Latest / Beyond expectations - the art of mastering life and business / #84 Sichtbarkeit um jeden Preis? Warum ich ausgestiegen bin
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- Bianca-Maria Klein: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge meines Podcasts Beyond Expectations, the art of mastering life and business. Heute in meiner Solo Folge spreche ich darüber, warum ich mein Instagram Profil gelöscht habe und nicht mehr auf Instagram bin. Das haben vielleicht schon einige mitbekommen von euch, die das hier schon ein bisschen länger verfolgen. Und vielleicht habt ihr auch die letzte Folge mit Henriette Hochstein-Friedrich gehört. wo sie das in mir, obwohl es schon bisschen länger in mir gebrodelt hat, auch nochmal stärker ausgelöst hat. Henriette hat ein Buch geschrieben, Quit the Feed, und da geht es genau darum, den Feed, also sozusagen das Instagram-Scrollen auf Social Media allgemein, also nicht nur auf Instagram, sein zu lassen, denn das Ganze ist eine Sucht und tut uns allen nicht gut. Ich hatte vorher schon länger darüber nachgedacht, weil Ich eigentlich hauptsächlich LinkedIn benutze, komme ich gleich noch drauf. Aber das Gespräch mit ihr und ich habe das Buch natürlich auch gelesen, hat mich noch mal mehr zum Nachdenken gebracht und auch dazu geführt, dass ich noch mal in mich hineinfühle und für mich entscheide, was gut ist und was nicht. Und mit dem Ergebnis, dass ich nicht mehr auf Instagram bin und jetzt vor ein paar Tagen tatsächlich das Profil gelöscht habe. Und ich nehme es mal vorweg, es fühlt sich an wie eine Befreiung und mir fehlt gar nichts. Und das möchte ich mal ein bisschen erklären, denn ich habe tatsächlich viele Fragen dazu bekommen. Das ist ganz spannend. Ich hatte das angekündigt und dann war ich noch ein paar Tage online und habe dann auch einige persönlich angeschrieben und gesagt, hier ist meine Telefonnummer und ich bin weg aus Instagram. Deswegen die einzige Möglichkeit, entweder über Webseite oder andere Kanäle, aber am einfachsten natürlich über Telefon in Kontakt. zu bleiben. So und die Fragen, die da kamen, haben mich tatsächlich überrascht. Also oftmals war dann die Frage ja wieso und glaubst du nicht, dass du dann was vermisst und wie funktioniert das dann mit deinen Kunden? Brauchst du das nicht für dein Business? Naja und dann habe ich jetzt einfach entschieden, relativ spontan, dass ich das nochmal erkläre. Also für die, die es interessiert, hier geht es jetzt nur kurz darum, warum ich nicht mehr auf Instagram bin und warum es mir vor allem so gut tut. Und ich hab mir wieder wie immer ein paar Notizen gemacht, damit ich gedanklich nicht so hin und her springe. ja, das geh ich jetzt einfach mal durch. Instagram tut mir nicht mehr gut, aus dem Grund, dass ich festgestellt habe, ich nutze das vielleicht wie früher einige so Fernsehensappen. Ich hatte früher keinen Fernseher, also auch in der Jugend nicht. Und kenne das aber, wenn man ... auch danach irgendwie mal im Hotel oder so ist. Also dieses einfach so von einem Kanal zum anderen hoppen und irgendwelche Infos ins Gehirn bekommen und dann aber weiterzugehen. Und ich habe mir überlegt, diese ganzen Informationen, die trotzdem da sind und immer wenn man mit diesen Fingern nach oben wischt und weiterwischt, auch in der Straßenbahn, im Zug, wenn ich irgendwo gewartet habe, im Wartezimmer bei einem Arzt, dieses man nimmt trotzdem die Außenwelt noch irgendwie war, also zum Beispiel im Wartezimmer muss man ja trotzdem hören, ob man aufgerufen wird, aber man ballert sich in das Gehirn irgendwie so viele Inhalte, die ja irgendwie vom Gehirn auf bearbeitet werden müssen. Und ich habe gemerkt, das sind einfach viel zu viele Dinge, die mir überhaupt gar keinen Mehrwert geben. Womit ich in dem Moment sowieso nichts anfangen kann, in Momenten, wo ich vielleicht eigentlich eher zur Ruhe kommen müsste, mich eher aufregen, beschäftigen, zum Nachdenken bringen, vielleicht auch zum Lachen bringen, aber eigentlich in dem Moment gar nicht relevant sind. Also ich habe gemerkt, es gibt mir wirklich einen so geringen Mehrwert, dass ich feststelle, dafür verschwende ich viel zu viel Zeit. Also ich nehme Dinge im Prinzip auf, die überhaupt nicht für mich in dem Moment interessant sind. Und es fühlt sich eigentlich eher an wie eine Überforderung als das, dass es eine Inspiration ist. Und ich dachte immer, Instagram kann auch eine Inspiration sein. zum Beispiel, ich male gerne, wer mich hier online sieht, das zum Beispiel habe ich gemalt, weil das für Art für mich ist, abzuschalten, kreativ zu sein, auf andere Gedanken zu kommen. Und ich habe schon manchmal so Posts gesehen, wo dachte ich, ach, das könntest mal ausprobieren oder irgendwelche Techniken oder Ideen. Dann habe ich mir die abgespeichert. Aber ganz ehrlich, ich habe es dann a, nicht umgesetzt und b, habe ich es auch wieder vergessen. Und deswegen war es eigentlich Die Zeit, die ich auf Instagram bin, ist viel zu viel Zeit dafür, dass ich das zu wenig nutze. Das ist das Erste. Also im Prinzip der Mehrwert ist zu wenig. Und dann, weil ich vielleicht die, die mir auf Instagram auch gefolgt sind, wissen, dass ich hauptsächlich über Business rede, über die Argumente, Kommunikation, Erwartungsmanagement, Führung, Miteinander, Selbstführung, all diese Themen, die für mich extrem relevant sind, aber vor allem auch in meinem Beruf relevant sind. Das bedeutete für mich, ich habe eigentlich immer wieder den Druck verspürt, ich muss hier Inhalte produzieren. Und ich produziere sehr viele Inhalte auf LinkedIn. Aber ich weiß, dass auf LinkedIn muss man anders produzieren als auf Instagram, weil das Publikum anders ist, weil der Algorithmus anders funktioniert. Da ist viel mehr bewegte Bilder, da ist viel mehr ganz viele kreative Sachen oder unterschiedliche Sachen. Und das hat bei mir den Druck erzeugt. andauernd regelmäßig Inhalte generieren zu müssen, die natürlich relevant sind. ich, wie gesagt, die, die mich kennen, die wissen, ich bin ganz wenig persönlich. Also ich mache eigentlich hauptsächlich Inhalte, die zu meiner Botschaft, zu meinem Beruf gehören. Also da ist eigentlich bei mir der Eindruck entstanden, wenn ich jetzt nichts poste, dann vernachlässige ich irgendwen. Aber vor allem habe ich festgestellt, ich werde abgestraft. Wenn ich mehrere Tage nichts gemacht habe oder mehrere Wochen. verliere ich Follower. Oder man merkt dann, dass Depots, kommen, nicht ausgestrahlt werden. Also das heißt, man wird abgestraft, wenn man nicht andauernd permanent Inhalte generiert und sozusagen die Plattform bespielt. Und das ist Druck für mich. Das ist Druck und es entsteht keine Freude beim Tun, auch nicht beim Teilen dann mit den Inhalten, sondern es ist eigentlich so eine Art, Gott, ich muss dranbleiben, damit ich nicht gestraft werde, damit ich nicht Follower verliere und so weiter. Und dann habe ich mir immer überlegt, wer sind die Leute, die dann wirklich gehen? Sind das nicht sowieso vielleicht so Fake-Follower? Und ich muss dazu sagen, ich hatte nicht besonders viele, es waren irgendwie unter 100, ähm, unter 1000. Also auch so, dass ich sage, na ja, das passiert jetzt nicht so wahnsinnig viel, wenn ich mal nichts mache. Und trotzdem muss man sich überlegen, es sind angeblich 600 oder 700, es auch viele waren. Menschen, dahinter stehen, die aus irgendeinem Grund, weil sie mich persönlich kennen oder weil sie spannend finden, was ich mache, mir folgen. Also entsteht da etwas wie so, okay, ich muss das jetzt tun und das gefällt mir nicht. Ich bin ein sehr, sehr unabhängiger Mensch und liebe meine Freiheit. Und in dem Moment, wo ich unter Druck gesetzt werde oder etwas tun muss, macht es mir keine Freude mehr. Also klar, weiß, viele Dinge gehören im Business dazu, aber gerade Social Media soll ja sozial sein, soll ja was Verbindendes sein, was Menschliches. Mit Druck ist das schwer zu machen. Und das andere Argument ist tatsächlich, dass ich nicht immer persönlich werden möchte. ich wurde sozusagen fast genötigt oder ja, im Prinzip unter Druck gesetzt, dass ich persönlicher werde. Warum? Weil in dem Moment, wo ich mal etwas Persönlicheres gemacht habe, wurde ich sozusagen belohnt. Ja, also dieses Belohnungsbestrafungssystem, was da passiert. Das heißt, ich habe das Gefühl gehabt, Sobald ich bisschen persönlich oder sogar vielleicht bisschen privat werde, wird es so gepusht, als wären das die echten Inhalte. Und ich bin ⁓ schon jemand, die nicht postet, wo ich gerade irgendwie privat unterwegs bin, irgendwelche großen Strandbilder oder das Essen fotografiere und so. Das mache ich sowieso nicht, weil das einfach überhaupt nicht zu mir passt und ich da auch überhaupt keinen Mehrwert für andere sehe. Und deswegen merkte ich, Wenn ich das mal gemacht habe, wird man belohnt. Und das eigentlich, finde ich, erst recht nicht förderlich. Man darf dann sozusagen gar nicht authentisch bleiben, wenn man sich davon beeinflussen lässt. Das heißt, es entspricht überhaupt nicht meiner Überzeugung, Persönliche oder Privates noch mehr zu teilen. Und bei mir geht es mehr ⁓ meine Haltung, meine Erfahrung, meine Substanz, die ich da versuche zu vermitteln. und nicht irgendwelche privaten Einblicke. Das heißt also auch das, hab ich gemerkt, das ist überhaupt nicht meine Plattform. Ja, grundsätzlich steht über alle dem, dass ich viel zu viel Zeit verliere. Ich hab mich ertappt beim Scrawlen abends auf dem Sofa immer nur so, ach guckst du noch mal kurz, bevor du ins Bett gehst und zack war eine halbe oder dreiviertel Stunde weg. Beim Frühstück, ja, ich sitze beim Frühstück, esse mein Müsli, trinke meinen Kaffee und Scrawle die ganze Zeit und und überfordere meinen Gehirn gleich morgens früh schon, anstatt in Ruhe zu frühstücken, vielleicht aus dem Fenster zu gucken, ich habe ganz schöne Bäume vor dem Fenster, und irgendwas anderes maximal zu hören. Oder vielleicht, ja, also ich würde sagen, noch nicht mehr die Zeitung lesen, denn auch das ist wie so Input für morgens früh, wo das Gehirn eigentlich doch gerade erst aufwacht, zu viel. Das heißt also, diese Zeit verlieren, ist bei mir ein ganz wichtiger Punkt. Und ich möchte eigentlich meine Zeit sehr, sehr bewusst nutzen. Und wenn ich auch mal nichts tue, dann ist das Nichtstun nicht auf Instagram sein. Denn da wird ja mein, Bilder, diese Texte, die Töne, all das trotzdem irgendwie verarbeitet. Und das heißt, es strengt mich eigentlich eher an. Ein anderer Aspekt ist, und vielleicht kennst du, wenn du das hier hörst, auch Ich merke, dass ich mich auf Instagram unbewusst vergleiche mit anderen. Manche Menschen, vielleicht Ähnliches machen wie ich, aber andere, die auch überhaupt nicht in meiner Branche sind, trotzdem fange ich an, mich mit denen zu vergleichen. Und damit meine ich jetzt nicht unbedingt nur das Aussehen, das kommt natürlich irgendwo manchmal auch dazu, oder irgendwelche Klamottenstile oder so, sondern eher inhaltlich. Dass ich dann denke, Mensch, die machen das und die bieten das an, oder das sollte ich vielleicht auch und vielleicht müsste ich und so. Also da entsteht so etwas wie... Ich mach das nicht gut genug oder ich biete nicht genug an oder ich müsste noch mehr machen. Und das beeinflusst mein eigenes Gefühl in meiner Arbeit und in meinem Leben. Denn ich mache Dinge ⁓ schon komplett anders, weil ich anders bin, weil ich individuell bin. Und wenn ich Vorträge halte, Workshops mache oder Coachings, ist das ja mein Stil, mit dem ich bis jetzt sehr erfolgreich war. Und anstatt mich dafür zu loben und zu sagen, ach, spannend, ich mache es so, andere machen es so. komme ich in so eine Gedankenspirale, die mir überhaupt nicht gut tut. Und dann fange ich an, Dinge zu vergleichen, zumal ich sie überhaupt nicht vergleichen kann. Denn da vergleiche ich Äpfel mit Birnen. Ich weiß auch nicht, ob das alles stimmt. weiß nicht, wie die Menschen darauf gekommen sind, was sie dazu beigetragen haben, dass sie dort sind, was sie da gerade posten. Also das ist überhaupt kein realer Vergleich. Es ist ein reiner emotionaler, ähm, ja, also Gefühlsvergleich. Deswegen tut mir auch überhaupt nicht gut. Und ich merke ... dass ich mich da irgendwie so fremd inszenieren lasse. Also durch Input, der mir da sozusagen generiert wird, zumal ich noch nicht mal ihn live erlebe, also ihn auch gar nicht fühlen kann, wird mir generiert, suggeriert, Entschuldigung, dass ich irgendetwas anders machen muss. Das heißt, ich fühle mich in dem Moment fremdbestimmt. Von etwas, was aber auch gar nicht real ist. Also ich hoffe, verstehe oder du verstehst, was ich damit meine. Ein Vergleich, der gar kein Vergleich ist, ein Bild, was ich noch nicht mal genau weiß, ob das alles so stimmt, beeinflusst mich und das will ich nicht mehr. Eine andere Sache und das ist auch ein total spannender Aspekt, vielleicht geht euch das auch so, dass ich Menschen in meinem Leben habe, die ich wirklich richtig, richtig gerne mag und die mir auch viel bedeuten und die auf Instagram manchmal sehr aktiv sind. Und ich merke, wenn sie dann auf Instagram sind und ihre eigenen Rollen spielen. Vielleicht genauso wie ich jetzt gerade. Für die, die mich sehr gut kennen. Vielleicht denken die auch, sie ist anders als sonst. Aber ich hoffe, dass ich nicht unsympathisch wirke. Denn was mir passiert, ist, dass Bekannte oder Freunde plötzlich unsympathisch wirken. Und ich mag die nicht in dieser Rolle, in dieser Posterrolle. Und dann habe ich für mich festgestellt, ich bekomme lieber weniger von ihnen mit. was sie alles so machen, wenn ich gar nicht dabei bin, oder was sie mir nicht erzählen, als dass ich mich auf das konzentriere, was ich von ihnen höre und was sie mir berichten oder was ich mit ihnen gemeinsam erlebe. Und das war für mich auch ein sehr entscheidender Punkt, dass ich angefangen habe, Leute durch die Instagram-Brille zu sehen und sogar zu bewerten. Und das mag ich auch gar nicht. Ich mag Leute bewerten nachdem, wie ich sie erlebe, was ich mit ihnen erlebe und durchmache oder vor allem aber diskutiere. Und wenn dann Dinge aufkommen, von denen ich nur einen Bruchteil sehe und es dann bei mir irgendetwas auslöst, das möchte ich nicht. Weil in der realen Welt sind wir nicht ständig verbunden und sehen ständig, was der andere tut, wo er ist, was er macht und was er gerade oder sie gerade erlebt. Also dieses unnatürliche Erleben des Lebens des anderen will ich eigentlich auch nicht mehr. und Ein anderes Argument, was ich oft höre und was mich auch gefragt wird, ist, naja, aber da verpasst du doch viel oder vielleicht hast du dann das Gefühl, dass du was verpasst. Ja, natürlich habe ich das gehabt. Die ersten Tage, wo ich nicht mehr auf Instagram war und ich habe das wirklich so gehabt, habe erst mal nur die App gelöscht, ohne das Profil zu löschen und habe es angekündigt, dass ich das demnächst lösche. Und da war automatisch der Griff zum Handy, automatisch wie so der Finger, der dieses Icon gesucht hat. Und weil es dann nicht da war, war es so, ⁓ okay. Und dann war zum Beispiel jetzt irgendwie so ein Fest in der Nähe und dann hab ich gesagt, ach, ich guck mal, ob da Leute gepostet haben, ob sie da waren. Als ich es dann aber nicht gesehen habe, hat es mir eigentlich viel, besser getan. Das heißt also, ich verpasse etwas, was aber eigentlich gar kein Verpassen ist, sondern es ist einfach nur, die Informationen nicht zu haben. Und meistens hat mir die Information nicht gut getan. Und ich glaube... Ja, ich verpasse einiges Interessantes. Ich verpasse auch lustige Dinge, denn es gibt Leute, so Komiker, denen ich folge, das tut mir immer sehr gut. Haben es dann vielleicht noch mal irgendwas Lustiges zu sehen. Aber die bekomme ich auch anders mit, wenn ich es wollte. Und ich merke, ja, es ist lustig für den Moment, aber brauche ich das wirklich? Also brauche ich das jetzt zum Einschlafen? Brauche ich das jetzt, ⁓ in meinen Tag zu gehen? Nein. Und wenn ich das nicht habe, dann verpasse ich auch nichts. Wenn ich es nicht sehe, verpasse ich es auch nicht. Das heißt also, da ist kein echtes Fehl, da ist kein echtes Ich verpasse das, weil wichtige Nachrichten kriege ich anders mit. Dinge, die mir Menschen erzählen wollen, kriege ich anders mit. Das heißt also, da ist nicht wirklich der Mehrwert im Gegenteil. Es ist eigentlich fast, wenn ich jetzt darüber nachdenke, noch ein, fördert, dass ich mir andere Dinge suche. wenn wir zum Beispiel von Lachen oder Comican sprechen, dann denke ich mir, naja, dann gucke ich mir doch lieber ganz bewusst einen lustigen Film an oder ich gehe in irgendeine Comedy-Show oder so aktiv rein, wo ich diesen Input geballt, gewollt und ganz bewusst bekomme, als diese kleinen Snippets, die mich zwar in dem Moment zum Lachen bringen, aber manchmal mich sogar daran erinnern, Dass ich zu wenig lache oder dass ich zu wenig lustige Dinge habe, dann ist es eigentlich eher wieder so dieser Umkehr-Effekt, dass ich dann zu wenig bekomme. Dann bin ich schon fast wieder traurig, wenn das Video zu Ende ist. Und dann möchte ich noch mehr haben und dann scroll ich weiter. Anstatt einmal ein Abend in eine bezahlte Comedy-Show oder ins Theater zu gehen. Also ich hoffe, ihr wisst, was ich meine. Das heißt also nein, ich habe nicht mehr das Gefühl, dass ich etwas verpasse. Und ich kann nur sagen, wie ich es eingangs gesagt habe, Es ist wie eine Befreiung. Es fühlt sich an. Ich habe das seit 14 Tagen nicht mehr ungefähr und habe vorher auch immer mal wieder das gelöscht gehabt. Es ist eine Befreiung und ein Zubewinn an Zeit, an Konzentration, an wie so eine Art Ruhe, die in meinem Kopf entsteht. Und ich weiß, dass Menschen, die mit mir in Kontakt bleiben wollen, werden mit mir in Kontakt bleiben. Ich habe da überhaupt nicht das Gefühl, ich verliere jetzt irgendwelche Freunde oder so. Genau, also es ist eine Befreiung, weil ich mich für etwas entschieden habe, was mir gut tut, mit dem Preis, dass vielleicht andere weniger Inhalte von mir bekommen. Aber ich mir überlegt habe, wenn sie das wirklich interessiert, dann können sie auf meiner Webseite schauen, dann können sie mich kontaktieren, dann können sie vielleicht auf LinkedIn mehr aktiver sein oder ein Profil erstellen. Es gibt immer einen Weg. heißt, ich fühle mich befreiter, weil ich mehr Zeit habe und vor allem mehr Fokus habe und Konzentration habe. Was sich noch wirklich geändert hat, abends sitze ich viel bewusster auf dem Sofa und lese etwas, anstatt zum Handy zu greifen und eine halbe, dreifel Stunde oder sogar noch länger auf Instagram zu scrollen. Weil in dem Moment, wo ich vielleicht die Nachrichten geguckt habe, wo ich LinkedIn-Profilen mir angeschaut habe und irgendwas beantwortet habe, ist da nichts mehr. Und dann nehme ich das Buch und lese. Also ich kann irgendwie, ist wie so eine Art Freiraum. So auf Amazon, ja was machst du jetzt? Jetzt lese ich. Und ich muss dazu sagen, ich habe auch kein Fernseher. Und das ist so schön, weil ich dann viel entspannter ins Bett gehe. Und ich lese manchmal sogar noch im Bett. Also meistens auf dem Sofa irgendwas, jeden Abend. Und dann lese ich im Bett, weil das Handy kommt nicht ins Schlafzimmer. Und Das ist Zeitgewinn, das ist Fokusgewinn. Ich habe das Gefühl, plötzlich ich lese wieder Dinge, die mich wirklich interessieren. Beim Frühstück zum Beispiel, was ich eben gesagt habe, ich schaue aus dem Fenster, ich höre ganz viele Podcasts, ich höre ganz viele Hörbücher, manchmal auch ganz bewusst etwas, was überhaupt nicht mit meinen Themen zu tun hat. Also ich höre so Romane in letzter Zeit. Das mache ich nur nebenbei beim Frühstücken, beim Kochen oder wenn ich aufräume oder putze und das ist Mehrwert. Dann habe ich das Gefühl, Ich kann abschalten, ich kann einer Geschichte folgen oder halt auch manchmal politische Podcasts. Aber das mache ich und scrolle nicht sitzend am Handy, indem ich runtergucke. das heißt für mich ist es viel weniger Ablenkung. Und nochmal, ich habe ja eben das Buch von Henriette Quit the Feed erwähnt und ich glaube, die Seriosität muss uns bewusst sein. was dahintersteckt. ist eine Sucht. Viele, mit denen ich jetzt gesprochen habe und die gesagt haben, wow, ja toll, super, haben beschrieben, ihnen geht es genauso. Natürlich ist das ein Automatismus und wir sind alles erwachsene Menschen. sind ja die meisten, die mir hier zuhören, werden hier über 18 sein. Das ist also etwas, was wir bewusst tun. ist bewusst wie rauchen, Drogen nehmen, wie Alkohol. Das ist alles eine bewusste Entscheidung. Wir behaupten zwar, das ist unbewusst, aber in dem Moment, wo ich es tue, Auch wenn es ein Automatismus ist, entscheide ich mich dafür. Und das will ich nicht mehr. Ich möchte nicht das Gefühl haben, ich von etwas, was ich weiß, was nicht gut ist und nicht gesund ist, abhängig sein. Und diese Mechanismen, und man hört das in Interviews auch mit den Leuten, die diese Plattform kreieren, da sind Techniken dahinter. Da sind Algorithmen dahinter, die genau das in uns steuern wollen. Und das finde ich so erschreckend, dass ich eigentlich auch sage, ich nehme hier Verantwortung. Also ich übernehme Verantwortung für mich und gleichzeitig möchte ich ein Zeichen setzen. Denn wenn ich beruflich darüber spreche, dass wir uns mehr verbinden, dass wir anders kommunizieren sollten, dass wir mehr in Präsenz uns treffen sollten, dann spricht es eigentlich dagegen, dass ich auf diesen Plattformen aktiv bin. Das heißt also, ich habe bei mir einen Widerspruch gespürt zu dem, was ich sozusagen sage und meine Haltung präsentiere und mit dem, was ich dort alleine in meinem Camerlain, am dem Handy tour, aber auch, indem ich das sehr bespiele. Und hier komme ich zu dem Punkt, dass ja, ich bin noch auf LinkedIn und LinkedIn ist auch eine Social Media Plattform. Das stimmt, aber LinkedIn nutze ich sehr, sehr viel beruflich und LinkedIn hat immer noch ein anderes Maß an Seriosität, an an Inhalten, die dort gespielt werden, auch sozusagen Algorithmen, funktionieren. Und das soll keine Werbung jetzt für LinkedIn sein, sondern ich möchte nur erklären, warum ich dort bleibe. Ich habe dort viele Kunden gewonnen und ich habe auch viele Kunden, die mir da folgen und mir immer wieder zurückspiegeln, dass sie meine Inhalte gut finden. Sie kommentieren viel und sie posten teilweise auch weiter. Das heißt also, das ist für mich eine Plattform, wo ich viele Follower habe. wo ich das Gefühl habe, ich generiere Mehrwert, aber vor allem, wo ich auch Mehrwert bekomme. Also das heißt, ich komme da auf viele Ideen, mir werden Dinge sozusagen vermittelt, wo ich merke, meine Botschaft kommt auch an, beziehungsweise andere, die sozusagen in dem Bereich mitfiebern und mitgestalten, sagen ähnliche Dinge. Das ist auch eine Art von Bestätigung meiner eigenen Haltung. Also das ist für mich die Begründung, LinkedIn bringt mir sehr viel, ist mit Mehrwert verbunden. Instagram nicht. Und deswegen habe ich auch entschieden, ich bleibe auf LinkedIn, ich konzentriere mich auf das, was mir gut tut, was mir für mein Business wertvoll ist und wo ich das Gefühl habe, meine Inhalte werden auch sozusagen gelebt. Ich persönlich möchte hier nicht den Finger heben und hier irgendwie Social Media grundsätzlich verteufeln. Ich glaube, da gibt es ganz viele positive Aspekte und das ist auch vielen vielleicht eine große Hilfe. Und ich glaube, viele Business oder wie das heißt, über Instagram und das finde ich wahnsinnig bewundernswert. Und da rede ich jetzt nicht nur von irgendwelchen Influencern, sondern ich weiß, dass Leute mit Instagram ganz viel erreichen können und auch ganz vielen Menschen helfen können und Mehrwert geben können. Super, deswegen will ich das überhaupt nicht verteufeln. für die, für die das gut ist, funktioniert und denen das wirklich als Marketing-Tool dient. Bei mir ist es halt nicht so. Und deswegen will ich gar nicht grundsätzlich sagen, das ist schlecht oder sagen, ihr müsst alle aufhören. Jeder muss das für sich entscheiden. Jeder muss prüfen, was tut mir gut? Was kostet mich Energie? Was gibt mir Energie? Bringt mir das was? Brauche ich das? Also all diese Fragen, dahinterstehen. muss jeder für sich selbst beantworten. Für mich ist Instagram im Moment nicht mehr stimmig. Bedeutet für mich, ich will nicht fremd gesteuert werden, ich will keinen Druck spüren, ich möchte Klarheit und Fokus haben. Und für mich ist das jetzt gerade die absolut richtige Entscheidung. Bleibt das immer so? Ich hoffe es mal, ich gehe mal davon aus, weil ich glaube, es wird eher nur noch noch mehr. Und ich habe jetzt andere Plattformen ganz weggelassen. Also TikTok bin ich sowieso nicht. Und ich glaube, da gibt es auch noch andere Dinge. Das heißt, ich rede hier gerade nur von Instagram und das ist auch gar kein Bashing oder wie gesagt, eine Verträuflung, aber es ist eine Erklärung und vielleicht auch eine Einladung zum darüber Nachdenken. Zumal wenn ihr das Buch von Henriette gelesen habt, dann wisst ihr, was alles dahinter steht und was wir vielleicht als Erwachsene auch für eine Botschaft senden können. Als letzten Punkt, warum ich auch dazu kam, jetzt diese Folge aufzunehmen, ist, Mich hat vieles nachdenklich gemacht, die Reaktionen von Anderem. Einige haben mir wirklich gesagt, sie bewundern diesen Schritt. Und bei dem Wort bewundern ist für mich etwas so, als hätte ich oder als würde ich etwas tun, was bewundernswert ist. Und das finde ich an sich schon etwas verrückt und fast auch schon ein bisschen traurig. wenn man das bewundert, dann steckt da für mich auch etwas dahinter. Na, obwohl das nicht unbedingt, aber bewundern kann man etwas. Aber wie mir das gesagt wurde, war da wieder so bisschen fast so bisschen so, ich beneide dich darum. Und das fand ich traurig, weil ich gesagt habe, was gibt es dazu bewundern? Ich steige aus, ich will das nicht mehr. Und dann war mir die Frage Ja, aber hast du da nicht das Gefühl, dass dir etwas fehlt? Und da habe ich diesen Unterton gefühlt. Und ich glaube, wie gesagt, das muss jeder für sich entscheiden. Aber offenbar mit den Gesprächen, die ich da hatte, fühlen viele ganz ähnlich, dass es zu viel Druck ist, zu viel Vergleich ist. zu viel Zeitverlust und zu wenig echter Mehrwert, aber vor allem dieser Druck dahinter, Inhalte zu generieren für andere und wahnsinnig viel Zeit damit zu verwenden, Videos zu schneiden, den Ton aufzunehmen, sich wieder was zu überlegen. Dann sind sie vielleicht gerade irgendwo auf einer Wanderung und müssen dann das irgendwie posten, damit sie aktuell bleiben. Also sie beschreiben für mich etwas, was sich wahnsinnig anstrengend anfühlt. Trotzdem bleiben so viele, weil sie glauben, sie brauchen das fürs Business. Sie glauben, sie müssen halt ihre Kunden damit bespielen oder halt ihre Follower. Und ich glaube, trotz alledem, ist auch ganz große Angst, etwas zu verpassen. Dieses FOMO, Fear of Missing Out. Und deswegen, ich will das gar nicht bewerten. Ich glaube nur, dass heute Sichtbarkeit ganz stark verwechselt wird mit ständiger Präsenz, also dass man immer immer präsent sein muss. Aber eigentlich ist das keine echte Sichtbarkeit. Das ist eigentlich nur, ja wie soll man das sagen, ein ständiges Ich bin noch da, guckt mal was ich mache und überlegt ihr euch was ihr daraus zieht. ja und jetzt grundsätzlich in diesem Moment fällt mir auch etwas auf, was zum Beispiel eine Sache ist. Da gehe ich jetzt einfach trotzdem mal intuitiv rein. Was ich zum Beispiel ganz schräg finde, ist das Posten von Dingen, wenn man gerade in der Natur unterwegs ist und dann irgendwie die Alkoholflasche im Vordergrund steht. Und das soll ja so eine Art Lebensgefühl darstellen. Das soll ja zeigen, so schaut doch mal, wie ich mein Leben genieße und wie schön im Sonnenuntergang die Proseccoflasche oder der Gin Tonic aus der Büchse oder so. Das kann ich zum Beispiel überhaupt nicht nachvollziehen. bin gespannt an euren Kommentaren oder Fragen, wie ihr das seht. Ich glaube, es soll ein Lebensgefühl darstellen. Was es für mich aber immer zeigt, ist, brauchen wir Alkohol, ⁓ die Natur oder so einen schönen Moment zu genießen? Und muss ich das so zelebrieren? Muss ich das so in den Vordergrund stellen? Das macht mich eher traurig. Aber vielleicht ist das ein anderes Argument, wo wir so bisschen vielleicht Süchte sogar verherrlichen. anderer Gedanke. Als Schlussgedanke ... Ähm... Ich weiß, es ist für viele wahrscheinlich schwer auszusteigen, vielleicht auch, weil sie einfach schon ganz, ganz, ganz viele Follower haben und es einfach zu einer Gewohnheit geworden ist, das zu machen. Und es ist wie so eine Art Tagesprojekt auch jedes Mal. Ich lasse diesen Schlussgedanken einfach mal offen. Wenn so viele spüren, vielleicht auch so, während sie das jetzt hier hören, dass ihnen Instagram nicht gut tut, frage ich mich, warum bleiben wir da? Und damit schließe ich einfach diese Folge und dass ihr mir weiterhin folgt auf LinkedIn, hier im Podcast oder mir so auch schreibt, weiterhin Kommentare schickt. Ich poste ja manchmal auch in meiner sozusagen WhatsApp-Community, also meinen Kontakten meine Inhalte und bekomme da viel Feedback. Das ist schön, aber ich brauche das nicht in dem Sinne, sondern ich mache das mit ganz, ganz, ganz bewusster Überzeugung, weil ich hoffe... Ja, alleine wenn jemand darüber nachdenkt, habe ich hier irgendwas gewonnen. das möchte ich einfach mal so dastehen lassen. ja, ich danke euch ganz herzlich fürs Zuhören. liebe Grüße. Tschüss.