Latest / Bundestalk - Der Politik-Podcast der taz / Rentenreform - gerecht und armutsfest?
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- 0:00Speaker 1: Shakespeare oder wer auch immer?
- 0:01Speaker 1: Das muss in der verabredeten Redezeit bleiben.
- 0:05Speaker 3: Ich möchte nicht antworten, ich muss antwortet... Man könnte fast meinen das wäre Absicht!
- 0:10Speaker 2: Ich lasse mich an die Zwischenfrage zu mit rechtsradikalen
- 0:13Speaker 0: Reden.
- 0:15Speaker 3: Guten Tag, hier ist der Bundestag der politische Podcast der TATS.
- 0:19Speaker 3: Heute geht es um die Rente und die Dreiunddreißigvorschläge, die die Rentenkommission vorgelegt hat.
- 0:24Speaker 3: Arbeitsministerin Bärbel Baas hat versprochen wenn alle dreiunddreißig Vorschlägen umgesetzt werden dann wird das für alle besser!
- 0:30Speaker 3: Wir gucken uns die wichtigsten Vorschlage an und fragen wird es wirklich für alle bessere?
- 0:35Speaker 3: Und wird es auch
- 0:36Speaker 3: gerechter?!
- 0:37Speaker 3: Mein Name ist Martina Mescher ich arbeite im Politikteam der Wochentatz.
- 0:41Speaker 1: Barbara Drebursch, Redakteurin für Sozialpolitik.
- 0:44Speaker 0: Anna Riemann, ich leiterte das Parlamentsbüro der Tatz.
- 0:47Speaker 2: Stefan Reinecke, ich bin im Parlamentbürokratz zuständig für die SPD und ein bisschen wie die Linkspartei.
- 0:53Speaker 3: Anna will zeichnen heute am Mittwoch auf.
- 0:55Speaker 3: Gestern wurden die Vorschläge offiziell vorgelegt mit Friedrich Merz und Bärbel Bas, was hattest du denn für einen Eindruck von dem Auftritt des Kanzlers?
- 1:03Speaker 3: Wir hatten ja.
- 1:04Speaker 3: vor ein paar Monaten meinte er noch die gesetzliche Rentenversicherung sei allenfalls eine Basisabsicherung.
- 1:10Speaker 3: gestern hat der dann Loblieder auf den gesetzlichen Renter
- 1:13Speaker 0: angestimmt.
- 1:14Speaker 0: Ja dem kann ich zustimmen.
- 1:15Speaker 0: das setzte sich auch heute Mittwoche fort war ja gerade in der Regierungsbefragung, da trat er durchaus bescheiden und empathisch auf.
- 1:22Speaker 0: Kennt man so nicht von ihm?
- 1:23Speaker 0: Und lobte auch noch mal die Ergebnisse der Rentenkommission dankterausdrücklich allen und bezeichnete das als großen Schritt nach vorn und bekräftigte nochmal – das werden wir jetzt hoffentlich vollumfänglich umsetzen und wenn möglich bis Ende des Jahres.
- 1:39Speaker 3: Vollumfenglich-Umsetzen-Stichwort.
- 1:42Speaker 3: Stefan Bebelbars hat es ja als Gesamtkunstwerk!
- 1:46Speaker 3: Bezeichnet.
- 1:47Speaker 3: Kunstwerk ist ja schon ein hoher Begriff.
- 1:49Speaker 3: Wie schätzt du das denn ein und wie sieht die SPD das?
- 1:52Speaker 2: Ja, Gesamtkunstwerk soll heißen dass man das Ganze als nehmen soll und nichts und wir wollen die Diskussion vermeiden, dass jetzt einzelne Mitglieder der Fraktion oder aus der Partei sagen Das geht aber gar nicht Und dass man dann die ganze Diskussion aufmacht.
- 2:09Speaker 2: Das ist der Sinn, ich war gestern Abend beim progressiven Zentrum.
- 2:13Speaker 2: das ist so ein SPD Zink Tank.
- 2:15Speaker 2: da war Lars Kringbeil und er hat gesagt also das dürfe jetzt nicht zerredet werden und die Einigung sei ein Wert an sich.
- 2:24Speaker 2: und ich glaube das ist sowohl von der Union oder Unionsspitze wie Anna gesagt hat als auch bei SPD im Moment sodass es so die Stimmung Auch auf der Fraktionssitzung gestern, der SPD gab es kaum Kritik daran.
- 2:36Speaker 2: Sondern mehr so.
- 2:38Speaker 2: nach dem ganzen Streit und dem ganzen Stress haben wir jetzt endlich was ja?
- 2:42Speaker 2: Und auch noch von einer Kommission nicht von uns, zwar ein paar Parteileute drin aber vor allen Dingen Wissenschaftler.
- 2:49Speaker 2: also das haben wir endlich was wo wir in die Öffentlichkeit gehen können und sagen Wir streiten uns nicht mehr und das ist vor der Sommerpause und vor den Koalitionsausschuss.
- 2:57Speaker 2: und deswegen gibt's diese Stimmung Also dieses Wording von Bars, von Merz und von Klingweil.
- 3:03Speaker 2: Also bloß wie so ein Gottesgeschenk wird das jetzt entgegen genommen.
- 3:07Speaker 3: Und für die große Harmonie kommt die SPD dann auch damit zurecht dass die Rente mit drei in sechszig zur Disposition steht.
- 3:16Speaker 2: Das fand ich jetzt erstaunlich.
- 3:18Speaker 2: Heute war ich im Hintergrund des parlamentarischen Geschäftsführers der SPD, da kam das auch zur Sprache, Rente mit dreiundsechzig, man hatte ja den Eindruck dass die SPD quasi so eine fetisch schaffte Beziehung hatte die SPD zu dieser Rente bei dreieinzehntig weil sie so das Gefühl hatte oder das sollte so ein bisschen diese Rente Mit sieben sechzig die Joa Möntefiring damals durchgesetzt hätte für ihre Kernklientälen ein bisschen erträglicher machen.
- 3:45Speaker 2: Und also das fand ich jetzt wirklich erstaunlich, dass da man auch kaum Widerspruch hört in der SPD.
- 3:52Speaker 2: Nur von Manuela Schwesig gab es das nicht aus der Bundestagsfraktion und nicht vor der nationalen Ebene sondern von Schwesig die ja dann im Herbst einen Landtagsfallkampf vor der Tür stehen hat und die war Nordemuse glaube ich.
- 4:06Speaker 2: Also insbesondere, ich glaube sie hatte die Rente mit, wie auch erwähnt und das ist dann schwierig für den Osten Aber ansonsten ist das die einzige Stimme, die mir aufgefallen ist.
- 4:16Speaker 3: Jetzt ist es ja so, dass ein Großteil der Menschen bei fünfzig Prozent in Deutschland von der gesetzlichen Rente dann im Alter lebt und nicht unbedingt vom Privatervorsorge oder Eigentum.
- 4:27Speaker 3: Anna, ist das mit Blick auf Ostdeutschland?
- 4:30Speaker 3: Da verschärft sich das noch mal, oder?
- 4:32Speaker 0: Also erstmal finde ich zu dem Kompromiss – Ich find' das tatsächlich ziemlich gut!
- 4:36Speaker 0: Das ist ein ausgewogenes Konzept, das letztendlich dazu führt, dass die gesetzliche Rente gestärkt wird und zwar durch den überraschenden Kniff, dass man die aktienbasierte Vorsorge in die gesetzliche Rente integriert.
- 4:50Speaker 0: Also das es nicht jedem Einzelnen überlassen ist seine ETFs und seine Depots in seinen Depot zu ziehen bzw.
- 4:57Speaker 0: überhaupt zu kaufen sondern der Staat sagt ich lege hier einen Staatsfonds auf und damit stabilisieren wir die gesetzliche Rende.
- 5:05Speaker 0: und das ist am Ende eine Erstärkung.
- 5:12Speaker 0: Sicherung, welchen Lebensstandard wollen wir denn eigentlich sichern?
- 5:15Speaker 0: Dass wir eine Zielzahl haben von siebzig Prozent, die da auftaucht.
- 5:18Speaker 0: und dazu noch zu sagen Wir wollen die gesetzliche Rente zur Vision, zur erwerbstätigen Versicherung ausbauen.
- 5:26Speaker 0: Also wir wollen mehr Menschen, wir wollen das Solidarprinzip stärken und wir wollen dass mehr Menschen da einzahlen.
- 5:32Speaker 0: Und in Summe hat dann letztendlich auch dazu geführt, dass die SPD sich von dieser Rente mit drei Sechzig verabschieden konnte weil ja das Ziel weil ja das Ziel stimmt.
- 5:43Speaker 0: Und nun kann man natürlich jeden Punkt an sich nehmen und fragen, erfüllt er denn dieses Ziel oder gibt es da nicht Kollateralschäden?
- 5:50Speaker 0: Wo man sagt okay, da wären aber bestimmte Gruppen, werden dadurch verlieren.
- 5:54Speaker 0: Die auf die Risiken kommen wir sicher auch noch zu sprechen.
- 5:58Speaker 0: Aber die erste Säule also Rente besteht aus drei Säulen gesetzlich privat und betrieblich.
- 6:05Speaker 0: Die erste Saison ist erst mal gestärkt und damit kann die SPD durchaus zufrieden sein
- 6:09Speaker 1: Wobei aber nicht siebzig Prozent durch die gesetzliche Rente gesichert werden.
- 6:12Speaker 1: Das muss man schon klarstellen, da ist also auch die private Vorsorge dabei, die jeder macht wie er eben will und die Betrieb des Renten, die ja auch nicht alle haben.
- 6:21Speaker 0: Da hast du recht.
- 6:21Speaker 0: und aber die betriebliche Rente, das muss man vielleicht dazu sagen.
- 6:24Speaker 0: Jetzt gucken wir schon in den Details.
- 6:25Speaker 0: Die hat die Koalition ja auch schon gestärkt, indem sie gesagt hat Wir wollen dass das zukünftig so ist, dass jeder Betrieb tatsächlich eine betrieblichere Rente abschließt.
- 6:33Speaker 0: Derzeit ist es ja nur bei fünfzig Prozent der Betriebe haben Das für ihre Arbeitnehmerinnen in Schweden sind zum Beispiel neunzig.
- 6:40Speaker 0: Und dass die Arbeitgeber da auch stärker in die Pflicht genommen werden, das ist eigentlich auch schon kann man zu diesem Rentenpaket irgendwie mit dazu addieren.
- 6:47Speaker 0: Aber du hast ja natürlich völlig rennigt.
- 6:48Speaker 0: also diese drei Säulen so und zusammen ein Lebenswanderer von siebzig Prozent sichern.
- 6:52Speaker 2: Ich würde gerne Anna dir bisschen widersprechen.
- 6:55Speaker 2: bei dieser kapital gedeckten Rente, die jetzt beschlossen ist hier ein wesentliches Ergebnis von diesen Kompromisses.
- 7:02Speaker 2: Und ich finde, da gibt es ein paar kritische Anmerkungen, die man da Loch machen kann.
- 7:05Speaker 2: Ich würde dir recht geben, damit es besser ist als das was bei Riester.
- 7:09Speaker 2: Riester war ja im Grunde diese individuelle Vorsorge mit am Aktienmarkt.
- 7:14Speaker 2: Das ist ja total schief gegangen.
- 7:16Speaker 2: Also im Vergleich zu Riester ist es ein Fortschritt aber es hat doch ein paar Nachteile.
- 7:20Speaker 2: also ein systemischer Nachteil ist bis jetzt sind die Renten an die Löhne gekoppelt und dann werden Teil der Rente an die Profite gekoppelte sein Und das ist ja irgendwie ungünstig.
- 7:33Speaker 2: Also ein sehr plakatives Bild dafür zu wählen, kann man sagen.
- 7:37Speaker 2: also jemand der arbeitet hat muss gewissermaßen im Interesse seiner Rente vielleicht einen Interesse daran haben dass er gefeuert wird damit das Unternehmen mehr Gewinn macht.
- 7:45Speaker 2: Das ist das Bild.
- 7:47Speaker 2: und findet man das eigentlich gut würde ich fragen.
- 7:50Speaker 2: Und das zweite Argument finde ich was überhaupt in einer öffentlichen Diskussion seit bis jetzt keine Rolle spielt was ich aber irgendwie erwähntswert finde Das sind ja schon echte Beträge, die da gespart werden.
- 8:01Speaker 2: Diese zwei Prozent vom Brutto, ne?
- 8:03Speaker 2: Das sind vierzig Milliarden ungefähr jedes Jahr also ein Prozent von den Arbeitnehmern und einem Prozent von denen.
- 8:09Speaker 2: Und wir haben ja momentan eine ökonomische Situation wo man sowohl eine Nachfrage-Schwäche hat als auch eine Investitionsschwäche.
- 8:17Speaker 2: Und das ist ja Geld was gespart wird dann für die nächsten zwanzig Jahre um fünfzehn Jahre dann den Leuten zugute zu kommen.
- 8:24Speaker 2: Was man aber aus diesem ökonymischen Kreislaufress rauszieht Und ökonomisch gesehen ist es eigentlich vollkommen kontraproduktiv.
- 8:30Speaker 1: Das hat ja auch heute eine Studie der Hans-Böckler Stiftung heute vorgelegt, die haben ja auch gesagt das ist eben Wachstumsschäden dann und auf so einen Arbeitsplatz, so haben sie da genannt.
- 8:40Speaker 1: aber das sind jetzt natürlich alles Rechnungen, die wir nicht wissen wie wirklich kommen.
- 8:44Speaker 1: Eine Tatsache ist dass die Erzählung, die den Reformbedarf geschaffen hat dass nämlich die Alten jetzt in Rente, die Jungen zu sehr belasten.
- 8:53Speaker 1: Und das es in der Zukunft immer noch schlimmer wird weil immer mehr Rentner da kommen und die dann gierig diese Renten verfuttern ja?
- 8:59Speaker 1: Diese Erzählung ist durch die Kapitalrente ein Stück gebrochen worden.
- 9:03Speaker 1: Weil jetzt spart man ja individuell an, wenn's wie im schwedischen Modell ist, spart mal ja sein Ding an.
- 9:08Speaker 1: Es stimmt auch nicht, dass nur und man nur von den erträgen später lebt natürlich.
- 9:11Speaker 1: Verzerrst du auch das was du angespart hast, ist ja klar.
- 9:14Speaker 1: Und damit ist diese generationsfeindliche Erzählungen etwas durchbrochen worden mit diesen zwei Prozent.
- 9:20Speaker 1: Auch
- 9:20Speaker 3: mit der Aussicht, dass dann das Rentenniveau ja steigen soll?
- 9:22Speaker 3: Die letzten Jahre hatten wir eigentlich immer nur das Thema die Beiträge werden steigen.
- 9:27Speaker 3: Sie sind gar nicht so gestiegen aber das Renten-Niveau wird sinken.
- 9:30Speaker 1: Gut!
- 9:30Speaker 1: Aber es gibt bei der Wirkler Stiftung Papier gibt's die Bemerkungen, dass sie sehr optimistisch sind diese rendite Erwartungen, die da vorgerechnet werden.
- 9:39Speaker 0: Ich teile alle eure Bedenken und dennoch ist es ja so, dass wer kann.
- 9:42Speaker 0: Der sorgt derzeit schon privat vor und hat deutlich ein höheres Rentenniveau für all diejenige, die jetzt kein Geld übrig haben und keine Spargut haben oder kein Geld was sie ansparen können oder so.
- 9:52Speaker 0: Die haben dann eben das nachsehen und die Gewerkschaften am jahrelang gesagt also überhaupt nichts mit Staatsfunk
- 9:57Speaker 0: usw.,
- 9:58Speaker 0: unser Geld wird an unsere Rentenbeiträge wenn er in seiner Börse verzockt.
- 10:01Speaker 0: da ist natürlich was dran.
- 10:03Speaker 0: Andererseits kann man wiederum auch, also ich gebe dem Kanzler ja ungern recht aber wenn er sagt das ist die Beteiligung der Arbeiter am Produktivvermögen oder Arbeitnehmer am Produktivermöge natürlich ist es so wenn man sozusagen Geld langfristig in Aktien steckt.
- 10:17Speaker 0: sie sind breit diversifiziert und dann isst ihr Rendite höher als wenn du es normal sozusagen, ich sag mal in die Sozialkassen steckst.
- 10:25Speaker 0: Obwohl dich die Rendite bei der Rente auch nicht zurückgängig schätzen will.
- 10:28Speaker 0: und man kann das Beispiel Schweden zum Beispiel diesen großen schwedischen Pensionsfonds investiert massiv in Immobilien, Heimstaden, Brustert ist so ein Immobiliumkonzern, da haben die vierzig
- 10:39Speaker 3: Prozent.
- 10:42Speaker 0: und dann haben wir mit dem Ergebnis Wir haben vor allem Wohnungen in Berlin und Hamburg gekauft, was gut ist für die Rentner ins Schweden.
- 10:49Speaker 0: Ist dann wiederum schlecht für die Mieter in Berlin oder Hamburg weil die unterüberhöhten Mieten leiden.
- 10:52Speaker 0: aber das ist ja kein Automatismus.
- 10:54Speaker 0: man kann auch sagen es gab einen Vorschlag aus der SPD den fand ich ganz interessant.
- 10:58Speaker 0: dann investiert man eben in Konzerne die sowieso dem Gemeinwohl dienen wie so nicht städtische Energiewerke Oder in die, ja gut vielleicht gerade ein schlechtes Beispiel, wenn sie profitabel ist.
- 11:11Speaker 0: Die heimische Autoindustrie und so weiter.
- 11:12Speaker 0: Der Teufel steckt natürlich dann auch schon im Detail.
- 11:15Speaker 0: Dann kann man immer einwenden Es kann ja auch mal schlecht laufen an der Börse.
- 11:18Speaker 0: Und genau das ist dann eben die Crux.
- 11:20Speaker 3: Das haben wir jetzt auch die letzten Monate durchaus mit Trumps Zollpolitik gesehen.
- 11:23Speaker 3: Die Märkte sind sehr volatil.
- 11:24Speaker 1: Das gab es in Schweden ja auch, dass Jahrzehntein und Jahrzehn-Elf gekürzt wurde bei dem Rennen.
- 11:29Speaker 1: Also meine
- 11:29Speaker 2: Skeptis ist diesen Investitionsbeauftragten des Bundeskanzlers, Herr Blessing.
- 11:35Speaker 2: Herr Blessings hat gesagt man könnte sich also der feiert das und sagt sieben Prozent kennt die gar kein Problem dass verdoppelt sich alle zehn Jahre.
- 11:43Speaker 2: ja dann gibt es vonseiten der Kommission dieses Beispiel wenn jemand also normal eck retten der sogenannte Eckrenten oder normalverdiener, forty fünf Jahre ein bezahlt wird er siebhundertsiebzig Euro mehr haben im Monat und ich weiß nicht so ganz genau ob das nicht dann so Seifenblasen sind, wo am Ende die Enttäuschung lang groß sein wird.
- 12:01Speaker 2: Also mir kommt diese Horastimmung und keiner ist dagegen aus der Linkspartei.
- 12:05Speaker 2: also ich habe da ein paar Fragezeichen.
- 12:07Speaker 0: Die Gründe sind auch dagegen muss man sagen?
- 12:09Speaker 3: Also sieben Prozent Rendite klingt auch etwas utopisch und bei den Zahlen kommen natürlich auch wiederum noch Steuern dazu und Inflationen was das wiederum schmälert.
- 12:20Speaker 3: Barbara, wie schätzt du das ein schwedisches Modell?
- 12:22Speaker 3: Wir hatten jetzt vorhin... Anna hat schon erwähnt, betriebliche Altersvorsorge ist in Schweden ja auch ein großes Thema.
- 12:28Speaker 3: Da wurde hier auch ein Stück weit dann wiederum mit aufgefangen, dass es beim Rentenfonds nicht so gut lief.
- 12:33Speaker 3: Deutschland ist die Tarifbindung in den letzten Jahren ziemlich gesunken.
- 12:38Speaker 3: Welche Vorschläge gibt's denn da zu betrieblichen Alters vorsorgen?
- 12:41Speaker 3: Die soll ja auch gestärkt werden!
- 12:44Speaker 1: bei einem drücklichen Altersvorsorgewahl kann ich nur sagen, dass es seit vielen Jahren immer wieder gefördert wird die Betriebsrenten auszubauen und das ist immer nur in einem sehr begrenzten Maße passiert.
- 12:54Speaker 1: Man darf ja nicht vergessen, dass die Arbeitgeber jetzt schon durch diese ein Prozent, das ist ja paritätisch zum Kapitalrente belastet sind, beschweren sich auch schon.
- 13:02Speaker 1: dann haben wir eine Belastung der Arbeitgebers wenn die Minijobs in der bisherigen Form anders also verbeitragt werden Wie der Großteil die Bereitschaft ist mit den Betriebsranden und wie man es dann macht in der Dienstleistungsgesellschaft wo die Leute auf den Arbeitgeber wechseln, das ist so die Frage.
- 13:17Speaker 3: Wir hatten jetzt gerade Schweden wo die Renten relativ hoch sind.
- 13:21Speaker 3: und wie ist denn die deutsche Rente jetzt im internationalen Vergleich oder vergleichbar mit Ländern die uns ähnlich sind?
- 13:27Speaker 2: Also Miserable.
- 13:29Speaker 2: wir haben ja dieses ungefähr dreiundfünfzig Prozent vom letzten Netto.
- 13:34Speaker 2: Gehalt ist in Deutschland ungefähr die Rente, wenn man sich da vergleichbare Länder, also kleinere Länder aber eine Ökonomie und sozialen Struktur ähnlich.
- 13:42Speaker 2: Österreich, Dänemark, Niederlande dann sieht man das da die sogenannte diesen Netto an der Anteil wesentlich höher ist, also über achtzig Prozent oder so über neunzig Prozent.
- 13:55Speaker 2: Wir haben andere Rentensysteme Das ist bekannt.
- 13:58Speaker 2: in Österreich sind schon lange schon vor zwanzig Jahren die Beamten Indie gesetzliche Rentenversicherungen übernommen werden, also in einem Prozess.
- 14:07Speaker 2: In Niederlanden ist es wiederum ein System das sehr stark auf diese Betriebsrenten sind wesentlicher Pfeiler viel größer als in Deutschland.
- 14:16Speaker 2: Also auch im UECD-Vergleich ist das Rennniveau in Deutschland Sehr niedrig.
- 14:22Speaker 3: Also unter dem Niedrigen, wenn die mit untermittlicher im mittleren Bereich so in der Ecke.
- 14:27Speaker 1: Wobei also man bei den niedrigen Renten wird in anderen Ländern manchmal höher gewertet und das hatten wir ganz früher auch mal aber das haben wir zurzeit nicht dass man dann proportional nicht ganz des Equivalentsprinzip macht ist es in Deutschland.
- 14:39Speaker 3: Kannst du das Äquivalenz-Prinzip noch mal erklären, nachdem
- 14:42Speaker 1: wir schon den Haltelinie haben?
- 14:43Speaker 1: Was man einzahlt auch rausbekommt.
- 14:45Speaker 1: daraus wird immer gesagt.
- 14:46Speaker 1: Und wenn jemand halt schlecht verdient, dann zahlt er wenig ein und kriegt gleich eine kleine Rente.
- 14:51Speaker 1: Wenn du das aber proportional bis in Höhe wert ist was der einzahlt weil er eben wenig verdient dann kann man es ein bisschen ausgleichen.
- 14:56Speaker 1: Das wird in anderen Ländern stärker gemacht als im Deutschland.
- 14:59Speaker 0: Also ich habe neulich gehört die Zahl thousand six hundred für den typischen Rentner in Ostdeutschland dass mir sozusagen oder ja nicht der durchschnittliche sondern Millionen Rentner.
- 15:08Speaker 0: Also sozusagen die Hälfte liegt runter und die Häftchen liegt drüber, also der man die Bevölkerung in einer Reihe aufstellt.
- 15:14Speaker 0: Also, eine Million Euro kann man sagen, gut kommt man ja irgendwie über die Runden?
- 15:18Speaker 0: Wenn man Stasford lebt dann ist da vielleicht auch die Miete günstig.
- 15:20Speaker 0: wenn man in Berlin lebt, hat man ja echt oder in Dresden oder Halle wo die Mieten inzwischen auch stark gestiegen sind.
- 15:26Speaker 0: Da hat man natürlich ein echtes Problem, wenn man nicht einen alten Mietvertrag hat.
- 15:29Speaker 0: das ist so.
- 15:30Speaker 0: aber man kann vielleicht nochmal weil ja auch mal von Altersarmut gesprochen wird Ich habe mir mal angeschaut, wie viele Leute beziehen derzeit eigentlich Grundsicherung im Alter.
- 15:38Speaker 0: Das heißt ja wenn ihre Ente zu leben nicht reicht das ist erstmal nie so viel wie man immer denkt.
- 15:42Speaker 0: und wenn man die Diskussion hört es sind vier Komma eins Prozent aber Tendenz stark steigend Es ist in den letzten Jahren immer weiter nach oben gekommen Und wir haben eben so Effekte gehabt dass mit der Liberalisierung des Arbeitsmarktes da kommen wir sicherlich auch noch dazu gerade die geringfügige Beschäftigung zugenommen hat.
- 15:58Speaker 0: Und es ist eben der Fall, dass Leute die heute eine geringführende Beschäftigung haben, sprich zum Beispiel mit einem Minijob und sechshundert drei Euro im Monat verdienen.
- 16:06Speaker 0: Uns sonst nix?
- 16:07Speaker 0: Die sind für das Alter nicht abgesichert und das wird echt ein Problem.
- 16:09Speaker 1: Ja Moment, es sei denn sie haben diesen Minijop als Nebenjob.
- 16:13Speaker 0: Das
- 16:13Speaker 1: sind drei Komma fünf Millionen.
- 16:14Speaker 1: Nein, das darf man nicht vergessen!
- 16:15Speaker 1: Sie
- 16:16Speaker 0: kriegen
- 16:16Speaker 1: den Minijopp dann sozusagen ab... Sozialabgaben und Steuerfreien können theoretisch auch von dem Einkommen dann was privat anlegen.
- 16:23Speaker 1: Ist richtig
- 16:23Speaker 0: ist völlig wichtig.
- 16:24Speaker 0: aber ich ziele auf die ab, die sozusagen nur den Minijob haben und das sind über vier Millionen zur Zeit also erstaunlich viele.
- 16:30Speaker 0: Also
- 16:30Speaker 2: ich glaube dieses wenn man das nochmal aufs ganze sieht ja habe ich den Eindruck korrigiert.
- 16:34Speaker 2: mich finde ich dass wenn ihr das anders seht aber... Also das sind im Grunde genommen Änderungen im System die so ein bisschen einzelne Baustelle in einem Rentensystem verschieben.
- 16:46Speaker 2: Aber es ist nicht sozusagen diese ganz große Reform und das wird auch an dieser wie ich finde sozialen Unwuchs des deutschen Rentensystems, dass die Renten im Grunde genommen zu niedrig sind.
- 16:55Speaker 2: Und zwar gerade für ärmere Leute also für geringverdiener zu niedrigen.
- 16:59Speaker 2: Daran wird es leider irgendwie halt nicht viel ändern.
- 17:02Speaker 2: Sondern im grunde genommen hast du in dieser Rentner Generation eine Teilung in leute Die Vermögen haben und die kein vermögen habe weil wenn ihr vermögendes was geerbt hast Und du hast aber eine geringe Rente.
- 17:15Speaker 2: Dann ist es okay, wenn du nur ne geringere Rente hast.
- 17:17Speaker 2: Insbesondere in Ostdeutschland ist das ein Problem weil da das Vermögen viel geringer ist als im Westdeutschen Land.
- 17:23Speaker 2: Dieses Problem wird durch diese Maßnahmen, durch diese Dreiunddreißig-Maßnahmen Empfehlungen meiner Ansicht nach nicht gelöst oder verbessert.
- 17:32Speaker 1: Ich wollte zum Thema Unwucht noch sagen Wenn das Renteneintrittsalter angehoben wird, dann verkürzt sich da automatisch die Dauer des Rentenbezugs und darum geht's ja auch.
- 17:41Speaker 3: Und die Rente dadurch?
- 17:43Speaker 1: Ja, natürlich im Gesamt, dass du an Rente kriegst.
- 17:45Speaker 1: Das ist ja der Sinn der Einsparung, warum man das Antrittsalter hoch setzt und bekanntlich gibt es unterschiedliche Lebenserwartungen in Deutschland und dass Leute die eben weniger verdienen eher zu den Gruppen gehören, die eben ihre Lebenserwaltung haben.
- 17:58Speaker 1: Warum ist jetzt der Fall?
- 17:58Speaker 1: Es kann man drüber halten.
- 18:00Speaker 1: Und diese Ungleichheit also des denen wird prozentual mehr von der Rente weggenommen als jemandem, der noch zwanzig Jahre eine Rente bekommt.
- 18:08Speaker 1: Das wird nicht von allen meinen Kollegen geteilt, ist bei mir aber das man schon sehen muss.
- 18:15Speaker 1: Dass jetzt diese Einsparung ... Man will die Rentenbeitragsgrundlage erweitern also weg mit den Minijobs, weg mit dem Medijobs.
- 18:22Speaker 1: Die haben ja auch die Renteneiträge subventioniert von Leuten, die unter zweitausend Euro verdienen und das betrifft ganz viele Frauen, die unbezahlte Sorgearbeit leisten.
- 18:32Speaker 1: Also wir haben immer so ein bisschen auch einen Streit im Kollegium, wenn wir eindecken glaube ich immer sind Frauen die Tennis spielen und Teilzeiten arbeiten.
- 18:38Speaker 1: Und dann kann man ruhig mal aufs wegnehmen.
- 18:40Speaker 1: aber also wenn ich so Leserbriefe manchmal kriege oder Kommentarelesen sagen das sind doch komplett vergessen worden!
- 18:45Speaker 1: Die Frauen die unbezahlte Sorgearbeit leisten und mit diesen subventionierten Teilzeit-Shops eben sich da was dazu verdienen.
- 18:52Speaker 0: Ich gehöre ja auch zu denen wo ich sage dass es jetzt nicht nur die private Entscheidungen der einzelnen Frau, dass sie sagt ich möchte einfach zurückstehen und für die Kinder da sein.
- 19:00Speaker 0: Sondern das ist schon ein systemischer Anreiz das so zu tun.
- 19:04Speaker 0: also ich sprach hervorhin davon wie viele Menschen sind geringfügig beschäftigt?
- 19:07Speaker 0: Und zwar ausschließlich weil sie nur einen Minijob haben.
- 19:11Speaker 0: und das sind laut einer Studie der Böckler Stiftung zahlen sind allerdings von zwanzig drei in zwanziv vier vier Millionen Beschäftigten und davon sind zwei Komma sechs Millionen Frauen Also mehr als die Hälfte.
- 19:22Speaker 0: und es gab neulich auch eine Studie des DGB, die gesagt hat, fünfzig Prozent der erwerbstätigen Frauen sind überhaupt nur geringfügig beschäftigt.
- 19:29Speaker 0: Das heißt, sie sind nicht abgesichert fürs Alter!
- 19:33Speaker 0: Und wie kommt das?
- 19:35Speaker 0: Weil diese Kombination eben aus Minijob-und Ehegattensplitting.
- 19:39Speaker 0: also du kriegst ein Steuervorteil wenn du möglichst groß einsturmen kommendes Unterschiede hast weil dir ihm dazu führen dass es ökonomisch nicht sinnvoll ist die Arbeit aufzustocken.
- 19:50Speaker 0: Also es gibt auch Befragungen, die sagen, sieben und dreiß Prozent der Frauen, die nicht erwerbstätig sind, sagen das lohnt sich überhaupt finanziell nicht.
- 19:57Speaker 0: Und dann ist es ja nicht nur die freie Entscheidung... Möglicherweise gibt es auch Frauen, die sagen, das gefällt mir prima so.
- 20:03Speaker 0: Aber man kann sich doch die Diskussion in der Familie vorstellen.
- 20:06Speaker 0: Du sag mal, das lohnt sich doch überhaupt nicht wenn du jetzt hier ständig noch mehr arbeitest und wer holt denn dann die Kinder ab usw.
- 20:12Speaker 0: Das setzt uns doch alle nur unter Stress.
- 20:14Speaker 0: macht's ja doch gemütlich also machst doch irgendwie machs doch locker usw.. So haben wir das gut aufgeteilt!
- 20:19Speaker 0: Also ich kenne tatsächlich solche Familienmodelle wo das genau so funktioniert.
- 20:23Speaker 0: und wenn man sozusagen die Zahlen anguckt wie viel Prozent Frauen betrifft und wie wenig sind Männer betroffen, dann muss man doch sagen das ist eben nicht nur eine rein private Entscheidung sondern da existiert eine systemische Unwuchtung.
- 20:34Speaker 0: Ich finde es richtig dass die eben jetzt auch angegangen wird.
- 20:37Speaker 1: Na ja also da muss ich mir einhaken.
- 20:38Speaker 1: bei den Media Jobs ist es ja so bei den Teilzeitjobs die sind subventionierter habe ich den Rentenanspruch als wäre ich voll bezahlt ist.
- 20:46Speaker 1: Anders als bei den
- 20:47Speaker 0: Mini-Jobs sind die bis zu zweitausend Euro, also wir haben Mini Jobs bis zu sechshundert drei Euro und darüber hinaus bis zwei tausend euro sind dann die Mini Jobs.
- 20:54Speaker 1: Die Mini Jobs mit D in der Mitte und da habe ich zwischen sechshundert und zweitaushausen Euro und dann muss ich nicht so an den vollen Rentenbeitrag zahlen auch nicht die volle Krankenversicherung hab aber die voller Absicherung auch in der Rente als hätte ich voll bezahlt.
- 21:05Speaker 1: das betrifft auch Alleinerziehende zum Beispiel die eben tatsächlich nur eine Teilzeitstelle und da ist niemand der sagt machs dem mal gemütlich.
- 21:13Speaker 1: Ich
- 21:14Speaker 0: bin aber im Grunde gerade sozusagen zu diesen Mini-Jobs.
- 21:17Speaker 0: Im Grunde genommen begrüße ich das und es war auch eine lange Forderung der Gewerkschaften, zu sagen schafft diese geringfügige Beschäftigungsverhältnisse möglichst ab macht daraus normale sozialversicherungspflichtige Jobs die dafür sorgen dass sie Frauen und ich sage mal Frauen weil sind ja meistens Frauen im Alter auch abgesichert sind und nicht davon abhängig sind dass der Mann sie nicht verlässt.
- 21:37Speaker 0: ja platt gesagt.
- 21:38Speaker 0: Aber ich habe jetzt gestern angerufen bekommen von einer Unternehmerin Die sagt ihr sehr den geschäft in melien und die hat drei meningeobern angestellt alle drei renneren.
- 21:48Speaker 0: Und die sagt es ist die abschaffung ist für uns eine katastrophe.
- 21:50Speaker 0: dann kann ich den laden hier dicht machen, und so geht's Den geschäften links und rechts von mir und ich glaube das ist ein argument.
- 21:57Speaker 0: also viele kleine unternehmen kommen gerade so über die runden und die sind darauf angewiesen dass sie zum beispiel diese Beschäftigten haben, in dem Fall Rentnerinnen dir eigentlich und das ist ja der Sinn des Minijobs gewesen die eine normale Rente haben.
- 22:10Speaker 0: Und also sich zusätzlich was dazu verdienen wollen wenn die dienig hätten dann sozusagen ganz normal zum Zariflohn oder zumindest lohnen jemandem anstellen müssen dann sagt mir das lohnt sich für mich gar nicht.
- 22:22Speaker 0: finde da sollte die Regierung und das Parlament die sind jetzt in der Pflicht nochmal drüber nachdenken.
- 22:26Speaker 0: die wollen ja die minijobs für alle abschaffen außer für Schüler und Schülerin Ob man da nochmal bestimmte Gruppen irgendwie von ausnimmt, der Bayerische Ministerpräsident ist jetzt auch schon um die Ecke gekommen und hat gesagt überlegt noch mal natürlich einen realen Hintergrund.
- 22:41Speaker 0: Denn von diesen Minijumps besonders betroffen sind zum Beispiel Handel- und Landwirtschaft.
- 22:46Speaker 3: Und der bayerische ministerpräsident hat sich ja auch sehr für die Auswartung der Mütterrente eingesetzt Stefan, bei dir regt sich Miederspruch.
- 22:54Speaker 2: Ja also nach meiner Erinnerung war das doch so dass diese Mini Jobs eingeführt worden sind von Rot-Grün seinerzeit, von Wolfgang Clement Und zwar mit dem Ziel, den Niedriglohnsektor der damals nach der Analyse von Clement und Rotgrün zu ein Kleinwein Leutstand den auszuweiten.
- 23:12Speaker 0: Der ist doch auch zur FDP dann
- 23:13Speaker 1: irgendwann begann.
- 23:15Speaker 2: Und die Schwarzarbeit einzudämmen?
- 23:17Speaker 2: Also das hatte die Funktion schwarzarbeit bekämpfen und man nimmt die Leute rein in einen Arbeitsmarkt in der Hoffnung dass sie dann richtige Jobs haben.
- 23:25Speaker 2: Das Ergebnis war dann aber und zwar bis heute also am Anfang richtig dramatisch diese explosive Ausweitung des Niereklonesektors in Deutschland inklusive Löhne runter und also ein sehr ambivalenter Effekt, um es mal vorsichtig zu sagen.
- 23:39Speaker 2: Und wenn das jetzt abgeschafft wird dann sehe ich da was deine Freundin Anna die erzählt hat dass natürlich ein absolut reales lebenswertliches Problem.
- 23:48Speaker 2: Ich würde nur auf der anderen Seite sagen Also mag ein bisschen kaltherzig klingen aber also makroökonomisch gesagt will ich sagen okay Diese Dienstleistung, die die da anbietet ja nur anbieten kann mit diesen Minijobs und den ganzen Kollateraleffekten und Schäden.
- 24:04Speaker 2: Die das hat.
- 24:06Speaker 2: dann ist die Frage ob diese Dienstleistungen gewissermaßen wird natürlich teurer Mit Mindestlohnleuten noch nachgefragt wird.
- 24:13Speaker 2: Das ist im individuellen Fall ist das für die sehr traurig.
- 24:16Speaker 2: aber ich würde sagen wenn man die ganze ökonomische System anguckt es ist rationaler zu sagen die Leute sollen einigermaßen okay sozial abgesichert sein.
- 24:25Speaker 0: Okay, dann sagst du, dann schafft die kleinen Läden an der Ecke ab?
- 24:28Speaker 0: Das können die großen Ketten viel besser!
- 24:30Speaker 0: Die haben auch die Power ihre Leute zumindest nun an zu abzustellen.
- 24:32Speaker 0: Da kannst du das Ganze auf den Muchladen übertragen, das ganze auf das kleine Geschäft in der Ecken und jeden Handwerksbetrieb, lass noch die Großen, dann übernehmen eben die Ketten.
- 24:41Speaker 1: Also dazu muss ich übrigens mal was fachlich klarstellen.
- 24:43Speaker 1: Es ist nicht so, dass die Mini-Jobs für die Arbeitgeber so billig sind.
- 24:47Speaker 1: Die Arbeitgebers müssen an so eine Pauschale von Steuern und so weiter, der Arbeitnehmer muss nichts zahlen.
- 24:54Speaker 1: Und die Arbeit Geber sagen jetzt eigentlich wenn der Minijob abgeschafft wird es für uns billiger weil du musst, wenn du die Hälfte des Sozialversicherungsbeiträge zahlst dann kommst du nicht auf.
- 25:04Speaker 1: Das Problem ist das die Arbeitnehmer weniger haben.
- 25:07Speaker 1: Wenn dann die Beschäftigten von deiner Frau mit dem Geschäft, wenn sie dann weniger haben gehen die zum Arbeitgebern Moment mal.
- 25:14Speaker 1: Ich habe zwar meinen Brotolohn von vierzehn Euro, insofern haben wir ja auch andere Zeiten als ganz früher eine vierzehnt-Euro-Brotolohn-, aber ich krieg jetzt nicht mehr so viel raus.
- 25:22Speaker 1: Ich hab mich vorher vierzehin Euro rausgekriegt und jetzt kriege ich nur noch was weiß ich wieviel?
- 25:26Speaker 1: Und deswegen musst du mein Gehalt entsprechend
- 25:29Speaker 1: erhöhen.".
- 25:29Speaker 0: Naja Du hast recht einunddreißig Prozent steuernden Abgaben sind auf dem Minijob fällig, aber dadurch dass die Lohnsumme ist, ist es natürlich dann für die Betreffenden trotzdem günstiger als wenn sie jetzt sagen, also wenn Sie sagen ich stelle jemanden ein für sechshundert drei Euro.
- 25:44Speaker 0: Das ist dann trotzdem besser und günstig als wenn ich jemanden für tausend acht hundert Euro einstelle und dann die Hälfte zahlen muss.
- 25:50Speaker 0: Also da bin ich trotzdem.
- 25:51Speaker 0: in dem Einfall habe ich dann irgendwie hundrat achtzig Euro im anderen Fall habe ich neunhundert Euro aber das ist schon Unterschied.
- 25:58Speaker 3: Und dabei was heißt es jetzt für die Rentner und Rentnerinnen?
- 26:00Speaker 3: Die Mini Jobs haben um ihre Rente aufzustocken?
- 26:03Speaker 1: Naja ich meine ich glaube dass ganz viele Rentner arbeiten zunehmend.
- 26:08Speaker 1: Ich denke mir, das wird in dieser Diskussion welche Ausnahmen.
- 26:11Speaker 1: Da werden sich dann jetzt alle melden und dann wird es heißen aber die Rentner sollen doch arbeiten wobei die Zahl der Mini-Jobs ja auch ein bisschen zurückgegangen ist in den letzten Jahren weil viele sind dann noch in die Midi-Job also mit D in der Mitte gewechselt weil sie da eben dann den Rentenanspruch hatten.
- 26:26Speaker 1: und so bei den Rentnern Also
- 26:32Speaker 0: ich hab mir da den aktuellen Quartalsbericht von der Minijobzentrale auch nochmal angesehen, also unter den sechs Komma acht Millionen Minijobern sind achten Komma drei Prozent Rentner.
- 26:43Speaker 0: Und siebzehn Komma sieben Prozent Studenten das sind also zusammen macht diese Gruppe ein Drittel genau.
- 26:48Speaker 0: dass sind also fünf neunzeig Prozent.
- 26:49Speaker 0: und dann wenn das jetzt wegfällt?
- 26:52Speaker 0: Dann ist es Für Gruppen, die das eigentlich... Also der Student oder die Studentin, die studiert dann nebenbei und die Rentnerin kriegt den bei Rente.
- 26:59Speaker 0: Dann wird da eine Gruppe getroffen.
- 27:00Speaker 0: Fühlt ihr das Ganze eigentlich mal gedacht?
- 27:02Speaker 0: Oder für denen das eigentlich wurde gesagt?
- 27:04Speaker 0: Da kann es eigentlich nichts dagegen haben!
- 27:06Speaker 0: Und ich finde da eben ist das so sinnvoll, bringt's das also...?
- 27:10Speaker 0: Oder dient das jetzt nur dazu, weil achtzig Prozent der Mindig-Jobs sind auch nicht rentenversicherungspflichtig.
- 27:15Speaker 0: Dass man sagt wir brauchen eigentlich irgendwie mehr Jobs und die Rente ist umso besser.
- 27:20Speaker 0: Je länger die Leute arbeiten, desto mehr sie verdienen.
- 27:24Speaker 0: also wir brauchen andere Gruppen die jetzt einzahlen.
- 27:26Speaker 3: Wobei Friedrich Merz und Barrett Bars ja gesagt haben dass die Vorschläge der Rentenkommission sollen in Gänze Naja.
- 27:34Speaker 3: Umgesetzt werden, das klang ja jetzt nicht so als sehen Sie da großen Nachjust hier bedarf oder?
- 27:38Speaker 3: Ja
- 27:38Speaker 1: ich meine du kannst ja wenn die Arbeitgeber dann eben entsprechend mehr bezahlen, kannst du ja diese Beschäftigungsverhältnisse beibehalten und dann machst sie vielleicht statt sechsechsetzehundert Euro tausend Euro kann es dir schotz dem Teilzeitstellen an bei behalten.
- 27:51Speaker 1: und Tatsache ist ja auch heute hat die OECD gesagt, ah das finde wir ganz gut mit den Minijobs dass die weg sind, dass der internationalen Vergleich immer hieß sowas gibt's ja nur in Deutschland Da ist schon gewisser Druck, das abzuschaffen in der Form.
- 28:03Speaker 0: Naja dass man sich zurückfährt, da besteht glaube ich auch hier am Tisch eigentlich Konsens.
- 28:11Speaker 2: Die TATS gehört ihren LeserInnen.
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- 28:29Speaker 3: Und Barbara, jetzt sollen wir ja auch alle länger arbeiten.
- 28:33Speaker 3: Wir hatten ja vorhin aus für die Rente mit dreiundsechzig nach fünfvierzig Beitragsjahren und gab es ja die Möglichkeit früher aufzuhören.
- 28:41Speaker 3: Jetzt soll ihr das Rentenalter schrittweise angewoben werden und an die Lebenserwartung gekoppelt werden?
- 28:48Speaker 3: Wie sieht das denn aus wenn Leute mit dreieinzehntig oder fünf sechzig Jahren nicht mehr arbeiten können?
- 28:54Speaker 1: Ne, also erst mal muss man ja sagen die Rente mit dreiundsechzig ist das schon eine Rente.
- 28:57Speaker 1: Mit fast fünfundsechzig weil das ist ja wo dir angehoben diese Grenze und es gehen ja viele Leute mit fünfundsechszig oder vierundsechtzig in Rente die keine Rente mehr dreien sechzig also keinen abschlagsfreie Rente kriegen.
- 29:08Speaker 1: die gehen mit Abschlägen in Rental Gibt doch ganz viel, die gehen in Rente oft.
- 29:12Speaker 1: Wenn der Partner in Rnte geht dann gehen sie auch.
- 29:15Speaker 1: und das ist also jetzt schon so.
- 29:17Speaker 1: man wird am Ende durch den Abschaffen der Rente mit rein sechzig wird es immer noch sehr viele Leute geben, die vor der Zeit ausscheiden.
- 29:24Speaker 1: nur die nehmen dann eben diese Rentenkürzung im Kauf und hat man eben wieder Geld gespart die Rentenkasse Und darum geht's ja auch.
- 29:31Speaker 3: Aber kann man sich das leisten das in Kauf zu nehmen?
- 29:33Speaker 3: In einer geringen Rente hier nicht.
- 29:35Speaker 1: Nee, es kommt immer darauf an wie du gestellt bist.
- 29:39Speaker 1: Aber du hast nach der Gesundheitsfrage die Frage gestellt und ich bin jetzt ein bisschen... Naja das kommt drauf an.
- 29:45Speaker 1: also es ist sehr schwer.
- 29:48Speaker 1: Es soll eine Gesundheitsprüfung geben und dann so eine Art Schutzrente geben dass Du eben wenn in deinem Beruf nicht mehr arbeiten kannst Also in Deinem Beruf Dass Du dann vorzeitig aus der Arbeit rauskannst zwei drei Jahre und zwar ohne Abschläge.
- 30:01Speaker 1: Jetzt wurde heute auch auf der Pressekonferenz gesagt ja Wie wird es denn gesundheitlich geprüft?
- 30:06Speaker 1: Und das ist... Ist sehr schwer.
- 30:08Speaker 1: Dann meintest
- 30:08Speaker 2: du die Pressekonferenz der Hansböckler Stiftung?
- 30:10Speaker 1: Ja genau, ja und das ist sehr schwer.
- 30:12Speaker 1: dann wurde gleich gesagt sonst wird es am Ende ein Fall für die sozialgerechte.
- 30:15Speaker 1: Dann ist es irgendwie so ein Larifari-Gesetz ne und dann klagt er eine oder andere.
- 30:20Speaker 1: Und wir wissen in Österreich gibt's da die Schwerarbeiterfensionen Die haben sie mal mit dem Kalorienverbraucher angefangen, das sind jetzt aber auch nicht.
- 30:26Speaker 1: Aber einen hochgradigen Nerven belastender Beruf wie zum Beispiel Lehrer in einer Grundschulklasse im Problembezirk Da kannst du was kannst du im Kalorieren... Verbrauch nicht viel arbeiten.
- 30:36Speaker 1: Aber das ist dann schwierig, diese Gruppen abzugrenzen und diese Biografien abzugrengen.
- 30:41Speaker 1: Das wird nicht einfach werden.
- 30:43Speaker 1: Man
- 30:43Speaker 2: muss ja sagen bei der Rente mit dreiundsechzig, wie gesagt die SPD und die Gewerkschaften haben die immer sehr eisernverteidigt, die jetzt also wegfallen soll.
- 30:52Speaker 2: Also diese Zahl, die da im Moment ökosiert von Einsparen, das wären bis zu neun Milliarden oder zehn Milliarden.
- 31:01Speaker 2: eben nach forty fünf beitragsjahren das war gedacht als genau wie aber gerade gesagt hat für diese gruppe weil es eigentlich gedacht also viele leute die wirklich sehr körperlich oder psychisch sehr belastende jobs haben alten pflege und so.
- 31:17Speaker 2: Es gibt aber eine Studie von vom Diw, die es schon ein zwei Jahre alt.
- 31:20Speaker 2: Die erget nahegelegt hat, dass das Leute sind, die das nutzen, die nicht aus diesen schwer belasteten Berufen stammen weil sie gar nicht forty fünf Jahre arbeiten können sondern das sind eher Leute die dann so ne Banklehre gemacht haben oder bei Versicherung also mehr.
- 31:35Speaker 2: so Also nicht so Blue-Colour Arbeiter, sondern White-Color Arbeiter wie man so sagt.
- 31:39Speaker 1: Aber keine Akademikarbeit, die kommen ja wegen mehr langen Studienzeiten?
- 31:43Speaker 2: Nein, deswegen sage ich ja Banklehrer also im Grunde die schon... also die nicht studiert haben dann kommt's ja nicht auf forty fünf Jahre, sondern aber sozusagen Mittelschicht, Facharbeiter relativ eher gut situiert.
- 31:54Speaker 2: und das war natürlich bei der Einführung nicht so richtig gedacht.
- 31:57Speaker 2: und deswegen erkläre ich mir jetzt auch dass die SPD quasi widerstandslos nach meinem Eindruck fasst diese Abschaffung der Rente mit drei und sechzig irgendwie hin nimmt, weil die selber weiß wie ambivalent die Effekte sind.
- 32:12Speaker 2: Wobei also ich geb dir vollkommen recht Barbara das neue Modell, dass sieht auch noch keiner.
- 32:19Speaker 0: Also das ist so ja so irgendwie so wenn die Lebenserwartungen um ein Jahr steigt dann arbeitet man quasi acht Monate länger und hat dann sozusagen Verhältnis eins zu zwei oder zwei zu Eins vier Monate länger Rentenbezug.
- 32:31Speaker 0: So ist die Formel.
- 32:32Speaker 0: aber ehrlich gesagt das wird hier mal so diskutiert Das ist die Verlängerung des Renteneintrittsalters, das ist was unser Rentensystem errettet.
- 32:42Speaker 0: Ich glaube das ehrlich gesagt gar nicht weil erstens hat die Einführung der Rente mit sixty-seven fiskalisch so viel gar nicht gebracht.
- 32:48Speaker 0: also da einstellige Milliardenmiträge klingt jetzt erstmal viel.
- 32:51Speaker 0: aber es für die Rente insgesamt Woher dreistellige Milliardenbeträge jedes Jahr draufgehen, erst echt im Prozentbereich.
- 33:00Speaker 0: Ich glaube das größere Problem ist wir haben einen demografischen Wandel unsere Gesellschaft wird insgesamt älter und die jüngere Generation fehlt Und der Fachkräftemangel auch wenn es momentan am Arbeitsmarkt ein bisschen krisselt ist eines der größten Wachstumshelmnisse.
- 33:15Speaker 0: Man benutzt in Prinzip diese Rentenreform um zu sagen Wir müssen die Leute irgendwie länger am Arbeits Markt halten.
- 33:21Speaker 0: und da ist Es natürlich auch nicht verkehrt dass man sagt gerade die gut ausgebildeten Leute, die brauchen wir doch.
- 33:27Speaker 0: Die sollen jetzt mal nicht in Rente gehen da geht es gar nicht.
- 33:29Speaker 0: Meiner als Achtens darum dass sie irgendwie zu viel Rente verbrauchen mag auch ein Faktor sein.
- 33:34Speaker 0: aber das man sagt Wir brauchen irgendwie diesen Fachkräftemangel.
- 33:37Speaker 0: und parallel hat man ja noch eine Migrationsdebatte wo man immer sagt wir wollen die Einwanderer nicht und die Einwanderer und die am liebsten auch nicht.
- 33:43Speaker 0: und irgendwie ist man jetzt in einer Sackgasse und fragt sich wer soll eigentlich künftig unseren Wohlstand erarbeiten?
- 33:48Speaker 0: Und dann kommt man eben darauf Das können doch die eigentlich sein, die eigentlich jetzt in Rente gehen könnten oder später in Rnte gehen werden.
- 33:55Speaker 0: Die.
- 33:55Speaker 0: sollen man noch ein bisschen länger arbeiten?
- 33:57Speaker 1: Ja na ja ich wollte noch sagen also interessant ist er wie sich politische Erzählungen verwandeln.
- 34:02Speaker 1: Also ich weiß er noch vor zwanzig, fünfzwanzig Jahren und dreißig Jahre.
- 34:05Speaker 1: Da sollten ja die Alten raus mit fünfundfünfzig, um Platz für Arbeitsplätze zu machen und für andere, für Jüngere.
- 34:13Speaker 1: Und jetzt plötzlich diese komplett andere Geschichte.
- 34:15Speaker 1: Ich stehe der Sache etwas Misstrauisch gegenüber weil es ist durchaus so dass die Krankenfeeltage bei alten Leuten höher sind, da haben wir die Tumorerkrankungen und so und da fallen Leute wirklich lange aus.
- 34:26Speaker 1: und ich kenne Fälle wo die Leute eben eine Krebserkrankung haben und irgendwie ist erst mal gut und jetzt würden sie gerne eigentlich raus.
- 34:33Speaker 1: Sie sind ja erschöpft.
- 34:34Speaker 1: das geht aber nicht.
- 34:35Speaker 1: Das geht aber nicht.
- 34:36Speaker 1: Jetzt muss der Arbeitgeber auch irgendeine Lösung finden, weil die Person bekommt dann Schwerbehindertenausweis und bekommt man automatisch usw.
- 34:43Speaker 1: Und solche Fälle werden natürlich zunehmen wenn das Renteneintrittsalter steigt.
- 34:49Speaker 0: Dann kommt der nächste Bundeskanzler um die Ecke und schaut sich die Statistik und sagt, die Deutschen sind doch viel zu oft krank?
- 34:54Speaker 0: Da müssen wir was ändern!
- 34:56Speaker 3: Der jetzige Bundeskantzer ja auch relativ oft gesagt in den letzten Monaten.
- 35:00Speaker 1: Aber je älter die Erwerbsbevölkerung wird, desto mehr hast du Krankheiten.
- 35:04Speaker 1: Es hat nichts mit Faulheit zu tun, gar nicht.
- 35:07Speaker 1: Ich wollte noch was zur Lebenserwartung sagen.
- 35:09Speaker 1: Übrigens ist es ja nicht sicher ob die Lebenserwaltung so immer steigt und so.
- 35:12Speaker 1: Die haben jetzt mal erst so eine Rechnung gemacht für den nächsten zehn, zwanzig Jahre aber danach weißt du's nicht.
- 35:18Speaker 1: Und das Verhältnis von also den älteren Ruheständlern und dem Jungen man denkt ja immer das sind jetzt die Bebebühmer Das ist ein Berg.
- 35:25Speaker 1: wenn wir da irgendwie drüber sind dann wird alles wieder schick.
- 35:27Speaker 1: So ist es nicht.
- 35:28Speaker 1: Ich habe mir die Statistiken angeguckt, es gibt eine neue Bevölkerungsvorausberechnung auch weil jetzt weniger Migranten kommen übrigens.
- 35:36Speaker 1: Und sie sagt dass wir haben jetzt einen alten Prozent von vierunddreißig.
- 35:39Speaker 1: also das kommt.
- 35:40Speaker 1: Vierunddreißig Leute im Wohlstandsalter kommen auf hundert Leute im Erwerbsalter.
- 35:45Speaker 1: diese Altenprozient wird ein bisschen steigen dann wird er auf einer Plateau Linie bleiben und zwei Tausend Siebzig wird aber bei fünfzig Prozent sein ansteigen weil nämlich die Frauen die künftige Erwerbstätige Gebeeren können jetzt schon auf der Welt.
- 36:00Speaker 1: Dazu
- 36:00Speaker 2: muss man sagen, dass demografie keine exakte Wissenschaft ist.
- 36:03Speaker 2: also guckt ihr die Demografiestudien voraus sagen nur für Berlin mein Ding von vor zwanzig Jahren an Also wo ganz klar war berlin wird schrumpfen oder insgesamt also herwig birg weil er der große auto der genau vorgerechnet hat Wann die Deutschen aussterben, ja?
- 36:19Speaker 2: Und also da würde ich echt fünf Fragezeichen hintermachen.
- 36:22Speaker 2: Hinter Leute, die sagen wie... Die Alterspyramide-Zweitausendsiebzig aussehen wird.
- 36:26Speaker 2: Das scheint mir doch irgendwie Kaffesatzleserei zu sein!
- 36:28Speaker 2: Aber so
- 36:29Speaker 1: ganz stimmt es.
- 36:29Speaker 1: Nee aber ich war dann auch überrascht und hab' ich mal genauer nachgelesen.
- 36:32Speaker 1: Du weißt doch viel weil du nämlich weißt.. ...die Frauen, die jetzt geboren wurden.
- 36:35Speaker 1: Also meine Enkelin zum Beispiel.
- 36:37Speaker 1: Das ist eine Person, die später dann die künftigen Erwerbstätiken kriegen kann, die dann zwei Tausendsebzig arbeiten.
- 36:43Speaker 1: Du weißst aber jetzt schon wieviel ein oder zweijährige Frau und Mädchen jetzt durch die Gänge laufen.
- 36:47Speaker 1: Und dahin nehmen sie nur die Zuwanderung, die ist natürlich der unbekannte Faktor.
- 36:51Speaker 2: Aber erinnert dich das weißt du ganz viel besser als ich vor zwanzig Jahren, vor fünf zwanziger Jahren in den ganzen Prognosen dass die Rente zu des Renten, deutsche Rentensystem kollabieren wird ja?
- 37:01Speaker 2: Die fußen alle auf diesen Demografie Berechnungen wenn du dir das anguckst wie hoch der Beitragsratz ist, Der war vor fünf, zwanzig Jahren höher.
- 37:12Speaker 2: Also insofern echt Fragezeug.
- 37:14Speaker 1: Das liegt daran also viele Frauen hat Arbeit im Westen haben ja nicht so viele Frauen gearbeitet
- 37:18Speaker 0: wie
- 37:19Speaker 3: früher.
- 37:20Speaker 3: Und die
- 37:22Speaker 0: Zuwanderung ist natürlich ein Faktor der hier immer negativ geframed wird und gesagt wird das ist ganz großes Problem.
- 37:28Speaker 0: das müssen wir irgendwie bewertstecken.
- 37:29Speaker 0: aber die Wahrheit ist ja das kann man an dieser Stelle auch mal sagen mehr Zuwänderungen mildern unsere demografischen Probleme ab und hat auch dafür gesorgt, dass sich die Rente in den letzten Jahren stabilisiert hat.
- 37:41Speaker 0: Du hast es ja gerade schon erwähnt Stefan der Beitragsakt zur Rentenversicherung aktuell bei achtzehn Komma sechs Prozent.
- 37:47Speaker 0: Und Ende der zweitausender Jahre ich habe noch mal nachgeguckt da lag er bei Neunzen Komma neun Prozent und Ende der neunzelneunziger Jahre sogar bei zwanzig Komma drei Prozent also der Lack höher.
- 37:56Speaker 0: gleichzeitig sind drei Millionen Menschen mehr Ins Renten ist sie, also die Zahl der Rentner und zum drei Millionen Menschen gestiegen.
- 38:03Speaker 0: Also diese apokalyptischen Vorstellung wir wären alle älter das wird total unfinanzierbar!
- 38:07Speaker 0: Die sind alle nicht eingetroffen sondern bemerkt... Mit denen aber Politik gemacht wurde?
- 38:11Speaker 0: Ja mit dem wird Politik gemacht und dann auf dieser Grundlage werden auch Maßnahmen ergriffen.
- 38:15Speaker 0: dass muss gekürzt werden und das muss gekirrt sein und wir müssen natürlich alle viel länger arbeiten usw.. Aber wenn man sich die nackten Zahlen mal anguckt sagt man wow die Rente Erstaunlich stabil und resilient, man könnte fast sagen Norbert Blüm hat doch recht gehabt.
- 38:28Speaker 0: Die Rente ist sicher.
- 38:29Speaker 2: In gewisser Weise hatte er Recht gehabt wobei die natürlich zu Blümszeiten noch viel höher war.
- 38:34Speaker 2: also diese Rentenkürzung unter Rotgrün waren ja das Entscheidende.
- 38:38Speaker 2: aber ich möchte noch einen Punkt ergänzen zu dem was du gesagt hast Anna.
- 38:42Speaker 2: Dieser Rentenkommissionsbericht, der sagt ja also, das wird jetzt ansteigen auf zwanzig Prozent und bis zwei Tausend vierzig.
- 38:49Speaker 2: Das ist der Zeitraum in dem wir sozusagen und die sind glaube ich relativ stabil.
- 38:52Speaker 2: Die Prognosen sagen, dass das Wirt auf einundzwanzig Komma Vier Prozent steigt wenn man in dem Rentensystem nichts ändert.
- 39:00Speaker 2: Aber das ist so zu sagen.
- 39:01Speaker 2: Und und das ist die Zahl.
- 39:02Speaker 2: Einzwanziger Komma vier.
- 39:03Speaker 2: Das Ist nicht schön.
- 39:04Speaker 2: Es ist zu viel für den Lohnneben kosten
- 39:07Speaker 1: plus Beitrag für die Kapitalrente.
- 39:09Speaker 2: Neuerdings soll das noch drauf kommen.
- 39:11Speaker 2: Aber das ist nicht der Zusammenbruch des Rentensystems und der totale finanzielle Kollaps, den die neoliberalen immer und zwar wie eine tibetanische Gebetsmühle immer wieder in die Hirne der Leute blasen.
- 39:24Speaker 2: Und es stimmt einfach nicht man muss einfach mal dagegen diese Zahlen setzen.
- 39:28Speaker 1: Ja aber du musst.
- 39:29Speaker 1: die Kurven sind aber trotzdem nicht zu bestreiten.
- 39:31Speaker 1: also die Kurve waren ja immer der Beitragssatz geht ein bisschen in die Höhe und das Rentenniveau sinkt.
- 39:36Speaker 1: Das waren da immer die Kurwen wo dann irgendwelche Jüngere Generationsvertreter gesagt haben Schweinerei, wir müssen mehr zahlen und kriegen weniger rein.
- 39:44Speaker 1: Das war ja die Erzählung.
- 39:45Speaker 1: Wir
- 39:46Speaker 3: haben dieses Stichwort das Rentensystem kollabiert.
- 39:49Speaker 3: Haben auch diese verquere Wahrnehmung von Generationengerechtigkeit, die man jetzt bei Teilen der jungen Gruppe in der Union wahrgenommen hat, die letztendlich eher für eine Rentenkürzung für die nachfolgenden Generationen plädiert haben um die Rentenbeiträge zu senken?
- 40:07Speaker 3: Hat das diskursiv was angerichtet?
- 40:08Speaker 3: Ja,
- 40:09Speaker 1: ich denke mir bei den ganzen Kürzungsdebatten ist ja immer wenn du das Rentenniveau verändern hast und absenken lässt dann betrifft es leider auch die Jungen.
- 40:15Speaker 1: Das ist ein strukturelles Problem!
- 40:18Speaker 0: Und das wurde ja auch immer mit absoluten Zahlen handiert.
- 40:20Speaker 0: also wenn man sich hier anguckt in absoluten Zahlen... Also da gehen derzeit vor allem vom Bundeshaushalt oder von den Bundesmitteln gehen hundertvierzig Milliarden Euro aktuellem Bundeshaussalt in die Rente errt.
- 40:30Speaker 0: Das sind so ja einen Viertel ungefähr des Bundeshaushalts.
- 40:34Speaker 0: Das is natürlich viel und das ist natürlich auch gestiegen.
- 40:37Speaker 0: Aber tatsächlich steigt der Bundeshaushalt auch hier das ja.
- 40:40Speaker 0: Und tatsächlich muss man natürlich, dass in Relationen sitzen zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zum Proto-Inlandsprodukt und da kann man sagen, der Anteil also gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Ausgaben für die gesetzliche Rente gesuchten.
- 40:57Speaker 0: Und zwar hat mir auch noch mal angeschaut, also in dem Jahr nineteen siebenundneinzig lagen die Ausgauben bei zehn Prozent des Protoinnlandspprodukts Und in den Jahren ist es immer mehr zu spüren.
- 41:26Speaker 0: Wir werden das alles nicht mehr spülen?
- 41:28Speaker 0: Meine Kinder werden das spüren.
- 41:29Speaker 0: Die werden sozusagen diejenigen sein, die dann vom höheren Renteneintrittsalter merken.
- 41:35Speaker 1: Trotzdem muss man relativieren dass man immer sagt die Renten sind ja jetzt weniger im Monat denn die Rentengezugsdauer mit den Jahren, die du renten beziehst ist eben nicht weniger.
- 41:45Speaker 1: Also ganz zu Anfang fünftiger, sechziger waren es zehn Jahre und jetzt sind wir unter zwanzig Jahre in Rente und das ist der entscheidende Punkt.
- 41:51Speaker 1: Und deswegen wenn man jetzt sagt also man muss immer das große Bild sehen und diese hohe und lange Rentenbezugsdauer und wenn man überlegt jemand kriegt zwanzich Jahre lang Rente oder dafür muss er vierzig Jahre arbeiten ich habe mir das mal so ausgerechnet sogar im Rechen schieber Da musste ich ja eigentlich, wenn ich das selber finanzieren wollte wie viele Leute mich da eigentlich sparen müsste jeden Monat.
- 42:11Speaker 1: Damit ihr am Ende diese zwanzig Jahre davon leben kann und nicht nur dreißig Prozent von meinem früheren Einkommen habt.
- 42:17Speaker 1: Das ist ja wirklich auch erheblich.
- 42:19Speaker 1: dann dieser lange Bezugstauer.
- 42:21Speaker 0: Und weil man deshalb passiert ein Solidarsystem... Weil damit es eben nicht jeder Einzelne für sich sparen muss und dass davon Abhängigkeit, hast du viel oder wenig Geld?
- 42:29Speaker 0: Sondern die Solidargemeinschaft kommt dafür auf.
- 42:31Speaker 0: Nee, ich komm tu's
- 42:32Speaker 1: ja gerade nicht!
- 42:33Speaker 1: Wir
- 42:33Speaker 0: haben ja einen Solidarischon,
- 42:35Speaker 1: wir haben ein Equivalence-Prinzip und wir haben die Erwerbsminderungsrente als solidarisches Ding.
- 42:39Speaker 1: aber im Prinzip kannst Du jetzt nicht sagen, Du musst eigentlich gar nicht soviel Geld erübrigen von Deinem Lohn weil die anderen bezahlen das schon mehr als zwanzig Jahren Renten
- 42:47Speaker 0: ist.
- 42:47Speaker 0: Ich würde Dir widersprechen.
- 42:48Speaker 0: also die gesetzliche Rente ist nach wie vor die stärkste Sohle in Deutschland und im Osten Säule.
- 42:54Speaker 1: Ja, aber sie beruht auf einem Umlageverfahren von den Leuten die eben da arbeiten?
- 42:58Speaker 0: Genau!
- 42:58Speaker 0: Insofern ist sozusagen das das Solidarprinzip.
- 43:02Speaker 0: Also es ist ein Umlage-Verfahren.
- 43:03Speaker 0: also diejenigen die Arbeit haben und Einzahlen bezahlen... Jetzt
- 43:06Speaker 3: sollen ja mehr Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung kreien, die selbstständigen als Ruhr.
- 43:12Speaker 3: Architekten, Ärzte, Apotheker?
- 43:15Speaker 1: Die haben ja schon eigene Sicherungssysteme.
- 43:16Speaker 0: Das ist
- 43:17Speaker 1: ja das Irre!
- 43:17Speaker 1: Die können mit Architekt- und Ärztekammer... die müssen dann natürlich da nicht rein, ne?
- 43:21Speaker 2: Das ist die Frage.
- 43:22Speaker 2: Ich habe das...das ist offen.
- 43:24Speaker 2: Das bleibt in diesen Empfehlungen soweit ich das verstanden hab, offen.
- 43:26Speaker 2: Also da steht schon drin also die ganzen Selbstständigen auch auf dieses Berufsständischen.
- 43:31Speaker 2: Natürlich mit Bestandsschutz.
- 43:33Speaker 2: aber wenn ich das... das ist zumindest unklar.
- 43:37Speaker 2: Also die SPD feiert das ja als großen Erfolg, dass es jetzt diese erwerbstätigen Versicherungen quasi gibt.
- 43:42Speaker 0: Die gibt's noch nicht.
- 43:43Speaker 0: dies als Ziel formuliert?
- 43:45Speaker 2: Dies als Ziel formuliert und aber die Selbstständigen so... Das ist härter die Formulierung bei den selbstständigen, bei dem Beamten ist es mehr so.
- 43:53Speaker 2: Ja man sollte, man wäre irgendwie dafür oder so, warum steht zu dem Beamt nix hartes drin?
- 43:58Speaker 1: Naja, das stimmt nicht ganz!
- 44:00Speaker 1: Also bei den Beamten steht zwar drin, dass die jetzt nicht gleich eingegliedert werden sollen.
- 44:03Speaker 1: Weil das ja sehr, sehr teuer wäre wenn du plötzlich für die Beamten Sozialversicherungsbeiträge abführst und gleichzeitig musst du noch die ganzen Pensionen zahlen.
- 44:11Speaker 1: Aber man sagt, dass sich die Altersbezüge nicht mehr nach dem letzten sollt sondern in den letzten fünf Jahren oder so richten sollen Und das ist natürlich schon was anderes, weil das Privileg der Beamten nach deinem Letzten sollt.
- 44:24Speaker 1: Kriegst du da eine Pension?
- 44:25Speaker 1: Genau und
- 44:26Speaker 0: dann bist du in einer höchsten Klasse.
- 44:27Speaker 0: Das bedeutet
- 44:28Speaker 1: letztlich die Kürzung der Pensionen.
- 44:29Speaker 1: dann natürlich und da warte ich mal auf die Reaktion dieser Dorfelgruppen also...
- 44:35Speaker 0: Ja diese sind natürlich... Also der deutsche Beamte-Bomint hat glaube ich auch nicht wieder widersprochen.
- 44:39Speaker 0: aber das ist glaube ich das war es in der Bevölkerung als große Ungerechtigkeit empfunden wird, weil also die Superreisen, die da kennt man keinen und so weiter.
- 44:47Speaker 0: Bei den Armen, die sind diesmal außen vor, die haben einfach... Die verdienen nicht genug um in die Rente einzuzahlen und man möchte ja auch nicht dass jemand nur Pfandflaschen auf Pfand flaschen angewiesen ist.
- 44:55Speaker 0: Aber Beamte, kennt euch jeder?
- 44:57Speaker 0: Polizisten, Lehrer
- 44:58Speaker 0: usw.,
- 44:58Speaker 0: hat jeder bekannt oder sieht man sozusagen im Alter?
- 45:01Speaker 0: Oh!
- 45:02Speaker 0: Die machen dreimal mehr Urlaub Und ich muss überlegen, fahre ich die so an die Ostsee oder nicht?
- 45:08Speaker 0: und dann ist natürlich also da der Bestiefe ein richtiger Brass.
- 45:11Speaker 0: Ich finde es richtig dass man... Also ich finde die Formulierung ist auch sehr waage aber das man uns überlegt wie kann man's angleichen?
- 45:21Speaker 0: Wie kann man erreichen, dass Leute die sozusagen nur angestellt sind in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, dass sie zumindest irgendwie gleichgestellt werden beziehungsweise Beamten ein Stück weit reduziert werden.
- 45:36Speaker 0: Dann wird ja immer auf das Gesetz fürs Berufsbeamtentum verwiesen und gesagt, da ist es so die müssen sich selbst versichern und kriegen dann Beihilfen.
- 45:44Speaker 0: Und wenn sie das nicht mehr teten würden ihre Bezüge exorbitant steigen.
- 45:48Speaker 0: aber ich finde das kann man gesetzlich ändern.
- 45:50Speaker 0: also
- 45:50Speaker 2: Ich habe den Eindruck aber vielleicht habt ihr es nicht richtig verstanden mit den Selbstständigen und den Beamten dass die im Grunde doch eher mit wolkeligen Formulierungen draußen gelassen wären und richtig adressiert werden.
- 46:01Speaker 2: zwei Gruppen nämlich die Politiker und die Vorstandsvorsitzenden.
- 46:06Speaker 2: Und das sind natürlich, das ist pure Symbolpolitik natürlich weil es kleine Gruppen sind aber mit hohem symbolischen Wert.
- 46:14Speaker 2: Das zielt auf dieses Gerechtigkeits was Anna gerade erwähnt hat bei den Beamten also auf diese Ungerechtigkeit empfinden von privilegierten Gruppen die eben besonders sichtbar sind und besonders klein.
- 46:25Speaker 2: Und es scheint mir doch irgendwie ein eher populistischer Trick zu sein, um das mal so zu verfolgen.
- 46:29Speaker 3: Vielleicht auch eine Antwort auf die Elitenkritik, die da oben also bei den Landtagsabgeordneten sind.
- 46:35Speaker 3: aber wahrscheinlich und im Bundestag sitzen auch überdurchschnittlich viele Beamte oder?
- 46:39Speaker 1: Ja.
- 46:39Speaker 1: Aber das stimmt schon, dass die Beamten so fällig in der Gerechtigkeitssibatte sind, hat man das Gefühl auch wenn man so ein Leser briefe und einen Kommentare, dann
- 46:46Speaker 0: ist man irgendwie so
- 46:46Speaker 1: ein Hassobjekt geworden.
- 46:47Speaker 0: Man muss auch sagen also die Bundesländer haben ja ihre Verbeamtung massiv ausgeweitet zum Beispiel bei Lehrern.
- 46:54Speaker 0: Sie
- 46:54Speaker 3: haben es lange zurückgefahren?
- 46:55Speaker 3: Ja,
- 46:55Speaker 0: lange zurück gefahren.
- 46:56Speaker 0: Aus solchen Bundesländern hat man lange Zeit Lehrer nur angestellt!
- 47:00Speaker 0: Und ich finde, das reicht doch völlig aus.
- 47:02Speaker 0: Diese Muster als Staatsdiener arbeiten kann auch angestellt sein.
- 47:06Speaker 0: aber weil es diesen Lehrermangel gab und weiß sich die Bundesländer ihre Lehramtsobsolventen gegenseitig abgejagt haben, da haben sie sich natürlich gesagt, oh wie soll ich denn in Berlin erarbeiten?
- 47:15Speaker 0: Wo ich hier nur irgendwie angestellt bin.
- 47:18Speaker 0: Genau, ich bin auf Brandenburg.
- 47:19Speaker 0: Da will ich gleich keinen Fall abfällen.
- 47:21Speaker 0: Das ist pöpö jedes Land hat sozusagen dann.
- 47:25Speaker 0: Aber für die Länder ist das natürlich auch treuer, weil die müssen ja Rückstellungen bilden, um die Pensionslasten ihrer Beamten zu schüttern und das sind wahnsinnige Rückstellungen.
- 47:33Speaker 0: Also das wären wir... Und ich meine Borussia werden die verzahlen aus Steuermittel.
- 47:36Speaker 0: Das müssen wir alle irgendwann bezahlen.
- 47:38Speaker 0: insofern finde es richtig dass der Anreiz gesägt wird, fahrt das mal wieder ein bisschen zurück findet andere Mittel euch irgendwie um rare Arbeitskräfte zu kloppen.
- 47:45Speaker 2: also Ich möchte den Eindruck vermeiden, ich wäre irgendwie beamtenfreundlich weil ich finde das ist schon sehr wertvoll bei einem Korruptionsarm.
- 47:52Speaker 2: wenn man einen korruptionsarmen Staat haben will dann ist dieses Beamtenwesen sehr hilfreich.
- 47:58Speaker 2: Die Frage ist aber nicht, ob wir reden ja nicht über barmte Pohnkontra.
- 48:01Speaker 2: Sondern darüber brauchen die solche wirklich sehr, sehr guten Pensionen.
- 48:07Speaker 2: oder ist es möglich wie es in Österreicher passiert ist?
- 48:10Speaker 2: Die ohne dass das Hofbahntentum da in Österreich untergegangen ist jetzt auch eine normale Rentenkasse einzahlen?
- 48:16Speaker 2: und österreichische Beispiele hat meine Hase nach gezeigt mit ein bisschen politischen, vielpolitischem Willen ist es
- 48:27Speaker 3: Aber was in Österreich nicht so, das ist ja so in den neunziger Jahren angegangen worden.
- 48:31Speaker 3: Vollständig dass die Beamten aber schon immer ein bisschen eingezahlt haben.
- 48:35Speaker 2: Schmackshallen.
- 48:37Speaker 3: Jetzt blicken wir mal noch so ein bisschen abschließend drauf.
- 48:40Speaker 3: Was sagt ihr?
- 48:41Speaker 3: Sind die allergrößten und wichtigsten Vorhaben wie sorgen sie für eine Stabilisierung der Rente, die stand jetzt im Moment nicht so instabil ist und wie gerecht sind die?
- 48:52Speaker 3: Gehen wir es nochmal einmal durch?
- 48:53Speaker 1: Na ja, wie gesagt was ich vorhin schon sagte also diese Kapitalrente ist auch wichtig in der Symbolik weil sie diese Erzählung mit dem ungerechten Umlageverfahren so ein bisschen relativiert.
- 49:03Speaker 1: Ich habe halt immer ein blödes Gefühl in so einem Teilzeitarbeitenden Frau dann jetzt die mehr Geld bezahlen muss.
- 49:09Speaker 1: das ist für mich ein blödes Gefühl.
- 49:11Speaker 1: Ja
- 49:12Speaker 0: Also ich finde dass diese Zielvorstellung dass wir eine erwerbstätigen Versicherung eigentlich wollen und dass wir perspektivisch daran arbeiten mehr Gruppen in die gesetzliche Rente einzubeziehen, das finde ich wirklich wichtig.
- 49:24Speaker 0: Man muss gucken dass diese und künftig Koalition irgendwann nicht der politische Mut verlässt.
- 49:29Speaker 0: ja also es wäre jetzt eigentlich ein Momentum.
- 49:32Speaker 0: alle sind irgendwie wir haben sie auf am Anfang gesagt ganz glücklich mit diesem Paket weil von allen Seiten irgendwas drin ist.
- 49:38Speaker 0: vielleicht kriegt man getragen von diesem Geist, also es war jetzt eine Expertenkommission.
- 49:42Speaker 0: Vielleicht sagen die Abgeordneten auch da könnten wir wenn dir so mutig waren das alles vorzuschlagen.
- 49:47Speaker 0: dann machen wir doch noch den und den Bereich.
- 49:49Speaker 0: also dass wir sagen wir versuchen wirklich die Beamten und Deutschland hat ein großes Berufswandel mit einzubeziehen auch wenn das Jahrzehnte dauert und erstmal teurer wird aber am Ende rechnet sich's.
- 50:00Speaker 0: Also wir denken nicht nur bis zur nächsten Wahl Landtags, Bundestagswahl.
- 50:04Speaker 0: Sondern wir denken mal tatsächlich in die Karten und stabilisieren so ein System und machen es so solidarischer und gerechter.
- 50:12Speaker 0: Und natürlich muss es... Also das steht jetzt ja nicht drinne.
- 50:14Speaker 0: also ich finde die Zielzahl, siebzig Prozent sozusagen nehmensstand hat sich an seinen über alle drei Säulen da ist er völlig recht.
- 50:20Speaker 0: aber zu sagen irgendwie wollen dass Leute, die gearbeitet haben im Alter auch weiterhin irgendwie oberhalb des Existenzminimums anständig leben will.
- 50:32Speaker 0: Und ich finde, auf dieser Basis muss man irgendwie weiterarbeiten und da muss man die Koalition dann auch beim Wort nehmen, die sagen das ist hier ein Zusammenskunftswerk, dann setzt es bitte jetzt auch um.
- 50:40Speaker 0: denn man darf nicht vergessen wir sind erstmal Empfehlung!
- 50:42Speaker 0: Die politische Arbeit beginnt erst.
- 50:46Speaker 2: Also, siebzig Prozent.
- 50:47Speaker 2: Das steht da drin.
- 50:49Speaker 2: Wie gesagt, das wären jetzt aber dreinfünfzig ist jetzt die Zahl in Deutschland.
- 50:54Speaker 2: Die Zahl, die Nachbarländer haben ist über achtzig.
- 50:56Speaker 2: Insofern ist es ein ersträbenswertes Ziel.
- 50:58Speaker 2: Mir ist nicht so ganz klar geworden ob das durch diese Empfehlung wirklich erreicht wird.
- 51:03Speaker 2: Das sozusagen und das ist auch die Bekämpfung von Altersarmut, dass die wirklich damit erreicht wird.
- 51:07Speaker 2: Es gibt aber noch eine Menge offene Fragen zum Beispiel dieser Abschaffung der Rente mit dreiundsechzig für dies meiner sich nach viel gute Gründe gibt.
- 51:13Speaker 2: Das ist die riesen Frage Welches Alternativmodell ist denn da, um Leute eben?
- 51:18Speaker 2: gelingt es irgendwie.
- 51:19Speaker 2: Leute die wirklich lange gearbeitet haben in anstrengenden Jobs gearbeitet hat dass sie früher in Rente gehen können?
- 51:25Speaker 2: Gibt's dafür einen Modell?
- 51:26Speaker 2: findet diese Regierung dafür ein Modell oder nicht?
- 51:29Speaker 2: das ist glaube ich auch eine wichtige Frage die man erstellen muss.
- 51:33Speaker 2: also insgesamt würde ich sagen das ist nicht so schlimm wie befürchtet das ganze ja Aber es ist nicht so ambitioniert und so gut, dass das was nötig wäre um Altersarmut in Deutschland zu bekämpfen.
- 51:45Speaker 2: Also das fehlt meiner Ansicht nach.
- 51:49Speaker 2: Und dann wirklich malus finde ich diesen makroökonomischen Aspekt oder diese... Das im Grunde genommen die Lohnnebenkosten jetzt steigen dadurch wieder über diese Kapitalgedeckte Rente und gleichzeitig ja, das wird ja nächste Woche passieren, die Einkommensteuerreform von Schwarz-Rot.
- 52:06Speaker 2: Da ist ja das Ziel, dass die Steuern sinken sollen und das ist meiner Ansicht nach falsch.
- 52:10Speaker 2: also wir haben in Deutschland das umgekehrte Problem.
- 52:13Speaker 2: Die Steuers sind im Grunde genommen zu niedrig und die Sozialabgaben sind so hoch und diese Regierung erhöht sich sozial abgaben und senkt die Steuen und das halte ich für den falschen Weg.
- 52:23Speaker 3: Vor allem auch wenn man die Konjunktur anhebeln möchte?
- 52:26Speaker 2: Ja
- 52:27Speaker 3: Dann danke ich euch!
- 52:28Speaker 3: Das war der Bundestag, wir bedanken uns bei Daniel Fromm für die Produktion und bei Marie-Frank für die Redaktion.
- 52:34Speaker 3: Fragen und Kritik gerne an bundestalk at tats.de.
- 52:37Speaker 3: Teilt uns in sozialen Netzwerken Und wenn ihr Geld für uns übrig habt dann gerne an Tats.
- 52:42Speaker 3: Saarlich bleibt uns geworben!