Latest / Aus dem Cafésatz, aktuelle Kapitalmarkt Themen verständlich erklärt mit Zsolt Janos / Hoffnung ist keine Strategie: Warum viele Anleger blind fliegen
Transcript
- Zsolt: Guten Morgen, starte wieder mal eine Aufnahme. all jene, die mich nur als Podcast anhören und wirklich nur die Stimme hören, die werden sich wahrscheinlich wundern, was der Typ da jetzt seit einiger Zeit in der Friseur kämpft. All jene, die die Aufnahmen auch auf Videoformat sehen, erkennen hoffentlich irgendeinen einen Unterschied. Und ich danke ja den Technikern, dass sie mit mir arbeiten, weil, und das ist das Wichtigste, was ich hier so erkenne, nachdem ich selber auch involviert bin, weil in der Früh sechs kaum einer mir hier helfen kann. Das heißt, ich muss die technischen Themen auf der Studio-Oberfläche und die Schnittstellen auch halbwegs verstehen. Nachdem ich da hineingehe, muss helfen mir die Techniker, auch für meine Welt, Wirtschaft, Kapitalmarkt noch, noch, noch, noch sensibilisierter zu sein und die ganzen Fachbegriffe so leicht und so einfach zu verwenden, damit das eben normale Menschen verstehen. Warum helfen mir dabei die Techniker? Na ja, die in ihrem Wording und in ihrem Universum und in ihrem Ich würde mal sagen, Glaskasten in einer Welt leben, wo es selbstverständlich ist, dass man die ganzen Begriffe verwendet. für solche Normalos, wie ich es bin, das ist unheimlich mühsam. Und es macht mir nichts aus, dass mich die Techniker durchaus, wahrscheinlich in der Woche mindestens fünfmal anschauen und sich denken, ist der Typ wirklich so schwach. Aber ich blamier mich gern und sage einfach, ich verstehe das nicht, was du jetzt gerade erzählst, welche Schnittstelle wo. Aber es ist auf der anderen Seite faszinierend, wenn ich dann soweit bin und wenn ich es verstanden habe, dann gehen die Lichter auf. Aber gleichzeitig ist es ganz entscheidend, dass ich mir bewusst mache, von wo komme ich her und wo ist die breite Masse. Und das ist nicht nur in der Technik, sondern in allen Themenbereichen, auch im Kapitalmarkt-Themenbereich so. Und ich hoffe, dass es mir gelingt, nicht die Insider zu unterhalten, die eher alle Begriffe kennen und immer wieder meinen, ja, der Janosch erzählt das viel zu einfach. Nein, das ist nicht die Zielgruppe. Ganz klar, sondern jene Menschen, ganz normal ihrem Job nachgehen mit den Kapitalmarktinnen, die ich überhaupt nicht beschäftigen und dann aber verwirrt geblendet und einfach hinten zurückgelassen werden mit den ganzen Fachbegriffen. weil wir sich nicht trauen zu sagen, du redest einfach in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Also übersetzt mir das einmal. Und gleichzeitig kommt dann an den Kapitalmarktthemen noch etwas dazu. Viele wollen die Wirkung, viele wollen die Ergebnisse, aber den Weg dorthin, den lässt man ganz gern aus. Und ich gehe noch gar nicht auf die Kapitalmarktthemen ein, sondern bleibe bei dem Podcast zum Beispiel. Ich habe immer wieder Menschen, die mich ansprechen und sagen, ja, das mit dem Podcast ist cool und ich habe gehört, ihr macht es auch Postgast für andere. Ja, meine Podcasts sind quasi sowas wie eine Experimentierbühne oder zeigt, wo in welche Richtung die Podcasts gehen können. Und mittlerweile sind wir, glaube ich, bei zehn unterschiedlichen, die ich selber habe und dann für einzelne Kunden die unterschiedlichen Ausprägungen. Also wollen die Podcasts haben? wenn ich dann frage, warum? Naja, es ist cool. Und dann unterhalten wir uns weiter. Und ich will raushören, abgesehen von dieser Wirkung, was wäre sonst die Botschaft? Was wäre dann noch drinnen? Und meist ist dann so, dass ich sage, weißt was? Lass mich eine Zeit lang mal mitlaufen. Lass mich spüren, welche Botschaft hast du oder wo können wir uns mit dem Podcast platzieren und stelle dann fest nach zwei, drei, fünf, manchmal längeren Zeit, also ein paar Monaten und sag, du, ein Podcast passt zu dir nicht. Weil dieser Weg dorthin, dass die Podcast-Folge fertig ist, das wäre so mühsam, mit so viel Energie, mit so viel Krampf verbunden, weil das einfach nicht leicht von der Hand geht für dich. Aber aus meiner Analyse habe ich gesehen, dass es andere Formate gibt, andere Möglichkeiten gibt, die wir einsetzen könnten und damit erzielst du eine viel bessere Wirkung. meine Podcast Wirkung, sondern deine Wirkung. dazu hole ich einen Kollegen dazu, der in den Bereichen Spezialist ist und da machen wir das. Und das ist im Kapitalmarkt sehr, oft die gleiche Geschichte, weil sehr viele Menschen auch vom Kapitalmarkt die Portfolioergebnisse der anderen, wovon sie gehört haben, das wollen sie haben. Aber diesen Weg zu gehen und das komplett für sich, für das für sich das eigene Portfolio zusammenzustellen, das würden viele sich gerne ersparen. Und das ist wieder das Gleiche eben von der Analyse her. Wie viel Zeit gibt sich jemand, tatsächlich mit seinen eigenen Themen sich zu beschäftigen? und zu erkennen, welche Bausteine zu mir In den meisten Portfolios erkennen wir, wie hier auf dem Bild sichtbar, links, ein Sammelsurium an Produkten. Und dann kommen die Fragen, naja, Ernest, was meinen Sie zu diesem Produkt? Und sehr viele sind geneigt, dann in diese Produktdiskussionen hineinzugehen. Ich weiß, dass es vielen Menschen nicht gefällt, sich mit mir unterhalten, aber ich bin nicht bereit, in Einzelproduktdiskussionen ohne einen größeren Zusammenhang hineinzugehen. Wozu? Ich muss mich immer anschauen, weil es gibt sensationelle Produkte, die trotzdem zu mir nicht passen oder zu einem Kundenportfolio noch passen oder zum großen Ganzen nicht passen. dann kann ich theoretisch da rumturnen und erzählen, was, wo, vorwärts, rückwärts. Das ist ja oft so, wenn Berater auch zu mir kommen und sagen, ja, Janusz, was sagen Sie zu diesem Portfolio? Und die wissen schon, ohne großen Zusammenhang können sie mit mir nicht reden. Und dann sind wir bei einzelnen Bestandteilen in diesem Produkt. Und dann sage ich, Moment, dieses Produkt passt aber in dieser Konstellation zu diesem Portfolio, was wir jetzt gerade besprechen, oder zu diesem Kunden nicht. Und dann kommt der aus der Genähe. Ich will das aber trotzdem, weil im Kopf bin ich schon woanders und das hätte ich gern da und da und theoretisch sage ich nichts theoretisch. Schauen wir uns diesen anderen konkreten Fall an, schauen wir uns die Bausteine an. Das ist diese Idee, alles permanent skalieren zu wollen, zu sagen, wenn es einmal passt und ich habe es gut erkannt, das kann ich ausrollen und das geht dann von selber und dann kann ich das überall einsetzen. Okay, kann man machen. Ich gehe da nicht mit, weil das meist meine Lösung ist, ich vielen Dank, ich bin hier jetzt raus. habe auch da wieder eine interessante Situation mit einem Klienten, haben wir uns unterhalten, auch wieder diese Produktsammlerei und dann die Verteidigung, warum die Produkte, eigentlich gar nicht passen, warum es aber trotzdem richtig war, das zu kaufen. Wir haben das Gespräch, glaube ich, insgesamt zwölf Mal unterbrochen. Erklänt war er mit einverstanden, dass ich darüber jetzt im Podcast auch reden kann, ohne Namen zu nennen. Aber trotzdem, weil er selber immer wieder gelacht hat, weil ich gesagt habe, wir sind jetzt schon wieder nicht dabei, der Entfernung, aus der Metaebene in Ruhe die Portfoliostruktur gemeinsam zu analysieren und zu besprechen, sondern er ist immer wieder reingekippt in die Verteidigungslinie und einfach das Schönzureden von dem, was da ist. Also in Wahrheit. gar nicht unser Thema war. Und was mache ich dann, wenn ich so ein Gespräch unterbreche? Wir stehen auf, wenn es möglich ist und wir sind irgendwo in einem Haus oder in einem Büro, dann gehen wir raus. Sehr viele Kunden, Gespräche, Analysengespräche, führe ich gerne nicht im Sitzen, sondern wir gehen spazieren. Wir gehen alle sowieso zu wenig und dann gehen wir während des Gesprächs irgendwo spazieren. Dann habe ich kurz einen Notizblock mit und notiere mir wesentliche Themen mit, weil eine eine gesamtheitliche, eine konsolidierte Portfolio-Struktur. Da geht es in erster Linie noch nicht die Kommastellen, die Excel-Tabellen, irgendwelche zusammengestellten Themen, sondern das große gesamte Bild und das kann man dann dementsprechend auffüllen. Und die ganzen zusätzlichen Themen kommen schon dazu. Ich glaube, ich habe hier schon kurz mal von den Instrumenten auch gesprochen, die wir einsetzen, diese konsolidierte Vermögenstruktur für die Kunden zusammenzustellen. Das heißt, wir kommen später dann irgendwo hin, dass wir das alles mit Fakten füllen können. Aber im ersten Moment ist es einmal wichtig, diese Gruppe gemeinsamer Übersicht zu haben. All jene, die schon in irgendwelchen Produktlösungen drinnen sind, die finden das für mühsam, immer wieder hier zurückzukehren. Ich sehe es aber für ganz, ganz wichtig, weil das die Grundlage dafür ist, auch einzelne Produkte immer aus der notwendigen Distanz und aus der richtigen Sichtweise sich überhaupt einmal anschauen zu können. Gestern war übrigens ein historischer Tag. Das habe ich so tagsüber nicht wahrgenommen, dass darüber viel gesprochen oder geschrieben worden wäre. Der 19. Oktober 1987 war dieser damalige berühmte Crash-Tag. 1987, ich habe hier eine Aufnahme von der New Yorker Börse aus 1987 noch mitgenommen, da sieht man, wie das damals noch ausgesehen hat. war viel mehr los. Unten auf dem Börsenpaket, wenn man das heute anschaut, wie das derzeit ausschaut, dann ist dort eigentlich ja nichts mehr los. Da gehen ab und zu irgendwelche Leute hin und her. Da sieht man viel mehr Terminals. Es sind aber auf jeden Fall keine Massen mehr, die rumschreien. Das typische Bild von der Börse war früher ja dass die Händler direkt am Börsenparkett mit Zettelnummern umrennen und die Zettel liegen am Boden, weil sie die dann wegschmeißen. Und die andere Seite, Dow Jones Index ist damals an einem Tag von rund 2600 Punkten abgestürzt, in der Tiefe auf 1700 irgendwas, also ungefähr auf 1900 Punkte. Ein historischer Crash, wenn wir überlegen, wo der Dow Jones Index derzeit steht. Dieser damalige Punktenzahl war sagen wir 2.500 und heute sind wir über 50.000 oder über 52.000, weiß ich jetzt gar nicht auswendig spontan. Also eine ganz andere Ebene, nur damit wir da die Relationen sehen und das wird von sehr vielen auch verwendet, dass die sagen, ja langfristig wird alles gut, langfristig streikt alles, ja nur langfristig muss sich die kurzfristigen Zugungen und Schwankungen des Marktes auf jeden Fall überstehen. Und wieder ein paar Tage später, nachdem die vergangene Woche jetzt über die Bühne ist und vorbei ist, sehr viele Analysen raus, die aufzeigen, was letzte Woche passiert ist, warum die Bewegungen des Marktes letzte Woche so stark waren. Und es wird wieder bekannt, dass wir quasi so was wie eine Marktrettung 2.0 quasi gesehen haben wie mit dem guten Boldi Aschenbrenner vor einigen Monaten, der mit seinem Hedgefonds in eine Zwangs-Likvitation-Situation gekommen wäre und damals hat Citadel die Bestände aufgekauft. Jetzt dürfte es letzte Woche von einzelnen Hedgefonds wieder eine Zwangs-Verkaufswelle gegeben haben. Das hat hauptsächlich die Neo-Broker, die Neo-Cloud-Anbieter betroffen. Deswegen war Coreweave und Nebius so stark im Fokus und ist abverkauft worden. Gleichzeitig ist dann die Die Meldung am Wochenende dazu gekommen, dass der Iran anscheinend mit Bodentruppen schon an der Grenze von Irak steht und der Trump verkündet wieder mal, ich glaube, das ist jetzt die 161. Ankündigung, dass es jetzt dann sofort, just in time, eine Vereinbarung, eine Friedensvereinbarung mit dem Iran ergeben dürfte. Das Bild drückt aber ein bisschen auf der anderen Seite, sowohl der Iran warnt und sagt, es wird die absolute gigantische Infrastrukturvernichtung angekündigt in der Region plus insgesamt elf Länder rundherum in der Region warnen, speziell amerikanische Staatsbürger, aber auch Israelis, nicht dorthin zu fahren und wenn sie dort sind, schleunigst wegzufahren. Also das fühlt sich nicht ganz danach an, dass die sich jetzt alle darauf freuen von beiden Seiten, dass sie jetzt endlich eine Friedensankündigung von Trump erfüllen könnten. Also das hat letzte Woche sehr, sehr stark die Märkte nach unten gedrückt und deswegen ist es immer wieder wichtig, die Frage zu stellen, okay, das sind kurzfristige Bewegungen, aber wie weit trifft mich das? Warum muss mich das alles als Anleger so stark treffen? Und wie schaut tatsächlich eben mein Nervengerüst aus? Wie viel verkrafte ich und was sind Alternativen? Und es kann schon sein, dass das, was ich bis jetzt gehabt habe, nicht hundertprozentig passt und wenn ich das jetzt umbaue, dass dann nicht sofort die heile Welt ausbricht. Aber deswegen ist auch so ein Umbraubprozess im Normalfall fast alle Portfolios, die ich in den vergangenen Jahrzehnten in die Hand bekommen habe, dort war es notwendig, ja mindestens so ein halbes Jahr, Jahr lang gemeinsam an der Struktur zu arbeiten und das umzubauen. auch Ruhe reinzubringen und am Anfang war es oft notwendig viel, viel genauer hinzuschauen und zu versuchen, durchaus kurzfristige Schwankungen auch mit abzubilden, dann langfristig trotzdem Ruhe zu haben und nicht gezwungen zu sein, permanent im Trading drinnen zu sein. Es gibt einzelne Produkte, die so als Frage immer wieder auftauchen. Was halten Sie davon, Janosch, was halten Sie davon? sage, na ja, wenn Sie dieses Produkt haben, dann werden Sie vermutlich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde bis Stunde mit den Märkten sich beschäftigen. Dann passt das Produkt. Nein, das mache ich nicht, da habe ich keine Zeit, aber ich habe es gehört, es ist billig. Da passt das Produkt einfach nicht. Die Do-it-yourself-Geschichte kann gemacht werden, aber dazu muss ich auch wieder diesen Preis zahlen. Also nur die Ergebnisse haben zu wollen, aber den Weg dahin nicht zu gehen, das wird mühser sein. Eine interessante Analyse ist noch, gestern mir in die Hand gefallen, da hat man angeschaut, wie schauen so Blasen und dass die aktuelle Entwicklung rund die KI-Geschichte ähnlich sich entwickelt wie alle anderen normalen Blasen, also alle anderen Übertreibungen, die Märkte gehabt haben. Die erste Phase ist immer wieder gleich. Es kommt eine Idee und Ideen kommen übrigens sehr viele. Es gibt sehr viele Ideen, kommen, die haben so eine Begeisterungswelle und die Frage ist dann, wie nachhaltig ist das und geht die ganze Geschichte in die zweite Phase über. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir zig solche Modeerscheinungen gesehen, die sind gekommen, haben ein bisschen Kapital angesaugt und dann war es vorbei, es war nur Strohfeuer, es war nicht nachhaltig. Wenn eine Idee stärker wird, wenn eine Blase stärker wird, dann kommt die zweite Phase, das ist dann die sogenannte Überinvestition. Das heißt, die erste Finanzierungswelle, die aus der Mode gekommen ist, wird dann abgelöst mit einer zweiten sehr, sehr starken breiten Investitionswelle. Wo dann natürlich auch die nervösen Hände dazukommen. In den ersten Modewellen sind meist die Insider drinnen, die nah genug dran sind, die kriegen diese Wellen mit. Die größeren Investitionsschübe, die werden dann von der breiten Marktseite mit angeschoben. Und da schaut man sich an, wie viel des jährlichen BIP geht in eine Investition hinein. Und diese Vergleiche sind interessant. In der Dotcom-Blase ist ungefähr 1,1 Prozent des amerikanischen Jahresbib hinein investiert worden. der Eisenbahn-Investitionswelle 1840 herum sind ungefähr 2,2 Prozent des jährlichen Bib hinein investiert worden und bis jetzt sind nach den Berechnungen in die ganze KI-Infrastrukturausbauphase 3,3 Billionen hinein investiert worden. Also diese Investitionswelle ist im Moment deutlich größer, betragstechnisch, aber deswegen wird es auch umgerechnet auf die Wirtschaftsleistung. aber auch auf die Wirtschaftsleistung gesehen. Und dann kommt die dritte Phase, wenn nicht mehr genügend spekulatives Kapital nachgeschoben wird, weil diese Begeisterungswelle der zweiten Phase vorbei ist, dann fehlen die Käufer. Und darüber sprechen wir oft. Kurse können nur dann steigen, wenn weitere Käufer da sind, die bereit sind, zu höheren Kursen zu kaufen. Und meist kaufen die deswegen zu höheren Kursen, weil sie überzeugt sind, dass sie zu noch höheren Kursen dann später verkaufen können. Und wenn das kippt und beginnt rauszugehen und wie gesagt bei den AI-Ambitern sieht man die Probleme und Anthropic und der Amodei geht immer wieder raus und sagt, na na wir gehen in November sicher an die Börse, wir wollen an die Börse gehen, ob es noch gelingt, wir werden es noch sehen. Aber die Zahlen bröckeln und das habe ich je schon öfters gesagt, bis jetzt hat er sehr viel erzählen können, wie schön die Welt ist und was so alles hinter dem Vorhang ist. Jetzt muss er die Hose runterlassen und das ist die Frage, ob das, was wir sehen, dann zwei Billionen wert sein wird. Aber ich gehe davon aus, dass manche sagen werden, ui, also das ist uns keine zwei Billionen wert, was wir da sehen. Die Nachfrage ist zwar da im AI-Bereich und wir sehen, dass die KI-Agenten und Infrastruktur genutzt wird. Aber Nutzen und wirtschaftliche Rentabilität, das sind zwei komplett unterschiedliche Themen. die Sachen zu nutzen und dann das auch monetarisieren zu können und natürlich diese Investitionen, reingegangen sind zu monetarisieren, wird ganz schwierig sein. Die Token-Nutzungssumme steigt, aber die Tokenpreise sinken. Und das ist das Hauptproblem. Damit sind die früheren Hochrechenmodelle auch bei Anthropic und OpenAI, die beginnen zu wanken. Und ich habe gestern eine gute Aussage gehört, das passt auch hier dazu, da hat man die Frage gestellt, Gerade jetzt in Berlin ist ja die Diskussion mit den Immobilien und das ist dann möglicherweise nicht die Enteignung, das wäre die Firmen sogar die bessere Variante, weil dann bezahlt man sie, sondern diese Vergeimeinschaftlichung oder wie das auch immer rundherum heißen würde oder in der ganzen Geschichte die Diskussion, warum können die Immobilienanbieter einfach die Mieten nicht senken, weil dann würde die Diskussion, die jetzt da ist wegen zu teuren Mieten, nicht mehr so laut sein. Und die sagen ganz klar, weil es nicht geht, warum? Naja, wir haben Anlagegelder und diese Anleger, erwarten sich eine bestimmte Rondite, denn es ist eine bestimmte Rondite versprochen worden, die erwarten es auch und deswegen können wir auf der anderen Seite die Mieten nicht senken, weil dann haben wir dort ein Problem. Und so spielen wir mit diesem Problem. Und das Gleiche ist auch, wenn ich jetzt das übersetze auf die Themen Entropic und die Börsegänge, die hier angestrebt werden. Auch da ist den Vorinvestoren etwas versprochen worden, eine Rentabilität versprochen worden, damit das Geld hergegeben wird. Und jetzt muss eine Exit-Story weiterhin aufrecht gehalten werden. Ob das dann funktionieren wird oder nicht, ist eine andere Geschichte. das ist, in allen Segmenten sehen wir alles, hängt mit allen zusammen. Wir können die Themen aus der einen Industrie-Sparte nehmen und auf die andere umlegen. Die Themen, wir werden mit anderen... Begriffen anders bezeichnet, aber es geht die gleiche Geschichte. Ich gebe mein Geld her und wie glaubwürdig ist es, dass ich es auch zurückbekomme? Woraus zahlst du es mir zurück? Und aus welcher Liquidität kannst du mir auch die Renditen und die Gewinne finanzieren? Kriege ich nur versprechende Renditen oder tatsächliche Renditen? Das sind so diese Grundbegriffe, die ich verstehen muss. Ich wünsche allen auch heute wieder einen schönen Tag und ich freue mich, wenn wir uns morgen wieder hören beim nächsten Podcast aus dem Kaffeesatz.