Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Aufregung um das Fortuna-Büdchen - wie ist der Stand?
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- Es ist ja jetzt auch offiziell Herbst und ich wiederhole mich bewusst, wenn ich sage I love it. Und ja, ich gebe ihr hier immer gerne saisonale Snack-Tipps. Heute mal ein Classic Suppen. Dass ich mich von Ramen ernähren würde, wenn es sein müsste oder wenn ich könnte, ist ja weithin bekannt. Aber es gibt ja auch alle anderen möglichen Sorten. Und wo man die ganz besonders gut bekommt, kann man aktuell auf rp.online lesen. Ein paar Restaurants verrate ich aber hier. Nummer eins, ganz klar, Dousa, die Erbsensuppe, safe, ein Klassiker in der Stadt. Es gibt aber auch Linsensuppe und Kürbissuppe. Und das an drei Standorten in der Stadt, zum Beispiel am Karlsplatz und im Stammhaus in Dährendorf. Der zweite Tipp, den ich hier geben möchte, ist die Löffelbar. Der Name ist natürlich Programm. Es gibt mittlerweile auch andere Sachen im Restaurant auf der Tussmannstraße, Aber Suppen sind tatsächlich nach wie vor hier groß vertreten. Da ist ja die Spezialität des Hauses fast die Käselauchsuppe. Es gibt aber auch eine asiatische Nudelsuppe und natürlich ist auch hier der Kürbis groß. Es ist ja schließlich Herbst. Ich finde, ein bisschen unter dem Radar fliegt ja immer die Minestrone. Ist eine meiner Lieblingssuppen. Also ich spiele mich hier auf, als wäre ich eine Suppenex. Naja doch, ich esse schon gerne Suppe. Also die Minestrone, da gibt es ja auch sehr viele verschiedene Arten, die zu machen. Eine gute gibt es in den Shadow Arcaden bei La Passione Differenze. Das kann ich auch sehr empfehlen. Wie gesagt, noch mehr Suppentipps gibt es aktuell auf rp.online zu lesen und zu bekommen. Von den Suppen kommen wir direkt zu den goldenen Herbsttagen und die verbringt man ja am besten draußen, am Rhein, am Fortuna-Bütchen. Der, ja ich sag's jetzt einfach, Kult-Kiosk gehört für viele zum Ausflugsrepertoire dazu, ob bei Fortuna-Spielen oder einfach so. Kein Wunder, dass ein Aufschrei durch die Stadt ging, als das Wort Schließung im Zusammenhang mit dem Fortuna-Bütchen plötzlich im Internet auftauchte. Mit Maximilian Novroth habe ich über die Hintergründe dieser Geschichte gesprochen. Nach einem Museumsbesuch ins Restaurant oder Café ist ja eigentlich ein Klassiker. Zum Beispiel, wenn man sich aktuell in der Kunstsammlung die Yoko Ono-Ausstellung angesehen hat. Philipp Holstein hat das schon zweimal getan, also sich die Ausstellung angeguckt. Ob er danach Kaffee trinken oder Suppe essen war, weiß ich natürlich nicht. Und seine wirklich schönen Gedanken dazu teilt er mit mir und uns. In ein Menü gehört auch eine Suppe, oder? Das weiß wahrscheinlich fast niemand so gut wie Sebastian Staudinger. Der Betreiber und Küchenchef vom Staudis auf der Münsterstraße bietet seit einiger Zeit nur noch diese an, Menüs. Obwohl, naja, nur natürlich falsch klingt. Immerhin gibt es bis zu sechs Gänge. Was hinter der Umstrukturierung steckt und wie es ist, sich zu verkleinern, das hat er mir erzählt. Und damit herzlich willkommen beim Rheinpegel. Ihr hört Folge 337 und der Rhein steht bei 3,69 Meter. Music. Rheinpegel, der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Herzlich Willkommen beim Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede, aber auch wirklich jede Woche darüber sprechen, was die Stadt bewegt, was ihre Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, was – say it with me loud and clear –, geht. Mein Name ist Tasia Kramann und für eine kleine, wunderbare Weile darf ich diese wirklich schöne Aufgabe übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr uns verraten möchtet, wo es eurer Meinung nach die besten Suppen gibt, wenn ihr Ideen habt, welche schönen, aufregenden, besonderen Ausstellungen in der nächsten Zeit anstehen in und um Düsseldorf, wenn ihr Restaurants habt, in denen ihr sehr gerne Menüs esst, wenn ihr auf Veranstaltungen hinweisen wollt, wenn ihr irgendwas auf der Seele habt, wenn ihr Lob oder Kritik loswerden möchtet, wir hören immer, immer, immer gerne von euch. Unter rheinpegel at rheinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir lesen es und wir freuen uns. Das Fortuna-Bütchen muss schließen. So und so ähnlich lauten zahlreiche Schlagzeilen in unterschiedlichsten Medien in den letzten Tagen. Eine Online-Petition wurde gestartet. Der Oberbürgermeister und andere PolitikerInnen meldeten sich zu Wort. Und das alles, weil die jetzigen Betreiber des Kiosks am Rheinufer eine Kündigung des Pachtvertrages bekommen haben. Aber von Schließung ist gar nicht die Rede. Wie schnell es manchmal gehen kann, dass die Emotionen hochkochen, wie die tatsächliche Sachlage ist und was die EigentümerInnen sagen, das weiß Maximilian Noffroth. Lieber Max, wir reden ja das ein oder andere Mal miteinander und ich weiß mittlerweile einige Dinge über dich. Was ich nicht weiß, bist du eigentlich Fortuna-Fan? Selbstverständlich. Natürlich. Dann bist du bestimmt einer der vielen, vielen, vielen Besucher des Fortuna-Bütchens am Rheinufer. Ja, für Kumpels und mich ist das so ein Standardtreffpunkt, wenn wir mit dem Fahrrad zum Heimspiel fahren. Ist das so, ne? Also es ist wirklich so. Ja, auf jeden Fall. Das Fortuna-Bütchen heißt nicht nur einfach so Fortuna-Bütchen. Ne, also das wurde ja auch Fortuna-Bütchen genannt vor einiger Zeit, ich weiß nicht genau, 15, 20 Jahren. Weil sich dort immer Fortuna-Fans getroffen haben, weil es ja perfekt zwischen Altstadt und Stadion auf dem Weg liegt und da man da eben noch entspannt ein Bierchen trinken kann oder eine Apfelscholle oder was auch immer, um dann zusammen ins Stadion zu fahren. Und ich habe seit sieben Jahren eine Dauerkarte für die Fortuna, deswegen bin ich da auch häufiger. Ah, du bist also Fan-Fan, ich verstehe. Wie so oft, wenn es um eine Sache geht, die auch einen emotionalen Wert hat für diese Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner Und das ist dieses Bütchen auf jeden Fall. Gibt es viel Bewegung, wenn sich Veränderungen anbahnt oder irgendwelche Nachrichten kommen, die darüber hinausgehen, dass es jetzt eine neue Bockwurst oder mehr Sitzgelegenheiten gibt. Gestern am Dienstag, den 8. Oktober, ging ein Raunen durch die Stadt und die sozialen Medien. Dem Fortuna-Bütchen droht das aus. Es gibt Petitionen. Also es war plötzlich wirklich, überall ploppte das auf. Kannst du, ich habe mich extra ein bisschen zurückgehalten in der Recherche sozusagen, weil ich das mal von Anfang an verstehen möchte. Weil ich gebe zu, ja, ich war noch nie im Stadion. Das wissen wir hier jetzt alle. Und dementsprechend ist meine Erfahrung mit dem Fortuna-Bütchen auch. Ich stand zweimal in einer sehr langen Schlange und habe mir dann woanders eine Cola geholt. Also deswegen habe ich da gar nicht so viel Bezug zu und deswegen kenne ich die Geschichte nicht. Ich kenne nicht die Umstände. What happened? Also ich glaube, wir sollten erst mal anfangen mit dem, was am Dienstag passiert ist, nämlich dass die drei Betreiberbrüder, die heißen Antonio, Nino und Pietro Meffe, sind Düsseldorfer mit italienischen Wurzeln, zwischen Mitte 50 und Mitte 60 Jahren alt, dass die auf ihrer Facebook-Seite verkündet haben, Zitat, uns wurde der Pachtvertrag zum Ende des Jahres gekündigt. Daher gehen wir von einer Schließung aus. Und da wurde es auch noch so ein bisschen emotional. Sie haben geschrieben, sie fühlen sich so, als würde die Verpächterin ... Sie da rauskicken wollen, so sinngemäß. Und das hat für einen riesigen Aufschrei gesorgt, wie du es ja gerade auch schon beschrieben hast. Das sieht man einerseits daran, dass dieser Post binnen kurzer Zeit tausendfach geteilt wurde und hundertfach kommentiert wurde, halt immer mit diesem Tenor, um Gottes Willen, mein Bütchen, was soll das, warum, wer tut hier irgendwas. Dann wurde eine Petition geschaltet von einer Düsseldorferin Christina Martin bei Change.org, die bis heute, wo wir jetzt hier sprechen, mehr als 15.000 Unterschriften gewonnen hat mit dem Titel Rettet das Fortuna-Bütchen. Und sogar der Oberbürgermeister Stefan Keller hat auf der Facebook-Seite und Instagram Stadt Düsseldorf sowas gepostet von wegen, der Hilferuf der Betreiber hat mich ereilt, ich werde alles tun, um dieses Kult-Kiosk zu erhalten. Das ist ja schon krass, ne? Also, dass ein Bütchen für so viel Response sorgt, auch von quasi der Stadtspitze. Also, das ist ja schon, ja. Ich muss natürlich wirklich mal überlegen. Ich meine, es gibt hunderte Bütchen in dieser Stadt. Das schätze ich jetzt einfach mal ins Blaue. Und für dieses eine Bütchen, wo ja jetzt nicht irgendwer überhaupt gesagt hat, wir machen das Ding dicht und packen da jetzt eine Champagnerbar oder eine Dönerbude rein, sondern einen Pachtvertrag zu beenden, ist ja in der Gastrobetriebswirtschaft ein völlig normaler Vorgang. Es war aber plötzlich gar kein Thema mehr, dass es irgendwie normal ist, sondern es war direkt ein Riesendrama bis ganz nach oben. Meinst du es hat tatsächlich auch mit diesem, also weil es das Fortuna-Bietchen ist, also weil da so viel, ja, da hängt schon viel dran, ne? Weil der Ort ist Kult, es ist eigentlich eine Attraktion von Düsseldorf, also auch Marketing der Stadt, visitdüsseldorf.de, vermarktet das als, ja, Kulturgutskiosk und klar, wenn man da hingeht an Sommertagen, das ist ja nicht nur bei Fortuna-Spielen so, stehen da wirklich hunderte in der Schlange zwischen Schikimikis, Familien, Normalos, Punks, also wirklich ein Querschnitt der Gesellschaft, um sich da ein Bierchen für wenig Geld zu holen und in bester Reihenlage auf der Steinmauer abzuhängen. Das ist halt cool und auch natürlich einzigartig in der Stadt. Ja, das stimmt. Jetzt genau haben wir schon darüber gesprochen, dass es ja diese Nachricht gab, dass dann irgendwie viel Welle gemacht wurde. Was ist denn jetzt, wenn man, jetzt hat es sich ja vielleicht alles wieder ein bisschen beruhigt, jetzt haben wir einen Tag später oder auch nicht, das sehe ich an deinem Gesichtsausdruck. Was ist denn, also was passiert denn tatsächlich? Also wenn wir das jetzt vielleicht mal wieder so ein bisschen downstrippen und wir jetzt einfach mal von außen drauf gucken. Also unsere Aufgabe als Journalisten ist ja, beide Seiten der Geschichte abzubilden. Es gibt ja nicht nur die Betreiber, die natürlich emotional sind und traurig, dass sie da raus müssen. Also ich habe mit Nino Meffe gesprochen, dem jüngsten der drei Betreiberbrüder, der sagte, Mensch, wir machen das hier seit 2006. Wir haben dem den Namen Fortuna-Bütchen gegeben. Wir haben das hier groß gemacht mit vier Hausbrauerei, Biermarken und bester Logistik und so weiter. Die ganze Familie arbeitet mit. Verstehe ich. Aber ich habe mich halt gefragt, naja, wer sind denn eigentlich die Eigentümer von diesem Bütchen und was haben die denn vor? Und es war unglaublich schwer, da ranzukommen. Also ... Ich habe Gott sei Dank um 10 vor 6, also 10 vor 18 Uhr kurz vor Redaktionsschluss noch einen Anruf bekommen von einer Person, die sich mir als Tochter der Eigentümerin vorgestellt hat und mir so ein bisschen die Geschichte von dem Bütchen erzählt hat, die relativ unbekannt ist und in dieser Debatte völlig untergeht. Ja, weil es ist nicht so, dass diese drei Meffe-Brüder und eben vorher noch der vierte Bruder das seit 2006 irgendwie gegründet haben, das ganze Ding, sondern das Bütchen besteht schon seit 50 Jahren und mehr. Und ein Düsseldorfer, ich lasse den Namen jetzt einfach mal aus Datenschutzgründen weg, hat das 1985 übernommen. Und seitdem ist dieses Bütchen in Familienbesitz einer Düsseldorfer Familie, wo es jetzt eben nicht mehr diesem mittlerweile verstorbenen Düsseldorfer gehört, sondern dessen Tochter und deren Tochter wiederum hatte mich angerufen. Also es gibt diese zwei Düsseldorferinnen, die im Prinzip als Eigentümerinnen auftreten. Und die haben mir halt am Telefon gesagt, es ist uns total wichtig zu sagen, dass das Bütchen bleibt. Also es gibt kein Aus, es bedroht, es ist auch gar kein Aus, was droht, sondern wir wollen das Bütchen erhalten mit gleichem Namen und gleichem Konzept, Bier, Bockwurst und ja, vielleicht ein paar Sachen verbessern, vielleicht machen wir es sogar selber, vielleicht ein neuer Pächter, das wissen sie noch nicht, aber auf jeden Fall soll es weitergehen. Und warum ist der Pachtvertrag gekündigt, wenn sie es quasi weitermachen wollen? Also es liegt ja dann offenbar nicht an irgendwie, es muss, genau, ich sage jetzt einfach Sachen ins Blaue, was könnte sonst ein Grund sein? Es soll verkauft werden, genau, es soll was Neues gemacht werden, das Gebäude ist nicht mehr zu erhalten, also es lohnt sich nicht mehr irgendwie da weiterzumachen, sondern es wird platt gemacht, sondern es wird platt gemacht. Gibt es irgendwie Hinweise oder gibt es einen Grund, warum dieser Pachtvertrag dann nicht einfach verlängert wird? Also wollen die das einfach selber machen? Wie kommt dieser Sinneswandel? Hast du da irgendwas? Also das habe ich sie gefragt, sie waren am Telefon sehr zurückhaltend, weil sie glaube ich selber, also die beiden Eigentümerinnen völlig überfordert und auch überrannt waren von diesem Ansturm, um nicht zu sagen Shitstorm, der sich ja gegen die beiden, Gott sei Dank sind die Namen nicht publik, entbrannt hat. Bisschen dazu, dass sie gesagt haben, die wollen sich auf gar keinen Fall mit mir an diesem Bütchen treffen, weil die halt wirklich um sich Angst haben, was ich auch verstehen kann. Das ist auch krass, ne? Und dann habe ich sie halt gefragt, okay, was passiert jetzt damit? Und sie meinten so, naja, es wird jemand anders machen, vielleicht sogar wir selber. Und wir meinte die Jüngere, also die Tochter, sich und ihren Mann. Also es kann sein, dass die weitermachen, aber in jedem Fall wird es weitergemacht. Okay. Und diese drei Brüder, wie du schon sagst, das sind beide Seiten. Also natürlich ist das verständlich, dass man da irgendwie angefasst ist, weil es ist ja auch ein Lebenswerk und auch nicht zuletzt einfach ein Job. Ja. Und dann, dass es irgendwie eine Petition gibt, also was wurde sich davon versprochen, also wo fußt diese Petition drauf? Also weil, wie gesagt, ich bin da auch so ein bisschen, ich möchte mich auch in nichts verzetteln, ich habe natürlich meine eigenen Gedanken und so, aber, ja nicht aber, es ist so, dass, wenn man das jetzt von außen sieht, genau, es gibt einen Pachtvertrag und der wird, wenn ich das richtig verstehe, fristgerecht und quasi ohne, also einfach gekündigt. Also ich würde sagen, diese Petition und die ganze Aufregung beruht auf einer Mischung aus. Verlustangst und nicht unbedingt falsche Informationen, aber halbwahrer oder, Informationen, wo ein wichtiger Teil fehlt. Also ich habe mit der Christina Martin telefoniert, die diese Change.org. Genau, also worum geht diese Petition? Was ist das Ziel dieser Petition? Sie will einfach Lautstärke für dieses Thema und sie will, dass das Fortuna-Bütchen unbedingt bleibt. Sie hat aber auch gesagt, jetzt wo sie weiß, dass die Geschichte des Bütchens ja viel länger wird als die der Betreiber und auch, dass die Betreiber nicht die Besitzer sind und dass die Besitzer weitermachen wollen, Sagt sie, naja, klar ist es irgendwie schade, wenn die jetzt rausgehen, weil die haben es ja jetzt 20 Jahre gemacht und sind irgendwie auch Typen so, die da immer im Verkaufsfenster stehen, aber wenn es wer anders macht, ist halt der Lauf der Dinge. Also sie ist jetzt nicht zurückgerudert, aber sie hat es natürlich ein bisschen besser differenzierter einordnen können. Aber das tun nun mal die meisten Leute nicht, die wahrscheinlich nur Überschriften lesen. Und es ist ja wirklich durch alle Medien gegangen. Also ich habe gerade eben sogar Bild-Zeitungsreporter vor Ort getroffen, die von der Chefredakteurin aus Berlin dahin beordert wurden. Weil es für die halt so ein wildes Thema war. Der Stern, NTV, Zeit, alle haben darüber berichtet. So und jetzt muss man halt aufpassen, dass es eben auch in die Köpfe geht, nein, das Bildchen muss gar nicht gerettet werden, weil es bleibt ja erhalten. Genau, natürlich sind die Menschen, die das gerade betreiben, auch die, die dem bestimmt eine Art Persönlichkeit und Seele verleihen. Du sagst selber, dass die jetzigen BesitzerInnen gerade ein wenig bangen um sich selber oder überhaupt um was ihnen da entgegen brodelt, wenn sie sich da jetzt zeigen würden. Aber ja jetzt einfach mal so ich frage jetzt einfach mal, was meinst du also wird das klappen, wenn da einfach jemand Neues, also wird es jetzt ein bisschen sich aufgeregt werden und dann verkauft halt jemand anders das Bier und beim nächsten, Heimspiel ist es dann so ein bisschen ist man vielleicht das erste Mal noch so ein bisschen grummelig und dann, also das ist ja eine Frage in alle Richtungen, wie einfach ist es dann vielleicht für neue Leute sowas zu übernehmen sowieso immer, wenn man was übernimmt, was Tradition hat oder wie du schon sagst, dieses Verlustangst, ich finde, das ist gar nicht so unwichtig in diesem ganzen Ding. Überhaupt nicht, im Gegenteil. Emotionen spielen die Hauptrolle. Aber hallo, und gerade vielleicht in Zeiten und Situationen, also nicht, dass wir in Zeiten leben, die sowieso sind, wie sie sind, mein Gott, aber immer, wenn sich. Irgendwas, das haben wir ja bei ganz vielen Sachen, also ich kann mich, das erste, woran ich mich erinnere, ist der Tausendfüßler, als der abgerissen werden sollte, was ja was ganz, also ich vergleiche das nicht, aber ja auch Emotionen eine Riesenrolle gespielt hat, weil es natürlich Angst vor Veränderung erstmal ist. Aber da stehen ja jetzt tatsächlich dann Leute, literally, und interagieren mit anderen Leuten. Also wie einfach ist das? Und was können dann diese drei jetzigen Betreiber irgendwie machen? Also kann man sagen, man nimmt den Namen mit und macht daneben irgendwie ein neues? Ich würde jetzt mal kurz den Fokus von denen wegnehmen, weil die haben ja schon eine riesige Plattform sich geschaffen durch ihren Bestand, den Post und die Petition. Und eher die entscheidende Frage ist ja für ... Für Normalos wie mich, die manchmal beim Büdchen sind, aber jetzt auch nicht jeden Tag da abhängen und Biermarken haben und Stammkunden sind, bleibt das Ding am Leben. Und da diese Antwort schon längst bejaht ist, kann man sich vielleicht sogar freuen auf Verbesserungen. Ja, weil ganz ehrlich, es gibt ja auch Leute, die sich darüber ärgern, dass halt immer diese riesige Schlange ist, die sich darüber ärgern, dass es nur Dixi-Klos gibt, die sich darüber ärgern, dass es nur drei, vier Städtische gibt und nicht einfach so eine ganze Außengastronomie wie so ein Biergarten mit Pavillon. Also man kann ja auch ein paar Sachen neu denken, die vielleicht Leute, die das seit 20 Jahren in der Familie haben, noch nicht bedacht haben. Ja, die Frage ist natürlich dann auch, wie dann der Charme erhalten bleibt, wenn man da dann wirklich eine Terrasse hat mit Außengastro und richtigen Klos. War ja jetzt einfach nur rein ins Blaue. Aber um deine Frage zu beantworten, wie wird das sein? Ich vermute, dass die 5-10% Ultras dieses Bütchens weiterhin die Faust in der Tasche haben, wenn die daran denken, dass ihre Betreiber, in Anführungszeichen, da jetzt rausgekündigt wurden. Aber die Mehrheit, die 90%, wie du und ich, die halt manchmal stehen, aber manchmal auch nicht und die jetzt gar nicht so diese Gefühle haben, sich denken, yo, das Bütchen ist erhalten, es ist immer noch in bester Lage am Rhein, es hat immer noch meinen 3-Euro- oder 2,50-Bier. Ja klar, bleibe ich doch da immer noch stehen und hole mir was. Ja, und meinst du, dass wenn das jetzt alles sich so ein bisschen anders, also genau, wenn jetzt heißt, es wird gar nicht geschlossen oder geschweige denn abgerissen, wie du schon sagst, die startende Kraft dieser Petition, die vielleicht so ein bisschen gesagt hat, ja, also…, Genau, es war jetzt einfach gestern sehr viel Response, haben wir auch gerade drüber gesprochen. Meinst du, da kommt jetzt nochmal was Relativierenderes oder ist das jetzt einfach passiert? Also von mir kommt was. Bei mir ist es ja, wie gesagt, auch total wichtig, es zu verhindern, dass in der Öffentlichkeit, die wir als Journalisten ja mitbilden, eine falsche Intention entsteht. Und das Überschriften sind ja der Anfang. Und unsere Überschrift war natürlich am Anfang auch, dem Fortuna Bütchen droht das aus, weil das war die News gestern Mittag, als die drei Betreiber das kolportiert haben. Dann haben wir es aber auch verändert in, droht dem Fortuna-Bürtchen das Ausfragezeichen, die Eigentümer widersprechen und jetzt ist es mir halt ein Anliegen, einen Kommentar zu schreiben, um auch so ein bisschen diese Social-Media-Dynamik zu reflektieren. Dass halt sehr viele Halbwahrheiten kursieren und eben auch geschichtlich vergessen wird, dass es quasi eine Zeit vor diesen Betreibern gab und jetzt eben auch eine Zeit nach diesen Betreibern geben wird. Und ich hoffe, dass dieser Artikel, wahrscheinlich wird der nicht so viel Resonanz kriegen wie unser erster, der ist natürlich völlig durch die Decke gegangen, weil es so eine Überraschung war, aber dass der auch Leute erreicht und denkt, ah okay, interessant, das wusste ich ja noch gar nicht. Ja, so wie du es hier gemacht hast, also ich wusste das tatsächlich auch nicht, wie ich auch schon anmoderiert habe, weil ich mich sowieso nicht sehr, sehr gut mit der Historie dieses Büchens auskenne und wie gesagt, ich habe es gestern auch gelesen, dachte so okay, wow und ja, es ist alles ein bisschen ruhiger anzugehen vielleicht. Genau, beruhigen ist gut. Und so oder so liegt ja noch ein goldener Rheinherbst vor uns, wo man da jetzt zumindest noch mit alter Besetzung sein Bier und seine Bockwurst. Und es gibt auch so eingepackte, harte Brezeln, die mag ich ganz gerne. Die gibt es auch, es gibt belegte Brötchen, Mettbrötchen, genau. Also noch kann man das sowieso alles genießen und wie es dann weitergeht, da werden wir ganz sicher, wie ich uns beide kenne, Max, ein weiteres Mal drüber sprechen. Vielen, vielen Dank auf jeden Fall, dass du da schon mal ein erstes Lichtlein in dieses große Dunkel der Zukunft des Fortuna Beauty. Bis bald. Dankeschön. Tschüss. Ciao. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Yoko Ono, die 91-jährige Künstlerin, ist in vielerlei Hinsicht eine wichtige Figur in der Kunst- und Musikwelt. Nicht zuletzt durch ihre Ehe mit John Lennon. Wer sie aber darauf beschränkt, wird bei ihrer aktuellen Werkschau in der Kunstsammlung aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und inspiriert werden. So zumindest ging es meinem lieben Kollegen Philipp Holstein, der nach seinem Besuch direkt das Notizbuch zückte. Was er gesehen, erlebt und gefühlt hat, erzählt er uns. Lieber Philipp, wir befinden uns ein weiteres Mal im Mutterschiff, möchte ich sagen, in der Hertha-Redaktion. Ist das hier eigentlich die Redaktion? Ja, ne? Ja. Das ist die Redaktion. Und I have one confession to make. Meine Schwester ist der größte Beatles-Fan in unserer Familie. Und ich weiß dafür sehr wenig über diese Band und vor allem über die Leute, die damit noch assoziiert sind. Zum Beispiel Yoko Ono, die ja doch eine große Rolle in der Geschichte dieser Band spielt. Und wie du gerade ganz kurz gedroppt hast, auch für dich persönlich. Erzähl doch mal. In unserer Familie bin ich ja der größte Beatles-Fan. Und zwar schon seit ich zehn bin. Und da habe ich mir mein erstes Album gekauft, mein erstes Album überhaupt, das war Help. Und ich weiß noch, dass es damals bei Duplo und Hanuta diese Klebebilder gab, auf denen Popstars abgebildet waren. Also von Nena bis zu Paul McCartney und den Wings. Und die habe ich damals gesammelt und hinten auf die Platte geklebt, die habe ich auch noch. Und da habe ich mir natürlich auch die Solo-Alben von John Lennon gekauft. Ich habe immer mein Taschengeld gespart und in Vechta in Niedersachsen, wo ich aufgewachsen bin, war zwei Häuser neben der Buchhandlung meines Großvaters ein Elektrotechnikladen, der auch Platten verkauft hat, also LPs. Und da habe ich mir dann John Lennon Platten gekauft. Und die 80er-Jahre-Alben von John Lennon waren ja so aufgebaut, dass es ein Lied von John gab und dann eins von Joko und dann wieder von John und dann von Joko. Und ich wollte ja John Lennon Platten haben und nicht Joko Ono Platten und habe deshalb die Nadel immer über die Lieder von Joko Ono gehoben. Damit ich sie nicht hören muss. Und das bereue ich bis heute und es tut mir total leid. Ich war aber noch so jung. Und wäre sie jetzt zur Eröffnung der Ausstellung gekommen, über die wir jetzt ein wenig eingehender sprechen wollen, hättest du ihr das vielleicht sogar persönlich sagen können. Vielleicht hat sie es gespürt. Sie ist doch auch so ein bisschen in Verbindung mit dem Universum, oder? Habe ich das richtig? Und dann hat sie vielleicht gespürt, dass, wann wird es gewesen sein? 1998. Ich weiß ja nicht, wann du zehn warst. Vielleicht in Niedersachsen immer über sie drüber geskippt wurde und dann hättest du das jetzt, hättest du The Universe wieder in Order bringen können. Ich bin mir sicher, dass sie solche Geschichten echt nicht mehr hören kann, weil sie, glaube ich, genug einstecken musste, gerade im Zusammenhang mit John Lennon. Und auch deshalb finde ich die aktuelle Ausstellung in der Kunstsammlung NRW im K20 so toll, weil sie wirklich die Künstlerin zu ihrem Recht kommen lässt, die es verdient hat, als Originalgenie gewürdigt zu werden. Denn sie war ja längst ein großer Name in der Kunstszene, bevor sie John Lennon kennengelernt hat. Die haben sich in einer Galerie in London kennengelernt und es gibt das Objekt, über dem sie sich kennengelernt haben, sozusagen auch zu sehen. Das ist natürlich nicht mehr das Original, denn das war ein Apfel, den Yoko Ono ausgestellt hat in dieser britischen Galerie und bei ihr ist ja die Zeit, das Verstreichen der Zeit, das Anhalten der Zeit und die Langsamkeit ein ganz wichtiger Aspekt. Und sie hat diesen Apfel für 200 britische Pfund zum Kauf angeboten und damit konnte man sich außerdem das aufregende Erlebnis, wie sie es genannt hat, erwerben, dem Obst beim Verfaulen zuzusehen. Und den Apfel hat sie eben auch ausgestellt und John Lennon hat, so besagt der Rockmythos, diesen Apfel einfach genommen und reingebissen. Ohne zu bezahlen. Ohne zu bezahlen und das fand sie natürlich cool, weil ist ja klar. Hätte jeder cool gefunden und er hat sozusagen interagiert mit diesem Kunstwerk und er hat es verändert und auch darum geht es, dass das Kunstwerk, auch das ist ja eigentlich ein Klischee, aber sie war sehr früh damit, dass die Kunstwerke, die sie geschaffen hat, erst vollständig werden mit der Betrachtung, also mit dem Publikum, was es betrachtet und das ist hier ganz akut. Und deshalb gibt es auch viele Mitmachstände, sozusagen Mitmachstationen in der Ausstellung. Die tollste, finde ich, ist das Backpiece. Da kann man sich Säcke überstreifen, die an einem Haken hängen und dann miteinander sprechen, ohne dass das Geschlecht, die Kleidung oder so etwas erkenntlich wäre. Einfach nur die Person spricht, die spricht wertschätzt, also das Individuum. Und genauso gibt es, das finde ich auch ganz toll, ein Kunstwerk, das ist ein Schachbrett, wo alle Figuren weiß sind und auch das Schachbrett ist komplett weiß und man spielt so lange, wie man sich erinnern kann, welche Figuren einem gehören und da gibt es glaube ich drei Tische, die auch meistens, ich war jetzt schon zum zweiten Mal drin in der Ausstellung. Besetzt sind und auch das macht die Ausstellung so sehens- und erlebenswert. Das ist tatsächlich eine Frage, die ich mir gestellt habe. Ich war selber noch nicht drin. Es steht auf meiner To-Do-Liste für die jetzt ja doch manchmal etwas lang werdende Herbstzeit. Das ist ja dann schön, wenn man irgendwie was vorhat. Wird das so angenommen, das Mitmachangebot? Also, weil es ist ja schon, gibt es ja jetzt auch öfter schon, dass man in Museen irgendwie dazu angehalten ist, selber teilzunehmen, die Kunst anzufassen. Das war ja auch gerade Tony Craig. Also dieses, trotzdem weiß ich immer nicht, wie das angenommen wird oder ob dann doch so eine Hemmschwelle ist, weil man denkt so, ja, nachher mache ich was kaputt oder irgendwie ist das, schäme ich mich vielleicht auch dann da, oder der Erste zu sein, sich an so einen Schachtisch zu setzen. Aber du hast das Gefühl, das wird schon angenommen, weil es auch so gemeint ist. Genau, also ich war zweimal da und zweimal wurde es wirklich sehr gut angenommen. Beim zweiten Mal musste ich Schlange stehen, da war so viel Zuspruch, dass ich lange gewartet habe, bis ich überhaupt reingekommen bin. Auch das hat mich gefreut und dieses Partizipative war ja immer schon immanent für ihre Sachen. Also es gibt das frühe Cutpiece, wo sie sich auf eine Bühne gesetzt hat, eine Schere vor sich gelegt hat und das Publikum ermuntert hat, ihr die Kleidung vom Leib zu schneiden. Und wie es so ist, das wurde immer wilder, das Publikum und man sieht einen Film von einer der Aufführungen dieses Kunstwerks und das ist eben ganz wichtig und. Es gibt dann auch den Raum, wo es eher um ihre Zusammenarbeit, ihre Lebenszeit mit John Lennon geht. Also doch, also erst ist es das Präsent. Der letzte oder sagen wir mal der vorletzte Raum. Der letzte Raum ist ein Boot, das man auch beschriften kann. Das ist in einem komplett weißen Raum ein komplett weißes Boot, was natürlich an Flüchtlinge erinnert und man kann dann mit blauen Stiften das Boot und auch den Raum, die Wände, den Boden beschriften und sozusagen ein Meer aus Farbe unter dieses Boot legen, damit es getragen wird, was auch ja ein ganz schöner Gedanke ist. Und in dem Raum, der vorgeordnet ist, da geht es um Musik, um John Lennon, um die gemeinsame Musik, um das Bad-In, was sie in Montreal und Amsterdam 1968 gemacht haben. Im Bett gelegen haben, Journalisten empfangen haben und für den Frieden geworben haben. Und da gab es die schöne Aktion, dass sie an Staatschefs der Welt Eicheln geschickt haben, damit sie in ihren Ländern jeweils Friedensbäume pflanzen. Es gibt ein Antwortschreiben von Golda Meir, was ganz schön ist. Und ja, also ich habe in Gesprächen über diese Ausstellung oft gesagt bekommen, oh ja, aber das ist ja ein bisschen naiv, ein bisschen verträumt auch. Aber das war eben auch die Zeit. Und irgendjemand, ein Gesprächspartner, hat es verglichen mit dem Werk von Marina Abramowitsch, die ja einen ähnlichen Ansatz pflegt. Ich habe auch dran gedacht. Ja genau und viel radikaler ist. Und ich finde aber bei Marina Abramowitsch, die natürlich auch toll ist, ist sie immer sehr präsent. So präsent, dass ich manchmal einfach nur sehe, oh das ist eine Marina Abramowitsch Show, eine Selbstdarstellung, obwohl ich es jetzt gar nicht so böse meine, nur um es zu überspitzen. Und der Charakter, der Kunst von Yoko Ono ist ein ganz anderer. Sie tritt nämlich zurück hinter ihre Kunst. Sie gibt es in die Welt und lässt es dann atmen sozusagen. Also natürlich ist das traumhafter, das ist dieses Prinzip Imagine. Auch das ist ja ein traumhafter Song und trotzdem ist das ein starker Song, ein bewegender Song, vielleicht der größte Song des 20. Jahrhunderts, meiner Meinung nach. Und so ist das auch. Und die schönste Wand, also mein Höhepunkt in dieser Ausstellung, ist diese ganz lange Wand. Voller Instructions. Das sind mit Schreibmaschine auf Büttenpapier notierte Ideen, die sie unten handschriftlich mit einem Datum versehen haben. Also es sieht auch hoch ästhetisch einfach aus. Und da hat sie so Sachen draufgeschrieben wie, kauf dir einen Sack Erbsen, geh durch die Stadt und überall wo du stehen bleibst, lass eine Erbse fallen zum Beispiel. Oder hör einfach der Welt beim sich Drehen zu. Natürlich ist das poetisch und wattiert und traumhaft, aber es ist auch traumhaft schön irgendwie und das ist das, was mich so gepackt hat in der Ausstellung, dass ich rausgegangen bin und inspiriert war und ich habe ja meinen Text über diese Ausstellung damit begonnen, wie ich vor dem Museum stehe und drei ähnliche Sätze, die davon inspiriert sind, die nicht so gut sind, aber die eben davon inspiriert sind, ins Handy tippen. Und das ist doch das Tollste, was man über eine Ausstellung sagen kann, dass man rauskommt und eigentlich selber jetzt auch was machen möchte. Auf jeden Fall. Ich habe mich noch gefragt, das ist eigentlich schon so ein schöner Abschluss, ich möchte gleich nochmal auf die drei Sätze hinaus, zu denen du dich hast inspirieren lassen. Aber ich frage mich, ob sie natürlich, also zwei Gedanken hatte ich nämlich auch. Einmal, genau, es wirkt vielleicht ein bisschen naiv und traumhaft und wie du so schön gesagt hast, wattiert. Auf der anderen Seite ist es ja auch vielleicht gar nicht so schlecht gerade und ich weiß, das ist ein sehr strapazierter Satz, aber er ist halt leider immer wahr. In Zeiten wie diesen, die ja alles andere als traumhaft und irgendwie wattiert sind, sondern ganz im Gegenteil sich nochmal, zurück zu erinnern oder vielleicht auch nochmal ins Gedächtnis zu rufen, dass es auch mal einfach weich sein kann und dass man einfach mal der Welt beim sich drehen zuhören kann, dass man einfach mal Erbsen verteilen kann oder, sich ja über sich verlieren in Dingen wie diesem Schachspiel oder so, also das finde ich eigentlich. Wenn man Und das nimmt als das, was es ist, finde ich das ganz und gar nicht naiv, sondern eigentlich sehr konsequent einfach mal versuchen, das andere und das hat nichts mit Eskapismus zu tun und die Realität ist immer die Realität, aber trotzdem sich vielleicht den Moment ein bisschen hinzugeben und sich auch inspirieren zu lassen, dieses traumhafte ein wenig ins eigene Leben oder in den Alltag und wenn es nur für die Dreiviertelstunde nach dem Museumsbesuch ist, mitzunehmen. Und dann habe ich mich gefragt, ob sie vielleicht auch so wenig präsent ist, weil sie natürlich immer durch diese Verbindung zu John Lennon und den Beatles und auch ihre Rolle, also wie du schon gesagt hast, sie hat sich ja seit ihres Lebens wahrscheinlich genug anhören und angucken und an was weiß ich müssen, dass sie dann auch, also dass ihr sowieso bewusst ist, dass es immer irgendwie, wenn man will, kann man ja immer eine Schiene dazu schlagen. Also das frage ich mich, wie das ist, wenn man, sie war ja vorher etabliert und hat ihr eigenes Ding, aber sie wird ja wahrscheinlich immer damit in Verbindung gebracht werden. Ja, sie kümmert sich natürlich auch gut um das Erbe von John Lennon und es erscheinen ja immer noch Reissues, die in erweiterter Auflage herauskommen. Das glaube ich nicht, dass sie deshalb nicht aufgetreten ist. Sie ist ja 91 und schont sich einfach. Sie hat einen Assistenten, der auch bei der Ausstellungseröffnung anwesend war, der das auch alles in ihrem Sinne hängt und mit ihr abklärt und so. Die Ausstellung ist ja auch schon in der Tate in London gewesen. Ich glaube, dass die sich einfach diese langen Reisen nicht mehr gibt. Und das andere ist, was du eben sagtest, am Eingang, also zwischen Eingang und Ausgang zu dieser Ausstellung gibt es einen Wunschbaum. Das kann man auch als esoterisch abtun. Ich finde es aber ganz schön, vor allen Dingen, wenn man sich ansieht, welche Wünsche die Leute da auf Papier geschrieben haben und an den Baum gehängt haben. Das kann jeder machen. Das ist eigentlich monothematisch, das geht immer um den Krieg. Also es sind ganz wenig persönliche Befindlichkeiten, die sind auch darunter, aber das Gro ist tatsächlich belastet, ganz offensichtlich und logischerweise vom Krieg und auch das zeigt ja diese Ausstellung, ist im Werk von Yoko Ono und dann eben auch in dem Raum, der ihr und John Lennon gewidmet ist, ein Wesenszug, der nach wie vor aktuell ist und der das Werk auch noch aktuell sein lässt. Und besonders berührend, ja eigentlich, wenn man sich erinnert, was du ja auch am Anfang gesagt hast, dass ja ihre Kunst sich sehr viel mit Zeit und so, also Zeit ist einfach sehr groß und sehr klein, je nachdem von wo man es betrachtet. Und Zeiten ändern sich, aber halt leider auch irgendwie gar nicht. Wie ich schon angekündigt habe, werde ich jetzt diese drei Sätze, zu denen du dich hast inspirieren lassen, hier einmal vorlesen und dann möchte ich wissen, was du wohl davon umsetzt, wenn das nicht zu persönlich ist, aber du hast es ja schließlich auch in einer Zeitung veröffentlicht. Also, der eine Satz ist, zeichne eine Landkarte von deiner Wohnung aber so, dass man sich darin verirrt. Gehe ins Fußballstadion und stelle dich so hin, dass du nicht aufs Spielfeld blickst, sondern in die Gesichter der Fans. Und der dritte Satz ist, organisiere eine Ausstellung in deiner Küche, mach dich schick, lade Leute ein und präsentiere ihnen eine besonders schöne Zwiebel. Was kann man bei dir in den nächsten Monaten als Kunstaktion erwarten. Also ich sage mal nur dies, zwei Sachen davon habe ich schon umgesetzt, aber ich sage nicht welche. Ich bin gespannt, was eine besonders schöne Zwiebel ist, aber vielleicht werden wir das alle nie erfahren. Ich danke dir sehr für dieses wieder einmal sehr schöne Gespräch und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Wenn man sich selbstständig macht, ist das Ziel ja wahrscheinlich, sich zu vergrößern. Sebastian Staudinger, Inhaber und Küchenchef im Staudis auf der Münsterstraße, hat es andersrum gemacht. Seit Anfang des Jahres fährt er ein neues Konzept. Weniger Personal, kein à la carte Angebot mehr. Was die Gründe waren, wie sich das anfühlt und warum das mit dem Verkleinern doch nur so halbstimmt, ich habe ihn getroffen und diese Fragen gestellt. Orte, die eine gewisse Rolle haben, sind ja, wenn sie in dieser Rolle sind, immer ganz besonders spannend. Noch viel spannender finde ich sie, wenn sie nicht in der Rolle sind. Ich spreche davon, ich sitze in einem Restaurant, aber quasi außerhalb der Öffnungszeiten. Und ich finde, das hat eine ganz besondere Magie, weil man riecht noch irgendwie den letzten Abend hier in diesem Falle im allerbesten Sinne. Es ist irgendwie, ja, man merkt, hier ist eigentlich Leben drin, auch wenn es gerade leer ist. Das finde ich ganz besonders schön. Ich bin bei Staudis auf der Münsterstraße. Mir gegenüber sitzt der namensgebende Geschäftsführer Sebastian Staudinger. Herzlich willkommen im Rheinpegel. Vielen, vielen Dank. Schön, dass du da bist. Und wir sprechen heute ein bisschen über die Geschichte dieses Ortes, an dem wir hier sind, und die Entstehung und auch einer neuen Entwicklung, die so neu ja gar nicht ist. Also ihr habt ja Anfang des Jahres euer Konzept umgestellt. Genau. Aber wenn ich das richtig verstehe und mir auch zusammenreime, dann dauert es ja einfach eine gewisse Zeit, gerade in so einem Betrieb, bis sich rausstellt, ob das fruchtet, wie das fruchtet. Zuallererst, wer bist du eigentlich? Wie du schon gesagt hast, ich bin der Staudi, der Sebastian, so sage ich mal, war der namensgebende Spitznamen meiner Zeit, wo ich aufgewachsen bin. Ich bin mittlerweile 33, bin geboren in Düsseldorf und war dann mal ab und zu kurz weg studieren, kurz weg auf Reisen und dann hat es mich doch wieder hier hingeschlagen und in einer Branche, die ich selber nie gedacht hätte und das war dann die Gastronomie. Ist das so? Also war das gar nicht so, hast du nicht mit acht irgendwie die ersten Zwiebeln geschält und gedacht, oh mein Gott, ich mache das. Doch, auch. Ich war, glaube ich, immer ultra leidenschaftlich, weil mein Vater hatte tatsächlich früher eine, oder mein Opa, der Vater von meinem Vater hatte eine Bäckerei. Hier in Düsseldorf auch? Nee, in Bayern, in Passau. Die ist auch noch gar nicht so lange nicht mehr da. Und so hat er sozusagen dieses Kulinarische schon so ein bisschen in die Wiege gelegt bekommen. Ich verstehe. Das habe ich dann mehr oder weniger zu Hause aufgenommen. Dass das irgendwann jemals ein Beruf sein würde, war absolut nicht denkbar. Und auch ein gar nicht so schlecht laufender Beruf, nicht wahr? Also wir reden zwar heute über eine Verkleinerung, da kommen wir gleich zu, aber auf der anderen Seite branchst du ja auch aus in noch andere Räume und Bereiche. Aber bleiben wir erstmal bei der Geschichte. Also es gab dann irgendwie Backwerk zu Hause. Backwerk zu Hause etc. Ich habe in meiner Schule in der 10. Klasse ein kleines Kochbuch geschrieben, also das war schon der Grundstein. Tatsächlich habe ich dann aber BWL in England studiert. Was ja auch handy ist jetzt wahrscheinlich für so ein ne? Klar, absolut unter anderem, ich meine wir sprechen ja gleich drüber auch mit der Beweggrund sag ich mal, dass wir unser Konzept da jetzt zeitgemäß angepasst haben, unserer Meinung nach und dann die wahre Leidenschaft kam dann als das BWL-Studium in so einem, aussichtslosen Bürojob geendet ist, wo ich dann gesagt habe, oh nein, Koffer gepackt, klassisch Australien Work and Travel und da hat mich dann. Meine Intuition wieder Richtung Gastronomie gebracht und da konnte ich dann zum Glück ein bisschen echt in der professionellen Küche arbeiten und habe das voll geliebt. Das war genau mein Ding. Das ist spannend, das ist jetzt ein ganz anderes Thema, aber wie ist, also ich habe letztens mich mit jemandem unterhalten aus Australien, der sagte, dass es da irgendwie den besten Kaffee der Welt gibt, außer in Italien oder so und dann ist mir nochmal begegnet, dass Australien so ein kulinarisches, Highlight-Land ist so, ist das so? Das hätte ich gar nicht irgendwie, weil ich das immer mit Großbritannien verbinde und da denke ich eher jetzt an Küche, die, naja, man muss es lieben. Es ist Wahnsinn. Der Leitfaden, den wir hier im Staudis haben, ist ja unten drunter moderne deutsche Küche. Inspiriert von den Australiern. Weil, nicht, dass die moderne deutsche Küche hätten, aber die Leute da feiern ihr Land. Jeder Cent an verfügbarem Einkommen wird ausgegeben für Essen, für Trinken, für Kulturveranstaltungen, für alles, was irgendwie. Sinneserweiternd ist und Spaß macht, da sind die total geil drauf, die freuen sich immer, wenn sie was Neues probieren können, so total das Anti-Deutschland. Und dann feiern sie noch ihre eigenen Sachen. Nicht, dass die jetzt da alle Känguru essen, sag ich mal, aber sobald es neue Kräuter gibt, die Restaurants sammeln, die gehen ans Meer und holen sich die Sachen daraus. Also eine wahnsinnige Kultur, wo ich dann gedacht habe, krass, wenn ich jetzt zurückdenke an Deutschland, was essen wir gerne? Ja, wir essen gern Döner, wir essen gern Japanisch, wir essen gern Italienisch, wir essen gern, was weiß ich, Burger und Fast Food, aber, Wenn wir dann mal deutsch essen wollen, dann haben wir auch eine Alternativlosigkeit, weil dann heißt es ein Kilo Haxe und ein Liter Altbier. Ja, verstehe. Das wäre jetzt meine Frage, was ist für dich deutsche Küche? Das war für mich zumindest deutsche Küche und gleichzeitig weiß ich ja, dass wir in Deutschland leben und in Deutschland viel haben. Wir haben genauso alle Zutaten, ich sage jetzt mal, wir haben keine Südfrüchte, klar, aber wir haben vieles, mit dem wir coole Sachen anstellen können. Und das Konzept hier draus ist genau daraus entstanden, dass wir gesagt haben, wir machen so einen Mix aus. Der Klassiker der Oma, den wir früher alle gegessen haben, den interpretieren wir jetzt ein bisschen neu, vielleicht ein bisschen saisonaler oder vielleicht nehmen wir mal eine Zutat, die da irgendwo nicht hingehört und binden sie gut ein. Oder wir lassen uns einfach komplett offene Kreativität fließen und richten uns einfach nach Saison und Markt. Ich verstehe. Und so entsteht hier unser Menü. Und das ist für uns dann modern Deutsch. Also ich stelle mir jetzt vor, du warst dann da in Australien. Der Wind wehte durch dein Haar, die Sonne schien dir auf die Schultern, du hattest Sand an den Füßen und dachtest, ach komm, ab nach Pempelforden. Ich bringe das mit. Also hast du so ein bisschen, diese Leichtigkeit hat das geklappt, dass du das so ein bisschen mit hier rüber getragen hast und hast du dann sofort nach einem Raum gesucht? Also wie war die Genese dann? Ja, nee, eigentlich nicht. Also die Ideenfügung war ja total natürlich. Ich dachte ja in erster Instanz nach meiner Büro-Gig dachte ich ja schon, was ist denn? Und das wird mit dir nichts hier auf dieser Welt. Du bist irgendwie faul und gebacken kriegst du auch nichts. Und ich war so dieser Ständige um Viertel nach neun, dachte ich schon, wann ist 17 Uhr? Ich bin ja schon drei Stunden hier. Und dann habe ich da in der Küche gearbeitet von morgens um neun bis abends um eins. Also bis morgens wieder um eins. Und dann dachte ich mir, boah, die Zeit ist geflogen. Das hat ja so viel Spaß gemacht. Okay, du bist schon mal nicht faul, das ist gut. Und dann bin ich zurück nach Deutschland. Visa war vorbei. Dann war es natürlich schwierig, Fuß zu fassen. in der Branche, die ja auch wie, ist ja auch wieder typisch deutsch, machst du ja eine Kochausbildung oder wie auch immer. Gar nicht so einfach. Hab tatsächlich einen kurzen Stint auch bei der Rheinischen Post gemacht. Was hast du da gemacht? Da hab ich für die Pia Kemper gearbeitet und haben so Events gemacht. Hab ich mit ihr gemacht und da war eben viel auch schon so mit die Veranstaltung, die sie gemacht hat, eben viel mit coolen Köchen und viel mit Winzern und da so ein bisschen reingeschnuppert. Habe mich dann mal mit einer Freundin selbstständig gemacht, das war auch eine gute Erfahrung, schnell in die Brüche gegangen und habe aber da über einen bekannten Kunden meine erste Station in Oberkassel, dann im Restaurant Bricks gefunden. Das wurde neu aufgemacht oder zumindest gab es ja jemanden, dem fiel praktisch der Partner weg. Und so bin ich da reingekommen. Und das war natürlich dann von Grund auf, sag ich mal, der absolute Mega-Einstieg. Von 0 auf 100 das Ding raufziehen. Und in dieser Zeit, nach vier Jahren, haben wir dann das hier, wo wir das jetzt so gestaulichst gefunden. Und da war der Schritt in die Selbstständigkeit dann gar nicht mehr so bedrohlich. Ich verstehe. Jetzt habe ich ja eben schon beschrieben, dass wir hier sitzen in diesem noch leeren, sonst ja wirklich bis zum Rand gefüllten Restaurant, lokal. Oder in diesen Räumen hier. Wir sind mitten auf der Münsterstraße. Wie hast du diesen Ort gefunden und hast du den vielleicht auch ein bisschen extra gesucht? Weil natürlich wohnt ja einer gewissen Gegensätzlichkeit auch immer ein Zauber und ein Thrill inne. Also ich sage das jetzt mal ganz platt, ein Restaurant mit gehobener Küche, es ist natürlich, also ich finde es wunderschön eingerichtet, das ist mein persönlicher Geschmack, ich finde es aber auch objektiv einfach, also es ist ja alles sehr wertig und ich möchte, darum sage ich das jetzt ein bisschen vorsichtig, nicht das Umfeld hier im Gegenzug dazu so konterkarikieren, dass es ganz abgerissen ist, aber wir sind ja hier schon, es ist ein sehr gemischtes Pflaster hier, sowas in Oberkassel zum Beispiel, in Kaiserswerth, in Niederkassel. Was weiß ich, Lohhausen, wäre jetzt nicht so ein ungewöhnliches Bild. Ich finde hier neben Spielothek, Burgerladen, Bütchen, Rieseneinkaufs, also hier ist das Münstercenter ja auch nicht weit. Also war dir dieser Gegensatz bewusst? War es einfach, dass du die Räume gesehen hast und alles drumherum gar nicht und gedacht hast, okay, hier muss das sein? Also wie ist das passiert? Wie könnte das passieren? Es war tatsächlich, es war genau, es war ungefähr so. Wir haben das Inserat gesehen und Därendorf wusste ich, was Därendorf ist, aber dadurch, dass ich ja auch... Ich entschuldige mich wieder an alle Stadtteilkenner. Ach so, Pempelford, Därendorf, ja. Das ist so ein Grenztritt hier. Aber ich war ja zu dem Zeitpunkt, ich meine, es ist mittlerweile auch schon wieder fünf Jahre her, ich war da in Oberkassel gearbeitet und habe in Friedrichstadt gewohnt. So, das ist eine Pendelstrecke, da kommst du hier überhaupt nicht vorbei. Dann war ich von der Kindheit mal hier und da früher, aber mir hat der Stadtteil auch gar nichts Richtiges gesagt. Ich habe das Restaurant gesehen und dachte mir, Wahnsinn. Und dann sind wir hier hin und gefühlt war das für mich komplett neu. Ich glaube, ich dachte vorher, ich war noch nie auf dieser Straße. Sind dann hier rein, haben das gesehen und da war es mir aber auch total egal, wo wir sind. Ja, verstehe. Das war mein Partner, der hat zu mir früher immer gesagt, der ist Amerikaner, der hat ihm gesagt, build it and they will come. Und an den Spruch musste ich dann denken, als ich hier drin war. Ja. So war das also. And they did come. And they do come. Ja. Und they did come in ein Restaurant, wo es à la carte zu essen gab. Wo mehrere Menschen in der Küche werkelten. Aber auch zu einer Zeit, die natürlich, also das darf man jetzt nicht ignorieren, wenn wir schon diese Geschichte relativ kleinteilig erzählen. Ihr habt 2020 im Februar eröffnet. Und wir alle wissen, was dann passiert ist. Also mir persönlich, ich bin, das kannst du natürlich nicht wissen, wenn wir zum ersten Mal hier miteinander sprechen, ich rede auch sehr gerne über mich. Ich bin ja eigentlich Musikerin und ich habe 2020 im Februar auch mein damals dann aktuellstes Album veröffentlicht. Und das war natürlich auch dann nach zwei Wochen so egal wie sonst was, weil einfach, also jeder und jeder hat ja irgendeine Geschichte, größer oder kleiner. Also ich stelle mir vor, ein Restaurant in die Selbstständigkeit zu eröffnen und dann kommt irgendwie der erste Lockdown, nicht wissend, was dann alles passiert. Also jetzt wissen wir ja, was passiert ist, weil es ist ja schon passiert. Naja, also kluge Gedanken, Korman.de. Ja, aber damals war es ja genauso. Genau, also wie war das und wie habt ihr geschafft, dass es trotzdem immer noch da ist? Der erste Lockdown war relativ problemlos, weil er doch so nah an unserem, sag ich mal, an dem Moment war, wo wir das hier übernommen haben, dass wir, wie jeder Gastronom, der irgendwann sagen würde, wir planen eine neue Öffnung, das haut eh nicht hin, zeitlich, weil immer irgendwas dazwischen kommt. Du musst ja auch irgendwie super viele Leute koordinieren. Das heißt, da hatten wir noch nichts im Kühlschrank, noch keine Mitarbeiter. Das war so ein bisschen, okay, wir haben ein bisschen mehr Zeit. Ich verstehe. Dann haben wir im Juni aufgemacht, als wir durften, haben Vollgas gegeben, haben alles reingekommen, weil da war das Ding ja durch. Da war das Ding gegessen. Das gab es ja noch nie vorher. Und dann hast du einmal diesen Lockdown, den es noch nie gab und dann ist das Ding gegessen. Und haben uns das super aufgebaut hier. Wir hatten echt von Anfang an die Bude voll, haben hier coole Sachen gemacht, hatten ein großes Team. Und dann war Halloween unser letzter Tag. weil da mussten wir alle zusammenhalten, damit wir Weihnachten feiern dürfen. So, lange Geschichte, long story short am Ende haben wir im Mitte Juli 2021 wieder aufgemacht und das war natürlich komplette Scheiße. Ja, kann ich mir vorstellen, also auf allen Ebenen, auch emotional, psychisch, also einfach weil man immer nicht weiß, wie es weiter geht, geht es weiter. Staatlich, die staatliche Unterstützung, da warst du auch noch in der Grauzone, weil das lief ja am Anfang alles auf früheres Einkommen, das Das hatten wir ja nicht, das heißt du wusstest ja noch nicht und das wusste ja auch keiner bei der Stadt oder beim Amt oder worin, die hatten das ja auch noch nicht. Das heißt du saßt da komplett, wusstest nicht was deinen Mitarbeitern sagst, wusstest nicht von wem du was hier Geld kriegst, wann du wieder aufmachen kannst. So, da haben wir wieder aufgemacht und dann war es eine Neueröffnung 2.0, weil in den drei Monaten hat es ja keiner richtig dran erinnert was da war. Und hat es dann auch sofort wieder so gefruchtet, weil ich mir halt vorstelle. Gutes Essen, also dass man mich damit kriegt, wissen wir hier alle und eins meiner Mottos ist ja, es kostet halt, was es kostet, so ein bisschen, ne, also aber war das vielleicht auch eine Zeit, hattest du das Gefühl, jetzt erst recht, also dass die Leute auch dann Bock haben, eher dann in, also sich gutes Essen zu gönnen, Zeit zu nehmen, zusammen zu sitzen, weil es wieder ging oder hat man auch gemerkt, okay, alle wollen irgendwie gerne, aber erstmal sind andere Sachen dran. Also wir haben eingangs ja schon ohne Mikro so ein bisschen gesprochen und ich habe das Gefühl, dass gerade in dieser ganzen, ich nehme das jetzt mal alles groß in der, in dieser Lebensqualität-Bubble, also Kultur, Musik, Kunst, Essen, Gastronomie, vielleicht auch Reisen noch ein bisschen, obwohl das wieder ein bisschen woanders hingeht, dass da ja eh so eine Ambivalenz ist. So gönne ich mir das jetzt oder muss ich erstmal gucken, dass die anderen Sachen stimmen? Also wie war da dein Eindruck, ging es sofort wieder gut los? Habt ihr von Stammgästen profitieren können davon, dass du hier aus der Stadt kommst? Das ist wahrscheinlich ja auch so, dann hat man ja auch nochmal eine andere Base vielleicht. Ich glaube, die Euphorie direkt danach war riesig, weil man ja auch endlich wieder raus durfte, so nach dem Motto. Wir wurden ja auch zum Teil ja auch alle eingesperrt. Also da war die Euphorie riesig. Gleichzeitig verteilt sich das natürlich auf alle Restaurants. Der Sommer, der normal bei uns immer einfach von der Lage her tatsächlich relativ viel schwächer ist als der Winter, war super, weil man durfte ja immer noch nicht reisen, so also gewisse Sachen klar, aber danach hat es sich auf einem niedrigeren Niveau eingependelt als vorher, muss man schon sagen ich verstehe, die Leute haben gelernt oder haben auch lernen müssen, haben den Spaß dran gefunden, zu Hause zu, kochen, spielen, Abende verbringen, wie auch immer, wir selber auch und vor allen Dingen, ich glaube, früher war noch viel mehr auch in meiner Zeit und das haben wir super gerne gemacht, immer diese Kombination, so Essen gehen ist auch irgendwie so der Start in den Rest des Abends, so egal wo das dann landet, in der Bar, in der Stadt oder wo auch immer. Das ist irgendwie auch komplett weggefallen. Das sehen wir bis heute auch total wenig noch. Nee, das Niveau ist danach schon eingesackt. Was uns tatsächlich aus diesem relativ langen Ausflug in die Vergangenheit ins Heute führt. Und zwar einmal, wie du sagst, das ist ein ganz großer Aspekt, über den ich gerne sprechen würde. Dass es nicht mehr der Start ist in einen Abend. Und ich glaube, das ist auch gar nicht nur subjektiv. Also ich bin ja vor zwei Wochen zum 13. Mal 27 geworden. Das heißt, ich mache sowieso nur noch eine Sache am Tag. Dann ist auch okay. Aber ich glaube nicht, dass das jetzt auch damit zu tun hat, dass man natürlich mit einem gewissen Alter auch irgendwie ein bisschen ruhiger wird vielleicht. Sondern ich habe schon das Gefühl, dass diese Idee, man macht eine Sache und die macht man sehr bewusst, groß geworden ist. Und was ich ja beeindruckend finde oder interessant, und deswegen sprechen wir ja auch unter anderem, man sollte ja jetzt denken aus dieser Rampe, die wir jetzt gebaut haben. Also Eröffnung, noch mal Stillstand, Wiedereröffnung, es läuft ganz gut. Größer, mehr. Aber ihr habt euch entschieden, Anfang des Jahres, wie eingehend schon gesagt, euch zu verkleinern und auch das Angebot zu verkleinern. Zu, und da berührt sich das jetzt, es gibt nur noch Menüs, was natürlich ein bisschen reinspielt in dieses, ich als Gast komme, nehme mir Zeit und habe eine Sache, die lange dauert, weil ich bekomme sechs Gänge zu essen, im allerschönsten Fall. Wie kam es zu der Entwicklung und was hast du, wie fühlst du darüber? Die Entwicklung kam relativ, ja wie soll ich das sagen, natürlich, auf ganz natürlichem Weg. Wir haben Ende des Jahres gemerkt, wie alle, Preise schießen in die Höhe, Inflation ist auf einem hohen Niveau und dann war klar die Mehrwertsteuererhöhung. Oder zurück zu 19 Prozent wird kommen, womit wir ja nicht gerechnet haben. Das heißt, wir wussten ganz genau Ende letzten Jahres, wir kommen ins neue Jahr. Also wir starten in 2024 mit enormen Kosten. Wir waren vorher jetzt nicht das teuerste Restaurant, aber wir haben Qualität auf dem Teller. Das heißt, die Gerichte waren nicht günstig. Und dann war erst mal klar, okay, dann müssen wir die Preise auch wieder anziehen und alles. Und ich weiß nicht genau, wie das ankommen wird und wie wir das dann alles hier. Wuppen. Und dann habe ich mir überlegt, dann machen wir sozusagen zwei Fliegen mit einer Klatsche. Und ein Mitarbeiter hat uns sowieso verlassen, der ist Papa geworden, für den war so dieses Gastroleben nicht mehr seins. Und dann habe ich das irgendwie so als Startschuss genutzt und gesagt, so jetzt machen wir komplett einen Break. Und wir gehen auf nur noch Menü. Wir kochen nur noch ein Menü, vier, fünf oder sechs Gänge, machen dazu eine Weinbegleitung, machen einen Ruhetag mehr, also wir spielen jetzt nur noch Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, bevor hatten wir auch den Dienstag mit auf. Und machen das hier so eine viel ergonomischere Show. Ich weiß, was ich einkaufe, für wen ich es einkaufe. Und dann weiß ich abends, wer was isst. Für so ein Menü natürlich komme ich jetzt nicht. Also vielleicht schon. Ich stelle mir vor, es ist Messe. Ich bin in der Stadt. Ich will irgendwie was Schönes essen. Da kommen vielleicht auch mal zwei, drei, vier Leute spontan. Aber an sich sage ich jetzt, okay, in zwei Wochen irgendwie. Alte Freundinnen sind in der Stadt, die jetzt über das ganze Land verteilt sind. Wir gehen hier hin. Wir machen sechs Gänge, vier Stunden. bam. Und dann kannst du das natürlich viel besser planen und es ist irgendwie eine runde Sache. Wie fühlt sich das an, zu sagen, ich gehe kleiner? Also ich stelle mir das immer vor, es ist doch viel, wie gesagt, es stimmt ja nicht ganz, da kommen wir auch gleich zu, du bist ja noch, es gibt ja auch Vergrößerungen in anderer Hinsicht, aber. Ist es so ein bisschen so ein kleines Einstecken oder ist es, weil du direkt, weil es direkt umgemodelt ist, dann in nur noch Menü und also ist es wie ein Neuanfang und dann ist es jetzt einfach. Das ist so ein bisschen was von Beidem. Das ist so ein bisschen was schon, wo du gesagt hast, eben nach vor allen Dingen diesen turbulenten Jahren, wäre schon cool gewesen, jetzt auch irgendwie mal selber so als Gastgeber im eigenen Laden zu stehen und irgendwie alle wuseln um dich rum und du bist praktisch in dem Gewusel, guck mal, was geschaffen wurde. Andererseits ist es halt wieder total cool, wieder voll in der Küche zu sein, voll verantwortlich zu sein für alles. Du bist nämlich alleine in der Küche. Ich bin alleine in der Küche. Ich habe meine Küchenhilfe dabei, ohne die ich absolut gar nichts auf den Teller kriegen würde abends und die mit vorbereitet. Aber ja, ich bin für alles verantwortlich ich koche alles, ich mache die Vorbereitung und dann schicke ich die Teller abends raus und das muss wahnsinnig strukturiert organisiert und gut aufgebaut sein Wie viele, Teller du am Abend rausschickst, kannst du wahrscheinlich auch sagen, aber was ist hier die Max-Gepäckung, also wie viele Leute sind hier, wenn es voll ist? Ich sag mal so, wenn wir jetzt eine private Veranstaltung haben, würden wir hier auch 40 reinkriegen, wir machen es aber nie mehr als 28 abends, aber 28 mal 6 Gänge Bis schon bei über 125 Tellern. Ja, ja, klar. Das sind viele Teller zu balancieren. Das sind viele Teller zu balancieren. Auf jeden Fall. Und hast du das Gefühl, das haben wir ja auch eingangs schon gesagt, dass es natürlich immer eine Weile braucht, bis man sowas, jetzt auch betriebswirtschaftlich, das haben wir ja auch schon etabliert, dass das natürlich bei dir auch wahrscheinlich praktisch kommt, dass du einfach auch ein bisschen das überblicken kannst, also dass du so beide Seiten kennst. Aber hast du das Gefühl, es war auch die richtige Entscheidung? Ja. Ja, also ich wollte gerade sagen, also rückblickend jetzt über den Verlauf des Jahres würde ich sagen, ja, ich merke schon, es gibt viel Positives, es gibt auch ein bisschen was Negatives, das war am Anfang aber auch klar, man muss ja auch manchmal Entscheidungen treffen, wo man bewusst weiß. Deine Stammgäste kommen zum Beispiel auf jeden Fall nicht mehr so häufig, weil wie oft willst du auch das gleiche Menü essen? Gleichzeitig kann ich es ja nicht jede Woche neu machen. Wie oft wird so ein Menü gewechselt? Ungefähr alle sechs, sieben, acht Wochen. Je nachdem, wie gut was läuft oder wie die Saison gerade mitspielt oder eben nicht. Musstest du viele Darlings killen? Also hattest du so einen Dauerbrenner auf der All-A-Card-Karte und dann weißt du jetzt aber, weiß ich nicht, ich denke mir jetzt irgendwas aus, Kräuter, Saibling passt einfach in kein Menü. Damn it. Ja, ja, also wir hatten einmal unsere Mauntaschen, die so ein bisschen von meiner, die Pierogi, die ein bisschen von meiner Frau inspiriert waren, die waren Dauerburner. Die habe ich lustigerweise jetzt integriert in dem aktuellen Menü. Und ansonsten unser Klassiker war auch unser Wiener Schnitzel. Das ist natürlich absolut ein Ding der Unmöglichkeit, das irgendwie alleine in ein Menü zu kriegen und hier jetzt aller Menü so ein Schnitzel zu soufflieren. Das sind Sachen, die sind auch total schade, weil die haben doch mega Spaß gemacht. Ja, verstehe. Und genau da kommst du ja auch wieder an den Punkt, dass du dann auch klar die Gäste dann nicht mehr so abholst. Weil vielleicht jedes Menü auch so cool, wie ich es mir im Kopf ausmale und wie lecker ich es finde, ist halt immer Geschmackssache. Und bei vielen fällt es halt dann auch weg, wenn ein Gericht dabei ist, was eben nicht so deins ist. Was ist dein Lieblingsessen eigentlich? Mein Lieblingsessen ist, eigentlich liebe ich Hähnchenflügel mit scharfer Soße. Das ist so mein Guilty Pleasure-Lieblingsessen. Ja, verstehe ich. Ja, also bis jetzt sind wir zufrieden. Es ist alles neu, es ist alles anders. Aber vor allen Dingen ist und das ist glaube ich das, was die größte Zufriedenheit bringt, es macht einfach auch wirtschaftlich total viel Sinn, wir haben Abende, also wir haben den Stefan vorne, der hat vorher schon mal mit uns gearbeitet, der ist unser Restaurantleiter und Sommelier, der kann ja auch nicht hier 30 Leute, ich meine der hat keine 8 Arme und fährt Rollschuh, sondern der geht ganz normal und hat 2 Arme und deswegen bespielen wir uns, wir haben ja jetzt die Situation, wo wir den Luxus haben, wir bespielen uns das Restaurant so ein bisschen, wie wir lustig sind Ja, ich verstehe. Wenn wir merken, an dem Mittwoch ist nicht so viel los, dann lassen wir lieber noch ein bisschen weniger sogar da und machen praktisch hier vorne unseren Raum voll, dass hier nicht irgendwie dann einer, wir sitzen gerade ja bei uns im Durchgang, dass wir das so ein bisschen alles gemütlich halten und dann taugt das für uns auch voll. Und wir wissen ja damit total gut umzugehen und das ist dann eben auch wirtschaftlich möglich, das war früher nicht möglich. Ja, ich verstehe. Jetzt gar nicht zu sehr auf dem Wirtschaftlichen rum, weil wir haben ja noch mehrere Themen, die wir hier noch durchschleusen müssen, aber das habe ich dich ja auch vorhin schon auf The Record gefragt, Weil ich mich ja gefragt habe, genau mit dieser ganzen Sache, man hört das, wie gesagt, aus der Konzertbranche, dass Sachen abgesagt werden müssen, Konzerte, Touren verschoben, weil halt nicht genug Tickets, also weil so eine gewisse Verbindlichkeit nicht mehr so einfach ist herzustellen. Natürlich wahrscheinlich durch die ganzen Sachen der letzten Jahre, weil wir auch gelernt haben, okay, wir können das auch zu Hause machen, aber ich merke das auch an mir, im Freundinnenkreis, aber auch professionell quasi, dass es ganz schwierig ist zu sagen, ich mache in zwei Wochen das und das, sondern ich bin sofort spontan dabei oder halt auch nicht. Und jetzt, genau, haben wir ja gerade auch schon gesagt, jetzt gibt es diese Situation, ich will ein Menü hier essen, du musst planen. Hast du das Gefühl, das ist auch ein bisschen zeitgemäß, dass das wieder zurück dahin geht, dass wir wieder lernen, verbindlich zu sein. Also hast du das Gefühl, du triffst da auch ein bisschen den Nerv? Ja, total. Ich treffe damit voll den Nerv. Das war ja auch massiv Thema. Dieses Thema, vor allen Dingen, ich meine, du hast auch gesagt Konzert etc., aber eben auch vor allen Dingen Gastronomie mit dieser Storniergebühr, was manche eben haben wir auch. Du triffst den Nerv positiv und negativ. Also es gibt viele, die verstehen es, die haben überhaupt kein Problem damit und das ist selbstverständlich. Du hast aber auch genau die viele, für die ist das für die Grenze schon eine Frechheit. Weil einem praktisch schon suggeriert wird, man möge hier ein Jahr abziehen oder wie auch immer. Ja, ich verstehe. Was ja gar nicht der Fall ist. Ja, ja. Aber es eckt extrem an. Aber wir haben unsere Lehren gezogen. Wir hatten vor zwei Jahren zur Probe auf, hatten reserviert, überreserviert mit 33 Mann. Und dann hatten wir elf Leute im Restaurant. Ja, ja. Und da wussten wir, das geht halt leider anders nicht mehr, weil diese Verbindlichkeit irgendwie verloren gegangen ist. Ich glaube, wir haben sie alle in uns. Es gibt genug Sachen, wo wir alle verbindlich sind. Auch weit im Voraus, aber der Restaurantbesuch war oder ist immer noch nicht, ich glaube, es wird besser, weil eben nur noch eine Sache, die wir gerade besprochen haben, ich glaube, das spielt da auch rein, wir machen nicht mehr acht Sachen am Tag und am Abend, sondern eine Sache und die kann man dann planen. Ja. Ich verstehe. Ja, wie gesagt, ich habe das Gefühl nämlich auch, dass es ein bisschen so, ja, auch wieder eine gewisse Wertigkeit und wie immer möchte ich dazu sagen, es ist natürlich mir sehr bewusst, dass das auch aus einer, bestimmten Situation herausgesprochen ist. Wir gehen ja jetzt davon aus, dass ich mir die Zeit nehmen kann und auch die Möglichkeiten habe, mir sowas zu gönnen. Und da, dass es auch manchmal an anderen Faktoren liegt, ist uns ja auch klar, dass man halt nicht immer alles machen kann, was man machen möchte. Was du auf jeden Fall machen möchtest und offenbar auch machen kannst, ist trotzdem noch auf mehreren anderen Hochzeiten tanzen, wie man so schön sagt. Du warst dieses Jahr oder ihr wart dieses Jahr zum ersten Mal beim Gourmet Festival. Ich bin an eurem Stand auch vorbei. Das möchte ich sagen. I was there. Es war sehr voll. Es war ja sehr gut besucht. Ich bin da so vorbeigeschleinert. Ich habe auch ein Beweisfoto gemacht, dass ich es gesehen habe. Aber war selber nicht zu Gast. Was war das für eine, also da habe ich das Gefühl, da ist ja dann wieder diese andere Seite, da ist ja Laufpublikum, also das ist ja genau das Gegenteil. Und hast du das Gefühl, da hast du nochmal anderes Publikum erreichen können, ganz sicher, aber die dann auch hierhin gekommen sind, was war das für eine Experience, da war ja auch viel mit Wein, also es war ja so ein bisschen. Ja, also wir hatten viel Wein. Es war ein Riesengewusel, es war ultra viel Stress, hat ultra viel Spaß gemacht. Auch nochmal hier aus unserer jetzt so eingefahrenen und getakteten Umgebung raus ins Chaos, so wie es halt früher auch mal war. Das war wahnsinnig cool. Ja, wir hatten super viel Wein dabei, weil wir einfach zeigen wollten, dass wir eben auch viele coole deutsche Winz haben. Und ich bin ja ein Fan davon, guten Wein noch zu einem guten Kurs anzubieten und nicht immer nur, ich sage mal, vorsichtig, so Festivals werden ja auch öfters mal missbraucht, um gewisse Produkte teuer zu verkaufen. Das war da nicht unser Anspruch. Wir hatten eine riesengroße, tolle Zeit und mal rauszukommen aus dem getakteten Alltag war dahingehend super. Wir haben viele neue Kunden gewonnen, die uns eben gar nicht kannten, weil du kriegst ja auch durch Skomilf super viel Publikum, was nicht aus Düsseldorf kommt. Gleichzeitig haben wir auch eben alte Gesichter gesehen, wo wir dann eben auch schön war zu hören, warum sie denn eben nicht mehr zu uns kommen, als dieser Menüumschlag kam. Mit denen haben wir ja trotzdem noch einen super guten Draht und freuen uns, wenn wir sie sehen. Ja, und dann hat man natürlich die einen oder anderen, war jetzt keine Ansturmswelle nach dem Gourmetfest, aber viele, die beim Gourmetfest uns gesehen, probiert haben, die sind jetzt auch bei uns gestern geworden. Ja, also weil jetzt kommen wir quasi zum letzten Neuerung oder auch zur aktuellsten eigentlich und dann auch wieder auf den Standort hier in gewisser Hinsicht, weil Laufkundschaft stelle ich mir hier eher, selten vor, also dass ich hier vorbeilaufe und denke, ach, hier gehe ich mal rein, weil es einfach... Passiert so zweimal im Monat. Tatsächlich, aber immerhin. Das finde ich schon... Und jedes Mal sind wir überrascht, wir gucken, wie du jetzt. Also wirklich, das finde ich beeindruckend, weil ich jetzt gerade dachte, einfach auch... Also du kannst ja hier auch nicht parken. Ja gut, aber das kommt ja auch noch dazu. Das kommt dazu, das stimmt. Jetzt gibt es ja ein neues Projekt auch noch, wie gesagt, da wird auch bestimmt nochmal zu gegebener Zeit ausführlicher drüber gesprochen. Mit Lukas Jakobi hast du dich zusammengetan. Kanntet ihr euch vorher schon? Ist diese Gastrowelt hier eine kleine? Also kennt man sich eh und es ist so... Es ist eine kleine. Wir haben uns letztes Jahr kennengelernt auf einem Catering tatsächlich, was wir zusammen gemacht haben. Und ihr habt euch also offensichtlich auf Anhieb gut verstanden, sodass ihr gesagt habt, hey, let's do something together. Ross und Reiter. Korrekt. Auch hier in der Area. Also Rossstraße ist jetzt auch nicht so weit weg von der Münsterstraße. Also habt ihr euch, ist jetzt hier, wird jetzt deren Dorf zum kulinarischen Hotspot, also ist das ein Zufall? Habt ihr euch ein bisschen auf die Fahne geschrieben, an Orte, wo es vielleicht sonst nicht so doll vertreten ist, gehobene Gastronomie zu bringen? Ja, so eine Mischung. Also ich habe schon immer, ich sage mal, Marktbeobachtung gehört irgendwo dazu und mich hat sowieso immer interessiert, was wird frei, was kommt, was geht, so wie es jeden auch interessiert, auch als Gastperspektive. Und als das lokal frei geworden ist, war das natürlich wunderbar. Ich habe mir jetzt, es gab ein paar Stadtteile, wo ich wusste, boah, da würde ich es echt irgendwie ungern machen. Das interessiert mich nicht so. Aber ich wusste, wir sind hier in der Umgebung, wir wohnen um die Ecke, also es ist natürlich auch irgendwo total praktisch. Es ist nicht so, dass die Ecke hier irgendwie auch unabhängig jetzt von der Münsterstraße, was wir gerade besprochen haben, aber hier ist viel verfügbares Einkommen drumherum, wir haben tolle Wohnungen, tolle Wohngegenden. Von daher war das, als wir das Objekt da gefunden haben, hat da absolut gar nichts dagegen gesprochen. Ja, und war auch klar, dass ihr das zusammen macht? Also habt ihr das ziemlich schnell, ich stelle mir das immer so vor, also ich habe ja letztens einen Artikel gelesen, dass man innerhalb der ersten fünf Sekunden weiß, ob man jemanden mag und mit jemandem quasi mehr Zeit verbringt, in romantischer, aber auch in nicht romantischer Hinsicht. Also war das, war irgendwie, nachdem ihr euch drei Sätze unterhalten habt, klar, wir machen mal was zusammen. Also weil ich mir das auch schwer vorstelle, sage ich ganz, ganz ehrlich. Wie gesagt, kenne ich auch aus anderen Branchen, Ist ja auch schon Ego im Spiel und du hast deinen Style, er hat seinen Style. Das ist wie, wenn man so eine Supergroup zusammentut mit irgendwie mehreren SängerInnen oder MusikerInnen. Also stelle ich mir auch eine Herausforderung vor, sich zusammenzutun und das dann auch so gut zueinanderzuschmelzen. Wird das bestimmt noch. Nee, wir haben uns kennengelernt, haben uns echt total super schnell gut verstanden. Und dann habe ich ihn so ein bisschen, also die Idee der Neuöffnung war, hätte ich auch ohne Lukas gemacht, hätte ich ihn nicht kennengelernt. Aber weil ich ihn kennengelernt habe, habe ich eben auch sofort, ohne dass ich ihn privat sehr schätze, gemerkt, dass wir auch uns eben im professionellen Umfeld total gut ergänzen. Der ist ja, was Küche angeht, auf absolutem Top-Niveau, da kann ich ja gar nicht mehr mitreden. Und da kommt dann, glaube ich, eher mein wirtschaftlicher Teil mit, dass das alles ein bisschen ergänzt, weil er würde alles für seine Küche opfern. Und das haben wir sehr schnell erkannt und natürlich war mir auch klar und eben auch, wenn man sich jeweils vergrößern möchte, ist es vor allen Dingen wie der momentane Markt ist, was Mitarbeiter angeht, was Kosten angeht, gar nicht so schlecht wenn man da aus zwei bestehenden Töpfen, zwei bestehenden Restaurants ein bisschen poolen kann und da die Synergien schaffen kann und. Ja, so haben wir uns das relativ schnell, ja auch auf alles geeinigt, haben das Lokal natürlich gefunden und übernommen. Und jetzt sind die letzten Handwerker dran. Was geht's los? Das ist sehr, sehr spannend. Also ich habe gerade so gedacht, weil du das jetzt auch noch mal gesagt hast, vergrößern, also wir haben jetzt dieses Gespräch angefangen mit, es ist alles verkleinert, aber du vergrößerst dich ja quasi gerade durch die Hintertür und zwar nicht so knapp. Also das ist ja, also ne? Es ist ein, wenn man jetzt das Gesamtding sieht, dann bist du auf jeden Fall... Ein Ladenlokal mehr. Genau, ein Ladenlokal mehr. Hier ein bisschen weniger oder nicht weniger Angebot, das stimmt ja auch nicht, einfach ein verändertes Angebot. Wie gesagt, wenn ihr da, also was da das Konzept ist und so, da wird bestimmt noch mal eingehend an anderer Stelle drüber gesprochen. Eine letzte Frage habe ich noch, weil die in den letzten Wochen auch hier so ein bisschen durchraunte, auch mit Chefs in Town und so. Findest du, dass Düsseldorf eine kulinarische Stadt ist? Also jetzt, was nicht gilt, ist jetzt wieder die Immermannstraße anzubringen, also klar, natürlich die asiatische Küche, also dass das hier irgendwie etabliert ist und auch gut und so, das mal abgesehen davon. Hast du das Gefühl, dass sich hier viel tut und dass es ja eine kulinarische Stadt ist? Nicht wirklich. Ich hatte das Gefühl tatsächlich noch nie wirklich. Ich weiß gleichzeitig, das soll sich auch gar nicht böse anhören, ähm, Ich habe immer so zwei Teufelchen auf meiner Schulter, sage ich mal. Der eine ist so selber, weil ich weiß, was wir hier geschaffen haben. Ich will mich ja auch nicht selbst irgendwie auf den Kopf treten. Aber ich weiß halt auch, also mich wundert es irgendwo nicht, weil es halt so unfassbar schwierig ist, hier in der Gastronomie zu starten. Du bringst die ganze Zeit dieses Teufelsrad in Gange mit, wenn die Mieten so teuer sind und die Abstandsabzahlungen an andere Gastronomen so exorbitant hoch sind, wie soll dann jemand, der passioniert einen Beruf ausführt wie Koch, nicht gerade viel verdient sich jemals ein Restaurant aufmachen leisten, dann ist ja klar, dass dann irgendeine Kette wieder kommt oder irgendwas und ich finde, dieses ganze Thema Schnellrestaurant, Kette, Imbiss hat so ein bisschen, aber ich glaube, das ist fast schon Deutschlandproblem gewonnen, ist mir ein bisschen zu viel. Und ja, wir haben dann immer so vereinzelt coole Hotspots, wie jetzt bringe ich es doch an Immermannstraße oder hier so ein bisschen die Moldke-Straße oder so. Ich meine das auch nicht so dogmatisch, nur ich finde, das ist natürlich was man... Also wir haben viele kleine Hotspots, Ackerstraße, so in Klingeln ein bisschen und so. Aber generell fehlt mir schon, dass es hier einfach viel mehr individualisierte Konzepte gibt von, Jungen im Sinne von nicht bekannten Leuten, die sich einfach trauen und dafür, glaube ich, könnte man einfach auch als Stadt vielleicht ein bisschen mehr tun, dass man das so ein bisschen. Einfacher möglich machen würde. Ich glaube, das würde viel mehr Diversifikation mit sich bringen. Aber es gibt mehr als genug sehr, sehr, sehr schöne Restaurants, wo man hier essen kann. Also wir haben auch zum Glück nicht die Qual der Wahl und wissen nicht, wo wir essen gehen sollen. Das ist ein schönes Schlusswort. Vielen, vielen Dank Ich, naja, sehe mich hier schon vor dem Sechsgang. Wie viel Nachtisch gibt es bei Sechsgängen? Einen. Naja, vielleicht können wir da nochmal, vielleicht können wir da noch mal ändern. Ja, vielen Dank, bis zum nächsten Mal. Und ja, tschüss. Vielen, vielen Dank. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf. Vom Wetterstruxie. Ex-Hurricane Kirk ist durchgezogen und wir kommen jetzt wieder in ruhigere Fahrwasser. Grüße euch ganz herzlich zum Wochenendwetter. Ja, der Mittwoch und die Nacht zum Donnerstag, die standen ganz im Zeichen des Dauerregens und dieses Regengebiet, welches von Kirk ausgekommen war, das hatte ganz schön viel Regen gebracht. Zumindest mal bis Donnerstagmorgen sind in den vergangenen 24 Stunden. Verbreitet, ja, grob 40 bis 50, teilweise an die 60 Liter pro Quadratmeter gefallen. Und gerade dort, wo es so ein bisschen abschüssiger war vom Gelände her, da ist ein bisschen weniger gefallen. Da sind es nur so 20 bis 30 Liter gewesen und das trifft genau auch für Düsseldorf zu. Gerade weil wir ja von Westen her ein bisschen abschüssiger liegen und damit in Rheintal liegen. Und gerade nach Düsseldorf, wo das Gelände ja wieder hoch geht in Richtung Kreis Mettmann, dort ist dann wieder deutlich mehr Regen gefallen. Schon manchmal ganz schön spannend, was die Natur für Sachen macht. Das liegt aber jetzt hinter uns und wir beschäftigen uns jetzt mit dem, was vor uns liegt. Der Freitag bringt uns zum Start hin ein bisschen Sonne, das wird auch mal etwas längere Zeit der Fall sein. Zum Nachmittag entwickeln sich dann zahlreiche Quellwolken, die Temperaturen liegen dann bei grob 4 bis maximal 13 Grad, es wird aber erstmal keinen neuen Regen geben. Der Samstag wird uns aller Voraussicht nach relativ viele Wolken bringen, das ist so hochnebelartiges Gewölk, was allerdings nicht so richtig abziehen möchte, dazu frischt der Wind auch wieder neu auf, erreicht dann in Böen maximal 35 Kilometer pro Stunde. Die Temperaturen liegen dann unter den Wolken bei 6 bis maximal 14 Grad. Der Sonntag bringt uns in der ersten Tageshälfte möglicherweise so ein paar Schauers. Es kann auch sein, dass man so eine leichte Regenfront durchzieht. Das ist noch nicht so hundertprozentig sicher, weil vom Norden her kommt Schwall Polarluft vorgestoßen. Und es kann sein, dass diese Regenfront auch uns erreicht. Möglicherweise erreicht sie uns aber allerdings auch mit neuem Regen erst am Montag. Bis dahin wird es einen wahrscheinlich eher freundlicheren Tagesstart geben. Im Tagesverlauf zieht es sich dann wieder zu und die Temperaturen liegen bei 8 bis maximal 13 Grad. Die neue Woche wird dann jetzt eher wieder freundlicher werden. Es gibt dabei immer noch so ein paar Unsicherheiten, was den Montag und den Dienstag angeht. Da könnte es dann durchaus sein, dass es dann eher nicht so freundlich ist und es dann Regen gibt. Kann ich jetzt noch nicht so hundertprozentig sagen, dementsprechend verweise ich dann auf meine Homepage jensstrux.blog. In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt ein schönes Wochenende und hoffe, dass es euch gut geht. In diesem Sinne, euch das allerbeste und bis nächste Woche. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruxi-Blog. Jensstrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns eine riesengroße Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast, bewertet ihn mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen und teilt ihn, empfehlt ihn weiter. Zum Beispiel jemanden, der Düsseldorf liebt oder viel besser, der das noch lernen soll. Mein Name ist Tosja Kormann. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen. Music.