Latest / Gin And Talk / Simone Laudehr über Fußball, Erfolge und mentale Stärke
Transcript
- 0:00Speaker 0: Ja, ich glaube es wird einfach gar nichts gemacht tatsächlich.
- 0:03Speaker 0: Also man kann ja wirklich auch so ein bisschen sagen als wäre der Zug abgefahren.
- 0:08Speaker 0: ist es auch?
- 0:09Speaker 0: da muss Deutschland jetzt wieder mehr investieren und ich würde auch mal sagen schnell investieren Mal ein vernünftiges Konzept rauszubringen dass der deutsche Frauenfußball nicht ganz Jahr hinten dran steht.
- 0:21Speaker 0: Ich war ewiger Schalker oder ewiger Vizekusin, ne?
- 0:25Speaker 0: Ich kann's gar nicht mir zählen.
- 0:26Speaker 0: wie oft war ich Vizemeister?
- 0:28Speaker 0: zwölf, vierzehn, sechzehnmal mit Duisburg, Frankfurt und auch Bayern München.
- 0:32Speaker 0: Ja wir sind aber jetzt auf einem wirklich sehr guten Weg.
- 0:34Speaker 0: dieses Jahr die Meisterschaft zu gewinnen wird noch eine sehr harte Rückrunde werden ist machbar und ich glaube wenn man da anknüpfen vom ersten halben Jahr dann wäre ich vielleicht hoffentlich nicht immer der Vizekusiner oder der Schalker
- 0:51Speaker 1: Herzlich willkommen.
- 0:52Speaker 1: mein Name ist Daniel Fürg und bevor wir gleich rüber in den Badresen gehen möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 0:59Speaker 1: Simone Laudert ist Fußballspielerin und spielt seit dem Jahr zwei Tausendsechzehn beim FC Bayern München.
- 1:05Speaker 1: Geboren in den finalen Monaten ihrer aktiven Karriere, in der sie fast alle Titel gewonnen hat, die es zu Gewinnen gab.
- 1:15Speaker 1: Ich habe mit der ehemaligen Weltmeisterin, Europameisterin Olympia-Siegerin, Champions League-Siegeren, DFB-Pokalsiegerinnen und UEFA Women's Cup-Sigern über ihre Erfolge, mentale Stärke und Pläne für die Zeit nach der aktiven Sportkarriere gesprochen.
- 1:30Speaker 1: Viel Spaß beim Zuhören – schön, dass ihr alle wieder dabei seid!
- 1:43Speaker 1: Herzlich
- 1:44Speaker 0: willkommen an unseren Bartresen.
- 1:47Speaker 1: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin and Talk!
- 1:52Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 1:54Speaker 0: lehne dich zurück
- 1:55Speaker 1: und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:09Speaker 1: Hallo Simone freut mich sehr dass du heute hier bist.
- 2:12Speaker 0: Hallo Daniel Servus
- 2:13Speaker 1: Du bist Fußballspielerin Und ich freue mich total, dass wir das erste Mal tatsächlich ... Du bist die erste Sportlerin oder generell der erste Sportler oder Sportlerin, die hier bei uns an der Basis sitzen.
- 2:26Speaker 1: Was schon mal eine echte Premiere ist und mich total freut!
- 2:31Speaker 1: Wie geht es dir denn momentan in der aktuellen Situation trainiert?
- 2:36Speaker 1: Wie ich vorhin gehört habe also... Es ist nicht so, dass ihr quasi komplett euch langweilt momentan,
- 2:43Speaker 1: oder?!
- 2:45Speaker 0: Ja, wir haben natürlich strenge Hygieneregeln die wir auch einhalten müssen.
- 2:49Speaker 0: Ist klar das fordert natürlich auch Bayern München ist aber für uns auch gut.
- 2:55Speaker 0: letztlich sind wir ja wie Sportler ja auch noch einmal mehr betroffen und es heißt ja nicht dass junge Menschen ja das so gut verpacken.
- 3:06Speaker 0: also ich glaube wir sollten alle aufpassen.
- 3:08Speaker 0: aber letztlich ja klar wir haben auch Lust irgendwie mal in die Stadt zu gehen oder Klar, wie man es natürlich von Fußballspielern kennt ist ja bei den Frauen nicht anders.
- 3:18Speaker 0: Wir haben auch mal Lust eigentlich auch mal Partys zu machen um den Sieg zu feiern.
- 3:22Speaker 0: aber ich muss sagen dass die Mannschaft, die Mädels sich wirklich also wir alle uns sehr gut dran halten und letztlich haben wir aber auch jeden Tag noch Training und Kontakt zueinander.
- 3:33Speaker 0: somit haben wir eben auch diesen sozialen Kontakt können das Austausch tauschen was natürlich andere nicht haben.
- 3:39Speaker 0: Die hängen nur im Homeoffice rum.
- 3:41Speaker 0: Für uns ist es dann nicht so schwer, aber ich glaube das ist für den Rest der Bevölkerung die eben im Homeoffice sind.
- 3:48Speaker 0: Dann schon irgendwann zack wird.
- 3:51Speaker 1: Das heißt ihr habt auf jeden Fall mal mehr Bewegung als alle anderen die im Home Office sitzen?
- 3:55Speaker 1: Aber das heißt auch der Trainingsalltag hat sich quasi den Gegebenheiten angepasst mit wahrscheinlich regelmäßigen Tests und ... Wie ist das momentan mit, also ich frage jetzt mal ganz naiv.
- 4:09Speaker 1: Aber wie ist es dann mit ... Es geht schon normales Training mit einem normalen Spiel quasi oder?
- 4:15Speaker 1: Also wegen Abständen und Co.
- 4:17Speaker 1: Das ist dann weil ja alle getestet sind nicht das große Problem.
- 4:21Speaker 0: Genau!
- 4:21Speaker 0: Also aktuell ist es ja bei Bayern München sowieso so dass es nur auf die Sportler beschränkt ist.
- 4:30Speaker 0: In der Verwaltung sind kaum noch welche da, die mit uns Kontakt haben außer jetzt vielleicht unsere Teammanager, die natürlich auch getestet werden.
- 4:37Speaker 0: also alles was beim FC Bayern am Campus eben rumläuft ist getestete zwei bis drei mal in der Woche Und dementsprechend können wir dann auch, oder wir können ja auch die Abstände nicht einhalten auf dem Trainingsplatz.
- 4:52Speaker 0: Aber deswegen haben eben diese Hygienemaßnahmen vor allem auch die Regeln, die wir einhalten müssen, haben die Tests und somit sind wir auch safe auf dem Platz.
- 5:04Speaker 0: Das erwarten wir natürlich auch von den anderen Mannschaften.
- 5:08Speaker 0: Es ist auch so vorgegeben vom DFB.
- 5:09Speaker 0: also dementsprechen können wir es durchziehen – nicht so wie in anderen Ländern teilweise!
- 5:14Speaker 1: Lass uns mal in eine Zeit ... Ich wollte schon fast sagen, lange.
- 5:18Speaker 1: Aber so lange ist es ja bei dir auch nicht her vor diesem Virus gehen.
- 5:23Speaker 1: Nämlich in deine Anfangszeiten.
- 5:27Speaker 1: Wie kam's denn überhaupt dazu?
- 5:28Speaker 1: Also wir sind ja quasi eine Generation tatsächlich.
- 5:33Speaker 1: Du bist tatsächlich zwei Jahre älter als ich.
- 5:36Speaker 0: Oh Mann!
- 5:38Speaker 0: Ja, ich werd thirty-fünf dieses Jahr.
- 5:40Speaker 0: Aber
- 5:40Speaker 1: ... aber ... Also ich kann mich noch erinnern an meine Jugend, also heute finde ich ja Frauenfußball ist ja zum Glück viel präsenter geworden.
- 5:51Speaker 1: Aber wenn ich mich zurückerinnere an Zeiten wo ich keine Ahnung, fünfzehn, sechzehn zwölf, dreizehnt, vierzehn war irgendwie so in dem Dreh da hat eigentlich niemand über Frauenfuußball tatsächlich geredet.
- 6:04Speaker 1: das war in der Wahrnehmung nicht wirklich vorhanden.
- 6:08Speaker 1: Wie ging es dir damals?
- 6:09Speaker 1: oder wie ist bei dir die Begeisterung für den Sport entstanden?
- 6:14Speaker 0: Also ich komme aus einer sehr sportlichen Familie, mein Papa hat schon auch in seiner Jugend Fußball gespielt.
- 6:20Speaker 0: Er hat mir gesagt er hat auch damals ein Angebot bekommen von Dynamo Dresden.
- 6:26Speaker 0: Klar es war halt zu der Zeit einfach so dass die jungen Kerle sich dann doch mehr um die Arbeit gekümmert haben Geld für die Familie reinbringen.
- 6:35Speaker 0: So war das halt und meine Mama war sehr sportlich in der Leichtathletik.
- 6:40Speaker 0: Ich glaube, dass ich da so ein bisschen was von jedem abbekommen habe, was sich dann in meiner ganzen Karriere herausstellte, weil ich ja sehr gute Ausdauer, Sprintfähigkeit hatte wie meine Mom und eben das Fußballtalent von meinem Papa.
- 6:53Speaker 0: aber ich hab als kleine Junge im Spielerin oder Kind immer auf alles getreten, was rund war.
- 7:02Speaker 0: scheißegal ob es auch ein Apfel war.
- 7:05Speaker 0: Und das hat meine Mama, meinen Papa auch sehr früh erkannt und habe mich dann in so einen kleinen Bambini-Club mit reingesteckt, wo ich ein bisschen Fußball spielen konnte.
- 7:16Speaker 0: Aber ich hab eigentlich immer mit Jungs gespielt.
- 7:18Speaker 0: Also bis ich, ich mein, dreizehn war ... Ich bin immer mit die Jungs gekickt aus meiner Klasse.
- 7:23Speaker 0: Die haben mich auch so angenommen.
- 7:25Speaker 0: aber trotzdem hat man immer irgendwie gemerkt, wenn man gegen das Dorf nebenan gespielt hat gegen die Jungen.
- 7:34Speaker 0: Es war immer trotzdem irgendwie so ein, ja da spielt jetzt ein Mädchen mit.
- 7:39Speaker 0: Das hat man schon gemerkt.
- 7:40Speaker 0: und natürlich wo ich dann älter wurde auch in die Frauenmannschaften kam.
- 7:45Speaker 0: Da kam der Frauenfußball nur nicht an.
- 7:48Speaker 0: aber wenn ich das alles mal noch einmal Revue passieren lasse finde ich es einfach umso schöner dass Frauen, die, neunzehn-siebzig, neunsundsechzig, sagen wir mal, wo ja der Frauenfußball vom DFB nicht erlaubt wurde.
- 8:05Speaker 0: Der dann erst in dieser Zeit so richtig zum Blühen begann auch bei Bayern München was einfach umso... schöner und ich finde den gegenüber respektvoller, dass die das durchgezogen haben.
- 8:17Speaker 0: Ich meine man muss sich das mal vorstellen.
- 8:19Speaker 0: Die ganzen Fans, die sie damals hatten, die sind nicht gekommen um sie anzufeuern.
- 8:22Speaker 0: Sie sind zum spiegel kommen, um das sich mal anzuschauen.
- 8:26Speaker 0: ja was ist es überhaupt?
- 8:27Speaker 0: Dass eine Frau Fußball spielt und sich zu belustigen aber trotzdem hat ein Spaß!
- 8:33Speaker 0: Die haben ihr in Weg durchgezogen wie sie's machen wollten und das zollt ihnen wirklich viel Respekt.
- 8:42Speaker 0: Mein Traum war es einfach schon immer erst mal neben meinem Idol-Bier getrunzt zu spielen und auch Nationalmannschaft.
- 8:47Speaker 0: Und ich habe das geschafft, konnte dann eben für Deutschland Titel gewinnen und genau das weitertragen was die Frauen damals geschafft haben, weiter tragen.
- 9:00Speaker 0: Wenn ich jetzt so auf die ganze Karriere zurückblicke bin ich unfassbar stolz auf erstmal die Frauen, die das gemacht haben und dann eben auf meinen Jahrgang mit Anja Mittag Alushi, die ja früher Bayramai hieß.
- 9:16Speaker 0: Und Melanie Beringer.
- 9:17Speaker 0: das war so meine Generation und wir haben alles weggefegt was wie sagt man nicht bei drei auf dem Baum war?
- 9:26Speaker 0: Jetzt schauen wir mal wie es weitergeht mit der jungen Truppe.
- 9:29Speaker 0: jetzt aber Es war schon viel zu kämpfen.
- 9:31Speaker 0: auch für die Frauen ist es ja heutzutage immer noch.
- 9:34Speaker 0: Die Frauen kämpfen ja in jedem Job für Gleichberechtigung und ich finde Das wichtig auch dass wir uns diese Gleichberechtigung auch holen in jedem Sport, in der Wirtschaft überall.
- 9:47Speaker 0: In der Politik?
- 9:49Speaker 1: Wie siehst du das gerade wenn es um Frauenfußball geht im internationalen Vergleich?
- 9:53Speaker 1: also wie steht da Deutschland da?
- 9:55Speaker 1: ich glaube dass Italien ist glaube ich inzwischen auch recht stark unterwegs.
- 9:59Speaker 1: oder und UK glaube ich wenn nicht
- 10:02Speaker 0: Spanien spanien also italien ja dann mehr so.
- 10:05Speaker 0: Juventus Turin aber sind immer also sagen wir mal Spanien, Italien und Frankreich sind immer nur die ersten drei, vier Mannschaften.
- 10:14Speaker 0: Bei Deutschland sind es schon fünf oder sechs Mannschaftens, wobei auch der Erste gegen den Letzten schon verliert.
- 10:21Speaker 0: Selten trotzdem.
- 10:23Speaker 0: aber die Engländer machen das einfach vor.
- 10:25Speaker 0: Die haben erkannt, den Frauenfußball zu professionalisieren.
- 10:30Speaker 0: Das haben sie gemacht in einer Zeit, Deutschland eigentlich so, die Macht war im Frauenfußball weltweit.
- 10:39Speaker 0: Das waren ja bis zu die Olympischen Spiele in Rio noch gewonnen haben.
- 10:45Speaker 0: Die haben es vorgemacht und da hätte ich mir eigentlich erwartet dass der deutsche Fußball auch mehr macht das sie dann Konzept rausbringen den Frauenfuessball zu professionalisieren.
- 10:55Speaker 0: Ich würde mich erfreuen wenn es eine eigene Lizenzliga geben würde für die Frauenliga damit auch mehr Sponsoren reinkommen, damit dann ja mehr Geld im Umlauf ist.
- 11:05Speaker 0: Dass die Männervereine auch mehr hinter der Frauenabteilung stehen bei Bayern Münchens merkt man jetzt immer mehr und mehr vor allem.
- 11:12Speaker 0: Herbert Heiner setzt sich das sehr für ein dass wir die beste Mannschaft in Europa werden Und ich würde mir wünschen, dass es auch bei den anderen Vereinen so wäre.
- 11:24Speaker 1: Hast du eine Idee?
- 11:26Speaker 1: Woran das bisher noch immer gescheitert ist?
- 11:28Speaker 1: Wollte man es einfach nicht?
- 11:30Speaker 1: Oder ist das eher so eine ... Wir haben's schon immer anders gemacht und wollen, also interessieren uns nicht wirklich dafür.
- 11:39Speaker 0: Ja ich glaube, es wird einfach gar nichts gemacht tatsächlich.
- 11:41Speaker 0: Also man kann ja auch ein bisschen sagen als wäre der Zug abgefahren.
- 11:47Speaker 0: Ist es auch.
- 11:48Speaker 0: da muss Deutschland jetzt wieder mehr investieren Und ich würde auch mal sagen schnell investieren Mal ein vernünftiges Konzept rauszubringen dass der deutsche Frauenfußball nicht ganz ja hinten dran steht, weil man sieht schon solche Nationen wie USA auch.
- 12:05Speaker 0: Die haben ja auch Generationswechsel aber die haben den jungen Spieler herangeführt in die Fußstapfen der älteren und ich will jetzt noch nicht mal nur von der Frauen-Nationalmannschaft sprechen da ist es innerhalb von einem Jahr.
- 12:19Speaker 0: also das war ein komplett Umbruch.
- 12:21Speaker 0: Wo ich sage, man hätte es ein bisschen anders machen können.
- 12:24Speaker 0: Aber das sieht man ja bei den Männern auch.
- 12:27Speaker 0: Da war ja Boateng Hummels Müller auf einmal raus.
- 12:30Speaker 0: Man sieht er jetzt auch Müller, dass der für einen Pensum liefert und eine Qualität so einspieler könnte Deutschland sicherlich noch gebrauchen als Führungspersonen.
- 12:41Speaker 0: Man weiß natürlich nicht wie der DFB da gerade den Umbruch interpretiert ... weiß ich selber auch noch nicht.
- 12:52Speaker 0: Also, ich versuch's irgendwie immer selbst mal festzustellen aber es ist ja... wie soll ich sagen?
- 12:58Speaker 0: Nicht ganz professionell gelaufen!
- 13:00Speaker 1: Jetzt hast du ja in deiner Karriere eine ganze Menge erreicht in deinem Sport also all diese Auszeichnung oder Siege die du hattest.
- 13:10Speaker 1: wo sollst denn für dich in dem Sport noch hingehen?
- 13:15Speaker 1: Hast Du noch Ziele die du gerne mal erreichen würdest?
- 13:18Speaker 0: Ja, mein Sportleben ist ja bald zu Ende.
- 13:22Speaker 0: Ende Juni, da werde ich auch meine Karriere beenden.
- 13:25Speaker 0: Ich glaube mit fünfunddreißig ist es auch okay.
- 13:28Speaker 0: Aber ich war ewiger Schalker oder ewiger Vizekusen.
- 13:35Speaker 0: Ich kann's gar nicht mehr erzählen wie oft war ich Vize-Meister?
- 13:38Speaker 0: zwölf, vierzehn, sechzeinmal?
- 13:40Speaker 0: Mit Duisburg Frankfurt und Bayern München... Und wir sind aber jetzt auf einem wirklich sehr guten Weg dieses Jahr!
- 13:47Speaker 0: Die Meisterschaft zu gewinnen, wobei ich ja nie der Typ bin, der immer sehr weit voraus denkt.
- 13:53Speaker 0: Sondern es ist einfach Schritt für Schritt jedes Wochenende.
- 13:56Speaker 0: Da müssen wir erstmal die drei Punkte holen und das wird noch eine sehr harte Rückrunde werden aber ist machbar und ich glaube wenn man da anknüpfen vom ersten halben Jahr dann wäre ich vielleicht hoffentlich nicht immer der Vizekusiner oder der Schalker.
- 14:13Speaker 0: Oh Mann!
- 14:15Speaker 1: Langfristige Planung, gutes Stichwort.
- 14:18Speaker 1: Wie planst du denn die Zeit nach der aktiven Karriere?
- 14:21Speaker 1: Also da muss man ja dann doch ein bisschen langfristiger planen oder?
- 14:26Speaker 0: Ja also die Mädels, die eben jetzt auch schon ihre Karrieren haben mit der Nationalmannschaft und die Jünger sind, auch ich wo ich jünger war.
- 14:36Speaker 0: Ich habe natürlich schon vorgesorgt, ich hab auch einen Studium gemacht müssen wir ja auch einfach, weil es ist nicht so dass wir wie die Männer Millionen verdienen und man dann auch einfach mal sagen kann Ja ich mache jetzt mal ein Jahr Auszeit, mach eine Weltreise.
- 14:50Speaker 0: Es funktioniert nicht im Frauenfußball zumindest das nicht in Deutschland In anderen Ländern ja aber nicht in deutschland.
- 14:57Speaker 0: Und ja wir machen Uni Wir gehen auch mal zwischendurch auch mal arbeiten.
- 15:03Speaker 0: Ich selber habe auch einen Allianz Arena gearbeitet Im Büro fürs FC Bayern Museum wo ich auch ein bisschen im Archiv gearbeitet habe, Konzepte geschrieben habe für neue Projekte.
- 15:17Speaker 0: Das war genau das was ich auch studiert hab eben in Management Marketing und Sponsoring.
- 15:22Speaker 0: Hat mir unfassbar viel Spaß gemacht um Praxis zu sammeln aber auch einen Bachelor gemacht in der Spielanalyse beim International Football Institute hier in East Manning.
- 15:34Speaker 0: War mal etwas anderes aber wo ich näher am Fußballplatz da war Ja, habe ich schon einen Weg.
- 15:46Speaker 0: Ich hoffe dass ich eventuell diese Woche ja Bescheid bekomme einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben.
- 15:53Speaker 0: Schauen wir mal ob es klappt.
- 15:56Speaker 0: in einem ganz tollen Unternehmen wird ihr dann jeder der vielleicht auf meinem Instagram Account Zugriff hat oder mich abonniert hat.
- 16:05Speaker 0: Dann sehen wo ich Arbeite nach der Karriere, das kann ich jetzt noch nicht sagen.
- 16:10Speaker 1: Aber du bleibst dem Thema quasi treu oder was ganz anderes?
- 16:13Speaker 1: Dem
- 16:13Speaker 0: Sportthema ja auf jeden Fall aber ich werde nicht jetzt auf die Trainerschiene wechseln.
- 16:20Speaker 0: Das habe ich gesagt möchte ich nicht.
- 16:22Speaker 0: vielleicht werde ich das irgendwann mal machen.
- 16:24Speaker 0: nebenbei nochmal aber es ist wirklich nicht so dass was ich gerne jetzt machen möchte Ich will auch mal an einem Wochenende auch mal frei haben.
- 16:34Speaker 0: Wirklich seit meinem fünften Lebensjahr war ich nur noch mehr am Ein- und Auspacken, kann man auch so sagen.
- 16:39Speaker 0: Auch mit der Nationalmannschaft, du siebzehnundneunzehn A-Nationalmannschaft... ...auch mit der Bundesliga, Champions League, DFB-Bokal, Nationalmannenschaft.
- 16:47Speaker 0: also man waren nur on tour.
- 16:50Speaker 0: Ich glaube, ich möchte auch mal ein bisschen das Leben zumindestens am Wochenende auch einmal genießen können werde aber, wenn es klappt das was ich mir gerne er träume und erwünsche.
- 17:03Speaker 0: Und wenn ich diese Woche im Sack habe dann ja schauen wir mal.
- 17:10Speaker 0: Bin nicht zwar am Platz aber also so neben dem Platz aber nicht ganz fest in Fußball drin.
- 17:15Speaker 0: Schauen wir mal!
- 17:17Speaker 1: Jetzt hat ja jemand, der sich vielleicht nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt.
- 17:22Speaker 1: Aber da hat man ja vielleicht immer eine romantisierte Vorstellung davon wie ein Sportlerleben aussieht.
- 17:28Speaker 1: also viel Training natürlich aber auf der anderen Seite auch irgendwie dann die großen Erfolge und die Spiele und dieses Zusammensein.
- 17:36Speaker 1: Aber am Ende ist es wirklich ein sehr, sehr harter Job.
- 17:40Speaker 1: Wie sieht denn so einen Alltag?
- 17:43Speaker 1: Wie sieht ne normale Woche bei dir aus?
- 17:45Speaker 1: momentan
- 17:46Speaker 0: Genau.
- 17:47Speaker 0: Wenn wir Sonntag spielen, haben wir natürlich Montagsvormittags- und Regenerationen.
- 17:52Speaker 0: heißt die Mädels, die gespielt haben kriegen Klamassage, Aquadjogging.
- 17:59Speaker 0: Wir haben natürlich die Möglichkeit uns nochmal in Sachen Lymphdrainage ein bisschen zu regenerieren.
- 18:07Speaker 0: Die Spielerinnen, die nicht so viel gespielt haben sind noch einmal draußen eineinhalb Stunden, kriegen so einen Spieler Ersatztraining, dass jeder so ein bisschen auf seine Zeit kommt und dann haben wir auch zusammen Mittagessen und ab dann ist es dann auch frei nachmittags.
- 18:19Speaker 0: Dienstag ist auch nochmal komplett frei außer wir haben englische Wochen.
- 18:24Speaker 0: wenn wir Mittwochs dann direkt wieder spielen treffen wir uns am Dienstag wieder und machen ganz leichtes Jahr fünf gegen zwei, eine kleine Lauf-Einheit.
- 18:31Speaker 0: Einfach ganz entspannt, dass wir nochmal Spannung aufbauen.
- 18:36Speaker 0: Wenn nicht haben wir Mittwochs ganz normal zweimal Training, Dienstag einmal Freitag einmal Training, Samstag einmal Training und dann Sonntag wieder Spiel.
- 18:44Speaker 0: also ich würde vielleicht sagen klar trainieren wir noch ein bisschen mehr als die Männer auch aber letztlich versuchen wir das auch dosiert zu halten weil wichtig ist am Wochenende eine frische Birne zu haben einen frischen Körper um dann die neunzig Minuten wieder abrufen zu können.
- 19:03Speaker 1: Wie planst du das eigentlich?
- 19:04Speaker 1: Also, du bist jetzt seit Jahren in diesem Trainingsmodus drin und auf diesem super super hohen Level an Leistung einfach auch an physischer Leistung.
- 19:16Speaker 1: wie wie planst Du die Zeiten nach der Karriere denn?
- 19:19Speaker 1: also ich kann mir vorstellen dass es ja nicht krasse Umstellung oder von quasi fast jeden Tag irgendwie Sport machen.
- 19:26Speaker 0: Auch fast nix.
- 19:27Speaker 0: Denzu
- 19:27Speaker 1: vielleicht dann fast nichts, oder sagst du, du brauchst da erstmal so ein Jahr lang Übergangsphase wo du es so langsam nach unten schraubst?
- 19:35Speaker 0: Ja die Frage habe ich mir in den letzten Wochen selber immer wieder mal gestellt.
- 19:40Speaker 0: Ich glaube auf jeden Fall dass ich mich jetzt zumindest das Mal schon mal so einen nebenbei Hobby aussuchen muss.
- 19:51Speaker 0: Also dass ich auf jeden Fall ins Fitnessstudio gehen werde, Krafttraining machen werde um mich da ein bisschen auszupowern.
- 19:56Speaker 0: Das brauche ich auf den Fall.
- 19:57Speaker 0: Ich hätte vielleicht überlegt, dass ich nochmal so in die Richtung T-Boxen einfach gehe.
- 20:03Speaker 0: also ich muss jetzt nicht in den Ring um Gottes Willen aber da einfach so'n bisschen Fitnessboxen.
- 20:08Speaker 0: noch einmal Ja, ich muss mir das selber noch überlegen.
- 20:13Speaker 0: es ist eine gute Frage weil der Fußball wird mir selbst noch fehlen.
- 20:17Speaker 0: wahrscheinlich will ich am nächsten Tag schon wieder ins Training gehen.
- 20:22Speaker 0: Aber mal schauen, vielleicht nervig ja die Mädels noch einmal zwischendurch und kommt doch einfach irgendwie zum Training sagt da bin ich jetzt.
- 20:29Speaker 0: Vielleicht darf ich mich auch etwas abtrainieren?
- 20:33Speaker 0: Ja muss ich selber mal gucken also weiß ich wirklich selber nur nicht.
- 20:37Speaker 0: aber schauen wir mal wie es wird.
- 20:39Speaker 0: aber ich muss auf jeden Fall ins Fitnessstudio.
- 20:42Speaker 0: glaube
- 20:43Speaker 1: Ist ja eine spannende Situation.
- 20:46Speaker 1: Wie du schon sagst, anders als die männlichen Kollegen von dir, die dann sagen können ... Na ja, ich hab jetzt irgendwie genug Geld verdient vielleicht in meinem Leben um zu sagen, ich lass erst mal paar Jahre Pause oder lustige Berater-Jobs oder Kommentatorenjobs oder alles Mögliche so nebenher, womit ich immer noch gut Geld verdiene.
- 21:11Speaker 1: aber hab eigentlich keinen Druck mehr.
- 21:13Speaker 1: Und bei euch ist es ja dann so, dass ihr wirklich sagen müsst, naja mit irgendwas muss ich natürlich meinen Lebensunterhalt bezahlen.
- 21:22Speaker 1: Das heißt du musst von einem Tag auf den anderen in ein vollkommen anderes Leben einsteigen was auf der einen Seite natürlich auch irgendwie spannend ist könnte ich mir vorstellen also freust du dich auch auf diesen Zwitsch?
- 21:37Speaker 1: Dass du eigentlich noch mal was völlig anderes machst.
- 21:40Speaker 0: Ja, total.
- 21:42Speaker 0: Ich glaube wenn ich mich jetzt nicht so danach fühlen würde dass es Zeit wäre aufzuhören dann hätte ich sicherlich auch nicht den Schritt gemacht schon früh genug zu sagen das ist meine letzte Saison aber ich merke selber eben auch erst mal körperlich es ist einfach an der zeit auch um jetzt mal zu sagen ich will nicht Montags aufstehen, wenn ich mal forty-fünf Minuten gespielt habe oder wenn ich auch einfach mal ja auch neunzig Minuten spiele.
- 22:11Speaker 0: Dass mir dann alles weh tut.
- 22:13Speaker 0: also ich will auch noch ein bisschen Lebensqualität haben.
- 22:15Speaker 0: mich nicht ganz zerstören hat er ja auch schon paar Operationen hinter mir am Knie an den Sprung gelenken.
- 22:23Speaker 0: das lässt einen auch nicht ganz kalt.
- 22:27Speaker 0: und Ja also Ich glaube Also ich habe es früh erkannt, ich brauche einen Tapetenwechsel auch mal.
- 22:37Speaker 0: Und deswegen gibt's eben nur zwei ja so Unternehmen jetzt wo ich sagen kann und damit kann ich mich voll identifizieren.
- 22:48Speaker 0: das ist eben Bayern München und eben noch ein Unternehmen wo ich sage wenn ich da Fuß fassen kann nach meiner Karriere dann bin ich zu nicht zu hundert Prozent sondern zu Hundertfünfzig Prozent.
- 23:00Speaker 0: dabei weiß ich auch.
- 23:03Speaker 0: Ich habe so viel Spaß daran, dass sich das sofort zwitschen kann.
- 23:08Speaker 0: Also ich glaube, das muss auch einfach gegeben sein.
- 23:10Speaker 0: Ich glaube es sollte in jedem Job auch sein, dass man zur Arbeit geht und sagt, ich freue mich mega den PC anzumachen und sofort los zu legen.
- 23:17Speaker 0: Und so geht's mir auch und ich hab auch direkt gesagt, ich brauche genau sowas damit ich nicht in so ein Loch falle weil wenn ich irgendwas habe was mir gar nicht Spaß macht dann fehlt mir erstmal der Fußball.
- 23:29Speaker 0: Dann sind wir wieder beim Thema, wie schaffe ich das?
- 23:31Speaker 0: Dass sich vom einen auf dem nächsten Tag von hundert auf null Prozent.
- 23:35Speaker 0: Und dann kommt noch der Job dazu, der mir vielleicht gar nicht so gefällt aber Hauptsache ich habe irgendwas.
- 23:40Speaker 0: Das ist es auch nicht und glaube ich fällt man auch schneller in ein Loch als mal gucken kann.
- 23:44Speaker 0: und dann geht es ja mit dem Ja vielleicht auch den Bach runter.
- 23:49Speaker 0: aber man merkt selber an sich dass man nicht glücklich ist und das will ich einfach nicht.
- 23:53Speaker 0: umso mehr hoffe ich, dass ich die Woche glücklicher bin als jetzt zum Ende der Woche.
- 24:02Speaker 1: Hattest du also... um diese Leistungen zu schaffen, die du da und deine Kolleginnen und Kollegen all die Jahre erbracht haben.
- 24:12Speaker 1: Um das zu schaffen musst du ja auch wirklich eine innere Motivation haben und wirklich dieses Commitment haben.
- 24:18Speaker 1: Ich gehe da jetzt raus und ich mache es!
- 24:21Speaker 1: Und dich auch jeden Tag quasi aufs Neue motivieren.
- 24:24Speaker 1: Hattest du zwischendrin mal Situationen wo du gesagt hast ne komm jetzt ich habe echt keinen?
- 24:29Speaker 1: Bock mehr, ich schmeiß alles hin und suche mir einen ganz anderen Job.
- 24:34Speaker 1: Und wenn ja ... Wie hast du da wieder irgendwie die Kurve für dich selbst bekommen?
- 24:38Speaker 1: Also wie hast du dich da wieder motiviert für den Fußball?
- 24:43Speaker 0: Ja so eine Phase hatte ich tatsächlich schon mal.
- 24:45Speaker 0: Das war in der Zeit zwischen zwei sieben und zwölf zwischen den Weltmeisterschaften, wo ich auch noch sehr jung war Und ich habe die Messlatte damals für mich selber ja auch schon bei der WM zu sieben sehr hoch gesetzt.
- 25:00Speaker 0: Also, ich hab ein sehr gutes Turnier gespielt und war gerade eigentlich mal zwei Monate im DFB-Team drin.
- 25:08Speaker 0: Hab mir da einen Platz gesichert in der ersten elf und schießt dann auch noch das Finale zwei Nulltor.
- 25:19Speaker 0: Da ist dann viel auf mich eingebrasselt, also die ganzen Medien wollten was von mir.
- 25:25Speaker 0: Ich habe Sponsoren bekommen und ich war einfach so überglücklich dass sich eine Familie hatte, die mich immer ein bisschen runter geholt hat.
- 25:36Speaker 0: Man kennt es ja eben auch von jungen Spielerinnen auch und Spielern, die drehen dann völlig durch ne?
- 25:42Speaker 0: Die meinen dann auf einmal, was sie sind.
- 25:44Speaker 0: Ob das eine WM gewonnen ja schön und gut aber... Das war jetzt eine WM, aber es muss ja weitergehen.
- 25:50Speaker 0: Und nur weil Sponsoren kommen wenn man eine tolle Uhr kriegt oder irgendwas, dann bist du noch nicht im siebten Himmel.
- 25:58Speaker 0: Aber diese Zeit hatte ich eben auch.
- 26:00Speaker 0: und wie gesagt also meine Familie stand da sehr hinter mir die immer eben meine Schwester und meine Mama die immer gesagt haben so Ja gut!
- 26:09Speaker 0: Aber schau dass du jetzt die WM hinter dich lässt und musst dich immer wieder beweisen jedes Wochenende Jedes Jahr in dem Turnier, es kam ja dann gleich Olympia und dann wieder die EM und so weiter.
- 26:25Speaker 0: Und da bin ich auch erst mal in ein kurzes Loch gefallen.
- 26:27Speaker 0: um wieder aufzustehen muss man erstmal wissen wer ist man selber?
- 26:33Speaker 0: Was kannst du?
- 26:35Speaker 0: Ja wer bist du?
- 26:37Speaker 0: was willst du noch erreichen und wirst dich jetzt so... kaputt machen lassen, vielleicht von den Medien.
- 26:42Speaker 0: Man kann ja von einem auf dem anderen Tag der Superman sein und am nächsten Tag ist aber der Boomernwende mal irgendwie ein Elfmeter verschießt.
- 26:49Speaker 0: so ist es eben.
- 26:50Speaker 0: bei den Medien muss man auch mit rechnen mit dem Druck klar kommen und ich habe viel mental auch trainiert da eben standhaft zu sein.
- 27:02Speaker 0: das muss man eben auch als Leistungssportler können sich zu hundert prozent auf seine Einstellung zu fokussieren Und sich dann, wenn man den ersten Schritt auf den Fußballplatz setzt – auch bei einer Welle von Medien und dem Druck.
- 27:21Speaker 0: Und siebzig-achtzigtausend Fans vielleicht seine Leistung genauso abzurufen als wenn man bei Hundertfünfzig Zuschauern eine Woche später in der Bundesliga spielt?
- 27:33Speaker 0: Das war schon ne harte Erfahrung teilweise aber für mich einfach sehr spannend!
- 27:41Speaker 0: Ich habe es gehasst, schlecht zu spielen.
- 27:43Speaker 0: Das war dann immer so.
- 27:44Speaker 0: Also ich hab dann manchmal mir selber entdeckt... ...ich bin vielleicht manchmal wirklich ein Perfektionist und genau in diesem Moment habe ich erkannt das funktioniert überhaupt nicht!
- 27:53Speaker 0: Also ich habe mich viel zu sehr über Fehlpässe aufgeregt oder Zweikämpfe die ich verloren habe.
- 28:01Speaker 0: Dadurch, dass ich mal so eine Phase hatte wo ich auch perfekt sein wollte.
- 28:05Speaker 0: Aber es funktioniert einfach nicht und die Erfahrung muss man dann auch machen.
- 28:08Speaker 0: Und so wächst die Persönlichkeit.
- 28:10Speaker 0: So wächst diese Erfahrung und das hat mich zu dem gemacht was ich heute bin.
- 28:16Speaker 1: Ist das dann auch so eine Situation wenn man jetzt die WM wirklich gewonnen hat?
- 28:21Speaker 1: Dann ist man ja quasi im Olympus angekommen der Sportart also viel mehr geht hier eigentlich nicht mehr.
- 28:29Speaker 1: Also du hast ja dann auch an dich selbst wahrscheinlich diesen Anspruch, dieses wahnsinnige Level zu halten und eben diese Perfektion irgendwie dann auch zu halten.
- 28:39Speaker 1: Ist das das was du meinst mit diesem Anspruch?
- 28:42Speaker 1: An dich selbst diese Perfektion die du dann auch hattest weil du auch nicht drunter fallen wolltest von diesem Level quasi?
- 28:49Speaker 0: Genau genau!
- 28:50Speaker 0: Das war eben seit Seit zwei sieben wo ich diese Messlatte eben schon nach ganz oben gesetzt hatte.
- 28:57Speaker 0: War das dann eben auch mein Bestreben da oben zu bleiben?
- 29:00Speaker 0: Und klar, als junger Spieler funktioniert es halt nicht immer.
- 29:03Speaker 0: Man ist mal ganz oben angekommen und macht man wieder eine Talfahrt, dann schießt man wieder hoch – aber es hat mich geärgert einfach!
- 29:11Speaker 0: Ich wollte für mich selber einfach gut spielen und vielleicht auch die Möglichkeit sehen in der Mannschaft, wenn's nicht läuft sogar mitzureißen.
- 29:22Speaker 0: Das war schon ne harte Zeit.
- 29:26Speaker 0: Das sieht man ja auch bei den Tennis-Spielern Nadal, Federer.
- 29:31Speaker 0: Die versuchen den Perfektionismus oder Fußballtrainer, Tuchel zum Beispiel, die versuchen den Perfectionismus und Morinio den völlig hoch zu treiben und geht aber manchmal nicht.
- 29:43Speaker 0: Es sind alle nur Menschen.
- 29:45Speaker 0: das muss man dann auch erkennen weil sonst geht es auch im Bach runter Aber ja das nie an sich zweifeln ist viel schwieriger als Leistungssportler und das hatte ich aber auch.
- 29:58Speaker 0: Ich habe auch immer mal gezweifelt, ich so ja ... Shit!
- 30:01Speaker 0: Ich muss jetzt das nächste Spiel einfach gut spielen.
- 30:04Speaker 0: Warum war das jetzt nicht so gut?
- 30:06Speaker 0: Was hab' ich falsch
- 30:07Speaker 0: gemacht?".
- 30:08Speaker 0: Dann fängt man als junger Spieler auch mal an.
- 30:09Speaker 0: zu zweifen ist ja total normal.
- 30:12Speaker 0: Aber da muss man sich einfach wieder beruhigen und dann kommt eben diese mentale Stärke irgendwann hinzu.
- 30:20Speaker 0: Und deswegen ist es auch völlig okay, wenn viele Sportler auch mal einen Sportpsychologen suchen.
- 30:25Speaker 0: Weil es eben nicht so dass man von jetzt auf gleich Weltmeister wird oder das man von jetz auf gleich überragende konstante Leistung bringt.
- 30:35Speaker 0: Das hat viel und es hängt viel vom Kopf ab.
- 30:38Speaker 0: Dazu brauchen auch viele Sportlern mal ein Mentalcoachs.
- 30:42Speaker 0: Das hatten wir in der Nationalmannschaft mit denen wir oft und viel darüber geredet haben wie man zur absoluten Spitze kommt.
- 30:48Speaker 1: Jetzt sind wir ja gerade alle in der Situation, die mental durchaus anspruchsvoll ist.
- 30:53Speaker 1: Also wir alle stehen irgendwie unter Strom und wissen nicht so genau wie es weitergeht was weiter geht?
- 30:59Speaker 1: Was kommt da eigentlich noch auf uns zu mit diesem Virus?
- 31:03Speaker 1: hast du denn für quasi den Otto normal Verbraucher ein Tipp oder Trick, gerade wenn es um mentale Stärke geht.
- 31:12Speaker 1: Wenn's auch mal darum geht abzuschalten.
- 31:14Speaker 1: gibt's da irgendeine Methode oder eine Idee die du hast, die jeder eigentlich anwenden könnte?
- 31:22Speaker 1: Oder irgendwas was dir besonders hilft?
- 31:25Speaker 0: Ja also klar ist es schwer jetzt dass ich mich in Reihen versetze... in den prozentualen Anteil der Bevölkerung, die eben nur Homeoffice leider sind.
- 31:40Speaker 0: Weil ich habe ja einfach das Privileg noch einmal rausgehen zu können auf dem Platz.
- 31:45Speaker 0: aber ich glaube dass der Sport schon auch hilft so ein bisschen davon wegzukommen.
- 31:52Speaker 0: also meine Schwester sagt ja oft zu mir wir haben viel Kontakt auf und sie sagt oh Gott dieses Homeoffices geht mir auf die Nerven.
- 32:02Speaker 0: Und das merkt man auch einfach.
- 32:03Speaker 0: und sie sagt dann auch, ja ich mache jetzt heute Abend Yoga.
- 32:07Speaker 0: Ich brauche es jetzt mal und ich mach am nächsten Tag noch einmal Yoga.
- 32:11Speaker 0: Das ist wirklich so eine Sache.
- 32:12Speaker 0: oder geht joggen?
- 32:14Speaker 0: Oder einfach mal Fahrrad fahren?
- 32:16Speaker 0: Das hilft schon rauszukommen, die Gedanken frei zu machen.
- 32:21Speaker 0: Und letztlich ist es wenn man nochmal auf das Mentale eingeht glaube ich... Man muss es einfach akzeptieren dass es gerade so ist.
- 32:31Speaker 0: Das ist, glaube ich, immer so das Schwierigste bei den Menschen.
- 32:34Speaker 0: Viele Sachen nicht akzeptieren zu können und mir fällt es ja auch schwer.
- 32:38Speaker 0: Ich würde gerne mal wieder mit meinen Freunden mal was essen gehen oder... Ja, ich hätte auch mal wieder Bock in einen Club zu gehen oder in halt so eine schöne Bar mal Gin zu trinken oder mal ein Whisky oder irgendwelche Cocktails.
- 32:53Speaker 0: Ja habe ich auch Lust aber ich hab's akzeptiert dass es einfach gerade nicht geht.
- 32:59Speaker 0: Umso mehr freu ich mich aber wieder, wenn wir mal dürfen.
- 33:02Speaker 0: Dann freue ich mich um so mehr wieder.
- 33:03Speaker 0: Aber bis dahin müssen einfach noch alle irgendwie aushalten und der Gedanke daran dass wir unsere älteren Bevölkerung beschützen müssen das ist dann also das macht mich mental einfach so wieder in eine ruhige Phase wo ich sage ja okay irgendwann kommt schon.
- 33:20Speaker 0: jetzt haben auch schon ein Jahr überstanden es ging jetzt doch auch wieder schnell.
- 33:25Speaker 0: Und dieses halbe, dreiviertel Jahr, wenn wir jetzt auch noch schaffen.
- 33:27Speaker 0: Aber ich denke halt eben auch viel an unsere ältere Bevölkerung und das Akzeptieren ist eigentlich das Wichtigste, glaube ich.
- 33:35Speaker 1: In deinem Fall kommt ja dann ein hoffentlich entspannter Sommer auf dich zu sozusagen.
- 33:41Speaker 1: Hoffentlich dann mit dem erfolgreichen... Mit der hoffentlich dann erfolgreichen Entscheidung diese Woche wird drücken auf jeden Fall die Daumen!
- 33:50Speaker 0: Schön wäre es, ja.
- 33:52Speaker 0: Wenn nicht?
- 33:52Speaker 0: Dann ist es so, Das war's leider schon.
- 34:01Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das
- 34:03Speaker 1: Gespräch zu Ende.
- 34:05Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören!
- 34:07Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn
- 34:10Speaker 0: und sei leise
- 34:11Speaker 1: wenn du die
- 34:11Speaker 0: Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.