Latest / Smartpod. Smart Home Podcast aus der smartfabrik / #35 Renditeoptimierung von Gebäuden durch PV-Anlagen
Transcript
- 0:00Herzlich Willkommen zu 35. Smartpot Episode aus der Smartfabrik.
- 0:15Heute reden wir über das Thema Renditeoptimierung von Gebäuden durch eine PV-Anlage.
- 0:22Mein Name ist Sebastian Gehmlich und ich habe einen sehr interessanten Gast dabei, den Julian von Reumont.
- 0:27Hallo, guten Tag.
- 0:29Ja, vielleicht mal vorstellen. Was machen Sie, woher kennen wir uns?
- 0:34Mein Name ist Julian von Rolmund. Ich bin für die Doniengruppe tätig seit mittlerweile über 10 Jahren.
- 0:39Wir sind ein Projekt im Wicklum-Baugträger aus NRW. Hier ist auch unser Kerngebiet.
- 0:43Wir haben zwar auch Niederlassung in Nord- und Süddeutschland, aber unser Hauptgeschäftsfeld ist im Moment noch hier in Nordrhein-Westfalen.
- 0:50Wir bauen Wohngebäude. Wir sind kein Bestandshalter. Wir sind reiner Projekt im Wicklum-Baugträger.
- 0:54Wir haben hier alles herkaufen und veräußern. Wir machen alles von der Baurechtschaffung über die Schließung, den Hochbau und den Vertrieb unserer Wohnimmobilien.
- 1:03Wir haben aber schon seit einigen Jahren ein kleines Portfolio von weiteren Firmen aufgebaut, die sich im Bereich der gewerblichen Wärmelieferung und Wärmelieferungskonflikting bewegen.
- 1:12In der Glasfaserprojektierung von unseren Quartieren haben, da kommt eben auch die Verbindung zusammen mit den beiden Sebastians,
- 1:20das John Venture der Firma Elektrofabrik. Hier machen wir Elektroinstallation für unsere eigenen Gebäude, aber eben auch für andere Kunden.
- 1:28Und errichten damit auch PV-Anlagen, sowohl für Privatkunden als auch größere PV-Anlagen für gewerblich genutzte Gebäude.
- 1:36Das Ganze kam so ein bisschen zustande über die Firma SolarQ, die wir jetzt auch schon mittlerweile seit über zwei Jahren haben,
- 1:42wo wir PV-Großanlagen projektieren, vertreiben, beraten für professionelle Entkunden.
- 1:51Genau, und dadurch, dass wir da so ein riesengabündetes Nauhau haben, können wir natürlich jetzt auch mal so ein Podcast machen, wo wir echt in die Tiefe gehen,
- 1:59weil dieses Thema ist, glaube ich, jetzt auch durch Solarpaket 1 nochmal richtig ins Rollen geraten.
- 2:03Da ist natürlich auch sehr viel Interessantes aus der Politik an Anstößen, wie Wirtschaft passiert,
- 2:08um es durchaus Sinn macht, eine PV-Anlage zu errichten, nicht nur um den eigenen Energieverbrauch bei einem Einfamilienhaus zu senken.
- 2:14Erfolgeraum, was sind denn, sage ich mal, so die Hauptfaktoren, warum sollte ich in die größere Immobilie, gewerbliche Immobilie investieren?
- 2:21Was macht das, oder was der Sinn ist, wie kann man seine Rentite da steigern, wie kann man Kohle verdienen?
- 2:25Also zunächst einmal um das Thema PV grundsätzlich auch historisch einzuordnen, es gefingten Grunde an mit der Einspeisevergütung.
- 2:34Die waren früher, ich glaube, es waren 99 Fennige, da war es so, dass vor allem Klemmere Landmöse...
- 2:39Ja, schon länger her.
- 2:43Da war es aber besonders so, das kennen wir eben auch, dass große landwirtschaftliche Betriebe, die haben da halt eine gewisse Art von Klemmernis, sage ich einfach mal,
- 2:49das für sich erkannt haben, die hatten große Dachflächen, große landwirtschaftliche Flächen und haben dort relativ große PV-Anlagen errichtet
- 2:55und haben dann wirklich diese 99 Fennige pro Kilobattstunde Einspeisevergütung bekommen für einen langen Zeitraum.
- 3:01Das sind jetzt auch die Anlagen, die jetzt gerade so aus dem EEG, aus dieser Vergütung, da im Rausfallen, da muss man auf fairer Weise dazu sagen,
- 3:09die Vergütung war ziemlich hoch, aber die Kosten einer solchen Anlage waren vor 15, 20 Jahren natürlich auch ex-Ovitant hoch.
- 3:16Der Trag war deutlich geringer, als er heute ist, weil die Module deutlich effizienter geworden sind.
- 3:21Dann ging das so eine ganze Zeit vor sich hin, es gab natürlich auch immer private Endkunden, die es auf ihre Einfamilienhäuser verbaut haben,
- 3:28um einfach selber, ich sage mal ein bisschen, liebhaberei, das Klimazuschon selber Strom zu erzeugen, das Thema Autarkie spielte da immer eine wichtige Rolle.
- 3:38Wirtschaftlich war es aber immer an der Grenze, dass es sich lohnt. Dann kam aber zwei Effekte.
- 3:44Der erste kurzfristigere Effekt, das spreche ich jetzt von Zeitraum bis zu fünf Jahren,
- 3:49dass die Anlagentechnologie, dass die Produktion der Komponenten einfach deutlich gesunken ist, die Produktionskosten,
- 3:58und damit natürlich die Anlagen auch deutlich wirtschaftlicher wurden.
- 4:01Module, Wechselrichter, Batteriespeicher, alles was dazu gehört, die Preise sind alle seit fünf Jahren ca. deutlich fallend.
- 4:08Das hat natürlich damit zu tun, dass die Kapazitäten am Markt steigen, also umso mehr kapazitisch produziere Markt.
- 4:13Genau, Asien ist natürlich ein wichtiger Player, der da wirklich groß mit eingestiegen ist und die Produktionskapazitäten deutlich nach oben gefahren hat.
- 4:21Das steigert halt einfach das Angebot. Bei gleichbleibender Nachfrage habe ich dann einfach auch sinkende Kosten.
- 4:28Dann der nächste Riesenfaktor war natürlich die Ukraine-Krise durch die explodierenden Energiepreise.
- 4:33Wünschten die Leute sich natürlich alle die Autarkie, dass sie Sorge hatten vor Netzausfällen, dann kam das Thema noch Atomkraftausstieg.
- 4:41Da stiegen dann wiederum die Sorgen oder Ängste sogar teilweise.
- 4:44Das hat vor allem in den letzten zwei Jahren natürlich zu einem regelrechten Boom im Einfamilienhausegment geführt.
- 4:50Genau, da kann es sich auch kurzzeitig zu einem extrem preisehögen der Module durch Knappheit, weil Lieferketten nicht mehr da waren.
- 4:55Das war noch das Thema Lieferketten mit Suiz-Kanal, dass da wirklich sich Container im Suiz-Kanal festhingen und da Module nicht geliefert werden konnten.
- 5:02Genau, da war die Nachfrage riesig. Das Angebot war aber wiederum knapp.
- 5:06Das Ganze hatte sich danach wieder entspannt und hat wiederum zu deutlich sinkenden Kosten geführt.
- 5:12Dazu kam aber jetzt eben der Jüngsteffekt, dass die Energiepreise sich, zum Glück kann man ja sagen, deutlich wieder entspannt haben.
- 5:19Das heißt, auf der Einfamilienhauseite im Bestand ist die Nachfrage deutlich nach unten gegangen.
- 5:25Das zeigen auch alle offiziellen Zahlen.
- 5:27Im Neubau hingegen ist es sehr stabil, weil wer jetzt investiert und sich jetzt eine Mobilie kauft oder bauen lässt im Neubau,
- 5:35sagt klar, das nehme ich direkt mit.
- 5:37Im NRW haben wir es ja sogar ab 1.1.20.25, wenn ich dort mein Bauantrag stelle, habe ich schon eine PV-Flicht.
- 5:43Dann wird es also jedes neuerrichtete Gebäude mit Bauantrag ab 1.1.20.25 in NRW.
- 5:48In anderen Bundesländern ist es schon teilweise so, auch eine PV-Anlage als Pflicht haben.
- 5:53Genau, und zudem kommt ja mit der KfW-Förderung, wenn ich KfW-Standards 40 einhalten muss.
- 5:58Das aktuelle KfW 40-KfN-Programm, das kriege ich kaum gelöst ohne eine PV-Anlage,
- 6:02weil da besonders auch der CO2-Ausstoß im Lebenszyklus betrachtet wird.
- 6:06Eine PV-Anlage liefert mir konstant für 25, 30, 35 Jahre lang Strom.
- 6:12Strom, der im deutschen Energiemix einen relativ hohen CO2-Preisstempel hat,
- 6:18nämlich es sind ca. 425 Gramm pro Kilowattstunde Strom, die ich aus dem deutschen Strommix ziehe.
- 6:24Wenn ich eine Kilowattstunde vor Ort regenerativ durch eine PV-Anlage erzeuge, die ich nicht aus dem Netz brauche,
- 6:30dann komme ich bei einem Familienhaus schnell in den Bereich von 5 Tonnen CO2 jedes Jahr, die ich damit einspare.
- 6:36Ich gewinne auch an Autarkie, ich habe auch einfach geringere Kosten.
- 6:40Trotz der wieder gefallenen und sich normalisierenden Energiepreise, die Preise nach unten gegangen sind,
- 6:47habe ich aber immer noch eine Wirtschaftlichkeit einer jeden Anlage gegeben.
- 6:51Wir sagen immer, ein Familienhaussegment sind so bei ca. 10 Jahren Automatisationszeit.
- 6:55Wenn die Anlage aber 30 Jahre lang hält, dann hat man eben 20 Jahre lang auch eine schöne Rendite erwirtschaftet.
- 7:02Aber aufgrund der entspannteren Liefersituation und der geringeren Sorge von Stromausfällen,
- 7:11ist eben der Bestandsmarkt dann deutlich zurückgegangen.
- 7:14Der Neubau ist konstant geblieben, aber – und das sagten sie ja gerade auch hergegenlich –
- 7:19hatten wir jetzt jüngst den Beschluss des Solarpakets 1.
- 7:24Das wurde lange Zeit besprochen und diskutiert.
- 7:26Sehr lange Zeit, ja.
- 7:27Ich glaube, zwei Jahre waren es endlich, wo es inhaltlich klar war,
- 7:31was dann dann an verschiedenen andere politischen Dinge geknippt wurde,
- 7:34sodass es jetzt vor kurzem eben erst beschlossen werden konnte.
- 7:37Das führte die Dinge, die darin stehen, führten teilweise zum Beispiel zu einer enorm gesteigerten Nachfrage
- 7:45im Segment der gewerblichen PV-Stromlieferung.
- 7:49Genau, und da sind wir jetzt bei dem Punkt.
- 7:51Gewerbliche PV-Stromlieferung, warum sollte ich in eine gewerbliche Immobilie investieren?
- 7:56Also ich glaube, das Thema private Immobilie, das ist sehr einfach beleuchtet.
- 8:00Ich mache das für meine Eigenversorgung, gucke, wenn ich einen großen Verbraucher habe,
- 8:03dass ich im Endeffekt meine Energiekosten senke.
- 8:05Ich glaube, der wirkliche Schlüssel, um Rendit zu steigern, liegt in einem gewerblichen Bereich.
- 8:10Das würde ich jetzt einfach mal voraussetzen.
- 8:12Und deswegen sprechen wir wahrscheinlich in diesem Podcast auch eher jetzt über das Gewerbliche,
- 8:15weil da liegt halt die Rendite.
- 8:18Warum sollte ich in eine gewerbliche Immobilie investieren?
- 8:21Was sind so die, ich sag mal, Keyfacts? Was ist der Sinn?
- 8:24Also im Ein-Verminen-Haus-Segment, wie Sie sagen, ist der Use Case ja vollkommen klar.
- 8:31Ich errichte auf mein eigenen Haus eine eigene PV-Anlage zu meinen eigenen relativ hohen Kosten,
- 8:36weil jedes Ein-Verminen-Haus ist anders, die Fläche ist relativ klein,
- 8:39der Verbrauch ist auch relativ gesegnet gering und sparen mir dadurch eben den Einkauf von extern.
- 8:46Das ist also klar. Bei gewerblich genutzten Gebäuden verhält es sich eben ein bisschen anders.
- 8:51Ich habe in der Regel sehr große Dachflächen, kann also auch dort kostengünstig Anlagen errichten.
- 8:56Ich habe relativ große Mietflächen mit auch relativ hohem Verbrauch.
- 9:01Selbst bei einer normalen Berohnnutzung sind die PCs laufen den ganzen Tag.
- 9:04Ich habe Klimageräte teilweise, ich habe einfach sehr viel höhere Verbräuche.
- 9:08Machen wir ein Beispiel, um das glaube ich so ein bisschen anfassbarer zu machen.
- 9:12Ein normaler Haushalt, wie viel Kilowattstunden Strom verbrauchen wir?
- 9:15Ein 4-Personen-Haushalt, 2 Kids, 2 Erwachsener.
- 9:184 Personenhaushalt laut V-Rewox, glaube ich, sind das im Durchschnitt, ich glaube 3.500 bis 4.000 Kilowattstunden.
- 9:23Genau. Wenn ich die jetzt im Endeffekt in Kosten ausspite, was habe ich im Monat?
- 9:27Keine Ahnung, 50 bis 60 Euro Stromkosten.
- 9:29Ja, 60 bis 90 so würde ich sagen.
- 9:32Genau, wenn man das jetzt einfach mal hochrechnet, eine PV-Anlage, keine Ahnung, 15 bis 18.000 Euro,
- 9:37je nach Größe das ist, das ist ein Speicher.
- 9:39Wenn man das jetzt einfach mal hochrechnet, dann hat man eine Amortisation von 15 bis 20 Jahren,
- 9:44je nach Nutzung, wie oft man zu Hause, wie viel Strom eingespeist wird usw.
- 9:48Also ist eigentlich ziemlich klar dieser Rechencase.
- 9:51Es lohnt sich für Leute, die sagen, ich baue mein Haus, ich bleibe drin wohnen, alles ist fein.
- 9:56Richtig.
- 9:57Sorry, bei einer gewerblichen Geschichte, da habe ich natürlich deutlich höhere Stromverbräuche.
- 10:04Was hat so ein Office? Keine Ahnung.
- 10:06Was rechnet man das pro?
- 10:08Die kommt natürlich immer auf die Größe und auf die Nutzung an,
- 10:10aber ich sage jetzt mal, wenn er üblich ein Arztpraxis, wie wir sie alle kennen,
- 10:13da kommen sie halt schon schnell die 10.000 Kilowattstunden bei einer kleinen regulären Arztpraxis.
- 10:18Wenn sie natürlich noch produzierendes Gewerbe mit drin haben, große Maschinen,
- 10:21dann reden wir halt schnell von Verbräuchen von über 100.000 Kilowattstunden,
- 10:25bis hin zu Mega-Watt oder sogar teilweise Gigawatt, aber dann sind wir schon wirklich im Industriebereich.
- 10:30Genau, das heißt, das ist natürlich ein Potenzial, was wir heben können.
- 10:33Da ist natürlich der Einkaufspreis der Kilowattstunde eventuell etwas niedriger,
- 10:37wenn ich im großen Mengen einkaufe, bezahle ich halt nicht 35 Cent,
- 10:40sondern wahrscheinlich etwas weniger.
- 10:43Ja, da muss man auch mal differenzieren.
- 10:45Also wenn ich normaler Gewerbetreibender bin, sage ich einmal in Anführungszeichen,
- 10:48habe ich keinen zentralen Stromeinkauf, ich habe keine Rahmenverträge mit großen Versorgern
- 10:52oder kaufe sogar meinen Strom direkt am Spotmarkt ein an der Energiebörse.
- 10:56Dann habe ich in der Regel ganz normale Verbrauchstarifel
- 11:00vielleicht ein, zwei, drei, vier Cent günstiger, als wir es als Endkunden haben.
- 11:04Aber das war es dann auch.
- 11:06Wenn ich sehr hohe Verbraucher habe, dann bin ich wirklich im Industriesegment,
- 11:09dann bin ich ja direkt im Mittelspannungsbereich, dann habe ich Industriestromtarife.
- 11:13Die waren früher mal bei 7 Cent soweit, ich weiß, aktuell glaube ich bei 11 oder 12 Cent.
- 11:18Also dann habe ich ganz andere Verbraucher, aber auch natürlich einen ganz anderen Bedarf,
- 11:22das ist auch klar.
- 11:23Aber alles andere bewegt sich halt eben dann dazwischen.
- 11:27Genau, also für den Fall, ich habe jetzt eine Halle, habe dich vermietet,
- 11:29dann ist es für mich natürlich ein super Renditefaktor zu sagen,
- 11:32ich baue eine PV-Anlage aufs Dach und verkaufe meine Mieter, die sind Strom.
- 11:36Weil ich bin ja der Eigentümer der an des Gebäudes
- 11:39und habe eine Renditesteigerung durch zu sich Strom einnahmen.
- 11:43Ich würde einen Punkt vorhersetzen.
- 11:45Ich habe eine Halle und vermiete die und erziele dadurch eben Miet- oder Pachterträge
- 11:49durch die Vermietung der Halle.
- 11:51Das ist jetzt einfach mein Geschäftsmodell, das Gleiche kann ich übertragen auf ein Bürogebäude.
- 11:54Ich habe ein Bürogebäude gebaut oder gekauft und vermiete die Flächen,
- 11:57habe dadurch meine Erträge, die werden auch höchstwahrscheinlich nicht negativ sein,
- 12:01weil ich sonst damals nicht gemacht hätte.
- 12:04Und das läuft dann jetzt so viele Jahre oder Jahrzehnte lang.
- 12:07Jetzt habe ich aber eben noch ein Potenzial, was eben ungenutzt ist,
- 12:11das ist nämlich meine Dachfläche, wo ich einfach Energieerzeugungsanlagen errichten kann
- 12:16in Form einer PV-Anlage und habe unten Mieter, die Strom benötigen.
- 12:22Da kommen natürlich also zwei spannende Faktoren zusammen.
- 12:25Aber da das eben nicht mein Geschäftsmodell ist,
- 12:27sondern ich eben eigentlich Vermieter bin oder Gebäudeigentümer, Bestandshalter,
- 12:32habe ich mich mit dem Thema natürlich noch nicht so intensiv auseinandergesetzt.
- 12:36Ich habe vielleicht das mal hier und da gehört,
- 12:38ich habe vielleicht schon angefangen mich damit auseinanderzusetzen,
- 12:40aber da muss man sagen, dass der Energiemarkt wirklich hochkomplex ist,
- 12:44aus vielen verschiedenen Gesetzen sich zusammensetzt,
- 12:47wenn man viele Falschstrecke bachten muss, also da muss man sich wirklich richtig tief reinarbeiten.
- 12:51Aber die erste Frage, die eben ganz am Anfang steht, ist,
- 12:54habe ich erstmal, will ich eine Anlage errichten für einen Eigenverbrauch
- 12:57oder will ich Strom an fremde Dritte liefern?
- 13:00Eigenverbrauch ist klar, es ist meine Halle, meine Firma,
- 13:03ich bin Eigentümer der Halle und auch gleichzeitig der Nutzer.
- 13:06Naja, da kann ich eben wie bei mein Familienhaus auch, das Thema haben wir schon.
- 13:09Ich kann mein Betriebskosten senken, dadurch, dass ich selber Geld ausgebe
- 13:12und dadurch aber geringeren Stromeinkauf habe und spar damit langfristig Geld.
- 13:16Das Thema ist das einfachste Abzuherwickelnde,
- 13:19weil das hat kaum rechtliche Regularien, es hat kein Risiko,
- 13:23da ich den Strom von mir an mich liefer.
- 13:25Ich habe Liefer nicht an Dritte und senke damit einfach die Betriebskosten.
- 13:30Das ist aber natürlich da nur eingeschränkt, wo ich eben sowohl als auch bin.
- 13:34Ich bin der Besitzer des Gebäudes als auch der Nutzer.
- 13:37Das geht natürlich nicht, wenn ich der Eigentümer bin,
- 13:41aber nicht der Nutzer, sondern die Flächen eben vermietet habe.
- 13:43Dann bin ich halt direkt im Bereich der Stromlieferung.
- 13:47Lieferung ist natürlich wieder deutlich komplexer als ein Eigenverbrauch,
- 13:50weil ich liefer an Fremde Dritte.
- 13:53Dafür müssen Lieferverträge geschlossen werden.
- 13:55Die unterliegen wieder zusätzlichen Regularien.
- 13:58Das bedeutet also Aufwand, ich habe auch ein gewisses Risiko,
- 14:00eine Ausfallrisiko mit drin.
- 14:02Ich muss Preise festlegen, ich muss ein Rechtsanwalt beauftragen,
- 14:04der mir die Verträge erstellt, aber es bietet dadurch natürlich auch höhere Renditen.
- 14:10Also die erste Frage, die ich mir stellen muss,
- 14:12habe ich ein Eigenverbrauch oder will ich Strom liefern?
- 14:15Die nächste Frage, die ich mir natürlich dann direkt stellen muss,
- 14:18ist, will ich eine Anlage errichten zur Volleinspeisung
- 14:22oder will ich eine Teileinspeisung machen?
- 14:24Bei der Volleinspeisung ist es ähnlich wie im Fall davor,
- 14:27ist der geringste Aufwand, hat ein geringes Risiko,
- 14:31dadurch, dass ich gesetzliche Absicherungen habe,
- 14:34die mir in der Regel 20 Jahre lang ein Preis garantieren,
- 14:39pro Kilowattstunde, die ich ins Netz einspeise.
- 14:41Genau, das muss man dazu sagen, sobald die Anlage angemeldet ist,
- 14:44ist quasi die Einspeisevergütung, die mir zugesagt worden ist,
- 14:4720 Jahre lang gültig.
- 14:49Das ist natürlich dann auch für mich ein Investitionsschutz an der Stelle.
- 14:52Genau, die Banken sehen das natürlich auch sehr positiv,
- 14:55weil ich habe auf der einen Seite meine Kosten,
- 14:57auf der anderen meine prognostizierten Erlöse,
- 14:59die gesetzlich garantiert sind für die nächsten 20 Jahre.
- 15:01Wenn ich nach unter 20 Jahren beim Break-even bin,
- 15:05hat die Bank natürlich kein Problem mir das Ding zu finanzieren.
- 15:08Das weniger ein Risiko bedeutet aber auch natürlich ein weniger an Marge.
- 15:14Wir rechnen hier immer in den Use-Cases, die wir so kennen,
- 15:17so einer Anlage rendiert zwischen 5 und 8 Prozent,
- 15:21ist jetzt nicht wenig um Gottes Willen,
- 15:24es bedeutet auch wenig Aufwand, aber dadurch eben auch
- 15:29eine etwas moderatere Marge.
- 15:31Genau, die Eigenkapitalerendite ist natürlich je nachdem, was für...
- 15:33Wie ist es immer individuell, genau, je nachdem, wie viel ich selber
- 15:36in dieser Anlage mit Eigenkapital finanziere oder mit Investiere,
- 15:40wie viel Anteil ich finanziere, wie hoch meine Zinskosten sind,
- 15:43was für steuerliche Abschreibung ich Geld machen kann,
- 15:45das ist immer individuell, das kann man schlecht pauschal sagen.
- 15:48Aber die Gesamtanlagenrendite ist eben in der Regel zwischen 5 und 8 Prozent
- 15:52gesetzlich garantiert.
- 15:54Genau, da vielleicht noch mal so einen kleinen Einwurf,
- 15:56weil wir das ja auch ganz viele Kunden gerade haben,
- 15:58mit die wir diese Modelle verfolgen, haben wir eine schöne
- 16:00Exeltabelle aufgesetzt, wo wir das einfach mal überschlagen können,
- 16:02wo wir dann Faktoren mit reinbringen können, die Anlage planen
- 16:05und haben mal schon mal einen sehr guten Überblick,
- 16:07bevor man dann mit der Bank ins Gespräch geht,
- 16:10bevor man weitere Planungen macht, kann man das einfach überschlagen.
- 16:13Also wer der Interesse daran hat, kann sich da gerne an uns richten
- 16:16und wir gucken, wie wir da weiterhelfen können.
- 16:19Genau, weil die erste Entscheidung, die ich eben treffen muss,
- 16:21ist, will ich mich überhaupt mit dem Thema beschäftigen.
- 16:24Das ist natürlich das eine.
- 16:25Also wer bis hierhin gekommen ist zu dem Podcast?
- 16:27Wer bis hierhin gekommen ist, ist schon mal nicht schlecht,
- 16:29weil wir merken, es ist sehr vielschichtig.
- 16:31Aber wir versuchen eben, ein bisschen da so durchzuleiten,
- 16:33weil wenn man sich da einmal dann durchleiten hat lassen,
- 16:37versteht es dann auch wirklich und ist auch dann in der Lage dazu.
- 16:41Und das ist immer unser Anspruch, dass wir unsere Kunden
- 16:44und Partner in die Lage dazu versetzen,
- 16:46eine eigenständige fundierte Entscheidung treffen zu können.
- 16:50Deswegen müssen wir ihn aber auch an die Hand nehmen.
- 16:52Deswegen leiten wir da durch.
- 16:53Und da ist eben die Amatrisierungsrechnung natürlich
- 16:55der erste wesentliche Schritt dann nach der Entscheidung,
- 16:57ob ich mich diesem Thema dann überhaupt stellen möchte.
- 16:59Und dann rechnen wir eben vor, was bringt so eine Anlage
- 17:02in diesem konkreten Fall wirklich geplant,
- 17:04in der Volleinspeisung, welche Renditen kriege ich da,
- 17:07welche Amatrisationen seid ihr?
- 17:08Vielleicht als klassische Beispiel eine Volleinspeisung,
- 17:10wann mache ich die?
- 17:11Wir haben letztens einen Kunden gehabt,
- 17:12der hat im Endeffekt kaum Eigenverbrauch,
- 17:14der hat aber eine Riesendachfläche.
- 17:16So, für den macht es keinen Sinn zu sagen,
- 17:18ich reduziere meine Betriebskosten durch eine Eigennutzung,
- 17:21sondern für ihn ist es sinnvoll.
- 17:22Ich gehe auf einen Direkteinspeiser,
- 17:24wo wir auch Kontakte zuhören haben,
- 17:25gehe ich drauf zu und sage, hallo,
- 17:27ich wer für diese Anlage den Ring,
- 17:29was könnt ihr mir dafür pro Kilowattstunde bezahlen?
- 17:32Das macht zum Beispiel auch Sinn bei Freiflächenanlagen,
- 17:35wo ich einfach eine Riesenfläche habe,
- 17:37wo ich aber den Strom nicht selber verbrauche.
- 17:39Das ist alles, was irgendwie in die Volleinspeisung geht.
- 17:42Das Thema muss ein bisschen anders sehen.
- 17:45Eine Volleinspeisung macht immer dann Sinn,
- 17:48wenn ich geringe Verbräuche auf der Liegenschaft habe,
- 17:52aber hohe Erträge,
- 17:53weil der Strom muss ja irgendwo hin.
- 17:55Und eben, wenn ich möglichst wenig Aufwand damit haben möchte
- 17:59und bezüglich der geringen Verbräuche muss man eben auch noch mal sagen,
- 18:03man kann ja einen kleinen Teil,
- 18:05könnte man an die Liegenschaft selber liefern
- 18:07und nur eine Teileinspeisung machen.
- 18:09Aber da kommen wir halt direkt zum nächsten Problem,
- 18:12nämlich je nach Anlagengröße
- 18:14habe ich dort auch unterschiedliche gesetzliche Vergütungen,
- 18:16in der Einspeisevergütung.
- 18:18Eine Volleinspeisung bringt mir immer höhere Vergütung
- 18:20als eine Teileinspeisung.
- 18:22Wenn ich in einer gewissen Anlagengröße bin,
- 18:24nämlich in der Regap 100kW,
- 18:26brauche ich einen Direktvermarkter,
- 18:28der mir den Strom abnimmt und weitervermarktet,
- 18:30weil der Netzbetreiber das an der Stelle nicht mehr gewährleisten kann,
- 18:35dass er sich selber darum kümmert und die Mengen einfach zu groß sind.
- 18:38Und Direktvermarkter, die sind natürlich sehr daran interessiert,
- 18:41vorhersehbare Lastgänge zu bekommen,
- 18:43also vorhersehbare Stromerträge,
- 18:45die sie wieder weiter handeln können.
- 18:47Wenn wir in der Teileinspeisung sind,
- 18:49dann habe ich immer eine Variable mit drin,
- 18:51die mir diesen prognosizierten Lastgang verändern kann.
- 18:54Wenn jetzt derjenige gerade die Maschine anwirft
- 18:56und die richtig viel Strom zieht,
- 18:58kommt eben viel weniger dann im Netz an,
- 19:00was unser Direktvermarkter dann weiterveräußern kann.
- 19:03Das macht es einfach super schwer vorhersehbar
- 19:05und das wertet der natürlich preislich mit ein.
- 19:07Das heißt...
- 19:09Genau, bei einer Volleinspeisanlage
- 19:11ist im Endeffekt nur das Wetterausschlag geben von dem...
- 19:14Was aber relativ gut prognosizierbar ist, das kann man sagen.
- 19:16Genau. Und bei einer Teileinspeisung, wie Sie eben sagten,
- 19:19ich schmeiß meine Maschine an, auf einmal ist mein Lastgang,
- 19:21der direktvermarkter kauft den Strom einen Tag vorher am Markt ein
- 19:24oder handelt den, verkauft den in dem Fall,
- 19:26kriegt aber jetzt von uns nicht das geliefert,
- 19:28was er verkauft hat und muss den...
- 19:30Müßte nachkaufen.
- 19:32Und das wirkt eben ein Risiko,
- 19:34weil wenn der Preis dann eben hoch ist am Spotmarkt,
- 19:36dann kann er eben auch dadurch Verlust machen.
- 19:39Und für Anlagen in der Teileinspeisung,
- 19:41die eine gewisse Größe haben,
- 19:43und da reden wir in der Regel von unter 500 kW-Anlagen,
- 19:46wo es überhaupt, also wo es für die schon relativ uninteressant ist,
- 19:50rufen die auch Kosten einfach dafür aus.
- 19:53Also es kann sein, dass wenn ich eine Anlage habe,
- 19:56das sage ich einfach mal, im Mittel 350 kW,
- 19:59was auch schon ein großes Ding ist,
- 20:01und dann in die Teileinspeisung gehe
- 20:03und dann zu einem direktvermarkter gehe
- 20:05und sage, direktvermarkter, ich liefe die 80.000 kWh im Jahr,
- 20:08dann habe ich sehr schnell ein beses Erwachen,
- 20:11dann sagt er nämlich, ja gut,
- 20:13dann musst du mir aber Geld mitbringen, dass ich das mache.
- 20:15Genau.
- 20:17Das war auch am Anfang sehr verwirrend,
- 20:19ich habe einen Sprachern und ich dachte mir,
- 20:21wir reden doch von der Lösen.
- 20:23Ich bringe euch doch Strom, wofür ich Geld bekomme.
- 20:25Warum redet ihr denn immer von Kosten?
- 20:27Genau nämlich aus diesem Grund,
- 20:29weil die müssen zusehen, dass dieser Strom halt irgendwo hingeht.
- 20:32Der Bilanzkreislauf muss null sein.
- 20:34Der Bilanzkreis, genau, der muss immer am Ende null sein,
- 20:37weil die Netzspannung muss immer gegeben sein.
- 20:39Das sind in Deutschland die 50 Hertz,
- 20:41und da darf auch nur im ganz geringen 0,02, glaube ich,
- 20:44das Prozentbereich abgewichen werden.
- 20:46Wenn der Bilanzkreis hat, muss dafür sorgen,
- 20:48dass der immer ausgeglichen ist.
- 20:50Wenn ich jetzt eben einen weiteren Abnehmer mit drin habe,
- 20:52macht es eben den Lastgang weniger prognostizierbar.
- 20:54Und das verursacht teilweise auch sogar einen Schaden.
- 20:57Also ich kann durch Pferonlagen auch immunitären Schaden
- 21:00sozusagen verursachen.
- 21:02Wenn ich nämlich Strom dann ein Speise,
- 21:05also ein Direktvermarkter abgebe,
- 21:07mit meinem eingesteißenen Strom,
- 21:09der den aber zu dem Zeitpunkt nicht quitt bekommt
- 21:12und der Strommarktpreis negativ ist,
- 21:15dann ist das ein Schaden halt auch tatsächlich.
- 21:17Deswegen ist gerade die Prognostizierbarkeit
- 21:19von Anlagen für die Direktvermarkter sehr wichtig.
- 21:21Aber diese ganzen Probleme habe ich nicht
- 21:23in der gesetzlichen Einspeise fürgetan.
- 21:25Das muss man eben ganz klar zusandt.
- 21:27Wir reden ja über Rendite-Steigerung.
- 21:29Deswegen in der Teilanspeisung verdienen wir ja auch Geld
- 21:32mit anderen Abnehmern.
- 21:34Das ist genau das.
- 21:36Die andere Seite der Teilanspeisung,
- 21:38wenn ich teilein Speise, heißt das natürlich auch,
- 21:41der Rest des Stroms geht irgendwo auf der Liegenschaft halt hinten.
- 21:44Ich habe da eine andere Frage,
- 21:46die ich mir schon mal überfinde,
- 21:48oder ich versorge eben fremde Dritte,
- 21:50mit denen ich dann Stromlieferverträge abschließe
- 21:52und dadurch natürlich auch einen höheren Kilowattstundenpreis
- 21:55bekommen, als in der gesetzlichen Einspeise vergeht.
- 21:57Genau, da kann ich im Endeffekt ja sagen,
- 21:59hallo lieber Mieter, du bezahlst normalerweise 35 Cent,
- 22:02du kaufst den PV-Strom bei mir für 25 Cent
- 22:05und ich kriege natürlich dann deutlich mehr,
- 22:07als das, was ich ins Netz einfache einspeise.
- 22:09Das heißt, ich habe einen privaten Vertrag
- 22:11oder einen gewerblichen Vertrag mit einem Mieter
- 22:13und ich kann dann deutlich höheren Satz abrechnen,
- 22:15als ich die vom Netz bekomme.
- 22:17Genau.
- 22:18Und damit verdiene ich mein Geld.
- 22:19Und damit sinkt natürlich dann auch die Amotisation
- 22:22seit meiner Anlage und meine Rendite geht nach oben.
- 22:24Das ist prinzipiell korrekt.
- 22:26Vielleicht nochmal ein paar Zahlen zu nennen,
- 22:28also wenn ich jetzt in der Einspeisevergütung bin,
- 22:30in der gesetzlichen Einspeisevergütung bei Anlagen bis 100 kW,
- 22:33dann bekomme ich in der Volleinspeisung zum Beispiel
- 22:36aktuell 10,79 Cent.
- 22:38Gesetzlich garantiert, gilt für 20 Jahre,
- 22:40wird aus dem EEG bezahlt,
- 22:42kann meine Abundinationsrechnung also demnach aufstellen.
- 22:44Wenn ich in der Teil-Einspeisung bin,
- 22:46bekomme ich nur noch 5,74 Cent pro Kilowattstunde.
- 22:49Also tatsächlich knapp sogar weniger als die Hälfte.
- 22:52Das gilt aber auch nur für Anlagen bis 100 kW.
- 22:55Wenn ich bei über 100 kW bin, aktuell bis 1000 kW,
- 22:59dann brauche ich schon einen Direktvermarkter,
- 23:01um eben aus besagten Gründen den Strom dann quasi im Netz quitt zu bekommen.
- 23:06[Code zur trafficking]
- 23:08Jetzt wird es schon wieder ein bisschen komplexer, weil der Bereich des Direktvermarkt, der
- 23:13Direktvermarktung, spaltet sich wie voll aus. Wie folgt auf? Der Direktvermarkter bezahlt
- 23:18mir immer nur das, was der Strom aktuell an Marktwert hat. Da gibt es so die sogenannten
- 23:23Monatsmarktwerte, das sind Monatsmittelwerte, die werden monatlich veröffentlicht von
- 23:28netztransparenz.de. Da habe ich jetzt beispielsweise im Mai diesen Jahres, hatte ich für, ein
- 23:35Marktwert für Solar von 3,161 Cent. 3,161 Cent ist nochmal deutlich weniger als die
- 23:42Teileinspeisung in der Einspeisevergütung von 5,74 Cent und noch viel, viel, viel geringer
- 23:48als die 10,79 Cent in der Volleinspeisung. Da kann man sich ja vorstellen, das ist
- 23:53aber schwierig, das rechnet sich nicht so gut. Und dazu sind diese Werte auch noch stark
- 23:57schwankend. Ein anderes Extrembeispiel war der August 2022. Dort hatte ich einen Monatsmarktwert-Solar
- 24:04von knapp 40 Cent. Da konnte ich also sehr viel Geld verdienen. Das lag natürlich auch
- 24:08an politischen Umständen. Das lag auch in der Energiekrise natürlich. Das sind aber so
- 24:12zwei Extremwert jetzt einmal, 3,161 Cent und 39,910 Cent. Riesenspanne. Wozu führt das
- 24:19zu einer Unsicherheit? Wenn ich Unsicherheit habe, dann möchte ich wahrscheinlich, also
- 24:24fällt es mir schwerer zu investieren. Man muss ja auch überlegen, diese Investitionen,
- 24:27die ich tätige, die sind ja nicht klein. Wenn ich von solchen Anlagen rede, ist man schnell
- 24:31über 150, 200.000 oder sogar mehr. Ja, schnell in 100.000 bis hin zu mehreren Millionen Euro.
- 24:36Genau. Die Investition will natürlich wohl überlegt sein und will auch abgesichert
- 24:40sein. Was hat also der Gesetzgeber sich ausgedacht? Die sogenannte Marktprämie. Auch hier wieder
- 24:46über das EEG abgewickelt. Die sagt beispielsweise für eine Anlage von 400 KW. In der Volleinspeisung
- 24:55bekomme ich eine Marktprämie von 9,3 1 Cent. Aber Achtung, ich habe ja hierhin direkt vor
- 25:00Markt, weil ich bin über 100 KW, also benötige ich den. Der Markt, der direkt vor Markt erzahlt
- 25:05mir aber wie gesagt immer nur den Marktwert in aktuellen. Ja, Mai 3,161 Cent. Die Anlage
- 25:11würde sich nur sehr schwer rechnen. Deswegen gibt es eben diese Marktprämie, wo mir das
- 25:15EEG sagt, du kriegst, wenn der Marktwert geringer ist, kriegst du trotzdem diese Marktprämie
- 25:21von 9,3 1 Cent. Das ist quasi das. Die sichert mich also nach unten ab. Genau. Die sichert
- 25:26mich aber nicht darüber hinaus, aber also wenn der Marktwert steigt, kriege ich auch mehr
- 25:29dafür. Also kann ich sagen, als Investor, wenn sich diese Marktprämie für mich schon rechnet,
- 25:35für diese Anlage, dann bin ich schon mal durch die Tür, weil auch das kriege ich wiederum
- 25:38gesetzlich garantiert für die nächsten 20 Jahre. Genau, 20 Jahre. Genau, und wenn es darüber
- 25:42hinaussteigt, umso schöner verbessert sich nur meine Rechnung, aber in der Regel verschlechtert
- 25:46sie sich eben nicht. Also das haben wir in der Urkast? Solche Fehler hätte ich nur durch
- 25:49Anlagenausfälle beispielsweise, dann kann auch mal ein Monat natürlich schlecht sein,
- 25:53um Gottes Willen, aber es bietet mir natürlich einen viel höheren Sicherheitsrahmen und deswegen
- 25:58hat der Gesetzgeber auch dieses Markteinstrument einfach erfunden, was natürlich auch die
- 26:03Investitionen erleichtert und damit den Ausbau der Neuer Bachen weiterhelfen. Genau, dann
- 26:08ich glaube ein, oder so ein Punkt wäre dann, jetzt sage ich, ich bin privater Bestandshalter,
- 26:13ich habe hier 14 Einfamilienhäuschen, ich baue jetzt überall PV-Anlagen drauf und verkaufe
- 26:18die an meine privaten Mieter. Ja, dann kommen wir direkt zum nächsten Bereich. Also worauf
- 26:25ich hinaus will, es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen privaten Nutzern und
- 26:29gewerblichen Nutzern. Genau, das ist im Grunde die nächste Frage, die ich mir stellen möchte
- 26:32neben dem, ob ich den Strom selber nutzen will oder ob ich ihn beliefern möchte an andere,
- 26:41ob ich in der Volleinspeisung bin, in der Teileinspeisung, ist ihm die Frage, naja,
- 26:45wer sind meine Nutzer denn überhaupt, wenn ich jemanden beliefern möchte? Ist das ein
- 26:49privater Nutzer, ein Endkunde oder ist es eben ein gewerblicher Nutzer, das ist ein riesengroßer
- 26:54Unterschied. Warum? Private Nutzer unterliegen natürlich den Verbraucherschutz, der sehr
- 26:59hohe regulatorische Anforderungen an einen Stromlieferanten stellt. Er hat auch das Recht,
- 27:03alle zwei Jahre zu kündigen, er kann seinen Stromlieferanten frei wählen, als Vermieter habe
- 27:08ich dort keine Chance, den Mieter zu einem Stromvertrag zu zwingen in Anführungszeichen,
- 27:12sondern er muss immer frei wählen können. Ich habe, wie gesagt, kürzere Vertragslaufzeiten,
- 27:17ich habe in der Regel halt auch häufigere Wechsel, durch Einzug, durch Auszug, ich
- 27:23hatte auch theoretischen Inkasso-Risiko, falls mal jemand nicht zahlt. Ich habe sehr, sehr,
- 27:27sehr viele einzelne Verbraucher, die aber alle relativ wenig verbrauchen. Ich habe dazu die
- 27:34ganzen Kosten für die ganze Verwaltung eines jeden einzelnen Kunden, die ganze Abrechnung,
- 27:39die Fragen, die der Kunde hat, die Beratung, die der Kunde verlangt. Ich habe für jeden einzelnen
- 27:44Kunden eine einzelne Messstelle, die auch wiederum mich als Lieferanten an Geld kostet. Viele
- 27:49private Endkunden wollen auch gerne einfach nur eine Vollversorgung, dass sie nur einen einzelnen
- 27:54Stromlieferanten haben. Aktuell ist es ja auch so, ich darf keine zwei Tarife haben. Doch, das ist
- 28:00neu durch das Solarpaket 1, dass ich auch an private Endnutzer eine reine PV-Stromversorgung
- 28:05durchführen kann. Das ist eine der Änderungen, aber der ganz andere Teil, den ein privater
- 28:11Nutzer mit sich bringt, der entfällt dadurch leider nicht. Und ich kann es mir auch gut vorstellen,
- 28:15kann es persönlich auch gut nachvollziehen, dass ich als private Endkunde doch gerne einen
- 28:19einzigen Lieferanten habe und nicht zwei mit zwei verschiedenen Preisen, wo der eine mir sagt,
- 28:23na, wie viel Strom ich dir diesen Monat liefer, weiß ich noch gar nicht, je nach Wetter. Kann ich mir
- 28:29vorstellen, dass sich der eine oder andere schon einfach schwer damit tut. Was macht der Kunde,
- 28:32der guckt im Internet nach, was ist der günstigte Versorger, schließt ein oder zwei Jahresvertrag
- 28:36haben in der Preisgarantie, kriegt vielleicht noch eine kleine Gutschrift oder ein paar Punkte
- 28:40gut geschrieben. Ich rede immer von der bekannten Play-Session, die der Kunde dazu kriegt,
- 28:44dann ist er nämlich da und nicht mehr bei mir. Also das muss man wirklich wollen, das muss
- 28:49man wollen. Genau, also private Nutzer aktuell durch das politische Umfeld eher uninteressant
- 28:55für eine Strombelieferung mit PV-Strom. Wenn ich Gebäude-Eigentümer bin und Bestandshalter,
- 29:00wahrscheinlich schon. Das muss ich, ich kann es machen, ich muss es aber wirklich wollen. Ich
- 29:05muss sehr viel Manpower dahinterstecken, ich habe einen sehr hohen Verwaltungsaufwand,
- 29:09ich habe sehr viel Regulatorik. Was gibt es da? Es gibt spezialisierte Mieterschrommanbieter,
- 29:14die machen genau das. Die beliefern private Endkunden, die übernehmen die Investitionskosten
- 29:19und beliefern die dann in der Vollversorgung. Ein Case, den wir jetzt gerade aktuell haben
- 29:23mit einem Kunden von uns, wo sagen, hey, die Häuser kriegen eine PV-Anlage, dass der Mietpreis
- 29:28einfach pro Quadratmeter erhöht wird, da ich sage, hey, du hast normalerweise keine Stromkosten
- 29:34von 80, 90 Euro im Monat, durch die PV-Anlage, die du mitmietest, die quasi von dir genutzt wird,
- 29:39erhöht sich der Mietpreis um 50, 60 Cent pro Quadratmeter und im Endeffekt schafft das ein
- 29:43Mehrwert für die Immobilien, die ich teurer vermieten kann. Das ist gerade... Immer ein Familienhaussegment
- 29:47könnte man das so machen, genau. Weil meine Immobilie wird ja besser aufgehört, weil sie mehr kann.
- 29:52Genau. Aber mit mehr Familienhaus ist es schon wieder deutlich schwieriger und wie gesagt,
- 29:57da gibt es die Mieterschrommanbieter, bei denen ist aber natürlich auch wichtig, das muss man einfach
- 30:00wissen, dass die haben viele Tausende Nutzer und viele hunderte Anlagen deutschlandweit. Wenn der
- 30:06Einmieter mal den Stromgeliefervertrag im Mieterschromm nicht verlängert, ist für die nicht
- 30:11relevant. Wenn ich aber nur 60 Kunden habe und davon kündigen mal drei, na ja, ist das schon
- 30:15signifikant. Da geht meine Rendite nämlich auch in den Bach runter. Und wie gesagt, durch die
- 30:19Vollversorgung habe ich auch immer das Risiko des Reststrombezuges. Ich muss den Strom, den meine
- 30:25Anlagen dann in dem Fall deutschlandweit nicht erzeugen, denn mein Bilanzkreislauf fehlen,
- 30:30muss ich nachkaufen am Energiemarkt, der wo da Tiles, wo ich wieder Risiken drin habe. Das muss
- 30:36man einfach wissen und also unter mehreren Tausend Nutzern und Lieferverträgen ergibt
- 30:41das in der Regel relativ wenig Sinn. Genau. Deswegen sind wir eher dann, wo wir es spannender
- 30:47finden oder wo es für spannender für unseren Kunden ist, ist natürlich dann der gewerbliche
- 30:51Nutzer. Allein aus den Gründen, wie Sie gerade schon sagten, ich habe größere Flächen,
- 30:54ich habe größere Verbräucher, Verbraucher, ich habe natürlich eben nicht diesen Verbraucherschutz,
- 31:02sondern ich kann im Endeffekt dann bilateral Verträge schließen, die zum Beispiel auch an den,
- 31:06ja, an den, die Mietdauer der Anlage oder beziehungsweise der Halle oder der Immobilie geknüpft sind. Ja,
- 31:11Koppelungen von Verträgen ist immer schwierig, das sollte schon ein getrennter Liefervertrag sein,
- 31:16aber klar, ich habe nicht den Verbraucherschutz, der einfach sehr hohe Anforderungen stellt,
- 31:20sondern ich habe hier zwei Gewerblichtätige, die untereinander einen Vertrag schließen können,
- 31:25der deutlich freier ist. Ich kann deutlich längere Vertragslaufzeiten vereinbaren,
- 31:30von mir ist auch zehn Jahre Vertrag, würde man wahrscheinlich nicht länger machen,
- 31:34als der Mietvertrag läuft, das wäre ja unüblich, aber da steht in unserem Vertrag beispielsweise
- 31:38auch drin, dass der Schrummeliefervertrag automatisch endet mit dem Mietvertrag, in die
- 31:42Richtung ist eine Koppelung an Anführungszeichen möglich, aber man darf es nicht anders machen,
- 31:46du darfst die Fläche nicht nur mieten, nur wenn du einen Schrummeliefervertrag, das wäre nicht
- 31:50ganz rechtlich in Ordnung, aber man kann halt eine Endklausel damit reinbringen, das ist okay,
- 31:56wir haben in der Regel deutlich weniger Mieter pro Fläche, wir haben sehr hohe Verbräuche,
- 32:01wir haben aber auch passende Lastgänge, weil Gewerblichtätige sind in der Regel tagsübertätig
- 32:05und haben dann ihre Verbräuche und ja, wie die wie die Pfernlage so will, erzeugt sie vor
- 32:11einem tagsüber eben unseren Strom, das heißt den Strom, den ich oben erzeuge, kann ich unten im
- 32:15Gebäude halt auch direkt beliefern, das ist bei privaten Endkunden natürlich deutlich anders,
- 32:21weil da die Verbräuche eher wirklich in den Frühmorgenstunden und in den Abendstunden liegen,
- 32:24wenn wir eben dann zum noch zu Hause sind, das ist eben bei Gewerblichen anders. Ich habe auch
- 32:30dazu eine geringere Fluktuation, das ist auch wichtig, ich habe weniger Zähler, ich habe einen
- 32:35deutlich geringeren Verwaltungsaufwand und damit auch reduzierte Kosten. Ich bin ja ein Freund von
- 32:42Zahlen, Daten, Fakten, die man auch mal so ein bisschen plakativ oder anfassbar hat. Also wir haben
- 32:47ja einfach mal so ein Anwendungsbeispiel mit drei verschiedenen Immobilien, die wir einfach mal
- 32:52durchgerechnet haben, so ein kleines Gewerbeobjekt, ich sage einfach mal 100 Module, damit man es
- 32:57irgendwo fassen kann, da haben wir einen Ertrag von 35.000 Kilowattstunden pro Jahr. Was kostet
- 33:04so eine Anlage? Bei 100 Modulen würde ich jetzt so zwischen 40.000 und 45.000 Euro in der Nettung
- 33:10ungefähr rechnen. Genau, wenn man diesen Strom dann auch quitt bekommt, je nach Lastgang, dann
- 33:14hat man eine Amotisation von 5, 6 Jahren. Das ist aber möglich, ist schon ein sehr guter Fall,
- 33:21aber das ist nicht unnüblicher. Genau, umso größer die Anlage wird, dann haben wir noch ein
- 33:26anderes Beispiel, 250 Modulen, da haben wir 90.000 Kilowattstunden Ertrag, da kostet eine Anlage,
- 33:31keine Ahnung, 110, 120.000 Euro. In dem Dreh. Und wie gesagt, die Anlagen sollte man natürlich auch
- 33:36mal, wenn man so eine Miete hat, entsprechend auf den Lastgang anpassen, dass man nicht komplett
- 33:40overpaste, wenn man da jetzt nur einen Lager drin hat, wo zwei mit einer Ameise rumfahren,
- 33:45dann braucht man die Anlage nicht voll belegen. Weil, dann habe ich das Thema der Teileinspeisung,
- 33:49wo ich deutlich geringere Vergütungssätze habe. Das ist halt auch wichtig, die Anlage so auszulegen,
- 33:53dass sie zum Verbrauch des Gebäudes passt. Eine Anlage einfach nur so groß zu bauen, um sie groß
- 33:58zu bauen, muss nicht immer sindäckig. Wenn ich ja voll Einspeisung bin, dann so groß wie möglich.
- 34:03Also im üblichen gucken wir uns den Lastgang, den Verbrauch an, was was aktuell geflossen ist
- 34:07das letzte Jahr. Wie groß die Dachfläche ist. Genau. Und erstellen daraufhin eben das Konzept der
- 34:12Befonlage, damit alle auch beides zueinander passt. Genau. Als Beispiel, dann hat man eine
- 34:16Amortisation bei dem Beispiel, was wir hatten, das ist auch tatsächlich ein Kundenprojekt von uns
- 34:19vierenhalb Jahre bei 25.000 Euro Ertrag, 22 Prozent Rendite. Also das ist schon knackig.
- 34:2725.000 Euro zusätzliche Erträge im Jahr für so ein mittelgroßes Querbeobjekt ist nicht unutlokativ.
- 34:35Das kann man ganz klar so sagen. Vor allem mit einem Potenzial, was ja eh da ist. Die Dachfläche war
- 34:39schon immer da. Sie hat nur bisher nichts für mich getan, außer dass kein Regenreireg nicht.
- 34:44Jetzt kann ich aber damit eben auch Gewinne erzielen. Das ist eben dann, das ist der Clou daran.
- 34:51Und nicht zu vergessen und auch wirklich nichts unterschlagen. Ich mache mein Mieter damit auch
- 34:56glücklich, weil ich biete mein Mieter einen Strumbliefervertrag an, der unter dem Preis liegt, den
- 35:01er momentzahlt. Der ist also hell auf begeisternd sagt, naja, super, lieber vermieter, dass du
- 35:05jetzt auch noch mit dem Strumbliefervertrag kommst und ich weniger zahlen muss als früher. Ich
- 35:08habe geringere Betriebskosten, ist ja perfekt für mich. Kann natürlich also auch eine bessere
- 35:12Mieter-Fermieter-Bindung herstellen, fördert auch die Loyalität des Mieters und macht sich
- 35:17wahrscheinlich am Ende des Tages, wenn der Mieter eben glücklich ist, auch in längeren
- 35:21Mietvertragslaufzeiten, schlägt das dann durch und dann bin ich auch wiederum als
- 35:26Firm-Mieter glücklich. Klasse. Es gibt jetzt noch so ein paar Sachen. Ich weiß nicht, wie tief
- 35:33wir da eintauchen wollen, weil wie gesagt, wer da Interesse hat, kann gerne auch persönlich
- 35:38auf uns zukommen. Verschiedene Lösarten, On-Site-PPA, Off-Site-PPA, ist das ein Faktor, wo man
- 35:43drüber sprechen muss? Das wird schon relativ speziell. Da reden wir wirklich von riesengroßen
- 35:48Erzeugern und riesengroßen Verbrauchern. Das sind wir also eher im industriellen Bereich.
- 35:52Das ist auch das ganze Thema der Freiflächenprojektierung, wo wirklich hektarweise Solarflächen gebaut
- 35:57werden. Da spielt das eher eine größere Rolle. Aber das machen wirklich professionelle große
- 36:01Player. Als üblicher Gebäude-Eigentümer, Bestandshalter, der unser Kunden ist, die
- 36:07bewegen sich selten in diesem Segment. Und wer dieses Segment belegt, der ist voll Profi.
- 36:12Wollte ich gerade sagen, der ist der Typ. Dem braucht man das dann nicht erklären. Was aber
- 36:15ein wichtiges Thema ist, ist das Thema der Vollversorgung oder der reinen PV-Stromversorgung. Vollversorgung
- 36:20hatte ich ja schon gesagt. Ich muss also den Reststrom, den der Kunde da möchte, am
- 36:23Energiemarkt wieder einkaufen. Muss Netzentgelte auch wieder dafür zahlen, habe Abgaben,
- 36:28habe die Stromsteuer, habe also zusätzliche Kosten, was meine Marge wieder rumschmälert.
- 36:33Und eben neu durch das Solarpaket 1 ist jetzt eben das Thema der gemeinschaftlichen Gebäude-Energieversorgung.
- 36:39Die ermöglicht es mir nun endlich, eine rechtliche Basis dafür zu haben, dass ich meinem gewerblichen
- 36:45Mieter, aber auch mein privaten Mieter, aber da wieder das Thema des Privatkunst, anderes
- 36:48Thema, nur rein den PV-Strom veräußern. Der gewerbliche Mieter behält also seine normalen
- 36:55Versorger, den er auch vorher schon hatte, mit seinem Tarif, den er auch vorher schon
- 36:58hatte, den er kennt, den er schätzt, was auch immer die Beweggründe sind. Und zusätzlich
- 37:02hat er eben den reinen PV-Liefervertrag mit deutlich günstigeren Konditionen. Das ist
- 37:08jetzt durch das Solarpaket 1 endlich auf einer rechtlichen Grundlage und ermöglicht uns
- 37:12dann eben auch die entsprechenden Messkonzepte aufzustellen, diese beim Netzbetreiber einzureichen.
- 37:17Ja, da haben wir natürlich jetzt wieder ein anderes Thema.
- 37:20Genau, ich wollte gerade sagen, über jedes dieser Themen kann man stundenlang recherchieren,
- 37:26reden, philosophieren. Es ist so viel Neues passiert. Ich finde auch, dass das Interessante
- 37:31an diesen ganzen Sachen ist, das Solarpaket 1, das ist ja ein ganz neues Gesetz. Ja,
- 37:35das heißt, da gibt es auch noch keine großen Urteile zu und sonstige Sachen. Also das ist
- 37:39ein recht neues Gesetz, das Gesetz ist relativ neu verabschiedet. Genau, das meinste.
- 37:46Innergericht ist schon ziemlich lange vor, deswegen wundert es uns auch immer wieder,
- 37:49dass die Netzbetreiber sagen, ja, das Gesetz wurde ja gerade erst beschlossen, da brauchen
- 37:52wir ja mal mindestens bis nächstes Jahr, bis wir das auch alles umsetzen können. Inhaltlich
- 37:55war es lange bekannt. Also deswegen sind wir natürlich auch immer gelegene mit den Netzbetreibern
- 38:01partnerschaftlich zusammen zu arbeiten. Die haben eben auch ganz andere Themen, ganz
- 38:04andere Verantwortung, gar nicht, gar ganz klar. Aber trotzdem sind natürlich da die Genehmigungszeiten
- 38:10einfach. Sie brauchen ihre Dauer, was natürlich etwas schade ist, weil wir wollen unsere Anlagen
- 38:14natürlich schnellstmöglich in Betrieb nehmen, damit sie CO2-neutral erzeugten Strom kostengenstig
- 38:20erzeugen, der dann eben auch dort eine Ort- und Stelle verbraucht wird. Genau. Also ich fasse
- 38:25jetzt nochmal ganz kurz zusammen Vorteile für den Immobilien-Eigentümer, Punkt 1, Rendite-Steigerung.
- 38:30Ja, ich erzeuge Strom vor Ort, verkaufe den vor Ort und habe im Endeffekt zu sicher Einnahmequelle
- 38:35neben meinem Mieteinnahmen. Korrekt. Zwei Wertsteigerungen der Immobilie. Klar, die ist natürlich, ich werte
- 38:41die enorm auf, wenn ich jetzt eine olle Halle hab mit einem ollen Dach, dann ist die natürlich
- 38:45nicht so viel oder lukrativ für ein Mieter, wenn der Stach saniert ist. Ein möglicher
- 38:49Käufer oder eine mögliche Bank guckt mit so einer Pfefferlage natürlich auf das Objekt
- 38:53anders als wenn ich nur meine normalen Miet- oder Pachterträge habe. Genau. Das ist so.
- 38:57Punkt 3, auch immens wichtig, gerade bei gewerblichen Objekten, die ja häufig auch leer stehen
- 39:01gerade, weil viel Berufflucht uns was stattfindet. Ich habe eine Mieterbindung, das heißt, ich
- 39:06biete den Mietern einen Mehrwert, günstige Stromkosten, das heißt, ich habe eventuell
- 39:10einen deutlich längeren Mietvertrag mit meinem aktuellen Mieter. Viertens, und das haben
- 39:15jetzt gerade außen vorgelassen, dass es natürlich bei vorgesteuerten Investoren oder
- 39:19Immobilienbesitzern sehr interessant Erfindung von ISG-Kriterien. Ganz genau.
- 39:23Vielleicht einmal ganz kurz erklärt ISG. Genau. Die ISG-Kriterien betreffen eben Umwelt,
- 39:29Sozial- und Governance-Kriterien, kurz ISG, in welchem manche Social und Governance, eben
- 39:34vorgegeben durch die EU. Fonds und Aktiengesellschaft, Börsenotiert-Unternehmen müssen es heute
- 39:39eben schon erfüllen, die Kriterien. Und die legen halt relativ hohe Richtlinien an,
- 39:46ja, diese Kriterien, die dort drin stehen, in dem Fall besonders die Umweltkriterien eben,
- 39:51die da besagen, mein Gebäude darf nicht so viel CO2 erzeugen, im besten Fall klimaneutral
- 39:56sein. Und das erfüllt man natürlich in der Regel ganz gut durch eine Anlage, eine technische
- 40:01Anlage in meinem Gebäude, die Energie erzeugt. Weil dann verbraucht mein Gebäude nicht nur
- 40:06Energie, es erzeugt auch Energie. Genau, also im Endeffekt ein Vorteil, ich werde durch
- 40:09ein Gesetz dazu gezwungen, das zu machen, da habe ich natürlich auch eine schöne Punkt
- 40:141 an die Treibung. Genau, in der Regel kommen beide Faktoren
- 40:17zusammen. Ich spare deutlich CO2 ein, ich mache mein Nieder glücklich und habe selber noch
- 40:23eine Rendite. Naja, dann gewinnen alle dadurch. Dann nochmal so die Vorteile zusammengefasst
- 40:28für die Immobiliennutzer, also sprich nicht der Vermieter, sondern der Immobiliennutzer.
- 40:32Genau, als Nutzer habe ich eben die geringeren Energiekosten, ich habe eine geringere Betriebskosten,
- 40:38ich habe auch konstante Energiepreise, weil diesen Vertrag kann ich beispielsweise begewerblich
- 40:42irgendwie seit 5, 6, 7, 8, 9, 10 Jahre schließen. Ich habe auch eine Imageaufwertung, die kann
- 40:46ich marketingtechnisch natürlich auch nutzen. Unsere Gabelstapler werden nur versorgt aus
- 40:51regenerativen PV-Stromen zum Beispiel, machen ja auch viele von den Lieferdiensten, die
- 40:55mit Elektroautos unterwegs sind. Amazon hat, stellt glaube ich, die gesamte Flotte auf
- 40:59Elektroautos um, da sieht man ganz klar, dass es natürlich auch im Marketing genutzt wird,
- 41:03ist ja auch vollkommen legitim, tut gut, ist ein Sprich auch drüber. Ich mache mich unabhängiger
- 41:07von fossilen Brennstoffen, die natürlich auch immer weiter einen CO2-Preisteld bekommen,
- 41:12was auch immer weiter steigt. Ich habe auch eine attraktivere Arbeitsumgebung, das bekommen
- 41:17wir auch immer mit, dass auch die Mitarbeitern Angestellten des Unternehmens das auch wirklich
- 41:21sehr positiv sehen und sehr gut finden. Viele unserer Kunden hängen beispielsweise auch
- 41:25Monitore im Eingangsbereich auf, wo dann gerade steht, wie viel die Anlage erzeugt, wie
- 41:30viel sie in diesem Jahr schon erzeugt hat, wie viel CO2 dadurch eingespart wurde, wie
- 41:34viel Bäumen dies entsprechen würde, die ich gepflanzt hätte. Und das finden, also ist
- 41:39auch legitim nachverziehbar und gut, dass es auch visualisiert wird, dass man auch sieht,
- 41:45was so ein technisches Ding auf dem Dach, was halt wenig Leute sehen in der Regel, dann
- 41:50auch einfach dem Gebäude bringt. Und auch der Nutzer, neben dem Gebäudeigentümer,
- 41:55auch der Nutzer oftmals oder wird es noch bekommen, ESG-Kriterien, die er erfüllen
- 41:59muss und der kann die durch diesen vor Ort CO2-neutral erzeugten Strom eben auch ganz
- 42:04gut erfüllen. Ja, das klingt alles furchtbar komplex. War das jetzt alles, was ich beachten
- 42:11muss oder wie gehe ich an so eine Sache ran? Wir haben jetzt ganz knapp an der Oberfläche
- 42:15gekratzt, da gibt es noch deutlich deutlich mehr, was zu beachten ist. Ich bleib schon
- 42:19jetzt hier das Gebäudeigentümer Gewerbesteuerinfizierung, ich muss meine Anlagen, wenn ich Stromerzeugung
- 42:24verkaufe, beim Hauptzollamt anmelden, es gibt die Bundesnetzagentur, die gewisse Regulare
- 42:28hatten, es gibt die Netzbetreiber, die wir schon besprochen hatten, ich habe das Thema
- 42:32Stromsteuer, Energiewirtschaftsgesetz, kommunale Stromabgaben, Netzentgelte, Direktvermarkt,
- 42:37Messstellenbetreiber, die Marktkommunikation, die EEG-Auflagen, die Energiebörse, das Solarpaket
- 42:421, das Solarpaket 2, wenn es dann auch irgendwann kommen wird. Ich habe das Thema, bin ich kleiner
- 42:47Versorger oder großer Versorger, ich habe das Thema Eichrecht, ich könnte ewigst so
- 42:51weiter erzählen, das Thema Energie ist wirklich sehr vielschichtig, ich habe sehr viele verschiedene
- 42:55Gesetze und Akteure, die dort eine elementarwichtige Rolle spielen, an denen ich auch nicht vorbeikomme.
- 43:02Die alle mitspielen müssen, aber die Sorge kann man eben nehmen, deswegen gibt es uns,
- 43:08das ist unsere Daseinsberechtigung, dass wir unsere Kunden da in die Hand gehen und durch
- 43:11dieses VIRWA durchführen und für den Kunden einfach die beste Lösung schaffen, damit
- 43:16er es auch am Ende versteht, weil wenn er es nicht versteht, dann würde auch uns nicht
- 43:21mit dem Bau der Anlage beauftragen, das ist einfach ganz wichtig und klar festzustellen,
- 43:26deswegen sehen wir uns quasi als Full Service Partner, wir belegen nicht alle Teile davon,
- 43:31wir sind kein Steuerberater, wir sind kein Rechtsanwalt, wir sind kein Statiker, aber
- 43:36durch unser Netzwerk, was wir mitbringen und durch unsere Beratungsleistung führen wir
- 43:40den Kunden eben dadurch, weil nur was er versteht, wie gesagt, wird er auch danach auch durchführen.
- 43:45Genau, also wenn ein Kunde zu uns kommt, wir haben im Endeffekt alle Sachen, die wir abdecken
- 43:49können, wir haben einen guten Rechtsanwalt an der Hand, wir haben einen guten Statiker,
- 43:52was Sie gerade schon sagten, also im Endeffekt ein Kunde kommt und sagt, ich habe hier einen
- 43:56Gebäude, da ist ein Mieter und ich habe Lust auf BV, was können wir machen?
- 43:59Genau, da mindestens da können wir ansetzen und dem Kunden am Ende glücklich und zufrieden sind.
- 44:04Ja, warum muss ich mitbringen?
- 44:05Ein Gebäude, was da haben wir ganz gut.
- 44:07Genau, und den Strombedarf von dem Mieter bzw.
- 44:10den Nutzer, der drin ist, ne?
- 44:12Genau, aber auch den kann man ja im Nachkern noch ermitteln und erfragen, auch da hat man
- 44:15ja eine gewisse Flexibilität, vielleicht habe ich gerade auch ein Mieter drin, dennächst
- 44:18aber einander, ich will mein Gebäude auch vielleicht etwas anders nutzen in Zukunft,
- 44:22ich gewinne Mieter dazu, ich verliere andere Mieter, ich will von Industrie etwas umwitmen
- 44:28auf gewerbliche Nutzung, da sind alle Möglichkeiten, stehen da zur Verfügung, auch beispielsweise
- 44:34das ganze Thema Ladeinfrastruktur ist ein wichtiges, das ganze Thema Wärmepumpen ist
- 44:38ein wichtiges, das ist auch ein wichtiges Thema für Wohngebäudebesitzer, ich über das Thema
- 44:44Endkundenbelieferung sprach ich schon, aber große Wohnenobjekte haben in der Regel auch
- 44:48einen relativ hohen Allgemeinstromverbrauch, durch Tiefgaragen, durch Brandmeldeanlagen,
- 44:53durch Aufzugsanlagen, durch Beleuchtungen und da bietet sich auch die Möglichkeit für
- 44:59große Wohngebäudebesitzer, dass sie eine Anlage auf dem Gebäude errichten, da aber
- 45:05durch eine eigen gegründete Tochter- oder Schwestergesellschaft und den Strom dort erzeugen
- 45:11und an den Gebäudeeigentümer, der eine rechtliche Identität hat liefern und dieser Strom wird
- 45:20dann auf die allgemeinen Kosten umgelegt, da darf man natürlich kein Schindtuder betreiben,
- 45:24das ist auch ganz klar, da habe ich natürlich auch das Thema des Buchers, was ich nicht
- 45:27machen darf, ich kann aber meine Mieter natürlich auch glücklich machen, indem ich die Betriebskosten
- 45:31dann senken kann, weil ich den Strom günstiger erzeuge, als ich ihn im Moment einkaufen muss,
- 45:36ich verdiene daran, aber der Mieter spart dadurch auch noch und auch das ist wiederum für alle
- 45:41Seiten eine sehr schöne Geschichte.
- 45:43So, das war jetzt schon mal so ein richtig krasser Tipp, ich glaube jeder hat hier gemerkt,
- 45:48davon räumt, dass sie da extreme Kompetenz mitbringen, also wer Lust darauf hat, diese
- 45:54Kompetenz in seinem Projekt zu nutzen, schreibt uns doch einfach an, ich glaube, da können
- 45:59wir ein bisschen was bieten.
- 46:00Ja, ich hoffe, diejenigen, die jetzt bis zu diesem Punkt zugehört haben, die konnten
- 46:04wir mit Wissen überholfen, ja, meldet euch gerne bei uns, vielen Dank fürs Zuhören,
- 46:10alles Gute und bis demnächst, tschau tschau.
- 46:12Copyright WDR 2021
- 46:14.