Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / WARUM sagen wir nicht immer das, was wir uns denken
Transcript
- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen an alle da draußen, die sich eine neue Podcastfolge anhören. Von Zusammener finden wir es heraus, der Warum Podcast. Und heute habe ich mir eine Interviewpartnerin aussuchen dürfen, nämlich die liebe Claudia Seidel, die mit mir heute die Frage bespricht, warum sagen wir nicht das, was wir in Wahrheit denken? Aber bevor wir miteinander beginnen, darüber zu plaudern, Liebe Claudia, stell dich doch einmal vor. Wer bist du? Was machst du? Woher kommst du? Klaudia Seidl: Ja, hallo. Also wie gesagt, ich bin die Claudia Seil, bin 61 und aus Graz und habe ursprünglich bei der Telekom ganz normal gearbeitet, im System drinnen und bin jetzt mittlerweile als zweite Standbein auch mit Seelenfrequenzen und Kalographie unterwegs, wo ich die Menschen unterstütze. ja, ich glaube, dass ich da ganz gut reinpasse heute zu dem Thema, weil ja, weil das ein ganz wichtiges Thema ist. Warum sagen wir nicht, was wir uns wirklich denken? Sabine Osterauer: Sehr schön. Meine erste Frage gleich einmal an dich. Wie süßt du denn das? Also du hast dir vielleicht im Vorfeld schon ein bisschen so überlegt, dir das Thema ja auch gefällt. Und meine Frage ist, warum denkst du, das so? Warum sagen wir nicht immer das, was wir uns denken? Ist das menschenabhängig? Ist das situationsbezogen? Woran liegt das? Warum sagen wir nicht einfach das, was wir uns gerade in dem Moment auch denken? Klaudia Seidl: Ja, ich glaub... Also das meine eigene Vermutung. glaube, dass das vielleicht gar nicht gut wäre, wenn wir uns immer genau in dem Augenblick wirklich auch sagen würden, was wir denken, weil wir so als Mensch so gestrickt sind, dass wir in einer Bewertung pausenlos in irgendwelchen Bewertungen landen. Und wenn ich jetzt mein Gegenüber sehe und sofort rausspreche, was ich mir denke, vielleicht gefallen mir heute die Locken von der Dame nicht. Vielleicht finde ich den Herrn zu laut oder was. auch immer. glaube, dass es ganz gut ist, wenn man das, was man denkt oder was man bewertet, zuerst einmal in sich selber reflektiert. Warum finde ich den jetzt so laut? Was ist denn das? Was macht das jetzt mit mir? Warum finde ich diese Locken von dieser blonden Dame jetzt dazu übertrieben? Was macht das mit mir? Ich glaube, dass es ganz gut wäre, wenn man nicht gleich immer sagt, was man sich denkt. ist der eine Teil von den allgemeinen Bewertungen her, in denen wir alle immer wieder stecken und da kann man niemand ausnehmen. Es geht so schnell dazu, kommt zu spät, das Essen ist zu heiß, zu kalt, die Wegbeschwerung war zu schlecht, das geht den ganzen Tag so. Und wenn man da wirklich immer alles so sagen würde, was man sich denkt, glaube ich. Ist es ganz gut, dass wir es nicht tun, weil wir von Grund auf harmonische Wesen sind, die miteinander gut leben wollen. Das ist ein Teil, was mir jetzt dazu einfällt. Sabine Osterauer: Okay, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, da geht es jetzt darum, dass wenn ich heute einem Menschen begegne, dass ich mir vielleicht, wie du sagst, der erste Gedanke ist, die Frisur von meinem Gegenüber gefällt mir jetzt nicht oder, keine Ahnung, der Geruch ist jetzt nicht so meins oder ich finde die Kleidung, die da getragen wird, ist nicht so meins. Das heißt, das ist so dieser erste Eindruck, den man von einem Menschen bekommt, der einem gegenüber ist. Klaudia Seidl: Mhm. Sabine Osterauer: wo das einfach auch im Kopf so herunter rattert, möglicherweise auch ein paar Schubladen aufgehen, wo man dann die Leute auch so bisschen hineinsortiert und dass man das nicht sagt. Was ist aber jetzt zum Beispiel, wenn ich jetzt mit einem Menschen im Gespräch bin? Du arbeitest ja auch mit Menschen, also wir sind ja beide in der Beratung auch tätig und du arbeitest ja auch mit Menschen und jetzt wird dir möglicherweise von deinem Gegenüber eine Frage gestellt. beantwortest du oder sagst du deinem Gegenüber immer ganz genau das, was du in diesem Moment auch denkst oder überlegst du dir, kann ich das jetzt sagen, kann ich das nicht sagen und wenn du es nicht sagst, warum sagst du es nicht? Klaudia Seidl: Also das kann ich wirklich ganz gut beantworten, wenn ich jetzt ein zweier Gespräch habe und es kommt jemand zu mir mit seinen Problemen oder Herausforderungen, dann ist meine erste Intention schon ehrlich zu sein. Wenn der Mensch, wenn ich jetzt merke, der Mensch hat da Bewusstsein und ich kann ihm wirklich auch sagen, ja aber schau einmal, wie du das gerade alles erzählst, glaubst du nicht, zum Beispiel es freut sich jemand auf, dann kann ich vielleicht ehrlich sagen, wenn ich das gespürt habe, das ist ein Mensch, ist bewusst, dann kann ich vielleicht ehrlich sagen, du aber schau einmal. Reflektiere jetzt einmal du, wie du das erzählst oder mit welcher Strenge du an deiner Einstellung haften bleibst. Das kann ich sagen. kann aber auch, wenn ich merke, der Mensch hat überhaupt kein Bewusstsein und hat er lebt noch. Sabine Osterauer: Jetzt ist mir die Claudia wieder ganz kurz abhanden gekommen, aber ich nehme an, dass sich ihr Internet gleich wieder einstellen wird. Jetzt ist sie wieder da, die Claudia. Claudia, wir haben dich jetzt ganz kurz nicht gehört. Wiederhol bitte noch einmal die letzten beiden Sätze. Klaudia Seidl: Okay, also ich muss sagen, ich sehe dich auch sehr schlecht. glaube, diesmal liegt es dir, die Verbindung. Aber ich spreche es jetzt noch einmal an, sonst müssen wir immer wieder neu anfangen. Also ich finde auch, wenn jetzt jemand zu mir kommt zu einem Termin und ich merke, das ist sehr bewusster Mensch, dann sage ich dem das schon. Also der regt sich zum Beispiel auf und sagt, muss ich mir das gefallen lassen, dass mich meine Partnerin dauernd anschreit, dann, wenn ich mehr gehe als in einem bewussten Zustand, dann werde ich vielleicht ehrlich zurücksagen, aber schau einmal, wie du gerade reagierst. Wenn du zu Hause auch so reagierst, du bist ja dann auch nicht in der Ruhe. Es kann aber sein, dass die gleiche Situation ist mit einem anderen Menschen. Sabine Osterauer: Das heißt, wenn du in einer Beratung bist und jemand dir komisch gegenüber oder spricht dich seltsam an und du sagst, stört mich jetzt, dann reagierst du auch gleich darauf und versuchst die Menschen auch dazu zu bringen, zu reflektieren, wie es überhaupt jetzt gerade hervorgebracht hat. Aber manches Mal hast du dann Klaudia Seidl: Da hab ich's nicht gemeint. Ich hab gemeint, wenn der Mensch jetzt zu mir kommt und von seinem Problem erzählt ... Und das aber in einer Art und Weise, dass ich schon merke, wie sehr der laut wird und sich aufregt. Gleichzeitig spüre ich aber, dass der Mensch gutes Bewusstsein hat. Dann sage ich ihm die Wahrheit. Dann sage ich wirklich, was ich denke. Dann sage ich halt zum Beispiel jetzt, ja aber schau mal, wenn du so reagierst mit einer Frau oder mit einem Geschäftspartner, dann schau einmal, was es in dir macht. Dann kann ich das sagen. Es kann aber auch sein, dass eine Person wirklich auch zum Thema, wo so viel Streit zu mir kommt und ich merke, die Person ist total uneinsichtig, dann sage ich Dann versuche ich einfach einmal den Menschen, ja, ruhig, dass er ruhig wird, dass er sich entspannt. Das ist einmal der Teil, wenn jemand zu mir kommt und wenn ich selber in einem Privatgespräch zum Beispiel bin und ich merke, Zum Beispiel Nachbarn, sich über alles Mögliche aufregen. Und am liebsten würde ich wirklich sagen, sie regnen sich echt über alles auf. Das mache ich auch nicht. Weil das mache ich deswegen nicht, weil ich nicht in diese Frequenz kommen will. Ich selber will es nicht. Ich möchte nicht, dass ich mich auf das einlasse. Ich versuche dann abzulenken und sage, aber so ist heute schon ein schöner Tag zum Beispiel. Also ich mache es wirklich individuell. Und dann gibt es auch so Dinge, wo man mit jemandem vielleicht gut befreundet ist. dann spreche ich es an und sage, dazu muss ich mich äußern. Es gibt aber ganz auch, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber es gibt auch oft so verworrene Situationen, wo du genau weißt, es kommt auf keinen Nenner. Weil der kann dich jetzt nicht verstehen, weil diese Person ist verletzt, du selber bist verletzt. Auch da finde ich, dass es sehr wenig bringt, wenn man sich genau in dem Augenblick unterhält und sagen möchte, was man sagen will. Und da finde ich es dann ganz gut und habe ich auch schon schöne Erfolge für mich selber gehabt, dass man mit der Person auf Sälenhebern spricht. Du wirst nicht unterbrochen, du spürst diese Person energetisch. Sabine Osterauer: Okay. Klaudia Seidl: Oft schon auch in der Realität sind dann ganz andere Ergebnisse herausgekommen. Sabine Osterauer: verstehe. Das heißt, bist ja vom Berufswegen her auch ein sehr feinfühliger Mensch. Das heißt, du kannst dich auch gut in andere Menschen hineinversetzen. Ist dir schon einmal aufgefallen, ich weiß jetzt nicht, ob du eine Kaffeehausgeherin bist oder ob du auch ab und an einmal irgendwo unterwegs bist und Leute beobachtest. Ich mache das immer wahnsinnig gerne, dass ich mich dann oft irgendwo hinsetze. Ich bin jetzt nicht diejenige, die irgendwo im Freien sitzt mit dem Handy. Klaudia Seidl: Vielen Dank. Vielen Dank. Sabine Osterauer: Das mache ich nicht, sondern ich beobachte heute immer noch Menschen, weil das für mich einfach viel interessanter ist, als zum hundertsten Mal ins Handy reinzuschauen. Mir persönlich ist schon öfters einmal aufgefallen, ich bin ja auch von Natur aus ein sehr neugieriger Mensch, und mir ist dann schon öfters aufgefallen, wenn sich Menschen miteinander unterhalten. Da geht es jetzt gar nicht darum, dass ich jetzt den Inhalt des Gesprächs direkt verstehe, weil ich so nah dran bin. Aber man kann ja ganz viel von der Körpersprache, von der Mimik und der Gestik ableiten. Vor allem wir sind ja auch in dem Bereich tätig, wo wir auf das natürlich auch achten, bei uns im Arbeitsumfeld. Und da ist mir schon das ein oder andere Mal wirklich aufgefallen, dass die Menschen miteinander teilweise denke ich auch nicht das sagen, was sie sich in diesem Moment denken und auch teilweise die Fragen gar nicht ehrlich beantworten, sondern sehr wohl abwägen, passt das oder passt das jetzt nicht? Hast du solche Beobachtungen auch schon gemacht? Klaudia Seidl: Ja, auf jeden Fall. Erstens einmal bin ich selber eine Kaffehaussitzerin. Ich liebe das und ich lieb's auch, dass ich Menschen beobachten kann, wie sie miteinander sprechen und was mir da auffällt. Aber vielleicht ist das jetzt nur, na ganz sicher ist es nur mein persönlicher Eindruck. Aber ich habe das Gefühl, dass die jungen Menschen ehrlicher zueinander sind. Sabine Osterauer: Warum? Denkst du das? Klaudia Seidl: Weil ich so oft in den Kaffeehäusern höre, dass man öfters dann hört, das hat mich jetzt schon verletzt oder so, das möchte ich so nicht, das hört man ganz oft. wo die Älteren vielleicht, also in meinem Alter oder älter habe ich heute auch erlebt im Kaffeehaus, ⁓ wo die eine eben gesagt hat, na sie siebt das Mehl durch, es ist ja wirklich lustig, sie siebt das Mehl durch, wenn sie die Mehlspeise macht, weil nur so ist es richtig. Und man hat richtig gespürt, was sich die andere denkt und die hat dann nur gesagt, ja ⁓ aber das sind dann eben so Situationen, wo man wirklich weiß, da sagt die eine auch nicht, was sie sich wirklich denkt. ich glaube, Trotzdem glaube ich, dass das bei so Alltagssituationen gar nicht sein muss. Die Frage stellt sich nur, wie gehe ich danach mit dem ⁓ Gehe ich dann zur nächsten Freundin und sage, du, die hat das und das gesagt, das ist halt dann natürlich nicht so gut, dann wäre es schon besser, wenn sie es schaffen würde und wenn sie sagen würde, du, aber was der jetzt? Mein Weg ist ein anderer. Sabine Osterauer: dass das ein Generationending ist, das einfach die ältere Generation auch so gelernt hat, dass man seine Meinung oder seine Gedanken darauf ausrichtet, sich, sage ich jetzt einmal, was sich gehört oder sensibler umgeht, als wie du es vorher angesprochen hast, dass die Jugend da sehr viel ehrlicher ist, sehr viel direkter ist. Glaubst du, dass das ein Generationending ist? Und glaubst du, dass die Jugend, wenn sie dann vom Handy mal aufsieht, dann schon möglicherweise auch durch Social Media und Co den Mut haben, das auch wirklich direkt anzusprechen und direkt ihre Meinung zu sagen? Klaudia Seidl: Also so wie ich da, ich bin da so im Umfeld, auch viele Studenten sind und so, wo ich auch Kaffee trinke, viele junge Leute da in Graz, da habe ich wirklich das Gefühl. Umgekehrt habe ich auch jetzt vor Kurzem erst von der Caritas aus in einem Altersheim so eine Befragung gemacht, wie die Menschen, im Altersheim sind, ja, sich fühlen und wie es ihnen gefällt. Das war ganz, das war... Die haben immer gesagt, ja, was sollen denn die anderen? Nein, nein, es passt schon. Also es war wirklich interessant dann immer wieder zu sagen, Sie können mir gern sagen, wie Sie sich da wirklich fühlen, weil diese Befragung ist anonym. Ja, aber die anderen sagen das ja alle, dass das nicht so passt. Ja, ja, aber was sagen Sie? Na, ich schließe mich an. Also war für mich ganz interessant, ich ehrlich sagen. nach außen schauen, eben was die anderen sagen und auch immer wieder den Finger nach außen zeigen. Es hat wirklich lange gebraucht bei manchen. Da waren über 30 Fragen und erst bei Frage 12, 13 haben sich die Frauen oder Männer entspannt. Die Frauen waren noch mehr, dass man gesagt hat, wie gesagt, sie können da die Wahrheit sagen. Zuerst war immer, na passt dir alles, es passt alles. Und dann erst mit Mühe hat man dann heute herausgefunden, was nicht passt. Aber wenn sie dann im Lauf waren, dann haben sie wirklich auch die Wahrheit gesagt. Ich glaube schon, dass das auch ein bisschen ein Generationenproblem ist. Sabine Osterauer: Denkst du, dass das auch etwas mit Sicherheit zu tun hat? Dass der Mensch gelernt hat, vor allem die ältere Generation gelernt hat? Ich muss aufpassen, was ich sage, weil das könnte zu meinem Nachteil sein und ich könnte dann meine Arbeit verlieren, meine Partnerschaft verlieren, Geld verlieren, Aufträge verlieren, speziell im Unternehmensamtum. Denkst du, dass das auch zusammenhält? Klaudia Seidl: Ich glaube schon, dass es zusammenhängt, vor allem bei den ganz älteren Damen, wo sie auch wirklich noch, die Damen, vielleicht 80 sind oder so, die wirklich noch vom Baden abhängig waren. Da hat es nur im stillen Kämmerchen wahrscheinlich einmal die Wahrheit zu sprechen gegeben mit irgendeiner Freundin, die sie wirklich vertrauen hat. So empfinde ich die Welt. Das ist jetzt natürlich nicht die absolute Wahrheit, das ist nur mein Zugang. Und mir kommt schon vor, dass die Jugend besser reflektiert und auch gleich einmal sagt, na das möchte ich nicht. Dazu werden wir dann auch so, wie soll man sagen, so oft so verurteilt, weil sie ja dann sagen das und das und dann kommen ja auch diese, die wollen ja gar nichts mehr arbeiten, das stimmt ja nicht, die sagen halt einfach was sie sehen und die warten nicht 30 Jahre bis man im Burnout ist, sondern die sagen es halt einfach. Ich bin da eher so gestrickt, dass ich das ganz gut finde, dass sich die Jugend nicht mehr so in ein gewisses System pressen lässt, muss ich ganz ehrlich sagen. Sabine Osterauer: Ja, also ich sehe das ähnlich. Was mir jetzt noch eingefallen ist, das ist, wir sind zwei Unternehmerinnen und wir benutzen natürlich auch Social Media. Ich nehme an, du bist auch auf Social Media und da fällt mir halt auch extrem auf, also das ist fast für mich persönlich fast ab und zu ein bisschen belustigend, dass bei manchen dass wirklich eine Rakete abgeht und dass da Menschen wirklich Sachen drunter schreiben, wo ich mir denke, es ist schön, dass du deine Meinung sagst, aber woher kommt denn diese Aggressivität oder dieses teilweise auch in einem Ton, der jetzt nicht sehr fein ist? Meine Frage ist, weil das Die Frage ist ja, warum sagen wir nicht das, was wir uns denken? Die Frage für mich ist aber auch, wenn wir schon sagen, was wir denken, können wir trotzdem darauf achten, es so zu sagen, dass es dennoch in der Wertschätzung bleibt? Und wie siehst du das? Warum achten manche Menschen dann gar nicht mehr auf einen wertschätzenden Ton? Klaudia Seidl: Ich glaube, dass es Menschen sind, sehr frustriert sind, die sich mit dem einfach beschäftigen, dass sie da jetzt endlich die Möglichkeit haben, sich zu äußern, aber in keinster Weise eben reflektiert sind. Und das ist ja genau das, was ich meine. Wenn man dann wirklich, das ist genau das, was ich ja zu Anfangs gesagt habe, wenn du wirklich jede Bewertung, die du im Kopf hast, dann als Gewohnheit schon rauslässt, dann wird das immer intensiver und immer ärger. Du bist ja dann auch in dem Glauben, dieses Gegenüber in diesem Real, das ist so arg und du merkst ja gar nicht mehr selber in was für Schleife du reingehst. Man muss ja selber auch schauen, wenn man Beispiel irgendwas sieht. Man schaut dann in den Kommentaren und manchmal hört man wirklich auch, so geht es mir zum Beispiel, ich dann echt oft auch das Bedürfnis, dazu zu schreiben. Ich mache es aber dann nicht. Im letzten Augenblick schaffe ich es, dass ich es nicht mache. Aber natürlich ist es auch gleich in einem, dass man dann irgendwas dazu sagen möchte. Ich möchte aber trotzdem schauen, dass ich nicht so mache, sondern dass ich reflektiere, wieso regt mir das jetzt so auf? Wie gibt's denn das? Dass ich mich da so jetzt wegen dem ... Und dann bin ich eben am einen oder anderen Thema bei mir selber. Aber so ist es eben, wenn man jetzt nicht reflektiert ist und du bist vielleicht, ich weiß es nicht, du bist ein Logo-Arbeiter und du kriegst pausenlos von deinem Chef auf den Deckel und du gehst heim und dann sudert die Frau noch, dann setzt dich vor dem Fernseher mit den Chips und mit dem Bier und siehst dann noch irgendwelche Nachrichten oder was weiß ich, wo bist du drin in der tiefsten Frequenz? Und wenn das deine Wahrheit wird, dann reagierst du auch in dieser Wahrheit. Du kannst das nirgends so sagen. Also reagierst du in den Kommentaren. Deswegen ist es glaube ich ganz wichtig, dass man, wenn man ein bisschen auf sich selber schaut, dass man einfach gar nichts dazu schreibt zu manche Sachen. Und das ist also meine Intention, was ich auch am Anfang gemeint habe. Es ist natürlich, wir alle neigen dazu, dass wir unserer Meinung sagen, wir sind ja keine Heiligen, aber dass man trotzdem darauf achte, dass man sich zuerst einmal zurücknimmt und ich muss nicht alles bewerten, auch wenn es mich noch so auf die Balme bringt. Es ist nicht Mut, weil im Grunde genommen ist das Wichtigste, dass man schaut, dass man friedlich bleibt und wenn ich heute gegen, ich weiß nicht wo, ich will jetzt keinen Namen nennen, aber gegen irgendwann Wetter, dann bin ich letztendlich Ich bin in der gleichen Frequenz. Es hilft nichts. Ich bin in der gleichen Frequenz. Ich kann mich da nicht schöner reden und sagen, ja, aber das, was der aufführt, ja, der führt was auf. Das ist schon richtig. Aber wie reagiere ich darauf? Es geht ja ⁓ das und das. Ich glaube, es so wichtig, dass man das irgendwie für sich selber erkennt. Sabine Osterauer: Ja. Ja. Klaudia Seidl: Also ich kann ja auch gutes Beispiel von mir nehmen, wo ich wirklich in die Falle getappt bin. Das war damals bei Corona. Bei Corona hat es die Befürwürter, die Befürwürter, nein, das ist rausgegangen, die Befürwürter, jedenfalls die, dafür waren. ich war, also für die Impfung meine ich jetzt nicht, da muss ich schauen, ob man das überhaupt so sagen darf. Ich war halt Mensch, ich bin halt nicht so offen für solche Impfungen. Zuerst habe ich gemerkt, dass ich mich über die Aller und über diese Maßnahmen habe. Ich kann gar nicht sagen, wie ich mich geärgert habe. Bis ich dann eine Nachbarsfrau gesehen habe, wie sie mit dem Rad heimfahrt und hatte auf dem Rad am Sonntag Nachmittag, wo weit und breit kein Mensch war, eine Maske auf gehabt und ich habe mich so aufgeregt über das, innerlich. Ich habe nichts gesagt, aber innerlich und habe der Frau dann in die Augen geschaut und habe dann von der Frau in den Augen gesehen, der hatte volle Angst, der hatte voll Angst. Und dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, die Frau schwebt jetzt in der Frequenz der Angst. Ganz tief, die schwebt ganz tief. Aber ich, die liebe Claudia, wo schwebe ich? Ganz tief, wenn ich mich ärgere. Ganz tief. Und dann bin ich wirklich ausgestiegen, aus dem bewusst ausgestiegen. Aber ich meine nur, wie schnell könnte man sich da in was ... in was hineinreden. Was ist da damals alles passiert und wie schnell könnte man da auf einer Schiene oben sein. Aber das hat mich dann wirklich erschreckt, weil mir gedacht hat, im Grunde genau das, will ja in keiner tiefen Frequenz sein. Meine Ausrichtung ist es, dass ich ein glücklicher Mensch bin. Also schaue ich, dass ich mich wirklich vorher dort entspann und zu den Dingen nichts sag und manchmal Weil aktiv machen hätte ich ja nichts können, ich in keiner, aber ich hätte auch nicht wollen. Ich hätte auch nicht wollen mich jetzt in irgendeine Kampfposition stecken. Und ich wollte nur wieder, dass ich erkenne, dass ich friedlich sein möchte, weil Angst vor dem habe ich nicht gehabt. Sabine Osterauer: habe ich dich wieder kurz verloren, liebe Claudia. Du wolltest dich nicht in eine Kampfposition begeben. Klaudia Seidl: Ich wollte mich nicht in eine Kampfposition begeben und ich wollte auch nicht in der tiefen Frequenz bleiben und deswegen habe ich es dann für mich entschieden, Gott sei Dank bin ich draufgekommen, ich war dann so dankbar, wenn ich mich herum ärgere, ich tue einfach gar nichts. Weil oft ist es das Beste, wenn man sich entscheidet, irgendwo zu kämpfen, gar nichts zu tun. Und mit dem bin ich dann gut durchgekommen. Sabine Osterauer: Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man das dieser Stelle vielleicht auch noch mal ganz kurz so erklären. Du hast es schon ein paar Mal erwähnt, dass du dann in einer tiefen Frequenz bist oder in einer höheren Frequenz. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man das unterscheidet. Also nur weil man sich jetzt nicht äußert oder weil man sich ärgert oder wie auch immer, bedeutet das ja nicht gleichzeitig, das ist mir jetzt völlig egal, das ist mir wurscht, wie man es bei uns so schön sagt. Klaudia Seidl: Dann Sabine Osterauer: Und das geht gar nicht, sondern das ist ein Eigenschutz für sich selbst, für das eigene Nervenkostüm, dass man sagt, ich kann das grundsätzlich nicht ändern. Ich kann nur schauen, dass es mir gut geht und ich möchte in dieser tiefen Schwingung nicht sein, in dieser tiefen Frequenz, sondern ich möchte höher schwingen, in einer höheren Frequenz sein, was ja auch der Gesundung und dem Gesund erhalten und dem Gesundsein natürlich dienlich ist und deswegen... sich nicht ärgern und deswegen sich auch auf gewisse Kommentare und so weiter nicht einlässt. Also nur, dass man das gerade zum Verständnis einfach nur mal sagt. Weil ich kenne das natürlich auch und ich habe das dann oft gesagt, dir ist ja alles wurscht, wenn du dich da so zurücknimmst. Nein, mir ist es nicht egal. Und das, ich jetzt im Moment tun kann, ist auf mich zu achten, mich zurückzunehmen. Ich lasse jeden Menschen Klaudia Seidl: Genau. Sabine Osterauer: was er will, solange man mir auch das lässt, was ich will, weil ich bin auch eine Aussteigerin, was das angeht. Also ich bin keine Leugnerin, das war ich nicht, aber ich habe einfach anders drauf gesehen, nennen wir es so, und habe für mich einfach meinen Weg gefunden, dieser Situation bestmöglichst umzugehen, würde ich jetzt einmal so sagen. Klaudia Seidl: Ich sehr stolz auf Wichtig war ja eigentlich in der ganzen Situation für mich persönlich nur, dass ich merke, Da würde ich am liebsten meine Meinung sagen, ich habe es aber nicht getan. Und dass ich aber für mich erkannt habe, ich bin da dann genauso in einer tiefen Frequenz. Das war für mich wichtig und deswegen denke ich mir oft ist so gut, weil man oft nicht gleich reagiert mit jeder Aussage, die man tätigen will, sondern ein bisschen selbst reflektiert auch. Das meine ich damit. Sabine Osterauer: Das heißt, im Grunde ist es eigentlich so, dass wenn ich heute ein Thema vor mir habe oder mit einem Gesprächspartner und es kommen mir Gedanken, die mich auf eine Frequenz bringen würden, die jetzt nicht gesund ist, dass es dann oft besser ist, das nicht auszusprechen, denn gesprochen ist ja noch einmal, wenn man es jetzt von der energetischen Seite her sieht, noch einmal etwas, was die Frequenz runterdrückt. Also wenn ich die Gedanken nehme, sie einhülle, sie wegblase, wie auch immer der Umgang dann damit ist. Okay, das tut mir nicht gut, wenn ich das jetzt ausspreche, aber ich jetzt gerade zu diesem Gift hätte. aber ich spreche das jetzt nicht aus für mich persönlich, ⁓ mich selber zu schützen, für meine Gesundheit. Und mir überlege, was kann ich sagen, dass es auch für den anderen gut ist, aber vor allem, dass es für mich gut ist? Kann man das so? Klaudia Seidl: Genau und was? Ich sehe es genauso wie du sagst und ich finde aber auch, dass man in dem Augenblick, wo man natürlich sich ärgert oder natürlich neidig ist oder natürlich traurig ist, wir sind ja nicht alles Menschen, wir können ja nicht sagen, wir haben die Gefühle nicht, aber was ich finde, man dann, bevor man sich zu irgendwas äußert, man einmal reflektiert, das ist, wenn man in der Übung ist, geht es schneller. ⁓ jetzt möchte ich gerade am liebsten dem die Meinung sagen, aber warum will ich dem die Meinung sagen? Vielleicht bin ich neidig, vielleicht habe ich geringe Selbstwert, aber dann auch mir die Möglichkeit geben, das im Körper zu fühlen, weil nur alles, was gefühlt wird, kann sich auflösen, weil wenn ich vom Kopf her einfach die frische Affirmation drüber gebe oder was auch immer, das funktioniert ja nicht. Also deswegen, ich finde das so gut, weil man Wie gesagt, man kann sich nicht immer manchmal sprudeln, die Meinung einfach nur so raus, zumindest bei mir. Aber weißt du, die Absicht ist schon, dass ich mich mal reflektiere und wenn mir das gelingt, dann ist mir das lieber als wie es halt auch manchmal ist, weil da muss man ehrlich sein, manchmal sprudelt was raus und ja, aber auch dann, dass ich eben auch dann nicht selbst verurteilt, wenn es so ist. Ich finde immer, soll es jetzt nicht als eine strenge Maßregeln geben, aber dass man einfach so tagsüber so bisschen reflektiert ist. Wie geht es mir generell am Tag? Weil manchmal kann ja sein, dass jemand reinkommt und schrill ist und laut ist und das macht mir nichts, weil ich generell gut bin und auf einem anderen Tag ... ist jemand anderes, redet vielleicht gar nicht so laut und du bist schon auf, weiß ich nicht, innerlich 180 oder so. Und würde ich dir dann jedes Mal was sagen, sei nicht so laut, dann sagt dir die andere Person auch, wie soll ich, ich bin ja gar nicht laut. Dann sagst du wieder, sicher, du bist immer laut. Und was kommt denn da raus? Gar nichts. Sabine Osterauer: Das heißt, so zusammenfassend kann man eigentlich sagen, dass es grundsätzlich schon wichtig und wertvoll ist, dass man ehrlich ist und dass man auch seins mitteilt. Aber und ⁓ auf sich selber zu achten, sich selber zu schützen. Da geht es ja auch immer ⁓ einen selber. Dass man schaut, tut mir das jetzt gut, wenn ich jetzt zu diesen ersten Gedanken wieder sage, ja wir sind Menschen. Und wir sind neidig und sind wütend und wir sind vielleicht eifersüchtig. Also wir sind ja alles, wir sind ja vieles. Und manches Mal sprudelt es halt dann einfach heraus, dass man sich da auch nicht selber geiselt und sagt, nein, ich darf nie etwas sagen, was mich irgendwie in eine andere Frequenz bringt. Ich glaube schon, dass wir Menschen schon auch manches Mal in einer niedrigeren Frequenz ohne weiter sein dürfen, ⁓ auch immer wieder diese Unterschiede auch zu erkennen. Klaudia Seidl: Vielen Dank. Sabine Osterauer: ⁓ vor allem zu wissen, da geht es mir gar nicht gut, ich glaube, ich darf wieder bisschen höher schwingen. Ich achte jetzt wieder mehr auf das, ich denke, auf das, ich sage. Aber Geißeln ist nie gut. Das würde ich jetzt einmal genau so sagen. Aber zusammenfassend kann man wirklich sagen, ja schon seine Meinung vertreten, ja schon auch sagen, was man denkt, aber auch immer darauf ein bisschen achten, tut mir das gut. und auch in der Sensibilität zu bleiben. kann das jetzt, was könnte das möglicherweise auch in dem anderen Menschen auslösen und wie geht der Mensch dann damit Klaudia Seidl: Das ist ein gutes Rezept, man sagt, wie würden mir das jetzt gefallen, wenn der mir das sagt. Sabine Osterauer: Genau. Ich glaube, ist auch schon der Tipp, den ich dir jetzt zum Schluss noch abringen wollte. Nämlich versetzt man sich immer in den anderen Gesprächspartner hinein. Wie würde es mir gehen, wenn mir mein Gegenüber das jetzt sagen würde, dass ich jetzt gerade immer einen Gedanken habe? Und wenn sich das ganz scheiße anfühlt, ab und zu sage ich das Wort auch im Podcast. dann vielleicht mal darüber nachdenken, dass es vielleicht auch möglich ist, das Ganze ein bisschen vielleicht auch anders zu sagen, aber trotzdem bei der eigenen Meinung zu bleiben. Ich glaube, Sachen zu sagen, die überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen, tun uns auch nicht gut. Aber wie man so schön sagt, der Ton macht die Musik, glaube ich, so sagt man das ja auch recht schön. Und ich glaube, in diesem Sinne haben wir unsere Warum-Frage. auch sehr, gut beantwortet. Ich danke dir, liebe Claudia, dass du dich heute mit mir zu diesem Thema geäußert hast. Und ich werde in Zukunft auch, wenn ich auf Social Media Kommentare sehe, wo es mich so richtig reizen würde, etwas drunter zu schreiben. Wobei ich bin ja dann die Komikerin, ich schreibe dann irgendetwas Witziges drunter. Manchmal habe ich so das Bedürfnis, vielleicht auch die Intuition oder die Motivation, vielleicht kann ich es mit ein bisschen einem Witz. ein bisschen entschärfen, dass sich die Gruppe auch wieder beruhigt, die sich da alle angehängt haben. Und ich danke dir für dein Dasein. Alle, die sich über die Claudia mehr informieren möchten, auch über das, was sie tut und auch bisschen mehr über Frequenzen und so weiter, gerne was wissen möchten. Von der Claudia wird dann alles in den Show notes natürlich verlinkt und man kann jederzeit mit ihr Kontakt aufnehmen. Und in diesem Sinne, liebe Claudia, vielen lieben Dank, dass du heute bei mir im Podcast warst. Klaudia Seidl: Ganz kurzer Tipp noch, ich sage Danke und wie gesagt, probiert es auch aus mit den Seelengesprächen, dass man mit jemandem spricht auf Seelenebene, einfach einmal ausprobieren im wirklich verworrenen Situationen, es bringt Wunder. Das möchte ich noch sagen zum Schluss. Danke dir. Sabine Osterauer: Vielen lieben Dank.