Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / High Society, Schlagzeilen & Kritik – Reto Hanselmann spricht Klartext
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- 0:00Mein heutiger Gast ist einer der schillerndsten Persönlichkeiten in der Schweizer Society-Szene. Er ist Eventveranstalter, Netzwerker, Unternehmer und einer, der genau weiss, wie man die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und sie steuert. Er bewegt sich zwischen Glamour, Society und Unternehmertum. Doch wer ist Reto Hanslmann wirklich?
- 0:25Hinter Blitzlicht, rotem Teppich und der High Society der Schweiz. Heute sprechen wir über Sichtbarkeit, Ego, Kritik und richtigem Business. Und was es wirklich kostet, im Rampenlicht zu stehen. Aber jetzt zuerst Intro ab. Ah, herrlich. Ah, siehst du, das ist ja gut. Super Party. Aber dort gibt es keine Deko. Du hast den Red Carpet bei Heidi, Heidi legt 500 Leute in ihren Hocker.
- 0:55Ich habe eine Homeparty gemacht, die eigentlich von DECO finanziert wurde. DECO war komplett von Universal Studios Los Angeles. Ich habe das alles produzieren lassen. Du siehst dahinter eine Geschichte, die du vielleicht gar nicht so weit studiert hast. Und du denkst dir manchmal, oh, da hätte ich nie gedacht, dass das so spannend sein könnte. Glamour oder echte Ruhe? Echte Ruhe.
- 1:17Hätte ich früher nicht gesagt. Hättest du früher nicht gesagt, ja. Ich schwöre es dir. Ich bin ab Mittwoch immer an die Red Carpets. Und wenn ich nicht dabei war, habe ich gedacht, wenn die Leute sehen, dass ich nicht dabei bin, dann bin ich gerade nichts mehr. Und das war mir so wichtig. So.
- 1:35Mein lieber Reto. Kevin. Schön, dass es geklappt hat. Danke, dass ich bei dir sein darf, im wunderbaren Glatzenter. Wirklich wunderbares Glatzenter. Das ist für mich schon fast heimisch. Ich gehe ja nur da posten. Ich wohne ja in der Region Hönck-Wipking. Für mich ist es eigentlich, seit Kind auf, eigentlich das Glatz so...
- 1:53Das ist eine recht enge Verbindung mit dem Gott, nicht? Ja, so ein bisschen. Ich sage jetzt mal so, meine Ziehen, Eltern, in Anführungs- und Schlusszeichen, haben etwas mit dem Gott-Center zu tun. Ich glaube, der eine hat den Patron vom Gott. Er ist für mich ein sehr wichtiger Mensch und auch ein sehr führender Mensch durchs Leben. Ein begleitender Mensch, der mich...
- 2:19viel Gutes getan hat und ich auch viel lernen durfte. Was heisst denn «Ziehvater»? Du hast «Ziehvater» gesagt. Ich hatte einen Vater, der ist gestorben. Ich kenne ihn seit Jahren. Ich sage immer «Ziehvater». Der Sohn kommt am Sonntag nach Hause, das ist obligat, dass ich am Sonntagabend
- 2:37Ich habe bei ihnen gegessen. Dann gibt es noch zwei Schwestern. Ich habe eine sehr schöne Familie, die ich auf der einen Seite nicht habe. Das geniesse ich sehr, dass man das so zelebriert. Dass es so strukturisch ist, dass ich jeden Sonntagabend, egal ob ich im Ausgangs- oder im Abgestürz bin, Sonntagabend ist ein Muss, dass ich dort atrein. Familie ist für dich wichtig?
- 3:01Sehr wichtig. Die Familie weiss, wie man wirklich ist. Man verkauft ja, egal in welchem Job, permanent etwas. Ob das auf der Bank oder sonst im Verkauf ist. Oder in meinem Job, wo natürlich viel Medienpräsenz da ist. Da repräsentiert man etwas.
- 3:21Aber bei der Familie musst du nichts spielen, du darfst so sein wie du bist. Sie kennen dich auch genau, wenn es gespielt ist. Und ich finde auch sehr viel Kritik natürlich. Ich will es auch sagen. Das ist super, weil das merke ich schon. Viele sagen mir «Wow, was du machst ist alles so super, deine ganzen Events und alles drum und dran.» Aber da komme ich auch gegenüber, dass ich...
- 3:44Dass man sagt, das finde ich nicht cool. Das Interview fand ich peinlich. Warum hast du das gemacht? Warum hast du überhaupt etwas dazu gesagt? Das finde ich sehr wichtig. Das belebt mich in meinem Leben. Und lernt. Und vielleicht auch bestimmte Punkte zum Nachdenken anregen.
- 4:02In meinen Podcasts gehe ich gerne ein bisschen «back in time» und du hast gesagt, dein Vater ist gestorben, früh gestorben. Ja, also ich war 18 Jahre alt. Also ich muss sagen, mein Vater ist jetzt in meinem Alter gestorben. Etwa plus minus. Zusammengefallen und hier gewesen, so ein Sekundenschlag. Und das ist auch ein Teil in meinem Leben, was er die letzten Jahre mit mir gemacht hat.
- 4:26dass ich ängstlicher geworden bin mit mir selber gesundheitlich. Auch wenn nichts ist, habe ich mir wie eine Hypochondrie angeeignet, dass ich immer unsicher bin. Ich nehme an, dass ich das nie richtig verdaut hatte in der Jugendzeit, in der der Vater so früh stirbt. Man wusste damals nur, dass er zusammengefallen ist und da war. Aber er hatte nicht einen langen, leidenden Weg, wo man sagen musste, er hätte es ...
- 4:53Krebs oder sonstige Krankheiten. Und man hat das begleitet. Es ist wirklich heute auf morgen abrupt zusammengefallen. Am Morgen im Badezimmer. Es gab keine Vorzeige? Gar nichts. Und das ist etwas, was ich merke. Jetzt bin ich ja 44. So mit 40...
- 5:10Mein Unterbewusstsein hat irgendwie etwas mit mir gemacht, dass ich unsicher werde, dass ich vielleicht mehr Check-Ups machen werde. Man sagt ja ab 50 musst du mal die Darmspiegelung, die Magenspiegelung, Prostatak kontrollieren, Todessekt kontrollieren. Solche Sachen und ich habe alles schon hinter mir, weil ich in dieser Zeit, in der ich dann selber unsicher geworden bin, nicht verstanden habe, warum. Mir ist jetzt bewusst, ich setze mich recht mit mir auseinander, auch psychologisch,
- 5:36und auch therapeutisch, dass ich natürlich aufgefunden habe, ich bin sensibler auf meinen Körper eingestellt. Was hat das mit einem 18-jährigen Reto zu tun, der seinen Vater verliert?
- 5:50Ich muss sagen, mein Bruder hat es mehr getroffen. Wie alt ist dein Bruder? Der ist drei Jahre jünger. Damals war ich schon 15 Jahre alt. 15, um das herum. Mich hat es mega getroffen. Aber ich habe das Gefühl, ich könnte besser damit umgehen. Ich kann es besser handeln. Und ich glaube eher, dass ich der härtere, besser gesagt nicht der härtere, aber der stabilere von der Familie sein wollte. Und ich glaube, durch das gehe ich richtig
- 6:18verarbeitet haben. Vergessen kann man es ja nicht. Man kann es auf die Zeit schieben. Genau. Wie gesagt, Sachen kannst du auf die Zeit schieben. Was ich gelernt habe, irgendwann hält es dich ein. Mit Ausbrüchen oder Triggerpoints, bei denen du nicht weisst, warum. Und das meistens, wenn Angstzustände kommen.
- 6:39Man hört immer mehr, dass Menschen Angstzustände haben und nicht verwöhnt, dass diese Aufarbeitung sehr wichtig ist. Das Verständnis ist, dass wenn ein Angstschub kommt, eine Unsicherheit kommt, dass man versteht, von wo kommt sie. Dass sie nicht von der Hintertür kommt, sondern von der Vordertür. Und du weisst, jetzt kommt sie aus diesen und diesen Gründen und dann kannst du viel besser mit der Situation umgehen.
- 6:59Ich glaube die Institution ist immer anders und verschieden. Jeder Mensch verarbeitet das anders. Ich habe meinen Vater auch sehr früh verloren, mit 24. Ich bin später als du. Ich habe auch noch einen jüngeren Bruder, der ist acht Jahre jünger als ich und eine ältere Schwester. Und ich habe bei mir immer so...
- 7:17Ich hatte eine sehr starke Verantwortung gespürt. Dass ich seine Rolle übernehmen musste, was ja nicht geht. Das ist unmöglich. Das geht ja nicht. Unmöglich. Darum kam die Frage, was das bei dir herausgelöst hat. Das hat mich dann eingeholt. Und dann hat sich das geäussert, dass ich jetzt...
- 7:37immer näher zu dem Alter heranrutschen, das passiert ist, dass es irgendwie Unterbewusstsein mich verunsichert hat in meinem Leben. Ja. Und... Ja, aber eben, ich kenne mich sehr gut, also ich schäme mich für nichts, ich setze mich auch mit dem Thema auseinander, rede mit vielen Freunden, die sagen, hey, geh mal zu dieser Therapeutin oder, oder, oder. Also ich bin sehr offen für solche Geschichten.
- 7:58Ich habe das gemacht, am Anfang zwei Mal, wo es auch cool war, und dann einmal pro Woche. Psychiaterisch. Nicht zu einem Psychologen, sondern zu einem Psychiater, der... Entschuldigung, da musst du aufpassen, das haben alle studiert. Der ist ein Arzt, ein psychiatrischer Arzt. Er hat mir am Anfang ein Schlafmittel verschrieben.
- 8:23dass ich auch ohne Ängste ins Bett gehen konnte, mittlerweile unter dem Depressivum. Nach einem Jahr konnte ich absetzen, ich hatte eine ganz schwache Dosis und musste es nicht ausschleichen. Es war etwas, das du nehmen konntest, wenn du es brauchst, damit das Gehirn sich wieder sammelt und wieder in Balance kommt.
- 8:43Und ja, ich habe jetzt andere Möglichkeiten gefunden, wie ich mir helfen kann. Was ich aber immer noch mache zum Schlafen, ich wurde dann wirklich halb süchtig von diesen Schlaftabletten, weil es so ein geiles Feeling ist, wenn du das nimmst. Wow, das ist wie eine Schiebe. Ein geiles Feeling? Ja, sehr geil. Und dann sagt mir jemand, die Ärztin, «Schau Hanslmann, ich verschreibe Ihnen das nicht mehr, Sie sind süchtig.» Ui, Sucht ist für mich auch ein ganz schlimmes Thema. Wenn jemand sagt, ich bin süchtig, dann höre ich gleich von alleine auf. Da habe ich mega Respekt.
- 9:10Ich habe Drogen konsumiert, aber das ist ein anderes Thema. Und... Ja, ich habe es jetzt mit Melatonin. Also ich muss oder nehme es. Ob ich es müsste, kann ich dir jetzt nicht sagen. Ich nehme am Abend einfach ein Milligramm. Das ist wirklich nicht sehr... Überdings nicht, aber das nehme ich. Das kann ich einfach entspannter machen. Ein Gramm? Ist das alles ein Milligramm?
- 9:30Bis 5 Milligramm. Ah, es sind 5 Milligramm. Ah, stimmt. Sehr schwach. Es ist nicht 0,1 Schwächstunde, 1 Milligramm ist 50. Und das hilft dir? Super. Ich sage es an meinen Herz, wenn es dir etwas bringt, dann nimm es. Mich geliest aber schon wieder Studien, dass anscheinend Melatonin Herzinfarkt auslöst. Das ist für mich wieder so «Oh mein Gott, scheisse!»
- 9:59Aber nein, damit lebe ich sehr gut und sonst lebe ich auf sehr bewusst. Aber ich wollte einfach sagen, du lebst nicht nur sehr bewusst, sondern du schaust auch extrem auf deine Gesundheit. Du informierst dich, du schaust, dass es dir gesund geht. Ich meine, man muss sagen, du siehst super gut aus, du bist gut gebaut, du sportest. Ich könnte etwas mehr machen.
- 10:16Ich hatte jahrelang Personal Training. Am Montag bis Freitag im Personal Trainer. Dann wurde ich sehr krank. Ich hatte zwei Lungenentzündungen letztes Jahr. Dann habe ich noch eine Blasenentzündung dazu in diesem Jahr bekommen. Und dann noch Prostatitis. Das heisst, wenn die Bakterien noch weiter zu der Prostatitis gehen, dann nisten sie sich ein. Da konnte ich wirklich ein Jahr nicht Sport machen. Das war für mich Horror. Ich weiss nicht, ob du auch sportlich unterwegs bist. Nein, wenn ich eine Woche nicht gehen kann, bin ich frei.
- 10:46Ich war letztes Jahr nur unter Antibiotika. Ich verstehe nicht, warum. Auf einmal habe ich eine Immunschwäche, damit ich nichts mehr vertrage. Aber es war einfach so. Seitdem war ich nicht mehr krank. Ich hatte aber 6-7 Antibiotika-Kuren. Du solltest nicht trainieren, dann gehst du in ein Zeug.
- 11:06Ich nehme mir eine kleine Anzahl an, das ist ein Thron. Ich bin kein Bodybuilder, wie man sieht. Ich habe eine normale Figur. Das ist schon sehr humble. Du bist schon trainiert. Nein, wenn ich den anderen im Gym schaue, dann bin ich ein Lauch dagegen.
- 11:26Weisst du nicht, was die drin haben? Ja gut, das ist immer die Frage. Ich habe ja auch drin, aber für mich, warum ich den Astronomen habe, hat eindeutig mit dem zu tun, dass ich zu wenig produziert habe. Ab 40. Und das hat man dann gemerkt, bei Stimmungsschwankungen, Depressionen, die ich zusätzlich bekommen habe, wird garantiert ein Zusammenhang haben mit diesen Angstzuständen, die ich so empfiehlt habe. Cortisol. Du bist ja dann so...
- 11:52Emotional offen, dass du alles an dich hinstellst und nicht mehr rational zumachen kannst. Das Anabolika, das Testosteron, hat mir wirklich geholfen, das abzugrenzen und zu sagen, «Hey, ich kann besser damit umgehen, du nimmst eine Therapie.» Wenn ich gar nicht Therapie mit einem Testosteron angefangen hätte, hätte ich das auch nie bekommen, diese Angstzustände.
- 12:11Das ging ja gerade durch die Medien mit dem Testosteron. Ja, weil wir nicht aufgeklärt sind. Wir sind nicht aufgeklärt. Das Geile ist, dass du den Satz hörst, ich bin recht medizinisch tough, «Ja weisst du, ich habe so dicke Eier, ich muss in dem alleine.» Dann schaue ich dir an und finde so dicke Eier. Weisst du, wo dieser Saft überhaupt rauskommt?
- 12:29Der kommt nicht von den Hoden heraus, sondern von der Brust. Viele meinen ja auch, dass die Spermien herauskommen. Die Spermien kommen schon von den Hoden. Aber der Rest, alles was sonst ist, ist auch so etwas mit der Männlichkeit. Das ist der Rohn. Wir sind starke Männer. Bei uns fällt das nicht oben runter. Wir haben bis 70 Jahre, das ist super. Wir sind die Heroes und die Hengsten.
- 12:50Es ist nicht die Realität. Viele wissen es aber auch gar nicht. Die leben oft damit, dass sie auf einmal etwas weicher werden. Es ist ja schön, weicher zu werden, aber ich sage jetzt mal, dass sie nicht mehr zielorientiert sind und, und, und. Sie wissen nicht, dass wir mit solchen Sachen nachhelfen können, indem man es kontrolliert, wie man einen Arzt macht. Und das ist wirklich durchdäckig. Das ist wirklich so, dass auch RTL mir angerufen hat, «Toretto, können wir ein Interview über das machen für Deutschland?»
- 13:17der Frauen mit der Menopause und und und, Wechseljahr, ist völlig normal. Beim Mann heisst es Andropause. Ja, genau. Und es ist eigentlich nichts anderes, als dass auch praktisch das Gleiche, dass unsere Hormone nicht mehr richtig gleich funktionieren.
- 13:35...einfach viel weniger produziert. Und mir, als ich angefangen habe, die Zielorientierung wieder. Ich bin so zielorientiert durchs Leben. Ich hatte wieder Ziele. Ziele, die ich in meinem Leben noch annehmen wollte. Was ich alles noch erreichen wollte. Dich nicht abdrängen lassen vom Weg. Also wirklich den Weg zu verfolgen. Das hatte ich die Jahre nicht mehr so. Ich habe gedacht, es läuft, ist okay. Aber alles andere, dass ich aus der Komfortzone ausgetreten bin, nochmal etwas Neues probieren wollte, das ist gar nicht mehr verstanden.
- 14:03Wie kannst du das testen lassen? Es gibt Ärzte, die sind spezifische Hormone. Das ist auch das Problem, dass wir nicht mal aufgeklärt sind. Wenn du zum Arzt gehst und ein Blutbild machst, dann wird dein Eisenmangel oder dein Eisenblablablabla dein komplettes Ding, aber das Testosteron,
- 14:22bekommst du nicht einfach so, dass man die im Blut ... Und das finde ich mega wichtig. Hast du einen zu tiefen Testosteronwert, ist die Frage, in einem bestimmten Alter, will man etwas machen. Es gibt ganz viele, wie meine Ärztin sagt, wie viele junge Männer mit Erektionsstörungen schon zu ihr kommen. Ob das psychisch ist? Kann psychisch sein, aber dann ist die Frage, hat die Psyche auch mit dem Testosteron etwas zu tun? Wenn es dir nicht gut geht oder wenn du viel im Down bist oder viele Depressionen, Unzufriedenheiten hast, warum testet man nicht das Testosteron einmal beim ...
- 14:51bei dir selbst. Und entscheidet sich dann, will man eine Kur machen oder besser gesagt, will man sie unterstützen. Genau bis du den Peak, den du brauchst, bekommst. Wisst du, was die Anzeichen sind von zu tiefem Dextron? Also dort war es bei mir ganz schlimm. Dann kam ich in ein extremes Loch. Und was ich konnte, war Schlaf in der Nacht. Ich habe nicht mehr richtig gut geschlafen. Also nicht durchschlafen können? Nicht durchschlafen. Einschlafen ging ja, aber dann bin ich um 2 Uhr erwacht.
- 15:19Ich bin um 8 Uhr, habe den Kopf und die Tennis-Serie wurde schlimmer. Die Erektion am Morgen, was ganz normal ist, ist ja auch ein medizinisches Zeichen. Das hat ja nichts mit der Erektion zu tun. Man hätte ja sagen können, am Morgen sei man richtig geil. Ja, das kann ja sein. Aber die Erektion ist nicht von dort. Das hat mit dem ganzen Körper zu tun, dass er die Erektion dem Körper so zeigen muss. Wenn das nicht mehr ist, ist etwas nicht gut. Wenn es längere Zeit so ist. Bei mir hat sich das auch nicht immer aber dazu gezeigt.
- 15:49Und diese Unzufriedenheit, ich war eine absolute Leere. Eines Tages stand ich morgens auf und schaute auf die Stadt. Und ich fand so, an was hast du für dein Leben noch Freude? Ich hatte nichts mehr Freude. Und dann habe ich wirklich verschiedene Freunde angerufen, die sich auskennen. Und unter anderem auch eine liebe Freundin, die Tanuka Zgraggen. Sie ist spezialisiert auf unter anderem das ganze Langleben, Langelebigkeitsthema.
- 16:13Biohacking und auch Hormonsachen an sich. Und dann sagte sie zu Reto, komm mal vorbei, ich habe eine Idee. Was könnte es sein? Dann hat sie das Blut genommen und hat sich angerufen und gesagt, Reto, der ist sehr tief unten. Und dann beginnt es schon an, Männlichkeit.
- 16:31Hast du das mit dir... Was heisst das bitte? Shit, bin ich jetzt für männlich geworden? ... und wüsstet das nicht und lebt damit einfach das Leben lang. Wüsstet das aber nicht, sind nicht aufgeklärt. Alles andere ist mir aufgeklärt, aber über das ist mir nicht aufgeklärt. Wo du damit lebst und du hast es entdeckt und es gibt Möglichkeiten, dass dein Leben wieder Lebensqualität bekommt, die Lebensfreude wieder zurück ist und man etwas machen kann.
- 16:54In diesem Moment, ja, es hat mich ehrlich gesagt... In der Sexualität habe ich es lustig nicht sehr stark gemerkt. Also, dass dort jetzt Männlichkeit oder irgendwie etwas... Das habe ich ehrlich gesagt nicht so erlebt. Aber...
- 17:09Für mich war der Punkt, dass ich alt werde. Das war ein schlimmer Punkt. Diese Sachen mit 20 oder 30 Jahren hast du nicht. Du studierst noch lange, das Leben ist unendlich. Es gibt nie einen Schluss. Dann beginnst du das Leben zu nachdenken oder zu reflektieren. Ich sage, das ist auch eine Midlife-Crisis. Eine Midlife-Crisis ist für mich nichts anderes, als im Leben angekommen zu sein und schon alles gesehen zu haben. Und zu wissen, dass das Leben jetzt nicht mehr unendlich ist. Dass es vielleicht noch 20 Jahre dauert, vielleicht 30 Jahre.
- 17:39Und dann ist es vorbei. Und das war für mich eher der Punkt, wo ich dachte, es passiert etwas. Ich war noch nie im Spital, weil ich etwas hatte. Ich war schon im Spital wegen Schönheitsoperationen. Oder Angleichungen von Gesichtsteilen. Angleichungen von Gesichtsteilen? Oder ich war nie im Spital, weil es etwas Gesundheitliches war. Ich habe keinen Asthma oder Allergien. Aber dort habe ich gemerkt, oh oh, jetzt passiert etwas.
- 18:07Eher das war das Problem. Das ist schon mega spannend. Vor allem, dass man es überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Nur, wir wissen es nicht. Es wird auch nur immer mit Bodybuilding verwendet. Das Dronen ist eigentlich schlecht. Es ist ein Dopingmittel, das all diese Fetzen nimmt. Das ist eigentlich das, was du selbst produzierst.
- 18:34Ab 25% verlierst du an Testosteron pro Jahr. Das ist jedem so. Es gibt auch solche, die können es vielleicht länger halten. Ein gesunder Lifestyle macht sicher auch noch viel aus. Oder einfach vererblich. Das weiss ich auch nicht. Aber dass es bei jedem runter geht, ist ganz klar. Ich muss sagen, ich bin vorhin ein wenig erschrocken.
- 18:59als wir das Gespräch hatten, wo du dein Alter gesagt hast. Ich hätte es nicht gedacht. Ich hätte dich locker, locker, locker
- 19:095-7 Jahre eingeschätzt. Danke. At least. Das ist ja Dr. Köhler, mein Arzt. Der Arme sieht. Ich habe eigentlich schon gesagt, mein Facelift ist schon mal vorreserviert. Also nicht ein krasses Facelift, sondern ein Minifacelift. So ein Spanjah, ab 50, 5 Jahre, kannst du dann vorbeikommen. Dann sage ich, okay, vielleicht auch etwas früher. Nein, ich merke es natürlich auch. Also alt werden. Ich glaube...
- 19:33Da ich jetzt schwul bin, ist es das eine mit dem anderen nichts. Früher war ein Mann ein Mann. Ein Mann hätte alt werden dürfen, Rumpeln haben dürfen. Wenn die Haare ausgefallen sind, sind die Haare ausgefallen. Das hat sich schon etwas verändert. Nicht nur in der schwulen Szene, sondern auch in der hetero Szene. Wenn der Mann schaut, welche Kosmetik er nimmt. Er ist eher offen. Vielleicht durch die Freundin. «Das sollte ich nicht mehr Pottox-Spritzen.» Die Haare fallen leicht aus auf der Seite. Das äckert alle Hetero-Männer gerne. In der Türkei. In der Türkei, genau. Wenn sie es nicht in der Schweiz machen wollen und es doppelt zahlen wollen.
- 20:02Das hat sich geändert. Der Mann muss immer der Mann sein, der heimkommt und stinken darf. Weisst du, wie man die Männlichkeit repräsentiert. Das finde ich einen schönen Aspekt. Man ist offener geworden, dem Mann gibt es keine Mühe, dass er gepflegt kommt. Bei mir als Gay hat das schon sehr früh angefangen, als ich das gefunden habe. Ich hatte ein Schönheitsideal, aber ich muss sagen,
- 20:27Ich war ein sehr übergewichtiges Kind. Bei der Schule auch nicht. Die Kinder sind die Gemeinsamkeit untereinander. Auch wenn sie heute erwachsen sind und zu mir kommen, dann ist es ein Verleih. Das ist etwas völlig Normales. Die Kinder sind halt ...
- 20:44Dann kann man schnell ins Mobbing gehen, dass man jemanden auf dem Kicker hat und dann fertig macht wegen der Körperform. Von daher habe ich schon danach mit mir getragen, dass ich ja niemanden festziehen will. Alles dafür machen, dass ich nicht mehr fest bin. Und eine Perfektion für mich in den Augen gefasst habe. Ich habe nicht den Typ Mann, den ich so ausziehen will.
- 21:09Ich möchte einfach optimieren. Auch dann gefällt mir das noch nicht. Das ist etwas schlimmer. Ich kann mich viel Blut im Spiegel nicht anschauen. Wirklich? Das ist der Schaden. Ich schaue mich im Gesicht an, mache mich bereit, wenn ich rausgehe, und finde, es sieht gut aus mit den Kleidern.
- 21:28Aber da habe ich immer noch einen Schaden davontragen, dass ich dieses Übergewicht immer noch wahrnehme. Irgendwo im Hinter... Ja, und ich schaue und finde, wach, dieser Körper, den ich irgendwie mit mir trage. Wann hast du das erste Mal etwas gemacht? Mit zwei...ja, das war etwa mit... Warte, das erste war Botox, etwa mit 20, das ist schon 24 Jahre her.
- 21:52Dann habe ich meine Nase angepasst lassen. Deswegen angepasst. Eine Formel würde ich nie mehr machen. Ich finde Männer mit einer schönen Nase... Also, die markante Nase ist schön. Das letzte Mal fand ich schon mal die Nase verschissen. Da hatte ich einen Puck und den habe ich angepasst lassen. Hast du eine griechische Nase gehabt? Nein, nicht ganz eine griechische. Aber ich finde griechische Nasen schön. Ein Puck, der mir gefallen hat. Den anderen hätte ich das gar nicht gemerkt. Mir hat das nicht gefallen. Das war zu wenig perfekt.
- 22:22Ich habe so viel schon gemacht. Dann hat man irgendwann den Kiefer angepasst, die Jarline, damit es männlicher wirkt. Was heisst das, Jarline anpassen? Was macht man dann dort?
- 22:38Gut, es gibt verschiedene Methoden, wie du es heutzutage machst. Sie spritzen es einfach unter mit einem Dinger. Mit dem Hyaluron? Aber sie haben mir dann unten alles abgesaugt. Sie saugen es rein, dann gehen sie mit einer Kanüle hinein. Und sie saugen es raus und verkleben es dann mit einem Laser. Damit du die markanten Dinge bekommst. Meistens habe ich das Gesicht, das du hier nicht siehst. Ah, das ist wirklich so. Ründlich. Aber eher keine Konturen. Und das habe ich nicht wollen. Das wurde natürlich dann angepasst.
- 23:05Und logisch, ich habe auch Fillers drin und so, Licht. Ich würde sonst die Lippe nicht fillern, das wäre schlimm. Da geht man auch wieder zurück, die Frauen hören langsam wieder auf mit den Schlauchbooten. Was ich super finde. Finde ich super. Es gibt viele andere Methoden, die schöner sind.
- 23:21Dann habe ich die Laufhänsel fett abgesaugt. Natürlich musst du dir vorstellen, wenn du sie abnimmst, dann hast du die Dinger auf der Seite schön abgenommen. Dann aber den gleichen so zwei... Die hast du abgesaugt? Ja, die habe ich abgesaugt. Dann habe ich Arschunterspritze gehabt. Ich bin ja schwul. Mal schauen, dass ich das Viertelgeilige, was hier vorbleibt.
- 23:39Entschuldigung, da gibt es auch die, die zuhören und denken, das sei nicht der Ernst. Nein, ich bin einfach, wo ich jetzt eher entspannter bin. Alt werden hat nicht nur Schlechtes, es hat auch mehr Klarheit und Struktur in deinem Leben. Also du schaust und hinterfragst viel mehr als an und an zum Mal. Da wollte ich einfach alles machen.
- 23:56Und so wurde ich extrem bekannt in der Schweiz. Ich war der Einzige in der Schweiz, früher hatte ich den Ruf der «It-Boy» der Schweiz. Genau. Und dort war es so, dass ich mit dem profitiert habe, weil ich der einzige Mann war,
- 24:13die sich an und zu öffentlich dargestellt hat, als operierte Person. Bei Frauen ist es eher so, die Frau macht den Busen, die Frau macht das. Aber beim Mann war es eher etwas Abnormales. Und das hat mir einen Grundsatz, wo viele meiner Freunde gesagt haben, warum machst du das, warum musst du das erzählen? Da habe ich gesagt, ja, du am Schluss, wenn ich davon profitieren kann. Und jetzt bin ich Veranstalter und kann extrem mit den Medien profitieren.
- 24:36Du bist Veranstalter. Deine Partys sind schweizweit massiv bekannt. Vor allem deine Halloween-Party. Wann hast du die erste gemacht? Wie bist du auf die Idee gekommen? Das war ja nicht meine Idee. Zwei Freundinnen haben in Wibkingen gewohnt. Ich hatte das Haus in Zolliken.
- 24:57Sie wollten eine Homeparty machen bei ihnen zuhause in einer 3,5 Zimmer Wohnung. Ich fragte sie, warum sie diese Halloween Party nicht bei mir im Haus machen. Da war genug Platz. Sie sagten, die Halloween-Stadt sei in der Schweiz nicht bekannt gewesen. Dass da nicht Kinder auf die Strasse sind, um zu lüften und zu jüsten. Ich fragte sie, was sie machen. Ich war ein extremer Spinner. Ich war sehr schlecht in der Schule im Deutsch. Ich hatte eine Schreibschwäche.
- 25:24und habe mir angeeignet, vieles visuell zu denken. Ich habe mir alles bildlich vorgestellt. Das hilft mir jetzt sehr, da es damals eine Katastrophe war. Ich wollte nicht, dass die Leute merken, dass ich das habe. Also habe ich mir Wege gesucht, dass man es nicht merkt in der Schule.
- 25:41Und... Sehr kreativ. Ja, und dann entdeckte ich für mich die Kreativität. Und mit der Halloween Party ist eigentlich... Wären die nicht gekommen damals, wäre ich heute kein Veranstalter. Weil sie haben das dann gesagt und ich dachte, «Gut, das Geld habe ich, ich habe ein grosses Haus.»
- 26:02Ich wollte Leute einladen, wie ich sie einladen will. Am Anfang haben wir nur 50 Leute eingeladen. Es kam so weit, dass es immer grösser wurde. Am Schluss hatten wir 550 Leute bei mir im Haus. Stell dir das vor, wir mussten die Autos bestellen, die ganze Strasse, die Sonnenkette, die ganzen Straßen mit Einweiser gesperrt, damit die Autos parkieren konnten. Nur noch volle Medien, weil ich in der Schweiz bekannt war. Das war eine typische amerikanische Riesen-Homeparty. Jeder wollte kommen. Ich vergesse nie wieder den Bachelor von William Gavridge.
- 26:31Wir waren mittlerweile gut befreundet, aber wir waren nicht auf der gleichen Wellenlänge. Wir hatten auch Securities, die rund ums Gelenk waren. Und da wollte Gavritsch auch kommen. Ich sagte, dass ich ihn nicht an dieser Party will. Er fand, er könne nicht, er ist dort tatsächlich hochverkleidet.
- 26:48über die Mauer gesprungen. Auf der anderen Seite war es eine Kurte. Sie hat sie in so einen Pack, der war zufällig, raus transportiert, auf dem man sie wieder rausgestellt hat. Ich vergesse das nie mehr, als es dort so als Narr verkleidet war, bis die zweite Höchstdee rausgetragen hat, aus dem Laden. Da musste ich so lachen. Aber eben, diese Party kam eigentlich von nichts. Wir sind auch damals in Aldi und tranken Posten beim ersten Mal. Und am Schluss war es so, dass Red Bull ein Sponsor war.
- 27:11Für eine Homeparty. Hendrix war ein Sponsor. Sailor war ein Sponsor. Wir haben eine Homeparty gemacht, die finanziert wurde. Die Deko war komplett von Universal Studios Los Angeles. Ich habe das alles produzieren lassen. Dann wurde das Haus vier Wochen komplett ausgeräumt.
- 27:33komplett in diesen vier Wochen ein Setup wie im Fernsehen eingebaut worden. Deswegen sagen die Leute auch heute noch, das waren die besten Partys. Es war selektiert, welche Leute da waren. Du warst wie in einem Harry Potter Schloss. Es waren auch die Produzenten, die grosse Pirates of the Caribbean gedreht haben. Die, die die Sets gemacht haben, hatten auch Minisets gebaut. Das wurde damit verschifft, damit lässt man die Wege runter. Dann wurde zuerst einmal das Haus leergeräumt. Hast du gewohnt in diesen vier Wochen?
- 28:02In den oberen Stöcken. Ich musste nicht mehr durch den Gruselpark. Danach hättest du es erleben, wie es in dieser Hütte gestunken hat. Die Leute waren immer so blau. Ich sagte, ich sei auf dem Bez und schiffe in die Bibliothek. Es waren Zustände. Am Morgen lag ein Wasserleich in der Pulse. Die Unterschleuchter, die Bluttypen mit den Frauen. Es waren Zustände.
- 28:27Das vergiss ich nie mehr. Irgendwann sagte ich, ich habe die Homepartys 3-4 Mal bei mir zuhause gemacht. Ich habe auch Sommerpartys gemacht und, und, und.
- 28:36Auf einmal kam die Clubindustrie zu mir und fragte mich, wie unter anderem auch die Kaufleute, ob ich Lust hätte, das grösser zu machen. Ich sagte, oh mein Gott, von 500 auf über 2'000 Leute, das ist eine andere Challenge. Ich hatte total Respekt, ob ich das hinbekommen könnte. Dann sagten sie mir, wir fangen an, wir bauen das auf. Zuerst gibt es eine 90er, dann eine 2'000er Party, die machst du monatlich. Dann wurde das total erfolgreich, dann machten wir die Halloween.
- 29:05Und jetzt ist Halloween auch, RTL ist Medienpartner aus Deutschland. Sie sagen selber, dass sie noch nie so etwas erlebt haben. Ich gehe jetzt zu Heidi Klum an die Halloween. Liebe Heidi, super Party. Aber dort gibt es keine Deko. Du hast den Red Carpet bei Heidi. Heidi lässt 500 Leute ein in einem Hotel. Das war in meinem Hard Rock die letzten zwei Mal. Sonst waren es andere Hotels.
- 29:26Sie lässt explizit Leute rein und dann gehst du. Das ist eigentlich der red carpet das geilste. Dann gehst du runter und es ist nicht so, dass du dir den Deko erwartest. Nein, das ist keine Dekoration. Ein paar Spinnennetz. Das wollte ich nie. Ich bin kein Heidi, ich habe auch nicht den Weltboom. Sie ist nicht nötig. Mir ist es wichtig, auch wenn ich nur 7'000 Franken pro Party verdiene, ich arbeite ein Jahr daran, sonst bleibt nicht viel hängen.
- 29:54Das ganze Geld, das die Sponsoren bezahlen, wird komplett in die ECO investiert. Dass die Leute wirklich ein «Wow» erfahren. Wird es immer noch in den Staaten produziert? Ein Teil. Ich hatte auch mittlerweile Kenntnisse, zum Beispiel «Tomorrowland» in Belgien. Die produzieren auch Stage. Da habe ich auch einen Teil in «Tomorrowland» produzieren lassen, einen Teil in den Staaten.
- 30:19international zusammenarbeiten, weil die das Know-how haben, auch so etwas zu bauen. Ich bringe die Ideen, sie machen die Umsetzung, also mein Team macht die Ideen und wir lassen sie dann umsetzen. Wie viele Leute sind da, die daran arbeiten? Am Anfang sind es so fünf und dann sind es etwa 70 bis 80. Wir müssen das Kaufleute eine Woche umbauen. Das Kaufleute wird die komplette Woche im Umbau.
- 30:43Das macht mir Spass, das kreative Arbeiten. Dass du kommst und sagst «What? Was ist das?» Dass wir in der Schweiz so etwas hinbringen. Aber das bringt man auch nur hin, wenn man sagt «Ich verzichte dafür aufs Geld». Dass du da nicht 100'000 Franken Umsatz machst. Auch wenn Tickets im Verhältnis teuer sind, ist es immer noch so.
- 31:01dass du Events hast, Acts und alles. Du musst alles finanzieren, dass ein Event ein paar hunderttausend Franken kostet. Aber mir macht einfach die Arbeit mega Freude. Bei mir wirst du nie eine Party erleben, wo du nur reinläufst und findest, das ist gut, das ist es. Die nächste Halloween ist schon wieder voll in Planung.
- 31:20Ja, ja. Und auch die Sponsoren. Das war für mich die grösste Ehre, Sky und HBO, Amerika, das sind alles die grossen Serien, auf mich zu suchen und zu sagen, «Können wir eine neue Serie bei dir lancieren?» Die du gleich einen Tag später streamen kannst.
- 31:35Es war ES oder wie heisst es? Ja genau, FD Glon. Ja genau. Für mein Team ist das sehr schwierig, weil du 1000 Sachen unterschreiben musst. Amerika ist sehr... also die schauen dann schon. Aber das ist für mich eine Riesen-Ehre, so etwas umzusetzen für ein internationales Ding und sie am Schluss dann auch happy und glücklich sind, wie es umgesetzt wurde. Also das macht mir einfach mega, mega Spass.
- 31:59Man merkt, wie du dich entfaltest und darüber erzählst. Du hast richtig Freude. Ja, es hat auch einen Zusammenhang, dass ich jahrelang nicht gearbeitet habe und dass ich sehr gut geheiratet habe. Das muss man auch dazu sagen. Ich bin nicht einfach in diese Welt reingekommen. Ich bin in diese Welt reingekommen, weil ich ausführlich Service und Koch- Koch-Anjene gemacht habe. Wo?
- 32:17Der Restaurant «Weide» ist eigentlich der, wo ich jetzt aus bin. Es ist lustig, ich bin von Zollichen, jetzt sage ich «Pogge», und jetzt bin ich wieder dort, wo ich auch in Zaffolterer Zürich aufgewachsen bin, eigentlich in dieser Region, wo ich eigentlich zu Hause bin. Also bin ich nach zehn Jahren von Zollichen dann weggegangen. Nein, ich habe dann gut geheiratet und...
- 32:40Durch meinen Mann hat er mir die Möglichkeit gegeben, internationale Leute kennenzulernen. Ich war in L.A. Ich hatte einen New York Club. Ich bin in die Kreise durchs Geld reingekommen. Dank ihm.
- 32:58Ja, ich konnte aus dem enorm viel heraus holen. Du kommst nicht einfach in die Kreise hinein. Du bist nicht einfach bei Britney Spears eingeladen zum Abendessen, wenn du nicht irgendwo mit Geld zu tun hast oder in der Musikbranche sonst etwas zu tun hast. Und durch Geld, das ist halt einfach so, hat coole Sachen und schöne Seiten, aber auch ganz viel Frise. Ja, ich finde das richtig...
- 33:21«Who's top, dass du das so sagst, dass du auch so ehrlich bist.» «Herod, ich bin nicht einfach in diese Kreise reingekommen, sondern ich habe mega gut geheiratet.» «Mein Vater war ein Lastwagenfahrer, meine Mutter eine Gewaffhose.» «Meine Grosseltern hatten einen Schreibergarten. Das war die schönste Zeit in meinem Leben.» «Die schönste Erinnerung in meinen Kindern war, wenn ich zu meinem Grossvater helfen durfte, im Schreibergarten oben.»
- 33:43Das sind die Momente, in denen wir extrem geblieben sind. Wenn du mich fragst, was die schönsten Zeiten der Kinder sind, würde ich sagen, ganz gerade das. Mega schön. Nicht die ganzen Reisen in den Klammern. Nein, und logisch, es ist faszinierend, aber es ist auch schnelllebig und schnell wieder vergessen. Du willst ja immer mehr. Alles in deinem Leben. Du willst immer mehr Geld verdienen, du willst immer mehr das, irgendwas das. Und du vergisst auch das alles andere. Dahinter. Und es gibt ja so prägende Sachen, die dich wirklich das Leben lang begleiten, die dich aber auch so
- 34:11gemacht haben, wie du bist, charakteristisch. Das sind deine Sachen, gute Sachen in der Vergangenheit, aber auch schlechte Sachen, die dich prägen. Und das war meine Prägungszeit, die schönen Momente. Also deine schönste Kindheitserinnerung ist? Im Schrebengarten, am Grossmammel und dem Grosspapi helfen. Das war wirklich so. Wenn es Sommer war, dort Abend zu verbringen, auch den 1. August im Schrebengarten zu verbringen, das sind so meine schönsten
- 34:39Ja, Kindheitserinnerungen. Wenn wir schon bei Kindheitserinnerungen sind, wie siehst du Kinder? Ist das ein Thema in deinem Leben, dass du sagst, ich bin zwar schwul, aber ich möchte Kinder? Heute ist es ja möglich. Du kannst eine Lehmutterschaft machen. Ich habe immer gesagt, ich würde gerne Kinder haben. Nicht für jeden Preis. Aber ich würde, wenn die Situation stimmt, ich würde aber nicht adoptieren wollen.
- 35:04Ich möchte auch nicht unbedingt eine Leihmutterschaft. Wenn dann, und das habe ich in zwei Situationen erlebt, wenn du eine gute Freundin hast, die keinen Partner findet, und es gibt tagsüber viele Freundinnen, die top aussehen, die sagen, das ist so schwierig einen Typ zu finden, die sagen, jetzt komme ich in ein Alter, ich bin 35, 37, 38, 39, und ich wünsche mir jetzt ein Kind. Ich wünsche mir das noch, aber es gibt keinen passenden Mann.
- 35:31Das Arrangement finde ich viel schöner, wenn es eine Mutter und einen Vater gibt. Sie sind vielleicht nicht zusammen, aber wie lange sind die Beziehungen noch zusammen? Schön, wenn du 20, 30 Jahre zusammen sein kannst. Aber Streit entsteht, jemand trennt sich oder jemand verliebt sich neu. Und jemand trennt sich, der andere ist niedergeschlagen und traurig und böse auf das Ding. Und am Schluss gibt es einen riesen Krieg.
- 35:53Warum nicht? Zwei enge Freunde, die ich die Sperrmutter geben kann und sie ist die Person, die es ausdreht. Und man hat wirklich eine gute Freundschaft als Menschen und liebt einander als Freunde. Man hat zusammen ein Kind. Warum nicht? Und gesetzlich kannst du das so... Das ist kein Problem. Das darfst du ja.
- 36:11Niemand sagt, dass du das nicht darfst. Wenn ich es doch gut habe mit Angela, oder mit Anouk, oder mit Simona, oder was auch immer. Und sie wünschen sich ein Kind. Und ich mache ja nichts Falsches. Logisch, was ich nicht könnte. Ich könnte vielleicht nicht...
- 36:29Akt vollziehen, da müsste man die Lösung suchen. Denn dann könnte man gar nichts sagen. Aber ja... Wann hast du gemerkt, dass du schwul bist? Ich habe... Also spät. Ich hatte eigentlich sehr lange hetero-Beziehungen. Und dann habe ich... Also das hat ja damals auch geklappt? Ja, das hat schon geklappt. Und dann habe ich einen American Football Spieler kennen, einen Kollegen. Und... Wir gingen in den Umgang.
- 36:56Dann flossen viele Alkohol. Auf einmal war seine Hand auf meiner Brust. Wir waren am Sofa und am Fernseher nach dem Ausgang. Auf einmal war sie auf der Hand. Ich dachte, was macht er jetzt? Ich dachte, ich habe nichts dabei. Dann rutschte die Hand weiter runter. Dann entstand diese Situation. Und du hast dich nicht angekämpft in deinem Kopf? Am nächsten Tag war es ein Schock.
- 37:22Ein grosser Schock. Aber ich habe mich hinterfragt, ob ich das gefällt oder nicht. Und ich fand es super. Ich fand es wirklich gut. Ich habe dann mein Auto von meinen Eltern, von meinen Grosseltern, meine Mutter hat mich für meine Grosseltern gegeben, das hat mir natürlich gar nicht gepasst. Ich fand es super, jetzt sehe ich die und die wissen das.
- 37:42Ich habe auch ein paar Großeltern. Wir reagieren. Wie reagiert ihr? Super easy. Ich bin sehr katholisch aufgewachsen. Sehr gläubig. Nicht von meinen Eltern, aber von den Grosseltern. Die waren im Kirchenchor. Sie haben dann irgendwann gesagt, wenn der da oben ein Problem hat, dann treten wir aber sofort aus der Kirche raus. Sie waren sehr dahinter. Sehr positiv denkende Menschen. Es wurde auch immer mein Partner eingeladen. An jedem Familienfest.
- 38:12Meine ganze Familie hat keinen. Sie wissen aber nicht, was mein Vater gesagt hat.
- 38:18Ich glaube, er wäre vielleicht auch easy damit umgegangen. Der Lastwagenfahrer. Ja, so ein Trucker. Aber ich glaube, er hätte es auch akzeptiert. Ich glaube es schon. Ich glaube, solange die Liebe vorne im Vordergrund steht, interessiert es ihn. Das ist immer ein Thema, das ich habe. Ich verkehre ja auch nicht gross in der Gay-Szene. 90% meiner Kollegen sind alles Hetero-Kollegen. Sehr viele Sportler, Hockeyspieler und Fußballer. Und das Thema haben wir immer wieder.
- 38:43Was ist das Problem, das du über mich urteilen kannst? Solange ich zu dir komme und dir keinen Titel gebe, was ich bin, dann nimmst du mich wahr. Sobald ich dir etwas mehr gebe, was hast du das Gefühl? Schaue ich dich jetzt anders an? Nein. Und vor allem muss ich auch mit dir erklären, sorry, ich habe auch einen Geschmack Mann. Du stehst auch nicht auf jede Frau. Du hast einen Geschmack Frau, wo du Freude hast.
- 39:05Das ist auch so ein falsches Denken. Aber ich muss sagen, ich wurde nie angefeindet. Ich hatte durch Schwuchteln, Drecksschwulen, nie eine schlechte Erfahrung. Aber vielleicht weil ich von Anfang an so integriert in dieser Szene bin und den Leuten nie das Gefühl gegeben habe, dass ich ihnen zu Nächte trete.
- 39:25Du verkehrst nicht in dieser schwulen Szene? Nein, nicht, weil ich abgeheilt bin oder so. Aber ich hatte immer viel mehr Hetero-Kolleginnen. Und vielleicht wollte ich auch der Sprachrohr der Schwulen sein. Dass du mich kennenlernst und denkst, «Hey, das ist der Schubladen, den habe ich nicht kennengelernt, das ist der Schwule.» Dann kommt immer «eben aber».
- 39:48Das ist ja ganz cool. Im Normalfall sagst du das nicht, du sagst einfach, ich habe den Anderen kennengelernt, aber bei mir ist es dann immer so, ich habe den Reto kennengelernt, da muss ich sagen, das ist ein ganz geiler, cooler, lässiger Schwule. Ich glaube, das habe ich so,
- 40:04Schwul ist nicht gleich schwul. Und nicht jeder Mensch ist genau gleich. In der Fernsehindustrie wird ein Schwule sehr gerne als eine feminimtuntige Person dargestellt. Oder so Bully Herbig mit «A shoe that's money to us» oder irgendwie «Raumschiff Surprise». Da ist ein riesiger Schrei wie «Boas» und ich weiss nicht was mit den Federn und Dingen. Aber die Realität dahinter ist ganz, also sag ich jetzt mal,
- 40:29Es gibt Sotiks und Sotiks, das ist vollkommen in Ordnung, da sage ich auch nichts. Aber wir dürfen nicht alles so schubladisieren, wie man es zeigt. Absolut. Das ist definitiv so. Was ist so, weil es mich gerade sehr wundernimmt, die ganze LGBTQ-Welle... Ich selber kann es nicht richtig aussprechen.
- 40:52LG, BTQ und dann gibt es noch Plus. Ich lerne auch immer noch dazu. Das ist aber auch schön, weil meine Gay-Freunde erklären mir dann schon und sagen mir, Reto, du musst gendern, du musst mehr so und so. Du musst nicht gendern.
- 41:11Ich ändere mich schon, wenn mir jemand sagt, was mir so auf den Sack geht. Das würde ich in jedem Interview sagen. Warum brauchen wir Menschen permanent eine Schublade, um etwas anzuschreiben? Zu sagen, ich bin gay, ich bin non-binär, ich bin das, ich bin das, ich bin das. Wir sind Menschen. Wenn ich dir sage, ich möchte gerne als Andrea wahrgenommen werden, dann akzeptierst du das. Hinterfröge es nicht, du kannst es hinterfrögen.
- 41:34Ich nehme es an und respektiere mich so. Ich brauche keine Etikette, die raushängt. Ich sage ja alle, ich bin gay. Was ist jetzt, wenn ich zwei Jahre auf eine Frau lustig habe? Was bin ich dann? Dann muss ich wieder etikettieren und sagen, «Oh, jetzt habe ich mit einer Frau etwas gehabt, jetzt bin ich aber bisexuell.» Ich möchte das nicht. Ich bin Mensch. Und wenn ich mich in eine Frau verliebe, dann bin ich auf einmal heterosexuell. Weisst du, was ich meine? Das sind alles Sachen, die es nicht braucht. Ich finde, du kannst den Respekt holen, wenn du sagst, so will ich behandelt
- 42:04und das Duo gegenüber das FDL. Das ist mir wichtig. Und deswegen ist es so, dass Gay und Nicht-Gay und Bi und heutzutage sagt man, wie viele das Bisexuelle sind. Aber es ist auch richtig so. Wenn du eine Geschichte von ein paar Hundert Jahren oder ein paar Tausend Jahren anschaust, die Gladiatoren-Zeiten,
- 42:22Jeder mit jedem. Die Kirche hat das einfach komplett verboten. Ich sagte, das ist Teufelszeug, das geht nicht. Natürlich auch schon wegen der Fortpflanzung, aber es geht nicht, dass man die Sexualität, die Fantasie auslebt. Und dann haben wir...
- 42:35Nach der Kirche geglaubt? Nach der Kirche geglaubt oder nach dem Glauben, egal nach welchem Glauben. Und ich glaube, das merkst du jetzt einfach ein bisschen, dass alles wieder etwas offener wird, es wieder etwas entspannter. Wenn du dir Pornos anschaust, Pornonumbo, das, was am meisten gestreamt wird, sind nicht hetero- oder homo-Pornos, das sind Transpornos. Also das heisst Brüste oben, Schwanz unten. Du kannst googlen und schaust mal, was bei Pornhub oder YouPorn
- 43:00Platz 1 der streamten Geschichten sind. Und das sind nicht heteros oder schwule Pornos. Auch dort gibt es viel mehr, die auf solche Sachen Fantasien haben und das ausleben. Was auch nicht verwerflich ist. Nein, jedem das Seine. Jeder soll doch ein Erinnerung haben. Es tut mich nicht belangen, am Schluss zu sagen.
- 43:22Jeder kann sich von einer Domina abschwarten lassen, wenn er das braucht. Bei mir ist es genau so. Jeder soll machen, wie er will oder wie sie will. Mir ist es völlig egal. Ich akzeptiere alle. Jeder soll dich akzeptieren. Aber ich habe nicht gehört, wenn mir jemand gesagt hätte, du musst jetzt...
- 43:37Du musst es akzeptieren. Du musst gar nichts. Du musst darüber nachdenken und klären, ob es für dich stimmt oder nicht. Aber du musst das nicht befolgen. Du kannst einfach die Akzeptanz dieser Person haben und sagen, wenn du das gerne hast...
- 43:53Ich muss das nicht verstehen und nicht umsetzen. Deswegen bist du nicht ein schlechter Mensch. Mach du, wie du willst. So bin ich. Reto, crazy. Ich glaube, wir haben in diesen 50 Minuten querbeet durchgespielt. Wir haben gehört, du bist auf der ganzen Welt unterwegs gewesen.
- 44:16Wir haben uns schon vorher angesprochen, du hast auch mal in Beverly Hills gelebt. Du warst schon auf der ganzen Welt. Du bist in den Medien sehr präsent. Wenn du etwas rauslässt, weiss man, dass es in den nächsten zwei Tagen etwas in der Zeitung ist. Irgendjemand wird es ausstrahlen. Wie gehst du damit um?
- 44:39Mittlerweile sehr gut. Ich schaue auch, dass ich unter der Woche extrem zurückgezogen lebe. Ich liebe meinen Garten. Ich liebe meinen Garten. Ich liebe mich an. Ich habe Gemüse, alles. Und ich mache das auch alles selber. Der grosse Teil, der ganz grosse, der es zurück schnitt, macht der Gärtner, aber...
- 45:01Alles, was so wirklich bepflanzig ist, wie ich das mit den Blumen... Also wenn du zu mir heimkommst, jeder, der zu mir ins Haus kommt, das sieht so... Das sieht wie Musland aus. Du bist wie in den Tummen. Voll. Voll. Also du kommst rein und es riecht überall fein. Es ist wirklich wie ein Garten Eden. Und ich finde das so etwas Schönes. Das ist so für mich... Am Morgen, als ich aufstehe, bin ich auf die Terrasse rausgegangen. Und einfach...
- 45:26Die Natur gesehen und die Stadt gesehen. Ich wohne ja gerade am Hang, wo ich über die Stadt Zürich schaue. Die Stadt unten gesehen, das ist für mich so viel Lebensqualität. Mein Rückzugsort, der mir enorm viel Energie gibt. Wenn es mir schlecht geht, denke ich immer wieder, im Winter habe ich aber zuhause Depressionen, ich denke mir, mein Gott, das Wetter.
- 45:43Dann freue ich mich schon wieder auf den Garten, wenn ich wieder das Projekt Garten designe, wieder neu anfange. Und sonst verreise ich viel in den Bergen. Ich bin sehr naturverbunden. Im Winter bin ich jedes Wochenende in Davos. Ich habe seit Jahren ein Domizil in Davos oben und mache Longlife Skating, bin viel in der Natur und geniesse das extrem.
- 46:05Im Sommer geniesse ich Zürich sehr. Andere verreisen, ich muss auf Ibiza, ich muss dort hin. Bist du mehr im Sommer oder Winter dabei? Ich liebe es an der Schweiz, dass wir alljahres Zeit haben. Ich glaube, als ich damals in Los Angeles gelebt hatte,
- 46:21immer eine Konstanz gehabt. Es ist immer schön, logischerweise auch ein wenig temperaturschwankig, aber nicht so extrem wie bei uns. Ich geniesse den Herbst, ich geniesse, wenn es mal runterschiffen tut und du kannst zu Hause bleiben und hast kein schlechtes Gewissen, dass du die Sonne geniessen musst. Du freust dich aber umso mehr, wenn die Sonne kommt. Das ist alles, was selbstverständlich ist. Das ist das liebe Geld. Die Erfahrung habe ich gemacht. Das viele Geld ist wunderbar, aber wenn es konstant ist...
- 46:46Du wirst nicht zufriedener. Und das ist auch so, wenn wir nur schönes Wetter haben, dann schätzen wir ja gar nichts an der Sonne. Und so können wir eigentlich mit allen Klima... Gewohnheitsthemen gewinnen durch einfach alles. Das schöne Wetter, wir haben viel Geld oder... Und deswegen finde ich unser Klima logisch. Also jetzt dürfte der Winter vorbei sein. So zwei Monate. Der Detsam ist wunderschön, wenn die Lichter wieder angehen und es ist früh dunkel, es ist so heimelig, wenn du zuhause sitzt in den warmen Bedingungen.
- 47:15Aber dann so Januar, Ende Februar, so drei Monate, jetzt ist es gut. Jetzt können die Vögel wieder pfeifen draussen, es blüht und es riecht wieder nach Frühling. Das wird schon langsam kommen. Schön. Jetzt bist du immer wieder nach Davos umzugehen? Jetzt eigentlich noch bis Ende März bin ich am Wochenende. Wenn ich jetzt kein Event im Kaufleuten habe, bin ich meistens für das Event und gehe danach. Wenn es Events sind, bist du immer vor Ort? Immer vor Ort.
- 47:41Ich schaue sogar meine Ferien an, weil das meine Herzensangelegenheit ist. Meine Events. Da komme ich mit den Leuten in Kontakt, wir reden miteinander. Ich finde das sehr schön. Viele Leute haben Angst mich anzusprechen. Also Angst. Sie trauen sich einfach nicht. Das finde ich auch sehr schade. Lustigerweise, wenn sie besoffen sind, dann kommen sie dann. «Hast du den Hanselmann da?» «Der It-Boy?» «Der, der...» Scheissegal. Sie merken dann einfach, dass ich sehr kommunikativ bin. Bist du mega?
- 48:10Bist du mega? Ich bin nicht verschlossen oder hochnäsig. Aber das habe ich natürlich so gemacht. Wir schubladisieren gerne. Ich provoziere natürlich in dem, dass ich Fotos... Ich bin nicht mehr so Instagram-affin, aber dass ich natürlich permanent den Privatchat zeigen musste. Würde ich auch nicht mehr machen. Aber dass du schubladisierst, der hat ja Geld, der ist oben draussen, der ist so wichtig, der hat es irgendwie so... Du bist eher negativ gehaftet, aber ich habe natürlich damit unpolarisiert, dass ich so ein Lifestyle lebe.
- 48:40Mittlerweile ist das aber... Also eigentlich völlig durchdacht, was du machst? Alles. Völlig durchdacht? Für mich ist es schön, dass ich diese Show zeigen kann und die Leute sich eine Meinung bilden über mich. Einen arroganten Sack oder «Was hat der Halbschuh das Gefühl?», was ich alles schon gehört hatte. Oder was mir schreiben damals die Haters.
- 48:57Ich bin auch freundlich zu den Haters, die sagen, was bist du für ein Schwuchtel, schau dich mal an, du hässliche Siech. Schau mal deine Backe an, die hast du wieder unterspritzt. Ich sage, sorry Schatz, ich habe deine Backe noch nie, ich habe hier ohne gespritzt, aber die Backe, das Fett oder was das ist, das habe ich jetzt einfach, das gehört zu mir.
- 49:12Ich schreibe sehr freundlich auf das zurück. Alle Hater dürfen mich sehr gerne schreiben. Anstatt dass du mich sehr tüpfst, du tüpfst mich null. Ich geniesse es eher noch, das ist wie ein Ritzer, glaube ich. Die Luft, die ich in mir fühle. Du kannst mir alles schlimmen, angrinder in die Ohren, was ich für ein Dreckssieh bin. Es macht mich noch geil, dass ich positiv zurück schreibe, «Schatz, ich küsse dich ganz fest. Wirk glücklich in deinem Leben.
- 49:39Dass du nicht Zeit findest, dass du mir überhaupt schreiben tust. Also weisst du, so diese... Ich finde es lässig. Hast du das entwickelt oder ist es so... ...vom Gott gegeben? Ich würde sagen, in der Schule bist du eher ein wenig... ...gecancelt worden. Ich glaube, das ist schon... Du bist abgestimmt von dieser Zeit. Wenn ein Hater zu mir etwas sagt, das nur das...
- 50:01über mich sagen kann, was ich gegen aussen zeige, dann weiss ich ja sowieso, das ist gar nicht meine Welt, in der ich privat 100% leben kann. Ich sage 30-40% von dem, was ich präsentiere, Social Media oder irgendwie von meinen Events. Ich habe ein sehr gerdetes Umfeld. Also meine Freunde sind alles Leute, die von Montag bis Freitag arbeiten gehen, die mir auch meine Meinung sagen können, unter anderem meine lieben, vielleicht auch Social-City-Eltern. Die geben mir Kraft, dass eben solche Geschichten, wenn so negatives Zeug auf mich zukommt,
- 50:30so etwas von egal ist.
- 50:34Das ist beeindruckend, weil man sieht ja, was Social Media mit den Leuten anstellen kann. In Amerika reden wir ja nochmal von einem anderen Ding. Deutschland ist schon extrem. Dass du dort kaputt gehst in der Branche, das sehe ich vollkommen. Da bist du am Schluss nur noch ein Produkt der Gesellschaft und du wirst nur noch geliebt als Produkt der Gesellschaft und kannst gar nicht mehr unterscheiden, meinst du, dass du ehrlich mit mir wie Justin Bieber bist oder findest du es einfach sehr anziehend, wie ich Justin Bieber bin und dementsprechend mit mir so viel abhängen willst.
- 51:01Weisst du, was ich meine? Die können das nicht mehr differenzieren. Das macht psychisch über langfristige Zeiten alles kaputt. Die müssen Medikamente nehmen und so. Was würdest du sagen, ist der grösste Preis, den du zahlen musstest für deine Bekanntheit?
- 51:18Dass ich so bleibe. Der Drang. Alle Leute, die in der Öffentlichkeit arbeiten, müssen permanent gesehen werden. Das ist wie eine Sucht. Wenn die Medien auf einmal niemanden über mich schreiben würden und das Interesse von mir komplett abfällt, wird das natürlich schon...
- 51:36Ja, wie du gewohnt bist, mit den Medien zusammenzuarbeiten und öffentlich da zu sein und dass du immer wieder Geschichten hast, die man erzählen kann, die aber auch wahr sind, das ist schon nicht einfach. Und ich lebe von dem. Ich gebe viel Preis in den Medien dafür.
- 51:51Ich bekomme auch sehr viel PR von ihnen. Wenn ich Events mache, sind sie Partner. Sie unterstützen mich. Ohne sie hätte ich auch nicht so einen grossen Sprachrohr, dass ich Werbung in der ganzen Schweiz machen kann und die Clips auch so empfüllen kann. Konstant. Das ist öfter so. Das ist unbezahlbar eigentlich. Wenn ich das zahlen müsste, für Werbung zu schalten, das kannst du nicht zahlen.
- 52:13Logisch, die Medienwelt fällt hoch, aber es schauen immer noch ein paar hunderttausend Leute. Und die paar hunderttausend Leute sind die paar hunderttausend Leute. Das erreiche ich auf Instagram nicht. Ich erreiche nicht auf einen Schlag, außer du bist einer, der Millionen hat. Aber in der Schweiz ist das sehr schwierig. Wenn du in den verschiedensten Medien zusätzlich kommst, warum nimmt man das nicht an? Weil es ist Gratis-Werbung. Klar. Genau. Was ist das Beste, was man von dir jemals geschrieben hat? Was dich richtig stolz gemacht hat?
- 52:40Ich bin sehr sozial unterwegs. Ich unterstütze sehr viele. Ich habe jahrelang eine Familie. Ich serviere im Kaufleutnantenheim. Das Geld, das ich dort verdient hatte, war ein Mediabrief, der nicht geplant war. Das entstand, als ich die Familie mütete, die alleinerziehend sind mit Kindern.
- 52:58wo der Mann keine Alimente zahlen kann oder abgegeben ist, einen Wunsch ermöglichen. Ich weiss nicht, wie das ein paar Jahre hergegangen ist, dass man das ganze Geld für solche Institutionen gibt. Da bin ich eher stolz, weil das ist etwas, was ich sehr gerne mache.
- 53:15Menschen helfen. Und da sagen meine Freunde vielmals, Reto, pass auf, du bist nicht Mutter Teresa. Du glaubst nicht, wie viele Mails ich am Gesinn bekommen habe, wo Leute geschrieben haben, hey, meine Tochter, und das ist ein richtig happiges, schwer todeskrank, kannst du nicht Geld überweisen? So, wenn ich jetzt ihr so eine Mail schicke und einen ganzen Roman dazu über meine Dinge...
- 53:34Und dann würde ich das ignorieren und habe es aber gelesen. Weisst du, wie schwer ist das? Ich denke, ich könnte jetzt jemandem helfen, wenn ich ihm jetzt 20'000 Franken überweise, weiss aber nicht, ist es 100% wahr? Weisst du, was ich meine? Und machst du es nicht, das finde ich ausschlimm. Also ich könnte so nicht schlafen.
- 53:50Das sind schon Dinge, bei denen meine Kollegen sagen müssen, dass ich nicht Mutter Teresa bin. Man kann nicht immer allen Menschen etwas tun, die zu dir kommen und sagen, sie hätten finanzielle Probleme. Aber das ist auch so etwas, was ich immer sage, wenn ich abends ins Bett gehe. Das habe ich auch lernen müssen. Dann liege ich im Bett alleine und sage auch vor dem Bett, dass ich vielen Dank dafür habe, dass ich so leben darf. Dass ich ein schönes Zuhause habe, dass ich eine Decke über dem Kopf habe. Das sage ich wirklich bewusst.
- 54:16bevor ich schlafen gehe. Das Bewusstsein ist mir so wichtig, dass ich in diesen Momenten leben kann. Ich höre es so oft von Leuten, die Erfolge in ihrem Leben haben, die etwas aufgebaut haben, dass sie Affirmationen machen, Dankbarkeit effektiv aufschreiben. Und wirklich, dass...
- 54:38Das wirklich Leben zu machen. Ich habe ein Game für mich. Ich bin noch recht viel mit dem Auto unterwegs. St.Gallen, Zürich. Und wenn ich am Auto fahre und ich sehe Kennzeichen mit drei gleichen Nummern, also 333 zum Beispiel, dann ist das für mich einfach das Zeichen, um für etwas dankbar zu sein. Gesundheit,
- 54:56dass ich überhaupt einen Job haben darf, dass ich darf... Genau. Egal was. Wenn ich vier Zahlen hintereinander sehe, dann ist es zum Beispiel 2, 2, 2, 2. Dann ist es für mich, danke für den neuen Auftrag, für mein Geschäft und 2022 ranken.
- 55:12Und so habe ich es für dich gesehen. Aber das hat alles mit dieser Energie zu tun. Wenn du in dieser Energie bist, von Dankbarkeit und zielorientiertem Ding, wird das auch kommen. Die Verinnerlichung. Das Problem ist, du musst lernen, wie verinnerlich es wirklich ist.
- 55:28Aber wenn du weisst, wie... Ich finde auch, wie du sagst, Gesundheit ist für mich so. Ich wünsche auch lustigerweise, wenn ich Adieu sage oder Tschüss sage, viel Gesundheit. Weil ich finde, Gesundheit ist das Höchste. Zufriedenheit und Gesundheit im Leben, da kannst du 2000 Franken im Monat verdienen. Wenn du gesund und zufrieden bist, ist das das schönste Geschenk, das du haben kannst. Oder umgekehrt, du kannst 1 Million pro Monat verdienen. Wenn du nicht gesund bist, bringt das gar nichts. Das Lustige ist immer das, wir leben und leben einfach, bis wir eine Diagnose haben.
- 55:59Dann kommen wir in einen Schockzustand rein. Dann hinterfragen wir das ganze Leben. Aber lustig ist, dass es immer dann ist, wenn der Mensch Klingen am Hals hat, fängt er an zu studieren. Und warum lernt man das nicht vorher? Weil es nicht gebraucht wird. Ja, weil du es nicht brauchst. Du kannst einfach den Tag in den Leben. Du kannst mit den Leuten umgehen, wie du willst, wie scheisse du bist. Aber jeder Mensch, das grösste Arschloch, wie auch der liebste Mensch, wenn er konfrontiert wird mit einem Todesurteil, oder besser gesagt, nicht Todes, aber einem schlimmen Urteil, dann...
- 56:28Ist jeder Mensch gleich? Ja, absolut. Das ist einfach so. So ist das. Unglaublich, Reto.
- 56:38Ja. Jetzt haben wir noch ein bisschen geschnürt. Jetzt sind wir eine Stunde dran. Ehrlich? Jetzt sind wir eine Stunde dran. Das ist jetzt so zügig. Hey, wenn es so im Flow ist, dann die Zeit, die rennt. Was ist jetzt dieses Jahr noch für dich so ein richtig grosses Projekt, abgesehen von der Halloween-Party, die sicher wieder stattfindet. Aber hast du sonst irgendwie ein grosses Projekt? Ja, also ich bin wirklich so, ich sage auch immer alles jetzt im Grund. Ja. Ab und zu bin ich auch in der Tasche. Du kennst das. Meine Menschen sind ja neidisch. Also wenn jetzt du, ich mache ja...
- 57:07Du hast einen Podcast? Ja, ich habe einen Podcast. Mein Gott! Du bist besser als ich, das kenne ich. Wir haben miteinander angefangen, das ist das beste Beispiel. Wenn du schon länger dabei bist, dann gönne ich das auch. Aber wir sind Kollegen, wir beginnen miteinander an. Du bist besser, weil du geiler Themen hast, spannenderer Themen als ich. Dann nagt das ja an einem. Ich war früher nicht ein Missgünstiger, das will ich nicht sagen. Aber ich konnte schwer damit umgehen. Warum hast du das jetzt und ich nicht? Ich durfte dich nicht mehr verfolgen, weil es mich nur noch aufgeregt hat.
- 57:34Und das habe ich jetzt abgelegt seit x Jahren, wo ich sage, jeder hat die gleiche Chance, natürlich nicht jeder mit dem Finanziellen, aber ein Ziel zu verfolgen und etwas aus seinem Leben zu machen, Ideen umzusetzen, aus der Komfortzone raus. Und das ist auch nach dem Testosteron enorm bei mir passiert, als ich wieder angefangen habe.
- 57:51dass ich aus der Komfortzone eher gehe und den Mut, auch wenn ich so Angst habe, unsicher bin, etwas umzusetzen, einfach mache. Wenn es im Verhältnis des Rahmens ist, wo du sagst, es ruiniert mich finanziell nicht ganz, ausprobieren, machen, umsetzen. Und jetzt habe ich zum Beispiel auch, viele haben mich in Deutschland auch immer gefragt, «Reto, du machst ja so ein Oktoberfest, wo ja all diese Stars kommen und live auftreten.»
- 58:13Das Konzept läuft dann so, wir schalten auf, innert, ich schätze mal zwei Stunden, ausverkauft. 1'200 Tickets weg. Ohne Seich. Ohne Seich. Ohne Seich. Und jetzt habe ich jahrelang so überlegt, ich würde sehr gerne eine eigene Dirndl- und Lederhosenkollektion machen. Viele haben mich dann auch immer gefragt, ob ich das nicht machen will. Wir geben dir auch die Ladefläche und so. Jetzt bin ich zum Beispiel auch dran, dieses Jahr in Deutschland etwas zu machen.
- 58:36Das kann ich verkaufen, weil ich das ja wirklich produziere. Also weisst du, das Oktoberfest, ich habe eine Verbindung zu München. Ja, kannst du an der Hinterstehe. Genau, jetzt probiere ich das einfach. Geil. Wenn es läuft, dann läuft es. Sicher? Mit dem Podcast genau das Gleiche. Logisch. Ich bin angefragt worden und habe gesagt, ich will nichts investieren, ich will nichts finanzieren. Ich komme, ich mache es, wenn es läuft. Super, wenn es nicht läuft.
- 58:56«C'est la vie» – also ausprobieren und machen. Vielleicht kommt es und vielleicht auch nicht. Jetzt haben wir ein paarmal gemacht und es kommt okay. Wir haben schon 10 Folgen. Alles nötig seit September. Super. Wie es kommt, ich nehme es an. Aber wenn ich Ideen habe, versuche ich das umzusetzen. Unter anderem jetzt das. Es werden sicher auch andere Geschichten kommen, wie Day Raves. Ich drehe mich mehr auf das, das ist auch ein grosses Thema. Ich liebe Elektro, aber ich muss nicht immer. Ich höre gerne Schlager. Ich höre gerne 80er. «Querbe» durch.
- 59:25Aber das finde ich auch ein spannendes Thema. Immer mehr. Und ja, es werden immer noch neue Sachen kommen. Fernsehsachen werden viele kommen, wo ich jetzt dieses Jahr... Sie haben mich auch gefragt, ob ich mir vorstellen würde, in den Dschungel zu gehen. Ui. Da habe ich gesagt, ja, ich würde es machen. Ich würde es machen. Also ich würde sonst ein Reality-Format so nicht mehr machen. Aber in den Dschungel würde ich... Wie hast du das gemacht?
- 59:46Ich habe das in der Schweiz vor allem. In Deutschland hatten sie mir Sachen angeboten, um mich bekannt zu machen, dass ich in die Dschungel gehen kann. Da habe ich dann gedacht, ich bin jetzt auch nicht mehr 20. Irgendwo ist es dann auch ein Fremdscham, wo dann die Leute fragen, warum hätte es nötig, so etwas mitzumachen. Aber sie haben mich z.B. in Köln, wie heisst das, Köln 18 blablabla, die Reality, was ist das da? Da hätte ich sagen müssen, da wäre ich ein Schweizer Arzt gewesen.
- 1:00:11Würde man dir geben? Schweizer Mediziner. Dann habe ich lange überlegt, ob ich es machen soll oder nicht. Dann habe ich gefragt, aber ich wusste es nicht. Jetzt sind wir wieder neu dran. Ich kenne gute Artist-Manager in Deutschland, die wirklich von Oliver Pocher bis Giovanni Zarella machen. Er sagt einem, wir müssen ein Konzept haben, das zu deinem Alter passt, zu dir passt und so.
- 1:00:33Da kommen sicher neue spannende Geschichten auf mich zu. Aber in der Dschungel sehen wir dich nicht. Ich habe noch keinen Vertrag. Aber ich würde es machen. Der würde ich machen. Der würde ich spenden. Was hättest du am meisten Respekt im Dschungel?
- 1:00:49Von vielen Sachen. Ich würde alles machen. Ich würde wirklich alles machen. Ich würde alles machen, aber ich habe Höhenangst. Nicht, wenn ich angemacht bin. Aber wenn ich jetzt irgendwo runterjumpen muss, weil es am Anfang dieses Jahr mühsam war, dann wäre ich dort oben gestanden, weil das Hirn würde sagen, das ist lebensgefährlich, was du machst. Auch wenn du angemacht bist, das würde mich dann töten. Oder spinnen. Also spinnen bin ich jetzt ehrlich.
- 1:01:11Ich muss auch sagen, Spinnen habe ich auch gelernt. Früher habe ich sie getötet oder mit dem Staubsauger reingesogen. Das mache ich nicht mehr. Seit Jahren. Auch wenn ich es so gruselig finde, eine schwarze Riesenspinne. Ich nehme wirklich Gras, Papier und tue sie raus. Aus welchem Grund? Ja, Karma. Ah, Karma? Ich sage, ich habe das nicht. Nicht, weil sie wieder rausläuft, oder was meinst du? Nein, mir haben sie immer gesagt, du darfst nie Spinnen töten, weil Spinnen Geld bringen.
- 1:01:35Ehrlich? Ah, aber das ist ja gut. Vielleicht bräuchte es mir ja die letzten Jahre so viel Geld, weil ich immer so schön rausgekommen bin. Nein, ich habe es einfach gefunden, dass wenn ich bin, komme ich als Spinner auf die Welt und werde dann auch so umgebracht. Bitte schön. Danke. Also liebe, wir geben sie schön raus in dieser Ware. Spannend. Hey, schau, wir sind... Also ich habe auf jeden Fall schon sehr viel über dich erfahren.
- 1:02:02Du hast es vorhin gesagt, wir schubladisieren mega schnell. Ich versuche das für mich selber möglichst zu begrenzen. Darum, ich liebe Podcasts mit allen möglichen Leuten, weil du sie kennenlernen kannst, du entdeckst neue Facetten, man wird etwas tiefgründiger. Und etwas offener. Offener, ich finde das super. Weil du siehst dahinter eine Geschichte, die du vielleicht gar nicht so weit studiert hast. Und du findest es vielleicht auch...
- 1:02:28Da hätte ich nie gedacht, dass das so spannend sein könnte. Ich finde, Offenheit bringt dich am Schluss weiter im Leben, businesstechnisch, sozial, menschlich, intelligenter wirst, wenn du offen zu allen Menschen bist und ihre Geschichte hörst. Ich war kein guter Schüler. Ich habe alles draußen gelernt. Ich habe wirklich Kommunikation draußen gelernt. Ich habe gelernt, mein Charakter zu werden und stark zu werden, indem ich mit anderen Menschen zusammen war.
- 1:02:55Und nicht, weil ich der schwule Superhero war. Von meiner Seite kann ich sagen, das Gespräch bis jetzt hat mich sehr gefreut. Auch, dass ich dich besser kennenlerne.
- 1:03:09Mein Bild von dir ist, ich habe dich immer nur gesehen auf den sozialen Medien, mal einen Bericht hier, einen Bericht dort. Ich muss wirklich sagen, mega, mega sympathisch. Richtig, richtig cool. Sehr gleichfalls. Wir sind aber noch nicht ganz fertig. Ich habe noch eine Schnellfeuerrunde. Gut. Also möglichst versuchen, schnell zu antworten, was dir in den Sinn kommt. Und ja, schauen wir mal, vielleicht macht es ja noch mal die eine oder andere Tür auf.
- 1:03:38Glamour oder echte Ruhe? Echte Ruhe. Hätte ich früher nicht gesagt. Ich bin ab und zu an die red carpets. Wenn ich nicht dabei war, dachte ich mir, dass ich nichts mehr bin, wenn die Leute sehen, dass ich nicht dabei bin. Das war mir so wichtig, dass ich ja... Jetzt entscheide ich, ich mag mich nicht wieder bereit machen, meine Haare und Kleider machen und das und jenes. Liebetruhe. Eindeutig. Schön. In deinem Garten? Im Sommer. Jetzt ist es in den Roststätten.
- 1:04:08Es braucht aber eine Sauna draussen. Dann ist es wieder schön. Ich finde es so schön, wenn du rausgehst. Wir haben eine im Haus, aber wenn du verspiegelt bist, kannst du in die Rostlosigkeit schauen. Und kannst draussen... Das habe ich auch früher nie gemacht. Dampfbad und Sauna, ich finde das so schön. Mega geil. Promi oder unbekannte Menschen? Auf mich bezogen oder auf mein Umfeld? Mit dem hast du bessere Gespräche.
- 1:04:37Mit Unbekannten. Also Leute aus dem Leben. Das möchte ich jetzt mal behaupten. Ich habe auch Leute aus der Branche, die arbeiten. Aber ich würde sagen, eher Leute, die ein normales Leben leben. Was nervt dich an der Society-Welt?
- 1:04:55Ich komme darauf an, wo. In Amerika finde ich, wow, ihr seid Stars. Bei uns in der Schweiz so wichtig. Ihr habt das Gefühl, ihr müsst euch wichtig machen. Ihr seid einfach ein Tröpfchen auf dem heissen Stein. Ausser Roger Federer, DJ Popo, DJ Antoine, die sind schon ein bisschen andere Kaliber. Oder vielleicht ein paar Fussballer noch. Ein Sportler in der Schweiz, auch Chapeau. Aber sonst ist es schon ein bisschen, das sage ich auch immer, ich habe gesagt, so ein bisschen...
- 1:05:21heimlich berührt, weil ich finde die Wichtigkeit an euch ist einfach 0,0 inklusive mir. Wir lösen eigentlich nichts aus. Wir sind Dinge und dann sich so wichtig nehmen. Also ich würde dich ja schon... Nimmst du dich selber auch nicht so wichtig? Null. Null wichtig. Null, null, null.
- 1:05:37Ich habe eine Allure, wenn ich im Unrecht bin. Wenn diese Person im Unrecht ist, kann ich schiessen. Wenn ich etwas gekauft habe, geht es kaputt. Dann reklamiere ich und sage, das ist nicht mehr unser Problem. Dann kann ich ausflippen. Dann finde ich, das ist egal, das habe ich bezahlt. Das ist dein Recht. Sonst haben wir ein Problem, ein massives Problem. Dann kann ich drohen, weil meine Macht in mir hochkommt. Meine Einpflicht würde ich sagen,
- 1:06:03Meine Unsicherheit, wo ich dann aber sage, «Hören Sie mir genau zu. Es gibt zwei Möglichkeiten. Es wird gereinigt und sonst wird es mal öffentlich kommuniziert.» Und dann sind es meistens unkollabelt. Und das ist vielleicht auch nicht in Ordnung. Da spiele ich auch meine Kontakte und alles aus oder meine Situationen. Aber du tüpfst mich dann an einen Ort, der mich sehr verletzt, weil ich etwas gekauft habe, ich möchte eine anständige Art, wie du mit mir umgehen kannst. Und wenn du das nicht kannst, dann werde ich böse.
- 1:06:31Aber sonst wäre ich der Sozialste. Wenn ein schwacher Mensch neben mir ist, ich schwöre dir auf meine Mutter, auf meine Göttin, ich würde alles für einen schwachen Menschen machen. Ich würde ihn schützen und unterstützen. Aber wenn du mir frech kommst und etwas dämmst, bin ich dann auch ein sehr böser Mensch. Verstehe. Ich bin für Gerechtigkeit, extrem für Gerechtigkeit. Das ist für mich sehr, sehr wichtig.
- 1:06:58Wie wichtig ist Geld für dich? Sehr wichtig. Die Angst von... Ich bin ein Mensch auf Sicherheit. Ich habe immer Angst, das lebe ich auch, dass ich nicht mehr so viel Geld verdiene. Das habe ich auch schon gehabt. Als junger habe ich über den Verhältnis gelebt. Ich habe Betriebe und Pfändige in Hütten bekommen. Ich wollte ein cooles Ich sein.
- 1:07:26Das Geld aber nicht gehabt, aber gegen aussen wollte er zeigen, wie in geiler Sicht ich bin. Ist sehr unter die Räder gekommen in dieser Zeit. Was ist das dümmste, was du gekauft hast? Ich habe meine Krankenkasse bezahlt in 236 Franken von der Concordia. Ich weiss das noch. Ganz peinlich. Also wirklich, das habe ich öffentlich noch nie gesagt. Aber das ist ja nicht ein Podcast. Und dann muss ich sagen,
- 1:07:48Ich habe auch viel dabei sein in einem Lifestyle, den ich nicht angehört habe. Aber das ist ja die Jungen heutzutage auch. Die haben alle diese teuren Kleider, Labels an, wo ich mich ab und zu frage. Oder dicke Kerne anfahren. Die zahlen eigentlich nur noch Leasing. Wohnen aber dann in einer 2,5-Zimmer-Wohnung. Aber hauptsächlich die Leute nehmen dich so wahr und platisieren dich schon, dass du wichtig sein könntest.
- 1:08:07Deswegen ist Geld auf diese Frage für mich sehr wichtig. Jetzt ist die Frage, wie viel Geld? Ich habe Menschen und Freunde, die Milliardäre sind, da sprechen wir nicht von 10, 20, 30, 40 Milliarden, das sind wirklich sehr vermögende Menschen, die aber sehr bei sich sind. Aber es gibt auch viele Millionäre, die nicht mehr bei sich sind und irgendwann wirst du aus einer Undankbarkeit, wie du ja... Ich hatte das auch eine Zeit lang, ich hatte am Schluss 20 schwarze Lederjacken.
- 1:08:31Und wenn du schon angelegt hast, dass du ein Lieblingshosen, ein Lieblingshosen hast, aber du kaufst und kaufst und kaufst und bist immer undankbarer. Da habe ich eine Uhr gesehen, die ich kein Jahr warten wollte. Ich wollte jetzt. Da hatte ich sie, ich habe mich sehr gefreut auf diese Uhr, da hatte ich sie. Schon die nächste wieder im Fokus. Und das ist genau das. Ich sage es einmal, einen guten Lohn, einen guten Lohn. Ich sage, wenn du mich jetzt fragst, wie viel brauchst du im Monat?
- 1:08:55Dann dürfte ich einfach das Haus und keine Angestellten mehr. Dann müsste ich das reduzieren. Könnte ich sehr gut reduzieren. Da muss ich auch wieder selber alles machen. Könnte ich, habe ich auch mal müssen. Dann würde ich sagen, dass ich glücklich bin mit 15'000 im Monat. Und dann wärst du glücklich? Dann glaube ich, ich wäre glücklich. Bist du sicher? Ich glaube es. Ich habe mir die Gedanken fast so viele in meinem Leben gemacht, als ich im Bett bin und ich wieder so Angst bekomme.
- 1:09:21Weisst du, wenn das etwas verändert, das ist ja immer, als wenn du mal da warst und dann musst du wieder runter, das ist immer schwieriger. Rauf ist immer einfacher als runter, runter, runter. Wie wenn du dich einmal gewohnt bist. Dann gibt es auch einen First Class Flug. Man muss sagen, 15.000 ist ein guter Lohn.
- 1:09:37Ja, sehr guter Lohn. Ist ein sehr guter Lohn. Aber eben, dann wie lebst du? Dann gibt es keinen First-Class-Flug mehr von A nach B. Business vielleicht noch, wenn du nicht so teuer bist, Inland geht es ja noch. Aber dann gibt es schon Umstrukturierungen. Wiederum muss ich sagen, ich gehe gerne mal zum Globus posten, aber mein Essen und so gehe ich primär im Migros posten. Ich muss eine Sache sagen, ich bin gerade vorgestern, ich bin gar nicht sicher.
- 1:10:02Am Samstag bin ich mit der Frau in den Globus in Zürich, weil ihre Schwester arbeitet im Globus. Dann sind wir schnell in Delhi runter. Die Blaubeeren, die die haben. Das sind die besten. Ja, aber das ist halt so, du kaufst Qualität dort. Ich bin verreckt, wie geil die sind. Aber dann kaufst du vielleicht einmal. Aber es ist nicht so, dass du jedes Mal diese Blaubeeren... Nein, logisch. Sonst kannst du vielleicht auch im Migros posten. Logisch. Und wenn dir etwas gut ist, zum Beispiel der Balliklachs. Hast du mal einen Balliklachs?
- 1:10:27Das Geilste vom Geilen. Du willst nichts anderes. Aber für mich war es so, dass ich ihn nicht mal da kaufe. Ich habe mich immer gefreut in der First Class. Da kommst du dann immer wieder bei der Swiss. Und da habe ich mich immer auf Deluxe gefreut. Und habe das auch so gelassen, dass ich es nicht zuhause habe. Dass ich es wirklich nur dort habe. Da freut man sich auch wieder, da zu essen. Wenn ich ihn jeden Tag esse, könnte ich ihn nicht mehr sehen. Wenn du jeden Tag Rindfilet isst,
- 1:10:48Irgendwann kannst du das Rindsfilet nicht mehr sehen. Und wenn es ab und zu ist, dann freut man sich wieder darauf, dass es gut ist, das Rindsfilet. Deswegen sage ich mal, ich bin schon eher... Also Geld ist mir schon wichtig. Einfach durch Existenzängste. Privat-Chat-Erfahrungen? Privat-Chat? Privat-Chat oder Bergwanderung?
- 1:11:09Bergwanderung. Ich habe einen grossen Privatjet. Wirklich? Ja, weisst du, du musst dir vorstellen, mit einem Privatjet... Also ich muss sagen, als junger, zwischen 24 und 35 bin ich im Jahr... Ich lüge jetzt, ich erzähle eine Riesen-Sache jetzt. Aber ich sage, ca. um die 80 bis 90 Mal flog ich im Jahr. Hoch, runter, hoch, runter, hoch, runter, von A nach B. Kein Problem. Ich wurde irgendwie Mitte 30, da bekam ich auf einmal Angst im Flugzeug, wenn Turbulenzen kamen.
- 1:11:35Wenn du eine grosse Maschine hast und die Turbulenz ist entspannter, bist du wie in einem dreckigen Flugzeug. Und wenn es nicht eine riesige Turbulenz ist, spürst du die Turbulenz dermassen, dass ich mich in einem grossen Flugzeug safer fühle, als in einem privaten Jet. Ich fühle mich safer in einem Helikopter. Ein Helikopter kann schneller landen als ein Flugzeug. Einmal bin ich...
- 1:12:05Die Grösse meines Privatjets flog ich einmal. Aber nur weil mich Rega in Norditalien geholt hat. Aber das ist aber geil. Ja, vielleicht ein wenig hinter dem Privatjet. Aber das ist gerade die richtige Richtung. Das ist aber auch eine verdammte Erfahrung. Das ist echt verdammt. Aber zumindest weisst du, dass Rega funktioniert. Dass die dich abholen konnten. Rega ist top. Die haben mich gerettet. Ja, schön. Gut.
- 1:12:32Was unterschätzen Menschen an dir massiv? Ganz klar die Empathie. Dass ich sehr sozial und offen bin. Das ist extrem. Wenn die Leute mich kennenlernen, sagen sie «Oh, ich hätte nicht gedacht, dass du so ein easy Typ bist.» Die Leute sind eher schockiert, dass ich so bin.
- 1:12:49Aber es ist auch das Marketing, das ich darum mache. Weil wenn ich zu einfach bin in den Medien, dann ist es auch nicht mehr spannend. Dann kannst du mich nicht mehr schublatisieren oder du kannst mich nicht mehr lieben oder hassen. Und solange du das machst, dass du mich liebst oder hasst,
- 1:13:02Polarisier ich. Und das Polarisieren entsteht nicht, wenn ich nur immer per Liebe bin und nur immer diese Seite von mir zeige. Es braucht beide Seiten. Die eine Seite ist extrem mit dem Lifestyle. Das zieht einfach mehr Menschen an. Das ist so. Alles, was abnormal ist, konsumierst du. Alles, was zu normal ist, wird zu langweilig. Absolut. Spannend, ja. Was löst das Wort Bedeutungslosigkeit in dir aus?
- 1:13:32Öbispeditix los ist.
- 1:13:36Das gibt es eigentlich gar nicht. Für mich hat das ganz viel Bedeutung. Ich hinterfrage eben leider Gottes zu viel, dass ich im Kopf denke, das ist so schlimm. Ich nehme das nach Hause. Wenn jemand sagt, er hat Probleme, dann nehme ich das nach Hause, was gar nicht mein Problem ist. Also diese Abgrenzung, wenn du mir sagst, im Moment geht es mir richtig scheisse, das und das ist und so, dann gehe ich nicht nach Hause und finde, ah ja, ist geil, schön, ich nehme das wirklich nach Hause. Das müsste mich einen Scheissdruck interessieren. Also für mich gibt es eigentlich nichts, was bedeutungslos ist. Auch Menschen, die sich dann auch benehmen.
- 1:14:03Ich erlebe das vielmals, dass die Leute an einem Grund, im Ausgang, weil ich arbeite, viele Situationen, wenn ich den Typen anschaue, der so aggressiv ist, denke ich so, was ist dem armen Mann in der Kindheit so widerfahren, dass du so wirst, dass du so das Potenzial hast. Ich hinterfrag nicht, oh mein Gott, das ist ein Vollidiot, hopp mit dem in die Kiste. Ich hinterfrag eher, warum wird man so? Deswegen gibt es für mich eine Bedeutungslosigkeit nicht. Vieles hat für mich eine Bedeutung, warum so etwas ist, wie es ist.
- 1:14:33Schön. Ich habe noch zwei Fragen. Es war, wie der Mensch dich bis jetzt am meisten prägt.
- 1:14:45So kann ich es nicht sagen. Wenn du mich so fragen würdest, in der Kindheit bis dahin, sind das sicher meine Grosseltern. Und wenn du mich fragen würdest, wo ich nachher meine Chance von meinem Leben bekommen habe, dass ich das alles machen darf, dann ist es sicherlich mein Mann.
- 1:15:06Wir leben ja mittlerweile an verschiedenen Orten, wir sehen uns auch nicht so viel. Jeder hat so ein kleines Leben, aber er ist ein Mensch für mich, der das Leben lang da sein wird, in guten wie in schlechten Zeiten. Auch wenn ich ihn vielleicht ein halbes Jahr nicht sehe, und er sein Leben leben kann und ich mein Leben leben kann, ist er immer noch die Person, die mir eine Chance gegeben hätte, die ich nicht wüsste, wie ich herausgekommen wäre. Wäre das nicht möglich, wäre ich auch irgendwo hin. Aber er hat mir sehr viel...
- 1:15:34Selbstwert mit auf den Weg geben, den ich lernen durfte, älter zu werden und selbstbewusst zu leben. Doch, würde ich jetzt behaupten. Nicht nur wegen dem Geld, weil er hat das Geld in die Beziehung gebracht und dadurch habe ich auch im Monte Carlo gelebt, weil er lebt hier in Monagas. Kann man sagen, was er macht? Wie ist er zu diesem Geld gekommen?
- 1:15:52Er ist in der Investmentbranche tätig. Er arbeitet in der Hotellerie. Also, ihm gehört das Hotel nicht, aber er kauft Grundstücke, baut Bunker, betreibt diese Bunker und vermietet das in 20 Jahren als Vertrag auf der ganzen Welt.
- 1:16:14Deswegen bin ich auch viel gereist. Auf der ganzen Welt, wo es geschäftlich umherging. Und um dann auch auf New York zu ziehen, da habe ich einen ganz frischen kennengelernt, der sagte, «Keine Ahnung, wir ziehen nicht mit, jetzt schon nach New York.» Ich so, «Nein, ich habe meine Freunde hier und alles.» Und irgendwann wollte ich das nicht mehr, weil ich nur noch unterwegs war. Und dann sagte ich, «Weisst du was, geh du zurück auf Monte Carlo, ich will nicht in Monaco leben.»
- 1:16:35Das ist so ein Disneyland. Das ist für mich nicht real. Jeder hat mehr als der andere. Da geht es nur um Stutz und Geld und Lifestyle. Ich brauche wie geerdete Menschen um mich herum. Deswegen sind Zürich, mein Zuhause, wie aber auch Davos, meine Berge, extrem meine Energiequellen. Also nirgends auf der Erde. Auch wenn wir in Ibiza leben und in Mallorca, das ist für mich nie wie in Schweizerland. Da bin ich...
- 1:17:00Ein sehr dankbarer Schweizer. Sehr schön. Dann zu der letzten Frage. Der Podcast heisst Momentum. Was bedeutet oder was heisst für dich Momentum? Im Moment sein. Immer wieder probieren, im Moment zu sein und auch den Moment zu geniessen. Das vergessen wir ja alle auch sehr gerne. Wir leben und machen und die Situation, die ich jetzt hier habe mit dir, die ist jetzt gerade da, aber dann vergisst es, wenn ich rauslaufe. Den Moment zu geniessen. Ich merke,
- 1:17:28Es ist so ein Fluss, wo ich nicht bei jedem... Ich war schon bei extrem vielen, aber so ein extrem entspannter Fluss, das ist auch ein Moment, wo ich finde, der bleibt mir, dass ich mich auch wohlgefühlt gehabt habe und vielleicht mehr im Moment wirklich lebe. Wenn man etwas sieht, wenn ich im Balkon, das habe ich früher auch gemacht, sitze ich auf einem Bänkchen mit meinem Hund, er ist am Spielen und ich beobachte einfach das.
- 1:17:49Ein French Bulldog. Ein Mädchen. Ganz herzige, sportliche Maschine. Wirklich? Ja, wirklich Sport. Ein bisschen höher, nicht ganz so gedruckt. Also nicht so ganz... Also ein Olding? Nein, es ist schon ein eigentliches Ding. Sie hat mir sie verkauft als reinrassige, aber ich habe dann irgendwann herausgefunden, durch eine andere Person, die auch von dort gekauft hat, dass sie aus Tschechien kommt. Also ich weiss nicht genau, was noch drin ist, aber es ist optisch ein French Bulldog, der einfach sportlicher Bord ist und nicht so breit. Eine feine. Und das ist das Momentum, wenn ich irgendwo...
- 1:18:19Ich bin und rieche, schaue, spüre und das wirklich verinnerliche ich. Es klingt jetzt schräg, aber ich probiere es. Je älter ich werde, desto mehr geniesse ich es. Das hört sich immer an wie bei den älteren Leuten, wenn sie am Laufen sind und das alles so schätzen. Ich finde, es gibt kein Alter, in dem man das anfangen kann. Ich finde, umso früher, umso besser, weil du viel mehr in deinem Leben mitnimmst. Mega schön.
- 1:18:40Ereto, nochmal, das Gespräch war wirklich super inspirierend. Ja, ich auch. Und ich muss mich wirklich ganz, ganz, ganz fest bei dir bedanken für deine Zeit, die du da auf dir genommen hast. Ich gehe jetzt auch noch etwas lächeln, ich kann es jetzt gut kombinieren. Ich gehe jetzt auch noch schnell runter, ich gehe jetzt gleich einkaufen. Perfekt, das machst du sehr gut. Ich glaube, bevor wir fertig sind, Kamera, Kurtier, wenn du noch etwas in deiner Community, deinen Leuten, etwas auf den Weg mitgeben möchtest, egal was. Also für mich ist es einfach immer eben, Leute...
- 1:19:07besser kennenlernen, Leuten auch Chance zu geben. Und wie du vorhin gesagt hast, ein bisschen mehr. Und es klingt halt immer so, wenn du das so sagst, es klingt so, was will er dir erzählen? Ich kann dir das schon erzählen, weil ich habe keine Sorgen. Ich hatte ganz viele Sorgen, ich hatte ganz viele Probleme in meinem Leben.
- 1:19:22Ich hatte Angst, den Briefkasten zu öffnen, weil ich dachte, es ist schon wieder eine Mahnung drin. Das heisst, ich kenne jede Emotion. Das Leben zu schätzen, das ist so schnell vorbei. Den Moment zu geniessen, den ich heute bei dir gewinne.
- 1:19:40Sehr schön. Danke vielmals für das. Danke, Kevin, dir. Und an dieser Stelle auch danke dir, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Heute mit Beretto für mich. Ganz, ganz toll war es, ihn hier nahe zu kennen zu lernen, was er alles durchgemacht hat, wie er zu dem gekommen ist, wo er heute ist. Von dem her, danke vielmals. Ihr kennt das Game. Da unten gibt es ein paar Knöpfchen. Einer heisst «Abonnieren».
- 1:20:07Darauf zu drücken kostet nichts, bedeutet aber mir extrem viel. Ich möchte wachsen, ich möchte coole Podcast-Gäste weiterhin einladen. Und mit so einem Abonnieren-Knopf zu drücken, gelingt uns das einfach viel einfacher. Wenn du jetzt sogar noch einen Kommentar schreibst, herrlich. Danke viel, vielmals. Und an dieser Stelle bis zum nächsten Mal mit dem nächsten Gast. Alles Gute, bis bald.