Latest / ntv Wirtschaft / Bill Gates warnt vor KI - Warum der Microsoft-Gründer Angst vor der Zukunft hat
Transcript
- 0:04KI könnte Jobs verdrängen und gerade jungen Menschen den Berufseinstieg erschweren,
- 0:10davor warnt Microsoft-Gründer Bill Gates.
- 0:13Gleichzeitig wird Camping immer teurer. Eine Woche kostet Erwachsene inzwischen im Schnitt 910 Euro.
- 0:21Und der deutsche Arbeitsmarkt bleibt schwach. Im August sind wieder mehr als
- 0:25drei Millionen Menschen ohne Job.
- 0:28Hallo und herzlich Willkommen in diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme
- 0:33journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat.
- 0:40Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
- 0:44Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards
- 0:49geprüft. Viel Spaß beim Zuhören.
- 0:54Bill Gates warnt ziemlich deutlich vor den Folgen künstlicher Intelligenz für
- 0:58den Arbeitsmarkt. Seine Sorge?
- 1:01KI könnte die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnen, Arbeitsplätze verdrängen
- 1:06und gerade jungen Menschen die Chance nehmen, überhaupt erst ins Berufsleben einzusteigen.
- 1:12Was Gates dabei besonders kritisiert? Aus seiner Sicht fehlt bislang eine breite
- 1:17gesellschaftliche Debatte darüber, welche Grenzen wir der Technologie setzen
- 1:21wollen und wie wir mögliche Schäden auffangen.
- 1:25Gales geht dabei noch einen Schritt weiter. Bestimmte Aufgaben sollten seiner
- 1:29Ansicht nach auch künftig Menschen
- 1:31erledigen, selbst dann, wenn Maschinen eigentlich schneller wären.
- 1:35Und er bringt eine Robotersteuer ins Spiel.
- 1:38Der Gedanke dahinter, Unternehmen können Investitionen in Roboter steuerlich abschreiben.
- 1:44Für menschliche Beschäftigte fallen dagegen Lohnabgaben an.
- 1:48Eine zusätzliche Abgabe auf Roboter könnte dieses Missverhältnis aus Gales Sicht
- 1:53ausgleichen und mit dem Geld ließen sich zum Beispiel Umschulungen finanzieren.
- 1:58Politisch dürfte das allerdings schwierig werden. Und auch innerhalb der Tech-Branche
- 2:03ist Gelds mit seiner Warnung keineswegs unumstritten.
- 2:07Nvidia-Chef Jensen Huang bewertet die Entwicklung deutlich optimistischer.
- 2:12Huang geht zwar ebenfalls davon aus, dass KI Arbeitsplätze kosten wird.
- 2:17Unterm Strich erwartet er aber mehr neue Stellen als durch die Technologie verschwinden.
- 2:23Wie groß ist die Gefahr also wirklich? Dazu eine Einschätzung von Wolfgang Hänseler,
- 2:29Professor für digitale Medien und Intermedia-Design an der Hochschule Pforzheim.
- 2:34Ist es richtig, dass Bill Gates nun eindringlich warnt?
- 2:40Ja, aus meiner Sicht ist das sehr, sehr richtig, weil die technologische Leistungsfähigkeit,
- 2:47die wächst im Moment schneller als unsere gesellschaftliche,
- 2:49politische oder auch wirtschaftliche Fähigkeit, damit umzugehen.
- 2:55Im Moment entwickeln wir Technologie um der Technologiewillen. Aber es ist keine,
- 2:59wie ich immer sage, Human-Centered AI oder KI, sondern es ist eine KI,
- 3:04die Technologie in den Vordergrund stellt, nicht aber die Bedürfnisse und Probleme des Menschen löst.
- 3:10Also der Nutzen der KI, und das prangert er ja auch an, ist eben nicht so gegeben,
- 3:17wenn ich die KI technologisch vorantreibe oder die Entwicklung dazu.
- 3:21Können wir das noch nachholen? Also können wir human-centered KI noch in den
- 3:26Vordergrund stellen oder ist die Entwicklung schon zu weit fortgeschritten?
- 3:31Naja, wir sind jetzt so ungefähr an der Grenze, weil die kognitive Leistungsfähigkeit
- 3:36dieser heutigen KIs, das sieht man ja selber, wenn die einmal losgelassen werden,
- 3:40was die alles an Unheil anrichten können, das kann man natürlich jetzt im Moment noch einfangen.
- 3:46Wenn wir in die nächste Generation, also allgemeine General Intelligence,
- 3:51wie es so schön heißt, kommen, dann läuft uns das weg.
- 3:54Das bedeutet aber, wir müssen jetzt verstehen, was Human-Centered AI bedeutet,
- 4:01nämlich vom Menschen und seinen
- 4:02Bedürfnissen herzudenken und nicht von technologischen Möglichkeiten.
- 4:06Das Dilemma ist aber, wenn Sie sich ein EU-AI-Act oder das neue KI-Marktüberwachungs-
- 4:13und Innovationsförderungsgesetz anschauen vom Digitalminister Wildberger,
- 4:18da werden Sie eben nichts über menschenzentrierte oder nutzerzentrierte Ansätze finden.
- 4:24Und das ist das große Dilemma, dass Technologie nicht vom Menschen und dem Nutzen
- 4:28und der Verbesserung der Lebensqualität her gedacht wird, sondern immer von der Technologie.
- 4:34Und dann sehen Sie, dass die Regulatorik hinterherhinkt und versucht,
- 4:38Technologie zu restriktieren oder zu begrenzen oder zu sagen,
- 4:43was sie machen und was sie nicht machen darf.
- 4:45Aber es ist nie vom Menschen gedacht. Und was wir machen müssen,
- 4:49ist eben ein Konzept entwickeln,
- 4:51ähnlich wie wir ein EU-AI-Act haben, aber eben ein Human-Centered-AI-Act,
- 4:57um zu definieren, in welchen Richtlinien oder in welchem Rahmen sich eine KI
- 5:02bewegen darf oder sollte.
- 5:05Bei KI geht es also um die Frage, wie stark Technik menschliche Arbeit ersetzt.
- 5:11Beim nächsten Thema ersetzt sie erst einmal gar nichts.
- 5:14Denn Urlaub im Camper bleibt ziemlich analog.
- 5:17Günstig ist er allerdings längst nicht mehr.
- 5:22Auf dem Caravansalon in Düsseldorf dreht sich gerade alles um Urlaub auf vier
- 5:26Rädern. Und der kostet inzwischen spürbar mehr.
- 5:30Laut einer Erhebung des ADAC gibt ein Erwachsener für eine Woche Camping im Schnitt 910 Euro aus.
- 5:38Das sind sieben Prozent mehr als noch vor drei Jahren.
- 5:41Campingurlaub wird teurer. Ein großer Kostenpunkt ist der Stellplatz.
- 5:46Zwei Erwachsene und ein Kind zahlen in der Hochsaison europaweit durchschnittlich 49 Euro pro Nacht.
- 5:54In Deutschland 41 Euro.
- 5:57Dazu kommen Sprit, Maut und mögliche Zusatzkosten auf dem Campingplatz.
- 6:02Sparen lässt sich vor allem durch frühes Buchen, Selbstkochen und Reisen in der Nebensaison.
- 6:09Dort sind bis zu 30 Prozent weniger drin.
- 6:13Vom Urlaubsbudget zum monatlichen Einkommen ist es nur ein kleiner Schritt.
- 6:18Und genau da bleibt die Lage in Deutschland ziemlich angespannt.
- 6:22Der Arbeitsmarkt kommt weiter nicht richtig in Schwung. Im August waren 3,061
- 6:27Millionen Menschen arbeitslos.
- 6:2954.000 mehr als im Juli.
- 6:32Die Arbeitslosenquote steigt auf 6,5 Prozent.
- 6:37Zwar nimmt die Arbeitslosigkeit im August wegen der Ferien üblicherweise zu,
- 6:41aber auch saisonbereinigt steigt die Zahl leicht.
- 6:45BA-Chefin Andrea Nahles rechnet zwar damit, dass die Arbeitslosenzahl im September
- 6:50wieder unter 3 Mio. sinkt.
- 6:52Das hätte nach ihrer Einschätzung aber v.a. saisonale Gründe.
- 6:56Die bessere Konjunktur dürfte sich erst mit Verzögerung auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen.
- 7:02Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment.
- 7:06Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.