Latest / Gin And Talk / Nicola Winter über Risiken, Extremsituationen und die Fliegerei
Transcript
- 0:00Speaker 0: Piloten selber haben dafür gar keine Zeit, weil wir bewerten Menschen immer nur danach was die können.
- 0:07Speaker 0: Weil wir selber neben dran fliegen – für mich war das später auch immer so.
- 0:11Speaker 0: der Fliegt ein Meter weg von mir!
- 0:13Speaker 0: Der fliegt auch drei Kilometer weg und kommt mir aber gleich entgegen.
- 0:16Speaker 0: ich habe keine Zeit darüber nachzudenken.
- 0:19Speaker 0: Ich dass ein weißer mittelgroßer heterosexueller Mann oder eine kleine schwarze lesbische Frau ist mir völlig egal.
- 0:26Speaker 0: Die Frage Er oder sie das und überlebe ich die Nummer gleich?
- 0:31Speaker 0: Oder nicht.
- 0:32Speaker 0: Man muss es ja aber nur überleben und aushalten,
- 0:35Speaker 0: d.h.,
- 0:36Speaker 0: es ist nur vorher die philosophische Frage, die sehr wichtig finde wenn man ein Risiko hat möchte ich das eingehen oder nicht.
- 0:44Speaker 0: Und für mich ist das immer eine Abwägung zwischen Risiko-und Nutzen.
- 0:48Speaker 0: also was ist die mögliche Konsequenz?
- 0:50Speaker 0: Ist mir das wert oder nicht?
- 0:53Speaker 0: Und diesen Gedanken darf man nicht verdrängend finde ich sondern da muss man ganz bewusst sich entscheiden.
- 0:58Speaker 1: Herzlich Willkommen, mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch heute zu einer neuen Episode Gender Talk an unserem Badresen begrüßen zu dürfen.
- 1:07Speaker 1: Mein heutiger Gast ist Nikola Winter.
- 1:10Speaker 1: Sie ist Kampfpilotin und Astronautin.
- 1:13Speaker 1: Schon als Kind wollte sie hoch hinaus Träumte vom Abenteuer von fernen Ländern und vom Fliegen.
- 1:19Speaker 1: So war relativ klar dass sie direkt nach hier im Abitur die Ausbildung zur Piloten machte und dann auch das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr schaffte.
- 1:28Speaker 1: Sie wurde Deutschlands zweite Kampfflugzeugpilotin, und schuldet dann noch auf den Eurofighter um als eine von nur drei Frauen in der deutschen Luftwaffe.
- 1:39Speaker 1: Ich wollte von ihr wissen wie sie mit Notfall- und Krisensituationen umgeht und was wir alle aus diesen Strategien lernen können.
- 1:46Speaker 1: Wenn dir diese Episode gefällt, dann folge uns bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst und hinterlasst uns eine gute Bewertung.
- 1:55Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:12Speaker 1: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:18Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 2:19Speaker 0: lehne dich zurück
- 2:21Speaker 1: und
- 2:21Speaker 0: tauche
- 2:21Speaker 1: ein in die verrucht düstere
- 2:24Speaker 0: Atmosphäre
- 2:25Speaker 1: unserer Studio-Bar!
- 2:35Speaker 1: Liebe Nikola ich freue mich sehr dass wir uns heute hier treffen können und du dir die Zeit genommen hast bei uns an der Bar vorwärtszuschauen.
- 2:40Speaker 1: herzlich Willkommen!
- 2:41Speaker 1: Sehr
- 2:41Speaker 0: gerne!
- 2:42Speaker 0: Ich habe gehört das gibt den besten Gin der Stadt hier.
- 2:44Speaker 0: da konnte ich nicht wieder stehen.
- 2:46Speaker 1: Auf jeden Fall einiges an Gin, welcher der Beste ist.
- 2:50Speaker 1: Das muss man dann mal herausfinden.
- 2:52Speaker 1: aber ich habe mich in der Vorbereitung jetzt ein bisschen klischee.
- 2:58Speaker 1: Aber ich bin auch in der vorbereitung.
- 2:59Speaker 1: bin Ich auf eine frage gestoßen und die klingt so einfach Aber ich Bin gespannt wie du drauf antwortest.
- 3:07Speaker 1: Ich würde mich gerne mal wissen wovor hast Du eigentlich angst?
- 3:12Speaker 0: Ich habe vor allem wirklich einen angst Das Lustige an Angst, warum ich mich auch gerade so gelacht habe.
- 3:19Speaker 0: Es hat zwei verschiedene Aspekte.
- 3:20Speaker 0: zum einen ist Angst völlig irrational also habe ich auch Ängste die gar keinen Sinn machen.
- 3:26Speaker 0: Ich hatte ganz lang ziemlich schlimm Höhenangst.
- 3:31Speaker 0: das ist immer noch so als ich bin.
- 3:33Speaker 0: gestern wir haben ein nettes Klettergerüst bei uns daheim für meine dreijährige Tochter dass es bestimmt drei Meter hoch Bin nicht rauf geklettert und mein Mann hat sich lustig gemacht ob es schon reicht für die Höhenangst, ja weil die alle wissen, dass ich das nicht mag.
- 3:48Speaker 0: Höhen angst ist die Angst runter zu fallen und hat auch was mit Kontrollverlust zu tun.
- 3:52Speaker 0: deswegen gar nichts ungewöhnlich für Piloten und solche Dinge habe ich natürlich auch.
- 3:58Speaker 0: Das andere Witzige aber ist ja... Ich kann nur mutig sein oder auch nur über Krisen sprechen wenn man selber auch manchmal Angst hat oder Stress.
- 4:10Speaker 0: Also jemandem zuzuhören und sagen, hey, sei mutig traurig!
- 4:14Speaker 0: Der sich noch nie überwinden musste weil er nicht wollte also macht ja gar keinen Sinn.
- 4:19Speaker 1: Das mit der Höhenangst ist natürlich interessant.
- 4:21Speaker 1: also du als Astronautin und Pilotin Ist das dann so ein bisschen die?
- 4:28Speaker 1: hast Du mehr vertrauen in die Maschine Die unter dir drunter ist und darauf aufpasst dass du nicht runter fällst als In dem momentan.
- 4:36Speaker 1: Zu dir selbst, die da auf einem Balken irgendwo in der Höhe steht und runterfallen könnte?
- 4:41Speaker 0: Nee.
- 4:42Speaker 0: Das ist tatsächlich die Fähigkeit noch was kontrollieren zu können.
- 4:45Speaker 0: Also am schlimmsten ausgeprägt ist das bei mir auf hohen Gebäuden!
- 4:49Speaker 0: Albtraum meines Lebens war der Besuch auf dem Eifeltorwe in Paris.
- 4:52Speaker 0: Da war ich dreizehn.
- 4:53Speaker 0: Ich weiß es noch heute.
- 4:55Speaker 0: Es ist so ein... Da ist außen dran ganz oben so'n kleiner gläsener Fahrstuhl.
- 5:00Speaker 0: Da fährt man dann hoch in zweihundert Metern Höhe.
- 5:03Speaker 0: Oh Gott, ich bin tausend Tode gestorben Aber ich kann da ja nichts mehr beeinflussen.
- 5:08Speaker 0: Die Technik ist die gleiche auch im Flugzeug, aber beim Flugzeug wenn was kaputt geht habe ich hundert Möglichkeiten.
- 5:13Speaker 0: Wenn das kaputt ist mache ich das.
- 5:15Speaker 0: Wenn es kaputtgeht mache ich dass.
- 5:16Speaker 0: Das habe ich auch gelernt also habe ich da auch eine gewisse Selbstsicherheit und dann geht das ganz entspannt!
- 5:22Speaker 1: Dann lass uns doch mal als hast du gerade schon über die Kindheits... Die Kindheitserlebnisse auf dem Eifelturm gesprochen.
- 5:29Speaker 1: Lass uns doch mal vielleicht nicht ganz so weit zurückgehen, aber dahin zurückgehen wo du gemerkt hast, du hast trotz der Höhenangst eine Faszination für die Fliegerei.
- 5:40Speaker 1: Wann ist das dann entstanden?
- 5:41Speaker 0: Das zieht sich so durch meine ganze Kindheit.
- 5:43Speaker 0: ich habe schon somit acht Artigsohn So ein Teppich, wie manche anderen so einen Straßenverkehrsteppich haben hatte ich so einen Flugplatz und bin da einmal mit rumgefahren.
- 5:53Speaker 0: Und dann wollte ich mit neuen unbedingt im Fliegen das Auto bauen.
- 5:57Speaker 0: Bin nicht besonders weit mitgekommen aber die Faszination war da!
- 6:01Speaker 0: Ich habe wahnsinnig gerne Bücher gelesen über die frühen Flugpioniere... Also über Emilia Irard oder Hannah Reit schon die ersten Jahre im Welt geflogen.
- 6:11Speaker 0: Das ist cool, ferne Länder entdecken, Abenteuer erleben – das will ich auch!
- 6:17Speaker 1: Ich habe am Freitag vergangene Woche ein Gespräch geführt mit Birgitt Orts, der dann Steuerfahnderin geworden ist.
- 6:28Speaker 1: Ich glaube, sie ist ein kleiner Tick älter als du.
- 6:31Speaker 1: Aber gar nicht mal so viel Älter und die wollte eigentlich unbedingt Piloten werden bei der Bundeswehr.
- 6:37Speaker 1: Und als sie das versucht hat wurde ihr gesagt, nicht du hast da überhaupt gar keine Chance also kannst ja komplett vergessen und sowas machen wir nicht und überhaupt.
- 6:47Speaker 1: Wie war es denn bei dir?
- 6:48Speaker 1: Also wie konntest du da dann auch wirklich quasi dich behaupten gegen doch einen Laden, der vielleicht zu der Zeit nicht so offen war.
- 6:59Speaker 0: Gegen den Laden muss ich mich nie behaupten, ich meine zum einen ist natürlich Glück ja das ist die Knade der späten Geburt.
- 7:06Speaker 0: Die Bundeswehr hat sich in dem Jahr zwei Tausend Eins dann effektiv geöffnet für Frauen nachdem sie in den neunzig Jahren darauf verklagt wurde und ich bin zwei tausend vier zur Bundeswehr gegangen.
- 7:15Speaker 0: es war also gutes Gutes Timing und sonst hätte es auch nicht geklappt.
- 7:20Speaker 0: Und das ist so halb halb Weil wir sind da schon Menschen mit dummen Sprüchen entgegen gekommen und so, aber nie die Piloten selber.
- 7:31Speaker 0: Das waren immer Menschen außerhalb der Bundeswehr oder in der Bundeswehre weit weg von der Fliegerei.
- 7:37Speaker 0: Piloten selbst haben dafür gar keine Zeit weil wir bewerten Menschen immer nur danach was sie können.
- 7:45Speaker 0: Weil wir selber neben dran fliegen.
- 7:47Speaker 0: für mich war das später auch immer.
- 7:48Speaker 0: also der fliegt Meter weg von mir Der fliegt auch drei Kilometer weg von mir, kommt mir aber gleich entgegen.
- 7:54Speaker 0: Ich habe keine Zeit darüber nachzunehmen!
- 7:56Speaker 0: Ich das ein weißer mittelgroßer heterosexueller Mann oder eine kleine schwarze lesbische Frau?
- 8:02Speaker 0: Ist mir völlig egal.
- 8:03Speaker 0: die Frage ist nur kann er oder sie das und überlebe ich die Nummer gleich oder nicht?
- 8:10Speaker 0: Das ist ein wahnsinnig guter Gleichmacher den ich liebe in diesem Sinn dass es wirklich nur auf Leistung ankommt Und klar war das da auch so, ne?
- 8:20Speaker 0: In dem ersten Moment.
- 8:21Speaker 0: Immer wenn eine neue Klasse zusammenkommt und die neuen Schüler treffen, sehe ich mal es neu in seiner Dienststelle ... Da wirst du beäugt nach deinen Äußerlichkeiten wie immer im Leben!
- 8:31Speaker 0: Aber das tritt nach einer Woche in den Hintergrund und dann hast du ... bin klassenklar und die Klugscheißerin und ... Den introvertierten und denen ja immer die Party macht.
- 8:44Speaker 0: Also diese individuellen Charakteristiken sind da viel wichtiger.
- 8:47Speaker 1: Du bist ja... Und das war ja eine Zeit, die jetzt nicht unbedingt die ruhigste in unserer jüngsten Vergangenheit war.
- 8:59Speaker 1: Das heißt wir hatten Neuneleven gerade hinter uns Wir hatten den Kampf gegen den Terror international Wir hatten Afghanistan und so weiter.
- 9:10Speaker 1: Zu dem Moment wo du da zur Bundeswehr bist War dir Bewusst, dass es da auch so wirklich.
- 9:15Speaker 1: also ich meine klar ist einem immer irgendwie bewusst das zu Kampfeinsätzen kommen kann.
- 9:19Speaker 1: Aber ich glaube in der Zeit war es ja doch so ein unsicheres Terrain In der gesamten Weltlage sozusagen wo man schon damit rechnen musste, dass das irgendwo escaliert.
- 9:31Speaker 1: wie bewusst war dir das?
- 9:32Speaker 0: Ich glaube, auch wenn man das Gefühl hat die Zeit ist ein bisschen ruhiger.
- 9:35Speaker 0: Ist auch immer eine Illusion.
- 9:37Speaker 0: Wenn man die Geschichte zurückschaut geht es auch von ruhig zu richtig Chaos ganz schön schnell bei den Menschen.
- 9:44Speaker 0: Mir war das bewusst Aber rückblickend ist natürlich schon so mit acht zehn neunzehn.
- 9:50Speaker 0: wie viel ist einem wirklich so bewusst?
- 9:52Speaker 0: also Ja aber dass man sich das wirklich durchdenkt das kam schon erst dann In der Bundeswehr, in der Beschäftigung mit den Menschen.
- 10:01Speaker 0: Man hat tatsächlich auch eine ganze Menge Staatsbürgerkunde, Politik, auch neutral betrachtet und bevor ich zur Bundeswehr gegangen bin fand ich diesen Aspekt Dienst an der Gesellschaft schon wichtig und der ist mir in der Zeit nur immer noch wichtiger geworden.
- 10:20Speaker 0: man braucht dafür erstaunlicherweise aber schon ein solides Vertrauen in unsere Wähler und den Bürger.
- 10:28Speaker 0: Weil der deutsche Bürger ist ja der Anschaff, was die Bundeswehr macht.
- 10:31Speaker 0: Wenn die jetzt – das ist bald wieder Landtagswahl oder ständig irgendwelche Wahlen in Deutschland – wenn der deutsche Wähler Quatsch wählt, macht auch irgendwann die Bundeswehrquatsch?
- 10:43Speaker 0: Wenn wir alle unsere sieben Sinne beinaheinander haben und irgendwo in der Mitte der Demokratie und der Gesellschaft stehen, ist es gut!
- 10:49Speaker 0: Und dieses Vertrauen hatte ich immer.
- 10:51Speaker 0: zu sagen, wir werden nur eingesetzt wenn es das wirklich braucht.
- 10:55Speaker 0: Ich war vierzehn Jahre bei der Bundeswehr.
- 10:56Speaker 0: da wurde dieses Vertrauen auch nie enttäuscht.
- 11:00Speaker 0: eher im Gegenteil dass ich oft gedacht hätte naja man hätte uns jetzt schon brauchen können und sehr viel Leid verhindern indem man uns einsetzt was dann nicht passiert ist in Syrien zum Beispiel.
- 11:12Speaker 0: ja muss sagen könnten hätten wir das leid hätten wir früher und schneller beenden können als es getan wurde Und das ist ja auch immer das Selbstverständnis.
- 11:20Speaker 0: Natürlich, ich bin dann an Kampfhandlungen mitteiligt wie ein Polizist in eine Schießerei geraten kann weil es Sinn macht in der Annahme dass da immer Menschen hinter mir stehen die ich versuche zu beschützen und ich nehme mich selber als relativ fähig und sage ich kann mich schon vor die Stelle also nicht ich ganz alleine mit meinen Einmeter Sechzig aber mit genug Technik und Ausbildung geht das ziemlich gut.
- 11:46Speaker 1: Wenn man drüber nachdenkt Pilot zu werden auch Kampfpilot, Kampfpilote hinzuwerden fallen einem wahrscheinlich ganz viele Fähigkeiten ein die man dafür braucht.
- 11:55Speaker 1: Irgendwie Mut vielleicht erst mal mehr drauf gekommen am besten keine Höhenangst vielleicht eine gewisse Faszination für die Technik und für die Fliegerei an sich.
- 12:06Speaker 1: gab es denn auch Fähigkeit wo du Danach erst gemerkt hast du Ole Mist, das brauche ich ja auch oder nicht Ole Mist.
- 12:12Speaker 1: Aber gab es Fähigkeiten die dich überrascht haben dass sie so wichtig sind?
- 12:17Speaker 1: Die du vielleicht erstmal gar nicht so richtig auf dem Schimmel gehabt hast?
- 12:20Speaker 0: Ich habe da mit neunzehn Gott sei glaube ich nicht so viel darüber nachgedacht und das reflektiert und so ein bisschen positiv.
- 12:28Speaker 0: naiv ist manchmal eine gute Herangehensweise im Leben was glaube ich für viele erstaunlich isst weil man ja immer noch was für goldene Hände haben muss, wie toll ich koordinativ aufgestellt sein muss.
- 12:41Speaker 0: Es ist tatsächlich so ein modernes Flugzeug wirklich händisch zu fliegen – es sehr einfach!
- 12:47Speaker 0: Bräuchten wir zusammen zehn Minuten im Simulator und dann kannst du den Fliegen, dann kannst Du den Starten landen?
- 12:51Speaker 0: Das ist nicht die Herausforderung.
- 12:53Speaker 0: Die Herausforderung ist zum einen das Multitasking.
- 12:56Speaker 0: Ich habe unendlich viele Informationen.
- 12:59Speaker 0: Ich habe zwei, drei Kanäle auf dem Funk, die ich gleichzeitig höre.
- 13:01Speaker 0: Wo ich da unterscheiden muss wer sagt jetzt was zu mir?
- 13:03Speaker 0: ist das relevant oder nicht?
- 13:05Speaker 0: Ich hab zwei, Drei Bildschirme vor mir ist okay Da sind die Gegner da ist der wo es mein eigener.
- 13:10Speaker 0: wie viel Sprit habe ich Was ich alles gleichzeitig verarbeiten muss und im Blick haben also sortieren Organisieren extrem wichtig im Flugzeug.
- 13:22Speaker 0: Das andere man meint immer das Tom Cruise ist so ein einzelner Wolf auf der Pirsche.
- 13:29Speaker 0: Die Team-Fähigkeit, die Fähigkeit gut im Team zusammenzuarbeiten wie so ein gut geölte Sportmannschaft.
- 13:37Speaker 0: Oder da auch als Trainer effektiv agieren zu können das ist für uns unglaublich wichtig.
- 13:42Speaker 0: also auch da ja mehr Empathie.
- 13:45Speaker 0: ich habe es wird nicht mitgefühlt aber die Fährlichkeit Mit anderen Menschen mit fühlen zu können was brauchen sie?
- 13:52Speaker 0: Was wollen die?
- 13:53Speaker 0: Wie bilde ich die aus?
- 13:54Speaker 0: Wie führe ich die?
- 13:56Speaker 0: Unglaublich wichtig für uns
- 13:58Speaker 1: Weil du gerade Tom Cruise angesprochen hast, wie geht es dir denn wenn du in so einem Top Gun Film jetzt war ja gerade Top Gun Maverick im Kino.
- 14:06Speaker 1: Wie geht's dir dann?
- 14:06Speaker 1: Wenn du da drin sitzt, wie fern von der Realität ist das also?
- 14:10Speaker 1: gerade wenn wir uns diese dieses Manöver anschauen was dort geflogen worden ist muss er dann darum ging dieses Ziel zu zerstören?
- 14:19Speaker 0: Ja das ist wie immer wenn man sich in einem Bereich gut auskommt.
- 14:24Speaker 0: Also bei fast allen so Militärpilotenfilmen denkt man sich, oh
- 14:29Speaker 1: Gott was für ein...
- 14:30Speaker 0: Meistens sind die Flugstähne ganz lustig der Rest.
- 14:34Speaker 0: Das ging mir auch immer bei Topgarn eins so.
- 14:37Speaker 0: ich bin eine der wenigen meine Kameraden sehen das anders die diesen Film überhaupt nicht mag weil die Charaktere total überzeichnet sind.
- 14:45Speaker 0: dann bringt er noch seinen WSO um mehr.
- 14:47Speaker 0: die haben ja es so konstruiert der ist nicht schuld aber irgendwie ist am Ende einer tot und er kriegt trotzdem ne Trophäe.
- 14:52Speaker 0: gar nicht mein Ding.
- 14:54Speaker 0: Aber Topkern II ist richtig gut.
- 14:57Speaker 0: Da hatte ich richtig viel Spaß drin, die haben sich sehr, sehr viel Mühe gegeben und die Flugzähne sind sehr realistisch auch sonst.
- 15:04Speaker 0: Gibt ja paar Stähnmaschinen jetzt!
- 15:06Speaker 0: Jetzt stehen die dieses alte gegnerische Flugzeug.
- 15:10Speaker 0: dann steigt er einfach ein und fliegt da los.
- 15:12Speaker 0: das geht so bestimmt in echt nicht.
- 15:14Speaker 0: doch es geht genauso.
- 15:16Speaker 0: Flugzeuge haben keine Schlüssel.
- 15:18Speaker 0: wenn man weiß wie sie angehen dann springen die einfach an dann kann man die still und damit wegfliegen.
- 15:23Speaker 0: Man muss halt schon ein bisschen wissen wie es geht, damit man auch abhebt.
- 15:26Speaker 0: Und klar.
- 15:27Speaker 0: dann die Charaktere sind zum Teil wieder ein bisschen stark.
- 15:30Speaker 0: So richtige Ego-Machos könnten wir nicht brauchen weil's eben wirklich gefährlich wird.
- 15:37Speaker 0: Die würden schon aussortiert aber alle anderen Charakteren dürfen da mitmachen.
- 15:43Speaker 0: Das Benöver ist nicht das typischste aller Aber würde so schon auch funktionieren.
- 15:50Speaker 1: Wie findet man denn da den richtigen Weg, dass man eben nicht so viel Ego macho wird?
- 15:55Speaker 1: Obwohl man ja vielleicht auch eine riesige Macht irgendwie unter seinem Sitz sozusagen hat.
- 16:03Speaker 0: Man
- 16:03Speaker 1: kann damit ja schon ganz schön viele anstellen und da könnte ich mir vorstellen, neigt man ja dazu ein bisschen in der Persönlichkeit über das Ziel, ihn auszuschießen wie
- 16:16Speaker 0: ... Voll!
- 16:17Speaker 0: Ja also die Tendenz zum Riesen-Ego ist sehr gegeben Und der einzige Weg ist für mich, muss ich gerade schon so lachen.
- 16:23Speaker 0: Ist in dem man ordentlich zurechtgestutzt wird.
- 16:26Speaker 0: Das hilft nichts!
- 16:27Speaker 0: Das ist in der Ausbildung wirklich so... Wie jeder Mensch, wenn man was Neues lernt durchläuft mal ja so verschiedene Phasen.
- 16:35Speaker 0: Erste Angst, wo kann ich das?
- 16:36Speaker 0: Und viel Stress und Panik bist du?
- 16:40Speaker 0: Der Knoten löst sich irgendwann, denkt sich oh, ich kann das.
- 16:42Speaker 0: Oh guck mal, ich kan das!
- 16:44Speaker 0: Ja, ich bin hier richtig gut.
- 16:46Speaker 0: Und dann sagt entweder der Pfleger zu dir nein bis du nicht.
- 16:50Speaker 0: Das kann schmerzhaft werden, deswegen wollen wir das nicht.
- 16:53Speaker 0: Das heißt dafür sind eigentlich die Älteren, die erfahren und die Ausbilderinnen zuständig, die anderen ein bisschen im Griff zu behalten.
- 17:03Speaker 0: Wir machen nach jedem Flug, jedem einzelnen Flug meiner Karriere einen Deep Briefing eine sehr strukturierte Nachbesprechung.
- 17:12Speaker 0: Die ist auch persönlich weil mir gesagt wird dass hast du schlecht gemacht?
- 17:19Speaker 0: Aber sie ist nicht angreifend.
- 17:21Speaker 0: Es geht nie darum, so du bist eine schlechte Pilotin, sondern das war heute nicht gut was du getan hast.
- 17:27Speaker 0: Das musst du morgen anders tun.
- 17:29Speaker 0: Das ist ein ganz wichtiger Unterschied.
- 17:31Speaker 0: Damit wird man aber immer wieder auf den Boden der Tatsache an zurückgebracht und gibt da noch andere Dinge die gemacht werden.
- 17:38Speaker 0: also wenn man wirklich ein bisschen mehr Quatsch gemacht hat dann muss man am nächsten Morgen gibt es immer für allen großes Mieting in der Früh, wo der Tag losgeht.
- 17:48Speaker 0: Da muss man sich dann hinstellen und sagen, gestern habe ich das und das falsch gemacht weil so und so werde ich nicht mehr machen.
- 17:56Speaker 0: Und da steht auch irgendwann mal jeder vorne.
- 17:58Speaker 0: Weil jedem von uns das passiert.
- 18:00Speaker 0: Das hält dann wieder Bescheiden.
- 18:03Speaker 0: Und dann haben wir noch so Dinge wie unsere Callsigns also diese Rufzeichen Spitznamen die auch dazu gedacht sind für ein bisschen Bescheidenschaft zu sorgen.
- 18:13Speaker 0: Aber du siehst schon, es sind relativ viele Maßnahmen um die großen Egos im Griff zu behalten.
- 18:17Speaker 0: Mhm.
- 18:18Speaker 1: Stelle ich mir das so ein bisschen wie beim Fahrradfahren als Kind vor?
- 18:22Speaker 1: Also man fängt irgendwie mit Stützrädern an und dann fühlt man sich irgendwann gut genug, die wegzulassen.
- 18:26Speaker 1: Dann wird man immer schneller, dann wird man auch etwas übermütig ... Und dann fällt man irgendwann mal einmal richtig auf die Nase und wird ab dem Moment am besten vorsichtiger.
- 18:37Speaker 1: Ja!
- 18:38Speaker 1: Gab's so einen Moment bei dir auch, wo du gemerkt hast also muss ja nichts tragisches passiert sein.
- 18:42Speaker 1: Aber so eine Situation wurde gemerkt, das ist jetzt da hab ich mich vielleicht ein bisschen zu sicher gefühlt.
- 18:48Speaker 1: in der Situation?
- 18:48Speaker 0: Gibt es oft!
- 18:50Speaker 0: Gibt's oft ist nicht immer gleich super dramatisch.
- 18:55Speaker 0: Wir haben sehr viele Regeln in der Luft damit eben nichts passiert.
- 18:59Speaker 0: Mindestabstand zum Beispiel.
- 19:00Speaker 0: Also dann im Training wenn wir Luftkampf üben sind zum Beispiel dreihundert Meter mindestens Abstand jederzeit voneinander.
- 19:08Speaker 0: Wenn ich mich jetzt irre und verschätze, dann kann das schon sein aus den dreihundert Metern mal hundertfünfzig oder hundert Meter werden.
- 19:16Speaker 0: Und da sehe ich!
- 19:17Speaker 0: Oder erschrecke ich mich auch weil das wollte ich so nicht?
- 19:21Speaker 0: Da passiert also nichts Schlimmes ja aber ich schrecke mich ordentlich.
- 19:25Speaker 0: wenn ich mich gut genug erschrecke dann wird der Flug auch abgebrochen.
- 19:27Speaker 0: wir landen wir besprechen das erst einmal bevor man wieder pflegen geht... ...und es sind dann schon so aufwach Momente.
- 19:34Speaker 0: man denkt okay das war viel knapper als ich es wollte.
- 19:38Speaker 0: Bei uns ist ja immer das Gemeine, wenn's wirklich kracht, sind wir mit großer Wahrscheinlichkeit tot.
- 19:43Speaker 0: Also geht auch dass man es überlebt aber würde ich nicht drauf planen.
- 19:48Speaker 0: Das heißt so Schreckmomente können dann schon auch tief sitzen weil man sich der möglichen Konsequenz bewusst ist.
- 19:58Speaker 0: Es muss nicht krachen damit ich wirklich beeindruckt von der Situation bin und man verschätzt sich da schon ab und zu.
- 20:05Speaker 0: Weil wie bei anderen Leistung Sportland zum Beispiel, bei Boxern oder bei Formel I Rennen Fahrern.
- 20:12Speaker 0: Alle trainieren am Limit.
- 20:14Speaker 0: und wenn ich sicher besser sein möchte als mein möglicher Gegner der im Limit trainiert muss sich auch am Limitt trainieren.
- 20:21Speaker 0: das bedeutet aber dass es ein bisschen drüber sein schon immer im Raum steht und möglich ist.
- 20:28Speaker 0: Und dann denkst du heute habe ich Glück gehabt.
- 20:31Speaker 0: Das ist voll gut!
- 20:33Speaker 0: Aber Wir sagen auch immer, du fängst als junger Pilot an mit einem großen Sack voll Glück und einem leeren Sackvoll Erfahrung.
- 20:41Speaker 0: Und am Ende ist hoffentlich der Sack von Erfahrung voll bevor er beim Glück leer
- 20:45Speaker 0: ist.".
- 20:46Speaker 0: So das ist dann der Tausch.
- 20:48Speaker 1: Das eine ist ja... technische können und fliegerisch können.
- 20:52Speaker 1: das andere was du als Kampf piloten ja auch sicherlich lernen musst ist wie gehe ich denn mit mit Themen wie moral und ethik auch um also wenn es zu einem kampf einsatz kommt.
- 21:05Speaker 1: Und ich bekomme den befehl hier mal dieses und jenes ziel an wo ja dann auch menschen umkommen können.
- 21:14Speaker 1: Schlimmsten Fall oder im erfolgreichen Fall des Angriffs, je nachdem wie man es jetzt sieht.
- 21:19Speaker 1: Frage der Perspektive Wie sehr muss man denn da seine eigenen Überlegungen sozusagen ausblenden quasi im Gegenzug dafür dass man den Befehl ausführt?
- 21:30Speaker 1: Also wie viel Faktor eigener Mensch ist dann in so einer Situation überhaupt noch möglich?
- 21:36Speaker 0: Hundert Prozent!
- 21:38Speaker 0: Das ist bei uns ganz wichtig.
- 21:40Speaker 0: die Bundeswehr mit den Erfahrungen, die wir aus der vorhergehenden Armee geschlossen haben ist schon weltweit eine einzigartige Armee.
- 21:49Speaker 0: Und bei uns ist recht und moral und gewissen des einzelnen Befehlsausführenden verpflichtend.
- 21:57Speaker 0: also nicht nur sozusagen das ich mitdenken darf als Mensch und als Bürger sondern Ich muss!
- 22:04Speaker 0: Das haben viele andere Armeen nicht.
- 22:07Speaker 0: aber ich darf zum Beispiel einen Befeil der illegal ist egal jetzt was Darf ich nicht ausführen?
- 22:13Speaker 0: Andere Armeen oder auch andere Vorgängerarmee in Deutschland würden dann sagen, wenn du einen Befehl ausgeführt hast der illegal war geht es nur auf den zurück, der in dir gegeben hat.
- 22:23Speaker 0: Dieses Recht haben wir in Deutschland nicht mehr sondern ich bin immer zu einhundert Prozent verantwortlich für das was meine Aktion hervorgebracht hat.
- 22:33Speaker 0: Das heißt Ich bin verpflichtet dazu mitzudenken und darf mich nie und würde dich auch nie da zurücknehmen.
- 22:38Speaker 0: so ja die andere hat mir das befohlen.
- 22:42Speaker 0: gerade in der luft habe ich schon viele möglichkeiten und damit auch eine große verantwortung zu sagen ich drücke da auf den knopf.
- 22:51Speaker 0: also muss ich wissen dass das soweit ich es ermessen kann sinn macht.
- 22:57Speaker 0: Und dieser verantwortungsstellen sich aber auch alle.
- 22:59Speaker 0: also dann nimmt sich niemand.
- 23:00Speaker 0: haben wir gerade darüber?
- 23:01Speaker 0: ich hab ein riesen ego ich bin coole jet pilotin nicht als willfähriges Werkzeug von irgendwem war.
- 23:09Speaker 0: Ganz im Gegenteil würde ich schon mal sagen, ah!
- 23:11Speaker 0: Schau mal erst mal ob das Sinn macht was die anderen mir da so
- 23:15Speaker 0: anschaffen.".
- 23:16Speaker 1: Du bist ja auch Dozentin für Notfall- und Krisenmanagement.
- 23:21Speaker 1: Wie lernt man denn eigentlich als Kampfpilotin mit Krisen umzugehen?
- 23:26Speaker 1: Also wie ist das Teil der Ausbildung?
- 23:31Speaker 1: beigebracht, weil man braucht ja da eine ordentliche Portion Resilienz und einen ordentlichen Weg wie man damit auch umgeht.
- 23:38Speaker 1: Damit man am nächsten Tag egal welch Krise es war wieder in dieses Flugzeug steigen kann.
- 23:44Speaker 1: Und sich nicht sagt ich habe jetzt totale Panik davor, weil was auch immer passiert ist also sehr egal.
- 23:49Speaker 0: Der Panik wäre schlecht!
- 23:50Speaker 0: Also das ist immer Notfälle die man dann ja immer wenn man vor allem selber betroffen ist als Krise einstuft.
- 23:59Speaker 0: Lernen wir sehr systematisch, weil im Flieger ständig irgendwas sein kann.
- 24:03Speaker 0: Der Fliege hat was.
- 24:04Speaker 0: ich habe selber einen Fehler gemacht, finde mich in einer Situation wieder die ich richtig blöd finde.
- 24:09Speaker 0: Das gemeine ist es gibt da keine Abkürzung.
- 24:12Speaker 0: man sagt hey ich hab dabei ein Trick den erkläre ich dir.
- 24:14Speaker 0: fünf Minuten und jede Krise deines Lebens wird laufen sondern was wir machen ist das jeden Tag in der Ausbildung ganz viel trainieren.
- 24:25Speaker 0: Das kann man schon am Schreibtisch üben.
- 24:27Speaker 0: Das hätt ich mich mit den Flugschülern hin und sage, dein Flugzeug hat einen brennenden Motor!
- 24:33Speaker 0: Was machst du?
- 24:34Speaker 0: Und dann geht man einfach Punkt für Stichpunkt durch.
- 24:37Speaker 0: Dann mach' ich das... Dann kann ich den Stresslevel erhöhen was sehr wichtig ist weil in echt habe ich brutalen Stress.
- 24:46Speaker 0: Stress bedeutet dass ich nur die Hälfte meines Gehirns zur Verfügung habe.
- 24:50Speaker 0: Also muss ich auch beim üben irgendwie eine Situation schaffen, dass nur die Hälfte des Gehirns zur Verfügung steht.
- 24:57Speaker 0: Damit die Situation für das Gehirn, für mein Denken realistisch ist.
- 25:03Speaker 0: Das kann man auch am Tisch ganz gut machen.
- 25:04Speaker 0: Das machen wir in dem ja alle Flugschüler, es sind so zwölf Stück an einen Tisch setzen und dann sage ich okay hier ist die Situation und zeige auf einen.
- 25:14Speaker 0: Und der eine muss dann aufspringen, alle anderen gucken zu!
- 25:19Speaker 0: und diesen Notfall Schritt für Schritt richtig bearbeiten, wenn er sich auch nur verspricht.
- 25:26Speaker 0: Wenn er irgendwie stolpert oder äh oder im sagt dann ist er durchgefallen und davon dem Tag nicht fliegen gehen völlig künstlich ja aber macht Stress.
- 25:36Speaker 0: Dann kann ich das im Simulator machen Und dann kann ich es zum Teil auch in der Luft üben.
- 25:42Speaker 0: So dass ist das.
- 25:43Speaker 0: und da was dann dazu gehört ist auch immer viel Theorie also Human Performance würde man das auf Neudeutschen nennen.
- 25:50Speaker 0: Was bringt mich als Mensch dazu, obwohl ich eigentlich eine gute Entscheidung treffen möchte?
- 25:57Speaker 0: Schlechte Entscheidungen zu treffen!
- 25:58Speaker 0: Warum irre ich
- 25:59Speaker 0: mich?!
- 26:00Speaker 0: Man wisst, Wissen hilft nicht immer aber es macht es schon mal viel besser.
- 26:06Speaker 1: Jetzt haben wir alle nicht immer nur einen guten Tag sondern manchmal wacht man auch auf und denkt sich Bonny heute irgendwie keine Ahnung was los ist aber geht gar nicht.
- 26:17Speaker 1: Ich könnte mir vorstellen, dass es gerade als Pilotin ein riesen Thema ist.
- 26:22Speaker 1: Dass man dann auch wirklich ehrlich damit umgeht und dann auch ehrlich kommuniziert und sagt nee heute ist irgendwie geht nicht wäre keine gute Idee wenn ich in so einen Flugzeug steige inkludiert aber ja auch das man quasi seine eigene Verletzlichkeit seiner eigenen seine eigene vielleicht in der Situation fehlende Perfektion, wo wir auch wieder zu dieser Ego-Nummer kommen.
- 26:48Speaker 1: Sich eingesteht und auch andere kommuniziert wie lernt man denn damit umzugehen?
- 26:53Speaker 0: Das ist reine Gruppendynamik.
- 26:55Speaker 0: Es muss die Gruppe vorleben auf neudeutschulte Mann auch von psychologischer Sicherheit sprechen dass alle in der Gruppe sich einig sind.
- 27:03Speaker 0: das wird es so machen.
- 27:05Speaker 0: ich war schon in verschiedenen Einheiten Und die, die das wirklich voll leben sind am effektivsten und auch die wo es arbeiten am meisten Spaß macht.
- 27:14Speaker 0: Bei uns ist ja wirklich so mal für knallharte Typen.
- 27:17Speaker 0: aber wenn ich mich irre, wenn ich sage mir geht's nicht zu gut aber heute gehe ich trotzdem fliegen wette ich mein eigenes Leben darauf dass das gutgeht obwohl ich nicht fit bin.
- 27:28Speaker 0: Das ist eine hohe Wette!
- 27:29Speaker 0: Das machen wir nicht.
- 27:30Speaker 0: also wenn man sichs vermeiden lässt.
- 27:33Speaker 0: tatsächlich ist es so gerade in den guten Einheiten das billoten totale dieben sind so a la Mariah Carey, gerade beim Pleistostoffen kommen die immer.
- 27:43Speaker 0: Ich meine es sind doch viele Männer aber ich sterbe, ich sterb, ich muss mich jetzt daheim wieder ins Bett legen und rufen halt gar nicht!
- 27:50Speaker 0: Das ist ja aber genau richtig ne?
- 27:52Speaker 0: Jetzt haben wir auch schon lange vor Corona natürlich gelernt weil wenn einer reinkommt und hustet mich an und sagt du was machst
- 27:58Speaker 0: du?!
- 27:59Speaker 0: Ich will deine Säuche nicht gehen nach Hause bleib weg is bei den rein psychologischen Themen Natürlich schon etwas schwieriger, aber so ähnlich.
- 28:11Speaker 0: Aus reinem Selbstschutz, also gar nicht zu euch mitdenken, ach, nüde Arme!
- 28:15Speaker 0: Aber wenn einer eine schlechte Zeit hat... Depression kann auch jedem passieren zum Beispiel?
- 28:21Speaker 0: Dann kann ich ja nicht sagen, das will ich jetzt nicht wissen, lasst mal den depressiven Piloten an meinen Flügelfliegen so ein.
- 28:27Speaker 0: Nein, möchte ich schon wissen und wir leben in der Realität.
- 28:31Speaker 0: Wenn ich wissen möchte wie es jenan denn geht muss sich dem auch immer eine Rückkehrmöglichkeit geben.
- 28:37Speaker 0: Wenn man sagt, das ist stigmatisiert und wenn du einmal sagst, dass du was hast, dann sagt er es natürlich
- 28:42Speaker 0: nicht.".
- 28:44Speaker 0: Und da ist wieder das schöne, das Flugzeug als Gleichmacher.
- 28:48Speaker 0: aber wenn ich so ein Problem nur lange genug ignoriere oder die falsche Kultur lebe, rächt sich das auf Gedeihe und Verderben?
- 28:56Speaker 0: Da kommt auch niemand!
- 29:00Speaker 0: Es lohnt sich deswegen sehr, das richtig zu machen weil du dann merkst, wie das Team zusammen lebt und gute Performance leistet.
- 29:08Speaker 0: Und eben niemandem oder die Chance ist dass jemandem was passiert sehr, sehr gering wird.
- 29:13Speaker 1: nach den vierzehn Jahren hast du irgendwann gesagt okay ich mache jetzt mal etwas anderes bis dann in die Unternehmensberatung auch gegangen und hast dann und da kommen wir dann gleich nochmal dazu auch eine Ausbildung als Astronautin gemacht und bist heute auch astronautin der Reserve.
- 29:30Speaker 1: sprechen wir gleich drüber.
- 29:32Speaker 1: Aber erstmal der Schritt, warum denn ausgerechnet in einer Unternehmensberatung?
- 29:36Speaker 0: Ja das war dann schon spannend.
- 29:38Speaker 0: Ich hatte ja bis dahin neun einzigen Beruf mit neunzehn zur Bundeswehr.
- 29:42Speaker 0: Saß ich da so ein Achtwürzel-Berufsjahr und da anfangen dreizehmal, was mache ich jetzt?
- 29:46Speaker 0: Und ich hatte Fliegen gelernt, ich hatte Führen gelernt, technik gelernt.
- 29:51Speaker 0: Ich habe ein Ingenieurstudium.
- 29:53Speaker 0: Was fehlt denn noch um die Welt wirklich zu verstehen?
- 29:58Speaker 0: Gefehlt, wie verdienen Unternehmen Geld?
- 30:02Speaker 0: Wie funktionieren so große Unternehmen.
- 30:06Speaker 0: Das ist ein großer Teil davon.
- 30:07Speaker 0: was bestimmt wir?
- 30:08Speaker 0: unsere Gesellschaft funktioniert wie unser Land funktioniert?
- 30:11Speaker 0: okay und wo kann ich das am besten lernen?
- 30:13Speaker 0: in der großen Unternehmensberatung?
- 30:15Speaker 0: ja dann sieht man drei Monate das Unternehmen und drei Monate dass Unternehmen.
- 30:20Speaker 0: Und das habe ich da auch wirklich gelernt.
- 30:21Speaker 0: Crash Course, Mini-MBA wie verdient man Geld?
- 30:26Speaker 0: Wie funktionieren Kapital-, Investments, Hinsinnen... Das war spannend!
- 30:33Speaker 1: Gab es da so einen Moment wo der dich am meisten irgendwie fasziniert hat?
- 30:36Speaker 1: Irgendeine Sache die dich total überrascht hat in der Zeit?
- 30:41Speaker 0: Viele.
- 30:41Speaker 0: Weil wenn man so stark vorgeprägt ist aus einem Bereich Wie ich jetzt aus der Fliegerei, die sehr ergebnisorientiert ist.
- 30:48Speaker 0: Der Flug muss laufen und sehr auf Vorbereitung getrimmt ist in diesem Business & Corporate World.
- 30:56Speaker 0: Ich habe mich wirklich gefühlt wie so ein Alien of Exkursion im Sonnensystem.
- 31:00Speaker 0: Was machten wir hier?
- 31:01Speaker 0: Wir sind diese Menschen!
- 31:02Speaker 0: Was reden sie?
- 31:05Speaker 0: Völlig wertfrei erstmal gemeint aber total... anders, weil ja schon der Ansatz im Unternehmen oft ist.
- 31:11Speaker 0: Wir müssen einfach mal loslegen nicht so viel Planen, nicht so viele Denken einfach machen was zum Teil auch richtig ist.
- 31:18Speaker 0: man muss nur sehr wissen wann mache ich welchen Modus und nicht auf Gedanen verderben den einen oder den anderen?
- 31:26Speaker 0: Was mich sehr erschreckt hat war zu sehen wie viele wirklich wichtige Entscheidungen sind in der Corporate World auf Dachs Niveau völlig im Autopiloten unterwegs sind.
- 31:39Speaker 0: Also wir kommen dahin, als Berater, wir machen einen guten Job, wir bereiten die Entscheidung vor und dann ist schon völlig klar es wird das entschieden was wir davor bereiten.
- 31:49Speaker 0: weil sie kommen ins Meeting, schau mal eine Viertelstunde zu spälen Dann klappen diese Handy auf, dann klappen die den Laptop auf, da machen die noch eine E-Mail nebenbei, dann sind die noch in einem anderen Meeting Und mit viel Glück hören die mit einem halben Ohr zu was wir da vorstellen und nicken das halt am Ende ab.
- 32:05Speaker 0: Aber dass sich mal jemand zumindest eine halbe Stunde nur in diesem Meeting auf das Thema einlässt und es voll durchdenkt, mit uns mitdenkt macht jetzt so Sinn.
- 32:16Speaker 0: Das ist für mich auf der Ebene ihren Job machen.
- 32:19Speaker 0: Die Strategie entscheiden habe ich da nicht immer gesehen.
- 32:24Speaker 0: Und das ist völlig krass zu sehen!
- 32:27Speaker 0: Das bestimmt nicht alle aber schon einige Unternehmen in unserem Land Völlig da im Autopilot-Blindflug, wie so ein Tesla auf der Straße entlangfahren ohne dass einer steuert.
- 32:37Speaker 1: In der Bundeswehr gerade auch in dem Bereich, in dem du unterwegs warst ist Leadership ja wahrscheinlich ziemlich effizient und auf kurze Wege getrimmt und darauf das jeder klar versteht was der andere will zumindest sollte es im besten Fall zu sein und Befehlsketten die irgendwie eingehalten werden müssen usw.
- 32:58Speaker 1: Das, was du beschreibst eine sehr irgendwie so Leadership im Autopilot.
- 33:01Speaker 1: Aber diese Komplexität an Leadership wo jeder irgendwie noch mal mitreden möchte und dann gibt's da noch irgendwie jemandem der irgendwelche politischen Quereleien hat oder irgendwelchen Leichen im Keller hat die man irgendwie beachten muss das muß doch für dich der der totale Culture Clash gewesen sein oder?
- 33:18Speaker 0: Nee, das war der einzige Bund der kein Culture Clashes war!
- 33:23Speaker 0: Weil das ist einfach wo viele Menschen sind.
- 33:25Speaker 0: Wir haben ja die Fliegerei, kleine Teams gut ausgebildete Leute.
- 33:30Speaker 0: Aber Bundeswehr, deutsches Militär sind zweihunderttausend Soldaten.
- 33:35Speaker 0: Das haben wir schon immer so gemacht!
- 33:37Speaker 0: Es ist nichts anderes als ein großes altes deutsches Unternehmen.
- 33:41Speaker 0: Tatsächlich einige große deutsche alte Unternehmen wurden halt genau nach diesem Vorbild geformt.
- 33:47Speaker 0: Aber das haben wir schon immer so gemacht, der Herr General wünscht es so.
- 33:51Speaker 0: Der will das so!
- 33:52Speaker 0: Nee den darfst du das nicht fragen?
- 33:54Speaker 0: Das ist nicht meine Zustände, das ist alles ganz normal an der Tagesordnung und in diesem Umfeld versuchen wir jetzt trotzdem aus nicht immer idealen Ressourcen und Mitteln was richtig Gutes zu machen.
- 34:10Speaker 0: Verstehe ich das auch so gut wie das in anderen Unternehmen so ist wenn ich so starre Rahmenbedingungen habe.
- 34:15Speaker 0: Jetzt muss ich aber doch.
- 34:17Speaker 0: Und dann geht es immer diese Schicht, offizielle Führung, Befehlsketten und so.
- 34:22Speaker 0: Und das sich darunter tatsächlich tut.
- 34:27Speaker 0: Oft ist eine dezentrale Geschichte.
- 34:31Speaker 0: Jeder hat verstanden wirklich was wir wollen und die kleinen Krüppchen arbeiten daraufhin.
- 34:37Speaker 0: Dann gibt's natürlich schon auch wenn wir Führungen lernen ganz explizit in der Bundeswehr.
- 34:40Speaker 0: Es gibt ein paar Führungsprinzipien, die extrem gut und wichtig sind Und sehr, sehr erfolgreich wenn man sie denn anwendet.
- 34:50Speaker 0: Eine davon nennt man bei der Bundeswehr Auftragstaktik geht auch führen mit Auftrag, Mission Management, sehr viele Begriffe was immer bedeutet dass ich meinen Mitarbeitern erkläre was das eigentlich Sinn und das Ziel ist wo wir hin wollen und die dann mehr oder weniger frei machen lassen weil das eigentlich das Erfolgsversprechen ist.
- 35:13Speaker 0: Wenn die Experten es einfach tun, ich muss eben nicht fünf E-Mail schreiben drei Arbeitskreise, die Politik und die Politik noch mitnehmen sondern kann zum Ergebnis laufen.
- 35:25Speaker 0: Das umzusetzen und das zu prädigen da habe ich jetzt noch den Rest meines Lebenszeit dafür.
- 35:33Speaker 1: Vor allem die Frage gerade so in den Kopf geschossen kam, wo wir über Autopilot gesprochen haben.
- 35:38Speaker 1: Noch mal ein kurzes Off-Topic zum Fliegen zurück hat so einen Eurofighter eigentlich ein Autopilot?
- 35:43Speaker 1: Ja,
- 35:44Speaker 0: der hat einen Autopilit aber einen sehr rudimentären.
- 35:48Speaker 0: also so schön wie im Airbus.
- 35:50Speaker 0: ja so ich bin in München möchte nach New York und dann fliegt er dich nach New york.
- 35:54Speaker 0: leider nein leider gar nicht.
- 35:57Speaker 0: Aber ich kann dem sagen Ich bin auf der Höhe halte bitte die Hühe ich bin auf den Kurs Halte bitte den Kours Das geht.
- 36:03Speaker 0: Ich kann schon und ich muss auch oft die Hände wegnehmen, was aufschreiben, was umstellen ... Aber richtig mitdenken ist an der Stelle im Flugzeug nicht vorgesehen?
- 36:13Speaker 1: Irgendwann hast du dir gesagt, Fliegen innerhalb der Atmosphäre ist zwar schon ganz cool aber lass uns doch mal nach außerhalb gehen.
- 36:21Speaker 1: Ja!
- 36:21Speaker 1: Und hast dann eine Astronautenausbildung angefangen also hast du einen Wettbewerbmitglied gemacht.
- 36:30Speaker 1: Wie kam es denn da überhaupt dazu?
- 36:31Speaker 0: Die kurze Anwäuse, weil das geil ist.
- 36:35Speaker 0: Ich tatsächlich war Astronautin sein nie mein Kindheitstraum sondern der war wirklich da als Pilot in fremde Länder entdecken und in der Ausbildung zur Jet-Pilotin ist mir dann immer mehr klar geworden dass sehr viele Astronauten vorher Jet-piloten waren und dass das jetzt nicht mehr so weit weg ist und vielleicht nur noch fünfzig Prozent lächerlich wenn ich dann sage als erstes will ich Astronautinnen werden Irgendeiner muss den Job ja machen.
- 37:01Speaker 0: Auch coole Chippen will ich auch!
- 37:04Speaker 0: Kann man leider so nicht planen, weil es wirklich sehr wenig Auswahlverfahren dafür gibt.
- 37:08Speaker 0: extrem wenige Jobs und ich hatte zum ersten mal die Gelegenheit das auszuprobieren.
- 37:15Speaker 0: und dann ist ein bisschen was habe ich denn besseres mit meinem Leben zu tun?
- 37:19Speaker 0: Gar nichts!
- 37:20Speaker 0: Was ist der mögliche Hauptgewin für Astronauten im Moment?
- 37:25Speaker 0: ist der Flug zum Mond
- 37:26Speaker 0: oder?!
- 37:27Speaker 0: Und wie abgefahren, außerirdisch abgestoßen ist mir feiern gar nicht genug.
- 37:31Speaker 0: Wo hatte dafür einen?
- 37:32Speaker 0: Wäre das wirklich mal auf dem Mond zu stehen und dazu kommen die Erde auf so einem anderen Himmels gestirrt?
- 37:41Speaker 0: Das fände ich schon... Ja, völlig auch!
- 37:46Speaker 0: Aber sehr lohnenswert.
- 37:47Speaker 0: Okay, dafür kann ich mich jetzt noch einmal ein bisschen anstrengen.
- 37:51Speaker 0: Das Lustige ist, auf den Weg zur Astronautin muss man so viele schöne andere spannende Dinge machen Das auch der Weg sich halt lohnt.
- 37:59Speaker 0: Einfach sagen, dafür stehe ich auf und dann passieren ganz viele andere tolle Dinge in meinem Leben.
- 38:04Speaker 0: mega!
- 38:04Speaker 1: War die Ausbildung am Ende härter oder leichter als du dachtest?
- 38:09Speaker 0: Bisher war die leider leichter weil ich sie bisher noch nicht fertig machen durfte.
- 38:14Speaker 0: Das erste Projekt an dem ich teilgenommen habe ist damals am Geld gescheitert, einer sehen wir nicht.
- 38:19Speaker 0: ins All geflogen bin ich zwanzig einundzwanzig bei der ESA, bei der europäischen Raumfahrt-Agentur wieder Astronautin geworden, dann hat Deutschland gesagt ne, wir brauchen gerade keine Astronauten.
- 38:31Speaker 0: Du kommst den Pool, wir rufen dich an melde dich nicht.
- 38:34Speaker 0: Ähm jetzt durfte ich mal so ein Parabflug also...
- 38:38Speaker 1: Gerade letzte Woche hast du
- 38:39Speaker 0: einen Parab flug gemacht.
- 38:41Speaker 0: es sind total spannende Ausbildungsabschnitte aber wirklich wie bei den Jet-Piloten so eine intensive vollständige Ausbildung mit einem Raketenstart am Ende.
- 38:50Speaker 0: das gab's leider noch nicht.
- 38:52Speaker 0: deswegen war mir das noch zu einfach bisher.
- 38:55Speaker 1: Du hast es gerade angesprochen, letzte Woche hast du den Parabelflug gemacht.
- 38:59Speaker 1: Was ist das?
- 39:01Speaker 1: Also vielleicht für diejenigen, die gar nicht wissen was es ist, vielleicht kannst du ganz kurz in dem Satz erklären, was es is und wie sich das anfühlt!
- 39:08Speaker 0: Ja also in der Kategorie Unnützes Wissen – was ist ein
- 39:12Speaker 0: Parabelflug?!
- 39:13Speaker 0: Das heißt so weil man mit dem Flugzeug eine mathematische Parabel beschreibt.
- 39:18Speaker 0: Es ist so ne Flugkurve wenn man nen Ball wirft macht er das aus geht nach oben dann geht's wieder nach unten.
- 39:24Speaker 0: Im Flugzeug steige ich im forty-fünf Grad Winkel nach oben und dann lässt man sich wieder so nach unten fallen.
- 39:31Speaker 0: Führt dazu, dass man oben schwerelos ist.
- 39:34Speaker 0: in dem Fall wie wir das gemacht haben zweiundzwanzig Sekunden lang davon haben wir einunddreißig Stück gemacht also einund dreißig mal hoch wie nach der Wand und dann wieder runter und damit abgefangen.
- 39:46Speaker 0: wenn ihm abfangen drückt er dann immer richtig rein.
- 39:50Speaker 0: da kann einem schlecht dabei werden muss aber nicht Und dann ist es ein völlig... Es ist wirklich schwierig zu beschreiben, weil es dazu keinen richtigen Vergleich gibt sonst.
- 40:01Speaker 0: Was das bedeutet?
- 40:02Speaker 0: Wenn man als Mensch einfach schwer los wird!
- 40:05Speaker 0: Man wieht nichts mehr, man kann sich an Boden abstoßen und schwebt zur Decke, man can sich links abstozen, schweb nach rechts.
- 40:13Speaker 0: Total lohnenswert.
- 40:15Speaker 0: Die beste Analogies vielleicht noch wenn ich in Salzwasser schwäbe.
- 40:20Speaker 0: Ich schwimme, ich schwebe, ich werde wirklich getragen.
- 40:23Speaker 0: Der Unterschied ist, in Wasser kann ich mich am Wasser vollbühne.
- 40:27Speaker 0: Ich kann schwimmen und dann geht es weiter.
- 40:29Speaker 0: Habe ich in der Luft nicht?
- 40:31Speaker 0: Ja da ist kein richtiger Widerstand im Weg so dass ich auch wenn jetzt gar nichts mehr anfassen könnte dem Raum mit dem ich schwebe würde ich da einfach hängen bis in die Unendlichkeit.
- 40:45Speaker 0: aber es ist halt auch viel leichter Wenn ich in Luft schwebe, dann kann ich auch besser atmen als im Wasser.
- 40:50Speaker 0: Also man kann dann Überschläge machen und links und rechts Ich hatte wieder die höchste Zeit ist auch ernsthafte Ausbildung aber schon sehr bereichert.
- 41:01Speaker 1: Wenn du im Flugzeug unterwegs bist, gerade in so einem Kampfjet dann gibt es ja irgendwie in Notfällen immer noch die Möglichkeit da irgendwie sich rauszuschießen.
- 41:10Speaker 1: Und im besten Fall irgendwo zu landen wo man nicht allzu verletzt dann da unten ankommt oder man kann auch irgendwie eine Notlandung machen oder irgendwie sowas.
- 41:18Speaker 1: wenn ich mit so einer Rakete ins All geschossen werde Dann ist um mich herum eigentlich nicht viel außer der Tod.
- 41:27Speaker 1: wenn man mal ganz ehrlich ist und Wenn irgendwas schiefgeht ist die Wahrscheinlichkeit, dass man da irgendwie also wenn was gravierendes Schief geht.
- 41:36Speaker 1: Ist die Wahrscheinigkeit das man da lebend rauskommt eigentlich null macht es im kopf noch mal?
- 41:41Speaker 1: Was also bereitet man sich darauf anders vor?
- 41:44Speaker 1: oder war das für dich so eine geschichte?
- 41:46Speaker 1: naja Also das risiko schwingt halt irgendwo mit.
- 41:50Speaker 1: das war aber davor auch schon dar.
- 41:52Speaker 1: und dann mache ich jetzt also machtes für Dich einen unterschied ob jetz raumpf hat oder
- 41:58Speaker 0: Irgendwann sind viele verschiedene Aspekte.
- 42:01Speaker 0: Zum einen, das wissen vielleicht viele auch nicht, haben solche Raketen oben die Kapsel dran und sitzen erst so nach unten drin – die haben auch ein Falschung!
- 42:09Speaker 0: Also wenn es schief geht und man hat Glück kann man diese Kapsel noch absprengen und landet damit wieder sich schon eine Art Schleutersitz dabei.
- 42:17Speaker 0: Das Risiko eines Raketenstaats ist klein aber nicht null, nicht vernachlässigbar Schon drastischer als beim Fliegen, weil Fliegen als Piloten gehe ich ja jeden Tag und hab das voll im Griff.
- 42:32Speaker 0: Raketenstart, selbst wenn nicht die große Astronautenkarriere hätte zwei-drei Mal vielleicht... Und dann muss ich mich sehr auf viele andere Menschen verlassen, ne?
- 42:41Speaker 0: Die Ingenieure, die das bauen, die es überwachern.
- 42:45Speaker 0: Man ist also fremdbestimmter.
- 42:47Speaker 0: Deswegen schon ein krasserer Moment!
- 42:51Speaker 0: Wenn ich dieses Privileg in diesem Leben noch mal habe werde ich mit Sicherheit ordentlich nervös und ganz schön aufgeregt sein?
- 42:58Speaker 0: Jetzt habe ich zweitausend Stunden Kampflugzeug, also das Gesicht wird eine Maske.
- 43:03Speaker 0: Man wird mir das nicht ansägen aber der Puls wird hundertundachtzig sein!
- 43:08Speaker 0: Man muss es ja aber nur überleben und aushalten.
- 43:11Speaker 0: Das heißt, dies ist nur vorher die philosophische Frage, die sehr wichtig finde.
- 43:16Speaker 0: wenn man ein Risiko hat möchte ich das eingehen oder nicht.
- 43:19Speaker 0: Und für mich ist das immer eine Abwägung zwischen Risiko und Nutzen.
- 43:24Speaker 0: Also was ist die mögliche Konsequenz?
- 43:26Speaker 0: Ist es mir das wert oder nicht?
- 43:28Speaker 0: Und diesen Gedanken darf man nicht verdrängend finde ich, sondern da muss man ganz bewusst sich entscheiden wie meine Entscheidungen dann sagen.
- 43:35Speaker 0: also wenn's dann zum Burg geht oder ins Weltall, dann ist das so eine große Geschichte und für mich so viel wert, dass ich dieses Risiko schon bewusst und gerne eingehe.
- 43:49Speaker 0: Wer jetzt bei einem Bungie sprungen was anderes.
- 43:55Speaker 0: Das heißt ich gehe nicht jedes Risiko einfach ein, weil ich es gut finde ganz im Gegenteil.
- 43:59Speaker 0: aber manche Risiken lohnen sich einfach.
- 44:02Speaker 1: in der Raumfahrt hat sich ja eine ganze Menge getan in den letzten zehn fünfzehn Jahren.
- 44:08Speaker 1: wir haben heute mit ihnen Maske und SpaceX und so weiter neue Player sozusagen im Markt die das ganze gewaltige aufrütteln, weil sie vieles günstiger machen.
- 44:18Speaker 1: Weil Sie auf einmal Raketen bauen, die wieder landen können und wieder verwertbar sind usw.
- 44:24Speaker 1: Wie siehst du denn diese ganzen Entwicklungen?
- 44:27Speaker 1: Kommt da wirklich was Großes auf uns zu?
- 44:30Speaker 1: Weil wir uns auf einmal viel mehr am Ende leisten können in dem All zu machen.
- 44:36Speaker 0: Es könnten dir da etwas Großes aus uns zukommen!
- 44:39Speaker 0: Da ist wirklich schon sehr, sehr viel passiert und Elon Musk hat da eigenhändig mehr für die amerikanische Raumfahrt getan als die meisten Menschen vorher zusammen.
- 44:50Speaker 0: Die Deutschen wie Europäer können davon profitieren.
- 44:53Speaker 0: im Moment wollen wir es noch nicht so richtig?
- 44:56Speaker 0: Und das ist natürlich trotzdem immer ein Kampf zwischen was kann ich gewinnen und wie viel kostet mich das?
- 45:01Speaker 0: Raumfahrte sind man noch teuer und schwierig und man braucht sehr viel Mut Zukunftsvision zu sagen, das lohnt sich.
- 45:12Speaker 0: Die Amerikaner haben den Vorteil, die haben ein großes reiches Land und damit sehr viel Schlagkraft und erreichen deswegen auch sehr viel.
- 45:21Speaker 0: in Europa stehen wir da eigentlich auf gleicher Stufe aber mit zweiundzwanzig Ländern, die die ESA unter sich vereint was mit zwei und zwanzig verschiedenen Kulturen und Ideen wie es gehen kann schon eine andere schwierige Sache ist So, und die auch die Franzosen verstehen das.
- 45:38Speaker 0: Und die Pohl also geil!
- 45:40Speaker 0: Da wollen wir mit... Die Deutschen sind immer so ein bisschen skeptisch, ne?
- 45:43Speaker 0: Wir wollen bodenständig uns Star Trek und der Captain Kirk.
- 45:47Speaker 0: Das ist euer Science Fiction und die schau mal gerne.
- 45:50Speaker 0: aber machen jetzt oder kann man gern verdienen?
- 45:55Speaker 0: Ne, das finde ich.
- 45:56Speaker 0: Also das ist ganz absurd.
- 45:58Speaker 0: Lass es mal nicht machen.
- 46:00Speaker 0: Da stehen wir uns selber im Moment ziemlich im Weg.
- 46:04Speaker 0: Wir haben einige Unternehmen, die könnten das richtig gut Aber so der richtige Pioniergeist und Aufbruchsstimmung ist im Moment noch nicht da.
- 46:13Speaker 1: In den letzten Wochen gab es ja auch einige Meldungen, was zum Beispiel die Entdeckung eines neuen Planeten angeht, der im besten Fall Wasser und sogar irgendeine Art von Organismen auf sich hat.
- 46:31Speaker 1: Wie verfolgst du denn solche Nachrichten?
- 46:33Speaker 1: Wie viel Faszination hast du für das Thema außerirdisches Leben oder vielleicht auch die Vision, dass wir selbst irgendwann mal diesen Planeten hier verlassen müssen.
- 46:43Speaker 1: In welcher Form auch immer also diese Science-Fiction Ideen, die vielleicht irgendwann mal vielleicht sogar real werden könnten?
- 46:51Speaker 1: Oder auch nicht wie auch immer aber wie verfolgst du all solche Nachrichten und Entwicklungen
- 46:56Speaker 0: mit sehr viel Faszination?
- 46:58Speaker 0: des spannende ist immer ein Wissen.
- 47:01Speaker 0: Je mehr ich weiß, desto mehr Spaß macht das.
- 47:04Speaker 0: Jetzt haben wir wieder irgendwelche Bakterien gefunden.
- 47:09Speaker 0: Dann ist es für die Normale so, aha!
- 47:11Speaker 0: Da haben sie Bakterie gefunden.
- 47:12Speaker 0: Die finde ich in meiner Küche auch.
- 47:14Speaker 0: Was das bedeutet?
- 47:15Speaker 0: Weil das Spannende ist ja nicht, finde ich da Leben oder Nicht.
- 47:18Speaker 0: Vermutlich jetzt nicht die Art Leben mit dem man sich unterhalten kann.
- 47:21Speaker 0: Sondern dass Spannenden für uns wirklich essentiell wäre.
- 47:25Speaker 0: doch hat dieses Leben ... auch eine DNA oder nicht?
- 47:28Speaker 0: Also diese Moleküle, aus denen wir zusammengesetzt sind.
- 47:32Speaker 0: Weil wenn man uns jetzt mal vorstellt die finden das und es ist genauso aufgebaut wie alles.
- 47:36Speaker 0: ja!
- 47:37Speaker 0: Alles Leben auf der Erde ist gleich und hat alles eine DNA würde das hier bedeuten Wir sind außerirdischen Ursprungs.
- 47:45Speaker 0: Wenn wir das jetzt finden und es ist ganz anders aufgebaut, dann ist Leben wirklich an zwei verschiedenen Orten im Universum parallel unabhängig voneinander entstanden.
- 47:56Speaker 0: Wer auch?
- 47:57Speaker 0: eine völlig abgefahrene Erkenntnis?
- 47:59Speaker 0: Deswegen ist es doch so spannend!
- 48:01Speaker 0: Sie haben einfach nur unsere eigene Geschichte verstehen.
- 48:04Speaker 0: So, ein ganz anderes Thema Planet B. Wir besiedeln den Mars mit Elon Musk.
- 48:10Speaker 0: Ich sage, dass ist geil was das machen wird zu einem Milliardär.
- 48:12Speaker 0: der hat unendlich viel Ressourcen Wenn der herausfindet, wie wir den Mars terraformen können.
- 48:18Speaker 0: Also Atmosphäre beeinflussen sehen!
- 48:21Speaker 0: Dann können wir das auf der Erde auch?
- 48:24Speaker 0: Da brauchen wir gar keinen Planeten B mehr sondern dann können wir... Das was wir bis dahin zerstört haben im besten Fall wieder etwas reparieren, das CO² aus der Luft ziehen, das Plastik aus dem Meer und das wären wir unserem Planeten schon schuldig jetzt mal wieder ein bisschen aufzuräumen und zu reparieren.
- 48:41Speaker 1: für wie wichtig hältst du denn an der stelle auch die raumfahrt um dieses bewusst sein bei den menschen irgendwie zu schaffen was dieser planet eigentlich ist?
- 48:50Speaker 1: also wir haben ja irgendwie immer so ein diffuses gefühl dafür dass alles irgendwie hier wenn wer auf der erde sind es ja alles ganz weit weg.
- 48:56Speaker 1: und gut globalisierung hat alles irgendwie zusammenwachsen lassen.
- 49:00Speaker 1: das fühlt sich nicht mal ganz soweit weg an wenn wir über die usr reden oder asien oder kina oder so weiter aber.
- 49:09Speaker 1: Also ich hatte Ulrich Walter hier vor vielen Episoden und wir haben so ein bisschen darüber gesprochen, was es eigentlich verändert.
- 49:16Speaker 1: Wenn man die Erde auf einmal von außen sieht und merkt, so riesengroß ist das eigentlich alles gar nicht?
- 49:23Speaker 1: Und alles, was wir irgendwie jemals waren und jemal sein werden
- 49:26Speaker 1: usw.,
- 49:27Speaker 1: befindet sich auf diesem Planeten.
- 49:30Speaker 1: macht einen ja auch an der Stelle ein bisschen demütig.
- 49:33Speaker 1: Würde das vielleicht uns da auch helfen oder hilft die Raumfahrt, uns dabei ein bisschen de-mütiger zu werden?
- 49:39Speaker 0: Ich glaube nichts kann den Menschen dabei helfen, demütigerzuwerden aber es zu verstehen.
- 49:45Speaker 0: Menschen vergessen sehr gerne schnell woher sie etwas wissen und wir vergessen wie viel von diesem Wissen und Verständnis für unseren Planeten und Klima aus der Raumfahrт kommt.
- 49:56Speaker 0: Aber alleine zu sagen, wir haben Klimaveränderung!
- 49:58Speaker 0: Die Meere werden wärmer Ja, natürlich.
- 50:01Speaker 0: Das messen wir jeden Tag, fliegen Satelliten und die Ernte, die das messen.
- 50:05Speaker 0: Ich weiß also auch im tiefsten Pazifik wie es da aussieht.
- 50:09Speaker 0: Da sind keine Fischerboote, die immer mal ein Thermometer reinhalten oder auch wirklich präzise die Meereshöhe zu bestimmen.
- 50:17Speaker 0: Das ist ja auch nicht weil in Hamburg einer an der Elbe misste halt Schau oder so.
- 50:20Speaker 0: Nee!
- 50:22Speaker 0: Es tut alles Raumfahrt für uns.
- 50:25Speaker 0: Und es gab auch dann zu Zeiten von den Apollo-Mondemissionen dieses sehr berühmte Foto, das heißt im original der Blue Marble.
- 50:32Speaker 0: Also die blaue Kugel wo man sieht den Mond und dahinter die Erde im Aufgang so als Kleines.
- 50:40Speaker 0: Ich sage ich muss nicht Astronaut sein!
- 50:43Speaker 0: Nicht nur die siebenhundert Menschen die schon im All waren sondern viel mehr haben verstanden dass unsere kleine Erde sehr endlich ist.
- 50:51Speaker 0: Wir schießen da auf dem Rettungsboot zusammen durch die Gegend.
- 50:54Speaker 0: Das ist es.
- 50:57Speaker 0: Und das hilft schon.
- 50:58Speaker 0: und auch die Fotos von oben, wo man eben sieht ... Es gibt keine ... Die Grenzen, die wir uns selber setzen sind nicht echt!
- 51:04Speaker 0: Es gibt Berge- und Flüsse- und Meere als Grenzen ,die uns beschränken aber nicht die, die im Kopf haben oder mit irgendwelchen Zäunen versuchen zu ziehen.
- 51:14Speaker 1: Wenn wir zum Abschluss noch mal kurz auf die irdischen Probleme zurückkommen und die sehr nahe Probleme zurück kommen.
- 51:21Speaker 1: Ich kann mir vorstellen wenn du jetzt in so eine Wie auch immer geartete Krisensituation kommst, rattet da in deinem Kopf erst mal so eine Art Checkliste ab.
- 51:33Speaker 1: So nach dem Motto ist es jetzt ein Triebwerksausfall, ist das lebensbedrohlich?
- 51:36Speaker 1: Wenn nicht dann... Ist es ja erstmal gar nicht so wild.
- 51:40Speaker 1: also erstmal runterkommen und irgendwie die Situation neu ordnen.
- 51:44Speaker 1: Also ist da was, was wir vielleicht alle davon lernen können wie du gelernt hast mit Krisen umzugehen?
- 51:51Speaker 0: Ja!
- 51:52Speaker 0: Also ich weiß nicht, ob jemand anders was davon lernen kann.
- 51:55Speaker 0: Aber die erste Frage rattert da in meinem Kopf eine Checklist ab?
- 51:59Speaker 0: Ja!
- 51:59Speaker 0: Deshalb bei Piloten soll wir tun, dass nichts anderes als Checklisten lernen, damit ich sie dann abrufen kann und wenn ich selber auf eine Krise treffe privat oder beruflich im Straßenverkehr.
- 52:13Speaker 0: Wenn man passiert irgendwas, was ungut ist und nicht geplant war.
- 52:17Speaker 0: Das ist immer die erste frage, die ich mir stelle Wie dramatisch ist das?
- 52:22Speaker 0: Kann ich noch an meinen Plänen, die ich vor zwanzig Sekunden hatte festhalten oder muss sich alles fallen lassen und mich nur diesen Problem widmen.
- 52:31Speaker 0: Das erste Wichtige auch bewusst zu sagen jetzt schaffe ich nicht mehr zum Abendessen weil ich bin gerade hinten voll draufgefahren hilft nichts kann ich keine Fahrerflucht beginnen muss ich hier bleiben meine Pläne ändern sich mein Leben ändert sich.
- 52:45Speaker 0: Und dann ist das nächste spannende immer.
- 52:49Speaker 0: Man hatte mal eine kurze Schrecksekunde, manchmal auch länger in dieser Schrecksekunde mal nichts zu tun.
- 52:55Speaker 0: ja also man sagt bei den Piloten Kontrolle behalten Flugzeug weiter fliegen.
- 53:00Speaker 0: Im Rest des Lebens bedeutet es vor allem macht die Situation mal nicht schlimmer.
- 53:04Speaker 0: Nicht Panik!
- 53:04Speaker 0: Nicht schreien!
- 53:05Speaker 0: Nicht rennen einfach durchatmen und dann sagen was kann ich denn jetzt noch kontrollieren?
- 53:13Speaker 0: weil wir Menschen fangen gerne an So zu jammern und sagen, was ich alles nicht mehr kann.
- 53:18Speaker 0: Und was jetzt alles schlecht ist.
- 53:20Speaker 0: Und sagen nee, bringt dich nicht weiter?
- 53:22Speaker 0: Ja es ist wie mit FC Bayern spielt auf dem Platz, zweiundneinzigzehn Minuten.
- 53:28Speaker 0: Ich brauche noch nicht das Spiel Revue passieren lassen, solange es noch läuft.
- 53:32Speaker 0: Solang keiner abgefürfen hat, es geht weiter.
- 53:34Speaker 0: wir konzentrieren uns nur darauf, was kann ich tun?
- 53:37Speaker 0: Was kann ich beeinflussen?
- 53:38Speaker 0: Das kann ich kontrollieren und dann versuch ich selbst halt das kleinste was mir einfällt, was sich irgendwie besser machen kann.
- 53:46Speaker 0: Und wenn die Situation irgendwann vorbei ist, dann kann ich an die Bar gehen und einen trinken.
- 53:52Speaker 0: Und Zittern das Revue passieren lassen oder meinen Freunden ganz aufgeregt davon erzählen.
- 53:57Speaker 0: Da war immer erst
- 53:58Speaker 0: hinterher.".
- 54:00Speaker 1: Das ist doch mal eine gute Checkliste, die wir uns vielleicht alle ein bisschen einprägen können!
- 54:06Speaker 1: Ich danke dir sehr für die vielen spannenden Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche deines Lebens deine eigenen Historie bekommen konnten.
- 54:13Speaker 1: Danke!
- 54:14Speaker 0: Sehr gerne!
- 54:16Speaker 1: Das war es leider schon.
- 54:17Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende.
- 54:22Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören!
- 54:24Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den
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