Latest / Hörlock Holmes - Ein Baker Street Podcast / Die nehmen doch alle Drogen!!! - Kapitel 1 von Das Zeichen der Vier
Transcript
- 0:00Liegt dein Buch da? Ja.
- 0:02Hast du notizen? Ja, hast du ein Wort der Woche?
- 0:05Ja. Hast du eine Lieblingsstelle?
- 0:07Ja. Hast du Musik?
- 0:09Ja. Dann fange ich an.
- 0:11Okay. Was?
- 0:42Was? Timo in der Freizeit nie wieder
- 0:55lesen oder nie wieder Musik hören.
- 0:57Boah, ist das fies. Oh Fett, das ist beides Folter,
- 1:01warum muss ich einen davon auswählen?
- 1:05Das besonders fiese an der Frage ist, mir fällt es so leicht, das
- 1:07zu beantworten. Wirklich, das hätte ich jetzt
- 1:10nicht gedacht. Aber gut, ja, ich denke ich weiß
- 1:13wie du es beantworten willst, aber ich finde das schwierig,
- 1:17das fällt mir wirklich wirklich schwer, ich liebe beides, ich
- 1:21weiß nicht, ob ich diese Frage beantworten kann, ich glaube du
- 1:24musst dir heute ausnahmsweise mal zuerst beantworten, ich weiß
- 1:26wirklich sonst noch nicht, was ich dir dafür eine Antwort geben
- 1:28könnte. Also meine Antwort ist ganz
- 1:31logisch nie. Musik hören in der Freizeit,
- 1:34aber das hängt halt damit zusammen, dass ich auf der
- 1:36Arbeit so viel Musik höre. Also ich kann ja auf der Arbeit
- 1:38frei wählen, welche Musik ich spielen will, das heißt, ich
- 1:41kann auch. Arbeit, auch meine
- 1:42Lieblingsmusik spielen. Ich kann da ja sogar Disney
- 1:44Musik und Musicals spielen und es stört niemanden beim Tanzen,
- 1:48von daher ist das ganz klar für mich, dass ich in der Freizeit
- 1:52auf die Musik dann verzichten könnte.
- 1:54Ja. Also ich habe ja tatsächlich
- 1:56Tage, wo ich dann auch heim komme und denke, oh nee, heute
- 1:58will ich keine Musik mehr hören, sondern nur noch lesen oder so.
- 2:02Ja gut, das ist einleuchtend. Den Luxus habe ich halt nicht,
- 2:06dass ich auf der Arbeit entweder fürs Lesen oder fürs Musik hören
- 2:11naja bezahlt würde. Das klingt jetzt auch böse, du
- 2:15bist ja nicht fürs Musikhören bezahlt, sondern für das, was du
- 2:18dann auf dieser Basis damit anfängst.
- 2:20Aber. Wenn ich Musik auflege beim Club
- 2:24Abend werde ich ja wirklich nur fürs Musik auswählen und höre.
- 2:28Bezahlt ja DJ, djane. Ja, ich finde das echt
- 2:33schwierig, ich fühle mich wie ein Verräter dabei, aber ich
- 2:37glaube, ich würde tatsächlich, ich könnte tatsächlich mit
- 2:41weniger schlimmen Schmerzen aufs Lesen verzichten, also es würde
- 2:45immer noch fürchterlich weh tun, aber ich habe auch Phasen, wo
- 2:48ich dann auch mal weniger lese und.
- 2:52Da habe ich nicht ganz so schlimme Entzugserscheinungen.
- 2:54Wie ich Sie glaube, ich hätte, wenn ich dann nicht in diesen
- 2:58Momenten, wo ich sag, oh, ich brauch jetzt gerade mal
- 3:00irgendwie die und jene Musik, wenn ich die dann einfach nicht
- 3:03mehr hören dürfte. Ich überleg halt auch, ob da
- 3:05jetzt sowas wie Hörbücher zum Lesen oder zum Musikhören zählt,
- 3:10weil ich finde das macht ja auch noch mal einen Unterschied.
- 3:13Wenn du jetzt sagst okay, du darfst zwar nicht mehr lesen,
- 3:16aber Hörbücher hören ist okay, dann ja.
- 3:20Also wir bitten Wiebke an dieser Stelle jetzt einfach um
- 3:24Klarheit. Wo gehören Hörbücher hin,
- 3:26gehören die zur Musik oder gehören die zum Lesen?
- 3:29Wiebke, Wie konntest du so eine fiese, fiese,
- 3:32menschenverachtende Frage ausdenken?
- 3:34Das ist ja grausam. Ja, wie gesagt, ich fand die
- 3:37sehr eindeutig bei mir. Ja, ich fand sie echt schwer.
- 3:41Ja, kann ich verstehen. Also in deiner Situation würde
- 3:43ich es auch nicht wissen. Ich möchte noch mal klarstellen,
- 3:47ich musste jetzt irgendeine Antwort geben, aber mit keiner
- 3:49der beiden Antworten hätte ich mich gut gefühlt und beides
- 3:53würde mich sehr, sehr hart. Treffen, wenn es Wirklichkeit
- 3:56würde. Umso besser, dass das ja nicht
- 3:59der Fall ist. Denn so konnte ich zum Glück
- 4:02noch das neue Kapitel für heute lesen.
- 4:06Und dabei Musik auswählen. Mhm.
- 4:08Ja, genau deswegen sind wir eigentlich hier.
- 4:11Wir starten in den zweiten Roman.
- 4:13Ja, endlich das Zeichen der 4. Und ich muss ja zugeben, also
- 4:17wir haben ja beide heute das Kapitel gelesen, ich vor dir.
- 4:22Und ich habe ja kurz gedacht, du wärst ein Impostar.
- 4:26Also ich habe kurz überlegt. Also entweder ist Timo ein
- 4:28Imposter oder er hat hellseherische Fähigkeiten
- 4:32entwickelt. Beides nicht der Fall.
- 4:35Ja, ich wollte gerade sagen, also nachdem du mir ja jetzt
- 4:37versichert hast, dass du kein Imposter bist, müssen es die
- 4:39hellseherischen Fähigkeiten sein.
- 4:42Also vielleicht zu der Geschichte.
- 4:44Ihr erinnert euch vielleicht bei den goldenen Geigen hat Timo, da
- 4:48ging es irgendwie um die erste Deduktion von Sherlock Holmes
- 4:51und Timo hat irgendwas von der Uhr bei John erzählt.
- 4:55Und ich war da so hä, da kommt doch keine Uhr vor in der Szene,
- 4:58also im Buch nicht. Du dachtest, glaube ich, an die
- 5:01Serie, eigentlich aber. Auch da kommt keine Uhr vor und.
- 5:06Das Witzige ist nur jetzt, so ein Kapitel.
- 5:07Kommt eine Uhr vorbei, John und über die wird Deduziert und ich
- 5:11hab dich eventuell dann erst mal beschuldigt, dass du damals
- 5:14schon das Kapitel gelesen hast und einfach verpennt hattest,
- 5:19dass das erst im zweiten Roman vorkommt, aber du hast mir
- 5:21glaubhaft versichert, dass das nicht der Fall war, sondern dass
- 5:24du dich da einfach geirrt hast bzw hellseherische Fähigkeiten
- 5:27entwickelt hast. Ja, also ich habe heute
- 5:29Nachmittag dann einfach random aus dem nichts so eine Nachricht
- 5:32von ihr bekommen mit. Erwischt einfach nur das und
- 5:37sonst nichts. Kein Kontext, noch irgendein
- 5:39irgendein Lachsmiley, aber sonst halt einfach random und ich so
- 5:43hä wie was, wer wo, wann warum? Hast du dich schuldig gefühlt?
- 5:47Nein, halt gar nicht, weil es da wirklich 0,0 Absicht gab.
- 5:53Und du hast mir das jetzt glaubhaft versichert, dass es in
- 5:55der Serie nicht drin ist. Aber in meiner Erinnerung war
- 5:58ich mir sicher, dass es irgendwie, dass der ja, wir
- 6:01reden jetzt nicht so viel drüber, aber es ist jetzt auch
- 6:03kein massiver Spoiler. Dass da halt eine, der sozusagen
- 6:09der Antischatten eine Uhr, also quasi die helle Haut unter einer
- 6:14Uhr oder unter an der Stelle, wo man eine Uhr lange getragen
- 6:19hätte, während man in der Sonne rumläuft, dass das da eine Rolle
- 6:22gespielt hat, wie du sagst, nicht der Fall war, anscheinend
- 6:26aber in meiner Erinnerung war das irgendwie so.
- 6:29Also ich müsste mich schon sehr irren.
- 6:32Habe dann selbst überlegt, ob da vielleicht einfach ob er eine
- 6:34Uhr trägt und die sieht man dann da mit dem Hemdärmel, weil ich
- 6:38bin mir ziemlich sicher es geht da um die Hemdärmel, dass die
- 6:40eben, dass man sieht, dass er lange Ärmel anhatte in der
- 6:43sonnigen Gegend. Ich will da jetzt auch nicht zu
- 6:46viel drauf eingehen, es gibt auch noch mal in der Serie auch
- 6:50in der 1. Staffel eine Detektion bezüglich
- 6:52einer Uhr, aber auch da geht es nicht um John, also auch da ist
- 6:55es wieder bei jemand anderen und deswegen also ich glaube du
- 6:58wirst da einfach was zusammen, aber ist ja nicht schlimm.
- 7:01Kann sein. Ich bleibe dabei, du hast
- 7:03hellseherische Fähigkeiten entwickelt und hast einfach
- 7:05schon geahnt, dass. Es hier eine Uhr auftauchen
- 7:07wird, aber lass uns, bevor wir jetzt richtig ins 1.
- 7:11Kapitel reingehen, noch mal kurz über den Roman an sich reden.
- 7:16Ich hab die da ein bisschen recherchiert.
- 7:18Ah, sehr schön. Zugegeben, jetzt nicht so viel.
- 7:20Also es gibt einfach hier sich ganz so viel zu berichten, aber
- 7:24vielleicht ganz interessant, der Roman erschien zuerst 1890, und
- 7:30zwar in der Februar Ausgabe von Lippencots Monthly Magazin unter
- 7:35dem Titel The Sign of the und wurde noch im selben Jahr von
- 7:39Spencer Blackot unter dem Titel Design of Four als Buffer
- 7:43veröffentlicht. Also da ist so ein rausgeflogen
- 7:47Titel und es wurde dann tatsächlich bereits 1894 in
- 7:51Deutschland veröffentlicht. Unter dem Titel Das Zeichen der
- 7:534. Mhm und die Übersetzung stammt
- 7:56von Margaret oder Margarete Jacobi.
- 8:00Wir sind ja in Deutschland, jetzt muss ich mal gerade
- 8:02gucken, was eigentlich bei mir, also hier steht.
- 8:05Auch nach der Übersetzung von Margarete Jacoby, Was steht bei
- 8:08dir? Ich blättere gerade noch mal.
- 8:10Bei mir steht das jetzt am Roman nicht mehr extra dabei, kann
- 8:13vorne gucken. Das ist jetzt allerdings mein
- 8:17Sammelband, also für alle Werke aus dem Englischen von Heinrich
- 8:21Danock, HO Herzog und Margarete Jacobi.
- 8:25Okay, aber das klingt ja so, als hätten wir die gleiche
- 8:27Übersetzung. Kann gut sein.
- 8:29Was mich interessieren würde, hier steht irgendwie, dass in
- 8:33der 1. Ausgabe in Deutschland dem
- 8:36eigentlichen Text ein Abschnitt vorangestellt war, der im
- 8:40Original so nicht zu finden ist. Hast du da irgendwie nochmal
- 8:42einen Absatz, bevor es ins 1. Kapitel geht?
- 8:46Bei mir startet es direkt. Okay bei mir nämlich auch.
- 8:49Und auch der Kapitelanfang ist genau identisch mit dem
- 8:52Englischen. Part.
- 8:54Deswegen war ich kurz verwirrt. Falls jemand von euch den
- 8:57zufällig in seiner Ausgabe hat, gebt uns da gerne mal Bescheid.
- 9:00Das würde mich interessieren, was da drin steht, falls niemand
- 9:04bei sich vorfindet. Ja, bitte, das würde mich auch
- 9:07wirklich interessieren. Aber dann starten wir jetzt ins
- 9:091. Kapitel im englischen the
- 9:11Science of Deduction. Mhm, und da ist es ja dann
- 9:14glaube ich, der gleiche Titel wie das 2.
- 9:18Kapitel des ersten Romans ist das richtig, ja.
- 9:21Genau. Also bei mir heißt dieses
- 9:22Kapitel jetzt Beobachtung und Schlussfolgerung, und ich
- 9:25glaube, das war ein bisschen anders.
- 9:27Genau, denn das 2. Kapitel im ersten Roman hieß Die
- 9:29Kunst der Schlussfolgerung. Ja, bei mir hieß das 2.
- 9:33Kapitel im ersten Roman Die Kunst der Deduktion und jetzt
- 9:36das Kapitel heißt. Aber auch Beobachtungen und
- 9:40Schlussfolgerungen. Finde ich interessant, dass in
- 9:43keiner unserer beiden Übersetzungen diese
- 9:46offensichtlich absichtliche Doppelung übernommen worden ist.
- 9:49Ja, mich wundert es auch ein bisschen, weil ich finde, das
- 9:52Kapitel hat schon sehr viel von dem 2.
- 9:57Kapitel im 1. Band.
- 10:00Wir befinden uns in der Baker Street.
- 10:02Wir haben noch keinen Fall irgendwie, der jetzt direkt
- 10:05losgehen würde, sondern wir beobachten eigentlich schon.
- 10:09Und John bei ihrem alltäglichen Leben und unterhalten uns über
- 10:14verschiedene Veröffentlichungen, Zeitungsartikel, Deduktionen.
- 10:19Also es ähnelt schon sehr eigentlich dem. 2.
- 10:24Kapitel und auch hier kann man vielleicht schon vorwegnehmen,
- 10:28endet das Kapitel ja mit so einer Andeutung, dass es jetzt
- 10:32aber losgeht. Ja, das stimmt.
- 10:34Es ist wirklich ziemlich ähnlich, da gibt es eigentlich
- 10:37Sinn, dass es auch gleich, oder? Ganz ähnlich heißt, und ich
- 10:41glaube, es hat auch eine ähnliche Funktion, denn das kann
- 10:45ich, denke ich vorwegnehmen. Auch dieses Kapitel ist, glaube
- 10:49ich, absichtlich so geschrieben, dass auch Leser, die den
- 10:53vorherigen Roman nicht kennen und nicht gelesen haben,
- 10:57trotzdem einen brauchbaren Einstieg und eine Vorstellung
- 11:01der beiden wichtigsten Figuren bekommen, also manches wird
- 11:05wirklich wiederholt, was wir jetzt eigentlich schon kennen.
- 11:09Das ist, das ist nochmal so ein Einführungskapitel, auch für
- 11:11neue Leser kam mir ein bisschen ähnlich vor, wie zumindest in
- 11:14den ersten Bänden bei Harry Potter, wo die auch alles noch
- 11:17mal ein bisschen erklärt wird. Und Harry wird jedes Mal neu
- 11:20vorgestellt und wenn man das davor gelesen hat, kennt man das
- 11:23schon und überfliegt das so ein bisschen, aber es hat so
- 11:26gedacht, dass man auch als Neuleser hier einsteigen kann,
- 11:30ohne zu sagen, wer was was ist. Was ist hier los und muss ich
- 11:34erst noch mal ein Buch lesen davor?
- 11:35Ja, genau das stimmt. Also du hast schon recht, es
- 11:38ist. Dursley Kapitel bei Harry
- 11:41Potter, aber lass uns einfach mal am Anfang starten, weil ein
- 11:45bisschen neue Sachen erfahren wir ja schon.
- 11:48Mhm. Es geht eigentlich direkt damit
- 11:50los das Sherlock Drogen nimmt. Ja, das ist auch das neue, was
- 11:55wir erfahren. Ja, also ich weiß nicht,
- 11:59inwieweit wir darauf jetzt eingehen sollten.
- 12:01Ja, viel. Ich möchte an dieser Stelle
- 12:04direkt sagen, Drogen sind Scheiße, nehmt keine Drogen.
- 12:08Ja, Finger weg davon. Also John Watson sagt das ja
- 12:12auch dann irgendwann in dem Kapitel, das ist also dieser
- 12:16kurze Rausch nicht wert ist, seinen Körper zu zerstören.
- 12:21Ja. Damit haben wir jetzt den
- 12:23ernsten Teil einmal am Anfang abgehandelt.
- 12:26Seht uns nach, wenn wir dann auch vielleicht irgendwie den
- 12:28einen oder anderen lockeren Spruch oder Witz jetzt darüber
- 12:31machen, aber unsere ernsthafte Meinung habt ihr gehört und
- 12:34bitte fühlt euch nicht auf den Fuß getreten, falls euch das
- 12:38Thema irgendwie eine Ahnung betrifft oder ihr.
- 12:41Leute im näheren Umfeld habt, die es betrifft, ja, also der
- 12:46ernste Teil ist hiermit gesagt, aber am Ende ist das ja auch
- 12:48immer noch ein Podcast, der der Unterhaltung dient.
- 12:51Ja, das stimmt. Also wie gesagt, wir erfahren
- 12:54halt. Sherlock Holmes schraubt sich da
- 12:56gerade eine Nadel zusammen, die mit eben einer Droge gefüllt
- 13:00ist. Also so eine Ampulle und wir
- 13:03erfahren, dass er anscheinend in den letzten Monaten.
- 13:07Dreimal täglich Drogen nimmt und John Watson beobachtet das und
- 13:12ist da nicht so happy drüber, aber weiß halt auch nicht wie er
- 13:16dagegen protestieren soll. Ja, was mir da beim Lesen durch
- 13:20den Kopf geschossen ist. Ich habe mich zurückerinnert an
- 13:23das 1. Kapitel, das allererste, wo die
- 13:26beiden ja oder wo gerade Sherlock ja so eine Liste
- 13:30aufzählt von all seinen Lastern und was er alles für unangenehme
- 13:33Eigenschaften hat. Also dein Geigenspiel war der
- 13:36Erwähnung wert oder dass du Tabak rauchst, aber dass du dir
- 13:39dreimal am Tag die Nadel setzt und dir Kokain reinhaust, das
- 13:43ist nicht der Rede wert anscheinend.
- 13:45Ja, ich weiß nicht, ob er das so als Laster sieht.
- 13:48Ich hab das Thema, also ich hab dazu n bisschen recherchiert und
- 13:52das da kommen wir dann sicher auch noch gleich dazu.
- 13:55Ja, also, aber ich bleib trotzdem noch mal ganz kurz bei
- 13:58dem Punkt, weil das die Sache ist halt die mit dem Geigenspiel
- 14:00zum Beispiel, das ist ja wirklich etwas, das könnte dein
- 14:04Mitbewohner stören, wenn er seine Ruhe haben will und du
- 14:07bist dann Geige spielen, ne, wie gesagt kann das ja störend sein,
- 14:11aber doof gesagt, wenn dir jetzt halt dein Mitbewohner.
- 14:15Kann irgendwie. Nicht mehr reden, wenn dir dein
- 14:17Mitbewohner eine Nadel setzt, ja dann.
- 14:20Wenn dein Mitbewohner sich ne Nadel setzt, das betrifft dich
- 14:24ja jetzt erstmal nicht so wirklich.
- 14:27Ich würde sagen, es kommt sehr auf den Inhalt der Nadel an.
- 14:30Ja, okay. Also was Sherlock hier
- 14:33anscheinend irgendwie abwechselnd sich reinzieht sind
- 14:39ja, wie wir gleich erfahren. Morphin und Kokain?
- 14:44Ich weiß nicht, wie gut du dich damit auskennst.
- 14:47Aber die Auswirkungen könnten kaum gegensätzlicher sein.
- 14:50Ich weiß, und tatsächlich gibt es sogar eine Theorie zu dieser
- 14:55Frage. Morphin oder Kokain, weil
- 14:59Morphin ist ja so ein bisschen ruhigstellend, sage ich mal.
- 15:03Also ist. Ja, eher so.
- 15:05Ja, ja, okay bisschen vielleicht untertrieben also, die stellt
- 15:10sich ja ruhig diese Droge und Kokain treibt.
- 15:13Dich ja an, oder? Ja, und es ist eine Fan Theorie,
- 15:18sollte man dazu sagen, aber die Fan Theorie besagt Halt, dass
- 15:21John diese Frage stellt, weil wenn Sherlock Holmes sich Kokain
- 15:26spritzt, dann heißt es, dass er gerade irgendwie an einem Rätsel
- 15:28dran ist, dass er eigentlich arbeitet und einfach nur seine
- 15:30Gedanken antreiben will und wenn er Morphin nimmt, das wird jetzt
- 15:35ein bisschen Dark, sage ich direkt dazu, dass er halt gerade
- 15:38in so einer Lethargie ist und sich halt so ein bisschen
- 15:41abschotten. Dass er da dann vielleicht nicht
- 15:44ganz so angreift, also John das nicht ganz so angreift, wenn er
- 15:48sich halt Morphin nimmt, weil er weiß okay.
- 15:50Das kann generell nicht in der guten Stimmung, aber ich weiß
- 15:54nicht, inwieweit ich dazu jetzt was sagen soll.
- 15:56Ich glaube, es ist auch zum Teil so ein bisschen eine
- 16:00Serientheorie, wo das ganze Thema Drogen bei Sherlock Holmes
- 16:04ja doch noch mal ein bisschen größer aufgemacht wird als jetzt
- 16:06hier in den Büchern, deswegen schwierige Situation.
- 16:09Ich weiß auch nicht, wieviel ich davon halten soll von der
- 16:13Theorie, denn so wie ich jetzt sherlocks Begründung hier
- 16:17gelesen habe. Würde ich eher vom Gegenteil
- 16:20ausgehen, oder? Also er sagt doch, wir springen
- 16:23jetzt schon ein bisschen durchs Kapitel, aber er sagt doch
- 16:27quasi, dass er das Kokain nimmt, weil seinem Gehirn sonst dumm
- 16:32gesagt, zu langweilig wäre und er sonst nichts zu tun, nichts
- 16:36zu denken hat und diese Lethargie irgendwie nicht
- 16:39ertragen kann, wenn ja wenn er kein Rätsel hat, an dem
- 16:42Herumknobeln kann und dann wird es ja eher Sinn ergeben, wenn er
- 16:46in. Diesen lethargischen Phasen halt
- 16:48versucht sich mit Kokain irgendwie hochzuputschen.
- 16:51Und sich dann eher vielleicht keine Ahnung, vielleicht auch
- 16:54einfach mit dem Morphin wieder runter zu regulieren, wenn das
- 16:57mit dem Kokain übertrieben hat oder so.
- 17:01Oje. Ja, also das ist tatsächlich,
- 17:04das habe ich beim beim Nachlesen auch gefunden, dass das eine
- 17:09nicht ganz ungewöhnliche. Naja, ich habe bei einer
- 17:12Nebenwirkung gesagt, aber eine eine unbeabsichtigte Folge ist.
- 17:17Also zum einen hat Kokain das Problem, dass wenn dieser, wenn
- 17:24dieser Rausch vorbei ist, du halt in so ein Loch fällst.
- 17:28Also es hat einmal natürlich den ganz starken Suchtfaktor zur
- 17:31Folge, dass deine Psyche, ich glaube, es ist eine ja so, also
- 17:37soweit ich gelesen habe, ist es als eine psychische Abhängigkeit
- 17:40bei Kokain nicht tatsächlich physisch, sondern psychisch,
- 17:43aber das ist dein Hirn quasi nach dem nächsten Kick schreit,
- 17:46weil es. So richtig klarkommt.
- 17:48Und es könnte natürlich dann auch sein, dass er sich dann mit
- 17:52Morphin halt betäubt, wenn es sozusagen keine Option ist,
- 17:57ständig auf Kokain zu sein, dass er dann mit Morphin einfach
- 18:01dieses Loch, dumm gesagt zu kleistert, damit er gar nichts
- 18:05mehr spürt, ja ist möglich, es ist alles auf jeden Fall nicht,
- 18:09nicht besonders schön, ja. Ich glaube, das können wir
- 18:12wirklich festhalten. Aber ich.
- 18:14Ein bisschen krass also. Wie gesagt, John fragt ihn ja,
- 18:18was ist es denn heute, Morphin oder Kokain?
- 18:22Und Sherlock Holmes antwortet und erklärt Halt, ja, es ist
- 18:24Kokain. Eine 7% Solution would you care
- 18:29to triat er will direkt heilen. Er ist ja aber sehr nett, sehr
- 18:34großzügig, dass er, nein, gefährlich.
- 18:38Dass er ihm da auch noch in Versuchung führen will.
- 18:41Zum Glück ist Watson aber überhaupt nicht in Versuchung zu
- 18:44führen, also der hat da gar kein Interesse dran, lehnt das auch
- 18:47relativ Brüste absagt. Nö, brauche ich gar nicht.
- 18:51Ja beziehungsweise? Er begründet ja irgendwie, dass
- 18:53er immer noch über seine ganze Afghanistan Sache hinwegkommen
- 18:57muss und dass er jetzt es nicht gebrauchen kann, dass sein
- 19:00Gehirn da noch weiter gepusht wird.
- 19:03Mhm, das ist auch. Verständlich also man weiß jetzt
- 19:06natürlich nicht, wieviel John Watson schon über den
- 19:09Wirkmechanismus von Kokain gewusst haben kann, aber es ist
- 19:14tatsächlich ein. Ziemlich häufige unerwünschte
- 19:18Nebenwirkungen bei Kokain, dass man halt auch irgendwelche
- 19:22Halluzinationen oder sensorische Halluzinationen, also gefühlte
- 19:28Sachen, sich einbildet zum Beispiel.
- 19:32An klassische klassische Probleme oder klassische
- 19:36Nebenwirkungen ist ich weiß gar nicht, wie der Begriff jetzt
- 19:38richtig ist. Ich habe den Fachbegriff
- 19:41gelesen, aber wieder vergessen. Das kommt relativ häufig vor,
- 19:46dass man dann irgendwie so ein Gefühl hat, als hätte man
- 19:49Insekten unter der Haut, also so ein so ein halluzinierteres
- 19:52Kribbeln quasi. Ja, so ein.
- 19:54Ameisenlaufen ja, ja. Genau, ja und also das Watson
- 19:59keine Lust hat seinem Gehirn und seinem Körper das zuzumuten,
- 20:04wenn er noch immer noch dabei ist, Afghanistan zu verarbeiten,
- 20:08das ist verständlich, ja. Vor allem frage ich mich halt
- 20:13auch, ob dir nicht vielleicht sogar durch seine ganzen
- 20:17Aufenthalt in Afghanistan in Kontakt kam mit Morphium.
- 20:22Weil also in meiner deutschen Ausgabe liegt wieder so ein
- 20:25wunderschöner Zettel drin, wo es so ein bisschen um das Zeitalter
- 20:29des Rausches geht, wo eben erklärt wird, also, dass die
- 20:33Hauptursache für die Drogenwelle im Europa des 19 Jahrhunderts
- 20:37die vielen Kriege waren, weil damals eben Morphium benutzt
- 20:42wurde als Schmerzmittel bei verwundeten Soldaten, aber halt
- 20:45auch starke Abhängigkeit ausgelöst hat.
- 20:49Dem wurde das Ganze dann während der 1870er Jahre
- 20:53gesellschaftsfähig. Und das war dann halt gegen
- 20:56allerlei Beschwerden sehr beliebt.
- 20:58Sogar Kindern wurde die Substanz als Schlaf und Beruhigungsmittel
- 21:01verabreicht, also muss man sich vorstellen, da hat man einfach
- 21:04Kinder unter Drogen gesetzt und dann in der zweiten Hälfte des
- 21:0719. Jahrhunderts kam dann das Kokain
- 21:09auf den Markt, da ist durch die betäubende Wirkung als erstes
- 21:12Lokalanästhetikum gilt ja. Genau.
- 21:15Und dann? Wurde das zunächst gegen Husten
- 21:19und Depressionen vermarktet und dann wurde es aber irgendwann
- 21:22auch dazu benutzt, um diese Morphinabhängigkeit.
- 21:25Alkoholismus von Millionen Menschen zu bekämpfen, ja.
- 21:29Eine Droge mit der anderen bekämpfen genau, genau.
- 21:31Also. Es ist aber auch eine Bitte in
- 21:34Anführungszeichen, das ist sarkastisch.
- 21:35Gemeint ist auch eine geile Indikationskombination, ne bei
- 21:39Husten und Depressionen. Steht hier halt so.
- 21:42OK, ja. Ich, ich weiß, ich weiß, ich hab
- 21:45hab ja auch mich ein bisschen eingelesen und die haben das
- 21:48gegen alles mögliche damals zum Teil sogar wirklich verordnet.
- 21:53Ne also wie du sagst als lokal NS anästhetikum.
- 21:56War es sogar das erste und. Dann war es aber eine Zeit lang
- 22:02wirklich in Mode. Das ging alles Mögliche oder bei
- 22:05allen möglichen Leiden damit herum, zu experimentieren und
- 22:10innerhalb weniger Jahre kam dann immer ah gegen dieses hilft es
- 22:12auch noch ein A gegen jenes hilft es auch noch und Oh hier
- 22:15ist ein Bericht, dass irgendein irgendein renommierter Doktor in
- 22:20irgendeiner Klinik im Selbstversuch seinen seinen
- 22:22Heuschnupfen damit gut behandelt hat.
- 22:24Hey super setzen. Wir Kokain gegen Heuschnupfen?
- 22:27Ein Ja. Also ich find's auch krass.
- 22:29Hier steht halt auch noch mal, dass Kokain am Anfang nicht als
- 22:32gesundheitsgefährdend eingestuft wurde, obwohl man eigentlich
- 22:36schon Ende des 19 Jahrhunderts wusste, was für schwerwiegende
- 22:39Folgen eine Überdosierung haben kann, ja.
- 22:42Genau. Also ich hab wie gesagt ich hab
- 22:44dazu ein bisschen gelesen, es muss jetzt auch nicht mehr
- 22:47klingen als es ist. Ich hab mir den Wikipedia
- 22:49Artikel sorgfältig durchgelesen zu Kokain that's it aber.
- 22:54Da steht zum Beispiel drin, also 1885 hast du einmal im Lancet,
- 22:59also in vielleicht der medizinischen Zeitschrift, schon
- 23:02damals ist ja bis heute eine der wichtigsten medizinischen
- 23:05Fachzeitschriften, hast du diesen eben schon angesprochenen
- 23:08Bericht, dass ein renommierter Arzt des Westminster Hospitals
- 23:12seinen Heuschrecken seinen Heuschnupfen erfolgreich mit
- 23:14Kokain behandelt habe und im gleichen.
- 23:16Ja, hast du auf der anderen Seite des Atlantiks.
- 23:21Einen amerikanischen Chemiker, Robert Auckland Doremus, der von
- 23:26einer von einem Fall von einer Frau berichtet hat, die Kokain
- 23:29gegen Zahnschmerzen eingesetzt hat und daran gestorben ist.
- 23:32Also der als Erster quasi auf die Gefahren hingewiesen hat.
- 23:36Und das waren so die ersten kritischen Stimmen, das heißt,
- 23:39man muss auch festhalten, wenn, was hast du gesagt, 1890 ist der
- 23:44Roman erschienen. Ja, also wenn wir mal annehmen.
- 23:48Er dann da quasi in der Jetztzeit spielt, dann muss man
- 23:51sagen, der John Watson, auch wenn er gerade nicht praktiziert
- 23:55als Arzt, weil er sozusagen in der Reha ist, der ist immer noch
- 23:58auf der Höhe, auf der Höhe der Zeit und auf der Höhe der
- 24:02wissenschaftlichen Erkenntnis seines Fachs, also der scheint
- 24:07die aktuellen Entwicklungen sehr gut und sehr genau zu verfolgen,
- 24:12denn offensichtlich ist ihm ja bewusst, dass das Kokain nicht
- 24:14ganz ungefährlich ist. Er versucht ja Sherlock das.
- 24:18Eher ins Gewissen zu reden ne weiß nicht, hast du den den
- 24:22Abschnitt eben schon vorgelesen? Nee, du hast ihn nur glaub ich
- 24:26einmal kurz ungefähr angerissen, ne, ja genau.
- 24:29Also er sagt. Ihm aber überlegen Sie doch,
- 24:32mahnte ich eindringlich. Wenn Sie die Kosten mag, auch
- 24:35ihre Hirntätigkeit belebt und erregt werden, so ist es doch
- 24:38ein Widernatürlicher, krankhafter Vorgang, der einen
- 24:41gesteigerten Stoffwechsel bedingt und zuletzt dauernde
- 24:43Schwäche zurücklassen kann. Auch wissen Sie ja selbst,
- 24:46welche düstere Reaktion sie jedes Mal befällt, ne, das muss
- 24:49offensichtlich, dass dieses Tief nach dem Konsum sein, also die
- 24:53Kokain Depression, das finde ich.
- 24:55Übrigens sehr schön. Im Englischen sagt er da you
- 24:59know to what a Black reaction come so on you.
- 25:03Also diese schwarze Reaktion finde ich irgendwie ein schönes
- 25:06Bild, ja. Das ist wirklich schön genau.
- 25:09Und er sagt noch wahrlich, das Spiel kommt sie hoch zu stehen,
- 25:11um eines flüchtigen Vergnügens willen, setzen sie sich dem
- 25:14Verlust der hervorragenden Fähigkeiten aus, mit denen sie
- 25:16begabt sind, und er warnt ihn noch, dass er ihnen das nicht
- 25:19nur als Freund, sondern auch als Arzt sagt, weil er ernsthaft um
- 25:22die Gesundheit von. Ck Holmes besorgt ist.
- 25:25Also ihm scheint schon sehr bewusst zu sein, dass dieses
- 25:27Zeug gefährlich ist und da muss man sagen, dass er damit
- 25:31wahrscheinlich nicht stellvertretend.
- 25:34Für den Rest der Gesellschaft ist er, sagt es, in einer Zeit,
- 25:37in der viele Leute das noch als keine Ahnung, Modedroge oder
- 25:42sowas nehmen. Also es war vollkommen legal zu
- 25:44der Zeit. Coca Cola hat bis 1906 noch
- 25:48wirklich Kokain enthalten. Das finde.
- 25:50Ich so krass also das vergisst man ja auch gerne, wenn man
- 25:54heute Coca Cola trinkt, das dann wirklich mal.
- 25:56Also der Name kommt halt nicht von ungefähr, ja und wie gesagt,
- 26:00also man wusste schon Ende des 19.
- 26:02Jahrhunderts, ne Überdosierung kann ziemlich schlecht enden und
- 26:06trotzdem wurde erst in den 1920er Jahren die ersten Gesetze
- 26:11zum Verbot des Konsums beschlossen, also erst da ist
- 26:15das Ganze unter das Betäubungsmittelgesetz gefallen,
- 26:18wo du. Denkst wofür habt ihr 30 Jahre
- 26:21gebraucht? Wenn ihr gemerkt habt, Ey
- 26:23Überdosierung tötet Menschen, ja.
- 26:26Also du hast ja generell in der Zeit und auch noch eine ganze
- 26:29Weile danach so. Ich hätte bei einer liberale
- 26:33Drogengesetze gesagt, aber eigentlich zum Teil überhaupt
- 26:36keine Drogengesetze, also so sorglosen Umgang mit manchem
- 26:40Zeug. Ich meine denk an Heroin, das
- 26:43ist ja als Arzneimittel. Entwickelt worden von Bayer und
- 26:48ist kommerziell auf den Markt gebracht worden.
- 26:50Also Bayer hat Heroes hergestellt.
- 26:53Und als Medikament verkauft beziehungsweise nicht mal als
- 26:57irgendwie wie man sich das heute vorstellt
- 26:58verschreibungspflichtiges Medikament, sondern halt einfach
- 27:01mehr oder weniger so als Stärkungsmittel, ja.
- 27:04Das ist. Schon krass, wenn man drüber
- 27:06nachdenkt. Aber das hast du ja eigentlich
- 27:09immer. Ne, jede Droge hat auch
- 27:12irgendeinen medizinischen Nutzen und ganz viele dieser Drogen
- 27:17sind ursprünglich Medizin gewesen oder ursprünglich als
- 27:21Medizin erstmal. Entwickelt, synthetisiert,
- 27:24isoliert worden und dann halt irgendwann meistens relativ
- 27:29schnell missbraucht worden. Und bei manchen hat irgendwann
- 27:32der Missbrauch so Überhand genommen, dass sie kaum noch als
- 27:36reguläre Medizin eingesetzt werden können.
- 27:38Ich bin wirklich mal gespannt, ob wir gerade dabei sind, dass
- 27:43das nächste Mal zu erleben, damit der Opioid Krise in den
- 27:46USA zum Beispiel. Also ich sag mal so, für mich
- 27:50hat das halt auch viel Ähnlichkeit, zum Beispiel mit
- 27:52Giften. Es macht halt auch viel die
- 27:54Dosis aus, weil ich meine, es gibt ja auch so viele Gifte, die
- 27:58für medizinische Zwecke verwendet werden, halt im
- 28:00geringsten Maße, aber dadurch sind sie dann doch irgendwie
- 28:03hilfreich. Aber genau also man muss halt
- 28:06sich dessen bewusst sein, dass das eigentlich gerade ein Gift
- 28:09ist, was wir für Medizin verwendet, und das ist halt
- 28:11wirklich auf die Dosierung ankommt.
- 28:15Auch eines meiner Lieblingsbeispiele ich weiß
- 28:17nicht, ob du die Story hinter Belladonna kennst, also ist ja
- 28:20die schwarze Tollkirsche. Ah okay.
- 28:23Ja und? Die ist ja auch hochgradig
- 28:25giftig, aber wird ja auch hin und wieder als Medikament
- 28:29verwendet und es war früher nicht unüblich, dass
- 28:32Augentropfen damit hergestellt wurden.
- 28:34Ich bin mir. Nicht mal sicher, ob das ist.
- 28:36Bist du dir sicher, dass es heute nicht mehr gemacht wird,
- 28:38weil ich glaube, Atropin müsste der Wirkstoff davon sein?
- 28:42Ich meine, dass das immer noch verwendet wird, also es wird auf
- 28:45jeden Fall immer noch als Medizin verwendet.
- 28:48Also, aber ich bin mir nicht sicher, ob diese Augentropfen
- 28:50mit Belladonna noch frei zugänglich sind.
- 28:52Ein zugänglich. Ist eine andere Geschichte, weil
- 28:55damals. Waren die halt wirklich frei
- 28:56zugänglich. Und dann haben Frauen das
- 28:57gekauft und sich in die Augen getropft, weil dadurch die
- 29:00Pupillen halt größer wurden. Ah.
- 29:02Ja gut, Missbrauch zu allen möglichen Zwecken.
- 29:06Um halt mir nah anzulocken. Toll.
- 29:09Ja ja, deswegen auch Belladonna, das ergibt Sinn, ja.
- 29:13Aber wie gesagt, also so ähnlich.
- 29:15Daran erinnert mich das jetzt so mit diesem Drogenkonsum, so
- 29:18dieses es kann auch ein Stück weit helfen, aber halt nicht
- 29:21wenn du es missbrauchst. Ja.
- 29:23Das ist ja ist ja diese alte Medizingrundsatz, ne, jedes Ding
- 29:27ist Gift und kein Ding ist ohne Gift.
- 29:29Ja allein die Dosis macht es, dass ein Ding Gift sei.
- 29:32Ich find diese diese alte deutsche Wiedergabe so schön,
- 29:36Mhm von der Sprache allein, da kann man sich leicht merken,
- 29:39also das. Muss man ja jetzt noch nicht mal
- 29:40auf Drogen anwenden. Ich meine, das kannst du ja
- 29:42eigentlich auf alles im Leben anwenden, also selbst auf eine
- 29:46Tafel Schokolade. Ja, einen Tafel Schokolade,
- 29:50lecker, ein Kilo Schokolade schon was anderes.
- 29:54Ja, also wenn. Du halt keine Ahnung, selbst
- 29:56wenn du jeden Abend eine Tafel Schokolade isst.
- 29:58Das ist nicht gesund. Was aber?
- 30:01Warum nicht? Ja, ich habe manchmal auch diese
- 30:05Phasen, wo ich das gerne durchziehen würde, aber es ist
- 30:09nicht gesund. Oh Mann, es kann der Körper
- 30:12vielleicht gerade. Noch so verarbeiten, aber wenn
- 30:14du dich nur noch von Schokolade ernährst, wird es schwierig.
- 30:17Ja, das. Wird in der Tat bisschen schwer,
- 30:20dann ja, aber du hast schon. Recht also.
- 30:22Sherlock Holmes sagt selbst, er nimmt hier diese Droge
- 30:25hauptsächlich, weil er gelangweilt ist.
- 30:27Tja. Auch ne super Motivation.
- 30:29Give me problems. Give me work, give me the most
- 30:33abstrose kryptogramm oder most intrigate Analysis and i am in
- 30:38my own propper atmosphere. But i appoured to do it routine
- 30:44of existance i quay for mental excellentation ja ja, sagt ja
- 30:49auch ein. Bisschen später noch so einen
- 30:51Satz, den ich mir markiert habe, weil er irgendwie also wieder
- 30:56auf makabere Weise, aber doch irgendwie witzig war.
- 31:00Ich ziehe das jetzt schon mal vor, weil es gerade so für ihn
- 31:02passt. Als Watson ihn fragt, ob er ihm
- 31:05nicht ein schwereres Problem geben kann, also wenn ihm das
- 31:08nichts ausmachen würde und Sherlock sagt, im Gegenteil,
- 31:11versetzte er es, wäre mir lieb. Wenn Sie mir irgendein Problem
- 31:14zu erforschen geben, brauche ich heute keine zweite Dosis Kokain
- 31:17zu nehmen. Ja, OK, was tu ich gegen meine
- 31:21Langeweile ein kleines Rätsel lösen oder mir ne Spritze Kokain
- 31:25setzen hm ja es ist halt wirklich n anderer Umgang noch
- 31:29mit diesem Rauschgift als heute. Ja, definitiv.
- 31:34Aber zurück zu der Stelle, an der ich eben war, als Sherlock
- 31:37Holmes überhaupt erklärt, warum er Kokain nimmt.
- 31:41Er erklärt ja dann auch, dass weil er eben diese Langeweile im
- 31:44Alltag nicht erträgt, er einfach mal einen Beruf erfunden hat.
- 31:48Also ergibt ihm ganz offen zu, dass sein Beruf, den er ausübt,
- 31:51nicht stimmt, also der nicht existiert.
- 31:55Er behauptet, dass er. Der einzige freie beratende
- 31:58Detektiv auf der ganzen Welt sei ja da, da.
- 32:03Wir unterbrechen das laufende Programm für eine wichtige
- 32:06Mitteilung. Es ist soeben 00:00 Uhr,
- 32:09dienstag der 17 September. Und das heißt, Wiebke hat
- 32:12Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch, Wiebke,
- 32:14Herzlichen Glückwunsch. Ja, das wollten wir nur live.
- 32:19Gerade hier in bei der Podcastaufnahme machen.
- 32:22Wenn du das hörst, ist schon ein paar Tage später, aber das Macht
- 32:25nichts, ja, wenn du es. Hörst heißt das, glaube ich,
- 32:28dass du dann heute feierst. Also passt es dann auch
- 32:31irgendwie. Alles, alles Gute, alles, alles
- 32:34Gute. Feier schön, lass dich feiern
- 32:37und zurück zu unserem eigentlichen Programm.
- 32:40Genau. Also genau, er erklärt halt, er
- 32:43ist der einzige Tag beziehungsweise der einzige
- 32:47inoffizielle Consulting Detective.
- 32:49Das finde ich so schön. Und er erklärt dir auch, was das
- 32:53bedeutet. Also im Prinzip hilft er halt
- 32:57Leuten wie Crackson Lestrade und hier tauchen neuer Name auf, at
- 33:01Tell Me Jones, den haben wir im letzten Buch noch nicht
- 33:05kennengelernt, oder? Ja, den kennen wir nicht
- 33:07ashelly. Jones, der ist neu auf jeden
- 33:09Fall. Ja, hilft.
- 33:11Bei denen halt, wenn die nicht weiter wissen.
- 33:13Ich finde diese Formulierung. So schön habe ich mir markiert,
- 33:17weil es wieder so Sherlock mäßig, so ein Sherlock mäßiger
- 33:21schöner Burn ist. Ja, also das ist.
- 33:23Auch meine Lieblingsstelle. Okay dann, wenn du möchtest,
- 33:27liest du sie vor, sonst hätte ich das getan.
- 33:29Aber mach du mal. Also wenn.
- 33:31Crackson oder Lestrute oder Atalney Jones nicht mehr weiter
- 33:34wissen, was beiläufig gesagt ihr normaler Zustand ist, so wird
- 33:38mir der Fall vorgelegt. Ich untersuche.
- 33:40Tatsächlich Tatsachen als Kenner und gebe meine Meinung als
- 33:42Spezialist. Mein Name erscheint in keiner
- 33:44Zeitung, ich beanspruche keinerlei Anerkennung.
- 33:47Ja, also. Bei mir heißt es, wenn die auf
- 33:49dem Trockenen sind, das ist auch schön, aber dann dieser
- 33:52Einschub, ja, was beiläufig gesagt ihr normaler Zustand ist.
- 33:58Ja, das macht er schon gerne. Das macht auch einfach sehr viel
- 34:01Spaß. Ja, definitiv.
- 34:03Und jetzt haben wir so einen hin auf den ersten Roman, weil er
- 34:08sagt ja zu John, ja, sie kennen ja meine Arbeitsmethoden, sie
- 34:11haben Sie ja live miterleben. Dem Fall von Jefferson Hope Oh,
- 34:16der. Verweis fehlt bei mir, was ich
- 34:18wirklich ja ich verstehe das wirklich nicht, denn dieser
- 34:20Satz, Sie kennen meine Methoden, Watson, der ist ja nur auch
- 34:24ikonisch, ich weiß wirklich nicht wie du den bei mir
- 34:26rausgelassen haben können. OK, dann muss.
- 34:29Ich kurz den Satz vorlesen, aber sie haben selbst einige
- 34:33Erfahrungen mit meinen Arbeitsmethoden im Fall
- 34:35Jefferson Hope gemacht und dann unterhalten sie sich bei mir
- 34:39weiter. Über eine Studie in
- 34:40Scharlachrot, an welcher. Stelle ist das genau bei dir
- 34:43eingebunden, direkt nach dem Satz den du vorgelesen hast?
- 34:46Nee. Also mein Name erscheint in
- 34:49keiner Zeitung, ich beanspruche keinerlei Anerkennung.
- 34:51Die Arbeit an sich, das Vergnügen, ein angemessenes Feld
- 34:54für meine Beobachtungsgabe und Schlussfolgerungen zu finden,
- 34:56ist mein höchster Lohn. Dann kommt aber, sie haben
- 34:59selbst einige Erfahrungen mit meinen Arbeitsmethoden im Fall
- 35:02erfassen, ja bei mir. Ist da ein Gedankenstrich?
- 35:05Da haben sie wohl auch gemerkt, dass der Gedankenfaden sonst ein
- 35:07bisschen abgerissen gewirkt hätte und dann geht es weiter
- 35:09mit übrigens. Sich ganz unbekannt.
- 35:11Meine kleinen Schriften werden sogar jetzt ins Französische
- 35:14übertragen. Ja, also das ist einfach der
- 35:15Verweis gekillt worden auf den ersten Fall, warte, warte.
- 35:20Warte, warte, warte, warte, warte, warte das.
- 35:22Ist dein nächster. Satz.
- 35:23Meine Schriften werden jetzt ins Französische übersetzt.
- 35:27Übrigens bin ich. Nicht ganz unbekannt.
- 35:29Meine kleinen Schriften werden sogar jetzt ins Französische
- 35:31übertragen und dann unterhalten sich über ihre, also über ihre
- 35:35Überlocks verschiedene Fachartikel.
- 35:39Dir fehlen. Eineinhalb Seiten.
- 35:40Aha, also. Verbietet offensichtlich doch
- 35:42irgendjemand mir in meiner Freizeit zu lesen.
- 35:46Also. Witzigerweise sind die jetzt
- 35:48aber bei mir in der deutschen Ausgabe wieder trinken okay.
- 35:53Also. Lass mich erklären, was
- 35:55eigentlich da passiert. Wie gesagt, wir werden noch mal
- 35:59an den Fall Jefferson Hope erinnert, Watson sagt ja,
- 36:02natürlich erinnere ich mich daran, ich habe ja sogar das
- 36:06aufgeschrieben mit dem fantastischen Titel, eine Studie
- 36:09in Scharlachrot Sherlock Holmes sagt ja, er hat sogar einen
- 36:12Blick darauf geworfen und er muss.
- 36:13Sagen. Er kann nicht gratulieren dazu,
- 36:17weil da viel zu viel Romantik drin ist.
- 36:22Und hat sich nicht auf die. Exakte Wissenschaft und
- 36:24emotionslose Weise konzentriert, mit der das Ganze behandelt
- 36:28werden sollte. Watson erklärt dann noch.
- 36:31Mal. Aber die Romantik war doch da.
- 36:33Also er konnte ja nicht die Tatsachen verändern.
- 36:35Und dann sagt Sherlock Holmes noch mal ja, aber einige
- 36:37Tatsachen sollten ausgelassen werden, dereinzige.in diesem
- 36:40Fall der Erwähnung verdiente, war die seltsame analytische
- 36:43Argumentation. Von Wirkung zu Ursachen, durch
- 36:45die es mir gelangen, sie zu erwirren.
- 36:47Also er will eigentlich das Watson nur über ihn schreibt.
- 36:52Und dann? Das ist nämlich jetzt das
- 36:53Spannende, weil hier kommt nämlich etwas, wo sich Doyle
- 36:57selbst widersprochen hat. Weil John sagt darauf erstmal
- 37:01nichts, sondern reibt sich so n bisschen oder pflegt sein
- 37:05verwundetes Bein und dann steht hier nämlich einige Zeit zuvor
- 37:09war es von einer Jeeilkugel oder je zahlkugel durchschossen
- 37:13worden und obwohl es mich nicht nicht am gehen hin hatte,
- 37:16schmerzte es bei jedem Wetterwechsel.
- 37:18Das soll wohl die Schusswunde sein, die er in Afghanistan
- 37:21erlitten hat, die. Hindert ihn nicht am gehen,
- 37:24hatte nicht irgendwo einen Stock am Anfang gehabt oder so oder
- 37:27bilde ich mir das auch ein wie die Uhr?
- 37:30Nee, das mit dem Stock. Ist in der Serie aber das
- 37:34Spannende ist also er wurde ja angeschossen, aber in eine
- 37:36Studie von Scharlachrot ist es noch die Schulterwunde ja genau
- 37:40ne ist ein. Schulter spricht ja nichts
- 37:42dagegen, dass er einfach durchlöchert ist wie ein
- 37:44Schweizer Käse und überall Schusswunden hat, Schulter, Bein
- 37:47was weiß ich wo sonst noch. Nein, also das.
- 37:50Ist hier wirklich ein Widerspruch der pausiert ist?
- 37:53Naja, dann ist ja gut, dass. Das getilgt wurde zusammen mit
- 37:56anderthalb Seiten, die wir sonst auch fehlen.
- 37:58Ich bin nicht wütend, wie. Vorenthalten?
- 38:02Moment, das war nur eine. Halbe Seite ja trotzdem, wie kam
- 38:05mir? Das vorenthalten, das ist ja
- 38:07entsetzlich. Weil jetzt geht es weiter.
- 38:10Sherlock Holmes spricht nämlich jetzt weiter darüber, dass er
- 38:12jetzt seine Expertise sich vor kurzem auf dem Kontinent
- 38:15herumgesprochen hat, und er hat einen Brief bekommen von
- 38:19Francois Levillard das ist ein französischer Kriminalpolizist,
- 38:23und der hat eben Sherlock Holmes angeschrieben, hat ihn zu ein
- 38:28paar Fällen befragt und ihn in den Himmel gelobt und dieser
- 38:33Francois, jetzt habe ich gerade den Namen verloren, Francois
- 38:36Levelar der ist nämlich jetzt. An der sich Sherlock Holmes
- 38:42Werken annimmt, um sie ins Französische zu übersetzen.
- 38:44Und jetzt steigen wir da ein, wo du aufgehört hast.
- 38:47OK. Ja, ein Gedankenstrich, wie
- 38:50gesagt. Es ist unglaublich, richtig.
- 38:55Dreist ja. Also vor allem.
- 38:57Hier wird also dieser Francois lobt, wie gesagt Sherlock Holmes
- 39:01und hier wird sogar auf Französisch eingestreut.
- 39:06Manifiquecoupe.de Maitre und tour.de Force, so nennt er
- 39:10Sherlock Holmes, glaube ich, werfe mein Buch aus.
- 39:12Dem Fenster und kaufen eine andere Ausgabe, also für alle,
- 39:14die kein. Französisch können wunderbar
- 39:16bravourleistung und gewaltige Leistung ja, aber dann erzähl du
- 39:20doch über die Werke von Sherlock Holmes, die er verfasst hat.
- 39:24Nö, hab keine Lust. Mehr Nein.
- 39:29Jetzt damit nicht. Auslösen?
- 39:31Ja, ich weiß. Es ist einfach eine Frechheit.
- 39:34Also ich glaube ich muss, ich muss eigentlich einfach mal eine
- 39:37sehr wütende Mail an den Anakonda Verlag, das ist glaube
- 39:40ich bei mir ne ja. An den Anaconda Verlag schicken
- 39:44was zum F den einfällt, mir einfach die halbe Geschichte
- 39:48wegzunehmen. Na ja.
- 39:51Ja, wahrscheinlich habe ich dann einfach pro Wort bezahlt, wenn
- 39:54meine Ausgabe so viel weniger Worte hat, dafür günstiger war
- 39:58als die Einzelausgaben. Ja, keine Ahnung.
- 40:01Hat mir auch voll Leid für dich. Ich find's auch ein bisschen
- 40:04witzig okay aber ich merks. Ja, vor allem, weil du am Anfang
- 40:10gesagt hast, es erinnert so an das Kapitel bei Harry Potter mit
- 40:13den Dursleys. Immer, wo man nochmal so den
- 40:15alten Fall erzählt bekommt. Das ist ja bei dir dann gar
- 40:17nicht drin, dass sie über den alten Fall reden, ja, ist.
- 40:20Überhaupt nicht drin. Nee, ok, ganz kurz, liebe
- 40:26Zuhörer, innen schickt Timo bitte mal alle eine liebe
- 40:28Umarmung, der braucht das, Glaube ich.
- 40:32Ja, also hier kommen jetzt ein paar Absätze über Sherlocks
- 40:36wissenschaftliche Aufsätze, oder ich erlaube mir den Zusatz, was
- 40:40er für wissenschaftliche Aufsätze hält und.
- 40:43Tabakasche und über Fußspuren und über die Hände von
- 40:48verschiedenen Handwerkern, also so wie er es beschreibt, scheint
- 40:52es jeweils nicht besonders viel mehr zu sein als Bilder,
- 40:56Tabellen mit ein paar erklärten Sätzen dazu.
- 41:00Da kann sich jeder selber seinen Reim drauf machen.
- 41:02Ja, ich weiß nicht so viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu
- 41:05sagen, nee, das stimmt also. Wie gesagt, er behauptet halt er
- 41:08kann Tabakasche. Voneinander unterscheiden und
- 41:11ist da ganz stolz drauf. Und die Fußspuren und ja, es ist
- 41:16halt Sherlock Holmes Zeug, was er da als besonders wichtig
- 41:20erachtet. Und dann kommen wir ja zu dem
- 41:23Punkt, wo auch dann der Name des Kapitels so ein bisschen Sinn
- 41:27macht, weil er erklärt eben, dass es einen Unterschied gibt
- 41:30zwischen Beobachtung und Schlussfolgerung, wobei ich
- 41:33finde, das ist jetzt im Deutschen.
- 41:36Klarer von vornherein das Beobachtung nicht gleich
- 41:39Schlussfolgerung ist. Im Englischen, sagt er eben.
- 41:44Observation und Didduction da kann man jetzt schon sagen, OK,
- 41:48ja, das muss man vielleicht dann mehr auseinander klamüsern was
- 41:51jetzt Observation und Didduction bedeutet und dann macht er das
- 41:55direkt auch anhand eines Beispiels, weil er sagt eben zu
- 41:58Watson, ja ich weiß genau, dass sie vorhin bei der Post waren
- 42:02und dort ein Telegramm aufgegeben haben und John Watson
- 42:05wundert sich mal wieder ja. Aber die Auflösung davon ist
- 42:09eigentlich relativ simpel auch. Ich Sie ehrlich gesagt nicht
- 42:13100% abkaufe. Tut mir leid.
- 42:16Also der erste Teil leuchtet mir jetzt nicht.
- 42:20Naja was heißt leuchten wir nicht ein, da leuchten mir schon
- 42:22ein aber ich ich kaufe ich kaufe das Sherlock nicht so wirklich
- 42:25ab also er hat einen Erdkrümel und einen Erdklumpen an Watsons
- 42:30Schuh entdeckt, übrigens kein Wunder, dass die eine
- 42:34Haushälterin haben, die brauchen wohl auch eine, also wenn die da
- 42:37mit dreckigen Schuhen durch ihre Wohnung latschen, dann.
- 42:41Bedauere ich die Arme Mrs. Hudson, die hinter ihnen sauber
- 42:43machen muss? Wenn das denn auch ihr Job ist.
- 42:45Vielleicht gibt es ja noch einen extra Dienstbotin dazu.
- 42:48Aber ja, anhand dieses Erdklumpens sagt er halt ja, der
- 42:53ist so komisch rötlich und der muss genau aus der wie hieß die
- 42:58Straße Wigmore Street kommen, wo die gerade vor der Postfiliale
- 43:02die Straße aufgerissen haben oder so, und nur da gibt es
- 43:06diese komische rote Erde, also das nehme ich halt jetzt nicht
- 43:09wirklich ab, erstens, woher will er wissen wie die Erde?
- 43:15Dieser Stelle der Straße aussieht, außer er war jetzt
- 43:17zufälligerweise gerade da und streift immer durch London und
- 43:21guckt sich fasziniert jede Baustelle an, die irgendwo
- 43:23auftaucht. Also das kann.
- 43:25Natürlich sein. Ich würde gerade sagen, wenn ich
- 43:27es. Jemandem zutrauen würde,
- 43:28wünschen wir lockholms. Das kann natürlich sein.
- 43:31Aber trotzdem bekommt ihr nicht jedes Stück Erde unter jeder
- 43:34Straße in London irgendwann zu Gesicht.
- 43:36Das wird nicht alles zu seinen Lebensreiten einmal aufgerissen
- 43:39worden sein, also wie will er wissen, und unter den Gebäuden
- 43:42schon mal gar nicht, wie will er wissen, dass nur genau da an
- 43:44diesem einen Fleck in der. Street Diese Rote Erde ist, das
- 43:49kaufe ich mir halt nicht ab. Sorry, also London war auch
- 43:51damals schon eine große Stadt, der kann mir nicht erzählen,
- 43:54dass es diese Erde nur genau an dieser einen Stelle in der Stadt
- 43:57gibt. Ja, wobei er sagt ja.
- 43:59In der näheren Umgebung, also bei mir, sagte er, spricht er
- 44:02von der Nachbarschaft. Tatsächlich ja, die
- 44:04Nachbarschaft. Der Whigmore Street oder so habe
- 44:07ich das verstanden. Diese Erde hat eine
- 44:09absonderliche rötliche Färbung, wie sie so viel ich weiß.
- 44:13Sonst nirgends in der Umgegend vorkommt.
- 44:15Also es ist vielleicht doppeldeutig, also hier steht.
- 44:18Nove else in the Neighbourhood und ich habe das jetzt so
- 44:21verstanden, dass er halt gesehen hat, dass John Watson
- 44:24rausgegangen ist. Spazieren also sich nicht sehr
- 44:28weit weg entfernt haben wird und das Halt in deren Nachbarschaft
- 44:33es keinen, keinen anderen Punkt gibt, wo es diese rötliche Erde
- 44:36gibt. So habe ich das interpretiert
- 44:38und dann macht es für mich schon Sinn, dass er weiß, wie die Erde
- 44:41in der Umgebung aussieht. Da müsste ich.
- 44:43Jetzt noch mal auf eine London Karte gucken.
- 44:47Wie nah das da ist, also die Weakmore Street, habe ich die
- 44:51Frage, wo da die Baker Street ist, kann ich das nicht auch
- 44:55noch direkt nebendran? Wenn du die Big More Street
- 44:58hast, ich gehe mal von aus, die wird der gleiche Punkt
- 45:00angezeigt. So ein bisschen östlich von der
- 45:04wie wird der Punkt direkt. Unter Manchester Square
- 45:06angezeigt? Ja, ein bisschen östlich von
- 45:08Portman Square Garden die Straße.
- 45:10Rechts von Portman Square Garden ist die Bäcker Street ah ok,
- 45:14aber bei mir? Heißt sie erst nach oben hin so?
- 45:16Wenn du von der Baker Street Richtung Süden läufst, kommst du
- 45:18automatisch auf die Rick Mos Street.
- 45:20Ok. Ich lasse mich ein bisschen
- 45:23besänftigen und dann nehme ich es Sherlock vielleicht doch ab,
- 45:28wenn was jetzt nicht gesagt wird, was man sich dann halt
- 45:30dazu denken muss oder halt nachgucken auf einer Stadtkarte,
- 45:35wenn man dann irgendwie davon ausgeht, dass Watson vielleicht
- 45:38nur 10 Minuten weg war oder so, dann nehme ich ihm das
- 45:41vielleicht ab, dass er die Erde. In seiner unmittelbaren Umgebung
- 45:46in den 23 Straßenzügen, drumherum so weit wie halt.
- 45:49Watson mit Gehbehinderung im Moment in 5 oder in 10 Minuten
- 45:55vielleicht kommen kann, dass er die Erde da drumrum kennt und da
- 45:59auch weiß, OK, da ist gerade ne Baustelle und diese Erde, die
- 46:03ist so komisch rötlich, das ist mir hier aber aber noch nie
- 46:05aufgefallen, wirklich in seinem unmittelbaren Wohnviertel okay,
- 46:09das lasse ich halbwegs gelten, dann aber dann hätte man es
- 46:13vielleicht einfach dazuschreiben sollen.
- 46:15Da scheint cornand doll davon auszugehen, dass man Londoner
- 46:19Stadtplan entweder im Kopf oder direkt vor Augen hat, wenn man
- 46:22das liest. Oder er hat das Halt nur für
- 46:23Londoner geschrieben. Ja, okay, ich nehme meinen
- 46:27Unglauben ein Stück weit zurück, dass es dann irgendwie zumindest
- 46:31nachvollziehbar, aber dann hätte man vielleicht dazu schreiben
- 46:34sollen, dass Watson nur ganz kurz weg war und nicht weit
- 46:37gekommen sein kann. Ok, den zweiten Teil.
- 46:41Seiner Schlussfolgerung, den kaufe ich ihm ab, das ist auch
- 46:44gut nachvollziehbar, dass es eigentlich nur einen Grund
- 46:48gegeben haben kann für. Watson zur Post zu gehen, denn
- 46:53den ganzen Morgen haben sie zusammen verbracht.
- 46:55Er hat keinen Brief geschrieben, das hätte Holmes ja gesehen in
- 46:58Klammern, außer wenn er ihn schon vorher geschrieben hat,
- 47:01irgendwann vielleicht abends in seinem Zimmer oder so, aber egal
- 47:04und. Postkarten und Briefmarken hat
- 47:07er auch noch, also hat Watson auch noch übrig, in seinem
- 47:10Vorrat offen sichtbar herumliegend, das heißt, das
- 47:13einzige, wofür er zu einer Postfiliale gegangen sein kann,
- 47:16ist ein Telegramm. Ist OK, das passt genau.
- 47:20Aber also, John sagt ja, ja, das stimmt sogar alles und bestätigt
- 47:25Sherlock Deduktion und da kommt ja dann aber die Herausforderung
- 47:29von ihm, Mhm. Die wir schon angesprochen.
- 47:31Haben, dass er eben sagt, Ja, darf ich ihnen noch ein Rätsel
- 47:34stellen. Und Sherlock Holmes sagt eben
- 47:36ja, auf jeden Fall, dann kann ich mir auch die zweite Dosis
- 47:39Kokain sparen, ja und? Es soll ein bisschen schwereres
- 47:42sein. Also, sagt Watson.
- 47:44Mal. Gucken, wie schwer das dann
- 47:46tatsächlich ist. Ich finde seine Motivation.
- 47:48Wundervoll. Er sagt ja uns als Leser
- 47:51eigentlich hatte nur vor Homes mal 1 reinzuwürgen und ihn ein
- 47:57bisschen von seinem hohen Ross runterzuholen und ihm deswegen
- 47:59ein unlösbares Rätsel zu geben und er grinst sich innerlich
- 48:03schon so ein bisschen diebisch. 1.
- 48:04Ja, was soll er davon schon ablesen, ja.
- 48:07Und da kommt jetzt besagte Uhr ins Spiel, von der wir es vorhin
- 48:12schon mal hatten. Du schon vorher gesehen hast.
- 48:16Oh. Warte, warte, ich empfange eine
- 48:18Botschaft, der Gegenstand, um den es in der nächsten, im
- 48:22nächsten Kapitel gehen wird, ist, ich muss jetzt sehr an mich
- 48:25halten und nicht nach vorne zu blättern und einfach schnell den
- 48:27Gegenstand rauszusuchen. Nein.
- 48:30Aber um Oh, das wird das Spiel von diesem Roman.
- 48:32Nein. Ach okay, keine Ahnung, ein
- 48:36Brief. Aha, interessant.
- 48:38Okay ein Brief. Wir merken auf jeden Fall gibt
- 48:42er jetzt Sherlock Holmes eine Taschenuhr und Sherlock Holmes
- 48:46nimmt die auch direkt entgegen und untersucht die ganz intensiv
- 48:49und sagt dann halt hm ja, also die wurde offensichtlich gerade
- 48:53erst gereinigt und deswegen gibt es da gar nicht so viel zu
- 48:57erkennen. Ja, richtig enttäuscht.
- 48:59Ist er dabei? Frechheit.
- 49:01Wie kann jemand diese Uhr sauber machen?
- 49:02Schweinerei meine besten Hinweise sind weg ja ähnlich.
- 49:06Wie dir mit dem Kapitel was gekürzt wurde, ja.
- 49:10Noch ein bisschen Salz möchtest du noch verreiben, ein bisschen
- 49:13eindrücken vielleicht, damit es auch wirklich wirkt, ja.
- 49:17Ich kann mir das gerade erlauben, weil wir diesmal nicht
- 49:18zusammen aufnehmen. Oha.
- 49:21Das klingt jetzt so, als würde ich dir sonst irgendwas antun,
- 49:23wenn säßest. So ist.
- 49:26Das nicht gemeint, aber ich könnte das jetzt nicht ertragen.
- 49:29Wenn du deinen traurigen und enttäuschten und wütenden Blick.
- 49:33Also deswegen kann ich mir das jetzt gerade erlauben, weil ich
- 49:36sehe deinen Blick nicht auf jeden Fall.
- 49:39John freut sich dann schon so ein bisschen, dass er so sich
- 49:42denkt, ha, ich habe ihn, dieses Rätsel kann er nicht lösen und
- 49:45dann sagt Sherlock Holmes Moment, ein paar Sachen kann ich
- 49:47hier schon erkennen und haut dann einfach mal raus, also er
- 49:51fängt ja harmlos. An ja, also.
- 49:53Da muss man auch wieder sagen, man merkt, Sherlock Holmes hat
- 49:56nicht so einen hohen emotionalen Quotienten.
- 50:01Weil. Also er fängt noch harmlos an,
- 50:03sagt Halt ja, also die Uhr hat wohl ihrem älteren Bruder
- 50:07gehört, der diese von ihrem Vater geerbt hat und das ist
- 50:13alles gut. Nachvollziehbar.
- 50:15Also es ist ein Monogramm und. Auf dem Deckel also Deckel.
- 50:19Wir reden hier von der Taschenuhr für alle, die das
- 50:21vielleicht nicht direkt vor Augen haben, sondern klassische
- 50:24Taschenuhr zum Aufklappen und auf dem Deckel ist ein Monogramm
- 50:29und Sherlock sieht OK, diese Uhr ist schon älter, das Monogramm
- 50:33ist ebenfalls schon älter, also es ist offensichtlich nicht
- 50:36nachträglich hinzugefügt worden, sondern mit Herstellung der Uhr
- 50:40schon eingraviert worden und das Monogramm ist ein Hw.
- 50:45Das W steht für Watson und das h dann wohl für den Vornamen des
- 50:51ursprünglichen Besitzers. Und da die Uhr schon älter ist,
- 50:53schließt er darauf. Es muss Johns Vater gewesen
- 50:57sein, und John hat gesagt, er hat die erst kürzlich bekommen,
- 51:00solche Dinge, solche wertvollen Familienerbstücke werden, sagt
- 51:04Sherlock, normalerweise dem ältesten Sohn vererbt, wie es
- 51:07damals noch war, und deswegen. Muss es wohl an Johnsons Bruder
- 51:13gegangen sein, denn er weiß irgendwie, Johns Vater ist schon
- 51:16länger tot, also er hat die jetzt nicht gerade.
- 51:19Von seinem Vater geerbt also muss er einen älteren Bruder
- 51:21geben, und der hat die geerbt. Und von dem ist sie jetzt an
- 51:25Watson an John Watson gekommen und es ist auch.
- 51:27Nicht unwahrscheinlich, dass der Bruder genauso hieß wie der
- 51:30Vater. Ja, genau.
- 51:32Denn auch das damals gängig halt einfach den Namen weiter zu
- 51:36vererben, also auch den Vornamen an den ältesten Sohn.
- 51:39Ja und? Dann fragt Halt John nach.
- 51:41Ja, gibt es noch mehr und da wird Sherlock, kommst du jetzt
- 51:44ein bisschen? Ausfallend ist das falsche Wort,
- 51:47aber er wird ein bisschen rücksichtslos, weil er sagt,
- 51:50Halt he was a man of until the habits very untily and carlos he
- 51:54was left with good prospects, but he too away with chunces
- 51:58lift for sometimes property with okional shorts, intervalls of
- 52:01prosperity and finally taking to drink he diet.
- 52:05Ja danke also das mit dem. Tod steht hier noch nicht mal.
- 52:10Das ist bei mir vornehm. Verpackt also, bis er endlich
- 52:14dem Trunk verfiel. Aber ja, das wird ja wohl die
- 52:18einzige Erklärung sein, warum jetzt plötzlich die Uhr nicht
- 52:21mehr in seinem Besitz ist, sondern an seinem jüngeren
- 52:24Bruder gegangen ist. Ja, er ist die Einzige, ist es
- 52:26nicht die einzige logische Erklärung, aber.
- 52:28Vielleicht die nächstliegende? Ja, und wie?
- 52:32Gesagt also, John ist da auch richtig getroffen und springt
- 52:35auf und nimmt die Uhr und darf ich das?
- 52:38Das ist meine. Lieblingsstille, Oh OK, ja,
- 52:40natürlich. Also einmal finde ich.
- 52:42Noch ein Wort in der Übersetzung der Beschreibung von Johns
- 52:47älterem Bruder. Sehr schön, wie Sherlock Sie
- 52:49hier nennt, der sagt nämlich, er war sehr Liederlich in seinen
- 52:52Gewohnheiten, das ist ein schönes Wort, es ist noch nicht
- 52:54mein Wort der Woche, aber es wäre es fast geworden.
- 52:57Johns Reaktion auf diese Aussage ist meine Lieblingsstelle.
- 53:02Ich sprang heftig erregt vom Stuhl auf und ging im Zimmer auf
- 53:05und ab. Das ist ihrer unwürdig.
- 53:07Holmes rief ich, um meiner erbitterung Luft zu machen, so
- 53:10etwas hätte ich ihnen nicht zugetraut.
- 53:11Sie haben Erkundigungen eingezogen über die Geschichte
- 53:14meines unglücklichen Bruders und geben jetzt vor, ihre Kenntnisse
- 53:17auf irgendeine abenteuerliche Weise erlangt zu haben, sie
- 53:20können mir unmöglich zumuten, dass ich glauben soll, sie
- 53:22hätten dies alles aus der alten Uhr gelesen.
- 53:25Ihr Benehmen ist höchst rücksichtslos und streift gerade
- 53:28heraus. Gesagt an gaukeln und Gaukelei.
- 53:29Gaukelei auch sehr nah dran. Mein Wort der Woche zu werden,
- 53:33auch das ist nicht ganz, aber diese diese Standpauke, die er
- 53:37im hält, ist einfach zu schön. Ja, er ist in dem Moment
- 53:41getroffen, ich hab das ehrlich gesagt beim ersten Lesen gar
- 53:45nicht so sehr als weiß nicht emotional angefasst gelesen,
- 53:49sondern ich hab, das klingt jetzt böse, aber ich hab erst
- 53:53mal herzlich gelacht, als ich das gelesen hab, weil ich das
- 53:56einfach als. Zorn gelesen hab oder in dem
- 53:59Sinne, er fühlt sich verarscht, ja.
- 54:02Ich hab beides reingelesen. Er denkt doch Homes.
- 54:05Spielt ihm gerade irgendwie einen Streich und ist da aber in
- 54:09irgendeiner Weise. Also wahrscheinlich halt, weil
- 54:11es ihn auch emotional betrifft und es sein Bruder war.
- 54:15Ist dann so richtig empört und also das geht jetzt aber so
- 54:19nicht und diese Standpauke die er ihm da hält ist wirklich.
- 54:24Dies einfach schön und unfreiwillig komisch, aber sehr
- 54:27komisch übrigens was bei dir. Als Gaukelei steht im Deutschen.
- 54:31Steht bei mir im Englischen als Charlottenism.
- 54:36Und ich will ja kein Wort der Woche, aber das wäre dann meins
- 54:40geworden, ja. Verständlich ja, aber wie
- 54:43gesagt, also. Sherlock Holmes entschuldigt
- 54:45sich ja fast so ein bisschen. Und erklärt dann aber auch, wie
- 54:49er eben zu diesen Schlüssen kam. Also gehen wir mal durch, also
- 54:54bzw er sagt ja erstmal ja er kann nichts dafür, irgendwie
- 54:56weil er macht das ja gar nicht bewusst mehr, es passiert
- 55:00einfach. It is a shocking habit.
- 55:05Ja. Genau auf jeden Fall erklärt er
- 55:07dann, dass er eben ja damit angefangen hat, dass der Bruder
- 55:11wohl so ein bisschen ja kerles, also sorglos war mit der Uhr,
- 55:16weil es gibt eben ein paar Kratzer und Marker, wo man eben
- 55:21sieht, dass die einfach in irgendeiner Tasche mit sich
- 55:24rumgeschleppt wurde, zusammen mit Münzen und Schlüsseln und
- 55:27so, also Nägeln und. Schleifpapier.
- 55:30Und Nein, aber. Keine Ahnung was der alles für
- 55:32harte Gegenstände im Sinne Tasche hatte.
- 55:35Aber ja, die Uhr hat einiges an Kratzer.
- 55:37Sorry, nein, ich muss gerade über die.
- 55:38Harten Gegenstände in der Tasche nachdenken.
- 55:48Wundervoll. Es tut mir leid, dass jetzt noch
- 55:50mal so einen halben Schritt zurückspringen, aber die
- 55:53Einleitung dieser Auflösung finde ich so schön, dass sie
- 55:57nicht unvorgelesen lassen kann. Also einmal Sherlock erklärt ja,
- 56:01na ja, hat das Studium leid, er hat es nur als so eine Art
- 56:04abstraktes Problem angesehen und dann als er also fragt, Watson
- 56:08ja, wie um alles in der Welt sind sie dann darauf gekommen?
- 56:11Sherlock sagt dann wieder so ein, Ich finde Fake bescheiden.
- 56:15En Satz wirklich nur das ist zum Teil nichts als Glück, also
- 56:19glaube ich nicht, dass du das wirklich glaubst, aber Watson
- 56:23hakt danach, aber sie haben doch nicht bloß auf gut Glück geraten
- 56:26und dann folgt ein sehr schöner Satz von Sherlock Holmes, sehr
- 56:28zitierwürdig oder zitierfähig nein, nein, ich rate nie, das
- 56:32ist eine widerwärtige Gewohnheit, die jede logische
- 56:35Fähigkeit zerstört. Raten ist eine widerwärtige
- 56:38Fähigkeit. Widerwärtige Gewohnheit, das ist
- 56:42sehr schön. Ja, dann erklärt er das mit den
- 56:44harten Gegenständen in der Tasche.
- 56:47Ey, wir müssen aufpassen. Dass die Folge kein E bekommt.
- 56:50Ach was, so schlimm ist es noch. Nicht, weil es nur angedeutet,
- 56:53auf jeden Fall dann. Geht es halt weiter.
- 56:55Dass er erklärt, dass es auch bei erzählt mir das deutsche
- 57:00Wort porn Brokers. Sorry, ich.
- 57:05Bin jetzt in diesem Modus und ich habe porn Brokers
- 57:09verstanden. Naja, PABN.
- 57:12Danke Pfandleiher, meine Güte. Du hast übrigens.
- 57:17Angefangen das ist gar nicht wahr.
- 57:19Natürlich, du hast von den harten.
- 57:20Gegenständen in der Tasche geredet ja, aber ich hab das
- 57:22nicht gehört. Ich hab das unabsichtlich
- 57:24gesagt. Ja, ja.
- 57:25Das würde ich jetzt auch behaupten.
- 57:26Wirklich. Deswegen freue ich mich ja so
- 57:29herzlich, dass du es gehört hast.
- 57:31Auf jeden Fall geht. Es darum, dass Pfandleiher, wenn
- 57:35sie solche Uhren bekommen, eine Nummer in den Deckel reinritzen.
- 57:41Ja, finde ich ziemlich rabiat. Also eigentlich beschädigst du
- 57:44ja damit den Gegenstand, den die jemand als Sicherheit gibt, ja,
- 57:48aber. Es ist halt das sagt er halt, es
- 57:51ist besser als halt irgend so eine Nummer auf einem Stück
- 57:54Papier da reinzulegen oder so. Auf jeden Fall kann er halt
- 57:57sehen, dass dort in diese spezielle Uhr mehrere solcher
- 58:01Nummern reingerissen. Würden was halt dafür spricht,
- 58:04dass Johns Bruder mehrmals diese Uhr versetzt hat.
- 58:10Aber. Sie auch.
- 58:10Jedes Mal wieder. Zurückgeholt hat und.
- 58:13Deswegen halt wie gesagt. Immer wieder arm wurde die Uhr
- 58:15versetzen musste und dann sie aber zurückkaufen konnte.
- 58:18Irgendwann ja, das ist. Übrigens sowas, ich weiß nicht,
- 58:21bestimmt gibt es das auch heute noch, also es gibt ja immer noch
- 58:25Pfandleiher. Ich weiß nicht wie gut deren
- 58:27Geschäft noch läuft, aber es gibt ja auch die moderne
- 58:30Variante heute davon, dass halt irgendwie Leute, Gegenstände.
- 58:34Verkaufen nicht, weil sie loswerden wollen, sondern weil
- 58:36sie dringend Geld brauchen und es dann halt irgendwie auf
- 58:39Kleinanzeigen oder sonst wo verscherbeln, um schnell an Geld
- 58:43zu kommen. Ich find das irgendwie immer
- 58:44total traurig, ich kann dir gar nicht genau sagen warum, aber
- 58:47irgendwie ist das für mich. Hat das so ne so n Dramatik oder
- 58:51Drastik die ich irgendwie total erschütternd find?
- 58:55Ich kann es gar nicht genau sagen warum ja ich weiß, dass es
- 58:59mir damals schon immer so ging, das gedacht Boah wenn du
- 59:01irgendwie so n geliebten Gegenstand vielleicht auch ein
- 59:05Familienerbstück oder so, an dem du emotional hängst zum
- 59:08Pfandleiher bringen musst um es halt gegen Bargeld einzutauschen
- 59:12ich weiß nicht, irgendwie war das für mich immer so der der
- 59:16Inbegriff von blanker Not und ich weiß, dass es.
- 59:19Albern ist schon wieder zu viel gesagt, also sicher machen, dass
- 59:21Leute nicht aus Spaß, aber verglichen mit dem, was es sonst
- 59:24noch an Armut auf der Welt gibt. Es gibt immer noch schlimmere
- 59:28Methoden, zu denen man gezwungen sein kann, aber irgendwie hat
- 59:32das mich immer mitgenommen, ich weiß nicht.
- 59:35Ja. Das stimmt also, das fühle ich
- 59:38auch, man sieht es ja auch hin und wieder in Serien oder so und
- 59:41dann denke ich mir auch jedes mal, oh, das muss so schlimm
- 59:44sein, dass du so an diesem Punkt bist, dass du halt wirklich ja
- 59:48geliebte Familienerbstücke verschärft.
- 59:51Muss, um überhaupt noch irgendwie zu überleben.
- 59:55Ja, also. Weil ich gehe dann.
- 59:56Auch mal davon aus, wenn du die Familienerbstücke verscherbeln
- 59:59musst, dann bedeutet das ja auch oft, dass du keine Familie mehr
- 1:00:01hast, die dir helfen könnte. Ja, und dann?
- 1:00:04Verlierst du auch noch so? Dieses letzte Stück von der
- 1:00:06Familie irgendwie, also ja, ist schon traurig, wir.
- 1:00:09Haben es jetzt irgendwie sehr, sehr schnell.
- 1:00:13Ja. Von anzüglichen Witzen und
- 1:00:17Lachsalven hierhin gebracht, können.
- 1:00:19Wir bitte zurück zur Politik. Ach so, ich dachte zu.
- 1:00:22Anzüglichen Witzen und Lachsalven okay die Referenz
- 1:00:25hast du. Gerade nicht verstanden?
- 1:00:27Ne, hab ich nicht. Verstanden?
- 1:00:29Das ist bei. Hamilton dem Musical.
- 1:00:32Da wird es im zweiten Part von dem Musical wird es sehr
- 1:00:35emotional, weil halt ein paar Leute sterben.
- 1:00:37Ich will jetzt niemanden spoilern, aber wie gesagt, da
- 1:00:39share ein paar Leute, dann kommen irgendwann.
- 1:00:42Oh, wer war das nochmal? Jefferson?
- 1:00:44Und noch ein anderer Politiker, die kommen dann irgendwann so
- 1:00:48auf die Bühne, nach so einem voll emotionalen Song und meinen
- 1:00:51so. Können wir bitte wieder über
- 1:00:52Politik reden? Stimmt, ich erinnere mich dunkel
- 1:00:56und du sitzt einfach im. Publikum und denkst dir so, ja
- 1:00:58bitte, ich kann nicht mehr. Ja.
- 1:01:01Deswegen lass uns zurück zur Politik kommen beziehungsweise
- 1:01:04weiter zu den Deduktionen. Es könnte auch ein Satz.
- 1:01:07Sein, wenn man einer Rede von Friedrich Merz zuhören musste,
- 1:01:10ne, dass man dann sagt, ich kann nicht mehr, ich möchte weinen,
- 1:01:13können wir bitte zurück zur Politik kommen.
- 1:01:15OK. Ja, so ist der Kommentar.
- 1:01:17Der Woche OK, weiter mit unserer Geschichte.
- 1:01:19Ja das. Letzte, was er ja noch gesagt
- 1:01:21hat, war dieses, das der Johns Bruder getrunken hat.
- 1:01:25Also ein Trunkenbold war. Und zwar hat irgendwie.
- 1:01:30Wie also, weil seine Handhaltern immer so gezittert hat.
- 1:01:33Wenn dann die Uhr nachts aufgezogen hat.
- 1:01:35Mit dem Schlüssel, hat er wohl das nicht so richtig
- 1:01:38hingekriegt, deswegen gab es dann da so Kratzer und daran
- 1:01:40erkennt er halt, dass der getrunken hat, das finde ich
- 1:01:43auch so ein bisschen, na ja, schwierig.
- 1:01:45Ja, vielleicht hat der arme Mann.
- 1:01:47Nur Parkinson gehabt. Noch.
- 1:01:49Nicht mal das. Also wie gesagt, wir wollen ja
- 1:01:52nicht zu viel über die Serie sprechen, aber in der Serie wird
- 1:01:54das ganze ja ersetzt durch ein Handy.
- 1:01:57Und da geht's dann darum, halt das an der Ladebuchse quasi
- 1:02:01diese Kratzer sind und ey jedes Mal wenn ich diese Folge gesehen
- 1:02:04hab wo das angesprochen wird und ich mein Handy an Strom hängen
- 1:02:08will. Ich bin so OK jetzt aber ganz
- 1:02:12genau aufpassen, dass du da keine Kratzer hinterlässt.
- 1:02:14Das ist die Sherlock kommst nicht für einen Trunkenboldheld
- 1:02:17ja. Verstehe ich aber auch.
- 1:02:19Man steckt sein Handy noch mal ein bisschen sorgfältiger,
- 1:02:22nachdem man das gesehen hat. Das ging mir tatsächlich auch
- 1:02:24so. Gut, dann bin ich.
- 1:02:26Beruhigt. Ich habe da generell.
- 1:02:27Jetzt kein großes Problem mit, dass ich da sonst unaufmerksam
- 1:02:31wäre und irgendwie Kratzer da dran machen würde.
- 1:02:34Aber ich bin ja auch generell ein Mensch, der sehr sorgsam mit
- 1:02:37seinen Handys umgeht, also haben wir ja auch irgendwann mal
- 1:02:39kürzlich gehabt, ich habe tatsächlich, ich führe so ein
- 1:02:43Leben am Limit und habe keine Schutzhülle und keine
- 1:02:47Bruchschutzfolie auf meinem Handy.
- 1:02:51Sondern trage das so mit mir rum, wie es mir geliefert wurde.
- 1:02:54Aber mir ist tatsächlich auch noch nie, mir ist noch nie ein
- 1:02:57Handydisplay gerissen, mir ist einmal ein Display von einem.
- 1:03:01Ipod touch gerissen, aber da war mein Bruder Schuld.
- 1:03:05Also das hatte ich halt, den hatte ich in der Hand und dann
- 1:03:10ist er mir von hinten an den Ellenbogen gerempelt.
- 1:03:13Versehentlich glaube ich ist schon sehr lange her und das hat
- 1:03:17das Display dann nicht überlebt, aber ansonsten und seitdem nie
- 1:03:22wieder. Ich passe halt auf mein Handy
- 1:03:24auf, gebe es auch immer nur sehr vorsichtig und bedacht und
- 1:03:28selten aus der Hand. Damit andere Leute es nicht
- 1:03:31kaputt machen können. Aber nee, noch nicht, noch
- 1:03:35nichts passiert ja, also mir ist.
- 1:03:37Das Display kaputt gegangen, sogar dieses Jahr trotz
- 1:03:41Schutzhülle. Ja, trotz Schutzhülle, weil.
- 1:03:43Das irgendwie ich bin hängen geblieben, da ist das Handy
- 1:03:45wirklich aus der Schutzhülle rausgefallen im Bus und war ganz
- 1:03:49komisch. Ich weiß nicht wie das passiert
- 1:03:50ist. Man muss dazu sagen, ich hatte
- 1:03:52aber keine Folie auf dem Display und wie gesagt, dann war das
- 1:03:55Display halt wirklich gerissen und hat gesplittert aber.
- 1:03:59Habe ich das halt zu so einem Handyshop gebracht?
- 1:04:02Die haben das dann halt ausgetauscht innerhalb von ein
- 1:04:03paar Stunden. Also die mussten halt das Teil
- 1:04:05bestellen, also das Display und dann haben die das aber
- 1:04:07innerhalb von ein paar Stunden ausgetauscht und jetzt ist auch
- 1:04:09ne Panzerschutzfolie drüber und so, also sollte jetzt nichts
- 1:04:12mehr passieren. Ja ich hoffe auch, dass.
- 1:04:14Es nicht gerade gejinkst hab. Ich hoffe es auch.
- 1:04:18OK. Ja, also das ist auch eine
- 1:04:20einleuchtende Erklärung, irgendwie mehr oder weniger.
- 1:04:24Das mit dem Alkoholiker. Na ja, aber er, er sagt ja auch
- 1:04:28selbst, auch wenn ich nicht weiß, für wie glaubwürdig ich
- 1:04:30das halten soll, dass er ein bisschen Glück gehabt hat, dass
- 1:04:35seine Schlussfolgerungen alle so genau zutreffen.
- 1:04:39Ja, ja, aber. Damit sind wir auch schon fast
- 1:04:41am Ende des Kapitels. Ja, es gibt noch.
- 1:04:45Eine Entschuldigung jetzt in die Gegenrichtung also.
- 1:04:47Watson sagt Ja, tut mir leid, dass ich so an ihren Fähigkeiten
- 1:04:50gezweifelt habe, das ist jetzt alles ganz klar und
- 1:04:54nachvollziehbar und sagt noch darf ich fragen, ob sie gerade
- 1:04:58irgendeinen Fall zu enträtseln haben, die Antwort ist schon
- 1:05:01wieder schön kurz und knapp und präzise von Sherlock, kein daher
- 1:05:05das Kokain, ich kann nicht leben ohne Kopfarbeit, ja und dann
- 1:05:10beschwert er sich ein wenig schwermütig darüber, wie elend.
- 1:05:13Alltäglich, doch alles ist draußen, alltägliches,
- 1:05:17grässliches Wetter und Alltag, grässliche Leute, die ihren
- 1:05:21alltäglichen, grässlichen Dingen nachgehen und auch das
- 1:05:23Verbrechen ist nur alltäglich und nur für Alltägliche.
- 1:05:28Kommissare geeignet nicht für ihn, aber so ein Glück genau in
- 1:05:33diesem Moment klopft die Haushälterin und kündigt einen
- 1:05:37Gast an. Eine junge Frau wartet unten und
- 1:05:41bittet um Sherlock Holmes Dienste.
- 1:05:44Kein alltäglicher Fall. Ja, mal schauen.
- 1:05:46Also wir erfahren noch, es handelt sich um Miss Mary
- 1:05:49Morsten und der Name sagt Sherlock Holmes jetzt erstmal
- 1:05:53nichts, aber er will die Dame empfangen und Watson soll eben
- 1:05:57auch da bleiben. Er bittet Ihnen ausdrücklich
- 1:06:00darum. Das finde ich auch wieder schön.
- 1:06:02Es wäre mir wirklich lieber, sie blieben hier, fragt man sich
- 1:06:05jetzt schon wieder, warum, damit du jemanden hast, der deine
- 1:06:08Großtaten für die Nachwelt aufzeichnet, oder na ja,
- 1:06:12vielleicht hilft es ihm ja wirklich beim Denken, wenn er
- 1:06:15jemanden hat, mit dem man ein bisschen Gedanken hin und her
- 1:06:17werfen kann oder der ihn spiegelt oder so.
- 1:06:20Ja, ich sage. Mal.
- 1:06:22Ich will jetzt nicht zu viel verraten, aber es ist schon ganz
- 1:06:25gut, dass John dabei bleibt. Ja.
- 1:06:28Ja, aber damit. Sind wir am Ende des Kapitels
- 1:06:30angekommen? Das nächste Kapitel können wir
- 1:06:33vielleicht direkt sagen, heißt das Statement of the Case, bei
- 1:06:38mir ist es. Ein rätselhafter Fall.
- 1:06:40Das ist gut, denn da steht nicht ein alltäglicher Fall, also wird
- 1:06:43es wohl ein rätselhafter Fall sein, ja, der.
- 1:06:46Muss doppelrätselhaft sein, weil, so heißt es bei mir, auch
- 1:06:48im Deutschen. Genau.
- 1:06:50Und es wird ein Brief drin vorkommen.
- 1:06:52Hast du ja gesagt. Ja, ich hoffe es.
- 1:06:55Wir werden es herausfinden. Ich schulde.
- 1:06:58De euch nach der Spannungskurve, was alles nicht knapp, nicht
- 1:07:01Wort der Woche geworden ist. Noch ein Wort der Woche.
- 1:07:04Ja, ich wollte auch. Noch Fragen?
- 1:07:06Das kommt. Aus der Stelle, in der Watson
- 1:07:10Sherlock gerade die Uhr rüberreicht nämlich.
- 1:07:15Ich lese es vor im Satzzusammenhang ich reichte ihm
- 1:07:18die Uhr nicht, ohne ein Gefühl innerer Belustigung.
- 1:07:21Die Aufgabe war nach meinem Bedünken unlösbar, ich wollte
- 1:07:25ihm damit nur eine kleine Lehre geben und so weiter und.
- 1:07:29Ist so ein schöner Ausdruck. Ja, also ich hätte mir alles
- 1:07:32Mögliche da vorstellen können, nach meinem Dafürhalten, nach
- 1:07:35meinem Gutdünken, von mir aus, aber bedünken habe ich wirklich
- 1:07:38noch noch nie so gehört und finde ich wunderschön.
- 1:07:41Nach meinem Bedünken ist dass das schönste Wort, das der Woche
- 1:07:45gut nachdem. Du dein Wort der Woche
- 1:07:47abgeliefert hast, würde ich sagen, kommen wir zu unserer
- 1:07:50Bewertung. Ich gebe zu, ich hatte es wieder
- 1:07:52vergessen. Wieder schön, du hast.
- 1:07:55So vor der Podcastaufnahme gesagt, ja, du musst auch noch
- 1:07:57nach einem Lied gucken und ich war so.
- 1:08:01Stimmt, da war ja was. Ja, also ihr alle wisst das.
- 1:08:04Natürlich, aber jetzt für Bianca, die neuen.
- 1:08:06Diesen Podcast ist wir suchen uns immer ein Lied pro Folge
- 1:08:10raus, das irgendwie in irgendeiner Weise
- 1:08:12stellvertretend für das Kapitel steht.
- 1:08:18Gerne. Also ein bisschen muss ich mich
- 1:08:20doch für das Salz mit dem fehlenden Stellen in meinem
- 1:08:25Kapitel revanchieren können. Ach so, wir.
- 1:08:28Haben noch gar nicht die Fragen aus dem Internet.
- 1:08:30Es gab tatsächlich auch nur einen Beitrag wieder von rigund
- 1:08:35Mhm, nämlich habt ihr auch das Gefühl, es ist ein Fall von
- 1:08:39Doppelmoral, wenn John Watson sich über Sherlock Holmes
- 1:08:41Drogenkonsum auslässt, als ein widernatürlichen krankhaften
- 1:08:44Vorgang. Er selbst hat ja starken Wein
- 1:08:47zum Frühstück zu sich genommen, dessen Wirkung er noch am
- 1:08:49Nachmittag verspürt. Das klingt auch nicht nach einem
- 1:08:51gesunden Lebensstil. Weil die Stelle mit dem Wein
- 1:08:54irgendwie, also ich weiß, er hatte Wein zum Lunch, aber das
- 1:08:58ist ja nicht Frühstück, ne, bei mir steht Frühstück.
- 1:09:01Und danke Rigo und für die Erinnerung.
- 1:09:03Eigentlich wollte ich diese Stelle auch noch, da wollte ich
- 1:09:05auch noch ein bisschen drauf rumreiten, weil ich genau den
- 1:09:07Gedanken auch hatte. Ich habe es mir aber dummerweise
- 1:09:09nicht aufgeschrieben und dann vergessen, es gleich zu sagen,
- 1:09:13ja, das steht bei mir genauso auch warte, das muss ja gleich
- 1:09:15am Anfang sein, ja, richtig. Sein innerer Monolog, dass Ihnen
- 1:09:21das ja eigentlich schon stört mit dem Drogenkonsum, aber er
- 1:09:24sich nicht traut, das anzusprechen, weil Sherlock
- 1:09:27Holmes ja irgendwie so eine. Beeindruckende, einschüchternde
- 1:09:30Person ist die man der gegenüber man keine kritischen Kommentare
- 1:09:34machen möchte. Das wird beendet mit das alles
- 1:09:37machte mich ihm gegenüber ängstlich und zurückhaltend und
- 1:09:40dann geht es weiter, aber an diesem Nachmittag fühlte ich
- 1:09:42plötzlich, dass ich es nicht länger aushalten könne, der
- 1:09:45starke Wein, den ich beim Frühstück genossen, mochte mir
- 1:09:48wohl zu Kopf gestiegen sein. Ja, also guter Punkt trigund, da
- 1:09:53habe ich auch geschmunzelt und mir gedacht.
- 1:09:57Alkohol und Drogen. Okay also da muss ich jetzt
- 1:10:00nämlich wirklich eingreifen, weil sowohl im Englischen als
- 1:10:03auch in meiner deutschen Übersetzung wird hier von Lunch
- 1:10:05gesprochen und Lunch ist Mittagessen.
- 1:10:07Ich finde das nur ein fairen. Ausgleich.
- 1:10:08Das jetzt bei dir auch stellen fehlen oder anders gestaltet
- 1:10:13worden sind, die in meiner korrekten Übersetzung dann zu
- 1:10:17meiner Belustigung mal besser sind, das stimmt überhaupt.
- 1:10:20Nicht letzte Woche Original steht Land, du hast schon, ihr
- 1:10:24habt schon wieder komische Übersetzungen.
- 1:10:26Ich finde. Es sehr viel amüsanter den
- 1:10:28Gedanken, dass die. Gute Doktor Watson, der sich so
- 1:10:31Sorgen um Holmes Gesundheit macht, sich einfach zum
- 1:10:34Frühstück schon 3 Glas starken Wein reinprügelt und sich dann
- 1:10:38aber aufregt über den über das Koksen seines Mitbewohners.
- 1:10:44Das finde ich sehr schön. Und die Vorstellung, dass diese
- 1:10:47ganze Unterhaltung einfach zwischen einem hochgekoksten
- 1:10:51aufgejuxten Sherlock Holmes stattfindet und einem leicht
- 1:10:55lallenden, besoffenen Fotzen auf der anderen.
- 1:10:58Ja, und dann kommt am Ende auch noch eine.
- 1:11:01Dame ins Super. Die beiden Gestalten in ihrem
- 1:11:04Zustand. Nee, die junge Miss Moston
- 1:11:10Empfang Watson so mit einer roten Nase und einer leichten
- 1:11:12Fahne ein bisschen schwankend. Sherlock Holmes, der sich die
- 1:11:17ganze Zeit keine Ahnung am Arm kratzt oder so und hektisch hin
- 1:11:21und her guckt, weil er irgendwelche Halluzinationen
- 1:11:24fährt oder so oder einfach wieso ein Klubkokser heutzutage
- 1:11:30irgendeine Musik völlig fühlt und dann so richtig upraved,
- 1:11:33egal ob die Musik zu hören ist oder nicht, in meinem Kopf ist
- 1:11:36das jetzt so wie gesagt. Unsere ernsthafte Meinung zu
- 1:11:40Drogen haben wir vorhin gesagt. Ein bisschen Witz machen, drüber
- 1:11:43muss ich trotzdem ja okay. Kommen wir jetzt aber zu der
- 1:11:46Bewertung. Ich muss sagen, das hat das
- 1:11:49Kapitel gerade nochmal besser gemacht, diese Vorstellung.
- 1:11:54Brauchst du jetzt eine neue Bewertung?
- 1:11:55Nee, ich glaube. Es rechtfertigt die Bewertung,
- 1:11:58die ich vorher mit ein bisschen gutem Willen gegeben habe.
- 1:12:01Soll ich einfach gleich loslegen oder willst du zuerst?
- 1:12:05Nee, du kannst. Gerne.
- 1:12:07Es hat sich jetzt. Schon so schön eingeleitet,
- 1:12:09quasi von selbst für ein 1. Kapitel finde ich das hier
- 1:12:12wirklich gut. Es hat mir Spaß gemacht, wir
- 1:12:15hatten es ja eigentlich eingangs ein bisschen vergleichbar mit
- 1:12:17dem 2. Kapitel des ersten Buchs und das
- 1:12:20hat ja so eine Art Prolog, wie die sich kennenlernen und dann
- 1:12:23dieses 2. Kapitel.
- 1:12:24In dem der eigentliche Fall beginnt.
- 1:12:27Ich hab nochmal zurück geblättert, da hab ich mir
- 1:12:29aufgeschrieben 6 bis 7. Ich weiß nicht mehr aus dem
- 1:12:33Kopf, was ich dann tatsächlich gegeben habe.
- 1:12:35Und Gefühle würde ich behaupten, eher eine 6.
- 1:12:38Hier habe ich mir jetzt eine 7 aufgeschrieben.
- 1:12:40Also es passiert zwar eigentlich echt wenig, es passiert fast
- 1:12:45nichts, wenn man auf Handlungen guckt, aber die Dialoge haben
- 1:12:50mir wirklich gut gefallen. Das sind doch einige Sätze drin,
- 1:12:53die richtig schön zitierwürdig sind.
- 1:12:55Es sind ein paar super Pointen drin und das alles insgesamt
- 1:13:00hievt es für mich von einer, Na ja, keine Ahnung, wenn ich nur
- 1:13:04die Handlung betrachten würde, 5 oder 6.
- 1:13:07Doch noch auf ne 7 und wie gesagt eben hätt ich gesagt ne
- 1:13:11knappe 7 jetzt mit der Besprechung und diesem Bild in
- 1:13:15meinem Kopf von Koks berlock und Rotwein John ist es ist es doch
- 1:13:22noch ne anständige 7 würde ich sagen und es gehört ja immer
- 1:13:25Musik dazu. Ich muss zugeben, auch wenn ich
- 1:13:28mich eben drüber lustig gemacht hab, mir ist das ja auch
- 1:13:30diesmal. Nicht so fürchterlich weit im
- 1:13:33Voraus eingefallen und ich hab noch relativ spontan ein Lied
- 1:13:37rausgesucht, aber das war dann einfach.
- 1:13:40Also ich hatte eine Idee im Kopf, als ich kurz drüber
- 1:13:44nachgedacht hab und die Idee habe ich dann auch genommen,
- 1:13:46dieses geworden, Eric Clapton Cocaine very of Us reasons ja
- 1:13:52ja. Cool.
- 1:13:53Ich muss jetzt auch meine Bewertung abgeben.
- 1:13:57Ich find's auch schwierig. Also als ich es heute Mittag
- 1:13:59gelesen habe, war ich noch so bei einer 5, wo ich so gedacht
- 1:14:03habe, ja ist ein nettes Kapitel, aber es ist halt wieder so
- 1:14:06dieses Wir sitzen der Bäcker Street.
- 1:14:08Wir lernen Sherlock Holmes und seine Eigenarten kennen.
- 1:14:10Wir lernen John Watson kennen und was er halt macht.
- 1:14:13Ja, also wie gesagt so n typisches Harry Potter Dursley
- 1:14:16Kapitel eigentlich ja jetzt durch die Besprechung und so hat
- 1:14:21es für mich auch noch mal viel dazu gewonnen, deswegen ist es
- 1:14:23für mich jetzt eine gute 6 geworden, für die 7 reicht es
- 1:14:26noch nicht ganz eine gute 6 und wie gesagt, ich musste auch ein
- 1:14:30bisschen spontan jetzt noch mal gucken was für ein Deat ich
- 1:14:33nehme, aber ich bin auch relativ schnell dann auf ein Lied
- 1:14:35gekommen, es ging, mein Gedankengang ging in.
- 1:14:39Diese Richtung wie deine, irgendwie was Passendes mit
- 1:14:41Trunkenbold oder Kokain oder irgendwie sowas und dann ist mir
- 1:14:47eine Sache eingefallen und während wir die Folge gerade
- 1:14:50aufgenommen haben, hat sich dieses Lied einfach noch
- 1:14:53perfekter eingefügt in die Folge und zwar ist es the mad T Party,
- 1:14:58the unburged say Song Twinkle Twinkle Clean Cup Move Down
- 1:15:02Madwatch von Alice im Wunderland.
- 1:15:05Wenn das ein sehr. Langer Titel ja, also es
- 1:15:07beschreibt. Halt so ein bisschen.
- 1:15:08Es ist eine relativ große Szene, aber es beschreibt so gut, du
- 1:15:12hast ja Alice im Wunderland noch nicht geguckt, dort gibt es eine
- 1:15:15Tee Party, dabei feiern sie den sogenannten nicht Geburtstag
- 1:15:20das. Passt natürlich jetzt super.
- 1:15:21Weil wenn die Folge rauskommt, haben wir, also wir gratulieren
- 1:15:24Wiebke in der Folge zum Geburtstag, aber wenn die Folge
- 1:15:27rauskommt, hat sie nicht mehr Geburtstag, feiert also ihren
- 1:15:30nicht Geburtstag. So.
- 1:15:33Und jetzt kommen wir aber zu dem, was in dieser Szene sonst
- 1:15:37noch passiert, außer dieser Teeparty, wo halt viel
- 1:15:39getrunken. Wird die wird abgehalten von dem
- 1:15:42Merzhasen und dem verrückten Hutmacher, die Halt irgendwie
- 1:15:45gefühlt alle auf Drogen sind und ich könnte mir vorstellen, dass
- 1:15:48es Kokain ist. Dann ist da.
- 1:15:49Irgendwie noch so ne. Kleine Maus, die dann plötzlich
- 1:15:52so voll melancholisch anfängt zu singen.
- 1:15:56Und während der Ganzen. Szene kommt auch noch der das
- 1:15:59weiße Kaninchen dazu mit seiner Uhr, wo er immer sagt, ha, Ich
- 1:16:01bin zu spät, ich bin zu spät, ich bin zu spät und dann nehmen
- 1:16:04sie diese Uhr auch noch auseinander.
- 1:16:05Ja OK, das passt. Halt wirklich perfekt ist.
- 1:16:08Mir ist dieses Szene eingefallen und ich dachte so, ja, das ist.
- 1:16:14Einfach. Genau.
- 1:16:15Dieses Kapitel. Ja, deswegen also kurz gesagt.
- 1:16:19The Unbird Save song ist mein Lied.
- 1:16:22Diese Woche passt wirklich gut. Eventuell.
- 1:16:25Bin ich auch gerade ein bisschen im Disney Blues.
- 1:16:27Und ja. Du komisch, entschuldige.
- 1:16:33Mal. Ich glaube, da kannst du dir im
- 1:16:34Moment aber auch an die eigene Nase fassen.
- 1:16:36Ja, Schuhe ein. Bisschen ja damit.
- 1:16:39Haben wir aber alles zum Kapitel gesagt, denke ich.
- 1:16:44Dann fehlt eigentlich nur noch das Rätsel der Woche, oder?
- 1:16:47Ja okay. Dann.
- 1:16:49Lese ich vor. Das Rätsel trägt den
- 1:16:52wunderschönen Titel, Die Becher passt eigentlich auch schon
- 1:16:55wieder. So, du gerätst in die
- 1:16:57Gefangenschaft eines bösartigen Herrschers.
- 1:17:00Ergibt dir 10 Diamanten und 3 goldene Becher.
- 1:17:03Wenn du es schaffst, die Diamanten so in die Becher zu
- 1:17:05verteilen, dass sich in jedem Becher eine ungerade Zahl von
- 1:17:08Diamanten befindet, kommst du mit dem Leben davon und darfst
- 1:17:12Becher und Diamanten behalten. Wie rettest du dein Leben also
- 1:17:15für alle, die vielleicht jetzt die letzte Filmfolge
- 1:17:17übersprungen haben, dieses Rätsel der Woche schreiben wir
- 1:17:20immer auf Discord in den Kanal. Kann außer Timo und mir niemand
- 1:17:23reinschreiben. Und die Lösung für das Rätsel
- 1:17:26gibt es dann eben immer. Wie gesagt, in der nächsten
- 1:17:29Folge, also heute. Und ich verlese jetzt auch die
- 1:17:32Lösung, nämlich du steckst in den ersten Becher 3 Diamanten,
- 1:17:36in den zweiten 5 und in den dritten 2.
- 1:17:39Wenn du jetzt den ersten Becher in den dritten steckst, hast du
- 1:17:42in jedem Becher eine ungerade Zahl von Diamanten, weil du ja
- 1:17:44dann quasi in den dritten Becher die. 3 von dem ersten und die 2
- 1:17:49von dem dritten hast und damit hast du dann da 5 drin.
- 1:17:51Im ersten Becher sind ja nach wie vor nur die 3 und dann im
- 1:17:54zweiten eben auch 5. Das ist die Lösung, so dann
- 1:17:58damit ja ich. Entlasse euch noch mit einem
- 1:18:02Random Fun Fact in den Abend, den Tag, die Nacht, was auch
- 1:18:06immer, weil ich vor mir immer noch den Stadtplan von London
- 1:18:10offen habe und an an der Baker Street oder an der Ecke The
- 1:18:15Baker Street gibt es ein café, wenn ich das richtig sehe mit
- 1:18:19einem Namen, den ich ganz wundervoll finde für ein café.
- 1:18:22Dieses café trägt den Namen Joe. And the Juice, Das ist einfach
- 1:18:26ein schöner Name für ein Kapitel, finde ich.
- 1:18:29So ist es. An der Baker Street, Ecke
- 1:18:32Portman Close. Ach da.
- 1:18:36Ja, okay Joe and. The Juice ist ein geiler Name
- 1:18:39für einen Kaffee. Also Chapeau, ein bisschen
- 1:18:42saftbar, ja, saftbar. Schade.
- 1:18:45Okay auf meiner. Karte ist das Symbol eine
- 1:18:47Kaffeetasse, aber die haben wohl einfach nicht differenziert
- 1:18:50zwischen Kaffeesaftbar und dergleichen.
- 1:18:53Ok, bei mir ist nämlich. Gabel und Messer okay.
- 1:18:56Ja. Verrückt?
- 1:18:57Naja, egal. Also immer noch ein guter.
- 1:18:59Name, aber ich hätte es besser gefunden, wenn es ein café wäre.
- 1:19:02The Juice für Kaffee ist einfach wäre wäre guter Name.
- 1:19:06Ja wir werden das dann. Einfach mal austesten, wenn wir
- 1:19:08irgendwann die Baker Street besuchen, ja, dann gehen wir in
- 1:19:11Joe and the Juice okay, aber damit verabschieden wir uns
- 1:19:16jetzt wirklich. Wir wünschen euch noch einen
- 1:19:18schönen Abend, einen guten Morgen, einen schönen Tag, wann
- 1:19:21immer ihr uns hört. Und gute Fahrt verpasst eure
- 1:19:24Haltestelle nicht, wo ihr aussteigen müsst.
- 1:19:27Ich dachte jetzt die Ausfahrt. Wo sie vielleicht von der
- 1:19:29Autobahn runter müssen. Ich gehe heute mit.
- 1:19:31Öffentlichen Verkehrsmitteln klar gucken?
- 1:19:33Ja, und damit sagen wir. Bis nächste Woche.
- 1:19:35Bis dann ciao. Ciao.
- 1:19:39Was? Was?
- 1:19:48Was? Was?
- 1:19:59Was? Was?