Latest / BZ am Ohr / Freiburger Tiktok-Star Steuerfabi spricht über Finanzen, Ex-Minister und Espresso (Live-Podcast)
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- Herzlich willkommen Fabi. Vielen Dank für die Einladung. Schön, dass du heute da bist. Bevor wir hier alle wegschmelzen, die Leute, die uns jetzt nur zuhören, können es vielleicht erahnen, es ist sehr warm, sehr heiß. Wir starten gleich rein, dass du mir nicht vom Stuhl kippst. Drei kurze und schnelle Fragen zu beginnen. Um mal so einen Eindruck zu bekommen, wie deine letzte Woche so verliehen oder die Woche, in der wir jetzt sind. Was war so ein Highlight? Was war ein Dislike oder ein Lowlight? Ja, das Highlight war hier der Oberlindenhock. Das war ein schönes Fest. Wir sitzen ja hier in Freiburg. Und Lowlight, das Gute bei mir ist, ich vergesse die Lowlights immer. Also die Lowlights von letzter Woche habe ich schon wieder vergessen. Das ist gut. Gute Einstellung. Nächste schnelle Frage. Du könntest nur ein einziges Video zum Thema Steuern drehen. Was würdest du den Menschen mit auf den Weg geben? Dass die Steuerklassenwahl in der Ehe keine finale belastung für keine finale entscheidung für die steuerbelastung darstellt sondern nur für die entgeltersatzleistungen das wäre wahrscheinlich ein thema das wäre das einzige video zu drehen da bekomme ich die meisten fragen die leute fragen was für eine steuerklasse soll ich wählen in der ehe 344 mit faktor 5 und die leute überlegen sich aus meiner sicht zu lange was von eine Steuerklasse sie in der Ehe wählen, weil es keinen finalen Einfluss hat auf die Steuerbelastung. Zumindest wenn man eine gemeinsame Einkommensteuererklärung abgibt. Wo es dann interessant werden kann, ist dann zum Beispiel beim Elterngeld. Da kann es schon Sinn machen, sich über die Steuerklassen Gedanken zu machen. Aber ich würde mir wünschen, die Leute würden sich mehr über andere Steuerteam Gedanken machen. Und mit einem Video könntest du das alles abdecken? Ich denke schon. Wenn du einen Wunsch frei hättest, wir bleiben hypothetisch, welche Sache würdest du im deutschen Steuersystem sofort ändern? Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich im deutschen Steuersystem ändern, dass die Unternehmenssteuerbelastung auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau sinkt. Wir sind bei 29,9 Prozent im Schnitt. Wenn wir uns unsere Nachbarn in Polen anschauen, die sind bei 19 Prozent, also über 10 Prozentpunkte weniger. Und wir denken in Deutschland immer so ein bisschen, bei uns ist der heilige Gral, wir sind die Speerspitze. Aber es gibt international auch wegen der Digitalisierung natürlich Länder, die zumindest mal uns ebenbürtig sind. Und wenn die dann natürlich eine Steuerbelastung haben, die weit unter unserer liegt, dann ist es dann doch schwer im internationalen Wettbewerb, gerade wenn man mit einem Laptop gefühlt in zwölf Stunden überall in die Welt reisen kann. Also das wäre ein Punkt, den ich ändern würde. Okay, und jetzt noch eine etwas offseitige Frage, die hat uns aus dem Publikum erreicht. Warum trägst du immer die gleichen Klamotten? Das ist einfach, das entlastet mein Gehirn, da muss ich nicht so viel auswählen, deswegen trage ich meistens schwarz, normalerweise auch mit so einer Bomberjacke drüber, aber das ist dann heute doch ein bisschen zu warm geworden. Aber es ist ja auch ein Signature-Look, muss man sagen. Die Großen machen es dir vor, Jubelö etc. Genau, wir gehen mal zu einem geschichtsträchtigen Datum zurück. Ich habe es gerade im Intro schon erwähnt. Ich erinnere mal uns und das Publikum daran, am 6. November 2024 ist einiges in Deutschland passiert. Die Koalition ist zerbrochen. Gleichzeitig wurde Donald Trump, hat die US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Und du standest an diesem einen Tag neben einem nicht ganz unwichtigen CDU-Mann auf der Bühne. Was ist da passiert und was hattest du alles damit zu tun? Ich war in Berlin beim Steuerzahlerkongress auf der Bühne und stand neben Friedrich Merz an dem Abend, an dem die Ampelkoalition dann zerbrochen ist. Und das war eigentlich ganz interessant, weil eben Donald Trump war gerade zum US-Präsidenten gewählt worden und Friedrich Merz sagte dann bei der Veranstaltung, dass es vermutlich nicht das letzte spektakuläre Ereignis an dem Abend bleiben wird. Und als ich dann runterging von dieser Bühne, kam dann die Eilmeldung, dass der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz Finanzminister Lindner entlassen hat. Und damals wusste ich noch nicht, dass ich zu dem Zeitpunkt an dem Tag dann neben dem künftigen Kanzler auf der Bühne stehe. Also den Abend werde ich vermutlich nicht so schnell vergessen. Und was hattest du für einen Eindruck von Herrn Merz? Er hat damals eine Rede gehalten über die Steuerbelastung. Der Bund der Steuerzahler ist dafür bekannt, sich für eine schlaue, geringere Steuerbelastung einzusetzen. Und man hat schon gemerkt, er ist schon so leicht im Wahlkampfmodus. Vermutlich, weil er natürlich wusste, im Gegensatz zu den anderen im Raum, was da so brodelt im Bundestag. Und ich glaube, an dem Abend wurde dann umgeswitcht. Zu Wahlkampfmodus. Wenn man jetzt an Friedrich Merz und im Zusammenhang mit Steuerpolitik denkt, dann kommt ja immer diese Steuererklärung auf dem Bierdeckel natürlich als erstes in den Sinn. Was hältst du davon? Ist das Quatsch? Kannst du das einmal so für uns einschätzen? Ja, das hat der Friedrich Merz unter anderem auch an dem Abend am 6. November 2024 angesprochen. Er hat damals gemeint, das Ziel hat er immer noch. Aber wir wissen ja, was daraus geworden ist. die Steuerformulare sind umfangreicher geworden. Es ist eigentlich komplexer geworden und nicht einfacher in der letzten Zeit. Ich glaube, es kann uns nur die Digitalisierung retten, dass man jetzt da wahnsinnig vereinfachte Steuergesetze bekommen. Das wage ich zu bezweifeln, aber vielleicht kann KI in Zukunft da uns ein bisschen was abnehmen. Und was Herr Merz sonst so in Richtung Steuerpolitik so macht? Gibt es da Sachen, von denen du Fan bist oder Maßnahmen, die du auch für gar nicht gut hast, wenn dir zwei Beispiele einfallen? Ja, also ein Beispiel ist tatsächlich die Unternehmenssteuersenkung für Kapitalgesellschaften. Da geht es allerdings erst 2028 los. Da lässt man sich ordentlich Zeit in der Koalition. Und dann soll um ein Prozentpunkt die Körperschaftsteuerbelastung von aktuell 15 Prozent auch dann bis zum Jahr 2032 auf 10 Prozent gesenkt werden. Das ist aus meiner Sicht, Wichtig hat sie eingangs erwähnt, dass die Unternehmenssteuerbelastung in Deutschland zu hoch ist. Ein guter Punkt. Ich frage mich natürlich da, warum fängt man da 2028 an und warum braucht man fünf Jahre für 5 Prozentpunkte, wo dann wieder eine neue Regierung gewählt ist zu der Zeit, die das eventuell dann wieder kippt. Also aus meiner Sicht, wir leben in einer digitalen Welt, schnelllebenden Welt, sollte man diese Unternehmenssteuersenkung schneller machen. Es ist geplant. Ein anderer Punkt, der jetzt kommt, wer sich ein E-Auto kaufen will, am 11. Juli ist im Bundesrat entgesetzt, dass man als Unternehmer, Unternehmerin ein Elektroauto zu 75% im Anschaffungsjahr abschreiben kann. Das heißt, wenn das Ding 100.000 Euro kostet, kann man sofort 75.000 Euro abschreiben. Das ist eine sehr starke Steuerentlastung. Ich bin ja Freund von Unternehmenssteuerentlastungen. Allerdings muss man schon sagen, dass auf der privaten Ebene aktuell relativ wenig passiert, was da auch aus dem Bundesfinanzministerium kommt. Es wird sich auf die Unternehmer fokussiert, was aus meiner Sicht auch richtig ist. Allerdings fragen sich natürlich die meisten und das sind normal, die meisten sind eben keine Unternehmer, Unternehmerinnen im Lande. Was ist für uns drin? Da ist einiges geplant, unter anderem die Senkung der Einkommensteuer zum Mitglied der Koalition. Was dann am Ende kommen wird, das bleibt abzuwarten. Ich glaube, es ist wichtig, wie man die Finanzierung macht. Es ist beispielsweise auch von der neuen Regierung geplant, die Stromsteuer zu senken. Da wird jetzt gerade darum gestritten. Jetzt soll sie für Industrie gesenkt werden, aber nicht mehr für die Verbraucher und Verbraucherinnen. Heute kam die Meldung, dass Friedrich Merz dann doch vielleicht für alle eine Stromsteuersenkung plant. Aber es ist alles so unter dem Deckmantel der Finanzierung. Die Schuldenbremse wurde mehr als aufgeweicht. Also ich bin mal gespannt, was da in den nächsten Jahren noch kommt. Eins ist klar, wir sind jetzt im dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum und es muss sich was ändern, weil die Welt schläft nicht. Und wenn man in andere Länder schaut, da geht es schon ordentlich voran. Deutschland muss wieder auf die Füße kommen. Also von dem her hoffen wir mal alle, dass das gelingt. Wir können ja gleich nochmal auf die neue Regierung zu sprechen kommen, was sie vielleicht auch schon durchgesetzt haben und was du davon hältst. Ich wollte nochmal kurz auf den Christian Lindner zurückgehen, weil wer dich verfolgt und deinen Insta-Auftritt verfolgt, der hat ja auch mitbekommen, dass du zum Beispiel schon live Instagrams mit dem Christian Lindner gemacht hast und da irgendwie ein loser Kontakt ins Finanzministerium bestand, solange er noch Finanzminister war. Hast du noch Kontakt zu ihm und was macht er eigentlich so? Christian Lindner ist jetzt als Redner und Autor tätig. Witzigerweise bin ich neben seiner Frau gestanden am 6. November. Der hat nämlich moderiert, als die Regierung da zerbrach und er entlassen wurde. Er hat sich ja aus der aktiven Politik zurückgezogen, ist jetzt als Redner und Autor tätig. Ja, ich treffe ihn vermutlich im September, da werde ich noch mal nachhaken, was er genau so macht. Aber klar, ist natürlich auch aufgrund seines rhetorischen Geschicks immer gern gesehener Gast, wenn es um Reden geht. Und du hast im Vorgespräch erwähnt, dass du auch, du hast ja, kriegst so ein bisschen mit, was in Berlin so passiert. Wie ist denn so der Kontakt ins neue Finanzministerium? Lars Klingbeil ist neuer Finanzminister. Ja, das Finanzministerium hat mich zum Sommerempfang eingeladen, tatsächlich mit Lars Klingbeil, ich konnte aber an dem Tag nicht, weil ich einen Paralleltermin hatte. Also ich gehe mal davon aus, die Drähte ins Finanzministerium sind immer noch gut. Ich wurde auch zum Sommerempfang eingeladen, hatte mich auch gefreut, konnte aber wegen einem Paralleltermin nicht teilnehmen, aber die sind immer noch gut. Finanzministerium hat ja auch eine Initiative finanzielle Bildung, ist aus meiner Sicht auch richtig und wichtig, weil gerade die Finanzbildung ist, je nachdem in welcher Schulform man ist und in welchem Bundesland man ist, doch relativ beschränkt in Deutschland. Also da befürworte ich auch, dass man da mehr finanzielle Bildung in die Schulen bringt. Da war ich bei der Auftaktveranstaltung und die Kontakte sind noch gut und vermutlich werde ich früher oder später wieder einen Fuß ins Finanzministerium setzen. Da hast du mir schon eine gute Überleitung gegeben, was du nämlich sonst noch alles so machst. Ich habe es vorhin kurz aufgezählt, Podcast, Newsletter, Buch geschrieben. Du hast noch deine normalen Accounts, die du täglich irgendwie pflegst. Was machst du denn noch so alles? Du setzt dich für die Bildung ein. Vielleicht kannst du noch mal so einen kurzen Umriss geben, weil ich habe es ja auch nur angerissen. Ja, beispielsweise engagiere ich mich beim Zukunftstag. Das ist eine ehrenamtliche Initiative, die Finanzbildung in die Schulen bringt. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der sich eben mit Rektoren und Rektorinnen dann austauscht, dass man einen Tag Finanzbildung in die Schule bringt. Da wird von morgens bis abends dann über Steuern, Versicherungen, Mietverträge, allgemeine Finanzthemen dann gesprochen. Da bin ich aktiv und das auch sehr erfolgreich, kann aber natürlich nichts daran ändern, dass man das eigentlich zumindest in den Grundzügen macht. In den Lehrplan bringen sollte, weil das ist zwar schön, wenn da an vielen Schulen mittlerweile tatsächlich aber natürlich nur ein Tag Finanzbildung dann stattfindet. Das mache ich beispielsweise. Dann bin ich Vortragsredner das nächste Mal am Freitag bei der größten Finanzkonferenz in Deutschland, der Cashflow-Konferenz in der Messe in Frankfurt. Da bin ich auf der Mainstage. Dann habe ich jetzt mal eben mein drittes Buch geschrieben, habe wöchentlichen Podcast. Also wenn die Podcast-Hörer und Hörerinnen mal vorbeischneiden wollen, heißt wie das Buch, sei doch nicht besteuert. Und dann war ich natürlich noch Kooperation, unter anderem natürlich mit tollen Freiburger Unternehmen wie Lexwer. Und ja, das ist so in den Nutshell, was ich so den ganzen lieben langen Tag mache. Ja, und ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass du jetzt kein zehnköpfiges Team so im Hintergrund hast. Du lädst aber trotzdem jeden Tag ein Video hoch. Bist du einfach extrem gut organisiert oder schläfst du einfach nicht? Ich schlafe wunderbar. Schlaf ist mir sehr wichtig, muss ich sagen. Aber ich habe natürlich noch den ein oder anderen Freelancer, eine Freelancerin, die mich da unterstützt. Aber klar, ich habe komplett allein angefangen, habe das aufgebaut und mache den Großteil immer noch alleine. Das ist heutzutage ja möglich. Man kann mit dem Handy aufnehmen etc. pp. Aber klar, mittlerweile habe ich da zumindest ein kleines Freelance-Team, was mich unterstützt, weil man kann nicht mehr alles alleine machen. Ich bin auch relativ viel unterwegs, dann ist es ganz gut, wenn man ein paar helfende Hände hat. Ja, und da muss ich jetzt leider noch mal nachhaken, dass du es noch mal erzählst, auch wenn du es schon oft erzählt hast, aber diese Geschichte, wie du eigentlich dazu kamst, diesen Account zu gründen, die ist ja eigentlich so gut, die musst du bitte noch mal mit dem Publikum jetzt teilen. Also warum gibt es Steuerfarbe überhaupt? Ja, das war am 5. April 2020, im ersten Corona-Lockdown, hat ein Kumpel von mir gesagt, ich soll doch mal ein Steuervideo hochladen. Und er hat mich davor schon drei Tage nervt gehabt, vom 2. Bis zum 5. April 2020, bis ich mal gesagt habe, Philipp, okay, ich lade jetzt ein Steuervideo auf TikTok hoch, kann dir die Plattform gar nicht. Ich habe gesagt, ist das ein Klopfgeräusch oder was ist das? Und habe gedacht, das Video wird ja sowieso keiner sehen. Null Follower, neuer Account. Dann habe ich die App zugemacht und nach drei Stunden kam dann Philipp und hat geschrieben, das haben über 50.000 Menschen gesehen und ich habe gedacht, kann das sein, habe die App aufgemacht, schau da das Video an und das Thema war, kann man Kaffee von der Steuer absetzen, darauf mal einen Schluck Espresso. Und ich habe ja gedacht, es guckt sich eh keiner an. Und dann habe ich gemerkt, es gibt dann doch ein Bedürfnis nach kurzen, kompakten Steuerinformationen. Und dann habe ich gedacht, okay, wenn das Thema schon ankommt, vielleicht kann ein anderes Thema auch ankommen. Und seitdem habe ich dann jeden Tag seit dem 5. April 2020 ein Video veröffentlicht. Und der Rest ist so ein bisschen steuerbar wie Geschichte. Du hast ja damit echt schon Geschichte geschrieben, weil ich muss wirklich sagen, ich kenne Menschen aus meinem privaten Umfeld. Wenn die eine Steuererklärung machen, dann gucken sie sich deine Videos an. Also ich weiß, jetzt hörst du wahrscheinlich öfter. Was macht das mit dir? Ja, das ist immer verwunderlich, auch wenn man jemand mal trifft und so. Auch wenn man angesprochen wird, ich muss dann erst mal ordnen. Okay, ich bin ja auf Social Media und die Leute kennen mich daher. Da war es mal witzig am Berliner Flughafen. Da war ja ein Currywurstessen und hat mich jemand angesprochen. Und dann irgendwann nach 20 Minuten habe ich gesagt, also es tut mir jetzt leid, aber irgendwie ich krieg dich irgendwie nicht zugeordnet und dann hat er gemeint an den ich du kennst mich gar nicht ich kenne dich von social media aber doch wir haben da gesprochen als wird man schon irgendwie uns 20 jahre kennen das ist mitunter als mal witzig wenn man da erkannt wird und ich muss dann auch immer in einer ok wegen wegen social media und wegen steuerträgen und wie ist das in freiburg wenn jetzt zum beispiel das gesagt du warst auf dem oberlindenhock feiern wirst du da erkannt angesprochen musst du selfies machen ja ich glaube jeder freiburger jede Die Freiburgerin hat, die ein Selfie wollte, schon, glaube ich, eins gemacht. Also manchmal kommt es noch vor, so zwei, drei habe ich da angesprochen. Aber ich bin jetzt auch nicht Britney Spears oder Beyoncé oder so. Ich kann da immer noch entspannt durch den Oberlindenhock laufen, ohne dass ich da allzu sehr aufgehalten werde. Also das ist doch relativ entspannt im Vergleich wahrscheinlich zu Film- und Fernsehleuten. Und kommen manchmal Leute auf dich zu, jetzt sei es auf der Straße oder auch aus deinem privaten Umfeld, also Freunde, trauen die sich noch zu fragen? Kannst du mir mal bei dieser Steuerfrage irgendwie helfen oder bist du da schon zu erfolgreich für? Nö, also keine Ahnung, ich habe meine Oma was gefragt, aber die hat im Prinzip, musste gar keine Steuererklärung machen, hat aber natürlich Interesse am Thema gehabt, aber klar, ja, ich war ja davor auch hier in Freiburg bei der Haufe-Gruppe da aktiv und habe mich natürlich davor schon, also vorm Steuerfahrt habe ich schon intensiv mit Steuerthemen auseinandergesetzt oder auch im Studium hier im Master Steuerrecht, also Steuerrecht wird nie langweilig. Und wenn ich mich damit beschäftigen kann, dann freut es mich natürlich. Also auch nach all den Jahren ist das Steuerrecht immer noch nicht langweilig. Es gibt da immer was Neues. Kann ich sagen, für mich gut, weil da habe ich immer was Neues zu berichten. Für diejenigen, die dann die Steuererklärung machen müssen, manchmal nicht so gut. Aber dass das Steuerrecht still steht, das kann man nicht unbedingt behaupten. Vor allem jetzt mit der neuen Regierung. Du hast viel Kontakt mit jungen Menschen, selbstständigen UnternehmerInnen. Wie ist denn gerade so die Stimmung in Deutschland? Was nimmst du so wahr? Was kommt bei dir an? Ja, also die Stimmung ist nicht so gut, muss man tatsächlich sagen. Also die Aufbruchsstimmung fehlt so ein bisschen, auch wenn ich so die Kommentare durchlese. Ich habe so das Gefühl, jetzt mit der neuen Regierung geht es ein bisschen wieder bergauf. Die Wirtschaftsthemen werden angesprochen und ich glaube, das eine ist halt die Realität, in der man sich befindet. Aber das andere, was oft auch unterschätzt wird, wenn man als Gesellschaft vorangehen möchte, Da sind mitunter klar die Steuergesetze wichtig, aber es gibt natürlich noch viele wichtigere Themen und wenn man da gemeinsam positiv in die Zukunft blickt, kann man auch positiv was bewegen. Deswegen appelliere ich immer an jede und jeden, dass man eben mit Zuversicht in die Zukunft blicken sollte. Und das gibst du deinen Followern ja dann wahrscheinlich auch weiter. Was erreichen dich denn so für Fragen? Du hast eben im Intro oder bei den ersten drei Fragen eben schon das Thema genannt mit den Steuerklassen. Aber was kam da jetzt im letzten halben Jahr so vermehrt auf dich? Ja, es gibt so ein paar Dauerbrenner-Themen wie die Steuerklassen. Ein anderes Dauerbrenner-Thema ist, lohnt es sich noch zu heiraten am Jahresende? Aber die Frage kommt also auch mal in der Jahresmitte. Da sage ich nicht nur über Steuern. Steuern, besser der Liebe und natürlich auch dem Steuerfahrt wie folgen. Es kann sich lohnen zu heiraten, steuerlich. Allerdings werden die Auswirkungen meist überschätzt. Das sind manchmal nur wenige hundert Euro insgesamt, die es dann pro Jahr ausmacht. Im extremen Fall etwa 20.000 Euro, aber da muss die Frau schon eine Million nach Hause bringen und der Mann gar nichts, dass man so die absolute Auswirkung hat. Jetzt aktuell gibt es viele Themen zum Gesetz zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland, insbesondere bei Unternehmern und Unternehmerinnen, gibt es jetzt einige Punkte, 30% degressive Abschreibung, dann das E-Auto-Thema. Das war, glaube ich, in den vergangenen Wochen so das häufigste Thema, was angesprochen wurde. Da gibt es zwei Punkte. Eine 75-prozentige Sonderabschreibung im Anschaffungsjahr und die bessere, günstigere Privatversteuerung bei einer reinen E-Auto-Nutzung als Unternehmer, Unternehmerin oder auch als Firmenwagen. Das sind so aktuell die häufigsten Themen. Und was sind so Videos, die dann auch besonders gut geklickt werden? Also sind das dann auch genau diese Themen oder hast du da manchmal Ausreißer? Ist das für dich noch überraschend, wenn ein Video jetzt viral geht? Wann ist für dich ein Video eigentlich viral? Also wann ist es gut? Wann ist es eher ein Flop? Ja, ach, ich würde jetzt mal sagen. Ich bin eigentlich gesegnet, dass ich relativ viele Menschen monatlich erreiche und seit mehr oder minder fünf Jahren. Das ist eh Autothema. Das hat tatsächlich jetzt bei Instagram beispielsweise eine Million Aufrufe. Das hat die Leute schon interessiert. Was bedeutet denn das? Weil oft ist es ja so, es ist nicht nur, was steht im Gesetz drin, in der Richtlinie drin, im Erlass drin, sondern verstehen es die Leute auch. Und ich glaube jetzt nicht, dass ich besser Steuern verstehe als alle anderen. Was mir, glaube ich, ganz gut gelingt, ist, dass ich die Sachen einfach kommunizieren kann und auch so kommunizieren kann, dass es halt jemand versteht, der vielleicht nicht so viel mit Steuern zu tun hat. Und ja, also gerade aktuelle Themen, die können schon relativ viral gehen. Also das E-Auto-Thema, das war im Juni und hatte jetzt etwa eine Million Aufrufe, was natürlich für ein Steuerthema schon Wahnsinn ist, weil, keine Ahnung, ich tanze, singe ja auch nicht, kann ich auch nicht. Aber das E-Auto-Thema, das war schon nochmal ein starker Ausreißer mit etwa einer Million Aufruf auf Instagram. Und gibt es sowas wie Flops bei deiner Reichweite überhaupt noch? Es kommt ein bisschen auf die Plattform an. Also TikTok, da kann es alles sein. Da hat das E-Auto-Video auch sehr, sehr gut performt. Manchmal sind Videos dabei, die haben vielleicht vier, 5000 Ansichten. Andererseits muss man natürlich auch sehen, wenn man das umrechnet auf beispielsweise eine Halle, wenn da mal vier oder 5000 Leute sitzen, dann ist es schon relativ voll. Man ist auch so ein bisschen zu verwöhnt mit den Reichweiten auf Social Media, wo sich immer wieder mal neu erfinden, wieder was Neues bringt, dass es auch wieder vorangeht. Aber ja, ich glaube, wenn man nur auf die Zahlen schaut, dann wird man verrückt. Mir ist es wichtig, einen Mehrwert zu bieten, steuerliche Inhalte, die vielleicht auch noch länger als ein Tag aktuell sind, die man sich anschauen kann, wo man dann informiert wird. Und wenn es dann mal eine Millionenaufrufe hat, ist es schön und wenn es mal wenige hat, ist es genauso schön. Und in deinen Anfängen hast du im letzten Talk erzählt, hast du glaube ich dein Handy noch auf eine Waschmittel Packung gestellt und dich selbst gefilmt. So sieht es jetzt wahrscheinlich gerade nicht mehr aus. Wo nimmst du das jetzt alles auf? Mittlerweile habe ich tatsächlich ein eigenes Studio in der Kaiser Josefstraße. Zu Beginn habe ich in der Wohnung gefilmt und da schon gesagt, ich hatte so einen waschmittelkarton und hat mein handy dann an die dunstabzugs haube gelehnt und wusste gar nicht dass man mit der selfie kamera auch filmen kann und habe dann das handy umgedreht haben wir also beim film gar nicht gesehen das ist mittlerweile ein bisschen professioneller habe auch ein mikro habe auch licht also da habe ich mich in den letzten fünf jahren vom handyfilm weiterentwickelt zu tatsächlich kamera stativ licht etc. Wenn wir jetzt mal etwas tiefer in die deutsche Steuerpolitik einsteigen. Wir haben jetzt seit Mai eine neue Bundesregierung. Du hast jetzt schon ein paar Maßnahmen genannt. Vielleicht kannst du jetzt noch mal ganz kurz und knackig sagen, wo lahmt es noch? Und was ist jetzt irgendwie noch zu erwarten? Was ist aktuell jetzt noch geplant? Du hattest mal den 1. Juli auch genannt als Pflichttag. Ja, also zum 1. Juli sind viele Änderungen für Unternehmer und Unternehmerinnen geplant. Einerseits die Sonderabschreibung für E-Autos. 75 Prozent im Anschaffungsjahr. Also wenn man beispielsweise sich eine Porsche Macan E für 100.000 Euro kauft, kann man jetzt sofort 75.000 Euro abschreiben. Nichtsdestotrotz muss man gesamt das Auto noch über sechs Jahre abschreiben wie bisher. Dann gibt es eine Abschreibung von 30 Prozent über drei Jahre für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens. Das ist natürlich auch krass, weil dann hat man nämlich die Steuerrückerstattung früher. Dann sind bei der Forschungszulage, Vereinfachung geplant, steuerliche Forschungsförderung. Und dann gibt es auch bei der Thesaurierungsbegünstigung für Unternehmen Vorteile ab dem 1. Juli. Allerdings muss man dann auch sehen, dass viele dieser Maßnahmen Unternehmer und Unternehmerinnen betreffen. Ich habe vorhin schon mal eingangs erwähnt, auch die Körperschaftssteuer wird gesenkt, aber erst ab 2028, die Thesaurierungsbegünstigung geht auch erst in die Folgejahre. Man kann eigentlich so zwei Trends entdecken. A, erstmal nur für Unternehmerinnen und Unternehmer, großteils zumindest. Und man lässt sich so ein bisschen Zeit und die Zeit ist glaube ich nicht deswegen, weil man es nicht früher umsetzen kann. Aus meiner Sicht könnte man eine Körperschaftsteuersenkung zum 01.01.2026 schon voll umsetzen. Es ist deswegen, weil eben schon geschaut wird, wie kann man den Haushalt einigermaßen noch halten. Aber das sind so die zwei großen Strömungen aktuell. Und wenn wir nochmal von der Unternehmerin weggehen und auf die normalen Leute so ein bis jetzt und was gab es für änderungen was ist irgendwie wichtig ja also da sollte eigentlich die senkung der stromsteuer kommt das steht noch im koalitionsvertrag drin da waren sie übrigens alle parteien bis aufs bsw einig auch in den wahlprogrammen dass die stromsteuer auf ein europäisches mindestmaß von 0,1 cent pro kilowattstunde gesenkt werden soll das war. Verabredet auch in der koalition dann jetzt hat man noch mal so eine rolle rückwärts gemacht da Da wurde auch Kanzler Merz hart kritisiert, dass das eben nicht für Verbraucher und Verbraucherinnen kommen soll. Gibt es wieder so eine Art Rolle rückwärts? Morgen wird drüber philosophiert, ob das doch kommen soll. Das entlasse natürlich die Haushalte, je nachdem, wie viel Strom man auch verbraucht. Und der größere Hebel wäre die Einkommensteuersenkung. Da steht im Koalitionsvertrag drin, zur Mitte der Koalition, vermutlich ab 2027. Allerdings sind diese Sachen noch nicht fix. Kanzler Merz hat jetzt gesagt, bei den Überstundenzuschlägen, die sollen auch steuerfrei werden, wird jetzt auch darüber beraten. Allerdings sieht man schon einen Trend, dass die Themen für Unternehmer und Unternehmerinnen eher priorisiert werden und die Themen Einkommen, Steuer, steuerfreie Zuschläge erstmal hinten angestellt sind. Die Argumentation ist so ein bisschen folgende, man muss erst die Wirtschaft ans Laufen bringen, Steuereinnahmen dann reinbekommen und dann kann man es auch wieder ein bisschen besser verteilen, auch an Verbraucher und Verbraucherinnen. Da sollen eben die angesprochenen Maßnahmen kommen, aber das wird vermutlich noch zumindest einige Monate, vielleicht sogar einige Jahre dauern. Und Lars Klingbeil hat ja letzte Woche den Haushalt eben vorgestellt für 2025 und auch die Finanzklinik bis 2029. Und dann ist das auch ein bisschen das Problem. Was man da immer wieder hört, ist dieser Investitionsbooster. Kannst du da vielleicht noch ein paar Sätze dazu sagen? Genau, da ist der Hauptpunkt im Prinzip die 30-prozentige Abschreibung über drei Jahre. Jetzt muss man sich vorstellen, man kauft sich einen Schreibtisch für irgendwie, was weiß ich, 1000 Euro. Dann kann man den nicht, wenn man den kauft, im Büro sofort von der Steuer absetzen. Das wäre schön. Sondern man muss ihn über 13 Jahre abschreiben. Machen wir mal ein einfaches Beispiel. Man kauft sich einen Schreibtisch für 1.300 Euro netto, so einen schönen höhenverstellbaren Schreibtisch. Dann muss man den über 13 Jahre abschreiben. Also die sind auch höhenverstellbar. Dann kann man nur 100 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen. Jetzt ist natürlich das Geld weg. Die 1.300 Euro sind weg. Man hat den Schreibtisch beispielsweise bei Ikea gekauft, kann aber nur 100 Euro pro Jahr abschreiben und das über 13 Jahre. Da hat man schon wieder vergessen, dass man den Schreibtisch gekauft hat. Und jetzt soll eben für bewegliche Wirtschaftsgüter das Anlagevermögen so ein Investitionsbooster kommen, unter anderem mit so einer 30% Abschreibung, dass man eben 30% im ersten Jahr, 30% im zweiten Jahr, 30% im dritten Jahr abschreiben kann, dass man eben nicht über Jahrzehnte mitunter warten muss, bis die Steuern wieder zurückkommen. Man muss sagen, das wurde so ein bisschen besser verkauft, als das es wirklich ist. Warum? Man muss natürlich diese Abschreibung erstmal mit der Steuererklärung im Folgejahr absetzen und dann hat man erst im Folgejahr, mitunter vielleicht sogar im Folge-Folgejahr, dann die steuerliche Entlastungswirkung. Investitionsbooster hört sich sehr spektakulär an, aber wenn dann natürlich der Booster irgendwie dann im Folge-Folgejahr irgendwann mal kommt, dann ist es natürlich auch Marketing. Man merkt, nicht nur der Steuerfahri macht Marketing. Und du hast anfangs oder wir haben anfangs über diesen Moment auf der Bühne mit Friedrich Merz gesprochen. Das war eben im Herbst 2024. Jetzt kommt schon bald. Also man spürt es gerade nicht, aber bald kommt der Herbst 2025. Du hast in unserem Vorgespräch mal so einen Ruck durch Deutschland erwähnt. Was kommt denn da jetzt so auf uns zu oder was erwartest du oder was muss vielleicht passieren? Ja, ich glaube, dass man neben der Gesetzgebung, über die man ja viel gesprochen haben auch er wirklich gemeinsam vorangehen sollte wenn ich auch mit gründer gründerinnen spreche dann ist es oft so dann haben sie angst ja die wirtschaftliche situation ist irgendwie unsicher aber ich kann nur an jeden und jede appellieren er ist einerseits klar sind die rahmenbedingungen auch gerade steuerlich vielleicht nicht die besten da wird aber einiges gemacht. Und ich glaube, in Zeiten von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, ist es, glaube ich, noch nie so spannend gewesen, Unternehmen zu gründen, vielleicht auch mit. Weniger oder vielleicht sogar gar kein Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen. Gerade wenn man am Anfang steht, muss man ja auch die Kohle ein bisschen beisammenhalten. Und ich glaube einfach, dass da so ein bisschen einen positiven Ruck durch Deutschland, dass da ein positiver Ruck durch Deutschland gehen muss, dass man da gemeinsam vorangeht. Und da ist ja natürlich auch so die Generation Z eigentlich ganz wichtig. Wenn wir von so einem Ruck sprechen, kannst du das irgendwie aus deinen Followerzahlen oder Fragen einschätzen? Was haben die für ein Geldgefühl? Haben die einen Bezug dazu zu Finanzthemen? Ist denen das wichtig? Haben die Bock, Unternehmen zu gründen? Wie ist da so dein Gefühl? Ich gehe auch in Schulen und gerade in Oberstufen merke ich, dass die Finanzthemen wirklich von Interesse sind. Das kann natürlich daran liegen, wenn ich freiwillig an Schulen gehe, dass die sagen, okay, da kommt vielleicht ein Influencer, den hören wir vielleicht mal eher zu wie jemand, der sonst was über Finanzen erzählt. Aber ich merke schon an den Rückfragen, dass die junge Generation sehr finanzinteressiert ist Und heutzutage ist natürlich auch der Zugang zu Finanzwissen ein ganz anderer. Es gibt natürlich auch viele andere tolle Finanzkanäle, beispielsweise auf YouTube Finanzfluss, der vermutlich mit seinem Team Thomas und Arno etc. Mehr für die finanzielle Bildung getan hat, als vermutlich manche Schulform, meine ich im Bundesland. Ich glaube, dass die junge Generation aufgeklärter ist und eben auch Finanzentscheidungen bewusster trifft, weil sie natürlich auch einen ganz anderen Zugang und ganz andere Informationsmöglichkeiten haben. Okay. Und Thema Generation. Fast jede Generation muss so eine Steuererklärung anfertigen. Das ist ja so ein bisschen jetzt back to the basics. Vielleicht kannst du da am Schluss noch ein paar Tipps geben, warum sollte man das machen? Wer sollte man das machen? Und da hat mich auch noch eine Frage über Instagram erreicht. Wo fange ich überhaupt an, wenn mein Mann das bisher immer gemacht hat? Also nicht meine Frage. Ja, man kann natürlich auch als Frau liebend gerne die Steuererklärung machen. Das kostenlose Portal ist elster.de. Da kann man online die Steuererklärung machen. Geht im Prinzip ganz einfach. Man kann sich registrieren, dann bekommt man einen Brief zugeschickt, ganz altmodisch, man kennt es von Deutschland. Mittlerweile kann man aber auch, wenn man einen Ausweis mit der elektronischen Ausweisfunktion hat, dann sich auch da einloggen. Und dann geht es eigentlich ganz einfach los im Mantelbogen, der heißt bei ELSAT EST 1A und dann gibt man erstmal ein, wie heißt man, wo wohnt man, beispielsweise ist man verheiratet, die Kontoverbindung und so weiter. Das fühle ich immer ganz gerne aus. Genau, und dann gibt es einen Anlagenassistenten, das ist ganz interessant, das kennen viele nicht, Da kann man anklicken, was hat man beispielsweise, hat man Kinder, bekommt man irgendwie noch eine Rente und so weiter, je nach persönlicher, individueller Situation. Und dann werden die Anlagen vorgeschlagen und dann muss man die Anlagen anklicken. Ausfüllen und dann kann man eben auf prüfen klicken und mittlerweile gibt es auch bei elster ein feld wo man dann Hinweise bekommt was man noch eintragen muss also da kann ich nur appellieren das mal. Auszuprobieren mittlerweile gibt es natürlich auch viele Steuer-Apps was noch ein bisschen einfacher geht da muss man aber sagen bei den Steuer-Apps beispielsweise Gewerbe können sie noch nicht vollumfänglich. Aber einfach sich ran trauen viele haben so ein bisschen angst davor Aber mittlerweile gibt es so viele digitale Hilfsmittel, dass man wirklich auch ohne Vorkenntnisse seine Einkommensteuererklärung machen kann und sollte, weil im Schnitt jetzt kamen neue Zahlen vom Statistischen Bundesamt, 1172 Euro bekommen diejenigen zurück, die freiwillig eine Steuererklärung machen und eigentlich gar nicht abgeben müssen, weil sie beispielsweise nur Einkünfte aus ihrem Job oder aus Kapitalerträgen haben. Also im Schnitt 1.172 Euro. Wenn das nicht motiviert, dann weiß ich auch nicht. Da kann man einige Espresso trinken. Also sollte jeder und jede diese Steuererklärung machen, oder? Die Frage kann man... Genau, manche müssen es machen. Da bleibt gar nichts anders übrig, wenn man beispielsweise mehr als 410 Euro Entgeltersatzleistungen hat, wie Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld beispielsweise. Beispielsweise, wenn beide arbeiten und die Steuerklassenkombination drei und fünf oder vier mit Faktor haben, wenn man eine Wohnung oder ein Haus vermietet, wenn man ein Gewerber, da bleibt einem nichts anderes übrig, als eine Einkommensteuererklärung zu machen. Aber selbst wenn man nicht muss, man kann es ja mal machen, man kann bei Elster die Berechnung machen, wie viel bekommt man zurück und da kann man immer noch entscheiden, gibt man ab, gibt man nicht ab. Also man soll es auf jeden Fall mal machen und ich bekomme oft Nachrichten, die dann geschrieben haben, okay, ich habe gedacht, das bringt für mich gar nichts und auf einmal bekomme ich 1200 Euro zurück. Also das ist schon ein relativ schnell verdientes Geld, auch selbst wenn man eine Stunde braucht oder zwei, ist immer noch ein guter Stundenlohn. Und eben zu den meisten Kniffen gibt es tatsächlich ein Video von dir, muss man sagen. Absolut, absolut. Ich habe, glaube ich, gefühlt zu allen Standardthemen schon mal ein Video gemacht. Und Fabi, zum Abschluss kannst du uns vielleicht noch einen kleinen Ausblick geben. Du hast jetzt schon einen politischen Ausblick gegeben. Wie geht es denn jetzt bei dir weiter? Was sind bei dir irgendwie Visionen? Wo willst du noch hin? Was hast du dieses Jahr noch Cooles geplant? Also ich werde auf jeden Fall jetzt am Freitag wahrscheinlich auf der größten Finanzbühne in Deutschland sprechen, auf der Cashflow-Konferenz. Wer vielleicht aus Frankfurt oder Umgebung kommt und jetzt bei YouTube das anschaut, kommt gerne vorbei. Das wäre, glaube ich, ein wahnsinniges Event. 8000 Menschen werden erwartet und ist immer noch eine Finanzkonferenz. Da wird es wahrscheinlich dann den größten Steuervortrag geben, den es jemals gegeben hat. Und dann schaue ich, dass ich weiterhin natürlich Social Media erhalten bleibe, probiere mein Newsletter auszubauen, die ganzen Social Media Plattformen, LinkedIn, TikTok, Instagram, YouTube und so weiter und so fort. Und was mir persönlich auch ein Herzensanliegen ist, ist die Gründer und Gründerinnen in Deutschland zu unterstützen, weil ich natürlich auch weiß, wie schwer es ist und wo man sich überall melden muss, sei es bei Finanzamt, Krankenkasse, Berufsgenossenschaft, Arbeitsamt und so weiter und so fort, wenn man irgendwas braucht. Also da ist noch einiges geplant, was ich künftig machen möchte. Okay, und ich hoffe, dass du uns bald davon wieder im Podcast vielleicht berichten wirst. Sehr gerne. Vielen Dank dir, Fabi, fürs Vorbeischauen. Ja, und vielen Dank fürs Zuhören und vorbeikommen in der Pop-Up-Redaktion. Bis zum nächsten Mal. Das war BZ am Ohr.