Latest / Rambo Zambo – Der Merz-Podcast / Ist das der neue Merz-Modus?
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- Wir haben diese Bundestagswahl 2025 gewonnen. Jetzt darf auch mal Rambo Zambo im Adler. Das ist Rambo Zambo, der März-Podcast. Das Format, das ihr vielleicht nie wolltet, aber jetzt braucht. Mit euren Hosts Carlotta Richter und Julia Emrich. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Rambo Zambo, dem Podcast, in dem wir immer einmal in der Woche über unseren Bundeskanzler Friedrich Merz und über das sprechen, was die Bundesregierung in Berlin gerade so macht. Ich freue mich, dass ihr wieder da seid. Ich freue mich aber ganz besonders, dass Julia und ich hier wieder zusammensitzen. Endlich, um über Friedrich Merz zu sprechen. Ja, war eine lange Zeit. Wir hatten tolle Kollegen, die uns hier super vertreten haben. Aber ich freue mich auch wirklich sehr, wieder in dein Gesicht gucken zu können. Und deine Stimme hier im Studio hören zu können, liebe Carlotta. Ich mich auch. Wir waren aus diversen Gründen einige Zeit lang nicht zusammen hier und ich hoffe, wir können das jetzt in der nächsten Zeit wieder etwas verstärken. Wir wollen nicht zu viel versprechen, aber... Ich wollte dir eigentlich einen Kuchen mitbringen, denn wir haben auch fünf Monate März-Podcast. Fünf Monate ist jetzt noch nicht so wahnsinnig viel, aber... Ich hätte trotzdem Kuchen genommen. Okay, aber diese Essgeräusche, kein Mensch will das. Weißt du, woran ich auch gemerkt habe, dass die Zeit rasant fliegt? Lindner, Christian Lindner, du erinnerst dich an Christian Lindner, hat jetzt einen neuen Job und ich habe gedacht, stimmt, den gab es ja auch mal. Also daran merkt man echt, also gut, ich muss mir nochmal sagen, wie lange ist das her? Es ist jetzt fast ein Jahr her, dass die Ampel zerbrochen ist und er hat einen Job, ich weiß nicht, ob du es gesehen hast, er hat einen Job bei einem Abrissunternehmen. Ich meine, ist das ironisch? Also es ist so ein größerer Konzern, der Industrieanlagen abbaut, aber auch Windkraftanlagen abbaut. Und ich dachte, das tut er doch nur, um Habeck am Ende noch mal einen mitzugeben. Das ist ein Entsorgungsfachbetrieb. Er wollte noch mehr abreißen. Aber ich fand es irgendwie wirklich sehr ironisch, dass Christian Lindner ausgerechnet bei einem Abrissunternehmen anheuert. Ja, genau. Alte Namen aus einer anderen Zeit. Wir sind bei Friedrich Merz. Und Carlotta, irgendwie mein Eindruck ist, dass Friedrich Merz gerade zumindest in Nuancen eine Wandlung vornimmt. Wie hast du ihn in den letzten Tagen, in den letzten Wochen erlebt? Er ist ja deutlich häufiger als noch über den Sommer wieder aufgetreten, sichtbar geworden, vor allem im Inland. Was ist dein Eindruck? Teilst du das mit mir, dass da eine Veränderung gerade stattfindet? Ich würde auf jeden Fall sagen, wir haben einen sehr präsenten März gesehen, jetzt gerade in den letzten Tagen. Es waren drei Fernsehauftritte bei Mioska in der ARD, bei Atalai auf MTV, dann noch im MDR. Und dann hat er ja auch noch seine Ansprache gehalten zum Tag der Deutschen Einheit. Also es war so ein sehr präsenter März irgendwie. Und ja, also ich fand schon auch gerade in dem Interview mit Karin Miosga, hat er so ein bisschen so eine andere Seite gezeigt. Also generell habe ich das Gefühl, er versucht gerade so mehr da zu sein, mehr Nähe zu zeigen zu den Menschen in Deutschland. Irgendwie so ein bisschen erreichbarer zu sein als Kanzler, so ein bisschen greifbarer. Wir haben ihm ja wirklich auch hier wochenlang fast immer schon vorgehalten, ein Außenkanzler zu sein. Wir haben ganz viel über diese Reisen gesprochen und sein internationales Engagement und das verändert sich tatsächlich jetzt gerade. Und er hat es ja auch selbst gesagt bei Karin Miosga, das fand ich ganz spannend, er hat ja auch gesagt, ich bin auch sensibel. Er hat so ein bisschen... Wenn Männer das sagen. Aber in dem Fall, also er hat so ein bisschen so eine weichere Seite gezeigt generell. Ich habe auch so das Gefühl, er versucht gerade so sehr, seine Vermittlungsrolle zu betonen, auch im Umgang in der Koalition mit der SPD, mit dem Koalitionspartner. Und er wurde ja bei Karin Miosga nochmal angesprochen auf diese Szene, die es gab, als er bei der Synagogeneröffnung war in München. Das ist schon ein bisschen her und da in seiner Rede so mit den Tränen gekämpft hat. Ja, stimmt. Das war sehr berührend. Also mich hat es berührt, weil es, glaube ich, bei ihm auch null gespielt ist. Also dieser Mann fängt nicht einfach öffentlich an, eine Träne zu verdrücken. Da ist in ihm was passiert, das merkt man. Er versucht das, glaube ich, auch am Anfang noch so ein bisschen niederzukämpfen, habe ich das Gefühl, die Fassung zu behalten und dann. Nein, irgendwie bricht da ein Damm und dann, ja. Genau, das meine ich. Also es wurde ihm ja nochmal gezeigt bei Miosca, diese Szene. Und selbst da hatte ich dann das Gefühl irgendwie, also da hatte ich fast so eine leichte Sympathie, wo ich so gedacht habe, so er musste sich nochmal diese eine Minute, glaube ich, oder ich weiß nicht genau, wie lange dieser Einspieler war. Er musste sich das nochmal angucken, wie er selbst mit den Tränen gekämpft hat und hat sich dann danach auch so ein bisschen weicher gezeigt. Und hat dann eben auch gesagt, dieses ich bin sensibel und ich weiß, da streiten sich auch die Meinungen in Deutschland, da gehen die Meinungen auseinander, ob man das jetzt gut findet, ein Kanzler, der solche Emotionen zeigt, der weint oder ob man das eher nicht so gut findet. Ich habe ihm das abgekauft, genau wie du gesagt hast und vielleicht liegt es auch an meiner Generation, aber wir mögen ja reale Leute, wir finden das ja gut, wenn man real ist und das fand ich real und deswegen bei mir hat das jetzt keinen negativen Eindruck hinterlassen. Ja, ich glaube, dass insgesamt versuchen wahrscheinlich viele ihn als nahbarer, als zugänglicher und damit eben auch als emotionaler zu zeigen. In seinem Team, in seinem Stab gibt es viele, das hört man auch immer wieder, die sagen, das ist eigentlich und das erlebt man ja auch im Privaten oder im Persönlichen oder dann, wenn die Kameras aus sind, kann das ein ganz, ganz herzlicher, zupackender, eben auch großväterlicher Typ sein. Darüber haben wir ja auch schon mal gesprochen. Diese Seite ist eine, ich finde, grundsympathische Seite, wenn man die nicht instrumentalisiert. Die sollte er mehr zeigen. Das ist, glaube ich, das Interesse auch der Leute, die so hinter ihm stehen und ihn nach vorne schieben wollen. Aber man sieht natürlich auch, dass das alles ein bisschen mit dem Rücken zur Wand ist. Denn seine Beliebtheitswerte sind, weiß Gott, nicht gestiegen. Im Gegenteil, in vielen Umfragen sogar eher gefallen. Nun sind regierende Kanzler nie so massiv beliebt, weil natürlich an ihrer Person sehr viel abgemacht wird. Aber ein so düsteres Bild, nachdem wir alle dachten, es ist auch für manche eine Hoffnung und ein Aufbruch und ein Zuversichtsmoment, das ist natürlich schon total bitter. Wir hatten jetzt ja gerade heute, wir nehmen auf am Donnerstag, die PK zum Koalitionsausschuss, der gestern getagt hat. Und vielleicht anschließend dann deine Aussage gerade, du hast ja gesagt, die Stimmung ist mau, die Umfragwerte sind mau. Wie war denn jetzt so dein Eindruck, wie ist die Stimmung jetzt vor dem Koalitionsausschuss in der Koalition gewesen? Wie war auch da die Stimmung von Friedrich Merz? Also wenn man sich vor dem Koalitionsausschuss bei den Koalitionären umgehört hat, war die blanke Sorge im Gesicht. Also wenn man sich die Umfragen anschaut, jemand hat aus der Union gesagt, wir sind im freien Fall. Das ist natürlich ein bisschen dramatisiert, denn es ist natürlich kein freier Fall. Aber wir sehen eben, dass die Unionsparteien weiter schrumpfen gerade. In vielen Umfragen jetzt nur noch bei 24 Prozent sind. Die AfD ist in vielen Umfragen klar davor mit 26 Prozent. Und die SPD kommt gar nicht mehr aus der Kurve. Die liegen irgendwo bei zwischen 13 und 15 Prozent. Das heißt, die Regierung hat weniger als 40 Prozent zusammen. Und damit also nicht mal annähernd die Mehrheit der Deutschen. Und die Beliebtheit ist im Keller. Es gibt zwar immer noch diese interessanten Phänomene wie ein Boris Pistorius, Verteidigungsminister, krass beliebter als alle anderen, ohne dass man jetzt das wirklich nachvollziehen könnte im Sinne von der Macht gerade ganz... Das sind großartige Dinge, die das Leben der Menschen verbessern. Wir werden vielleicht gleich nochmal über die Wehrpflicht reden, aber das ist ein Ausreißer. Insgesamt ist die Skepsis dieser Regierung gegenüber sehr groß. Und ja, der Satz, wir sind im freien Fall, beschreibt die Angst. Die Angst, dass sie es eben nicht schaffen, vor den Landtagswahlen im nächsten Jahr die Stimmung so zu drehen, dass die AfD klein bleibt und Regierungsmehrheiten jenseits der Rechtsextremen möglich sein werden. Das ist die große Angst. Und das war eine Stimmung, die du hast gefragt, wie die vor dem Koalitionsausschuss war, die natürlich auch diese Runde geprägt hat und zwar auf zwei Weisen. Das eine ist natürlich, dass man sagt, was würden die Leute denn gutieren, wenn man Politik so macht, dass Lösungen vorkommen, dass man sich schnell einigt, dass man pragmatisch operiert, dass man Dinge tut, die bei den Menschen sofort ankommen. Das ist das eine. Das hilft natürlich in den Umfragen. Andererseits ist natürlich auch immer die Angst da, dass wenn man sich zu schnell auf Kompromisse einigt, zu schnell auf den Koalitionspartner zugeht, dass man das eigene Klientel vergrätzt. Und dass die Umfragen deshalb wieder zurück. Man hat ein Nullsummenspiel am Ende, wenn man alles richtig zu machen versucht. Und vor so einer Situation sind die natürlich dann. Und auch dann, wenn es dieses Mal sehr, sehr, sehr viele Gespräche vorher gab und ganz viel vorbereitet worden ist, Darauf können wir gleich nochmal in Ruhe eingehen. Dennoch haben sie fast zehn Stunden, wenn man alles zusammenrechnet, gebraucht, um nachher mit einer ganz guten, verkaufbaren Lösung rauszugehen. Es hat deutlich länger gedauert, als sie erwartet haben. Es ist tief in die Nacht, es ist bis in den frühen Morgen gegangen. So lange haben sie noch nie zusammengesessen. Und das wollten sie eigentlich auch nie, weil sie eben gesagt haben, Nachtsitzungen sind nichts. Bei Nachtsitzungen kommt immer nur Mist raus am Ende. In diesem Fall war es nötig. Aber sie haben sich ja geeinigt, zumindest auf einige Reformen. Wollen wir vielleicht mal so kurz gucken, worum es jetzt eigentlich ging bei diesem Koalitionsausschuss und wie die Einigungen aussehen? Also der Kernpunkt und der Schwerpunkt und auch die schwierigste Kuh, die sie vom Eis ziehen mussten, ist die Bürgergeldreform. Erster Teil muss man immer dazu sagen. Das Bürgergeld soll ja zu einer neuen Grundsicherung umgeschrieben werden. Die große Linie ist ja bekannt und ist auch immer berichtet worden. Mehr Sanktionen, mehr Härte gegen diejenigen, die das System ausnutzen, mehr Fairness für die, die mit kleinem Geld oder mit kleinem Gehalt trotzdem versuchen, ohne Bürgergeld auszukommen. Das ist die große Linie. Und natürlich kommen da mit den Sozialdemokraten und den Unionsparteien. Zwei sehr, sehr unterschiedliche Weltanschauungen auch zusammen. Und das musste übereingebracht werden. Die Arbeitsministerin Bärbel Baas, auch SPD-Vorsitzende, hat Vorschläge gemacht. Und was dieses Mal wirklich besser funktioniert hat, ist, dass diese Vorschläge im Vorfeld sehr intensiv besprochen worden sind. Und zwar nicht auf der Ebene Nummer 27b, sondern auf der Premium-Ebene, nämlich zwischen Merz und Baas. Also Spitzenrunde, manchmal auch zweite Reihe, aber man hat erkannt, dass wenn sich nicht die beiden Spitzen, also der CDU-Chef und die SPD-Chefin einigen, dass man dann den Rest auch vergessen kann. Und das hat geklappt. Ich will ausdrücklich auch sagen, dass Bärbel Baas und ich zur Vorbereitung des Koalitionsausschusses gestern noch einmal längere Zeit auch über Mittag zusammengesessen haben und die einzelnen Fragen noch einmal miteinander geklärt haben. Auf dieser Basis haben wir dann gestern eine gemeinsame Einigung auch im Koalitionsausschuss erzielt. Es geht auch immer um die Frage, wie verkauft man das nachher? Wie verkauft man das so, dass in die eigene Partei, darüber sprach ich ja gerade, das als Erfolg formuliert ist? Aber eben auch in die Breite der Bevölkerung ein Signal ist, das hilft uns jetzt hier allen. Im Vorfeld war beim Thema Bürgergeld ja extrem viel über das Thema Einsparungen geredet worden. Auch Merz hat sich mehrfach dazu geäußert, es waren auch unterschiedliche Zahlen im Umlauf, wie viel man denn jetzt mit dem Bürgergeld wirklich einsparen könnte. Die Zahl ist auch immer weiter geschrumpft. Wie hast du das jetzt erlebt? War das jetzt bei dieser Pressekonferenz, bei der Vorstellung der Einigung, Waren diese Einsparungen da noch ein Thema? Natürlich waren die ein Thema, weil natürlich auch die Journalisten wissen wollten, so wie ja jeder, bringt es das und in welcher Höhe bringt es das? Das Interessante ist, heute Morgen hat niemand mehr über konkrete Zahlen gesprochen. Das liegt aber auch daran, dass man diese Zahlen a noch gar nicht hat, weil man noch gar nicht genau weiß, was wie wirken wird und b, weil sie so klein sind. Also Bärbel Baas, die Arbeitsministerin, die ja diesen Gesetzentwurf machen wird, die hat schon im Grunde Erwartungsmanagement betrieben und gesagt, wundern Sie sich nicht, wenn die Zahl recht klein ist. In so einem Gesetzentwurf, das muss man wissen, muss immer auch eine Kalkulation stehen, welche grobe Richtung wird damit erzeugt. Und da wird also eine Zahl stehen oder zumindest eine Range stehen und die wird möglicherweise viel niedriger sein als der eine oder andere das erwartet. Das liegt daran, dass in diesem ersten Teil der Bürgergeldreform, über die jetzt gesprochen wird, über den zweiten werden wir erst im nächsten Jahr sprechen, in diesem ersten Teil geht es vor allem darum... Sanktionen zu verschärfen, ein anderes Sanktionsregime zu errichten gegen Leute, die willentlich aus Schludrigkeit, aus welchen Gründen auch immer. Termine nicht wahrnehmen, Arbeitsangebote nicht akzeptieren und so weiter. Da gibt es jetzt ein gestaffeltes Verfahren. Nur um das mit dem Geld mal eben kurz zu Ende zu argumentieren. Das sind Zahlen und auch Fälle, die nahelegen, dass damit nicht der ganz große Einspareffekt erzeugt werden kann. Ich kann gleich nur mal erklären, was genau passieren soll, aber die Arbeitsministerin argumentiert inzwischen auch viel weniger über die Frage, was sparen wir ein durch die Sanktionen, als was gewinnen wir, wenn wir über diese etwas härteren, ich sage jetzt mal Daumenschrauben, mit denen das Sanktionsregime nun gefahren werden soll, was passiert, wenn wir damit deutlich mehr Menschen tatsächlich in Arbeit bringen? Es sind nicht das die eigentlichen Einspareffekte. Also sie rechnet immer vor, 100.000 Menschen mehr in Arbeit ist ungefähr eine Milliarde, die wir gewinnen. Das sind am Ende wahrscheinlich die Effekte, auf die es eher ankommt. Das war jetzt ja auch in der Kommunikation, das wurde da ja auch nochmal betont, es soll bei dieser neuen Grundsicherung jetzt darum gehen, die Stärke auf die Arbeitsvermittlung auszurichten. Ja, und im Moment ist es eben so, dass es zwar jede Menge Angebote gibt, aber ganz offenbar, und das ist ja auch das, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jobcentern beschreiben, auf die Verbindlichkeit fehlt. Es soll jetzt, das ist zumindest die Einigung jetzt, wir wissen auch, das muss noch durchs Parlament, da kann sich nochmal was ändern, aber im Groben, nehmen wir mal an, ist jetzt so eine Linie drin. Es soll jetzt so sein, beim Erstkontakt mit dem Jobcenter soll es einen Kooperationsplan geben, es spricht also einen Plan, wer bist du, was kannst du, wo sind Chancen, wie kriegen wir dich wieder in Arbeit, wo ist möglicherweise noch ein bisschen Nachsteuerung, also Nachschulung oder sogar eine Ausbildung oder so möglich. Also dieses Kooperationsgespräch, das es jetzt zum Teil schon gibt, soll verbindlich passieren. Also nicht kann man machen, kann man nicht machen, sondern ganz klar und wenn du das nicht machst, gibt es auch schon wieder Sanktionen. Das heißt, das ist der erste Step. Und dann wird es Folgetermine geben, wo dann natürlich das konkretisiert wird. Wenn du zu diesem ersten Termin nicht erscheinst, kriegst du sofort, so zumindest jetzt der Plan, kriegst du sofort eine Einladung zu einem zweiten Termin. Erscheinst du zu dem zweiten Termin nicht, wird dir deine Leistung gekürzt um 30 Prozent. Wenn man weiß, Bürgergeld ist jetzt nicht so zum richtig reich werden, ist 30 Prozent nicht wenig. Kommst du wieder nicht, also versäumst du den dritten Termin, wird dir dein Geld um 100 Prozent gekürzt. Das Geld, deine Kosten, also Mietkosten und so weiter werden weiterhin übernommen, aber das ist ein empfindlicher Schritt. Und dieser Ablauf soll auch gefixt sein. Gleichzeitig gilt, wird dir ein konkretes Job gemacht, ein Vertrag, den du unterzeichnen kannst, weil du gesund bist, weil du Kinderbetreuung hast, weil das alles für dich gehen könnte und sagst, nö, mach ich nicht. Dann wird ihr ebenfalls das Geld gekürzt. Und das ist, glaube ich, vor allem ein Signal an diejenigen, die trotz diverser Widerigkeiten irgendwie versuchen, ihr Geld ohne Bürgergeldbezug zu verdienen und auf diesem Arbeitsmarkt irgendwie zu bestehen. Das ist ein Signal an die, die anderen haben es auch nicht leicht. Da müssen wir jetzt auch mal ein bisschen mehr konsequent und ein bisschen fordernder vorgehen. Bärbel Baas, die ja aus Duisburg kommt, Und so ein Ruhrgebietskind sagt ganz klar, für alle, die nicht mitmachen, wird es jetzt härter. Und das ist genau die Ansage, mitmachen. Also niemand soll gezwungen werden, Dinge zu tun, die er nicht tun kann, weil er vielleicht nicht in der Lage ist, gesundheitlich, körperlich wie psychisch. Weil mit seinen Kindern es nicht funktioniert. Es gibt Härtefälle, das soll alles bleiben. Aber da, wo es geht, soll es ein bisschen mehr Druck geben. Wobei man ja auch immer im Hinterkopf haben muss, dass die Zahl derer, man spricht ja immer von diesen sogenannten Totalverweigerern, also die, die sich wirklich weigern, Arbeit anzunehmen, obwohl sie eigentlich in der Lage wären, dass diese Zahl wirklich im Vergleich zu der Zahl an Menschen, die Bürgergeld oder jetzt dann Grundsicherung bekommen, wirklich sehr, sehr gering ist. Ja, also die Union rechnet, natürlich rechnen die mit der größtmöglichen Zahl, die sagen immer so zwischen 400.000 und 600.000. Und gut, das ist nicht wenig. Und natürlich darf man auch bei sowas nicht die Symbolwirkung vergessen. Das mögen zwar dann vielleicht rechnerisch nicht so viele Fälle sein, aber so ein Gefühl von der Staat... Guckt schon genau, wer sich hier wie engagiert, ist natürlich für viele auch so ein Gerechtigkeitsthema und das kann natürlich schon verfangen. Sie sollten sagen, ja okay, dann gucken die auch schon hin und es geht hier gerecht zu. Ich glaube, das ist ein Grundbedürfnis und wenn das damit ein bisschen mehr befriedigt wird, kann das einen Effekt haben, der jetzt unabhängig von der Frage, wie viel Euro hat Lars Klingbeil später dann in seiner Kasse, relevant sein kann. Auch nachher für die Akzeptanz von Staat und die Akzeptanz dieser Regierung ganz am Ende auch der Demokratie. Ich wollte gerade fragen, kannst du dir vorstellen, dass das ein Thema ist, was jetzt positiv einzahlt auf die Regierung? Ich wäre da ehrlicherweise so ein bisschen skeptisch, ob das jetzt wirklich der Hebel ist und die Leute jetzt sagen, ah, jetzt finde ich die aktuelle Regierung total gut, was die machen. Also das ist bestimmt jetzt nicht der Turning Point und von nun an alles fein und Umfragen durch die Decke. Ich glaube, wenn man das Prinzip, das jetzt funktioniert hat, nämlich wir reden intensiv, wir reden auf Spitzenebene, wir einigen uns im Rahmen unseres Koalitionsvertrags auf einen Kompromiss, mit dem wir alle zwar ein paar Probleme haben, aber auch alle leben können. Wenn das Prinzip sich jetzt fortsetzt im Herbst, Herbst der Reformen, Sozialversicherung. Ich möchte selber schon nicht mehr Herbst der Reformen sagen. Niemand sagt mehr Herbst der Reformen. Also die nächsten 20 Herbste werden alle Reformherbste. Nein, aber wenn sich das durchsetzt, dann glaube ich, kann da wieder was, kann da dieses Vertrauen wieder wachsen. Das heißt aber auch, dass es jetzt genauso weitergehen muss. Denn wenn jetzt beim nächsten Mal und das wäre jetzt zum Beispiel Stichwort Wehrdienst, nächste große Baustelle für diese Koalition, wenn es da wieder scheitert, wenn sie sich da nicht einigen können, obwohl die Einigung eigentlich auf dem Tisch liegt, dann verpufft der Effekt, den wir jetzt haben beim Bürgergeld. Wenn wir ihn überhaupt haben. Sofort wieder. Würdest du denn sagen, wir haben ja schon gesprochen über die Stimmung vor dem Koalitionsausschuss. Würdest du denn jetzt sagen, dass die Stimmung nach dem Koalitionsausschuss, nachdem es jetzt diese Einigungen gab, unter anderem beim Bürgergeld besser war? Hat man das gemerkt? Du meinst jetzt unter den Koalitionären, wie war der Vibe? Ja, ich finde es ja immer interessant. Und Merz und Bars sitzen jetzt bei der Pressekonferenz nebeneinander und betonen wirklich, das haben Sie ja neulich schon mal nach Ihrem legendären Mittagessen, wo es zwei Bier gab, was Sie ja permanent betont haben, dass es zwei Bier gab, nicht nur eins und auch nicht drei. Also man hat sich nicht betrunken und man hat auch nicht nur ein Höftigkeitsbier getrunken. Sie reden sehr viel darüber, wie eng Sie sind, wie sehr Sie sich abstimmen. Und es gab so eine Situation, als Bars noch mal fast so ein bisschen ins SPD-Publikum denkt, diesen Kompromiss erklärt, dass Merz dann so ausdrücklich nickt und genau und ja, und rechts hat sie und wir sind uns hier ein. Also ja, das versuchen sie, aber ganz ehrlich, die waren auch sehr müde. Also die sahen alle vier ziemlich fertig aus. Denn klar, zehn Stunden, wenn es mal überhaupt damit getan war, zu verhandeln, das ist hart. Und dann am nächsten Morgen die Sachen zu verkaufen, die müssen ja heute dann auch weitermann. Die müssen das ja auch ihren Leuten verkaufen und so weiter. Oder das, ja, also wir müssen jetzt nicht über die Massen Mitleid haben, aber so richtig partyweit auch nicht. Denn sie wissen ja auch, was noch auf sie zukommt. Das ist eben der verdammte Anfang erst. Du hast gerade schon ein Thema angesprochen, über das wir auch eigentlich heute nochmal sprechen wollten. Und über das eigentlich auch der Bundestag hätte heute sprechen sollen. Es hat aber nicht stattgefunden. Und das ist das Thema Wehrdienst. Das stand nämlich eigentlich heute auf der Tagesordnung, wurde jetzt aber nochmal verschoben um eine Woche, weil man insbesondere in der Union doch noch Zweifel hat an dem Gesetzentwurf, wie er aktuell ist. Ja und wir beide wollten unbedingt über Wehrdienst reden, weil wir schon gar nicht mehr glaubten, dass bei diesem Koalitionsausschuss überhaupt was rauskommt. Also den hatten wir innerlich schon als, naja, wollen wir mal abwarten. Immerhin. Apropos Erwartungshaltung an diese Regierung. Genau, genau. Also ja, klar. Ja, Wehrdienst ist die große offene Baustelle aus zwei Gründen. Das eine ist, es geht um eine kleine Formulierung. Da geht es letztlich nur um die Frage, was machen wir denn eigentlich, wenn dieser freiwillige Wehrdienst nicht genügend Rekruten rekrutiert? Wie formulieren wir den nächsten Schritt? Also die Frage, was kommt dann? Wird dann die Wehrpflicht wieder eingesetzt oder nicht? Das ist so die technische Frage, die eigentlich lösbar erscheint. Aber sie ist natürlich wahnsinnig aufgeladen, weil hinter dieser Frage nicht nur steht, kommt dann die Wehrpflicht zurück, sondern was machen wir denn dann, wenn das alles nicht reicht? Und was ist dann, wenn wir beschließen, das kann nicht ein Ding sein, das nur wiederum die jungen Männer betrifft. Denn würden wir die Wehrpflicht, die ja ausgesetzt wurde 2011, einfach wieder einsetzen, was technisch jetzt auch kein Problem wäre, parlamentarisch. Hätten wir natürlich eine Verpflichtung nur für die männliche Bevölkerung. Und da gibt es natürlich viele, die sagen, in diesen Zeiten geht das nicht mehr. Dann muss man darüber nachdenken, ob man einen Dienst, und das wäre dann zum Beispiel so ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr, für alle macht. Da wird es dann richtig kompliziert. Dafür braucht man eine Zweidrittelmehrheit und so weiter. Das heißt also, du wirfst so einen kleinen Stein ins Wasser und der heißt, wie formulieren wir jetzt diese Wehrdienstgeschichte? Du hast dann aber eine Welle von Debatte am Ende und ganz am Ende steht eben die Frage, wer eigentlich muss wann verpflichtend wozu antreten, hinzukommt und das ist neben diesen ganzen technischen und technischen. Ideologischen Fragen, eine ganz pragmatische Frage, was können wir eigentlich rein von der banalen Frage nach Infrastruktur, also sprich nach Kasernen, nach Ausbildern, nach Technik, was können wir eigentlich uns gerade an Zahlen vorstellen? Also wir haben im Grunde gar keine Möglichkeit im Moment große Mengen an Rekruten auszubilden. Das muss aufwachsen. Vielleicht nochmal ganz kurz so zum Kontext. Es gibt ja den Gesetzentwurf von Verteidigungsminister Boris Pistorius, der im August im Kabinett verabschiedet wurde und der sieht jetzt erstmal einen Wehrdienst vor, der auf Freiwilligkeit basieren soll. Junge Menschen sollen mit 18 einen Fragebogen erhalten, Männer müssen den ausfüllen, Frauen können den ausfüllen und dann soll es auch verpflichtende Musterungen geben für junge Männer ab 2027 und vorgesehen ist aber eben und das ist ja die Formulierung, über die jetzt aktuell diskutiert wird, dass dieser Wehrdienst in eine Wehrpflicht umgewandelt werden kann, wenn die verteidigungspolitische Lage einen schnellen Aufwuchs der Streitkräfte zwingend erfordert, der auf freiwilliger Grundlage nicht erreichbar ist. Diese Formulierung ist eben genau das Problem. Die Union möchte da jetzt konkretere Punkte festlegen oder worum genau, wo hängt sich genau diese Debatte aktuell auf? Der Union ist das zu schwammig. Die sagen, wir müssen beschreiben, was passiert, wenn wir nicht genug Menschen freiwillig kriegen. Und zwar anhand einer Zahl etwa, dass man also eine Untergrenze formuliert, anhand eines konkreten Ablaufes, was dann zwingend passieren muss. Nämlich am Ende genau darum geht es, die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht. Wann also der Bundestag dann ins Spiel kommt, um das zu beschließen. Und Boris Pistorius, der Verteidigungsminister, findet das im Grunde auch. Der findet das nicht falsch zu sagen, was machen wir denn, wenn die Freiwilligkeit nicht reicht. Ist ja auch in der Logik eines solchen Gesetzes schon. Nur es gibt natürlich viele, die sagen, wenn wir jetzt über Freiwilligkeit reden, Wenn wir jetzt über einen Wehrdienst reden und in diesem Gesetz bereits sagen, okay, wenn wir das nicht schaffen, dann haben wir die Pflicht. Dann sehen viele nur noch die Pflicht, dann sehen viele nur noch das Ende. Und die Hoffnung gerade der Sozialdemokraten ist, dass man es eben über eine Freiwilligkeit hinkriegt. Und das ist auch bei denen ein Parteitagsbeschluss gewonnen. Da haben die Jusos irgendwie dafür gekämpft und das ist nun jetzt mal so eine Leitplanke, an denen sich alle stoßen, die sagen, wir müssen da jetzt irgendwie eine größere Verbindlichkeit reinschreiben. Im Moment geht es also tatsächlich darum, wie formuliert man das so, dass der SPD-Parteitagsbeschluss in irgendeiner Weise noch gehalten wird und gleichzeitig, dass dieser Wunsch der Union, das muss jetzt hier irgendwie ein bisschen konkreter werden, wir können dann nicht nochmal wieder losdiskutieren, wie dem entsprochen wird. Friedrich Merz hat ja auch bei Miosga am Wochenende so ein bisschen seine Zweifel geäußert an dieser Freiwilligkeit. Er hat zwar schon gesagt, er ist dafür, dass das gemacht wird, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, nämlich vorläufig freiwillig. Aber er ist auch skeptisch, er sei auch skeptisch, ob sich diese Freiwilligkeit halten ließe. Ich bin dafür, dass wir das machen, was wir im Koalitionsvertrag verabredet haben, nämlich vorläufig freiwillig. Aber ich vermute, es wird bei Freiwilligkeit allein nicht bleiben. Das Ganze ist halt ein krass dynamischer Prozess gerade. Du hast auf der einen Seite durch diese ganze Debatte, Wehrpflicht, Stärkung der Bundeswehr, Attraktivität, hast du einen Aufwuchs. Also der Generalinspektor hat neulich gesagt, dass innerhalb des letzten Jahres 19 Prozent mehr Rekruten da sind. Also es passiert was. Und da kannst du natürlich argumentieren, jetzt lass doch das mal gerade mal eben laufen. Vielleicht wird es ja was. Man müsste es ja nicht jetzt schon totreden. Andererseits hast du auch eine Verschärfung der Situation generell. Also wir haben jetzt Drohnen über unseren Köpfen, um es mal ganz krass zu sagen. Wir haben möglicherweise gar nicht so viel Zeit, wie wir denken. Und deshalb kann ich auch nachvollziehen, zumindest als Friedrich Merz anfängt, das Wording schon mal Richtung Pflicht nicht zu erweitern. Das haben sie immer getan, unionsseitig, sondern auch diese Perspektive immer wieder in den Raum zu werfen. Leute, gewöhnt euch dran. Wird wohl so kommen. Ich glaube, dass diese Debatte, gerade auch wenn es jetzt gar nicht jetzt konkret um eine Pflicht geht, die jetzt kommt, sondern es geht ja darum, was wäre, wenn, dass diese Debatte trotzdem gerade bei vielen jungen Menschen schon sehr... Jetzt auf diese Pflicht versteift wird. Also die hören da Pflicht und ich glaube, viele haben Sorge. Ja, klar, denn sie wissen auch, was ist denn, wenn die Freiwilligkeit, also sie steht im Raum, diese Pflicht, natürlich. Und in allen anderen Ländern gibt es sie. Also es ist ja nichts, wo Deutschland jetzt das einzige Land ist, das plötzlich... Insofern, ja, ich finde das hochinteressant. Ich komme ja selber aus einer Generation, wo das noch vollkommen üblich ist. Also mein Abi-Jahrgang hat darüber diskutiert, gehst du zum Bund oder machst du Zivi? Mein Abi-Jahrgang war einer von denen, die endlich nicht mehr so eine krass lange Zivi-Zeit braucht, sondern das wurde schon ein bisschen verkürzt, aber das war gang und gäbe. Also in den Monaten vorm Abi haben wir alle im Grunde nur über sowas geredet, wo sind gute Zivistellen, wo sind schlechte und was gibt es hier und was gibt es da und worauf muss man achten und T4-Musterung. Ich weiß nicht, ob du das alles, also das ist so eine Art Ausmusterung, also nicht erstmal wird man zurückgestellt. Das haben natürlich alle versucht zu erreichen, indem sie sich einfach drei Nächte vorher durchgesoffen haben, um so richtig scheiße drauf zu sein, krass blass zu sein. Und dann irgendwie die Hoffnung, dass man diese Experten dann damit in irgendeiner Weise, die das ja noch nie vorher erlebt haben, in irgendeiner Weise überzeugen könnte. Also das war alles so und das ist jetzt alles wieder da. Ja, das ist komisch. Also hättest du mir vor zehn Jahren gesagt, Julia, wir reden über eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht, das kommt alles wieder. Hätte ich gesagt, ja, ja, klar. Aber jetzt hat es, und das ist eben das Interessante, jetzt hat es schon fast wieder so eine Selbstverständlichkeit. Niemand tritt mehr oder nur noch sehr wenige treten zurück und sagen, what? Wir reden wirklich wieder darüber, dass ganze Jahrgänge an der Waffe ausgebildet werden. Also das muss man manchmal auch in dieser ganzen Klarheit, glaube ich, denken. Wie man sich dazu stellt, ist eine andere Frage, aber es steht eben wieder an und verdammt, das ist offenbar nötig. Was mir immer so ein bisschen fehlt in dieser ganzen Debatte, ist, dass nicht quasi nur über diejenigen gesprochen wird, die jetzt dann 18 sind nächstes Jahr und dann diesen Brief bekommen, sondern dass auch mehr mit diesen Menschen gesprochen wird, weil du hast es gerade schon erwähnt, in der Generation davor war das total normal, aber diese Generation jetzt, für die ist das absolut nicht normal, die sind in Friedenszeiten groß geworden und Wehrpflicht war irgendwie was aus der Vergangenheit. Und dementsprechend, glaube ich, ist bei vielen jungen Menschen auch so ein bisschen das Gefühl, naja, die Bundesregierung, Deutschland macht eigentlich total wenig für mich als junger Mensch. Jetzt wurde auch noch der Kulturpass gestrichen. Während Corona wurden wir irgendwie total vernachlässigt in den Schulen. Wenn wir angefangen haben zu studieren, wurden irgendwie total vergessen gefühlt von der Regierung. Aber dann, wenn die Regierung uns braucht, uns junge Menschen, nämlich bei der Wehrpflicht oder bei einem Wehrdienst. Oder bei der Rente. Oder bei der Rente, dann kommen sie plötzlich. Aber dann wird auch über uns geredet. Aber wenn es jetzt irgendwie darum geht, was Positives für uns zu machen, dann spielen wir irgendwie keine Rolle. Ich glaube, dieses Gefühl ist bei ganz vielen jungen Menschen vorherrschend aktuell. Geht doch mal wieder auf die Straße. Nein, ihr seid halt wenige. Und die Boomer und die schon in Rente, die sind einfach mehr. Und wenn es um Wahlgewinn geht, gucken natürlich alle pragmatisch, wo sind die Mehrheiten. Ihr seid zu wenige. Das ist ganz banal. Das ist die rationale Erklärung dafür. Das ist der Podcast, in dem man nicht rational sein darf. Das hatte ich vergessen. Ja, du hast ja recht. Du hast ja vollkommen recht. Lass uns darüber mal in Ruhe reden. Wir werden wahrscheinlich ja nächste Woche auch wieder über das Thema Wehrdienst reden, denn so wie es jetzt aktuell aussieht, wird es nächste Woche im Bundestag sein, aller Voraussicht nach am Donnerstag. Das heißt, es wird wahrscheinlich auch wieder Thema hier im Podcast. Bis dahin würde ich sagen, es war sehr schön mit dir, Julia. Und es war sehr schön, dass ihr alle zugehört habt. Wenn euch dieser Podcast gefällt, dann lasst uns ein Abo da. Und wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, dann schreibt uns eine Mail an rambuzambu.funkemedien.de oder slidet in unsere DMs auf Instagram bei Funke News oder auf TikTok bei Funke. Und dann hören wir uns nächste Woche wieder. Julia, du und ich hier. Ich freue mich drauf. Du kriegst Kuchen. Das finde ich besonders gut. Tschüss. Tschüss.