Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg zwischen Winter-Chaos und Wirtschafts-News“
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 6. Januar. Schnee und Streit in Hamburg. Spezialisierte Richter für Sexualstraftaten. Minderheitsaktionäre sollen ausgezahlt werden. HSV holt US-Stürmer Damien Downs. Seit nunmehr vier Tagen liegt Schnee in Hamburg, da ist es höchste Zeit für Schuldzuweisungen. Zwar räumt die Stadtreinigung Hamburg Eis und Schnee seit Beginn des Wintereinbruchs unter Volleinsatz mit 728 Einsatzkräften und 360 Fahrzeugen. Doch nun ist Streit um die Zahl der im Winterdienst einsatzbereiten Mitarbeiter entbrannt. Dieser ist seit dem Jahr 2019 von 900 auf in diesem Winter auf nur noch 728 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von fast 20 Prozent, wie das Abendblatt im November mit Blick auf die Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU berichtete. Die Kosten für den Winterdienst sind im gleichen Zeitraum dennoch gestiegen. Von 12,02 Millionen auf 12,53 Millionen Euro. Die CDU nannte den Personalabbau grob fahrlässig. Aktuell kritisiert der Hamburger CDU-Chef Dennis Thering, seit fünf Tagen liegt jetzt Schnee in Hamburg und die Stadt bekommt die Räumung einfach nicht hin. SPD und Grüne müssten sich dabei an die eigene Nase fassen. Viele Straßen, Fuß- und Radwege in städtischer Verantwortung sind noch immer nicht geräumt. Vor Schulen, an vielen Haltestellen und zahlreichen anderen Orten ist es noch immer spiegelglatt. Das gefährdet viele Menschen und sorgt für zahlreiche Verletzte. Mein Kommentar zielt in eine andere Richtung. Der Winter geht übrigens in die Verlängerung. Ein Tiefdruckgebiet soll am Freitag von der Elbe her neuen Schneefall bringen, sagte Meteorologin Julia Schmidt von Deutschen Wetterdienst. DWD. Das können kräftige Schneefälle sein. Nach aktueller Einschätzung könnten 15 bis 20 Zentimeter fallen, lokal auch mehr. Mit Schneeverwehungen besonders in Ostseenähe müsse gerechnet werden. Dort werde Sturm aus Osten erwartet. Auch in der Nacht zu Sonntag sind nach Schmidts Angaben noch Niederschläge zu erwarten, die möglicherweise in Hamburg vorübergehend in Regen übergehen können. Das sei aber noch unsicher. Aktuell sieht es so aus, dass wir auf der kalten Seite bleiben. Für Samstag rechnet der DWD mit nachlassenden Niederschlägen und Wetterberuhigung. Die weiteren Aussichten, es bleibt eher winterlich, so Schmidt. Gute Nachrichten für die Beschäftigten. Die Reallöhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in der Hansestadt im dritten Quartal 2025 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Das teilte das Statistikamt Nord mit. Da der Reallohn den Verdienst unter Berücksichtigung der Inflation angibt, bedeutet das, die Menschen in Hamburg haben real mehr Geld im Portemonnaie. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklungen, seien die Löhne der Hamburger Arbeitnehmer sogar um 5,1 Prozent gestiegen, so die Statistiker. Das ist jedoch nur der Durchschnittswert, je nach Lohngruppe gibt es erhebliche Abweichungen. So betrug der Zuwachs des Nominallohns bei Vollzeitkräften 5,4 Prozent, wobei wiederum Männer mit 5,5 Prozent ein minimal höheres Plus hatten als Frauen mit einem durchschnittlichen Wachstum von 5,4 Prozent. Bei den Geringverdienenden, den unteren 20 Prozent der Lohnskala, betrug die Verdienststeigerung der Vollzeitbeschäftigten sogar 9,7 Prozent. Das Land wird gerechter. Um die Gründerszene an Hamburgs Hochschulen zu stärken, fordert die CDU-Bürgerschaftsfraktion die Einrichtung eines hochschulübergreifenden Instituts als Start-up-Motor. Das Hamburg Institute for Venture and Entrepreneurship, HIVE, soll mit einem oder mehreren Lehrstühlen unternehmerische Kompetenzen stärken und den Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis fördern, heißt es in einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung. Zudem sollen spezielle Studienformate in Form von Promotionsprogrammen und ein Honors-Programm für besonders leistungsstarke Studierende. Die wissenschaftliche und technologische Exzellenz mit unternehmerischer Praxis verbinden und so einen direkten Übergang von der akademischen Idee zum marktreifen Unternehmen ermöglichen. Zwar stehe Hamburg mit fünf Exzellenzclustern im bundesweiten Vergleich der Hochschulstandorte gut da, sagte die Wissenschaftsexpertin der Fraktion Anna von Treuenfels-Frohwein. Doch trotz umfangreicher Beratungsangebote ließen die Hochschulausgründungen in der Hansestadt zu wünschen übrig. Zwischen 2020 und 2024 entstanden an allen staatlichen Hochschulen zusammen nur 121 Start-ups. Für einen Wissenschafts- und Innovationsstandort ist das ein alarmierendes Signal, sagte sie. Die Zahlen zeigten, dass Hamburg sein wissenschaftliches Potenzial nicht ausschöpfe. Gute Forschung allein reicht nicht. Wer Innovation will, muss Gründungen strukturell noch einfacher ermöglichen und früher fördern, betonte von Treuenfels-Frohwein. Am Landgericht Hamburg sind ab sofort spezialisierte Richterinnen und Richter für schwere Sexualstraftaten zuständig. Die entsprechenden Fälle werden künftig in sieben großen Strafkammern verhandelt, die zum Jahresbeginn eine Spezialzuständigkeit bekommen haben. Ziele sind mehr Opferschutz und effizientere Verfahren. Für Opfer von sexueller Gewalt kann es hochbelastend sein, vor Gericht auszusagen, sagte Justizsenatorin Anna Galina Grüne. Sie benötigten Unterstützung und Sensibilität, wenn sie über ihre Erlebnisse sprechen würden. Die Erfahrung, das Wissen und die Empathie der Richterinnen und Richter gebe den Opfern diesen geschützten Raum vor Gericht, gerade auch in komplexen Fällen. Das wird nun gestärkt. Zugleich könne die Spezialisierung die gerichtliche Aufarbeitung von Sexualdelikten weiter verbessern und die Verfahren effizienter machen. In den Spezialkammern, die neben den Sexualstraftaten auch weiterhin für Jugendschutzsachen zuständig sein werden, sind den Angaben zufolge künftig 22 Richterinnen und Richter tätig. Die Stadt Hamburg und die Reederei MSC wollen verbliebene Minderheitsaktionäre der Hamburg Hafen und Logistik AG HALA aus dem Unternehmen hinausdrängen. Angestrebt werde ein sogenanntes Squeeze-Out. Die Stadt und MSC, die Mediterranean Shipping Company aus der Schweiz, halten über die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft mehr als 95 Prozent der Hala-Aktien. Ein solcher Anteil war nötig, um den Ausschluss der Minderheitsaktionäre beschließen zu können. Die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft muss den Minderheitsaktionären eine angemessene Barabfindung zahlen, wie das Aktiengesetz vorschreibt. Die Höhe der Zahlung werde demnächst von der Beteiligungsgesellschaft auf Basis einer Unternehmensbewertung festgelegt, teilte die HALA mit. Ein gerichtlich bestellter Prüfer werde kontrollieren, ob die Höhe angemessen sei. Die nach Transportvolumen weltgrößte Containerrederei MSC war im November 2024 bei der HALA eingestiegen. Abgemacht ist, dass die Genfer Reederei bis zu 49,9 Prozent an der Beteiligungsgesellschaft halten wird. Die Stadt soll 50,1 Prozent wahren. Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich im Werben um den US-Nationalstürmer Damien Downs gegen den Nordrivalen Werder Bremen durchgesetzt. Der 21 Jahre alte Angreifer des FC Southampton befindet sich bereits in Hamburg, um dort noch an diesem Dienstag den üblichen Medizincheck zu absolvieren. Im Gespräch ist ein Leihgeschäft bis zum Ende dieser Saison. Downs war erst vor dieser Saison für rund 10 Millionen Euro vom 1. FC Köln zum Premier-League-Absteiger Southampton gewechselt. Um seine Chancen auf eine WM-Teilnahme mit dem US-Team zu verbessern, zieht es den im unterfränkischen Kreis Schweinfurt geborenen Stürmer aber noch in diesem Winter zurück nach Deutschland. In der zweiten englischen Liga blieb Downs bislang in elf Spielen ohne Tor. Trotzdem wollte neben dem HSV auch Werder Bremen den 1,92 Meter großen Angreifer verpflichten. Das Transferfenster steht bis zum Monatsende offen. Hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn.