Latest / Gegen den Strom / Was ein Diplomat aus Belarus über EU, Sanktionen und Ukraine wirklich sagt – Konstantin Chizhik
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- 0:00Dann erwachen natürlich die Erinnerungen aus dem Zweiten
- 0:02Weltkrieg, der viel leiden, viel Zerstörungen für unser Land
- 0:06gebracht hat. Sowas möchten wir auf jeden Fall
- 0:08vermeiden, es gibt glaube ich keine Alternative, den Dialog,
- 0:13den Dialog, wenn man spricht, wird man miteinander
- 0:16kommuniziert, dann kann auch schwierige Themen ansprechen und
- 0:20man kann zu einer Lösung kommen, aber wenn man miteinander nicht
- 0:24spricht, dann kann man nichts erreichen.
- 0:26Insbesondere die europäischen Länder, die Europäische Union.
- 0:30Aber auch das Vereinigte Königreich setzt darauf, den
- 0:34Krieg in der Ukraine zu verlängern, gegen den Strom zur
- 0:48Person Hallo bei gegen den Strom, ich zeige ihnen
- 0:52Positionen und Perspektiven, welche die Propagandamedien
- 0:58verschweigen. In der Berichterstattung der
- 1:01selbsternannten Qualitätsmedien kommt ein Land zu kurz, das uns
- 1:07naheliegt und auch geistig für viele sehr weit weg ist.
- 1:11Die Republik Belarus, das Land hat etwas mehr als 9000000
- 1:16Einwohner und liegt zwischen dem Baltikum, Polen, Russland und
- 1:21der Ukraine, wäre geschaffen als Brücke in eine neue Welt des
- 1:27Friedens in Europa. Warum das nicht so ist, darüber
- 1:31spreche ich mit dem Geschäftsträger der Republik
- 1:34Belarus in Berlin, Konstantin Tschischik Willkommen, Herr
- 1:38Tschischik. Guten Tag.
- 1:40Geschäftsträger und nicht Botschafter.
- 1:43Warum? Das hat mit der Politik der
- 1:47Europäischen Union zu tun. Seit 2020 gibt es eine bestimmte
- 1:52Politik, eine Wende, die gekommen ist gegenüber Belarus.
- 1:57Sanktionen und so weiter und sofort.
- 1:59Und es ist so, dass die Europäische Union, darunter auch
- 2:03Deutschland, die Präsidentschaftswahlen von 2020
- 2:06nicht anerkannt haben, und das hat dazu geführt, dass das
- 2:10diplomatische Niveau nach unten gegangen ist.
- 2:14Der letzte deutsche Botschafter ist 23, hat das Minsk verlassen.
- 2:23Und unsere Botschafter hat Berlin 24 verlassen und seit
- 2:27dieser Zeit werden die beiden Länder auf der Ebene der
- 2:32Geschäftsträger vertreten. Und weil die Wahlen von der
- 2:36Europäischen Union, auch von der Bundesrepublik Deutschland,
- 2:38nicht anerkannt wurden. Deshalb werden auch keine
- 2:43Botschafter ausgetauscht, ist das richtig?
- 2:45Ja, ganz genau, manche europäische Länder.
- 2:49Haben kein Problem damit und es gibt einige Beispiele, zum
- 2:53Beispiel Ungarn oder die Slowakei, die, sagen wir an
- 2:56dieser Regel nicht halten aber andere europäische Länder
- 2:59inklusive Deutschland haben beschlossen, ihre Botschafter
- 3:04Abzuberufen und statt dieser Botschafter andere Personen zu
- 3:10schicken in in der Funktion von Schadstoffe.
- 3:13Es gab ja im Umfeld der Wahlen im Vorfeld der Wahlen
- 3:16umfangreiche Proteste. In Belarus bedeutet dies, dass
- 3:21die Europäische Union diese Opposition in Belarus
- 3:24unterstützt. Im Laufe der ganzen
- 3:27Belarussischen Geschichte, ich meine seit der Unabhängigkeit
- 3:31unseres Landes, hatten wir ja mindestens 10, sogenannte
- 3:36Farbrevolution erlebt. Und diese Farbrevolution werden
- 3:40immer organisiert, zu verschiedenen Anlässen, wenn es
- 3:42Präsidentschaftswahlen oder Parlamentswahlen organisiert
- 3:45werden. Und bei allen diesen, sagen wir
- 3:50elektralen Kampagnen, hatten wir mit Protesten zu tun, die aus
- 3:54dem Ausland inspiriert worden sind, das wissen wir ganz genau,
- 3:58es ist sehr viel Geld geflossen, aber was das Jahr 2020 angeht,
- 4:03war das ganz, ganz heftig. Wir haben im Nachhinein
- 4:07festgestellt, dass extrem viel Geld geflossen wurde in in, in
- 4:11die Proteste, dass die ganze Infrastruktur aus aufgebaut
- 4:15wurde, um diese Proteste vorzubereiten.
- 4:18Verschiedene Medien wurden geschaffen, verschiedene Kanäle
- 4:22wurden geschaffen, um Bargeld nach Belarus zu bringen, um,
- 4:27sagen wir, Aktivisten auszubilden.
- 4:31Und so weiter und sofort. Aber wir haben auch dieses
- 4:34Examen auch überstanden und die diese Farbrevolution in 2020 ist
- 4:42einfach gescheitert. Kann man sagen, dass von der EU
- 4:47und von den EU Regierungen finanzierte sogenannte
- 4:51Nichtregierungs. Organisationen in Belarus sich
- 4:55eingemischt, intervenierte. Natürlich, es gibt so sehr, sehr
- 4:59viele Beweise dafür. Bedenken Sie nur zum Beispiel in
- 5:04den letzten Jahren haben einige Bundestagsabgeordnete Anfragen
- 5:08geschickt an die Bundesregierung zum Thema Belarus, und sie haben
- 5:12gefragt, wieviel Geld ausgegeben wird für, sagen wir, für
- 5:17verschiedene Projekte in Belarus.
- 5:19Und wenn Sie diese Antworten lesen, dann ist absolut
- 5:24ersichtlich, dass wirklich Millionen in nach Belarus
- 5:28fließen, um sogenannte unabhängige Presse zu
- 5:31unterstützen, um sogenannte unabhängige Opposition zu zu
- 5:37unterstützen und so weiter und sofort, das ist einfach, liegt
- 5:41schwarz auf weiß das das, da braucht man nur welche Beweise
- 5:45braucht man nur. Seit dem russischen Einmarsch in
- 5:49die Ukraine am 24. Februar 2022 wird Belarus in der
- 5:54Darstellung westlicher Medien immer Moskau zugeordnet,
- 5:59sozusagen als Vasallenstaat hingestellt.
- 6:02Und was das zu bestätigen scheint, ist ja, dass auch
- 6:06russische Truppen von belarussischen Territorium nach
- 6:09Süden in die Ukraine einmarschiert sind.
- 6:12Was ist damals geschehen, wie interpretieren sie das denn?
- 6:16Im Oktober 24 fand in Kasein die der BRICS Gipfel statt und bei
- 6:24diesem oder am Rande dieses Brics Gipfel Gipfels gab unser
- 6:30Präsident ein Interview der BBC dem bekannten britischen
- 6:35Journalisten Steven Rosenberg und er hat unter anderem auch
- 6:38diese Frage beantwortet, was damals passiert ist und.
- 6:45Wie alles ausgeschaut hat zu zu dieser Zeit.
- 6:49Und ich möchte vielleicht die interessierten Zuschauer einfach
- 6:52auf diesen Interview hinweisen. Er hat übrigens auch unter
- 6:56anderem auch auf die Frage geantwortet, warum Belarus nicht
- 7:01die Ukraine unterstützt hat und die Seite von Russland
- 7:05angenommen hat und als diese spezielle militärische
- 7:13Operation. Gestartet ist, haben wir sofort
- 7:17verstanden, dass hier wirklich alles sehr fragil ist und alles
- 7:23gefährlich ist. Und natürlich haben wir auch die
- 7:26Schritte unternommen, um den Konflikt beizulegen und gleich
- 7:32wenige Tage nach nach dem Einmarsch der russischen Truppen
- 7:37haben wir das erste Treffen organisiert, am 28.
- 7:40Februar. Es fand im Gebiet Gummel statt,
- 7:44sodass sie so Südosten von von Belarus und wenige Tage später
- 7:51fanden noch 2 Gesprächsrunden in Belarus statt.
- 7:56Ich hab da sehr frisch in Erinnerung, weil ich damals in
- 7:59der Zentrale gearbeitet habe und hab mich auch ein bisschen mit
- 8:03diesem Thema beschäftigt, vor allem mit technischen Fragen,
- 8:07was die Ankunft der ukrainischen Delegation angeht.
- 8:10Wir haben regelmäßig mit Unischen mit unseren polnischen
- 8:13Kollegen kommuniziert, um diesen Anflug zu organisieren, die sind
- 8:18immer von der polnischen Seite gekommen, also ich meine, die
- 8:20ukrainische Delegation mit Militärhubschraubern.
- 8:24Der der polnischen Luftwaffe und ich als Diplomat damals im in
- 8:29der Zentrale hat, habe auch daran teilgenommen.
- 8:33Ja und ist es auch wichtig zu erwähnen, dass dass es in der
- 8:38Ukraine kein einziger belarusischer Soldat, Soldat,
- 8:41Soldaten, also es gibt keine Munition, keine Panzer, keine
- 8:45Flugzeuge, es gibt nichts Militärisches aus Belarus in der
- 8:49Ukraine. Und wir bemühen uns, ständig
- 8:56einen Beitrag dazu zu leisten, dass dieser Konflikt womöglich
- 9:00beigelegt wird. Ich darf in diesem Zusammenhang
- 9:04auch erwähnen, dass Belarus als wichtiger Ort dient, was
- 9:09Gefangenenaustausch angeht, was den Austausch von gefallenen
- 9:14Leichen der gefallenen Soldaten angeht.
- 9:16Jetzt gerade letzte Woche sind 2 Austausche zustande gekommen und
- 9:22das erfolgt mit Unterstützung der belarussche Seite mit
- 9:26Engagement unseres Präsidenten. Ich vielleicht möchte ich auch
- 9:31erwähnen, dass dieser Austausche immer mit Unterstützung der USA
- 9:36und der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden, aber leider
- 9:39nicht mit Unterstützung der EU. Ich möchte auf diesen Punkt noch
- 9:44einmal näher eingehen, aber zunächst erlauben Sie die Frage,
- 9:47wie hat Präsident Lukaschenko damals 2024 gegenüber der BBC
- 9:53argumentiert, was die Rolle von Belarus am 24.
- 9:57Februar betraf? Er hat es einfach beschrieben,
- 10:02wie die Lage damals verlief. Es gab damals Übungen oder
- 10:06gemeinsame Manöver auf dem belarussischen Territorium.
- 10:10Und es waren nicht so viele Soldaten aus Russland, die unser
- 10:15Land verlassen haben. Und dann plötzlich kam der 24.
- 10:21Ja, und der Präsident hat auch erzählt, wie das alles verlaufen
- 10:26ist. Ich möchte wirklich, dass ich
- 10:29einfach diese Quelle nenne, dieses Interview, dieses
- 10:33Interview ist bei youtube sicherlich zu finden und dort
- 10:36ist alles ausführlich beschrieben.
- 10:38Sie selbst waren eingebunden in den Beginn der Friedensgespräche
- 10:43in der Nähe von Gormel am 28. Was genau war ihre Rolle, wie
- 10:48lief das damals? Es war eine technische Rolle.
- 10:51Ich war. Es war eine technische Rolle,
- 10:54ich habe nur mitgewirkt, was so die Ankunft der ukrainischen
- 10:58Delegation angeht. Ja, ich war nicht bei den
- 11:00Gesprächen dabei, aber so viel ich weiß.
- 11:04Gab es von Anfang an ja, sagen wir, große Schwierigkeiten, aber
- 11:09in der Zeit haben die beiden Delegationen dann eine
- 11:14gemeinsame Sprache gefunden und diese Einigung, diese gemeinsame
- 11:19Sprache mündete dann später in das sogenannte Istanbuler
- 11:24Communique. Dieses Dokument wurde von der
- 11:29ukrainischen Delegation der russischen Delegation übergeben.
- 11:34In dem, sagen wir, die Bedingungen für den Frieden
- 11:38dargestellt waren. Vom russischen Einmarsch an am
- 11:4224. Februar bis zum 28.
- 11:45Februar, dem Beginn der Friedensgespräche, vergingen 4
- 11:50Tage. Welche Politiker waren in die
- 11:53Anbahnung der Friedensgespräche eingebunden?
- 11:56Unser Präsident war von Anfang an in diese Gespräche
- 11:59eingebunden. Der war ganz, ganz aktiv dabei.
- 12:03Er hat alle. Alle, den er erreichen konnte
- 12:06angerufen. Er hat die ukrainische Seite
- 12:08kontaktiert, er hat die russische Seite kontaktiert, er
- 12:11hat auch in mit Politikern in Europa gesprochen, gesprochen,
- 12:15um wirklich den besten Weg zu finden zur Beilegung dieses
- 12:19Konflikts und was die die Gespräche angeht, dann ist gut
- 12:25bekannt, dass die ukrainische Delegation von David Aracheimir
- 12:29angeführt war. Und die russische Delegation
- 12:33war, angeführt von Wladimir Medinski und unser Außenminister
- 12:42damals. Wladimir Maki war auch präsent
- 12:46bei den Gesprächen, aber nicht, so sagen wir unmittelbar,
- 12:48sondern er hat die Delegation begrüßt und so weiter und
- 12:52sofort. Welche Rolle?
- 12:54Hat beispielsweise Altkanzler Schröder und seine Gattin
- 12:57gespielt? Mir sind wirklich Fakten nicht
- 13:00bekannt, ob ob Gerhard Schröder und seine Gattin jetzt gerade in
- 13:08die in an diesen Tagen etwas gespielt haben.
- 13:10Also mir mir ist leider nichts bekannt.
- 13:12Auch der israelische damalige israelische Ministerpräsident
- 13:15Beddet war eingebunden. Nach seiner eigenen Darstellung
- 13:19auch die türkische Seite war eingebunden.
- 13:21Welche Informationen haben Sie darüber?
- 13:23So viel ich weiß, haben die Vertreter der Türkei und von
- 13:28Israel mit mit Russland gesprochen und sie haben auch
- 13:32ihre Hilfe angeboten. Sie haben auch ihre
- 13:34Vermittlungsrolle auch angeboten und so viel ich weiß, wurde
- 13:41einiges akzeptiert und es ist auch gerade so geschehen, dass
- 13:46die Gespräche dann von Belarus nach in die Türkei verlagert
- 13:51wurden. Mit welchen Politikern der
- 13:54Europäischen Union hat Präsident Lukaschenko gesprochen?
- 13:57Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich weiß es ehrlich
- 14:00gesagt nicht, aber auf jeden Fall weiß ich, dass die Kontakte
- 14:03stattgefunden haben. Ich weiß nicht auf auf welcher
- 14:05Ebene, aber auf jeden Fall gab es auch Gespräche.
- 14:08Wie sah die Tagesordnung in Gourmel aus?
- 14:11Können Sie dazu etwas sagen, was lag inhaltlich auf dem Tisch?
- 14:14Ich kann nicht über die Einzelheiten sagen.
- 14:16Ich weiß nur, dass die. Gespräche mehrere Stunden
- 14:20stattgefunden haben oder gedauert haben, dass die
- 14:23Delegation ihre Positionen dargestellt haben und verhandelt
- 14:27haben ja von Anfang an so viel ich weiß, waren die Gespräche
- 14:31sehr zäh, sehr hart, aber mit der Zeit hat man eine gemeinsame
- 14:34Sprache gefunden. Nun war ja das
- 14:38Verhandlungsprotokoll in Istanbul so weit, dass man sagen
- 14:43kann, es war Unterzeichnungsreif.
- 14:45Es hat nur noch die Paraphe der Präsidenten gefehlt.
- 14:48Ich hab die Papiere gesehen und da wurden ja bis in die
- 14:51Truppenstärken hinein Obergrenzen festgelegt.
- 14:55Warum sind diese Gespräche gescheitert?
- 14:58So viel ich weiß, waren die beiden Seiten kurz davor, diesen
- 15:04Vertrag abzuschließen. Es war fast alles vereinbart,
- 15:07was den zukünftigen Status der Ukraine angeht, was die die
- 15:14Truppenstärke angeht, was den nicht nuklearen Status angeht,
- 15:18viele weitere Details. Und es ist so, dass auch
- 15:25wirklich ganz, ganz kleine Sachen nur geblieben sind, die
- 15:29zu regeln waren. Und ich glaube, Bild am Sonntag
- 15:33hat glaube ich auch darüber berichtet und viel ausführlicher
- 15:37hat darüber berichtet. Die New York Times vor 2 Jahren.
- 15:42Und die New York Times hat zum ersten Mal auch den gesamten
- 15:46Text veröffentlicht. Und der ist heute zu finden im
- 15:50Internet. Der Text und dort ist alles
- 15:52schwarz auf weiß und es ist so, dass, sagen wir im April, alles
- 16:01fast schon fertig war. Aber der Besuch des britischen
- 16:06Premierministers Boris Johnson in Kiew hat alles zunichte
- 16:10gemacht, wie die, Sagen. Wir Zeugen berichten.
- 16:15Das sind nicht meine Informationen, das ist einfach
- 16:17Tatsachen, die von vielen Politiker veröffentlicht wurden,
- 16:22zum Beispiel der Chefverhandler von der ukrainischen Seite,
- 16:26David Rachania, hat darüber erzählt im Interview dem
- 16:29ukrainischen Kanal 1 + 1. Dass dieser Besuch praktisch
- 16:33alles ruiniert hat oder auch zum Beispiel der tschechische
- 16:38Premierminister Andrej Babis, hat auch darüber einem
- 16:42tschechischen Sender erzählt. Also, das ist eine bekannte
- 16:44Tatsache. Wie hat das Außenamt in Minsk
- 16:48auf den Besuch von Boris Johnson Anfang April in Kiew reagiert?
- 16:54Wir haben darauf darauf nicht reagiert.
- 16:57Es ist, sagen wir, nicht ganz unsere Sache, es ist eine
- 17:01Verhandlungssache zwischen Russland und der Ukraine,
- 17:05zwischen anderen Akteuren, aber wir haben natürlich bemerkt,
- 17:09dass dieser Besuch wirklich die Anstrengungen vieler Leute, die
- 17:16Anstrengungen und viele Personen einfach ja annulliert hat.
- 17:22Na ja, es ist ja so, wenn Präsident Lukaschenko
- 17:24eingebunden war in die Anbahnung der Gespräche, und nun scheitern
- 17:28sie, dann erlebe ich das so, dass die Stäbe im Auswärtigen
- 17:32Amt zusammensitzen und versuchen, das Geschehen zu
- 17:36rekonstruieren. Zu welcher Rekonstruktion hat
- 17:40das aus dem Amt in Minsk gefunden?
- 17:43Es gab regelmäßige Kontakte zwischen der Belarussischen und
- 17:47russischen Seite. So viel ich weiß, gab es viele
- 17:50Telefongespräche zwischen dem Präsidenten Alexandr Lukaschenko
- 17:53und und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um
- 17:57einen Weg oder einen Ausweg aus dieser Situation zu finden.
- 18:01Es wurden auch weitere Vorschläge gemacht, aber leider.
- 18:07Gab es bestimmte, sagen wir Ereignisse, die, sagen wir es
- 18:13nicht ermöglicht haben, diesen Prozess wieder aufzunehmen?
- 18:16Welche Ereignisse waren das? Denn die Ereignisse in Butscha
- 18:20und eine einige andere Sachen. Wie wird Butscha interpretiert?
- 18:25In ihrem Amt in Minsk? Da möchte ich mich nicht
- 18:30vertiefen. Aber die, die.
- 18:33Ermittlungen, die zu diesem Thema gemacht wurden, in
- 18:36Russland vor allem, ja sagen wir, geben ein ganz anderes Bild
- 18:44als das in den westlichen Medien gezeigt wird.
- 18:47Gab es nach den gescheiterten Gesprächen in Gomel und Istanbul
- 18:53weitere Initiativen, einen Friedensprozess wieder in Gang
- 18:57zu kriegen? Selbstverständlich.
- 19:01Ich kann mich einfach an Gespräche erinnern, die ich und
- 19:06meine Führung im Außenministerium da geführt
- 19:10haben, mit vertreten verschiedenen Länder.
- 19:13Wir haben unsere Hilfe angeboten, wir haben auch, sagen
- 19:18wir Gespräche geführt, die nicht öffentlich gezeigt wurden.
- 19:23Und wir haben auch ganz konkrete Vorschläge gemacht.
- 19:26Manches wurde akzeptiert, manche wurde wurde nicht akzeptiert,
- 19:30aber immerhin haben wir unsere Rolle als Vermittler, als
- 19:34Friedensstifter immer verfolgt und haben immer uns bemüht, das
- 19:41Bessere herauszuholen aus dieser Situation.
- 19:44Auf welche Schwierigkeiten sind Diplomaten der Republik Belarus
- 19:49gestoßen? Im Bemühen, den Friedensprozess
- 19:52wieder in Gang zu bekommen? Es ist ganz schwierig, sagen
- 19:59wir, darüber zu sprechen, denn Belarus wird seit vielen Jahren
- 20:03sanktioniert. Belarus wird wegen der ganzen
- 20:09Geschichte, wegen Sanktionen, werde wegen der Nichtanerkennung
- 20:12der Präsidentschaftswahlen und so weiter auch nicht ganz
- 20:14akzeptiert und deswegen fast alle Vorschläge, die wir gemacht
- 20:19haben. Die zu einer Lösung beitragen
- 20:24könnten, wurden vor allem von unserer europäischen Partner
- 20:27nicht ja, sagen wir, abgelehnt. Warum wurden sie abgelehnt?
- 20:33Weil die europäische Seite eigene Interessen verfolgt hat
- 20:39und auch aufsagen wir auf andere Themen, auf andere Akzente,
- 20:46sagen wir gesetzt hat und im Grunde genommen.
- 20:51Das ist meine eigene Meinung. Die europäische Seite war auch
- 20:55daran nicht interessiert, diesen Konflikt schnell beizulegen.
- 20:58Das heißt, die insbesondere die europäischen Länder, die
- 21:02Europäische Union, aber auch das Vereinigte Königreich setzt
- 21:06darauf, den Krieg in der Ukraine zu verlängern.
- 21:10Sieht so aussieht so aus, denn es gibt viele Anzeichen dafür.
- 21:14Wir wissen, welche Gespräche stattfinden, regelmäßig ja, um
- 21:19den Konflikt zu verlängern. Über die Bodentruppen wird
- 21:24gesprochen, über die Lieferung von verschiedenen Waffen, über,
- 21:28sagen wir, irgendwelche zusätzliche Einsatzkräfte und so
- 21:32weiter und sofort, und wir wissen natürlich, dass mit
- 21:37solchen Mitteln keinen Frieden schafft.
- 21:39Also wenn ich mir das vor Augen führe, dann wird ja Belarus
- 21:43immer wieder in den Konflikt hineingezogen.
- 21:47Wir haben die Frage der angeblichen russischen Drohnen
- 21:52des Drohnenbeschusses in Polen, hier wird von westlicher Seite
- 21:57auch von bundesdeutscher oder österreichischer Seite immer
- 22:00wieder gesagt, es habe einen russischen Drohnenbeschuss von
- 22:05von polnischem Territorium gegeben.
- 22:08Welche Rolle spielt Belarus? Wie ist ihre Perspektive auf
- 22:12diese Ereignisse? Es ist so, dass regelmäßig
- 22:17verschiedene Drohnen das Kriegsgebiet verlassen, weil sie
- 22:22sich sozusagen verirren wegen der wegen Einsatz von
- 22:26verschiedenen elektronischen Kampfmittel und auch von ihrem
- 22:30Kursabkommen. Und wenn Sie, sagen wir, die
- 22:35Geschichte von September letzten Jahres meinen, dann war es so,
- 22:39dass eine große Menge an Drohnen so diesen von diesem Kurs
- 22:44abgekommen sind und dann Richtung Belarus geflogen sind
- 22:49und dann Richtung Polen von der ukrainischen Seite.
- 22:53Und es ist zu erwähnen, dass wir unsere Nachbarn Polen und
- 22:59Litauen im Voraus informiert haben, dass diese Drohnen oder
- 23:02diese unbekannte Flugobjekte sich den Territorien dieser
- 23:08Ländern nähern. Und es hat ermöglicht, der
- 23:11polnischen Seite darauf zu reagieren und rechtzeitig die
- 23:14entsprechenden Maßnahmen zu treffen.
- 23:19Aber um fair zu sein, haben die. Polnischen Partner uns auch
- 23:26informiert, dass diese Drohnen sich von der Ukraine Richtung
- 23:29Belarus fliehen und das hat uns auch ermöglicht, auf alles zu
- 23:34reagieren. Das war wirklich ein sehr guter
- 23:37gutes Beispiel der Kommunikation der Zusammenarbeit zwischen.
- 23:43Zwischen Belarus und Polen in dieser extremalen Situation.
- 23:46Also wir haben hier die Situation, dass diese Drohnen
- 23:49nicht von Russland wie häufig im Westen dargestellt, sondern von
- 23:53ukrainischem Boden abgeschossen worden sind.
- 23:56Ich möchte nichts spekulieren zu diesem Thema.
- 23:59Ich darf hier nur in diesem Zusammenhang nur erwähnen, so
- 24:03als kein Fachmann auf diesem Gebiet, dass diese Drohnen ohne
- 24:09Sprengstoff sozusagen geflogen sind.
- 24:11Und das waren die Drohnen vom Typ, die, sagen wir, nur einige
- 24:16100 Kilometer fliegen können. Ja, ja, und die die russischen
- 24:21Truppen befinden sich, wie bekannt ist, ganz im Osten des
- 24:28Landes in der Ukraine. Das heißt, die.
- 24:31Die russischen Drohnen hätten gar nicht die Reichweite gehabt,
- 24:34um auf polnischem Territorium niederzugehen.
- 24:37Sieht so aus, aber da möchte ich hier nicht spekulieren.
- 24:41Wie deuten? Sie es denn, dass Drohnen
- 24:43gestartet worden sind, die keine Sprengladung enthalten haben?
- 24:49Hier können verschiedene, sagen wir Versionen existieren.
- 24:56Es ist schon bekannt, den vielen Fachleuten bekannt, dass die
- 25:01ukrainische Seite immer wieder versucht, die, die die Hilfe der
- 25:06Nato herbeizuführen und dafür werden verschiedene Mittel
- 25:11verwendet. Das könnte auch ein ein Einfall
- 25:14gewesen sein, aber wie gesagt, ich möchte hier nicht
- 25:16spekulieren. Es wäre ja fast eine gezielte
- 25:18Provokation. Ja, aber wie gesagt da, das
- 25:23möchte ich nicht verstehen. Welche Bemühungen gibt es noch
- 25:27von allen Seiten? Die Republik Belarus in den
- 25:30Konflikt hineinzuziehen? Es gibt regelmäßige
- 25:34Provokationen, auch es ist kein Geheimnis.
- 25:38Unser Präsident hat auch mehrmals darüber gesagt, dass
- 25:41wir regelmäßig Drohnen. 10 auf unserem Territorium und
- 25:48regelmäßig diese Drohnen abschießen.
- 25:51Wir werden auch in der letzten Zeit immer wieder von der
- 25:55Ukraine provoziert, zum Beispiel vor einiger Zeit wurde wurden
- 26:00zusätzliche Sanktionen verhängt von der Ukraine und unser
- 26:04Präsident wurde sanktioniert, sagen Wir, und das sehen wir als
- 26:11als deine Provokation an. Welche?
- 26:14Sanktionen wurden gegen die Republik Belarus verhängt.
- 26:21Wenn wir insgesamt den Westen nehmen, so, so bräuchte ich
- 26:26vielleicht eine Stunde, um aufzuzählen, welche Sanktionen
- 26:30hier eingeführt worden sind. Aber kurz und bündig über 1000
- 26:37Personen aus Belarus stehen in der auf der Sanktionsliste über
- 26:41250 juristische Personen. Stehen auf der Sanktions Liste
- 26:46der des Westens. Aber dazu kommen noch wirklich
- 26:49ganz, ganz viele Sachen, die eingeführt worden sind im
- 26:53finanziellen Bereich, im Handelsbereich, im
- 26:57technologischen Bereich und so weiter und sofort.
- 26:59Es gibt auch Flugblockade, es gibt Verkehrsblockade, es gibt,
- 27:06sagen wir, sektorale Sanktionen. So dass wir zum Beispiel
- 27:10praktisch ja nichts in die EU exportieren dürfen.
- 27:15Und das hat übrigens auch den bilateralen Handel zwischen
- 27:18Belarus und Deutschland zum Erliegen.
- 27:20Gebracht. Immerhin gab es ja einen
- 27:22lebendigen Grenzverkehr auch mit baltischen Staaten, auch mit
- 27:26Polen. Viele Menschen haben in Belarus
- 27:28eingekauft, dem wurde also von westlicher Seite
- 27:31entgegengewirkt. Ja, natürlich.
- 27:34Sehr anschaulich waren die letzten Jahre.
- 27:38Es gibt viele Grenzübergänge zwischen Belarus und der EU mit
- 27:44mit 3 europäischen Ländern da, da sind Polen, Litauen und
- 27:48Lettland. Um diesen Grenzverkehr zum
- 27:52Erliegen zu bringen, haben die Nachbarländer beschlossen, die
- 27:55Grenzübergänge zu schließen. Man hat verschiedene Ursachen
- 27:59dafür gefunden, verschiedene Vorwände.
- 28:02Aber in unseren Augen ist die einzige Ursache dafür einfach,
- 28:09dass man diesen Grenzverkehr zum Erliegen bringen möchte.
- 28:12Denn wenn wir zum Beispiel Litauen nehmen, haben 100
- 28:17Tausende Litauer immer jährlich Belarus besucht, um dort
- 28:22einzukaufen, um Benzin zu tanken, um Medizin, medizinische
- 28:26Güter zu kaufen, um zum Arzt zu gehen und so weiter und sofort.
- 28:30Aber dann hat man unter verschiedenen Vorwänden einige
- 28:35Grenzübergänge geschlossen. Es gab solche Vorwände wie weiß
- 28:40nicht hybridedefan, Migration und so weiter und sofort.
- 28:44Man hat zum Beispiel eingeführt verschiedene Einschränkungen
- 28:48eingeführt, was? Zum Beispiel Bargeld betrifft.
- 28:54Da dürfen die Reisenden praktisch so gut wie ein Bargeld
- 28:59von Litauen nach Belarus nehmen, glaube ich.
- 29:02Die die Summe ist wirklich ganz, ganz winzig, dass die, die
- 29:07erlaubt ist. Außerdem gibt es verschiedene
- 29:11Einschränkungen von litauischen Banken, so dass, auch wenn die
- 29:16Litauer dann nach Belarus mit einer.
- 29:19Kreditkarte kommt, dann können Sie auch fast nichts abheben im
- 29:23im Lande. Das das ist einfach die die
- 29:26Tatsachen. Keine einzige dieser Sanktionen
- 29:29gegen Ebilarus wurde vom Sicherheitsrat der Vereinten
- 29:33Nationen oder von den Vereinten Nationen verhängt.
- 29:36Da kann man argumentieren, diese Sanktionen sind allesamt
- 29:39illegal. Wie werden Sie denn begründet?
- 29:41Jeder Jurist, der sich auf dem Gebiet des nationalen Rechts
- 29:45auskennt, kann ihnen sofort sagen, dass diese Sanktionen
- 29:49illegal sind. Die haben ganz richtig erwähnt,
- 29:52dass nur der Sicherheitsrat der UNO diese Sanktionen verhängen
- 30:00kann und darf und im Falle von Belarus ist das nicht der Fall,
- 30:05die Sanktionen sind. Verhängt gegen Belarus, sagen
- 30:13wir durch eine Gruppe von Ländern, die nicht zu der
- 30:18globalen Mehrheit gehört und diese Sanktionen stören
- 30:23natürlich, und die sind unangenehm, aber wir haben
- 30:29gelernt, damit zu leben. Und wir haben ganz, ganz schnell
- 30:33unsere Wirtschaft umorientiert, unsere Exporte umorientiert, und
- 30:39wir haben ganz, ganz aktiv gearbeitet, und das hat dazu
- 30:43geführt, dass wir mittlerweile alles ganz gut überstanden haben
- 30:47und die Wirtschaft des Landes wächst.
- 30:50Zum Beispiel 24 hatten wir einen BIP Zuwachs von 4%, ja letztes
- 30:55Jahr war der BIP Zuwachs ein bisschen kleiner als Komma 3%,
- 30:58aber immerhin höher als in Deutschland.
- 31:01Und die Devisenreserven befinden sich auf dem Rekordniveau.
- 31:06Auch das reale Einkommen der Bevölkerung ist auch gewachsen
- 31:11und die Welt ist groß, die Welt ist groß und sie beschränken
- 31:17sich nicht nur auf die EU und die Vereinigten Staaten, ja, und
- 31:22wir arbeiten zusammen mit der globalen Mehrheit.
- 31:27Und das hilft uns sehr und man kann sagen, dass diese
- 31:32Sanktionen gescheitert sind. Wenn ihre Wirtschaft in Belarus
- 31:37gelernt hat, mit diesen Sanktionen umzugehen, wenn das
- 31:39Wirtschaftswachstum bei 4% liegt, kann man dann sagen, dass
- 31:45die Sanktionen zum Rohrkrepierer werden, dass die verhängenden
- 31:49Staaten im Westen sich selbst Schaden zufügen?
- 31:53Selbstverständlich selbstverständlich, wenn wir zum
- 31:56Beispiel Deutschland nehmen. Das ist, ich kann hier ganz,
- 32:01völlig ausführlich berichten, wir hatten einen Warenumsatz, so
- 32:06circa 3 bis 4 Milliarden US Dollar, und wir haben eine Menge
- 32:13billige sagen, wir waren aus Belarus geliefert nach
- 32:16Deutschland, die sehr, sehr gefragt sind hier in
- 32:19Deutschland. Zum Beispiel Öl und Ölprodukt.
- 32:23Wir haben verschiedene Produkte aus der Holzverarbeitung auch
- 32:29nach Deutschland exportiert, verschiedene Produkte aus dem
- 32:34Metallurgiewerk nicht viele Wissen zum Beispiel, dass der,
- 32:39der früher jeder vierte Reifen von Continental mit bin, mit dem
- 32:45Belarussischen Stahl kurz, sagen wir, ausgestattet war.
- 32:50Wir haben Düngemittel nach Deutschland gebracht, das war
- 32:53immer waren immer die Güter, die nicht zu fertig Produkt
- 32:57Produkten zählen und die wirklich hier sehr, sehr gefragt
- 33:01waren, sehr gefragt und dann diese Produkten haben unter
- 33:04anderem auch zur Konkurrenzfähigkeit in deutschen
- 33:07Wirtschaft beigetragen. Jetzt, wo das nicht geliefert
- 33:11wird, dann heißt so dann ein Lieferant ist weg vom Markt.
- 33:16Das heißt, dass auch auf dem Markt die die Preise steigen.
- 33:20Wir haben hier ne Situation, dass die Europäische Union
- 33:24Belarus vorwirft, Flüchtlinge als Waffe einzusetzen.
- 33:29Ist das tatsächlich so, gibt es eine Vielzahl von Flüchtlingen,
- 33:33die versuchen, über die Republik Belarus das EU Territorium zu
- 33:38erreichen. Es ist zu erwähnen, dass die
- 33:41Zusammenarbeit zwischen Belarus und der EU auf diesem Gebiet
- 33:45immer gut war. Oder sagen wir vor 2020 wir
- 33:50haben immer sehr, sehr gute Kontakt gehabt zu den Partner in
- 33:54Litauen, in Lettland, in Polen. Es gab wirklich eine sehr, sehr
- 33:58enge Zusammenarbeit. Und nach 2020 hat die EU die
- 34:05Sanktionen eingeführt gegen Belarus und die Nachbarländer
- 34:09haben die Kooperation mit Belarus auf diesem Gebiet
- 34:11abgebrochen und 2020 haben wir auch ein
- 34:16visaerleichterungsabkommen Unterzeichnung mit der EU und
- 34:20dieses Abkommen sah unter anderem vor, dass EU die EU auch
- 34:262 Flüchtlingskämpfe in. Belarus finanziert und so es gab
- 34:31auch viele andere Projekte, grenzüberschreitende Projekte,
- 34:34um, sagen wir, irgendwie diesen Problem zu kämpfen.
- 34:38Das ist wirklich ein großes Problem, international.
- 34:42Aber dann waren die Sanktionen, dann hat man diese Programme
- 34:47gecancelt, man hat die Zusammenarbeit abgebrochen und
- 34:53man hat uns gesagt, ja. Dann soll Belarus alleine mit
- 34:57diesem Strom kämpfen. Ja, und dazu kam es so, dass 21
- 35:02nach der Lockerung der Covid Sanktionen die ganze Welt in
- 35:09Bewegung kam und auch die Migrantenströme von der ganzen
- 35:13Welt und EU hat 21 einen großen Zufluss von Migranten erlebt und
- 35:18auch unter anderem unser über unser Territorium, ja.
- 35:22Es gab auch eine einen kleinen Einstieg von Migranten 24, als
- 35:28die Grenze zwischen Finnland und Russland geschlossen wurden, und
- 35:33es wurde uns vorgeworfen, dass wir dieses Thema
- 35:37instrumentalisieren und dass wir auch hier migrantenströme
- 35:43irgendwie Richtung Europa richten.
- 35:47Die Tatsachen sprechen aber von vom Gegenteil.
- 35:51Wenn wir zum Beispiel die Statistiken der Frontex nehmen,
- 35:55die offiziellen Statistiken, dann kann man sehen, dass die
- 36:00Zahl der Migranten, die über Belarus in die EU kommen,
- 36:04wirklich winzig ist, absolut winzig ist.
- 36:07Und es gab, wie ich gesagt habe, einen kleinen Anstieg 21 und 24.
- 36:11Aber die Zahlen, die absoluten Zahlen sind einfach Peanuts
- 36:14sind, wenn man so sagen kann, im Grunde genommen, wenn man die
- 36:20Gesamtzahl nimmt der illegalen Migranten, die in die EU kommen,
- 36:24so ist die Zahl der illegalen Migranten, die über Belarus in
- 36:27die EU kommen, beträgt 0,3 0,4% nicht mehr.
- 36:35Und wir haben immer versucht, diese Kooperation wieder
- 36:40aufzunehmen mit unseren Nachbarn.
- 36:42Wir haben verschiedene Wege gesucht, wir haben auch zum
- 36:48Beispiel dazu haben, haben uns entschieden, eine internationale
- 36:53Konferenz zu organisieren, und 24 haben wir das gemacht im
- 36:58November in Minsk. Wir haben alle wichtige Akteure
- 37:03zu dieser Konferenz eingeladen, auch natürlich die Nachbarländer
- 37:07Polen, Litauen und Lettland. Wir haben auch Deutschland
- 37:10eingeladen, ich kann mich ganz gut erinnern, dass wir diese
- 37:14Einladungen auch vorbereitet haben und haben auch zum
- 37:17Beispiel an Herrn Radoslav Sikorski und oder an Frau
- 37:21Annalena Baerbock diese Einladungen geschickt.
- 37:24Unser Vorschlag, sich in mir zu treffen, um dieses Thema
- 37:28sachlich. Sagen wir professionell zu, zu
- 37:32besprechen wurde abgelehnt, aber viele internationale
- 37:36Organisationen sind zu dieser Konferenz gekommen, viele
- 37:42internationale Akteure gekommen, leider nicht die EU Länder.
- 37:47Wir haben auch versucht, die Gespräche zu zu führen, auch mit
- 37:54Litauen, letztes Jahr haben wir mehrere Versuche unternommen,
- 37:57unter anderem auch. Im Dezember letzten Jahres in
- 38:02Wien. Es gab ein Ministertreffen der
- 38:05OSZE und der Chef unserer Delegation hat auch Kontakte
- 38:10gesucht zu der litauischen Delegation.
- 38:12Leider war diese waren diese Versuche erfolglos.
- 38:18Wie interpretieren Sie das? Warum geht die Europäische Union
- 38:24über von der Kooperation zur Konfrontation?
- 38:31Es gibt viele Gründe dafür. Es gibt viele Gründe dafür, was
- 38:35zum Beispiel Migranten angeht. Gerade dieses Thema, es ist ein
- 38:39guter Vorwand, um die Militarisierung der Grenzgebiete
- 38:44zu erreichen, um verschiedene, sagen wir, unpopuläre Maßnahmen
- 38:49in den Grenzregionen, sagen wir, durchzuboxen.
- 38:54Und es ist auch ein bestimmter Grund für die Nachbarländer,
- 39:00viel Geld zu bekommen von der Europäischen Union.
- 39:04Deswegen werden ganz kleine Vorfälle an die große Glocke
- 39:08gehängt und es wird immer wieder versucht, das sagen wir
- 39:17aufzubauschen, ja. Ein ein, ein, ein kleines
- 39:20Beispiel. Es gibt verschiedene Begriffe
- 39:23bei Frontex, illegale Grenzübertritte und so weiter
- 39:25und sofort, aber unsere Nachbarn, vor allem unsere
- 39:28polnischen Nachbarn, haben einen Begriff eingeführt, versuchte
- 39:33Grenzübertritte, das ist so ein Begriff, den man ja x beliebig
- 39:39so. Verwenden kann, und das heißt,
- 39:42wenn jemand von vom von der polnischen Grenze, sagen wir,
- 39:47irgendeinen Migranten sieht an der Grenze auf der
- 39:49belarussischen Seite, der kann, dieser Migrant kann 20 mal am
- 39:54Tage gesehen werden, und das heißt 20 mal versuche können sie
- 39:59dann in der Statistik eintragen, ja.
- 40:01Das Vorgehen beispielsweise Polens passt ja zur neuen.
- 40:06Amerikanischen US amerikanischen Sicherheitsstrategie.
- 40:10Sie sieht vor, insbesondere Polen auszubauen zu einem
- 40:15wichtigen Bollwerk gegen die Russische Föderation.
- 40:18Sehen Sie da einen? Zusammenhang?
- 40:20Ja, es gibt sicherlich einen Zusammenhang.
- 40:23Diese Migrantensituation wird dazu genutzt, um die
- 40:27Grenzgebiete zu militärisieren es.
- 40:33Wir haben gesehen, wie in den letzten Monaten und Jahren, die
- 40:35die polnische Führung PA sozusagen mit diesem Thema
- 40:38gemacht hat und alle 23 Monate der polnische Präsident oder der
- 40:43polnische Premierminister oder Außenminister immer so an der
- 40:46Grenze zu Belarus erschienen ist und immer die Pressekonferenz
- 40:51gegeben hat und so weiter und sofort.
- 40:52Also dieses Thema ist. Sehr populär und Hochgeschrieben
- 40:57nicht nur, sagen wir in der politischen Innenpolitik,
- 41:00sondern auch international um, sagen wir, diese Ängste zu
- 41:05schüren, um diese, dieses Thema hybride Gefahr sagen wir,
- 41:13aufrechtzuerhalten. Und es ist so, dass wir der
- 41:19polnischen Seite zum Beispiel letztes Jahr einen konkreten
- 41:22Vorschlag gemacht haben. Um verschiedene, sagen wir,
- 41:27Bedenken zu räumen, haben wir vorgeschlagen, dass wir
- 41:32miteinander kooperieren. Im Rahmen der OSZE, und wir
- 41:36haben der politischen Seite einen Vorschlag gemacht, die
- 41:39gegenseitigen Inspektionen durchzuführen.
- 41:44Es gibt den das sogenannte Wiener Dokument.
- 41:48Und laut diesem Dokument ist es möglich, dass die
- 41:53Vertragsparteien gegenseitige Inspektionen machen, mit einer
- 41:58Tiefe bis zu 80 Kilometer. Und wir haben gesagt, OK, wenn
- 42:04wenn Belarus etwas Böses im Schilder führt, bitte liebe
- 42:10Kollegen, sie können sich vergewissern, dass es nicht der
- 42:13Fall ist, bitte inspektieren sie uns.
- 42:17Aber dafür möchten wir, dass unsere Spezialisten auch die
- 42:20Möglichkeit haben, das polnische Territorium zu expentieren.
- 42:24Dieser Vorschlag ist leider abgelehnt worden.
- 42:28Es gab auch eine weitere Sache, wir haben letztes Jahr auch
- 42:34zusammen mit Russland Manöver durchgeführt mit dem Titel sapat
- 42:402025, das heißt Westen 2025. Und unser
- 42:47Verteidigungsministerium Ministerium hat alle Teilnehmer
- 42:51dieses Wiener Dokuments eingeladen.
- 42:56Sagen wir, bei diesem Manöver zuzuschauen und so weiter und
- 43:00sofort. Aber dieser Vorschlag wurde auch
- 43:03abgelehnt von den Nachbarländern und auch von Polen, vor allem
- 43:07von Polen. Soweit ich mich erinnern kann,
- 43:11dabei war er nur vertreten der Türkei, Ungarn und der USA.
- 43:17Ich meine das sind die die 3 Nato Länder.
- 43:19Das ist natürlich interessant, da es die Vereinigten Staaten
- 43:23Militärbeobachter schickt, aber die europäischen Länder nicht.
- 43:27Ja, das ist natürlich eine große Frage, warum das so geschieht.
- 43:32Das hat auch aus unserer Sicht damit zu tun gehabt, dass die.
- 43:38Aktuelle die jetzige Administration in Washington
- 43:43eine andere Sichtweise hat darauf, was in Belarus
- 43:47geschickt, was in unserer Region geschieht und versucht wirklich,
- 43:51hier, sagen wir aufs Neue zu schauen.
- 43:56Und vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass in der
- 44:01letzten Monate schon viele, sagen wir, Kontakte zwischen
- 44:05Minsk und Washington zustande gekommen sind, unter anderem
- 44:09auch zwischen Präsident Lukaschenko und Präsident Trump
- 44:12gab es Gespräche und eine Sonderbeauftragte des
- 44:18Präsidenten Trumps war schon einige Male in Minsk um.
- 44:23Kontakte sagen wir auszubauen und verschiedene Problemthemen
- 44:27anzusprechen. Und diese Gespräche waren
- 44:33erfolgreich. Für beide Seiten hat vieles
- 44:36bewegt, wir wundern uns, warum auch die Juso was nicht macht.
- 44:41Was hat sich verbessert im Einzelnen zwischen den
- 44:45Vereinigten Staaten und Belarus? Es hat sich viel verbessert.
- 44:50Vor allem haben wir direkte Kontakte geknüpft und diese
- 44:54Kontakte sind gut. Es gibt einen direkten
- 44:59Schriftwechsel und auch Telefonate zwischen den
- 45:02Präsidenten Lukaschenko und Präsident Trump, wir haben auch
- 45:08in der letzten Zeit auch die Situation gehabt, wo wir.
- 45:16Der das die die amerikanischen Sanktionen aufgehoben oder
- 45:19gelockert wurden zum Beispiel. Was die nationale
- 45:25Fluggesellschaft Belavia angeht. Mittlerweile ist es so, dass
- 45:29Belavea von allen amerikanischen Sanktionen befreit ist und auch
- 45:33der Ankauf von von Boeings jetzt besprochen wird.
- 45:38Ja, was Düngemittel aus Belarus angeht, das ist auch ein
- 45:42weiteres Thema, wie bekannt ist Belarus, einer der weltweit
- 45:46größten Düngemittellieferanten, vor allem Kalium, mal
- 45:51kalidüngen, das hat sich auch gelockert.
- 45:55Wir besprechen auch verschiedene Projekte mit den USA, was den
- 46:01Ankauf von verschiedenen Hochtechnologie, Gütern aus den
- 46:04USA angeht und alles entwickelt sich positiv.
- 46:07Das heißt, die Amerikaner entwickeln hier Geschäftssinn,
- 46:11der offensichtlich den europäischen Ländern fehlt, und
- 46:15das bedeutet auch, dass es immer wieder Probleme gibt im
- 46:18Visabereich. Die Amerikanern sind pragmatisch
- 46:23und das ist gut so, dass es wirklich ein Zeichen der der,
- 46:27der der Realpolitik und es gibt jetzt rege Kontakte mit
- 46:33Washington, so viel ich weiß, gibt es demnächst auch weitere
- 46:38Kontakte und was zum Beispiel die EU angeht, wir haben
- 46:44mehrmals dieses Thema angesprochen mit europäischen
- 46:47Diplomaten, warum schickt niemand?
- 46:50Die EU, um wirklich zu einer Entschärfung beizutragen, zu
- 46:55einer, sagen wir, zu, zu, zum irgendwie, den das
- 46:59Konfliktpotenzial zu zu, zu verkleinern.
- 47:04Die Antworten waren ganz verschieden, aber die die
- 47:07Tatsache ist so, dass. Die Kontakte zwischen Belarus
- 47:13und der EU absichtlich auf unserer Seite reduziert werden,
- 47:19auch durch Visa Politik, die das sie angesprochen haben.
- 47:22Es gibt zum Beispiel ganz komische Situationen mit
- 47:28verschiedenen Botschaften, europäischen Botschaften in
- 47:31Minsk und ich möchte hier keine Vorwurf Würfe machen, aber.
- 47:39Wir haben jetzt die Situation, wo belarussen 18 Monate auf ein
- 47:44deutsches Visum warten müssen, um Deutschland besuchen zu
- 47:47können. Also als Bundesbürger kann ich
- 47:50ja ohne ein Visum nach Belarus reisen.
- 47:54Ganz genau. Während Europa hier einen neuen
- 47:58Eisernen Vorhang in Europa richtet.
- 48:02Haben wir beschlossen, dazu beizutragen, dass dieser Vorhang
- 48:08nicht aufgebaut wird, und wir haben das visafreie Regime
- 48:11eingeführt für 38 europäische Länder, darunter auch
- 48:15Deutschland und die europäischen Bürger, darunter auch Deutsche,
- 48:22Können Visafrei nach Belarus einreisen, egal wie sie
- 48:27ankommen, mit dem Auto, mit dem Bus oder.
- 48:30Mit dem Flieger über Drittländer es gibt ja keine direkte
- 48:32Flugverbindung zwischen der EU und Belarus, und man kann sich
- 48:37ohne Visum bis 30 Tage sich aufhalten in Belarus.
- 48:41Man kann x beliebig viele, viele Male nach Belarus einreisen, die
- 48:46Hauptsache, dass die Aufenthaltsdauer insgesamt im
- 48:50Jahr nicht 90 Tage übersteigt. Viele nutzen dieses Instrument
- 48:58und viele haben Belarus Besuch und besuchen besucht und
- 49:02besuchen immer noch. Und das führt schon zu wirklich
- 49:06ganz interessanten Effekten. Alle, die Belarus besucht haben,
- 49:10waren immer positiv beeindruckt, was die Lebensstandards angeht,
- 49:15was die Sicherheit angeht, was die Sauberkeit auf den Straßen
- 49:19angeht, was die Ordnung auf den Straßen angeht.
- 49:22Und langsam kam es dazu, dass auch einige Bundesbürger, sagen
- 49:30wir, schon langsam nach Belarus übersiedeln.
- 49:33Das haben wir nicht erwartet. Die Sowjetrepublik Belarus war
- 49:39vom deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 in besonderer
- 49:45Weise betroffen. Sie war Hauptkampfgebiet und die
- 49:48menschlichen Verluste waren dramatisch hoch.
- 49:51Wie wird es bei ihnen in Minsk wahrgenommen, wenn heute wieder
- 49:55deutsche Panzer in Donbas rollen?
- 50:01Der zweite, der der Zweite Weltkrieg ist wirklich eine
- 50:05Sache, die tief verankert ist im nationalen West.
- 50:09Also Selbstbewusstsein der Belarussen.
- 50:12Es ist so, dass der Zweite Weltkrieg tiefe Spuren
- 50:17hinterlassen hat, in jeder praktisch in ihrer
- 50:19belarussischen Familie. Nicht viele deutsche Wissen zum
- 50:24Beispiel, dass während des Krieges jeder dritte Belarus
- 50:27gefallen ist. Es ist furchtbar, man hat nicht
- 50:31nur Kampfhandlungen geführt auf unserem Territorium, man hat
- 50:34auch praktisch die Zivilbevölkerung vernichtet.
- 50:39Hunderte von Dörfern wurden in Belarus zusammen mit ihren
- 50:42Einwohnern, Bewohnern einfach niedergebrannt.
- 50:46Ein tragisches Zeichen, die diese ganzen Geschichte ist.
- 50:52Hatin das ist heutzutage ein eine Gedenkstätte nicht weit von
- 50:59Minsk, die wurde niedergebrannt, zusammen mit mit den Einwohnern,
- 51:05es wurden 100, Tausende Belarussen auch als
- 51:08Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt.
- 51:12Es ist so, dass. Wir praktisch bis jetzt die
- 51:18Folgen spüren und praktisch bis jetzt die Folgen spüren, weil
- 51:21unser Land komplett zerstört worden war und Minsk zum
- 51:25Beispiel zu über 90% Minsk lag total in Trümmern, die
- 51:31Hauptstadt, und deswegen feiern wir auch unseren
- 51:35Unabhängigkeitstag am 3. Juli, dass es Tag an dem Minsk
- 51:39befreit wurde. Und seit Unabhängigkeit haben
- 51:47wir gute Kontakte gehabt mit dem mit einfachen Bürgern.
- 51:55Und es gab viele, sagen wir, freundschaftliche Gespräche,
- 52:02freundschaftliche Reisen, die zu dieser Aussöhnung beigetragen
- 52:06haben. Es ist wirklich ein Wunder, dass
- 52:10wir wirklich. Ja, sagen wir zu.
- 52:16In einer Situation sind, wo wir mit Deutschland friedlich wohnen
- 52:21können oder zu koexistieren, dass es so ist.
- 52:25Und aber wir haben wirklich ein Land als ein Land, das wirklich
- 52:30am meisten gelitten haben hat im Zweiten Weltkrieg, lange auch
- 52:34auf eine offizielle Entschuldigung gewartet bis
- 52:382015. Und von großer symbolischen
- 52:43Bedeutung in diesem Sinne war der Besuch des Bundespräsidenten
- 52:48Frank Walter Steinmeier 2018 er war in Minsk zusammen mit dem
- 52:53österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van
- 52:55der Bellen, 3. Präsidenten von Deutschland, von
- 53:01Österreich und von Belarus haben auch eine Gedenkstätte eröffnet.
- 53:08Bei Minsk auf dem ehemaligen Territorium des
- 53:13Vernichtungslager, nicht Vernichtungslager, trotzdem
- 53:16jetzt. Das ist ein schrecklicher Ort,
- 53:20wirklich schrecklicher Ort, in dem 100 Tausende Menschen ihr
- 53:23Leben verloren haben. Nicht viele deutsche Wissen zum
- 53:27Beispiel, dass in diesem Ort auch Juden.
- 53:34Vernichtet wurden die extra aus Deutschland gebracht wurden oder
- 53:37aus Österreich nach Minsk oder bei Minsk und dort mit
- 53:41brutalsten Mitteln vernichtet wurden.
- 53:45Man kann wirklich sagen, dass also die die Vernichtung von
- 53:51belarussischen Juden, das ist wirklich eine ein eine einzige
- 53:53Geschichte, das ist wirklich furchtbar.
- 53:57Man kann sagen, dass Belarus 2 Völkermorde erlebt hat, im
- 54:02Zweiten Weltkrieg, vor allem also Holocaust von
- 54:05Belarussischen Juden und Völkermord an Belarussen als
- 54:10Teil der oslawischen Völker. Es war einfach furchtbar und wir
- 54:17fühlen uns wirklich nicht ganz wohl, dass hier in der Nähe von
- 54:22Belarus auch weiterhin deutsche Panzer.
- 54:25Hin und her fahren, dass zum Beispiel die 45.
- 54:31Bundeswehrbrigade in Litauen gebildet wird.
- 54:36Und bis 27 haben wir gehört, müssen da circa 500 Soldaten vor
- 54:43Ort sein. Das ist natürlich für uns sehr
- 54:45beunruhigt. Welche Gefühle weckt das in
- 54:47ihnen, wenn deutsche Panzer wieder in der Nähe von Belarus
- 54:51stationiert sind? Dann Erwachen muss ich ehrlich
- 54:56sagen, dann erwachen natürlich die Erinnerungen aus dem Zweiten
- 54:59Weltkrieg, der viel leiden, viel, viele Zerstörungen für
- 55:06unser Land gebracht hat. Sowas möchten wir auf jeden Fall
- 55:08vermeiden und wir beobachten natürlich.
- 55:16Ganz aufmerksam diese, diese Ereignisse, diese Bewegungen.
- 55:21Und wir unternehmen natürlich bestimmte Schritte, um eine
- 55:29Gefahr abzuwenden. Zusammen mit unseren russischen
- 55:32Partnern. Bundesaußenminister Wadepfuhl
- 55:35hat vor einiger Zeit geäußert, Russland wird immer unser Feind
- 55:40sein. Hier wird Belarus, so habe ich
- 55:43den Eindruck, in Mithaftung genommen aus den Opfern des
- 55:46deutschen Überfalls auf die Sowjetunion werden Täter
- 55:50gemacht. Was sagen Sie, wie wird das
- 55:53bewertet in Minsk, zu dieser Veränderung im Geschichtsbild?
- 55:59Das ist. In unseren Augen ein Fehler,
- 56:02dass so eine Politik betrieben wird, die ist gefährlich für die
- 56:07Sicherheitssituation in Europa und wir haben wirklich nie
- 56:12gedacht, dass sowas zu sowas kommen kann und es ist wirklich
- 56:17schrecklich, dass über 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg
- 56:22solche Stimmen entstehen oder solche Stimmen dann.
- 56:29Solche Sachen sagen. Und natürlich berücksichtigen
- 56:33wir alles, das in in unserer Außenpolitik, in unseren, sagen
- 56:37wir Vorbereitungen. Ich kann nur sagen, dass das ein
- 56:42Fehler ist. Sie selbst stehen mit ihrer
- 56:45gesamten Biografie für die Nähe zu Deutschland, für
- 56:48Gedankenaustausch, für Kooperation.
- 56:51Sie waren sehr früh in Austauschprogrammen, kennen die
- 56:54Bundesrepublik sehr lange. Was würden Sie raten?
- 56:58Wie kann man Zurückgelangen von der Konfrontation zur
- 57:01Kooperation? Es gibt, glaube ich, keine
- 57:06Alternative, den Dialog, den Dialog.
- 57:09Wenn man spricht, wird man miteinander kommuniziert, dann
- 57:13kann auch schwierige Themen ansprechen und man kann zu einer
- 57:17Lösung kommen, aber wenn man miteinander nicht spricht, dann
- 57:20kann man nichts erreichen. In diesem Sinne kann ich auch
- 57:24ein gutes Beispiel jetzt anführen mit mit den USA.
- 57:28Ja, es war auch ganz schwierig von Anfang an, aber dann hat die
- 57:33Trump Administration den Mut gefunden und den Willen gefunden
- 57:39zu sprechen und das hat ganz positive Ereignisse für beide
- 57:42Seiten gebracht und es ist auch ganz wichtig, dass nee, die
- 57:50Belarussen sind nicht nachtragend, wir sind immer
- 57:52offen für einen Dialog, aber es ist auch für uns wichtig, dass
- 57:59dieser Dialog auf der Grundlage der Gleichberechtigung und auf
- 58:05der Grundlage des gegenseitigen Respekts zustande kommt.
- 58:09Welche Vorschläge haben Sie konkret, um das Verhältnis zur
- 58:13zwischen Belarus und der Bundesrepublik Deutschland zu
- 58:16verbessern? Man muss einfach mit den Mitteln
- 58:20aufhören, die einfach nicht funktionieren.
- 58:23Diese Sanktionspolitik, diese, sagen wir wertepolitik man
- 58:29spricht mit uns so wie wie eigentlich in Diplomatie, nicht,
- 58:36ja, sagen wir nicht üblich ist. Wenn wir respektvoll miteinander
- 58:41umgehen, wenn wir aufeinander zukommen und einen Dialog
- 58:47angehen, dann kann man wirklich alle Probleme lösen.
- 58:50Man muss einfach miteinander sprechen, es gibt viele
- 58:53Instrumente, es gibt viele Instrumente, in der
- 58:56Vergangenheit hatten wir ganz, ganz gute Beziehungen in vielen
- 58:59Bereichen, im im Bereich Wirtschaft, im Bereich Sport, im
- 59:04Bereich Kultur, im im Bereich Wissenschaft, im Bereich
- 59:07Bildung. Sie wissen zum Beispiel nicht,
- 59:11dass zwischen Belarus und Deutschland eine sehr enge
- 59:17Partnerschaft besteht. Auf der regionalen Ebene zum
- 59:23Beispiel über 20 Paare, Belarussischer und deutsche
- 59:27Städte sind verbunden mit verschiedenen
- 59:32Partnerschaftsverträgen. Und diese Bewegung klebt immer
- 59:36noch und wir freuen uns, dass diese Volksdiplomatie auch ein
- 59:39bisschen auch den offiziellen Dialog unterstützt und
- 59:43unterstützen kann. Aber auf jeden Fall, wie gesagt,
- 59:46man muss einfach respektvoll aufeinander zugehen, ohne
- 59:51Vorwürfe, ohne Vorbedingungen, und wir müssen auf der einfach
- 1:00:01respektvoll miteinander umgehen. Konstantin Schischik, der
- 1:00:05Geschäftsträger der Republik Belarus in der Bundesrepublik
- 1:00:10Deutschland, plädiert für Dialog und Kooperation zwischen den
- 1:00:14beiden Ländern. Vielen Dank für dieses Gespräch.
- 1:00:17Vielen Dank für die Einladung. Wir bei gegen den Strom zeigen
- 1:00:20ihnen Positionen und Perspektiven, welche die
- 1:00:24Propaganda Medien verschweigen.