Latest / Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast / Warum ich meine 20er für die Karriere voll investiert habe – Lohnt sich das wirklich?
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- 0:00Herzlich willkommen zur Finanzrudel Audio Experience, einem Podcast für alle, die sich das Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus zu Herzen nehmen. Hier lernst du wertvolle Tipps und Erfahrungen, die du in deinem Leben praktisch anwenden kannst. Mein Name ist Thomas Brandon Kovacs, auch bekannt als Thomas der Sparkojote. Ich bin Unternehmer und führe den grössten Schweizer Finanz-YouTube-Kanal und Finanzblog sparkojote.ch. Thomas, du hast deine zwanziger verschwendet. Ja,
- 0:41ich habe wirklich sehr, sehr viel Zeit aus meinen zwanzigern in meine Karriere investiert. Ich fand das extrem spannend. Ich habe kürzlich auch einen Kommentar gelesen, der genau darauf eingeht, dass natürlich— und zwar eher im positiven Sinne war der Kommentar gemeint— dass ich sehr viel von meinen zwanzigern zwanzigern für eben die Karriere geopfert habe, da rein investiert habe, und ich nicht unterschätzen sollte, dass viele da draußen das nicht tun oder auch nicht bereit wären, das zu tun, oder auch nicht getan haben.
- 1:21Hier möchte ich so ein bisschen für alle diejenigen, die vielleicht jetzt noch in ihren zwanzigern sind— vielleicht trotzdem auch interessant für Leute, die schon älter sind. Ich bin jetzt dieses Jahr dreißig geworden, aber trotzdem, das ist vor allem an die gerichtet, die jetzt noch in den zwanzigern zwanzigern sind, Anfang zwanzig, Mitte zwanzig sind oder gar Ende zwanzig schon sind, und so ein bisschen zeigen, ob sich jetzt das wirklich gelohnt hat, ob ich zufrieden bin, was für Vorteile das mit sich bringen kann, wenn eben vieles klappt und man in seinen zwanzigern richtig, richtig Gas gegeben hat, und auch so ein bisschen
- 2:03fachsimpeln oder philosophieren möchte mit euch. Ja, zum einen muss man hier fairerweise sagen, ich habe mich Anfang meiner zwanziger, also vor fast zehn Jahren, selbstständig gemacht. Das machen tatsächlich nicht viele, und auch nicht alle sind dann in dieser, oder innerhalb dieser zehn Jahre, dann auch so erfolgreich oder haben dann auch entsprechenden finanziellen Erfolg. Ja, also es gibt natürlich immer Leute, die genau dasselbe machen, aber es dann irgendwie halt eben doch nicht klappt.
- 2:36Also nur weil man es versucht und macht und sich anstrengt, heißt das ja noch lange nicht, dass es dann auch wirklich langfristig klappen muss, weil halt auch viele andere Faktoren eine Rolle spielen. Aber grundsätzlich muss ich ehrlicherweise zugeben, dass ich wirklich insbesondere ab dem Zeitpunkt, wo ich mich dann auch selbstständig gemacht habe, noch mal viel, viel, viel, viel mehr Zeit, Energie in meine Karriere eben als selbstständiger Unternehmer gesteckt habe als dann auch natürlich zuvor. Ja, also ich habe zuvor meinen neun-zu-fünf-Job gehabt bis zweiundzwanzig, einundzwanzig,
- 3:17wo ich zweiundvierzig Stunden gearbeitet habe und dann noch zu Hause je nach ich sage jetzt mal Woche zwanzig bis dreißig Stunden eben an meinen Side Hustles gearbeitet habe. Als ich mich dann selbstständig gemacht habe, ist dann eigentlich sozusagen die sieben-Tage-Woche, siebzig, achtzig Stunden eigentlich gang und gäbe gewesen. Das sind einfach sieben Tage, zehn bis zwölf Stunden pro Tag. Das war eigentlich Standard, ist heutzutage auch immer noch Standard, mit dem Unterschied, dass ich halt einen Weekend-Day habe, und zwar den Sonntag. Und es ist natürlich schon so,
- 3:55dass wenn man sich das mal anguckt, Thomas, du hast jetzt jahrelang ohne Weekend gearbeitet, jahrelang und immer noch mit einem Tag Wochenende gearbeitet. Hat sich das alles überhaupt gelohnt? Ich meine, man lebt doch nicht mehr, oder man lebt doch nicht nur zum Arbeiten. Und hier möchte ich so ein bisschen einhaken. Ja, das ist ja so ein bisschen das Gegenargument oder auch die Kritik, die viele dann haben werden. Es lohnt sich doch gar nicht, das letzte Hemd hat keine Taschen mehr. Das sind so die klassischen Sprichwörter. Das Ding ist,
- 4:29bleiben wir mal bei den Vorteilen, und dann kommen wir dazu noch mal, was, was, was es dafür braucht, um überhaupt hierher zu kommen. Ich bin jetzt Anfang dreißig, also ich bin jetzt dreißig geworden. Ich habe jetzt die Freiheiten, um zum Beispiel auch mal, wenn ich das möchte, zwei Monate wegzugehen. Sei das jetzt ein Urlaub, Geschäftsreise, whatever. Ich kann zwei Monate einfach auch mal mich verdünnisieren, blöde gesagt. Ja, dafür sage ich dann halt auch vielleicht, hey, ich bin dann dafür, dann ein primäres Jahr dann wirklich am Durchhusten, damit ich im kommenden Jahr zwei Monate weggehen kann.
- 5:08Und in diesen zwei Monaten kann ich dann auch alles machen, was ich möchte, genauso auch, wie ich das auch während meiner Arbeitszeit tun kann. Ich kann das mehr oder weniger machen, was ich möchte. Klar gibt es gewisse Rahmenbedingungen, respektive auch Verpflichtungen, die ich dann habe, auf die man vielleicht weniger Bock hat. Die gehören halt dann auch dazu, dadurch dass man all diese Freiheiten hat. Aber grundsätzlich kann ich da wirklich groß frei entscheiden, Projekte lancieren, Projekte realisieren, Ressourcen, ich sage jetzt mal, allokieren für bestimmte Projekte. Das ist alles schon ganz nice, ganz cool. Das macht auch ganz Spaß,
- 5:46weil man auch sieht, hey, man hat bestimmte Vorstellungen, Projekte, man holt sich Leute, ein Team, baut sich ein Team auf. Holt sich Leute ins Boot und macht Projekte, baut Systeme auf. Ist eigentlich ganz, ganz angenehm, macht auch richtig Spaß. Und ich glaube, das sind dann solche auch Freiheiten, die man dann auch karrieretechnisch, also bei der Karriere, dann eben auch ausleben kann. Man hat viel Freiraum, um eben seine Vorstellungen zu realisieren, zu machen und zu tun, ja, weil man halt auch Ressourcen entsprechend allokieren kann, von Kapital bis hin zu Geräten, Maschinen, bis hin natürlich zu,
- 6:26ja, Team aufbauen und so weiter. Auf
- 7:03der anderen Seite ist natürlich auch so, und das hat sich so die letzten, ich würde jetzt mal sagen, drei Jahre plus minus rauskristallisiert, ich meine, ich bin jetzt auch verheiratet, also es ist so, dass das bei meinen Ausgaben, und das ist tatsächlich, also ich tracke immer noch alle meine Ausgaben, also ich tracke alles. Trage das in meine App ein, Home Budget, und weiß halt, was ich ausgebe privat. Und es ist aber so, dass ich eigentlich grundsätzlich nicht mehr drauf achte. Also
- 7:36wenn drauf achten bedeutet, ich gucke jetzt nicht, dass ich irgendwie unter einem bestimmten Betrag sein muss, oder eher wenn ich einkaufen gehe oder wenn wir irgendwas Neues brauchen im Haushalt, Dann überlege ich jetzt nicht irgendwie ewig und hey, kann man sich das leisten? Und ja, und dies und jenes, und soll man das jetzt wirklich kaufen? Klar hinterfragt man sich, braucht man es wirklich? Aber es ist dann mehr so, möchte ich jetzt dieses Ding wirklich anschaffen? Kostet es nicht einfach nur mehr Zeit und ist mühsam? Sondern es ist dann mehr so, wenn man es wirklich möchte, dann holt man es sich, und der Preis ist dann blöde gesagt
- 8:16in Anführungsstrichen egal. Das ist natürlich auch etwas, wo, wenn ich mir das so rückblickend überlege, ich weiß sehr, sehr oft noch, wie ich über Anschaffungen nachgedacht habe. Wenn ich mir was gekauft habe, wenn wir irgendwo hingegangen sind, irgendwas, keine Ahnung, Hotels gebucht haben, irgendwelche Events gebucht haben. Ich habe da schon irgendwie geguckt und ich habe auch immer gewusst, wie sich das angefühlt hat, dann dieses Geld auszugeben. So à la: Hey, ich könnte jetzt das auch besserweitig oder anderweitig anlegen und das wäre besser.
- 8:57Das ist heutzutage mehr oder weniger zwar noch da, aber eher bei viel, viel, viel, viel größeren Anschaffungen. Also wirklich bei sehr, sehr großen Anschaffungen, wo ich mir diesen Gedankengang Hege und Pflege. Und bei allen anderen Sachen ist es halt wirklich, es ist egal. Also ich kann das, ich kann das gar nicht anders erklären, als es ist wie egal. Und klar schaut man halt schon, dass man natürlich jetzt nicht unbedingt unnötig Geld ausgibt, ja. Also das, das ist natürlich völlig klar und logisch, aber so grundsätzlich ist es wirklich egal.
- 9:35Und dieses Egal hat einfach damit zu tun, dass meistens so ein bisschen der Gedankengang ist, die Zeit ist mehr wert. Ja, also ich gebe euch so ein konkretes Beispiel. Früher, wenn ich an so einen Selektorautomaten gegangen bin, dachte ich mir, boah, das ist schon mega teuer, aber okay, halt ist jetzt halt mega teuer. Heutzutage Ich weiß zwar, dass es mega teuer ist, aber es ist eigentlich völlig egal.
- 10:05Also ich könnte jetzt auch nur Getränke aus dem Selecta-Automaten konsumieren, und zwar nur noch ausschließlich, und es würde absolut keinen Unterschied mehr machen. Ja, und ich glaube, so dieser Mindset-Shift von: Es macht wirklich keinen Unterschied mehr finanziell. Und auch das Appreciaten von: Hey, das spart mir jetzt enorm Zeit, weil ich nicht zum nächsten Coop, Migros oder was auch immer gehen muss. Sondern dass ich jetzt einfach hier und jetzt das holen kann und meine Wege gehen kann. Dieses Zusammenspiel von es macht keinen Unterschied mehr und das Zusammenspiel von es spart mir fünf bis zehn Minuten, das ist unglaublich.
- 10:44Also ich kann das nicht, also ich kann das nicht so gut erklären, glaube ich, aber das Gefühl ist wirklich schon sehr, sehr angenehm. Und es ist ein Gefühl, Was ich jetzt tatsächlich damit vergleiche, ich habe das glaube ich auch schon oft auf diesem Kanal erwähnt, die meisten Menschen fühlen sich wahrscheinlich als Kind sehr finanziell frei oder checken noch gar nicht, was da auf sie zukommt. Ja, und darum sage ich auch, so als Kind bist du eigentlich finanziell frei, bis du irgendwann einmal verstehst, dass du für dein Geld arbeiten musst.
- 11:23Und es fängt dann schon als Teenager an, aber so als wenn du in die Primarschule gehst, im Kindergarten sowieso, da fühlt man sich einfach frei, frei. Und ich bin gerade an einem meiner Lebenspunkte, und das ist schon die letzten paar Jahre so, wo ich mich wirklich frei fühle. Klar ist man eingeschränkt durch den physischen Körper, man ist eingeschränkt durch finanzielle Mittel im Sinne von, man kann nicht alles, wirklich alles, alles machen. Ich kann jetzt nicht eine Yacht kaufen, habe ich jetzt auch auch nicht unbedingt vor. Aber mit frei meine ich, ich fühle mich frei, ich kann alles machen, was ich will, und das, was ich will, kann ich umsetzen.
- 12:01Ich kann tun und lassen und tun, wie ich es möchte, mit wem ich es möchte. Also es ist wirklich, ich fühle mich genauso frei, wie man sich als Kind früher frei gefühlt hat, einfach als Erwachsener. Und das ist halt schon relativ Krass, finde ich. Ja, also das heißt, jeder Tag, den man halt so lebt, der fühlt sich einfach sehr, sehr nice an. Ja, klar hat man mal auch einen schlechten Tag, aber so grundsätzlich jeder Tag fühlt sich sehr nice an. Und ich möchte jetzt nicht sagen, dass das wegen dem Hustlen ist, weil ich nur meine zwanziger durchgehustelt habe und jetzt diese Freiheiten leben kann.
- 12:38Also das ist sicher ein Part davon, ist natürlich auch das Mindset und die Einstellung. Gibt genauso viele Leute, die halt so sich Vermögen aufgebaut haben, erfolgreich sind und sich nicht frei fühlen, weil sie sich ein Business aufgebaut haben, worauf sie keinen Bock haben. Ich habe mir halt Geschäfte aufgebaut, worauf ich richtig Bock habe, die richtig Spaß machen und ich auch richtig Vollgas geben möchte, und gleichzeitig eben auch Vermögen aufgebaut. Also es ist halt so ein Zusammenspiel von allem. Und ich sage halt einfach nur an dieser Stelle, wenn man sich das in den zwanzigern aufgebaut hat und jetzt dreißig ist,
- 13:14dann gibt es in meiner Hinsicht kein Szenario, weil alle bald werdenden dreißigjährigen oder Anfang dreißigjährigen, und zwar alle ausnahmslos, die fühlen sich genau gleich gut wie mit Anfang zwanzig. Also wer hätte es gedacht, ja, mit Anfang dreißig fühlt man sich wie Anfang zwanzig. Übrigens ist der Mensch in seinen dreißigern in Peak Performance, ja, also Sagt man zumindest so. Also der ist ja dann wirklich Peak Performance, da ist er karrieretechnisch oft schon, je nachdem halt was er gemacht hat, teilweise schon gut dabei.
- 13:50Privat meistens hoffentlich auch gut und auch insgesamt körperlich im Idealfall auch. Also das heißt, ich habe jetzt all die Freiheiten in einer, ich sage jetzt mal, Periode, einer Zeit mit Ende zwanzig, Anfang dreißig, da bist du Peak Performance. Rein jetzt auch so gesundheitlich, denke ich jetzt einfach mal. Also nicht, dass man jetzt dann mit irgendwie vierzig, dass einem schlecht geht, aber ich meine einfach nur, sagt man halt so. Wahrscheinlich sagt der Vierzigjährige auch, ich fühle mich genau wie Anfang dreißig, aber ich meine jetzt einfach so grundsätzlich. Und ich habe all diese Möglichkeiten und ich würde jetzt ganz, ganz, ganz, ganz, ganz ehrlich sagen,
- 14:29ich würde genau das, was ich in meinen zwanzigern gemacht habe, auch noch mal so machen. Natürlich würde ich vielleicht auch gewisse Dinge besser machen, im Sinne von Man hat ja aus Fehlern gelernt, das ist mir natürlich schon klar. Aber ich meine, so grundsätzlich, da wo ich jetzt stehe, bin ich extrem zufrieden. Und ich würde um nichts auf der Welt zurückreisen in der Zeit, um etwas anderes zu machen, weil ich einfach weiß, hey, Anfang dreißig fühlt sich wie Anfang zwanzig an, wenn du da jetzt eben Financial Capabilities hast, dir was aufgebaut hast. Dann ist es einfach gewesen. Dann hast du eigentlich das Game durchgespielt.
- 15:09Also wenn du jetzt hier nicht irgendwie grob fahrlässig jetzt noch umgehst und irgendwelche crazy Sachen machst, wo du das ganze Haus aufs Spiel setzt, blöde gesagt, im übertragenen Sinne, dann hast du das Game durchgespielt, das finanzielle. Und das ist halt eben relativ krass und das wünsche ich auch jedem. Das ist auch was, was sehr wünschenswert und auch sehr, sehr schön ist. Würde mich mal so interessieren, wie ihr das so seht. Ja, schreibt mir das gerne mal unten in die Kommentare.
- 15:38Lieben Dank fürs Zuhören. Neue Finanzrudel Audio Experience Episoden gibt es jeden Montag, Donnerstag und Samstag 9 Uhr vormittags. Trete ausserdem dem exklusiven Finanzrudel Community Club bei finanzrudel.ch/club und tausche dich mit Tausenden Gleichgesinnten im Finanzrudel aus. Mehr über mich und meine Reise erfährst du auf meinem Blog www.sparkojote.ch. Interessiert dich, an welchen Projekten ich aktuell arbeite? Dann findest du mich auf Instagram at Sparkojote. Auf meinem YouTube-Kanal Thomas der Sparkojote findest du aktuelle Videos zum Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus. Bis bald.