Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Aktuelles aus der Redaktion und was es zur Stichwahl in Düsseldorf zu wissen gibt
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- Music. Ich bin an und für sich ein wirklich genügsamer Mensch. Also wirklich. Ich habe einen durchaus strapazierfähigen Geduldsfaden. Es dauert also echt, bis ich so richtig genervt, genervt bin. Wenn dieser Geduldsfaden dann aber einmal gerissen ist, dann ist es auch vorbei. Also ich werde dann nicht so komplett sauer und raste aus oder so, aber ich bin dann halt fertig mit der Situation und ziehe mich zurück. Ihr versteht schon, was ich meine. Und dennoch beobachte ich, dass es Punkte gibt, an denen meine Geduld, naja, mehr herausgefordert wird, als an anderen Ergo dieser Faden doch etwas kürzer ist. Und so eine Situation ist mir kürzlich passiert, die möchte ich jetzt hier mal kurz schildern, weil mich schon interessiert, wie ihr das so findet. Und ich weiß, es gibt immer Gründe für alles und wir haben alle auch immer irgendwie einen Tag hinter uns, wenn wir wo ankommen und unsere Rucksäcke auf und sind halt, wie wir sind. Aber trotzdem, was mich immer auf die Palme bringen wird, immer, sind Menschen, die so bei Konzerten oder Lesungen oder Theaterstücken oder was auch immer in solchen Situationen einfach reden. Also ich meine nicht mal so sich kurz austauschen oder Infos hin und her geben. So, ja, ich komme mal kurz zur Bar oder aufs Klo und das ist aber jetzt mein Lieblingslied. Sondern die sich denken, ach, weiß was, lang nicht mehr gesehen, Zeit sich mal wieder richtig abzudaten. Lass doch auf ein Konzert gehen und da über die letzten sieben Monate sprechen. Oder die Deluxe-Edition. Ja, ganz nette Band. Ich glaube, ich rufe mal jemanden an und frage, wie es so geht. Wow. Also schon beim Erzählen werde ich da ganz kribbelig, wie ihr merkt. Und da kann ich dann auch wirklich nicht anders, als was zu sagen. Und meistens bekomme ich dann auch noch einen Spruch ab und da muss ich dann aber mein ganz dickes Fell anziehen, weil so schön finde ich das wirklich nicht. Ein dickes Fell braucht man sicher auch, wenn man im Stadtrat sitzt. Da stelle ich mir vor, geht es sicher auch immer mal hoch her bei Diskussionen. Der Stadtrat ordnet sich ja jetzt nach den Kommunalwahlen auch neu. Verena Kehnsbock, die heute durch die drei präsenten Themen der Woche führt, erklärt. Diskutieren lässt es sich ja bekanntermaßen auch ganz besonders gut an- und hintertresen und die Kneipen in der Altstadt laden sich ja ganz besonders dazu ein. Doch die sind immer mal in Gefahr und werden dann gerettet. Verena weiß, in welcher Traditionsbar es wiedererwartens dann doch weitergeht. Immer weitergehend muss man auch beim neuen Gastro-Konzept, das sich in der Stadt etablieren soll und jetzt Premiere in Flingern feierte. Move Eat, kurz gesagt Restaurant Hopping. Auch darüber habe ich mit Verena gesprochen und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 387 und der Rhein steht bei 2,07 Meter. Music. Rheinpegel, Der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tasia Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Lob oder Kritik habt, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele, im Herzen und unter den Nägeln brennen, dann könnt ihr uns kontaktieren unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de oder 0160 80 80 844 erreicht ihr uns. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Meine liebe Kollegin Verena Kehnsbock stellt mir und uns heute die drei Themen vor, die für sie in der letzten Woche ganz besonders präsent waren. Eines davon ist natürlich die Kommunalwahl, in ihrem Falle ganz besonders der Stadtrat bzw. Dessen Zusammensetzung. Ein bisschen verjüngt, aber überwiegend männlich, schreibt sie in ihrem Stück dazu. Woran das liegen könnte und ob in absehbarer Zukunft dahingehend Veränderungen möglich sind, das erklärt sie uns. Um Düsseldorfs Kneipenlandschaft gab es in den letzten Jahren auch immer mal wieder Aufregung, schlechte Nachrichten und erleichternde Widerlegungen. Mal sollte eine Kultbar geschlossen werden und hat dann doch neue PächterInnen gefunden. Mal gab es die frohe Kunde nach neuem Tresenleben nach langer Schließzeit. Wir haben uns darüber unterhalten, wie der aktuelle Stand beim Kreuz Herreneck und der Zwiebel ist. Zwei Läden, die für alteingesessene Altstadtfans zum Nachtleben dazugehören. Kneipenhopping ist das eine Restauranthopping, irgendwie noch nicht so etabliert. Ist ja auch irgendwie klar, schließlich entscheidet man sich ja für eine Küche und dementsprechend auch für einen Ort, an dem man dann ein schönes Essen zu sich nimmt. Aus Skandinavien kommt das Konzept MoveEat, bei dem genau das ein bisschen aufgebrochen werden soll. Verschiedene Restaurants bieten kleine Gänge quasi zum Kennenlernen und man hat den ganzen Tag Zeit, diese zu besuchen und sich durchzuprobieren. In Flingern gab es jetzt die erste Düsseldorfer Ausgabe. Wer mitgemacht hat und welches Viertel als nächstes kulinarisch erschlossen werden kann, auch das erzählt uns Verena. Liebe Verena, wie schön, dass du da bist. Danke sehr. Wie geht's dir? Gut geht's mir. Das freut mich zu hören. So langsam ist der Schlafmangel der Wahlnacht ausgestanden. Da macht man sich, glaube ich, gar kein Bild als nicht komplett beteiligte Person. Das ist ja hier wirklich eine Ausnahmezustandszeit, nicht wahr, qua der Berichterstattung und vor allem der lückenlosen und sehr zeitintensiven und auch Zeit, wie nennt man, sensiblen Berichterstattung. Absolut. Ja, also die Zeit davor ist natürlich auch schon einfach intensiv, aber gerade bei der Kommunalwahl wird es immer sehr spät, weil das sehr lange dauert, bis die ausgezählt wird. Deshalb war Null Uhr auf jeden Fall längst durch, als wir so langsam die Redaktion verlassen konnten. Ja, das wollte ich gerade fragen. Ihr seid dann hier so richtig, dann ist hier so, wie man sich das vielleicht manchmal vorstellt in so einem News-Stream, also wie es ja wirklich auch nicht mal ist. Ja, genau. wird hier zwischen den Schreibtischen hin und her gerollt mit Stühlen und einer pfeift sich einen Kaffee rein, dann wird hier ein kleiner, was isst man dann, Pizza? Pizza. Und es wird natürlich wild auf den Schreibmaschinen getippt. Ja, genau. Gut, jetzt wo das alles hinter dir ist, hinter euch liegt, sind wir jetzt wieder hier und ein bisschen haben wir ja noch unseren Rheinpegel-Sommer-Flow, das heißt auch du wirst uns heute drei Themen mit, weil wir ziehen den Sommer hier, also ich wollte nochmal kurz hier auch erwähnen und betonen, wir sitzen hier beide in anderen Outfits, als wir uns das letzte Mal getroffen haben, also einfach vom... Vom Pulli-Faktor her. Ich habe einen Pulli an und eine Strumpfhose und ein langes Hemd an. Das letzte Mal waren wir noch irgendwie in schulterfrei. Wallende Sommerkleider. Also der Herbst ist da. Ich möchte das ja auf der einen Seite akzeptieren, auf der anderen Seite nicht. Deswegen fahren wir hier in den Sommerflow noch ein bisschen weiter. Genau, das bedeutet, du hast uns drei Themen mitgebracht, die dich letzte Woche beschäftigt haben, beziehungsweise die für dich präsent waren. So ist es. Ich habe irgendwie eine Idee, was eins der Themen sein könnte. Aber sag doch mal. Ich möchte natürlich gerne über die Wahl reden, die uns zumindest am Rande, die uns ja jetzt sehr beschäftigt und alles, was daraus resultiert. Unter anderem ein neuer Stadtrat, der gewählt wurde. Und ich möchte dir direkt gerne mal eine Frage stellen. Was glaubst du denn, wie hoch ist der Frauenanteil im Stadtrat? Wie viele Leute sind im Stadtrat? In 92 im Neuen. Soll ich jetzt eine Zahl oder eine Prozentzahl? Eine Prozentzahl, gerne. Das könnte jetzt in alle Richtungen gehen, ne? Wenn du mich das natürlich so fragst, dann sage ich sieben Prozent. Ein bisschen mehr sind es schon. Dann sage ich 23 Prozent. Auch das sind immer noch ein bisschen mehr. Vielleicht spricht das ja sogar für den Düsseldorfer Stadtrat, dass du direkt so tief stapelst. Es sind tatsächlich 39 Prozent. Also von Parität sind wir da noch entfernt. Aber immerhin sind es 39 Prozent. Es sah nach der Kommunalwahl vor fünf Jahren mal so aus, als würde der Anteil der weiblichen Ratsmitglieder so langsam anwachsen. Vorher waren es irgendwie noch 33 Prozent, dann wurden es 39 Prozent und jetzt stagniert dieser Wert aber. Denn jetzt sind 36 von 92 Sitzen, auf denen dann weibliche Ratsmitglieder Platz nehmen werden und eine ähnliche Quote hatten wir beim letzten Mal auch. Es gibt zwar Parteien, die auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis achten. Das ist zum Beispiel bei der SPD und der Linken so. Bei den Grünen sind es sogar diesmal mehr Frauen als Männer. Da liegt die Frauenquote sogar bei 55 Prozent. Aber dass man eigentlich denken könnte jetzt so, man könnte sich einer 50-50-Quote annähern, weil die ja auch der Bevölkerung in Düsseldorf entspricht und man eigentlich hoffen könnte, dass dieses Gremium, was uns da politisch vertritt, auch der Bevölkerung entspricht. Aber es ist immer noch nicht so und das liegt an mehreren Parteien tatsächlich. Wenn du jetzt sagst, dass zum Beispiel bei den Grünen die überwiegt, der Frauenanteil, ist das dann parteiintern gewollt oder ist das einfach, also wie ist das? Also das liegt auch in der Hand der Parteien, ne? Ja, also die Parteien, es gibt mehrere Parteien, die sich zu dieser, zu so einem paritätischen Geschlechterverhältnis bekannt haben und das auch schon seit langer Zeit machen. Die achten da schon drauf, wenn sie ihre Direktkandidaturen aufstellen und auch ihre Listenmandate. Und dann kommt es natürlich ein bisschen darauf an, welche Direktkandidaten werden gewählt oder Kandidatinnen in dem Fall, wie viele dann tatsächlich im Rat landen. Aber die achten drauf, dass zumindest 50-50 aufgestellt wird. Verstehe. Und jetzt hast du ja gerade angesetzt, bevor ich dich unterbrochen habe. Also es gibt Parteien, an denen das quasi liegt, jetzt ganz groß gesagt, dass es dieses paritätische Verhältnis im Stadtrat nicht so ist, richtig? So ist es. Es sieht vor allem bei der CDU, die ja den größten, die stärkste Kraft ist und damit auch die meisten Plätze im Rat besetzt, die sind noch weit von einer paritätischen Verteilung entfernt. Und da ist man noch nicht mal bei ein Drittel. 31 Prozent der Ratsleute bei der CDU sind weiblich. Und du schüttelst jetzt gerade mit dem Kopf, aber es ist immer noch ein Riesensprung im Vergleich zu der Legislaturperiode zuvor. Da waren wir nämlich noch bei 17 Prozent. Also auch wenn da noch ein Weg zu gehen ist für die CDU, wenn sie das denn möchte, dann haben sie trotzdem schon einen großen Fortschritt gemacht und sind da deutlich mehr weibliche CDU-Mitglieder in den Rat eingezogen, als das vorher war. Bei der FDP hingegen ist der Anteil der Frauen gesunken. Da sitzt nur noch eine Frau neben vier Männern. Das ist eine relativ kleine Fraktion dieses Jahr. Und die AfD-Fraktion ist ja stark angewachsen. Die besetzen jetzt zehn Sitze und davon ist auch eine Frau. Das ist also ein wenig überraschend sehr geringes Frauenverhältnis bei der AfD. Also wir sind ja jetzt in diesen drei Themen in einer Sektion, deswegen das ist natürlich ein eigenes Thema, wo man sehr, sehr lange darüber sprechen könnte, über die verschiedenen Ebenen auch einfach, weil das jetzt eine Partei darauf achtet, dass vielleicht KandidatInnen von Anfang an paritätisch gleichgestellt, quasi ausgerufen oder aufgestellt werden, ist das eine. Aber die Frage ist ja zum Beispiel, was du gerade gesagt hast, CDU, FDP, AfD, sind da auch weniger Frauen? Also ist das dann auch parteiintern schon quasi in der Struktur, dass eher eine männlich dominierte Partei ist? Was jetzt muss ich ganz ehrlich sagen, du hast das gerade schon gesagt, ich habe irgendwie in den Kopf gestellt, mich überrascht das halt nicht. Mich überrascht das nicht und mich überrascht nicht, dass es vielleicht bei anderen Parteien anders ist. Ich weiß nicht, wie der Gesamtanteil der weiblichen Mitglieder bei CDU, FDP und AfD ist, aber generell ist es ja schon so, dass es tendenziell eher konservative Parteien sind, die meistens mehr Männer ansprechen als Frauen. Und in denen es vielleicht, das ist jetzt meine Interpretation, auch Frauen immer noch schwieriger haben, solche Posten zu besetzen und auf solche Mandate zu kommen und zu sagen, ich schaffte das, mich da durchzusetzen, wo es vielleicht Männer einfach so traditionell immer noch ein bisschen leichter haben, da an die Spitze zu kommen. Ja. Da gehe ich sehr mit. und was dann, also dein Stück dazu ist ja übertitelt mit verjüngt, aber zu männlich, so sieht der neue Stadtrat aus, das kann man auf rp-online natürlich auch nochmal alles dann in Gänze nachlesen und jetzt hänge ich natürlich an dem ersten Wort, verjüngt, also das heißt, ja so ein bisschen, impliziert das ja, immerhin sind es halt nicht nur, ältere Herren und, Herrschaften, HerrschaftInnen, sondern immerhin ist es verjüngt, hast du da auch Prozentzahlen und Vergleichswerte zu den vorherigen Legislaturperiode. Ich kann dich ja nochmal fragen, was gab es denn, wie alt ist das durchschnittliche Ratsmitglied? 37. Das wäre sehr jung, tatsächlich. Also ich bin heute, also mein Schätz-Game ist heute nicht so on point. Das macht überhaupt nichts. 49. Exakt. 49 Jahre alt. Und damit ist es ein wenig jünger als in der vorherigen Legislaturperiode. Da war das durchschnittliche Ratsmitglied noch 50 Jahre alt. Also insofern genau, es ist ein bisschen jünger, man muss aber schon dazu sagen, es sind ja auch einige Ratsmitglieder, die in der vergangenen Wahlperiode auch dabei waren, die sind logischerweise fünf Jahre älter geworden. Das heißt, es ist durchaus, gab durchaus einige junge Neuzugänge, die der Rat dazu gewonnen hat. Es sind einige dabei, die sogar unter 30 sind. Es gibt einen ziemlich großen Block von Leuten, die, 30 bis 49 Jahre alt sind, also so mittleres Alter. Und deshalb ist da durchaus eine leichte Verjüngung zu erkennen, was natürlich irgendwie ganz positiv ist für gerade jüngere Leute, die sich vielleicht bislang von diesem Gremium nicht ganz so repräsentiert fühlten. Kann man da erkennen, ob da der weibliche Anteil größer oder kleiner ist bei den jüngeren Leuten? Tatsächlich haben wir acht Ratsmitglieder unter 30 Jahren, die jetzt mit dabei sind. Das ist ja schon, finde ich, eine Menge. Auf jeden Fall. Die Jüngste ist 22 Jahre alt und unter diesen 30-Jährigen gibt es, es ist gleich verteilt, es sind vier Männer und vier Frauen. Das ist wirklich ziemlich viel frischer Wind, finde ich, der da zu sehen ist und die sind tatsächlich auch so über alle Parteien verteilt. Also da ist CDU, SPD, Linke, Grüne und AfD dabei. Alle haben junge Leute mit in ihren Fraktionen. Und ist das eine Entwicklung, die sozusagen, also ist das ein Trend, der sich tatsächlich abzeichnet auch in anderen Bereichen? Es verjüngt sich nach und nach tatsächlich. Also ich glaube, das ist irgendwie so ein ganz schöner Hinweis auch darauf, dass die jüngere Generation absolut nicht unpolitisch ist, sondern irgendwie sogar sehr engagiert. Also da sind auch viele dabei, die vorher schon irgendwie aktivistisch unterwegs waren. Ich glaube aber, dass bei so einem Gremium tatsächlich irgendwann auch ein Grenzwert erreicht ist, wo man sagt, das ist jetzt so ein Mittelwert und viel jünger wird es dann nicht mehr, weil natürlich, es können ja erst alle Erwachsenen kandidieren, man muss mindestens 18 Jahre alt sein. Das ist natürlich eh schon mal so die natürliche Grenze durch das Wahlrecht, die da gesetzt ist. Und dann will man natürlich aber auch eine gewisse Altersspanne haben, um eben alle davon abzudecken. Das Durchschnittsalter in Düsseldorf liegt bei 43 Jahren. Da sind jetzt allerdings schon Kinder und Jugendliche eingerechnet. Das heißt, wir sind beim Stadtrat mit 49 Jahren wirklich gar nicht so schlecht dabei, weil das ja eben nur Erwachsene dieses Amt ausüben können. Ja. Welche Gruppe sind überdurchschnittlich groß? Es sind eben diese 30 bis 49-Jährigen. Die machen in ganz Düsseldorf 30 Prozent aus und im Düsseldorfer Stadtrat sind es sogar 45 Prozent. Also die sind eher überrepräsentiert. Die Jüngeren, also 18 bis 29 Jahre alt, sind eher ein bisschen unterrepräsentiert und genauso aber die 50- bis 64-Jährigen. Davon gibt es auch ein bisschen weniger, was natürlich auch, also wir müssen dann nicht nur über die Jüngeren reden, sondern auch natürlich die älteren Leute oder vielleicht sogar auch die über 65-Jährigen. Seniorinnen und Senioren, die wollen ja auch ihre Belange vertreten wissen in diesem Gremium. Deshalb ist da die Aufteilung nicht ganz so, wie es der Gesamtbevölkerung in Düsseldorf entspricht. Aber es nähert sich durchaus, zumindest bei den Jüngeren, ein wenig an. Das ist ja, wie gesagt, wie ich eben schon gesagt habe, ein Thema, was man aus so vielen Richtungen und in so vielen Ecken beleuchten kann, wie diese Entwicklung generell ist, was das vielleicht auch darüber dann sagt, warum, wo, welche Wahlbeteiligung wie hoch ist, was für Leute sich vielleicht auch berufend dazu fühlen, in die Politik zu gehen oder sich irgendwie zu engagieren und so. Also das finde ich tatsächlich sehr spannend auch zu beobachten, wie sich das weiterentwickelt und ob da sowohl parteiintern als natürlich auch im Stadtrat sich jeweils Sachen bewegen und ändern, was ja genau zu hoffen ist, aber ich halte mich mit einer persönlichen Einschätzung da jetzt mal zurück. Nicht wahr? Jetzt stelle ich mir vor, diese ganze Wahl ist jetzt vorbei. Hier in der Redaktion ist der letzte Pizza-Karton zugeklappt. Der Computer ist ausgeschaltet und dann erstmal entspannen. Feierabendbier. Feierabendbier in der Altstadt. Das stimmt natürlich nicht. Für alle, die sich das jetzt so, wie ich bisher bildlich vorstelle, also weiß ich nicht, ich weiß nicht, was ihr im Einzelnen privat dann macht, aber ich kann mir vorstellen, dass es auch erst mal nach Hause geht und sich ausgeruht wird. Bleiben wir jetzt im Szenario. Ihr geht hier von den Schallauerkaden, geht noch ein kleiner Trupp los in die Altstadt und zieht durch die Brauhäuser und wo landet man immer? Verena Kingsburg. Im Kreuz Herreneck. Im Kreuz Herreneck. Und ich habe hier ja schon mit Helene Pawlitzki in einer vorherigen Folge darüber gesprochen, dass die Gefahr, ich möchte es wirklich so nennen, Bestand, dass man da irgendwann nicht mehr langen kann. Ich möchte nochmal erzählen, ich habe da mal Lakrit-Schnaps getrunken und zwar nicht zu knapp und da hört dann auch meine Erinnerung schon wieder auf. Also das Kreuzherrenak ist ja wirklich ein Ort, da waren wir alle irgendwie schon mal in verschiedenen Zuständen und das ist auch irgendwie, ja. Bei mir war es Haselnusschnaps. Siehst du? Siehst du? Und irgendwie hat mich das doch ein bisschen berührt, als es dann hieß, vielleicht macht es zu oder pacht und so. Das kann man ja auch gerne nochmal nachhören. Das war, glaube ich, vor zwei, drei Monaten kam diese Folge und dementsprechend auch diese News. Jetzt ist aber doch wieder alles gut. So ist es. Jetzt ist doch wieder alles gut. Und immerhin, also wir steigern uns hier in der positiven Berichterstattung. Das Kreuz Herreneck ist gerettet. Auch so ist der Titel des Stückes dazu. Auf rp.online ist es gerettet. Ich finde, ich liebe ja solche Wörter. Weil das ja wirklich bedeutet, dass es vorher war es verloren und jetzt ist es gerettet. Und dann kommt noch Party bis Open End drin vor und da bin ich natürlich wieder ganz ohr. Was will man mehr? Erzähl. Das Kreuzherreneck wird doch nicht geschlossen. Surprise. Ein früherer Kellner namens David wird die Kneipe übernehmen. Vorher war es doch eine Stammgästin, die das übernommen hat. Ich glaube, die Dame Christine Frenzel, die das jetzt übernommen hat, Die war vorher Stammgast. Also irgendwie hat das Kreuz Herreneck offenbar sehr loyale Besucherinnen und Besucher, beziehungsweise Mitarbeitende. Ja, er hat da tatsächlich auch, also er ist Absolvent der, Kunstakademie und hat während seines Studiums da gearbeitet und anscheinend so ein, eine Verbindung zu dieser Kneipe aufgebaut, dass er jetzt gesagt hat, ich mach das weiter und es soll jetzt ein bisschen umgestaltet werden und dann gibt es Party bis Open End. Das ist natürlich toll. Das sah ja zwischendurch. Sagt die, die immer um halb zehn im Bett ist mit uns. Und auch seit Jahren kann der Kritsch noch sehr getrunken werden. Aber gut, okay. Zur Wiedereröffnung des Kreuzherren-Ecks kriegst du das ja mal hin. Da machen wir einen. Es sah ja wirklich zwischendurch nicht so aus, als würde das noch kloppen. Weil die bisherige Betriebsleiterin, die Christine Frenzel ja verkündet hatte, dass. Sie nach dem Ende des Pachtvertrags aufgibt, weil die Pacht verdoppelt wurde und sie sich das deshalb nicht mehr vorstellen konnte, das noch zu erwirtschaften. Und es war wirklich ein Riesenaufschrei, weil ich glaube, wie auch wir beide, haben ganz viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer Erinnerungen mit dieser Kneipe, die es jetzt auch einfach seit mehr als 70 Jahren gibt. Das ist ja auch wirklich ein irre Fall. Ja, und ich glaube auch wirklich diese Nähe zur Kunstakademie, also es wundert mich jetzt nicht, dass das jemand ist, der da auch mit zu tun hat. Ich finde natürlich im Subtext das irgendwie ganz aus eigener Erfahrung bezeichnet, dass jemand, der einen Abschluss an der Kunstakademie gemacht hat, eine Kneipe betreibt. Also ich meine, da sitze ich ja in einem ähnlichen Boot, was das angeht. Aber wie schön, also da ist ja auch die Nähe irgendwie zu spüren und genau die Tradition. Auch in anderen Kneipen. in der Altstadt, wo ja auch, also dieses ganze Kneipen in der Altstadt machen zu und müssen gerettet werden, im wahrsten Sinne des Wortes, das ist ja jetzt auch nicht nur da auf der Ratinger, sondern auch auf der Kurzenstraße, richtig? Mühlenstraße, beziehungsweise Mühlenstraße Mertensgasse. Also die offizielle Adresse ist Mertensgasse 2a und vielleicht klingeln da aber jetzt schon bei einigen die Alarmglocken, da waren nämlich mal die Zwiebel. Also daran habe ich tatsächlich keine Erinnerung, weil die ist schon so lange geschlossen, dass ich die hatte schon geschlossen, bevor ich in Düsseldorf gewohnt habe. Nämlich seit neun Jahren. Und das war aber wohl auch eine ziemlich legendäre Kneipe. Ich kann mich da auch noch dran erinnern. Ja. Also ich war jetzt nie so eine Altstadt-Kneipengängerin aus so Schaukelstühchen und so. Das war jetzt nie so meine, Homebase. Aber natürlich ist man da immer mal vorbeigestreift oder hat es ja an dem einen oder anderen Altstadt ab, dann doch da irgendwie zumindest mal, reingestolpert und dann vielleicht auch wieder raus. Aber ja, seit neun Jahren schon. Seit neun Jahren. Und ehrlicherweise sieht man das dem Haus auch an. Es ist wirklich ziemlich beschmiert und zuplakatiert. Wobei, man denkt immerhin, hängen da mal ein paar frische Plakate. Und irgendwie ein Fenster ist mit so Holzplatten verrammelt. Und es steht offensichtlich leer. und verfällt, wenn ich das mal so zusammenfassen kann. Aber es tut sich was, denn mittlerweile gibt es einen neuen Eigentümer. Der Kaufvertrag wurde jetzt unterschrieben. Das hatte der Oberbürgermeister Stefan Keller verkündet. Und es ist der gleiche Eigentümer wie beim Kreuz Herreneck, der dort die Pacht verdoppelt hatte. Es handelt sich dabei um einen Düsseldorfer dem bereits mehrere Lokale in der Altstadt gehören wir wissen tatsächlich um wen es sich handelt er möchte sich aber nicht dazu ich wollte nur wissen ob das Altstadt Phantom oder man weiß wir wissen das und er ist auch in der Altstadt ziemlich aktiv, und wie gesagt wir wissen nicht was in den Räumen geschehen soll, das hat er uns noch nicht verraten. Aber es ist, das hat uns die Stadt verraten wiederum, das Gebäude ist unverändert der Gastronomie gewidmet. Also eigentlich müsste auch wieder Gastronomie unten in das Erdgeschoss kommen. Die oberen Wohnungen sind Personalwohnungen. Das heißt, wer da arbeitet, kann auch direkt dort oben wohnen. Muss man auch wollen, ne? Muss man auch wollen. Aber die Frage ist, wer will da sonst wohnen, wenn da... Unbedingt, wenn da eine Kneipe ist. Deshalb ist das ja eigentlich ganz sinnvoll. Ja, das stimmt. Wir haben mit dem Gastronomie-Experten Markus Ayron gesprochen und der geht nicht davon aus, der hat sich mal so weit aus dem Fenster gelehnt, dass das alte Konzept nochmal neu aufgelegt wird. Er sagte wortwörtlich, ich sehe keinen Revival der Zwiebel. Das ist dann leider die schlechte Nachricht für vielleicht die alten Zwiebelgänger, weil dafür fehlt seiner Ansicht nach nach diesem neun Jahre langen Leerstand einfach die früheren Gäste, die dann auch wiederkommen. Er tippt eher darauf, dass AB InBev, also diese riesige Brauereigruppe, die unter anderem Becks und Corona und San Miguel macht und so, diesen Laden auch übernehmen wird. Was zu der, wie man vermuten kann, hohen Pacht, die da wahrscheinlich verlangt wird, wie wir das ja beim Kreuzerner auch gesehen haben, das würde passen. Das heißt, es kommt ein bisschen Leben in die Buden wieder zurück, beziehungsweise bleibt in den Buden. Und ja, das mit der Zwiebel, glaube ich auch, neun Jahre sind eine lange Zeit. Und nicht nur, dass vielleicht Stammgäste auch nicht mehr da sind oder nicht mehr in der Stadt wohnen oder so. Ich glaube, das ist dann auch gar nicht mehr warm, so der Spirit. Also schön wäre ja, wenn es irgendwie wieder belebt würde, so das vielleicht mal ein. Auch das ist ein größeres Thema, aber vielleicht ein bisschen alternativ immerhin und nicht jetzt zu sowas stromlinienförmigen wird, wie es oft gibt. Ja, genau. Also ich glaube natürlich, dass viele sich wünschen, dass da jetzt nicht unbedingt schon wieder ABNB freinkommt, wie in vielen anderen Kneipen, weil es da ja, immer das Gleiche aus den Zapferien läuft, sondern vielleicht eher was Düsseldorferiges. Ja, auch so vom Flow einfach, oder vom Weib. Ich glaube aber generell nach neun Jahren ist es einfach gut, dass endlich mal was passiert. Das stimmt. Das tut auch der gesamten Mühlenstraße gut, die ja ziemlich stark von Leerstand geprägt ist und wenn da endlich mal wieder ein bisschen Publikum verkehrt, könnte das, glaube ich, wieder ein bisschen mehr leben. Wenn ich auf meine mittelalten Tage vielleicht auch wieder zur Altstadt gehen will. Wieder. Stimmt. Naja, egal. Endlich. Endlich mal zur Altstadtgängerin. Fernab der Altstadt gibt es natürlich auch schöne Sachen zu entdecken. Das wissen wir alle und da reden wir auch oft drüber. Zum Beispiel in unserem heißgeliebten Flingern. Da kann man viele Dinge machen. Shoppen. Also finde ich, man kann durch kleine Boutiquen streunern. Man kann hervorragend Kaffee trinken an verschiedenen Orten, Kuchen essen und man kann auch richtige kulinarische Höhepunkte erleben. Und das auch noch in Bewegung. Move eat. Move eat. Genau. Das hört sich jetzt erstmal nach was an, was ich ungern kombiniere. Also ich möchte das eine oder das andere. Ich habe auch gelernt, dass Essen im Gehen gar nicht so gesund ist, aber es ist ja auch nicht so, dass man was in der Faust nimmt und sich durchs Flingern bewegt, sondern man darf sich hinsetzen. Und man darf sich hier setzen. Und man darf sich sogar Zeit lassen. Könntest du uns dieses Konzept zum Abschluss dieser drei Themen, die für dich präsent waren in dieser Woche einmal ganz kurz nahe legen und erzählen, was es war? Das ist ein neues Gastro-Konzept, Move Eat heißt das. Das wurde 2018 in Schweden erfunden und hat schon so eine kleine Fangemeinde in den skandinavischen Ländern. Sondern die Idee ist, dass die Gäste ganz entspannt eine ganze Reihe von neuen Restaurants in einem Tag entdecken können. Und das Gute für die Gastronomen und Gastronomen ist, dass die sich dann halt die Gelegenheit haben, ihre Küche mit so kleinen Appetizern und das Ambiente des Restaurants mal zu präsentieren. Vor allem auch tagsüber, nicht abends. Und vielleicht ja dadurch auch neue Restaurants. Fans für das Restaurant zu gewinnen. Das ist wie so eine kulinarische Schnitzeljagd. Man bewegt sich auf jeden Fall. Es sind sechs bis acht Stationen, die man ablaufen kann. Das geht tatsächlich alles zu Fuß. Es muss jetzt nicht, es liegt alles so nah beieinander. Oder das ist nicht irgendwie, man braucht keine Bahn, man braucht keinen Bus, man braucht kein Fahrrad. Man kann das laufen, wenn man einigermaßen gut zu Fuß ist. Und man kann sich das frei einteilen, nämlich so von 11 bis 17 Uhr kann man durch diese sechs bis acht Stationen wandern. Also man ist selbstständig. Man ist selbstständig, man hat auch keine feste Gruppe, an die man sich hängt. Das heißt, man kann sich also auch wirklich Zeit lassen. Und wenn man irgendwo sagt, das gefällt mir so gut, ich möchte jetzt hier ein bisschen länger sitzen bleiben, dann kommt kein Guide, der einen wieder lostreibt, sondern man kann sich eben die Zeit lassen oder zwischendurch noch woanders vorbeischauen, je nachdem wie auch so der Hunger bestellt ist. Und man bekommt in diesen sechs bis acht Stationen dann so kleine Probierteller, so zwischen Gruß aus der Küche bis kleine Vorspeise, sodass man am Ende im besten Fall auch wirklich satt ist und hat eine App, in der man die Stationen sieht und sie da dort auch bewerten kann und auch vielleicht für später merken, wenn man nochmal wieder zurückkommen möchte. Das Ganze bezahlt man mit einem Pauschalpreis. Das kostet für alles zusammen. Das kostet 45 Euro und dann kann man sich eben frei den ganzen Tag umsetzen. Durchprobieren. Die Premiere war jetzt vergangenen Samstag in eben Flingern Nord. Da waren acht Restaurants dabei. Ich finde, es passt auch nach Flingern. Ich finde, dieses Konzept passt nach Flingern, weil da auch alles so schön beieinander ist, so wie in Unterbig vielleicht auch. Ja, das kann man gut zu Fuß machen. Wo das vielleicht ein bisschen aufwendiger dann ist, von einem Ort zum anderen zu kommen oder wo alles nicht so gebündelt ist. Ich finde, irgendwie ist das ein Pempelfort, könnte ich mir auch noch Also so die eingängigen Stadtteile, wo einfach auch sowas los ist. Ja, genau. In Pempelfort, falls es Interesse gibt, kann man am 25. Oktober mitmachen. Da steht die nächste Move-Eat-Tour an. Die Liste der Restaurants ist allerdings noch nicht ganz komplett. Deshalb wissen wir noch nicht, wo es dahin geht. Aber das Schöne ist ja auch, sich da ein bisschen überraschen zu lassen. Ich kann ja aber mal verraten, was in Flingern dabei war. Ja, da kann man zum Beispiel in Suré gehen, da gibt es georgische Spezialitäten, das mag ich auch total gerne, die haben eine köstliche Vorspeisenplatte. Es gibt Sushi und Ramen bei Opin, bei Vaya, warst du schon mal bei Vaya Kitchen? Ich bin immer nur vorbeigelaufen und das steht auf meiner Liste. Ja. Vielleicht gehen wir da mal zusammen hin. Da gibt es, das ist so ein bisschen Fusion, eine besondere Fusion zwischen asiatischen und amerikanischen Spezialitäten, also zum Beispiel so Loaded Fries mit Asia-Style oder Fried Chicken und auch ganz viele, ganz viele unterschiedliche Sachen, ein sehr, Ein zeitgeistiger Laden, würde ich behaupten. Ich kriege schon wieder Hunger, erzähl weiter. Dann kann man, bekommen auch was Süßes, zum Beispiel bei Fiaka in dem Café oder im Café Kausal. Im Quee kann man Wein trinken und bekommt zum Beispiel Flammkuchen oder Currywurst. Ziemlich neu, ich glaube das neueste von den Restaurants ist das Kochi, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie es ausgesprochen wird. So ein koreanisches Restaurant, da kann man, gibt es so Grills in der Tischmitte, wo man sich selber alles grillen kann. Wo ist das nochmal? An der Wetterstraße, ich weiß nicht, ob es die Wetterstraße ist, aber so an der Ecke, Wetterstraße. Ja, ich habe es irgendwie vor mir. Ja. Ich habe es vor mir. Genau. Und Second Life ist natürlich auch ein Klassik. Genau. Und da kann man sich wild durchprobieren und rollt dann hoffentlich nach Hause. Glücklich. Glücklich und satt. glücklich nach Hause und kann sich bis zum 25. Oktober ein bisschen vielleicht dann mehr bewegen, um wieder Platz zu schaffen und dann ist der Move-Ward und dann eatet man sich durch Pemple-Ford. Klingt auf jeden Fall nach was, was mir durchaus gefallen würde. Und deswegen danke ich dir für diesen Tipp. Ich danke dir für die anderen beiden Themen. Es war ein sehr schöner Querschnitt und eine sehr schöne Übersicht, was diese Stadt auch in dieser Woche beschäftigt hat. Ich freue mich aufs nächste Mal. Vielen Dank. Und jetzt überlegen wir mal, was wir zum Mittagessen, richtig? Ja, das ist schon eine Idee. Bis später. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Music. Auch Alexander Esch war in den letzten Wochen und Tagen sehr beschäftigt mit der Kommunalwahl, die am vergangenen Sonntag stattgefunden hat und doch noch nicht ganz vorbei ist. Die beiden OberbürgermeisterInnen, Klara Gerlach und Stefan Keller, treten am 28. September zur Stichwahl an. Warum es zu dieser Stichwahl kommt, wie es sein kann, dass die Wahlbeteiligung nicht so hoch ist wie gewünscht und wie man das ändern könnte, welche Chancen die beiden KandidatInnen haben, was noch passieren kann, um vielleicht ein Überraschungsergebnis zu bekommen und was es sonst an Hintergründen und Wissenswertem zu erfahren gibt, das erklärt Alexander mir und uns. Alexander Esch, wie geht's? Hi, gut. Ich sehe dich hier relativ entspannt vor mir sitzen. Bist du immer, das meine ich jetzt so nicht. Aber ich habe ja gerade schon mit unserer lieben Kollegin Verena Kehnsbock geschrieben, die schon beschrieben hat, dass diese Zeit vor und dann während und auch noch nach Wahlen, vor allem Kommunalwahlen, hier durchaus kräftezehrend sein können. Ja, ist schon anstrengend, das stimmt. Und du in deiner Position und Rolle natürlich bist ja hauptverantwortlich quasi dafür, dass das hier, oder mithauptverantwortlich dafür, dass das lückenlos und auch zeitsensibel und so alles hier berichtet wird und verfolgt wird. Und wahrscheinlich bist du auch immer noch auf der Suche nach dem Zwischenton, wo du noch einhaken kannst und noch mehr Infos rausholen. Ist das eine intensive Zeit oder überspitze ich das gerade? Nee, das ist wirklich eine intensive Zeit. Die Arbeitszeit ist ja ungewöhnlich. Ich meine, dass wir sonntags arbeiten, ist nicht so ungewöhnlich, aber dass man erst nach Mitternacht aus der Redaktion rausgeht, ist dann doch Gott sei Dank ein Ausnahmefall. Aber es ist natürlich auch hochspannend. Das gibt es nun mal nur alle fünf Jahre für eine Kommunalwahl und das ist natürlich auch mit dem Abstand die wichtigste Wahl für uns. Und ja, aber das ist anstrengend. Und auch der Tag danach nochmal, weil sich so viele Fragen stellen, so viele unterschiedliche Themenfelder zu beackern sind, die dann so gleichzeitig passieren müssen. Das gehört auch nochmal dazu, da kann man natürlich früher anfangen. Da hat man nicht so dieses zeitliche Problem, dass natürlich erst so um acht oder so belastbare Ergebnisse da sind. Und dann weiß man aber so, in drei Stunden müssen wir eigentlich alles fertig haben auf drei Seiten. Das ist dann irgendwie nochmal so eine andere Belastung. Aber es ist jetzt so ein bisschen, man hat natürlich noch viele Fragen und könnte noch zwei oder drei Analysen schreiben natürlich. Aber im Moment habe ich jetzt so den Eindruck, ja, das war jetzt so gestern einmal so durchatmen und vielleicht brauchen auch alle so ein bisschen Pause. Auch die beiden OB-Kandidaten oder die OB-Kandidatin haben jetzt nicht mehr groß irgendwie jetzt mit Pressemitteilung und die nächste Einladung schon. Ich glaube, das ist jetzt so einmal durchatmen, bevor dann ja in anderthalb Wochen nochmal Stichwahl ist. Ja, und das ist ja jetzt nicht planbar. Es war irgendwie absehbar. Da haben wir ja auch schon gemeinsam mit Uwe Jens Ruhner gesprochen. Aber es hätte ja jetzt auch vorbei sein können. War aber sehr unwahrscheinlich. Hat keiner mitgerechnet. Das heißt, ihr habt euch alle schon auch ein bisschen darauf eingestellt, dass es noch weiter geht. Ja, und auch die Kandidaten selber. Also auch selbst OB Keller, der natürlich da vielleicht ein bisschen drauf geschielt hat, noch diese 50-Prozent-Marke. Darum geht es ja. Wenn man die absolute Mehrheit erreicht als OB-Kandidat, dann ist man auch im ersten Wahlgang schon gewählt. Aber das war aufgrund der Konstellation zwölf Kandidaten und so weiter auch in der Stadt ja strukturell eigentlich so, dass immer so fast eine Hälfte auch eher, also das sogenannte linke Lager, das progressive Lager eher wählt als jetzt das konservative Lager, dass das nicht so wahrscheinlich war. Und da ist er auch nicht von ausgegangen. Ja, verstehe. Eine Sache, die mich noch quasi privat persönlich interessiert, gehst du dann auch selber wählen? Also vor Ort wählen oder machst du Briefwahl? Oder lässt du dir diesen, also ich stelle mir den Tag ja einfach sehr voll vor oder ist das dann für dich der Start in diesen Tag? Also wir haben diesmal, also konnte ich das so ein bisschen kombinieren mit dem Auftakt des Arbeitstages, weil wir ganz simpel Menschen gefragt haben, warum sie gewählt haben. Das haben wir dann verbunden. Also ich habe mit Wählen gegangen und dann habe ich mich mit Andreas Preetz, unserem Fotografen, auf dem Friedensplätzchen getroffen. Und dann haben wir Menschen gefragt, warum seid ihr eigentlich wählen gegangen und ist eigentlich die Kommunalwahl wirklich das Stiefkind der Wahlen, was ja manche immer noch meinen. Und wir sind natürlich ganz anderer Meinung. Und da haben wir eigentlich ganz schöne Antworten auch bekommen. Und das haben wir nochmal auf einer Seite auch dargestellt. Und OB Keller kam dann plötzlich auch die Treppe runter spaziert vom Friedensplätzchen. Da kam man nämlich auch gerade vom Wählen. Aber ich habe das bei der Bundestagswahl zum ersten Mal Briefwahl gemacht. Und ich finde eigentlich, das hat mich nicht überzeugt. Sondern ich finde das irgendwie schön, in dieses Wahllokal zu gehen und dann irgendwie diese Zettel da in diese Box zu stecken. Das hat irgendwie sowas Haptisches. Und es ist auch irgendwie so ein verbindendes Gefühl, wenn man die Leute da sieht, die da rein und raus marschieren und alle machen das irgendwie und nehmen da so teil. Weil ich finde es dann total traurig am Ende zu sehen, dass es wirklich nur 53 Prozent der Wahlberichtigten sind, finde ich eigentlich eine Tragödie, also warum machen das? Die Hälfte der Wahlberichte in Düsseldorf geht da nicht hin so ungefähr, verstehe ich nicht, aber ja, also ich finde das irgendwie ein schönes Ritual und die Zeit nehme ich mir dann, die fünf Minuten bevor es losgeht. Ja, kann ich verstehen, dass es ein bisschen... Was konkreter auch einfach wird. Also im wahrsten Sinne des Wortes sehr haptischer, also greifbarer, dass man was in der Hand hat auch. Das würde mich jetzt mal interessieren. Wir reden natürlich gleich über den Ausgang und über die Stichwahl und was da jetzt noch wichtig ist und so und was vielleicht noch passieren kann in diesen anderthalb Wochen, die es jetzt noch hin ist. Aber wenn ihr da jetzt standet, Friedensplätze in Klarunterweg ist natürlich auch eine bestimmte, ja, da hat ein bestimmtes Klientel und so. Aber was sagen die Leute, warum sie wählen gehen Oder habt ihr auch jemanden erwischt, der halt am Balllokal vorbeigelaufen ist? Nee, das haben wir gezielt nicht gemacht. Wir haben wirklich die Leute gefragt, die auch da rauskamen und wirklich gewählt haben. Wir wollten das irgendwie so eine positive Geschichte an der Stelle haben. So ein bisschen, was soll man sagen, vielleicht Vorbildcharakter hat oder so. Oder auch Lust macht, den Leuten irgendwie da vielleicht nochmal eine Idee öffnet, warum es vielleicht gut ist zu wählen. Und die haben sehr unterschiedliche Sachen gesagt. Auch so ein bisschen gesellschaftliche Verantwortung, demokratische Verantwortung, Bürgerpflicht oder so, sagt manche. Aber eben auch schon der Gedanke, dass gerade bei der Kommunalwahl ja eben doch die ganz konkreten Dinge verhandelt werden, die das unmittelbare Leben auch betreffen. Und das fanden die schon auch wichtig und da haben die auch Themen gesagt, die ihnen wichtig sind, von der Stadtentwicklung bis zum Fahrradweg. Also da fand ich eigentlich doch sehr differenzierte Antworten. Aber ja, wir waren ja jetzt auch zum Beispiel in Hassels unterwegs, in dem Stimmbezirk, in dem die Wahlbeteiligung am geringsten war. Sie war bei sieben Komma irgendwas Prozent. Ja, muss man tief durchatmen und dann sagen Menschen, ja, ich wusste gar nicht, dass es wahr ist. Fehlen einem die Worte manchmal. Ja, das stimmt, aber auf der anderen Seite, wir haben da in einem anderen Zusammenhang, ich kann mich jetzt gar nicht mehr so genau erinnern, was das konkret für ein Thema war, aber auch schon darüber gesprochen, wir bemühen uns ja alle um Weitsicht und Reflektiertheit und irgendwie überall die Fühler haben, aber man kann sich vielleicht gar nicht vorstellen, dass tatsächlich manche Infos bei manchen Leuten nicht ankommen Und noch nicht mal, weil die sich verschließen, sondern weil da einfach ein anderer Zugang vielleicht ist. Wir sind natürlich hier qua Beruf und überhaupt. Ständig damit konfrontiert, was passiert, genau wie mit den Themen, also das Kommunalwahl, was ist, was mich persönlich betrifft, habe ich jetzt ja dann langsam auch verstanden, unter anderem, weil wir halt oft darüber sprechen, dass ich dann wirklich weiß, ah, Radweg ist nicht gut, also kann ich mit meiner Stimme vielleicht dafür sorgen, dass jemand dafür sorgt, dass der besser wird. Das ist ja eigentlich... Und so klein sind die Themen auch mal gar nicht, finde ich, das kann man auch mal dazu sagen, also wenn man sich diese ganze Mobilitätswende-Frage anguckt, was da dran hängt, Klimawandel und so weiter. Wie schaffen es Großstädte, den Verkehr neu aufzustellen? Das will ja auch selbst die CDU. Die will ja schon, dass weniger Autoverkehr da ist. Die will es den Leuten nur nicht vorschreiben, sondern will da attraktives Gegenangebot und so weiter. Aber diese ganze Riesenfrage, finde ich, wie kann so eine Mobilitätswende in so einer Gesellschaft gelingen oder auch eben nicht? Und das wird dann in so einer Stadt wie hier ganz konkret verhandelt. Und das ist eben dann klar, da geht es auch um den einzelnen Radweg, aber eigentlich steckt auch eine große Frage dahinter. Also es ist, manche haben glaube ich so ein bisschen das Vorurteil, ja da geht es um die ganz kleinen Themen bei der Kommunalwahl, aber das ist eben auch tatsächlich nicht der Fall. Und da könnte ich jetzt noch zwei, drei andere Beispiele nennen. Ja, aber ich finde ja eben das, dass man ja erstmal verstehen muss, die kleinen, wie fast so Butterfly-Effekt, haben ja Einfluss auf das Große und dass man da vielleicht denkt, ich kann mir gut vorstellen, dass bei einigen noch genau dieses, ich kann ja, was soll ich schon bewirken, aber einfach auch gar nicht wissen, dass man diese, ja, dass man das in der Hand hat mit diesem Stimmzettel und das ist ja fast auf der Meta-Ebene eine... Also psychosoziale Frage, wie kriegt man das in die Köpfe oder in das Bewusstsein, dass wir alle was mit verändern können und so dieses große Ding. Das würde mich jetzt auch interessieren, hast du das in deiner Rolle manchmal, also ist dir das bewusst, dass Menschen, die dann vielleicht hier die veröffentlichten Sachen lesen im Internet oder auch in der Zeitung, dass das vielleicht Leute dazu bewegt, dann wählen zu gehen? Uh, das ist, weiß ich nicht. Indem ihr informiert oder solche Sachen aus? Ja, ich habe ein bisschen die Sorge, dass schon die Leute, die uns lesen, schon Teil quasi der Community sind sozusagen, die auch wählen geht. Und dass es eher die sind, die sich eben nicht mit diesen Inhalten auseinandersetzen, die eben auch nicht wählen gehen. Also die zu erreichen dann oder zu überzeugen ist natürlich schwierig. Das ist eigentlich die Aufgabe dann. Also jetzt nicht eure, unsere, deine ganz konkret, sondern einfach, genau, das ist halt die Frage, wie erreicht man die, die es nicht eh schon wissen und sich dann vielleicht sogar aus anderen Gründen entscheiden, es nicht zu tun oder so. Weil ich mal dachte, dass diese Wahlplakate ja vor allem die Funktion haben, den Leuten klarzumachen, Achtung, es ist Wahl. Da geht es immer weniger eigentlich um diesen Spruch, der da drauf steht oder so, sondern wenn man das auch noch übersieht. Aber da wage ich wirklich zu behaupten. Tatsächlich anknüpfend an das Thema, was wir gerade hatten, als die Mikros noch nicht liefen. Ich bin erstaunt, was man alles übersehen kann. Also was für Veranstaltungen man nicht mitbekommt, obwohl sie, weiß ich nicht, wie groß plakatiert sind. Also ich zum Beispiel habe keinen Filter für Fußballspiele. Könnte ich dir jetzt nicht sagen, ob ich heute auf dem Weg 13 Plakate gesehen habe. Riesenaufsteller in der Mitte der Straße, wo steht wann... Fortuna Düsseldorf das nächste Mal spielt. Also keine Ahnung, weil da habe ich selektive Wahrnehmung. Man kann ganz schön viel übersehen, selbst wenn es einem vor die Nase gehalten wird. Da bin ich sehr sicher. Jetzt wurde aber ja gewählt von nicht unfassbar vielen Leuten, also nicht von allen, aber immerhin. Und diese Wahl ist ausgegangen wie gedacht. Erstmal, weil es zur Stichwahl kommt. Das stimmt. Wenn man jetzt die Oberbürgermeisterwahl anguckt, ja, da war mit zu rechnen. Klara Gerlach von den Grünen galt auch als Favoritin auf den zweiten Platz. Ich habe das immer so ein bisschen, aber trotzdem eher offen gesehen, das Rennen, weil es ja dann auch das erste Mal ist, dass eine Grüne oder ein Grüner überhaupt in die Stichwahl kommt. Und das muss man als Stadt ja wahrscheinlich auch dann erstmal verstehen. Also wenn man jetzt kein CDU-UB will, wer ist dann die Alternative? Wem traut man das zu? Und wenn das immer die SPD war in der Vergangenheit, dann ist das glaube ich schon ein Schritt, die Grünen zu wählen. Obwohl die Grünen ja eigentlich in den letzten Wahlen immer stärker auch als die SPD abgeschnitten haben. Bis auf der Bundestagswahl war die SPD so ganz leicht vorne, aber fast gleich auf. Und man eben bei den Wahlkreisen bei der Bundestagswahl dann wiederum bei den Direktkandidaten gesehen hat, dass die SPD aber da deutlich vor den Grünen lag. Also immer wenn es um Personenwahl dann ging. Deswegen fand ich das doch jetzt nicht so klar, aber am Ende war es dann doch relativ klar, muss man sagen. Klara Kerlach mit, glaube ich, rund 22 und Zachel 15 oder so. Ja, da war ein relativ großer Abstand. Kannst du das nochmal sagen, wie, also jetzt tatsächlich ganz wahrscheinlich platt, und das weiß man, aber ich möchte das nochmal hören, wie groß ist diese, also eigentlich zwischen 22 und 15, weiß ich, sind sieben. Das ist ja jetzt nicht sind ja nicht 50. Aber wie groß ist diese Diskrepanz tatsächlich in diesem Zusammenhang? Weißt du, was ich meine? Es ist groß, würde ich sagen. Vor allem die SPD hat insgesamt knapp 15 Prozent nur erreicht. Das ist, Bei der Kommunalwahl historisch schlecht, das hat sie so schlecht war sie noch nie und ich glaube es ist das zweitschlechteste Wahlergebnis überhaupt. Sie war mal bei der Europawahl noch ein bisschen schlechter, wenn ich es richtig im Kopf habe. Und da ist jetzt auch noch der OB-Kandidat gelandet, obwohl er eigentlich davon ausgegangen ist, dass er als OB-Kandidat in der Wahl eigentlich besser abschneidet als die Partei. Das hat er nicht wirklich geschafft. Und vor allem vor dem Hintergrund, den ich gerade geschildert habe, es war eigentlich immer die SPD, die wenn dann in die Stichwahl mit der CDU ging, da war er natürlich jetzt meilenweit von entfernt. Wie kann das sein? Also woran liegt sowas? Ich meine, das fragen sich natürlich jetzt wahrscheinlich alle und ist auch die große Frage. Ja, das ist wirklich eine spannende Frage. Ich glaube, es ist am Ende doch die Kampagne auch zum Teil gewesen, die da überzeugt hat. Also erstmal, fangen wir mal anders an. Also ich glaube einmal sind die Grünen hier strukturell sehr stark in den Innenstadtvierteln mittlerweile verankert. Die haben eine unglaublich starke Basis hier und das ist schon auch erstaunlich fast, wenn man die Diskrepanz zum Landesergebnis zum Beispiel anguckt, da sind die Grünen wirklich sehr schwach und auch im Bundestrend gibt es ja gar keine Bewegung nach oben, die sind immer noch auf diesem niedrigen Niveau, 13 Prozent von der Wahl quasi. Also da kommt überhaupt gar kein Rückenwind. Aber in der Großstadt Düsseldorf, da stehen sie plötzlich bei 22 Prozent und haben sich sogar von der Bundestagswahl, da waren sie hier bei 18, auch nochmal deutlich verbessert. Und das zeigt einfach, die sind irgendwie strukturell, haben die hier wirklich eine starke Basis und die ist bei der SPD schon verloren gegangen. Also darauf aufsetzend, glaube ich, hat dann zudem diese Kampagne besser gezogen. Also Clara Gerlach Plakate und so, die sind einfach ins Auge gestochen. Das habe ich von vielen Ecken gehört. Ja, ich tatsächlich auch. In allen möglichen Zusammenhängen. Also auch einfach so im privaten Plaudern zwischendurch. Im Gegensatz dazu, beim Zachel war es nicht so überzeugend, auch sein persönlicher Auftritt war auch weniger überzeugend, fand ich. Und dann gibt es noch was Drittes, was spannend ist, die Grünen haben auf eine soziale Frage gesetzt am Ende, auf das Wohnen. Das ist das Top-Thema der Grünen gewesen, wo man ihn ja doch in der Vergangenheit eher immer vorhalten musste, ja Klimaschutz und so weiter, aber wie soll das bezahlt werden, das ist ja was für die Gutverdiener und also diese soziale Frage eigentlich oftmals so als Lücke gesehen wurde und war glaube ich auch eine. Und jetzt setzen die hier plötzlich auf die soziale Frage und nehmen natürlich der SPD auch noch das Thema weg. Also man muss schon sagen, dass die SPD da immer hinter war und aus der Oppositionsrolle im Stadtrat auch raus auch einiges bewegt hat. Führt jetzt fast zu weit, aber es gab ja diesen sogenannten Operndeal. Also eigentlich gab es eine schwarz-grüne Mehrheit. Die Grünen haben aber beim Opernneubau zwischenzeitlich nicht mehr gewusst, ob sie da mitmachen wollen und wollten es eigentlich nicht mehr. Dann gab es plötzlich eine Mehrheit mit der SPD, die hat das aber dran geknüpft, so jetzt müssen wir aber für den Wohnungsbau mehr machen. Also die hat sich da eigentlich auch was auf die Fahne schreiben können, so richtig, aber das ist jetzt überhaupt nicht gotiert worden, sondern es ging eher, wie wird das jetzt wahrgenommen, so für die Zukunft, wer verspricht mir hier was und da ist Clara Gerlach Kampagne irgendwie stärker gewesen und man hat auch noch gesehen, ach guck mal, die Grünen, jetzt machen die ja auch noch die soziale Frage und unser wichtigstes Thema Wohnen, das ist glaube ich wirklich so in der Stadt, das ist das Knackpunktthema, jeder ist auch davon betroffen, irgendwie wird mein Haus verkauft als Mieter. Oder wenn ich was Neues finden muss, ist es irre schwierig. Die Mieten gehen durch die Decke und so weiter. Kaufen kann man sich eh nicht mehr leisten oder nur noch ganz wenige. Und das bieten die Grünen jetzt plötzlich auch. Und machen das zum, weil Klimaschutz traut man ihnen sowieso zu. Also das war strategisch clever gemacht, glaube ich. Also da kamen so ein paar Dinge zusammen, die am Ende dieses Wahlergebnis da erklärt haben. Ich finde das immer, weil du das Wort gerade so gesagt hast, ich finde, klar, es ist alles Strategie und es ist auch Taktiererei und so. Aber ich finde, Ich stelle mir auch immer gerne vor, dass das wirklich ein Thema ist, was wirklich emotional dem am Herzen liegt. Weil gerade finde ich dieses Klimaschutz, das ist ja ein bisschen abstrakter, aber Wohnen, wie du schon sagst, wir alle kennen mindestens drei Personen, die händringend auf der Suche nach einer Wohnung sind. Ich selber habe auch einen befristeten Mietvertrag, weil musste das aber trotzdem nehmen, damit ich überhaupt irgendwie was Schönes finde, was ich bezahlen kann und so. Also das ist ja wirklich auch ein sehr, nochmal ein viel greifbareres Thema. Genau, ich würde das auch gar nicht sagen, dass das jetzt nur Strategie war. Nein, nein, ich finde, weil dieses Wort natürlich im Wahlkampf, das ist ja alles immer sehr abstrakt. Und Clara Geller würde natürlich jetzt auch sagen, es war überhaupt gar nicht die Strategie, sondern die Strategie war, wir fragen die Leute, was sie eigentlich wirklich, beschäftigt und das hat sie ja auch gemacht und war in allen Stadtteilen unterwegs und dann haben sie eine Befragung gemacht und da kam halt raus, Wohnen ist unser Hauptproblem und deswegen besetzen wir das. Also ist natürlich auch wiederum relativ schlüssig, muss man sagen, an der Stelle. Ja und auch, ich glaube ja schon auch, als wir hier mit Uwe Jens saßen und gesprochen haben, habe ich ja auch gemerkt, ihr habt ja natürlich das aus einer mit Abstand journalistischen neutralen Sicht quasi, aber man hat ja auch, man kann ja nicht anders als auch irgendwas irgendwie finden. Und ich glaube, es geht ja auch für mich zumindest auch viel um Authentizität. Und wenn ich dann das Gefühl habe, da ist jemand, der was sagt oder in einer Diskussion irgendwie argumentiert und ich habe das Gefühl, es ist auch tatsächlich ein Thema, was nah dran ist oder wo man jetzt nicht denkt, ach so, das machen gerade alle, dann müssen wir da jetzt auch irgendwie noch drauf springen und so. Also gibt es das auch in andersrum, also dass zum Beispiel jetzt auch die CDU beziehungsweise Herr Keller vielleicht Sachen nicht mitgenommen hat, wo man dann auch denkt, ja passt auch irgendwie, also wäre jetzt auch komisch, wenn das Thema jetzt auch noch bei denen ankommt. Weißt du, was ich meine? Naja Keller hat ja in unserem Fragebogen, wir haben ja an alle OB-Kandidaten Fragebögen ganz kurze gemacht, dass man einmal in der Übersicht hat, was will jetzt eigentlich welcher OB-Kandidat. Da hat er ja das erste Mal gesagt, das ist jetzt ein wichtiges Thema für die nächste Ratsperiode. Das fand ich schon auch überraschend für jemanden, der eigentlich vor allem Sicherheit und Ordnung immer ganz oben stehen hatte. Aber ja, insofern ist das auch da jetzt angekommen, weil man muss schon sagen, dass das ein bisschen ein Schwachpunkt war zum Start seines Programms. Da war das Thema Wohnen jetzt nicht sehr weit oben oder auch manche haben vom blinden Fleck gesprochen so ungefähr. Aber andererseits vielleicht ist er einfach auch lernfähig und reagiert dann auf das, was tatsächlich auch los ist in der Stadt. Aber weißt du, was ich meine? Vielleicht gibt es das ja auch bei anderen Parteien, jetzt gar nicht nur bei diesen beiden oder dann auch SPD, Sondern, also dass man manchmal, du hast das ja auch alles einfach sehr eng verfolgt, noch doller als vielleicht jetzt Menschen, die sich nicht berufswegens damit auseinandersetzen, dass man manchmal irgendwie was gelesen oder gehört hat und dachte so, naja, das klingt jetzt ein bisschen…, ausgedacht, weil es halt so dazugehört. Also hätte ja sein können, dass dir da sowas aufgefallen ist. Ja, das wäre ein bisschen zu spekulativ. Das springt mir jetzt nichts so richtig ins Auge. Ins Auge springt natürlich jetzt der 28. September. Das ist das Datum der Stichwahl. Ist das immer ein festgelegter, also sind es immer zwei Wochen, die dazwischen sind? Ich bin nicht ganz sicher, wie die gesetzliche Vorgabe ist. Ich glaube, es muss mindestens, es darf höchstens zwei Wochen sein. Bin ich ganz sicher. Oder muss ein Abstand von zwei Wochen sein? Nee, ich weiß es nicht genau. Aber ich glaube, es war zuletzt immer zwei Wochen danach. Wenn du jetzt sagst, es gibt natürlich jetzt weiter Berichterstattung und man kann jetzt nochmal auf diese beiden KandidatInnen genauer eingehen, kann in diesen zwei Wochen noch wirklich was gerissen werden? Also ist das die Erfahrung oder ist das eigentlich, also das würde mich interessieren. Müssen die jetzt beide nochmal richtig ran? Also, sagen wir mal so. Ja, müssen sie und vor allem müsste jetzt Keller auch aufpassen, dass ihm nicht jetzt irgendein Ding passiert, aber dafür ist er überhaupt nicht bekannt, sondern eigentlich eher der, so, ich habe ja geschrieben, der schwer Angreifbare in meinem Porträt, also der eigentlich, Dinge schnell abräumt, bevor sie irgendwie zu ein großes Problem werden oder dass er irgendwie ein Fettnäpfchen tritt oder irgendwie Aufreger produziert. Was könnte so ein Fettnämpchen sein? Naja, ich weiß gar nicht mehr genau, wann diese Aussage gefallen ist. Aber es gibt ein Beispiel. Dirk Elbers gegen Thomas Geisel. Dirk Elbers liegt klar vorne im ersten Wahlgang und im zweiten Wahlgang liegt da klar hinten. Und es gab ja diese Aussage von ihm, im Ruhrgebiet will man nicht über den Zaun hängen. Und ich weiß aber nicht genau, ob das wirklich in der Zwischenzeit gefallen ist oder ob das vorher schon war. Aber jedenfalls, es gibt da schon Potenzial. Und Elbers war auch da irgendwie gar nicht mehr präsent in diesen zwei Wochen. Geisel war enorm aktiv und irgendwie, ja, es gibt da schon ein Potenzial, da sowas zu drehen. Ja, das finde ich irgendwie dann doch wieder spannend und auch anknüpfend an Eben, dass da ja dann schon irgendwie klar wird, dass man nämlich eben doch auch als einzelne Person da was in der Hand hat. Weil wenn ich jetzt einfach was ganz anderes wähle als vor zwei Wochen oder jetzt doch nicht mehr, also das finde ich so spannend, da kann ja jetzt wirklich noch was passieren, denke ich gerade, wenn jetzt, genau. Es kann was passieren. Genau, also Keller hat einen Riesenvorsprung. Er ist der große Favorit. Da muss schon wirklich viel passieren. Selbst wenn man jetzt die Stimmen von Linke und SPD einfach eins zu eins den Grünen zuschlagen würde und die AfD nicht bei der CDU dazu rechnet, die ja auch fast zehn Prozent hatte bei der OB-Wahl, da ist der Keller immer noch vorne. Jetzt nicht mehr so weit, aber ja, ist er. Nur, man muss schon sagen, bei der Stichwahl ist es traditionsgemäß so, die Wahlbeteiligung ist noch niedriger. Die liegt dann da irgendwie bei um 40 Prozent. Das heißt, du hast recht, es kommt noch mehr auf die einzelne Stimme auch an. Und wer kann da jetzt sein Lager am besten mobilisieren? Und es gibt vielleicht ein paar CDU-Wieder, die sagen, der Vorsprung ist so groß, da muss ich gar nicht mehr hingehen. So ungefähr, die Sache ist durch, sehr gefährlich. Oder umgekehrt, es gibt jetzt doch irgendwie so eine Art Dynamik. Ach Mensch, guck mal, das erste Mal eine Grüne in der Stichwahl, ja keine grüne Oberbürgung. Und dann mobilisiert das doch irgendwie nochmal was. Und diese Wohnfrage, das ist ja die Strategie der Grünen, sagen sie, die ist eben mehrheitsfähig auch. Wenn da mehr Leute entdecken, ja doch, da legt jemand die Priorität auf die richtige Stelle, dann könnten da auch nochmal mehr Leute sich vereinen. Und was natürlich wirklich dazu kommt, die, hab ich ja eben schon gesagt, das ist strukturell schon ungefähr pari pari in der Stadt, dass vielleicht da auch eine Hälfte eher keinen CDU-OB will, sondern eher einen Grünen oder einen SPD oder so OB. Also da gibt es so grundsätzlich schon auch eine Chance. Ich glaube, Keller ist schon jetzt auch so übergreifend in der Stadt, glaube ich, relativ beliebt oder das wird so anerkannt, wie er gearbeitet hat. Das ist nicht so einer, der so ganz konservativ im CDU-Lager sitzt, sondern ich hatte ja in meinem Porträt auch geschrieben, ein Zitat, das ich mir gemerkt habe von einem Menschen, der eben nicht in der CDU ist, langjähriger Ratsherr, den müsste man aus den Fängen der CDU befreien. Die CDU hat, glaube ich, diese Fänge jetzt gar nicht so extrem, aber das zeigt irgendwie, dass man auch den Eindruck hat, der ist auch anschlussfähig eigentlich bei anderen. Ja, darf man eigentlich, wenn ich jetzt beim ersten Wahlgang nicht mitgemacht habe, darf ich bei der Stichwahl wieder wählen? Nein, du darfst nie wieder wählen dann. Nein, nicht wieder wählen. Wann fährt es jetzt natürlich? Nein, aber also, wenn ich das jetzt höre und denke, ach witzig, irgendwie klingt das doch nach was. Ja, das könnte ja auch, ja genau. Darf ich trotzdem? Vielleicht gibt es ja auch Menschen, die sagen, der erste Wahlgang ist gar nicht so wichtig. Also ich darf auch zur Stichwahl, wenn ich bei der ersten nicht dabei war. Das ist doch gut zu wissen. Also vielleicht, wer weiß. Es ist ja jetzt auch immer noch ein sehr präsentes Thema online in der Zeitung und ja auch überhaupt. Das ist eine total wichtige Frage. Und man muss ja auch sagen, wenn jetzt überraschenderweise Clara Gerlach es schaffen sollte, Oberbürgermeisterin zu werden, Dann hat das natürlich Auswirkungen auch darauf, wie sich die Mehrheit im Stadtrat bildet. Da haben wir jetzt ja noch gar nicht drüber gesprochen. Das heißt, der Stadtrat, worüber wir auch gerade gesprochen haben mit Verena, der ist jetzt erstmal temporär? Es gilt nach wie vor die alte Mehrheit im Stadtrat, der muss sich erst noch konstituieren und vor allem müssen jetzt auch, was heißt müssen gar nicht, aber das passiert so, dass sich jetzt die Mehrheiten irgendwie finden müssen. Also es ist relativ überraschend so, dass Schwarz-Grün auch fortgesetzt werden könnte. Also CDU und Grüne hätten eine Mehrheit. Nur so richtig grün, hahaha, ist man sich nicht mehr so richtig. Auf beiden Seiten muss man sagen, haben die handelnden Personen zum Teil da ein paar Probleme miteinander. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass man vielleicht nochmal zusammenfindet. Aber eigentlich ist es überraschend, weil das Wahlergebnis eigentlich den ziemlich starken Rückenwind gibt. Die CDU ist sogar ein bisschen besser als beim letzten Mal nach vielen Kommunalwahlen, wo es eigentlich immer nach unten ging. Wobei der SPD sowieso immer weiter nach unten ging. Die Grünen sind überraschend stark, wie gesagt, sind nicht ganz an dieses historisch gute Ergebnis von vor fünf Jahren rangekommen. Aber eigentlich sagt das Ergebnis, ja, das ist schwarz-grün. Und wenn man sich die Stadtkarte anguckt, also welche Stadtteile haben, welche Parteien haben welche Stadtteile gewonnen, dann ist immer alles außenrum schwarz, in der Mitte ist es grün. Dann gibt es einen roten Fleck, Virenfeld und dann noch den blauen in Garath, also mit der AfD. Aber das zeigt schon eigentlich sehr stark, dass diese beiden Parteien, die ja zum Teil sehr gegensätzliche Positionen vertreten, aber dass es oft mal in der Stadt so verankert ist. Diese Innenstadtviertel so in grüner Hand, die sehr stark so Mobilitätswende und so. Da ist natürlich auch Fahrradfahren viel leichter. Wenn du aus Kalkom in die Stadt willst, ist das natürlich nicht der Fall. Das ist ein bisschen holzschnittartig, aber das spielt schon eine Rolle. So, aber könnte man sagen, jetzt haben doch die beiden eigentlich den Auftrag, das auch auszuhandeln. Während SPD und FDP eigentlich total abgeschmiert sind. Aber trotzdem, die CDU könnte auch mit SPD und FDP regieren sozusagen, so eine Deutschland-Kooperation bilden anhand der Farben, kommt man auf diesen Namen. Und ja, man hört so raus, dass das manchen in der CDU eigentlich auch jetzt lieber wäre. Andererseits, man müsste da mit dreien irgendwie sich einigen. Das ist immer schwieriger als mit zweien. Also sehr offen. Nur, wenn jetzt Clara Gerlach, so jetzt zum Ausgangspunkt zurück, wenn die jetzt Oberbürgermeisterin würde, da jetzt eine Stadtratmehrheit gegen die grüne Oberbürgermeisterin zu bilden, das ist schon ein größerer Schritt, als das mit einem Oberbürgermeister der CDU eigentlich zu tun. Also wenn Clara Gerlach Oberbürgermeisterin würde, würde das natürlich schon auch für Schwarz-Grün deutlich sprechen. Ja, verstehe. Jetzt hast du ihn gerade nochmal kurz erwähnt, Fabian Zachel, der ja jetzt mit einem offenbar dann sieben Prozentpunkte, aber es ist ein großer Abstand, der ist ja jetzt gar nicht mehr beteiligt. Doch, der will ja im Rathaus bleiben. Genau, das wollte ich gerade noch ein bisschen, also zwischen Frau Gerlach und Herr Keller entscheidet sich jetzt einfach diese Frage, was passiert jetzt mit den anderen, die quasi dann das Amt nicht bekommen. Sehr unterschiedlich. Es gibt ja auch quarteillose Kandidaten und so, die machen einfach ihren Job weiter. Bei Clara Gerlach wird es so sein. Die ist eben hat so eine Art. Sonderfreistellung oder Sonderurlaub von der Bezirksvertretung, auch genehmigt ist ja Lehrerin und so. Und hat jetzt nochmal bis zur Stichwahl das auch und würde danach eben dann zurück ins Lehramt wechseln. Aber bei Farion Zachel ist es so, der will im Rathaus bleiben. Da gibt es verschiedene Optionen. Es hieß eigentlich immer, dass der Co-Fraktionsvorsitzender werden könnte, neben Sabrina Poschmann. Also es gibt so ein paar Optionen. Dann sind ja auch Aufsichtsratspositionen möglich dann aus den Fraktionen heraus. In diese Richtung wird es gehen. Also er wird auf jeden Fall Teil des Stadtrates sein. Okay, ja, weil das ja, ich weiß noch, als wir da auch mit Uwe Jens gesprochen haben und es um die drei ging nach der Wahlarena, dass er auch, er ist ja quasi der. Unbeschriebenste, was eine politische Laufbahn angeht. Was mit Stefan Keller passieren würde, weiß man natürlich jetzt noch nicht so richtig. Er steht nicht auf der Liste der CDU, der wäre nicht mehr Teil des Stadtrates, also da. Spannend. Das werden wir ja in zwei Wochen, anderthalb Wochen wissen. So ist es. Ich weiß nicht, was die Buchmacher sagen. Kann man da irgendwo drauf wetten, auf so eine Stichwahl? Wir können das ja jetzt hier anfangen. Wir können ja hier so eine interne kleine... Wie da die Quoten stehen für einen Sieg Gerlacht. Ich glaube, die wäre schon sehr... Also da würde man viel Geld kriegen, wenn das klappen würde. Im Verhältnis zum Einsatz. Ja, wie gesagt, auch das ist ja ein Thema, was man in fast allen Lebenslagen irgendwie bemühen kann, aber es kann in anderthalb Wochen alles und nichts passieren. Also an einem Tag passiert alles, passiert die ganze Welt und passiert gar nichts zugleich. Also darum finde ich das sehr spannend, auch, dass wir das jetzt nochmal so beleuchtet haben, weil ich finde, das ist ja auch, wenn man das nur hört, am 14. ist Wahl und dann am 28. Ist Stichwahl, ja mein Gott, also war doch am 14. Ja klar, ich komme im Moment komplett durcheinander mit den Daten, aber das sind 14 Tage. Ja, das ist genau. Es können ja auch Dinge passieren, die gar nichts mit Düsseldorf so direkt zu tun haben. Genau und trotzdem das beeinflusst. Also das finde ich sehr spannend und darum auch wirklich jetzt nochmal, ohne jetzt meine Rolle hier überschätzen zu wollen, aber wirklich, also man kann noch was machen und man kann irgendwie, ja, ich finde auch anderthalb Wochen sind auch noch Zeit, um sich ein bisschen in was einzulesen und mit Themen zu beschäftigen und dann wirklich auch eine Entscheidung vielleicht zu treffen. Hinter der man auch steht. Und es macht auch einen Unterschied. Das würde ich schon sagen. Das ist jetzt auch nicht austauschbar, ob jetzt die grüne Oberbürgermeisterin wird oder ob der CDU-Mann Oberbürgermeister wird. Da gibt es wirklich Unterschiede auch in der Sicht auf die Stadt und auf die Schwerpunkte, die gesetzt würden. Das spielt dann schon auch eine Rolle. Absolut. Und ich finde, man sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, da seine Stimme abzugeben. Ja, und sich auch, also das fällt mir gerade auf, weil wir ja auch eben darüber gesprochen haben, warum vielleicht Wahlbeteiligung manchmal nicht so hoch ist. Also auch dieser Gedanke, den ich auch nachvollziehen kann, dass man denkt, jetzt habe ich mich gar nicht damit beschäftigt, weiß ich ja jetzt nicht so. Man kann auch sich noch in anderthalb Wochen, glaube ich, ein Bild machen. Kann man auch. Man darf auch das persönlich nehmen im wahrsten Sinne des Wortes. Genau, und man kann auch die Stimme abgeben, ohne sich jetzt ein ganz genaues Bild gemacht zu haben. Ja, mit diesem, ich möchte sagen, Aufruf beenden wir unser Gespräch. Ich danke dir sehr und freue mich, wenn wir dann am 28., 29., 30., Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September am 30., am 1. Oktober über das Ergebnis der Stichwahl sprechen. Mittwoch, weil wir immer mittwochs aufnehmen. Jawohl, so machen wir es. Bis dann. Tschüss. Tschüss. Und das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn mit Sternen, mit Punkten, mit Daumen, mit allem, was geht. Und teilt diesen Podcast. Spread the word. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt. Oder noch viel besser, der das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tasia Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Rheinpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemandem von dieser Episode erzählen. Music.