Latest / Gin And Talk / Julius van de Laar über Wahlkampf, Strategie und Macht
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- 0:00Speaker 0: Der Kern vom Kern ist ja der, was wollen wir als Bürgerinnen und Bürgern?
- 0:04Speaker 0: Wenn wir da am Sonntag wählen gehen oder jetzt vielleicht noch die Priefer an Unterlagen ausfüllen.
- 0:08Speaker 0: Worum geht es in einem Wahlkampf und was ist die Aufgabe von Parteien?
- 0:12Speaker 0: Es geht ums Gewinn!
- 0:14Speaker 0: So Knieblaten muss man sagen – das ist nicht die Bundeszentrale für politische Bildung, die einfach uns sagen will worum geht's und wie funktioniert das Ganze sondern die Aufgabe from Parteien.
- 0:21Speaker 0: Ich bin sicher einige werden jetzt mit Augenrollen hier zuhören und sagen «was'n scheiß», aber worum es geht ist, zu gewinnen möglichst viele Mandate zu organisieren, um Macht zu organisiert im nächsten Bundestag.
- 0:34Speaker 0: Wie schwierig ist es, das momentan zu prognostizieren?
- 0:36Speaker 0: Holy shit!
- 0:37Speaker 0: Ich will auf keinen Fall irgendwie mit Forsa, mit Infotest, mit irgendjemandem dort tauschen was die für einen Druck auf sich haben und was sie glaube ich auch für Sorge haben wenn dann eben der Balken da nach oben schnellt.
- 0:47Speaker 0: am Sonntagabend ist es auch irgendwie parallel zu dem was jetzt die ganzen Wochen unprognostiziert hat.
- 0:53Speaker 1: Herzlich willkommen zurück aus unserer kleinen Gen & Talk-Sommerpause.
- 0:57Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich sehr, euch heute zu einer Sondersendung zum Wahlkampfendsport begrüßen zu dürfen.
- 1:03Speaker 1: In den letzten Monaten haben wir uns mit verschiedenen Vertretern der großen Parteien unterhalten – zumindest mit denjenigen Parteien die mit uns reden wollten und die wir für demokratisch wählbar halten.
- 1:13Speaker 1: In dem letzten Wochen des Wahlkampfs wurde dabei vor allem eine Sache besonders klar — nichts ist sicher alles ist noch immer offen bis heute!
- 1:22Speaker 1: Wenige Tage vor der Wahl wollte ich nun noch einmal über das große Finale dieser historischen Wahl sprechen und könnte mir dafür keinen besseren Gesprächspartner vorstellen als den Gast, den ich nun kurz vorstellen möchte.
- 1:34Speaker 1: Julius Vandela ist Kampagnen- und Strategieberater.
- 1:37Speaker 1: Er arbeitete in den beiden Wahlkämpfen von Barack Obama in den USA mit und brachte seine Expertise auch in die vergangenen Bundestagswahlkämpfe ein.
- 1:45Speaker 1: In den Medien ist er immer wieder regelmäßig gefragter Kommentator und Analyst wenn es um politische Ereignisse geht.
- 1:51Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen, was am Sonntag auf uns zukommt und wie er den Wahlkampf der Parteien beurteilt.
- 1:57Speaker 1: Ich wünsche euch viel Spaß beim Zuhören und hoffe, dass ihr alle eure Stimme abgeben werdet oder es bereits per Briefwahl getan habt!
- 2:22Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 2:24Speaker 0: lehn dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer
- 2:30Speaker 1: Studio-Bahn.
- 2:38Speaker 1: Julius Vandela, ich freue mich sehr, dass wir dich so kurzfristig und in dem ganzen Wahlkampf Trubel momentan noch vor das Mikrofon bekommen.
- 2:47Speaker 1: Und eben Endspurt nochmal kurz mit dir darüber reden können was da eigentlich am Wochenende passiert.
- 2:52Speaker 1: Herzlich willkommen bei Gin & Talk!
- 2:54Speaker 0: Lieber Daniel, tausend Dank für die Anladung zu Gin&Talk und großartig mit ihr hier über die Bundestagswahl zu sprechen.
- 3:00Speaker 1: Nach sechzehn Jahren Angela Merkel...sechszehn Jahre die gleiche Bundeskanzlerin.
- 3:10Speaker 1: Es kommt jetzt der große Umbruch, weil Angela Merkel gesagt hat ich will nicht mehr.
- 3:15Speaker 1: Ich habe keine Lust mehr oder will auch einfach mal meine Ruhe haben.
- 3:20Speaker 1: sehr verständlich.
- 3:21Speaker 1: Hat natürlich dazu geführt dass wir erstmal überlegen mussten und alle Parteien überlegen müssen wen stellen sie eigentlich auf?
- 3:27Speaker 1: Und das Ergebnis waren zwei Kandidaten und eine Kandidatin nämlich Armin Laschet für die Union Olaf Scholz für die SPD und Annalena Baerbock für die Grünen.
- 3:37Speaker 1: Auch eine Neuerung auf einmal drei Leute, die eine durchaus realistische Chance auf das Kanzleramt haben.
- 3:45Speaker 1: In abwechselnder Priorisierung sozusagen wenn man sich die Umfragen anschaut weil es scheint sicher die ganze Zeit in eine und dann wieder in die andere und noch mal in die anderen Richtung zu drehen.
- 3:56Speaker 1: Gerade scheinbar wieder so ein bisschen positiv scheint sich das Blatt für die Union zu wenden und der Vorsprung der SPD scheint zu schmelzen.
- 4:05Speaker 1: Wie erlebst du denn diesen Wahlkampf?
- 4:07Speaker 1: Ist es schon alles ein bisschen sehr turbulent, oder wie empfindest du das?
- 4:13Speaker 0: Turbulent und vor allem unfassbar volatil!
- 4:17Speaker 0: Du hast ja eben gerade schon gesagt jeder Partei war in diesem Ja, acht Monaten Wahlkampf schon mal vorne und alle waren auch schon mal hinten.
- 4:25Speaker 0: Wenn ich mir anschaue wie es Anfang des Jahres losging mit der Nominierung von Armin Laschet auf diesem Parteitag wo er sich erst gegen Norbert Röttgen und Friedrich Merz und später dann natürlich auch gegen Markus Söder durchgesetzt hat und stetig sind die Umfrage natürlich auch runtergegangen für Armin laschet und für die Union.
- 4:43Speaker 0: Dann kam natürlich im April-Mai dieser unfassbare Anstieg von Anna-Lena Baerbock, die in die Höhe geschnellt ist was die Umfragen betrifft und dann natürlich auch genauso schnell wieder abgestürztes in den Umfragen.
- 4:56Speaker 0: Und dann eben aber slow but steady dieser langsame aber stetige Anstiegeben von Olaf Scholz der das ganze Jahr über bei treizehn Prozent in den umfragen waren.
- 5:05Speaker 0: Ich glaube wir müssen uns natürlich schon fragen wie kann es denn dazu kommen?
- 5:10Speaker 0: So lasse mich erst so ein bisschen auf die Meta Ebene gehen.
- 5:13Speaker 0: was ich spannend finde ist, es ist ein historischer Wahlkampf.
- 5:16Speaker 0: Warum?
- 5:18Speaker 0: Nicht weil's um so viel geht das natürlich auch aber vor allem eben weil zum ersten mal in der Geschichte der Bundesrepublik die amtierende Kanzlerin nicht nochmal antritt.
- 5:26Speaker 0: Das heißt im USA würde man das einen Open Race nennen.
- 5:30Speaker 0: Zum ersten Mal wie gesagt der Amtzehnhaber nicht mehr auf dem Stimmzeit und das hatten wir noch nie.
- 5:34Speaker 0: Aber das ist nur Teil der Geschichte.
- 5:36Speaker 0: Der zweite Teil der Geschicht ist eben der dass ja nicht nur das Land personellen Umbruch ist, sondern gefühlt die Welt natürlich auch in einem Umbruchs.
- 5:45Speaker 0: Es ist nicht nur die Corona-Pandemie, die uns die letzten achtzehn Monate in Arten gehalten hat es ist ja vor allem eben auch die Rolle vom Westen.
- 5:52Speaker 0: wenn wir uns die Bilder aus Afghanistan anschauen da fangen schon einige daran zu zweifeln oder fangen anderen an zu zweifen wie es gerade auch mit der transatlantischen Partnerschaft betrifft.
- 6:00Speaker 0: Die Rolle Europas in der Welt sind wir wirklich so stark wie wir vielleicht auch immer geglaubt haben Oder Bröckels auch in der EU und dann kommt natürlich auch noch China dazu globale Weltwirtschaft und auch dort die Rolle China.
- 6:12Speaker 0: Und dann natürlich zuletzt das absolute Megathema der Klimawandel, der jetzt mit den Bildern aus dem Sommer so front and center für so viele Wählerinnen und Wähler gekommen ist.
- 6:21Speaker 0: Das ist glaube ich der Backdrop!
- 6:23Speaker 0: in dem wir natürlich jetzt auch eben diese drei Kanzlerkandidaten unter die Lupe nehmen und schauen.
- 6:29Speaker 0: Nicht nur wer kann uns jetzt durch die aktuelle Krise durchmännischen, aber vor allem die Frage, die wir vielleicht auch noch mitstellen sollten ist, wer hat denn wirklich auch die Perspektive?
- 6:38Speaker 0: Und den langen Horizont im Blick damit er auch dir oder sie jetzt auch die richtigen Weichen stellen können das uns nicht nur morgen besser geht sondern eben auch in Zukunft viel gewappnet sind.
- 6:46Speaker 1: Jetzt bist du ja echter Experte wenn es um Wahlkämpfe geht, wenn's um Kampagnen geht.
- 6:52Speaker 1: Ich habe immer das Gefühl gehabt in diesem Wahlkampf, vor allem die Union und auch die Grünen haben sich eigentlich jetzt vielleicht nicht den allergrößten gefallen mit ihren jeweiligen Kandidaten gemacht.
- 7:03Speaker 1: Also ich hab immer das gefühlt wenn die Union gesagt hätte ne wir nehmen Markus Söder Bei aller Sympathie für eine weibliche Kandidatin.
- 7:14Speaker 1: Wir nehmen Robert Habeck, hätten sich die Grünen auch leichter getan?
- 7:18Speaker 1: Ist das ne Einschätzung, die du teilen würdest oder siehst du es ganz anders?
- 7:25Speaker 0: Ich mein im Englischen sagt man immer hindsight is twenty-twenty.
- 7:29Speaker 0: wir haben alle die perfekte Sicht und Diobträne wenn wir in den Rückspiegel schauen.
- 7:35Speaker 0: ich glaube es gibt durchaus Argumente dafür entgegen.
- 7:39Speaker 0: Markus Söder auf dem Marktplatz wahrscheinlich ein besserer Wahlkämpfer als Armin Laschet mit Sicherheit.
- 7:44Speaker 0: Konnte er sich aber halt dann eben auch in den Prozess der vorgegeben war durchsetzen, konnte er eben halt auch nicht.
- 7:48Speaker 0: und die Kremien haben halt eben auch zusammen gehalten damit auch Armin laschet bestätigt.
- 7:52Speaker 0: und bei Anna-Lena Baerbock ich meine ich habe damals viele Konversationen geführt und da haben einige auch argumentiert ist es nicht eigentlich ein richtig gutes Setup für die Grünen, zu sagen wir haben zwei doch in die Jahre gekommenen Männer.
- 8:03Speaker 0: Die dort stehen und wir kommen jetzt mit der jungen Frau, die so viel Energie versprüht und auch viele gute neue Ideen hat und kann den Laden wirklich aufmischen.
- 8:12Speaker 0: also ich glaube das so retrospektiv zu analysieren und zu sagen hätte könnte wenn er usw.. Das ist die eine Variante!
- 8:19Speaker 0: Die andere Variante ist natürlich du musst mit dem Blatt spielen dass du halt auch bekommen hast Und...die Grünen haben gezeigt sie können durch aus Wahlkampf machen haben diese Kandidaturen natürlich unheimlich gut inszeniert und wie gesagt sind dann eben auch aufgrund von Reihe von Fehltritten.
- 8:33Speaker 0: Ich denke so an natürlich den Lebenslauf, natürlich auch das Buch- und Plagiatsvorwürfe aber dann eben die Sonderzahlung, die sie von der Partei bekommen hat und es nicht offenlegen.
- 8:43Speaker 0: Das waren einfach Fehler, die auch die Partei gekostet haben.
- 8:46Speaker 0: Aber nochmal ich glaube so Der Kern vom Kern ist ja der Was wollen wir als Bürgerinnen und Bürgern wenn wir da am Sonntag wählen gehen oder jetzt vielleicht noch die Privatunterlagen ausfüllen?
- 8:57Speaker 0: So wollen wir eigentlich im Endeffekt nur sagen, wie schaffen wir es die letzten sechzehn Jahre noch mal zu replizieren.
- 9:03Speaker 0: Zu sagen Angela Merkel hat uns vielleicht nicht in jeder Hinsicht gut durch alle Krisen navigiert aber im Großen und Ganzen sind wir doch ganz gut gefahren mit Angela Merkel und wollen jetzt dann eben auch das fortbestehen lassen Olaf Scholz, das ist zumindest die Kampagne, die er macht.
- 9:19Speaker 0: in der süddeutschen Zeitung war ja abgelichtet auch mit dem Merkel-Route und gesagt hat so sie kennen mich im Endeffekt.
- 9:25Speaker 0: Und ich mache hier de facto genau diesem Stil weiter oder wollen wir eine Erneuerung?
- 9:29Speaker 0: Das Erneuernungsjahrzehnt wie es auch Armin Laschet verspricht Oder wollen wir im Endefekt auch sagen Es kann so nicht weitergehen Wir müssen doch jetzt auch ein paar heftigere Einschnitte machen eben um auch den Klimawandel in Griff zu bekommen?
- 9:41Speaker 0: Ich finde Annalena Baerbock hat das durchaus Plastisch gemacht, gerade auch in diesem dritten Trierl wo sie mit unheimlich viel Energie ihren Case gemacht hat.
- 9:49Speaker 0: Das ist glaube ich die Entscheidung vor denen Leute stehen.
- 9:52Speaker 1: Es sind ja auch ganz... also aus meiner leihenhaften Betrachtung ganz konträre Strategien im Wahlkampf.
- 10:00Speaker 1: Also wir haben die SPD, die eigentlich auf eine einzelne Person setzt ist es nur Olaf Scholz zu sehen, zu hören und auch auf allen Plakaten überhaupt.
- 10:10Speaker 1: Und es gibt nur Olaf Scholz obwohl ja eigentlich ganz fähige Leute dahinter stehen würden, die man auch durchaus nutzen könnte mit ihrer Popularität.
- 10:19Speaker 1: also zum Beispiel ein Karl Lauterbach der gefühlt gar keinen Wahlkampff macht, obwohl er wahrscheinlich der präsenteste Politiker der letzten zwei Jahre war.
- 10:27Speaker 0: Richtig, ich glaube die Union würde sagen wir wollen sehr gerne über die Leute, die hinter Olaf Scholz stehen sprechen.
- 10:34Speaker 0: Die würden sehr gern über Saskia Esken über Norbert Walter Boyans über Kevin Kühnert und natürlich auch dieses Ich würde sich Schattenkabinett-Spreisetten nennen, aber doch die Leute, die eben auch hinter Olaf Scholz stehen sprechen.
- 10:46Speaker 0: Weil die natürlich auch sagen das würde einen fundamentalen Linksrutsch auch bedeuten.
- 10:50Speaker 0: und wenn man sich die Aussagen gerade von Saskia Eskin in der letzten Jahre auch anhört... dann ist es natürlich auch linke Politik.
- 10:56Speaker 0: und Olaf Scholz versucht sich als der Mann der Mitte, Maß-und-Mitte zu positionieren.
- 11:02Speaker 0: Der eigentlich keine großen Ausschläge nach links oder rechts vorgibt sondern einfach sagt so wir werden quasi so weitermachen mit den notwendigen Justierungen die dran sind aber eben nichts wird sich großartig ändern.
- 11:13Speaker 0: und ich glaube das ist das Setting zumindest der Kontext wie viele auf die Wahl schauen und sagen Ach gut!
- 11:18Speaker 0: Die letzten achtzehn Monate waren turbulent genug.
- 11:21Speaker 0: Muss es jetzt wirklich noch nur offene Herzoperan, was die Wirtschaft betrifft?
- 11:25Speaker 0: Oder können wir nicht einfach zu denen zurückgehen wo wir vor der Corona-Pandemie waren.
- 11:28Speaker 0: Wo wir doch so viel durchgemacht haben in den letzten Monaten
- 11:31Speaker 1: Und und um?
- 11:31Speaker 1: die Union auf der anderen Seite kommt mit ihrem Zukunftsteam um die Ecke.
- 11:35Speaker 1: Wohin gegen man bei den Grünen eigentlich sich noch gar nicht gefühlt Gedanken darüber gemacht hat wer irgendwie etwas werden könnte.
- 11:42Speaker 1: also Es wird auch interessanterweise kaum diskutiert.
- 11:46Speaker 1: Ich weiß nicht, vielleicht weil die Medien die Grünen dann doch nicht für ernst genug nehmen das sie wirklich bestimmen könnten wer da irgendeine Ministerrolle nimmt.
- 11:55Speaker 1: Weil bei der Union und SPD wird es jetzt zumindest diskutiert also auch in den Medien Bei den Grünen hat man das Gefühl so gar nicht.
- 12:02Speaker 1: Da gibt's nur Baerbock und Habeck.
- 12:06Speaker 0: Vielleicht ist auch die Hauptstadt Journalismus-Babel.
- 12:09Speaker 0: habe ich schon wahrgenommen dass da Listen immer wieder kursiert sind Welchen möglichen Job dann eben auch bekommen.
- 12:15Speaker 0: könnte das gesagt werden?
- 12:17Speaker 0: Anna-Lena Baerbock, könnte die zukünftige Außenministerin werden Robert Habeck wahrscheinlich Finanzministerium Wirtschaftsministerium nachdem wo man denn ihn auch hinstecken möchte.
- 12:28Speaker 0: Also da gibt es glaube ich schon ein paar Personalien, die auch diskutiert werden.
- 12:31Speaker 0: Toni Hofreiter möglicherweise Verkehr, Infrastruktur solche Sachen.
- 12:36Speaker 0: also das sind durchaus Gespräche, die geführt werden.
- 12:38Speaker 0: aber ich finde eigentlich das Interessante dass die Grünen angetreten sind mit einem Versprechen von einem neuen Politikstil und dementsprechend ist glaube ich auch das Narrativ der Grünen zu sagen wir sprechen nicht jetzt schon über Ministerien die Verschacherung von Posten.
- 12:55Speaker 0: Sondern wir treten an, um Dinge zu ändern.
- 12:57Speaker 0: und ich fand auch die Positionierung gerade im letzten Trail als Anna-Lena Baerbock doch sehr beeindruckend gesagt hat vielleicht können wir es noch einspielen als sie gesagt hat so hier sitzen im Endeffekt oder stehen viel mehr zwei Männer links und rechts neben mir die eben über die Vergangenheit sprechen wenn ich eigentlich über die Zukunft sprechen möchte.
- 13:13Speaker 0: Und ich frag mich, wie es gewesen wäre wenn die Grünen einfach an der Doppelspitze auch festgehalten hätten und sich damals eben nicht entschieden hätten Annalena Baerbock nach vorne zu stellen.
- 13:22Speaker 0: Und zu sagen wir brechen einfach mit dieser Tradition Wir lassen uns eben nicht in dieses Korsett das irgendwie von der politischen Klasse irgendwie auch vorgeschrieben wird, zu sagen es braucht doch einen Spitzenkandidaten oder ein Spitzen-Kandidatin.
- 13:34Speaker 0: Wir lassen uns da eben nicht reinpressen wir machen's einfach mal
- 13:37Speaker 0: anders.".
- 13:37Speaker 0: So das wäre für mich so'n neuer vielleicht auch kooperativer Politikstil gewesen wo es eben nicht um Personen und Posten geht sondern eben um die großen Themen die auch nicht heute und morgen dran sind sondern die vielleicht auch übermorgen und überüber morgendran sind die wir aber jetzt immer angehen müssen.
- 13:52Speaker 0: Und das war wie gesagt eine, glaube ich vertahende Chance und gleichzeitig war natürlich auch der Druck da immens und es ist auch wie gesagt jetzt total leicht mit dir hier bei Jin... Ich weiß nicht ob du da auch noch Tonic mit drin hast und Talked darzusetzen und das eben retrospectiv zu analysieren.
- 14:08Speaker 0: Aber im Eifer des Gefechts ist halt manchmal nicht ganz so klar!
- 14:11Speaker 1: Hattest du auch den Eindruck, dass gerade Annalena Baerbock erst mal in die Spur kommen musste?
- 14:16Speaker 1: Also ich ... Mit jedem Triel.
- 14:17Speaker 1: Auch mit jedem Trial.
- 14:19Speaker 1: Ich fand sie beim ersten schon recht stark.
- 14:21Speaker 1: Aber mit jedem Triel und der Höhepunkt war dann tatsächlich die dritte Version.
- 14:25Speaker 1: Wurde sie spürbar selbstbewusster, wurde spürbaubdominanter auch in dieser Dreierrolle... Und hat da wirklich auch teilweise sogar die Führung des Gesprächs übernommen.
- 14:37Speaker 1: Ich glaube
- 14:37Speaker 0: das ist natürlich auch ein bisschen bei Design war.
- 14:40Speaker 0: Olaf Scholz, der sich ja so weitestgehend auch raushalten wollte.
- 14:44Speaker 0: Zumindest hatte ich den Eindruck er hat seine drei Punkte gemacht und immer mit der Dachbotschaft Respekt angefangen, Respekt plus Kompetenz und hat dann eben runtergebrochen.
- 14:52Speaker 0: für ihn bedeutet das halt eben den zwölf Euro Mindestlohn für zehn Millionen Leute.
- 14:55Speaker 0: es kann glaube ich jeder jetzt auch in Deutschland rezipieren ... zwölf Euro für zehn Millionen.
- 15:01Speaker 0: Das muss man auch einfach mal sagen, was für eine Disziplin die in der Botschaftsentwicklung daran gelegt haben.
- 15:05Speaker 0: und er ist immer und immer wieder wiederholt.
- 15:08Speaker 0: Wenn man sich jetzt fragt zu was sind so die drei Kernthemen von Armin Laschet glaube ich würde nicht vielen... ...so konkrete Themen einfallen wie eben auch bei Olaf Scholz.
- 15:15Speaker 0: also da sind glaube ich paar ganz gute Punkte.
- 15:17Speaker 0: und wie gesagt bei Design hat sich Olaf Scholzt dann bisschen rausgezogen und hat gesagt lass doch Anna-Lena Baerbock da vielleicht auch mehr und mehr den Kontrast zur Armin laschet gehen, der ja auch angreifen muss.
- 15:26Speaker 0: So bleibt eher unbeschadet.
- 15:27Speaker 0: aber ich finde Es ist ja ganz offensichtlich, dass das Leute... besser werden.
- 15:33Speaker 0: Und das hoffen wir auch einfach durch die Repetition, die sie auch mit reinbekommen.
- 15:37Speaker 0: Du sprichst gerne und viel und unheimlich eloquent auch über die amerikanische Politik.
- 15:42Speaker 0: Ich habe diesen Wahlkampf damals mitgemacht Obama.
- 15:45Speaker 0: Das ging ja schon im Jahr zwei Tausend Sieben los.
- 15:46Speaker 0: ich meine es waren irgendwie fünfzwanzig knapp dreißig Debatten, die die Demokraten nur innerhalb des Vorwahlkampfs durchgemacht haben als da Hillary Clinton und damals noch John Edwards und Obama usw.
- 15:57Speaker 0: alle mit auf der Bühne standen Joe Biden übrigens auch Und man konnte wirklich sehen, wie jeder und jede mit jedem ... Mit jeder Debatte besser geworden sind.
- 16:07Speaker 0: Ihre Talking Points gefunden haben.
- 16:09Speaker 0: Antizipieren konnten was die Argumente sind.
- 16:11Speaker 0: Und einfach sich, wie gesagt, besser geschliffen haben.
- 16:14Speaker 0: Wenn du dir jetzt nochmal anschaust oder ich fordere jeden auf der gerade Zuschauer und jede die zuschaut geht nur mal auf YouTube und schaut euch so First Debate Obama, two thousand seven an Und dann schaut euch eben dann auch die zwei tausend zwölfe Präsidentschaftsdebatten gegen mit Romney an.
- 16:29Speaker 0: Ich meine, es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht was da einfach für eine Persönlichkeitsentwicklung stattgefunden hat.
- 16:34Speaker 0: Und dasselbe wie gesagt ist in einem deutlich komprimierteren Zeitrahmen auch im deutschen Bundestagswahlkraft zu sehen.
- 16:39Speaker 0: erste Auftritte und alle die schon mal irgendwie einen Vortrag gehalten haben so der erste Vortrage ist relativ heubrig und dann hast du den Vortag vielleicht ein zweites Mal und drittes Mal gehört und plötzlich wird's halt auch runder und runter und runter irgendwann fallen ja halt eben auch die Brücken ein.
- 16:53Speaker 0: Dementsprechend, das ist glaube ich so eine Evolution von einem Kandidaten.
- 16:56Speaker 0: Von der Kandidatin die aber auch halt notwendig ist weil erst jetzt fangen wirklich Leute an vielleicht in den letzten zwei drei Wochen auch wirklich drauf zu schauen und dann eben auch ne Warnentschaltung zu treffen.
- 17:05Speaker 0: und da wollen wir natürlich auch am besten sein.
- 17:06Speaker 1: Jetzt hat dieser Wahlkampf ja auch damit begonnen, dass man eigentlich sogar nicht Wahlkampf machen wollte.
- 17:11Speaker 1: Also mitten in der Pandemie es war immer die große Frage, wann dürfen wir jetzt eigentlich anfangen auf wirklich Wahlkumpf zu machen?
- 17:18Speaker 1: Darf ich mit der Pandemie Wahlkunft machen oder nicht?
- 17:22Speaker 1: Es war immer am Anfang so diese Frage was ist eigentlich erlaubt, was ist akzeptabel gesellschaftlich akzeptabel?
- 17:31Speaker 1: Und dann auf einmal gab es diesen Wendepunkt und aktuell scheint irgendwie alles erlaubt.
- 17:36Speaker 1: Also bis hin zu einer vermeintlich inszenierten Untersuchung im Finanzministerium bei Olaf Scholz, wo die Union wohl vermutlich wahrscheinlich eventuell die Finger mit drin hatte – zumindest wenn man sich mal anschaut wie Armin Laschet in jedem Triell und in jeder Diskussion versucht dieses Thema auszuschlachten Obwohl, wenn man sich's mal genau anschaut.
- 18:02Speaker 1: Eigentlich das mit Olaf Scholz so gar nix zu tun hat.
- 18:06Speaker 0: Ich nehm es ein kleines bisschen anders war.
- 18:09Speaker 0: Da war ja schon was dort.
- 18:11Speaker 0: Olaf Scholze war auch Anfang des Jahres im Untersuchungsausschuss wo es um Wirecard ging.
- 18:16Speaker 0: Wo auch Fragen zur CumEx gestellt wurden und jetzt eben noch die Financial Investigation Unit.
- 18:21Speaker 0: Was wirklich notwendig Staatsanwälte und Polizei ins Finanzministerium zu schicken zwei Wochen vor der Bundestagswahl?
- 18:28Speaker 0: Ich glaube nicht, wahrscheinlich hätte man das auch einfach nur mit einer direkten Anfrage machen können.
- 18:32Speaker 0: Das war vielleicht auch dann ein bisschen über inszeniert oder vielleicht war da auch jemand der nochmal motiviert war... Man muss es schon auch noch mal von Armin Laschet trennen.
- 18:42Speaker 0: Er wurde ja mehrfach gefragt in unterschiedlichen Formaten, aber eben auch im Triel hatten sie Kontakt und kennen sie vor allem dann eben auch den Staatsanwalt.
- 18:51Speaker 0: Und er sagte immer nein hatte ich nicht und den Kontakt und ich kenne ihn überhaupt nicht.
- 18:56Speaker 0: also Ich finde wir müssen die zwar das schon trennen und nochmal Das ist Teil vom Wahlkampf dass eben Olaf Scholz auch sowas beantwortet.
- 19:02Speaker 0: Aber jetzt finde ich den interessanten Twist Olaf Schols Und die Kampagne haben es ja geschafft, dieses Thema komplett zu umschiffen im zweiten Trier.
- 19:11Speaker 0: Alle, die sich erinnern können.
- 19:12Speaker 0: Es war die zweite Frage, die kam vom ARD-Moderator.
- 19:15Speaker 0: Was hat's denn eigentlich mit dieser Financial Inthousians Unit auf sich?
- 19:18Speaker 0: Und Olaf Scholz ist ganz schön ins Schützen gekommen.
- 19:21Speaker 0: Wir können uns alle auf Twitter auch erinnern, die roten Ohren, die dann doch relativ prominent auch eingeblendet wurden... Aber schlussendlich hat's die Scholzkampagne jetzt auch Anfang der Woche am Montag als sie dann dort noch mal im Finanzausschuss ausgesagt haben.
- 19:34Speaker 0: So haben wir echt eine gute Geschichte drum gebastelt!
- 19:37Speaker 0: Du kannst hier erinnernd, ne?
- 19:38Speaker 0: Sonntagabend, Trier, Montagmorgen kommt dann eben diese Ausschützsitzung.
- 19:43Speaker 0: Was macht Olaf Scholze?
- 19:45Speaker 0: Seine Kampagne sagt es in Bad Württemberg und wird sich virtuell zuschalten.
- 19:49Speaker 0: Ich war an dem Morgen bei Weltfernsehen im Sender und wir sitzen dort und hören die Pressekonferenz von der CDU, von der FDP.
- 19:56Speaker 0: Die alle sagen... Donnerwetter, Olaf Scholz plakatiert Respekt.
- 20:00Speaker 0: Aber dann hat er kein Respekt vom Reichstag, vom Bundestag, vom Hohen Haus und wird eben nicht persönlich kommen.
- 20:05Speaker 0: Das ist respektlos!
- 20:06Speaker 0: In der Zwischenzeit fällt hinten die Limousine vor und Olaf Schols kommt durch den Hinterangang rein, setzt sich in den Ausschusssaal mit rein und steht dann eben auch Rede und Antwort.
- 20:15Speaker 0: aber jetzt kommt der springende Punkt was ist die Story am Tag noch selber im Fernsehen, im Radio usw.
- 20:22Speaker 0: Im Netz?
- 20:23Speaker 0: Und was is' die Story denn eben auch am nächsten Morgen?
- 20:25Speaker 0: Es ist halt eben nicht Financial Investigations Unit und Wirecard und Cum Exon.
- 20:29Speaker 0: in die Story ist Wahnsinn, wie geschickt Olaf Scholz dadurch den Hintergrund reingegangen ist.
- 20:34Speaker 0: Und das meine ich mit wie wichtig Kampagne, wie wichtig Kommunikation und Wahlkampf und Strategie an sich sind.
- 20:40Speaker 0: Dieser Wahlkampf hat wirklich gezeigt welchen Stellenwert Kampagne er hat und welche Stellenwert gute Kommunikationsmacht.
- 20:45Speaker 0: Olaf Scholz hat es geschafft den Medienzyklus zu massieren und genau eine Storyline vorzugeben und erst im zweiten, dritten Spalte wird auch über die Financial Intelligence Unit gesprochen und eben nicht darüber worum es uns eigentlich geht.
- 20:59Speaker 0: Dementsprechend clever gemacht und ein guter Finde oder guter Head fake von Olaf Scholze?
- 21:03Speaker 1: Absolut, ja.
- 21:03Speaker 1: Also ich habe sowieso das Gefühl für jemanden wie dich muss es wahnsinnig spannend sein gerade dieser Wahlkampf weil man die Unterschiede eben so Wahnsinnig sieht.
- 21:14Speaker 1: Amin Laschet hingegen wirkt manchmal unabhängig von Parteivorlieben oder sonstigen Präferenzen.
- 21:22Speaker 1: Ami Laschet wirkt einfach unbeholfen und wahnsinnigs schlecht beraten.
- 21:29Speaker 1: Und du aus der Expertenbrille würdest du sagen, schlecht beraten oder einfach unbelehrbar an der einen oder anderen Stelle?
- 21:36Speaker 1: Ach.
- 21:38Speaker 0: Ich will überhaupt nicht über die Kollegen sprechen, die da an dieser Kampagne arbeiten.
- 21:43Speaker 0: Das ist natürlich auch ein Feuersturm in dem sie gerade sind und natürlich hast du einfach ein paar ungünstige Momente eine Inszenierung, die nicht so funktioniert hat oder einen Kandidat der halt eben dann zum falschen Moment nicht merkt dass deine Kamera auf ihn gerichtet ist und dann eben auch lacht.
- 21:58Speaker 0: das ist dann eben so moment der wie wir alle wissen viral geht.
- 22:02Speaker 0: aber ich glaube das wie gesagt Planung und Strategie so wichtig sind.
- 22:07Speaker 0: Und wenn man jetzt einfach mal diese Momentaufnahmen, ein Lachen hier einen Lebenslauf dort rausnimmt oder einfach nur sagt zur Anfang des Jahres Setup von diesen Kampagnen es gibt halt eine Partei Die hatte eine klare Strategie.
- 22:19Speaker 0: Eine Partei, die hatte eine Strategie aber das war die falsche Strategie.
- 22:22Speaker 0: und eine Partei die hatte keine Strategie.
- 22:25Speaker 0: SPD-Grüne sind die mit der falschen Strategie Und dann eben die CDU die wahrscheinlich gar keine Strategien wirklich hatte weil es einfach auch alles so schnell ging sowohl Attil war Mit wer wird der Kandidat noch ausgetauscht oder nicht?
- 22:37Speaker 0: Aber es zeigt einfach wie notwendig so ne Positionierung ist adäquate Analyse zu Beginn eines Wahlkampfes und was dann eben auch für Fehler unterlaufen können.
- 22:46Speaker 0: Und dann kommt eben das Tagesgeschäft drauf, aber ich glaube so der Kern vom Karnester, wenn du einmal festgelegt hast in welchem Fahrwasser wollen wir fahren?
- 22:55Speaker 0: Was ist unsere grundlegende Botschaft?
- 22:57Speaker 0: Was is die Erzählung wie bei Obama damals Hope and Change oder bei Trump Make America Great Again und ich gehe nicht nur auf den Slogan ein sondern grundsätzlich.
- 23:07Speaker 0: Change ist ja bei beiden die Botschaft gewesen Und die haben sich einfach jedes Thema rausgesucht, das auf dieses übergeordnete Narrativ von Change einzahlt und das haben sie in den Vordergrund gestellt.
- 23:16Speaker 0: Das hat Herr Olaf Scholz eben auch mit Kompetenz- und Kontinuität.
- 23:21Speaker 0: All diese Punkte hat er unterstrichen eher der nach Washington pflegt und dort auch mit John Yellen, der Finanzministerin, die globale Mindeststeuer für Unternehmen verhandelt hat.
- 23:30Speaker 0: Kompetenzen, staatsmännisches Verhandeln, die Bilder, die dazu passen – das war immer der Punkt, der auch wieder unterstrichend wurde während den Triälen keine große Anpflichtskriftsfläche geboten, auch nicht hart attackiert.
- 23:42Speaker 0: Weil es einfach jetzt schon der Chancellor in Waiting ist.
- 23:45Speaker 0: Der Kanzler, der eigentlich nur darauf wartet, auch eingeschworen zu werden.
- 23:48Speaker 0: und dieses Narrativ die Dacherzählung hat Armin Laschet eben bis heute noch nicht wirklich für sich gefunden.
- 23:56Speaker 0: Und das ist glaube ich das was eben auch die Crux dieses Wahlkampfes ist für die Union.
- 24:01Speaker 1: Ein Thema was natürlich mega präsent war während diesem Wahlkamp war natürlich das Thema Klima und was da auf uns zukommt.
- 24:09Speaker 1: Und ich fand das am Sonntag hast du sicherlich auch gesehen die Sendung mit Anne Will sehr spannend abends, weil dort ein Robert Habeck saß der Doraus aus selbst kritisch gesagt hat selbst mit den Maßnahmen, die wir in unserem Wahlprogramm haben werden.
- 24:27Speaker 1: Wir wahrscheinlich eher bei eins Komma sechs Grad landen und nicht bei Eins Komma fünf Und müssen wahrscheinlich da auch noch mal nachsteuern wohin gegen SPD und Union eher den Eindruck vermittelt haben Naja also das was wir machen ist sowieso state of the art und das Beste was man tun kann und und wir haben Die Lösung für alles Wird dieses Thema eigentlich ausreichend ernst genommen von den beiden anderen großen Parteien?
- 24:55Speaker 1: Oder ist es eher so ein?
- 24:57Speaker 1: Wir haben erkannt, wir müssen was machen und wir müssen das irgendwie in dem Wahlkampf einbringen.
- 25:01Speaker 1: Aber so einen richtig guten Plan wie wir das machen und wie wird das lösen haben wir eigentlich gar nicht.
- 25:06Speaker 0: Es ist eine komplexe Frage die du stellst mit so unbefriedigen Antwortmöglichkeiten.
- 25:13Speaker 0: Ich meine worum geht's in einem Wahlkampf und was ist die Aufgabe vom Partei?
- 25:17Speaker 0: Es geht ums Gewinn!
- 25:19Speaker 0: So Knieblaten muss man sagen.
- 25:20Speaker 0: Es ist nicht die bundeszentrale für politische Bildung, die einfach uns sagen will worum geht es und wie funktioniert das Ganze?
- 25:25Speaker 0: Sondern die Aufgabe von Parteien.
- 25:27Speaker 0: Ich bin sicher einige werden jetzt mit Augenrollen hier zuhören und sagen was ein Scheiß.
- 25:31Speaker 0: aber worum's geht ist zu gewinnen möglichst viele Mandate zu organisieren um Macht zu organisiert im nächsten Bundestag.
- 25:40Speaker 0: Und jetzt kann ich sagen Wir wollen doch eigentlich, dass Parteien sich wirklich in eine inhaltliche Debatte, in einer inhaltlichen Auseinandersetzung miteinander auch reingehen.
- 25:50Speaker 0: Uns genau sagen Tacheles so.
- 25:52Speaker 0: was muss jetzt passieren?
- 25:53Speaker 0: Können wir uns ein Kohleausstieg, den Jahr zehnzig achtunddreißig überhaupt leisten müssen wir vielleicht ganz ganz andere Maßnahmen auch aufwarten.
- 26:01Speaker 0: Aber am Ende des Tages glaube ich schauen sich eben Wahlkampfstrategien und Strategen Leute die Politik machen an.
- 26:08Speaker 0: Wie kriege ich oder wie kann ich meine Stimmen und dementsprechend eben auch Mandate maximieren, um dann die Macht zu haben?
- 26:15Speaker 0: Wenn wir dann alle eingeschworen sind.
- 26:17Speaker 0: Und der Bundestag dann eben auch vereidigt ist dass wir dann eben aktiv Politik machen können.
- 26:22Speaker 0: Ich glaube man muss einfach so ehrlich sein.
- 26:25Speaker 0: Fokusgruppen geben das her, Umfragen geben es her.
- 26:27Speaker 0: Klar ist Klima top of mind!
- 26:29Speaker 0: Das ist eines der Megatheben in diesem Wahlkampf.
- 26:32Speaker 0: Trotzdem ist unsere Bereitschaft für Veränderungen Und wenn ich jetzt sage uns, da meine ich nicht nur deine Zuhörerinnen und Zuhöre sondern uns als Kollektiv.
- 26:42Speaker 0: Wir wollen Veränderung aber wir wollen keine radikale Revolution Ich glaube das ist klar geworden in diesem Bundestagswahlkampf zumindest wenn ich mir den Anstieg von den Umfragewänden von Olaf Scholz anschaue Wenn der Wunsch nach einer radikalen Veränderungen da wäre und ich sag' nicht die Grünen sind radikal Aber dann würden wir ja wahrscheinlich zu den Grünen gehen oder vielleicht auch zur Linkspartei wenn wir mit dem sozialen Nichtzufrieden sind.
- 27:00Speaker 0: Das ist deutlich mit der breiteren Axtpolitik gemacht, als das was eben Union und SPD anbieten.
- 27:07Speaker 0: Aber ich glaube wir sind einfach ein Land der soften Evolution statt der harten radikalen Revolution.
- 27:15Speaker 0: Und das glaube ich haben auch Parteistrategien gesehen und haben gesagt so Wir müssen erstmal reinkommen um dann eben auch gestalten zu können.
- 27:21Speaker 0: Da könnten jetzt sagen wer ist verantwortlich dafür?
- 27:24Speaker 0: Das sind wahrscheinlich auch Medienhäuser die eben die konkreten Fragen jetzt gerade stellen Wie wollen wir mit Öffnung umgehen, wie wollen wir zweiG und dreiG umgehen?
- 27:36Speaker 0: Wie wollen we eben auch mit dem A-Teil und den Überschwemmungen umgehen.
- 27:40Speaker 0: Oder werden Fragen gestellt, wie soll es in den zwanz Jahren aussehen.
- 27:43Speaker 0: Aber das ist einfach auch unfassbar schwierig sich das vorzustellen und ich glaube die Zweitverantwortung trifft uns alle!
- 27:49Speaker 0: sprechen wir halt eben wer ist vorne und wer es hinten wert gelacht?
- 27:52Speaker 0: und wer hat hier im lebenslauf nicht hundertprozent alles akkurat ausgefüllt oder geben.
- 27:56Speaker 0: Wir eben auch vor was uns wichtig ist wie wählerinnen und wählern stellen, wir halt die harten fragen in den küchengesprächen oder jetzt hier so ein podcast sowie du's gerade tust.
- 28:05Speaker 0: das sind ja eigentlich die verantwortung die wir uns auch nehmen müssen und die wird uns auch an uns selber übertragen müssen.
- 28:12Speaker 0: Und dementsprechend bin ich natürlich gespannt, wie es am acht, um achtzehn Uhr am Sonntagabend aussehen wird und wer dann vielleicht auch nochmal in den Umfragewerten nach oben stellt.
- 28:20Speaker 0: Aber das ist glaube ich die Krux von so einem Wahlkampf dass wir eben über Probleme sprechen, die kurzfristig sind, die kurzfristigen Lösungen eben auch zeigen und sagen für euch wird's nicht wirklich schlimm!
- 28:32Speaker 0: Auch wenn wir vielleicht ein paar größere Themen nicht nur besprechen müssen sondern auch darüber abstimmen müssen.
- 28:38Speaker 1: Das haben wir in dem Wahlkampfer auch ganz oft von verschiedensten Leuten gehört.
- 28:41Speaker 1: Umfragen spielen ja keine Rolle, es zählt das was am Sonntag dann wirklich auch gewählt wird.
- 28:47Speaker 1: tatsächlich spielen umfragen ja schon irgendwie eine Rolle im Wahlkampf löscherweise.
- 28:53Speaker 1: Wie zuverlässig sind die denn eigentlich?
- 28:55Speaker 1: Also aus deiner Einschätzung heraus.
- 28:57Speaker 1: Wir haben diese wahnsinnige Volatilität gesehen, es ging in alle Extreme immer wieder und innerhalb von Wochen, von Tagen haben sich teilweise ... Die hat sich die Meinung vermeintlich komplett verändert.
- 29:11Speaker 1: Wie zuvorlässigt sind denn diese Umfragen?
- 29:13Speaker 0: Ich greife zuerst den ersten Punkt auf, den du gemacht hast wie wichtig sind umfragen.
- 29:16Speaker 0: ich glaube dass sie eine große Relevanz haben.
- 29:19Speaker 0: Wie viel confirmation bias haben wir mit drin?
- 29:23Speaker 0: Bandwagon Effekt ist da auch mit drin, dass wir eben Umfragen sehen.
- 29:27Speaker 0: Merken Leute strömen gerade in die eine Richtung und wir wollen irgendwie natürlich auch beim Gewinner beim Sieger mit dabei
- 29:33Speaker 0: sein.".
- 29:34Speaker 0: Und ich glaube das ist eben auch die Grünen gerade erkannt haben, dass einige von den grünen Wählerinnen und Wählern, die ja teilweise bei twenty fünf Prozent waren jetzt eben sagen okay... Wir gehen aber jetzt doch zu Olaf Scholz zurück, weil der wahrscheinlich gerade der ist.
- 29:46Speaker 0: Der nicht nur Momentum hat sondern vielleicht auch gewinnen kann.
- 29:48Speaker 0: und das war ja glaube ich dann auch der Pitch von Anna-Lena Baerbock in dem letzten Trail oder zumindest war es die Strategie die ich abgelesen habe zu sagen wer Klimaschutz haben möchte muss eine Klimaregierung wählen und dass wird es eben halt nun mit mir und den Grünen geben.
- 30:01Speaker 0: Das war glaube ich dieser Versuch das Bluten auch zu stoppen.
- 30:05Speaker 0: Wie schwierig ist es, im Moment zu prognostizieren?
- 30:08Speaker 0: Holy shit.
- 30:09Speaker 0: Ich will auf keinen Fall irgendwie mit Forsa, mit Infotest, mit irgendjemandem dort tauschen was die für einen Druck auf sich haben und was sie glaube ich auch für Sorge haben wenn dann eben der Balken da nach oben schnellt.
- 30:19Speaker 0: am Sonntagabend ist das auch irgendwie parallel zu dem was jetzt die ganzen Wochen unprognostiziert haben.
- 30:24Speaker 0: Ich habe es vorhin schon gesagt zu Beginn unseres Gesprächs Wie volatil das Ganze ist, dass zum ersten Mal eben der Amtsbonus nicht mit reinfaktoriert werden kann.
- 30:33Speaker 0: Ich glaube, dass es echt schwierig ist zu modellieren weil wir es einfach noch nie hatten.
- 30:36Speaker 0: Das heißt, wir können auf keine Tradition oder irgendwelche bestehenden Daten so zurückgreifen.
- 30:42Speaker 0: und das Zweite ist eben dieses unfassbare Schwanken.
- 30:45Speaker 0: dementsprechend Wie viele Leute haben jetzt schon Briefwahl gemacht?
- 30:50Speaker 0: Wie viel Briefumschläge liegen gerade noch irgendwo auf dem Küchentisch, die noch nicht abgeschickt wurden.
- 30:55Speaker 0: Wo Leute sagen, die nehme ich wieder mit.
- 30:57Speaker 0: Großstadtwetter gehen die Leute hin oder regnet so wie gesagt tausend Faktoren, die damit reinfaktoriert werden müssen.
- 31:04Speaker 0: So viele unterschiedliche Variablen also... Ich würde wirklich sagen am Ende werden wahrscheinlich noch eine Reihe von Leuten sich im Woharlokal nochmal umentscheiden.
- 31:16Speaker 0: Es ist eine extreme Personenwahl.
- 31:18Speaker 0: Der Fokus auf jeden Plakat ist Armin Laschet, Anna-Lena Baerbock oder Schatz.
- 31:23Speaker 0: die Trielle das Horse Race wird immer an diesen Personen Kanzlerfrage Kompetenzfragen hochgezogen.
- 31:30Speaker 0: Wenn du in die Wahlkabine reingehst dann wird nur in drei Wahlkreisen auch wirklich diese drei Namen draufstehen nämlich in... Tschuldigung ich nehme das zurück Nur in zwei Wahlkreisenden, Anna-Lena Baerbock und Olaf Scholz sind im selben Wahlkreist.
- 31:42Speaker 0: Das heißt nur in Potsdam, in diesem einen Wahlkreiskönnen wirklich Leute, Anna Lina Baerbach oder auch Olaf Scholze wählen?
- 31:48Speaker 0: Im Rest der Republik!
- 31:52Speaker 0: Stimmzettel, zumindest wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürgern.
- 31:55Speaker 0: Das heißt etwa forty-fünf Millionen Leute wenn wir die Wahlbeteiligung von Seventy Prozent platzieren.
- 32:01Speaker 0: Seventic Millionen Leute werden StimmZettel auffüllen auf dem den Name Olaf Scholz, Anna-Lena Baerbock oder Armin Laschet nicht draufsteht.
- 32:07Speaker 0: das heißt dort steht SPD CDU... ...und Grünen drauf!
- 32:11Speaker 0: Und natürlich auch noch Linkspartei FDP, AfD usw.
- 32:15Speaker 0: Dementsprechend glaube ich, wird natürlich schon mal zur Parteizugehörigkeit immer eine andere Rolle spielen und vielleicht kommt dann eben auch wenn sie Leute die diesen Stimmzettel dann auch sehen.
- 32:23Speaker 0: Vielleicht kommen die dann auch nochmal nach Hause und sagen ach ich bin noch hier eigentlich Traditionswähler oder ich bin doch eigentlich Unionzwähler?
- 32:28Speaker 0: Ich habe immer schon die Union gewählt und mit der Angela Merkel bin ich ja auch immer gut gefahren!
- 32:32Speaker 0: Ich mache noch einmal, wenn auch mit Faust in der Tasche mein Kreuz hier bei der CDU und auch bei Armin Laschet und dann wird es vielleicht auch schon ganz gut werden.
- 32:39Speaker 0: Nochmal... Ich wag es nicht in die Glaskugel zu schauen, ich werde auch keine Prognose machen.
- 32:43Speaker 0: Ich lag schon ein paar Mal falsch.
- 32:44Speaker 0: Ja, nicht oft ein paar Mal und dementsprechend lasse ich da die Prognose raus.
- 32:49Speaker 0: Aber ich glaube es ist deutlich spannender als wir es im Moment sehen.
- 32:52Speaker 1: Eine Prognosis versuche ich dir trotzdem noch abzuverlangen.
- 32:57Speaker 1: Glaubst du denn dass die Wahlbeteiligung eher höher oder eher niedriger sein wird?
- 33:01Speaker 0: Auch das ist wahnsinnig schwer zu kalkulieren!
- 33:04Speaker 0: glaube ich können davon ausgehen, dass die Privatbeteiligung nach oben schnell wird.
- 33:07Speaker 0: Aufgrund der pandemischen Lage.
- 33:09Speaker 0: ein paar andere Faktoren natürlich auch noch weil viel auch einfach drüber gesprochen wurde.
- 33:14Speaker 0: aber das ist glaube ich nur nur der eine Aspekt.
- 33:16Speaker 0: so wie mobilisiert sind wir?
- 33:18Speaker 0: Wie stark wollen Leute auch wehengehen?
- 33:20Speaker 0: Wir haben zwei Komma acht Millionen Erstwählerinnen.
- 33:22Speaker 0: erstwählern etwa Das elektorat sind unter dreißig Jahren.
- 33:28Speaker 0: Die gehen historisch nicht wählen und gleichzeitig ist es natürlich diesmal auch eine Klimawahl.
- 33:32Speaker 0: wird das dazu führen mit Fridays for Future, die nur mal ne große Aktion haben?
- 33:36Speaker 0: am Freitag vor der Bundestagswahl führt es auch dazu dass Leute eben dann eben auch im Sonntag wählen gehen.
- 33:41Speaker 0: Das sind glaube ich so viele unterschiedliche Fragen die total schwer sind zu antizipieren.
- 33:46Speaker 0: Wie ist das Wetter?
- 33:47Speaker 0: Am Wahlsonntag regnet's in München Wo natürlich auch junge Leute in den Städten eben auch wählen gehen.
- 33:53Speaker 0: Regnet's in Frankfurt, regnet es in Berlin, regnets in Hamburg!
- 33:56Speaker 0: Das sind essentielle Fragen die eben ein zwei Prozent ausmachen können.
- 34:01Speaker 0: und dementsprechend glaube ich können wir alle nur am Sonntagabend dann um achtzehn Uhr auch Jörg Schirmbau zu schauen wenn er sagt jetzt haben wir unsere ersten Hochrechnungen und dann sind wir hoffentlich ein bisschen klüger.
- 34:12Speaker 1: Wie wirst du den Sonntageabend verbringen?
- 34:15Speaker 0: Also, ich mach keine Briefwahl.
- 34:17Speaker 0: Ich lieb den Akt das demokratischen Prozesses und in Wahllokal zu gehen, den Wahrheiferinnen und Wahrheifern zu danken und dann eben auch dort mal ein Stimme abzugeben.
- 34:26Speaker 0: Das heißt, dass wir dich morgens machen, dann haben wir in Berlin einen Berliner Marathon.
- 34:29Speaker 0: Das bedeutet, ich will direkt danach auch zum Marathon gehen und zumindest noch die Spitze anfeuern.
- 34:33Speaker 0: Ich finde es immer so faszinierend wenn die Spitzen von so einem Marathon einfach mit einer... Unfassbaren Geschwindigkeit, die ich auf dem Fahrrad kaum hinkriege.
- 34:40Speaker 0: Da irgendwie an mir vorbei rennt dass das werde ich mit zumindest kurz anschauen.
- 34:44Speaker 0: Dann werde ich wahrscheinlich den großer vom tag im studio verbringen und wird kommentieren oder analysieren Und gucken was heute noch passiert und was auch die die wichtigsten themen des Tages sind.
- 34:54Speaker 0: paar interviews machen und dann werden so ein paar warparties stattfinden Das heißt jetzt in berlin partyhopping machen bis dann eben auch die ... die Analysen kommen, ... ... paar Fernsehinterviews kommen und so weiter.
- 35:06Speaker 0: Also das wird zu meinem Tag sein!
- 35:08Speaker 0: Ich liebe alte Tage so... Die Messe ist dann eigentlich gelesen,... ... jeder ruft jeden nur an und sagt so,... ..."Was weißt du?
- 35:15Speaker 0: Was hast Du
- 35:15Speaker 0: gehört?".
- 35:16Speaker 0: Wie ist das Wetter bei Euch?
- 35:18Speaker 0: Wie lang war die Schlange bei
- 35:19Speaker 0: Euch?!
- 35:19Speaker 0: Es kommt so dieses ganze Anekdotische zusammen... ...und ich werde einfach nur mit Freunden in den unterschiedlichen Parteien sprechen... ... und sagen was hast Du gehört?
- 35:28Speaker 0: Mit Freunden, die bei Umfrageinstituten sprechen, sagen,... ..."Hast Du irgendwelche Exit-Pols, die Du mit mir teilen
- 35:32Speaker 0: kannst?!".
- 35:33Speaker 0: Und irgendwann, wie gesagt geht halt in der Balken hoch und dann können wir anfangen über Koalitionsmöglichkeiten zu spekulieren.
- 35:38Speaker 1: Ja auch ein spannendes Thema.
- 35:40Speaker 1: das können wir dann wann anders noch mal diskutieren.
- 35:43Speaker 0: Aber Daniel lass mich nur noch folgendes sagen so für alle die noch unentschlossen sind so dass zwar kein irgendwie Appell sein oder sonstiges aber was für eine Wahl.
- 35:54Speaker 0: ich meine was für einen Wahlkampf.
- 35:55Speaker 0: wir haben so intensiv hier zugeschaut.
- 35:58Speaker 0: Ich glaube Jetzt nochmal irgendwie mit Freunden drüber zu reden und gerade auch noch zu sagen, eigentlich egal wen ihr wählt so aber lasst uns da irgendwie teilhaben.
- 36:07Speaker 0: Ich finde das ist zum ersten mal eine echt spannende, echte Richtungsweise.
- 36:11Speaker 0: Lass uns versuchen noch so viele Leute wie möglich mitzunehmen weil es einfach echt auch traurig wäre wenn du sagst so damals als ich doch vielleicht auch ein paar Sachen verändert haben bin ich nicht zur Wahl gegangen.
- 36:20Speaker 0: Das ist also so ne FOMO Moment so fear of missing out.
- 36:24Speaker 0: Dementsprechend macht eine Party draus.
- 36:27Speaker 0: Wir machen das immer so, gehen zusammen zum Wahllokal, treffen uns ja immer noch so... Meisten Leute haben irgendwie einen Tee oder ein Kaffee dabei und man steht danach und unterhält sich und es ist einfach ein unfassbar schönes Ritual am demokratischen Prozess teilhaben zu dürfen.
- 36:40Speaker 0: Und wie gesagt ich genieße sie immer und kann es nur jedem empfehlen!
- 36:45Speaker 0: Das ganz ähnlich zu tun.
- 36:46Speaker 1: Absolut, kann ich mich... Wo willst
- 36:47Speaker 0: du werden gehen, Daniel?
- 36:48Speaker 1: Ja, du hast mich jetzt gerade auf eine Idee gebracht.
- 36:50Speaker 1: Vielleicht mache ich tatsächlich da auch noch ne Wahlpartie bei mir Zuhause mal schauen.
- 36:54Speaker 1: Ja!
- 36:55Speaker 0: Wahlparty-Wahlspaziergein.
- 36:57Speaker 1: Ich werde auf jeden Fall heute Abend mein Briefwahlbrief öffnen ... und den dann ganz groß auf dem Ess-Tisch ausbreiten.
- 37:06Speaker 1: Und dann werde ich irgendwo mein Kreuzchen machen... Den Ballomatnummer
- 37:10Speaker 0: rausholen?
- 37:11Speaker 1: Den habe ich schon gemacht, tatsächlich.
- 37:13Speaker 1: Hast du schon einen Ballmatnummer?
- 37:14Speaker 1: Fand ich ganz interessant was da so alles rauskam.
- 37:18Speaker 1: Aber ja genau also heute Abend und morgen werde ich diesen Brief zum Briefkasten bringen.
- 37:24Speaker 1: Okay!
- 37:24Speaker 1: Dann werde ich am Sonntag... Alle
- 37:25Speaker 0: die zu Herrn Daniel nicht anrufen ist busy.
- 37:30Speaker 1: Dann werde ich am Sonntag natürlich live verfolgen, wie der ganze Spaß ausgeht und mal gucken.
- 37:36Speaker 1: Und dann beginnt ja noch danach, wie du gerade schon angesprochen hast die ganz heiße Phase der Koalitionsverhandlungen in denen sich die Parteien dann doch einmal festlegen müssen mit wem sie denn wollen und mit wemen nicht
- 37:53Speaker 0: Die Sondierung.
- 37:54Speaker 0: Aber da können wir jetzt noch eine Stunde drüber sprechen, was die unterschiedlichen
- 37:56Speaker 1: Beziehungen sind
- 37:57Speaker 0: und das können wir alle von dieser wilden Spekulation dann eben auch verschont.
- 38:01Speaker 1: Genau ich bin gespannt auf jeden Fall!
- 38:04Speaker 1: Und ja wünschte er auf jeden fall ganz viel Spaß am Sonntag und danke dir sehr für die Zeit so kurzfristig.
- 38:12Speaker 0: Daniel, tausend Dank für die Einladung.
- 38:14Speaker 0: Gen & Talk großartiges Format.
- 38:17Speaker 0: Viele viele Grüße nach München.
- 38:18Speaker 1: Grüße Nach Berlin.
- 38:20Speaker 0: Das war es leider
- 38:21Speaker 1: schon.
- 38:22Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken,
- 38:24Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 38:26Speaker 0: Vielen Dank fürs
- 38:49Speaker 1: Zuhören!