Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Überraschende Absage von Bushido-Konzert
Transcript
- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 6. März. Absage des Bushido-Konzerts in Hamburg. Warnung vor großen Staus in der City. Neue Fahrzeiten der U2. Liebe Freundinnen und Freunde des Hamburger Abendblatts, seine Fans hatten sich gefreut, ihn noch einmal, wohl tatsächlich ein allerletztes Mal in Hamburg zu erleben, doch daraus wird nichts. Am Freitagmorgen wurde das für Montag den 9.3. in der Barclays Arena geplante Konzert von Bushido kurzfristig abgesagt. Aus produktionstechnischen Gründen, wie es nebulös in der offiziellen Mitteilung heißt. Für die Bushido-Anhängerschaft eine große Enttäuschung. Da tröstet es erst einmal wenig, wenn im Absageschreiben zu lesen ist. Veranstalter und Künstler bedauern diese Entscheidung zutiefst. Die logistischen Abläufe der Tournee haben jedoch leider keine andere Lösung zugelassen. Tatsächlich kam dieser Hamburger Konzerttermin recht überraschend, war Bushido doch erst Mitte Januar, also vor gut anderthalb Monaten, in der Barclay Arena zu Gast und ließ sich dort von 11.000 Fans feiern. Ein fast dreistündiger Abend mit vielen Hits, noch mehr Gästen und hohem Redeanteil. Anteil. Hier unsere ausführliche Konzertkritik. Teil einer Tour, mit der sich Bushido von den Konzertbühnen verabschiedet. Rente mit 47, so ist es geplant. Nein, keine Bemerkung an dieser Stelle zum lieben Kollegen Iken. Und für Hamburg war es das nun also auch. Hat es an einem schwachen Kartenverkauf für den zweiten Termin in der Barclays Arena binnen weniger Wochen gelegen? Oder wird es Bushido alles zu viel und er schaltet einfach mal runter? Produktionstechnische Gründe können vieles bedeuten. Wer am Wochenende in Hamburg mit dem Auto fahren möchte, sollte sich dies gründlich überlegen oder im Vorfeld alternative Routen suchen. Denn wegen gesperrter Straßen und geplanter Demonstrationen drohen Staus und zäher Verkehr. Schon am vergangenen Wochenende waren tausende Menschen in Hamburg auf die Straße gegangen, um gegen das Mullah-Regime im Iran zu demonstrieren. Auslöser waren die israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf die Islamische Republik. Auch in den kommenden Tagen sind mehrere Aktionen geplant. Neben drei kleineren Protesten mit 150 bzw. Bis zu 700 angemeldeten Teilnehmern soll es auch eine größere Kundgebung geben. Und zwar am Sonntag am Gänsemarkt. Laut Polizei erwartet der Veranstalter bis zu 1500 Teilnehmer. Der mit Abstand größte angekündigte Aufzug hat aber einen ganz anderen Anlass. Tausende Menschen wollen am 8. März den Weltfrauentag feiern. Die Veranstalter erwarten rund 8.000 Teilnehmer. Start der Aktion ist am Sonntag um 12.30 Uhr an den Landungsbrücken auf St. Pauli. Anschließend wollen die Demonstrantinnen und Demonstranten zum S-Bahnhof Holstenstraße nach Altona ziehen. Gegen 18.30 Uhr soll die Veranstaltung zu Ende sein. Parallel zu dem Aufzug empfängt der FC St. Pauli Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga. Das Spiel im Millern-Tor-Stadion beginnt um 15.30 Uhr. Auch dadurch droht am Sonntag eine angespannte Verkehrslage im Schanzenviertel, auf St. Pauli und in Altona. U-Bahn-Waggons müssen verschrottet werden. Sechs Wochen nachdem ein Zug der Linie U2 am Bahnhof Bildstedt entgleist ist, stehen mehrere beschädigte Waggons immer noch an der Unglücksstelle. Zwei von ihnen müssen laut Hochbahn verschrottet werden. Aufgrund des Geländes wäre eine Bergung nur mit erheblichem Aufwand möglich, sagt Hochbahnsprecherin Saskia Husfeld. Der dafür notwendige Kran könnte nur aufgestellt werden, wenn erheblich in Bahndamm und Grünflächen eingegriffen werde. Da die ersten beiden Wagen ohnehin einen Totelschaden erlitten hätten, sollen sie vor Ort zerteilt und entsorgt werden. Aus den beiden gut 30 Jahre alten Schrottwaggons seien in den vergangenen Wochen Ersatzteile ausgebaut worden, so Husfeld. Die Zerlegung laufe inzwischen, werde voraussichtlich aber noch einige Wochen dauern. Da sich die Waggons auf einem Kehrgleis befinden, gibt es keine Behinderungen für den Linienbetrieb, so die Hochbahnsprecherin. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Nach Abendblatt-Informationen soll der Triebfahrzeugführer beim Rangieren der leeren Bahn auf ein Kehrgleis zu schnell gewesen sein. Die Ermittlungen dauerten noch an, heißt es von der Polizei. Auf der Linie U2 in Hamburg wird es vom 9. bis 12. März während der Frühjahrsferien zu Einschränkungen im U-Bahn-Betrieb kommen. Dieses Mal aber nicht streikbedingt. Wie die Hochbahn dazu mitteilt, sind notwendige Gleisbauarbeiten die Ursache dafür. Im genannten Zeitraum wird die U2 zwischen den Haltestellen Niendorf-Nord und Hagenbecks Tierpark im 20 Minuten statt dem üblichen 5-Minuten-Takt sowie mit geänderten Abfahrtszeiten unterwegs sein. Gearbeitet wird sowohl an neuen Gleisen als auch an Weichen, um den hohen Sicherheitsstandard des Hamburger U-Bahn-Netzes im HVV zu erhalten und die Qualität ihrer Infrastruktur weiter zu verbessern, erklärte eine Sprecherin der Hochbahn. Die Gleisbauarbeiten starten am Montag, 9. März, zu Betriebsbeginn und werden am Donnerstag, 12. März, zum Betriebsende abgeschlossen sein. Es gab die große Hoffnung, aber eine Rettung der Firma innerhalb weniger Wochen erwies sich als nicht machbar. Der in Finanznot geratene Hamburger Flugdrachenpionier SkySales hat sein operatives Geschäft zum 1. März eingestellt. 115 Beschäftigte des Unternehmens erhielten zu diesem Termin ihre Kündigung. Das ließ sich leider nicht vermeiden, sagte Stefan Wrage, der Gründer und Chef von SkySales, dem Abendblatt. SkySales arbeitet schon viele Jahre an der Vision, mittels riesiger Flugdrachen elektrische Energie zu erzeugen. Sie entsteht, wenn die an einem Seil befestigten Fluggeräte in mehrere hundert Meter Höhe aufsteigen. Gesteuert werden die Drachen so, dass es deutlich weniger Energie benötigt, sie wieder Richtung Boden zu ziehen. Der entstehende Stromüberschuss ist klimaneutral erzeugte Energie. Hintergrund der Insolvenz. Es gelang der mit hohen Schulden aus der Entwicklungsphase belasteten Firma nicht, bei Investoren ausreichend viel frisches Geld für den Übergang in die Produktion zu beschaffen. Obwohl in den Auftragsbüchern von SkySales nach Angaben von Stefan Wrage Projekte im Wert von 35 Millionen Euro stehen. Zum Podcast-Tipp des Wochenendes. Christoph Rybaczek verfolgt den Blog-Prozess als Reporter von Tag 1 an. Jetzt, nach 37 Prozestagen, zieht er im Gespräch mit mir in unserem Podcast 040 Hamburg streng vertraulich eine Zwischenbilanz und spricht über die Personen, die schon wichtig waren oder noch wichtig werden könnte. Es geht um einen verdeckten Ermittler, um Spione im Gerichtssaal, einen berühmten Strafverteidiger an der Seitenlinie und natürlich um Eugen und Christina Block sowie um Gerhard Delling. Und, auch nicht ganz unwichtig, wer übernimmt am Ende eigentlich die gewaltigen Kosten für den Mammutprozess? Zu hören unter www.abendblatt.de und überall, wo es gute Podcasts gibt. Und noch einen Hinweis in eigener Sache. Am 18. März habe ich in einem Live-Podcast Melanie Ammann zu Gast, eine der profiliertesten Politikjournalistinnen Deutschlands. Wir werden unter anderem über die Bilanz der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz nach einem Jahr sprechen und Sie können dabei sein. Karten gibt es unter www.abendblatt.de. Leserevents. Ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges Wochenende und allen, die heute Abend mit Angela Merkel beim Matthias Mahl sind, einen guten Appetit. Es gibt aber erstmals nur zwei Gänge.