sehr viel. ⁓ das muss passieren. So. Und die ganze Familie sagte, alle Leute waren raus und sie ist ein Jahr mit dir geblieben. Und sie sagte, wir sind die Urner. Ja, ich bin die Urner. War nicht schön. speaker-0: Das ist ja schön. Ja, ja. Also das ist ja auch wieder, wieder, wieder, wieder, und an sich selber ja Freude zu bekommen und eben nicht für seine Geistesleistung, sondern dafür, dass man dieses Geschenk wieder in den Einsatz zurücknimmt. Und natürlich haben wir in unserer westlichen Kultur sehr, sehr viele Dinge, wo wir sitzen, wo wir statisch sind und wo wir uns auch gerne bequem machen ja auch halt. Und du sagst halt, wenn ich da mal drüber hinweggehe, aber in meinem Rahmen Möglichkeiten, dann macht das sogar wie in diesem Beispiel Freude. Ich gehe nochmal einmal zurück. Mexico City, Unfall, aus dem Kontext ausbrechen, Deutschland zurück, du zwei Kinder, du hast einen Hund auch und Mann und was kommt denn jetzt als nächstes, was macht Dulce in fünf Jahren? speaker-1: Das muss ich noch schmieden, aber es ist was. Ich glaube auch, dass manche daran weniger wird, weil mein Körper auch sich verändert. Ja, ich habe nicht mehr so viel Ausdauer wie früher. speaker-0: Das ist doch schon was. habe noch dazu, dass du es nicht... speaker-1: Und zwar habe ich nicht so tolle Verletzungen, aber ab und zu mal zwickt wie jeder andere so morgen so was mit mir zu, ich bin mir steif. Und sowieso als Frau durch diese ganze hormonelle Umstellung ändern sich viele Sachen und ich glaube auch, die Art wie man übt, darf sich auch ändern. Und das bedeutet auch, dass ich nicht 320 Kinder in der Woche haben werde, sondern vielleicht... arbeite ich nur mit meinen Studenten oder mache ich die ganzen Projekte in Museum. Ich weiß es noch nicht. Ich bin noch am Schmieden, aber ich fühle wieder, okay, etwas muss ich da was verändern. Also noch macht Spaß, aber ich glaube auch, die Sache in einen guten Ende zu geben, damit etwas Neues kommt, auch wichtig ist. Und wie, weiß ich noch nicht. speaker-0: Wo kommt die Information her? Das ist ja keine Geistesleistung, sondern du ja sehr viel gesagt. Hormonell, mein Körper ist zwickt hier. Für dich ist das wichtig zu sagen, was sagt mir mein Körper. Und du richtest dich danach aus. speaker-1: Ja, und wo ist meine Energie, wo sprudelbar ist? Und man spürt, jeder hat diesen Tag, wo man denkt, ⁓ ich hab' keine Lust, heute zu arbeiten. Aber irgendwann denkst du, ⁓ etwas muss ich was verändern, etwas ist dein, etwas muss ich loslassen, diese eine Tür schließen, damit etwas Neues kommt. Und das spür ich, wenn ich die Augen schließe, wenn ich bei mir bin. Genau. Ich habe immer diese Ruhefassung, wo ich versuche zu spüren, was ich brauche. So. speaker-0: Naja, du sagst das so. Ich würde sagen, dass ich kenne eine ganze Menge Leute und da sind natürlich auch Leute bei, die sehr viel über Körperarbeit machen. fasziniert das sehr. Ich gehöre aber selber zu denen, die sehr lange darüber hinweggegangen sind. Und ich habe ein bisschen, mein Papa war Professor hier in Köln an der Uni. Also alles war uns auch immer sehr vergeistigt und naturwissenschaftlich oder Ingenieurwissenschaften. Ich habe immer selber einen Hang dazu gegeben, ich mache gerne was mit meinen Händen. Ich bin nicht mit so viel Talent ausgestattet wie mein Bruder, aber ich mache Bauschmerl irgendwie gerne. Manche Sachen habe ich mir auch erkämpft, weil ich das auch mochte, mit dem Körper da reinzugehen. Ich habe irgendwann mal festgestellt, ganz am Anfang, da war ich noch unter 20, ich verletze mich dabei schon mal. Während ich also arbeite, habe ich mich verletzt, habe das gar nicht mitbekommen, ich habe es dann mitbekommen, weil das Blut mir hier reingelaufen ist und dann war es auf einmal rot. Okay, ganz schön tiefer geschnitten oder was auch immer. das war so bis, bis lange, so bis, würde ich bis Ende 30, nee, Ende 20, also Anfang 30, war das so, dass ich offenbar, zumindest würde ich es beschreiben, gar keinen Bezug zu meinem Körper hatte. Ich hab den halt benutzt, der konnte einiges und aber immer wenn ich Unfälle oder Verletzungen hatte, ich immer drüber hinweg gegangen und hatte halt nichts. Und ich bin irgendwann in Peru im Dschungel bei jemandem, die arbeiten mit einem mit einem bestimmten Pflanzenmedizin und die sorgt dafür, das ist großer Baum, der sorgt dafür, dass der deine Sehnen und Bänder weich macht, damit die in der Physiotherapie tiefer rein kommt halt. Und dann hat die meinen Körper untersucht und hat mich behandelt und hat festgestellt, hat so ein Unfall, da hat so ein Unfall, da hat so ein Unfall, da ist es lange her, da hat sich verletzt und so. Und ich lag da und habe gedacht, Wieso weiß die das? Das ist das eine, aber das habe ich aufgehört nachzudenken. Und dann habe ich festgestellt, das stimmt. Dann habe ich mich alles erinnert, was ich so alles meinem Körper angetan habe und drüber hinweggegangen bin. Das war spätestens der Moment für mich, wo ich gedacht habe, ich könnte mal gucken, was der mir eigentlich die ganze Zeit sendet. speaker-1: Ja. speaker-0: Also das, ich mit der handwerklichen Tätigkeit mache, das habe ich ja später meinem Job gemacht. Also höher, schneller, weiter. Und wenn ich nicht mehr kann, dann muss ich eben. Das war mein Credo. Das ist ja immer darüber hinweggegangen. Das war für mich diese Faszination. Da ist jemand, der mir beschreiben kann, welche Unfälle ich gehabt habe und wo er das an meinem Körper sieht. Da dachte ich mir schon, wow. Und dann aber auch das zum Anlass zu nehmen und zu sagen, ich könnte das auf meinen Körper holen, dann habe ich mir das hart zurückgearbeitet. So dieses, wenn ich jetzt morgens früh aufstehe. Dann versuche ich schon über meinen Körper herauszufinden, wie geht es mir. Und dann habe ich da gesessen und so wie, was ist das denn jetzt, wenn das da zwickt? Was ist das denn, wenn das auf einmal ganz warm wird? Wird das jetzt gut oder ist das schlecht? ist jetzt gerade Gefahr. Und wenn das sehr, sehr gut läuft, dann habe ich das Gefühl, bisweilen, dass mir, ich nenne das mal das Leben. immer schon mindestens mal 10, 15 Sekunden vorher sendet, was gleich passieren wird. Was so ein bisschen ist wie mit deinem Spring nicht. Und das hast du dir auch immer bewahrt oder immer ausgebaut. Und wenn du jetzt Leute hast, die hier sitzen, und ich glaube, beide einig darüber, dass das ein unglaubliches Geschenk ist, dieser Körper, wir viel zu wenig auf ihn hören und wir auch seine Sprache vergessen haben. Was wäre aus deiner Sicht das Erste, ⁓ wieder in Kontakt zu kommen? Und zwar nicht, was wir alle spüren, wenn es uns wehtut. Aber dann ist es eigentlich schon bisschen zu spät. Du willst eine Entscheidung treffen. Du sagst jetzt zum Beispiel, okay, ich jetzt noch mit 320 Kindern weiter oder mach ich jetzt nächstes Jahr mal mit 100 Kindern weiter. Wie überprüfst du das, wenn du das nicht mit deinem Verstand überprüfst? speaker-1: Weil ich, nachdem ich da war, wenn wir Energie haben oder nicht Energie haben. ⁓ Und es gibt Stunden oder Wochen, wo ich so viel zu tun habe, und merke ich, wow, ich war so in mir, dass ich teilweise komme ich raus und habe mehr Energie. Und es gibt ein Ballett, das sich gar nicht so angefühlt hat, und ich bin da bei mir. Und es gibt Tage, wo ich einfach total durch bin. Total fertig. Und merke ich, okay, das Und ich glaube auch, dass was du beschreibst, es fängt, wir sind erzogen worden, alles was außen und du musst das aufbauen und deinen Job und jeder weiß irgendwann, wenn man bisschen gelebt hat, hm. nicht so ganz. Du kannst natürlich einen Job und fest angestellt und alles, so leben, das ist auch okay. Aber etwas muss man doch anders nähren, damit es hier gut geht, damit es auch hier gut geht. So diese Balance findet jeder irgendwie auf seiner Weise irgendwo jemanden. Wenn du es aber sehr lang, sehr unterdrückst. Wirst du krank oder wirst du durch oder hast du ein Burnout oder was weiß ich. Es fängt immer so, was brauche ich? Nicht, was die anderen sagen, was brauche ich? Habe ich Hunger, ich Durst, bin ich müde? So mit den Basics. Fängst du mit den Basics an? Schlafe ich gut, schlafe ich nicht gut? Und diese ganze, wenn man so bisschen nach hinten schaut, die Ayurvedas Philosophie, die Chinesische Medizin, mit der ich mich viel mehr befasse, ist immer so. Wir sind innen und außen, wir sind innen in unserem Körper, wir haben eine Welt außen. Wo sind wir mit der Balance damit? Und macht das Außensehen für sich eine bestimmte Kohärenz in das, ich mache, lebe ich so oder bin ich die ganze Zeit an Mechern durchkämpfen? Und wenn es gut ist, du so ein bisschen wie diese Lied Walking on Sunshine. Und jeder will diesen Moment, aber hat man selten. Aber es ist das Moment, wo es ein bisschen leichter wird, wo es einfach läuft. Das sagen auch die Deutschen. speaker-0: Bedeutet, eigentlich gehst du in die Praxis, also du gehst aus dem darüber nachdenken raus, gehst in die Praxis und Wenn der Moment, der deine Aufmerksamkeit für etwas gebraucht hat, zu Ende geht, gehst du wieder in dich rein und sagst, wie war das jetzt für mich? Hat mir das Energie gegeben oder hat mir das Energie genommen? Und bei dem Einprojekt schilderst du gerade, das gibt mir sehr viel Energie, aber es fängt jetzt auch an mehr Energie zu nehmen. Also sagst du, ich spüre, dass sich das wahrscheinlich in Zukunft verändert hat. Sehr schön. Also das heißt, machen. auf die Stimme hören, sagt, mach das jetzt gerade nicht. Ja. irgendwo herkommt und dann aber immer wieder prüfen tut mir das gut, aber nicht im Sinne von im Kopf, sondern wenn ich jetzt zu meinem Körper sage, wir gehen die Situation, die wir gerade erlebt haben, nochmal durch, sendest du mir jetzt eher, fühlt sich gut an oder sendest du mir eher, das macht mich müde. speaker-1: Ja, dies ist schon der Wunsch. Ja, ich war in einem ganz wunderschönen Ort in Spanien, in einer Insel, in einem super Retreat mit 30 Leuten. Es war wirklich so, wie man sich das vorstellt. Es war idyllisch. Und ich kam immer krank zurück. Immer krank. ich dachte, was? Aber es hat einfach nicht gestimmt oder nicht gepasst für das, ich... Und ich bin nicht so ein Trainer, der sagt, komm mal Leute! Aber es war auch so, dass ich das Gefühl, jedem musste ich und noch einer. Und hab gemerkt, dass ich das nicht wollte. Und nach zwei, drei Mal, ich dachte, ich kann nicht sagen, dass ich so krank bin. Also so richtig verrott mit geklebten Augen. Immer zurück. Oder einmal hatte ich mich so ein Mückenstich in den Fuß, in den Fuß so geschwollen, dass der Arzt hat, ich glaube, das ist Gicht. Und ich so, Gicht, ich? Aber es war einfach nur total entzündet. ich dachte, irgendwie, das ist nicht meins. gerade so das ist nicht so so glamourös es war und so nett es war und so schön es war das war nicht meins speaker-0: Und das auch zu realisieren, das lässt sich dann einzugestehen, obwohl alles... Die ganzen äußeren Dinge, wo man so gerne einen Haken dran macht, die waren alle mega dulze. Wir sind schon über eine Stunde... Ja, ich hab's geschafft. speaker-1: Und es war super bezahlt, Ja, wir haben es geschafft. speaker-0: Dankeschön, wow! Wir kennen uns schon ein bisschen und danke dafür, dass ich wieder immer wie jedes Mal über dich was Neues erfahren habe. Also ein Leben in der Wendigkeit. Danke dafür, danke für das Teilen. Danke. Und wie schön das dich gibt und wie schön, dass wir dich erleben dürfen, auch wenn wir nicht zusammensitzen, weil wir einfach mal in deinen Kurs reingucken. Aber das Staunen, was du alles so bewegen kannst, zu sagen, okay, das muss gar nicht für mich so sein, aber ich gehe mal den Weg, einfach in Beweglichkeit zu gehen, weil dann fange ich auch wieder an, mich zu spüren. Danke für dich. speaker-1: Danke. speaker-0: bedeutet. Also wer ein bisschen etwas noch nicht nur über Dulce und ihr Leben erfahren will und die schöne Sicht, du auf das Leben hast, sondern ein bisschen auch wissen will, wie dann eigentlich Bewegung und Beweglichkeit geht, der kann sich den Kurs bei uns in der Be Different Academy angucken. Ein wunderwunderschöner Kurs, ich sehr sehr liebe. In dem Kurs bist du nicht alleine, da nimmt noch jemand anders teil. Das verraten wir aber jetzt nicht, wer da teilnimmt, das muss sich jeder selber angucken. Dankeschön.