Latest / Drakenhofs Mythen / Der Altar des Leviathans – Das falsche Wunder von Dorythol #trenchcrusade #grimdark #lore
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- 0:02Eine Stadt steht unberührt inmitten einer Welt, die von
- 0:07Krieg, Flut und Verdammnis verschlungen wurde.
- 0:11Doch sie wurde nicht gerettet, sondern erkauft, was einst wie
- 0:16ein Wunder erschien, hat sich längst als Pakt entpuppt,
- 0:20geschlossen mit einer Macht, die nicht schützt, sondern fordert
- 0:26und jedes Jahr in der dunkelsten Nacht.
- 0:29Bezahlt Dorital erneut den Preis dafür, dass es überhaupt noch
- 0:35existiert? Willkommen Pilger in den Gräben
- 0:40ich bin Basti Idol und heute kehren wir in die
- 0:44Kriegüberzogene Welt von Trench Crusade zurück.
- 0:49Wir schauen uns den ersten Teil an Law an, die zur Karkas Front
- 0:55führen wird, den Altar des Leviathan.
- 1:13Im Jahre 1865 erschütterte das Heraklion Erdbeben die Nordküste
- 1:19Kretas. Doch seine Folgen reichten weit
- 1:23über die Insel hinaus. Die Katastrophe traf die gesamte
- 1:27Mittelmeerwelt mit einer solchen Gewalt, dass selbst die
- 1:31Höllenfronten Anatoliens, der Levante und Nordafrikas von den
- 1:36Erschütterungen und ihren Folgen erfasst wurden.
- 1:40In nur einer einzigen Nacht verschwanden hunderte Siedlungen
- 1:44von der Landkarte, gewaltige Flutwellen jagten über das
- 1:48Mittelmeer und rissen unermeßliche Verwüstung mit
- 1:52sich. Als sich diese Wassermassen in
- 1:56den Golf von Alexandretta Hineinzwängten, wurde ihre
- 2:00Zerstörungskraft noch weiter gebündelt, was sich schließlich
- 2:04der Stadt Doritol näherte, war keine gewöhnliche Flut mehr.
- 2:09Sondern eine ungeheuerliche, auf 1000 Fuß angewachsene
- 2:14Wasserwand. Ein vernichtendes Naturereignis
- 2:18von beinahe unvorstellbarem Ausmaß.
- 2:22Die Bewohner Doritols standen diesem Ende scheinbar machtlos
- 2:27gegenüber, sie versammelten sich am Ufer und schauten ihrem
- 2:32sicheren Untergang entgegen, in ihrer Verzweiflung blieb ihnen
- 2:37nur das Gebet. Die Hoffnung auf göttliches
- 2:40Eingreifen in einem Moment, in dem jede weltliche Rettung
- 2:44ausgeschlossen war. Genau an diesem Punkt geschah
- 2:49das, was die Menschen nur als Wunder begreifen konnten.
- 2:53Die riesige Welle verlor plötzlich an Geschwindigkeit und
- 2:58kam schließlich etwa eine halbe Meile vor der Küste vollständig
- 3:02zum Stillstand. Blieb wie eine gewaltige Mauer
- 3:06aus Wasser vor der Stadt stehen. Das Meer selbst wirkte in diesem
- 3:11Augenblick wie ein lebendiges, rasendes Wesen, das seine Beute
- 3:16nicht erreichen durfte. Es brodelte, schäumte und Wand
- 3:22sich, konnte Dorifoll aber nicht verschlingen.
- 3:26Danach zog sich die Flut zurück und legte vor den Augen der
- 3:32Überlebenden. Den freigelegten Meeresboden
- 3:35offen auf diesem neu enthüllten Grund erschien eine bizarre,
- 3:41unheimliche Landschaft. Überall lagen halbzerfressene
- 3:45Leichen und Trümmerteile aus fernen Ländern verstreut, als
- 3:50habe das Meer die Reste zahlloser Katastrophen an einem
- 3:55Ort ausgeschüttet. Zwischen diesem Grauen
- 3:58entdeckten die Menschen von Dorithall.
- 4:01Einen uralten Tempel, dessen Form und Ausmaße so fremdartig
- 4:06waren, dass die meisten ihn nicht einmal zu betreten wagten.
- 4:11Das Bauwerk wirkte nicht wie etwas, das von Menschenhand in
- 4:15vertrauter Weise errichtet wurde, es lag schief und aus
- 4:20einer ursprünglichen Verankerung gerissen auf einer gewaltigen
- 4:24Platte aus grünlich schwarzem Gestein, das kein
- 4:28Steinbruchmeister einordnen konnte, das.
- 4:31Schon diese Materie selbst schien außerhalb alles Bekannten
- 4:36zu stehen. Nur wenige, entweder besonders
- 4:40tollkühne oder besonders verzweifelte, betraten die
- 4:45Ruinen überhaupt. Im Inneren stießen sie auf einen
- 4:49riesigen Obelisken aus demselben fremdartigen Stein, seine Form
- 4:55erinnerte an einen gezackten Zahn, doch in einer Größe.
- 5:00Die jedes natürlichen Maßes sprengte und unmöglich zu einem
- 5:05lebenden Wesen gehören konnte. Von diesem Monolithen ging eine
- 5:10spürbare Macht aus, die jeden ergriff, der sich ihm näherte,
- 5:16die Menschen fielen vor ihm auf die Knie, überwältigt von den
- 5:20Empfindungen, hier etwas Übernatürliches vor sich zu
- 5:23haben, für sie konnte ein solches Wunder nur göttlichen
- 5:28Ursprungs sein. Noch bevor die See zurückkehrte
- 5:32und den Ort wieder verschlang, schafften die Bewohner den
- 5:36Obelisken aus dem Tempel und brachten ihn auf einen
- 5:40hochgelegenen Hügel im zerklüfteten Hinterland hinter
- 5:43ihrer Stadt. Dort errichteten sie ihn als
- 5:47Heiligtum und nannten ihn den Altar des Leviathan von diesem
- 5:54Zeitpunkt an wurde der Altar zum geheimen Zentrum der Stadt.
- 5:59Über seine Existenz wurde gegenüber Fremden nicht
- 6:02gesprochen, er war kein öffentlich verehrtes Wunder,
- 6:06sondern ein verborgenes Heiligtum, dessen Bedeutung nur
- 6:11die Bewohner Dory Thalls kannten.
- 6:14In den folgenden Jahren zeigte sich, dass die Macht, die das
- 6:18Meer aufgehalten hatte, offenbar nicht mit dem Ende der Flut
- 6:22verschwunden war, obwohl ringsum der Krieg gegen die Hölle weiter
- 6:27wütete. Und die Kämpfe zwischen den
- 6:30Gläubigen und den verdammten Mal aufloderten und mal abebbten,
- 6:35blieb Dorithall wie auf unheimliche Weise verschont.
- 6:40Weder die Heere der Treuen noch die Mächte der Verdammnis
- 6:44schienen die Stadt wirklich wahrzunehmen, es war, als läge
- 6:49ein Schleier über ihr, als sei sie aus dem Blickfeld der Welt
- 6:53herausgenommen, für die Einwohner war dies ein weiterer
- 6:57Beweis, dass. Dass der Altar ihre Stadt
- 6:59schützte. Aus Dankbarkeit begannen die
- 7:03Menschen, dem Altar Opfergaben darzubringen.
- 7:06Zunächst waren diese Gaben noch in einer Form, die als fromm
- 7:11oder zumindest nachvollziehbar erschien, Nahrung, Wein, Gold
- 7:17und Vieh wurden an seinem Fuß niedergelegt, doch hinter dieser
- 7:22Praxis steckte von Anfang an eine dunkle Einsicht.
- 7:27Der Schutz wirkte nicht wie ein freies Geschenk, sondern wie
- 7:31etwas, das genährt werden musste.
- 7:34Die macht, welche die Stadt bewahrte, erschien hungrig,
- 7:38fordernd und niemals wirklich satt.
- 7:42Damit begann eine schleichende moralische Entstellung der
- 7:46Gemeinschaft, der Altar wurde nicht nur verehrt, sondern
- 7:50zugleich beschwichtigt, im Jahr 1871 wurde.
- 7:55Wurde diese Entwicklung endgültig in den Bereich des
- 7:59Entsetzlichen gestoßen? Vor der Küste tauchte das
- 8:03Ketzerische U Boot Congrat of Marmorn auf, von Bord kamen
- 8:09gepanzerte Mörder, entschlossen die Stadt anzugreifen, Dorith
- 8:15Hall stand erneut vor der Vernichtung, diesmal nicht durch
- 8:19Naturgewalten, sondern durch die Werkzeuge der Häresie.
- 8:24In dieser äußersten Not wendeten sich die Einwohner wieder an den
- 8:29Altar. Doch nun reichten Speise, trank
- 8:33oder Reichtum nicht mehr aus, um Rettung zu Erflehen, brachten
- 8:38sie die abscheulichsten Opfer dar, die denkbar waren, sie
- 8:42opferten ihr eigenes Fleisch und Blut, der Schritt von der
- 8:47dankbaren Verehrung zum bewussten, entsetzlichen
- 8:51Menschenopfer war damit vollzogen, der.
- 8:55Was in jener Nacht geschah, wurde später von niemandem mehr
- 8:59ausgesprochen. Schweigen legte sich über das
- 9:03Ereignis, als sei schon die Erinnerung daran eine Form der
- 9:08Verunreinigung oder des Fluches, nur das Ergebnis wurde bekannt,
- 9:14das u Boot wurde später als treibendes Wrack vor den
- 9:18Ostspitzen Zyperns gefunden. Von seiner früheren Macht war
- 9:23nichts mehr übrig, es war nur noch eine ausgeweitete Hülle.
- 9:28Die Besatzung war spurlos verschwunden und die inneren
- 9:32Schotten des Schiffes waren mit ihrem Blut rot überzogen.
- 9:37Dieses Bild machte klar, dass der Schutz des Altars real war,
- 9:42aber nicht heilig im üblichen Sinne, er rettete nicht mit
- 9:47Reiner strahlender Gnade und. Sondern mit etwas Gefräßigem,
- 9:51gewaltigem und Unbegreiflichem, das seine Opfer verschlang.
- 9:58Seitdem steht Dorital weiterhin unberührt inmitten einer Welt
- 10:03des Grauens, während anderswo Krieg, Verdammnis und
- 10:07Vernichtung herrscht, bleibt diese Stadt bestehen, doch ihr
- 10:11Fortbestand ist nicht der Ausdruck eines friedlichen
- 10:15Segens. Sondern das Ergebnis eines
- 10:18fortgesetzten Paktes mit einer Macht, deren Natur immer
- 10:22finsterer erscheint. Jedes Jahr in der dunkelsten
- 10:27Nacht des Jahres wiederholen die Bewohner ihr grausames Ritual.
- 10:33Sie bringen ein weiteres unaussprechliches Opfer zum
- 10:36Altar und ziehen sich danach hastig in ihre Häuser zurück.
- 10:42Das geschieht nicht in feierlicher Sicherheit.
- 10:44Sondern in nackter Angst. Jeder weiß offenbar, dass das
- 10:49Opfer zwar notwendig ist, die Bedrohung aber trotzdem nicht
- 10:54wirklich gebannt wird. Die ganze Stadt ist auf diese
- 10:57Nacht vorbereitet, als gehöre das Grauen längst zum
- 11:02Jahreslauf, jede Haustür ist mit seltsamen Zeichen bemalt, deren
- 11:07Ursprung niemand mehr erklären kann, niemand weiß noch.
- 11:12Wer diese Symbole zuerst lehrte oder was sie genau bedeuteten.
- 11:17Und doch wurden sie weiterhin verwendet, als seien sie Teil
- 11:21eines uralten blinden Schutzrituals.
- 11:25Zusätzlich wurden die Türen mit eisernen Nägeln fest
- 11:29verschlossen, als wolle man nicht nur Menschen aussperren,
- 11:33sondern etwas anderes, etwas, das nicht ganz in die Welt der
- 11:38Menschen gehört währenddessen. Legt sich unheimlicher Nebel
- 11:43über Dorith Hall und draußen auf dem Pflaster sind dumpfe,
- 11:49schwere, nasse Schritte zu hören.
- 11:53Diese Geräusche deuten auf eine Präsenz hin, die durch die
- 11:57Straßen zieht, ohne dass jemand sie sehen oder benennen möchte.
- 12:03In dieser Nacht sitzen die Bewohner in ihren kalten
- 12:06Häusern, kauern sich voller Furcht an ihrer erloschenen
- 12:10Herde. Und hoffen, dass das, was
- 12:13draußen umgeht, einfach weiterzieht.
- 12:17Ihr Schutz besteht also nicht in Ruhe oder Vertrauen, sondern in
- 12:22ritualisierter Panik und in der ständigen Hoffnung, selbst
- 12:26verschont zu bleiben. Der Preis für das Überleben der
- 12:30Stadt ist nicht nur Blut, sondern auch ein Zustand
- 12:34dauernder seelischer Zerrüttung mit jedem neuen Morgen.
- 12:39Zeigt sich dann die eigentliche Konsequenz dieses Paktes immer
- 12:44ein Haus steht leer, die Menschen, die darin lebten, sind
- 12:50verschwunden, sie wurden von unbekannten Mächten geholt und
- 12:55nie wieder gesehen. Damit zeichnet sich Dorithall
- 13:00als ein Ort aus, der äußerlich vom Krieg verschont bleibt,
- 13:05innerlich aber längst verdorben und versklavt ist.
- 13:09Die Stadt wurde einst scheinbar auf wundersame Weise gerettet,
- 13:13doch dieser rettende Eingriff hat sie nicht erlöst, sondern an
- 13:18eine uralte, Hungrige Macht gebunden.
- 13:22Aus einem Wunder wurde ein Kult, aus Dankbarkeit wurde
- 13:26Beschwichtigung, aus Frömmigkeit wurden Menschenopfer und aus
- 13:32Schutz wurde eine Form stiller alljährlicher Auslieferung.
- 13:39Dorifall überlebt, aber nicht frei, nicht rein und nicht
- 13:43unversehrt. Die Stadt existiert weiterhin um
- 13:48den Preis, dass sie Jahr für Jahr ihre eigenen Menschen an
- 13:52etwas ausliefert, das im Dunkeln wandelt und seine Schuld nie
- 13:58vergisst. Wie findet ihr die Geschichte
- 14:03dieser verfluchten Stadt? Seid ihr auf mehr Geschichten in
- 14:07diese Richtung gespannt? Habt ihr Lust auf die Kampagne
- 14:11der Karkas Front? Schreibt mir eure Meinung in die
- 14:14Kommentare, wenn ihr mehr über die Fraktionen und Geschichten
- 14:18von Trench Crusade oder anderen Welten erfahren wollt, dann gebt
- 14:23dem Video ein Like, hyped es und abonniert den Kanal.
- 14:27Das würde mir sehr helfen, vielen Dank für eure
- 14:30Aufmerksamkeit bis zum nächsten Mal.