Latest / Gin And Talk / Rainer Maria Schießler über Kirche, Rebellion und Innovation
Transcript
- 0:00Speaker 0: Ich mache mir das immer wieder so nachdenklich, wenn es z.B.
- 0:03Speaker 0: in diese schwulen Segnungen geht.
- 0:05Speaker 0: Patrick Lindner war jetzt ja nicht der Erste im Gegenteil.
- 0:07Speaker 0: Was glaubt ihr?
- 0:08Speaker 0: Wollte ich denen immer sagen wie viele Leute die in den Dreißig an schon gesegnet haben.
- 0:12Speaker 0: Da geht's nur da... Schwule!
- 0:13Speaker 0: Also wenn dieser Krankheit wär, dann gehts um zwei Menschen.
- 0:17Speaker 0: Ich hab halt auf Facebook jetzt dann dreizehntausend Abonnenten.
- 0:21Speaker 0: So viel Kirchen muss man vollbringen mit dreizehntausenden Abonneten, die jeden jetzt wochen, indem er eher Sonntagsberedikformen reingedrückt bekommen.
- 0:28Speaker 0: Wir sind nur Begleiter In der Pfarrer-Mond, er war der Chef.
- 0:32Speaker 0: Dann hat er was falsch
- 0:34Speaker 0: verstanden.".
- 0:37Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:38Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürck und bevor wir gleich rüber an den Badresen gehen möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 0:45Speaker 1: Rainer Maria Schießler isst Fahrer aus Leidenschaft.
- 0:49Speaker 1: Seit über dreißig Jahren verkündet er das Wort Gottes und ist dabei doch ein ganz besonderes Exemplar seiner Zunft.
- 0:56Speaker 1: Ersegnet homosexuelle Paare, produziert einen eigenen Podcast fährt Motorrad, lebt mit einer Frau zusammen und arbeitet seit Jahren auf dem Oktoberfest in München um alles was er dort verdient an ein Hilfsprojekt zu spenden.
- 1:11Speaker 1: Er schafft etwas woran viele andere seit Jahrzehnten verzweifeln – vollbesetzte Gottesdienste!
- 1:18Speaker 1: Ich freue mich auf ein Gespräch über Kirche, Rebellionen & Innovation.
- 1:22Speaker 1: viel Spaß beim Zuhören und schön dass ihr alle wieder dabei seid.
- 1:29Speaker 0: Zwei Menschen,
- 1:30Speaker 1: eiskalte Drinks
- 1:32Speaker 0: und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 1:36Speaker 0: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 1:40Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 1:45Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer
- 1:53Speaker 1: Studio-Bar.
- 2:02Speaker 1: Lieber Herr Schießler ich freue mich sehr dass Sie heute bei uns sind hier am Badresen und wir sind ja gar nicht so weit auseinander, es trennt uns ja quasi nur die Isar.
- 2:12Speaker 0: Drei Minuten mit Moped.
- 2:13Speaker 0: Das
- 2:15Speaker 1: ist gemessen!
- 2:16Speaker 1: Sehr gut.
- 2:17Speaker 1: Trotz dem Regenwetter?
- 2:19Speaker 0: Ja, für Psozi eins mit Dach kann man ohne Helm fahren ganzjährig.
- 2:23Speaker 0: Perfekt.
- 2:23Speaker 0: Für beim Schnee muss ich mir da ein bisschen Oberhoch geben.
- 2:26Speaker 1: Stimmt.
- 2:29Speaker 1: Ich würde mit einer Frage starten wollen.
- 2:33Speaker 1: Vielleicht auf den ersten Blick ein bisschen einfach wirkt, aber ich finde die Antwort ist darauf glaube ich gar nicht so einfach.
- 2:40Speaker 1: Also ich muss mich vielleicht davor outen weil ich bin... Gut jetzt habe ich heute auch noch schwarz an das Schwarze Schaf für jeden Pfarrer.
- 2:49Speaker 1: Nämlich irgendwann aus der Kirche ausgetreten und ich sage es vielleicht noch nicht.
- 2:57Speaker 1: Ich stelle erst die Frage nämlich warum brauchen wir Kirche eigentlich?
- 3:02Speaker 1: in der heutigen Zeit?
- 3:04Speaker 0: Ich glaube, das ist die falsche Frage, um in den Kirchen heranzugehen.
- 3:08Speaker 0: Auch nicht die Frage wieso gibt es Kirche sondern was macht Kirche und da kann ich heute wieder nur von mir erzählen.
- 3:17Speaker 0: Ich habe jetzt mit der Frage gerechnet wie so sind sie Pfarrer geworden?
- 3:20Speaker 0: dann wäre meine Antwort gewesen gegen Frage.
- 3:23Speaker 0: waren Sie schon mehr verliebt Die Kirche konnechnieren ihre Nützlichkeit messen, also das wäre eine Frage nach dem Warum.
- 3:33Speaker 0: Sondern nach ihrer Ausdruck, nach ihrer Botschaft, nach Ihrer Darstellung bei den Menschen.
- 3:42Speaker 0: und die Kirche ist ja nicht etwas unabhängig bestehendes, auch wenn wir das manche Gratulter Autodoxie so verkaufen wollen sondern die Kirchen machen das wie aus der Kirche.
- 3:51Speaker 0: Ich sage zum Beispiel immer Leuten, die mir erzählen dass es die Kircher ausgetreten sind Dann wird verwiesen auf Rom und auf unsägliche Sachen, die da kommen wo ich vieles teile.
- 4:03Speaker 0: Da sage ich mir aber haben Sie nicht das Gefühl dass die aus der Kirche ausgetreten sind?
- 4:08Speaker 0: In der sie hundertprozentig reinpassen!
- 4:11Speaker 0: Und daraus entwickelt sich unser gemeinsamer Auftrag diese Kirche wieder dieses Antlitz und diese Funktion zu geben damit sie den Menschen dient.
- 4:19Speaker 0: Ich nehme mal den Satz und verwende ihn für wie eine Kirche her.
- 4:22Speaker 0: Der Satz lautet hat in der Religion, die dient, dient sogar nichts.
- 4:26Speaker 0: Und geht das nicht mehr für die Kirche?
- 4:28Speaker 0: Eine Kirche, die nicht dient braucht niemand.
- 4:30Speaker 0: Dann haben wir die Frage beantwortet.
- 4:32Speaker 0: Aber eine Kirche der dient ist unersetzlich und für mich ist Kirche Heimat.
- 4:37Speaker 0: so beschreibst ich eben dann.
- 4:40Speaker 0: Heimat sagt ein ganz großer Vorbild von mir, der Elferstaubende Bisher von Innsbruck, der Reinhard Stecher, ist ein von Liebe durch Wetterort.
- 4:49Speaker 0: Das ist Heimat aber das ist es für mich.
- 4:52Speaker 0: also das wäre genau so wenn Sie sich die Frage stellen wozu braucht manche Heimat?
- 4:56Speaker 0: Er hat eine.
- 4:58Speaker 0: So ist es für mich, ich habe diese Kirche und die Konzinoser anstellen, die Konzenosoverquer stellen, die Konsinoso rüppelhaft benehmende Menschen gegenüber.
- 5:08Speaker 0: Meine Antwort und dann erst recht ist um mich wirst nicht los
- 5:12Speaker 1: auf gar keinen
- 5:12Speaker 1: Fall.".
- 5:13Speaker 1: Ich hätte – deshalb hab' ich mich freuen – habe ich meine Ausführung ein bisschen abgekürzt?
- 5:19Speaker 1: Die Frage war wahrscheinlich damit beantwortet dass sie vor allem sehr wertstiftend und ein Gemeinschaftsgefühl auch eine Gemeinde wirklich bildet, um die Menschen herum, um diese Menschen zusammenzubringen.
- 5:36Speaker 1: Die Frage, die sich mir dann nur stellt – ich glaube das ist vielleicht nicht der Grund, warum ich ausgetreten bin – aber die Frage, was mich da so ein bisschen stellt, ist, warum brauche ich denn den Glauben in dieser Kombination?
- 5:52Speaker 0: Zunächst zur Wertstiftung, das für mich ein Nebeneffekt.
- 5:56Speaker 0: Das Kirche-Wertebeinhaltungsprojekt formuliert weiter gibt.
- 6:04Speaker 0: Der erste Effekt von Kirche ist im Begriff Heimat verbunden, dass sie Gemeinschaft stiftet.
- 6:12Speaker 0: So wie der Uhr, Jahrtausende alte Satz in der Bibel im Hohelied der Liebe – es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei!
- 6:19Speaker 0: Darum gibts Kirche Nicht wozu, sondern darum gibt es Kirche.
- 6:23Speaker 0: Wer kann alleine sein will?
- 6:25Speaker 0: Wozu brauche ich glaube... Da muss ich auch wieder einen gescheiten Satz zitieren Kein Mensch wird mit der Religion geboren.
- 6:37Speaker 0: Das müsste man in die Religionen begreifen Dass sie dem Machwerker sind.
- 6:44Speaker 0: Die Fähigkeit zur Religion und zum Glauben ist in jedem Menschen da.
- 6:50Speaker 0: Ich kritisiere ja ganz offen, dass mir die Leute viel zu früh glauben.
- 6:54Speaker 0: Nicht so wenig.
- 6:56Speaker 0: Stichwort Corona!
- 6:57Speaker 0: Wir hatten einen Satz im Studium, der hieß, wirst du glauben aus dem Fenster kommen oder zurück als Gespenster?
- 7:02Speaker 0: Ich habe heute wieder so ein Gespräch gehabt.
- 7:04Speaker 0: Der hat mich eine Stunde niedergetextet und so einen Schnitzel an das Orgret mit Lahtos am Schmand, dass diese Corona-Tests sowieso gefegt sind.
- 7:13Speaker 0: in Amerika sind nur fünf Tausend gestorben, nicht zweihunderttausend und alle sind Lüge Und die Parlamenten sind aus der Kraft gesetzt.
- 7:19Speaker 0: und am Schluss meint manst wir haben schon wieder ein Stürz der Demokratie hier Weil wir denken was glaubst du denn alles?
- 7:24Speaker 0: Ein Gescheiter!
- 7:26Speaker 0: Uter!
- 7:27Speaker 0: Intelligenter Mensch.
- 7:29Speaker 0: Also bei Glaube Auch hier wieder ein wichtiges Set-Hab, mit dem ich ... das ist wie so Marksteine, wo ich mich durchs Leben handelt.
- 7:38Speaker 0: Je mehr ich weiß, umso weniger muss ich
- 7:40Speaker 0: glauben.".
- 7:41Speaker 0: Das ist auch ein toller Satz!
- 7:42Speaker 0: Weil da nämlich Glaube sie immer weiter entfernt von Formeln und Sprüchen, von Wiederholten, von Aufgesagten, sondern des was er isst zu tiefstes Vertrauen, tiefstes Urvertrauen.
- 7:53Speaker 0: Das für mich Glaube.
- 7:54Speaker 0: Ich glaube dir sagt der Partner zum Partner, sagt die Frau zum Mann, der Mann zur Frau.
- 7:59Speaker 0: Ich glaube dir, dass du der Mensch meines Lebens bist.
- 8:02Speaker 0: Ob ich jetzt dazu noch einen Trausschein brauche oder E-Sagrament, also sprich eine Funktion die die Kirche vollzieht, das steht wirklich auf dem Tablett!
- 8:11Speaker 0: Da denkt man heute ganz anders früher.
- 8:13Speaker 0: was Halsnotwendigkeit, so geht es erst breites Uhr.
- 8:15Speaker 0: vertrauen und wenn wir daraus ein Zeichen machen wirst dann kannst du ja kärchlich heiraten.
- 8:19Speaker 0: aber wir verurteilen Gott sei Dank niemand mehr als Angehörige einer wilden Ehe, wenn er nicht kirchlich verheiratet ist.
- 8:27Speaker 0: Da haben wir eh schon viel gelernt.
- 8:29Speaker 0: Darum bin ich froh, jetzt in diesem Stadium von Kirche zu sein – auch wenn es sehr stagniert und abwärts geht!
- 8:37Speaker 0: Aber ich nehme doch eine Geschwindigkeit wahr, die ist unvergleichlich.
- 8:42Speaker 0: Die hat vor hundert, gar vor tausend Jahren nicht gegeben.
- 8:48Speaker 0: Die Geschwindigkeitsveränderung mit der wir wirklich diese Welt ganz neu erleben und entdecken Konntet stehen bleiben?
- 8:56Speaker 0: Komischerweise, die innerkirchlichen Konflikte sind immer alle mit den Leuten, die meinen, stehenbleiben zu müssen.
- 9:01Speaker 0: Sicherer religiöse Nische zur Suchung, so eine schöne Kuschel-Ecke ich und Jesus und ihr seid raus, weil ihr seid schwul und ihr seit es andersartig um wieder Feier gestiegen habt, kann nichts mit uns verloren.
- 9:11Speaker 0: Ja gut, bleib in deiner Ecke aber lasst nur mich zufrieden.
- 9:15Speaker 1: Es wird ja durchaus auch gerade in der katholischen Kirche sehr zelebriert dieses Aufrecht erhalten das Alten der Tradition.
- 9:23Speaker 1: Es ist vielleicht gar nicht schlecht, dass die Traditionen aufrechterhalten werden.
- 9:27Speaker 1: Aber dieses sehr pompöse... Ich mein gut der aktuelle Papst wirkt ja zumindest in meiner Wahrnehmung anders was dieses Prompöse und dieses Machtgehabe
- 9:41Speaker 0: angeht.
- 9:42Speaker 0: Ich erzähle jetzt noch von mir, ich bin vertrauenreißig an zum Brüster geweiht worden und dann war es halt soweit.
- 9:48Speaker 0: Ich musste mich auch eine geistliche Kleidung anschaffen.
- 9:51Speaker 0: Bisschen was brauchst du denn?
- 9:52Speaker 0: Dann hab' ich mal von einem Schneiden ober Armagau meinen Talarmacherlasten im Hobby das Geld gerade aufzwingen müssen, weil ich das so eine Ehre empfunden habe, dass er mir einen Talarmachern darf.
- 10:01Speaker 0: Da habe ich gesagt aber gegen nichts mit dem Knipferl ist da auch zu lang.
- 10:04Speaker 0: Mir mags den Reifverschluss nein!
- 10:06Speaker 0: Der hat sich kaputt
- 10:06Speaker 0: gelacht.".
- 10:07Speaker 0: Die hat den Teller heute noch, er passt mir sogar.
- 10:10Speaker 0: Ich hab weniger Körperumfang als ich damals gehabt habe und dem wird man mehr anziehen wenn ich mal tot bin, wenn ich einmal ins Sack legt wär.
- 10:18Speaker 0: Dazu kommt die andere brüsterliche Kleidung alles was ich mir damals gekauft habe also Untergewandte Albe- und Messkwand Alles ganz günstig billig von irgendeinem Händler weil ich gesagt hab zum Stern reicht's.
- 10:31Speaker 0: Ich habe mir seitdem nie mehr was gekauft Nichts, keine Ausstattungsgegenstände, gar nix.
- 10:37Speaker 0: Ich hab mit dem Pompon nie was aufgehangen können.
- 10:40Speaker 0: Ich möchte ihn aber einfach nicht so verurteilen.
- 10:42Speaker 0: Ich finde schon Entschuldigung das Wort geil!
- 10:45Speaker 0: Wenn man ein Fernseher aufmacht und sieht die schönen Bilder aus Rom, da denk ich mir doch, dass haben wir halt alle anderen voraus.
- 10:51Speaker 0: Es schaut schon cool aus... Aber im Märter nie Mitläufer.
- 10:56Speaker 0: Ich finde katholische Kirche, wenn ich das Katholais übersetze.
- 11:00Speaker 0: Die Welt umfassend zeichnet sich dadurch aus dass ich hier ein Gebilde habe, ein Gebäude in dem alles Platz haben darf ohne dass zum sozialen Stress wie man über Füllten Hühnerhof kommt.
- 11:11Speaker 0: Alles Platz haben, d.h.
- 11:13Speaker 0: jeder darf sie sich ausbreiten und das ganze lebt von der Toleranz, dass sie dem anderen nicht des Wasser abgraben.
- 11:18Speaker 0: Und ich werde nie jemanden, der sehr konservativ denkt, lebt.
- 11:22Speaker 0: Der nur Bett, der nur Kniet und der nur Mundkommio macht, der luteinische Läden lesen und beten will, den werde ich nie vorwürfe machen.
- 11:31Speaker 0: Ich möchte aber nicht, dass er mich zwingt!
- 11:33Speaker 0: Aber wenn wir uns darauf einigen, dann ist Kirche genau das was es ist, variiertas-delektat – ein großes Haus in dem die Verschiedenheit des Menschen erfreut.
- 11:42Speaker 0: Von dieser Kirche träume ich jetzt, sondern ich tue meinen Teil dazu beitragen.
- 11:46Speaker 0: Ich finde es sogar manchmal spannend, wenn ich andere treffe in ihrer Andersartigkeit zu glauben wo ich sage das kannte ich jetzt nie.
- 11:53Speaker 0: Also das war jetzt nicht meins.
- 11:56Speaker 0: Ist doch interessant!
- 11:57Speaker 0: Das bin ich sehr langweilig.
- 11:59Speaker 1: Ich habe ein paar Leuten mit denen ich darüber gesprochen hab dass sie heute kommen.
- 12:03Speaker 1: habe ich gesagt Sie sind so all das was katholische Kirche sein müsste damit ich katholische Kirche irgendwie gut fände?
- 12:13Speaker 0: Ja, aber sie ist es doch schon.
- 12:14Speaker 0: Allein da, dass ich da bin, ist halt schon mein Anfang.
- 12:16Speaker 0: Wie sagt ihr Kinder?
- 12:18Speaker 0: Die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
- 12:20Speaker 0: Das Tolle ist auch, das muss ich immer wieder sagen zu meiner Erklärung.
- 12:24Speaker 0: Das habe ich jetzt nicht erfunden!
- 12:26Speaker 0: Mir geht's mir am Ardenauer, wenn er sagt was kümme mich die Reden von gestern... Ich habe keine anderen Redengestern gehalten.
- 12:34Speaker 0: Ich bin genau das, was sie immer war.
- 12:36Speaker 0: Und ich lebe nichts, was ihr erst doch entdecken müsstet, sondern etwas, was immer schon da war.
- 12:39Speaker 0: Genau diese Kirche habe ich von Kindesbeinen erlebt.
- 12:42Speaker 0: Auf der einen Seite von Traditionen geprägt und wir haben jetzt auch also ein Glaubengelernt.
- 12:46Speaker 0: Wir haben die Feste mitgefeiert, Ostern Weihnachten
- 12:49Speaker 0: usw.,
- 12:49Speaker 0: was er dazugehört... ...wir haben die Tischgebete, wir haben Margot und Abengebäck gesprochen.
- 12:55Speaker 0: Man hat uns ein bisschen im Glauben unterwiesen, aber wir haben nicht auf dem Tisch einen Rosenkranzbett oder was.
- 13:02Speaker 0: Mein Vater war etwas distanziert den Ganzen, aber in keinster Weise unglaublich.
- 13:06Speaker 0: Da bin ich in das Milieu-Kirche hineingekommen und dann habe ich die Kirche als Pfarrei erlebt, als Kirche, als großes Gebilde ... mit dem Nachkonseller einen Geist.
- 13:17Speaker 0: Die haben ihn natürlich zutiefst geprägt, die Kirche immer gleichgesetzt mit Aufbruch.
- 13:21Speaker 0: Neues Entdecken, neues Wagen, neues Ausprobieren.
- 13:24Speaker 0: Kirche heißt nie bisher her und schluss sondern ab jetzt und dann weiter.
- 13:28Speaker 0: Das hast du drin das ist Prägung!
- 13:31Speaker 0: Es verlierst du nicht und irgendwie verliebst dir heute eine Käste und dann denkst er ja... ...das ist meins?
- 13:37Speaker 0: Dann mach ich jetzt weiter.
- 13:38Speaker 0: Und dann bleibst dabei.
- 13:40Speaker 0: Das ist ein sicher ganzer uhr einfacher Weg und ich mache ja nie nichts anderes, was mir damals schon als Jugendlicher Leute in der Kirche, ob Geistliche oder Laien vorgelebt haben.
- 13:50Speaker 0: Einfach eine Selbstverständlichkeit dieses christlichen Lebens!
- 13:55Speaker 0: Heute habe ich immer noch die Chance wenn Beerdigungen sind von Eltern ehemaliger Jugendliche, die mit mir groß waren sein, da kann ich das dann immer wieder auf den Tisch bringen.
- 14:04Speaker 0: Schaut zu uns an, schaut zu was wir geworden sind.
- 14:07Speaker 0: Das waren nur unsere Eltern, die dafür schuld waren ... bei die uns diesen Geist vorgelegt haben.
- 14:11Speaker 0: Und darum ist es so wichtig, dass wir den Geist jetzt so offen leben... ...dass denn auch die jetzigen Eltern so erleben und dann selbstverständlich weitermachen.
- 14:21Speaker 1: Jetzt schaffen Sie ja etwas was ganz wenige Ihrer Zunft sozusagen schaffen nämlich das die Kirche wirklich voll ist.
- 14:31Speaker 1: Indem sie eben moderner sind, indem sie sicherlich auch kommunikativer sind, nahbarer sind All diese Werte, die ja eigentlich ein Stück weit für Kirche stehen sollten.
- 14:45Speaker 1: Wie viele Kollegen von Ihnen kommen eigentlich auf Sie zu und fragen was sie anders machen könnten damit es bei ihnen auch mal irgendwie voll wird?
- 14:56Speaker 0: Ganz wenige!
- 14:57Speaker 0: Als die Bücher rausgekommen sind, sind sie in dem Jahr zwei Sechzehn, zwei Achtzehn Himmlergotsakramenten Jesus Maria und Josef.
- 15:02Speaker 0: da habe ich manchen mit Zuschriften bekommen Von Pfarrern, vor allem aus der Provinz.
- 15:06Speaker 0: Wie macht ihr das mit der Kommion und der Firmung?
- 15:08Speaker 0: Und so wie ich das da lesen und so weiter.
- 15:11Speaker 0: Je enger der Söckel umso weniger das Interesse
- 15:14Speaker 0: ist.".
- 15:14Speaker 0: Zumindest ist es offene Interesse.
- 15:16Speaker 0: Sie können sicherlich schauen, die mal rüber so um und interessieren sich dafür was für uns im Ack so läuft und wir machen ja keine Hilde raus und posten das auch sehr öffentlich und ich bin ja Instagram, Facebook und so weiter weil das ist die moderne Küche.
- 15:29Speaker 0: Ich habe hier auf Facebook jetzt dann dreizehntausend Abonnenten.
- 15:33Speaker 0: So viel Kirchen muss man erst einmal vorbringen mit dreizehntausend Abonennten, die jeden jetzt wochen in der ihr Sonntagsberätung von mir reingedrückt bekommen.
- 15:43Speaker 0: Ich finde aber, das ist eine überflüssige Frage.
- 15:45Speaker 0: Wie viele das machen?
- 15:48Speaker 0: Ich bin jederzeit bereit, jeden Antwort zu stehen.
- 15:50Speaker 0: Erstens für das was ich tue, auch wenn es mal unangenehm ist oder negativ bei manchen aufwählt, dass mir egal rehme drüber.
- 15:58Speaker 0: Ich lasse mich gerne als besseren belehren.
- 16:01Speaker 0: Bin jederzeit bereit weiterzugeben.
- 16:03Speaker 0: Nix hat Corporal Identity.
- 16:05Speaker 0: Jeder darf das machen und weitergehen.
- 16:07Speaker 0: Und der wichtigste Rad ist heute Isogymaretz einfach.
- 16:10Speaker 0: Das ist aber verbunden mit der Aufforderung seit ehrlichem.
- 16:14Speaker 0: Stell dich vor deinen Leuten hin.
- 16:16Speaker 0: und weil sie sagen, volle Kirche.
- 16:17Speaker 0: natürlich ist das ein tolles Gefühl wenn eine Kirche voll ist aber ich bin genauso engagiert für eine Lehrkirche.
- 16:23Speaker 0: Also wenn ich heute ums noch Gottesdienst habe dann werden zehn Leute kommen.
- 16:27Speaker 0: da bin ich genau so engagiert.
- 16:28Speaker 0: Und da hat der Gottesdienste genauso eine dreifelne Stunde wie wenn da jetzt hundertfuchts oder zweieinhalb leute waren.
- 16:34Speaker 0: Weil die Zähne sind jetzt wichtig!
- 16:35Speaker 0: Die sind da!
- 16:37Speaker 0: Nimm mal eine Religion die dient, dient sogar nichts.
- 16:39Speaker 0: Jetzt bin ich diener dieser zehn Leute.
- 16:41Speaker 0: und wenn ich nur zehn hätte Was genauso wichtig.
- 16:47Speaker 0: Ich glaube, die Kirche muss unbedingt von diesem Krok-Corona macht es unmöglich nachdem wir keine großen Events mehr möglich sind von diesen Zahlenspielen entfernen wirklich den einzelnen Blick haben.
- 16:58Speaker 0: und wenn jetzt in der Auseinandersetzung mit der Segnung vom Lindner mir schwule Paare schreiben nur Einsatz Danke!
- 17:06Speaker 0: Danke dass wir sie an unserer Seite wissen dann hat's funktioniert.
- 17:13Speaker 0: Das, glaube ich ist die wichtigste Frucht einer guten Seelsorge.
- 17:17Speaker 1: Jetzt machen Sie ja eine ganze Menge anders als viele andere.
- 17:22Speaker 1: für diejenigen, die das gar nicht wissen.
- 17:24Speaker 1: Ich versuche das mal kurz irgendwie zusammenzufassen.
- 17:29Speaker 1: Zum einen schaffen sie es wirklich die Kirche voll zu bekommen.
- 17:32Speaker 1: Zum anderen sind sie, wie Sie gerade selbst gesagt haben in sozialen Medien sehr aktiv.
- 17:37Speaker 1: Sie segnen schwule Paare oder homosexuelle Paare.
- 17:41Speaker 1: Sie arbeiten auf dem Oktoberfest einmal im Jahr normalerweise wenn es nicht gerade ausfällt wie dieses Jahr und spenden vor allem all das was Sie dort einnehmen.
- 17:51Speaker 1: Sie fahren Motorrad.
- 17:53Speaker 1: Sie leben mit einer Frau zusammen, wie wir vor Kurzem gelernt haben.
- 17:58Speaker 1: Es ist ja schon eine ganze Menge die
- 18:00Speaker 0: Sie da anders machen.
- 18:02Speaker 1: Gab's irgendwann mal einen Moment, als sie vielleicht als junger Priester ... Ich könnte mir vorstellen, wenn man in diesen Beruf geht und all das macht, was man davor dazu tun muss.
- 18:13Speaker 1: Dass man ja schon sehr geprägt ist von diesem traditionellen Herangehen, wir machen das jetzt so wie alle anderen gemacht haben.
- 18:22Speaker 1: Und ich könnt mir vorstellen grad die Zeit, wo das bei Ihnen damals war.
- 18:26Speaker 1: Dreiundreißig Jahre haben Sie gemerkt vor der Priesterweihe?
- 18:31Speaker 1: Und die Zeit davor war ja vielleicht auch noch eine andere Generation, die Lehrer quasi, die sie damals hatten.
- 18:39Speaker 1: Vielleicht auch nochmal etwas konservativer.
- 18:41Speaker 1: Ja, aber na na
- 18:41Speaker 0: andersrum.
- 18:42Speaker 0: heute ist konservative!
- 18:44Speaker 0: Ich sag das immer gerne.
- 18:45Speaker 0: ich bin für dreiunddreißig Jahren geweiht.
- 18:47Speaker 0: wenn ich damals gesagt hätte ich würde gern ein Brüsterkragen tragen und in der Messe so altes Mess gewandt und der lateinische Messe lesen dann wäre ich nicht geweihen worden.
- 18:56Speaker 0: Die hätten damals gesagt, das Reaktionär bleibt mir weg.
- 19:02Speaker 0: Heute heißt es wenn du kein Prisekragen trägst wirst du nicht gewalt.
- 19:06Speaker 0: ich frag mich oft was ist denn hier passiert?
- 19:08Speaker 0: war ich am Mond?
- 19:09Speaker 0: Das hat sich völlig umgedreht.
- 19:11Speaker 0: Bis vor, wann ist das so gegangen?
- 19:13Speaker 0: Fünfzehn, zwanzig Jahren habe ich nie Leute gesehen mit diesem Priester-Geräuern, nicht meine ganze Ausbildung, meine ganze Kinder im Jugend.
- 19:20Speaker 0: Ich hab' nie einen Priester gesehen ... Also Kaplan war in Rosenheim ein Pfarrer, es war ein stattlicher Mann den jetzt sofort mit einem Finanzbeamten verwechseln können.
- 19:28Speaker 0: nur den hast du noch nicht verwechselt weil den hat Rosenheim und Langkreis und alle haben ihn gekannt.
- 19:33Speaker 0: der war gefürchtet.
- 19:35Speaker 0: Den hat man heute kennt und mich kennt halt auch jeder.
- 19:38Speaker 0: Ich habe das Gewand nie abgelegt, weil ich es nie angelegt habe.
- 19:43Speaker 0: Genauso wie der Papst nie aus dem Palast ausgezogen ist, weil er noch nie eingezogen war.
- 19:48Speaker 0: Das hat es gar nicht gegeben.
- 19:50Speaker 0: und der Geist, die Frische dieser Konzilsgeist, der war immer da!
- 19:53Speaker 0: Ich will den jetzigen Kampfvorwerf machen, jedes Kind seiner Zeit.
- 19:56Speaker 0: nur ich möchte warnen davor wenn wir uns an diesen Äußerlichkeiten festmachen.
- 20:00Speaker 0: Und wenn mir heute ein Bischof sagen würde du musst aber zwei Kuladrungen, dann würde ich nicht kommen.
- 20:05Speaker 0: Dann würde ich sagen ja, dann weißt dein Hauskatz, aber mich nicht.
- 20:10Speaker 0: Da habe ich nichts verloren.
- 20:12Speaker 0: Du kannst mir kein Kleider voll Schiff machen.
- 20:15Speaker 0: Also da sind wir wieder dabei, die Kirche immer an dieser Äußerlichkeit und den Zahlen, an den pompösen Auftritten, an der Kleidung, an einer großmächtigen Liturgie... Ich lebe von den Traditionen.
- 20:25Speaker 0: Tradition ist was Lebendiges und das ist so wie Max Umsetzen.
- 20:29Speaker 0: Das wird jetzt traditionelle... Aufrechterhalten und Neugestalten, nehmen wir ein Beispiel von einer Leichnungsprozession.
- 20:36Speaker 0: Die habe ich jetzt neun Jahre immer machen können, wo ich verantwortlich war für heile Geist vom Victoirelemarkt Heilegeist drüber nach St.
- 20:42Speaker 0: Max.
- 20:43Speaker 0: Und da war immer die Station vor der Deutschen Eiche.
- 20:46Speaker 0: Ich habe immer zusammen mit dem Dietmar-Holtzapfel diesen Stationsaltar gestaltet also im Wort.
- 20:52Speaker 0: Wir haben miteinander gesprochen, wir haben miteinander gebetet, haben immer das Thema Homosexualität dort auf den Tisch gebracht weil es uns halt direkt betrifft!
- 21:00Speaker 0: Es ist unser Lebenswelt.
- 21:02Speaker 0: Christus geht in der Prozession zeichenhaft in mein Leben hinein.
- 21:05Speaker 0: Und damit haben wir die Tradition eine ganz neue Farbe gegeben, das natürlich vor Fünfzig Jahren nicht gegeben hat.
- 21:12Speaker 0: Also es ist eigentlich umgekehrt.
- 21:15Speaker 0: dass ich heute das was ich bin bin ja natürlich auch erst geworden.
- 21:19Speaker 0: Also ich bin nicht in den Handeln mit der Gunda zur Wahl gegangen, sondern ich habe die Gunder im Raum meines Fahrer-Daseins in Maxi Milian kennengelernt.
- 21:29Speaker 0: Da merkst du da ist ein holiedöser Mensch, das ist dir wichtig!
- 21:32Speaker 0: Ja, deswegen haue ich jetzt eine gleich aus dem Brüsteberuf ab und schmeiß jetzt alles hin.
- 21:37Speaker 0: Sondern wir haben dann gelernt miteinander unser weiter Leben zu vereinbaren ohne dass wir irgendwelche Regeln brechen, ohne dass sie vor allem das noch Wichtige wie Regeln Menschen verletzen!
- 21:47Speaker 0: Und heute sind wir glücklich und sofrieden, dass wir zur Vierteljahrhundert es so gut hingekriegt haben vor allem weil's unzu viel Kraft gegeben hat.
- 21:55Speaker 0: Und das betrifft ja diese Lebensweise des Zulebares, weil jeder sagt da hat der moderne Schießler, der will einen Zulebad abschaffen.
- 22:00Speaker 0: Überhaupt nichts will er abschaufen!
- 22:02Speaker 0: Ich will nur Klarheit schaffen und ich habe diese Lebensweisen zum Beispiel nur für mich gewählt, weil ich sie wollte.
- 22:09Speaker 0: Wenn mir irgendeiner Bischof oder irgendeine gesagt hätte, ich will dass du ins Zulbad lebst und sag ja, mein Leben ist kein Ponyhof.
- 22:16Speaker 0: Du wirst mir wissen was du willst?
- 22:17Speaker 0: Ich muss wollen.
- 22:18Speaker 0: Der hat gar nix davon wenn er es will.
- 22:20Speaker 0: Ich muss darin glücklich werden.
- 22:23Speaker 0: Es ist nicht immer glücklich.
- 22:24Speaker 0: Also ich muss darin meine Lebensbestimmung sehen, keine Aufgabe.
- 22:28Speaker 0: Das Leben ist ja eine Aufgabe genug und die habe ich entdeckt.
- 22:33Speaker 0: Die Beschäftigungen, die es einandersetzung mit dieser Lebensweise hat mir erfüllt bis zum heutigen Tag.
- 22:38Speaker 1: Jetzt hätte eigentlich Kirik generell eine sehr große Aufgabe.
- 22:42Speaker 1: in der heutigen Zeit, in der wir alle immer anonymer leben weniger von teilweise nicht mal.
- 22:49Speaker 1: in dem Haus, in dem wir leben wissen wir oft nicht mehr wer die Nachbarn sind.
- 22:54Speaker 1: Und Kirche könnte ja diese vereinende Wirkung haben diesen Menschen zusammenzubringen und irgendwie ihnen eine Gemeinde, eine Heimat dann wie sie schon sagen auch zu geben.
- 23:10Speaker 1: Aber dafür müsste Kiere eben auch diese Ausgrenzung, die sie teilweise noch macht wirklich ablegen.
- 23:18Speaker 1: und egal welche sexuelle Orientierung jemand hat.
- 23:21Speaker 1: Egal ob er dreimal geschieden wurde wie auch immer gibt es ja alles in jeder Ausprägung und jeder ist nun mal irgendwie so wie er ist und Kiere müsste es doch eigentlich schaffen die alle zusammenzubringen.
- 23:34Speaker 1: Das sind
- 23:34Speaker 0: die Strukturen.
- 23:35Speaker 0: die müssen wir mal überwinden vor allem um unsere eigene Glaubiertigkeit willen.
- 23:39Speaker 0: aber Wir müssen deswegen nicht warten, mit der Arbeit, die richtig beschrieben ist nämlich Gemeinschaft zu schaffen.
- 23:45Speaker 0: Wenn ich natürlich von Kirche immer nur die hauptamtlich eingesetzten Personen dem Pfarrer sie dann werde ich es nicht erwarten können zumal dieser Teufelskreis ist weil wir immer weniger werden.
- 23:55Speaker 0: Weil immer weniger Brüste wären, immer weniger Theologie studieren und immer weniger hauptsächlich in den Dienst der Kirche einsteigen.
- 24:02Speaker 0: D.h.,
- 24:02Speaker 0: die muss Kirchen jetzt erst einmal richtig definieren.
- 24:05Speaker 0: Wer ist denn diese Kirche?
- 24:06Speaker 0: Die diese Gemeinsschaft schafft!
- 24:07Speaker 0: mit drei Tausend neunhundert Leuten.
- 24:11Speaker 0: Das war doch schon mal ein Pfund!
- 24:13Speaker 0: Stellen wir vor, dreitausendneunhunderte wollen Kirche sein und machen genau das und schaffen Atmosphäre in ihrer engeren Lebenswelt.
- 24:22Speaker 0: Bei uns daheim gab es zum Beispiel im Affent immer noch den Brauch des Frauentragens.
- 24:26Speaker 0: Man hat jeden Abend eine Mutter Gottes woanders abgegeben und da blieb sie über Nacht Herbergssuche, würde man sagen.
- 24:32Speaker 0: Das ist bei unserer jämmerlichen Veranstaltung, wo wir noch ganz wenig mitmachen.
- 24:36Speaker 0: Aber wie?
- 24:37Speaker 0: ich hätte eigentlich potenziell drei Tausend neunhundert Mitarbeiter?
- 24:41Speaker 0: Eigentlich müsste es wuppen das gerade so kracht!
- 24:43Speaker 0: Also müssen wir was an dem Verständnis von Kirche ändern.
- 24:46Speaker 0: Wenn ich natürlich immer noch in diesem Service Gedanken drin bin, da ist das Pfarrer und der hat einmal zu kommen um mich zu besuchen und das zu tun... Da rühme nix, da geht nichts weiter.
- 24:57Speaker 0: Wir müssen uns selbst auf die Fürstehen und wir müssen das machen.
- 25:00Speaker 0: Und dann merkt man schnell, wie diese Ausgrenzungen keine Rolle mehr spielen.
- 25:05Speaker 0: Weil sie spüren in unserem alltäglichen Alle-Leben-Karolle.
- 25:08Speaker 0: Ja, meine Nachbarn!
- 25:09Speaker 0: Ich würde es zwar schwulieren als Nachbar, aber das sind nette Leute.
- 25:13Speaker 0: Also alle Hürden gefallen.
- 25:16Speaker 0: Dann sind ja nette Leute in meiner Kirche.
- 25:19Speaker 0: Darum macht man das immer wieder so nachdenklich, wenn es zum Beispiel um diese schwulen Segnungen geht.
- 25:25Speaker 0: Dabei hat der Reglinder war jetzt ja nicht der Erste im Gegenteil.
- 25:28Speaker 0: Was glaubt ihr?
- 25:28Speaker 0: Wollte ich denen immer sagen wie viele Leute in den dreißig Jahren schon gesegnet haben?
- 25:32Speaker 0: Da geht's nur da die Schwule... als wenn dieser Krankheit wäre, dann gehts um zwei Menschen, die kommen und sagen sag uns was gut ist.
- 25:40Speaker 0: Sagen sie einfach dass wir genauso wertvoll sein von dem Lieben Gott.
- 25:43Speaker 0: So kein Problem!
- 25:44Speaker 0: Mein leichtes ist die Übung.
- 25:47Speaker 0: Papst Franziska sehr verkürzt mit Rom, sie hat mit den Eltern von betroffenen Spulen und Transgenern getroffen.
- 25:52Speaker 0: Und die Eltern sagten, ihre Kinder sind genauso liebenswertige Schöpfe wie alle anderen Menschen.
- 25:57Speaker 0: Da möchte er am liebsten nach Rom fachsen!
- 25:59Speaker 1: Toll!
- 26:02Speaker 0: Mitarbeiter des Jahres, Babsbild aufhängen.
- 26:05Speaker 0: Na wirklich?
- 26:06Speaker 0: Das sind Sätze die ich brauche!
- 26:07Speaker 0: Das sind Actions die ich brauch!
- 26:09Speaker 0: Man kann viel über das Papst haben reden oder ihm Vorwürfe machen, dass er konkret noch nichts geändert hat und so weiter... Das kommt alles!
- 26:16Speaker 0: Da kann man nur lassen sich Zeit, das kommt ja ganz von allein.
- 26:19Speaker 0: Ich glaube es kann eher auch erwarten oder überlastet an der Zeit aber dass er das macht ist wichtig.
- 26:25Speaker 0: Dass er sie mit den Familien ehemaliger nun verheirateter, leisierter Brüster trifft Oder wenn ein Zeichen vor allem so die konservativen Bischöfe in der Welt hinaussehendet und sagt, habt ihr euch schon mal überlegt was die bei euch machen?
- 26:40Speaker 0: Das ist ein Potenzial.
- 26:41Speaker 0: Bindet ihr die eine in eure Seelsage oder habt es aus dem Hof vortrieben?
- 26:45Speaker 0: plus weil das weibliche Dogmatag daherkam und die Fallinstellerin frau sie, dass aus diesem Leben rausgetrieben hat?
- 26:53Speaker 0: Was sind diese billigen Spielchen!
- 26:55Speaker 1: Ich finde das ganz interessant, weil die Kirche und auch das Thema Sünde eine zentrale Rolle spielt in der Kirche.
- 27:04Speaker 1: Die Beichte und von den quasi gemeindemitgliedern erwartet man... mehr oder weniger, dass die Beichten zu ihren Sünden stehen und darüber nachdenken.
- 27:17Speaker 1: Auf der anderen Seite die Kirche selbst tut sich wahnsinnig schwer Verantwortung für Fehler offen zu übernehmen und muss quasi gezwungen werden diese Verantwortung zu übernehmen zum Beispiel diese Missbrauchskandale oder selber
- 27:30Speaker 0: mal in Vergebung zu bitten.
- 27:32Speaker 0: Also in der Praxis ist es ja nicht so, dass wir das von den Leuten erwarten.
- 27:36Speaker 0: Das Sakrament der Buse ist verloren gegangen – nicht weil es schlecht ist sondern weil es in dieser Form nicht mehr verstanden wird und sicher über Jahrhunderte hinweg voll verstanden würde.
- 27:47Speaker 0: So im Sinne eines Sintenwaschern lag die gibt's aber nicht!
- 27:50Speaker 0: sondern als Hilfsheinrichtung, gebeichtet wird ohne Ende.
- 27:53Speaker 0: Aber heute ist es mehr im Rahmen eines psychotherapeutischen Gesprächs und da ist heute große Gefahr dass wir die Ausbildung nicht haben und du hast schnell einen Schmankrett und vielleicht größeren Schadenogrecht.
- 28:04Speaker 0: Und ich bin immer wieder bei so Gesprächen dabei das sie dann in die Bremsen eihauen und sie sagten hier müssen wir stoppen.
- 28:09Speaker 0: Da kann ich Sie nicht mal beraten.
- 28:11Speaker 0: Ich brauche jetzt vielmehr Zeit zum Beicht hören effektiv weniger beichten habe, weil ich halt mehr Zeit brauche.
- 28:21Speaker 0: Früher war das dann in fünfzehn Minuten im Beissteuer erledigt je nach der Schwere des Sünders.
- 28:26Speaker 0: Heute sitzt da mindestens eine Stunde oder eineinhalb Stunden und das ist auch ein Arbeiten.
- 28:31Speaker 0: zuhören.
- 28:31Speaker 0: Ist auch nicht unbedingt leicht.
- 28:34Speaker 0: also ich mag mich gar nicht beschweren sondern ich beschwärme höchstens dass wir unsere eigenen Waren so schlecht verkaufen.
- 28:42Speaker 0: Wieso muss ich beichten gehen?
- 28:44Speaker 0: Wieso verkaufen, das ist nicht als möglich.
- 28:46Speaker 0: Genauso wenn du sagst, ich muss das Bier trinken, aber im Morge das Bier gar nicht!
- 28:50Speaker 0: Nein es wird mir angeboten weil's dem Körper gut tut für Elektrolyte hat oder was weiß man sich immer.
- 28:57Speaker 0: Alles andere... Ich muss eine getauft werden, da liebe ich auch mal jeden, ich muß eine heiraten.
- 29:03Speaker 0: Wenn ein Braubharrer zu mir kommen und sagt warum willst du heiraten, ja weil wir den Siegen Gottes waren, dann sage ich an die anderen geringen denn nicht oder was seitens nie für welche.
- 29:09Speaker 0: Ich habe so kein Spezialeinfluss auf den Segen.
- 29:15Speaker 0: Ich habe es schon mal überlegt, dass ich nur deswegen gesegnet werde um selber segend zu sein?
- 29:19Speaker 0: Die richtige Antwort wäre gewesen, wo ich heiraten will um Segend für andere zu sein.
- 29:23Speaker 0: Dann sind wir dabei!
- 29:24Speaker 0: Um Werkzeug zu werden.
- 29:26Speaker 0: Das sind aufhellende Momente.
- 29:28Speaker 0: Da schauen sie bloß noch groß an.
- 29:29Speaker 0: Also haben wir das noch nie gesehen.
- 29:31Speaker 0: Darum seid ihr da.
- 29:31Speaker 0: Und darum hat der Bab am Boden studieren lassen wie er euch das jetzt beibringt.
- 29:36Speaker 0: So einfach geht das... Oder heute auch mit den Angehörigen am Grab zu stehen und zu sagen, Leute hier ist die Reise zur Ende.
- 29:44Speaker 0: Und bitte keine Fragen wie kann der liebe Gott uns das antun?
- 29:46Speaker 0: Es war alles geblend.
- 29:48Speaker 0: Fängt's mir ja nicht an!
- 29:51Speaker 0: Also es ist wirklich dabei helfen dass sie nicht zurückgebliebenen oder hinterblieben bleiben sondern dass sie den Aufbruch des heißt Auferstehung mitgehen und mit wagen.
- 30:02Speaker 0: Wir sind nur begleiter.
- 30:04Speaker 0: Wenn ein Pfarrer meint er war der Chef dann hat er was... Falsch verstanden.
- 30:10Speaker 1: Wir haben jetzt Jahrzehnte des Aufschwungshund Wohlstands hinter uns, wo wenn man mal ganz ehrlich ist eigentlich also der Gesamtgesellschaft recht wenig gefehlt hat.
- 30:21Speaker 1: und jetzt kommen wir da seit Anfang des Jahres in so eine eine ganz neue Situation rein, wo Menschen auf einmal Unsicherheit spüren, wo menschen gewisse Freiheiten ja zumindest eingeschränkt werden.
- 30:37Speaker 1: wenn die ganz verrückten meinen, dann gleich die Demokratie ist für den gegangen.
- 30:42Speaker 1: Aber es erzeugt eine Unsicherheit in der Gesellschaft ein neues Situation und wir wissen alle nicht so richtig wie wir damit umgehen können.
- 30:52Speaker 1: Und sollten merken Sie denn dass die Nachfrage gerade vielleicht auch in Ihrer Gemeinde in diesem Jahr nach Kirchen, nach Beistand, nach Antworten größer geworden
- 31:05Speaker 0: ist?
- 31:06Speaker 0: Nein!
- 31:06Speaker 0: Und ich habe gleich von Anfang an einen wenden Hochphase vom Lockdown, wo es heißt noch, ja wenn das vorbei ist Corona, dann werden zehn mit den Leuten eure Kirchen stürmen.
- 31:14Speaker 0: Wenn sie wieder Gottesdienste halten können, nein!
- 31:19Speaker 0: Bei mir jetzt am Sonntag über große Kirche kann so zweihundert, zweihundzwanzig gut rein lassen in meine Kerchenbänke hinaus da.
- 31:25Speaker 0: Ich hab nur eine Stühle, jeder kann seinen Abstand selber bestimmen und wir weiß nicht mehr darauf hin.
- 31:31Speaker 0: Aber früher, wenn er bei mir am Sonnet-Leit nur gekommen war, hätte ich gesagt, jetzt geht auch keiner mehr in die Kirche.
- 31:36Speaker 0: Da waren halt sechs, sieben, achthundert da.
- 31:39Speaker 0: Aber wie gesagt die Zahlen interessieren wir ja nicht.
- 31:41Speaker 0: Nein!
- 31:42Speaker 0: Sondern wir haben noch keine Begriffe als Kirche was Corona mit uns gemacht hat.
- 31:46Speaker 0: Wie wir am Ende dann dastehen und wie gesund geschumpft mir werden.
- 31:49Speaker 0: Ich sage bewusst gesund geschimpft genauso wie das Klima.
- 31:53Speaker 0: Ich habe sie gelesen, dass der CO-Zweirückgang noch nie so groß war wie jetzt während Corona.
- 31:58Speaker 0: Wir müssten eigentlich jedes Jahr neue Achtprozent dazu legen um irgendwie ein Klimawandel zu erhändeln.
- 32:05Speaker 0: Jetzt sage ich was Prophetisches vielleicht haben wir das Corona wirklich braucht um mal zu lernen?
- 32:08Speaker 0: Ja!
- 32:09Speaker 0: Was Wissenschaftler schon immer sagen wir müssen unseren Wachstumsvorstellungen zurückschrauben um eine Zukunft zu haben um diesen Planeten zu retten.
- 32:18Speaker 0: Als Corona angefangen ist, meine erste persönliche menschliche Gefühl war Angst.
- 32:25Speaker 0: Weil ich bin ein Kind des Wohlstands.
- 32:27Speaker 0: Ich bin sechs Jahre geboren und Wirtschaftsausschwung.
- 32:31Speaker 0: Wir waren nicht reich aber wir hatten alles.
- 32:33Speaker 0: Es war einfach toll!
- 32:34Speaker 0: Mir hat nie was gefehlt und es war immer nur weiter, weiter, vorwärts hin weiter... Und jetzt kommt das Corona-Netzeshaus.
- 32:42Speaker 0: Da war zuerst mal Angst da.
- 32:43Speaker 0: Ativ sitzen die Angst, die er nachempfinden und dann hat keiner mit den Menschen weg.
- 32:48Speaker 0: Was machen wir jetzt?
- 32:49Speaker 0: Wir haben wirklich alle vor die Hunde gehen!
- 32:51Speaker 0: Und dann habe ich gespürt, jetzt musst du was tun.
- 32:55Speaker 0: Erstens gegen deine eigene Angst und dann gegen die Angst der anderen... ...und wir gehen nicht vor die hunde.
- 32:59Speaker 0: Wir sind Menschen, die eine Auferstehung glauben.
- 33:03Speaker 0: Und das gehen wir bitte mit aller Energie, mit aller Macht und mit aller Einfallsreichtum.
- 33:08Speaker 0: Darum sind ja die Krone der Schöpfung, dass wir uns was Neues einfallen lassen!
- 33:12Speaker 0: Wir werden völlig verändert aus Corona rausgehen – unsere ganze Lebensstil wird sie verändern.
- 33:16Speaker 0: Natürlich werden wir wieder mehr Nähe schaffen wenn wir die technischen Mittel usw.
- 33:20Speaker 0: bekommen.
- 33:21Speaker 0: aber vieles wird bleiben und es ist richtig so.
- 33:25Speaker 0: Das schauen wir mal wie man das dann gestalten und wie eine Kirche der Zukunft ausschaut.
- 33:29Speaker 0: Ich habe keine Patentrezept, aber ich lasse mir volles ein.
- 33:32Speaker 0: Aber ich weiß es gibt keinen zurück zum Anfang kein Reset.
- 33:36Speaker 1: Gibt's etwas was Sie sich wünschen würden für die Kirche der Zukunft?
- 33:40Speaker 1: Also unabhängig jetzt von den offensichtlichen Dingen über die wir ja schon gesprochen haben?
- 33:44Speaker 0: Also nicht nur für die Küche sondern auch für alle Religionen.
- 33:47Speaker 0: Es gibt diesen schönen Satz du musst das Leben vom Tod her denken.
- 33:51Speaker 0: Das heißt Wenn du etwas vorhast, planst und mit so einer Briefe oder Einspruch oder irgendetwas anderes überleg dir einfach stell dich vor.
- 34:00Speaker 0: Du wirst in vier Wochen nicht mehr da.
- 34:03Speaker 0: Das Bläde am Stern ist ja dass du gehst aber die Welt weiter sich weiterdreht.
- 34:08Speaker 0: Die fragt überhaupt nicht, die macht einen Verweiter und du gehest.
- 34:11Speaker 0: Stell dir vor, du wirst den vier Wochen immer da.
- 34:13Speaker 0: wie geht es dann weiter?
- 34:15Speaker 0: Ist das noch wichtig was du dir jetzt vornimmst?
- 34:18Speaker 0: Was du jetzt dem hinreiben willst?
- 34:20Speaker 0: dein Kommentar willst du jetzt Wirklich nur bringen.
- 34:24Speaker 0: Oder andersrum, dein Partner, dein Freund neben dir ist in vier Wochen immer da.
- 34:28Speaker 0: Du willst mit ihm diese Auseinandersetzung führen?
- 34:30Speaker 0: Glaubst du das noch angebracht ist?
- 34:33Speaker 0: Das heißt es ist Leben vom Tod her denken.
- 34:35Speaker 0: und vielleicht sollte jetzt die Religionen aus dieser weltweiten Corona-Krise sich mit diesem Denken neu aufstellen und merken haben wir das eigentlich kapiert was wirklich wichtig ist?
- 34:48Speaker 0: Dieser Virus, der kommt einfach.
- 34:50Speaker 0: Dem ist es völlig wurscht wenn man da begegnet Mann Frau Kind Alt Schwarz Weiß Welche Religion das steckt einem voran?
- 34:59Speaker 0: Haben wir nicht gemerkt wie sehr wir alle aufeinander verwiesen sind und dass das ein leichtes ist mit einem Federwisch des Trennende zwischen uns wegzuschmieren Dass niemand mehr auf die Idee kommen könnte zu sagen Der glaubt falsch.
- 35:13Speaker 0: Es gibt eine schöne Geschichte und zwar alle Religionen warten im Wartezimmer vor dem Himmel, bis sie eintreten dürfen.
- 35:19Speaker 0: Jeder mit seinen Unterlagen der Christen mit der Bibel an der Juden mit Talmud und der Moslem im Koran.
- 35:29Speaker 0: Und jeder beäugt den anderen so von unten raus und jeder denkt dann bin ich mir nicht gespannt wer wird der erste sein in ein Reinholt?
- 35:36Speaker 0: Wer wird er erstes sein?
- 35:39Speaker 0: Dann geht die Tür auf und er kommt alle wie Gott.
- 35:42Speaker 0: Dann sagt er, alle eintreten.
- 35:45Speaker 0: Aber wieso habt ihr nicht miteinander gesprochen?
- 35:48Speaker 0: Ihr hattet doch so viel Zeit.
- 35:51Speaker 0: Tolle Geschichte!
- 35:52Speaker 0: Wieso sprechen wir nicht mehr in der
- 35:53Speaker 0: Hand?!
- 35:54Speaker 0: Wieso meinen wir wirklich dass eine Religion besser wie die andere sein könnte?
- 35:58Speaker 0: Jeder wird in seine Religion hineingeboren und sich an dem Tag in diesem Land, in diese Religionen, in dieser Konfession hinein geboren wurde.
- 36:07Speaker 0: ich habe es nichts ausgesucht.
- 36:10Speaker 0: Zur selben Zeit, zur selben Stunde ist ein anderer Mensch irgendwo als Moslem auf die Welt gekommen.
- 36:16Speaker 0: Jetzt ist er nicht ausgesucht.
- 36:17Speaker 0: und jetzt kommen wir darauf zu sagen, wer ist falsch?
- 36:19Speaker 0: Wer ist richtig?
- 36:21Speaker 0: Und auch wir als Konfessionen sind das Land der Reformation.
- 36:25Speaker 0: Man muss es einfach mal nüchtern wenn man schon von Zahlen reden sieht vor Augen führen.
- 36:29Speaker 0: Seit fünfhundert Jahren schieben wir diese Trennung vor uns.
- 36:33Speaker 0: Fünfhundert Jahre!
- 36:35Speaker 0: Wir sind nicht gewillt des abzustellen.
- 36:38Speaker 0: So schön Bepfalt Strom und Merks haben jetzt den Friedenspreis Augsburg bekommen.
- 36:43Speaker 0: Finde ich gut, aber das wäre doch der Anlass gewesen zu sagen, jetzt haben wir es verstanden!
- 36:47Speaker 0: Jetzt muss einmal Schluss sein damit.
- 36:52Speaker 0: Das ist glaube ich was nach sich die Menschen sehen, dass endlich mal etwas passiert.
- 36:57Speaker 0: Nein da kommt wieder so ein Schrift aus Rom, dass die gegenseitige Einladung nicht erlaubt ist.
- 37:02Speaker 0: Da habe ich bei mir ein Ehepaar, das seit dreißig Jahren verheiratet ist.
- 37:05Speaker 0: Die Kinder getauft oder zogen.
- 37:08Speaker 0: Konfessionsverschieden die jeden Sonntag bei mir da sind.
- 37:11Speaker 0: Ja meinst du dass sie den Ehepartner bei der Communion wegschickt?
- 37:14Speaker 0: Das ist vielleicht einer der wenigen der Begriffe oder was wir hier tun!
- 37:18Speaker 0: Dass eine Frau liebt auf Händen trägt und seine Kinder liebt.
- 37:22Speaker 0: Der Verstanden hat wo es christliche Hauskirche von Anfang an war.
- 37:26Speaker 0: Ich weiß nicht hat das denen in Rom niemand erzählt.
- 37:30Speaker 0: Wir sind doch ja kirchrechtlicher Angelegenheit.
- 37:33Speaker 0: Sagen wir mal, ist das Liebesmal, dass Jesus gestiftet hat?
- 37:37Speaker 0: Ja.
- 37:38Speaker 0: Wie schaut denn der Hass aus?
- 37:41Speaker 0: Frage ich mich, wenn die Leute Liebe schon nicht verstehen.
- 37:44Speaker 0: Wenn die Leute wirklich meinen, wir würden Menschen wegschicken können.
- 37:48Speaker 0: Gerade die, die den Bruch haben... Wir haben doch alle Vorgaben, steht doch drin!
- 37:53Speaker 0: Nicht die gesunden Krankenbracher und Arzt.
- 37:56Speaker 0: Gerade diese, die am Bruch im Leben erfahren wie der Feier geschieht.
- 38:00Speaker 0: Die brauchen doch erst recht diese Nähe.
- 38:02Speaker 0: Die konnte ich doch nicht dann bewusst noch mehr auf dem Hof aussperren, das geht da nicht.
- 38:07Speaker 1: Vor allem weil ja die Grundideen, Werte und Aufgaben eigentlich in jeder Religion sehr nah beieinander sind.
- 38:16Speaker 1: Also die Unterschiede sind ja nicht so groß.
- 38:19Speaker 1: also ob jetzt der eine glaubt dass es so war oder sowas
- 38:23Speaker 0: Es ist eine verschiedene Ausformung, es sind Menschen mehr.
- 38:26Speaker 0: Ja klar!
- 38:26Speaker 0: Wir sind als Christen, wir sind die Offenbarungsreligion.
- 38:29Speaker 0: Wir glauben an Jesus von Nazareth und den Sohn Gottes.
- 38:31Speaker 0: Das ist ja gar nicht dahingestellt.
- 38:33Speaker 0: aber das heißt ja nicht dass ich zugleich auch Gemeinsamkeit mit anderen Religionen habe.
- 38:37Speaker 0: Die Konzilsdokumente geben uns wieder.
- 38:41Speaker 0: also der Respekt vor anderen Religions.
- 38:43Speaker 0: drum ist es völlig unsinnig wenn jemand meint sich besonders christlich ausweisen zu können indem er auf dem Islam Mohammed und auf die muslimischen Schriften eindrischt.
- 38:56Speaker 0: Das hat nichts mit Chris Lee in Geist zu
- 38:58Speaker 0: tun.".
- 38:59Speaker 1: Jetzt sind sie ja gerade sechzig geworden vor gar nicht so vielen Tagen, und Sie sind natürlich genauso aktiv wie eh und je!
- 39:10Speaker 1: Und dieses Jahr konnten sie mal ein paar Tage mehr durchschnaufen als die letzten Jahre weil es oktoberfest ausgefallen ist.
- 39:19Speaker 1: Wie sehr fehlen Ihnen diese vierzehn Tage dieses Jahr, dieses Menschen die aufeinandertreffen aus unterschiedlichsten Ecken und auch aus der ganzen Welt?
- 39:30Speaker 0: Also nachdem ihr euch übergesagt das Leben vom Tod her sehen weist, dass alles einmal er Ende hat bringt man dies jetzt nicht nieder.
- 39:39Speaker 0: Man kann natürlich ohne Wiesen leben!
- 39:41Speaker 0: Ich bin ja geborene Münchner, ich war mit der Wiesn groß.
- 39:44Speaker 0: Wenn die richtige Windstimmung ist dann haben wir bei uns in Leim drüben den Duft sogar von der Wiese bis nach Hause geregt.
- 39:52Speaker 0: Das hat so einen ganzen Gätsernbalkon und da riecht es die gebrannten Mandeln aber das braucht gar nicht mehr Kaffee.
- 39:57Speaker 0: Das ist auch günstig!
- 40:00Speaker 0: Natürlich fehlt sie jetzt völlig klar.
- 40:02Speaker 0: Aber ich denke, es muss in der Relation sein.
- 40:05Speaker 0: Warum fehlt sie denn?
- 40:06Speaker 0: Sie fehlt da nicht, weil wir uns nicht einig waren über die Kosten des Bierpreises oder was, sondern sie fehlt, weil Wir eine weltweite Bedrohung haben und dann glaube ich spielt's keine Rolle mehr!
- 40:16Speaker 0: Und dann auch noch zu sehen... Mir wenn sie fehlt das ist völlig wurscht.
- 40:23Speaker 0: aber denen die davon leben Wenn sie fehlt ...denk an den Schausteller.
- 40:27Speaker 0: Christian Schottenhamel war schon bei euch.
- 40:29Speaker 0: Was wird ihr damit machen?
- 40:33Speaker 0: Das macht man mir Sorge.
- 40:35Speaker 0: Und auch, wie wir das in Zukunft hinkriegen, selbst wenn wir Wiesen für die Münchner gemacht hätten, was war das für Veranstaltung geworden?
- 40:42Speaker 0: München hat uns nur fünf Millionen Einwohner und dann kommt keiner mehr!
- 40:45Speaker 0: Die Wiesen können erleben weil wir die ganzen Gäste und Touristen aus aller Welt haben.
- 40:50Speaker 0: Vielleicht schätzen wir es – und das ist eigentlich so meine Hoffnung – Schätzen wir, wenn wir jetzt einen Moses finden, miteinander näher umgehen zu können, was das bedeutet eine Gemeinschaft zu sein.
- 41:00Speaker 0: Was es bedeutet, andere Menschen, andere Kulturen erleben zu können?
- 41:05Speaker 0: Was ist das bedeutet in so einem Flieger zu steigen und bitte nicht so wieder gleich Lust schätten sondern ganz bewusst seine Reise auf sich zu nehmen und etwas anderes von dieser Welt in den Griff, im Blick zu bekommen?
- 41:19Speaker 0: Was es beteutet ein gutes Stück Fleisch zu essen.
- 41:24Speaker 0: vielleicht lernen wir jetzt einfach demütiger mit unseren Möglichkeiten umzugehen.
- 41:29Speaker 0: Das ist so meine Hoffnung eigentlich.
- 41:31Speaker 0: Nicht, dass die Menschen fremder wären oder dass sie mir die Kirche empfüllen von mir.
- 41:35Speaker 0: Das bleibt daheim wenn es nur das verstanden haben was für ein unglaubliches Geschenk des Lebens für jeden von uns ist.
- 41:42Speaker 1: Es vielleicht auch einfach so näher Irgendwie gar nicht so schlecht, also natürlich es gibt unfassbar viele negative Auswirkungen dieser ganzen Krise.
- 41:52Speaker 1: Aber wenn man eine positive Sache vielleicht finden kann dann ist das wirklich diese Pause-Taste die uns da gedrückt wurde egal ob es um Konsum, um Geschwindigkeit auch in unserem Leben... geht, dass wir einfach mal innehalten und darüber nachdenken wie gut es uns auch tatsächlich geht.
- 42:15Speaker 1: Auch in dieser Situation, wie gut das uns im internationalen Vergleich geht.
- 42:19Speaker 1: Erstens
- 42:20Speaker 0: das aber ich wünsche diesen guten Umstände allen nicht bloß unserem Land, aber dass wir lernen, dass durch diese Stagnation, durch dieses herausnehmendes Tempus spüren, wie sehr der Aggressivität sinkt.
- 42:35Speaker 0: Es ist ja gerade dieses überall dauernd ständig zum geringsten Preis sein zu müssen.
- 42:42Speaker 0: Das macht natürlich notwendig, dass ich mir vordrängle diese Ellenbogen moral und zerst komme ich dran und sonst keiner.
- 42:48Speaker 0: Und das kann es nicht geben!
- 42:52Speaker 0: Wenn wir das jetzt halt lernen würden, das wäre halt schön.
- 42:55Speaker 0: Und auch mit dem einfachen so mit der brühmten Blume am Wegesrand sicher mal zur Frieden zu geben und zu lernen was die schon für Riesen geschenkt ist dann hätte er die Blume erschoss Dann hat vielleicht die Natur eine Chance, in diesen Wildparks in Afrika wieder die Tiere der Natur zurückzugewinnen.
- 43:18Speaker 0: Das war einfach Lernen!
- 43:20Speaker 0: Wir sind nicht der Mensch auf dieser Erde.
- 43:23Speaker 1: Sie unterstützen ja normalerweise mit ihren Einnahmen aus dem Oktoberfest ein Sterbehaus?
- 43:30Speaker 1: Wie ist die Situation momentan dort?
- 43:32Speaker 1: Sie tauschen sich ja, glaube ich, recht regelmäßig.
- 43:34Speaker 0: Ja das mit der Lotte Latrus.
- 43:35Speaker 0: Sie lebt mittlerweile – sie ist auch schon Rentnerin jetzt in der Schweiz und sie ist ja gesundheitlich angeschlagen aber sie hat da ihre Angestellten im Zentrum der Hoffnung.
- 43:44Speaker 0: Das geht gut weil sie kriegt immer noch weiterhin Spenden und konnte es alles aufrichten.
- 43:49Speaker 0: Erst gestern kriegen wir immer den Brief von der Stiftung Lotte-Latrous und das ist eine sehr viel Eigendynamik-Schuhe erwachsen also ehemalige Patienten aus dem Krankenhaus, ehemalige Jugendliche die es in der Schule ermöglicht haben.
- 44:03Speaker 0: Die mittlerweile schon studiert haben als Ärzte zurückgekehrt sind.
- 44:07Speaker 0: also die Lotte hat da was Unglaubliches geschaffen weil ich ja gesagt habe um dein ewiges Leben Ragsgesorge machen du hast alles geleistet.
- 44:14Speaker 0: das haben wir noch weit hinterher und es geht gut.
- 44:18Speaker 0: es geht vielleicht besser als man glauben möchte weil auch dort das Tempo rausgenommen worden ist Weil auch dort natürlich Corona schlägt in so einem Slam brutal ein.
- 44:30Speaker 0: Aber da ist er lottisch schon wieder gängig geworden, also schon wieder aktiv geworden, dass man wie im Detownships in Südafrika, da gibt es diese Suppenküche und so... Also da ist ja ein großes Netzwerk da wo man sagt Schau her bei euch, ein Euro sind wir uns zwanzig Euro!
- 44:47Speaker 0: Und so können die das Ganze gut finanzieren und glaubt euch jetzt auch Bewusstsein füreinander erwachsen.
- 44:53Speaker 0: Und weil ich das nicht viel von außen kommen kann, steht der Afrika ganz anders da wie Europa.
- 45:01Speaker 0: Haben die mehr Chancen mit diesem Virus umzugehen?
- 45:05Speaker 0: Er grassiert dort nicht so, weil nicht viel Druck vom Außen kommt und nicht viele Möglichkeiten oder die Infizierung vom Außengekommen.
- 45:15Speaker 1: Ja, vielen Dank für den Besuch bei uns.
- 45:18Speaker 0: Danke!
- 45:19Speaker 0: Ich
- 45:19Speaker 1: muss jetzt dann irgendwann mal bei Ihnen vorbeischrauben.
- 45:21Speaker 1: Ja
- 45:21Speaker 0: ja, wir sind immer da.
- 45:22Speaker 0: Wir haben große Programme mit einem großen Ideen.
- 45:26Speaker 0: an den Corona-Weihnachten ist das nächste große Thema.
- 45:29Speaker 0: Wie macht man das?
- 45:30Speaker 0: Gerade Weihnachten geht mir ja in die Kirche.
- 45:33Speaker 0: Da kann ich doch nicht irgendeinem sagen Nein, jetzt die Wase geht es bloß auch mit mir.
- 45:36Speaker 0: aber heuer darfst du nicht kommen.
- 45:38Speaker 0: Wir hat ein Programm entwickelt und das wollen wir umsetzen und das heißt zwölf Hours Christmas.
- 45:43Speaker 0: Das heißt, wir haben zwölf Stunden heiliger Abend von zwölfe bis zwölfen.
- 45:46Speaker 0: Also heilige Abend mittags, zwölfin die Geschäfte schließen wir mehr auf Erster Gottesdienst und dann ein Kinder-Gottesdienst nach dem anderen.
- 45:54Speaker 0: Und dann Gottesdienste auf Abend für die Singles und Alleinstehenden, und dann nochmal einen um zwanzig Uhr und dann um zwei an zwanziger Uhr die klassische Christmette.
- 46:03Speaker 0: Wir bitten die Leute sich einfach zu verteilen auf verschiedene Gottesdienten.
- 46:07Speaker 0: Wir wollen in die Kirche einen Wald reintun also mit hunderthundfuchtschrissbäumen aber nur Bäume nicht geschmückt und wollen dann zu Zentren machen, in die Bäume immer so kleine Krippenaustellungen aufbauen bis an eine Zauberwald einfach wo man kommt.
- 46:22Speaker 0: Und ich sage zwölf Stunden, da komm' ich noch nach Gänsei und damit das so ein bisschen im Bewegung bleibt und mit meinem Merktau jetzt ist's grad voll, da komme ich in der Stunde wieder und komm' dann durchs Zwelfa-Ausgrößtmesser.
- 46:33Speaker 0: Also unser Motto lautet wir lassen uns was einfallen und möglichst wenig ausfallen.
- 46:38Speaker 1: Damit wär er wieder bei der Innovation für die Kirche.
- 46:41Speaker 1: Gut danke!
- 46:43Speaker 0: Das war es leider schon.
- 46:45Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende.
- 46:49Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören!
- 46:52Speaker 0: Bitten im Rücksicht
- 46:53Speaker 1: auf die Nachbarn
- 46:54Speaker 0: und sei leise wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.