Latest / Dummy & Co - der Hundepodcast für artgerechte Beschäftigung / P216: Alltag und Dummytraining in Balance – mit Petra Lockhoff
Transcript
- 0:00Speaker 1: Für mich ist es tatsächlich so, wenn der Alltag nicht funktioniert, kann es auch in Dummy-Training nicht funktionieren.
- 0:04Speaker 1: Es ist einfach so.
- 0:06Speaker 1: Und deshalb tatsächlich, obwohl es fast gleichgewichtig ist, grundsätzlich liegt der Alltag bei mir höher, weil der einfach das ganze Leben mehr bestimmt.
- 0:14Speaker 1: Also ich sage mal, wenn man es genau nimmt von diesen threehundertfünfundsechzig Tagen im Jahr, hat man mehr Alltag.
- 0:20Speaker 0: Herzlich willkommen beim Podcast Dummy und Co.
- 0:22Speaker 0: Der Podcast der Hundeschule Jagdfeber.
- 0:25Speaker 0: Ich bin Susanne und ich werde euch meine Tipps und Tricks zum Dummy Training verraten, damit ihr euren Hund strukturiert, zielorientiert und kreativ bis zur Prüfungsreife aufbauen könnt.
- 0:38Speaker 0: Herzlich willkommen beim Podcast Dummy und Co.
- 0:41Speaker 0: Ich bin Susanne von der Hundeschule Jagdfieber und heute spreche ich mit Petra Lockhoff über das Thema Alltag vs.
- 0:48Speaker 0: Training oder überhaupt.
- 0:50Speaker 0: was ist überhaupt Alltagstraining, was ist Training, Training?
- 0:54Speaker 0: Also da meinen wir sozusagen Beschäftigung, also bei uns vor allem jetzt das Dummy-Training.
- 0:58Speaker 0: Und Petra hat wahnsinnig viel Erfahrung.
- 1:00Speaker 0: Sie hat das Golden-Züchterin, aber auch Besitzerin von viel wie einen Golden-Zeitweise ein paar mehr.
- 1:08Speaker 0: und unterrichtet und trainiert damit Training wie auch Alltagstraining und ist auch gleichzeitig ganz aktiv bei mir mit dabei in der Hundeschule Jagdfieber.
- 1:17Speaker 0: Wenn es darum geht die Aufgaben zu durchdenken, zu planen, also gerade vom Team Jagdfieber, dann haben wir ja spezifische Trainingspläne, wo die Hunde lernen oder die Besitzer vor allem lernen, was der Hund in den bestimmten Stufen trainieren sollte und können sollte und auch wie man prüfen kann, ob der Hund es wirklich verstanden hat.
- 1:36Speaker 0: Und da gibt es immer einen Hin und zurück, sozusagen wir diskutieren sehr viel, wir besprechen sehr viel und werfen dann sozusagen mit Ideen um uns und das ist immer eine sehr, sehr produktproduktive Gespräche.
- 1:47Speaker 0: Und heute ist sie mit im Podcast dabei und zwar reden wir halt über den Alltag.
- 1:52Speaker 0: Zum Beispiel jetzt haben wir darüber gesprochen, was sind Privilegien und sollte man die festlegen und wann sollte man die festlegen?
- 1:59Speaker 0: Also wann sollte der Hund wissen, was er wann darf und wann nicht?
- 2:02Speaker 0: Auch zum Beispiel geht es darum, Was ist jetzt wichtiger?
- 2:06Speaker 0: Alltagstraining oder Beschäftigungstraining?
- 2:09Speaker 0: Passt das zusammen?
- 2:11Speaker 0: Bedingt sich das irgendwie oder kann man das sehr klar trennen?
- 2:14Speaker 0: Und ich habe sie auch gefragt, ob man dann einen Unterschied macht beim Training.
- 2:18Speaker 0: Also wenn man zum Beispiel ein Element, also etwas, was man beim Training, also beim Dummy-Training zum Beispiel braucht und was man auch im Alltag braucht, ob man das unterschiedlich trainieren sollte und wenn ja, wie?
- 2:28Speaker 0: Es war ein spannendes Interview und ich hoffe, du kannst ganz viel für dich, für deinen Alltagstraining und dein Damietraining mitnehmen.
- 2:35Speaker 0: Viel Spaß beim Zuhören.
- 2:37Speaker 0: Hallo, Petra.
- 2:38Speaker 0: Schön, dass du heute da bist.
- 2:40Speaker 0: Ich freue mich, dass du meine Einladung gefolgt bist.
- 2:42Speaker 0: Hallo, wie geht's?
- 2:43Speaker 1: Hallo, danke für die Einladung.
- 2:44Speaker 1: Ich freue mich sehr, hier zu sein.
- 2:46Speaker 0: Sehr, sehr schön.
- 2:47Speaker 0: Dann lass uns mal gleich reinsteigen.
- 2:50Speaker 0: Und zwar, ich habe mal schon mal die erste Frage für dich.
- 2:52Speaker 0: Was ist denn für dich der Unterschied zwischen Training und Alltag?
- 2:56Speaker 1: Also grob gesagt ist für mich das Training wirklich eine Konditionierung von Sachen, die ich dem Hund beibringe, die ich halt eben zum Beispiel in der Dummyarbeit oder eben im Alltag brauche, wie zum Beispiel einen Sitz oder einen Platz.
- 3:09Speaker 1: Und Alltag ist für mich eigentlich die Kommunikation, also das Kommunikative mit dem Hund.
- 3:16Speaker 1: Man sagt immer so schön, ich mag dieses Wort nicht so wirklich, aber es ist Respektarbeit.
- 3:20Speaker 1: Das heißt, Grenzen setzen und erklären unserer Welt.
- 3:23Speaker 1: Weil ich sage immer, der Hund muss lernen, in unserer Welt klarzukommen.
- 3:27Speaker 1: Das muss ich ihm beibringen.
- 3:28Speaker 1: Das ist für mich eigentlich der Alltag.
- 3:30Speaker 1: Das hat für mich mit Training in dem Sinne nichts zu tun.
- 3:32Speaker 1: Das ist, was nebenbei läuft und ist in gewisser Weise auch ein Training, ist aber eben eher dieses Alltagstraining, was ich habe.
- 3:39Speaker 0: Würdest du Training definieren als etwas, was der Hund in seinem Normalen ... Leben, also sagen wir mal, gehen wir mal davon aus, dass man jetzt es gibt Menschen, die keinen Dummy Training machen.
- 3:50Speaker 0: Ich weiß, ich kann es kaum verstehen, aber ich glaube es gibt Menschen.
- 3:55Speaker 1: Nicht verständlich, nein.
- 3:57Speaker 0: Also du wirst sozusagen sagen, das Training wäre jetzt sozusagen alles, was man fürs Dummy braucht, was man aber eigentlich im Alltag nicht wirklich braucht.
- 4:07Speaker 1: Richtig, genau.
- 4:07Speaker 1: Also
- 4:08Speaker 0: zum Beispiel jetzt Abgabe.
- 4:09Speaker 0: Also dass man eine schöne Abgabe hat, ist ja im Alltag nicht wirklich wichtig.
- 4:13Speaker 0: Aber dass der Hund sitzen bleibt, wenn man ihm Sitz sagt, ist im Alltag sehr wichtig, weil sonst rennt er die auf die Straße oder so.
- 4:19Speaker 1: Genau, oder das hat zum Beispiel auch diese typische Leinenführigkeit, sag ich mal so, dass der Hund halt mich nicht durch die Gegend zieht als Beispiel.
- 4:27Speaker 1: gehört für mich auch zum Alltag.
- 4:28Speaker 1: oder dass er eben, um jetzt da schon gleich mal weiter reinzugehen, dass er mich zum Beispiel nicht ständig anspringt, eben andere Leute ständig anspringt, dass er als Beispiel mir nicht ständig vor den Füßen rumläuft, mir nicht ständig in den Weg läuft.
- 4:41Speaker 1: Das sind zum Beispiel so dieses, was ich eigentlich wirklich auch im Alltag brauche, was nicht mit irgendwas Trainingsgeschichten.
- 4:47Speaker 1: Also das ist eigentlich etwas, finde ich, was jeder braucht, Alltagstraining.
- 4:51Speaker 0: Ja, bin ich auch.
- 4:52Speaker 0: Und
- 4:53Speaker 1: ist kein Sport.
- 4:54Speaker 1: Genau, ist kein Sport.
- 4:55Speaker 0: Genau, also in Sport ist ja immer etwas, was man sagen kann, was sozusagen ein Bonus ist.
- 4:59Speaker 0: Ja.
- 5:00Speaker 0: Und was ich auch immer denke, also ich wurde hier auch schon mal gefragt, ja, welcher Hund braucht denn Dummy Training?
- 5:06Speaker 0: Und ich so, na ja, Dummy Training ist aber jeder Hund braucht Beschäftigung.
- 5:09Speaker 0: Ja.
- 5:09Speaker 0: Egal, was es für ein Hund ist, jeder Hund braucht Beschäftigung, damit er einfach zufrieden sein kann.
- 5:15Speaker 0: Aber der Alltag ist am Anfang ja auch schon ganz schön viel Beschäftigung, gerade wenn man so einen jungen Hund hat oder wenn man einen älteren dazu bekommt oder so.
- 5:23Speaker 0: Und brauchst du, also was das denkst du, denn braucht man beides?
- 5:27Speaker 0: Also braucht man Training und Alltag oder muss man das beides aufeinander abstimmen oder darf das total konträr laufen?
- 5:34Speaker 0: Also das ist eine, sozusagen so jetzt mache ich Training und jetzt mache ich Alltag, da hat man so eine ganz klare Grenze.
- 5:40Speaker 0: Oder wie siehst du das?
- 5:42Speaker 1: Klare Grenze gibt es für mich nicht.
- 5:44Speaker 1: Also finde ich, weil es eben auch Sachen gibt, wie zum Beispiel, ich sag mal jetzt wirklich mal, das einfache Sitz braucht ja eigentlich jeder, der auch Training macht im Alltag oder eben in seinem Sport.
- 5:54Speaker 1: Also egal, was für ein Sport man macht, gibt ja auch genügend, also Beschäftigung, nennen wir es mal Beschäftigung.
- 5:59Speaker 1: Die Beschäftigung, die ich mit meinem Mund mache, egal ob Stummyarbeit, Mantrailing, Reliobidians.
- 6:04Speaker 1: Zoss, egal was es alles ist, ich brauche in gewisser Weise immer eigentlich ein Sitz.
- 6:08Speaker 1: Irgendwo brauche ich das immer.
- 6:10Speaker 1: Und das ist für mich etwas, was so zum Beispiel zusammengeht.
- 6:12Speaker 1: Also was ich ja auch im Alltag brauche, weil der Hund ja eben auch mal sitzen bleiben muss, damit er zum Beispiel nicht auf die Straße hüpft oder mir an der Leine eben nach vorne springt oder so.
- 6:21Speaker 1: Also es gibt schon gewisse Sachen, die ineinander gehen.
- 6:24Speaker 1: beides betreffen, aber zum Beispiel eben diese speziellen Geschichten, gerade auch, was die Dummy-Arbeit natürlich angeht, wie zum Beispiel Abgabe oder einen Vorran oder einen Stopffiff, sind halt Sachen, die ich natürlich klar, Stopffiff kann ich auch im Alltag nutzen, aber sind eigentlich nicht grundsätzlich Sachen, die ich nötig rauch, wenn es wirklich irgendwie ist.
- 6:42Speaker 1: Wenn mein Hund wirklich in der Nähe ist, baue ich vielleicht nicht unbedingt einen Stopffiff, da wäre vielleicht ein Kompffiff sogar, wenn er dicht war ist, immer besser oder einen ranrufen.
- 6:50Speaker 1: Aber grundsätzlich sage ich mal so, gehört es zusammen für mich, weil ich eigentlich ja irgendwie jeden Hund beschäftigen sollte, sage ich mal so.
- 6:58Speaker 1: Egal, was es ist.
- 6:59Speaker 0: Ja.
- 7:00Speaker 0: Und würdest du das dann gleich trainieren?
- 7:01Speaker 0: Also ich habe jetzt mal überlegt, gerade weil du jetzt auch das Sitz sagst, du hast ja dann sozusagen ein Alltagssitz und ein ... Wir machen Darmetrainingssitz.
- 7:09Speaker 0: Also lass uns einfach mal bei Darmetrainingssitz.
- 7:11Speaker 0: Ja.
- 7:11Speaker 0: Wir haben ein Darmetrainingssitz.
- 7:13Speaker 0: Beim Dummy-Training soll er ja... Gut, es gibt meistens eine Grundstellung, aber trotzdem ist das ja irgendwie in der Form sitzt.
- 7:18Speaker 0: Er soll gerade sitzen, er soll nicht so wegkicken, klicken und so weiter.
- 7:21Speaker 0: Er soll aufmerksam sein und so.
- 7:23Speaker 0: Und das ist ja im Alltag, wär's mir jetzt, sag ich mal, egal, ob mein Hund zur Seite kippt oder nicht.
- 7:29Speaker 0: Würdest du das gleich trainieren?
- 7:31Speaker 0: Trainierst du das dann unterschiedlich?
- 7:32Speaker 0: Obwohl's ja das gleiche Kommando ist, trainierst du das unterschiedlich oder gleich?
- 7:36Speaker 1: Also tatsächlich beim Sitz mache ich da gar keine Unterschiede, weil Sitz ist für mich tatsächlich wirklich Sitz.
- 7:42Speaker 1: Und ich habe für mich da so diese, was heißt, nicht so ein, wie soll ich das sagen, es ist so ein, ob der Hund dann, wenn er im Alltag sich irgendwann mal auf die Seite setzt, was aber meistens wirklich im Alltag, wenn dann nur passiert, weil er da länger warten muss, sehr viel länger und natürlich auch nichts passiert.
- 8:00Speaker 1: Also das muss man halt auch mal sagen, in der Dummy-Arbeit ist es ja automatisch so, dass die Hunde wissen, es passiert was.
- 8:06Speaker 1: Da sind die insgesamt viel aufmerksamer, angespannter, also voller Vorfreude, da kämen die nie auf die Idee, sich auf die Seite zu setzen, auf eine Arschpacke jetzt, wie du das meinst.
- 8:16Speaker 1: Das passiert bei uns höchstens mal im Alltag, weil die halt merken, es wird langweilig und dann ... setzen die sich halt mal auf eine Arschbacke, was ich aber zum Beispiel im Alltag trotzdem nicht mache.
- 8:25Speaker 1: Also wenn ich zum Beispiel sowas hätte, was ich aber ehrlich gesagt wirklich kaum habe, die müssen nie lange sitzen im Alltag jetzt.
- 8:32Speaker 1: Wenn ich das mal hätte und ich sehe, dass mein Hund sich dann hinterlegt, dann würde ich ihn immer erst mal wieder ins Sitz holen und würde ihm dann zum Beispiel sagen, wenn ich merke, okay, ich brauche hier jetzt ein bisschen länger, dann würde ich meinen Hund einfach sagen, leg dich hin.
- 8:43Speaker 1: Und da zum Beispiel habe ich tatsächlich zwei unterschiedliche Signale.
- 8:46Speaker 1: Es gibt bei mir halt Platz beziehungsweise Down, je nachdem wie man das nennen.
- 8:50Speaker 1: Und ein Legdich hin beim Alltag.
- 8:52Speaker 1: Und beim Legdich hin können die Hunde auch gerne wieder aufstehen.
- 8:54Speaker 1: Also das ist für mich auch nicht so fest.
- 8:59Speaker 0: Ja, das ist sozusagen ein anderes Kommando gleich.
- 9:01Speaker 1: Ja, ich sage mal weiches Kommando für mich.
- 9:03Speaker 1: Das ist immer so ein weiches Kommando.
- 9:05Speaker 1: Genau.
- 9:05Speaker 0: Genau.
- 9:06Speaker 0: Aber ich höre das schon raus, dass du... Also wenn, sagen wir mal... Bleiben wir mal beim Sitz.
- 9:12Speaker 0: Das heißt, auch wenn es in Anfangsstrichen nur Alltag ist, siehst du, das sitzt durch.
- 9:18Speaker 1: Ja, dann sitzt es tatsächlich, ja.
- 9:20Speaker 0: Genau, also deswegen, und dass man auch diese Unterscheidung nicht macht, weil ich höre es ja öfters oder ich sage mal, ich sehe es öfters.
- 9:28Speaker 0: Naja, war jetzt ja nur so sitzen.
- 9:32Speaker 0: Und ja, ich habe ihm jetzt hier Sitz gesagt, weil ich bin in der Küche oder was weiß ich oder so.
- 9:36Speaker 0: Oder man ist dann auch selber nicht so fokussiert, weil es ist ja alltag.
- 9:40Speaker 0: Man sagt ihm und sitzt, obwohl man gar nicht eigentlich will, dass der da jetzt lange sitzt, sondern man wollte ihn nur mal kurz.
- 9:45Speaker 0: fixieren in irgendeiner Form und geht dann weiter und dann löst der Hund es selbstständig auf und man hat es gar nicht mehr auf den Schirm.
- 9:52Speaker 0: Und das kann ja zu Problemen führen.
- 9:54Speaker 0: Ich frag mal so eine Fangfrage.
- 9:57Speaker 1: Da kann definitiv zu Problemen fühlen.
- 9:58Speaker 1: Da fällt mir immer so ein schönes Beispiel ein.
- 10:00Speaker 1: Ich hatte mal eine Frau im Training, die hatte zwar einen relativ jungen Sohn und wohnte bei ihren Schliegereltern mit im Haus.
- 10:08Speaker 1: Und ich habe mir damals schon gleich gesagt, wenn dein Sohn mit agiert, ist das total okay.
- 10:13Speaker 1: Aber ich sage dir jetzt schon, du wirst immer wahrscheinlich zwei Schritte vor und drei zurückgehen, weil er einfach Fehler macht, die du nicht haben willst.
- 10:21Speaker 1: Das ist immer so.
- 10:22Speaker 1: Das funktioniert halt bei Kindern einfach schwierig.
- 10:24Speaker 1: Deshalb sage ich mal extra Aufgabe, aber das ist ein anderes Thema.
- 10:28Speaker 1: Aber da war es halt wirklich so, dass ihr Schwiegervater den Hund abgesetzt hat, der war da schon ein bisschen älter der Hund, hat das Tor aufgemacht, ist mit dem Auto rausgefahren, hat das Tor wieder zugemacht, hat den Hund da sitzen lassen und ist weggefahren.
- 10:40Speaker 1: Und sie, ja toll, warum hast du ihn denn nicht aufgelöst?
- 10:43Speaker 1: Genau da war das Thema.
- 10:44Speaker 1: Sie sagte dann, er zerschoss mir immer mein Training, dass der Hund versteht, Sitz heißt Sitz, bis ich das auflöse.
- 10:50Speaker 1: Und das sind zum Beispiel Sachen, die ich auch im Alltag mache.
- 10:52Speaker 1: Also wenn ich ein Kommando, ein Signal im Alltag nutze, was ich sonst auch brauche, zum Beispiel eben Sitz oder irgendwas anderes, dann löse ich das auf, auch im Alltag.
- 11:03Speaker 1: Ansonsten muss ich mir was überlegen, was ich wirklich nur im Alltag nutze, wo ich sage, es ist mir nicht wichtig, wie zum Beispiel hinlegen.
- 11:09Speaker 1: Ich habe für Sitz wirklich nur das und dann muss man auch wirklich das genauso durchziehen.
- 11:13Speaker 1: Ich finde es unfair dem Hund gegenüber, weil er einfach dann nicht mehr klar weiß, was ist jetzt richtig und was ist falsch.
- 11:20Speaker 0: Genau.
- 11:20Speaker 0: Weil
- 11:21Speaker 1: der weiß nicht, ob Alltag ist oder Training.
- 11:23Speaker 1: Das kriegt wer nicht mit.
- 11:24Speaker 0: Genau.
- 11:25Speaker 0: Na ja, man kann ja schon, also der Hund kriegt ja schon mit, ob er jetzt Dummy-Training macht, oder?
- 11:30Speaker 1: Ja, das stimmt.
- 11:32Speaker 1: Aber ich kann sagen mal so im alten Wald, als Beispiel kann ich ja auch einfach nur eine Sitzübung machen als Beispiel, oder habe jemanden getroffen, mit dem ich mich unterhalten will, in dem Wald, wo ich normalerweise trainiere, habe trotzdem gerade eine Dummy-Veste um, will zum Beispiel gerade los und Training machen, trefft da jemanden und sagt dem Hund sitzt.
- 11:49Speaker 1: dann ist es zwar kein Training, aber für den Hund ist es letztendlich trotzdem das Training, weil ich hab's von ihm ja gerade verlangt.
- 11:56Speaker 1: Und deshalb muss ich immer sagen, wenn ich etwas von ihm verlange, was für mich wichtig ist fürs Training, dann muss ich auch aufpassen, dass ich das wirklich genauso handhabe wie im Training.
- 12:05Speaker 1: Also eben entweder auflösen oder eben darauf achten, dass der Hund es auch wirklich bis zum Ende durchzieht, was ich von ihm erwartet.
- 12:14Speaker 0: Weil sonst kriegen die ja auch Ideen.
- 12:16Speaker 0: Also ich sag mal, wenn man ihn im Alltag ... Wenn es wirklich etwas ist, wie das sitzt, das ist jetzt einfach so praktisch.
- 12:23Speaker 0: Wenn es etwas ist, was wirklich identisch für den Hund aussieht, ob er jetzt im Training ist oder im Alltag und man lässt ihn dann im Alltag, sage ich mal, alle zwei Mal selber aufstehen oder ist es auch nicht so schlimm, wenn er dreimal hoch oder wieder runter oder so, dann kriegt er ja Ideen, wie es sein kann.
- 12:39Speaker 0: Und ich sage mal so, schlaue Hunde.
- 12:43Speaker 0: Sind ja sehr kreativ und die setzen das dann auch einfach mal so im Training um.
- 12:48Speaker 0: Dann hat man sozusagen oder da muss man gegen Probleme, Baustellen oder Ideen des Hundes ankämpfen, die man ihm vorher am Alltag beigebracht hat.
- 12:58Speaker 0: Ja.
- 12:59Speaker 0: Und da denke ich mal, man kann sich es ja auch einfach machen.
- 13:03Speaker 1: Genau.
- 13:03Speaker 1: Aber ich meine, ich weiß, wie schwierig das ist.
- 13:06Speaker 1: Ich erlebe das ja immer selber mal, dass ich dann sage so von wegen, oh Gott, jetzt hast du es wieder nicht.
- 13:10Speaker 1: Weil man selber einfach auch mal nicht so wirklich auf der Höhe ist, mal in Stress ist oder so.
- 13:16Speaker 1: Und da muss ich dann immer wieder sagen, ja, dann einfach lassen.
- 13:19Speaker 1: Also entweder dann wirklich... Ich bin kein Typ von Schleppleine oder eben diesen Flexi-Leinen, aber ganz ehrlich, wenn ich zum Beispiel so was habe und ich sage, mein Hund ist eben keine Ahnung in der Blut- und Setzzeit, ich möchte das jetzt nicht oder so, oder ich kann mich nicht darauf konzentrieren und gehe gerade an der Straße entlang, wo zwar keine Hauptstraße ist, dann muss ich den Hund halt an so eine Leine nehmen oder muss halt sagen, so von wegen kommendurch ist einfach Freizeit und mach einfach was, das gibt es auch.
- 13:43Speaker 1: Aber das wäre halt, wie gesagt, wirklich so eine Sache, wo ich immer denke, man muss... Es ist auch so, man muss sich selbst viel mehr kontrollieren, damit man weiß, ob der Hund auch alles so macht, wie ich mir das vorstelle.
- 13:54Speaker 1: Das ist immer eine Selbstkontrolle.
- 13:56Speaker 1: Und immer ein Überlegen hab ich das so gemacht.
- 13:58Speaker 1: Das ist auch immer so.
- 13:59Speaker 1: meine erste Frage im Training.
- 14:01Speaker 1: Wie machst du es denn im Alltag?
- 14:02Speaker 1: Und meistens kommt dann, ah, da weiß ich nicht, da achte ich nicht drauf.
- 14:05Speaker 1: Ja, genau.
- 14:06Speaker 1: Und das ist unfair.
- 14:07Speaker 0: Genau,
- 14:08Speaker 1: genau.
- 14:09Speaker 1: Deshalb zum Beispiel, also ich hab zum Beispiel, schön ist ja immer dieses Thema mit Leinenführigkeit und Fußarbeit.
- 14:15Speaker 1: Ich habe für mich tatsächlich jetzt die seit vielen, vielen Jahren inzwischen die Lösung gefunden.
- 14:20Speaker 1: Das liegt aber auch daran, weil ich ja mit fünf bis sechs Runden spazieren gehe.
- 14:23Speaker 1: Und es ist für mich einfach so, dass ich sage, wenn ich Leute habe, die mir entgegenkommen mit diesem Rudel, was hier öfter halt der Fall ist, dann bin ich natürlich... Wenn die auf der rechten Seite von mir gehen und die Leute haben ihren Hund links, haben die Hunde immer den Mich dazwischen.
- 14:37Speaker 1: Und ich habe nicht das Problem, dass irgendwie da was passieren könnte.
- 14:41Speaker 1: Und ich hab immer dann mich als Puffer dazwischen.
- 14:44Speaker 1: Und das ist auch einfacher im Alltag mit den Hunden.
- 14:46Speaker 1: Und ich hab seitdem festgestellt, seitdem ich das mache, können die Hunde besser unterscheiden und wissen, rechts ist Alltag und links ist Fußarbeit.
- 14:54Speaker 1: Das funktioniert wirklich so viel besser.
- 14:56Speaker 1: Also ich hab das für mich selbst.
- 14:59Speaker 1: Sagt einfach nur, dass es für mich einfacher ist, weil ich einfach für mich diese Trennung für den Hund auch habe.
- 15:04Speaker 1: Das heißt, wenn ich einen Hund habe, der da wirklich ein Problem mit hat, es gibt ja auch Hunde, die handeln mit gar kein Problem, aber wenn ich weiß, dass ich einen Hund habe, der Schwierigkeiten hat, so was umzustellen oder dass er Schwierigkeiten in der Fußarbeit hat, ist das manchmal ein wirklicher Gamechanger, wenn ich sage, okay, Alltag ist für mich rechts und Fußarbeit ist für mich links.
- 15:23Speaker 1: Abgesehen davon habe ich rechts mehr Kraft, weil ...
- 15:31Speaker 0: Ja, so machen wir das ja auch im Fußkurs mit dem Start- und Entritual.
- 15:36Speaker 0: selber sagt, okay, jetzt mache ich, weil das ist auch, was du gesagt hast, das ist genau richtig.
- 15:40Speaker 0: Man ist auch nicht immer aktiv.
- 15:42Speaker 0: Also man erwartet ja vom Hund, dass er ein bisschen entspannt ist, aber auch, dass man selber möchte einfach nur mal sein und möchte sich jetzt keine Gedanken machen.
- 15:49Speaker 0: Und dafür muss man sich halt dann Management Sachen überlegen, was kann ich denn machen, dass ich jetzt nicht aufpassen muss.
- 15:56Speaker 1: Ja.
- 15:57Speaker 0: Und das entspannt dann auch viel mehr, als wenn man dann sagt zum Beispiel, ja, das mir egal.
- 16:03Speaker 0: Ich will ja nur, dass am Dummy funktioniert.
- 16:05Speaker 0: Wieder Alltag ist es mir egal.
- 16:07Speaker 0: Oder ich sag mal, das funktioniert schon so ein bisschen.
- 16:09Speaker 0: Aber er springt immer ein.
- 16:11Speaker 1: Mhm.
- 16:13Speaker 0: Oder so.
- 16:14Speaker 0: Ja, da sind also die Alarmglocken, die dann bei uns immer so schrillen.
- 16:18Speaker 1: Ja.
- 16:19Speaker 0: Genau, was ist denn wichtiger für dich?
- 16:20Speaker 0: Was ist denn, gibt es so eine Einschätzung, dass du sagst, was ist richtig wichtiger?
- 16:24Speaker 0: Training oder Alltagstraining, sag ich mal.
- 16:27Speaker 0: Also Training, mit Training meinen wir, wie sagen wir es mit Dummy-Training?
- 16:30Speaker 0: Oder Alltag?
- 16:31Speaker 1: Für mich ist es tatsächlich so, wenn der Alltag nicht funktioniert, kann es auch in Darmintraining nicht funktionieren.
- 16:36Speaker 1: Es ist einfach so.
- 16:37Speaker 1: Und deshalb tatsächlich, obwohl es fast gleichgewichtig ist, grundsätzlich liegt der Alltag bei mir höher, weil der einfach das ganze Leben mehr bestimmt.
- 16:46Speaker 1: Also ich sage mal, wenn man es genau nimmt von diesen dreihundertfünfundsechzig Tagen im Jahr, hat man mehr Alltag als... die Dummy-Sport oder egal welche Beschäftigung, habe ich mehr Zeit mit dem Hund im Alltag als im Training.
- 16:58Speaker 1: Deshalb ist grundsätzlich der Alltag sehr viel entscheidender, weil nämlich alles, was da, ich sag mal, schiefläuft, wenn ich das jetzt mal so, also nicht so läuft, wie es eigentlich sein sollte, fällt mir sofort im Training auch auf.
- 17:10Speaker 1: Ist einfach so.
- 17:11Speaker 1: Also das merke ich immer wieder, dass egal, ob wenn ich bei mir selber das eben habe, dass ich Sachen schleifen lasse, das fällt sofort im Training auf.
- 17:18Speaker 1: Das hängt immer vom Hund natürlich auch ab.
- 17:20Speaker 1: Man hat unterschiedliche Charaktere und der eine muss da wirklich mehr, ich sag
- 17:24Speaker 0: mal...
- 17:25Speaker 1: sehr enge Grenzen gesteckt kriegen.
- 17:27Speaker 1: Mit Grenzen meine ich jetzt eben nicht.
- 17:29Speaker 1: Grenzen heißt nicht immer irgendwie, dass ich den Hund in irgendeiner Form unterdrücke oder so, sondern ihm wirklich sage, klar, keine Ahnung, er hat mir halt nicht im Weg zu liegen oder ich möchte halt nicht, dass er mir die Fote auf den Schoß legt oder er hat nicht nebenunter am Tisch zu liegen, zum Beispiel beim Essen oder so.
- 17:45Speaker 1: Es gibt ja genügend Sachen.
- 17:46Speaker 1: Oder bei uns ist zum Beispiel das Schlafzimmer Tabu, weil ich gesagt habe, ich will auf dem Laminatboden, den wir da haben, halt keine fünf Hunde laufen haben.
- 17:54Speaker 1: das wache ich dann wahrscheinlich ständig auf.
- 17:56Speaker 1: Und zweitens ist das Schlafzimmer einfach im Prinzip ein Ruhezone und da hat keiner was verloren.
- 18:00Speaker 1: Das ist für die klar, die Tür kann sogar offen stehen, die würden niemals über die Schwelle gehen.
- 18:04Speaker 1: Ich habe denen einfach klar erklärt, da war auch noch nie einer drin.
- 18:08Speaker 1: Wenn ich zum Beispiel ein Welpen habe, weil dann immer kommt, ja, aber schläft der Welpe denn nicht bei dir?
- 18:12Speaker 1: Doch, die schlafen bei mir am Bett im Kennel.
- 18:15Speaker 1: Aber es ist ganz spannend, ich trage die ja rein.
- 18:18Speaker 1: Also ich nehme die auf den Arm, weil die sind ja noch so schön klein, da kann man die ja super tragen, dann nehme ich die auf den Arm, pack die in den Kelle und geh ins Bett.
- 18:25Speaker 1: Die haben niemals eine Fote in diesen Raum gesetzt, weil ich sie halt reingetragen habe.
- 18:29Speaker 1: und dadurch haben die von Anfang an gelernt, Schlafzimmer ist tabu, das funktioniert auch, er kann trotzdem bei mir schlafen.
- 18:34Speaker 1: Und das sind halt Sachen, wo ich so sage und diese Regeln zum Beispiel von Anfang an klarstellen, ist für mich zum Beispiel auch etwas, wo ich immer sage, ich muss mir vorher überlegen, was ich möchte und was ich nicht möchte, besonders was ich nicht möchte.
- 18:48Speaker 1: Und wenn ich mir bei Sachen nicht sicher bin, das ist immer so dieses typische Ding mit dem Sofa, wo ich so sage, dann lass es am Anfang.
- 18:55Speaker 1: Dem Hund später noch zu sagen, er kann aufs Sofa, ist überhaupt gar kein Thema.
- 18:58Speaker 1: Aber wenn ich das Problem habe, dass der Hund von Anfang an als Welpe aufs Sofa darf, dann habe ich manchmal nachher die Riesendiskussion.
- 19:05Speaker 1: Und ich weiß nicht, wie der Hund nachher in der Pubertät wird.
- 19:08Speaker 1: Es kann sein, dass ich Riesendiskussionen in der Pubertät kriege, wo ich sage, die will ich gar nicht haben.
- 19:13Speaker 1: Und dann... Dann habe ich mit so was schon mal, ich sage immer so gerne, Privilegien, danke, ja, ich habe Privilegien.
- 19:20Speaker 1: Dann habe ich Privilegien für den Hund, die ich dann im Prinzip von Anfang an gar nicht erst angefangen habe, sondern ich brauche dem das Privileg gar nicht erst wegnehmen.
- 19:29Speaker 1: Und dann habe ich da keine Diskussion.
- 19:31Speaker 1: Später kann ich immer noch sagen, er darf aufs Sofa und kann es ihm beibringen.
- 19:35Speaker 1: Aber wenn ich es von Anfang an unterbinde, habe ich es immer einfacher.
- 19:38Speaker 0: Da gibt es so ein schönes Bild mit, gab es eine Studie mit Affen.
- 19:42Speaker 0: Den hat man zwei, also die glücklich, die glücklich, also man hat so sagen zwei Gruppen gehakt und hat den Glücklichkeitswert gemessen, ich weiß nicht wie, man hat den irgendwie gemessen.
- 19:51Speaker 0: Und dann hat man der einen Gruppe ein Apfel gegeben und der anderen Gruppe zwei Äpfel.
- 19:55Speaker 0: Und der mit zwei Äpfeln, den hat man dann wieder einen Apfel weggenommen.
- 19:58Speaker 0: Also beide Gruppen hatten identisch viele Äpfel.
- 20:01Speaker 0: Aber die, die vorher zwei hatten, waren total unglücklich und sehr aggressiv.
- 20:06Speaker 0: Genau, das ist das mit dem Privilegien.
- 20:08Speaker 0: Das fand ich gerade sehr schön.
- 20:10Speaker 0: etwas wegzunehmen ist ja beim menschen nicht anders ist genau gleich auch wenn dann nach alle gleich viel haben.
- 20:17Speaker 0: Wenn es weggenommen wurde der fühlt sich wesentlich schlechter und da gibt es halt gegen wehr manchmal.
- 20:22Speaker 1: Genau und deshalb finde ich es immer wichtig dass man sich darüber vorher Gedanken macht.
- 20:25Speaker 1: dass sagen ich auch immer im Training.
- 20:27Speaker 1: wenn ich irgendwas wenn die leute relativ früh bei mir ins Training kommen.
- 20:31Speaker 1: Dann bitte ich auch immer darum dass die sich da wirklich einmal Gedanken drüber machen was für sie wichtig ist was sie gerne.
- 20:37Speaker 1: Farben.
- 20:38Speaker 1: Also was ihnen wichtig ist, dass es nicht passiert und was sie halt letztendlich was ihnen egal ist.
- 20:44Speaker 1: Und dann gucke ich immer, dass ich auch versuche, mit denen da so nochmal eine klare Linie zu finden, weil das ist einfach, umso früher ich mir darüber Gedanken mache, umso weniger habe ich nachher irgendwelche Probleme, die ich in irgendeiner Form lösen muss.
- 20:56Speaker 1: Das ist einfach so.
- 20:59Speaker 0: Und da finde ich dann ja, das ist auch immer schön, da muss ich noch mal fürs Dummy-Training eine Land zu brechen.
- 21:03Speaker 0: Ich finde das ja so schön, dass beim Dummy-Training, also sagen wir mal, man würde jetzt ganz früh anfangen mit Dummy-Training, also ich fange damit halt früh an.
- 21:11Speaker 0: Der Hund kommt zu dir mit acht Wochen oder zehn Wochen oder whatever und wenn man dann Übungen macht, dass die zu deinem Alltag passen.
- 21:20Speaker 0: Also ich finde es halt immer schwierig, wenn man Übungen für einen Sport machen muss, die gegen den Alltag laufen.
- 21:27Speaker 0: Also wenn ich zum Beispiel Bellen jetzt.
- 21:31Speaker 0: Ich möchte ein Hund, der leise ist.
- 21:32Speaker 0: Ich möchte kein Hund, der an die Tür rennt und bellt oder quetscht oder irgendeinen Mist macht.
- 21:37Speaker 0: Und im Training, ich sage jetzt mal, egal welcher Sport, rein theoretisch, man braucht in diesem Training einen Bellen als Anzeige zum Beispiel.
- 21:44Speaker 0: Und wenn man das dann so forcieren muss, dann muss man sozusagen fürs Training das eine machen und im Alltag dagegen arbeiten.
- 21:52Speaker 0: Und das finde ich halt so schön am Dummy Training, dass man dann auch Übungen so gestalten kann, was wir ja auch immer wieder machen, damit die Leute keine Alltagsprobleme bekommen.
- 22:02Speaker 0: Wir wollen ja, dass sie sozusagen Friede Freude Eierkuchen von ihnen herrscht, dass das Training mit dem Alltag nämlich zusammenpasst.
- 22:11Speaker 0: Da muss man sich auch immer überlegen, was ist einem wichtiger?
- 22:15Speaker 0: Also, dass es im Alltag funktioniert oder dass es im Training funktioniert.
- 22:19Speaker 0: Und es kann bestimmt auch Situation geben, wo man sagt, nein, ich möchte, dass es im Training mehr funktioniert.
- 22:23Speaker 0: Also, ich sage mal, Polizei oder wo man auch, sag ich mal, wirklich an, wo der Hund funktionieren muss, sozusagen für eine bestimmte Geschichte.
- 22:32Speaker 0: Aber das finde ich immer wieder schön.
- 22:34Speaker 0: Da kann man mal sagen, ja, beim Dammentraining versaust du dir nichts im Alltag.
- 22:37Speaker 0: Jetzt wollte ich aber nochmal fragen.
- 22:39Speaker 0: Wenn man eine ganz platte Frage sozusagen, belohnst du mit, also wir nennen es ja mal Kekse.
- 22:44Speaker 0: Also jemand, der hier noch nicht so lange zuhört, Kekse meint alles an Art von Belohnung.
- 22:50Speaker 0: Also auch zum Beispiel Bällchen.
- 22:52Speaker 0: Es geht einfach nur darum.
- 22:53Speaker 0: Trockenfutter, Leberwurst, Käse.
- 22:56Speaker 0: Es geht einfach um eine Bestätigung.
- 22:57Speaker 0: Wir nennen das Kekse, weil es einfach kürzer ist.
- 23:00Speaker 0: Benutzt du das auch im Alltag und benutzt du es im Training oder machst du dann einen Unterschied?
- 23:06Speaker 0: Oder wie machst du das?
- 23:07Speaker 0: Und warum?
- 23:07Speaker 1: Ja, ich mache tatsächlich keine... Also große Unterschiede mache ich nicht.
- 23:11Speaker 1: Also was bei mir zum Beispiel immer mit Keksen belohnt wird, das weiß ich gar nicht, warum ich das mache.
- 23:17Speaker 1: Keine Ahnung, müsste ich nicht, wenn die Hunde angeleint werden.
- 23:20Speaker 1: Tatsächlich gibt es jedes Mal dafür Keks.
- 23:22Speaker 1: Immer.
- 23:23Speaker 1: Also egal, wie alt die Hunde sind, es gibt dafür immer alles.
- 23:26Speaker 1: Vor,
- 23:27Speaker 0: also klick, klick, klick, klick.
- 23:33Speaker 0: Ja, so mache ich es auch.
- 23:34Speaker 1: Also, weil ich die Hunde ja meistens da dranrufe, dann gibt es schon mal den ersten Keks, dann kram ich schon mal in der Tasche und holen noch einen Keks raus, dann gibt es meistens noch einen, es gibt tatsächlich öfter Masseche, dann kommt die Leine dran und dann gibt es noch mal einen Keks.
- 23:46Speaker 1: Also, das ist bei mir wirklich Usus, da gibt es bei mir egal immer.
- 23:50Speaker 1: Also, ja, tatsächlich gibt es da sogar tatsächlich beim Dummy-Training eher weniger.
- 23:55Speaker 1: weil ich da tatsächlich, wenn wir irgendwie mal in der Gruppe trainieren, leine ich den Hund vielleicht mal zwischendurch an, da gibt es dann tatsächlich keine Kekse wirklich.
- 24:03Speaker 1: Das fällt mir jetzt gerade auf, wo wir drüber sprengen.
- 24:06Speaker 1: Das ist eher ein Alltag, das Ding, wo es das immer gibt.
- 24:09Speaker 0: Ganz kurz, ganz kurz, ganz kurz.
- 24:12Speaker 0: Da fällt mir auch auf, das ist mir letztens auch aufgefallen, dass wenn man dann im Alltag spazieren geht und denkt, okay, jetzt ist ja der Wald, man nimmt die Leinen und alle Hunde kommen.
- 24:21Speaker 1: Ja.
- 24:22Speaker 0: Man muss nicht mal so dieses typische, weil ich kenne das eigentlich so sonst so immer.
- 24:25Speaker 0: Ja, wieso kommt dann dein Hund, wenn er angeleihen wird?
- 24:27Speaker 0: Der wird doch jetzt begrenzt.
- 24:29Speaker 0: Der muss doch jetzt an der Leine sein.
- 24:30Speaker 0: Warum kommt der denn zu dir, bevor du überhaupt sagst, dass er zu dir kommen soll?
- 24:34Speaker 0: Weil es schön für ihn ist.
- 24:36Speaker 0: Er ist ja schon so, okay, ich kriege einen, dann muss ich mich warten, dann kriege ich einen zweiten.
- 24:40Speaker 0: Also das ist alle, die zuhören, probiert es einfach aus.
- 24:44Speaker 0: Und wenn ihr keine Kekse machen wollt, dann eben nicht.
- 24:45Speaker 0: Aber.
- 24:46Speaker 0: Probiert's einfach mal aus.
- 24:47Speaker 0: So, jetzt schuldigung.
- 24:48Speaker 0: Ja,
- 24:48Speaker 1: alles gut.
- 24:49Speaker 1: Dabei fällt mir gerade zum Beispiel ein.
- 24:50Speaker 1: Ich sag eigentlich immer, wenn's darum geht, wie ich hab für meine Hunde, das rate ich auch immer jedem der im Training, ist nicht eine Liste, eine sogenannte Crop List zu erstellen von Belohnungen.
- 25:01Speaker 1: Und ich hab immer gern so... Um und bei sind es vier verschiedene.
- 25:05Speaker 1: Also das Top bei uns ist tatsächlich der Ball.
- 25:08Speaker 1: Wenn irgendwas so richtig, richtig gut gelaufen ist, ich erkläre das immer so gerne beim Kompfiff.
- 25:12Speaker 1: Also wenn ich zum Beispiel den Kompfiff mache auf dem Spaziergang, gerade wenn ich ihn zum Beispiel trainiere am Anfang oder auch mal wieder booster, wenn der Hund wirklich zum Beispiel aus dem Schlüffeln heraus oder jetzt als Beispiel, also hinter dem Kaninchen hinterher ist schon eher schwieriger.
- 25:27Speaker 1: gibt es auch so den einen oder anderen Hund bei uns, der das tatsächlich macht.
- 25:30Speaker 1: Wenige, die meisten würden da auch weiter hinterhergehen erstmal.
- 25:33Speaker 1: Aber jetzt als Beispiel, wenn ich einen Reiz hab, der eben sehr extrem ist und ich pfeife und der Hund dreht auf dem Absatz um und kommt, dann fliegt bei mir der Ball zwischen die Beine und dann ist bei mir wirklich Highlight in Dosen.
- 25:45Speaker 1: Wenn ich merke, der Hund muss kurz überlegen, dann gibt es bei mir halt Leckerchen, auch viele Leckerchen, alles gut, weil das ist für mich noch okay.
- 25:54Speaker 1: Wenn ich den Hund vielleicht noch mal kurz ermahnen muss, weil ich merke, er bleibt stehen, überlegt noch, dann ist es meistens so, dass ich sage, okay, komm, du kannst wieder gehen.
- 26:02Speaker 1: Das ist für mich immer so.
- 26:03Speaker 1: dieses, ne, war ganz in Ordnung.
- 26:05Speaker 1: Und wenn ich den Hund wieder einsammeln muss, und da kommt immer so das Spannende, sag ich, dann gibt's bei mir eine Strafe.
- 26:10Speaker 1: Und alle gucken mich immer ans Entsetzt an, ja, ich nehme den Hund an die Leine.
- 26:13Speaker 1: Weil das ist eine Strafe eigentlich, weil ich nehme ihm die Freiheit.
- 26:17Speaker 1: Aber trotzdem ist es eigentlich tatsächlich, wie du es gerade sagst, für unsere Hunde keine echte Strafe, weil normalerweise gibt es ja Leckerchen.
- 26:23Speaker 1: Sie empfinden das eigentlich nicht so.
- 26:26Speaker 1: Aber in diesem Kontext ist es tatsächlich so, wenn ich sie dann anleine, dann ist es für sie so, dass sie wissen, okay, gut, das war jetzt gar nicht gut.
- 26:33Speaker 1: Und dann mache ich es auch nur kurze Strecke, je nachdem.
- 26:36Speaker 1: Danach dürfen sie dann auch wieder laufen, aber es muss für mich da irgendwie eine Konsequenz kommen.
- 26:40Speaker 1: Und für mich ist halt die Strafe in Anführungsstrichen dann die Leine.
- 26:43Speaker 1: Der Freiheitsentzug und keinen Spaß mehr haben.
- 26:46Speaker 1: Das ist eigentlich für mich immer so das Boot.
- 26:48Speaker 0: Ja, ich denke auch noch mal, das ist ja auch noch mal eine Unterschied, ob man sozusagen, wenn die anderen frei laufen dürfen, weiter.
- 26:52Speaker 0: Mhm.
- 26:53Speaker 0: Und der Anderlein, also der Anderlein sein muss.
- 26:55Speaker 0: Das ist ja noch mal was anderes, als wenn alle kommen und dann online und dann geht man zusammen in der Gruppe irgendwo ins Auto oder so.
- 27:00Speaker 1: Genau.
- 27:00Speaker 1: Ja,
- 27:01Speaker 0: genau.
- 27:01Speaker 0: Ja, hatte ich auch gerade jetzt auf meinem WhatsApp-Kanal, also unserem Jagdfieber-Dummy-Training.
- 27:06Speaker 0: WhatsApp-Kanal ist ein ganz neuer, könnt ihr alle dazukommen, wenn ihr wollt?
- 27:09Speaker 1: Oh ja, der ist super.
- 27:11Speaker 0: Genau, der ist mega cool.
- 27:14Speaker 0: Da habe ich gerade auch noch mal ein Video gerade gepostet und da ging es halt auch darum, dass ich in meiner Dummyweste vorne habe.
- 27:20Speaker 0: Da ist die Leberwurst drin, dann hinter sind die etwas anderen Kekse und darunter habe ich meinen normalen Futterbeutel, wo trocken Kekse drin sind.
- 27:28Speaker 0: Und dann habe ich auf der anderen Seite die Bällchen, die Beißwurst.
- 27:34Speaker 0: Ich habe viel zu viel Kram in meiner Weste.
- 27:36Speaker 0: Aber genau diese Liste, die haben wir ja, die Idee, die du da hattest, die haben wir ja auch übernommen.
- 27:41Speaker 0: Die haben wir ja auch im Smart Basics-Kurs jetzt mit bei, damit sich da alle Teilnehmer einmal mal bewusst sind, was man denn da als Belohnung überhaupt geben kann, weil man denkt immer, ja, Keks, ja, Leberwurst oder Leischwurst.
- 27:55Speaker 0: Aber es gibt so viele verschiedene Abstufungen und auch ein... Okay, war gut.
- 28:01Speaker 0: Kopfteitschön weiter.
- 28:02Speaker 0: Genau.
- 28:03Speaker 1: Das ist für mich auch so, wo ich so sage, okay, es war jetzt nicht so das Highlight, aber es war auch nichts, was ich sage, was jetzt richtig schlecht war.
- 28:10Speaker 1: Genau.
- 28:11Speaker 0: Genau.
- 28:12Speaker 0: Und das ist wichtig.
- 28:12Speaker 0: Genau.
- 28:13Speaker 0: Okay, dann war nochmal eine Frage von mir.
- 28:15Speaker 0: Und zwar, das ist etwas, wo ich sagen muss, das sprechen wir auch aus Erfahrung.
- 28:20Speaker 0: aus unserer Community, weil wir im Team Jagdfieber, wir sind ja ganz eng auch in der Community immer eingebunden, also Effi, Petra und ich, wir sind ja in der Community jede Woche da und beraten und helfen sozusagen den Mitgliedern im Team Jagdfieber bei ihren großen und kleinen Fragen.
- 28:37Speaker 0: Und was auch da immer wieder auffällt, sind so Probleme oder Baustellen, die so auftreten im Training, die immer wieder kommen und nicht weggehen wollen, egal wie man das Training umstellt oder wie sehr man auch trainiert und so weiter.
- 28:51Speaker 0: Und kann das dann auch am Alltag liegen?
- 28:54Speaker 1: Auf jeden Fall.
- 28:55Speaker 1: Also da finde ich immer so dieses schöne Beispiel mit einspringen.
- 28:58Speaker 1: Das ist immer für mich so ein absolutes, ganz tolles Ding, mein Hund springt ständig ein, egal was ich mache.
- 29:05Speaker 1: Und da nutzt auch die Ablaufleine gar nichts.
- 29:08Speaker 1: Wenn der Hund das nicht versteht, dann ist oft für mich die Frage, ob der Hund das sitzen, so lange bis was anderes passiert, überhaupt verstanden hat.
- 29:16Speaker 1: oder beim Voran, auch dieses, der Hund springt unter der Hand schon los, bevor man den Hund voran geschickt hat.
- 29:22Speaker 1: Er ist aber gar nicht fokussiert da drauf, weil er einfach nur losläuft, weil die Hand runterkommt.
- 29:26Speaker 1: Da ist zum Beispiel auch so dieses, wo ich so sage, der Hund hat halt da zum Beispiel einfach durch eine Handbewegung, noch nicht mal unbedingt durch das Voran, durch die Voran-Handbewegung.
- 29:34Speaker 1: Das habe ich nämlich auch mal im Training gehabt.
- 29:35Speaker 1: Da war einer im Training, der hatte einen Golden, also das war ein Riesen, der war wirklich groß, dieser Hund, und war auch bestimmt seine ... war so ein Standard-Gohlen, der hat viel Speed gehabt, der hatte Spaß an der Fußarbeit.
- 29:50Speaker 1: Das war mein Traum, den Beinen zuzugucken.
- 29:52Speaker 1: Es war toll.
- 29:52Speaker 1: Ich habe noch nie einen Gohlen so, also aus der Standardlinie so gesehen, der so schön Fußarbeit gemacht hat.
- 29:57Speaker 1: Der hatte richtig Spaß daran.
- 29:59Speaker 1: Deshalb konnte man richtig sehen.
- 30:00Speaker 1: Und der Mensch halt auch.
- 30:01Speaker 1: Und der war halt sehr aktiv, so auch von seiner Art her.
- 30:05Speaker 1: Und dann standen wir auf dieser Wiese.
- 30:06Speaker 1: Das war halt eine Trainingswiese, die offiziell als Trainingswiese war, aber nicht eingezäunt.
- 30:11Speaker 1: Und dann kam da ein freilaufender Hund.
- 30:14Speaker 1: Ich weiß gar nicht mehr, was das war.
- 30:16Speaker 1: Und dann hab ich nur gesagt, weil die Hunde war noch relativ jung, hab ich gesagt, leid eure Hunde mal an.
- 30:20Speaker 1: Ich kümmere mich darum, dass ich den mal gucke, wo der Besitzer ist.
- 30:24Speaker 1: Dann kam er trotzdem an die Gruppe ran, weil die Wiese war halt groß.
- 30:28Speaker 1: Dann machte dieser Mensch mit seinem Golden eine Handbewegung und wollte ihn wegscheuchen und sagte, rau ab.
- 30:35Speaker 1: In dem Moment, wo der diese Handbewegung machte, sprang der Hund in die Leine, obwohl der total entspannt saß, nicht, weil er auf den Hund los wollte, sondern weil er dachte, er darf gehen.
- 30:45Speaker 1: mit dieser Handbewegung ins Freilaufkommando geschickt hat.
- 30:48Speaker 1: Wo ich immer sage, Bewegung ist so schnell verstanden von den Hunden und das ist ganz oft schwierig.
- 30:54Speaker 1: Und er sagte so von wegen, das war ihm noch nie aufgefallen bis zu dem Tag, dass er halt immer diese Handbewegung mit dem Freilaufkommando macht.
- 31:01Speaker 1: und dieser Hund hat nur diese Handbewegung verstanden.
- 31:03Speaker 1: Auf das Kommando hat er schon gar nicht mehr gewartet.
- 31:05Speaker 1: Und das ist auch ganz oft zum Beispiel ein Thema im Alltag.
- 31:08Speaker 1: Deshalb sage ich immer so wenig Handbewegung, also Bewegung an sich.
- 31:13Speaker 1: Dieses so wenig wie möglich, so viel wie nötig ist eigentlich immer so.
- 31:16Speaker 1: das für mich, wo ich so sage, dann einfach dranbleiben und gucken bei sich selber.
- 31:20Speaker 1: Nicht beim Hund.
- 31:21Speaker 1: Meistens sind die Fehler bei uns.
- 31:24Speaker 0: Das ist mir nicht das Schöne.
- 31:25Speaker 0: Du hattest auch ganz am Anfang einmal gesagt, dass man im Training oft sieht, wenn es im Alltag nicht so gut ist.
- 31:30Speaker 0: Also man erkennt im Training plötzlich Probleme, die man eigentlich durch den Alltag auslöst, sag ich mal.
- 31:37Speaker 0: Und das ist ja auch ganz schön, eigentlich.
- 31:39Speaker 0: Dann kann man ja auch mal sagen, okay, im Training, warum springt jetzt plötzlich ein oder auch dieses Sitz, der Hund sitzt oder man macht einen Stopp fünf oder so, dann setzt sich der Hund dahin oder bleibt stehen und dann sagt man rechts und der Hund sagt, leg mich.
- 31:54Speaker 0: Ich gehe trotzdem nach hinten oder ich gehe trotzdem nach vorne oder ich suche hier einfach auf der Stelle.
- 31:59Speaker 0: Also auch dieses Zuhören.
- 32:02Speaker 0: Das ist ja auch dieses ganz typische Alltagding, so nach dem Motto beim Alltag sagt man dem Hund das zehnmal.
- 32:09Speaker 0: Und im Dummy Training möchte man aber das ist beim ersten Mal funktioniert.
- 32:12Speaker 1: Und da
- 32:13Speaker 0: schließt sich jetzt wieder der Kreis.
- 32:15Speaker 0: Da gibt man dem Hund sozusagen im Alltag Ideen, die er gar nicht haben sollte im Training.
- 32:21Speaker 0: Und das ist dann immer schwierig, dass dem Hund dann sozusagen wieder ein bisschen abzugewöhnen.
- 32:27Speaker 0: Also wir haben zum Beispiel auch im Smart Basics eine schöne Übung gegen das Umrunden.
- 32:31Speaker 0: Und das ist eine Übung, die sollte man, wenn man die halt sozusagen früh macht oder bevor der Hund lernt, etwas zu umrunden, dann macht ihr das einfach nicht mehr.
- 32:40Speaker 0: Weil für den ist, das gehört nicht in die Welt.
- 32:42Speaker 0: In die Welt gehört rein raus, rein raus, rein raus.
- 32:45Speaker 0: Aber dafür muss man es ihm halt erst mal, also ich sage mal, dadurch sollte man es ihm im Alltag oder es im Alltag hat man ja in deren Sicht nichts umrunden.
- 32:52Speaker 0: Man sollte ihn halt nicht irgendwo abrufen, wo man weiß, dass er umrunden muss und so weiter.
- 32:56Speaker 0: Aber da kann man schöne Übungen machen, die dann sozusagen auch fürs Training dann besser funktionieren.
- 33:02Speaker 0: Man muss
- 33:02Speaker 1: nur aufpassen, wir haben tatsächlich... den einen Rüden, den wir damals hatten, der hat auch immer den, also eigentlich neben unsere Hundebank, kommt für immer den direkten Weg, den sie finden können.
- 33:12Speaker 1: Da muss man immer aufpassen, dass da nicht zu viel im Weg steht.
- 33:15Speaker 1: Und man sollte auch immer überlegen, wann man pfeift, weil das kann wirklich, in dem Fall, der war glaube ich neun Monate alt oder so.
- 33:20Speaker 1: Und er konnte das nicht sehen, weil er vorher irgendwo hoch war und das plötzlich war da wie so ein, ich weiß nicht, war glaube ich so anderthalb Meter Abhang oder zwei Meter Abhang zu dem Weg unter, wo wir waren.
- 33:31Speaker 1: Und ich hatte und er ist halt auf direkten Weg gekommen und ist halt in Anführungsstrichen mit Vollkaracho auf den Weg, wo wir waren, runtergeturzelt, weil er halt nicht gesehen hat, dass da plötzlich nicht mehr der normale Weg ist.
- 33:43Speaker 1: Und da denke ich dann auch immer wieder, ich überleg mir inzwischen immer, wann ich pfeife?
- 33:47Speaker 1: Manchmal lass ich es auch einfach mal geschehen und denk so, okay, wir warten nochmal zwei Meter, bevor ich pfeife, sonst ist der nächste Baum vielleicht im Weg oder eben irgendwie so ein Loch, keine Ahnung.
- 33:57Speaker 1: Da bin ich dann ja zwischendurch immer ein bisschen vorsichtiger.
- 34:00Speaker 0: Ja, genau.
- 34:01Speaker 0: Vor allem wenn man merkt, dass es halt so funktioniert.
- 34:03Speaker 0: Man muss dann wirklich, also man denkt ja manchmal gar nicht, dass es so gut funktioniert und dann rennt da plötzlich gegen Baum oder ähnliches.
- 34:10Speaker 0: Ja, das sind so, wie man da Luxusprobleme, die wir haben.
- 34:14Speaker 0: Aber das ist ja das Schöne, wenn man dem Hund im Alltag halt seine Grenzen zeigt.
- 34:19Speaker 0: Und zwar nicht mit Strafen,
- 34:21Speaker 0: etc.,
- 34:21Speaker 0: sondern ihm einfach erklärt.
- 34:23Speaker 0: Nein, will ich nicht.
- 34:26Speaker 0: Aber genau wie du sagst, vorher muss man klären.
- 34:29Speaker 0: was man denn überhaupt will und was nicht.
- 34:31Speaker 0: Darüber ist man sich meistens nicht so richtig im Klaren.
- 34:33Speaker 0: Man weiß immer, was man möchte.
- 34:34Speaker 0: Man möchte ein Hund, der immer funktioniert.
- 34:36Speaker 0: Ruhiges, leises, entspanntes, aber in der Arbeit schnell, auf mich hört, selbstständig ist.
- 34:43Speaker 1: Und trotzdem
- 34:44Speaker 0: auf jeden, auf jeden Pfeifton funktioniert.
- 34:47Speaker 0: Aber was will man denn nicht, das ist auch immer gerade.
- 34:50Speaker 0: Also im Alltag ist es eher dieses... Das finde ich gerade ganz spannend.
- 34:53Speaker 0: Ich habe gerade eine, ich weiß gar nicht wie man es nennt, eine Erleuchtung.
- 34:57Speaker 0: Das ist im Alltag ein bisschen anders als im Training.
- 34:59Speaker 0: Beim Training gehe ich mal von dem positiven Aussehmann nicht immer darüber nachdenken, was der Hund falsch macht, sondern was macht er denn richtig?
- 35:04Speaker 0: Und so weit kannst du es nur noch belohnen.
- 35:06Speaker 0: Und im Alltag muss man eigentlich vor allem wissen, was man nicht möchte, damit das gar nicht erst passiert, wie wir vorher ja mit den Privilegien.
- 35:15Speaker 0: Genau, besprochen haben.
- 35:16Speaker 1: Ja, und natürlich ist es auch da, finde ich, im Alltag, man sollte nicht immer nur denken, was soll der von dich, sondern man muss sich dann aber auch Gedanken machen, was darf er.
- 35:25Speaker 1: Also, weil es darf natürlich nicht nur aus diesen Verboten bestehen, aber... Es gibt halt eben die meisten Sachen, gerade im Alltag.
- 35:31Speaker 1: Ich meine, das ist ja auch unser Leben.
- 35:33Speaker 1: Es sind viele Verbote oder Sachen, die ich nicht machen darf oder nicht machen kann, je nachdem.
- 35:38Speaker 1: Und da muss ich mir halt Gedanken darüber machen.
- 35:39Speaker 1: Das finde ich immer besonders wichtig, gerade wenn man zum Beispiel eine Familie ist oder auch nur ein Partner hat, dass man sich vorher darüber Gedanken macht und vor allem auch, auch wenn die Hunde unterscheiden können.
- 35:49Speaker 1: Also das ist schon so eine Sache, immer so ein schönes Beispiel unserer allerer erste Hündin, die wir damals hatten.
- 35:55Speaker 1: wussten wir auch über viele Sachen noch nichts, aber wir wussten auf jeden Fall vom Tisch wird dieser Hund nicht gefüttert.
- 36:00Speaker 1: Die wurde auch von uns nicht vom Tisch gefüttert, aber ich hatte eine Freundin, die hat Lobby gezüchtet und alle zwei Wochen waren die bei uns.
- 36:09Speaker 1: Wir haben uns immer getroffen, abends dann zusammengesessen, haben noch ein bisschen was gegessen und sie hat fleißig diesen Hund immer vom Tisch gefüttert.
- 36:16Speaker 1: Und wenn die da war, die saß am Tisch, die sabberte wie verrückt, die hat immer was von ihr bekommen.
- 36:23Speaker 1: Und ich habe am Anfang immer gesagt, das kannst du nicht machen und unser Hund wird nicht vom Tisch gefüttert.
- 36:27Speaker 1: Aber mir fehlt dann irgendwann mal auch Monate später, wenn wir da saßen.
- 36:32Speaker 1: Die Idee ist nie gekommen, die hat bei uns nie gesessen, egal ob wir mit ihr da saßen oder eben auch alleine.
- 36:37Speaker 1: Auf diese Idee ist die nie gekommen, die wusste immer nur, bei ihr gibt es was, bei uns wäre sie nie.
- 36:42Speaker 1: die wer nie gekommen hätte bei uns gebettelt oder irgendwas.
- 36:45Speaker 1: Also die können das schon klar unterscheiden, also auch wenn man mit zwei Partnern daran arbeitet oder eben auch einer zum Beispiel nicht so richtig involviert ist in die Hundeerziehung, ist es schon so, dass die Hunde unterscheiden können, wo sie was dürfen.
- 37:00Speaker 1: Aber ich finde es natürlich immer schöner, wenn man an einen Strang zieht, gerade am Anfang, weil ansonsten ist es wirklich für den Hund, wie ich vorhin ja schon sagte, schwierig, wenn da eine sagt A und der andere sagt B, dann muss der Hund das erst mal unterscheiden können.
- 37:12Speaker 1: Und deshalb, wenn man sich da so ein bisschen einig ist, finde ich es immer zum Beispiel wichtig, dass einer am Anfang die Ausbildung wirklich super macht, also sich extrem darauf fokussiert und der andere vielleicht erst mal rauszieht, damit eben da nicht diese Probleme für den Hund entstehen.
- 37:26Speaker 1: Weil der ist einfach am Anfang noch nicht verstehter.
- 37:28Speaker 1: Später ist das egal.
- 37:29Speaker 1: Da verstehen die das schon.
- 37:31Speaker 0: Ja, genau.
- 37:33Speaker 0: Und ich habe auch gerade nochmal drüber nachgedacht, weil du meintest mit verboten und man muss auch wissen, was sie wollen.
- 37:37Speaker 0: Ich glaube, im Alltag ist es vor allem auch so, dass nach dem Motto so ein bisschen wie... Du darfst alles tun, außer es ist verboten.
- 37:45Speaker 0: Oder?
- 37:46Speaker 0: Ich überleg da drüber nach.
- 37:48Speaker 0: Es gibt doch diesen Freiheitsbegriff.
- 37:50Speaker 0: Natürlich darfst du alles machen, aber du sollst keinen anderen schädigen.
- 37:53Speaker 0: Du sollst keinen anderen schlechten Gefühle usw.
- 37:57Speaker 0: Also du darfst für dich so sein, wie du willst, aber du sollst damit die Gesellschaft nicht beeinflussen.
- 38:03Speaker 0: Also negativ und vielleicht sogar positiv, das wäre ja auch ein Hauschen.
- 38:07Speaker 0: Und ja, so nach dem Motto, weil du darfst rumlaufen, du solltest dich auf die Couch, du solltest dich in die Küche, du solltest dich ins Schlafzimmer.
- 38:13Speaker 0: Aber ansonsten darfst du dich frei bewegen.
- 38:15Speaker 0: Und das ist ja auch etwas, was Hunden wirklich hilft, diese Grenzen.
- 38:20Speaker 0: Weil sie werden ja auch ganz oft als negativ gesehen, so nach dem Motto, der Hund darf sich nicht entfalten und der darf nicht frei sein und so weiter.
- 38:26Speaker 0: Aber ich hab selber damals mit meinem ersten Hund am eigenen Leib erfahren, dass Grenzen helfen Hunden ganz, ganz wichtig.
- 38:33Speaker 0: Sie finden das toll.
- 38:35Speaker 0: Also der Standard-Hund, ich sag mal, neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun- neun-
- 39:01Speaker 1: Ja, und das ist auch immer dieses, wenn man sagt, du musst die Führung übernehmen, was ja mal so gerne auch gesagt wird.
- 39:06Speaker 1: Ich finde es immer schwierig, für die Leute zu verstehen, aber es ist halt, Führung ist eigentlich, dem Hund Sicherheit zu geben und nicht zu dominieren, sondern ihm die Sicherheit zu geben.
- 39:15Speaker 1: Ich pass auf dich auf, ich erkläre dir zur Not, auch wie unsere Welt funktioniert, weil die verstehen sie nicht.
- 39:21Speaker 1: Und es ist wirklich so.
- 39:22Speaker 1: Ich weiß gar nicht mehr, wer das war, aber irgendwo kam das mal auf.
- 39:26Speaker 1: So von wegen einem Bund wird nie selbstständig sein, sondern er ist immer auf uns angewiesen und wir müssen ihm diese Sicherheit geben, dass er diese Sicherheit von uns hat, während man zum Beispiel Kinder zur Selbstständigkeit erzieht, damit sie in unser Welt klarkommen.
- 39:39Speaker 1: Der Hund würde ohne uns, natürlich würde er klarkommen, das ist jetzt Quatsch, aber grundsätzlich ist es so, er würde mit unserer Welt nicht wirklich klarkommen ohne uns und er braucht uns eigentlich, damit er das versteht.
- 39:50Speaker 1: Und das finde ich eigentlich immer wichtig.
- 39:52Speaker 1: Und deshalb hat Führung nie was mit Unterdrückung zu tun, sondern immer nur mit Hilfe.
- 39:56Speaker 1: Also dem Hund zu unterstützen und zu helfen und dazu sein.
- 39:59Speaker 1: Besonders zum Beispiel, wir kennen das ja gerade immer wieder auch mal bei uns in der Community, wenn die Leute sagen, mein Hund ist pubertär, der ist komplett anders, der Hund hat irgendwie keine Ahnung.
- 40:09Speaker 1: Plötzlich Unsicherheiten bei irgendwelchen Geschichten.
- 40:12Speaker 1: Wenn die wissen, sie sind bei uns sicher, dann haben sie es leichter in dieser Pubertätsphase, wo sich sämtliche Synapsen neu bilden und die erst mal selber... wieder mit sich klarkommen müssen, dann haben die bei uns diese Sicherheit, damit wir ihnen sagen können, wir sind da, wir sind der Fels in der Brandung, wir helfen dir.
- 40:27Speaker 1: Und da geht es nicht um Unterdrückung, auch wenn man mal von Führung spricht, es ist einfach nur eine Sicherheit und eine Hilfe.
- 40:33Speaker 1: Mehr ist es eigentlich nicht.
- 40:34Speaker 1: Das finde ich immer so wichtig.
- 40:37Speaker 0: Ja, und gerade in diesen pubertären Zeiten nichts ändern.
- 40:40Speaker 0: weil man denkt immer, jetzt muss ich es anders machen, weil der Hund funktioniert ja nicht mehr.
- 40:45Speaker 0: Aber dann macht man es schlimmer, weil der Hund ist unsicher, weil er gerade einfach austestet, auch seinen Körper sagt ihm, ich muss weg.
- 40:51Speaker 0: Ich muss alle finden, die da möglich sind.
- 40:54Speaker 0: Ich muss forschen, ich muss weg von der Bude hier, alles lame.
- 40:59Speaker 0: Und wenn man dann auch sozusagen, ist es wie, als wenn man ein Teenager ist und dann umzieht.
- 41:04Speaker 0: Genau.
- 41:05Speaker 0: Dann ist man hier noch total.
- 41:06Speaker 0: Erst mal ist man so Teenager und zweitens ist man aus seiner Umgebung raus und seine Familie und alles ist neu und deswegen dann durchhalten.
- 41:15Speaker 0: Ganz wichtig, es kommt alles wieder.
- 41:17Speaker 0: Das Hören notiert sich wieder und dann wird alles gut, aber man muss durchhalten und nicht viel ändern, sondern eher vor allem Back to the Roots, eher vielleicht mehr Alltag, weniger Training machen und dadurch dann da durchkommen und dann kann man dann ja wieder starten.
- 41:32Speaker 0: Richtig.
- 41:35Speaker 0: Ja, Petra, vielen, vielen Dank.
- 41:37Speaker 0: Das war sehr spannend, hat mir sehr, sehr gut gefallen.
- 41:40Speaker 0: Wir sehen uns wieder bald.
- 41:41Speaker 1: Genau.
- 41:43Speaker 0: Wenn wir wieder die Aufgaben diskutieren und besprechen und unsere Community pflegen, dann wünsche ich dir noch einen wunderschönen Tag.
- 41:51Speaker 1: Danke.
- 41:52Speaker 0: Bis zum nächsten Mal.
- 41:53Speaker 0: Bis
- 41:53Speaker 1: zum nächsten
- 41:53Speaker 0: Mal.
- 41:53Speaker 0: Genau.
- 41:55Speaker 1: Tschüss.
- 41:55Speaker 0: Und schon ist das Interview auch schon wieder zu Ende.
- 41:58Speaker 0: Und mir hat es sehr gut gefallen.
- 42:00Speaker 0: Ich hoffe, du fandest es auch spannend und konntest ein paar Punkte für dich mitnehmen, dass vielleicht ein Alltag besser läuft oder dass du auch vielleicht mal in dein Training schaust, wo Baustellen sind und mal guckst, vielleicht hat das auch irgendwo im Alltag seinen Ursprung, weil du es da anders machst als im Training und dann versucht das mal in Einklang zu bringen und dann wird das wahrscheinlich sich recht schnell lösen.
- 42:24Speaker 0: Und natürlich gibt es auch wieder eine Trainingsaufgabe für alle, die in der Trainingsgruppe Jagdfieber sind, unserem Newsletter.
- 42:31Speaker 0: Und zwar wird Petra uns eine Aufgabe zur Verfügung stellen.
- 42:34Speaker 0: Das heißt, sie denkt sich eine aus und dann gibt es natürlich wieder die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.
- 42:39Speaker 0: Das heißt, wir machen eine Aufgabe, aber wir gestalten sie so, dass sie für Anfänger und auch für Fortgeschrittene sehr gut lösbar ist und das heißt, dass jeder, was mit dieser Aufgabe anfangen kann.
- 42:49Speaker 0: Und wenn du in die Trainingsgruppe möchtest, dann kannst du dich einfach anmelden, ganz kostenfrei unter.
- 43:00Speaker 0: Ansonsten wünsche ich dir noch einen wunderschönen Tag und bis dahin, wir hören voneinander.
- 43:05Speaker 0: Tschüss!