Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Was am Worringer Platz (nicht) passiert, Prozesse und Urteile aus den Düsseldorfer Gerichten und alles zur Herbstkirmes
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- Ich war ja noch nie im Stadion, bei einem Fußballspiel oder überhaupt, habe ich ja hier schon öfter erzählt. Und irgendwie ja very on brand, dass ich auch noch nie im Eisstadion war. Also um zu gucken, selber Eislaufen mache ich sogar relativ häufig. Aber so ein Eishockey-Spiel habe ich noch nie gesehen. Das soll sich jetzt ändern. Und damit wir hier auch bei den ersten Malen bleiben, ich habe vor nicht allzu langer Zeit auch zum ersten Mal was gewonnen. Also bei so einer Tombola. Und zwar Tickets für die DEG. Wenn das nicht ein Zeichen ist, dann weiß ich ja auch nicht. Und irgendwie doch auch so eine richtige Herbst-Action, oder? Und deswegen hier meine Frage, weil unter euch sind sicher auch geübte Eis-Stadion-GängerInnen. Wie geht das? Also was zieht man so an? Gibt es einen Snack, der unbedingt sein muss? Kleine Insider, die ich kennen sollte. Immer, immer, immer her mit euren Tipps, Erfahrungen und Tricks. Ich freue mich und ich berichte natürlich, versprochen. Fast genauso gerne wie zu Spielen unserer jeweiligen Sportvereine gehen die DüsseldorferInnen wahrscheinlich auf die Kirmes. Zum Glück gibt es da in diesem Jahr auch nochmal die Gelegenheit. Die Herbstkirmes am Tonhallen-Ufer ist aufgebaut und eröffnet diese Woche. Christopher Trinks weiß, was alles geht. Mit Verena Kehnsbock habe ich über die aktuelle Lage am Worringer Platz gesprochen und darüber, warum manche Beteiligte das Gefühl haben, dass es immer wieder Stillstand in der Durchsetzung der dort anvisierten Pläne gibt. Und Marling Kess war in ihrer Rolle als Gerichtsreporterin wieder an den Düsseldorfer Gerichten unterwegs und erzählt uns von drei aktuellen Fällen und Urteilen. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 392 und der Rhein steht bei 1,36 Meter. Rheinpegel, Der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, die euch auf dem Herzen und unter den Nägeln brennen, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen, oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, Lob oder Kritik oder sonst irgendwas, wenn ihr Fragen habt, dann könnt ihr uns erreichen unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Meine Kollegin Marlene Kess war in ihrer Rolle als Gerichtsreporterin in den letzten Tagen und Wochen wieder viele Stunden bei Prozessen und Urteilsverkündungen dabei, Wie ein sehr unschöner roter Faden hat sich dabei in den von ihr heute vorgestellten Fällen das Thema sexuelle Gewalt, Nötigung und Übergriffigkeit an Frauen durchgezogen. In den Erzählungen der Fälle wird es stellenweise recht bildlich und auch in der Wortwahl eindeutig. Wenn ihr mit diesem Thema nicht gut umgehen könnt oder es euch in irgendeiner Weise berührt und belastet, dann überspringt dieses Kapitel lieber oder hört es nicht alleine. Drei Männer wurden zu Haftstrafen verurteilt, nachdem sie in einem Hotel eine damals 19-Jährige vergewaltigt und ihren Tod in Kauf nehmt zurückgelassen haben. Marlen war bei der Urteilsverkündung dabei. Ebenfalls vor Gericht verantworten muss sich ein junger Mann, der in mehreren Fällen Frauen belästigt oder fotografiert hat und sogar bei ihnen eingebrochen ist, um Unterwäsche zu stehlen. Der dritte Fall ist der eines brutalen Überfalls an einer U-Bahn-Haltestelle mitten in der Stadt, bei dem nur durch Zufall das Schlimmste verhindert werden konnte. Auch hier war Marlen vor Ort und berichtet. Liebe Marlen, hallo. Hallo. Es ist schon wieder ein Weilchen her, dass wir hier gemeinsam saßen. Stimmt. Und über die aktuellen Prozesse, Urteile und... Sonstigen Dingen, die anstehen, an den Düsseldorfer Gerichten gesprochen haben. Das ist ja normalerweise so ein bisschen unsere kleine Rubrik außerhalb des normalen Rheinpegelflows, wo du uns auf dem Laufenden hältst. Tatsächlich ist in den letzten Wochen und Monaten irgendwie so viel passiert, dass wir jetzt ein wenig ausführlicher über drei Fälle, Urteile, Taten sprechen. Ich möchte zu Beginn sagen, es sind alles drei Fälle, die sich im Bereich sexuelle Gewalt an Frauen, sexuelle Nötigung und was damit zu tun hat. Ja, es sind drei sehr unterschiedliche, aber drei sehr unschöne Fälle, das muss man schon sagen. Ja, darum ist mir das immer wichtig, dass wir nicht so aus der kalten Reine starten. Das zieht sich jetzt sehr traurigerweise ein bisschen als roter Faden durch diese drei Fälle, die du mitbekommen hast, die du beschreibst und die du uns jetzt vorstellst. Genau, die wir so als Schwerpunkt dann zusammenfassen. Genau, der erste, darüber haben wir tatsächlich auch sogar schon gesprochen, als es angefangen hat. Der Prozess ist jetzt gerade zu Ende gegangen. Da ging es um die vielfache Vergewaltigung einer 19-jährigen jungen Frau in einem Hotel am Düsseldorfer Hafen. Da standen drei Männer vor Gericht zwischen 28 und 32 Jahren. Und damals haben wir vor allem darüber gesprochen, dass es so ungewöhnlich war, dass sofort nach Anklageverlesung die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde für das gesamte Verfahren. Das hat dann, glaube ich, insgesamt vier oder fünf Verhandlungstage gedauert, die ich mir natürlich alle nicht angucken durfte, logischerweise, weil es war ja... Sozusagen nicht öffentlich. Wurde damals eigentlich dann im Nachhinein doch der Grund genannt, warum? Also hat das mit dem Alter des Opfers zu tun? Aus Opferschutzgründen, also viel mehr sagen die dazu nicht. Aber die haben das damals schon auch gesagt, dass es aus Opferschutzgründen ist. Und ich denke schon, dass es auch eine Rolle gespielt hat, dass es ja Videos von diesen Vergewaltigungen gab, zum Teil, die dann natürlich auch Teil der Beweisaufnahme sind und auch abgespielt werden. Und ich glaube, das war dann insgesamt eine Situation, glaube ich, die sie dieser 19-Jährigen oder damals, 19-Jährigen ist jetzt ja schon drei Jahre her, nicht antun wollten. Und das ist jetzt zu Ende gegangen, vor zwei Wochen ungefähr. Das Urteil war dann tatsächlich, oder die Urteilsverkündung zumindest war öffentlich, die Plädoyer ist aber tatsächlich auch nicht öffentlich. Also so viel kann man dazu jetzt auch gar nicht unbedingt sagen, außer dass es zu Ende gegangen ist und welche Strafen dabei rausgekommen sind. Es war ja so die Frage, ob dieser versuchte Totschlag, der angeklagt war, weil die die, nochmal rekapitulierend, ja nach diesen Vergewaltigungen in ihrem eigenen Erbrochenen einfach haben liegen lassen. Und da stand eben eine mögliche Tötungsabsicht oder zumindest das billigend in Kauf nehmen, dass sie sich nochmal erbricht und vielleicht erstickt im Raum. Das konnten sie diesen Männern aber allerdings tatsächlich nicht nachweisen. Also wurden sie deshalb auch nicht verurteilt, sondern wegen dieser sexuellen Übergriffe. Und insgesamt sind da bei Haftstrafen zwischen vier und sechs Jahren bei herausgekommen. Und genau der Fall war ja so, dass einer von diesen Männern, der dann auch die längste Haftstrafe bekommen hat, die in einem Club am Hafen kennengelernt hat und alkoholisiert und unter Drogen gesetzt hat und dann mit in ein Hotel am Hafen genommen hat und, sich da in ihr vergangen hat und dann eben zwei Kumpels quasi kontaktiert hat, die dann auch vorbeigekommen sind und die vergewaltigt haben, während sie da in ihrem eigenen Erbrochenen lag und laut Staatsanwaltschaft quasi gar keine Reaktion mehr gezeigt hat. Genau, also dieses Verfahren ist zu Ende gegangen, mit doch recht hohen Haftstrafen, muss man sagen. Und ja, man kann nur hoffen, dass der jungen Frau es mittlerweile besser geht und die das irgendwie einigermaßen verwunden hat, was da passiert ist. Weil du sagst, relativ hohe Haftstrafen ist das, also was ist so ein Schnitt, was ist daran jetzt besonders? Also sagen wir mal, wäre es versuchter Totschlag noch mit einberechnet gewesen, wäre es natürlich deutlich höher gewesen. Aber so ist es bei Sexualdelikten, wenn das Ersttäter sind und in dem Fall war das so, die waren zwar zum Teil, glaube ich, vorbestraft wegen anderer Sachen, aber eben nicht einschlägig und dann sind es sechs Jahre schon, ist schon viel. Also vielleicht so zum Vergleich, dieser Vater, der seine Tochter vergewaltigt hat, darüber haben wir ja auch gesprochen, der hat ja vier Jahre gekriegt. Also es ist so. Man würde sich vielleicht gerade auch als Frau dann, oder würde man sich denken, das ist zu wenig, aber so im Strafrechtsrahmen ist das schon ein relativ hohes Urteil. Das ist ja sowieso, ich bin jetzt weder Kriminalreporterin noch Fachfrau natürlich auf diesem Gebiet. Ich auch nicht, also Reporterin ja, Fachfrau nicht. Aber ich finde sowieso diese Jahreszahlen, die manchmal stehen gegen natürlich, was das ein Leben lang bedeutet für die Leute, die geschädigt sind. Genau, und es ist ja auch immer diese gefühlte Gerechtigkeit. Aber natürlich gibt es eben auch immer Dinge, die dafür und dagegen sprechen. Und man weiß ja auch zum Beispiel nicht, haben die sich jetzt doch irgendwie dazu eingelassen? Also sowas zählt ja dann auch immer alles nochmal strafmildernd. Und das wird dann, wenn die Öffentlichkeit aus so einem Verfahren ausgeschlossen ist, auch nicht nochmal protokolliert und offengelegt. Protokolliert, ja, aber nicht offengelegt. Genau, also das heißt, du bist beim ersten Termin dabei und dann gibt es die Urteilsverkündung und was dazwischen passiert ist. Also in dem Fall war das jetzt so, aber das war wie gesagt wirklich sehr ungewöhnlich. Das sieht man jetzt ja auch bei den beiden Sachen, über die wir jetzt noch sprechen, die ja auch zum Teil massive Gewalteinwirkungen beinhalten. Da war dann die Öffentlichkeit eben zugelassen. Also es ist wirklich eine ungewöhnliche Entscheidung gewesen, aber ich hoffe im Sinne der Betroffenen. Das wollte ich auch gerade sagen, mit einem Hintergrund der Zugewandtheit. Der zweite Fall, den du mitgebracht hast, da geht es auch um Übergriffigkeit und Belästigung in einem noch etwas anderen Stadium sozusagen. Ja, genau. Die Überschrift, die du gewählt hast zum Stück dazu, ist ein Zitat, es fällt mir schwer, eine Erklärung für die Taten zu finden. Wer hat das gesagt? Er selbst. Also der Täter, das ist ein 28-Jähriger aus Düsseldorf. Nach allem, was man so weiß, also das haben jetzt ja auch inzwischen die betroffenen Frauen ausgesagt und so, also nach allem, was man weiß, relativ unauffälliger Typ. War auch im Gerichtssaal relativ unauffällig, normal gekleidet. Hat eben diese Taten, die ihm da vorgeworfen werden und das sind einige, eingeräumt. Da geht es um, ja zusammenfassend könnte man sagen, jahrelange und dutzendfache Belästigung von Frauen auf unterschiedliche Art und Weise. Also zum Teil hat er den Bekannten von ihm Videos, also sexueller Natur, unter anderem mit seinem Penis drin auch, geschickt, so Fotomontagen mit ihren Gesichtern und Sperma drauf. Zum Teil hat er aber auch zum Beispiel auf der Straße Frauen eine, ich zitiere aus der Anklage, Sperma-ähnliche Flüssigkeit auf den Rock gespritzt aus einer Flasche. Und sie dann danach, kurz danach angesprochen und sich als Polizeibeamter ausgegeben und gesagt, er habe gerade beobachtet, dass jemand ihr auf den Rock ejakuliert habe und er würde das gerne zur Anzeige bringen und dann hat die Frau ihm ihre Daten gegeben und dann hat er ihr später ein Video von dieser Tat geschickt und so und dann irgendwann ist es hoch eskaliert, dass der bei teilweise ihm bekannten Frauen eingebrochen ist, da Sachen mitgenommen hat und da sich auch daran vergangen hat und denen dann Fotos davon geschickt hat und so. Also es geht um ja wirklich verschiedene Arten von Vorwürfen, die alle sexuelle Belästigung, Nötigung, zum Teil auch Frauenverachtung als großes Thema haben, würde ich sagen. Der hat zum Teil auch so Fotosammlungen angelegt mit wirklich sehr despektierlichen. Namen dazu und hat das wirklich über Jahre irgendwie durchgezogen. Es gab mehrere Hausdurchsuchungen und er hat trotzdem nicht damit aufgehört und wenn man sich dann zwischendurch fragt, so wie ich das nämlich gemacht habe, warum wurde der eigentlich nicht mal verhaftet zwischendurch, ist die Antwort tatsächlich, die der Staatsanwalt mir darauf gegeben hat, dass bis er diese Einbrüche, also bis es zu diesen Einbruchstaten gab, es keine Tat gab, die eine Verhaftung rechtfertigt. Das muss man dann, glaube ich, einfach mal so wirken lassen. Aber tatsächlich muss man dann auch sagen, dass dann nach diesen Einbrüchen, das war nämlich im Frühjahr dieses Jahres, dann tatsächlich relativ schnell gegangen ist. Und der sitzt seitdem auch in Untersuchungshaft und steht eben jetzt vor Gericht, hat das alles auch eingeräumt. Und es wurde auch ein Gutachter dazu gezogen, der aber tatsächlich auch gesagt hat, also die Motivlage, wo der Mann ja auch selber sagt, er hat da keine Erklärung für. Also der hat irgendwie gesagt, es war so eine Art Kick in den Wohnungen rumzulaufen und deren Unterwäsche zu nehmen und da drauf zu ejakulieren und davon Fotos zu machen und so. Aber darüber hinaus Probleme mit Frauen, also diese klassischen Dinge, die einem Fläche in den Kopf schießen, das jetzt alles nicht. Und auch der Gutachter sagt, es liegt keine Persönlichkeitsstörung vor. Keine Sexualstörung, die irgendwie eine Erklärung sein könnte für diese Taten. Ich finde das immer, wenn ich da mal kurz einhacken darf, und auch das berührt natürlich wieder ein Feld, wo ich jetzt keine Expertin bin, sondern nur meine Gefühle habe. Aber das ist ja auch dieses, natürlich gibt es GutachterInnen, die das nachvollziehen und prüfen und so, aber also irgendein Problem zum Beispiel auch mit Frauen scheint es ja schon zu geben. Genau, also ich würde auch sagen, also irgendein Problem mit Frauen wird die Sammlung schon haben. Und da ist dann immer die Frage, das muss halt erst dann was passieren, was sozusagen wie in eine Liste passt, also ja Einbruch und dann kann halt auch der Rest irgendwie beleidigen. Also es ist natürlich irgendwie schon davor auch was passiert. Es wurde ja ermittelt, die Frauen haben zum Teil Anzeige gestellt, aber es war irgendwie anscheinend nie so, dass es tatsächlich mal zu einem Prozess gekommen wäre. Und dann mit diesen Einbruchsteilen und der Festnahme und jetzt haben die, glaube ich, so fünf oder vier Anklageschriften zusammengefasst zu einem Verfahren und das läuft jetzt eben und geht nächste Woche zu Ende tatsächlich. Ja. Und ja, aber genau, das habe ich mich eben auch gefragt, wenn das über Jahre geht. Ja, und da ist ja auch die Frage, es ist ja auch einfach eine Form von Gewalt. Ja, es geht dann ja auch zum Teil in den höchstpersönlichen Lebensbereich. Also das ist ja vielleicht, es ist natürlich was anderes als eine Vergewaltigung, ja, aber es geht natürlich trotzdem ins Innerste oder in so eine Urangst. Das eigene Zuhause, wenn das missbraucht wird, für solche Sachen fotografiert wird, eingebrochen wird. Dann auch mit so einem Hintergrund, das stelle ich mir auch schlimm vor. Was ist da, also steht da schon was an, also Zeitstrahl ist, dass es jetzt weitergeht. Aber was könnte da die Konsequenz sein? Auch, also ich habe mal kurz so mit der Stadt, also eine mehrjährige Haftstrafe steht im Raum. Also genauer kann man es jetzt tatsächlich noch nicht sagen. Stand jetzt, aber der wird schon in Haft gehen. Wenn du mehr weißt, sagst du hier Bescheid. Genau, nächste Woche wird geurteilt. Der dritte Fall ist irgendwie wie schon vorhin angekündigt, es bleibt trist hier und wirklich nicht sehr schön. Auch der dritte Fall hat mit Übergriffigkeit zu tun, beziehungsweise mit sexueller Gewalt. Und auch da hast du ein Zitat für die Überschrift Gewalt. Ich glaube nicht, dass sie jemals wieder zurück nach Deutschland kommt. Und das ist ja auch eine Aussage, hinter der sehr, sehr, sehr viel steckt. Genau, also da, auch dieser Fall berührt so ein bisschen eine Urangst von Frauen, glaube ich. Weil da ist ein sexueller Übergriff passiert an einer Haltestelle, an einer U-Bahn-Haltestelle nachts. Und wo eben kein anderer da war. In der Stadt. Mitten in der Stadt. Mitten in der Stadt. An einer U-Bahn-Haltestelle, die sonst zu anderen Uhrzeiten sehr gut besucht ist, aber nicht um 4 Uhr nachts. Und da war eine junge Frau, 27 Jahre alt, auf dem Rückweg von der Arbeit. Die hat in einem Restaurant gearbeitet und wollte nach Hause. Und dann traf sie eben auf den Angeklagten. Der ist 34 Jahre alt und stand zu dem Zeitpunkt nachweislich. Also sie hat die Taten alle eingeräumt, dazu komme ich später noch. Also man kann jetzt auch sagen, der Täter, aber trotzdem. Massiv unter Drogeneinfluss. Ja, und hat dann erst sich neben sie gesetzt und angefangen an sich rumzuspielen. Und hat sie dann irgendwann hingestellt vor sie. Und in dieser Situation ist sie dann aufgestanden und wollte gehen. Und dann hat er sie niedergerissen und versucht zu vergewaltigen. Und was an diesem Verfahren wirklich schwer, also neben den Vorwürfen schwer zu ertragen war, ist, dass es das von natürlich ein Video gibt, weil das ja eine U-Bahn-Haltestelle war, der moderneren Art. Und da gibt es eben Videoüberwachung. Und da wurde das alles ziemlich detailliert festgehalten. Und sich dann so minutenlang anzugucken, wie sie kämpft und sich wehrt. Und er zieht sie immer wieder runter und er schlägt ihr ins Gesicht und er schlägt ihr auf den Hinterkopf. Das war schon wirklich hart, muss ich sagen. Ich habe mir jetzt ja schon einige solche Sachen angehört, aber das dann zu sehen, da wurden die Minuten schon ziemlich lang. Und das hat man auch im Gerichtssaal schon deutlich gemerkt, dass das an die Nieren ging. Auch nicht nur mir, sondern ich glaube irgendwie allen, die da saßen. Und dieses Zitat, was du anfangs erwähnt hast, bezieht sich natürlich auf diese 27-Jährige, die kommt ursprünglich aus Japan und die ganze Familie wohnt in Düsseldorf. Aber ihre Anwältin hat mir eben gesagt, dass die junge Frau nach dieser Tat nach Japan zurückgegangen ist, obwohl sie da eben ganz alleine ist, weil es ihr so schlecht geht und weil sie so traumatisiert ist von diesem Vorfall. Und die sagt halt, sie glaubt nicht, dass die nochmal irgendwann zurückkommt. Und die fordern auch Schmerzensgeld, nicht unter 10.000 Euro, hat sie mir gesagt. Und was vielleicht noch besonders war, was ich eben schon angedeutet habe, ist, dass der eben wirklich jedes, ich meine, es ist auch auf Video zu sehen, aber natürlich ist so ein Video nochmal, also man sieht es, aber man sieht ja auch nicht jedes kleine Detail, der hat wirklich alles eingeräumt. Also jeden Faustschlag, den Versuch ihr, die Hose runterzuziehen, dass er ihr unter die Kleidung gefasst hat, dass er sie wieder runtergezwungen hat. Also ganz, ganz, ja, also ganz schlimm. Genau, der ist 34 Jahre alt. Und sollte zwei Tage später nach Griechenland, also der kommt ursprünglich aus Griechenland, nach Griechenland abgeschoben werden tatsächlich und war nur in Düsseldorf, um sich von seiner Familie zu verabschieden, hieß es in der Erklärung seines Verteidigers, ist dann aber völlig im Drogenmilieu versumpft und im Zuge dessen dann eben sehr zum Nachteil dieser jungen Frau da im März an dieser U-Bahn-Haltestelle aufgetaucht. Und auch der konnte sich das nicht, also er sagte, er kann sich nicht erklären, woher dieser Ausbruch an Gewalt kam. Bei allen dreien Fällen fällt mir gerade auf, sind auch Drogen ein roter Faden? Ja, auch, genau. Dieser Fall ist ja dann…, Oder die Tat wurde ja unterbrochen von jemandem, der aus einem riesengroßen Zufall dann an diesem sonst menschenleeren Bahnsteig irgendwie aufgetaucht ist. Auch noch ein Polizeibeamter, zufällig. In Privat quasi, in Zivil. Der tauchte auf der anderen Seite der Gleise auf und sagte, der hat auch ausgesagt am Montag, als das angefangen hat, und hat gesagt, ihm sei relativ schnell klar geworden, dass da irgendwas nicht stimmt. Und der hat dann eben sofort seine Kollegen angerufen, wie er gesagt hat, und ist aber auch rübergelaufen. Und als er dann zu sehen war, hat dieser Mann sofort von der Frau abgelassen und hat dann danach wirres Zeug erzählt, sie hätte ihn angegriffen und so. Und dieser Polizeibeamte hat aber auch gesagt, die Frau stand völlig unter Schock, die hat gezittert, die hat gar nichts gesagt. Also er hätte schon relativ schnell sich gedacht, in welche Richtung diese Nummer geht. Und ja, man kann wirklich von großem Glück sagen, dass der, also ich meine, es ist natürlich trotzdem was Schlimmes passiert, aber es hätte ja vielleicht noch Schlimmeres passieren können. Und es war wirklich, also man wusste, also die haben das Video ganz am Schluss dieses Verhandlungstages gezeigt, da wusste man schon, dass irgendwann jemand kommt und das endet. Und ich glaube, alle saßen da die ganze Zeit und dachten so, Gott, wann kommt dieser Mann endlich? Wann taucht endlich dieser Mann auf, dass dieses Martyrium von dieser Frau ein Ende hat? Also das muss man, das war schon wirklich, das war schon wirklich intensiv, irgendwie das mitzuerleben. Während du das erzählst, also bei allen drei Fällen und jetzt zum Ende auch, wir sitzen uns ja gegenüber, ich sehe dich im Gegensatz zu den uns Zuhörenden, du bist aufgebracht, also dich nimmt das natürlich, natürlich, natürlich mit, das sehe ich dir an, das hört man dir an. Und ich habe mich das das letzte Mal schon gefragt, wenn es gerade um solche Fälle geht, aber eigentlich ja immer, also wir reden ja hier auch über andere Gerichtsverhandlungen, also wenn Leute wegen Betriebsspionage oder Einbrüchen und so... Gibt es, wenn jetzt zum Beispiel solche Videos gezeigt werden vor Gericht, gibt es danach irgendwie die Möglichkeit, sich auszutauschen vor Ort? Also gibt es so eine Art Supervision? Das interessiert mich gerade im Moment, in diesem Moment einfach, fällt mir das ein. Also, dass alle selber dafür verantwortlich sind, das dann wahrscheinlich irgendwie zu verknapsen, ist das eine. Aber gibt es da irgendwie einen Ort, eine Gelegenheit, das irgendwo auch zu lassen? Das ist eine sehr gute Frage, die ich vielleicht mal den Leuten stellen müsste, die mit sowas öfter zu tun haben. Also ich glaube schon, dass es für... Staatsanwältin und Staatsanwältin und Richterin und Richter schon so eine Art. Ja, aber ich meine tatsächlich ganz gezielt für Leute, die diesen Prozessen beiwohnen, halt in anderen Rollen. Eben nicht, also zum Beispiel als ReporterInnen. Also für mich wüsste ich jetzt tatsächlich, glaube ich, gerade nicht. Ich habe mich danach tatsächlich mit der Anwältin unterhalten und das war auch ganz gut. Also weil das ja schon manchmal bei uns auch ein bisschen, ich kann mir auch vorstellen, dass sowas angekündigt wird, aber man weiß ja nie, was einen da wie trifft und auch was man hört und so. Und klar, wie gesagt, also man hat natürlich auch selber in der Hand und schätzt sich selber gut ein, Aber das fände ich so oder so mal spannend irgendwie, ob es so eine Art Ort dann gibt, wo man auch als BeiwohnerInnen das irgendwie. Ich glaube, offiziell nicht. Man kann sich natürlich mit den anderen ReporterInnen, wenn da noch welche sind, unterhalten. Oder jetzt in meinem Fall mit der Vertreterin der Nebenklagen, mit der Anwältin von dieser jungen Frau, die übrigens auch natürlich zum Prozess nicht da war. Also die ist in Japan, die wurde im Vorhinein audiovisuell vernommen. Also das gilt ja dann sozusagen als gerichtsfähige Aussage. und die wird auch nicht kommen. Genau. Und ja, also ich glaube tatsächlich, eine offizielle Stelle gibt es nicht. Und ich muss auch tatsächlich sagen, dass mich seit langer Zeit nichts mehr, glaube ich, so mitgenommen hat wie dieses Video. Also ich habe das Gefühl, eigentlich bin ich nichts hart beseitigt. Ich glaube, sonst könnte ich einen Job auch nicht unbedingt machen in der Form oder zumindest nicht in der Häufigkeit. Aber das war schon wirklich schwer zu ertragen. Und ich glaube, das ging auch. Also die Nebenklageanwältin sagte auch, die Staatsanwältin hätte ihr vorher gesagt, Das ist schwer zu ertragen, aber sie hätte sich auch nicht so schlimm vorgestellt. Vielen Dank, dass du uns da... Ach so, da fällt übrigens auch nächste Woche das Urteil. Also können wir beides dann auch irgendwann in den nächsten Wochen nochmal kurz anreißen. Ja, also vielen Dank, dass du uns durcherzählt hast, dass du das dann auch jetzt hier zum Ende noch geteilt hast, was das mit dir macht. Das ist ja auch wirklich nicht unwichtig, das vielleicht auch mal, das dahinter so ein bisschen zu erzählen, weil natürlich... Journalistischen Bereich ist man mit allem befasst und genau, es gibt in alle Richtungen Ausschläge. Und manchmal fällt es schwer. Manchmal fällt es schwer. Vielen Dank. Sehr gerne. Immer gerne. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Der Worringer Platz nahe dem Ein Düsseldorfer Hauptbahnhof ist schon lange und immer wieder ein Thema, auch in diesem Podcast. Immer wieder gibt es Pläne und Ideen, das Miteinander der verschiedenen sich dort aufhaltenden Gruppen immerhin etwas zu entzerren und verträglicher zu gestalten. Denen, die das Bedürfnis dazu haben, Möglichkeit zum Rückzug zu bieten und Strukturen zu schaffen, die das Konsumieren und vielleicht sogar Handeln von und mit Rauschmitteln immerhin überschaubarer zu machen. Und doch herrscht oft das Gefühl vor, dass Stillstand herrscht, nicht zurecht angestoßen oder gar zu Ende geführt wird. Einen Überblick zur aktuellen Lage gibt meine liebe Kollegin Verena Keensbock. Verena Keensbock in the house. Hi. In my house. Ich tue ja immer so, ne? Jeden Mittwochmittag bis Frühnachmittag gehört der Konferenzraum der Rheinischen Post Lokalredaktion Düsseldorf mir. Und ich empfange dich und euch immer sehr gerne. Ich glaube, wir haben das noch nie so richtig beschrieben, unseren Zuhörenden. Also wir sitzen hier und das Gute an unserem Podcast-Aufbau ist, wir haben ja kein Studio, wo das fest installiert ist, sondern wir sitzen hier mit so richtig coolen Headsets. Und dementsprechend beweglich sind wir ja auch und wir können gestikulieren und wir können theoretisch auch wahrscheinlich während wir sprechen um diesen riesengroßen Tisch hier rumrennen, machen wir aber nicht. Wir sitzen uns gegenüber, ich wollte nur mal hier die Leute mit reinholen, wie sich die Lage hier eigentlich immer gestaltet. Und dann sitze ich hier immer so und dann nach und nach trüben hier die KollegInnen ein und bringen mir Themen und sprechen mit mir. Ich finde, das Schöne ist vor allem, dass wir quasi in einem Glaskasten sitzen und zwischendurch immer mal jemand durch diese Streifen, die so ein bisschen als Sichtschutz angemacht sind. Aber irgendwann gucken wir so zwei Augen durch. Ja, das stimmt. Wir sitzen ja jetzt gerade. Ach, schon wieder? Ja, genau. Das ist irgendwie doch, wir sitzen hier mittendrin und sind trotzdem in Ruhe. Das ist sehr schön. Wir sprechen heute über ein Thema, über das wir wirklich schon ein paar Mal gesprochen haben. Wie ist das eigentlich? Man fängt irgendwann zufällig an, aufgrund von einer von der Stadt versandten Pressemitteilung über eine bauliche Entwicklung an einem Ort zu schreiben. Und plötzlich klebt man da fest und drei Jahre später berichtet. Also nein, das ist ja nicht. Also man begleitet das und dann tun sich irgendwie immer mehr Sachen auf, die da drumherum passieren, oder? So ist es. Also wir haben ja irgendwie mehr oder weniger Themengebiete, die uns zugeordnet sind. Und bei mir gehören eben auch Kriminalität und Sicherheit dazu. Und da brauchst du ehrlich gesagt nicht lange, bis man am Wochenende Platz vorbeikommt. Ja, das stimmt. Du kommst ja wahrscheinlich auch immer mal tatsächlich am Wochenende Platz vorbei. Ich nämlich auch. Also auf dem Weg von hin und zurück. Mal unbewusst und mal bewusst. Also natürlich manchmal einfach, wenn ich auf dem Weg irgendwo hin bin und mich tierisch darüber ärgere, wie schlecht man da mit dem Fahrrad entlangfahren kann. Und ganz oft bin ich aber natürlich auch da, um Berichterstattung zu machen. Ja, und ich finde, also ich war tatsächlich letzte Woche, bin ich auch über den Worri gelaufen und da ist mir wieder eingefallen oder aufgefallen, worüber wir auch schon gesprochen haben, das ja... Und was beide Seiten, also das ist das Besondere, aber natürlich dann auch das, was für Anstoß sorgt oder ein Stein des Anstoßes ist, es ist einfach mittendrin. Also drumherum sind ja auch wirklich Restaurants, wo man hingehen kann, Cafés, Eisdielen, da ist das Kapitol, da ist das Tanzhaus, da ist der Hauptbahnhof. Also es ist ja so mittendrin, dass man deswegen natürlich auch so viel mitbekommt, was passiert, weil man sich da trotzdem aufhält. Also es gibt bestimmt auch andere Orte in der Stadt, wo sich bestimmte Szenen ballen oder auch in anderen Städten, die einfach ein bisschen weniger sichtbar sind. Aber ich finde, am Worringer Platz ist ja eigentlich auch mit dieser Kunstinstallation. Die ja bis vor nicht allzu langer Zeit auch noch mittendrin war, also es ist ja einfach auch ein Ort, wo wir uns viel bewegen und deswegen halt sehen, was passiert beziehungsweise was nicht passiert. Das ist ein richtiger Präsentierteller, finde ich auch, ja. Jetzt haben wir ganz viel über Bewegung gesprochen und sich darüber wegbewegen und darauf hin und darüber hinaus bewegen über diesen Platz. Das Stück, was gerade aktuell von dir dazu auf RP Online ist und auch in der Zeitung war, titelt aber Stillstand am Worringer Platz. Es gibt keine sichtbaren Erfolge, das ist ein Zitat. Wer hat dieses Zitat gesagt und welcher Stillstand ist gemeint? Sicher nicht der von Bahn, Bus und Leuten, die da drüber laufen und radeln. Ja, genau. Ich habe mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen gesprochen. Ich recherchiere jetzt schon seit einiger Zeit immer wieder zum Worringer Platz und bin auch für diese Recherche nochmal mit ganz offenen Augen die üblichen Treffpunkte abgelaufen, an denen sich viele Drogenabhängige und Obdachlose, die alle, man zu dieser ja eigentlich sehr diversen Szene zurechnen kann, die sich da aufhalten. Und ich habe unter anderem mit einem Anwohner gesprochen, Christian Tilg, der sich in ganz vielen Gremien engagiert und ganz offen auch immer die Probleme anprangert. Also er sagt auch, wenn er was gut findet, muss man dazu sagen, also er meckert nicht nur, aber er hat halt wirklich gesagt, es tut sich nichts. Und das, obwohl es ja extra ein Sicherheitsprojekt ins Leben gerufen wurde, um die Lage da zu verändern und auch die Aufenthaltsqualität wieder ein bisschen zu erhöhen. Und was sind diese Schritte, beziehungsweise auf welche warten wir noch? Also was ist der Stillstand? Ja, also es hat sich natürlich ein bisschen was getan. So ist es nicht. Es gibt, wie gesagt, seit ziemlich genau einem Jahr, deshalb war das jetzt ein guter Zeitpunkt, um das nochmal zu rekapitulieren, dieses SIBU-Projekt, Sicherheit im Bahnhofsumfeld. Darf ich ganz kurz einhaken, was ist eigentlich aus dem Zürcher Modell geworden? Ja, auch das gehört zum SIBU-Projekt. Es gab da einige Sachen, die angestoßen wurden. Es gab auch sehr viele Runden und Gremien, in denen Sachen beschlossen und besprochen wurde. Also es ist gar nicht so, dass man sich, glaube ich, nicht bemüht. Es wurden zum Beispiel die Beleuchtung verbessert. Das war was, was die Anwohner zum Beispiel auch sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Weil sie sagen, das verbessert durchaus das Sicherheitsgefühl. Die Reinigung wurde erhöht. Und als ich da war, ist auch gerade jemand langgelaufen und hat da den Müll aufgepickt, was aber zu unterschiedlichen Uhrzeiten auch schon wieder völlig verschwunden ist, ehrlicherweise. Da sieht es dann wieder genauso schlimm aus wie vorher. Und es gibt zum Beispiel anhand dieses Züricher Modells, die Züricher haben ein ziemlich ausgefeiltes Modell, um mit der Drogenszene umzugehen in ihrer Stadt. Daran angelehnt hat die Stadt auch so Teams eingeführt, zumindest testweise, die dann zusammen, also es ist ein Ordnungsamt zusammen mit Gesundheitsamt. Streetworkern, Also so eine Kombi, die dann wirklich direkt auch die Leute ansprechen und fragen, ob sie was brauchen und Hilfsangebote machen. Auch die sind unterwegs und trotzdem sind immer noch genauso viele Menschen wie vorher da, vielleicht sogar mehr Menschen da als vorher und sie bewegen sich halt weiterhin im öffentlichen Raum, was natürlich ihr gutes Recht ist. Aber sie konsumieren da offene Drogen. Es werden offene Drogen verkauft. Und das ist natürlich eine riesige Belastung für alle Menschen, die da vorbeikommen, die da wohnen, die da Geschäfte treiben. Ja, und auch, weil ich das eben schon versucht habe, so dieses Bild zu zeichnen. Das ist ja jetzt dadurch, dass da auch die Zentralbibliothek ist und der große Supermarkt und das FFT und so zentral auch. Also vom Schauspielhaus, da ist ja jetzt das junge Schauspiel drin. Also dieses Zusammenleben verschiedener Welten funktioniert ja aber auch in der Theorie schon, weil man kann es da halt baulich irgendwie herstellen. Aber ich finde nämlich, der Warrior hat sich so ein bisschen ausgebreitet, Gen-Hauptbahnhof, was das Bild angeht, an Menschen, die sich halt aufhalten und zum Beispiel offen Drogen konsumieren, wenn man das jetzt einfach mal so sagt. Ich finde, der Eingang zur Zentralbibliothek beziehungsweise in dieses ganze, wie heißt das, Kap 1? Kap 1. Gegenüber vom Uferpalast. Also. Da bin ich schon öfter an menschlichen Exkrementen vorbeigelaufen, als ich jetzt dachte, wenn ich mir vielleicht da ein Buch ausleihe. Also das ist ja auch, das hat sich ja, ich weiß nicht, ob da die Idee war, dass sich das verbessert, aber ich habe das Gefühl, da ist es zum Beispiel ein bisschen doller auch geworden. Die Idee war ja, den Worringer Platz zu entzerren. Deshalb hat die Stadt da ja, da waren ja so große Glasbänke, die wurden abgerissen, da war eine Pizzeria, die wurde abgerissen. Man hat erst mal Platz geschafft auf diesem Platz. Weil es teilweise so eng war und die Leute da so eng auf kleinem Raum zusammenhockten, dass das auch immer wieder natürlich zu Streitigkeiten und auch wirklich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen auch kam. Das hat sich tatsächlich wohl ein bisschen verändert. Habe ich auch so im Gespräch mit der Drogenhilfe erfahren. Es war deren Eindruck, dass es weniger gewalttätige Auseinandersetzungen gibt. Eben weil sich diese Gruppen, die ich habe es ja gerade schon angedeutet, kann man natürlich alle irgendwie dieser Szene zurechnen. Aber die sind halt sehr unterschiedlich und die verstehen sich auch nicht unbedingt immer alle untereinander. Die können sich jetzt ein bisschen an unterschiedlichen Orten aufhalten. Wie du sagst vor der Zentralbibliothek, auf dem Immermannhof, da sind ja so Container aufgestellt. Die wurden zumindest an dem Tag, als ich jetzt zuletzt da war, auch wirklich stark genutzt. Da waren echt viele Leute drin. Und eben auch wieder auf dem Worringer Platz, der irgendwie zwischendurch ziemlich verwaist war, sind jetzt auch wieder Leute zurückgekehrt. Also es hat sich verlagert. Ob das jetzt besser ist, ist, glaube ich, ein bisschen eine Frage der Perspektive. Ja, es geht ja auch gar nicht darum, was verstecken, weg zu ignorieren, einfach zu übergehen. Sondern es geht ja wirklich auch darum, um zu versuchen, Orte zu finden, wo es vielleicht ein bisschen entzerrt wird, wo es vielleicht ein bisschen den jeweiligen Szenen gerecht werden kann. Zum Beispiel gibt es ja die Drogenhilfe, die ja einen Hinterhof, einen Innenhof hat, das Gebäude. Und da gab es ja die Idee oder den Plan gibt es immer noch, dass man da auch was hinmacht. Und zwar eben nicht, um... Verstecken und den Leuten nicht mehr sichtbar zu machen, sondern einfach, ich habe das eher verstanden als wie so ein auch geschützter Raum für Leute, die dann da sich aufhalten und genau und das ist ja was, was einfach schon sehr lange. Im Innenhof im Raum steht, aber wonach nicht so recht was passiert ist, da geht es auch in deinem Stück drum, ich finde vielleicht kann man an diesem Exempel mal so ein bisschen statuieren, was dieser Stillstand tatsächlich auch noch Absolut, genau, das ist auch gut, dass dass du das nochmal sagst, also es geht nicht darum, die Leute einfach wegzuschaffen, sondern eben einen vernünftigen Aufenthaltsort zu finden und Sozialarbeiter fordern das wirklich schon seit Jahren, dass es irgendeinen, alternativen Ort gibt, wo diese Menschen sich treffen können, wo die Belastung für den öffentlichen Raum einfach geringer ist. Ja und auch vielleicht für die, also dass es eben nicht dann zu Auseinandersetzungen kommt und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und zu Konflikten, die man vielleicht durch dieses etwas voneinander abschirmen oder wie auch immer man das nennt, einfach. Schon antizipiert und deswegen vielleicht ein bisschen abschwächt. Und im besten Fall natürlich auch irgendwie verbunden mit Angeboten, sodass man irgendwann also den Zugriff auf die Leute bekommt, Vertrauen schafft, also so wie das Sozialarbeit ja immer tut und dann irgendwann ernsthafte Hilfsangebote machen kann. Das ist im Innenhof der Drogenhilfe geplant, dass ich davon das allererste Mal gehört habe, inoffiziell. Ich kann es nicht genau zurückverfolgen, aber ich würde behaupten, es ist schon zwei Jahre her. Und es hat schon, Und auch da zu dem Zeitpunkt war die Idee nicht gerade neu geboren. Und jetzt im Juni war es dann so weit, dass die Stadt verkündet hat, wir machen das. Wir wollen den Innenhof der Drogenhilfe umbauen und da eine Aufenthaltsfläche schaffen. Das war halt immer auch so die Forderung, dass es wirklich öffentlich zugänglich ist, damit man die Leute auch wirklich dahin bekommt. Also nicht irgendwie abgeschlossene Räume, sondern wirklich auch ein offener Aufenthaltsort unter freiem Himmel. Und da ist jetzt aber, seit Juni gab es die Ankündigung und bislang ist da nicht wirklich was passiert, zumindest nichts Offizielles. Ich habe natürlich auch mit der Drogenhilfe gesprochen. Auch die kannten noch keinen Zeitplan. Die wissen, dass dieser Innenhof entwickelt werden soll. Das dauert natürlich ein bisschen, um da eine Infrastruktur zu schaffen. Also es soll schon auch hergerichtet werden. Das war von Anfang an der Plan. Aber bislang gab es halt tatsächlich keine Bewegung in dieser Sache. Ich meine, dass Sachen hier geplant werden und dann ein bisschen dauern, das kennen wir ja auch aus anderen Zusammenhängen. Das ist ja vielleicht jetzt auch nichts Ungewöhnliches, auch in so einer Stadt. Das muss natürlich durch verschiedene Stufen durch und so. Ich finde immer in diesen Hinsichten und da sind zwei Jahre, finde ich, wirklich nochmal was anderes, als vielleicht zwei Jahre bei. Riesen Bürokomplex Bauvorhaben oder Abriss oder Umstrukturierung oder sonst was, weil da, weil ich mir da vorstelle, dass es ja auch mit relativ kleinen Schritten schon so sein kann, dass ein Effekt erzielt wird. Also man muss es ja, ich sage das ganz blauäugig und salopp und natürlich habe ich auch keine Ahnung von den ganzen Sachen, die dahinter stecken und, Regeln und Auflagen, aber ich stelle mir vor, wenn es so einen Innenhof gibt, da wahrscheinlich erstmal, könnte man doch erstmal Sitzgelegenheiten schaffen, dass man sich da überhaupt aufhalten kann. Also um schon mal einen ersten Schritt zu machen. Da finde ich, sind dann zwei Jahre wirklich relativ lang. Also man muss sagen, die zwei Jahre ist das, was inoffiziell war. Offiziell seit Juni, aber auch da sind ja vier Monate vergangen. Und der Sommer ist jetzt vorbei. Ich habe mit der Dezernentin gesprochen, die dafür zuständig ist. Und die sagte mir, die Pläne hätten sich ein wenig geändert. Und zwar angedacht, eben sowas mehr oder weniger provisorisches zu machen. Das wolle man jetzt aber doch nicht, sondern stattdessen irgendwie eine langfristige Lösung schaffen. Also man könnte da wirklich Container oder ein richtiges Gebäude hinsetzen. Zum Beispiel ein Caféangebot. Man möchte gerne... Räume für medizinische Untersuchungen, für Ruhe, also wirklich Ruheräume mit Betten, wo die Menschen sich ausruhen können, weil der Bedarf ist offenbar da und das dauert eben. Einen genauen Zeitplan gibt es offiziell bislang zumindest noch nicht. Ich habe gehört, dass es auch Uneinigkeiten mit dem Eigentümer gegeben haben könnte, was diesen Prozess in die Länge gezogen haben könnte. Also das wäre eine nicht offizielle Erklärung, die dafür spricht. Das, wie gesagt, das kann und mag ja auch alles immer sein. Ich habe jetzt gerade nur gedacht, du hast eben schon erwähnt, die Container am Immermannhof, die natürlich auch irgendwie da sind, um Schutz zu bieten. Und auch da ist natürlich so ein Innenhof noch mal was anderes als eine freie Fläche. Ob es da nicht irgendwie die Möglichkeit gibt, es kommt jetzt einfach der Winter. Also es geht ja auch ein bisschen, und dann ist ja Provisorium hin oder her. Und dann kann man ja trotzdem, sagen, okay, in echt machen wir das alles noch, aber also gibt es da nicht auch den Blick dafür oder, das Bewusstsein über den Bedarf, dass ja auch im Winter sich Menschen, die halt keinen festen Wohnsitz haben oder sich viel. Auf offener Straße aufhalten. Also die brauchen einen Ort einfach erstmal, um zu sein und dann, das Café ist natürlich eine wunderschöne Idee, aber, Aber vielleicht erst mal nicht so wichtig wie ein geschützter Raum. Ja, also die Stadt möchte die Container bald wieder abbauen, da haben wir immer mal einen Hof. Das war ja von Anfang an als temporäre Lösung gedacht und will zusammen mit den anderen, es gibt ja auch immer so Räume, um sich aufzuhalten im Warmen, für Obdachlose zum Beispiel. Auch da soll es ein Angebot geben zusätzlich, was halt wirklich, also was die Drogenhilfe immer wieder betont. Und das gilt auch für den Innenhof, ist, dass das eben so attraktiv sein muss, dass die Leute das auch wirklich nutzen. Ich erinnere mich, dass wir auch da schon drüber gesprochen haben, dass das eine ist das andere, es gibt das Angebot dann im Zweifel, aber es muss natürlich auch angenommen werden. Und bei Attraktivität sprechen wir davon, dass die Leute drogenabhängig sind und Drogen konsumieren müssen. Und wenn sie das da nicht dürfen. Dann kommen die wahrscheinlich auch nicht. Das ist halt irgendwie für gesunde Menschen oft schwer nachvollziehbar. Und ich kann es glücklicherweise auch nicht so richtig verstehen, aber es ist tatsächlich so, dann halten die sich lieber in der Kälte unter freiem Himmel auf, weil sie da Crack rauchen können, als drinnen. Irgendwie in einem geschützten Raum. Und das ist halt wirklich die große Krux. Die Stadt hat sich ja auch schon dazu bekannt, sozusagen, dass sie das gerne tolerieren möchte. Auch den Mikrohandel, also wirklich so den Handel mit kleinsten Mengen. Aber auch da gibt es noch irgendwie keine richtige, endgültige Lösung und noch kein richtiges Bekenntnis zu. Ja, ich verstehe. Liebe Verena, vielen Dank, dass du uns ein weiteres Mal auditiv mit auf und über den Worringer Platz genommen hast. Und ja, da sind die aktuellen Entwicklungen bzw. Nicht-Entwicklungen geschildert. Und ich bin sehr sicher, das war nicht das letzte Mal. Und wenn es etwas zu berichten gibt, dann werden wir das von dir erfahren. Auf jeden Fall. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. In dieser Stadt ist ja auch wirklich immer was los. Fischmarkt, Gourmet-Festival und bald natürlich Weihnachtsmarkt. Bevor aber Baumschmuck und Glühwein ausgepackt werden, ist nochmal Kirmes. Ja, richtig gehört, nicht nur im Frühjahr und Sommer, sondern auch jetzt. Ende Oktober kann man so viel Zuckerwatte und Pommes essen, bis einem schlecht wird und man darauf dann eine Runde Autoscooter oder Breakdance fährt. Am Tonhallenufer stehen die SchaustellerInnen bis Halloween. Was es Neues gibt, warum zum Ende schnell abgebaut werden muss und wie das Thema Feuerwerk nach dem tragischen Unfall im Sommer behandelt wird, das weiß Christopher Trinks. Christopher, ich liebe ja den Herbst und du? Bin ich auch großer Fan von. Ja, bist du Herbstmensch? Ich spazier da sehr gerne. Ja, ne? Wenn es so ein bisschen crispy ist, die Luft. Also ein bisschen kalt, aber auch so sonnig. Also so ein goldener Herbsttag hat was. Ich finde auch so ein nebelverhangener Nieselregenherbsttag hat auch was. Auch draußen. Aber es gibt dann nur so dieses Zeitfenster von ein, zwei Wochen, finde ich, wo das schön ist, weil sobald dann die goldenen Blätter weg sind und noch der kahle November da ist, der dann auch noch ungemütlich ist, bis März. Unangenehm. Dann kommt die Weihnachtszeit und da gibt es dann Kekse. Also das alles ist immer schön, jeder Monat hat was für sich. Aber also Herbst finde ich toll, also finde ich einfach toll. Trotzdem rutsche ich manchmal in eine etwas herbstblusige Stimmung. Ich weiß nicht, wie es dir da geht. Also der Herbst ist ja auch eine Jahreszeit der Rekapitulation und ein bisschen. Es gehen halt Dinge zu Ende. Witzigerweise, das muss ich jetzt hier nochmal kurz auf persönlicher Ebene einstreuen, also Herbst ist ja mein Frühling. Also was Leute so im Frühling haben, dieses geht jetzt los und irgendwie Aufbruch und so. Diese Gefühle habe ich eher im Herbst, aber die bürgen ja auch eine Melancholie in sich. Also du läufst dann erst zur Hochform, erst Ende des Jahres. Ich pieke im Herbst, wirklich. Aber ich bin ja auch im September geboren. Ich bin ein Herbstkind, tatsächlich. Ich mag auch den Frühling. Aber dieses Magische habe ich eher im Herbst. Ja, Wahnsinn. Tatsächlich. Trotzdem bin ich auch manchmal kacke drauf, wenn ich rausgekomme. Und ich merke, das wird heute gar nichts mehr mit hell werden und so. Aber Düsseldorf hat auch da ein Ass im Ärmel für uns alle, die vielleicht dann manchmal etwas trist aus der Wäsche schauen. Es gibt bunte Lichter und sich schnell bewegende Sachen am Turnhallenufer. Es ist Rhein-Kirmes. Herbst-Kirmes. Eigentlich musst du das drin lassen. Ist auch am Rhein. Es ist Herbstkirmes. Genau. Weil irgendwas ist ja immer in dieser Stadt. Am 23. Oktober geht es los, geht dann eine Woche? Bis 31. Oktober, genau. Also bis Halloweenende. Genau, und manche verbinden vielleicht Kirmes eher mit Sommer und Rheinkirmes und so weiter und so fort. Gibt es aber auch im Herbst. Was ist anders an der Herbstkirmes vielleicht als an der Sommerkirmes? Die ist ein bisschen kleiner. Gibt ja auch noch eine Frühlingskirmes dazu. Also Düsseldorf ist einfach eine Kirmesstadt. Ist so. Muss man so sagen. Die Herbstchemist ist sicherlich die kleinste von allen. Das geht jetzt nochmal zum Ende des Jahres hinzu. Also einfach die Anzahl der Schausteller ist einfach die geringste. Die Frühlingschemist, die ja auch an der selben Stelle ist, ist auch ein bisschen länger. Die Anzahl der Schausteller ist geringer. Es sind nur in anderen Abführungen 40 Schausteller. Im Frühling sind es 65. Und bei der Reinkommission ist ja noch viel, viel mehr. Es werden noch ein paar weniger Besucher erwartet und auch der Zeitraum ist damit ein bisschen verkürzt. Nichtsdestotrotz geht, also für die Schausteller ist jetzt tatsächlich nochmal Hochphase an. Also als ich da am Dienstag bei der Vorstellung war, zwei Tage vor der Eröffnung, habe ich gesehen, da waren noch nicht so viele da von den Schaustellern. Was einfach daran lag, ist, dass die noch einen Tag vorher im Bocholt waren, in Rheine etc. Also überall sind eigentlich gerade noch Herbstkirmissen und eben auch in Düsseldorf. Gibt es da Neuerungen? Werden da auch nochmal neue Sachen ausprobiert, vorgestellt? Oder ist das eher, weil es ein bisschen abschließend ist, geht man so auf schon etablierte Fahrgeschäfte, Snackwägen und was es so gibt. Klar, es muss immer irgendwas Neues angeboten werden. Also die Schausteller versuchen auch natürlich, ja, die Menschen auch mit Neuheiten zu locken, als jedes Jahr dasselbe Programm abzufahren. Das geht natürlich am ehesten über Fahrgeschäfte. Da sind zum Beispiel dieses Jahr feiert eins eine Premiere, das ist der Booster. Das ist so eine Scheibendrehgondel und sowas immer schwierig zu beschreiben, so ein Fahrgeschäft. Manche kennen das vielleicht ähnliches wie der Breakdancer. Da ist der Booster ähnlich, aber man sitzt schon anders drin und es sind andere Gondeln. Magst du sowas? Also du magst der Kirmes jetzt per se nicht so, aber wenn, gehst du dann auch auf so Fahrgeschäfte und lässt dich dann, also wenn schon mit durchschütteln? Also wenn, muss schon ein bisschen Adaline da sein. Also ich geh jetzt nicht nur hin, weil ich Bock auf Zuckerwatte oder gebrannte Mandeln oder... Ein bisschen schießen haben oder so. Ich finde da schon, also das mag ich gerne. Ich mag so Fahrgeschäfte gerne. Da gibt es auch noch den Fighter, das ist so eine Überkopf-Propeller-Schaukel. Ich kriege Gänsehaut vor lauter Hübschen. Das kann ich ja gar nicht. Das ist halt interessant, am Tunnel-Ufer, da schwebst du ja schon so in der Nähe vom Rheinufer. Genau, viel mehr als an der Reinkörmung. Da ist schon ein bisschen mehr Adrenalin vielleicht noch mit dabei. Aber klar, es gibt auch einen Autoscooter, es gibt den Schlager-Express, ein Karussell, das vielleicht mehr was für dich ist, wenn du nicht so Bock auf Adrenalin hast. Ich gehe ja auch auf der Rheinkrimis nur Wildwasserbahn. Ein bisschen Autoscooter manchmal, dann gibt es ja diese Riesenrutsche, die steht auch manchmal im Herbst da, glaube ich. Diesmal nicht, aber ja. Aber ich bin da echt sehr lowkey und entspannt unterwegs mit Achterbahn und allem, was sich dreht und in die Höhe vor allem geht, kannst du vergessen. Okay, dann geh bitte nicht auf den Fighter. Ich glaube, das ist dann vielleicht nicht zu dich. Ein Riesenrad? Auch nicht. Ich glaube, ich bin vielleicht die erste und hoffentlich letzte Person, die beim Riesenrad am Burgplatz nach einer Runde den Notfallknopf gedrückt hat, weil ich wieder raus wollte. Das Riesenrad an der Herbstkommission, also wir haben jetzt momentan, kurioserweise, zwei Riesenräder damit sogar im Rennhof stehen, das ist ein bisschen kleiner. Ja, trotzdem. Ich war mal mit meiner Nichte auf diesem Balou, der sich dreht mit so kleinen Flugzeugen, die so hoch und runter gehen. Das kann ich gerade noch verknapsen, aber auch nur, weil ich natürlich tapfer sein möchte und nicht meiner kleinen Nichte zeigen möchte, dass ich Angst habe, damit sie keine Angst hat. Also das ist wirklich, das meine ich ganz ernst, das ist das höchste der Gefühle. Ich bin da nicht so Fan. Ich halte dann immer die Sachen und warte unten und freue mich für alle, die da kopfüber irgendwie runterstürzen. Spart ihr auch Geld? Dafür esse ich umso mehr natürlich. Ich habe ja dann viel Zeit, mich da durchzusnacken. Aber genau, das ist natürlich der wichtigste Punkt. Also das kennen alle, die das hier schon länger hören. Im Sommer war ich mit unserer lieben Kollegin Angelina Burch, habe ich mich durch die Rheinkirmes gefressen. Und auch der Weihnachtsmarkt wird diesmal von mir wieder nicht sicher sein. Deswegen, was gibt es zu essen auf der Herbstkirmes? Ja, eigentlich das klassische gastronomische Angebot. es wird auch relativ gleich bei den Preisen bleiben, also der Backfisch und der Schaschlik wird genauso viel. Aber ist es ein bisschen saisonal angepasst? Gibt es weniger Eis oder keine Tropenfrüchte? Nö, das nicht. Es ist das klassische Kirmesangebot. Je nachdem, nach Temperaturen könnte es auch schon Glühwein geben. Momentan ist ja noch ein bisschen warm irgendwie dafür, finde ich. Aber sonst, das Glas Alt wird es sowohl in zwei Biergärten Fückchen als auch, Schlüssel kriegen, geben. Wird 3,50 kosten, die Bratwurst und Brötchen 4 Euro, also es sind eigentlich relativ normale Kirmespreise. Aber, weil du das gerade mit deiner Nichte erwähnt hast, es gibt einen Tag, da kann man durchaus ein bisschen sparen und zwar haben die zum ersten Mal einen Familientag eingeführt. Was heißt das? Das heißt, dass du dort tatsächlich am Familientag, der am 29. Oktober stattfindet, ein paar Rabatte bekommst. Also dann sind tatsächlich alle Preise bei den Fahrgeschäften und Karussells um die Hälfte reduziert und auch bei den gastronomischen Angeboten um 30 Prozent. Das gilt vor allen Dingen jetzt für Hauptprodukte, Also du wirst jetzt kein, Also Wein oder Aperitif haben sie gesagt, das jetzt nicht, aber das Altbier wird dann eben 30 Prozent günstiger sein. Und du musst jetzt, das gilt für alle, also du musst jetzt nicht irgendwie nachweisen, dass du mit Oma und Opa und sowas da bist, sondern das haben die Schausteller einfach eingeführt, weil sie da mehr Besucher natürlich auf die Kirmes locken wollen, vor allen Dingen natürlich Familien. Bei Kirmes darf man auch wenn es eine kleinere Herbstkirmes ist oder Frühjahrskirmes oder was für eine Kirmes man darf das nicht unterschätzen man lässt immer Geld da, immer. Also das ist eine Neuerung, jetzt endet die ja an Halloween, gibt es da kriege ich dann auch Rabatt, wenn ich mich irgendwie als Skelett verkleide, das nicht, aber man will so ein bisschen das Halloween-Feeling zumindest auf der Kirmes spüren haben die Schauspieler gesagt, also die werden dann schon einen Tag davor, gibt es eh eine Geisterbahn? Leider nicht, habe ich auch gefragt, wäre ja passend. Gibt es diesmal nicht, wird auch nicht extra da aufgebaut. Es wird vielleicht so ein paar Walking Acts geben, also professionell verkleidete Schauspieler. Und die ganze Herbstkirmes soll sich ein bisschen schaurig schön gestalten. Also schon einen Tag vorher werden die Buhen sich so ein bisschen mit Skeletten und Spinnweben und Kürbissen etc. Schmücken. Und das soll so ein bisschen alles das Halloween-Feeling ausgeben. Weil tatsächlich dann der 31. Oktober, der ja ein Freitag ist, ist dann auch der letzte Tag schon der Kirmes. Was natürlich für die Schauschaller ein bisschen schade ist. Die hätten bestimmt gerne das Wochenende darauf mitgenommen. Aber Samstag ist Allerheiligen. Das ist ein stiller Feiertag in Nordrhein-Westfalen. Da darf sowas nicht stattfinden. Und Sonntag ist dann schon Fischmarkt. Und dann muss das Fischmarkt sein. Fischmarkt ist ja auch nochmal. Genau. Also es geht mal wieder Schlag auf Schlag in Düsseldorf. Es geht wirklich Schlag auf Schlag. Überall was los. Überall Festivalitäten, überall wo. Ja und tatsächlich auch am... Also am selben Ort, also Fischmarkt und Herbstkirmes wechseln sich wirklich nahtlos ab. Vielleicht bleibt der ein oder andere Schausteller einfach stehen. Mal gucken, ob es jemand merkt. Ich habe mich gerade noch gefragt, wie das ist mit dem Fortuna-Bütchen. Ziehen die da eigentlich mit, mit so Specials? Die sind ja fast eine Bude auf der Kirmes. Also wenn es jetzt so einen Familientag gibt oder halt Halloween. Meinst du, die machen da mit oder ist das sogar ausgesprochen so? Nee, das nicht. Also die sind gut befreundet. Jetzt die Vorstellung, die Pressekonferenz, sage ich mal in Abführung, fand auch im Fortuna-Bietchen statt. Aber die sind schon eigenständig. Die machen ihr Ding. Die beteiligen sich ja nicht. Genau, die machen ihr Ding. Ja. Zur Kirmes gehört Feuerwerk und normalerweise, sage ich jetzt mal in großen Anführungszeichen, weil was ist schon normal, findet das ja eher so gegen Ende der Laufzeit statt. Es gibt jetzt bei der Herbstkirmes auch eins, zu Anfang, also zur Eröffnung, das finde ich das eine Besondere. Und besonders ist vielleicht auch, wenn wir uns erinnern, dass es ja im Sommer bei der Rheinkirmes beim Feuerwerk ja auch zu einem tatsächlich dramatischen Unfall gekommen ist, finde ich es erstaunlich, dass überhaupt durchgezogen wird mit Feuerwerk. Oder? Also war das ein Thema? Ist das ein Thema? Warum ist es zum Anfang? Ist es immer zum Anfang? Oder hat das auch dann Gründe, die damit zusammenhängen? Ja, es soll natürlich zur Eröffnung so ein bisschen, ja, auch so für so einen Aha-Effekt sorgen und die Menschen dann vielleicht auch noch ein bisschen locken. Jetzt muss man dazu sagen, ja, die Schausteller, die Ereignisse bei der Rheinkirmes natürlich bedrückt, das sei sehr tragisch gewesen, hat zum Beispiel der Vorsitzende des Schaustellerverbandes gesagt, man möchte trotzdem an den Feuerwerk zur Rheinkirmes festhalten, also aus Schaustellersicht, solange es eben… Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand, ja, dabei bleibt, dass es wirklich ein nicht erklärbarer Vorfall gewesen ist, also dass da kein technisches Versagen, kein menschliches Versagen oder sowas mitspielte. Dazu muss man allerdings auch sagen, die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen noch längst nicht abgeschlossen. Also da steht noch ein Gutachten aus, zum Beispiel hat man uns mitgeteilt. Ob es dann auf der Rheinkirche nächstes Jahr auch ein Feuerwerk geben wird, das entscheiden sowieso die Schützen, nicht die Schausteller. Aber ich denke, da werden noch ein paar Diskussionen geben. Erstmal möchte man eben an dieser Feuerwerkstradition in Düsseldorf festhalten, weil, das wurde jetzt auch gestern bekannt gegeben, auch zum Japan-Tag kommendes Jahr wird es auch wieder ein Feuerwerk geben, was ja auch traditionell irgendwie damit verbunden ist. Die Drohnenshows seien zwar ebenfalls schön gewesen, hat man mir erklärt, allerdings seien die auch um vielfaches teurer und der Aha-Effekt sei dann dementsprechend nicht so groß und deswegen möchte man erstmal an den Knall- und Lichteffekten festhalten. Ja, ich meine, wie du schon gesagt hast, die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, aber es ist ja genau von Anfang an eigentlich ein bisschen der Konsens gewesen, dass es ein Unglück war, also ein nicht erklärbarer Vorfall, ein Unfall. Das heißt, ist vielleicht auch der Grund zur Sorge jetzt bei einem Feuerwerk zu Herbstkirmes nicht größer als sonst noch. Absolut, also solange man das jetzt nicht abschließend geklärt hat etc., muss man über jedes Feuerwerk, was in dieser Stadt stattfindet, natürlich erstmal nochmal darüber debattieren und darüber reden. Ja, die Schausteller wollen es jetzt bei der Herbstgemeinschaft durchziehen, auch zum Japan-Tag. Das haben ja auch unsere Reaktionen gezeigt, waren ja auch nicht alle Menschen begeistert von der Drohenshow und haben sich das Feuerwerk zurückgewünscht. Ich würde sagen, da muss man einfach noch ein bisschen schauen und gucken, wie sich die Debatte auch eben nach den Ermittlungen richtet. Ein kleiner Exkurs in ein etwas anderes Thema. Wir gehen noch einmal zurück zur Herbstkirmes, die also jetzt eröffnet wird mit einem Feuerwerk. Man kann sich da den kulinarischen Genüssen zuwenden, man kann sich auf irgendwelchen Riesenrädern die Aussicht angucken. Es ist dann direkt Fischmarkt und dann ist nämlich Weihnachtsmarkt. Und da frage ich mich, überschneiden sich da die Schausteller auch teilweise, also die Imbissbuden und so? Ja, ja, also das Sommerbrauchtum wechselt dann so ein bisschen ins Winterbrauchtum. Also viele Schaustellfamilien, zum Beispiel auch die Wilmarings, die ja auch in mehreren Generationen vertreten sind, die sind natürlich auch im Winterbrauchtum aktiv und haben dann eben Weihnachtsbuden. Ja, also es geht einfach immer weiter. Genau. Und dann ist schon wieder Frühlingskirmes. Schon wieder Frühlingskirmes. Wie gesagt, vielleicht verschlägt es dich ja doch auf die Kirmes, dann sagt Bescheid, dann gehen wir eine Runde Autoscooter fahren. Würde mich freuen. Bis bald. Tschüss. Tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn mit Punkten, mit Stern, mit Daumen, mit was auch immer geht. Und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst noch lernen soll. Mein Name ist Tosja Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? Dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts.