Latest / Digital Sense – The Human Side of AI / Folge 24: Staffelfinale Staffel 2 – Was wir über Führung im KI-Zeitalter gelernt haben
Transcript
- Dr. Lucien André Reuter: Stell dir vor, du schaust auf eine ganze Staffel zurück und merkst, wir haben gar nicht nur über KI gesprochen, wir haben über Verantwortung gesprochen. Über Angst, über Empathie, über Kontrolle, Energie, über den Klimawandel und immer wieder über dieselbe Frage. Wie bleiben wir als Mensch klar, wenn Technologie alles schneller macht? Yvonne Faoual: Und vielleicht, liebe Lucien genau das ist rote Faden dieser Staffel. KI verändert nicht nur Prozesse, KI zeigt uns ja auch, wie wir führen, wie wir entscheiden, wie wir kommunizieren und wie bewusst wir mit Menschen umgehen. Dr. Lucien André Reuter: Damit ein herzliches Halli, Hallo, Hallöle bei Digital Sense, the human side of AI. Wie immer mit dabei die liebe Yvonne. Hallöchen. Heute ist Folge 24 unserer Staffelfinale von Staffel 2, wie schnell die Zeit rumgeht. Yvonne Faoual: Tschüsschen! Wahnsinn, ne? Und heute machen wir das bewusst anders. Keine neue These, kein neues Modell, kein neuer Gast. Heute schauen wir einfach mal zurück auf alles, was in Staffel 2 passiert ist. Dr. Lucien André Reuter: Absolut. Wir gehen nochmal alles durch von Anfang, also von Folge 13 an, klären die wichtigsten Folgen, die wichtigsten Gedanken, unsere größten Aha-Momente und wir versuchen daraus einen roten Faden zu bauen, was wir über Führung im KI-Zeitalter gelernt haben, dass auch ihr als Zuhörer vielleicht die eine oder andere Folge verpasst haben solltet, hier nochmal eine Zusammenfassung bekommen könnt und einfach dann nochmal sagen könnt, okay, die Folge 14 zum Beispiel, die war spannend, die höre ich mir jetzt nochmal im Ganzen an. Yvonne Faoual: am Ende schauen wir einfach nochmal nach vorne, denn Staffel 3 wird anders, noch praktischer, noch näher an der Umsetzung und noch mehr hands-on. Dr. Lucien André Reuter: in Staffel 3 wollen wir mit euch ganz viele Gäste begrüßen und dort wirklich reinschauen, wie heute schon KI dort umgesetzt wird. Nicht einfach nur als Hochklanspräsentation, sondern im echten Alltag Use Cases. Was funktioniert, was funktioniert nicht? Wo sind Best Practices? Wo ist irgendwas schiefgelaufen? Was haben die Leute schon ausprobiert und was würden sie wieder tun und was würden sie auf gar keinen Fall wieder tun? ⁓ Yvonne Faoual: aber bevor wir nach vorne schauen, schließen wir Staffel 2 sauber ab. Denn diese Staffel hat ein ganz klares Thema, Führen im KI-Zeitalter. Dr. Lucien André Reuter: Damit kommen wir direkt zur Folge 13, mit der sie startet. Ida Shipp im Zeitalter von KI. Das war für mich so ein bisschen eine Grundsatzfolge, würde ich fast sagen, der ganzen Staffel. War ja natürlich auch so beabsichtigt. Die Frage war, was muss menschlich bleiben, egal wie gut KI wird? Yvonne Faoual: Genau und ich glaube diese Frage ist im Laufe der Staffel immer wichtiger geworden, weil KI natürlich unglaublich viel kann. Sie kann vorbereiten, strukturieren, analysieren, beschleunigen, aber sie kann nicht für uns Sinn herstellen. Dr. Lucien André Reuter: absolut und sie kann keine Verantwortung tragen. Das war so ziemlich der zentrale Punkt in der Staffel. Wir dürfen uns nicht hinter dem Satz verstecken, die KI hat entschieden. Der Satz klingt anfangs harmlos, aber wir verschieben einfach die Verantwortung von uns weg. Yvonne Faoual: Genau. Und damit verändern wir natürlich auch die Kultur. Wenn Menschen anfangen zu sagen, das hat das Tool ausgespuckt, dann wird Verantwortung unsichtbar. Und wenn Verantwortung unsichtbar wird, wird Vertrauen brüchig. Dr. Lucien André Reuter: Für Führung heißt das, KI kann ein enorm starker Sparing-Partner sein. Aber Führung bleibt dort, wo Werte gewichtet werden, wo entschieden wird, was wichtig ist, wo Sinn erklärt wird und wo Kultur gestaltet wird. Yvonne Faoual: war diese Folge so wichtig als Startpunkt, weil wir nicht gefragt haben, welches Tool brauchen Führungskräfte, sondern welche Haltung brauchen Führungskräfte, damit Tools nicht die Führung übernehmen. Dr. Lucien André Reuter: Mein Takeaway aus Folge 13 war, Technologiekompetenz ist Führungsverantwortung. Nicht weil jede Führungskraft prompten können muss wie ein Entwickler, sondern weil jede Führungskraft verstehen muss, welche Entscheidungen sie nicht delegieren darf. Yvonne Faoual: Und ich glaube der Mini-Impuls aus dem ganzen war eigentlich ziemlich stark, es ging ja letztendlich darum, welche Führungsentscheidungen willst du nicht delegieren und warum. Dr. Lucien André Reuter: Das bleibt für mich die erste große Klammer von Staffel 2. KI darf Entscheidungen vorbereiten, aber sie darf nicht unsere Verantwortung ersetzen. Yvonne Faoual: In Folge 14 ging es darum, Empathie als Schlüssel zum Transformationsprozess oder als der Schlüssel als Transformationsprozess. Und für mich war diese Folge so unglaublich wichtig, weil wir ja Empathie sehr, oft falsch verstehen. Genau, als Kuschelfaktor alle, wir sind alle lieb zueinander, aber darum ging es halt überhaupt nicht, sondern Empathie ist im Wandel ein Führungsinstrument und gerade dann, wenn Menschen innerlich aussteigen. Dr. Lucien André Reuter: Als Nettigkeit. Das fand ich wirklich stark an der Folge. Veränderung scheitert selten an der Strategie. Sie scheitert oft daran, dass Menschen emotional nicht mitgehen und dieses Aussteigen passiert nicht immer laut. Yvonne Faoual: passiert natürlich sehr oft leise. Menschen werden zynisch, sie machen nur noch ihren Job, sie hören auch Fragen zu stellen, sie gehen nicht mehr in den Widerstand, sondern komplett in den Rückzug. Dr. Lucien André Reuter: Und wir haben darüber gesprochen, dass Veränderung für unser Nervensystem, das hast du uns beigebracht, erstmal Unsicherheit bedeutet. Egal wie toll die Folien aussehen und wie logisch die Veränderung darauf aussieht. Yvonne Faoual: Nervensystem fragt nicht, ist es strategisch sinnvoll, sondern es fragt, bin ich sicher oder werde ich noch gebraucht? Kann ich mithalten, verliere ich Kontrolle? Und solange diese Fragen nicht gesehen werden, entsteht natürlich auch Druck. Dr. Lucien André Reuter: Wir hatten auch diese typischen Reaktionen. Fight, flight, freeze. Also Kampf, Flucht, Erstarrung. Und wenn die Führung das nicht erkennt, interpretiert sie das superschnell falsch. Yvonne Faoual: dann wird nämlich aus Angst plötzlich angeblich mangelnde Motivation und aus Überforderung wird angeblich Widerstand und aus Unsicherheit wird dann einfach angeblich schlechte Haltung. Dr. Lucien André Reuter: Für mich war der wichtigste Satz aus der Folge Empathie ist keine Weichheit. Empathie ist Führung unter Unsicherheit. Yvonne Faoual: praktische Impuls war ja, stell in Gesprächen eine einzige Frage. Was macht dir an dem, was hier gerade passiert, am meisten Druck oder Angst? Und dann nicht sofort lösen, nicht relativieren, nicht erklären, sondern erst einfach mal hören. Dr. Lucien André Reuter: das ist sowohl ein Muster, das sich durch die ganze Staffel zieht, aber auch etwas, was ich in jedem Alltag immer wieder vor Augen halten muss und auch immer noch besser verinnerlichen muss. Nämlich Führung beginnt mit besserem Hinhören. Danach kam unser erster Gast in Staffel 2 ⁓ einer Doppelfolge, Alexander Hildibrandt, rein. Unser Arbeitstitel, Folgetitel hieß, wie man Menschen wirklich mitnimmt, jenseits von Change Folien. Yvonne Faoual: Und ich glaube, diese Folge war deshalb so wichtig, weil sie sehr deutlich gemacht hat, Menschen werden nicht mitgenommen, nur weil man ihnen etwas erklärt. Dr. Lucien André Reuter: Das ist wahrscheinlich eine der größten Illusionen, ich auch regelmäßig im Alltag begegne bei meinen Kunden. Es wird Präsentation erzeugt, man erklärt den Use Case oder den Business Case, zeigt die Roadmaps, vielleicht noch ein schönes Zielbild. Und dann wird einfach mal davon ausgegangen, dass es alle verstanden haben müssen, warum wir das jetzt machen. Yvonne Faoual: Ja und verstehen es halt absolut nicht automatisch, ich gehe mit und Zustimmung ist auch nicht automatisch Leistungsfähigkeit. Dr. Lucien André Reuter: Alexander hat sehr stark über Digital Fitness gesprochen, die Fähigkeit in einer digitalen Welt, handlungsfähig zu bleiben, nicht nur Tools zu erkennen oder zu kennen, sondern Orientierung zu haben. Yvonne Faoual: Genau. Und ich glaube, auch super schön war, er hat einfach einen wichtigen Unterschied aufgezeigt. Wir brauchen nicht einfach Spielwiesen, sondern wir brauchen wirklich richtige Erfahrungsräume. Dr. Lucien André Reuter: Das fand ich sprachlich super wertvoll. Spielwiese klingt für viele Führungskräfte nach Zeitvertreib. Das hat automatisch eine negative Behaftung. Erfahrungsraum klingt nach, ich darf etwas ausprobieren, bevor es ernst wird, darf lernen, ohne sofort bewertet zu werden. Yvonne Faoual: glaube das fehlt tatsächlich auch in vielen Transformationen. Menschen sollen neue Systeme, neue Prozesse, neue KI-Werkzeuge sofort produktiv nutzen. Aber sie hatten vorher nie Raum sich damit sicher zu fühlen. Dr. Lucien André Reuter: Ein zweiter wichtiger Punkt war die Story. Veränderung braucht nicht nur Kommunikation. Veränderung braucht eine Geschichte, die hängen bleibt. Yvonne Faoual: Genau. Und die sollte erzählen, warum machen wir das Ganze, wofür machen wir das Ganze und was kommt denn dann als nächstes. Natürlich. Dr. Lucien André Reuter: meine geliebten drei Punkte mal wieder. Aber sie sind hier wirklich hilfreich. Wenn Menschen das Warum nicht verstehen, wirkt Veränderung wie Fremdbestimmung. Wenn sie das Wofür nicht verstehen, wirkt Veränderung wie Aktionismus. Und wenn sie nicht wissen, was als nächstes kommt, entsteht Unsicherheit. Yvonne Faoual: Und dann ist es egal, wie gut die Change-Folien aussehen. Die innere Frage bleibt dann doch, was bedeutet das eigentlich für mich persönlich? Dr. Lucien André Reuter: Alexander hat in dem Kontext auch über Antipattern gesprochen, also über Grundmuster in Organisationen, die immer wieder dafür sorgen, dass Transformation hängen bleibt. Yvonne Faoual: Ich glaube, ist ein ziemlich wichtiger Punkt. Man kann nicht einfach eine neue Strategie über alte Muster legen, wenn die Muster nicht ausgesprochen werden. Reproduziert das System immer wieder dasselbe Verhalten. Dr. Lucien André Reuter: Und das war genau die Kernaussage für mich aus dieser Doppelfolge. Transformation gelingt nicht nur durch mehr Kommunikation alleine. Sie gelingt durch Kontext, Befähigung, Erfahrungsräume und einer wirklich guten Story, die Menschen weiter erzählen können. Yvonne Faoual: Vielleicht ist es sogar genau der Unterschied zwischen wir haben es kommuniziert und die Menschen haben es wirklich verstanden. Dr. Lucien André Reuter: Wirklich hängen geblieben, als Satz ist mir mehr Kommunikation ersetzt keine Befähigung und manchmal bringen drei klare Sätze mehr als 30 schöne Powerpoints Folien. Folge 16. hatten einen weiteren richtig guten Gast. Da ging es Schlag auf Schlag mit den Gästen. Dominik. Ein Gast, bei dem das Thema KI-Agenten auf einmal sehr konkret wurde. Nicht als Zukunftsvision, sondern als gelebter Organisationsalltag. Yvonne Faoual: Ja und ich fand es super, super spannend, weil es ging hier nicht mehr nur ⁓ die Frage, ob KI ein Tool ist, sondern die größere Frage beim Dominik war ja wirklich, wird KI zum Kollegen, zum Mitglied oder zum Teammitglied oder sogar zum Teil der Organisation? Dr. Lucien André Reuter: Und das war so spannend bei Dominik. Der hat ja nicht nur beschrieben, was in der Theorie irgendwo passiert, sondern wie es bei Leaders of AI tatsächlich gelebt wird. Menschen im Team zusammen mit der KI, klare Rollen, klare KI-Assistenten mit Namen, mit Aufgaben. Also nicht nur wir nutzen ab und zu mal Schetchipiti, sondern KI-Ingenten übernehmen definierte Aufgaben entlang der kompletten Wirtschaftspunktkette. Yvonne Faoual: Zum Beispiel im Content, im Vertrieb, in der Produktentwicklung oder in administrativen Prozessen. Und genau da wird es für Führungskräfte greifbar. Wenn KI operative Arbeit übernimmt, verändert sich die Rolle von Führung. Dr. Lucien André Reuter: Und dann heißt Führung nicht einfach nur mehr Menschen zu koordinieren, sondern Führung bedeutet dann auf einmal auch Aufgaben sauber zu beschreiben, Qualitätsanforderungen explizit zu machen, Leitplanken zu setzen und KI-Systeme sinnvoll in die Abläufe einzubinden. Yvonne Faoual: damit sind wir mitten in unserem Staffelthema. Denn was Dominik erzählt hat, klingt technisch, ist aber in Wahrheit hochmenschlich. Weil wenn eine Organisation KI-Agenten einführt, braucht sie ja Klarheit, Sprache, Vertrauen und transparente Rahmenbedingungen. Dr. Lucien André Reuter: Er hat das super praktisch runtergebrochen, finde ich. Erst müssen die Hausaufgaben gemacht werden, also Datenschutz, Betriebsvereinbarung, Plattformen, Regeln, Sicherheit. Das ist vielleicht nicht der aufregendste Teil bei der ganzen KI-Reise, aber ohne diese Basis als Fundament entsteht automatisch superschnell eine Schatten-IT. Yvonne Faoual: Und der zweite Punkt war ja die rollenbasierte Weiterbildung. Also nicht alle brauchen beispielsweise dieselbe Schule. Eine Führungskraft braucht andere Kompetenzen als jemand, der in der Fachabteilung konkrete KI-Agenten baut oder Prozesse damit unterstützt. Dr. Lucien André Reuter: 3 war die Community, also Räume, denen Menschen intern und auch extern voneinander lernen können, best practices teilen und auch offen sagen können, das hat bei uns nicht funktioniert, wie bei uns in Staffel 3. Yvonne Faoual: Und für mich war das tatsächlich, bzw. ist es auch ein zentraler Satz aus dieser Folge. Also KI-Einführung gelingt ja nicht immer über Einheitspreise, sie gelingt ja über gemeinsames Lernen. Dr. Lucien André Reuter: Besonders stark fand ich von Dominik die eine These, dass Führungskompetenz durch KI noch wichtiger wird, weil in Zukunft nicht nur Führungskräfte führen, sondern auch sehr viele Mitarbeitende kleine KI-Systeme Assistenten oder Agenten führen müssen. Yvonne Faoual: Und ich glaube damit bekommen sogenannte Soft Skills eine komplett neue Bedeutung, was ja auch für mich jetzt beispielsweise ein super spannendes Thema war. Gerade wenn es ⁓ das Thema Kommunikation geht, Feedback, kritisches Denken, Erwartungsklarheit, ethische Einordnung war auch so ein ganz großer Punkt, den ich super spannend fand. Und das sind dann plötzlich keine weichen Nebenthemen mehr, sondern wirklich harte Zukunftskompetenzen, die wir da brauchen. Dr. Lucien André Reuter: und gleichzeitig hat Dominik eine richtig harte und wichtige Grenze gezogen. Nicht alles, was automatisierbar ist, muss automatisierbar werden. Manchmal ist eine einfache Schocklösung besser als drei KI-Agenten und manchmal sollte KI nicht bewusst nicht in bestimmten Kommunikationsräumen eingreifen. Yvonne Faoual: Ich fand das sehr wichtig, denn menschlich bleiben heißt nicht KI abzulehnen. Menschlich bleiben heißt bewusst zu entscheiden, wo hilft KI wirklich, wo entlastet sie, wo macht sie Qualität besser und wo braucht es weiterhin echte menschliche Beziehungen. Dr. Lucien André Reuter: Und deshalb passt der Satz von Dominic supergut in unser Staffelfinal rein. Tomorrow is human. Gerade weil KI stärker wird, wird Menschlichkeit nicht unwichtiger. Sie wird sichtbarer. Yvonne Faoual: Vielleicht ist es genau das, die Brücke zu den nächsten Folgen. Je mehr KI kann, desto klarer müssen wir wissen, was wir Menschen verantworten wollen. In Folge 17 ging es ja ⁓ das Thema Kontrollverlust. Und ich erinnere mich noch gut an den Einstieg. Wenn alles schneller wird, fühlt sich denn dann Kontrolle plötzlich wie Sicherheit an? Dr. Lucien André Reuter: Und das ist eine ganz große Falle. Denn häufig erzeugt mehr Kontrolle nicht mehr Qualität, sondern deutlich mehr Reibung. Yvonne Faoual: Und gerade im KI-Kontext sieht man das ja sehr schnell. Wenn jede Idee, jeder Test, jedes kleine Pilotprojekt erst durch mehrere Ebenen muss, dann stirbt die Innovation und bevor sie überhaupt anfangen kann. Dr. Lucien André Reuter: Absolut. Wir hatten das Beispiel gehabt, wenn ich mich richtig erinnere, ein Unternehmen will KI-native werden, aber jede Idee muss monatelang vorhergeprüht werden. Das Ergebnis ist nicht Sicherheit, das Ergebnis war automatisch Stillstand. Yvonne Faoual: Deshalb war die entscheidende Unterscheidung Kontrolle nicht dasselbe wie Leitplanken. Dr. Lucien André Reuter: Kontrolle sagt, ich muss alles sehen, bevor etwas passiert. Leitplanken sagen, innerhalb dieses Rahmens, da darfst du handeln. Yvonne Faoual: Und für die Teams ist das super wichtig, weil Menschen brauchen Klarheit darüber, was sie dürfen, was sie nicht dürfen, wofür sie Verantwortung tragen und wann sie eskalieren müssen. Dr. Lucien André Reuter: Und genau dann bleibt Verantwortung im Team. Und das ist mir persönlich super wichtig. Wenn ich Menschen einstelle, weil wir ihrem Kompetenz zutrauen, dann sollten wir sie nicht mit jedem neuen Tool wieder entmündigen. Yvonne Faoual: Das heißt aber nicht, dass wir alles laufen lassen. Dr. Lucien André Reuter: Nein, gar nicht. Es heißt gute Leitplanken bauen. Also klare Regeln zu Daten, Verantwortung, Transparenzen, Freigaben, Risikogrenzen, aber dann auch Freiraum geben und gewähren. Yvonne Faoual: Mein Take-Away aus Folge 17 war ja, oder ist es, Kontrollverlust ist nicht automatisch das Ende von Führung. Er kann der Anfang von reiferer Führung sein. Dr. Lucien André Reuter: weil Führung dann nicht mehr bedeutet alles selbst zu überblicken, sondern ein System zu schaffen, dem Menschen verantwortungsvoll handeln können. Folge 18 hatte für mich einer der stärksten Einstiegssätze der Staffel. Ohne Sicherheit keine Fragen. Ohne Fragen kein Lernen. Und ohne Lernen keine Zukunftssicherheit. Yvonne Faoual: Ich glaube, genau daran scheitern sehr viele Unternehmen. Nicht an der KI selbst, sondern an der Angst davor. Dr. Lucien André Reuter: Wir haben in der Folge darüber gesprochen, dass psychologische Sicherheit kein Nice-to-have ist. Sie ist die Grundlage dafür, dass Menschen Fragen stellen, Fehler benennen und Neues lernen können. Yvonne Faoual: Und sie beginnt ja sehr stark bei der Führung. Wenn Führungskräfte selbst in Angst leben oder in der Angst sind, können sie keine Sicherheit ausstrahlen. Dr. Lucien André Reuter: Das war auch so super wichtig. Führungskräfte sind nicht außerhalb des Systems. sind mitten drinnen. Sie haben eigene Unsicherheiten, eigene Rollenängste, eigene Überforderungen. Yvonne Faoual: Und Angst ist ansteckend. Wie ein fauler Apfel in der Kiste, aber Sicherheit und Freude sind eben auch ansteckend. Dr. Lucien André Reuter: Im KI-Kontext bedeutet das, wenn Mitarbeitende spüren, dass Fragen gefährlich sind, werden sie keine Fragen mehr stellen. Wenn sie spüren, dass Fehler bestraft werden, werden sie Fehler unter den Tisch kehren. Und wenn sie das Gefühl haben, dass sie mit ihrer Unsicherheit alleine sind, dann habe ich Widerstand. Yvonne Faoual: Aber Unsicherheit ist ja erstmal normal. Niemand muss so tun, als hätte er alles verstanden. Gerade bei KI wäre das sogar super gefährlich. Dr. Lucien André Reuter: Absolut, weil die Technologie sich so schnell verändert und weil niemand seriös sagen kann, ich habe das Thema komplett abgeschlossen. Das gibt es nicht. Yvonne Faoual: Und deshalb brauchen Teams ja auch eine Kultur, in der man einfach sagen darf, ich verstehe das noch nicht. Ich brauche Kontext, ich habe Sorge, ich sehe da ein Risiko. Dr. Lucien André Reuter: Und Führung muss diese Sätze nicht einfach nur erlauben, dass wir sagen, das ist okay, wir sprechen jetzt darüber, sondern aktiv einladen und auch fordern. Yvonne Faoual: Der Kern der Folge war für mich, psychologische Sicherheit ist nicht nett, sie ist eine Leistungsbedingung. Dr. Lucien André Reuter: Und gerade in KI-Projekten vielleicht eine der wichtigsten überhaupt. Denn ohne Sicherheit gibt es kein Lernen. Und ohne Lernen bleibt jede KI-Strategie eine Folie in PowerPoint. Yvonne Faoual: kommen wir direkt zu Folge 19, weil da ging es um das Thema Selbstführung. Und das war fast zwangsläufig schon der nächste Schritt. Dr. Lucien André Reuter: weil man keine Sicherheit in ein Team reinbringen kann, wenn man der eigenen Sicherheit überhaupt nicht umgehen kann. Yvonne Faoual: Führungskräfte tragen unglaublich viel Verantwortung. treffen Entscheidungen, halten Teams zusammen, koordinieren, reagieren, motivieren und am Ende fragen sich trotzdem, habe ich heute wirklich geführt? Habe ich heute wirklich gut geführt? Dr. Lucien André Reuter: That's the point! Viele Führungskräfte sind nicht faul, nicht unorganisiert und auch nicht zu wenig resilient. Sie arbeiten in Systemen, die widersprüchliche Erwartungen erzeugen. Yvonne Faoual: So soll es klar sein, aber nicht hart, empathisch, nicht beliebig, schnell, aber sorgfältig, strategisch, aber operativ verfügbar, sichtbar, aber nicht dominant. Dr. Lucien André Reuter: Und irgendwann wird dann Führung automatisch reaktiv. Nicht weil jemand nicht führen will, sondern weil das System dauernd einfach nur zieht. Yvonne Faoual: Ja, und wir hatten diese Unterscheidung zwischen entschlossener Reaktion und reflexhafter Reaktion. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Dr. Lucien André Reuter: Ja, nämlich entschlossene Reaktionen. So haben wir gelernt. Heißt, ich sehe die Situation und wähle bewusst, was jetzt dran ist. Und reflexhaft heißt, reagieren, irgendwas passiert, ich springe sofort. Yvonne Faoual: Und dieses Springen fühlt sich halt kurzfristig oft gut an. Dr. Lucien André Reuter: wenn man sich wirklich wirksam fühlt. Wir können Haken setzen, Problemen gelöst, kleine Endorphinausschüttungen, aber echte Führungswirkung entsteht nicht durch die Sofortreaktion, sie entsteht durch Struktur, Wiederholbarkeit und Richtung. Yvonne Faoual: Selbstführung heißt dann nicht, ich optimiere mich noch mehr, sondern ich nehme wahr, welche Muster mich gerade steuern. Dr. Lucien André Reuter: Ein Satz, der mir aus dieser Folge, also Folge 19, hängen geblieben war, ist, wenn du dich nicht selbst führst, wirst du leicht zum leistungsstarken Reperteur eines Systems, das du eigentlich führen solltest. Yvonne Faoual: Das ist ziemlich hart, aber auch ziemlich zutreffend. Dr. Lucien André Reuter: und es schließt direkt an Folge 18 an. Wer andere durch Unsicherheit führen will, muss lernen, mit eigener Unsicherheit bewusst umzugehen. Dann haben wir zwei Sonderfolgen gemacht. Erst Yvonne's auf dem heißen Stuhl und dann ich auf dem heißen Stuhl. Yvonne Faoual: Ja und ich glaube das war wirklich wichtig, weil Digital Dissens ja nicht nur ein Format für Menschlichkeit sein will, man muss die Menschen dahinter auch ein bisschen spüren können. Dr. Lucien André Reuter: Genau. Wir haben uns nicht über KI, über Führung, über Transformation definiert, sondern über peinliche Angewohnheiten, Geschmacksverringerungen, Verirrungen und private Geschichten. Yvonne Faoual: Und ich möchte nur festhalten, manche Dinge hätten nicht wirklich auf LinkedIn gehört. Dr. Lucien André Reuter: Aber das war doch gerade der Punkt. Nicht alles, was einen Mensch ausmacht, ist ein LinkedIn-Post. Yvonne Faoual: Und trotzdem hat es mit dem Podcast zu tun. Denn Vertrauen entsteht nicht nur über Expertise, Vertrauen entsteht natürlich auch darüber, dass man spürt, da sitzen wirklich echte Menschen mit Macken, mit Fehlern, mit allem Drum und Dran. Dr. Lucien André Reuter: Für mich waren die Folgen auch so ein bisschen Erinnerungen daran, dass wir über Menschlichkeit nicht abstrakt sprechen sollten. Wenn wir sagen, the human side of AI, dann heißt es auch Humor, Eigenheiten, Biografien, Unsicherheit, Macken und auch vor allem Leidenschaft. Yvonne Faoual: Vielleicht war das ja genau auch dieser Beitrag dieser Sonderfolge zur Staffel. Menschlichkeit ist nicht nur ein Thema, sie ist auch eine Art, wie man miteinander spricht, wie man miteinander umgeht und wie man ja miteinander auch agiert. Dr. Lucien André Reuter: Und sie hat Grenzen. Nicht jede private Information gehört in die Öffentlichkeit, das ist ganz klar. Aber ein bisschen Persönlichkeit hilft dabei, Inhalte nicht steril werden zu lassen. Yvonne Faoual: gerade bei KI ist das wichtig, weil das Thema schnell technisch abstrakt und kalt werden kann. Dr. Lucien André Reuter: Unsere beiden Solda-Folgen haben gezeigt hinter Digital Sense, dass zwei Menschen, die unterschiedlich denken, unterschiedlich ticken, sich gegenseitig herausfordern. Das machen wir sehr gerne und trotzdem dasselbe Ziel haben. Yvonne Faoual: menschlich einordnen, Führung bewusster machen und Menschen helfen, digitalen Wandel nicht innerlich auszusteigen. Dr. Lucien André Reuter: Und dann kam Folge 22 mit... Oh ja, die war cool, mit Arndt zusammen, meinem Nachbarn. KI und Klimawandel. Ganz neues Thema. Auf den ersten Blick ein Ausreißer in unserer Führungsstaffel? Nee, weil es geht wieder um Verantwortung, nur deutlich größer gedacht. Yvonne Faoual: Das super. Aber eigentlich gar nicht. Genau, wir haben nämlich gefragt, ist KI Teil der Lösung oder Teil des Problems? Dr. Lucien André Reuter: Und Aand hat dabei sehr klar gemacht, dass Klimawandel nicht einfach nur es wird wärmer bedeutet, sondern dass Gleichgewichte kippen. Strahlungsbilanz, CO2, mehrere Kipppunkte, Versauerung, ganze Systeme. Yvonne Faoual: passt sehr, sehr gut zu unserem Führungsthema, weil auch Organisationen Systeme sind und wenn Gleichgewichte kippen, merkt man das oft erst leider zu spät. Dr. Lucien André Reuter: Superspannend für mich war auch der Blick auf die Ambivalenz. KI kann helfen, komplexe Systeme besser zu verstehen, Prozesse zu optimieren, Logistik effizienter zu machen und Ressourcen intelligenter einzusetzen. Yvonne Faoual: aber KI selber verbraucht eben auch Energie, Infrastruktur, Rechenleistung und sie ist nicht automatisch nachhaltig, nur weil sie digital ist. Dr. Lucien André Reuter: Das war für mich die wichtige Haltung an der ganzen Geschichte. Nicht naiv technologiekläubig zu werden, aber auch nicht zynisch abbinden. Yvonne Faoual: sondern bewusst zu fragen, wo hilft Technologie wirklich, wovor schiebt sie nur Probleme und wer kriegt die Verantwortung für die Folgen letztendlich. Dr. Lucien André Reuter: Gegen Ende kamen wir auch auf die nächste Generation. Was wir heute tun, damit unsere Kinder, Mitarbeitenden, Nachfolgerinnen und Nachfolger mit ihnen konsequent leben können. Yvonne Faoual: Damit war die Folge natürlich auch sehr, nah an Digital Dissens, denn KI ist nicht nur ein Werkzeug im Unternehmen, sie ist Teil größerer gesellschaftlicher, ökologischer und komplexer wirtschaftlicher Zusammenhänge. Dr. Lucien André Reuter: Mein Take-Away von Folge 22. Verantwortungsvolle KI bedeutet nicht nur Datenschutz-Uneffizienz, sie bedeutet auch die Nebenwirkungen mitzudenken. Ökologisch, sozial, aber auch wirtschaftlich. Yvonne Faoual: In Folge 23 kam ein absolutes Lieblingsthema, ja, bewusst führen statt reagieren, nämlich führen ohne auszubrennen und da ging es komplett um das Thema Energy Leadership. Dr. Lucien André Reuter: Für mich war das fast die logische Abschlussfolge von dem Finale, weil wir nach Verantwortung, Empathie, Sicherheit, Kontrolle, Selbstführung am Ende bei Energie gelandet sind. Yvonne Faoual: Und wir haben uns nicht nur die Frage gestellt, wie viel Energie habe ich noch, sondern vor allem auch mit welcher Energie bin ich unterwegs, mit welcher Energie führe ich. Dr. Lucien André Reuter: Und das ist ein ganz wichtiger Unterschied. Viele Führungskräfte behandeln sie wie eine endlose Ressource. Kalendervoll, akkulär, aber nach außen trotzdem funktionieren. Kenn ich selbst. Yvonne Faoual: Genau. Und irgendwann führt man dann eben nicht mehr aus Klarheit, sondern aus kompletter Erschöpfung und man reagiert eben nur noch. Dr. Lucien André Reuter: Wir haben darüber gesprochen, dass Energy Leadership mit Selbstverwaltung beginnt. Also was passiert gerade in mir drinnen? In welchem Zustand treffe ich gerade eine Entscheidung? Welche Energie bringe ich in mein Team mit ein? Yvonne Faoual: Wir haben es ja in den anderen Folgen davor schon gehabt, Energie ist ansteckend. Eine überreizte Führungskraft überträgt Druck, eine klare Führungskraft gibt Orientierung. Eine erschöpfte Führungskraft kann nur funktionieren, aber oft nicht mehr bewusst gestalten. Dr. Lucien André Reuter: Wir hatten für mich einen sehr schmerzhaften Punkt, was Pausen und echte Regeneration angeht. Nicht nur ich gehe kurz ans Handy, sondern wirklich mal rausgehen, nichts tun, Nervensystem, runterfahren. Shut down. Yvonne Faoual: Und das klingt für viele erstmal vollkommen unmöglich. Dr. Lucien André Reuter: Ja, weil sofort der Kopf anspringt, wie soll das gehen? Ich kann nicht einfach nichts tun, aber genau daran merkt man eigentlich, wie notwendig das ist. Yvonne Faoual: Und für Führung heißt das, wer dauerhaft Verantwortung trägt, muss ja auch Verantwortung für die eigene Energie übernehmen. letztendlich damit auch verantworten. Also er trägt ja nicht nur für sich Verantwortung, sondern auch Verantwortung für das gesamte Team. Dr. Lucien André Reuter: Der Abschlussgedanke aus Folge 23 war meines Erachtens sehr stark. Gute Führung beginnt nicht bei mehr Kontrolle, sondern bei bewusster Energie. Yvonne Faoual: Und damit schließt sich eigentlich die ganze Staffel, denn bewusste Energie, Selbstführung, psychologische Sicherheit, Empathie, Leitplanken und Verantwortung gehören natürlich komplett zusammen. Dr. Lucien André Reuter: Und wenn ich jetzt heute auf Staffel 2 schaue, dann sehe ich einen ziemlich schönen, klaren, roten Faden. Yvonne Faoual: Tatsächlich nur einen und nicht drei und welchen. Dr. Lucien André Reuter: Leider keine drei, sondern ganz runtergebrochen. haben angefangen mit was muss menschlich bleiben, wenn KI immer besser wird? Und die Antwort ist im Laufe der Staffel immer konkreter geworden. Yvonne Faoual: Genau, das Thema Verantwortung muss menschlich bleiben. Dr. Lucien André Reuter: Empathie muss menschlich bleiben. Yvonne Faoual: Sicherheit muss menschlich bleiben. Dr. Lucien André Reuter: Leitplanken müssen ganz bewusst gesetzt werden. Yvonne Faoual: Selbstführung kann nicht wegdelegiert werden. Vielleicht kann man sagen, Staffel 2 war keine Tool-Staffel, sie war eine Haltungsstaffel. Dr. Lucien André Reuter: und Energie auch nicht. Ja, und genau das ist wichtig. Weil viele Unternehmen gerade glauben, sie müssten beim Thema KI zuerst Tools auswählen, aber vorher müssen sie klären, wie sie führen wollen. Yvonne Faoual: KI verstärkt, da ist. Wenn eine Organisation klar ist, kann KI Klarheit verstärken. Wenn eine Organisation chaotisch ist, kann KI Chaos beschleunigen. Dr. Lucien André Reuter: Wenn Verantwortung sichtbar ist, kann KI Entscheidungen vorbereiten. Wenn Verantwortung gefußt ist, kann KI als Ausrede eingesetzt werden. Yvonne Faoual: Und wenn psychologische Sicherheit da ist, dann kann KI lernen zu beschleunigen. Wenn Angst dominiert, wird KI zum Bedrohungsymbol. Dr. Lucien André Reuter: Wenn wir und unsere Führungskräfte sich selbst nicht führen, wird KI nur ein weiterer Beschleuniger in einer ohnehin überlastenden System sein. Yvonne Faoual: Und das ist, glaube ich, vielleicht die wichtigste Botschaft dieser Staffel. KI zwingt uns nicht, weniger menschlich zu führen. Sie zwingt uns, wirklich bewusster menschlich zu führen. Dr. Lucien André Reuter: Damit, liebe Yvonne, sind wir perfekt vorbereitet für Staffel 3. Yvonne Faoual: Genau, was erwartet uns in Staffel 3? Denn Staffel 3 wird unsere Hands-on-Staffel. Dr. Lucien André Reuter: Absolut. Nach dieser Staffel über Haltung, Führung, Bewusstsein gehen wir jetzt stärker in mein Heimatgefielte, in die Umsetzung und in die Technik. Yvonne Faoual: Und wir wollen mit vielen verschiedenen Gästen aus ganz unterschiedlichen Branchen sprechen zu ganz vielen Themen. Dr. Lucien André Reuter: Menschen, die KI nicht nur theoretisch diskutieren, sondern heute schon aktiv einsetzen in ihren Unternehmen, bei ihren Kunden, in Teams, in Prozessen. Beratung, Bildung, Produktion, Verwaltung, Kreativarbeit, Strategie, Kundenservice, ich könnte noch eine halbe Stunde und so weiter machen. Überall dort, wo KI bereits praktisch eine Rolle spielt. Yvonne Faoual: Dabei interessiert uns nicht nur die Erfolgsgeschichte. Dr. Lucien André Reuter: Nein und interessiert ausdrücklich auch was hat nicht funktioniert. Wo wurde es schwieriger als gedacht? Welche Annahmen waren falsch? Wo gab es Widerstand? Wo hat ein Newscase mit der Theorie super geklungen und in der Praxis nicht getragen? Yvonne Faoual: Und genau daraus entsteht ja Lernen. Dr. Lucien André Reuter: Wir wollen Best Practices hören, aber kein hochglanz Best Practice, sondern echte Erfahrungen, Dinge, die man als Unternehmerin, Geschäftsführer, Führungskraft, Coach, Berater schon heute prüfen und anpassen kann. Yvonne Faoual: Also weniger KI wird irgendwann alles verändern und mehr, was kann ich nächste Woche sinnvoll testen. Dr. Lucien André Reuter: Genau, unser Ziel ist es, dass Staffel 3 praktisch wird, konkret und näher im Alltag. Aber der Kern bleibt derselbe, the human side of AI. Yvonne Faoual: Denn auch wenn wir über Use-Cases sprechen, geht es am Ende immer ⁓ Menschen, Entscheidungen, ⁓ Verantwortung und ⁓ Sinn. Dr. Lucien André Reuter: Wenn dir zu Hause Staffel 2 gefallen hat, dann teile diese Folge gerne mit jemandem, der gerade mitten in der KI-Transformation oder in der Führungsverantwortung steckt. Yvonne Faoual: Und natürlich abonniere Digital Sense damit du Staffel 3 nicht verpasst. Dr. Lucien André Reuter: dass ihr mit uns durch diese Staffel gegangen seid. Danke an unsere Gäste, an alle, zugehört haben, geteilt, kommentiert, uns Feedback gegeben haben. Wir haben sehr viele E-Mails erhalten. Es hat uns wirklich gefreut. Yvonne Faoual: Und wir freuen uns natürlich auf Staffel 3 mit euch. Dr. Lucien André Reuter: Bis dahin bleibt klar, bleibt verbunden und vergesst nicht KI verändert vieles. Aber wie bewusst wir damit umgehen, das bleibt alleine unsere Verantwortung. Yvonne Faoual: Bis bald bei Digital Sense the human side of AI. Dr. Lucien André Reuter: Bis zur nächsten Staffel und bis bald.