Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Bin ich ein Arschloch?
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- 0:00Oh so, meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu einer
- 0:10weiteren Folge border. Allein mein Name ist Sven aka
- 0:16Border, allein bin ich ein Arschloch, bitte, ich verstehe
- 0:24euch nicht was also große Frage bin ich.
- 0:28Ein Arschloch bin ich noch, ein Arschloch.
- 0:31War ich überhaupt jemals 1 und mal ist es mir schon oft
- 0:38vorgeworfen worden, logischerweise, logischerweise
- 0:40kennt wahrscheinlich jeder, dass man mal als Arschloch betitelt
- 0:44wurde, Frage ist nur, warum und weshalb und wieso so und ich zum
- 0:52Beispiel, um da jetzt mal den Bogen zu kriegen und den Haken
- 0:56zu schlagen. Und mal um Punkt zu kommen, ich
- 1:03sehe gewisse Dinge, sehe ich heutzutage so, dass wenn sie
- 1:08nicht klappen oder ich der Meinung mal wieder bin, ich muss
- 1:11unter irgendetwas muss ich keine Ahnung leiden oder es klappt
- 1:16irgendwas nicht, es funktioniert etwas nicht, was ich mir fest
- 1:18vorgenommen habe, irgendwas läuft einfach schief.
- 1:23Dann rechne ich immer in. Ich habe meine eigene Währung,
- 1:27die nennt sich Karma. Ich habe für mich n gedankliches
- 1:32Karma Konto und in dem rechne ich auf.
- 1:38Was hast du getan, also was hast du Negatives getan in deinem
- 1:43Leben und was für positive Dinge jetzt bin ich ja schon alt und.
- 1:52Dementsprechend alt und versuche immer wieder quasi in meinem, in
- 2:01meinen Gedanken, in meinen Gefühlen versuche ich immer
- 2:04wieder das auszugleichen, was ich irgendwann mal verbockt
- 2:07habe. Ich meine, wer meinen Podcast
- 2:08kennt, der hat ansatzweise ja mitbekommen, wieviel Sachen
- 2:17irgendwann mal in meiner Jugend und frühen Erwachsenenalter und.
- 2:22Ich sag mal so roundabout bis zu den bis zu bis zu meinem 30.
- 2:26Lebensjahr. Ich sag jetzt einfach mal
- 2:28gemessen von 15 vom 15 Lebensjahr, wieviel Dinge schief
- 2:32gelaufen sind und wieviel Dinge da auch gelaufen sind, die
- 2:37moralisch auch komplett verwerflich sind.
- 2:39Komplett mache ich auch überhaupt gar kein Hehl draus
- 2:44und ich frage mich ganz einfach, kann man sich, wenn ich mich an
- 2:49früher erinnere. Und natürlich auch an die an die
- 2:54Situation erinnert, dass ich überhaupt nicht wusste, was
- 2:56stimmt mit mir nicht, wo ich das einfach hingenommen habe und
- 3:00gesagt hab, ja, du bist halt so, bist halt n bisschen cholerisch,
- 3:03n bisschen aufbrausend, manchmal unkontrolliert an und aus dieser
- 3:10Unkontrolliertheit, aus diesem, aus diesem Aufbrausenden, aus
- 3:14dieser. Emotionalen Wut, die bei mir
- 3:18früher hochgeschossen ist wie nur irgendwas, hat man natürlich
- 3:21auch viele Dinge getan. Wie gesagt, die waren und sind
- 3:24bis heute nicht OK, selbst wenn sie verjährt sind.
- 3:27Und jetzt beschäftige ich mich schon seit Wochen mit der Frage,
- 3:33sag mal wann kam Punkt 1 der Knackpunkt, da will ich aber gar
- 3:38nicht genau drauf eingehen und Punkt Nummer 2, wenn ich mir
- 3:43heute meine Verhaltensmuster angucke.
- 3:46Bin ich dann noch ein Arschloch, weil ich grundsätzlich betitel
- 3:52mich oder den alten Sven von damals schon als Arschloch und
- 3:57da möchte ich auch gar nicht, gar nicht ich möchte nicht lange
- 4:02nicht schön reden, auch in gewissen Trennungen und in
- 4:05gewissen Beziehungen, also mit Partnerschaften meine ich, unter
- 4:10Freundschaften hat man sich wahrscheinlich auch Arschloch
- 4:12like verhalten. Dinge gemacht, die vielleicht
- 4:15nicht okay sind. Oder gesagt, vor allen Dingen
- 4:17gesagt, die nicht okay sind und um seinen, um von seinen eigenen
- 4:22Unzulänglichkeiten einfach abzulenken, hat man anderen
- 4:26vielleicht bewusst oder gar unbewusst wehgetan.
- 4:34Ich spreche jetzt nicht nur von Borderline typischen Verhalten,
- 4:38sondern wirklich, ich versuche das so allgemein wie möglich zu
- 4:41halten. Natürlich ist das meiste.
- 4:43Aus, das weiß ich heutzutage, warum es passiert ist.
- 4:46Aber das warum rechtfertigt ja nicht, dass etwas passiert ist.
- 4:50Ne, das ist die Ursache, ist ja schön und gut, kann sich der
- 4:53gegenüber erstmal grundsätzlich aber nichts für kaufen.
- 4:58Jetzt kriege ich immer wieder gesagt ja, aber du kannst von
- 5:02deiner Eigenschaft her eigentlich gar kein Arschloch
- 5:04sein, weil man kann ja keinen schlechten Menschen in einen
- 5:07guten verwandeln und an dieser Frage bin ich sehr sehr lange
- 5:12kleben geblieben. Wo ich mir gedacht hab, so OK,
- 5:15wenn ich mich jetzt mal selber beleuchte und mal selber ganz
- 5:19ganz weit zurückgehe in meiner Vita, dann frag ich mich doch.
- 5:24OK, wie war denn das denn so mit 20, wie war er mit 25 und mit
- 5:2830, wie war er auch in der Trennung der letzten ich sag
- 5:34jetzt einfach mal 45 beziehungen nein ich sage nicht 45 ehen, ich
- 5:39sage Beziehungen so. Und wie hat er sich auch
- 5:44innerhalb dieser Beziehung verhalten?
- 5:47Weil das eine ist ja, ich sag mal, die kriminelle Laufbahn,
- 5:50das andere ist ja, wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um, so,
- 5:54das differenziere ich ganz klar, auch wenn es vielleicht irgendwo
- 5:57das eine auf das andere aufbaut, das mag ja sein, aber ich
- 6:00differenziere das ganz bewusst. Und dann stelle ich mir die
- 6:05Frage des 20 jährigen Svens und ich komme selber mittlerweile
- 6:09zum Schluss, ich war gar kein Arschloch.
- 6:11Aber ich hatte so viel Struggle mit mir selbst.
- 6:16Ich habe quasi masking andersrum betrieben.
- 6:20Und zwar wollte ich nicht, ich wollte was heißt er andersrum
- 6:25betrieben, ich habe einfach masking betrieben, dem ich
- 6:27gesagt habe, ich möchte nicht, dass irgendjemand merkt, ich
- 6:31habe schwächen, ich bin in einer Subkultur und in Szenen.
- 6:38Gewachsen und Reingewachsen, sogar teilweise aufgewachsen, in
- 6:43denen es einfach maximal schädlich gewesen wäre,
- 6:46schwächen zu zeigen. Das habe ich irgendwann mal
- 6:47alles ganz genau erklärt, so wie verhält man sich dann vielleicht
- 6:53den eigenen Leuten gegenüber nicht wie n Arschloch, aber da
- 6:57betreibt man ja auch ganz viel maßking ne, ich tue so als ob.
- 7:02Und ich komme heutzutage zu dem Schluss, dass ich das damals
- 7:04schon betrieben habe und das über viele, viele Jahre.
- 7:09Jetzt ist es ja so, nehmen wir mal als Beispiel, Mutter Beimer,
- 7:14die hat keine Ahnung, diese Frau, Marie Luise, Marian oder
- 7:17wie sie heißt, hat 40 Jahre die Mutter Beimer in der
- 7:22Lindenstraße gespielt, glaubt ihr, diese Rolle kann sie nach
- 7:2640 Jahren ablegen? Und dann ganz normal privat Frau
- 7:31Marian sein. Ich denke nicht, weil ich denke,
- 7:34dass diese Rolle, die sie da gespielt hat, ja, ist ja nichts
- 7:36anderes als ein Maßking, was sie da betreibt, eine
- 7:38schauspielerische Glanzleistung nennt, es wie ihr es wollt,
- 7:41vielleicht hinkt der Vergleich auch, mag sein, aber genauso
- 7:47ging es mir ja quasi auch. Ich habe den ganzen Tag eine
- 7:50Rolle gespielt, so, dann kommst du nach Hause, jetzt blöd
- 7:55gesagt, als wenn man von der Arbeit nach Hause käme.
- 7:57Und dann ist die Partnerin da und dann kannst du dieses
- 8:01Mastering nicht mal eben ablegen.
- 8:03Vor allen Dingen, wenn dann irgendwelche Aussagen kommen,
- 8:06die einem nicht passen, dann muss man ja quasi oder ich habe
- 8:11gedacht, ich muss das, dieses, dieses, diese, diese Rolle, die
- 8:17man eingenommen hat, die muss man ja irgendwo dann auch weiter
- 8:20darstellen, ja um dann nicht zu Hause zu zeigen, du guck mal,
- 8:25ich bin eigentlich schwach und. Ich mein, selbst wenn die, wenn
- 8:30es die Option gegeben hätte, wäre ich damals aber der Meinung
- 8:32gewesen, wenn ich jetzt einmal zu Hause zeige, ich bin schwach
- 8:35und wir sollten uns trennen, dann wird sie erzählen, wie ich
- 8:38zu Hause wirklich bin. Dann muss ich wieder reagieren
- 8:41auf die Art und Weise, wie es andere Leute gerne gesehen
- 8:45hätten, und zwar mit Aggression, mit Gewalt, mit Waffen, was auch
- 8:50immer keine Ahnung, sucht euch irgendwas aus, ja, also.
- 8:54Hat man diese Rolle jahrelang aufrechterhalten?
- 8:59Als dann irgendwann diese ganzen, ich sag mal,
- 9:04zweifelhaften Kreise als das immer weniger und weniger und
- 9:08weniger wurde, ist es bei mir allerdings so, dass ich sehr,
- 9:13sehr oft aus dieser Rolle nicht mehr rauskam.
- 9:18Und zwar genau dann. Wenn alte Verhaltensmuster
- 9:22griffen, wenn ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe, zu
- 9:26Unrecht verdächtigt gefühlt habe, wenn man mir gegenüber
- 9:30aggressiv geworden ist, und das war scheißegal, ob ich vorher
- 9:33aggressiv wurde oder nicht, ja, aber ich muss dir meinen
- 9:37draufsetzen, das hab ich nicht anders gelernt, ihr lieben,
- 9:42kurze Unterbrechung, es wäre toll, wenn ihr hier auf Spotify
- 9:46ein kleines Abo übernehmen würdet.
- 9:49Das Abo kostet euch 2,9 9€ und hilft uns im Projekt Borderline
- 9:54einfach extrem weiter. Dass wir zukünftig auch
- 9:57Selbsthilfegruppen finanzieren können, Veranstaltungen etc.
- 10:01Pp. Für euch sind es nur 2,9 9,00€
- 10:04uns hilft das Ganze ein ganzes Stück weiter.
- 10:08Apropos weiter, Es geht weiter, es tat mir aber immer und das
- 10:13schon seit der Jugend in der Seele weh, wenn ich irgendwem
- 10:16geschadet habe. Und das ist der Punkt, wo ich
- 10:21für mich zu dem Schluss gekommen bin, ich bin vom Grundsatz her
- 10:27gar kein Arschloch oder kein schlechter Mensch und hab n
- 10:30gutes Herz, weil erstens hatte ich damals schon Emotionen und
- 10:35Empathie und diese Sensibilität anderen Menschen gegenüber haben
- 10:40die nur versteckt, ich habe sie wirklich in einer Glanzleistung
- 10:44versteckt, auch von mir selber. Ich hab das gar nicht
- 10:48zugelassen, dass man schwach sein dürfte oder dass man mal
- 10:53weinen darf oder irgend irgendetwas einem weh tun
- 10:59könnte. Ich hab es einfach nicht
- 11:00zugelassen, diese Verhaltensmuster plus die
- 11:04Vermeidungsmuster, die es gab, wenn man in der Kindheit mal
- 11:09wieder Schläge bezogen hat, und die hab ich nie einfach
- 11:12wegdrücken können, ich hab sie akzeptiert ja und hab das
- 11:16irgendwann weitergegeben. Aber diese ganzen Faktoren
- 11:22zusammengenommen ergeben gerade in Beziehungsmustern, das habe
- 11:27ich jetzt so für mich aufgearbeitet, ergeben natürlich
- 11:30auch irgendwo eine ziemlich, ich sag mal, toxische Wirkung für
- 11:35einen selbst, weil man immer wieder in die Rolle gedrückt
- 11:40wird. Man muss die Dinge so klären,
- 11:44wie man gelernt hat, sie zu klären.
- 11:45Ja, man ist laut, man ist aggressiv, man droht, man
- 11:49beleidigt, wie auch immer so, das ist nicht mehr so, das ist
- 11:59aber, das muss ich auch ehrlicherweise gestehen, noch
- 12:02gar nicht so lange nicht mehr so, sondern auch ich habe
- 12:07natürlich in meiner letzten Ehe dazu beigetragen.
- 12:11Und das muss man auch mal ganz klar sagen, dass die Ehe auch
- 12:14Vergangenheit ist. Ja egal was jetzt von der
- 12:18anderen Seite getan wurde, hätte ich vielleicht in vielen anderen
- 12:22Situationen anders reagieren müssen.
- 12:26So, damit meine ich jetzt nicht nur die letzte Ehe, auch die
- 12:28letzte Beziehung und so weiter und sofort ich möchte möchte
- 12:32damit einfach nur klar machen, dass man auch sowas aufarbeiten
- 12:36muss und das nicht einfach. So, Oh ja, ist passiert.
- 12:40Scheißegal, weil irgendwann holt einen das wieder ein, weil dann
- 12:45geht man ja in die nächste Beziehung und lernt wieder
- 12:48jemanden kennen. Und wenn man immer wieder diese
- 12:50selben Muster verwendet, dann dann brennen die sich ja quasi
- 12:56in euer Hirn ein und dann kann ich euch 1 versprechen, wird es
- 13:00dazu kommen, dass man irgendwann in den in dem im im höheren
- 13:03Lebensalter alleine da steht, ganz sicher sogar, weil.
- 13:10Das macht ja keiner auf Dauer mit.
- 13:12Das wollen wir noch mal ganz klar sagen.
- 13:16Natürlich gehören für komische Beziehungsmuster immer 2 dazu,
- 13:19logischerweise brauchen wir überhaupt nicht drüber reden,
- 13:22aber ich finde, und da komme ich jetzt zum eigentlichen Punkt
- 13:26nach, keine Ahnung, nach einer Viertelstunde können wir das mal
- 13:28tun, ich hoffe ihr seid noch da und schlaft noch nicht, ich
- 13:32finde ganz einfach man sollte diese diese.
- 13:36Diese Option, sich selber zu beleuchten, wie war ich, wie bin
- 13:41ich, wie will ich sein, was habe ich falsch gemacht, was habe ich
- 13:45falsch gemacht, nicht was hat der andere falsch gemacht, da
- 13:48kann man, wenn man will, kann man sich den ganzen Tag Gedanken
- 13:50drüber machen, der hat das falsch gemacht, der hat das ach
- 13:53hätte, hätte, Fahrradkette ja, aber es beginnt doch immer
- 13:57damit, dass sich diese 50%, die mir Last anlasten in einer
- 14:00Beziehung oder in einer Freundschaft, die ich falsch
- 14:02gemacht habe. Dass ich die auch versuche, beim
- 14:06nächsten Mal vielleicht wieder um 25% zu reduzieren so und
- 14:13versuche einfach an mir selber ein Exempel zu statuieren, indem
- 14:18ich sage, ich habe an mir selber gelernt, indem ich meine Moral
- 14:24und meine Handlungen verglichen habe.
- 14:27Und jeder, der mich kennt, der weiß, ich lebe nach Werten
- 14:29Loyalität ganz, ganz, ganz, ganz wichtiges treue, Ehrlichkeit und
- 14:34so weiter ich mein mit Ehrlichkeit wirklich den anderen
- 14:36nicht zu bescheißen. Ich meine nicht damit so von
- 14:39wegen zu sagen du das t Shirt hat nur 5€ gekostet obwohl es 30
- 14:42gekostet hat. Ja das mein ich nicht das mein
- 14:45ich überhaupt nicht sondern den anderen einfach grundsätzlich
- 14:48nicht zu bescheißen und zu verarschen so das ist für mich
- 14:52ne Sache. Die sind, die stehen für mich
- 14:55halt ganz oben und über, ich glaub über körperliche Treue und
- 15:00übers Fremdgehen brauchen wir hier nicht reden.
- 15:01Also ich jedenfalls nicht, Punkt, aber ich hab dann einfach
- 15:05mal meine Moral, meine moralischen Wertvorstellungen
- 15:09damit verglichen mit meinen Handlungen.
- 15:12Also ich hab sie mit meinen Handlungen verglichen und da gab
- 15:16es. Oder gibt es jetzt in den in den
- 15:19letzten ein 23 Jahren gibt es ganz ganz viele
- 15:22Überschneidungen, weil es jetzt anfängt zu passen.
- 15:24Mein mein Verhalten spiegelt auch meine moralischen Instanzen
- 15:29wider, so ganz langsam. Und da bin ich noch wirklich
- 15:33noch weit entfernt zu sagen, Ey, jetzt ist alles gut, mein
- 15:36Karmakonto ist ausgeglichen dadurch, dass ich jetzt ein
- 15:38besserer Mensch bin, ich weiß auch nicht, ob ich ein besserer
- 15:40Mensch bin, aber ich habe ein anderes denken über mich und ich
- 15:45glaube, das ist das ist Kriegsentscheidend.
- 15:47Das denken über sich selber, die Wahrnehmung und dann wirklich
- 15:51eine effektive Wahrnehmung, eine ehrliche Wahrnehmung, und zwar
- 15:55eine Wahrnehmung, die wirklich um einen selber geht, wo man
- 15:58kreuz ehrlich zu sich ist und sagt, Ey, du warst echt scheiße,
- 16:02du warst echt scheiße und nicht immer zu sagen, weil das ist das
- 16:05einfachste, ja der andere, der andere hat dies, der andere hat
- 16:08das und. Wenn man keine Ahnung, ich sag
- 16:13jetzt einfach mal jetzt nur als Beispiel, wenn man 10
- 16:15Partnerschaften hatte und ist 10 mal verlassen worden, dann
- 16:18sollte man sich doch Gedanken darüber machen warum, warum
- 16:23hauen die alle ab, ist jetzt wie gesagt ist nur ein Beispiel,
- 16:27aber warum hauen die alle ab, sind das 10 mal Idioten gewesen
- 16:33oder wart ihr 10 mal der Idiot oder war ich keine Ahnung wie
- 16:36oft der Idiot und das sind fragen die man sich stellen
- 16:39muss. Und dann ist die Frage, bin ich
- 16:41ein Arschloch oder bin ich ein Arschloch gewesen oder werde ich
- 16:46weiterhin ein Arschloch sein? Die ist gerechtfertigt.
- 16:49Das hört sich alles ein bisschen überspitzt an, bin ich ein
- 16:52Arschloch, aber das ist ja unterm.
- 16:53Unterm Strich ist es ja das, was da steht, ich habe nur Scheiße
- 17:00gebaut, ich habe mich nur keine Ahnung, mies, mies, mies
- 17:05verhalten. Ich habe alles auf meine
- 17:08Erkrankung bezogen, hab gesagt, hab meine Erkrankung vielleicht
- 17:11sogar als Schutz genommen zu sagen, ich kann, ich kann nichts
- 17:14dafür, ich bin ja krank, das gehört natürlich zu einem
- 17:20Lernprozess dazu, sich auch nicht nur mit sich selbst,
- 17:24sondern auch mit seinen, mit seinen Diagnostiken
- 17:26auseinanderzusetzen, das musste ich auch tun, klar ja, und
- 17:30natürlich ist das der einfachste Weg zu sagen, ja, ich bin krank,
- 17:34ich kann da nichts für. Aber das ist der denkbar
- 17:37schlechteste Weg, weil ich sag immer wieder, jeder von euch
- 17:43weiß ja oder der Betroffene, egal ob ADA ist.
- 17:47Borderline ist völlig egal. Er weiß ja, dass er eine Störung
- 17:52hat, es ist, ich sag das jedes Mal, es ist egal wie ich das
- 17:56hier hab ich das als Störung Krankheit oder nicht Krankheit
- 17:58sehe völlig egal. Fakt ist ist es da Fakt ist man
- 18:01kommt zu dem Schluss mit seiner eigenen Persönlichkeit stimmt
- 18:04etwas nicht. Sonst würden nicht alle abhauen.
- 18:07Und da ist es egal, ob da ne Borderline Diagnose steht, ne
- 18:10ADHS Diagnose oder ne Peng Diagnose oder ob da ne Tüte
- 18:14Chips knistert, völlig hupe ja sondern es kommt drauf an, dass
- 18:19man seine Persönlichkeit so wie sie ist mit all ihren Stärken
- 18:24und schwächen, dass man die hinterfragt, dass man die
- 18:27einfach hinterfragt, wenn man doch sieht.
- 18:30Verdammt normal, ey, alle hauen ab und ich bin schon wieder
- 18:33alleine oder alle Freunde hauen ab.
- 18:35Mein Partner hält zwar zu mir, aber alle meine Freunde hauen
- 18:38ab, dann muss ich mir einfach auch mal eine Platte machen
- 18:42warum das so ist, das ihr Lieben ist eine Reflexion, das ist eine
- 18:47ehrliche Reflexion mit sich selbst.
- 18:50So und ich bin der Meinung, da bin ich wirklich felsenfest
- 18:53davon überzeugt, wer das nicht tut, der wird auf seinem Status
- 18:58quo sitzen bleiben. Der wird darauf sitzen bleiben.
- 19:02Ich treffe heute ab und zu treffe ich noch Leute von früher
- 19:06und sehe, und ich habe auch überall immer noch Kontakte und
- 19:12es ist alles gut, man unterhält sich, man begrüßt sich und fragt
- 19:15sich so und wie ist das Leben so und dann höre ich ganz oft, ja,
- 19:20was soll sich geändert haben, ist alles noch wie damals, wir
- 19:23machen noch dies, wir machen auch das hier mal dies hier mal
- 19:25das. Wo ich dann denke, das finde ich
- 19:32sehr schade, dass du das immer noch machen musst oder machst,
- 19:36weil gut. Mag ja sein, dass dem ein oder
- 19:40anderen das wie wie ein Job vorkommt, Kriminalität, Job,
- 19:45keine Ahnung, wie auch immer, aber was ich dann halt dann
- 19:48nicht sehe, ist eine Selbstreflexion zu sagen, Hey,
- 19:52was erwarte ich eigentlich vom Leben, was was möchte ich
- 19:54erreichen, wie möchte ich leben. Es sei denn noch mal, wie
- 19:58gesagt, derjenige sagt sich, so hat sich die Frage gestellt,
- 20:01soll ich will so weitermachen, ist alles cool, ist alles cool,
- 20:04wäre aber nicht mein Anspruch, wäre einfach nicht mein
- 20:08Anspruch. So, und das zeigt mir dann in
- 20:13diesen Momenten nur, dass ich irgendwann mal irgendetwas
- 20:17richtig gemacht habe, dass ich auch jetzt hier.
- 20:22Just in this Moment hier sitze und darüber rede, wie ich es
- 20:26gemacht habe, wie mein Weg war, wie ich gesagt habe, sozusagen
- 20:31ey, so wie es ist, kann es nicht bleiben, so wie es ist, kann es
- 20:37nicht bleiben, weil xyz Punkt, Punkt, Punkt ja so und das ist.
- 20:46Ein elementares Thema, wirklich bei mir in den letzten Wochen.
- 20:50Das Karma Konto ist das jetzt ausgeglichen, kann ich das
- 20:53überhaupt jemals ausgleichen? Und selbst wenn es ausgeglichen
- 20:58wäre, könnte ich es annehmen oder würde mich meine eigene
- 21:02Schuld immer noch belasten? Wann darf ich es annehmen?
- 21:06Das Einzige was ich wirklich gut gelernt habe ist zu merken alles
- 21:10klar du hast einen Pluspunkt gesammelt wann es im Endeffekt
- 21:14wirklich. Abgegolten ist.
- 21:17Ich glaube, das ist so ein Struggle, den wird man immer
- 21:20haben, und ich glaube, das ist auch ganz gut, damit man immer
- 21:23wieder einen Anreiz hat zu sagen, ich will es weiterhin
- 21:27ausgleichen, weil dann bleibt man in dieser Positivität, und
- 21:31damit meine ich in seinen Handlungen, in der Positivität.
- 21:34Natürlich ist es bei mir auch oft so, dass ich in in den
- 21:38Negativstrudeln mal runter runter gezogen werde und mich
- 21:42runterziehe oder runterziehen lasse oder whatever.
- 21:44Das ist, das ist auch menschlich, wie ich finde.
- 21:46Das ist menschlich, da kann man auch dran arbeiten, aber ich
- 21:50finde, solange man versucht, sein Karmakonto auszugleichen,
- 21:54ist es gar nicht wichtig, ob es ausgeglichen ist oder nicht,
- 22:00sondern es ist wichtig, dass man dafür arbeitet, dass es das
- 22:03wird, und ich bin wie gesagt zu 1000% der Meinung, man kann es
- 22:09nur dann ausgleichen. Wenn man mit sich selber hart
- 22:13ins Gericht geht, wirklich hart, ja nochmals im Verständnis, hier
- 22:20sitzt kein Mensch, der vom Saulus zum Paulus geworden ist.
- 22:23Ich bin kein Heiliger, auch ich habe meine Fehler, auch ich sag
- 22:28manchmal Sachen ey Leute, die ich schwöre, die gehen auf keine
- 22:30Kuhhaut, macht Dinge, wo manch andere sagen, was genau stimmt
- 22:35mit dir nicht. Das will ich hier überhaupt
- 22:39nicht in Abrede stellen. Auch das, finde ich, ist eine
- 22:43Art von von von Selbstwahrnehmung.
- 22:47Ich weiß, dass ich immer noch Bockmist baue, ich weiß auch,
- 22:50dass ich hier und da gefährdet bin in vielleicht ganz, ganz
- 22:54alte Muster noch mal zurückzufallen, weil es die
- 22:56Situation gerade hergibt, ich weiß das alles und ein Heiliger
- 23:03zu werden ist auch gar nicht mein mein Ziel, sondern.
- 23:09Dieses bewusste Wahrnehmen, ja, ich habe auch schwächen.
- 23:12Ich kann auf manche Situationen nicht so reagieren, wie das
- 23:16vielleicht Person AB oder C tun würde.
- 23:19Ich reagiere, ich reagiere, ich reagiere dieses Land, ich
- 23:26reagiere doch auch auf Sachen ganz anders als es die
- 23:31Allgemeinheit vielleicht sich wünschen würde, dass ich es tun
- 23:33würde, aber ich kann es halt nicht und es ist eine Schwäche
- 23:37und. Und auch das gehört zur
- 23:39Selbstreflexion. Sich die einzugestehen, man kann
- 23:41nicht alles an sich ändern, ja, man hat Charaktereigenschaften,
- 23:46mit denen ist man zur Welt gekommen und.
- 23:49Es ist vielleicht ganz gut, wenn man nicht den ganzen Tag
- 23:52bewaffnet durch die Straßen läuft und irgendwem den Kopf
- 23:54wegschießt ja oder irgendwem in den Tod androht oder weiß der
- 23:58Henker, aber trotzdem darf jeder mal gedanklich und auch von mir
- 24:04aus auch verbal mal über die Stränge schlagen.
- 24:06Das ist menschlich, wenn man in Wut ist oder in Rage ist, oder
- 24:10dann werden Sachen gesagt, die nicht OK sind, aber das wichtige
- 24:14daran, finde ich, ist das zu erkennen.
- 24:16Dass es vielleicht auch zu einem Problem führt und es vielleicht
- 24:19ein Stück weit anders zu fokussieren, dass man sagt, ich
- 24:22muss dir nicht den Tod androhen, sondern es reicht, wenn ich
- 24:25gesagt, ich find, du bist ein Arschloch oder lass mich in
- 24:27Ruhe, mit dem will ich nichts zu tun haben, oder, oder, oder,
- 24:29dass man da einfach Wege findet, aber grundsätzlich ist es doch
- 24:33OK, wie heißt es so schön, es ist oft OK, nicht OK zu sein,
- 24:38ja, und ich kann nicht alles an mir ins Positive bringen.
- 24:46Oder führen ja oder drehen. Oder wie auch immer, das geht
- 24:51nicht. Ich habe meine Unarten, aber ich
- 24:56finde die elementaren Dinge, sich zu hinterfragen, habe ich
- 24:59eine Moral? Was habe ich für Emotionen, wie
- 25:01sensibel bin ich eigentlich, hat mir, als ich gesagt habe, du
- 25:04kannst mich mal, du verpiss dich, hat mir das Leid getan,
- 25:07hat mir das wehgetan, wenn ja, habe ich doch geile Fähigkeiten
- 25:10und Voraussetzungen, dann bin ich empathisch, empathisch und
- 25:13sensibel. Ich habe nur meine Maske
- 25:16aufgehabt, als ich ihm gesagt habe, er soll sich verpissen.
- 25:20Da kann man ansetzen, wenn ihr das nicht gefühlt habt, dann
- 25:24seid ihr vielleicht in den Augen von anderen, auch Arschlöcher.
- 25:28Ja, das muss jeder für sich selber rausfinden, mir war es in
- 25:32dieser Folge jetzt einfach ganz, ganz wichtig zu sagen, denk mal
- 25:39einfach dein Tun und handeln, egal.
- 25:42Egal ob f. 60, egal ob f. 90, f. 20, scheißegal, das sind alles
- 25:51Nummern ey. Unterm Strich haben wir eine
- 25:53Persönlichkeit nochmal. Die ist erstmal wie sie ist und
- 25:57daran muss man feilen oder sollte man finde ich jedenfalls
- 26:02einfach damit es irgendwie geiler wird, irgendwie geiler.
- 26:07Wie kann ich euch nicht sagen, das muss wieder jeder von sich
- 26:11selbst rausfinden. Ich find es halt einfach geil,
- 26:15wenn es irgendwie n Stück geiler ist.
- 26:16In diesem Sinne. Mein Name ist Sven aka
- 26:18Borderline und ich bin raus.