Latest / re:invented – Der Business Podcast für Prozesse, Cloud & Transformation / 02 #IndustryTalk: Edelmetallbranche im digitalen Wandel
Transcript
- 0:00Willkommen zu re:invented – dem Business Podcast von Scheer IDS.
- 0:05Wir sprechen über Cloud, Prozesse und digitale Transformation –
- 0:09praxisnah, verständlich und immer mit Blick auf das,
- 0:13was Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.
- 0:18Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge
- 0:21unseres Podcasts, ich bin Susan Zare, bin Moderatorin und Journalistin
- 0:24und freue mich mit Menschen mit Fachexpertise
- 0:27über konkrete Herausforderungen und Lösungen zu sprechen.
- 0:31Wir richten uns an Fachleute genauso wie an Interessierte.
- 0:34Kurz zur Scheer IDS: Sie unterstützt Unternehmen dabei,
- 0:37ihre Geschäftsprozesse mit innovativen Lösungen zu transformieren
- 0:41mit Expertise, Branchen-Knowhow und starken Partnerschaften –
- 0:45von der Strategie über die Umsetzung bis hin zum Betrieb.
- 0:48Und heute tauchen wir in eine wirklich
- 0:50spannende Welt ein, in die Edelmetallbranche.
- 0:52Die Lage, darf man ja sagen, in der Edelmetallbranche ist aktuell
- 0:56spannend wie kaum zuvor.
- 0:57Wie in vielen anderen Branchen auch, geht es hier beispielsweise
- 1:00auch um moderne IT-Lösungen für eine gelungene Zukunft
- 1:04und wir wollen schauen: Was ist denn für und auch in der Branche gerade wichtig
- 1:08in Bezug auf Transformation, Prozessoptimierung
- 1:11oder auch der große Baustein Künstliche Intelligenz?
- 1:14Was aktuelle Themen gerade sind,
- 1:16das wurde auch nochmal gerade zuletzt auf dem Edelmetallforum besprochen,
- 1:21und genau dort war ein Mann, der Experte im Bereich der des Edelmetallsektors ist
- 1:26und von dem wir heute mehr erfahren dürfen,
- 1:28Stephan Koob: Er ist Unit Lead Edelmetallsektor bei Scheer IDS
- 1:32mit über 20 Jahren Erfahrung in der Metallbranche, in der Edelmetallbranche,
- 1:37und wir haben uns vorher für das "Du" entschieden,
- 1:38deswegen sage ich: Ich grüße dich, Stephan, hallo!
- 1:41Hallo Susan!
- 1:43Stephan, bevor wir ins Thema einsteigen,
- 1:45jetzt haben wir gerade deine Vorstellung gehört, die ich verlesen durfte,
- 1:49aber vielleicht
- 1:51kannst du uns auch nochmal erklären, weil das ja mit deinen Titeln nicht immer
- 1:54direkt für alle auch einzuordnen ist:
- 1:56Was sind deine Hauptaufgaben und was begeistert dich an dem, was du machst?
- 2:00Okay. Ja, sehr gerne.
- 2:02Ja, also zum einen ist es so, dass ich den gesamten
- 2:05Edelmetallsektor bei Scheer IDS verantworten darf.
- 2:08Was fällt aber darunter?
- 2:10Das heißt, das eine ist eben, Mitarbeiter zu befähigen und Kollegen
- 2:15eben diese Edelmetall-spezifischen Themen zu verstehen,
- 2:18dieses Wissen dann auch wiederum anwenden zu können,
- 2:22sodass wir dann auch
- 2:24die richtigen Prozesse hoffentlich finden und mit dem Kunden gemeinsam
- 2:28dann auch die zukunftssicheren Lösungen auch erarbeiten.
- 2:32Zum anderen ist es aber auch so, dass ich selber in den Projekten
- 2:35intensiv mitarbeite und auch hier mein Wissen letztendlich auch noch
- 2:40kundtue und auch in der Qualitätssicherung mitarbeite.
- 2:43Zu guter Letzt ist es so, dass
- 2:46ein weiterer großer Aspekt
- 2:48meiner Person ist, dass ich letztendlich auch in diesem
- 2:51gesamten Netzwerk in dieser Branche natürlich schon
- 2:55ein starkes Netzwerk aufgebaut habe, auch schon vor dem Zukunftsforum Edelmetalle,
- 2:59da ich ja schon 20 Jahre in dieser Branche letztendlich tätig war
- 3:02und dort auch vorhandene Kontakte und auch neue
- 3:05Kontakte akquirieren und knüpfen konnte.
- 3:10Im Laufe dieser Folge werden wir auch Ausschnitte
- 3:12aus einem Videoformat hören, und zwar zwischen Stephan Koop und Wolfgang Wrzesniok-Roßbach,
- 3:16der geschäftsführende Gesellschafter der Fragold GmbH,
- 3:21und das ganze Gespräch, das verlinken wir Ihnen natürlich,
- 3:24aber so können wir jetzt mit doppelter Expertise nochmal auf das Thema blicken.
- 3:27Stephan, wir haben einen Ton von Herrn Wrzesniok-Roßbach,
- 3:31da geht es gerade darum,
- 3:33wie die Edelmetallbranche heute ist, wie man sie beschreiben könnte,
- 3:37und ich würde gerne zunächst mal diesen Ton hören und dann dich auch fragen,
- 3:40wie du sie wahrnimmst.
- 3:41Wir hören mal rein: Ich bin durch Zufall zu den Edelmetallen gekommen und
- 3:45habe es eigentlich in den ganzen 40 Jahren
- 3:47lieben, schätzen gelernt, mag die Leute sehr in diesem Markt.
- 3:51Es ist ein ganz toller Markt und deswegen bin ich weiter aktiv auch
- 3:55und
- 3:58war in der Zeit auch mit ganz vielen Facetten beschäftigt,
- 4:02also erstmal 20 Jahre Bank, Dresdner Bank
- 4:05damals,
- 4:07die sehr groß war im Edelmetallhandel, sehr international unterwegs war,
- 4:10von Minenfinanzierung in Australien über das Gold der Zentralbanken,
- 4:15mit dem wir arbeiten durften,
- 4:17bis hin zu Kleinanlegern, die Münzen und Barren gekauft haben
- 4:20und nicht zu vergessen natürlich die Industrie.
- 4:22Und das ist auch das Schöne bei den Edelmetallen,
- 4:24die sind nämlich wirklich weltumspannend. Also
- 4:28es geht ja nicht nur um Gold, es geht auch um Silber, um die Platinmetalle.
- 4:32Fast überall sind diese Edelmetalle drin,
- 4:35auch in den Produkten, die wir benutzen,
- 4:38und das ist das Spannende.
- 4:40Also ich mag's sehr, hört man, glaube ich, und bin da auch
- 4:45Feuer und Flamme immer noch für dieses Thema.
- 4:48Stephan, würdest du da mitgehen?
- 4:51Ja, absolut.
- 4:52Ich teile hier
- 4:53komplett die Meinung von Wolfgang
- 4:55und sehe eben genau, dass sich in der Branche schon einiges tut.
- 4:59Gerade im Hinblick der Möglichkeiten und Zukunftsaussichten sind
- 5:02einige Firmen, die wir jetzt eben kennen, sehr interessiert
- 5:06und arbeiten ganz stark daran,
- 5:08eben mit einigen Projekten dies auch zu bewerkstelligen.
- 5:12Und da gab es ja auch jetzt
- 5:15in letzter Zeit eben nochmal das Zukunftsforum Edelmetalle,
- 5:18bei der sich die Branche eben trifft
- 5:20und auch nochmal über diese und viele weitere Punkte austauscht.
- 5:24Ich würde auch da gerne, Stephan dich fragen, wie war da dein Eindruck?
- 5:27Du warst dort,
- 5:27welche Highlights hast du mitgenommen?
- 5:30Ja, also die Highlights für mich waren also sehr
- 5:33viele verschiedene Themen, die sehr spannend waren, definitiv.
- 5:37Sehr viele interessante Menschen habe ich kennengelernt
- 5:40und auch alte Bekannte wiedergetroffen
- 5:43letztendlich
- 5:46und vor allem
- 5:47alle mit dem gleichen Ziel vermutlich eben in die Zukunft zu schauen:
- 5:52Was können sie verbessern?
- 5:53Wie sieht der Markt auch in Zukunft aus?
- 5:55Und da den Blick zu haben gemeinschaftlich, den fand ich super.
- 6:00Stephan, du hast bereits in einem Video mit Herrn Wrzesniok-Roßbach
- 6:03über das Edelmetallforum gesprochen und er hat gesagt,
- 6:07dass das Thema Vernetzung da auch eine große Rolle gespielt hat.
- 6:11Mir ging es eben darum, jetzt
- 6:15heute als Berater für die Edelmetallbranche,
- 6:18also da unterscheiden wir uns auch gar nicht so sehr,
- 6:21wobei ich weniger von der IT-Seite herkomme,
- 6:24als eher jetzt von strategischen Entscheidungen
- 6:27als Berater für die Branche gleichzeitig auch einen neuen Treffpunkt
- 6:31für die Branche schaffen wollte, nämlich das Zukunftsforum Edelmetalle,
- 6:36wo wir ja auch wieder sozusagen in Kontakt geraten sind
- 6:40und ihr euch da auch engagiert habt als Scheer IDS, da bin ich sehr dankbar dafür.
- 6:45Aber das war eben auch auch, glaube ich, genau das Ziel
- 6:50die Vernetzung, die nicht -
- 6:52trotz dass es so wenige Leute sind und die sich auch immer wieder mal treffen –
- 6:55aber die verschiedenen Facetten laufen so mehr parallel nebeneinander
- 7:00und die Vernetzung neu zu schaffen, dafür ist das Zukunftsforum
- 7:03Edelmetalle von mir ins Leben gerufen worden,
- 7:05eben in diesem Frühjahr
- 7:07ein erstes Mal und vielen Dank auch für die Unterstützung an der Stelle,
- 7:10aber ich glaube auch,
- 7:11dass auf der anderen Seite natürlich für euch so eine Veranstaltung
- 7:15gut ist, um sich eben
- 7:17in der Branche vernetzen zu können, denn ihr wollt ja jetzt auch aktiv werden.
- 7:20Also die Ziele des Edelmetallforums und die Vernetzung,
- 7:24sämtliche Aspekte, das hat Herr Wrzesniok-Roßbach gesagt.
- 7:27War das auch so in der Praxis? Auf jeden Fall,
- 7:30also man darf jetzt nicht vergessen,
- 7:32also Scheer IDS war natürlich jetzt kein Markt-Mitspieler,
- 7:36sondern eher ein Dienstleister für Prozesse und IT-Lösungen.
- 7:40Und wir hatten,
- 7:41ich
- 7:42zumindest hatte nicht den Eindruck gehabt, dass wir hier außen vorgelassen werden,
- 7:45ganz im Gegenteil,
- 7:46wir hatten sehr gute Gespräche
- 7:47geführt gehabt, obwohl wir nicht Teil der Branche sind, und habe dadurch
- 7:52natürlich viele Kontakte geknüpft und aber auch alte Bekannte getroffen.
- 7:56Welche Themen waren für
- 7:57dich dort besonders prägend oder vielleicht auch welche Herausforderungen
- 8:01hast du nochmal so mitbekommen,
- 8:02die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden?
- 8:06Ja, eben dieses Drumherum zu schauen und nicht nur eben
- 8:09eine weitere Gold-Konferenz zu haben, wie Wolfgang beschrieben hat,
- 8:14war genau das,
- 8:15was ich wahrgenommen habe und zwar was mir sehr viel Freude
- 8:18bereitet hat und mir gar nicht so präsent war, war das Thema Seltene Erden.
- 8:22Das hat mich sehr interessiert.
- 8:23Das Thema KI, dass es überhaupt in der Edelmetallbranche
- 8:27so präsent auch schon ist und man sich wirklich darüber
- 8:30schon Gedanken drüber macht,
- 8:33wie man das eben letztendlich einbauen oder einbetten kann
- 8:36und die Regulierung der Themen
- 8:40und auch hier die Behördenvertreter gar nicht so kontrovers diskutiert haben
- 8:44oder kontroverse Meinungen hatten, wie ich ursprünglich angenommen hatte,
- 8:48fande ich sehr spannend.
- 8:50Du hast
- 8:51gerade schon das KI-Thema angesprochen, Digitalisierung,
- 8:55kann man denn überhaupt die Frage stellen, wie digital diese Branche
- 8:59tatsächlich ist?
- 8:59Wo stehen wir in der Edelmetallbranche?
- 9:03Ja, das glaube ich nicht
- 9:05im Detail
- 9:06wirklich komplett beantworten zu können, dazu bin ich eben nicht mehr
- 9:10komplett in der Branche auch tätig, sondern bin ja in der Prozess- und
- 9:15IT-Landschaft eher unterwegs.
- 9:16Nichtsdestotrotz
- 9:18nach den Gesprächen, die ich geführt habe, habe ich ganz klar rausgehört:
- 9:22Also ganz tief sind wir da sicherlich noch gar nicht drin
- 9:25und ich glaube, das Thema ist auch
- 9:27insgesamt auch in anderen Branchen vermutlich genauso.
- 9:32Und wir stehen hier tatsächlich, glaube ich, noch am sehr am Anfang.
- 9:35Aber man denkt nicht nur drüber nach, sondern man hat auch aktive Ideen und Pläne,
- 9:42wo man letztendlich KI auch einsetzen kann.
- 9:44Stephan, was sagst du, wie geht die Branche tatsächlich mit Digitalisierung um?
- 9:49Herr Wrzesniok-Roßbach
- 9:51sagte im Gespräch mit dir etwas ganz Spannendes zu diesen Anforderungen.
- 9:55Wir hören mal rein.
- 9:55Also ich glaube, man muss sich hier ein bisschen die Strukturen anschauen.
- 9:58Auf der einen Seite gibt es natürlich hochprofessionelle, etwas größere
- 10:01und große Unternehmen, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigen,
- 10:07die auch neue ERP-Systeme einführen, die sich entsprechend beraten lassen,
- 10:12auch investieren, natürlich viel Geld investieren,
- 10:14und dann haben wir natürlich eine große Gruppe
- 10:18kleinerer und kleinster
- 10:21Beteiligter an dem Markt, also Händler,
- 10:25Edelmetallankäufer,
- 10:28die, glaube ich, noch viel sehr klassisch
- 10:31mit Excel Spreadsheet, Papier machen und da muss sich was verändern,
- 10:38da muss sich was verändern aufgrund der Preisbewegungen, die wir sehen,
- 10:42denn da sind Risiken enthalten, die bergen Risiken.
- 10:45Also wenn die Preise sich mal eben schnell um 10 oder 20% rauf
- 10:50oder runter bewegen,
- 10:51dann sind das unglaubliche Risiken, die man auch als kleiner Beteiligter,
- 10:55ein Kleinstunternehmen, an diesen Märkten tragen muss
- 10:58und da ist Digitalisierung einfach
- 11:01ein wahnsinnig wichtiges Thema für alle.
- 11:04Das sind so die internen Prozesse, die notwendig sind.
- 11:07Dann kommen natürlich aber auch externe Anforderungen.
- 11:10Wir hatten vorhin kurz darüber gesprochen,
- 11:11also die Frage der Lieferketten: Wo kommt eigentlich Gold her?
- 11:14Und was wir natürlich nicht haben wollen in der Branche, ist
- 11:18Gold, das aus Kriminalität kommt, Gold, das
- 11:23mit Geldwäsche zu
- 11:24tun hat oder mit Kinderarbeit.
- 11:28Das sind alles Dinge, die wir –
- 11:30das gilt nicht nur für die Edelmetallbranche –
- 11:32das gilt für alle Branchen natürlich, genauso für Textilien und andere Bereiche.
- 11:37Das wollen wir nicht
- 11:39und da gibt es auch nicht nur die internen Anforderungen,
- 11:42die wir haben wollen, sondern es gibt auch externe Regularien, die immer
- 11:47stärker auch auf den Markt ausgerollt werden.
- 11:51Und da ist eben das Thema Digitalisierung auch wahnsinnig wichtig,
- 11:54also man muss
- 11:55wissen: Wo kommt das Material her?
- 11:59Und das muss von der Mine im Prinzip bis zum Endverbraucher nachvollziehbar sein.
- 12:04Na, da klingt ja so ein bisschen raus, dass einfach Veränderung benötigt wird,
- 12:10dass das ein Stichwort ist, dass es eine Transformation dieser Branche braucht,
- 12:14Stephan, und da knüpfe jetzt nochmal bei dir
- 12:16an, denn die große Frage ist ja: Wie kann das gelingen?
- 12:19Die Scheer IDS beschäftigt sich ja eben mit diesen Themen der Transformation.
- 12:23Ob das jetzt Prozessberatung ist, Digitalisierung, Plattform-Architektur –
- 12:28wie wichtig sind denn da spezielle Dienstleister
- 12:31in einer so komplexen Branche, wie wir es jetzt auch gerade nochmal gehört haben,
- 12:36und was brauchen die?
- 12:38Ja, also ich glaube zum einen:
- 12:40Was braucht man für eine Transformation?
- 12:44Man braucht eben auch vielleicht noch einen Blick von außen,
- 12:47den man häufig eben nicht hat, weil man vielleicht schon sehr lange
- 12:51in der Branche arbeitet, mit den gleichen Menschen und in dem gleichen Umfeld.
- 12:55Das heißt, gerade wenn Veränderungsprozesse
- 12:59greifen sollen, dann ist es immer gut, auch eine externe Meinung zu haben,
- 13:03eben sehr neutral, nicht bewertend,
- 13:06einmal auf die Dinge hin zu gucken
- 13:07und auch gewisse Dinge auch vielleicht transparent zu machen.
- 13:11Auf der anderen Seite
- 13:12ist es natürlich so zu schauen: Okay, wie sind die Prozesse heutzutage?
- 13:16Brauche ich sie in Zukunft noch so gerade mit der Gegebenheit,
- 13:19was wir heute eben anders als Innovation sehen usw.
- 13:24und wie zukunftsfähig sind denn diese
- 13:27Arbeitsschritte, die man da hat?
- 13:29Und dann gehen wir nämlich natürlich als Scheer IDS her und sagen: Okay,
- 13:33mit dem neutralen Blick, mit dem Zahn der Zeit sozusagen,
- 13:36gucken wir immer auf die Prozesse und überlegen, wie sie zukunftssicher
- 13:41aufgebaut werden können, aufgesetzt werden können und eben so,
- 13:45dass sie dann auch effizient und automatisiert umgesetzt werden können.
- 13:48Ein zukunftssicherer Blick eben nicht nur aus der Fachexpertise raus,
- 13:53sondern eben wirklich auch aus der Vogelperspektive, nehme ich mit,
- 13:56und auch beim Thema Zukunftssicherheit,
- 13:59da kommt man ja dann doch noch mal zurück zu Künstlicher Intelligenz.
- 14:02Und ja, die macht natürlich auch vor der Edelmetallbranche nicht Halt.
- 14:07Was würdest du sagen, welche konkreten Anwendungen
- 14:09siehst du denn schon in der Edelmetallbranche?
- 14:12Wo könnten da Potenziale liegen?
- 14:14Kann man das schon sagen?
- 14:16Ja, also ich glaube, ich könnte da einige aufzählen
- 14:20und auch vermutlich Klassiker, die auch in anderen Branchen
- 14:24vermutlich die gleichen Verdächtigen sind.
- 14:26Und ich würde zum Beispiel
- 14:28ein paar aufgreifen, um das Thema nicht zu sehr in die Länge zu ziehen
- 14:32und zwar einmal in der Auftragsabwicklung:
- 14:34Das heißt also,
- 14:35der ganze Emailverkehr zum Beispiel, also da kommen Anfragen rein.
- 14:39Aus diesen könnte man dann tatsächlich auch schon
- 14:42Angebote generieren
- 14:44und so weiter und da kann die KI in Zukunft vermutlich sehr, sehr viel machen
- 14:48und es gibt halt auch ERP-Systeme, die dann tatsächlich auch
- 14:51solche Integrationen zulassen und auch mitentwickeln,
- 14:55sodass eben genau das bewerkstelligt wird,
- 14:57das heißt, man hat nicht mehr die Flut an E-Mails, die man abarbeiten muss
- 15:01und hinsichtlich dann eben aus dem Angebot später auch einen Auftrag zu generieren.
- 15:05Da, glaube ich, kann die KI sehr viel machen.
- 15:07Speziell jetzt vielleicht für die Edelmetallbranche, gerade
- 15:10im Umfeld Edelmetalle, Edelmetall- Recycling ist es ja so,
- 15:13dass häufig mit einem Kunden eine Vorabvergütung vereinbart
- 15:17wird, zum Beispiel,
- 15:18oder definiert wird, weil man sich eben nicht 100 %
- 15:21sicher ist, ob der Inhalt wirklich das ist, was man vermutet,
- 15:26erst nach den ganzen Prozessschritten, die dann eben dazu führen,
- 15:30dass man genau weiß, was da drin war,
- 15:31gibt es eben häufig den Prozess der Vorabvergütung
- 15:34und auch hier kann man sicherlich über die KI lernen und gucken,
- 15:38wie sich das entwickelt hat in den letzten Jahren
- 15:40kundenspezifisch, aber auch insgesamt und auch für dieses Produkt bzw. für diesen
- 15:47Klumpen, der da ankommt, zum Beispiel,
- 15:50dass man da eben bessere Werte vorab dann vergüten kann,
- 15:53um dann weniger Risiko zu haben und vielleicht noch schneller zu sein.
- 15:57Ja, und hier hat auch Herr Wrzesniok-Roßbach aus seiner Perspektive nochmal
- 16:01zum Thema Künstliche Intelligenz ergänzt Wir hören mal rein.
- 16:05Du hast ja jetzt gerade so beschrieben: "Ich will sozusagen die letzte Entscheidung
- 16:09haben".
- 16:10Man könnte aber genauso gut argumentieren: Wir setzen natürlich die Leitplanken
- 16:13vorher und lassen anschließend die KI alleine laufen.
- 16:19Also das sind Dinge, da glaube ich, dass es heute noch zu früh
- 16:23und auch reine Spekulation,
- 16:24aber das ist etwas, was uns in Zukunft
- 16:26als Branche genauso wie andere Branchen natürlich auch
- 16:30beschäftigen wird.
- 16:32Das sind
- 16:33auch Themen wie Produktentwicklung, die dabei
- 16:36eine Rolle spielen.
- 16:37Ein Unternehmer sagt: "Ich hätte gerne zum
- 16:41150. Jubiläum meines Unternehmens
- 16:43eine Silber- oder eine Goldmünze für alle meine Mitarbeiter."
- 16:48Und so wie du gerade beschrieben hast, die Anfrage kommt rein
- 16:51und die KI kann natürlich dann analysieren: wie müsste sowas eigentlich –
- 16:56also wie müsste das Design zum Beispiel für so eine Münze sein –
- 17:01und macht dann schon gleich mal die ersten zehn Vorschläge.
- 17:05Ja, also das, was
- 17:08hier an Zeit theoretisch erspart werden würde,
- 17:12das ist Wahnsinn, wenn man das mal durchdenkt an Zeit
- 17:15und was auch an Variantenreichtum dann plötzlich möglich ist,
- 17:20dann heißt es nicht: "Da sitzt ein ein Graveur und ein Designer,
- 17:26ein Künstler im Prinzip, dann ein Graveur und so weiter",
- 17:30man kann wirklich sagen: "Okay, hier sind 20 Varianten, passt ja eine,
- 17:35eine davon ist ganz nett, aber bitte noch kleine Anpassungen machen."
- 17:39und anschließend geht das Ganze in die Produktion
- 17:42der entsprechenden Prägestempel und
- 17:45plötzlich kommen wir so weit,
- 17:48dass wir zu geringsten Kosten diese
- 17:52Losgröße eins haben.
- 17:54Also, wo früher Skaleneffekte eine Rolle spielten und wir
- 17:59und wir – sagen wir – von irgendetwas hunderte oder tausende Einheiten machen mussten,
- 18:03um auf eine günstige Produktion, um auf günstige Produktionskosten zu kommen,
- 18:07sind wir hier dank der KI plötzlich an einem Punkt,
- 18:10wo wir sagen können: "Nein, also wenn du unbedingt deine persönliche
- 18:14Münze haben willst, können wir mit KI heute tatsächlich das schon
- 18:17so günstig machen, dass das
- 18:21auch umgesetzt werden kann, was früher überhaupt nicht ging, also
- 18:25das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.
- 18:27Stephan, was würdest du ergänzen zu diesen neuen Möglichkeiten,
- 18:32also ich habe mir
- 18:34nach dem Gespräch lange Gedanken darüber gemacht, was Wolfgang da gesagt hat,
- 18:37und das sind ja mehrere Facetten genannt worden.
- 18:41Das Letzte würde ich zum Schluss auch aufgreifen.
- 18:43Ich würde erstmal das aufgreifen wollen
- 18:45mit dem
- 18:46Ansatzpunkt, dass er zum Beispiel sagt, naja, man könnte sie ja viel früher
- 18:49schon ansetzen,
- 18:50die KI hingegen zu dem, was ich gesagt habe, eben am Ende.
- 18:54Mir ging es gar nicht darum, wo man sie ansetzt.
- 18:56Ich glaube, was man immer klarer vor Augen haben muss, ist:
- 19:00Es sind andere Aspekte, wie zum Beispiel ethische Aspekte, philosophische Aspekte,
- 19:06wie viel Macht, wie viel Vertrauen, also Macht
- 19:10gebe ich der KI, wie viel Vertrauen habe ich
- 19:12der KI gegenüber und wo will ich wirklich tatsächlich
- 19:16eingreifen können, mitgestalten können
- 19:18und wo lasse ich sie vollständig alleine laufen?
- 19:21Das sind so Themen, das muss man, glaube ich, individuell
- 19:26beurteilen und auch entscheiden.
- 19:28Das ist das eine.
- 19:29Das andere, was Wolfgang gesagt hat mit der Losgröße eins, ist sehr spannend,
- 19:33weil genau das passiert ja, und ich kann das auch aus der Praxis,
- 19:38aus meinem
- 19:38privaten Umfeld, eben genauso auch bestätigen.
- 19:41Ich habe mir ein 2D-Bild von einer
- 19:44KI modellieren lassen auf Basis meiner Ideen und Wünsche.
- 19:48Da habe ich ein sehr gutes Bild bekommen, was mir sehr gut gefallen hat,
- 19:51und dann dachte ich mir, das ist so ein kleines
- 19:55Maskottchen, was ich mir da
- 19:58malen lassen habe
- 19:59und dann habe ich mir überlegt: Na ja,
- 20:01das hätte ich gerne als Figur, als 3D-Figur, auf meinem Schreibtisch.
- 20:06Und wenn man überlegt, früher musste man Designer haben, Künstler, künstlerisch
- 20:10drangehen, und so weiter und wie kriegt man das dann tatsächlich dann als Produkt?
- 20:14Und vor allem wie kriege ich
- 20:17die Thematik von 2D in 3D?
- 20:20Weil man eben diese Dimension ja gar nicht hat.
- 20:22Und das hat die KI auch bewerkstelligt
- 20:23und jetzt habe ich am Ende genau dieses 3D-Druck-Modell
- 20:26bei mir auf dem Schreibtisch stehen für den geringsten Kostenanteil,
- 20:29was in der Vergangenheit eben nur über Serienproduktion eben möglich war.
- 20:34Und das kann ich bestätigen
- 20:35und ich glaube, das wird ganz spannend auch in die Richtung Gold gehen bzw.
- 20:39Edelmetalle gehen,
- 20:40wenn man dann eigene Münzen und so weiter dann wirklich so individuell
- 20:44schnell und kostengünstig umsetzen kann
- 20:46und das wird tatsächlich kommen meiner Meinung nach.
- 20:49Also die Kostenersparnis, eben die durch Künstliche Intelligenz
- 20:52dann auch in der Verarbeitung beispielsweise von Gold stattfinden wird.
- 20:56Wenn man die ganz großen Schlagwörter unserer Zeit nimmt,
- 20:59dann ist man bei KI, man ist aber auch bei Nachhaltigkeit,
- 21:01Stephan, und da würde ich gerne auch nochmal anknüpfen.
- 21:04Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit, Kreislaufwirtschaft als Schlagwörter –
- 21:09was spürst du in der Branche, wenn es um Rückverfolgbarkeit
- 21:12und Kreislaufwirtschaft geht?
- 21:13An welchem Punkt befinden wir uns gerade In der Edelmetallbranche?
- 21:18Also zum einen ist es ja so, wie Wolfgang auch gesagt hat,
- 21:21also wir haben halt nicht nur die internen Prozesse,
- 21:23sondern auch die externen Prozesse,
- 21:25und gerade wenn man eben reguliert wird,
- 21:27hat man natürlich gewisse Themen, die man sicherstellen muss,
- 21:29und ich nehme tatsächlich wahr, dass eben genau geguckt wird:
- 21:33Woher kommt das Edelmetall; was ist damit passiert?
- 21:37Selbst in den einzelnen Prozessschritten
- 21:38oder Produktionsschritten innerhalb der Gesellschaften
- 21:41schaut man genau, wo, wie, was, wann genau passiert ist, um eben auch
- 21:46eine gewisse Prozesssicherheit
- 21:47zu haben, Auditfähigkeit zu haben und am Ende die maximale Transparenz,
- 21:51weil sich ja auch im Recyclingprozess ja auch Mengen ändern können
- 21:56und so weiter, dass man da eben nicht in irgendein Risiko läuft,
- 22:00da achtet man schon sehr stark drauf,
- 22:01und das sind sehr, sehr viele Themen, auch unabhängig von jetzt
- 22:05den großen Buzzwörtern, Digitalisierung, KI,
- 22:08glaube ich auch schon in der Vergangenheit ein wichtiger Aspekt gewesen,
- 22:12nur ich glaube, was jetzt
- 22:13der große Unterschied ist, ist, dass man jetzt sieht:
- 22:17Man hat jetzt noch viel mehr Möglichkeiten und nimmt noch mehr wahr,
- 22:21was machbar ist
- 22:22und entwickelt sich eben noch stärker und noch fokussierter in die Themen rein.
- 22:26Und vielleicht hier auch nochmal
- 22:27zunächst ein Ausschnitt aus dem Gespräch mit Herrn Wrzesniok-Roßbach:
- 22:31Nachhaltigkeit ist natürlich heute ein großes Thema.
- 22:34Die Frage ist, wie werden Edelmetalle eigentlich gefördert?
- 22:36Das gilt für alle Rohstoffe natürlich, die immer noch neu gefördert werden,
- 22:41und welche Auswirkungen das hat.
- 22:43Was jetzt
- 22:45die Umweltschädigung möglicherweise und die kann man nicht verneinen
- 22:48durch Bergbau natürlich, die gibt es und die muss minimiert werden.
- 22:53Was das betrifft, ist das eher etwas Lokales,
- 22:56das fällt natürlich vor Ort an, es gibt riesige Löcher in der Erde,
- 23:00wenn es gut läuft, ist es Untertagebau,
- 23:03dann fällt es über der Erde nicht so auf.
- 23:07Aber es ist eben ganz wichtig: Wer arbeitet da?
- 23:09Ich hatte vorhin schon das Thema angesprochen, also natürlich
- 23:13darf es keine Kinderarbeit
- 23:15in dem Bereich geben.
- 23:18Wie wird Vorort gewirtschaftet?
- 23:19Wie wird mit lokalen Communities, also mit
- 23:24Leuten, die dort vielleicht eben
- 23:26leben, Dörfer haben,
- 23:30ihre Landwirtschaft betreiben – wie wird damit umgegangen? Ganz wichtiges Thema.
- 23:33Das ist jetzt nicht so sehr ein technisches Thema,
- 23:35ich glaube, das sind ja viele politische Themen auch mit dabei
- 23:38und da muss in Zukunft natürlich noch genauer hingeschaut werden
- 23:42als in der Vergangenheit,
- 23:43wobei man sagen kann, da passiert auch schon sehr viel.
- 23:45Also gerade, was größere Bergbaukonzerne angeht, die haben heute schon
- 23:52ganz klar ihren Fokus darauf,
- 23:54auch welchen Impact haben die
- 23:56eigentlich lokal und wie können sie die Situation dort verbessern?
- 24:00Mir ist tatsächlich, nachdem ich diesen Ton gehört habe, diesen Ausschnitt,
- 24:05ist mir noch hängengeblieben
- 24:06eine weitere Stelle, die er mit uns geteilt hat
- 24:10in dem gemeinsamen Gespräch, das ihr beiden hattet.
- 24:13Und da dachte ich danach auch so:
- 24:15Die Edelmetallbranche hat eben auch Aspekte, in
- 24:19der Nachhaltigkeit oder Recycling vielleicht auch schon immer eine Rolle gespielt haben.
- 24:23Wer heute eine Münze oder einen Goldbarren kauft,
- 24:26der kann davon ausgehen, dass auch ein Atom von der Krone
- 24:30von Kleopatra mit drin ist.
- 24:33Lassen wir auch einfach mal genauso stehen.
- 24:35Also auch das ein interessanter Fun Fact,
- 24:39aber ich möchte nochmal, Stephan, mit dir ein bisschen in Richtung Zukunft blicken.
- 24:43Nachhaltigkeit, KI, Digitalisierung haben wir ja angesprochen.
- 24:47Wenn du tatsächlich Wünsche frei hättest für die Entwicklung der Edelmetallbranche,
- 24:51auch aus deiner Expertise heraus, welche wären das?
- 24:54Also zum
- 24:55einen wäre es mir natürlich persönlich
- 24:58würde ich mich drüber freuen,
- 24:59wenn sich
- 25:00die Entscheider der Edelmetallbranche
- 25:02auch mal das Interview tatsächlich mal komplett anschauen würden
- 25:04von Wolfgang und mir, weil da sind ja schon auch viele Zwischentöne gewesen,
- 25:09die sicherlich schon transparent sind und auch bewusst sind
- 25:15den einzelnen Menschen oder vielleicht auch nicht,
- 25:19und da eben wirklich die Sinne zu schärfen, offen zu sein
- 25:22für die Themen, die wir angesprochen haben,
- 25:24weil ich glaube, die decken alles ab
- 25:26und dann würde ich mich natürlich freuen, wenn wir da
- 25:29irgendwie ins Gespräch kommen können, wo wir Sie auch unterstützen können.
- 25:33Und da beim Punkt "unterstützen"
- 25:35knüpfe ich vielleicht auch nochmal an, Stephan, möchte ich auch nochmal konkret
- 25:38fragen: Was kannst du unseren Hörerinnen und Hörern in dem Zusammenhang noch mitgeben?
- 25:43Ja, seid offen für die gesamten Themen,
- 25:45vor allem was da auf dem Zukunftsforum Edelmetalle so besprochen wurde,
- 25:49den Trend, der da wahrgenommen wird; bleibt am Zahn der Zeit,
- 25:52geht mit der Zeit mit, weil
- 25:55wenn man nicht mit der Zeit mitgeht, bleibt man stehen.
- 25:57Das sind im Prinzip die alten Sprüche, die man aus der Vergangenheit kennt.
- 26:00Nichtsdestotrotz den Grundsätzen und den Werten aus der Vergangenheit
- 26:05bitte trotzdem treu bleiben, weil letztendlich ist es sonst
- 26:09alles oder nichts aus meiner Sicht
- 26:11und der nächste Punkt ist: Nicht alles Neue ist unbedingt besser als das Alte,
- 26:17auch da genau hingucken.
- 26:18Das ist eben letztendlich genau der Punkt, der mir wichtig ist,
- 26:22genau hingucken: Was ist sinnig; was ist nicht sinnig?
- 26:24Und das wären so die Hauptpunkte, die ich nennen würde.
- 26:28Das war unsere Folge zur Edelmetallbranche.
- 26:31Zunächst einmal vielen Dank, Stephan Koob, für das Gespräch und natürlich auch
- 26:35für die Einspieler, die wir haben konnten aus eurem Gespräch mit Wolfgang
- 26:39Wrzesniok-Roßbach und die Einblicke. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten,
- 26:42in den Shownotes finden Sie natürlich das komplette Video-Interview
- 26:46zwischen Stephan Koob und Wolfgang Wrzesniok-Roßbach und weitere
- 26:49Informationen und Kontaktdaten,
- 26:51und wenn Sie möchten, dann hören wir uns bald wieder hier.
- 26:53Lassen Sie uns gerne einen Daumen hoch da, wenn Sie möchten
- 26:56oder abonnieren Sie uns, dann kriegen Sie mit, wenn wir nochmal hier sind.
- 26:59Bis zum nächsten Mal, tschüss!
- 27:00Das war re:invented, der Business Podcast von Scheer IDS.
- 27:05Mehr Impulse, Best Practices und Hintergründe
- 27:08finden Sie auf scheer-ids.de.
- 27:11Wenn Sie wollen, hören wir uns in der nächsten Folge wieder.
- 27:14Bis dahin machen Sie es gut.
- 39:27Man sagt im Prinzip immer noch
- 39:2997 % allen Goldes, das jemals gefördert wurde,
- 39:33ist noch irgendwo im Umlauf oder wieder im Umlauf.
- 39:37Und nur 3 % sind tatsächlich
- 39:39irgendwelche Schiffe sind untergegangen oder es ist vergraben worden.
- 39:42Nur 3 % sind tatsächlich verloren gegangen.
- 39:45Insbesondere Gold wird seit 6000 Jahren recycelt.
- 39:48Seit wir uns gegen Muscheln und für Gold entschieden haben,
- 39:51als wertbar auf Wertaufbewahrungsmittel.
- 39:54Das Thema Recycling.
- 39:56Ich hatte vorhin ja schon mal gesagt also alles Gold
- 40:01und auch die Platinmetalle, die sehr teuer sind,
- 40:04werden im Prinzip
- 40:07schon immer.
- 40:08Also Platin ist die Entdeckung der Platin Metalle.
- 40:12Die ist noch nicht so alt, dass es eine Frage der letzten 200 Jahre,
- 40:16aber es wird immer wieder recycelt.
- 40:19Die werden natürlich nie industriell eingesetzt.
- 40:21Auf der anderen Seite hat man das Gold, das eben
- 40:23seit 6000 Jahren recycelt wird, egal ob es für Kunstgegenstände verwendet wurde,
- 40:28ob es als Wertspeicher verwendet wurde, ob es für Schmuck verwendet wurde.
- 40:34Gold wurde immer wieder recycelt.
- 40:36Also wenn man heute sich fragt, warum gibt es so viele
- 40:39steinerne Statuen von irgendwelchen römischen Kaisern,
- 40:43dann ist die Antwort Die Steine wurden eben nicht recycelt.
- 40:45Es gab auch goldene Statuen
- 40:47von den römischen Kaisern, aber sobald der eine weg war wurde,
- 40:50wurde der die Statue eingeschmolzen und und die des nächsten
- 40:54Kaisers wurde eben hergestellt.
- 40:56Also das ist etwas, was wir beobachten.