Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 23: Andorra, Der Leopard, Knight of the 7K, Reiseführer vs AI, Suno
Transcript
- speaker-0: Wir kommen bei den Zeitgenossen! ⁓ Herzlich willkommen bei den Zeitgenossen. Diesmal haben wir wieder das Beste vom Besten für euch dabei. heute ist eine ganz besondere Folge. Ich werde später über was reden, was Christoph Vorgeschlagen hat. ist erste Vorschlag von uns gegenseitig, den einer von uns vorstellt. Aber damit geht es nicht los, sondern es geht auch nicht ins Tierreich, sondern es geht irgendwie auch ⁓ Italien. Es geht ⁓ den Leoparden und Christoph legt doch gleich mal los. speaker-1: genau der Leopard. Und zwar, wer uns treu zuhört, der hat wahrscheinlich oder vielleicht mich schon zwei, drei Mal erwähnen hören, dass es diesen Herbst für mich zum ersten Mal nach Sizilien geht. Dass ich also Sizilien mit großem Abflomb für mich erforschen werde, wochenlang mit dem Auto. Kein Tempel wird von mir sicher sein, kein Palasthotel, keinen Strand und erst recht keine sizilianische Spezialität. Und ich habe auch schon erwähnt Thema Wallfahrten. Ich versuche ja immer, so viel wie möglich unter einem Dach, unter einem Thema und einem Sujet zu kombinieren. Also sei es halt eine so eine kulinarische Spezialität, die mich irgendwo hinführt, oder halt ein literarisches Buch, was den Grund bereitet für eine Erforschung oder für einen Kennenlernen. Und als ich mich auf die Zielchen vorbereitet habe, da habe ich natürlich nicht etwa irgendeinen Reiseführer, darüber werden wir später noch sprechen, zur Hand genommen, sondern ich habe endlich das getan, was ich eigentlich schon längst hätte machen sollen, nämlich das eine große literarische Werk des Italiens des 20. Jahrhunderts in die Hand genommen, nämlich den Leoparden, Il Gattopardo. Und ich kannte dieses Buch oder jeder kennt vielleicht diesen Titel von diesem legendären Film eigentlich. 1963, Locino Visconti, Bert Lancaster, Alain Delon. Und der, den kannte ich auch, aber der hat mich eigentlich eher abgeschreckt. das kam mir so steif und so Kostüme und langatmige Dialoge und endlose Ballszenen und so. Also das hat vor, ich weiß nicht, vor 20 Jahren, als ich das angefangen habe zu sehen, total abgeschreckt. Und dann gibt es aber seit neuestem eine Neuübersetzung. des Buches Il Gattopardo, Der Leopard. Und die hat mir einen Freund ans Herz gelegt und dann fiel es natürlich alles zusammen. Ich war auf dem Weg nach Italien und dann war da auf einmal Der Leopard. Und ich muss sagen, dass möglicherweise Der Leopard das eine Buch ist, mich dieses Jahr am meisten gefangen, am meisten mitgenommen, am meisten unterhalten hat, am meisten zum Nachdenken gebracht hat. Es ist ein wundervolles Buch. Ein wundervolles Buch. Das muss man einfach sagen. wieder mal ein titanisches Werk, also das ist Buch, dem man halt nachher auch angeben kann. In Italien ist das, ich, der Kanon in allen Schulen, so bisschen wie der Faust in Deutschland. Das heißt also, ein Effekt, den ich mir jetzt natürlich erhoffe, ist, wenn ich da vor Ort bin in Sizilien und den Leuten sagen kann, ja, ich habe mich vorbereitet auf diese Reise, indem ich den Gattu Pardo gelesen habe, da werden die Herzen aufgehen. Und ich bin natürlich auch dermaßen vorbereitet darauf, den den Leoparden dort zu finden. werde mich auf die Spuren des Leoparden setzen. Ich habe schon so viel nachgelesen. Es werden da Gerichte gegessen in diesem Buch und ich habe nachgeschaut, was das denn für welche sind und wo kriegt man die in Palermo. Wo sind die Orte, wo das spielt? Wo hat der ursprünglich, also es ein Buch, zähle ich ja gleich noch, worum es ging, der tatsächlich nach so realen, nach einer realen Familie geformt wurde. Wo hat die im Original gelebt? Das heißt, als ich versuche wirklich alles, ⁓ die terrarische und die wirkliche Wirklichkeit so eng miteinander zu verzahnen, wie es überhaupt nur geht. Und das ist halt deswegen, speaker-0: Das ist eigentlich ein Live-Rollenspiel, ja. speaker-1: Ja, eigentlich für mich ein Leifreud, du bist völlig recht. Ich bin da voll auf den Spuren, voll in den Pferden des Leoparden. Und das Besondere am Leoparden ist, dass das wirklich ein Familienroman, geschrieben von dem letzten Mitglied dieser Familie. Der Autor ist selber Sohn einer alten italienischen Adelsfamilie, schrieb das Ganze in den 50er Jahren. Und das war sein einziges und letztes Buch. Der ist gestorben. bevor das Buch überhaupt rauskam. Er hat die Verfilmung von Visconti überhaupt gar nicht mehr mitbekommen. Und der hat halt die Geschichte seiner Familie 100 Jahre vorher geschrieben. Und was ist daran so schön? Im Mittelpunkt steht der Patriarch dieser alten Adelsfamilie. Und diese Adelsfamilie hat im Wappen einen Leoparden. Deswegen nennt man den Patriarchen jeder Generation so im Volksmond den Leoparden. Das ist der Standardenträger dieser Familie. Und was daran so besonders ist, ist Das spielt in den 1860er Jahren und das ist die Zeit, der Italien sich komplett auf den Kopf stellt, weil aus den verschiedenen italienischen Königreichen zum ersten Mal das moderne Italien wird. Garibaldi hat man vielleicht mal gehört, der zieht durch das Land, vereinigt das Land. Es gibt verschiedene Vereinigungskriege auch. Damals war Sizilien noch ein Bestandteil des Bobonenkönigreichs, beider Sizilien. Also total verstaubt und vergilbt. Und mittendrin dieser Adlige, der sieht, dass es so nicht weitergehen kann. der auch sieht, dass er selber mit er und seine Schicht dafür verantwortlich war, dass Sizilien auf so viele Arten und Weisen hinter der Zeit zurückgeblieben ist, dass das so nicht weitergehen kann, dass es auch keinen Sinn macht, das zu bekämpfen. Und auf eine sehr interessante und kluge Art und Weise könnte man sagen, macht er sich oder arrangiert er sich mit diesem Wandel der Zeit, hat aber insgesamt fünf Kinder und einen Lieblingsneffen, die er in gewisser Weise mitnimmt, die eigentlich schon so bisschen vorbe... Boten dieser neuen Zeit sind, aber auch vielleicht nicht ganz. Also die beiden Hauptpersonen sind eigentlich der Leopard, der zu ungefähr Ende 40 ist, also auch gar nicht so alt, aber trotzdem voll der Patriarch. Und sein Anfang 20-jähriger Neffe, der so ein Draufgänger ist, Tankredi, und der sich der Sache Garibaldis anschließt. Und anstelle, dass wie in so einem klassischen Buch der Alte sich jetzt dem Neuen in den Weg stellt und den Jungen verdammt, führt eigentlich der Gattupardo, der Leopard. diesen Neffen, gibt ihm sogar Geld, öffnet ihm Türen, damit er zum Bestandteil dieser neuen Zeit werden kann und damit eigentlich auch seiner Familie das Überleben ermöglicht. Und aus diesem Buch kommt halt dieses Bromot, das jeder kennt, damit die Dinge gleich bleiben, müssen sie sich völlig verändern. Diese, the more something changes, the more it stays the same. Das hat ja jeder schon mal gehört und das ist ein Pratokliopathen. das lebt Gattuparkdu. und nimmt halt da seine Töchter mit, seine Söhne. Und was mich da besonders fasziniert, ist, dass diese Geschichte schon in einer schönen Melancholie zurückblickt auf das Untergehen einer Zeit, keineswegs so entschuldigend. Also es macht diese Adelsfamilie nicht besser, als sie eigentlich ist. Das ist keine Märchengeschichte von einem guten König oder sowas. Sie macht sie aber auch nicht schlechter. Diese Menschen, schon Protagonisten eines alten und unterdrückerischen Systems sind, also die Familie eigentlich des Autors, die sind aber auch gleichzeitig noch liebende Menschen. Der Gattopalto liebt seine Töchter, der liebt diesen Neffen. Das ist halt keineswegs so, dass der nur intrigant ist. Und auch immer wieder wird darüber gesprochen, dass dieser Adel, warum er überlebt hat, das waren seine guten Manieren, sich auch zurückhalten können im Zweifelsfall. Nicht sich über alles aufregen, nicht sich gegen alles stellen. Und da habe ich mich natürlich auch heute erinnert, wo du ja eigentlich nichts sprechen kannst, ohne dich unglaublich aufzuregen. Und dann ist das Buch einfach auch eine fantastische Komposition. Das ist das einzige Buch, wie gesagt, von dem Tommaso di Lampedusa, so heißt der. Also eigentlich eine Adelsfamilie aus Lampedusa, das waren mal die Herren von Lampedusa, diese italienische Insel. Und der hat das Ding auf eine Art und Weise meisterhaft komponiert, wie man halt eine Oper komponieren würde, wie man ein... ein herrliches Theaterstück komponieren würde. Das heißt, sehr viele wunderbare Stilmittel, sehr viele Dialoge. Und das gibt es halt eben auch. Deswegen ist das auch so eine hervorragende Verfilmungsgrundlage gewesen, weil das ist ein Kostümfilm. Das ist auch kein Kostümbuch, das ist auch kein intrigantes Buch, sondern es ist eine mit Liebe und Nostalgie, aber auch Grausamkeit durchdrängte Familiengeschichte auf der Bruchkante zwischen Alter und neuer Zeit. Das heißt, das Buch hat mich wirklich, ich fand es so viel besser, als ich jemals gedacht hätte, weil ich den Film so komisch fand. Und dann, was mich eigentlich eher von einem Buch abschreckt, ist, dass vorne drauf ein Aufkleber ist. Jetzt auf Netflix. Und wenn du ein Buch verkaufen musst, in dem du halt immer auf die Netflix-Version hinweist, das ist eigentlich kein gutes Zeichen. Aber was ich dann gemacht habe, ich habe mir die Netflix-Serie angeschaut. Und was soll ich euch sagen? Sechs Folgen, also eine Miniserie auf Netflix und die ist wundervoll. Die ist genauso, wie ich mir das Buch vorgestellt habe. Und die haben das noch ein bisschen aufge... speaker-0: Hab ich das noch nicht gesehen? Ist das neu? Wann ist das raus? speaker-1: Ja, es ist ganz neu. Und hab sie sogar auf Italienisch gesehen, diese Serie mit deutschen Untertiteln. Und was dir noch besonders gefallen wird, Stefanie, ist, im Original spielt die Tochter des Leoparden, Conchetta, gar keine so große Rolle. Da gibt's halt einen Konflikt mit dem Tancredi, so eine Liebesgeschichte. Und in der Verfilmung haben sie diese Rolle der Conchetta ganz nach vorne gezogen. Und das ist wundervoll. Das ist so gut gelungen. Normalerweise, so was kann ja auch schiefgehen, dass man so eine Nebenrolle nach vorne zieht. Aber die Conchetta, sind alles erstklassige Schauspieler. Und ich hab mir dann, ⁓ es noch weiter geht, hab mir dann auch das Making-of der Serie noch angeschaut. Und die ganzen Schauspieler, haben halt eben, das sind alles Italiener, und bevor die überhaupt irgendwas zur Rolle gesagt haben, sie gesagt, was das für eine Ehre für sie ist. Dieses Buch, was in ihrem Leben so wichtig ist, was jeder Italiener seit der Schule kennt, da diese Rollen spielen zu dürfen, das wäre für die ein Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere, und auch der Regisseur hat das gesagt, dass der Gattu Pardo für jeden, der in der Italien liebt, eigentlich so ein... so ein Ding ist, womit er sich irgendwie beschäftigen muss und diese künstlerische Aufarbeitung. Naja, und da könnt ihr euch jetzt natürlich vorstellen. Also diese Kombination von, sagen wir mal, der Bedeutung dadurch, dass der Gattu Pato auch ein Schlüssel zu Sizilien ist, dass der mir halt ganz viele Dialoge ermöglichen wird. Ich habe schon jetzt schon nach Restaurants gesucht, wo es diese Spezialitäten gibt. Es gibt natürlich vor Ort auch Wanderungen und Touren auf den Spuren des Leoparden. Ich habe da so viel gelernt und aber auch so viel empfunden und dann noch so viel Dann wurde ich eben auch so gut, nicht nur unterhalten, sondern auch intellektuell angesprochen von der Meisterschaft dieses Buches. Also Sizilien ohne den Leoparden ist meiner Ansicht nach ein Ding der Unmöglichkeit. Jeder von euch, der jemals schon in die Sizilien war oder dahin will, aber auch diejenigen, es nicht wollen, tut euch einen Gefallen und liest dieses herrliche Buch. Der Leopard. Ich speaker-0: Also mich hast du also auf jeden Fall überzeugt und ich frage mich gerade also später haben wir ja ein Thema, das passt da so wie Faust aufs Auge zu, Reisen mit Literatur. Ich habe ja schon überlegt, eigentlich müsstest du mal so ein Buch rausbringen, was einfach nur Bücher und Reisen irgendwie miteinander verbindet. aber ihr habt ja jetzt die Zeit genossen, könnt ihr euch anhören. Also das macht mir ja fast jede Folge. Aber ich muss sagen, ich finde es total spannend. Der Leopard und das Thema, was ich gleich vorstelle, total wie gemeinsam. Das hätte ich jetzt gar nicht gedacht, wie ich dir eben so Interessant, Adelsgeschichte. Wie geht das weiter? Was hat das mit Erziehung zu tun? Da unterscheidet sich so ein bisschen. Also ich stelle heute euch vor A Night of the Seven Kingdoms. speaker-1: was wir beide sehr lieben. also heute haben wir auch nur Themen, die wir beide sehr lieben. speaker-0: Es ist und ich muss das jetzt noch mal sagen, vielen Dank Christoph, weil das war Christoph hat mir davon erzählt, da ist das gerade frisch rausgekommen und ich musste das sofort schauen und hab das dann wirklich durchgebingt. Also das war wirklich einfach unfassbar cool. speaker-1: Und ich glaube nach der ersten Folge, war ja unten in Spanien und ich habe die erste Folge gesehen und habe dir sofort auf WhatsApp geschrieben. speaker-0: Ja, ich war auch sofort am Start. Totaler Volltreffer. Das liegt uns wirklich beiden voll im Genre. Wir mögen beide diese eposhaften Fantasie, wo sich wirklich viel Mühe gegeben wird. Wer es nicht weiß, das ist die zweite Games of Thrones Vorgeschichte, die HBO produziert hat. speaker-1: Das geht gar nicht anders. speaker-0: und die aber nicht in dem Taigerienhof spielt, sondern die hier wirklich eine ganz eigene Vorlage auch hat. Und zwar gibt es dazu ein Buch, das heißt Dunk and Egg, auch von George R. R. Martin, und das heißt The Hedge Knight. Und das kam 1998 raus. Und die Handlung hier ist, dass ein sogenannter Heckenritter, also ohne Herkunft, ohne Land und ohne Herr, auf einen kleinen Jungen trifft und die zusammen ganz viele Abenteuer erschließen und man zwischendurch immer wieder von der Herkunftsgeschichte, von unserem Danken, der lange halt erfährt und so eine wirklich ganz schöne Geschichte erzählt wird. Und das ist ein bisschen unterschiedlich zu Games of Thrones, ja in diesem Wälzer, aber dieser Hedge Knight ist wohl eine ganz schmale Vorlage und auch nur aus 90 Seiten Skript wurde diese sehr kurze Serie auch abgewickelt. Ich glaube, es sind insgesamt auch nur sechs Folgen. Sechs Folgen, ja. Sechs Folgen und sehr kurz, weil ich auch nicht lang, zwischen 30 und 45 Minuten, also relativ kurz auch, mit einem kleinen Budget wurde das Ganze abgewickelt. Also eine Folge hat dann unter 10 Millionen gekostet, das ist irgendwie vor Games of Thrones schon eine herausragende Leistung. Das ist sowieso die erste Folge Games of Thrones vor 10 Jahren oder 15 Jahren, als das passiert ist. Und das ist erreicht worden, weil man wieder zurück zu den Charakteren und der Geschichte wollte und weg von den Spektakel und animierten Dragons und mehr hin zur Person. Und Martin ist hier auch ein Co-Producer, ist hier mit eingestiegen. Also man merkt wirklich, dass diese Charaktere sind einfach total besonders und jeder hat da wirklich auch ganz, ganz viel Herz reingesteckt. Also was mich so fasziniert hat, wirklich diese, es war total earthy, es war so total echt. Da wurde auch wirklich kein Blatt vor den Mund genommen. Man sieht hier und da auch Genitalien plötzlich und dann pinkelt mal jemand an den Baum und das ist gar nicht so gefühlt so crazy, gepolished und gescriptet, sondern man fühlt sich wirklich Teil der Existenz von diesen Menschen und es hat auch unfassbare Momente, die einen so berühren die ganze Zeit. Und das ist ja immer das, wenn ich irgendwas total spannend finde, ist, wenn diese Momente dazwischen, eigentlich nicht viel passiert, aber deswegen für mich umso mehr passiert. Und ich glaube, das Ganze wird ja auch mal gut zusammengefasst, geht einfach darum, wenn zwei Männer mal da zusammen sitzen und ein Männerfreund tut einfach mal ein Sandwich zusammen essen. Da muss ich so total lustig an die Serie, die du vorgestellt hast, denken, diese Männer auf dieser Bank, wo auf den Bus gewartet haben. Wie heißt die nochmal? speaker-1: Gerade noch ein Bus. speaker-0: warten auf den Bus. Ich habe gedacht, das ist so ein bisschen die Heckenritter gewartet auf den Die Heckenritter von Brandenburg. Und das macht es auch total charmant und wurde dann auf diese Weltbühne gerummen, weil HBO hat ja wirklich eine riesige Plattform und mit diesem Games of Throne ja auch eine riesige Fan-Community. Und die wurden hier nicht enttäuscht, sondern die haben den ganzen total applaudiert. speaker-1: Ritter von Brandenburg. Ganz richtig. speaker-0: Somit ist auch diese Serie, ich glaube, das war der zweitbeste HBO-Start von einer Serie, die gelauncht worden ist. Die hat auf 94 % auf Rotten Tomatoes, hat 26 Millionen Zuschauer pro, also dann weltweit pro Folge bekommen. Das ist also wirklich der drittstärkste Serienpremiere, die auf HBO Maximals rausgekommen ist. Also das ist alles natürlich wirklich ein Applaus zu dieser Serie und ich will auch gar nicht so viel. Aber ich muss einfach sagen, es ist einfach toll, glaube ich, auch in dieser Zeit, wo wir einfach so eine Sehnsucht nach wahren Helden haben. Also ich glaube, wir haben jetzt genug von den Marvel-Avengers gesehen und jeder hat eine krassere Superkraft als die andere. Aber die Superkraft, hier eigentlich Dank zeigt, ist einfach ein wahnsinnig toller Charakter. Also dieser Mensch, der wirklich einmal durchs Dreck gezogen wird sein ganzes Leben, schafft es immer wieder Hoffnung. zu bekommen, an Dinge zu glauben und dafür auch total gerade zu stehen, auch wenn die Konsequenzen manchmal total fütterlich sind. Und das ist so weit entfernt von unserer heutigen materialistischen Welt, wo sich jeder irgendwie nochmal ⁓ die Ecke biegt, besonders in Social Media, ⁓ irgendwas zu erreichen, ist dieser Mensch so total straight forward, total klar und einfach so. auf diesen Werten, die mit dem Rittertum zusammenliegen, wirklich total eingeeift. Und das ist das, was ihn als Persönlichkeit auch überhaupt überleben lässt. Also dieser Glaube, das Richtige zu tun. Es gibt da natürlich einen Twist, den ich jetzt nicht verraten will, aber es gibt eine moralische Sünde, die ihm auf dem Herzen liegt und da auch sich da wirklich mitquält. Aber das merkt man halt auch so richtig. Also er hat dann die ganze Zeit lang ein Hin und Her ringen mit sich. Was ist jetzt das Richtige zu tun? Und da tut meistens immer das Richtige. Was auch nochmal von der Produktionsweise her total spannend ist, ist Folge 5, wo es ein totales Massaker gibt. Also Gänsehalsfonds werden dann nicht enttäuscht. Und was da gemacht wurde, weil das Budget jetzt nicht so hoch war, wurde das Ganze aus Duncan's Perspektive mit Handkameras gedreht im dichten Nebel. Aber der Effekt der dabei rausgekommen ist. Diese Kampfszenen sind so ultra brutal deswegen. sie haben es auch geschafft, dass alle Ritter, die dort vereinigt sind, dass man wirklich für alle, die auf der einen Seite stehen, wirklich mitfiebert. Man will hier keinen verlieren und man fiebert wirklich in jeder Sekunde mit, passiert. Und das ist noch besser als eigentlich die großen CGI-Effekte, die man sonst so kennt, sondern es hat ein totales, echtes Spektakel, wo man eigentlich ich die ganze Zeit lang so da saß und gedacht, ⁓ mein Gott, ⁓ mein Gott. Und das war wirklich ganz toll. ich denke mal, vielleicht willst du auch nochmal was zu sagen, was dich besonders da abgeholt hat. Aber für mich war es Freundschaft, Ehre und dann halt auch ja noch mal eine ganz andere Herangehensweise an Serien, weit weg von CGI und ganz nah am Ende. speaker-1: Für mich war es eigentlich auch vor allem, also in gewisser Weise Letzteres, denn eigentlich ist diese Serie ja eigentlich eine Feel-Good-Story. von, von, so, dass, dass, diese Geschichte hätte man auch so bisschen erzählen können wie Ted Lasso. Ja, da kommt halt irgendwie so bisschen so ein trüber Typ, ja, der nicht der Hellste ist, nicht der Schönste, nicht der Schnellste, muss irgendwie schaffen, findet Freunde und so. Das hätte man auch alles total harmlos erzählen können. Und ein bisschen was von dieser Harmlosigkeit und von diesem Feelgood und von dieser guten Atmosphäre und den freundlichen Menschen und so ist auch immer noch da. Aber dann hat man das beinhart kontrastiert mit dieser Krassheit, dieser derben Gewalt, mit Fäkalien, mit Schmutz, Schlamm, mit nicht weggucken. Also nicht immer wie man so Feelgood-Stories, da wird ja immer weggeschalten, wenn irgendwie jemand verletzt wird oder wenn es irgendetwas Drastisches gibt. Diese Serie ist... ist sensationell einerseits herzerwärmt und auf der anderen Seite so drastisch und das merkst auch von der ersten Folge, dass hier auf eine Art und Weise erzählt wird, die man sehen muss. Und das ist halt eben das, was ich ständig in Serien suche, dass sie nach der ersten Folge weiß, hier gibt es etwas, wo sich jemand was getraut hat. Also nicht runter erzählen, sondern einen kleinen Dummkopf zum Helden machen, das ist schon ganz cool. Dann habe ich diese Dreckswelt dargestellt. Das ist doppelt cool eigentlich, wenn du von Game of Thrones kommst und wenn du dann diese Drastik und diese Unglücke und dieses slumartige Leben dazu hast. Das fand ich ein erzählerisches Meisterwerk. Das hat mich vor allem so extrem abgeholt, dass ich wusste, das muss jeder gesehen haben. Und selbst wenn dich Ritterfilme und Fantasy und Game of Thrones dich eigentlich gar nicht so interessieren, davon gibt es ja einige. ist diese drastische Erzählweise es alleine wert, der Mut, dahinter steht. speaker-0: Ja, sehr smart hast du das zusammengefasst. Also, das ist, ich, bewundernswert und auch exceptional, dass so was heutzutage sehr auch ausprobiert wird. Also, wir sehen ja immer mehr, dass so was nach der 0815-Nummer, Netflix und Prime, also da kann es ja wirklich aus der Ritorte, da das ja so rausgespuckt. Und wenn dann so was mal wieder rauskommt, merkt man wirklich so, boah, jetzt wird mal was im Gehirn stimuliert. Also, auch auf einer intellektuellen Ebene, weil diese Verbindungen, die du sagst, die haben ja auch alle dann menschliche Geschichten und psychologische Momente, die da ausgelöst werden, wo man mit sich selbst eine Reibungsfläche passiert im Kopf. Also es ist nicht nur so, dass es ein Spannungsfeld ist, sondern es gibt eine positive Reibungsfläche im Kopf und das wird einem häufig nicht mehr gegeben, sondern das wird eher halt alles so konsumiert und diese Reibungsfläche fehlt. Weil die wird ja oft als unangenehm. Also das ist ja nicht so einfach zu konsumieren. Aber die haben das so gut verpackt, wie du das gerade gesagt hast, dass man genug Dreck schlucken kann, weil man genug weiche Sachen immer wieder dazwischen gemischt hat, dass sie das wirklich geschafft haben, eine Tiefe zu erreichen, die man sonst eigentlich nicht konsumieren möchte. Total treu. Das ist der Trick. Was ich ganz spannend fand, als ich darüber gelesen habe, nochmal, es gibt wirklich so eine Idee, eine Story, Story, Skizze. Es ist noch total unklar, ob das passieren wird mal. Also es gibt eine Idee im Raum, dass man überlegt, ob man den nicht nach der zweiten Staffel, es gibt eine zweite Staffel auf jeden Fall, die ist schon irgendwie bestellt worden. Aber es gibt eine Idee zu sagen, was passiert, wenn man noch vier Staffeln macht und zwar immer mit zehn Jahren Pause und diesen zwei wirklich beim Altern zuschauen darf. Das ist nicht natürlich total spannend. Wahrscheinlich ist es dann das Problem, ich weiß nicht, ob ihr noch 40 Jahre habt, aber... Fände ich natürlich ein spannendes Projekt und würde dann gerne auch die letzte Staffel sehen können, aber da merkt man mal bisschen wie Alper. Aber finde ich auf jeden Fall spannend, dass ihr darüber nachdenkt und dass es diese Ideenskizze auf jeden Fall gibt. Also ich kann nur sagen, guckt euch auf jeden Fall dieses Meisterwerk an, A Night of the Seven Kingdoms auf HBO Max und genießt es einfach und freut euch auf die zweite Staffel. speaker-1: Nächstes Thema, da haben wir wieder, ohne das abgeboren zu haben, sind wir beide auf das Gleiche gekommen eigentlich, nämlich auf das Thema, was eigentlich jetzt von der Saison für die meisten gar nicht mehr passt, nämlich das Thema Urlaub und was Urlaub machen oder wegfahren, Reisen heutzutage eigentlich heißt im Gegensatz zu früher. Stephanie hatte da den Ansatz, wie sehen überhaupt solche Ziele auf YouTube aus und was wird da gefilmt? Mein Ansatz ist ein anderer, bzw. ein verwandter Thema, warum nur braucht es heutzutage überhaupt noch Reiseführer? Und ich bin darauf gekommen, weil zum einen tatsächlich jetzt gerade, was ich gesagt habe, dass für mich der Leopard eigentlich der Reiseführer nach Sizilien ist. Dafür muss ich mir keinen Bädeker und Marco Polo kaufen, sondern ich bin eigentlich viel offenerziger, wenn ich halt eben erst mal auf dieser geistigen, kulturellen schönen künstlerischen Arten bei sie vorbereitet, indem ich ein Buch lese. Aber was natürlich auch der Fall ist, also flankieren zum Leoparden, habe ich selbstverständlich Gemini und Shatchapity gefragt. Und was ich eben von Gemini und Shatchapity bekomme als Antwort, ist so viel klarer auf mich zugeschnitten, als es so ein kleiner Marco Polo, den ich oft gekauft habe vor Reisen, oder auch größere Lonely Planets, mit Lonely Planets habe ich angefangen, meine ersten Interrail-Tours, Alter. Lonely Planet war da auch noch ein Teil der Experience. Also du hast da so geile Tipps und andere Reisende, alle hatten dieses gleiche Buch und dann traf man sich in dieser angesagten Jugendherberge, da auch alle anderen diesen, was sie den Lonely Planet dabei hatten. Das ist leider, möchte man ja sagen, also das ist auf alle Fälle vorbei. Was jetzt halt da ist und was ich ja auf meinem Handy dann natürlich dabei habe, ist diese ausführliche Wegbeschreibung und Hintergründe und wo ich auch immer wieder reintauchen und nachfragen und... Wenn ich jetzt die Wahl habe, nach links oder rechts abzubiegen, was ist jetzt zu empfehlen? Das kann ich jetzt halt alles machen ohne Reiseführer, einfach über Generative AI. das mache ich jetzt natürlich nicht zum ersten Mal, aber vielleicht doch jetzt zum ersten Mal, wo ich in einen komplett unbekannten, an einen komplett unbekannten Ort fahre. Also in Spanien und in Portugal, da kenne ich mich ja schon gut genug aus, in Napoleon und so. Und ich bin mir selber noch nicht ganz sicher, wie gut das funktionieren wird, weil ich, und das ist ja immer die immer das Problem, man muss ja die richtigen Fragen stellen. Und man kann ja nur die Fragen stellen, wo man eigentlich die Antworten schon ungefähr bisschen weiß oder welche Option es da gibt. Und das hat natürlich die Gefahr, dass man manche Dinge einfach komplett übersieht, weil man gar nicht weiß, dass man sie fragen kann. Das heißt also, warum nur, haben die noch eine Berechtigung, die Reiseführer? Ich hab noch ein paar hier zu stehen von entfernten, so aus Nostalgie, ⁓ mich nochmal zu erinnern, dass ich vor Jahren da und dort war. Aber, aber Ist die Zeit vorbei? Ist die Zeit auch der Reise-Apps jetzt, AI-Reise-Apps, ich kenne ein paar Freunde, die sowas machen, können die noch mehr bringen als das, was ich sowieso über Generative AI bekomme? Die können definitiv nicht das bringen, was ich jetzt aus dem Leoparden rausgezogen habe, wenn ich zu jedem Ort ein Leoparden, was denkst du denn da? Wie bereitest du dich vor? speaker-0: Boah, also es ist wirklich echt, wir hatten ja auch darüber gesprochen, dass ich noch mit dem auch Lonely Planet noch vor 25 Jahren oder 30 Jahren da irgendwie nach Portugal bin und dann da irgendwie 5 Stunden zum Immusment Park und den gab es dann nicht mehr. Also da hatte ich dann auch keine Lust mehr auf Lonely Planet. Dann gab es eine Phase, wo ich auch sehr stark über so Reisefirmen mit Historie hintergrund gegangen bin. Also in Wien habe ich es zum Teil erobert, aber was für mich Dann habe ich mit Japan, war total interessant, da habe ich das auch mit AI-Ice gemacht. Da habe ich mir auch AI-Schedules gebaut. Also das ist ja, wenn du in drei Städten bist, in 14 Tagen, das ist eine totale Herausforderung. Hab mir da echt so Reisetagespläne schrauben lassen. Auch alles zentriert, wo ich die Hotels irgendwie buchen soll am besten, ⁓ das dann alles abzuarbeiten. Habe das wirklich so rein einen richtigen strategischen Versuch. Dann bin ich in die YouTube-Welt eingestiegen, habe ich wirklich zwei Wochen lang jeden Abend keine Serie hingeguckt, sondern habe mir alles, ist zum Thema Tokyo, Japan, alles reingezogen, weil ich ein sehr visueller Mensch bin und sehr design-driven. Ich wollte dann natürlich wissen, wo gibt es den coolsten Scheiß, wo sind die coolsten Galerien, wo sind die schönsten Ausstellungen. Und dann wollte ich aber auch natürlich so Exploration halten. Das Problem, was ich da gefunden habe, gerade Instagram und TikTok, zeigt dir dann manchmal so Sachen, total visuell stark sind, aber vielleicht gar nicht so die geile Experience. wir haben da besonders in Tokio waren wir dann in so einer 3D-Bla-Bla-Show gewesen, wo du so durch Räume gegangen bist und dann waren überall irgendwelche Installationen, die du so angefasst hast und das war alles mega cool auf das Instagram. Also es hat ewig gedauert, da hinzukommen. Dann bist du damit irgendwie 300 Leuten gefühlt einmal so durchgeschubst worden, warst ja in 20 Minuten durch und hast ja irgendwie 80 Euro ausgegeben. Klar, erzählt das dann keiner danach, weil jeder sein Instagram-Video da geschossen hat. Also es ist ganz schön schwierig, finde ich, immer noch. Also ich finde dieses auf Literatur zu wandeln, finde ich eine herausragende Idee. Die andere Idee, die ich seit Jahren dann immer wieder verfolge, ist, wirklich mich mit Leuten auszutauschen, die da waren. Weil, was du ebenso schon gesagt hast, es gibt, ich, eine Differenzierung zwischen, ich war das erste Mal und dann nach dem ersten Mal weiß ich eigentlich erst die Fragen, die ich wirklich stellen will. Weil dann weiß ich eigentlich erst, okay, was hat mir eigentlich gut gefallen, was hat mir nicht gefallen. Also von was will ich mehr und von was will ich weniger. Also man hat eigentlich so beim Explorieren, habe ich in Japan super viel Zeit verloren an irgendwelche schlechten Tipps. die ich mir aus irgendwelchen schlechten YouTube-Videos auch mit irgendwelchen schlechten Restaurant-Empfehlungen rausgeholt habe, die halt irgendwie alle gut aus sahen, aber nichts gebracht haben. Es gibt so ein Café in Tokio, wo irgendwie dahin geht, das ist so ein geiles Gebäude. Aber dass du dann irgendwie nur für den Eintritt für das Café schon zahlen musst und dann einen total überteuerten 30-Euro-Kuchen will ich auch nicht essen halt, ne? Also nur weil der cool auf dem Teller aussieht. das ist all not my thing. Aber die, ähm... coolsten Secondhand-Läden, die wirklich die coolsten Secondhand-Läden sind, nicht die, die Instagram-Girls irgendwie allen teilen, sondern man muss dann wirklich mit Leuten vor Ort sprechen, sonst kannst du auch die 50.000.000. Läden da finden. Ich will aber wissen, wo kann ich denn den Yamamoto da kaufen? Also das ist halt wirklich so das Problem. Du weißt erst, was dich da trifft, wenn du einmal da gewesen bist, und dann würdest du ganz anders fragen und kann die AI auch, glaube ich, besser helfen. Aber glaube ich wirklich, sich tief mit Leuten zu unterhalten, die da waren oder das Allerbeste ist natürlich die Local Guide. Also wenn mir jemand wie Flora in unserem anderen Teil anbietet, hey, ich nehme dich da mit in Albanien und zeige dir mal die Hauptstadt, dann bin ich die Erste, hier extra nur deswegen da hinfährt. Weil das ist so eine geile Experience, die dich mit Rom, war einer besten Zeiten ever in meinem Leben, ⁓ sich einmal bei Rom zu sprechen. drei Leute, die da leben und dich da durchschleifen, das ist einfach der Hammer gewesen. Und mein erstes Tokio war genauso. Ich war zehn Tage in Tokio, danke immer noch Aran, der hat mich da 24 Stunden zweimal irgendwie wachgehalten. Ich habe alles gesehen, was man sehen wollte in meinem Alter, wo ich war. Das ist einfach das Geilste. Also einfach Leute wie wir jetzt, sagen, was gut ist, aber live vor Ort. Das einfach richtig geil. speaker-1: Ja, das ist es. Und vielleicht muss man auch einfach sagen, das denke ich mir auch häufig, dass du eigentlich beim ersten Mal, wenn du irgendwo zum ersten Mal hinfährst, du eigentlich sowieso sehr wenig brauchst, weil das Offensichtliche ja erstmal getan werden muss. speaker-0: Oder dann erst mal recht nicht machen willst. Oder ja. speaker-1: Je nachdem, du hier herhackst. Aber nach oben zu fahren und nicht ins Kolosseum zu gehen, das wäre schon ein Fehler. Oder in den Peterston. speaker-0: Ja, also da muss ich echt sagen, was total lustig war, ich hab nämlich gesagt, ich will auf gar keinen Fall den Vatikan sehen, hab ich auch nicht. Ich hab da die Jungs, muss ich in einem mal erzählen, in den Wahnsinn getrieben, weil ich hab gesagt, will nirgends, wohin, die Touristen sind. Oha. Und was sie dann gemacht haben, ist, dass sie nämlich nachts hier ins Kolosseum eingebrochen sind. Weil es gibt da eine Stelle, die die Römer wissen, wie man sich da durch die, da rein zwingt. Und dann hab ich wirklich den Sonnenaufgang im Kolosseum gesehen. speaker-1: Okay, so kann man es auch machen. weiß ja, wenn... Andalusien, wie du weißt, ist ja eigentlich so meine... Da kenne ich... Also ich will nicht sagen, ich kenne jeden Quadratmeter, aber nach all den Jahren bin ich da wirklich auf der Ebene der Dörfer. Und wenn mich da Leute fragen, die zum ersten Mal da hinfahren, dann sage ich denen tatsächlich, macht erst mal das, was sich aufdrängt. Weil das, was sich aufdrängt, Granada, Cordoba, Sevilla, das ist halt so herrlich und jedes von denen halt auch so reichhaltig. Das heißt, hast... Du brauchst da eigentlich noch keine Special-Tips. Die Special-Tips, brauchst du am zweiten, beim dritten Mal, wenn du halt eben nicht nochmal wieder in die Kathedrale willst. Und jetzt bei Sizilien könnte man sagen, da bin ich glaube ich mit den Tempeln von Erice, Palermo, der Normandum und so. Dafür bräuchte ich eigentlich keinen Reiseführer, ⁓ auf diesen Reiseführer wieder zurückzukommen, sondern mal sehen. Ich habe jetzt halt eben glücklicherweise ziemlich viel Zeit. Mal sehen was speaker-0: Ich schlende auch gerne. Ich habe auch immer gerne so einen Puffer eingeplant, wo ich mich einfach mal so durch die Gegend treiben lasse. Weil was ich überhaupt nicht mag, ist, wenn es so total durchgeschedult ist. In Japan habe ich das dann auch irgendwann fallen lassen. Da habe ich dann gesagt, ach, lass mich dort rum mit meinen ganzen Plänen. Lass ich doch einfach mal nach links laufen und sehen was bis hier. speaker-1: auf welche Art Weise, die Frage drehen sie jetzt ja auf, bist du dann an das Land rangegangen, was du jetzt hier als gewusst wo vorstellen willst? das ist, ich war da nie, es kommt mir halt unglaublich, also auch als zu klein vor, ⁓ dass es sich irgendwie lohnen könnte. Es kommt mir halt irgendwie auch, ich weiß nicht, die paar Bilder, ich gesehen habe, waren steinig und staubig und voller Touristenläden. Aber du sagst, das habe ich wirklich gerade erst vor zehn Minuten von dir erfahren, dass das halt ein mega Geheimtipp ist. Wovon reden wir hier, Stephanie? speaker-0: Okay, es geht ⁓ Andorra, nicht ⁓ das Buch heute, es geht ⁓ den Ort. Und es ist total interessant. Das erste Mal war ich Andorra wegen dem Mobile World Congress. Und das ist total lustig und zwar ist Harald Neidhardt schuld. Und zwar haben wir häufig nach dem Mobile World Congress eine Session gemacht mit der MLOV Crew. waren also Leute, die sich mit Innovationen und mit Mobiltelefonen, als das noch total trendy war. sich getroffen haben und über die Zukunft nachgedacht haben. Wir haben das normalerweise in der Nähe von Barcelona am Strand gemacht, weil Mopar Belcón ist immer in Barcelona. Und dieses Mal, warum auch immer, kam halt auf die Idee, lass uns doch jetzt einfach mal da in den Schneebergen irgendwie treffen. Das ist ja immer im Februar. Und wie auch immer, ich dachte, naja, das sind nur zweieinhalb Stunden, aber nicht, wenn man mit einem Bus fährt übrigens. Das waren dann irgendwie so sechs Stunden Bus-Trip, bis ich dann entweder an Doraan kam. Aber das ist ein anderes Thema. Also da war ich das erste Mal in Dora, hab eigentlich nur Skigebiet gesehen und überall Steine und Steinhäuser und hab mir dafür gar nicht viel gedacht. Und dann war ich auch wieder weg. Und dann, Jahre später, geht es wirklich ⁓ Gabo und Gabo's Familien. Und zwar ist nämlich in Dora, weil das so nah dran ist an Barcelona, nur zweieinhalb Stunden, ist das wirklich so, dass einer ist der Urlaubsorte. Und auch im Sommer. Wenn nämlich hier die Spanier das viel zu stressig finden mit den ganzen Touristen. ziehen dann sich die richtigen Spanier dann manchmal lieber gerne nach Andorra zurück und sind da auf dem Campingplatz. Weil es da auch viel angenehmer ist, sind die so heiß, es ist in den Bergen mit vielen auch Wäldern und die Luft ist halt wahnsinnig gut. Also es gab aber mit in Andorra im Sommer auch groß geworden, kennt da auch ganz viele Leute. Und als ich dann hier in die Familie eingetaucht bin, war das Teil der Tradition, dass wir einmal alle paar Jahre fahren wir im September nach Andorra. Jetzt ist eigentlich Andorra Zeit. Warum fahren wir nach Andorra? Erstmal, ist so bisschen weiß, was ist überhaupt das? Das ist nur 468 Quadratkilometer groß, so groß wie Bienen und hat auch nur 85.000 Einwohner. Die Androianer sprechen Französisch, Spanisch oder Katalan, ⁓ das Ganze noch komplexer zu machen. Also 85.000 Menschen haben aber noch drei verschiedene Sprachen, die sie sprechen. Und das Land wird regiert von der Kirche und Spanien und Frankreich. Also nochmal dazu. Und weil es noch spannender wird, es gibt keinen Flughafen und es gibt auch keinen Zug, der dahin fährt. Das heißt also, man muss mit dem Auto dahin fahren. Besser nicht mit den Brüsten nochmal. Es ist so, dass Andorra liegt relativ hoch. nichts gibt es unter 840 Metern in Andorra. Und man kann bis das größte Berg der Como Patrossa ist 2.942 Meter hoch. Und es ist ein sehr beliebtes Skigebiet. Also wer gerne Skifährt, fährt gerne nach Andorra. Und wofür es jetzt auch mehr und mehr immer weiter bekannt wird, für Biker. Also die Fahrrad, also Crossbiking, etc., Pipapo, das ist da gerade total trendy. Was ich total wunderschön finde, was ich noch nie vorher gesehen habe, waren halbwilde Pferden, Pferdenherden, Pferde von Pferden, die da einfach so durch die Gegend laufen. Und das ist ganz niedlich, weil die haben alle so Puglocken oben und dann bimmelt es halt, wenn sie so durch die Gegend laufen. Und ich habe noch nie freie Pferde gesehen. Das war so das erste Mal in meinem Leben. Das ist eine besondere Rasse, die heißt Kawal-Perenik-Kadala. Und im Sommer sind die halt da überall unterwegs auf den Hochtälern und grasen da und hängen da manchmal in den Gondeln rum. Also wo sonst, weil sie da die Gondeln hoch und runter fahren und sie stehen dann da die Pferde drunter, weil die sich da den Schatten zwun. Dann ist es so, dass die klare Luft in Andorra ist natürlich der absolute Wahnsinn und überall gibt's unglaublich fantastische Aussichtspunkte, die auch so spektakulär sind und die verziert werden mit besonderen Skulpturen. Also es gibt da wirklich so riesige Metallregeln, die dann da irgendwo mal stehen. Dann gibt es so Plattformen, die du mal drauf laufen kannst, wo du dann in die Endlosigkeit, dann kannst du auf so krassen Brücken hin und her laufen. Also alles so immer dem Wahnsinn nahe, weil ich glaube, jeder muss das erstmal verstehen, wie schwierig das alles für mich ist, ich habe nämlich Höhenangst. Und das führt dann auch manchmal zu echtem Problem, mich da mal hinzutransportieren. Weil es gibt da super schöne Aussichtspunkte und ich wäre dann auf der Hälfte der Strecke meistens schon abgesetzt, meistens schon schreiend. Und es gibt da echt total schöne Plätze. Ich arbeite da einfach gegen meine Höhenangst. Aber diese klare Luft und keine Industrie und auch keine Transportmöglichkeiten führen einfach dazu. Und starke Winde auch. Das Andorra. hat eine der besten Luftqualitäten, die es so gibt. wirklich statistisch gesehen, Andorra hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Also ich weiß nicht, ob das an der Luft liegt oder woran das liegt, aber es ist einfach, ja, man wird da besonders alt. Statistisch ist das auch nicht großartig große Zahlen mit den 85.000 Leuten. Es ist auch so, wir kennen da interessanterweise den Bildungsminister, der ist mit Gabe irgendwie groß geworden. Der Bildungsminister von Andorra hat uns wirklich gesagt, ja, die Arbeitslosen kennen wir persönlich. Das ist halt, die sind da in der Hand ein paar Händen abzuzählen. Wenn man da ins Krankenhaus muss, gibt es nur ein Krankenhaus. Der Rest wird irgendwie über Frankreich und Spanien mitgehändelt. Und was von der Architektur ist, ist besonders schön, weil es sind überall diese Granit- und Schieferbruchstein-Häuser, die irgendwie so bisschen sich in das Gesamtbild so einsortieren. Also das sieht, und die passen auch wirklich darauf aus, dass es da nicht so viele Bausünden gibt. Und was natürlich besonders sch- spannend ist, es war einfach mal so ein richtiges Steuerparadies halt. Also Andorra, seit, ich glaube, der die Romanische Kirche im 11. und 12. Jahrhundert hat er angefangen, wirklich schon das Parlament mitzubeherrschen. Also das ist also wirklich, könntest du dich damit auseinandersetzen. Aber es ist einfach so, dass das bis 2015 eine krasse Steueroase war und weil es da auch ein Bankgeheimnis gab. Und dann gab es dann ganz große Skandale, auch mit der spanischen Regierung und so weiter und so fort. Und dann wurde das alles aufgeräumt. Aber es ist immer noch eigentlich ein ganz schön krasses Paradise für Texas. Das heißt, da unten trifft man teilweise YouTuber. Es ist so ein YouTuber-Ding. Und was da einfach passiert ist, du bezahlst da halt nur 10 Prozent Steuern. Und es gibt auch 4,5 Prozent Mehrwertsteuer. Du hast da keine Vermögens- und keine Erbschaftssteuer. Und das ist halt deswegen immer noch extrem attraktiv, dahin zu ziehen, wenn man in besonderen Konstellationen unterwegs ist. Und so für alle von uns, so im Tech-Bereich unterwegs sind. Also normalerweise, wenn du in Andorra eine Firma gründen willst, dann musst du 50.000 Euro zahlen. Das ist so eine Gebühr, die hast du früher zurückgekriegt, jetzt nicht mehr. Und deswegen ist das gar nicht nur so attraktiv wie früher, aber wenn du im Tech-Bereich unterwegs bist, dann wird dir diese Gebühr erlassen. Und dann zahlst du halt nur 10 Prozent Steuern. Das ist natürlich total schick, kann da auch jeder eigentlich beantragen. Also das wird dann geprüft nach 1 bis 3 Jahren, dass du halt immer die Aufenthaltsgenehmigung und so weiter, bekommst. Da braucht man auch so einen Sprachkurs, den man besuchen muss, in Katalan. Ja, aber ansonsten die meisten, also 60 Prozent der Wirtschaft ist Tourismus. Also da gibt es tausend von Wanderwegen, also wir gern wandern, du wanderst ja nicht so gerne, aber das ist ein Wanderparadise. Das ist für Langläufe, für Abfahrtläufe, alles kann man sich vorstellen. Das ist natürlich Sport, da auch Rafting, all diese Sachen sind da natürlich total spektakulär. Und was natürlich wunderschön ist, ist, wenn du halt in einen dieser Berghäuser übernachtest. Es gibt also Wanderwege, wo man da so eine Nacht in diesen Berghäusern verbringen kann, die da auch komplett, also die stehen da einfach leer. Also bezahlst du auch nicht für. Es sind da offen zugänglich und wenn es halt voll ist, musst du halt ein anderes finden. Und dann gibt es halt diese Wanderwege, wo du halt diese... unterschiedlichen Orte erschließen kannst. Es so paar berühmte Menschen, da auch sind, weil sie halt viel Geld gespart haben. Aber ich kann einfach nur sagen, so einen Erholungsurlaub sucht, wo du einfach mal chillst, ein bisschen in den Bergen abhängst, einfach richtig gute Luft einatmen willst. Und es ist auch immer, wenn ich an Andorra denke, dann ist sowieso extra Oxygen kommt zu ins Kieren. Es riecht alles wahnsinnig toll. Die Natur ist wie so eine Explosion. Und was man natürlich total geil da machen kann, ist so grillen. Also ich denke dann immer an so Kartoffeln, Alukartoffeln werden dann gegrillt. speaker-1: Du denkst da ganz andere Sachen als ich, wenn du an Grillen denkst. Du denkst da ja irgendwie an Gestrüpp. Und ich denke natürlich... speaker-0: Ich geh an Gestrüpp, an geschmolzenen Käse. Ich denke, es riecht total schön. Man sitzt noch draußen, aber schon mit so einer Jacke, weil die Spanier sind ja jetzt langsam genervt vom Sommer. Da hör ich auf. Dafür einfach mal nach Andorra speaker-1: Also ich glaube ehrlich gesagt anders als jetzt zum Beispiel im letzten Mal Rabena wird das jetzt nicht so hoch bei mir auf die Liste kommen, weil mein vieles natürlich muss man fairerweise sagen was du beschreibst trifft natürlich generell für das Pyrenä in Spanien zu. Also auch für Asturien, worüber wir ja mal gesprochen haben. Auch da ist ja halt irgendwie die Berge und natürlich die gute Luft und die Steine und auch das Skifahren und dann hast du aber halt eben auch noch ein großes Land und eine lange Geschichte und dann meinen Ding natürlich die Kathedralen. Aber das heißt für mich ist Andorra, glaube ich, ich glaube für viele, tatsächlich so ein Exotikum. speaker-0: In Naturparks, in Hochtälern, aber es gibt das UNESCO-Welt, Naturherbe halt. das Weltarbeit als Kulturlandschaft, das kann man, also für die Wanderfreunde. Sagen wir mal, du bist kein Wanderfreund, aber für alle, die Wanderfreunde sind, ist das ein totales Erlebnis. speaker-1: Wer so wie ich nicht gerne wandert, sondern eher so wie Stephanie ja auch eher kreativ ist, der wird sich über das letzte Thema für heute freuen, nämlich der geile Scheiß. Also es haben mich eigentlich zwei Dinge in den letzten Wochen komplett mitgerissen. Das eine ist der Leopard und alles, was dazugehört. Film und Making-of und Nachlesen und der Autor und so. Es hat mich so was von, ich finde den so toll, den Leoparden. Und das andere, was mich zeitgleich beschäftigt hat, ist Musik machen mit Zuno. Und die Leute, sich bisschen bei AI auskennen, die werden das schon mitbekommen haben, ja, Zuno und Judio, und als die rauskamen, da gab es dann kurzen enormen Peak. Alle haben sich dafür interessiert, genauso wie es halt bei Filmen und bei Buchstaben und bei Bildern der Fall war. Auf einmal kann man so viel machen mit AI. Aber ich glaube oder zumindest mir kam es so vor, dass gerade beim Thema Audio und selber Komponieren, Suno und so, da war es halt sehr schnell auch vorbei. Sogar bei mir. Also ich habe das dann einmal genutzt, habe mir dann halt so Songs da gepromtet. Die waren auch gar nicht schlecht, aber die waren auch nicht so gut. Und ich hatte ja auch schon meine lange Playlist auf Spotify, warum die noch größer machen mit so artificiellem Zeug. Dafür habe ich dann Suno erstmal beiseite gelegt und vor wenigen Wochen dann neu entdeckt. und zwar mit etwas, was ich euch eigentlich ans Herz legen will. Denn dieses, also, Suno als Tool, das ist halt genauso ein kreatives AI-Tool wie alle anderen, so gut oder wie schlecht. Aber es kann halt eine Sache, die sonst eigentlich nicht möglich ist, nämlich aus ganz wenig, sehr, viel machen, auch wenn man kein Musiker ist. Und das hab ich nämlich getan. Ich bin ja nebenher auch noch Musiker, dilettierender Musiker. Und ich hatte vor 15 Jahren, 20 Jahren mal so eine Phase, in der hab ich viel aufgenommen. Ich hatte zu Hause wirklich so ein komplettes Heimstudio, das hab ich auch immer noch. Und da ... wie man das macht, manchmal komplette Songs, auch mit anderen zusammen, manchmal nur einzelne Riffs, einzelne kurze Melodien. Und seit 15 Jahren schleppe ich diesen Datenmüll von Rechner zu Rechner mit mir. Ich habe in der Zeit mehrmals den PC gewechselt, ich habe das dann irgendwann auf eine externe Festplatte gelegt. Und eigentlich hätte ich das schon längst löschen müssen, denn die Software, die ich damals hatte, gibt es schon gar nicht mehr. Das war eigentlich mehr so eine Nostalgie. Und was ich vor zwei Wochen, drei Wochen angefangen habe zu tun, ist diese ganzen alten Sachen, die ja von mir sind. Also da ist nichts. nichts robothaftes drin, das ist alles ich selber mit einer Gitarre und mit einem Mikrofon vor so einem Rechner. Das habe ich jetzt alles durch Sono gejagt und habe da wirklich mit leuchtenden Augen und knallroten Wangen vor der Glotze gesessen, vor dem Rechner gesessen und Kopfhörer auf gehabt, weil das, was am Ende rauskam, war eigentlich das, was ich immer wollte. Als ich diese Fetzen da, diese kurzen Melodieideen aufgenommen habe, da habe ich mir halt eben nachts im Traum vorgestellt, wie schön die auch sein könnten. Und das war ein guter Gedanke. Ich bin nie dahin gekommen, weil alles, was ich dafür brauche, andere Musiker und Produktion und Ahnung von Abmischung, das hatte ich alles nicht. Oder ich wollte auch die Zeit nicht investieren. Und jetzt, 15 Jahre später, fast 20 Jahre später, wird das alles auf einmal Wirklichkeit. Ich habe jetzt als Output des Ganzen, glaube ich, zwei Dutzend Songs, die alle basieren auf etwas Menschlichem. Teilweise sind von den Songs, die da rauskommen, tatsächlich 80 Prozent von mir und nur so bisschen Arrangement und andere Instrumente vom Roboter. Minecraft ist auch genau andersherum, da sind 20 % von mir und 80 % vom Roboter. Aber es macht halt extrem Spaß, da auch zu tüfteln und mit der ersten Ausgabe sich nicht zufrieden zu geben, das kennen wir auch von anderen Kreativtools, und dann noch mal eine zweite Version, dann genauer auch zu wissen, wo man noch was ändern möchte und Instrumente neu dazu nehmen und natürlich die Texte umzuschreiben, sodass sie besser zur Melodie passen. Und das ist ja eigentlich alles Zeug, was aus der Welt der professionellen Musikproduzenten kommt, die 99,99 % der Menschen nie betreten werden. Das ist jetzt auf einmal alles möglich und was ich eigentlich auch von dir will, Stefanie, ist, dass du, und das mache ich nämlich auch, dass du buchstäblich mal irgendeine Melodie, die du voll dich hin pfeifst, die dir in den Sinn kommt, dass du die einmal auf dem Handy aufnimmst, wirklich in das Handy summst. Du musst ja gar keine große Aufnahmetechnik haben und diese gesummte Melodie oder von mir ist auch ein gesummter Rhythmus, irgendwas, was du auf den Tisch trommeln kannst, sowas in der Richtung, das reicht schon, ⁓ aus einem Roboterwerk etwas mit Seele zu machen, wenn man es richtig macht. ist dann etwas von dir drinne. jeder kann das. Eltern mit Kindern. Wenn die Kinder irgendetwas Lustiges singen oder walken miteinander. Alles, was in irgendeiner Form Audio ist, könnt ihr hernehmen und euch verblüffen lassen und auch selber formen, wie das alles mal sein kann. Und diese Dinge natürlich dann auch gar nicht auf den Hitparaden. Alle reden dann immer von Hochladen auf Spotify, es gibt so viel AI-Swap auf Spotify. Das ist gar nicht die Welt, die ich da betreten will. Aber es ist auf einmal schon auch handgefertigter, toller Output, toll sich anhörende Output. Die Texte kann man sowieso ja auch dann viel näher an sich ran schreiben, wenn man das möchte, auch ohne Musik. Und das ist dann Zeug, was man auch weitergeben kann. Stell dir vor, eine Melodie, die deine kleine Tochter vor sich hingesummt ist, daraus machst du ein Lied und das schenkst du dann in der Familie rum. speaker-0: Soll ich dir sagen, ich glaube Christoph, jetzt kommen wir endlich übereinander. Weißt du, was nämlich jetzt das Thema ist? Anknüpfen an unsere AI-Slop-Diskussion vor zwei Folgen. Ich glaube, jetzt hast du das auf den Punkt gebracht, was mich vor zwei Folgen so kurz, sagen wir mal, kurz erschüttert hat. Also sagen wir mal so, wenn wir sagen würden, dass reingesummen ist ein guter Gedanke. Und ich glaube, was ich ausdrucken wollte, ist, wenn Menschen gute Gedanken, zwar immer noch vielleicht grammatikalisch nicht exzellent, aber trotzdem endlich auf Papier bringen und dann mit anderen teilen, das ist das, was AI uns ermöglicht, der Zeit. Und das meinte ich mit diesem Demokratisierungsprozess, dass wir nicht mehr die Hürde der Grammatik haben, nicht mehr die Hürde des Aufnahmeprozesses, nicht mehr die Hürde des, ich bin vielleicht nicht der Produzent, sondern ich bin eher der Glerist oder ich bin eher der Komponist, aber nicht der Singer. Also wenn man nicht das komplette Portfolio spielen kann, aber Teile davon hat in sich, enables das einen plötzlich halt die ganze Band zu sein halt, ne? Genau. Und der Komposer und alles noch zusammen. Und ich glaube, das ist das, was AI so besonders macht. du, was du schon sagst, du brauchst halt schon den Geschmack am Ende des Tages, ⁓ so ein bisschen erkennen zu können, da habe ich jetzt Slop gemacht, meine Idee jetzt wirklich so gut. Es wird halt mehr Musik geben. Und dann wahrscheinlich müssen wir mal gucken, wer die Kritiker, also dann wirklich den Geschmack haben, es gibt ja immer die, die den Geschmack haben. werden das dann halt feiern oder nicht feiern. Es gibt ja jetzt gerade diese AI-Stars, die ersten zwei Popstars, die AI-generiert sind aus Deutschland. Also, nee, der eine ist deutscher, der ist, franzose. Und ich wusste wirklich nicht, ich habe mir das angehört, ich fand das auch wirklich einen guten Song. Der Typ mega attraktiv, also das war alles zu gut, Bart zu sein. Also der Typ war die Stimme geil, der Typ sah super aus, der Text war mega, es hat sich gut angehört. Ich hatte so ein Gefühl von something's wrong halt. Und jetzt habe ich das wirklich geschnallt, sie machen auch eine super coole Werbung ⁓ den herum. Der sitzt irgendwie so beim Journalist zusammen, der Journalist ist AI-generiert, er ist AI-generiert und die haben ein Interview darüber, dass er AI-generiert ist. und ob das okay ist. So cool. Also ich muss ihn jetzt mal gleich raussuchen. In der nächsten Folge können wir dann mal darüber sprechen. Aber es gibt jetzt die ersten Künstler, die ich einfach richtig gut finde, die AI-generiert sind, wo ich denke so wow, das hätte ich jetzt nicht vor einem Jahr gedacht, habe ich gedacht, das kommt da hier nur so schon stopp. speaker-1: Die Songs, die da jetzt bei mir rausgekommen sind, die finde ich ob... Na gut, was ich mir vorgenommen habe, ist, dass ich in die Audio-Version dieser Folge werde ich jetzt an diesem Punkt einen kurzen Outtake aus einem der Lieder, die ich da komponiert habe, reinschneiden, dass sie euch dasselbe mal... Was... sagen aber welche? Und zwar habe ich eigentlich zwei Genres, die sich komplett widersprechen, das ist so bisschen Guilty Pleasure. Also mein Kerngenre ist ja so harter Rock, oft Pomp und Blues, irgendwo zwischen Prog Rock und... Heavy Metal, aber auch mit Melodie und pompöse Keyboards und so. Das ist das eine, was natürlich aus meiner Suno-Komposition rausgekommen ist. Das andere ist aber Girl Pop. Das heißt also Katy Perry Taylor Swift Style. Da habe ich jetzt auch eine ganze Reihe von Songs. Rihanna Style. Was soll ich reinschneiden in diesen Podcast? So, kernig Rock oder Girl Pop? Was sagst du? Girl Pop, okay. speaker-0: Ich werde ja auch noch den Künstler schicken, ich so cool finde, weil der ist wirklich cool. Und da gibt es eine Zeile, die auch wirklich ⁓ JGBT ging und da habe ich gedacht, wow, das ist auch ein guter Text. Don't need a perfect road, just the will to carry hope So I take the weight and go One more breath, one more road Stormwinds Thunder Lightning Stoß, just a heart that won't let go speaker-1: Guter Text, guter Stichwort. Wir haben ja diese Medienpartnerschaft mit unseren Freunden von Shelfed. da ist, also da lohnt sich ein besonderer Blick im Moment drauf, weil Shelfed ist auch gerade in so einer, ja wie soll man sagen, in einer kreativen Phase. Die machen jetzt, die überlegen sich neue Sachen, die haben halt irgendwie ja viel ausprobiert in letzter Zeit, also zwischen Föjeton und TIPS und... Daten basiert und Einsichten in die ganze Branche. Da passiert viel. Wir haben ja letzte Woche auch ein bisschen mit dem Eigner, David, der ja auch schon bei uns zu Gast war, gesprochen. Das heißt, wenn ihr neugierig seid, wie sich dieses Medium, was ja die ganze Streaming-Landschaft ja in puncto Geschmack und Medienkonsum durchleuchtet, wenn ihr euch das genauer anschauen wollt, Shalef.com wähle die Adresse. speaker-0: Also steigt da ein, nächste Folge erzählen wir bisschen mehr drüber. Und ja, es gibt da nämlich ganz coole Geschichten, die da gerade passieren. ich glaube, Christoph und ich werden uns da nämlich im Oktober virtuell mal treffen. speaker-1: glaube ich auch. In dem Sinne, bis bald und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. speaker-0: Macht's gut, bis bald!