Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 025 Aussagegrenzen in der Astrologie - Folge 3: Karma oder Lebensplan? | mit Dr. Bernhard Firgau
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- Petra: Hallo zusammen, ich begrüße euch ganz herzlich zur dritten Folge von unserer Serie über Astrologie und die Aussagegrenzen. In der letzten Folge waren wir genau bei den Themen, die, glaube ich, immer ganz spannend sind. Was ist eigentlich mit Zwillingen? Mit Eineigen, mit Zweieigen, mit sogenannten Astrozwillingen und wo generell kommt man auch an Grenzen, was man sehen kann, was man aus ethischen Gründen weiter kommuniziert und anderes. Und heute gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter und gehen so wirklich in dieses Thema Eigenverantwortung. Was sind Schicksalssachen? Was ist Lebensplan? Was ist Karma? Und wo kann ein Astrologer wirklich unterstützen? Und wo gibt es auch tatsächlich dann wieder die Grenzen oder welche Faktoren nimmt man dazu? Ich freue mich wieder ganz herzlich, dich, lieber Bernhard Fegau, an meiner Seite zu haben. Und dann steigen wir doch mal ins Thema ein, oder? Dr. Bernhard Firgau: Die Freude ist ganz auf meiner Seite, dass man so schön über diese Dinge auch sprechen kann und du das hier auch ins Leben gerufen hast, diese Möglichkeit. Es gibt ja immer wieder Umfragen, dann sind wir nämlich gleich bei dem Thema, wie die Menschen sich dazu stellen an den Gedanken einer Wiedergeburt, Reincarnation zu glauben. Und die Leute, sich vorstellen können, dass sie mal wieder kommen oder vielleicht schon mal da gewesen sind, die Zahl dieser Leute nimmt immer mehr zu. Und da kommt man natürlich dann auch zu dem Thema Karma. Und unter Karma verstehen die Leute ganz unterschiedliche Dinge oft. Aus meiner Sicht ist es so, Karma bedeutet Gesetz von Ursache und Wirkung. Und wenn ich irgendetwas in einem früheren Leben gemacht habe, dann habe ich ja irgendwie meine Umwelt in einer Art und Weise geprägt, die von meinen Handlungen stammt. Da waren vielleicht guter, auch weniger gute Sachen dabei. Und dann wäre es vielleicht nicht ganz verkehrt, wenn ich mal wiederkomme und die Dinge in Ordnung bringe, die ich durcheinander gebracht habe. Und das heißt, ich muss dann unter Umständen auch irgendwelche Lasten mir aufladen, ⁓ etwas wieder richtig in Ordnung zu bringen, was ich vorher durcheinander gebracht habe. Das ist so der Grundgedanke von Karma und Wiedergeburt, den ich in meinem Kopf habe. Ich weiß nicht, wie das bei anderen Menschen ist. Also kann ich nicht sagen. Ich weiß nicht, wie du dazu stehst. Petra: Ich bin 100 % überzeugt, dass wir wiederkommen. Das Wort Karma ist immer so eine Sache, weil es wird ja oftmals so gesagt, du hast eine Schuld auf dich geladen, also musst du es jetzt auch wieder in Ordnung bringen. Ja, was mache ich denn, wenn das vorherige Leben schön war? Dann müsste ich mir bewusst eine Aufgabe nehmen, ⁓ zu sagen, ich möchte jetzt die Polaritäten kennenlernen und mich wieder in die andere Richtung bewegen. Also ich bin bei Karma manchmal etwas skeptisch. Ich es aber im Indischen kennengelernt, wo ja oftmals diese Irritation ist, dass die Menschen nicht immer ganz einen Mitleid, ich sage jetzt bewusst, das haben mit anderen Schichten. Und da ist ja dieses, okay, das ist das Karma, was er mitgebracht hat aus dem letzten Leben. Also Ursache, Wirkung ist seine Verantwortung. Und ich glaube, das hilft auch manchmal, ⁓ die Sachen dort stehen zu lassen, wo sie sind und nicht zu verzweifeln. Dr. Bernhard Firgau: Für uns ist diese Diskussion ⁓ Karma und sowas oft emotional sehr belastet. Die Leute sehen sowas als Strafe an. Als Vergeltung, der alttestamentarische, strenge strafende Gott und solche Sachen. Und ich sag mir, wenn ich meinen Handwerker nicht bezahle, muss ich da noch was in Ordnung bringen. Das ist keine Strafe, dass ich ihn jetzt bezahlen muss. Er hat ja für mich irgendwie eine Arbeit geleistet und jetzt steht ihm das Geld auch zu. Und wenn ich ihm das nicht bezahle, dann muss ich da irgendwie tätig werden und wenn jetzt mein Tod dazwischen stünde, müssen es halt meine Erben bezahlen. ist natürlich ein doofes Beispiel, denn der Handwerker wartet ja nicht auf meine nächste Inkarnation und sagt, ich kriege da noch was von dir. Also das ist eigentlich eher von etwas in Ordnung bringen, was ich bevorzuge als Umschreiben von diesem Karma-Gedanken. Petra: Vielleicht verabredet ihr euch im nächsten Leben. Dr. Bernhard Firgau: und nicht, dass ich jetzt hier irgendeine Strafe kriege, ⁓ da mal richtig zu leiden, ⁓ das Leiden zu zwingen. Also das ist für mich eher so, was die kosmische Ordnung ist, wiederhergestellt werden. Und das ist auch der Grund, das gehört zu den Karma-Gedanken ja irgendwie dazu, dass man sich für seine Wiederkehr auf die Erde den Moment aussucht, wo auch all die anderen wiederkommen, mit denen man früher zu tun hatte. Denn muss man ja auch Gelegenheit geben, dass sie bei mir etwas wiedergutmachen, was sie vielleicht mit mir angestellt haben. Und es muss dann natürlich auch so sein, dass man den Leuten in derselben Umgebung auch wieder begegnen kann. Petra: die Rechnung zahlen, sozusagen. Dr. Bernhard Firgau: Also insofern sind da vielleicht auch karmische Dinge mit dabei, wo man auf die Welt kommt, in welchem Kulturkreis man auf die Welt kommt und eben wann. Also das sind alles solche Sachen und die die Ausgangsfrage war ja gewesen, ja Karma, ja was soll das sein und wer glaubt denn da dran und das hat natürlich dann auch die Astrologie erreicht. Diese Frage Es ist ein Thema, ich sage jetzt mal ein bisschen böse, was ein Modeartikel bei manchen Astrologen geworden ist. meinen dann, man könnte im Horoskop jetzt irgendwie da karmische Sachen sehen. Das ich ganz anders. Petra: wie es ist. Dr. Bernhard Firgau: nicht und zwar aus folgendem Grund. Petra: Gut. Dr. Bernhard Firgau: gibt einmal den Ansatz, dass man sagt, ganz bestimmte Faktoren im Horoskop hätten eine karmische Bedeutung. Also zum Beispiel, was macht der Saturn? Das ist der Hüter der Schwelle, der Grenzen setzt und so weiter und zur Ordnung ruft. Das ist der Planet, der zum Karma passen würde, weil man da ja auch dazu gerufen wird, etwas in Ordnung zu bringen, sich seiner Verantwortung zu stellen. oder dass man sagt im zwölften Haus, ist der Bereich im Horoskop, wo man so ein bisschen außerhalb der Gesellschaft ist, aber auch außerhalb der sichtbaren Welt ist. Ach, das Haus auch, Haus des Todes genannt von manchen, wo man auch so ein bisschen aus dem Jenseitigen irgendetwas herauslesen möchte und so weiter. Und dann frage ich mich... wenn ich zum Start ins Leben ein Horoskop bekommen habe, in dem es nicht nur ein 8. und ein 12. Haus, sondern außerdem Saturn auch eine Handvoll anderer Planeten gibt, sind doch auch alle der abdruck meines karmas sind das jetzt planeten zweiter klasse das kann doch nicht sein dass die planeten saturn oder ich weiß nicht wer noch nebtun dass es so ein paar auserwählte karma planeten gibt und die anderen die haben bei karma keine rolle zu spielen das ist etwas was mir nicht einleuchten würde ich würde sagen das ganze horoskop ist ausdruck meines karmas und müsste eigentlich sowieso Abdruck sein, der Bezug nimmt auf das Ende meines früheren Lebens. Das heißt, ich könnte, wenn ich mit dem früheren, mit dem Todeshoroskop, was sozusagen die Schlussbilanz, ⁓ mal wie Kaufmann zu reden, was die Schlussbilanz meines letzten Lebens war, wenn ich da einen Bezug herstellen könnte mit dem jetzigen Geburtshoroskop, dann würde ich sagen, Das wäre natürlich super, sich das mal vergleichsweise anzusehen, ob da eine Beziehung da ist. Jetzt kann ich mal natürlich was eher Unterhaltsames dazu sagen. Das hat natürlich eher experimentalen Charakter. die alle welt macht sich ja gerade lustig darüber dass der donald trump alles mit gold überzieht und so weiter also wie ludwig der 14. haben schon manche gesagt lässt er da sein weißes haus ausstaffieren alles gold gold gold wo man hinschaut und dann habe ich gedacht jetzt nehme ich mal so eine technik das ist so astro kartografie oder oder orte astrologisch glaube ich der korrekte ausdruck da legt man dann zum beispiel das horoskop das todeshoroskop von lütwig dem 14. das gibt es ja bei solchen gekrönten heutern ist er so was auf nun minutiös auch dokumentiert dann legt man das auf paris und zieht dann von von der mitte des horoskops beispielsweise eine linie durch die sonne durch die sonne ist die Identität. Sieht das über den Globus hinweg und man landet im Oval Office. Ist der Donald Trump die Wiedergeburt vom Sonnenkönig, wo auch überall Gold geglenzt hat und sowas? Also es ist jetzt mal eher, ich sag mal, Witz, das können wir ja auch nicht rekonstruieren, ob er die Wiedergeburt von Ludwig XIV. ist, aber so wie er sich aufhört, so als ein autokratischer Herrscher, ein Absolutist, wo nur seins gilt und er steht über den Gesetzen so weiter. Das ist schon eine Prägung, die bei Ludwig XIV. sprichwörtlich ist. Ich bin der Staat, gesagt. Und so könnte man sich vorstellen, ist vielleicht das Todeshoroskop des letzten Lebens quasi der Vergleichspunkt von wo aus ich mein heutiges Horoskop dann unter dem Gesichtspunkt von Karma verstehen könnte. Das ich nachvollziehen, aber wir haben halt wenig Möglichkeiten. Ich weiß nicht, wer ich früher mal war. Vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass ich es nicht weiß. Vielleicht alle möglichen Schattaten wieder in Ordnung zu bringen, wo man sich sagt, hoffentlich kennt mich keiner. Also heißes Eisen, heißes Eisen. Deswegen bin ich mit Karma Astrologie nicht besonders glücklich. Petra: Vielleicht einen Sekunde. käme noch das Thema Mondknoten dazu, mal denn das ist ja dann... Dr. Bernhard Firgau: Ja, wo ich dann auch sage, der Mondknoten, braucht 18, 19 Jahre oder was, er einmal durch den Tierkreis durch ist. Das ist also auch etwas, was nicht unbedingt für mich eine so individuelle Prägung hat. Der Mondknoten ist auch jemand, der Zeitthemen oft anzeigt, was in welcher Zeitstimmung man gerade lebt oder was da so kommt. Aber so das Individuelle und Karmische würde ich da auch nicht dahinter sehen. Es kann alles sein, dass das so ist, aber es ist etwas, was mich bisher nicht überzeugt hat. Petra: Dabei sind wir dann schon beim richtig spannenden Thema und zwar die Astrologie geht ja von Annahmen aus. Und ich glaube, ist so die Grundsätzlichkeit zu sagen, unter welchen Annahmen arbeite ich, ist ja genauso wie auf der anderen Seite, was nehme ich an für mein Leben. Und ich glaube, da begegnen sich so die beiden Disziplinen ganz gut in der Mitte und jeder zieht ja auch. energetisch das Klientel an oder sucht sich seinen Astrologen, wo er sich wohlfühlt. Und genauso wie du jetzt sagst, das Thema Karma ist bei dir jetzt eines, ist nicht deins, wird sich vielleicht jemand, für den das Thema sehr wichtig ist, anders orientieren, weil er eine andere Annahme hat, was für ihn wichtig ist. Das nächste ist ja so das Thema dann von der anderen Seite der Lebensplan und auch die Annahme, dass wir einen haben. Wie kann denn da Ostastrologe unterstützen? ⁓ Dr. Bernhard Firgau: wir haben ja einen ganz berühmten Psychotherapeuten, C.G. Jung, der sich auch mit Astrologie beschäftigt hat und der stand natürlich auch vor dem Rätsel, ja warum sollen denn irgendwelche Planetenkonstellation irgendeine Bedeutung für mein Leben haben oder für den Menschen den ich berate und so weiter und dann hat er Erst hat er von irgendwelchen sinnvollen Zufällen gesprochen und dann irgendwann wurde daraus der Fachbegriff Synchronicität. Also auf Deutsch Gleichzeitigkeit. Zwei Dinge passieren gleichzeitig. Und da könnte man natürlich sagen, der in unserem Leben wichtigste Moment, wo zwei Dinge gleichzeitig passieren ist dass eine bestimmte Planetenkonstellation am Himmel ist und dass ich auf die Welt komme. Nach dem Motto hier bin ich und ich wollte genau jetzt und hier auf die Welt kommen. Das passt jetzt zu meinen Plänen, von denen ich leider das meiste vergessen habe, nachdem ich geboren wurde, zur Schule ging und an alle anderen Möglichkeiten gedacht habe. Nur nicht, dass da vielleicht ein Plan dahintersteht. Also das ist auch so ein Zusammentreffen von Planetenkonstellation und der Geburt und der C.G. Jung sagte dann auch ganz ausdrücklich, es ist nicht so, dass die Planeten etwas bewirken, sondern sie bedeuten etwas. Das ist wie wenn ich auf meine Uhr gucke und mir sage, okay, so der Zeiger geht jetzt Richtung 12 und deswegen steigt die Sonne am Himmel auf ihren höchsten Punkt. Quatsch. Die Uhr zeigt es nur. Aber sie, stell dir mal vor, zehn Leute verstellen plötzlich ihre Armbanduhr und die Sonne fragt sich, wem soll ich denn jetzt gehorchen. völlig erblützt. Und so ist das Weltbild von vielen Astrologen, dass sie eben sagen, ich kann aus der Tatsache, dass zwei Dinge, miteinander einen inneren Zusammenhang haben, nämlich meine Wiedergeburt und die dazu passenden Planetenstellen, dass das gleichzeitig passiert, das kann ich als Erklärung mir vorstellen. Aber es ist nicht kausal, wie wenn ich einen Stein in der Hand halte, loslasse, der fällt runter wegen der Schwerkraft. Und das passiert immer Petra: sich selbst. Dr. Bernhard Firgau: wieder das gleiche. sind Naturgesetze, die lassen sich wiederholen. Da kann ich über Beweise reden und so weiter. Aber wenn ich so einen Fahrplan im Hintergrund habe, der mich motiviert hat, müsste ich wohl eher sagen, motiviert hat zu sagen, jetzt möchte ich mein Elternpaar suchen, was mich zur richtigen Zeit zur Welt bringt, dann habe ich anschließend natürlich die Frage, was mache ich denn jetzt aus diesem Moment? Wie gestalte ich, wenn ich dann erwachsen bin, wie gestalte ich denn jetzt mein Leben? Also das sind gewisse Stadtbedingungen da, aber ich muss es eben mitgestalten. Das Leben ist kein Kino. Ich beobachte es nicht einfach, sondern ich muss selber eine Initiative ergreifen und mein Ich umsetzen. Petra: Ich bin der Hauptdarsteller in meinem eigenen Lebensfilm. Ich glaube, das dürfen wir nicht unterschätzen mit allen Möglichkeiten, die ich ja auch dafür habe. Ich glaube, das Thema Synchronicität hatten wir schon mal angesprochen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir da separat noch etwas machen. Das ist ein großes Thema. Aber auch diese Sachen, die nichts miteinander zu tun haben, aber trotzdem in meinem Fokus sind, manchmal zu erkennen und dann daraus auch für sich trotzdem etwas abzuleiten. Das ist ja eigentlich dann genau das Thema, wo man sagt, wie komme ich an meinen Lebensplan ran? Es wird nicht alles für mich sein. Es werden Sachen parallel passieren. Ich kann aber manchmal auf den Zug aufspringen oder kriege plötzlich die Eingebung, dass das Thema doch nicht nur parallel an mir vorbeigeht. Dr. Bernhard Firgau: Das mit dem Lebensplan. Man stelle sich vor, man steht am Bahnhof, hat da irgendeinen Fahrplan und jede Stunde kommt also ein Zug, der fährt von Frankfurt nach Hamburg. Da ist ein gewisser Zyklus drin, ein Wiederkehr und so weiter. Der Zug verlangt nicht, dass ich einsteige in Frankfurt und nach Hamburg fahre. Ich kann den zehnmal vorbeifahren lassen, sagen, interessiert mich überhaupt nicht und irgendwann sage ich mir, ich sollte vielleicht mal Hamburg kennenlernen. Und wenn ich mir ein Horoskop ansehe, diese Darstellung ist ja im Prinzip so etwas, wenn mehrere Kreisläufe von verschiedensten Planeten zu einem Standbild eingefroren worden sind. Und trotzdem weiß ich, dass diese Planeten alle irgendwo einen Anfangspunkt hatten und dann wieder einen Punkt haben, wo sie sich wieder treffen an ihrem früheren Punkt. Also da ist ein zyklisches Geschehen. Es gibt ein Vorher und es gibt ein Nachher. Und im Leben, wenn ich jetzt an diesen Karma Gedanken anknüpfe, habe ich eben auch ein Vorher, ist irgendwas gewesen und ich kehre zu diesem Punkt auch wieder zurück. Und dieses Abbild, was ich dann vielleicht im Geburtshoroskop lesen lernen möchte, nimmt eben doch Bezug auf Zyklen und auf sich auf wiederkehrende Themen. Also insofern ist der Lebensplan nicht ein Ergebnis, fest steht, dass man sagt, es steht geschrieben, wie bei Lorenz von Arabien, kann euch wieder im Fernsehen, es steht geschrieben und man soll sich keine Gedanken machen, es ist ja alles unausweichlich und da gibt es keine Selbstbestimmung und gar nichts. Dieses fatalistische Fatum, Schicksal, das ist etwas, was in der früheren Astrologie durchaus Überzeugungsbild war und was wir heute eigentlich immer weniger so sehen. Manche haben schon das Gefühl, im Horoskop steht es doch drin. Es ist ein immer wiederkehrender Zyklus und es ist so, dass sich bestimmte Zeitpunkte dann eignen für bestimmte Angelegenheiten. So wie man im Lebenslauf vielleicht auch eine gewisse Struktur sieht, dass man sagt, also ich mache nicht mit sechs Jahren den Führerschein und fahre dann mit Papas Auto durch die Gegend, sondern da muss schon der richtige Moment kommen, wo ich dann auch eigenverantwortlich mit so etwas umgehen kann und solche Sachen. ist jetzt ein blödes Beispiel. Aber ⁓ einfach zu zeigen, vieles hat einfach so einen passenderen Moment und manches hat eben einen unpassenderen Moment, wo man dann eher das Gefühl hat, man müsste jetzt gegen den Strom schwimmen. irgendwelche Forscher haben das mal beobachtet bei Schildkröten übrigens die also immer dann wenn die Welle rückwärts läuft ins Meer hinaus dann machen sie Schwimmbewägungen ins Meer Wenn die Welle wieder Richtung Strand geht, dann sagen sie, ich mache doch jetzt keine schön Bewegungen, die Welle ist stärker als ich. Also der richtige Moment, der richtige Zyklus und so weiter, das spielt eben im übertragenen Sinne offensichtlich auch eine Rolle und so gibt es in manchen Kulturen auch solche Überzeugungen der Siebener Rhythmus, ist also ein Viertel von einem Saturn Umlauf, der einem so die Struktur im Leben geben soll. Ich glaube in China ist es auch im Festen verankert in der Kultur, dass man sagt so alle sieben Jahre ist irgendein Entwicklungsschritt im Lebenslauf und so. Das ist natürlich auch nicht Sekunden genau so was. Aber so eine Überzeugung liegt dem zugrunde. Petra: ist eigentlich sehr schön, weil dann hat man so zwei Ebenen. Das eine sind so die Rhythmen, die kommen. ganz klar, wenn ich jetzt weiß, was ich ein Haus bauen möchte, dann werde ich nicht im Dezember anfangen, wenn der Boden gefroren ist, sondern ich suche mir eine Jahreszeit aus, wo es besser geht. Und das, glaube ich, gilt für vieles auch für Gesundheit oder für andere Rhythmen. Und das andere ist, glaube ich, was du eben so schön meintest, mit dem Beispiel den Zug zu nehmen, dass man das durchaus vorhat. Aber man wartet halt auch für sich auf den richtigen Zug, dann, man einsteigen möchte. Und das wäre dann ja auch so im übertragenden Sinne so ein Lebensthema oder ein Lebensplan zu sagen, man weiß, dass man mal eine Reise antreten wird. Aber wann es dann die richtigen Umstände sind, also ob man lieber den Morgenzug ⁓ sieben nimmt oder sagt 16 Uhr ist mir aus welchen Gründen auch immer viel lieber. Das ist dann auch so diese persönliche, Engagement dahinter, das ist nicht vorbestimmt. Aber vielleicht spürt man, dass generell die Zugfahrt mal ansteht. Und der Zug fährt sonst auch morgen wieder, wenn ich noch nicht eingestichen bin und wartet auf mich, bis ich dann vielleicht den Mut auch habe, das zu tun. Dr. Bernhard Firgau: Und dann kommt ein Astrologe auf den Bahnhof und sieht also diesen Menschen, der da die Züge an sich vorbeifahren lässt und sagt ihm, hör mal, ist dir das aufgefallen, dass zu jeder zweiten Stunde da dieser Zug von Frankfurt nach Hamburg geht? Hast du das früher auch schon mal wahrgenommen? dann sagt er vielleicht, schon und dann sind wir jetzt bei dem Thema auch mit dem Cold Reading. Viele werfen ja den Astrologen vor. Sie stellen da so Ausforschungsfragen an ihre Klienten und zum Beispiel hatten sie schon mal das Problem, dass ihnen der Partner immer wegläuft oder das Problem, dass sie jemandem Geld leihen und es kommt nicht zurück und was weiß ich und dann fragen sie dann ja und wann war das denn und so der astrologer möchte damit natürlich nicht so tun als hätte er jetzt dann hinterher ihm das voraussagen können dass so was wieder passiert das ist vollkommen daneben sondern er will seinen klienten zeigen dass es vielleicht bestimmte themen in bestimmten rythmen in seinem leben schon gegeben hat und wenn er ihn nicht aus der vergangenheit diese geschichten erzählen lässt kann er den rythmus auch nicht aufspüren so ohne weiter Er kann natürlich höchstens umgekehrt machen, also der hat sich jetzt schon wieder das Bein gebrochen oder irgendwas, weil er unvorsichtig im Straßenverkehr unterwegs ist oder so was. dass er dann sagt, Sie mal, vor so und so vielen Jahren hatten Sie da vielleicht auch schon mal irgendwie Unfall und dies und das. Und dann stellt sich raus, der hat in bestimmten Abständen immer wieder irgendwelche Konflikte mit seiner Gesundheit und dass er irgendwo nicht aufgepasst hat und ähnliches. Und es kann dann sein, dass das vielleicht irgendwie der zweijährige Mars Rhythmus, für Aggressionspotenziale und ähnliches offenbart. Und das ist der Hintergrund, warum man an solche Themen ran muss und auch danach fragen muss, ⁓ diesen Zyklus ins Bewusstsein zu bringen, dem Klienten. Und nicht ⁓ dann zu sagen, hier was ich alles weiß und ich kenne dein Leben besser als du. Petra: Vor allem es bleibt ja dann bei solchen Sachen auch erstmal beim Klienten. Es ist ja nicht die Vorhersage, du wirst dann und dann deinen Lebenspartner deine neue große Liebe finden oder andere, sondern es geht ja drin, eigene innere Prozesse besser zu verstehen und ohne die Angst zu machen. Denn klar, wenn jetzt jemand immer wieder Unfälle hatte, sollte man ihm vielleicht nicht sagen, es geht so weiter, uns wird immer schlimmer. Alleine zu sensibilisieren hilft, glaube ich, ungemein, dass jemand vielleicht auch dann bewusster mit Sachen umgehen kann, Dr. Bernhard Firgau: Es gibt natürlich auch eine ganz spannende Sparte in der Astrologie. Da kommt einer und sagt also, ich möchte jetzt mal eine Urlaubsreise machen nach Ägypten. dann werden alle sagen wann hast du das letzte mal Zeitung gelesen also vielleicht brauchst du da keinen Astrologen sondern einen gesunden Menschenverstand ob du da vielleicht Probleme hast wieder pünktlich zurückzukommen weil gerade der Flugverkehr eingestellt ist im Nahosten und so weiter aber er sagt ich möchte zum Astrologen wissen ob ich da irgendwie was ernsthaftes für mich zu befürchten habe das nimmt man dann ein Fragehoroskop und die überzeugend dahinter ist dass man sagt in jeder Frage steckt auch die Antwort drin und wenn jemand eine Frage stellt beim Astrologen dann stellt er die er wählt ja den Zeitpunkt wann er die Frage stellt also es ist seine Sache dann steckt die Antwort damit drin und der Astrologen ist nur der der es entschlüsselt und dass man sagt also das Fragehorskope für sich allein irgendwie das ist eigentlich nicht aussagekräftig da gehört der Mensch dazu der die Frage ausspricht und er muss ja einen Bezug zu dem Thema auch haben. Wenn ich jetzt frage, also in Ungarn wird demnächst gewählt, wird der Orban wieder Ministerpräsident oder sowas? Das kann ich mit dem Fragerhoroskop nicht beantworten, aus meiner Überzeugung. Ich habe mit dem Orban keine Beziehung. Wenn ich jetzt sein Chauffeur wäre und mir überlege, werde ich arbeitslos, wenn der nicht mehr wiedergewählt wird, dann habe ich eine Beziehung natürlich zu dem Thema. Also es muss immer irgendwie ein menschlicher Bezug zu diesen astrologischen Dingen bestehen. Das ist ja diese Synchronicität. die wir vorhin schon angesprochen hatten, ⁓ da eine sinnvolle Aussage ableiten zu können. Also insofern sind das auch Sachen, wo man jetzt nicht eine deterministische, also festlegende Astrologie jetzt zugrunde legen muss. Es ist immer etwas, mit mir zu tun hat. Sonst ist die Aussage sinnlos. Petra: Ja, das sollte auch aus ethischen Gründen nur Fragen beantwortet werden, die mit dem Fragesteller zu tun haben aus seiner Warte und nicht über ⁓ Dr. Bernhard Firgau: Todesprognosen. Früher war das so gewesen, Indien angeblich heute noch, dass der Astrologe, ⁓ sich einen Haufen Rechenarbeit für die Zukunft zu sparen, erstmal guckt, wie alt wird denn der Kamerad wohl. Denn wenn er sich aus dem Horoskop plus anguckt und sagt, der hat ja nur noch zwei Jahre, da braucht er auch nicht zu gucken, ob in zehn Jahren sein Enkelkind Abitur hat und ein schönes Fach studiert oder so was. Und früher hat man ja alles von Hand gerechnet, kein Computer gehabt. Also da war einfach noch eine praktische Überlegung und in den 50er Jahren hat man auch noch in alten Astrologielehrbüchern gucken können, wie denn so die Lebenserwartung von jemandem ist. Wenn man das ablesen könnte, jetzt sind wir wieder bei unserem Zwillingsthema angekommen, dann müssten ja die Zwillinge alle am selben Tag sterben. Unfug! den seltensten fällen wobei es einen ganz berühmten fall gibt wo es tatsächlich so war irgendein englischer könig ich weiß nicht mehr welcher es war der hatte geburtstag mit einem waffenschmied oder sowas die sind am selben tag geboren und auch am selben tag gestorben haben sie hatten ihrem astrologen irgendwie gefallen getan ja ich weiß es nicht solche Fälle gibt es natürlich auch. Aber eher selten. ⁓ Petra: das auch. Ich glaube, wir sind so allmählich am Ende von unserer heutigen Folge, ja schon wieder angekommen und ich glaube, wir haben einen richtig tollen Bogen hier geschlagen in unseren drei Folgen über, was wir erst mal überhaupt reinnehmen können in eine Deutung, wie unterschiedlich das in der Geschichte, gut wohl in den westlichen Kulturen verglichen mit östlichen sowieso, sich noch darstellt, wo man an Grenzen stößt, wenn man biologische Dr. Bernhard Firgau: So wie die da. Ja, finde ich auch. Petra: Zwillinge, Astrozwillinge, wo man auch sagt, was ist Karma, was ist Lebensplan, was ist detamistisch und was ist eigentlich auch die Eigenverantwortung, die jeder in seinem Leben hat und bis wohin darf und kann die Astrologie hier unterstützen. ⁓ Bernhard, ich danke dir sehr. War eine tolle Reise. ⁓ Dr. Bernhard Firgau: Gerne hat es Spaß gemacht. Petra: Und ja, ich würde mich freuen, wir hatten eben ja schon so ein Thema, wenn wir dazu vielleicht einmal eine andere Serie machen. Dr. Bernhard Firgau: Machen wir! Petra: Machen wir. Ich nehme dich beim Wort und für heute wünsche ich euch allen noch einen schönen Tag und nochmal danke lieber Bernhard. Tschüss.